Nr. 280 ®r|(f)ftut eägltch auBei Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem heffifchen Landwirt bte Siebener Kamillen- blätter viermal in der Woche betgelegL Rotationsdruck u. Der» In*] der Brühl lchen Urnverl.-Buch- u. Stein» drucke rel iPretlch Erden) StedakNon, Lrpedttwn und Druckerei: Schalftratze 7. Ubrefle füt Depeschen: «nzetger Gtetzen. Frrnlprrcduntchtutz Ar 51. '*v: M TM . i • I Ad Hi L ? .U E V. 153. Jahrgang Erstes Blatt General-Anzeiger Samstag 28. November 1903 monatlich 75 viertel- jährlich Ml. 8.20; durch Abhole- u. Zweigstelle»' monatlich 65 M.. durch die Bott M.L.—menel- jährl. auslchl. Beitellg. Annahme von Anzeigen ür Oie Lagesnummer jU pormtliagfl 10 Uhr. feilenpreiS total 12^ auSivdcti 8V tbg. Deraaiworttich Hht der» polll and augem. Teil U W'itko kür .Stadt und ttanb* und .ÄerichlSjaal* August Gütz. *üt den An- zeiaenteil t>an e Deck. K3E3 Zusamnttlischluß der kvangclischen Kirche. Ter am G-eburtötagi Luth-ers, am 10. November, in Tresden erfolgte Zusammentritt des „Deutschen e v äuge l i s ch e n K i r ch e n a u s j ch u s s e s" ist bei aller äußerer Bescheidenheit voch ein ktrchengeschichttiches Ereignis ersten Ranges, dessen B-edeutung und Wirkung erst in Jahrzehnten völlig, zur Geltung kommen wird. Wir geben denn nachstehend die Ansprache wieder, die der Kirch enaus schuß aus diesem Anlaß an die deutsche evangelische Kirche gerichtet hat. An Tr. 9jLarnn Suchers Geburtstag ist der neu gebildete deutsche Evangelische Kirchenausschuß zu seiner ersten Beratung in Tresden zusammengetreten. Seit hundert Jahren hat der deutschen evangelischen Christenheit ein äußeres Band ihrer Zusammengehörigkeit gefehlt. Nach dem Zusammenbruch des alten Rreiches, in dem sie noch eine gemeinjame Vertretung hatte, blled jede einzelne Llan- deslirche sich selLst überlassen. Wie mächtig bald daraus im deutschen Bolte der Trang nach Einheit erwachte uno wie die,e immer wachsende Sehnsucht in der Ausrichtung des deutschen Reiches ihre Befriedigung fand, i|t in den Müttern der Geschichte verzeichnet. Zu gleicher Zeit hat die katholische Kirche sich in Deutschland kraftvoll zujamm engejchlossen. Auch die deutsche evangelische Kirche hat im lebten Jahrhundert große Tage gesehen. Nie zuvor ist sie so reich an Werren barmherziger rliebe gewesen. Turch bahnbrechende Arbeit bedeutender Zehrer ist auch das Licht theologischer Wissenscyaft in bie evangelische Welt hinausgedrungen. Aber wer hat nicht gar Manchmal mit uns schmerzlich empfunden, daß es ihr an jeder äußeren Einheit gebrach? Kein Wunder, daß Tausende mit uns seit langen Jahren nach festerem Zusammenschluß sich sehnten. Nun ist endlich auch damit ein hvfsnungsvvller Ansang gemacht. Nach Genehmigung der Laiidesherren, unter Zustimmung der Kircherrcegier- Lngen hat sich aus Vertretern der obersten Kirchenbehörden der Teutsche Evangelische Kirchenausschuß gebildet. Was wir anstreben, ist nicht eine kirchliche Neugestaltung nach Urt eines weltlichen Reiches. Tas wollen nur nicht; und wenn wir es wollten, so konnten wir nicht. Die Kirche jedes Landes soll wie bisher nach ihrem Belenntncs, nach ihrer Ligenart und gemäß ihren Ordnungen und Einrichtungen leben. Aber es gibt gemeinsame Jnreres,en — die wollen wir fördern; gemeinsame Guter — die wollen wir wehren; gemeinsame Not — die wollen wir wehren. Wenn künftig wieder ein Re^chsgese^ beschlossen werden soll, das auch für religiös-sittliche Fragen nicht ohne Bedeutung ist, so soll es nicht nur unter dem gewichtigen Lrnfluß der andern Kirche zustande kommen, wahrend die große evangeli.che Mehrheit des Volkes ohne gemeinsame Vertretung bleibt. Aua) wir werden im gegebenen Augenblick unsern Mund auftun und an maßgebender Stelle die Interessen der evangel. Kirche wahrnehmen. Wir lieben den Frieden und wollen wahrhastig die Kluft, die