Donnerstag 28. Mai1N03 158. Jahrgang Erstes Blatt. tlbrefie für Depelchen: Anzeiger Wiefcrn. 6*mlprfd)anld)lu6Kr.5L Test- U tttttfo: für „Stobt imb Land^ und .DenchtSfaal*. Auoust DStzi füx den *ln- jctaenteü: Han« Beck. Nr. 123 Erscheint täglich außer Sonntag«. Dem Siebener Anzeiger werben Im Wechsel mit bem Kesstsche, Landwirt ble Siebener Kamillen- blätter viermal in bet Woche betgelegt Rotationtbrud u. Verlag bet Brühl 'scheu Unweri.-Buch-u.Steu»- bruderet (Putsch Erben- •tebafttfl*. Erpebttto« und Druckerei: Bezng«»ret»i mc>nalUch7bPs^ oiertri- lährllch Ml. 9.20; burch Abhole- u. Hwetgstellen monatlich 6o Ps.; durch biePosl Ml. 3.— viertel- läbrL auSschl. Beslellg. Annahme von Anzeigen ür bie Tagesliuinmer ?til vormittag« 10 Uhr. . etienprtt«: lofal 12 UU aulrodrts 10 tilg. Gietzener Anzeiger ** General-Anzeiger w Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Aus dem Wahlkreise AlSfeld-Lauterbach. Tchotte« liegen uns heute drei Zuschriften vor. Die eine stammt auß Stockhause» und lautet folgendermaßen: »Dieser Tage hielt AreiSrat Tr. Wallau eine Wahlversammlung hier ab, die auch von Bewohnern der Nachbarorte zahlreich besucht war. Nach dem »Lauterb. Anz.* erntete er allseitigen, lebhaften Beifall, ein Beweis, wie Jeder- mann von seinen Darlegungen, wie von seinem ganzen Auftreten überhaupt aufs angenehmste berührt war. Da konnte man vergeblich warten auf große Versprechungen, die später doch nicht gehalten werden, weil, sie nicht gehalten werden können; da war nichts zu hören von Verunglimpfung des Gegners, worin seither gelegentlich der Wahlen Unglaubliches geleistet wurde. Daran könnte sich mancher ein Beispiel nehmen, der sich berufen fühlt, als Redner in Wahlversammlungen aufzutreten; dem Wahlkampf würde dadurch viel von seiner Leidenschaftlichkeit und Gehässigkeit genommen werden. Mit dem seitherigen Vertreter unseres Wahlkreises wurde sehr glimpflich verfahren und auf die nobelste Weise mit ihm abgerechnet. LS kann auch von dem überzeugungstreuesten Anhänger be6 Herrn Bindewald nicht geleugnet werden, daß besten Verhalten bei Beratung des Zolltarifs nicht dem Sinne seiner Wähler entsprach. Bindewald konnte nicht so handeln, wenn er innigere Fü hlung mit seinen Wählern gesucht und über die Interessen der hiesigen Landwirtschaft sich besser infor- mirt hätte. Auch nach einer anderen Seite hin mußte der Vortrag des Dr. Wallau fteudigste Zustimmung erwecken. Unser Vaterland, »einst nach außen schwertgewaltig*, leidet an einer schweren, inneren Krankheit, an der Parteisucht. Die Partei über alles l Das ist allerwärtS die Devise im Wahlkampf; sie wirkt auch vielfach bestimmend auf das Tun und Lasten der Volksvertreter. An dieser Parteisucht muß schließlich unser Staatswesen zugrunde gehen, während doch die Geschichte gerade unS Deutsche eines Besteren belehren sollte. Lreisral Dr. Wallau steht nicht auf einem so engherzigen, selbstsüchtigen Standpunkt; er verfolgt nicht einseitige SlandeSinteresten, ihm gilt daS Wohlergehen der Gesamtheit mehr, als die Partei. Deutschland über alle«! das ist seine Losung für den Wahlkampf und wird in Zukunft die Triebfeder seines Handelns sein. Seine Rede war durchdrungen von wahrer Begeisterung und warmer Liebe zum Vaterland. Darum ist seine Kandidatur die denkbar beste für unfern Wahlkreis; auf ihn können alle Stimmen sich vereinigen; mag auch der eine zu dieser, der andere zu jener Partei hinneigen, in KreiSrat Dr. Wallau findet jeder, der nicht ganz und gar in Partciintereffen verbohrt ist, einen würdigen Vertreter. Dafür bürgen seine politische Anschauung, sein ausgezeichnetes Wissen und seine reiche Erfahrung, die sein Beruf ihn machen läßt. Möge er und noch recht viele Gleichgesinnte Einzug halten im neuen Reichstag.* Zn der Laubacher Gegend scheint man allerdings vielfach dem Antisemiten Bindewald zuzuneigen. Wenigstens schreibt man uns von dort in diesem Sinne. Aber selbst dieser Anhänger BindewaldS gicbt in seiner Zuschrift zu, daß »daS Programm von Dr. Wallau für die Landwirte wirklich nicht übel lautet*, hält es jedoch für Zweifel- haft, .ob er eS in der nationalliberalen Fraktion deS Reichstages,'der er sich anfchlteßen wird (I), zur Geltung bringen tann.