Nr. 5853 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem (Siebener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Siebener Kamillen' blätter viermal in der Woche betgelegL VtotatwnSdruck u. Der« lag bei Brü h l'scheu Nnwers.-Buch- u.Stein- bruefem (Pietsch (Erben) Nrdaktum. Expedition und Druckerei r Gchnlstratze 7. Adresse für Depeschen! Anzeiger Gieße«. Krrnlprechanschluß Nr. dl. Zweites Blatt. Mittwoch 153. Jahrgang 28. Oktober 1V03 VezngSpretS, moncnttch 7bPU. viertel» . jährlich Ml. 2.20; durch A Abhole- u. Zweigstellen &;.X monatlich 6d Pf.; durch IM 8» die Post Mk. 2.— viertel- jr W jährl. auSschl. Bestellg, Annahme von Anzeigen X. für die Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr. U ty /toRS ZeilenprrrS: total 12 PI» e • General-Anzeiger v *7 den polet «mb augcrrti Amts- und Anzeigeblatt für den Meis Gietzen MWZ Ty *ir ■ zeigenteilr Han« Deck. Die Heutige Kummer umfaßt 10 Seiten Rußland, Arankreich und Deutschland. Aus Darmstadt schreibt unser sd.-Korrespondent: „Graf La ms dar ff ist Dienstag mittag nach Paris abgereist, wo jetzt auch Baron F r e e d r i ck s, der General- adjutant des Zaren, weilt, und wird Samstag abend wieder nach Darmstadt zurück kehr en. Doch soll alsbald seine Rückreise nach Petersburg erfolgen. Eingeweihte wollen wissen, daß der deutsche Kaiser nach der Zusammenkunft mit demZaren und dem Großherzog auch, einen Besuch auf Schloß Wolfsgarten machen wird." Das Pariser „Journal des Debats" schreibt, es sei ganz natürlich, daß Gras Lamsdorff, welcher sich in der Nähe der französischen Grenze befinde, auf einige Tage nach Paris komme, umsomehr, als wichtige internationale Fragen vorliegen, wie die Ereignisse im 'Orient und in Ostasien, welche große Aufmerksamkeit beanspruchen, ferner die französisch-englische und die französisch-italienische Annäherung, die für Rußland kein Gegenstand der Beunruhigung, ja sogar erfreulich seien. Die Unterlassung der Reise Lamsdorffs wäre auffallend gewesen, besonders mit Rücksicht auf die Meldung, daß Kaiser Wilhelm und Kaiser Nikolaus in Wiesbaden zusammentresfen sollen. Die Gerüchie, daß die Festigkeit des französisch- russischen B ü n d n i ss e s erschüttert sei, feien durchaus unbegründet. Rußland könnte sich vielleicht durch die gegen seine innere und äußere Politik gerichteten Treibereien gewisser französischer revolutionärer Kreise beunruhigt fühlen, aber die russische Negierung wisse, daß die große Masse des französischen Volkes dies Treiben verurteilt. Gras Lamsdorff wird heute (Mittwoch) nachmittag vom Präsidenten Loubet empfangen. Minister Delcasse wird dieser Audienz wahrscheinlich beiwohnen. Man hat Grund, diese optimistische Auffassung des französischen Regierungsorgans in Zweifel zu ziehen. Einen vollen Tag wird Graf Lamsdorff den Besprechungen mit Minister Delcasso widmen; Versailles ist als Ort dieser Konferenz in Aussicht genommen. Rußlands Abgesandter wünscht also möglichst ungestört und durch keine Aufmerksamkeit abgelenkt, Deleasso ins Gewissen reden zu können. Es ist keine Frage, daß seit dem Zeitpunkt, da die Unruhen auf dem Balkan ausgebrochen sind, russischerseits sich, ein Groll gegen die politische Haltung Frankreichs angesammelt hat. In keiner Hinsicht hat Deleassö im Einverständnis mit den russischen Wünschen gehandelt. Die Mazedonier wurden insgeheim zum Ausharren ermutigt, Fürst Ferdinand und die bulgarische Regierung erfreuten sich einer weitgehenden Unterstützung. Gelangten von Rußland kategorische Aufforderungen an den Fürsten, die Hand von den Aufständischen abzuziehen, so folgte alsbald eine milde Tröstung von französischer Seite, und es soll sogar die Unvorsichtigkeit und die Quertreiberei gegen Rußland so weit getrieben worden sein, daß dem Bulgarenfursten die „Einmisä-ung einer Großmacht", d. h. Frankreichs, im Interesse der Macedonier, in sichere Aussicht gestellt wurde. Genug, die russische Regierung scheint die Zeit benutzt zu haben, em erschöpfendes Material zu sammeln, um die Bombe au s f l i e g e n zu lassen, Deleassö in einer Generalabrechnung zu überfuhren, daß er beharrlich und allen Warnungen zum Trotz den Intentionen des Verbündeten zuwider gehandelt hat. In Bulgarien hat man ein gesehen, daß es geraten ist, sich mit Rußland zu halten, und man ist demgemäß auf den Pfad der Tugend- zurückgekehrt; die Umkehr wurde den Herren in Sofia um so leichter, als sich herausstellte, daß Deleasse nur Illusionen erweckt hatte, im Ernst aber nicht daran dachte, den Macedoniern mehr als eine stille Unterstützung zu gewähren. Dank dieser starken Enttäuschung und der dadurch hervorgerufenen Erbitterung gegen die Unzuverlässigkeit des Beraters durfte Nutzland rn den Besitz von mancherlei urkundlichen Beweisen gelangt sein, die Delcasses Spiel aufzudecken geeignet sind. Noch ergrimmter aber dürfte man russi cherseits über die „Rückversicherungsvertrage sem die wiederum auf Betreiben Deleasies mit England abgeschlossen worden sind, Vertrage, oie Rußland des Beistandes seines Verbündeten berauben, toemt es mit England in Ostasien aneinander gerat, eine Auseinandersetzung mit den Waffen, die sür unvermeidlich gilt. Die Abmachungenmit England, ebenso diejenigen mit Italien, sollen ohne l.edes vorherige Benehmen mit Rußland getroffen sem, die rustl.che Regierung soll einfach vor die vollzogene Tatsache gestellt ivorbext v^l behauptet, wenn KMKkMSr SÄ tn einen Rausch des Entzückens versetzt haben. Die Monarchen-Zusammentunft rn Wies- , < T* das B T." aus Petersburg erfahrt, auf eine persönliche Anregung d es Kais ers i ko- r\ / riirückzufülren der in einem. Telegramm an Kaiser Wilhelm den Wunsch ausgedrückt habe, ni^ w verlassen, ohne den Kaiser gesehen und gesprochen §u vaben Kaiser Wilhelm habe bieje Anregung mit herzlicher S-W-S-MSMW i-°nlsdorsf aus Paris werde es sich entscheiden, ob der «ar von seurem Minister des Auswärtigen m Wiesbaden Lüt werde. Für diesen Fall erwartet man in Petersburg, daß auch Graf Bülow in Wiesbadeu anwesend sein wird. Eine weitere Depesche aus Wiesbaden besagt, oaß der Aufenthalt des Kaisers daselbst aus drei bis vier Tage berechnet sei. Aus Anlaß der Monarchen-Zusammenkunft sind in Wiesbaden