unser Vaterland aus religiösem Gebiete durchzieht, nicht erweitern. Aber wenn die Ehre unserer evangelischen Kirche öffentlich geschmäht wird, so soll es in Zukunft nicht von ungewissen llmständen abhängen, ob und wie dem begegnet wird — wir werden auf dem Plane sein, um sofort dem entgegenzutreten. Der große Weltverkehr hat auch außerdeutscye evangelische Kirchen uns näher gebracht. Aber an wen sollten sie bisher sich wenden, wenn sie der evangeli.chen Kirche Deutschlands Gemeinschaft suchten? Wir werden künstig jeden Ruf von drüben freundlich erwidern unb alles tun, um das Band der Gemeinschaft auch mit den außerdeutschen Brüdern immer fester zu knüpfen. Und wie viele Kinder unseres Volkes ziehen aus der deutschen Heimat alljährlich hinaus in die weite Welt! Sie sollen doch weder deutscher Sprache und Sitte, noch ihrer Kirche verloren gehen. Unser Auge will ihnen in 2lebe folgen. Und da aucv hier gemeinsames Zusammenwirken mehr Erfolg verspricht, als noch so treu gemeinte vereinzelte Hilfe, jo wollen wir den hervortretenden kirchlichen Notständen in den deutschen Kolonien wie in der außerdeutschen Diaspora, unter möglichster Wahrung des Dekenntn.sstandes, gemeinsam begegnen. Und wieviel Gelegenheit ivird sonst sich noch finden, für gemeinsame evangelische Interessen tätig zu sein! Nicht eine neue kirchliche Oberbehörde tritt also mit dem deutschen Evangelisten Kirchenausschuh ins Leben. Was wir sollen und wollen, ist einzig und allein ein Dienst, dessen die deutsche eoangeli,a)e Kirche dringend bedarf und der ihr zur Zeit von keiner anderen Stelle aus geleistet werden kann. Tie Ansprache schließt mit einem Appell. zur vertrauensvollen Teilnahme und herzlichen Fürbitte aller oangetischen Glaubensgenossew Keec uno — Der „Nationallib. Corr." zufolge soll gelegentlich einer Besprechung der Unz uträglichkeilen in den kleinen Grenzgarnifonen im Reichstage angeregt werden, den Offizieren, die längere Zeit in kleinen Grenzgarnisonen Dienst tun, Aeq ui valente zu gewähren in Gestatt von Zulagen, wie solche in den Ostmarken geschaffen sind. cAiis Klam und innd. Gießen, den 29. November 1903. •» Eine große Reihe von Artikeln haben wir, /ivegen außerordentlichen Jnseratenandranges in letzter Stunde, slüc die nächste Nummer zurückstellen müssen. ♦* Gemälde-Ausstellung. Die erst seit acht Tagen ^lsgestellten Kollektionen von Fader du Faur, München, Frau Wethe-Loetve, Gießen, Tltka Götz, Florenz, und Dr. Greiner, Berlin, bleiben nur noch kurze Zeit ausgestellt, da wieder eine große Anzahl Gemälde zu einer neuen Ausstellung angemeldet ind. Der Vorstand hat beschlossen, von morgen, Sonntag, ab den Besuch der Ausstellung denjenigen mit ihren Familien rei zu gestatten, die erst für das kommende Jahr 1904 als Mitglied dem Kunstverein beitreten wollen. Durch diese Vergünstigung haben die neu eintretenden Mitglieder Gelegenheit, schon die gegenwärtige und die Dezember-Ausstellung rei zu besichtigen. Eine Liste zum Einzeichnen als Mitglied ür das Jahr 1904 liegt im Ausstellungssaale offen, auch ind die Herren vom Vorstand bereit, Anmeldungen entgegenzunehmen. ** Promenadenkonzert findet morgen um ^12 Uhr in der Südanlage mit folgendem Spielplan statt: 1. Ouvertüre z. O. „Die schöne Galathea" von Suppß. 2. Meditation von Bach. 3. Valse bleue von Margis. 