* Der Herr Einsender scheint nicht zu wisten, daß der nationalliberalen Reichstagsfraktion Agrarier von reinstem Master angehören. Er denke doch nur an den Grafen Onola in dem auch ihm benachbarten Wahlkreise I Zudem tritt das nationaüiberale Programm bekanntlich mit aller Entschiedenheit für die berechtigten Interessen der Landwirtschaft, namentlich deS mittleren und kleineren bäuerlichen Besitzes, ausdrücklich ein. Heißt eS doch in dem Wahlaufiuf der'nationalliberalen Partei: »Die Landwirtschaft kämpft feit langen Jahren schwer gegen andere, unter günstigeren Bedingungen arbeitende Länder. Soweit eS der Staatsgewalt möglich ist, muß hier ein Zustand ge- chafsen werden, der unter gerechtem Ausgleich der verschiedenartigen Jnteresten von Landwirtschaft, Gewerbe und Handel dem deutschen Erwerbsfleiß lohnende Arbeit ermöglicht.' Tie Zuschrift aus der Laubacher Gegend findet ferner rück- haltlos Dr. WallauS Persönlichkeit „gewinnend*, glaubt aber, eine Aussichten würden dadurch, daß „er Beamter, KreiSral ist, sehr verringert. Ein Kreisrat ist schon ein Vertreter der Regierung und muß auch im Reichstag demgemäß abstimmen, allS er nicht den Landräten es nachmachcn will, die um deS Mittellandkanals willen Opposition machten. DaS sind aber Ausnahmen gewesen.* Tas ist doch wohl nicht ganz richtig. Erst dieser Tage ging wieder eine Notiz durch die Preste, der zufolge sich selbst ein preußischer Landrat nicht gescheut hat, in öffentlicher Versammlung ein Hoch auszubringen auf den Bund der Landwirte, eine der heute hauptsächlichsten regierungsoppositionellen Parteien, deren Vertreter sich nicht scheuen, dem Reichskanzler nachzusagen, daß sie ihm nicht das geringste Vertrauen entgegen bringen. Und wir leben ja nicht in Preußen, sondern in Hessen, dessen Beamtenstand denn doch eine unverhältnismäßig größere Unabhängigkeit besitzt, als der preußische. Sehr wesentlich ist der Passus dieser Zuschrift, der da ohne weiteres einräumt, daß „die seitherigen Wähler mit manchen Abstimmungen Bindewalds, z. B. in der Zolltariffrage, wo er auf Seiten der Obstruktion stand, nicht einverstanden sind*. Trotzdem aber glaubt der Herr Einsender, daß sic ihm doch »treu bleiben* werden. DaS wäre doch höchst sonderbar, wenn ein Mann wiedergewählt werden sollte, der gerade in der allerwichtigsten wirtschaftlichen Frage sich in den entschiedensten Gegensatz zu der Mehrzahl seiner Wähler gesetzt hat, während der Gegenkandidat, der obendrein eine „gewinnende Persönlichkeit* ist, ein landwirtschaftliches Programm vertritt, daS bie Anerkennung der gesamten Landwirtschaft besitzt. Daß Herr Kreisrat Dr. Wallau mit aller Energie auch dafür eintreten wird, was er verspricht, dafür bürgt doch wohl seine nicht nur „gewinnende*, sondern seine ganze charakterstarke Persönlichkeit! Daß die christlich-sozial Gesinnten nicht für Herrn Dr. Wallau eintreten werden, wie die Zuschrift zum Schluß bemerkt, glauben wir gern; öb sie aber die Mehrheit am 16. Juni sein werden, das bleibt abzuwarien. Eine Lauterbacher Stimme spricht sich in ähnlicher Weise aus. Sie meint, Herr Dr. Wallau findet „nur" »in den Orten Anhänger, die nie ftnen auch nur mäßigen Prozentsatz zu den antisemitischen Stimmen gestellt haben*. In Schlitz z. B. sei weder die „denkbar beste Stimmung* vorhanden noch „lebhafter Beifall* gezollt worden. Gerade in dieser Stadt soll sich eine starke Opposition bemerkbar gemacht haben. Auch soll die Versammlung dort recht mäßig besucht gewesen sein. „Ulrichstein, Schotten, Lauterbach sind fast ganz freifinnig. Stockhausen ist ganz und gar nicht in „denkbar günstigster Stimmung" für die Liberalen'. (Vgl. den obigen Artikel nach dem „Lauterb. Anz.*! Soll dieses Blatt wirklich so faustdicke Lügen verbreiten? D. Red. des „Gieß. Anz.*) „Wer die Stimmung deS Bauernstandes kennt, der weiß, daß die Aussichten der Kandidatur Wallau zwar nicht die denkbar schlechtesten, in keinem Fall aber freudeoerheißend ind. Warten wir ruhig den Wahltag ab!