umfassende Absperrungen für den 4. Novbr. vorgesehen. Auf dem Bahnhose findet militärischer Empfang des Zaren statt. Die Garnison bildet Spaller. Eine aus Paderborn eintrefsende Schwadron des Husaren-Regiments Kaiser Nikolaus II. von Rußland, 1. Wests. Nr. 8, wird die beiden Kaiser eskortieren. Völkische Tagesschau. Gegen da8 indirekte Landtagswahlsystem. Eine sächsische W a h l r e ch t s k o n f e r e n z hat am Montag in Dresden getagt. Teilgenommen haben etwa 40 Herren, Mitglieder der Ersten und Zweiten Ständekammer, Präsidenten der 'Handelskammern, Oberbürgermeister der ersten Städte usw. Ueber den Verlauf her Konferenz ist nichts Sicheres bekannt geworden. Ein bestimmtes Ergebnis konnte überhaupt nicht erwartet werden, da die Konferenz nur informatorisch sein sollte. In der Presse tauchen hie und da Mitteilungen aus, die nur von bedingtem Werte sein können, weil sie unkontrollierbar bleiben müssen. Bon diesen Gerüchten verdient das eine hervorgehoben zu werden, daß in der Denkschrift, die der Konferenz vorgelegt worden ist, der Vorschlag enthalten sein soll, alle diejenigen Wähler, welche den Berechtigungsschein zum einjährig-freiwilligen Militärdienste erworben haben, ohne Rücksicht aus ihr Einkommen der 2. Wählerklasse und alle diejenigen, welche eine akademische Prüfung abgelegt haben, der 1. Wählerklasse zuzuweisen. Angesichts dieser Gerüchte scheint cs geboten, die Denkschrift oder wenigstens die etwaigen positiven Vorschläge möglichst bald zu veröffentlichen. Die Ungeheuerlichkeiten des Dreiklassenwahlsystems erhalten eine neue Grundlage durch die Veröffentlichung der Uebersicht der Urwahlbezirte Berlins. Danach gibt es Urwahlbezirke, wo ein Wähler der ersten Abteilung mindestens 216000 Mark, ein Wähler der zweiten Abteilung mindestens 18000 Mark Steuern zahlen muß. In andern Wahlbezirken gehören Wähler, die einige wenige Mark Steuern zahlen, schon der ersten Wählerktasse an. Es ist sonach möglich, daß ein Minister in der dritten Wählerklasse zu wählen hat, während ein einigermaßen besser gestellter Ar b e iter der ersten Klasse angehören kann. Trotz des plutokrati- schen Wahlsystems kann et> also Vorkommen, daß ein Arbeiter dreimal mehr politische Rechte hat, als ein Minister. Das sächsische Landtagswahlrecht hat festgesetzt, daß Wähler, die Steuern in bestimmter Höhe zahlen, unbedingt der ersten oder zweiten Wählerklasse angehören müßten. __________________________ Deutsches Keich. Berlin, 27. Okt. Der Kaiser hörte heute den Vortrag des Chefs des MilitärkabinettS von Hülsen-Häseler. — Ms künftiger Oberpräsident von Ostpreußen wird den „Münch. N. N." der frühere wildkonservative Reichstagsabg. Graf Dönhoff-Friedrichstein genannt, dem der Kaiser nach der Annahme des russischen Handelsvertrags im Jahre 1894 telegraphierte: „Bravo, recht wie ein Edelmann gehandelt." " — Zur Duellsrage hat die 5. Kommission der preuß. Generalsynode folgenden Antrag vorbereitet: „Unter Bezugnahme aus die Verhandlungen der vierten ordentlichen Generalsynode und unter Anerkennung der Bestrebungen sür einen vermehrten Schutz der persönlichen Ehre, legt die fünfte ordentliche Generalsynode von neuem Zeugnis dafür ab, daß das Duell Sünde ist. Seine gänzlicve Beseitigung auf dem Wege der Verbreitung und Vertiefung christlicher Erkenntnis und der Schärfung des christlichen Gewissens zu erstreben, bleibt nach wie vor unserer Kirche heilige Pflicht." Die Berichterstattung hat Graf von Wintzingerode-Bodenstein übernommen. c e ,r, . — Der verantwortliche Redakteur der freisinnigen Pankower Ztg." Friedrich"Salis, dem angedroht worden war, daß bei nochmaliger Verweigerung des Zeugnisses die Zwangs ha ft angewendet werde, hat im gestrigen Termin in fast einstündigem Verhör seinen Gewährsmann abermals nicht namhaft gemacht. Das Gericht beschloß zur Klarstellung der Angelegenheit die Akten an das zuständige Landratsamt zurückgehen zu lassen mit dem Anheimstellen, dem Pankower Amtsvorsteher aufzugeben, sämtliche Gemeindebeamte amtlich darüber zu vernehmen, wer von ihnen die beanstandete Notiz in die „Pankower Ztg." gebracht habe. Redakteur Salis wurde entlassen. — Ueber einen Gesetzentwurf über Erwerb und Verlust der deutsch«en Staatsangehörigkeit teilt Professor Hasse in den „Leipz. N. N." mit, er habe in Erfahrung gebracht, daß das Neichsamt des Innern und das Reichsjustizamt über den seit Jahren fertiggestellten Entwurf des Gesetzes einig sind. „Wenn ich recht unterrichtet bin, auch das Auswärtige Amt. Dagegen machen das preußische Kriegsministerium und das Reichs- marrneamt unerwartete Schwierigkeiten in Bezug auf die Sicherstellung der Wehrpflicht der Deutschen im Aus- ^^^'ueber grobe Mißstände in sozialdemokratischen Betrieben führen die Metzger bittere Klage. In der letzten öffentlichen Versammlung der Berliner Metzgergesellen wurde sestgestellr, daß in den Metzgereien, die der sozial- demokratiicye Rabatt-Sparverein „Südoft" kürzlich emge- richtet hat, Zustände herrschen, die jeder Beschreibung spotten. Ungesunde Schlaf- und Arbeitsräume' sind vorhanden, sodaß man fidj genötigt gesehen hat, bei der Polizei Anzeige zu machen; weil die v r g a n i s i e r t e w Gesellen sich weigerten, 16 und 17 Stunden zu arbeiten/ wurden sie entlassen und unorganisierte eingestellt. Danzig, 27. Okt. Minister Budde empfing hiev eine Deputation der Eisenb ahnarb eiter. Er äußerte sich sehr wohlwollend den Wünschen der Arbeiterschaft gegenüber und versicherte, daß bei der gegenwärtigen Umformung der Abteilung B. der Eisenbahn-Pen-, sionskasse besonders auf die Arbeiter Bedacht genommen werden solle. Er werde auch einer Ausbesserungj der Löhne näher treten. Dann warnte der Minister dringend vor der Sozialdemokratie und bezeichn nete es als Pflicht jedes Eisenbahners, seinen Vorgesetzten von jeder s o z i a l i st i s ch e n A g i t a t i o n sofort Anzeige zu machen. Schließlich entbot er allen Arbeitern seinem Gruß mit dem Versprechen, was geschehen könne, für das; Arbeiterwohl zu tun. Keer und Motte. Berlin, 27. Okt. Der „Figaro" läßt sich aus Metz schreiben, die nächstjährigen K a i s e r ma n ö v e r würden zwischen Saarburg und Saarunion stattfinden. Das