GchaLAraL* 2. Adrefl« für Depesche«, Anzeiger Gieße«. FccAlpdechttnfchluß Nr. SL. Nr. 2A7 außer Sonntags Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Giehener Kamillen« dlÄter viermal in der Woche bergeiegt. StotattonSdrmt u. Ber- lug der Brühl 'scheu Unweich-Buch-u. Stein- ^cuckever (Pietsch Erden) GEes Blatt. 188 JZchrgarrg Montag L8. September 1908 d W mEtMbP^oie^tel- Gietzener Anzeiger KJ E ÄW ZeUenpreGriorallLM, ** General-Anzeiger w «tssxsv. v den peltk and aOgern» Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MD __________________________________jeigentctl: t»an« Beck. Das rrtMche ^aiferyuat m Karmstsdt. R. B. 5>axm^ftabt, 27. Sept. Man twrh von den s-rLheren Besuchen des russischen Kaiserpaares, daß es sich i« den Mauern unserer Resi- deuzstadt wohl fühlt und gern hier verweilt. Knüpfen sich doch für die jüngste Schwester unseres Großherzogs, die Zarin, die seit nun saft neun Jahren bereits den russi-- scheu Kcriserthron schmückt, so viele zarte Faurilienbande und schöne Erinnerungen aus der goldenen Jugendzeit, daß sie immer wieder gern dem glänzenden Leben am Petersburger Kaiserhofe entflieht und an der Seite ihres hohen Gemahls auf ein paar Wochen die waldumwobene traute Heimat auffucht, in der auch der Zar längst als ein leutseliger, hochgeschätzter Gast herzlich willkommen! geheißen wird. Wie bchagüch sich das Zarenpaar bei uns fühlt, tonnte man gestern, gleich am Tage nach seiner Ankunft, beobachten. Schon in den frühen Borrntttags- stunden unternahmen die kaiserlichen Majestäten einen Spaziergang durch die L-tadt, die natürlich im schönsten Festschmuck prangt. Der erste Gang war ein Akt der Pietät; er galt dem Mausoleum an der Rosenhöhe, wo bekanntlich die Eltern der Zarin beig-esetzt sind. Dann begaben sich die kaiserlichen Herrschaften, ihren Weg über die zur Zeit hier stattftudende Messe auf dem Marktplatz nehmend, zum Besuch der fürstlich battenbergischen Herrschaften im Alten Palais. Hier war inzwischen auch der Großherzog erschienen, und bald darauf konnte man den Zaren in lebhaftem Gespräch am offenen Fenster erblicken, Zigaretten rauchend. Mittags 1 Uhr fand dann bei den Majestäten im Neuen Palais Frühstückstafel statt. Gegen 3 Uhr begaben sich das Zarenpaar mit den Prinzessinnen, denen „unser Prinzeßchen" eine unzertrennliche, liebe Be- gleiterirr erschenft, ferner der Großherzog und sämtliche übrigen FürsÜichLeiten mit Wagen nach Jugenheim, wo dem nahe gelegenen Schloß Herligenberg ein Besuchs ab- gestattet und der Tee eingenommen wurde. Tann fuhren die Herrschaften bei prächtigem, mildem Sonnenuntergang nach^ Darmstadt zurück, und das Zarenpaac und verschiedene airdere russische Gäste begaben sich direkt nach der russischen Kapelle, wo ein feierlicher Gottesdienst unter Mitwirkung der russischer: Sänger, sowie später eine L^sichtiguug des neuen, vom Zaren gestifteten Mosaik- blldes der Jungfrau Maria mit den: Jesuskirrd, ange- sertigt von dem bekannten Petersburger KünstlerateÜer v. Froloff stattfand. Am Abend war im Neuen Palais für die fürstlichen Herrschaften Familientafel, für das Gefolge und die übrigen russischen Gäste im Alten Palais Marschallstafel. — Die Ankunft des russisch>en Ministers des Auswärtigen, Gras Lamsdor ff, ist gestern abend halb 6 Uhr erfolgt. Ter Minister wurde am Bahnhof vom russischen Gesandten Fürst Koudaschoff empfangen und zum Hotel Britannia geleitet. Graf Lamsdorff wird bis Montag hier bleiben und den Zaren auf seiner Fahrt nach Wien zum Besuch des Kaisers Franz Josef begleiten. — Ter Sonntag war ein prächtiger Sommertag. Das Zareu- paar war wieder früh auf dem Posten und besuchte den Vormittagsgottesdieusi in der russischen Kapelle, ebenso die vier kaiserlichen Prinzessinnen und PrinH Andreas von Griechenland. Die Messe zelebrierte der Beichtvater des Zaren Ianitscheft. Am Nachjnrittag begab sich das Zarenpaar mit den Prinzessinnen, der Großherzog mit Prinzeß Elisabeth und die meisten übrigen fürstlichen Herrschaften nach Jagdschloß Kranich st ein, und am Abend wurde das Ho ft he ater besucht, wo Lttchard Waguers ,Metstersinger" zur Aufführung kamen, die strichlos erfolgte und über fünf Stunden dauerte. In der Hosloge der Bühne gegenüber saß rechts neben der Zarin die jungeBrauh links Prinzessin Franz Joseph. In der zweiten Reihe hatten neben dem Zaren der Großherzog und der Bräutigam, Prinz Andreas, Platz genommen. Die Kaiserin trug eine wunderbare, weiße Spitzentoilette mit zahllosen BrManten besetzt, die wie Tautropfen auf einem Schneeflor erschienen. Tas Haar schmückte ein oreistrahliges Diadem mit Brillanten und Perlen. Das Publikum war allgemein entzückt von der frischen, märchenhaft schönen Erscheinung Ihrer Majestät. Die Aufführung der Oper war eine ganz hervorragende Leistung unter HofLapeÜmeister de Haans Diri- gentenftab; jede einzettle der Hauptrollen (Hans Sachs: t^err Weber, Beckmesser: Herr Franz Harr es, Walter Stolzing: Herr Spemann, Poguar: Herr Riechm ann, Evchen: Frl. Hof acker) war tadellos, die Massenszenen und die Chöre mustergiltig. Leckrer trat bei einer Verwand luugsszene im 3. Akt eine unliebsame Störung ein, indem der Vorhang in der halbeu Höhe stecken blieb; es erforderte längere Zeit und Attihe, bis das Hindernis glücklich beseitigt war. Die hohen Herrschaften, die nach dem zweiten Alt den Tee einnahmen, wohnten der Vorstellung bis zum Schluffe bei. Deutsches Mich. Berlin, 27. Sept. Wie aus Paris telegraphiert wird, richtete Kaiser Wilhelm einer „Demps^-Meldung. zufolge an den Fürsten von Monaco als Ehrenpräses des Friedenskongresses von Rouen ein eigenhändiges Schreiben, worin er aussührt, die Pflege und Verbreitung der Wissenschaft seien die besten Förderer der Erhaltung des Weltfriedens. — Ueber den Aufenthalt des Kais ers in Romi n t en ^ehen von dort folgende Mitteilungen zu: Am Dienstag besuchte der Kaiser das Kinderheim und äußerte zur Schwester: „Die Kaiserin läßt schön grüßen, sie kommt diesmal nicht." Sehr gut gefielen ihm das stramme Exerzieren und die tadellosen Griffe der Dorfjugend. „Das ist ja die reine Kompagnievorstellung gewesen", äußerte er nach der Besichtigung. Der