4. Fantasie a. d. Op. „Der fliegende Hollander" von Wagner. ** A us dem Bureau des Stadttheaters. Während der Sonntag uns mit „Im weißen Rößl" und der Dienstag mit „Wohlthäter der Menschheit" ältere Stücke bringt, gelangt am Donnerstag den 3. Dezember das eigenartige einmalige Gastspiel des Berliner Salons für alle Kunst zur Aufführung. Die Gäste bringen eigenes Personal und eigene Dekorationen und Requisiten mit. Zur Aufführung gelangen bekanntlich „Salome" von Oskar Wilde, und die „Gefangene" von Kayssler. Ueber die Absichten der hochinteressanten Gastspieltourn^c wird folgendes geschrieben: In der Ausstattung zu „Salome" sind die bildenden Künstler einer Anregung des Direktors des Berliner „Salon für alle Kunst" gefolgt, die sie in ihrem Gründungsexposs mit folgenden Worten klar zu legen suchten: Es soll den Gebildeten ein Haus geschaffen werden, in dem er alles Schöne, das die Künste vereinzelt heroorbringen, in einem harmonifchen Ganzen vereint findet. Der Besucher soll in idealer praktischer wie ästhetischer Form genießen und mit den Werken der Kunst in so intime Fühlung treten, wie es sein eigner Wunsch ihm diktiert. Die Elemente stellen die Bühnenkünste, die bildenden Künste und die Musik. Die Verbindung mit der Bildhauerei und oec 9)ia(erci wird die Bühnenausstattung soweit fördern, daß die Kulissenvorhänge völlig verdrängt werden, wahrend die Musik das Wort des Dichters unterstützen soll, wo der Stimmgehalt der Dichtung es fordert. Die Aufgabe haben die Herrn Kruse und Corinth glänzend gelöst und anstelle der Soffitten und Kulissen plastische Bauten geschaffen mit Toren aus funkelnden Mosaik. An Stelle der Over- und Seiten- beleuchtiing wird das mystische stimmungsvolle Licht aus den Feuerbecken dec Säulen und dem leuchtenden Firmament des alles umschließenden Himinels gespendet. So haben hier Bildhauerei, Malerei, Musik und Dichtung sich zu einem Ganzen vereint, das die Darstellung des vortrefflichen Ensembles vollenden wird. ** Fünf Einbruchsdieb stähle wurden in der Nacht vom Donnerstag aus Freitag in unserer Stadt verübt und zwar am Seltersweg bei Tichy, Levy und Will). Hornberger, in der P lockst raße bei Nennstiel und in ber Neuen Baue bei Jnderthal. Ten Einbrechern war es darum zu tun, bares Geld zu stehlen, doch sanden sie zum Glück weder in den Läden noch in den zwei Kontoren, die sie heimsuchten, nennenswerte greifbare Beträge vor Im Tichy- schen Laden wurde die Tageskasse, ca. 35—40 Mk., welche zufälligerweise am Abend nicht gebeert war, mitgehen heißen. Man nimmt allgemein anFdaß die Tiebe von außerhalb^ gekommen sind. ** Stadtv. Haubach teilt uns im Anschluß an das Referat über die Stadtverordnetensitzung vom Donnerstag ergänzend mit, daß er das Ofengeschäft nicht, wie man vielleicht annehmen könnte, erst betreibe, seit er Stadtverordneter sei, sondern daß er amerikanische Oefen schon seit etwa 25 Jahren verkaufe, überhaupt diese Art Oefen damals m Verbindung mit Herrn Theodor Küchler hier in Gießen ein- gesührt habe. 8. Friedberg, 27. Nov. Heute tagte hier im Hotel Trapp unter dem Vorsitz des Freiherrn v. Leonhardi zu Groß-Karben der Vorstand der Sektion Oberhessen der Gesellschaft für soziale Reform. Die Beratungen galten in erster Linie der Wohnungsfrage. Die deshalb veranstaltete Umfrage hatte bezüglich der Landgemeinden und der kleineren Städte das Ergebnis, daß eine eigentliche Wohnungsnot in Oberhessen nur an wenigen Orten bestehe, daß jedoch an manchen Orten die Erbauung einer Anzahl billiger Wohnungen Bedürfnis sei und daß es nur an dem rechten Unternehmungsgeist dazu fehle. Im Einverständnis mit den dem Vorstand angehörenden Vertretern der kleineren Städte wurde daher an das gleichfalls anwesende Vorstandsmitglied, Bauunternehmer Winn aus Gießen, das Ersuchen gerichtet, er möge den von Seiten der Gemeindeverwaltungen an ihn ergehenden Wünschen nach Erbauung billiger Arbeiterwohnungen tunlichst entsprechen, was Herr Winn in dankenswerter Weise zusagte. Im übrigen war man der Meinung, daß angesichts der regen Tätigkeit, die der neu ernannte Wohnungsinspektor, zugleich auch als Geschäftsführer des Ernst-Ludwigsvereins, entfaltet, diesem die weitere Verfolgung dieser Frage vorerst zu überlassen und der Erfolg seiner Arbeit abzuwarten sei. Den zweiten Gegenstand dec Tagesordnung bildete der Arbeitsnachweis. Auch