kaiserliche Hauptquartier tarne nach Bonnefontaine, einem Schlosse Schlumbergers. Tie Manöver würden vier Armeekorps umfassen, das 14., 15., 16. und 2. bayerische Korps. Ter Korrespondent des „Figaro" in Metz hat sich eine Ente ausgejagt. Wenn er den Herbst 1904 erlebt, wird er sehen,- daß die Kaisermanöver in Mecklenburg abgehalten werden und daß nur zwei Armeekorps daran teilnehmen. Ausland. Liverpool, 28. Okt. Von einer gewaltigen Men^ schenmenge bei seiner Ankunft stürmisch begrüßt, hielt! Chamberlain gestern abend in einer von etwa 5000s Personen besuchten Versammlung eine Rede, in welcher ec wiederum von der Einigung auf dem Gebiete des Handels als der notwendigen Vorbedingung für die Reichs ein he.it j sprach. Chamberlain apvellierte namentlich an die ar-« beitenden Klassen, indem er sein Wort darauf gab, berg; sich durch seine Vorschläge, welche auch der Schiffahrt unö der Industrie zu gute kommen würden, die Lebens-« Mittelpreise nichterhöhen würden. Auf das Ausland übergehend meinte Chamberlain, man müsse einen, Weg sinden, sich mit diesen Ausländern zu einigen, um! die Beschränkungen des Handels los zu werden. London, 27. Okt. Segatel Sagouni, Vorsitzender der Vereinigung armenischer Flüchtlinge in’ London, ist vergangene Nacht in der Londoner Vorstadt! Nunhead ermordet worden. Der Mörder ist entkommen.« Petersburg, 27. Okt. Der Zar begnadigte den> Domprobst Wallin, Führer der Finnlander, der 1901^ dem Kaiser die sogenannte Volksadrefse gegen die Russi-! fizierung überreichen wollte, und gestattete ihm seine kehr in die Heimat. Der makedonische R'formplan. Es' hat lange gedauert, bis das Ergebnis der in Mür^- sieg zwisckM dem Zaren und Kaiser Franz Josef und ihren StaaL-smännern gepflogenen Beratungen der Pforte übermittelt und der Oesfentlichkeit verbreitet werben; konnte. Die Reise des Zaren nach Darmstadt, sowie- eine taktvolle Rücksichtnahme auf den Sultan, der seinen! dritten Sohn verloren hat, mögen die Verzögerung erllären. Die jetzt bekanntgegebenen Vereinbarungen Mischen! Rnßland und Oesterreich wollen in erster Linie die Aus-- sührung des Februar-Reformprogramms sicher stellen. Eine Erweiterung hat dieses Programm lediglich in der Richt-^ ung erfahren, daß in die Instruktionen der Botschafter jene Bestimmungen ausgenommen wurden, welche zur Heilung! der durch die Jusurrelliou und ihre Bekämpfung verur-» sachten Schäden im Aufstandsgebiete erforderlich geworden waren. Was die Durchführung der Reformen auf dem Gebiete der Verwaltung anbelangt, so werden dem türkischen Generalinspektor besondere Assistenten der beiden' Kaisermächie beigegeben, welche als Vermittler zwischen ihm und den christlichen Bewohnern der Vilajets fungieren untf sich bei ihrem Vermittler amte entsprechender Hilsskräfts bedienen können. Ueberall werden neben den türkisches Beamten österreichf-ungarische und russische Ueberwachungs- organe tätig sein, um auf diese Weise das Vertrauen der Bevölkerung in die Resormtätigkeit zu stärken und die Herstellung einer geordneten und befriedigenden Verwaltung zu sichern. Dag dieser Ueberwachungsdienst nur für die Dauer von zwei Jahren in Aussicht genommen ist, beweist den provisorischen Charakter dieser Maßnahme. Was endlich die Umgestaltung der Gendarmerie anbetrifft, so wird dieser Teil des Resormprogramms ebenso wie die militärische Ueberwachung der türkischen Truppen in ihrem Verhalten gegen die Bevölkerung den Charakter einer internationalen Kontrolle erhalten, da für diese Aufgabe militärische Funkttonäre aller Großmächte herangezogen werden sollen. Daneben wird auch stlr die Zurückbeförderung der geflüchteten Dvrfbewolmer und für den Wiederaufbau ihrer verwüsteten Heimstätten Sorge getragen. Aus Ituöl und Sani). Gießen, den 28. Oktober 1903. *" Personalien. S. K. H. der Großherzog haben am 24. Oktober d. I. den evangeilscheu Dekan des Dekanats-, 1 täte u. Schlußkurse. De dreh, l/t auf M . 208.75 . 219.90 . 144.20 . 191.50 G bet Si 208.87 219.50 144.25 190.- 200.25 2 Sch jeur, mädä Hausi «ar DnA- W An b noch! ebnere Stunden beisammen. ** 500 Paar neue Lo mrnis sti e f e l trafen btefer Dcrae von Kassel kommend für unser gtcgtment ein und wurden mittels zweier großer Rollwagen zur Kammer be, drehei lerin, mäüch Pflegei 1 ‘•vT Kunst und Wissenschaft. — „Institut Behring., Wie die „Preuß. Korr/ ar^ sicherster Quelle erfahren haben will, ist die Errichtung emes oeut- scheu Instituts Behring nach dem Muster des Pariser Jnstlturs M - ....... -- «*.•»«■** -----------, Das neue Arbeiterbewegung. — Bilbao, 27. Okt. Die ausständigen Bergleute zwangen die Arbeitswilligen mit Steinwürfen und Stockhieben, die Bergwerke zu verlassen. Die Gendarmerie mußte emschretten. Die Ausständigen zerstörten ein Wasserreservoir der Bergwerks-- bahn in Galdames mittels Dynamit und drohen, auch die Wasserreservoirs anderer Bahnen und.Verladungsplätze in die Luft zr spreiigen. SW an glaubt, die Behörde werde genötigt sem, den lak einer Polizeiverordnung wegen Verabfolgung geistiger , ■■ ß - r- zw -C-. 2C. k.s ftmtiÄ nrtniM’ Getränke. —- — — um Erlaubnis zum WLrtschaftsbetrieb un Howe Yeners-1 njeq 23 16. Gesuch der Oranienbrauerer zu Dillenburg um Erlaubnis zum MrLschaftsbetrieb int Hause Neustadt 1. - Von der Kanalisation. Unsere Kanalisation hat seit einigen Tagen ihre besondere Mannschaft $nr Bedienung. Es ist dies die vorerst aus drei Mann bestehende Arbeiterckolonne, welche man dieser Tage mit den großen Wasserstiefeln ausgerüstet aus den Straßen der Altstadt sehen konnte. Bauführer Heß ist beauftragt, die Leute mit den Mysterien der unterirdischen Entwässerungs-Anlagen vertraut zu machen. Gestern mittag wurde zum ersten mal I Las gesamte fertig gestellte Kanalnetz vom Walltor bis zur Mündung der Wieseck in die Lahn mit Lahnwasser gespült. Zu dem Zwecke war die Schleuse an der Woog gezogen worden, um unter Benutzung des Stadtringgrabens als Zuleitung das Flußwasser bis zum Walltor lausen zu lasten. Hier trat es in die Kanalisation ein und lief quer durch die Stadt, wobei es allerdings mehrfach gestaut werden mußte, um den notwendigen Druck für die Reinigung der Leitungsrohre und des Stetes zu erzielen. Wie wir hören, funktioniert