Kaiser besichtigte bie im Auftrage des Hoftuarschallamtes erbauten Arbeiterbäuser in Rominteu. Die Leute haben hier für 40 Mark jährliche Miete Wohnung und Mobiliar. Er lobte ihre Zweckmäßigkeit und sprach wiederholl seinen Dank aus. Deri Kreisbauinspektor Lang zeichnete er durch Verle'chung des Roten Adlerordens 4. Klasse aus und zog chn zur kaiserlichen Tafel zu Beim Diner waren 16 Herren des Kaisers Gäste. Am Dienstag abend schoß der Kaiser einen Sechszehnender, am Mittwoch ftüh bei der Pürsche brachte er einen Neunzehnender zur Strecke. Am Donnerstag und Freitag erlegte der Kaiser je einige Sechszehnender. Bis jetzt hat der Kaiser fünf Hrrsche zur Strecke gebracht. — Der Schriftsteller Sanna H o y, der am Freitag abend in einer Versammlung verhaftet worden war, ist nach dem „Borw." noch am selben auertb wieder freigelassen worden. Köln, 28. Sept. Im Gürzenich fand gestern abend Empfangsabend des 22. K o n g r e ff es des Allgemeinen deutschen Frauenvereins statt. Karlsruhe, 27. Sept. Die Ur Wahlen für die zwelle Kammer finden am 30. Oktober statt; die Abge- orduetenwahl wird voraussichtlich am 11. November erfolgen. Kirche und Schule. Riefe, 24. Sept. In Gegenwart von 30 katholischen Vereinen und einer zahlreichen Volksmenge wurde heute unter großer Begeisterung an dem G e b u r t s h a u s des Papstes Pius L. eine Gedenktafel enthüllt. London, 26. Sept. Großes Aufsehen erregt hier die bevorstehende Glaubensabschwörung des bekannten katholischen Schrift st ellers George Moore. Er ist ein geoöreuer Irländer und erklärte, daß er vom katholischen Glauben zurücktrete, well ihn die römischen Jn- triguen gegen Irland anwidern. Ausland. Paris, 27. Sept. Der Marineminister Pelletan wohnte gestern der Denkmalsenthüllung für den Admiral Jaures in Graulhet bei Als Antwort auf die Begrüßungsrede, welche nanwns der Geistlichkeit der Sekretär des Bischofs gehallen hatte, M)rte Pelletan u. a. aus: Die Regierung kenne keine Boreingenommenhell gegen irgend eine Religion, aber sie bevorzuge auch keine. Die Geist- llchkell besitze die Sympathien der Regierung, so lange sie ihr nicht feindlich gegenüber stehe. Rom, 27. Sept. Ter päpstliche Geheimkämmerer De Wilport ist mit einem Handschreibendes Papstes an Kaiser Wilhelm nach Berlin abgereist. Dieser Reise wird dem „Corriere öella Sera" zufolge politische Bedeutung beigelegt. — Die Regierung hat beschlossen, jedem demonstrativen Versuch der radikalen Anarchisten gegen den Zaren mit den schärfsten Mitteln entgegenzutreten. Belgrad, 27. Sept. Außer dem Deputierten Gelja- kowics wurde noch der Abg. Philippovics ermordet. — Es verlautet, General Sava Gruitsch, der heute aus Konstarrtinopel in Belgrad eintrifst, werde mit der Kabinettsbildung betraut werden, worauf er Verhandlungen mit beiden radikalen Gruppen einleiten werde. Petersburg, 27. Sept. Der Chefdes Departements der Staatspolizei, Tubatow, ist seines Postens enthoben und nach Tambow verbannt worden. Es stellte sich heraus, daß er verschiedene Tumulte, namentlich in Odessa durch Polizeiagenten provozieren ließ, bis schließlich ein Beamter, dem er wegen Nichtbefolguug emes derarllgen Befehls mit Enllassung .gedroht Halle, ihn anzeigte, worauf sofortige Entfernung Tubatows von seinem Posten erfolgte. Von einem Gerichtsverfahren wurde Abstand genommen. Tubatow Halle sich vom Aufieher bis zur Exzellenz heraufgearbeitet. Sein Treiben war schon lauge verdächllg, zunral chm hohe Summen ohne Kontrolle zu Tetellivzwecken zur Verfügung standen. preußischer Iecegierteutag der uationalliveraleu Partei. Hannover, 27. Sept. Zur Begrüßung der zahlreich hier versammellen Delegierten war hier gestern abend ein Kommers veranstaltet. Von Abgeordneten der nalioualliberalen Partei waren anwesend: Justizrat Dr. Krause (Vizepräsident des Abgeordnetenhauses), Dr. Sattler, Dr. Böllger, Prof. Dr. Friedberg, Graf v. Oriola, Dr. Jänecke u. a. Im Mimen des Provllizialwahlkomllees begrüßte dessen Vorsitzender, Reichs- und Landtagsabg. Senator Baurat W a l l b r e ch t, die Festtellnel)mer. Es sei dies das erstemal, daß der preußische Delegiertentag hier abgehalleu werde, obtoohl Hannover schon vor 37 Jahren preußisch wurde. Die Hanrwve- raner hätten die Selbs'tändigkell verloren, aber jetzt seien wir, und mit gutem Grund, ebenso gute Preußen, wie die Altmärker. Die nationalliberale Pcwtei befinde sich auf aussteigendem Ast, sie habe sich trotz der Gegensätze von allen Seiten der Wahl gut beharlptet, und 300000 Stimmen Zuwachs erhalten. Wenn das Vaterland gedeihen solle, dann sei eine Mittelpartei nötig, wie es die nallonalliberale Partei sei, die an der Wiege des Deutschen Reiches in erster Linie Pate gestanden habe. Das zeigten der Katholikentag und der sozialdenrokratische Parteitag. Das Gute liege hier, wie immer, in der Mitte. Der nationalliberalen Partei gehöre die Zukunft. Der Reichstagsabg. Dr. Max Jänecke begrüßte die Teilnehmer int Namen des Lokal- komitees, darunter den bisherigen Führer der ReichstagS- jraktioil Bassermann. Herr Basser mann dankte. Wenn aus Süddeutschland so viele hierher gekommen seien, so sei Pas ein Beweis dafür, daß Preußen und Deutschland eins geworden seien und wie sehr die Süddeutschen darüber klar seien, daß in jeder preußischen Landtagswahl ein Stück deutscher Geschichte entschieden werde. Dann kam er auf die jüngste Wahk, und betonte in Bezug auf das günstige ErgÄnis des Sllmmenzuwachfes, toemi eine Partei aus die Wahl stolz sein könne, so sei es die nationalliberale. Die Wahl zeige, daß in der deutschen Wählerschaft noch die Ueberzeugung herrsche, daß eine Mittelpartei absolut notwendig sei. Aus den heutigen Verhältnissen erwachse der nationalliberalen Partei die Pflicht, eine kräftige soziale Politik zu treiben, aber auch eine entschiedene Agitation in den Landesteilen zu entwickeln, wo sie bisher noch nicht vertreten war, eine straffe Organisation zu schaffen und Geld in die Kassen. Darauf hcnwetsend, daß eine Renaissancebewegung der nationalliberalen Partei in der deutschen Jugend erstanden, versicherte er, daß die heißen Wünsche der Süddeutschen in den bevorstehenden heißen Wahlkämpfen in Preußen die Parteigenossen begleiteten, schloß er mit einem Hoch auf die Nationalliberalen in Preußen und ihr Wahlglück. — Der Abg. v. Eynern zog in humorvoller Weise einen Vergleich zwischen den alten Deutschen und uns und weihte dem deutschen Volke ein Hoch. Dr. Raydt - Berlin feierte die drei Säulen der Partei in Hannover: Wallbrecht, Tramm und Sattler. Abg. Geh. Reg.