bezüglich dessen ivar eine Umfrage veranstaltet worden. Man hatte daraus die Ueberzeugung gewonnen, daß eine Ausdehnung des Arbeitsnachweises auch auf die Landstädte und das Land einem wirklichen Bedürfnis entspreche, und daß die Verwaltungsbehörden dem freundlich entgegenkommen werden. Allerdings wurde die Schwierigkeit betont, daß bei dem großen Ärbeitermangel, der auf dem Lande bestehe, die Landgemeinden einer jeden Einrichtung, die die Landflucht noch mehr zu begünstigen drohe, sehr mißtrauisch gegenüber stehen, anerkannt, daß diese Gefahr sorgfältig vermieden, vielmehr aus eine Zurückführung der Arbeiter auf das Land Bedacht genommen ivecden müsse. Von der Einrichtung einer Zentralstelle für die ganze Provinz erwartet man aber auch dafür eine gute Wirkung. Es wurde beschlossen, zunächst mit dem Arbeitsnachweis der Stadt Gießen, sodann mit den Bürgermeistern der Landstädte in Verbindung zu treten, um demnächst in gemeinsamer Beratung die weiteren Schritte zur allgemeinen Organisation des Arbeitsnachweises festzustellen. Auch eine Beteiligung der Verbände dec Arbeitgeber und Arbeitnehmer wurde in Aussicht genommen. Zum Schluß machte der Schriftführer, Schiedsgerlchtssetretär Scherf aus Gießen, noch Alltteilungen über die für diesen Winter in Aussicht stehenden Vorträge. R. B. Darmstadt, 27. Nov. Die Stadtverordnetenversammlung hat in geheimer Beratung bert gestern von uns mltgeteilien neuen Vereinbarungen mit ocr Großh. Regierung, wonach der jährliche Beitrag auf 20000 Mk. erhöht wird, einstimmig und ohne Debatte ihre Genehmigung erteilt. — Die Frage der Feuerbestattung in Darmstadt ist neuerdings in ein anderes Stadium eingeireten, das einen baldigen Abschluß im Sinne der Freunde der Feuerbestattung erwarten läßt. Schpn unter dem früheren Oberbürgermeister Ohly hatte die Stadt dem sehr rührigen hiesigen Verein für Feuerbestattung einen Plaß zur Errichtung eines Krematoriums zur Ver,ugung gestellt und Kivar östlich vom Friedhof. Lieser Beschluß der Stadtverordneten wurde auch im vorigen Jahr auss neue bestätigt, und die Angelegenheit schien sich um so schneller zu entwickeln, als sich die Bürgermeisterei'bereit erklärte, das dort zu erbauende Krematorium in städtische Verwaltung zu nehin.n. Ter Feuerbestattuilgs- verein, dem für diesen Zweck ein Kapital von ca. 30 000 Mart zur Verfügung steht, nahm darauf mit erneutem Eifer die Verwirklichung des Projekts in Angriff und beauftragte den hiesigen Architekten Kling mit dem Entwurf eines Bauplans. Inzwischen wurde dem Verein unter der Hand, ein Platz am südlichen Ende des Friedhofes, etwa am Terrain des früheren Schützenhauses, für die Errichtung des Krematoriums empfohlen, der eine direkte ZugangA- straße besaß und deshalb freudig begrüßt wurde. Nach Dem vom Architeiten Kllng aus gearbeitet en Projekt sollte das Krematorium in einfacher, gediegener Weise ausgeführt, aber ein in seiner ganzen Architektur vornehmer Bau werden, dessen Kosten auf 75 000 Mk. berechnet wurden. Ter Feuerbepattungsverein richtete nunmehr an die Stadtverordnetenversammlung das Ersuchen, den Krematoriumsbau zur Ausführung zu bringen und die noch fehlenden 21000 Mk. beizusteuern, deren Amortisierung durch die Beträge fürt die einzelnen Feuerbestattungen erfolgen sollte. Das städtische Bauamt aber, dem das Projekt zur Prüfung überwiesen wurde, empfahl nun, die Profilierung des Gebäudes in Hausteinen auszuchhren, wodurch sich der Voranschlag aus 72 000 Mk. erhöhte. Unter diesen Umständen hat sowohl die städtische Finanzkommission den erbetenen Zuschuß versagt, als auch die Friedhofskommission den Platz verweigert und zwar mit der Motivierung, daß das gewünschte Terrain für die spätere Errichtung des dortigen Villenviertels re)erfriert bleiben müsse. Es wird nun dem Feuerbestattungsverein nichts anderes übrig