die Spülvorrichtung zufriedenstellend. Bei der gestrigen Spülung der Kanalisationsleitungen bekam auch der gesamte Stadtringgraben seine Reinigung. Ehejubiläen. Kriminalschutzmann Pfesser feiert morgen mit seiner Gattin silberne Hochzeit. Silberne Hochzeit feiert am 30. d. Mts. auch Schutzmann Goebel. ** Verein für Feuerbestattung in Gießen, gestern abend waren mehrere Herren, welche sich für die Feuerbestattung interessieren, zusammen, um darüber zu beraten, ob es nach Lage der Verhältnisse an der Zeit sei, auch in unserer Stadt einen Verein für Feuerbestattung ru begründen. Cs wurde ein Komitee gebildet, das vorerst | itd) informieren soll, wie diese Vereine in andern Städten prosperieren und .unter welchen Bedingungen sie ihre Existenz sanden. Man will, wenn diese Erkundigungen günstig ausfallen, einen öffentlichen Aufruf zur Bildung eines Vereins für Feuerbestattung in Gießen erlassen. ** Der katholische Gesellen verein feierte am Sonntag abend sein 6. Stiftungsfest unter großer Beteiligung im Neuen Saalbau, welker vis aus den letzten Platz besetzt war. Nach einem poetischen Fe st grüß des Prüft- Renten oe^ Vereins und Absingen des -»rolvingslredes hielt Dekan Bayer die Festrede, in welcher er,die Notwendigkeit der Gesellenvereine für den Gesellen aus der Wanderschaft — Der I ar bat sämtlichen des Angeklagten wegen nicht ausreichenden Beweises. — Unter der A>er Zar yar । u a ^n)eBren Körperverletzung stand heute der 22 ^ahre alte ledige Landwirt L. B. von Mautbach vor Gericht. Am Abend des Sedantages l.Js. befanden sich der Angeklagte und bte Verletzten B. und H. mit noch anderen Burfchen m der Wlrt- scbaft von Rabrt in Aiaulbach. Nachdem der Angeklagte die Wtrtschast verlassen hatte und sich nach Haufe begeben wollte, wurde er von einem dieser Burfchen, die gleichfalls die Wtrtfchaft verlaßen hakten, wegen eines Vorfalls zur Rede gestellt; es entspann sich nun eine Schlägerei zwischen ihm und den niitilerweile herbeigekommenen anderen Burschen, in deren Verlaufe der Landwirt B. von.dem mit dem Messer um sich fahrenden Angeklagten eine» lebensgefährlichen Stich in die Lunge und der Landwirt H. einen solchen in die Backe erhielt. Der Angeklagte beruft sich auf Notwehr, und I sein Einwand kann trotz eingehender Beweisaufnahme nicht wider- legt werden. Tas Gericht kam daher dem Antrag des Staatsanwalts entsprechend zu einer Freifprech u n g. — er Ziegler K E aus Ober-Mockstadt wurde von dem Schöffengericht Jliööa wegen Betrugs zu einem Monat Gefängnis verurteilt; die heute in der Berufungsinstanz erfolgte Belveisausnahme gestaltete sich sehr günstig. Das Gericht sprach dem Antrag des Staatsanwalts entsprechend den Angeklagten von Strafe und Kosten fr er. Auch der Landwirt St. H. I. von Gedern, der vom Schöffengericht Ortenberg wegen ruhe störenden Lärms zu emer Hauslrafe von 5 Tagen verurteilt worden war, hatte nut seiner Berufung Erfolg; auf Grund der abermaligen Beweisaufnahme spricht ihn das Gericht von Strafe und Kosten frei. . I Würzburg, 26. Okt. Die Würzburger Frredhoh- Ul" ?n tfl i's itone“ J. Geldbewe giiNfUtz' s Jiidust^ ftemPt1", ss 12^0) iffSj xü «i-Ä ^Die 8 schlägt rv' fl 053S i i Institut wird sich wissenschaftlichen Aufgaben aus dem Gebiet der Serumforschunq in großem Umfang zu widmen haben; daneben aber wird es vor allen Dingen die kunstgerechte Herstellung von Serum aller Art nach Maßgabe des Bedarfs betreiben. Durch sein Jnslebenrufen soll insbesondere auch die wichtige soziale Aufgabe oelöst werden, die Anwendung der in die ärztliche Praxis eingeführten Sera, insbefondere des D i ph th eri t i s - Hei l s er u m s , erbe blick in verbilli gen. Ehe wir an eme Kritik des Un° ternehmens, das ja jedenfalls der Beschlußfassung der Vollsver- tretung noch unterbreitet werden wird, b^antreten können, muffen ivir nähere Mitteilungen über den Plan «Dlvarten. Origin Vi' Begeg mente Garde komntar Be Newyor Englc beide 9 Besitz Hauptei einem gelonn Hand ■ Mandj' an bei scheu D da auh w ? W, Mgen M ehrlu ( Mos theat Beste Thea Offmbach, Dr. Heinrich Hager zu Offenbach, auf sein Nach-1 i suchen unter Anerkennung seiner langjährigen und treuen - Dienstführung von diesem Amte enthoben. — Dem Bahn-1 meister in der Heff. Preuß. Eisenbahngememschast, Heinrich ( Albach zu Alzey, wurde aus Anlaß seiner Versetzung m j Len Ruhestand das Silberne Kreuz des Verdienstordens st Philipps des Großmütigen verliehen, dem Bahnwärter < Heinrich Sänger zu Angersbach ans Anlaß seiner Ver- st setzung in den Ruhestand das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift .Für treue Dienste". *• Jubiläum d er Alic eschule. Zu unserem vorgestrigen Bericht über das 25 jährige Jubiläum der hiesigen Aliceschule haben wir noch Folgendes nachzutragen: Die Protektorin, Prinzessin Ludwig von Battenberg, wurde am Eingang des Schulhauses von der Präsidentin -und drei Vorstandsmitgliedern des Vereins empfangen. Sie Begab sich hierauf zur Besichtigung der Ausstellung m die .einzelnen Klaffen, wo sie jedesmal von der zuständigen Vorstandsdame und der betreffenden Lehrerin empfangen und ihr von den Schülerinnen jedesmal einige Blumen überreicht '.wurden. Die Prinzessin sprach sich äußerst lobend über die ^ausgestellten Zlrbeiten aus. Nach der Besichtigung dec Aus-1 stellung nahm Ihre Hoheit mit dem Vorstand der Schule m deren Räumen ein Frühstück ein und begab sich hierauf mit ährer Begleitung und dem Vorstand zur Festfeier in die Turnhalle.