* Ja, daS meinen wir auch, und zwar sehr ruhig! Aas UrtcU in dem Frozesse Küssener hat folgenden Wortlaut: Das Kriegsgericht hat folgenden Tatbestand für vorliegend erachtet: Am 11. April nachts gegen 12 Uhr kamen Hartmann, Schröder und Lütscher vom 3. Hagen in Essen nach der Brattdsttaße, um sich nach der Müllerschen Restauration zu begeben, wo sie Freunde erwarteten. Sie hatten alle drei ziemlich viel Bier getrunken, Hartmann war so betrunken, daß er schwankte. Da die drei lunaen Leute auf der Straße ziemlich laut waren, wurde der Angeklagte auf sie aufmerksam, trat an Hartmann heran und forderte ibn auf, ihm zur Wache zu folgen. Hartmann nahm dies scherzhaft auf, oder wie der Angeklagte sich ausdrückt, plump vertraulich. Darauf versetzte der Angeklagte: Ich bin im Dienst und erteile Ihnen den dienst- lichen Befehl, mir zu folgen. Lütfcher redete Hartmann zu, dem Befehle Folge zu leisten. Die drei waren etwa 30 Schritte gegangen, da riß sich Hartmann los und wandte sich zur Flucht. Ob Hartmann von dem Angeklagten schon früher losgelassen war, konnte nicht festgestellt werden. Der Gerichtshof billigt nicht die Privatvernehmungen, hat aber die Ueberzeugung, daß die Zeugen die Wahrheit gesagt haben, auch Lütscher, obwohl dieser geschrieben hatte, er wolle den Tod seines Freundes Hartmann rächen. Es ist nicht erwiesen, ob Hartmann dem Angeklagten einen Stoß versetzt har oder eine Wendung machte, woraus der Angeklagte annehmen konnte, der Angeklagte wolle ihn angreifen. Fest steht, daß der Angeklagte dem fliehenden Hartmann „Halt" zugerufen und ihn, da er nicht stand, an die Wange geschlagen habe, sodaß diese blutete. Da Hartmann auch daraufhin nicht stehen blieb, stach ihn der Angeklagte in den Rücken, sodaß nach kurzer Zeit der Tod eintrat. Der Angeklagte hat sich dann sofort der Behörde gegellt. Der Angeklagte war ungehorsam gegen die Dienstvorschriften. Er durfte Hartmann nicht an fassen, da es voll ständiggenügte, wenn er ihm gut zuredete. Noch weniger liegt ein Grund dafür vor, daß er Hartmann mit dem Dolch e st ach. Es mag dem Angeklagten geglaubt werden, daß er der Meinung war, Hartmann wolle schlagen und er sei verpflichtet, den vermeintlichen Angriff abzuwehren. Bon Notwehr kann bei dem Vorgehen des Angeklagten keine Rede sein. Der Gerichtshof hat nicht angenommen, daß der Angeklagte die Absicht hatte, den Hartmann zu töten, sondern nur vorsätzliche Mißhandlung im Sinne der §§ 122 und 123 des Militärstrafgesetzbuches, sowie wegen unbefugten Wassen- gebrauchs im Sinne des § 148 des MU ttär str a f g e f e tzes, endlich wegen Ungehorsams gegen dienstliche Vorschriften im Sinne des § 92. .Bei der Sttafabmessung hat der Gerichtshof die große Jugend und die Unreife des Angeklagten und auch den Umstand in Bettacht gezogen, daß der Angeklagte sich in gutem Glauben befunden bat. In Erwägung aller biefer Umstande hat der Gerichts- yof vier Jahre eine Woche Gefängnis und Degradation erkannt. Eine Woche roirb dem Angeklagten auf bie Untersuchungshaft angerechnet. Wie man aus Stiel meldet, beabsichtigt Hüssener, gegen das Urteil Berufung einzulegen. Die Verurteilung zur Degradation hat zur Folge, daß Hüssener nach Verbüßung seiner Strafe als gemeiner Matrose der allgemeinen Dienstpflicht nachkommen muß, soweit er dieser nach den Bestimmungen des Gesetzes noch nicht völlig genügt bat Der aktiven Dienstzeit hat Hüssener als Freiwilliger genügt. Darmstädter Arief. R. B. Darmstadt, 27. Mai. Zum Besten der unter dem Protektorat Sr. Kgl. Hoheit deS Großherzogs stehenden Kleinkinderschule in der Mauergasse (gegründet 1833) fand heute abend im Saalbau ein Kün st 1 ertön zert statt, das auch einen schönen materiellen Erfolg erzielt haben dürfte. Nach einem kurzen Prolog gaben mehrere Mitglieder des HoftheaterS chre SangeSkunst zum besten. Die Hofopernsängerin Frl. Klara Roediger errang mit mehreren stimmungsvollen Liedern schnell die volle Gunst des Publikums und die Herren Kammersänger Wilh. Riech- mann und Georg Weber, sowie Hofopemsänger Hans o. Hessert erfreuten die Zuhörer gleichfalls mit einer Reihe von Gesangsvorträgen; Herr Pianist Hans Hayn brachte mehrere Klaviersoli von Chopin und Bach-Tausig sehr wirksam und gehaltvoll zu Gehör. Nach bem in jeder Hinsicht fein künstlerisch durchgeführten Konzert fand noch gesellige Vereinigung mit Buffets und kleinem Bazar statt, wobei sich auch auf der großen Terraffe und im ©arten ein lebhaftes, fröhliches Treiben entfaltete. Nachdem die beiden ersten Tage der Jahresversammlung, die der deutsche Bühnenverein hier in Darmstadt ab hält, hauptsächlich den Kommissionsberatungen und Vorbesprechungen gewidmet waren, fand heute vormittag um 10 Uhr im Foyer des Hoftheaters die erste Plenarversammlung statt, die von ca. 60 Mitgliedern aus allen Teilen Deutschlands, ferner ans Wien (Ehrenmitglied Baron v. Plappart,', Basel, Petersburg ic. besucht war. Tie Ver- fanunlung, die unter Ausschluß der Oeffentlichkett (auch