-Rat Dr. Sattler stattete hierfür den Dank ab. Abg. Graf Oriola widmece der Provinz Hannover und den hannoverschen Parteigerrossen ein Hoch, in dem Sinne, daß sie festhalten an Rudolf v. Bennigsen und dessen Worten: wir müssen zusammenhalten. Aus Ktaöt uut» Laus. Gießen, den 28. September 1903. L.U. Dem Assistenten am physikalisch-chemischen In» stllut der Landesuniversität Dr. Kurt Brand aus Lützen wurde auf Grund seiner Habilitationsschrift »Die elektrochemische Oxydation aromatisch gebundener Methylgruppen" die venia legendi für Chemie erteilt. * * Personalien. Se. Kgl. Hoh. der Groß Herzog haben der durch die Dekanatssynode des Dekanats Groß- Gerau auf die Dauer von fünf Jahren vollzogenen Wahl des evangelischen Pfarrers Heinrich Adolph zu Groß-Gerau zum Stellvertreter des Dekans des Dekanats Groß-Gerau die Bestätigung erteilt. — Ernannt wurden: Pfarrvikar Weber zu Ilbeshausen zum Assistenten der Pfarrei Nieder-Jngel- heim (mit dem Wohnsitz in Wackernheim), Pfarramtskandidat Hofmann zu Gießen zum Pfarroerwalter in Queck, Dek. Lauterbach; Pfarrassistent Nies zu Kastel zum Pfarroerwalter in Ettingshausen; Pfarrassistent Vogt zu Gießen zum Pfarroerwalter in Ober-Breidenbach; Pfarramtskandidat Lic. theoL Gaul zu Neu - Isenburg zum Pfarrassistenten in Gießen; Pfarroerwalter Zill es zu Gedern zum Pfarrvikar in Ilbeshausen. Die Schlußprüfung im Juli und August 1903 haben bestanden: Lic. theol. Adolf Bender zu Darmstadt, Lic. tdeol. Willy Gaul aus Ober-Ingelheim, zu Neu-Isenburg, Willy Hofmann aus Gau-Köngernheim, zu Gießen, Wilhelm Schulz aus Frankfurt d. M., zu Offenbach a. M., Friedrich Waas aus Neckar-Steinach, zu Gießen. * * Hessisch-Thüringische Staatslotterie. Bet der heute fortgesetzten Ziehung der 6. Klasse fiel ein Gewinn von 40 000 Mk. auf Nr. 14446 (nach Darmstadt), Gewinne von 3000 Mk. auf Nr. 1046 57920 69644 79552 86163 90863, Gewinne von 2000 Mk. auf Nr. 6007 14948 17403 23928 26008 31018 38378 55949 60103 66604 69475 80963 85777 89642. (Ohne Gewähr.) * * Die Gemäldeausstellung im Turmhaus am Brand wird erst nächsten Sonntag, den 4. Oktober, geöffnet. Jetzt werden noch allerlei Vorberellungen getroffen; von Darmstadt treffen in diesen Tagen noch Bilder ein. • • Der Zirkus Lorch setzt unter sehr lebhafter Teilnahme des Gießener Publikums seine Vorstellungen fort. Was in diesem wirklich guten ■ Zirkus an Dressur geleistet wird, verdient höchste Anerkennung. Mit welcher unendlichen Geduld, mit welcher Güte und Sanftmut, mit welcher Strenge und Gewalt muß da von den Pferde- und Hundedreffeuren regelmäßig tagsüber gearbeitet werden, um derartig Staunenswertes allabendlich zeigen zu können, merkwürdig schwierige Leistungen, die scheinbar mit spielender Leichtigkeit ausgeführl werden. Es giebt da verschiedene „Attraktionen ersten Ranges", wie es in der Allistensprache allerdings nicht sehr schön, aber diesmal nicht unzutreffend heißt. Das Lustigste war am Samstag abend, als auf die Aufforderung, um einen Preis von 50 Mk. eins der schönen Rosse des Zirkus ohne herunter- zufallen zu reiten, sich eine Schar Gießener Buben innerhalb der Manege einfand und als dann einer nach dem anderen die tollsten Kapriolen erlebte, während ihn ein am Zirkus- dache befestigtes Seil, dessen Enden ihm um den Leib geschlungen waren, vor allen Gefahren schützte. Bald faßen sie auf dem Halse, bald auf dem Schweife des Pferdes, das in wütendstem Galopp umhersprengte. Schließlich flogen sie alle, lose am Seile, in der Luft herunr, fern vom Pferde, das dann regelmäßig in seinem stürmischen Jagen aufgehalten wurde. Die ganze Familie Lorch ist echtes Künstlerblut. Nicht weniger als sieben ihrer jüngeren Mitglieder — wie viel Köpfe sie im ganzen zählt, vermochten wir nicht festzustellen — führen gemeinsam „zuzensisch-itarische Spiele" aus, d. h. sie springen und werfen und fliegen über, unter und um einander mit Grazie in rhythmisch-harmonischer Orb* »eitte'Me an Ort nnb Stelle ÄSÄ £ Vi^feldwebel C. I. verhandelt. Ter Gerichtshof war ge- ~lo1'|LL ,UJ: ____1 n\& yinrühenbem an der Haltestelle bei Tanz und Volksbelustigung ein reges Treiben. u. Grünberg, 28. Sept. Ein schon in weiteren! Kreisen bekannter Künstler und Sohn unserer Stadt, Charles! Gieß vorn Kgl.Musitkonservatorium zu Leipzig, veranstaltete gestern abend in der hiesigen Turnhalle ein wohlgelungenes Konzert. Als Mitwirkende waren Frl. Käthe Daubert (Sopran) vom Konservatorium zu Frankfurt und Herr Peter 1 Volk (Pianosorte) aus Gießen gewonnen. Aus die Einzelleistungen einzugehen, würde zu weit sühren; wir wollen unser Urteil dahin beschränken, daß bie Vortragenden in dem vorzüglich zusammengestellten Programm chr Bestes boten und sanden damit ein dankbares Publikum. ..(!) Röthges, 26. «J schwer mißhandelt. Vor- übereinstimmend zu machen. Tie unterschlagenen «Seine kreidete der Angeklagte ein. fach den Offizieren, so wie es sich tun ließ, mit an, daber den wohlhabenden Gästen den Löwenanteil aufhalsend. Er änderte in den Büchern zu diesem Zwecke die Zahlen ab. Tie Ordonnanzen, welche ihren Vorgesetzten schon llinger beobachtet hatten und dessen starken Konsum von Sekt und Rotwein nicht begreifen tonnten, richteten schließlich eine scharfe Kontrolle oes Mannes ein und kamen nun sehr bald I dahinter, wie er den Schwindel trieb. Volle 3 Aionate lang wurden genaue Auszeichnungen gemacht und dann auf Grund derselben die Anzeige beim Hauptmann Kotschau Kriegsgericht. —t. Gießen, 28. Sept. Am Freitag wurde vor dem Kriegsgericht gegen den großes Festdiner. Kleine Mitteilungen aus Hessen und ben 1 Nachbarstaaten. Konrad Dreher, die frühere bayerische Hofschauspieler, beabsichtigt, in Frankfurt em „Festspielhaus" zu errichten. Zu diesem Zweck hat er bereits Unter- , Handlungen zum Erwerb der früheren