bleiben, als ein neues Projekt mit ca. 40 000 Mk. Kosten aiiszuarbeiten und die Errichtung eines Krematoriums aus eigener Kraft, ohne Mithilfe der Stadt, zur Ausführung zu bringen. r. Mainz, 27. Nov. Nachdem seither das größte Schweigen beobachtet worden ist, werden jetzt die Bischofskandidaten allgemein öffentlich genannt Es sind: Geistlicher Rat Dr. Eltz in Darmstadt, Bistumsverweser Domkapitular Selbst, Domkapitular Dr. Engelhardt, Domkapitular Kirstein, Domkapitular Dr. Benedix und Dompfarrer Gödecker. — Tie neue Rheinüberbrückung für die Eisenbahnlinien Mainz-Wiesbaden und Mainz- Bischofsheim ist jetzt so gut wie vollendet und nur an den beiden Hauptpfeilern auf dem rechten und dem linken Ufer ist man noch mit Turmaufbauten beschäftigt. Vertragsgemäß soll die Brücke am 1. Dezember 1903 dem Eisenbahnfiskus zur Legung der Eisenbahnschienen übergeben werden, aber das ist schon längere Zeit geschehen, und die Brücke kann heute schon zum Transport von Materialzügen benutzt werden. Die Betriebsübergabe soll nach dem Vertrag am 1. April 1904 erfolgen; nach dem Stand der Arbeiten kann sie jedenfalls aber auch viel früher geschehen. Die Kosten der ganzen Rheinbrücke belaufen sich auf fünf Millionen Mark, jeder der Stronipfeiler erforderte allein einen Kostenaufwand von 300000 Mk. Die Brücke ist die längste über den Rhein, da sie eine Länge von 850 Meter aufweist. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Ueber das Vermögen des Meisterradfahrers und Sportplatzbesitzers Georg Drescher inNtalnz ist dem „Mainzer Tageblatt" zufolge das Konkursverfahren eröffnet worden. — Ueber das Vermögen der Firma „Vor- ivaltung Bad Laubach" bei Coblenz ist der Konkurs eröffnet. Das Bad hat früher glänzendere Zellen gesehen, deutle Löwin.“ 100.00 102.85 101.00 100.20 103.80 64.30 32.30 37.10 145 20 44.00 . 102.00 . 91.30 . 101.85 . 91.20 . 100 70 4Atz Öesterr. Goidrente . . 4‘ ÜtiBterr. öilberrente 4% Ungar. Uoldrento . . 4"/ Italien. Rente , . . 4'.,-ö Purtugiedcr , . . >0/ t'urtug.ubtn. • « • . 1 % C. Tunten . . . . 1 urkcnlvBe ...... 4°/q Uriech. Monopo'.-Anl. 4l t% äuBsere Argentiner Reicheanleihe üo. Koiibolü . do . . Hessen überliessen besonders damals, als Fntz Reuter dort als Kurgast weilte und als solcher seine köstliche ,Waterkunst' schrieb. In den letzten Jahren konnte es trotz aller Bemühungen nicht gelingen, das Unternehmen einträglich zu gestalten. — In Kirchhain wurde im Amöneburger Stadtwalde ein schauer- licher Fund gelegentlich einer Treibjagd gemacht. Man fand dort im tiefsten Dickicht die stark in Verwesung übergegangene und von wilden Tieren zernagte Leiche eines Amöneburger Einwohners, der seinem Leben durch Erhängen ein Ende gemacht hatte. Der Unglückliche war fett Mai d. Js. ver- schivunden, und die damaligen Nachforschungen nach dem Verbleib hatten keinen Erfolg. digte soll sich in dem Mer seines Hotels vor venr Gasmesser eine Extraleitting haben leg^n lassen und dadurch das städtische Gaswerk in Len Jahren 1896 bis 1903 um den Betrag von 6ü00 Mark bestohlen haben. Die Verhandlung erfolgte unter Ausschluß der Oefsentlichk^it. Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen des Gasdreibstah.s zu fünf Monaten Gefängnis, von der Anklage der Kuppele: wurde er sreigesprochen. ,, , , . [] Marburg, 27. Nov. Ein Messerprozeß, be: dem es sich um acht Angeklagte, der neunte fehlte, handelte, beschäftigte heute das Lanogericht. In der Nacht zum 20. Oktober v. I. kam es in Liesseio im Kreise Breoenrops bei einem Rekruten-ALschiedsttänzchen zu einer gewaltigen Schlägerei zwischen Burschen des genannten Ortes und solchen von Frechenhausen. In der Wirtsfcube löschte man oie Lampen aus, bei welcher Gelegenheit ein kleiner Brand entsiaiw, und dann schlug man mit Messern, Flaschen, Glärern, Stühlen re. aufeinander los.. Dann gabs noch