der Presse!) tagte, wählte nach unseren zuverlässigen Informationen zuerst den Intendanten des Schweriner Hoftheaters, Baron v.Ledebour, zum Vizepräsidenten; Präsident des Vereins ist nach der bisherigen Gepflogenheit stets der Berliner Generalintendant, zu welchem in Kürze der Wiesbadener Hofthcaterintendant, Herr v. Hülsen, befinitw ernannt werden dürfte. Den nächsten Gegenstand der Beratung bildete neben einigen organisatorischen Aen» berungen der Dereinsbesrimmungen eine im Einvernehmen mit der Deutschen Bühnengenos.cnschaft fertigaestellte neue Schiedsgerichtsordnung, in welcher namentlich die durch das Bürgerliche Gesetzbuch und durch praktische Erfahrungen bedingten Bestimmungen Aufnahme gefunden haben. Die wesentlichsten sind die Einführung örtlicher Schiedsgerichte und die Hinzuziehung von Bühnenmttgliedern zu der obersten Rekursinstanz, in der bisher nur die Buhnenvorstände vertreten waren. Ten wichtigsten Beratungsgegenstand bildete der Bericht der gemischten Kommission über die Schäftung eines neuen Theatergesetzes, worüber der Berichterstatter Dr. Paul Lindau referierte. Tie Versammlung nahm den ersten Teil der Vorschläge, die sich auf die Theaterkonzession rc. beziehen, nach kurzer Beratung an. Eine lebhafte Debatte rief Punkt 4 hervor, der bie Stellung der Kostüme auch für die weiblichen Bühnenmilglieder durch die Theaterbirektion bestimmt. Tie Beschlußfassung darüber und über die einseitige Kündigung nn ersten Engagementsmonat wurde auf morgen vormittag vertagt. Heute abend folgten die Teilnehmer einer Einladung des Großherzogs zur Tafel im Residenz- schlosse. Die Patriz Huber-Ausstellung zu Tarmstadt ist bisher von über dOuu gewerblichen Besuchern besichtigt worden. In der Erwägung, baß zahlreiche Jnttreftenttn und freunde Hubersche. Kunst gerade an Pfingsten Zett finden werden, die Ausstellung eingehender zu jmbieren, wurde die Tauer derselben bis zum 8. Juni verlängert. Da inzwischen auch die Darm städt er Kuust, Zeitschriften Gelegenheit gefunden haben, auf diese hochbedeutsame Ausstellung, welche übrigens den größten Teil bet Parterreräumlichkeiten bes Gewerbe-Museums, Neckarstraße 3, füllen, nachdrücklichst hinzmveisen, so dürfte wohl auf einen lebhaften Besuch von auswärts zu rechnen sein. Tie Ausstellung, bie an beiden Pfingstfeiertagen von 10—1 Uhr unb von 3—5 Uhr für jedermann kostenfrei geöffnet ist, bietet mit zwei komplett eingerichteten Zimmern unb mehreren hunbert Gegenständen unb Entwürfen aus allen Gebieten ber modernen Wohnungskunst einen vollständigen Ueberblüf über bas Schaffen und Streben dieses hochbegabten Künstlers, ber im Vorjahre, erst 24jährig, ein so tragisches Ende fanb. Straßburg, 27. Mai. Vom 24. bis 26. Jutt findet hier ein Seismologenkongreß statt, an welchem außer Teutschland teilnehmen werden: Rumänien, Spanien, Belgien, Bulgarien, Mexiko, Rußland, Griechenland, Japan, die Schweiz, Schweden, Italien, Großbritannien, die Meder- lande und Chile. — Vom 18. bis 23. Juli tagt hier die 48. Wander Versammlung deutscher, östteichischer und ungarischer Bienenzüchter gemeinsam mit der 10. Hauptver jammlung des deutschen Zenttalvereins für Bienenzucht. Wien, 27. Mai. Die kaiserliche Atademie der Wissenschaften wählte für bie philosophisch-historische ülaüe zum Ehrenmitg.iede den Professor Heinrich Brunner-Berlin, zu korrespondierenden Mitgliedern die Professoren Heinrich M' ern-Leyden, Hermann H ü f f e r - Bonn, Ludwig Fried- n Steinschneider -Berlin; . zu Ehren-, off*Berlin, Diobert Koch- Beilin, jiim torrefponbierenoen Mitglieds Professor Georg N e um a y er-Hamburg. tour zu Wagen, als unterwegs sich plötzlich die Schere aushängte, das sonst treue Pferd scheute und den Mann vom Kirche und Schule. Gerade rechtzeitig vor Beginn der sommerlichen Ferienzeit kommt die Nachricht, daß bic preußische Unterricht Sverwaltung in Beratungen darüber eingetreten ist, wie die Sommer- und Herbslserien für alle Volksund höheren Schulen zweckmäßig zusammenzulegen aus der Umgegend zu. Er befand sich auf einer Geschäfts» doch liegt auch kein Grund vor, einen Selbstmord anzu- nehmen. Zwar war Schmitt ohne Urlaub nach Mainz gefahren und hatte hierfür, wenn man es entdeckte, allerdings Strafe zu erwarten, btc jeboch nur so gering ausfallen konnte, baß sie keinesfalls als Grund für einen.Selbstmord zu gelten hätte. Schmitt war als Freiwilliger eingetreten und