—Die Ausstellung war in diesem Jahre anläßlich des Jubiläums außerordentlich reichhaltig und gelungen, was auch von der früheren Präsidentin, Frau Provmzialdirektor I von Gagern, die ebenfalls herbeigeeilt war, um an der Jubiläumsfeier teilzunehmen, besonders lobend hervorgehoben I wurde. Im Erdgeschoß der Schule links waren die Erzeug- «isse der Kochschule, rechts die des Kleiderkursus, LeS Unterrichts im Bügeln und Kuustwaschen ausgestellt. Die Erzeugnisse der Kochschule waren schon am Montag abend vollständig auSverkaust, wohl der beste Beweis für chre Vorzüglichkeit und Güte. Die ausgestellten 30 Kostüme des KleidertursuS fanden viel Beifall wegen des Geschmacks, mit dem sie hergestellt sind, und der Sorgfalt ihrer Anfertigung. Auch in der Kunstwäscherei ist ein großer Fortschritt zu verzeichnen. Alle Sachen, wie Kleider, Blousen, Stickereien n, s. w. waren wieder wie neu. In den oberen Räumen fanden wir im Zimmer rechts eine sehr reiche Auswahl fcer| schönsten praktischsten Wäschegegenstände, die durch ihre sorgsälttge Ausführung bei den Lehrerinnen ein beredtes Zeugnis für chre erfolgreiche Tätigkeit ausstellen. Zuin Schluß blieb noch die Besichtigung der Stickereien, Holzbrandarbeiten, Schnitzereien u. s. w. Bewundernswert als Erstlingsarbeit einer Schülerin war die Flach- schnitzerei an einem Schreibtisch von Eichenholz und an einer Truhe von Satinholz mit dazu gehörigem, sehr geschmackvoll gearbeiteten Wandbehang. Eine überreiche Auswahl in Kissen, Decken, Läufern u. s. in den neuesten Mustern zeugten von dem Fleiß der Schülerinnen und dem großen Geschick der Lehrerinnen. Wir können die Aliceschule zu ihrem Fortschritt nur beglückwünschen und ihr ein herzliches , Glückauf für die Zukunft zurufen. ** Tages-Ordnung für die Sitzung der Stadtverordneten-Versammlung Donners- taa, den 2 9. Oktober 1903, nachmittags4V2 Uhr. 1 Mitteilungen. 2. Baugesuch der Gall'schen Dampfziegelei für den Erdkauterweg. 3. Baugesuch! des Joh. Gg- Wn für die Stephanstraße. 4. Baugesuch des Wilhelm Hause für die Mäusburg. L 5 ------------. - Bahnhofstraße. 6. Bauveränderung un Gymnasium zu wurde Untersuchlung ein geleitet. Zwecken der Vorschule. 7. Gesuch des Heinrich Winn um' -------------- Abtretung städt. Geländes an der Roonstraße. 8. Älusbau der Roonstraße; h-ier: Geländeaustausch mit K. Stohr I. Mwe und W. S^PP HI. 9. StraßenbezeiHiung Neuenweg vor ewiger Zeit in Italien ansgesnyrt wnroe, veryasiei. > ' Ter Verhaftete, Mvusson, ist geständig, verweigert aber Sira bbura, 27. Okt. Der „Straßb. Post" zusolge ist dn. jede weitere Auskunft über den Verbleib des Feldes. [>en früheren Oberleutnant Rüger, zuletzt un jn- Mousson trug 28000 Franks bei sich, kostbare Juwelen ^„ie-Reglment Gras Bariub (i. SBeftf. Str.17) in sowie einen Chronometer ün Werte von 2800 Franks. Die durch das oberfriegsgeiidjtlidje Urteil ber 33. Division m tttetz hiesige Polizei ist der Ansiebt, daß infolge der Nachlässig. oom 30. Marz 1901 verhängte Zuchthausstra 1 e v0n ecqs keit der italienischen Polizei, welche es unter- Z « h r e n durch Enadeiierlav des K a > f er s für den ver^ lassen hatte, rechtzeitig vor dem Ankauf der WertpaP i er e dleibenden 111 D^eer‘lleluhiMtn«üger Ver’beVbe? 1.Stompaflnie zu warnen, fast eine halbe Million bieiee ^ertp£^^tete 9=™a,lbbea1 «» P t m « n n Adams, verkauft worden sind. Ter Verhaftete wird den ,tal,e- ! ®jeje Handlung war die Folge eines Streites, nischen Behörden ausgeliefert werden. Zwei Kompbtzsen sind ! |UUU des siaren veranstalteten zweiten Reiterfcst wohnten das b. Gicb-n, 27. Okt. (Straitamrner,>tzung.) Der aramDtiai Prinr und Prinzefsin Heinrich, Prinz und Prin- Former K. G. H. aus Vernburg, der schon mehriach mit dem 4 ^«Gesandte ÄVÄ» Fürst Kudaschess, nebst Gemahlin, sowie andere Gache und ^,?Zuckcrzeug an sich unö ging mit ihm in den Phüofophenwald, die Offiziere des Regiment mit ihren Damen bei drach von ö Äin'bej un5ü cl) 11ge Handlung en vornahm, chem F-esle besichtigten die Herrschaften die Stalle und bricht erl'annte auf eine Zuchthausstrafe von Isolaten dann einer Einladung in das Ofsizierta,iuo des und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf fünf Reaiments zum Tee, besuchten hierauf die Vorstellung im Jahre. — Des gleichen Verbrechens wird der Landwirt H. F Y>Dftheater Der Dornenweg" von Philippi, nahmen um von Eckartshaufen befchuldigt. Die unter Aus^chlun der Oeffent- 8^ lllw daseÄst das Souper und fuhren dann in Aubomo- lichkeit stattgehabte Verhandlung endigt mit der ^r^iprechung bil^rÄ^^Lfsgart^n^ück. - — Z- weaen Nicht ausreichenden Bewei.es. - Unter der Tumem, welche bei dem ersten Reitseste mitwirkten, für ihre vorzüglichen Leistungen Ehrenzeichen am Bande überreid)en lassen. r..rx. _ .. R. B. Darmstadt, 27. Okt. Das ruspfche Kaiserpaar und der Großherzog kamen heute vormittag von! Wolfsgarten und besichtigten zunächst im Alten Palais eine kleine Privatausstellung höchst wertvoller rumänischer Seidenstickereien, die aus dem Hofatelier der Madame Roth aus Bukarest stammen und in ihrer künstlerischen Vollendung die allerhöchsten Herrschaften außerordentlich entzückten. __ Vor einigen Tagen ist der bekannte Münchener Maler Friedrich August Kaulbach hier eingetroffen, der den Auftrag hat, die Kaiserin von Rußland in einem über lebensgroßen Bilde zu porträtieren. Er wurde schon mehrmals nach Jagdschloß Wolfsgarten besohlen und hat sein Werk heute vormittag im Alten Palais, wo ihm die Kaiserin eine Oest. Kredit. ♦ Deutsche Bank Darmstädter Bank Bochumer Guß . Harpener Bergbau . . 201.50 Schluß-Tendenz: Matter. Berlin, 27. Okt. In der heutigen Sitzung des Zentral- A u s s cb u f s e s der R e i ch s b a n k bemerkte Präsident Dr. Koch, 'bei übrigens demnächst sein öOjähriges Dienstjubiläum feiert), daß Lie am Quartalsschlüsse um 549 Millionen geiliegene Anlage um M. 393 Millionen wieder gefallen sei. Sie betrage jetzt Alk. 995 I Millionen, worunter All'. 922 Millionen Wechsel, d. i. Alk. 26 Millionen mehr als 1902 und Mk. 41 Millionen mehr als 1901. In. Handel und Deikeyr. Vdüuwtrlschasl. Berliner Börse vom 27. Oktober 1903. (Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Prlvat'Diskont 3 J/s Prozent. Aiuangs- darleate und alle Anwesenden ausfordene, den jungen Verein auch kräftig zu unterstützen, denn durch den jährlichen Beitrag, weichen die Ehrenmitglieder zahlten, ube man ein Werk der christlichen Nächstenliebe lindem man ..... -.......... aE besonders Hungrige specke, Durstige kranke und H-remve Pasteur von der Negierung in Aussicht genommen, beherberge. Die darauf folgenden Theaterstücke wurden - - - - - - - «infnnhon rt,.a x».» unter großem Beifall aufgesührck ganz besonders fand das Stück „Peter in der Fremde" seinen nicht endenloollimden Beifall. Zum SckMsse dankte der Präschent Kaplan Lambert im Namen des Vereins allen Anwesenden, aber ganz besonders dem Brüderverein Wetzlar, welcher mit