Braunfelsschen Häuser, Oederweg-Anlage, angeknüpst. — Die Fleischer-Innung m Worms hat den Beschluß gefaßt, zum Schutze ihrer Mitglieder eine eigene Schlachtviehversicherung ins Leben zu I rufen. bericht.) In der Nacht von „ in der Landwirtschaftlichen Versuchsstation em schäftigter junger Mann einen Betrag von 600 Mk. wurde am Samstag verhaftet. ~ , R B. Groß-Umstadt, 27. Sept. In unserem regen Städtchen, in welchem erst vor wenigen Jahren eine: sehr , mit beschickte Industrie- und Gewerbeausstellung staitsand, ' ist gestern eine land wir t schas tli che Aus st e llun g , eröffnest worden, die ein in jeder Hinsicht sehr erfreuliches I Bild von dem günstigen Stand der Landwirtschaft in der Provinz Starkenburg zeigt. Ministerialrat Braun wies in seiner Eröffnungsansprache auf die hohe Bedeutung der Landwirtschaft für Staat und Gemeinde hin, die auch in I Zükmift von der Großh. Negierung mit allen Kräften unter- i stützt und gefördert werden würde. Um 1 Uhr mittags fand eine PreisverteUung und Vorführung der prämirerten Pferde und Ztinder statt. Nachmittags fmib Festessen im Gasthof zum Baum und F-estbonzert auf dem Ausstellungs- vlatze statt. Für den heutigen Sonntag war em großes landwirtschaftliches Fest mit Festzug rc. arrangiert. Der von Herolden und Reitern eröffnete Zug ging unter sehr zahlreicher Beteiligung der Bevölkerung durch den festlich geschmückten Ort von statten. Man erblickte in dem Festzua u. a. ein hübsches Blumenarrangement des 3iad- fahrervereins Groß-Umstadt mit dem Stadtwappen, eine ährende Odenwälder Spinnstube, eine Gruppe mir Darstellung der vier Jahreszeiten, Huldigung der Ceres je. Besonderen Beifall fand eine zierliche Ztotokkogruppe des Meaenzuchtvereins. Der Besuch des landwirtschaftlichen Festes war namentlich in den Nachmittagsstunden autzer- ordentlich stark. Mit der Ausstellung ist auch eine Abteilung für landwirtschaftliche Geräte, Obstkultur rc. verbunden. Am Montag findet ein Faselmarkt mit im Herdbuch emgetra- tragenen älteren Tieren statt. Mainz, 26. Sept. Die hiesigen Bäckermeister haben den Preis des Brodes um fünf Pfennige per 2 Kilo herabgesetzt. Alzey, 26. Sept. Im neuen Amtsgerichtsgebaude| ! erfolgte gestern eine Gasexplosion und richtete großen Schaden an. Zwei Zimmerdecken sind vollständig eingestürzt. Die Wohnung des Oberamtsrichters ist beschädigt. Die Explosion entstand dadurch, daß ein Gasrohr nicht verstopft war und infolgedessen sich eine größere Gasmenge zwischen dem , hohlen Raume einer Zimmerdecke und dem Fußboden der : oberen Stockwerke angesammelt hatte. Em Schlossermeister, ) der mit einem brennenden Lichte die Gasleitung absuchen l wollte, verursachte die Explosion. Ein Glück war es, daß der Gehilfe des Amtsanwaltes in einem anderen Zimmer beschäftigt war, sonst wäre er zweifellos nicht mit dem Leben davongekommen, denn sein Schreibtisch wurde vollständig zertrümmert. Die Gasexplosion hätte beinahe noch cm weiteres Unglück im Gefolge gehabt. Der dort, während der Explosion beschäftigte Schlossenneister wurde vor Schrecken bewußtlos. Ms er sich erholt hatte, ging er nach Hause, wo ihm ferne Frau rasch ein Glas Wein einschänken wollte. Sie ergriff jedoch eine Flasche mit stark verdünnter Salzsäure. Zum Glück bemerke der Mann beim Trinken die Verwechselung, > sodaß er nur sehr wenig von dieser Flüffigkeit in den Mund ! bekam. Der sofort herbeigerufene Arzt stellte fest, daß keine besonderen Verletzungen vorhanden seien. (M. Tgbl.) Frankfurt a. M., 27. Sept. Am Freitag abend wurde eine Rettungswache nach der großen Schifferstraße gerufen. Dort wohnt die 78 Jahre alte Frau Adam. Sie hatte sich in chr Zimmer eingeschlossen. Ms die übrigen I Hauseinwohner einen Brandgeruch aus dem Zimmer wahrnahmen und die Frau auf die Rufe keine Antwort gab, ließen sie die Tür gewaltsam öffnen. Sie sanden die Greisin aus der Erde liegen zwischen dem Bett und einem Küchenschrank. Ihre Kleider standen in hellen Flammen. Vor chr stand auf der Erde eine noch brennende Stearinkerze. Dich Frau, die schwere Brandwunden am ganzen Körper erlitten hatte, war bereits tot. Sie lag auf dem Gesicht und war nur mit Hemd und Nachtjacke bekleidet. Marburg, 26. Sept. Die Teilnehmer des 75. Kongresses der Aerzte und Naturforscher in Kaffel folgten heute einer Einladung der Stabt Marburg. Nach dem offiziellen Empfang am Vormittag besichtigten die Gäste die | Sehenswürdigketten der Stadt, die Klintten, Institute und !Laboratorien von Prof. v. Behring und folgten dann einer Einladung der Stadt zu einem Frühschoppen. Am Nachmittag machte man einen Ausstug aus das Schloß, um 4 Uhr war **%) Ettingshausen, 26. Sept. Gestern nacht mußte st bie Feuerwehr alarmiert werden, nm zwei starke Ziaeunerfanden in einer Stärke von 80 und 401 äfofen zu vertreiben. Die beiden Banden, von denen die ebne am nördlichen, die andere am südlichen Dorfausgang lagen, waren in' einer Wirtschaft in Strett geraten und e3 tarn znerner großen Schlägerei Der ortspolizeilichen Aufforderung, binnen einer Stunde die Grenze zu verlassen, I leisteten sie nicht Fotzx, worauf die Feuerwehr alarmicpc werden mußte. Vor dem nassen Bad ergriffen sie nach geringem Widerstaiid die Flucht. Am nächsten Morgen entdeckte man erst die Freveltaten, Klee und Grummet war gestohlen unb zahlreiche Obstbaume geplündert. Auch einen Radfahrer von Ach hatten sie belästigt. Baasen, 27. Sept. Heute fand die Einweihung Ucheres Schulhausneubaus statt verbunden mtt dem diesjährigen Kirchweihfest. Um V24 Uhr versammelte sich aus dem Veitzberg eine stattliche Festversammlung, um von dem alten Schulhaus Abschied zu nehmen. Von der Kreis- schullommission und der obersten Baubehörde waren erschienen Regierungsrat Dr. Wagner und Baurat Diehm. Lehrer Herber hielt die Abfchiedsrede und gedachte der Bedeutung des alten Schulhauses, in welchem die Jugend der Gemeinde seit etwa 250 Jahren unterrichtet wurde. Von 1850—1700 wirkte der Lehrer Pfeffer 50 Jahre hier, darnach sein Sohn 35 Jahre, auf diesen folgte Lehrer Konrad Jakob Justus, bekannt als „der Kalendermann vom Veits- berg" in der gleichnamigen Erzählung von O. Glaubrecht. Sett Anfang