diente im zweiten Jahr. ES wurde ihm von dem Eisenbahnzug der rechte Arm und der rechte Fuß und der Hinterkopf glatt abgefahren, wahrend das Gesicht völlig uverletzt geblieben ist. (M. Tgbl.) Homburg v. d. H., 27. Mai. Die Tochter deS aus ben Freiheitskriegen bekannten Generals Grasen Bülow von Dennewitz, Frau Luise von Bülow, Witwe des Kämmerherrn Eduard v. Bülow und Stiefmutter des be- I annten Komponisten v. Bülow, ist heute im Alter von 90 Jahren gestorben. b. Marburg, 27. Mai. Heute nachmittag fanb bie Äerliche Enthüllung des Denksteins an der bereits bis zu halber Höhe sertiggestcllten Bismarcksäule flott. Tas Kaiserhoch brachte Bizebürgermeister Siebert aus, im Namen der Stubentenschast hielt ein Vertreter der Fran konia eine Ansprache, worauf seitens der Ehrengäste bic üblichen .Hammerschläge erfolgten. Später fand im Museum ein großer Kummers statt, bei dem der Nektar der Uni* oersität die Festrede hielt. — Bon einem ungenannten Mitgliede des akademischen LehrrorperS erhielt Her Aus* chuß für die Errichtung der Bismarcksäule heute 1000 Mark überwiesen, die insbesondere zur Ausschmückung der Anlagen um den Denkmalsplatz oerwanbt werden sollen. Eisenbahn Zeitung. Berlin, 27. Mai. Die Äcjctzjamnilun§ veröffentlicht das Gesetz betreffend bic Bildung eine» Ausgleichswnds für bic Eiscn- balmuevioaltung vom 3. Mai, joiric^öa» Gesetz beliessend Erwei- icrung und Lervollsläridigung des Slaarsbahnnetzes und treuere Beteiligung deS Staarcs am Bau von Kleinbahnen vom 18. Mai. versetzt. ** Der Oberh essische Geschichtsverein, der in diesem Sommer auf 25 Jahre seines Bestehens zurückblickt, unternimmt Samstag, den 13. Juni, einen Ausflug nach der Saalburg. Bei der Besichkiguna der alten, jetzt wwoer neu erstehenden Römercurlage wirb sich der Verein der sachkundigen Führung durch Herrn Professor Dr. Sauer erfreuen. Seinen Abschluß wird der Ausflug in Friedberg, bei einem Abendessen im Hotel Trapp, finden. Tie Liste zur Einzeichnung wird dieser Tage in Umlauf gesetzt. — Ern ernster Unfall stieß einem Geschäftsmanne tenberg. Geheimen Regierungsrat Dr. Jakob Bolhard das Komturkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. ** Empfang bei Hofe. S. K. H. der Grvßherzog empfingen n. a. am 27. Mai die Oberlehrer Professor Luley und Dr. Bender von Gießen und den Bei- geordneten Kommerzienrat Heyligenstaedt von Gie ßen. »♦ Personalien. S. K. H. der Großherzog haben den Hauswärter im südlichen Kollegiengebaude in Darmstadt Karl Ebel bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit mit Wirkung vom 1. Juni 1903 an in den Ruhestand Gerichlssaal. Kassel, 27. Mai. TaS Ob erkiie^sgericht des 11.Armeekorps oerurieilte beide den Unteroffizier ^riednch Degen vom 14. vusarenregiment wegen Mordversuchs, begangen gegen seine Geliebte, die Dienslmagd Elisabeth Hemel, zu 6 Jahren Zuchthaus, 3 Jahren Ehrverlust unb Ausstoßung aus dem Heere. Die Hemel war seinerzeit in Die Iaido von Tegen gestoßen und bann von einem Ülnderen gerettet worden. In erster Instanz war Degen irelgesprocheu worden, da man die Hauptbelaslungszeugin für nicht genügend glaubivürdig erachtete. In der heutigen Verhandlung aber wurde ihre Vereidigung vorgenommen.^ Berlin, 27. Mau Vor dem hiesigen Schöffengericht I stand heute Termin zur Hauptverhandlung in der Privatklagc der,Post* gegen die .Eisleber Zlg." an. Ten Ausgangspunkt der Klage bildet die von der »Eisleber Ztg." an die .Post" gerichtete öffentliche Anfrage, ob sie von der magyarischen Regierung erkauft oder bestochen sei. Wegni dieser beleidigcndeii Frage und wcüercr Beleidigungen in cmev Serie von Artikeln der .Eisleber 3ta/ wurde von der jPofi* die Klage emgereichl. Aus formellen Gründen wurde die Verhandlung verragi. Hirschberg, 27. Mai. Ter 47jabrige Schlosicr Paul wurd» gestern von der Slrastainnier wegen Beleidigung der Kaiserin zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Hüssener hat seine Berufung wohl nur eingelegt, nm fernen Prozeß nach bet förmlichen Seite hin — auf die ber Fähnrich allgemein bas Hauptgewicht $n legen scheint — bis zur letzten Instanz durchzufiihren. Materiellen Erfolg verspricht er sich davon wohl selbst nicht. Tenn auch er wird sich sagen, daß eine mildere als bie vom Kieler Gericht beschlossene Strafe über ihn schwerlich verhängt werben kann. Die „Nat.