Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen e n mit M Kießer oder Kießener? aus Die II “ SSU Volitische Tagesschau. Finanzstatistisches ans Reich und Einzelstaaten. Die mündlichen aber sind noch gegenwärtig. Kein Bauer der Umgegend sagt „die (Stießener", sondern stets „däi Gäißer". Und die Gießener selber nennen sich auch so, selbst wenn es ein Einsender der „Frkf. Ztg." anders gehört haben will. Und ich weiß es auch, denn ich bin selber ein „Gäißer Bubb". K. Ebel. R. B. Darmstadt, 26. Nov. Die erste Opernpremiere der neuen Spielsaison an unserem Hof- t h e a t e r ging gestern abend in <$$ene und zwar das neue Wer? des durch seine frühere Oper „Die Bettlerin vom Pont des Arts" im weiteren Kreisen bekannt gewordenen sächsischen Komponisten Karl v. Ka s ke l. Die neue Volksoper führt den Titel „Der Dusle und Vas Babeli" und deutet damit schon an, daß es sich hier um eine volkstümliche Liebesgeschichte handelt. Sie basiert auf dem Vers: aus Brentanos „Des Knaben Wunderhorn": „Es haft' e Bauer e Töchter li, Mit Name hieß es Baveli. Es hatt' e Paar Zöpfli, die sind von Gold, Drum ischt ihm auch der Dusle hold." Aus diesem Satz haben zwei Wiener Journalisten, Schriefer und Kollodem, eine hübsck)? Fabel entwickelt und zu einer als Opernlibretto vorzüglich geeigneten dramatischen Dichtung gestaltet. Die Muiik, die Kaskel hierzu schrieb, schließt sich ganz dem volkstümlichen Eharakter des Textes an, der in höchst wirksamer Weise musikalisch illustriert wird. Neben der farbenreichen Instrumentierung und der geschickten Verwerfung zahlreicher Volkslieder weist die neue Oper namentlich viel lyrischmusikalische Schönheiten auf. Das von ^errn Kapellmeister Rehbock in tadelloser Weise einsrudierte Werk, dessen Hauptwerk im zweiten Akt liegt, wurde vom Publikum sehr beifällig ausgenommen, auch der Komponist mehrmals vor die Rampe gerufen. Das Liebespaar Dusle und Babeli spielten frerr Wolf und Frl. Roe big er ganz ausgezeichnet. Herr Weber als Brunone, der ,^vcumtenens" ber Lau s- knechte und Herr Riech mann als Georg von Frunds- berq taten ebenso, wie auch Frau I o l l i als die böse Ma ke- tenberin , Gemma" ihr bestes zu dem Erfolg des Äbents. Man schreibt uns aus Frankfurt a. M.: In der neu arrangierten Dezember-Ausstellung des Kunst-Salons Hermes hat Adolf Hökel aus Dachau eine Sonderansstellung seiner Werke veranstaltet. Außerdem stellt der Brüsseler Paul Mathieu 12 seiner neuesten Landschaften, das Ergebnis seiner Sommerreisen aus. Vertreten sind ferner fast alle unsere ersten Meister mit hervorragenden Gemälden, wie Lenbach, Thoma, Stuck, Uhde ?c., neben einer größeren Anzahl Werke von Th. v. Sckenbrecker, Müller-Kurzwelly, Keller-Reutlingen und Victor Gilsoul. — Aus Fran kfur t a. M. meldet man :Beyerleins „Zapfenstreich", von Quincke trefflich inszernert und fast durchweg vorzüglich gespielt, hatte einen glänzenden Erfolg. Ten HAepunkt bildete der dritte Akt. Es war das sensationellste TheaterereigniZ seit Jahren. — Eine gewaltige Eroberung hat Kapitän Sverdrup auf friedlichem Wege anSaeführt, indem er, wie er in seinem soeben in zwei prächtigen Bänden erschienenen Werke „Neues Land" (Leipzig, F. A. VrockbauS) in interessanter Weise schildert, hrt Namen König Oskars von Schweden und Norwegen ein Gebiet von nahezu 300 000 Quadratkilometer in Besitz nahm, etn Gebiet, das fast so groß ist