feinen Angehörigen so zahlreich erschienen war, für den Besuch, mit dem Wunsche auf ein ftohes Wiedersehen im Jahre 1904. Der darauf folgende Ball hiell dre Festteilnehmer Sitzung gewährte, begonnen. R. B. Darmstadt, 27. Okt. Der Fina nzaus- schuß der zweiten Kammer trat heute vormittag wieder zu seinen Beratungen zusammen. Es wurden mehrere kleinere Vorlagen durchberaten, ohne daß es indes zu deft- nitiven Beschlüssen kam. Heute nachmittag findet eine I 'gy (fra bürg, 26. Okt. ' Die Würzburger Fried hoff- weitere Sitzung des Finanzausschusses statt und morgen L $ änbunq § Affäre, die seinerzeit hier und weit über du Spuren von Mißhandlungen, die ihm von femto vormal ger TotengräbergehiUe, beide in Würzburg — ber e. 4. Baugejuch des Mwyeim yau,e«mutter beigebracht warew Das Modchsr wurde dem ßaiiotanaetlagte, Leichenwärter Keh, hat sich inmitten ber Unter- 5. Baugesuch des H. Wiuu für die fiqen Hospitale übergeben. Gegen die unnatürliche Mutter ftmersuchungsarrest durch Selbstmord dem irdtzchen - -- «"---«— -------- ---Richtei entzogen. Den Augeschuldigten war zur Last geegt tn ------ Ausübung ihrer Funktionen als Totengrabcrgehtlsen insbesondere “b. -rj.. in der Zeit von Miärz 1801 bis 1SV2 in einer Reihe von nicht sest- Uermilmles. stellbaren Fällen bei tzt-ubestattung von Leichen m ^mihengrabern, äcwv. u.w ----rr — - -fr L. VN K 8 I * Kassel, 27. Okt. Der Oberpostprartikant Richard ö-ich- Platz"zü und Neuenbäne. 10. Unterhaltung des ^traßeupftasters. der Sozialdemokrat wurde, und deswegen « yue t in den Gräbern befindlichen Zinksärge herauszuheben 11. Vertrag mit der Gemeinde Queckborn. 12. Kanalifa- Pension aus dem Postdieust entlassen war, legte Se* Gräber tiefer zu legen, wofür je eme Gebühr von 20 Mll tion; hier: a Enteignung des Geländes für tzie Klaranlage T' baaegen bei dem Reichsdisziplinargericht ein. verrechnet wurde, die m die Tasche des K. floß, einfach, um sich und das Hauptabsslußsiel; b. Vergebung von Arbeiten. Breslau, 27. Ott. Der Glashüttenbesitzer R. §u bteje Arbeit zu ersparen, die oberen Zinksarge geöffnet, die Leichen, bisher großen Ansehens. , „ ftraibaren Tat schuldig gemacht haben und berufen sich aus den * Wreschen, 27. Ott. Der. Geflügelhandler Aron ^I^nwärter Keh, in deffen Auftrag sie gehandelt haben wollten, Schmud ist auf offener Straße überfallen und erdunb öeC/ welcher sich im Friedhöfe fozusagen als Herrfcher am- mor d et worden. Als mutmaßlicher Mörder ist ein Knecht gespielt habe, ihnen im Weigerungsfälle gedroht habe, sie vom 1 Brote au bringen. Ob zu der von ihnen vei langten Hanoiung 31/i% Reicheanleihe zuwenden, der EEJ ZidnPki«M«Me Süngttdiflt n« Tmmeltms Gießen 8103 Es können eingestellt werden: Lehrlinge: 8081 8 Clir. Dalli. 8085 8101 blutfrisch, bei Zn verkaufen 101.90 90.55 101.70 90.55 100.10 100.20 3°/o 3V.°/o 3°/o 872% . 26.70 . 91.10 . 113.40 . 104 50 . 209.90 , 195.90 . 145.00 . 152.90 . 163L0 . 142.00 . 17.00 . 190.00 . 239.00 . 190.30 . 200.50 Cabliau Schellfisch do. Konsole do. Hessen Pflegerin. 1 Kaufmann. Die Geringschätzung, mit der m der Regel von „Erkältung" und „Schnupfen" gesprochen wird, ist durchaus unangebracht. Es gibt zahlreiche Personen, bei denen ein Schnupfen oft schwere Katarrhe inr Gefolge hat, die unter ungünstigen Umständen zu lebensgefährlichen Komplikationen führen. Deshalb muß jeder Schnupfen, auch der leichteste, vom ersten Tag energisch, bekämpft werden. Als Mittel ist W Z« züsmerAimm empfiehlt sich . 7058 I Hermann Bauer, Dammstr. 34. Allendorf a. Lda., den 27. Oktober 1903. Großh. Bürgermeisterei Allendorf a. Lda. Rein. Gebrüder Berdux Bahnhofstr. 27. Lindenplatz 12. Vergleich. Die Angeklagte nimmt die am 7. August 1903 in der Löwengasse in Lich in Bezug auf den Privatkläger ausgestellte Behauptung mit dem Ausdruck des Bedauerns als unwahr zurück und verpflichtet sich, diese Erklärung durch einmalige Einrückung in den „Gießener Anzeiger" bekannt zu machen und die Kosten des Verfahrens zu tragen. Die Richtigkeit vorstehender auszugsweisen Ausfertigung beglaubigt Lich, den 22. Oktober 1903. Der Gerichtsschreiber Großherzoglichen Amtsgerichts. K o h l h eyer. 05389 8% Mexikaner ... 4%% Chinesen . . . Electric. Sohuckert . . Nordd. Lloyd . . . Kreditaktien .... Diskonto-Kommandit. . Darmstädter Bank . . Dresdener Bank . . , Berliner Handelsges, . Gesten*. Staatsbahn . . Lombarden . , . . Gotthardbahn . , . « Laurahütte . . ♦ . . Bochum...... Harpener..... Tendenz: fest. Versteigerung. Donnerstag den 29. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, sollen dahier Marktplatz 20 „Zum Adler" 1) 2 Pferde, 2) eine Ladeneinrichtung, 3) Kurzware», 4) Schuhwaren u. Möbel aller Art gegen bar versteigert werden. Gießen, 28. Oktober 1903. 8102 Sei-cl, Gerichtsvollzieher. Donnerstag den 29. d. M., mittags 12 Uhr, soll ein herrenlos emgefangener Foxterrier am der Polizeiwache meistbietend versteigert werden. Der Polneiwachtmeister: Kasper. 4°/o Italien. Rente . . . 4t]1% Portugiesen . . . 3v/g Portugiesen. ... \% C. Türken . . . Türkenlose ..... 4% Griech. Monopol.-Anl. 47,% äussere Argentiner jfr.in neu. Fabrikgebäude in d. 15/ Nahe v. Gießen, w.sichvorzügl. für eine Zigarrensabrit eign. (Ar- beitskräft.genug cuPlatze) wird ver. pacht, od.verk. Off.u.05409a.Exp. Bekanntmachung. Der auf Mittwoch den 18. November l. I. festgesetzte Vieh- und Krämermarkt zu Allendorf a. d. Lumda ist auf Mittwoch den 25. November l. I. verlegt. Klein-Linden. Donnerstag den 29. Oktober: Metzelsrappe Morgens Wellfleisch und Kraut. ResiaMiratÄcm SHIerm&BM vsrmals Niun.05411 Kraulfässer Krautständer Krauttöpse Krauthobel - empfiehlt 7645 Wilh. Kohlermann Neustadt 12. UL Muoim 7821| bei Emil Fischbach. Empfehle eine prima Wckrikr mir hervorragender Neini- gungskrasl,perPsd.2V Psg. Allein zu haben bei [05392 CaH i&ies’r1 Chemische Wäscherei, Seltersweg 14. die Verbrecl)-er den Fürsten au£ der Equrpage zu ziehen vev» nchten, warf sich ein den Fürsten begleittrnher Kosak den Angreifern entgegen. Während des Handgemenges fuhr! die Equipage davon. Die Verbrecher flüchteten ur eilte hefd Schlucht. Nach der Rückkehr erschien der Fürst nach An- legung eines Verbandes im Saale des Gouvernements^ p^asles, wo die Vertreter der Gesellschaft versammelt waren. In der Bevölkerung herrscht tiefe Entrüstung. Dch Theatervorstellungen wurden abgesagt. _ L. Newyork, 28. Okt. Die Verhaftun g des eng-, lischen Agitators John Turner wegen anarchistischer!. Aeußerungen erfolgte, well die dem Präsidenten Roosevelt beigegebenen Geheimpolizisten befürchteten, Turners Aeußerungen hingen mit einem gegen den Präsidenten, Roosevelt geplanten Attentat zusammen. Ern Kreuz- verhör Turners lieferte abex für diese Vermutung lerne Anhaltspunkte. 