Fortsetzung aus der Straße, und schließlich wurden die izrechenhäuser aus der Flucht in einem Wielengrunde von einer Anzahl vermummrer Burschen übersatten und nochmals geprügelt. Auf beiden Setten hatte es damals Verletzte g.g.ben. Die gegen die Angeklagten erkannten Strafen gingen ots zu sechs Monaten tä?efängu.s. — Ein neuer Dippold. Wie aus 9 i e g n i tz gemeldet wird, verurteilte das dortige Schöffengericht den Kaui m a n n s- l e h r l i n g Hütter, der wiederholt Knaben auf eine ent- legeneWieje g e l o ct t hatte und sie dort nut Stockhieben mißhandelte, sodaß euiev eine ganze Woche krank mar, zu drei Monaten Gefängnis, obwohl der Anttsanwali nur 60 Alk. Geldstrafe beantragt Hane. In dem Urteil wurde aus- geuihrt, der Angel lagie feiSadift. Er habe aus reiner Wollust schwächliche Rinder brutal gepeinigt. Hütter habe ähnliche An- lügen wie Tippold. 37a% 3;l/u 3V,°/o 3u/o d78% 3'/,% Original-Präparat zu erhalten, verlange man stets ausdrücklich I)r Hommefs Haematogen und achte aut die Schutzmarke „Säu- 92 . 26.10 . 91.45 . 111.00 . 105.40 . 215.00 . 198.60 . 148.50 . 159.90 . 165.40 . 144.80 . 17.60 . 189.70 . 238.20 . 187.50 . 204.80 Telephonischer Kursbericht. Iraukhiri u. 28. Novernuer tau3 Gertchlssaal. d. Mainz, 28. Nov. Wilhelm Reich von hier ist vor der Strafkammer des schweren Diebstahls utw dec gewerbsmäßigen Kuppelei angeklagt. Der Angejchul- 3% Mexikaner . . . 4Vs /q Chinesen . . . tiieetne. öcl ackert . . Nordd. Lloyd . . . Kreditaktien .. . « DisKonto-Kommandit. . Darmstädter Bank . . Dresdener Bank . . . Ber iner Handeisges. . Oesterr. Staatobahn . . Lombarden . • * • Uottiiarubahn . . , . Laurauülte..... Bochum ilarpener ..... Tendenz: fest Kunst und Msenschüjt. Berlin, 28. Nov. Tie Berliner L a r y n g o l o g i f ch e Gesellschaft wählte am Freitag Geh. Rat Professor Aloritz Schmidt einstimmig zum Ehrenmitglied. Ter Vorsitzende, Prosessor Fraenkel, verlas aus einem Briefe des wieder in Franl- furt weilenden Geh. Rates Schmidt die 'JJhttcilung, daß der Kaiser bei Ueberreichung des Geheimrats-Dekrets ihm gesagt habe: „Ta wirb sich auch die Laryngologie freuen!" Professor Fraenkel versicherte daß die Laryngologen darob voll freudigen Stolzes seien, und fügte hinzu: /Wir wollen Geh. Rat Schmidt durch Ernennung zum Ehrenmitglied Taiik abstatten, daß er unseren Kaiser durch eine glückliche Operation wieder hergesieüt hat. — Wie aus Innsbruck gemeldet wird, erlitt die berühmte Wiener Schauspielerin .Helene Odilon im Tirolerhos vor der Nora Vorstellung eine Nervenerschütterung mit teilweiser einseitiger Zähmung. D:e Künstlerin ,oU in den letzten Wochen an hochgradiger Aus- regung gelitten haben. . Airwiuigcti. Origrrraldrahtmclduttgen des Gießener ^lnzeigers. sc. F r a n : f u r i u. L l., "~3. 9cov. Im Alter von 87 Fahren starb p'ötz^ch der letzte offizielle Vertreter oer ehemals freien Reichsstadt Frankfurt a. M., Senator Dr. von Oran. Märkte. Gießen, 28. Nov. Marktbericht. Auf heutigem Wochenmarkt kosteten: Butter pc. Pfd. 1,00—1.20 Mk., Hühnereier 1 St. 8—10 Big., 2 Stck. 00—00 Pfg., Gausceier 00—00 Pig., Enteiieler8—0 Pfg., Ku,e pr.Stck.6—8 Ps.,Käjematte2Stck.5—6Plg., Erbsen pr.Ltter 21 Pfg., Liufeupr. Liter 32 P>g., Dauben pr.Paar0,70—09,oMk., Hühnerpr. St. 1 Bo—1,80 'jJiL, zahlte pr. Stück 0,70—1,50 Alk., Emen pr. totiid 1,70—2,20 Alk., Ganje pr. Pfd. 50—60 Pfg., Ochscuslcisch pr. Pfund 68—78 Pfg., Kuh- und "Rindfleisch pr. Pfund 62—66 Pfg., Schweine- geisch pr. Pstnid 66—76 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 80 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd.'70—76 Pfg., Hammelsleifch pr. Pfund 65—74 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kgr. 5,00—5,50 Alk., Weißkraut per Stück 5—7 Pfg., per Zentner 1.3Ü—1.60 Alk., Zwiebeln pr. Zentner 4,50—5,00 Ack., Alilch per Liter 18 Pfg., Aepfel per Zentlier 16 bis 02 Alk., tu Korben 00—00 Pig. Nufse 100 40 4^9-— ußfl ütn ä>tüvörsamsreMla oer Alaüt ^tr^eü. Aufgebote. November. 