-Ztg." beschäftigt sich nochmals mit dem Prozeß. Der Artikel schließt wie folgt: Ter Einzelfall Hüssener ist erleb igt Worauf es an kommt, ist die Gewähr dafür, daß er ein Einzelfall bleibt. Nach dieser Richtung die militärische Erziehung zuerst zu kontrollieren und dafür zu sorgen, daß die Instruktion in ihren richtigen Grenzen auf die jungen Leute übergeht, ist die Aufgabe der Marineverwaltung. — Das „Berl. Tagebl." erkennt an, daß die Marineverwaltung durch das Urteil keinen Zweifel gelassen hat, daß Hüssener sich schwer gegen Gesetz und Tisziplin vergangen hat, und daß alles getan werde, um dem Volke Gelegenheit zu geben, sich selbst seine Meinung zu bilden. Das Blatt wirft sodann die Frage auf, ob es wirklich anVermischtes. • Tilsit, 27. Mai. Zu dem dreifachen Raub- morde in Lompöncn, dem, wie wie wir berichtet, ber Meiereibesitzer Zürcher, bessen Ehefrau unb :linb zum Opfer sielen, werden jetzt noch folgende Einzelheiten bekannt. Zürcher hatte vor einigen Tagen einen größeren Posten Schweine verkauft und den Erlös hierfür in Höhe von 2000 Mark in seinem Gelbschrank aufbewahrt. Da ihm schon seit längerer Zeit aus einem Stalle verschie- bentlich Schrotoorräte gestohlen worben waren, so war er auf der Hut, um gelegentlich die Diebe bei der Tat abzuässen. In der Nacht vom Sonntag zum Montag^hal er nun anscheinend auf dem Meiercihofe Mehrere beim Stehlen erwischt und wurde von diesen sofort durch Messerstiche getötet. Die Mörder sind sodann in das Wohnhaus eingedrungen, haben die Frau erschlagen, deren Leiche neben dem Bett liegend aufgefunden wurde, ebenso das kleine Mädchen, desien Leichnam im Kinderwagen neben dem Bett lag. Das Dienstmädchen, welches etwa gegen 12 Uhr nachts von einem Vergnügen heimkehrte, hat nichts Verdächtiges bemerkt und sich alsbald schlafen gelegt. Erst am anderen Morgen änden die Lehrlinge die Leiche ihres Herrn und dann iour- den auch die Leichen von Frau und Kind entdeckt; hierbei wurde festgestellt, daß der Gelbschrank seines Inhalts beraubt war, auch sollen verschiedene Sachen aus der Scheune ge- tohlen sein. Ter Ermordete war 34 Jahre, seine Frau 27 Jahre und das ermordete Kind 5 Jahre alt Ein Säugling ist wunderbarer Weise von den Mordbubcn nicht entdeckt worden. Der verhaftete Fleischermeister Hubert-Lom- pönen hat den dreifachen Raubmord eingestanden. Seme Ehefrau wurde Dienstag nachmittag ebenfalls verhaftet. Bei der Haussuchung wurde in der Scheune Huberts ein Beutel mit 12 000 Mk. gefunden. *DerFalldes.StudentenPagel. Eine,/ttithen^ tische Darstellung" der „Münchener Zeitung" über den Fall des vermißten Straßburger Studenten Hans Pagel, der die Rentierstochter Hermine Scheler auf dem Pfänder bei Bregenz ermordet haben soll, ist geeignet, über den Charakter Pagels einige Ausklärung zu geben, wenn sie auch den ganzen Fall noch verwickelter erscheinen läßt. Pagel wird als einer jener schweigsamen Selbstbeobachter geschildert, bic eigentlich ohne jebes Interesse ihrem Innern ewig auf ber Lauer liegen. Anfangs bieses Jahres wollte Pagel schauspieler werben, obwohl er selbst wußte, daß ihm das Nötigste dazu fehlte: das Völlig aussichheraustreten. Im ganzen wird er als haltloser Poseur bezeichnet, ber sich durch seine „aristokratischen Allüren" in bic literarische Gruppe des „jüngsten Asaß" einzuführen mußte. Bor vierzehn Tagen verschwand er plötzlich, und nach einigen Tagen kam, wie wir schon ge- meldet haben, ein Bries aus Bregenz, in dem es hieß, er habe „das Liebste, was er besaß, erschossen und sitze nun ratlos im Hotel, nicht wissend, ob er sich morgen den Gerichten stellen oder auch sich leibst erschießen solle. Gleich nachdem er „sie" erschossen hatte, habe ihm bic Kraft bazu gefehlt". Nach dem Charakter Pagels zu schließen, ist es aber fraglich, ob ber Inhalt des Briefes auf Tatsachen beruht. Auf bem Pfänder fand man bekanntlich bisher keine Spur von einer Mordtat. Dadurch wird die ganze Geschichte ins tiefftc Dunkel gehüllt. schieden Verwahrung gegen das den Handel schädigende Verfahren des Ministerialrats Braun eingelegt, welcher in einem Rundschreiben an Beamte sich zur Lieferung von hessischen Dom ani al weinen in Flaschen unter Verdrängung des Weinhandels bereit erklärt habe. Der Verein Mainzer Kaufleute hat sich dieser Verwahrung angeschlossen. — Der bei dem Automobilunsallin Nieder Ingelheim, bei welchem der Ingenieur Albert von Biebrich das Leben einbußtc, stark mitverletzte Chauffeur Saal er, der sich im hiesigen Hospital befindet, ist aus dem Wege ber Besserung unb sein Zustand gegenwärtig so günstig, baß eine birelte Lebensgefahr als beseitigt angesehen werden darf. — Der Chefarzt des hiesigen AUlitärlazaretts .Oberstabsarzt Dr. Wolf ist gestern gestorben. seien. , , ... Mainz. 