103.75 52.70 31.75 37.15 142 20 43.90 41.35 Windhof. Donnerstag den 29. Kktoöer: !■ Metzelsuppe des Landwirts Heinrich Peter Sommer von Lich, Privatklägers, der Schnupfenäther, „Forman" an» ärztlicherseits mehrfach als „geradezu ideales Schnupfenmittel" bezeichnet wird. Bei leichtem Schnupfen Forrnan-Watte (Dose 30 Psg.), bet starkem Schnupfen Forrnan-Pastillen (50 Psg.) zum Inhalieren mittels Riechgläschens. Wirkung frappant! In allen Apotheken. Man frage den Arzt. 8066? 4 landwirtschaftliche Pferdeknechte, 1 Schlosser, 3 Spengler, 2 Schreiner, 2 Küfer, 1 Bäcker, 1 Fahrbursche, 1 Schneider, 1 Friseur 3 Glaser, 10 Erdarbeiter, 3 Hausburschen, 1 Köchin, 28 Dienft- mädchen gegen hohen Lohn für hier und auswärts, 1 Stütze der Hausfrau, 10 Kauffrauen, 1 Lausmädchen. Lehrlinge: 1 Schlosser, 1 Bäcker, 1 Schneider. Es suchen Arbeit: 4 Schlosser, 1 Schmied, 3 Buchbinder, 2 Schreiner, 1 Holzdreher, 1 Küfer, 1 Wagner, 1 Bäcker, 1 Friseur, 1 Flickerin, 1 Bug- lerili, 2 Installateure, 2 Heizer, 1 Kutscher, 1 Hausbursche, 1 Dienst- Mädchen, 1 Bureaugehüfe, 1 Wäscherm, 1 Kranken- bezw. Wochen- Nrucste Meldungen. Originaldrahtmeldnngcn des Gießener Anzeigers. Wies b ad en, 28. £)ft Anläßlich der Zw ei-Kais er- Begegnung wird außer den dreiMainzerRegi- mentern noch eine Chrenkompagnie des Alexander- Gl arde-Greuadier-Regiments nach Wiesbaden kommandiert. c , Berlin, 28. Okt. Gegenüber den Mitteilungen der Rewyorker Times, es sei ein Geheirn - V ertr ag zwischen England und Deutschland abgeschlossen, worin beide Mächte sich den Besitz ihrer afrikanischen Besitzungen garantierten und worin weiter behauptet wird, Deutschland und Rußland seten zu einem Einvernehmen betreffend die Mandschurei gekommen, wonach Deutschland Zrußland dort völlig freie äand läßt, wogegen Rußland dem deutschen Handel tu der Mandschurei die offene Tür gewahrt, hält der „Lok.-Anz." an der Auffassung fest, daß es sich bei diesen amertkant- schen Meldungen um haltlose Kombinationen handelt, da außer dem vor fünf «Zähren aber mit wesentlich anderem flnhalt abgeschlossenen Geheim-Vertrage ein neuer Vertrag nicht zu stände gekommen ist, und was die Mandschurei betrifft, die deutsche Politik nach den mehrfachen Erklar- unäen des deutschen Reichskanzlers seit längerer Zell fest- geleat ist und zwar auf der Basis vollkommener und ehrlicher Neutralität. , c c. . P Görlitz, 28. Okt. Hier wird die Errichtung eines Moser-Denkmals geplant. Der Direktor des Stadt- tbeaters veranstaltete eine Gedächtnis-Vorstellung zuni Besten eines Denkmal-Fonds. Man hofft, daß andere Theater-Direktoren folgen werden. Zwiebeln 50 Kilo mH. Sack 3^0 Mart, versendet gegen Nachnahme B. K« Stern Sohn, 04474] Friedberg, Hessen. Knoblauch und Wallnüsse billigst.' Telephonischer Kursbericht. Frankfurt b. JB«, 28. Oktober 1903. dessen sei Metall um 7 Millionen stärker als 1902, das Gold sogar] um Mk. 15 Mill., und mir um Mk. 3 Mill, kleiner als 1901. Die fremden Gelder überstiegen mit Mk. 512 Mill, den Betrag von 1902 um 5 Mill., den von 1900 um Mk. 8 Mill, und seien um Mk. 39 Mill, kleiner als 1901. Statt Mk. 154 Millionen steuerpflichtigen Dloten vorn 30. September sei eine nur um Mk. 6 Millionen gegen das Vorjahr kleinere Reserve angesammelt. Die Geldbewegung im Verhältnisse zum Auslände sei für Deutschland günstig. Der'Prwatdiskont sei um Vi Proz. geringer als die "offizielle Rate. Ein Anlaß zu deren Aenderung liege Nicht vor, zumal zum Schluß des Monats eine besonders große Anspannung nicht zu erwarten sei. , — Türkenlose. (Mitgeteilt von der Bank kur Handel und Industrie Gienen.) Nunmehr ist die Bekanntmachung erschienen, nach welcher die Türkischen 400 F r s. - L o s e behufs Abstempelung und Abtrennung des Eouponsbogens einzureichen find. Es müssen die Coupons per 1. April 1876 und folgende (Nr. 12__15) an den Bogen haften. Die Besitzer der Lose erhalten bei Abholung ihrer Titres eine besondere Vergütung von 2 F rs. für den Couponsbogen jedes abgestempelten Loses baar ansgezahlt. — Kleine Finauzchrouik. Die Handelskammer von Trier hat in ihrer letzten Sitzung den Beschlußantrag gestellt, bei der Regierung vorstellig zu werden, daß die Vorlage über Kanalisierung von Mosel und Saar schon bei der nächsten Tagung des Landtags eingebracht werde. — Die amerikanischen Eisenbahnen haben im Oktober bis jetzt 15 Mill. Doll, gleich 6.2 pCt. mehr vereinnahmt, als in der gleichen Vorjahrsperiode. — Die Brauerei Binding Akt.-Ges^ Frankfurt a. 9)1. schlägt wieder 13 pCt. Dividende wie in den drei letzten Vor- jähren vor. _________________________ __________________ Statt besonderer Anzeige. W Die Geburt eines Söhnchens zeigen ergebenst an M Dr. Richard Herz und Frau W 05394 Toni, geb. Pasch. W Frankfurt a. M. (Oberweg 54), den 27. Oktober 1903. M Vorzügliche frische Vogelsberger Eaidbottcr Süßrahm-Tafelbutter Siedeier soeben eingetroffen bei [8091 H. E. Jnghardt Inh : August Wallenfels Marktplatz 15. Telephon 390. S1/,^ Oberhessen . . . ------ 4% Oesterr. Goldrente . . 101.90 4v)6% Oesterr. Silberrente 100.80 4% Ungar. Goldrente, . • 99.80 Wiuterjoppeu, selbstgefertigte, sowie Sportjoppen zu billigen Preisen. Anfertigung v. Militär- u. Beamtenuniformen, sowie von Herrengarderobe nach Maß. Wilhelm Stumpf, 7460s Gießen, Sonnenstraße 9. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Garteustratze 2 (Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. Der Arbeitsnachweis hat die Aufgabe, zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern (Arbeitern jeglicher Art, Dienstboten nnd Lehrlingen) unentgeltlich Arbeit zu vermitteln. An den Werktagen von 8 bis 1 Uhr und von 8 bis 6 Uhr geöffnet. London 28 Okt Reuenaüsse buben die meisten>blieben unverletzt. Die Wunden sind nickst: gefährlich. AlD Stadtteile Londons^ unter Nasser gefegt Zn manchen h- der Eauwaae au ^ehen ver> Straßen steht das Wasser drei Fuß hoch. Ein Sturm wütet seit drei Tagen. Zahlreiche Dampfer mußten ihre Zuflucht in den Häfen suchen, da der Sturm im Aermel- kanal mit großer Hefttgkell wütet. Die Dampfer, welche in Folkestone und Dover eintrafen, erklärten, daß sie eine türmifche Uebersährt gehabt haben. London, 28. Okt. Bis jetzt hat man noch immer keine Spur von dem Mörder des Armenierführers Sagouni. Amsterdam, 28. Okt. Vergangene Nacht brach im Zentralbureau für Post, Telegraph und Telephon eine Feuersbrunst auö, die ziemlich ernstlichen Schaden anrichtete. Die telegraphische Verbindung wird voraussichtlich nicht unterbrochen, allein es ist nicht ausgeschlossen, daß der internattonale Telephondienst ernstliche Unterbrechungen erleidet. Der Postdienst nimmt seinen Holzhatterseile; liefert billig 8093 Hermann Biugman«, Seilerei, Lich. x gegen die Ehefrau des Fuhrunternehmers Heinttch Merle in Offenbach a. Di., Privatbeklagte, wegen Beleidigung. Sum Andrees. Donnerstag den 29. Oktober: 8104 Grossos Konssri der Sänger- und Musikkapelle Süddeutsche Bauern. X»8 8 Uhr. 2 Damen. 3 H°E stets frisch gefchoffen, zu haben bef Frau Ebel, Ritt er gaffe 1L war Bücklinge stets frisch bei 8087t L. Kalkhof Haohf. I Cervelatwurst feinste Gothaer 7819 bei Emil Fischbach. Am Donnerstag trifft ein Waggon Weißkraut Ä" ein. Zentner 1,30 Mark. [05395, Sonntag den 1. November, abends 8 Uhr in der Turnhalle: Kia te 2. WmMeS mit Wmmihe. Konzert unter gütiger Mitwirkung 8016 von Fräulein Marianne SSaratz (Sopran), Essen. Nach Beendigung des Konzerts: Batt* Bier im Glas. Eintrittspreis: Im Vorveckauf ä Person 50 Pfg., Familienkarten für 3 Personen Mk. 1 —; abends an der Kasse ^Person 75 Psg. — Vorverkaufsstetten bei den Herren L. Althoft, Wall- thorstraße, 9L Buchacker, Neuenbäue, Erust Jung, Marktplatz. ; __Der Borstand. Stadt Marburg. Sonntag de« 1. November, von nachmittags 5 Uhr ab: Ta»z-Vergnügen. Streichmusik. [05407] Eintritt frei. Es ladet ergebenft ein Fritz Kremer. regelmäßigen Fortgang. x Bilbao, 28. Ott. Sämtliche Innungen traten dem Ausstande bei. Die Zahl der Ausständigen beträgt 40 000. Der Eisenbahn-- und Trambahndienst sind unterbrochen. Die Ausständigen versuchten die Arbeit in der Gasanstall, die von Kavallerieabteilungen geschützt tft, zu verhindern. An anderen Stellen bewarfen Ausständige dre Wagen, welche noch verkehrten, mit Steinen unter Rufen: Tod dem Bürgerftande, nieder mit tuen Tyrannen. Die Polizei ging vor, Schüsse wurden gewechselt, sechs Personen wurden verwundet. Im Lause des Tages wurde auf den Klub der Minenbefttzer ern Ansturm gemacht, die Fabriken, welche Ausländern gehören, zogen die Nationalfahnen auf. Die Ausständigen verhrn- derten das Laden der Schiffe, die Geschäfte an der Börse sind eingestellt, Zeitungen erscheinen nicht, die Laden surd geschlossen, die Straßen angefüllt mit Arbeitern. ^Zhsolge des Belagerungszustandes trafen zwei Regrmenter Infanterie und Gendarmerieverftärkungen ern. Serajewo, 28. Okt. Auf den hresrgen Erzbrschv Stadler wurde neuerdings ein Attentats-Bersuc gemacht durch zwei alsFrauenverkleideteTürker Diese wurden entlarvt und festgenommen. Belgrad, 28. Okt. Unter dem Verdacht erne neue Verschwörung inszeniert zu haben, wurde in Kniaze- Witz die Untersuchung gegen einen Hauptmann ernge- leitet. Die Untersuchung fuhrt der Kommandant der Trmok- Division, Oberst Givkowitsch. Saloniki, 28. Okt. In vielen Garnisonen des Sandfchaks-Kovibazar nimmt die Meuterei unter den türkischen Reservisten einen immer ernsteren Charakter an. Sie besetzten das Telegraphenamt in Prjepolje und schickten vou dort ein Telegramm an den Srlltan, in welchem ste gegen die Behandlung der Offiziere Protest einlegten. Tiflis, 28. Okt. Als der Generalgouve rrteur des Kaukasus, Fürst Galizyn heute nachmlltag 4Uhr mit seiner Gemalflin von einer Spazierfahrt nach der llnr- gebung zur Stadt zurückkehrte, wurde dre Equrpags von : 3 Eingeborenen überfallen. Eurer brachte dem Hursttn mehrere Dolchsttche am Kopfe bei. Der Fürst wurde durch : zwei durch die Akütze gedrungene.Dolchstchie Ml serner an der linken Hand verletzt. Dre Schadelknochen 7989] Ein sehr gut erhaltenes Tafelklavier ist preiswert ab* zugeb en Braugaffe 11, part. 2 Herde und 1 Ofen, gebraucht, aber gut erhalten, preiswert abzugeben. 05391 L. Rosenbaum & Jacob. Stalldünger zu verkauf. [05404 Jungblut, Rodheimerstr. 2. 6X.***Ä mit Hof und Hinter- qebaube, Mitte der Stadt, sehr gute Lage, für jedes Geschäft und Handwerk, auch, Metzger und Bäcker vorzügl. ge- eigu., mit. günst. Bed. z. verk. Anfr. bei. die Exped. d. Bl. unter 8097. K, M W M.A :•> a. Es werden von einigen Firmen aus Berfin, Leipzig und Frankfurt a. M. Unterzeuge vielfach du^h Detail-Reisende in den Handel gebracht, die als Macco - Hemden, -Hosen und -Jacken, sogenannte , dem Publikum als Neuheit verkauft werden und für welche diese Firmen Mk.« 7.— bis Mk. 8.— per Stück bezahlt erhalten. 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Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben unseres lieben Kameraden ged. Blum. Gießen, den 27. Oktober 1903. 05501] 'Möbliertes Zimmer zu I verniieten Bruchuraße 3. L Zusammenkunft um 2'/. Uhr in der Stadt Marburg. Das Kommando 8100 Franzose (licenci6eslettxes) wünscht Privat- stund, zu geb , auchKolwersatiolis- zirkel zu leiten. Näh. Exp. (05327 05405) Stübchen mit Beit zu vermieten. Sonnenstraße 28. Qtndont erteilt gründlichen ulUUvul Unterricht in allen Gymnasialsächern. Cfferi. unter 05393 an die Exp. d. Bl. Dame behufs Verehe- & lichnng. Ausführliche § Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an unserem schweren Verluste sagt innigsten Dank Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Elisabethe Forbach, MK. 20000 von tüchtigem, solventen Geschäftsmann gegen hypothekarischc Sicherheit und gute Verzinsuuc auf einige Jahre gesucht. Vermittler verbeten. Darleiher wollen Off, u. 7912 a. d. Exp. d. 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