19. Heinrich Krauskopf, Hilfsheizer dahier, mit Christine Eitles in Oberelbert. 23. Heinrich Karl Johann ^cijmeUjer, Daglohner dahier, nut Elisabeth Augufie Wilhelmme Gehrte hier- selbft. 24. Philipp 9locker, Herzer dahier, mit Katharine Schmer m Annerod. 24. Hemrich Borig, Bahnarbeiter ui Garbemeich, mit 'jjiavie Janz dahier. 24. Tr. Eduard Leonhard Waldeck, pratt. Arzt m Rockenhausen, nut Wilhelmine Sophie Jughardt dahier. 25 Johannes Ruck, Dienfcknecht in Glieder-Walgern, nut Margarethe Siegel dahier. Eheschließungen. November. 21. Johannes Emmerich, Fuhrknecht dahier, mit Karoline Elisabeth Scha'er, geb. Scholl, hierjelbfl. 21. Louts Schäfer, Schneider dahier, mit Anno dllartha Schneider hierfelbft. 21. Konrad 'Maltomesius, Bremser dahier, nut Lotitse oay hierfelbft. 21. Johs. Erdniaun, Privatmann dahier, mit Aiarie Plock hierfelbft. 24. Georg August Berg, Grofzh. Regierungsafiefior m Aiaiuz, nut Karoline Jalobrne Schlüter dahier. 26. Alexander Hermamt Herr, Kellner dahier, mit Elise Margarethe Wnmecker hierfelbft. Geborene. November. 17. Tem Bahuwertftätteschlosier Heinrich Gödel ein Sohn, Wilhelm August Heinrich ^oljann Karl Ernft. 17. Dem Dachdecker Heinrich Schmidt XIX. ein ^ohu, Heinrich. 18. Dem Tienftmann Ehrifttau ^coll em Sohn. 2o. -tem llniverfuatsproiefior Franz v. Wagner eine Tochter, Hilda. 20. Dem Gerber Heinrich Belten em Sohn, Willy. 21. Dem Fuhrmann Karl Haas VI. eine Tochter, Anna Marie. 22. Dem Buchhalter Hans Greilich eine Tochter, Maria Johanna Eleouora. 24. Dem Taglohuer Friedrich Tretrich eine Tochter. Gestorbene. November. 20. Eva Katharine Emma Lehrmund, 1 Jahr alt, Tochter des Kellners Philipp Lehrmund dahier. 21. Baltha,er Emil Mallomesius, 70 Jahre alt, Privatier dahier. 22. Friedrich Ernft Schlffner, 9 Atoiiate alt, Sohn des Laglöhners Ernft ^chiffner dahier. 23. Alfred Muth, 3 Jahre alt, ^>ohn des Backermeifters Erlist Muth dahier. 24. Anna Aiuller, 5 Aionate alt, Tochter des »mhrmamies Friedrich Alüller dahier. 24. Heuirlch Schmall, 52 Jahre alt, Tachdeckermelfter dahier. 26. Ludwig Karl Aiuller, 69 Jahre alt, Schreniermeifter dahier. 26. Karl Klmgfpor, 64 Jahre alt, Fabrckalit dahier. 26. Alarte Hofmann, geb.öliesbach, 58 Jahre alt, Witwe des Alüllers Johaiiues Hofmaiiu dahier. Vermischtes. ♦ Berlin, 27. Nov. Graf tzettor K w i l e ck i teilt nnt, daß weder er noch seine Verlvandten entgegen nnderweltü- gen Meldungen die Absicht haben, die Zeugengrbühren zu liquidieren t v . * Berlin, 27. Nov. In der Handels'statte „Brandenburg" an der Spandauerbrücke, einem der größten Geschäftshäuser Berlins, brach gegen 4 M)r im ob-.ften Stockwerk ein großes Schadenjeuer aus. Ein Dienstmädchen schwebte in Lebensgefahr, wurde aber durch die Feuerwehr gerettet. Durch Eingreijen der letztern blieb der Brand aus das oberste Swckwerk beschiränkt, das größtenteils ausbrannte. • Hildburghausen, 27. Nov. In der 1749 von Herzog Friedrich gegründeten Le ich ent ässe ,Fraternität" wurde em Manko von 100000 Ntark entdeckt. • München, 27. Nov. Heute nachmittag entdeckte der Gendarmerie-Kommandant von Schleißheun in seinem Bezirk zwei Wilderer. Als er sich ihnen näherte, feuerten diese aus ihrem Zwillingsgewe hr aus ihn, ohne aber zu troffen. Der Kommandant zog seinen Revolver und schoß ebenfalls, wodurch einer der Angreifer schwer, der andere leichter verletzt wurde. Die beiden Burschen, welche Münchener smd, wurden mittelst Vorortzuges dotthin gebracht. • Kopenhagen, 27. Nov. Im militärischen Staats- laboratorium wurde der Buchhalter Levtnant Petersen unter dem Verdachte, Unterschlagungen begangen zu haben, verhaftet. • Rotterdam, 27. Nov. An Bord der „Caledonia', die im hiesigen