27. Mai. Die aufs eifrigfte betriebenen Er- Shc Äreigfi)nobc Berlin hat emen Antrag an- haben zu dem Ergebnis geführt, daß der am genommen, ber besagt: Du KreiSsynobe beschl.eßt, ohne au, g 4 s Schienengele.se zwischen Hochheuu du Frage ber Fenerbesta tnng W -"'-ugehen bas °Sst 7rn ausgefunbene von ber Estenbahn überfahrene Kirchenregiment zu eyuchen, ilnorbnungen unb Noychnsten, ’ ^rsiümmelte Musketier Schmitt 2. von welche die tröstende und ehrenvolle Mitwirkung ber Kompagnie des 81. Infanterieregiments nicht zum v^CfHTUn\bCthlT ^ucrbeftattunö Ziagen, für ^ eienstc'hmausgesckirzt ist/ Es liegt vielmehr ent- bte Okmlugen _________________________ Ad er M ord ober Selbstmord vor. Schmitt, der ~ Q । Lus Burg am Rhein stammt, hatte mit einem Mädchen m ■u r l e Kostheim em LicbesoerhätniS. Man erzähtt nun, daß Schmitt Brussel, 27. Mai. ^n den Streiten der Kongo-I h^s QU; dem Weg zur Bahn angegriffen und bei dem Regierung erklärt man sich für überzeugt, daß Deutsch- entstandenen Streit erschlagen worden ist. Seme Loche hätten land die englische Aktion gegen das Monopolwesen am Mörder, um die Spuren ihrer Tat zu verwischen, vor Kongo unterstützen werde. bte Lokomotive geworfen und überfahren lafien. Das Koppel war an der Leiche abgeschnallt und man fand es zweihundert Aus giODi uno Kano. Meter von der Stelle, wo der Leichnam lag, auf dem Bahn- Gi tßen, am 29 Mai 1903. ! dämm. In der Nähe fand man ferner die Mütze des ^oten, ~ v B ........ - * g W’ A. auf der ein schwerer Stein lag, um sie anscheinend am Fort- tiSto ori? Ae^ie m'ber fliwn °u »^mbcvn Emc B-^'SUNg dafür j°b^ b°b Fakultät ber vereinigten Friedriche llniversuär Halle-Dtt , Schmitt lasiachttch erschlagen worden stt, fehlt bis zur stunde, gezeigt war, einen so zweifelhaften Charakter wie Hüssener überhaupt zu behalten. Es stehe fest, -baß Hüssener nicht jum Of izier tauge, obwohl man ben Eindruck nicht los werbe, baß er bis zu einem gewissen Grade in gutem _____ ___ -Z" „Tägl. Rundschau" schreibt s "untn bi?9iäber kam, bie ihm über der General v. Bogoslawsln: » 1 Beine gingen. Zum Gluck fmb bie Der. Offenbar habe Huttener bie chm gegebene 3n)truttion nicht I, ‘■U| ' ' . .. , richtig aufgefaßt unb es könne daher wohl darauf hstp. letzungen, soweit bis fetzt ersichtlich tzt, nicht seh sch gewiesen werden, daß der Jnstruktionsoffizier sich möglichst I Das Pferd, leicht verletzt, konnte eingefangen werden. die lieberzeugung verschaffen müsse, daß er richtig ver-1 ** Mitteldeutsches Bundesfest der ^leischer- stcuiden wurde. Unter allen Umständen sei der Gebrauch gehülfen. Am 19. und 20. Juli findet hier das 5. Mittel- ber Waffe gegen einen Fliehenden gesetz- deutsche Bundesfest der Fleischergehülfen, verbunden mit 15- toibrig und auch wohl ritterlichem Gefühl nicht jährigem Stistungsfest des Schlachtervereins Brüderentsprechend. Hüssener sei in Schuld und Unglück 0e- - . aft G^ßen statt. Schon viele fremde Vereine haben zu ührt worden durch eine unrichtige Auf fa | fu n g IIV' ihre Beteiliauno waefaat ^"ich äku-1 gs m °t dim wahk-u -'MüVk . . P™- K°nsr°b für.nnere Misson. Zu ben beben, des Soldatenstandes vereinigen lasse. — Die „Berl. tendsten und ältesten Versammlungen, die auch m unserer an N. N." betonen, der Prozeß habe nur bestätigt, daß eine Kongressen so überproduktiven Zeit em besonderes Recht auf Generalisierung des Falles Hüssener, bie Verdammung des Beachtung haben, gehören die alle zwei Jahre wiederkehrenden ganzen Systems unzulässig sei. In ähnli^em Sinne sprechen großen Kongresse für innere Missl on. Einst von dem sich auch die „Dtsch. Tagesztg." und die „Post" aus. Tie genialen Dr. Johann Heinrich Weih ern in den Zeiten dunkler „Berl. Vollsztg," und die „Berl. Ztg " halten das Urteil Gährunq im Jahre 1849 ins Leben gerufen als ein Sarnmel- für zu mild. Letzteres Blatt meint, fchon zur Abkühlung für alle die, die ein Herz haben für des Volkes Rot, Ca=»=fen ““ U M lange Übe- ben Tob ih-es B-g-Ünbe-s Je eher der Fall Hüssener von der Bildflache der- hinaus lebendig unb zugkräftig erhallen. Er hat bannt den schwindet, desto besser ist es iedenfolls, und daß er ohne I Beweis dafür erbracht, daß er noch einem wirklich tiefen Wiederkehr bleibt, dafür werden die amtlichen Stellen durch Bedürfnis entspricht, und daß vor allem die Gedanken, aus eine schärfere Kontrolle der militärischen Erziehung sicherlich denen er erwachsen ist und denen er dienen wollte, das nach Alöglichkeit Sorge tragen. Verständnis zu wecken für den innerlichen Zusammenhang ■■■■ !»