des vorigen Jahrhunderts wirkten hier die beiden Lehrer Gomps, Vater und Sohn, bis zum Jahre 1895. Nach j der Festrede spielte die Musik den Choral „Lobe den Herren o meine Seele" und der Schülerchor trug ein Abschiedslied vor. Unter Vorantrttt der Schullinder setzte sich dann der Festzug nach dem neuen Schulhaus in Bewegung. Es nahmen daran leck: Regierungsrat Dr. Wagner, Baurat Diehm, der Schul-, Orts- und Kirchenvorstand und der Gesangverein. Das neue Schulhaus steht im Dors in der Nähe des Bahnhofs und enthält einen Lehrsaal und eine Lehrerwohnung. Nachdem der Gesangverein das Weihelied „Gott grüße dich" vorgetragen hatte, übergab Baurat Diehm den Schlüssel an den Vertreter der Kreisschulkommission Gießen, Negierungsrat Dr. Wagner, welcher den Wunsch aussprach, daß das Gebäude | allezeit eme Pflanzstätte gründlicher Bildung, wahrer Frömmigkeit und echter Vaterlandsliebe sein möge. Bürgermeister Schmitt nahm hierauf namens der Gemeinde von dem Schulhaus Besitz und überreichte den Schlüssel dem Vorsitzenden des Schulvorstandes, Pfarrer Biedenkopf von Wirrberg, welcher die Weiherede hielt. Es erfolgte darauf die Besichtigung des Neubaus, dessen Einrichtungen allen hygienischen Ansprüchen unserer Zeit entsprechen. Darnach herrschte auf dem Festplatz mrnij. Em niedlich» Backfisch, der • < $ t J-orstwart wurde von den hreftgen ^yag« das schulpflichtige Wer zahlen mag, ist das reizende Haupt beleidigt und scht persönchen dabei. Die aufgelösten blonden Haare leuchten, weilte die Staatsanwaltschair wen» sie in schnellem Fluge oder Schwung- Kops über Kopf na()m mehrere Verhaftungen vor. unter fallen und cs ist eine Freude, der Anmut und Gelenkig. ... nrr a f r h M Kent. ent teil ihrer zarten Glieder wie der des nicht minder tüchtigen . übrigen halben Dutzend Geschwister zuzuschauen. Der Clown , führt ein 47 Ztm. hohes .Pferdchens d. h. , emen als richtiges Rößlein in feinem m°hrenh°ften Aeuße-en ^ hergestutzten Pudel vor, der d,e pf-rdemaßigsten Kunststucke 1 mit innigster Hingabe an seinen weit .höheren" Berus aus- sührt. Herr Alfons A Ith off turnt aus seinem stattlichen und flinken Renner herum und geigt und bläst dazu, wie Wilhelm Busch sagt: .freilich verschiedenerlei, meistens i-doch tätelüt'. Ganz toll, maßlos aufregend und kaum glaudlicy, ja schier unmöglich sind die Radfahrten zweier Herren und einer Dame in einem sogen. Todesringe, das ist em trichterförmiger Laüenzaun, auf dem dieses Kleeblatt m einer mannigfachen Reihe umheimlicher Runden herumsaust. — Doch genug. Wir können unmöglich hier nochmals erzählen, was es alles im Zirkus Lorch an Wundern giebt. Es hat fast alles eine künstlerisch gehobene Form. ** Die Gesellschaft Fröhlichkeit feilte igr 22jähriges Stiftungsfest im Bereinslokal (Cafe Leib). Die Vereinsmttgtteder hatten sich recht zahlreich Qngefunden, I ja selbst bie „Alten Herren" waren stark tierteeten. Bereinskneipe war mit Guirlanden wirkungsvoll berörtert, aus denen sich das blau-rot-goldene Band überall heroorhob. Tie Mnstk stellte die Kapelle Weller. Dre oewr fand mit einem schön verlaufenen Ausflug nach Wetzlar I einen würdigen Abschluß. K. V Heuchelheim, 27. Sept. Den Reigen der dies- /ahnaen Svmmerfestlichkeiten beschloß der hiesige Turnverein am heuttaeu Tage mit seinem angekundtgten Preis- rund Schauturnen. Eine über alles rarten große Anzahl Schaulustiger hatte sich in den ^okatt^ tätknr des Vereinswtrtes eingefunden, und mit großem Interesse folgte man den dargebotenen Hebungen. e. Lich, 28. Sept Ein besseres Wetter konnten wir uns für unsere gesttige Kirchweih wohl kaum wünschen, imb die zahlreichen Besucher, die sich aus der Umgegeno emaeftmden hatten, brauchten nicht mit dem Gedanken an eine verregnete Partie ihren Heimweg anzutteten. Mch> unsere Wirte schienen alle recht zufrieden zu sein. Am Emaang unseres Städtchens, an der Gießener Straße, torSeui der Turnhalle den ganzen Nachmtttag über flott aeianxt Rur schade, daß hier oben, wo auch mehrere Ver- tauföbuben ihre Herrlichkeiten anboten, das Karussel und die amerikanische Schifsschaukel keinen Platz geftnden hatten, sondern aMB vereinsamt unten am Bahnhof die Jugend anzulockeu versucksten. Bei einbrechender Dunkelheit wurde aber auch hier das Leben reger, und nicht wenig Heiterkeit erregte es, als plötzlich ein junges Rind auf dem Jux- Dlaü^fchien und sich verwundert das blitzende, drehbare Hmis beachtete- es kehrte aber bald von selbst zu seinem Besitzer zurück, der sein Vieh holte und dem es entlaufen -b-^Alsf e ld^LS. Sepp Nachdem der Kreistag voriges bildet aus Oberstleutnant v. Mosch^Mcben als ^rüliaür in danken Zweier Weise die Mittel zur Beschafs. Kriegsgerichtsrat Platz-Marnz als Berhaudlungslerttt, UNO eines ca. 8 Morgen großen Versuchsfeldes für Kriegsgerichtsrat Dr. Heß-Darmstadt, Hauptmann bie diesige landw. Winter schule bewilligt hatte, Oberleutnant Krömmelbein. Dem Angeklagten werde tft bas Grundstück erworben und seinem Zwecke übertoiefen [trafbare Handlungen zur Last gelegt. Gr ist aus Roh ) worden E?sÄd schon im verflossenen Sonnncr vergleichende I Küdiligcn gebürtig und vor seiner Mrlltarzert Tage- WllaErsuche mit vser^Gersten- und acht Hafcrsorten durch-\\ül)nn geLcsen Sein Einkommen bestand auße" iK Anbauveriucye mri vier I^ebensunterlalt aus 600 Mk. Löhnung pro Jahr, 15 Mk. monatlicher Zulage für seine Tätigkeit rin Kasino, ewa 15 Mk. Trinkgeld pro Monat durch,chntttlich, und 70 Mk. Gratifikationen jährlich zu Weihnachten und beim- nungsabschluß. i^r gesteht nur zu, in der letzten Zeit aip den Bestanden des Kasinos etwa 8—12 Flaschen Wein für sich verbraucht zu haben. Der Angeklagte er klart, er habe bäniia wenn ein Offizier im Kasino seinen Geburtstag ge- feicrt9/bat wenn Liebesmahle ober sonstige Festlichkeiten qewesen seien, von den bettesfenden Veranstalttrn eine ^laswe Wein geschenkt erhalten. Er will die Absicht gehabt haben die für sich verbrauchten Flaschen zu ergänze^ fei I aber durch feine plötzliche Verhaftung Anfangs Mat daran gehindert worden. Richtig sei, daß er von der Kannokochin einmal eine Büchse voll Zunge als Geschenk erhalten habe, bie Hunqe sei aber angeschimmelt