Hafen ankert, ereignete sich eine schreckliche Explosion. Drei Nlatrosen wurden getötet, vier tätlich verletzt. Das Schiff erlitt erhebliche Havarien. Die Ladung mit Benzinfässern ist augenblicklich noch gefährdet. • Troppau, 27. Nov. Seck mehreren Tagen sind hier über 5000 Personen an Brechdurchfall erkrankt. » Der Hauptgewinn der Preußischen Klassen- Lotterie von 500 000 Mk. siel auf Nummer 135 927. Vniverfitäts-Vachrichten. — Der preußische Kultusminister hat durch Runderlaß an die Universitätskuratoren ungeordnet, daß künftig m den Abgangs- Zeugnissen der Studierenden neben den von den aka- denuichen Behörden ausgesprocheilen Disziplinarftraien auch die von den Gerichten wegen Verbrechen oder Vergehen ertanntin Strafen zu bemerken sind. Tie Aitordnung ist unter anderem un Huiblick darauf ermißt, daß nach der neuen Prüfungsordnung für Aerzte die Zulassung zu den Prüiungen und zum prattischen Jahre, sowie die Erteilung der Approbauoii zu öerjagen .fmö, wenn der Studierende oder Praktikant sich schwerer strafrechtlicher oder sittlicher Verfehlungen schuldig gemacht hat. Diese Befiimmung sand sich in der bisher geltenden Prüfungsordnung nicht. Berlin, 28. Nov. Für die Stärkung b e 5 Deutschtums fin den Ost marken sollen in den nächsten preußischen Etat neue Forderungen eingestellt werden. Den ebangelischeu Deutschen in den Ostmarken soll ebenso wie den Katholiken bessere Gelegenheit gegeben, werden, ihren kirchlichen Bedürfnissen zu genügen, da sich annehmen lasse, daß dort, wo es an der Unterstützung der evangelijchen Kirche fehlt, das Nationalpolentum Ford- chritte macht. ™ , Wien, 28. Nov. Im Krschrnewer Prozeß be- -tätigte der Polizei-Pristaw Luzinsty, daß ihm schon vor dem Osterfest der bevorstehende Ausbruch der Unruhen bekannt war. Es sei ihm von dem Agitator Pronin das Aianustript einer von die.em verfaßten Hetzschrift „Wer ist der Schuldige" 14 Tage vor Opern übergeben worden, mit dem Ersuchen, ber der Verbreitung mitzuwirken. „Jugendfrisches Aussehen." Wir verfüumen nicht, nufere verehrten Leser und Leserinnen mit Beginn der rauhen Jahreszeit auf die Vorzüge von Vyrolm und Byrolin-Seise aufnierksam zu machen Eü gibt tciu anderes Mittel für dre Haut und Schö« lieitsbileac, welches sich auch nur annähernd emer gleich glanzenden Beivähruug und Empfehlung seitens aller ärztlichen Automaten ^^^Nicht durch Niarktschreierische Reklame, sondern- durch ihren Pwklichen Wert haben Vhrolru und die ^l,ro m-Letfe sich Palast und Hütte bei Arm und Reich Eingang zu verfchapen SelUU^ev einmal «yroli« und Byr-ttn-Scife oerst.chle, ver- Wendel sie ständig. LallS m -nstchlüglg-n toeid>aJ‘c^Xflcn übe^ wendo man sich direkt bezüglich Zchendung E WP“ "de die bewährten Tr. Graihche» Praparale « “ P“ 4'C1 ® ' & Eomp., Kgl. rumänische Hoflieferanten Bettln iw. Warnung I. Die meisten Nachahmungen von D» . Hommels Haematogen werden, um das D. K. L. 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Gleichzeitig wird dem Privatkläger die Befugnis zu- gesprochen, den entscheidenden Teil des Utteils nach Rechtskraft desselben innerhalb acht Tagen von Zustellung eines Auszugs des Urteils an ge- Gierig Mr rechnet, im ^Gießener Anzeiger" auf Kosten der Angeklagten zu veröffentlichen. Die Richtigkeit der Abschrift der Utteilsformel wird beglaubigt und die Vollstreckbarkeit des Urteils bescheinigt. Gießen, den 21. Nov. 1903. (L. 8.) gez. Losch, GenchtSschreiber des Großherzogl. Amtsgerichts. Für die Abschrift: für die Rechtsanwälte H. Katz und G. Kaufmann Katz, 8856 Rechtsanwalt. Versteigerung Dienstag, 1. Dez. d. I. 9tack)m. 2 Uhr versteigere ich 9leustadt 53 dahier gegen Barzahlung 1. Farbwarea als Oelgrün, Kalkgrüu u. Mennige. 2. 4 Ladenfchränke. 2 Theken u. Alöbel aller Art Versteigerung zu 1. bestimmt. 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