-■— zwischen der Rot des Leibes, der Not der Seele, und beide Volitische Tagesschau. zugleich anzufasien im Geiste Jesu Christi, sich dauernd als rrt-L . gesund und wirkungskräftig erwiesen haben. In diesem Jahre Russische Offiziere als Verschwörer. roirb nun der Kongreß zum 32. mal, und zwar in Braun- Aus Petersburg wird einem Berliner Blatte tele- sch sg tagen. Der Zentralausschuß für innere Mission in gr^biert: Berlin lädt dazu für die Tage vom 21.—24. September Srttuerie.^r “fl"® i =” uJfto'»tvft% in «n. unb hat für bie Verhandlungen bebeutsame Themata militärischen Kreisen bas peinlich st e Aussehen erregt, auf die Tagesordnung gesetzt und tüchtige Referenten ge- Die Verhaftung erfolgte wegen höchst kompromittie- wonnen. Die Themata der beiden Hauptversammlungen renber Briefe, in denen die revolutionäre Idee sind: „DieAufgabe der inneren Mission gegenüber der beiden Offiziere klar durchleuchtete. Leutnant Grigoriew der gegenwärtigen Gefährdung der christlichen erklärte dem Unterfuchungsrichter, daß er die Absicht ge- Lebensanschauung durch antichristliche Geist es- habt habe, den Oberprokurator des heiligen Synod, Po b - m u n g e nÄ und ^Unsere Stellung zu der Huje donnosze w, am Tage der Beeidigmlg des ermor^ manitären ßicbeSarbeit1. Ersteres wird Prof. Dr. beten Ministers Ssipjagin öUbrschießen. » h e i och Mayer-Straßburg, letzteres der auch unter uns wohl- SEiÄito.*'Se^nÄftm^ “u^ Ä M-nnk Stabchfarr-r Dr. W u r st ° r.H°Ubr°nn b-hanb^n. ähnlichen Attentatsplan gegen eüic hohe Person- In einer Reihe von Spezialversammlungen werden: Die lich kett ~ an der Spitze des Verwaltungswesens. „Prostitution", der evangelische Christ und seine Zeitung", bie Diese Verhaftung beleuchtet wieder einmal, gleich dem I Fortbildungsschule" und die „Fürsorge für Fabrikarbeiter- aus dunklem Gewölk zuckenden Blitz, die bedentliche poli- innen" von sehr berufenen Kräften zur Besprechung gebracht tische Situation in Rußland. Pobjedonnoszew ist bekannt- morden. lich die Seele der reaktionären Politik. Die Untersuchung k< ^ich, 27. Mai. Die hiesige Präparanden- wird natürlich mit äußerster Strenge geführt werden, weck hat bis jetzt seit ihrem Bestehen ihren höchsten “ÄtaT ffiMSt SW 'At; jetzt 100 3öSlmge unb b^t bcei allein stützt sich noch die altrnssische Politik, die Dauern, Klasien, da die 2. Klasse in. zwei Parallelklassen mit je etwa Arbeiter und Studenten sind vom revolutionären Geiste 32 Schülern eingeteilt werden mußte. erfüllt. Doch auch deren Unmut richtet sich keineswegs l △ Aus dem Vogelsberg, 26. Mai. Das Stecken gegen den Zaren, sondern gegen die Männer vom Synod der Kartoffeln ist dieser Tage beendet worden. Ocgen- mid ihre Gesimiungsgenosfeti, d-ie den Zaren offenbar iii I märtig sind die Landwirte noch mit dem Säen der Gerste Unkenntnis erhalten über die herausziehende Gefahr. beschäftigt. Aepfel- und Birnbäume stehen in Blüte und ver- -----sprechen ein gutes Obstjahr. Klee» und Wintergetreide, ^vayu-Dewegung. oroie Wiesen und Weiden zeigen einen sehr guten Stand. In einer Wälflerversammlung in ^agenau (Elsaß) Mainz, 27. Mai. Der Verband rheinhessi- erklärte der BezirlSpräsident des Oberelsaß, Prinz Ale- scher Wein Händl er hat in einer eingehend motivierten xander von Hohenlohe- Schillingsfürst, der Sohn des Hsnaabe an das Ministerium des Jimern in Darmstadt ent- verstorbenen Reichskanzlers, die Regierung müsse'-- " - - c.» leider heute mit dem Zentrum gehen. Gern tue sie es nicht. Der jetzige Kanzler würde auf dem politischen Schachbrett sicher lieber mit einer großen liberalen Partei operieren, als mit den schwarzen Figuren. Sport-Artikel. Mein Lager ist in allen Frühjahrs- uni Sommer-Artikeln aufs Reichhaltigste ausgestattet Täglich Eingang in Neuheiten. __________ Grossartige Neuheiten in JKlnder- und Baby-Ausstattungen. Strohhüte . 6,62 fm 2,20 Bekannt billige Preise. 4151 Nen anfgenommen: Kinderhüte Neue Formen. 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