gewesen. In der Beweis- I aufnahme zu der etwa 50 Zeugen geladen sirtt), wird zuerst ^Mrt w^en de^en Resultate demnächst veröffentlicht, werden dürften. In diesem Herbste kommen zum vcrgleichs- weisen Anbau folgende Winttrgetreidesorten: Roggen 1 Lochows Petkufer, 2. Schlanstedter, 3 Heines verbesserter Zeeländer, 4. Alt Paleschtener, 5. Probsteier und 6. Hess. | Staudenroggen. Weizen: 1. Spuarehead von Mette, 2. Spuarebead von Steiger in Leutewitz, 3. Spuarehead von Strube ' m Schlanstebt, 4. Eppweizen, 5. Loehmerweizen 6. Dividendenweizen. Unseren Landwirten wird durch solche vergleichende Anbauversuche sicher ein „großer Dienst erwiesen, da sie selbst solche kaum durchfuhren können. I Darmstadt, 28. Sept. (Drahtmeldung.) Für unsere Künstlerkolonie ist wieder eine neue Kraft gewonnen worden in der Person des Münchener Klemkunstlers Paul Haustein. Derselbe ist 25 Jahre alt und besonders durch seine Mitarbett au der „Jugend" bekannt geworden. ad Darmstadt, 29. Septbr. (Eigener 5) r q b t =. UUi in*. , u - - , . - .• Freitag auf Samstag stahl Hauptmanii Koetschau gehört, dieser bemertt, daß e ’ daselbst be- Avril d. I. 2. Vorsitzender des Osftzierkasinos geworden — ! ß-T Er habe persönlich den Angeklagten infolge einer An- * Li’ne der Kasinoorboniranzen verhaften lassen. Er I)abe ’ben Eindruck gehabt, daß das, was die Leute angaben, die volle Wahrheit war. Auf Befragen des KnegsgerichtsroLs Link erklärte Hauptmann Koetschau, daß ihm i.eßannt geworden sei, daß I. allgemein in Lieserantentrei,en „Cham- pacnier-Augustt genannt worden sei. Tie Vernehmung einer großen Anzahl Zeugen, welche in den Jahren 1899—1903 beim Regiment gedient und nacheinander int Ossizierkasino als Ordonnanzen tätig waren, ergiebt, daß I. als Rechnungsführer gewirtschaftet hat als ob er der Herr im Hause sei. Tie Leute bekunden, daß er fast tagtiai sich teueren vtotwein und Sekt von ihnen habe auf das Zinimer bringen lassen ober jclber am Abend unter dem Mantel mitgenommen habe, yauftg habe er Gäste in seinem Zimmer bewirtet. Tie Köchin des I Kasinos bekam jeden Sonntag je eine Flasche Rot- und Weißwein für ihren Privatgebrauch. Dagegen lieferte, fie dem Vizeseldwebel eine ausgesuchte Verpflegung. Hasen- paftete, Kaviarbrödchen, zum Abendbrot Filets, die extra durch eine Ordonnanz frisch vom Metzger geholt werden mußten, erhielt der Manu, die er mit Henkel Trocken oder Matheus Müller, für die er eine besondere Vorliebe hatte, hinuutersputte. Selbst eine volle, unantzebrochene Bucyse tlinderpötelziuige, die er seinem Schwager schenken wollte, erhielt er 'von der Köchin, deren Tochr-er übrigens seme Brau5 ist' Ilm aber dem Schwager etwas ganz Apartes schenken zu Il.lnen, nahm I. heimlich, wie er behauptet, vom Kuchentisch zu der Pökelzunge eme Büchse Trüffeln, die er mit 15 Flas ft en Wein an seinen Schwager absendete. ' Aber auch an Privatleute verkaufte der Angerlagte Wein, Kognak und Sett zu verschiedenen Malen, ohne daß er I nachweisen konnte, daß der Betrag dafür in die Kasino- I lasse geflossen ist. . « „ I Tie monatliche Kontrolle des Weinkellers sand regett I mäßig einige Tage nach dem von I. üorgetegten Rechnungsabschluß statt, uro regelmäßig machte I. im Keller^nventur, I uni dabei das Kell er buch mit dem vorhandenen Vorrat gemacht. „ , t ...... .r, Die sonst noch unter Anklage stehenden militärischen Vergehen sind unerheblickser Art. Jnteresscuit in der Verhandlung waren auch die Bekundungen der ehemaligen Küchenordonnanzen, von der seit 16 Jahren im Dienst des Kasinos befindlichen Köchin. Diese ist gleichfalls stark bloß- SC|tefciefl§gerk()t§rat Liu k plädiertc für schuldig im vollen Umfange der Anklage. Als mildernd ber Zumessung der Strafe müsse berücksichtigt werden dre unzurerchende Kor.- trolle. Er beantrag! 8 Monate Gefängnis und Degradation und Anrechnung der erlitterenen Untersuchungshaft (dre, Monate). Nach langer Beratung verkündete Kriegsgericht rat Platz den Spruch des Gericytshofs, welcher den Ange- I nagten zu 1 Jahr Gefängnis und Degradation berurteilic. Daß der von I. fast täglich verbrauchte Wein samtln.) geschenkt worden sei, habe sich als falsch erwiesen, ^er Gerichtshof habe angenommen, daß es bet den Unterschlagungen sich um 450 Flaschen handelte. Die Berechnung der unterschlagenen Weine zu Lasten der Offiziere hat das Gericht, entsprechend den Ausführungen des Vertewlger^> Rechtsanwalt Römheld, nicht als Urkundenfälschung angesehen, sondern nur als Betrug. Auch yabe man in beiden n-ällen je eine fortgesetzte Straftat angenommen. Der Dieo- ! stahl einer Reche Trüffeln aus der Küche, ebenso Heh.i ?, bezüglich der Buchse Rinderpökelzunge sei erwiesen, en.o ! habe Verurteilung erfolgen müssen wegen absichtlich fUdteter Meldung an einen Vorgesetzten und wegen Lrrtz-- s brauchs der Dienslgewalt zu privaten Zwecken. GeitchwsM. lau 26. Sept. Das Schöffenaerichr verurteilte heutt dsn U n i v e r N l ä t s - P r o f e s j o r D r. M u t h e r wegen B e - leidiaunq des Dtalers Carlo B ö cklin zu 300 Mf. Geld- ft r a i e9 und Tragung der Kosten. Dem Beleidigten wurde die Vublikations-Befugnis zugesprochen. Der Gerichtshof erachtete dell I Wabrbeüs-Beweis als vollständig mißglückt. Dem Beklagtem stände auch nicht die Wahruehnnmg berechtigter Interessen zur | VrAtp Die Beweiserhebung erstreckte sich auf sechs Bilder, die drei Supraporten ftpolyphem", „Vision", „Meeresidylle", iotuie die I Bilder Jagd der Diana", „Melpomene" und das Porträt voii , I ^rau Clara Bruckmann, von dem Pros. Muther öffentlich behauptet l hatte sie seien nicht Werke des verstorbenen großen Meisters, unter . I hassen Namen sie in Ausstellungen erschienen, sondern Schöpsnngen von dessen Sohii Carlo. Pros. v. Tschildi, sowie mehrere Ataler 1 haben einzelne der Bilder oder alle bei Arnold Böcklms Lebzeiten in dessen Billa gesehen. Direktor Schwarz-Atülichen sagte aus, er sei ebenfalls stutzig geworden über die vielen Bilder, bh nach Böcklins Tode den Markt überschwemmten. Aber die Erklärung Earlo Böcklins, das; er daran inttgearbeitet habe, habe ihn beruhigt. Der Zeuge bestätigt weiterhin den Derkaus eines Bildes an den Kunsthändler Hermes in Frankfurt a. M. durch Carlo Böcklin für Dck. 12 000. Dem Bilde lag bic schriftliche Erklärung Carlo Böcklins bei, das Bild stamme lediglich von feinem Vater. Als später Carlo die Echtheit des Brldes, das Hermes für Mk. 39 500 an den Bankier Heymann m Frankfurt a. M. weiterverkaufte, beschwören sollte, weigerte er sich. Hermes mußte das Bild zttrücknehmen. Als sachverständiger bekundet Professor Firle-München, er begreife, das; angesichts der schlechten in Venedig misgcfteUteii BöcklimBilder, deren Ausstellung er nicht für pietätvoll erkläre und die ihn empört habe, Jemand zur Ansicht gekommen sei, sie seien unecht. Er selber habe sich aber kein Urteil darüber gebildet. Professor Grützner-München habe die venezianischen Bocklin-Btlder nur flüchtig gesehen uub sich, da sie ihm mißfiielen, schnell anderen Bildern zugewendet. Er fand die Ausstellung dieser Bilder im höchsten Grade pietätlos. Redakteur Dr Haberfeld-Wien, welcher in Begleitung Muthers die venezianische Ausstellung besichtigte, sagt aus, Muther habe bei der Besichtigung des ersten Bocklinschen Bildes sofort erklärt: Das ist wohl von dem Theatermaler Hendrick). Direktor Schwarz befunbete noch, seiner Ansicht nach sei es ausgeschlossen, daß die so weltfremde Familie Böcklin des Geldes rvegen die schlechten Böcklin- bilder ausgestellt habe. Prof. Muther beabsichtigt Berirfting einzulegen und diese damit zu begründen, daß die von ihm vorgeschlagenen Zeugen größtenteils nicht verlwmmen worden finb. Zweibrücken, 26. Sept. Das Schiviirgericht verurteilte heute abend ben 21jahrigen Dienstknecht Karl Bohn in Knopp wegen Mordes aum Tode. Ter Angeklagte hatte am 22. April d. Js. die 23jähri>,e Ida Keßler, Schwägerin des Bürgermeisters in Knopp, diirch Schlagen nut einem Kartoffelstößer und einen Schnitt in beit Hals vorsätzlich im Stalle des Bürgermeisters getötet. G n e s e n, 26. Sept. Die Strafkammer verurteilte 8 polnische Damen wegen Ueberschreilung des Vereinsgesetzes bei Bildung eines Lese-Kränzchens zu Geld st raten von 15 bis 20 Akk. und zu den Kosten. Mivechtüls Nachrichten. — Der bisherige außerordentliche Professor Dr. Karl Kalbfleisch zu Rostock ist zum außerordentlichen Prosesior in der philosophischen Fakultät der Universität zu M a r b u r g ernannt worden. —l In Halle ist Professor der Medizin Richard Pott gestorben. Die amtliche „Wien. Ztg." veröffentlicht die Ernennung des Professors der Technischen Hochschule in D a r m st a d t Heinrich Kraus zum ordeiulichen Professor der Technischen Hochschule in G r a z. __ Kunst und Wistenschujl. — Wie ans Kopenhagen berichtet wird, ist Hendrik Ibsen jetzt wieder so weit hergestellt, daß er sich täglich im Freien bewegen kann. Zundel und Uerlrehr. Vviküumlschnsl. Griiuberg, 26. September. Fruchtmarkt. (Durchschnittspreis pro 100 Kilo.) Weizen 16.00 bis 00.— Mk., Korn 14.00 bis 14.28 AU., Gerste 00.00 bis 00.00 Haler 12.00 bis 12.50 AU., Erbsen 00.00—00 Mk., Linsen 00.00 Mk., Lein 00.00 Mk., Wicken 00.00 Mark, Samen 00.00—00 Mk., Kartoffeln 6.00 bis 00.00 AU. ko. Frankfurt a. M., 28. Sept. (Telegr. Orig.-Berrcht des „Gieß. Anz."). Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarkt- preise. Zum Verkaufe standen: 494 Ochsen, 181 aus Oestreich, 67 Bullen, 3 aus Oestreich, 748 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 1 aus Oestreich, 208 Kälber, 182 Schafe und Hämmel, 1407 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 0 Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1.Qualität 72—74AU., 2. Qual. 68—70 AU., 3. Qual. 64—66AU.; Bullen 1.Quall 64 bis 66 AU., 2. Qual. 60—63 AU.; Kühe L Qual. 67—69 AU., 2. Quall 65—66 Mk., 3. Qual. 54—56 AU, 4. Quall 51—53 DU., 5. Quall 00—00 Mk. Kälber: 1. Qualität85—86 Pfg., Lebendgewicht 52—55 Pft 2. Qual. 80—84 Pfg., Lebendgewicht 49—50 Pfg., Schlachtgewicht 69—71 Pfg., Schafe: 1. Quall Schlachtgewicht 72—73 Pfg^ 2. Qual. 66—68 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg.; Schweine 1. Qual. 60—00 Pfg., Lebendgew. 47 Pfg., 2. Qual. 58—59 Pfg., Lebendgewicht 46—00 Pjg., 3. Qual. 50—55 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. — Geschäft: bei Hornvieh gut, kein Ueberstand; bei Kleinvieh gut, kein Ueberstand. ic. Frankfurt a. M., 28. Sept. (Orig.-Telegr. des „Gießen. Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise: Weizen AU'. 16.50—00.00, Kurhessischer AU. 16.75—00.00, La Plata DU. 16.75—17.75, Kansas AU. 16.75—17.75, Roggen (hiesiger) Mark 13.25—13.50, Gerste (Wetterauer) Mk. 15.55—15.50, Frankenfelder AU. 16,00—16,25, Hafer AU. 13L5—13.75, Mais Alk. 13.00—00.00, Weizenmehl 0 Alk. 25.75—26.25, 2. Qualität DU. 23.75 bis Alk. 24^25, 3. Qualität Mk. 21.75—22.25, Sioggenmehl 0 Mk. 22.00—23.50,1. Qualität Mk. 19.25—20.25, Weizenkleie Mk. 9.00 dis All. 0.00, Roggenkleie Mk. 9.75—10.25, Maiskeime Mk. 10.25 bis DU. 00.00, Franken, Pfälzer, Ried DU. 00.00—000.0. Alles per 100 Kg. ab hier. Sport. Mainz, 27. Sepll Tas heute auf dem Sportplatz veranstaltete Radrennen war äußerst gut besucht. In der Motor Meisterschaft von Hessen (10,000 Meter) beteiligten sich vier Motorfahrer int Entscheidungslauf. Der Fahrer Wenz (Motor Schwarz-Mainz) stürzte alsbald. Sieger wurde in 9 Mm. 11 Sek. Lurz-Kitzingen mit einem Aldler-Motor (Frankfurt), Zweiter Pokorny-Vogel fJJiotor Drescher), die letzten waren eine Runde 20 Min. zur i i ct.______________ Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Den Mitgliedern der Markusgemeinde wird hierdurch mit» geteilt, daß nach Verfügung des Großh. Oberkonsistoriums die Verwaltung der P f a rrst e l l e an der Markus- g e in e i n d e bis auf weiteres dem Pfarrer Tr. Naumann, e-übanlage 8, übertragen worden ist. An diesen wolle man sich deshalb wenden in allen pfarramtlichen und kirchlichen Angelegenheiten. Uraojle Weloaugra. Orrginaldrahlmeldnngeu des Gießener Anzeigers. Berlin, 28. Sept. Der Frauenmord in der Rücker- straße harrt noch der Aufklärung. Der verhaftete Ehemann Grabowsky bestritt bei seiner Vernehmung seine Täterschaft an der Bluttat entschieden und suchte feilt Alibi nachzuweisen. Bemerkenswert ist die neue Ermittelung, btr# die Ermordete 4 bis 500 Mk. besaß, die jetzt fehlen. Kiel, 28. Sept. Fähnrich Hüssener wird nach er. langtet Rechtskraft des Urteils des Oberkriegsgerichts voraussichtlich Mittwoch abend aus der Untersuchungshaft entlasse» werden. Brunsbüttel, 28. Sept. Gestern wurden hier 2 Herren verhaftet, die eine Anzahl falscher Hundertmarkscheine mit sich führten, von denen sie auf dem Schiffe „Deutschland", dessen Besichtigung ihnen gestattet war^ einen auszugeben versuchten. Liegnitz, 28. Sept. Die Strafkammer verurteilte nach mehrtägiger Verhandlung die Vorstandsmitglieder der verkrachten Niederschlesischen Kreditbank, Direktor Roth er und Kassierer Fritsch wegen Vergehens gegen das Genossenschaftsgesetz und die Konkursordnung ersteren zu 4 Monaten Gefängnis und 1500 Mk. Geldstrafe, letzteren zuzüglich zu 9 Monaten Zuchthaus und 1100 Mark Geldstrafe. — Ober- schlesischen Blattern zufolge wurde in Sosnowice eine Frauensperson verhaftet, die geschliffene Edelsteine im Werte- von 1 x/2 Millionen Mk. in einer aus Flanell gefertigten Leibbinde über die Grenze schmuggeln wollte. Die Verhaftete stammt aus Amsterdam und hatte die Absicht, nach Petersburg zu fahren. Stuttgart, 28. Sept. Zu dem Kaiserschloßbild im „Vorwärts" geht dem „Schwab. Merkur" folgende Erklärung des Verlegers der „Architektonischen Rundschau", Kommerzienrats Engelhorn, zu: „Die Nmnmer der „Arch. Rundsch.", die dies Projekt enthalten wird, ist noch nicht erschienen, sondern wird erst im Laufe der nächsten Woche aus- gegeben. Das Projekt kann fomit nur auf unrechtmäßige Weise an den „Vorwärts" gelangt sein und ich behalte mir vor, dagegen gerichtlich vorzugehen. L. L 0 N d 0 n, 28. Sept. Meldungen europäischer BLät- ter über Hungersnot unt e r d en Bur en familien haben den Iohannisburger Korrespondenten des „Daily Expreß veranlaßt, Erhebungen über die Lage in ben neu erworbenen Kolonien anzustellen. Er berichtet: Es sind allerdings 30 000 Acres Land unter dem Pfluge, oben die Ernten sind meistenteils mißraten, und die Lärmer sind gezwungen, sich weiter auf die Hilfe zu verlassen, die ihnen aus dem W-iederansi^elungsfonds gewährt wird. Wien, 28. Sept. Der Wiener Advokat Dr. Arnold Beck und deffen Bruder, ein junger Arzt, stürzten vom Schneeberg ab. Dr. Beck ist tot, sein Bruder schwer verletzt. Der schönste Herr merfprüften, Pickeln, Mitesser oder sonst unreiner Haut im Gesicht belästigt ist. Garantiert wirk- jam dagegen ist Oberrneyer*s Herba-Seife. Z. h. i. all. Apoth., Drog. u. Pars. o95$ KeküNNlumchimg. Das infolge Erweiterung des Bahnhofs Lollar zu beseitigende, östlich der Wegeunterführtiug in Lollar liegende Ullntann'sche Wohnhaus soll am Mittwoch dem 30. d. Mts, 9 Uhr Vormittags, an Ort und Stelle öffentlich meistbietend auf den Abbruch versteigert werden. [7289 Gießen, den 28. Septbr. 1903. Großh. Betriebs-Inspektion 1. Aepfel- Versteigerung. Donnerstag den 1. Oktober, vormittags 10 Uhr anfangend, sollen die der Gemeinde gehörigen Aepfel versteigert werden. Die Zusammenkunft ist auf der Straße nach Wetterfeld. Lauter, den 23. Sept. 1903. Gr. Bürgermeisterei Lauter. __________Aff. 7278 Versteigerung. Donnerstag, 1. Oktober nachmittags 3 Uhr werden auf dem Ausstellungsplatz (Trieb) eine große Partie Bretter in jeder Menge öffentlich meistbietend versteigert. 6979 Schubecker.__ Stäöt. Schlachthaus. Freibank. Heute und morgen: Kuhstersch 48 D. Während der Marktzeit sindet der Verkauf des Fleisches in der Großviehschlachthalle statt. Esrogim LiMm hebr. Gebetbücher empfiehlt 04682 F. Baer, Gießen, Skeinstraße 12. Mmssen, BlchMmche. Wertester Herr Dr. Mück! Ich will Ihnen kurz mitteUcn, daß wem Sohn von seiner Plage (Bett- nässen, Blafeufchwäche) befreit ist, wofür ich Ihnen meinen herzlichsten Dank ausspreche. Niederauerbach bei Zweibrücken (Pfalz), den 10. April 1903. Christian Sorg. Die Aechtheit obiger Unterschrift bestätigt I. Nickel, Bürgermeister. Alan wende sich an D. Mück, prakt. Arzt, Glarus (Schweiz) 75. [6719] Meine gebrannten Kaffees erfreuen sich großer Beliebtheit ; auf meine neuen Mischungen mache ich besonders aufmerksam. [6357 Emit Fischbach. o4b69j elegante große Wohnung mit all. Zubehör u. Garten zu vermieten. Näheres Bleichstraße 4._______ 04477] Schöne Mans.-Wohng., 2 Zimmer, Kabinett u. Zub., zum 1. Okt. zu verm. Hessenstraße 2. 7213] Freundl. Wohnung zu vermieten Gründ er gerstraße 27. 04611] Dreizimmer-Wohnung nebst Stallung und Gartenan- teit per L Oktober zu vermieten. ________Frankfurterstraße 165. 04648] Kleine Wohnung z. verm. Näheres Wolsstraße 11.________ Ein kleines Logis per sofort zu vermieten. 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Im Namen der ttesbetrübten Hinterbliebenen: 821 95 918 94 50024 57 96 112 [400] 209 815 633 95 [400] 716 967 [1000] 51035 212 36 [1000] 695 700 912 52036 [1000] 68 207 398 [3000] 421 60 589 91 [400] 743 865 983 [2000] 53102 248 328 [400] 48 466 539 52 [400] 54 86 730 49 802 [2000] 85 941 54045 49 196 215 [400] 95 [400] 866 453 82 83 [400 ] 602 737 [3000] 814 70 88 [400] 5 5051 72 115 35 [400] 220 [1000] 48 [400] 65 89 815 52 408 75 523 [2000] 78 [400] 665 729 38 827 56100 19 21 28 230 72 848 [1000 ] 96 410 503 67 [400] 98 602 727 49 74 5 7011 70 185 232 827 96 425 89 , 554 79 725 50 59 81 927 35 50 69 92 [400] 58040 161 86 206 30 394 ®O)Um|tCDter [1000] 470 587 [400] 894 927 59250 [400] 68 377 83 464 534 77 90 820 Ä Ä 1 M A »a m M 60128 [3000] 292 440 70 [400] 648 79 716 [400] 914 29 46 61005 [2000] 79 [400] 155 269 81 319 [400] 52 77 504 56 731 43 836 962 62076 JHDIlVyVwIl 154 89 238 50 325 421 46 [400] 508 600 66 710 26 49 62 81 84 991 [10001 T f 79071 A *!?«*,, 92 63078 156 83 881 471 545 610 [400] 47 793 [400] 884 [400] 930 der [<^d A- 64061 [400] 255 413 62 590 680 708 957 [400] 64 Ort 65978 376 424 27 [1000] 548 [400] 53 647 76 728 65 80 [400] 66035 220 92 [400] 302 25 38 49 424 50 76 503 20 52 [1000] 56 813 41 Bringe Dienstag rheinische 980 67071 80 111 239 82 354 95 407 8 545 72 637 736 865 75 971 68002 Weintrauben in der Schulstraße 8 166 [4001 200 36 39 51 [400] 333 [1000] 410 63 510 724 40 78 [4001 Lum Verkauf. 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