a(5 das ganze Königreich Preußen l Wenn ihm und feiner Handvoll kühner Gefährten auch nicht feindliche Menschen entgegengetreten sind, so hatte die Erpedikion in den vier Jahren ihrer Tätigkeit mit viel grimmigeren Gegnern, mit den finstern Mächten des Nordens zu tun, die ihnen mit Vernichtung drohten. Der stleck, nach welchem Kapitän Sw erbrüt) auf Raufens berühmtem Schiff, der „stram", ausgezogen war, ist in jenem Teil des Polargebietes gelegen, der die meisten Menschenopfer gefordert hat. Dort spielte sich einst die Tragödie des Unterganges der Expedition stranktins ab, dort fand das amerikanische Expeditionsschiff „Polaris" ein grauenhafte? Ende. Nun aber war diese Gegend, die von der Natur so hartnäck-g gegen jedes Eindringen des Menschen verteidigt wurde, der Schauplatz von Erfolgen, die nach dem Zeugnisse der berühmtesten Forscher zu den bedeutendsten gehören, die die Polarwrschunci seit Langem erzielt hat. Durch Kapitän Sverdrup ist der Eharakter des Ländergebietes westlich von Grönland ein für allemal bekannt geworden. Man muß das aufs reichste mit MW! 3m Stritt” MimrtM" , ich mild J, Hb «11» «"* $rdf< iW” «stine Ach WM ldmigm m der EHE Kenner. 8740 Nr. 27» 9r|d)eint tügltch außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesfischen Landwirt die Gtehener Kamtiten« HILttrr oieimal in der Woche beigelegl /total Ions druck u. Verlag bn Brüht 'tchen Unwert-Buch- »».Steindrucke re^ (Pietsch Erder» ftefcahton. 6rpeöUtoa unb Druckerei; Schalstratze 7. Adresse für Deoeschenr Anzeiger Gießen, ^em1ptrd)anld)lu6 9tr 51. Bierkeller, Sdmnjenihjf °!l den 27. d. M, abends 8 Uhr, MÄIWiiUWlltz Thema: evesche vom hj«mi, nann ist srdl. eiiigM ReiervierlerPchÄ-^^ 2o Pjq., HleiMiilVg. EM ^tie Reichs statistik gliedert die öffentlich-rechtlichen Ein - /ka^meguellen in Reich und Staaten in drei Gruppen: Ueberschüsse aus Erwerbseinkünsten, aus indirekten und aus direkten Steuern. Was zunächst die Ueberschüsse aus Erwerbs ein kün ft en anbelangt, Einkünfte aus Domänen im engeren und weiteren Sinne des Wortes, Erträgnisse aus Feldern und Wäldern, Bergwerken und Eisenbahnen usw., so läßt sich ein genaues Ergebnis des Rechnungsjahres 1902/03 erst erzielen, wenn man die 'Schuldzinsen der Staaten von diesen Einnahmeüberschüssen in Abzug bringt. Erst dieses solchermaßen gewonnene Ergebnis kann als der Netto-Ertrag aus Erwerbseinkünften angesprochen werden. Ter Verschuldungsgrad der einzelnen Staaten ist, so lesen wir in der „Köln. Ztg." sehr verschieden. Tie höchsten Verschuldungsziffern fallen auf Hess 9.48 Mk. und Baden mit 8.48 Mk. auf den Kopf ber Bevölkerung jährlich aufzubringender Schuldzinsen. Tie Höhe 'ichchten -v “u2“"*b'Ä“,We’ G e. s 86,0 'Nsbüchern b'lhciste« allere im das 1 W a®°°oooB Abhole. u. Zwetgstellep- monatlich 65 Pi>: durch die Post Mk. 2.—mertel- lährl. ausichl. Bestellg. Annahme von Anzeige» ür tue -Lagefinuinmet .»iS DanniUaqfl 10 Uhr. total 80 lvtz. iU« cast w« fJlId HU der» pvlti Mw aUaern. TeU *|k Wiitto tüt .Stadt im» Land^ unZ> ,®crid)i8)axile; August Götz tfl» den An- ^etaentetl pane Beck. der Verschuldungskapitalien entspricht nicht gleichmäßig der Höhe der erforderlichen Zinsen. Tie Schuldzinsen W Reiches belaufen sich auf 1.65 Mk. pro Kops. Reuß ä. L. hat weder Erwerbseinkünste noch Schulden, sodaß hier Null von Null aufgeht. Im Reiche und in einigen ganz kleinen Staaten überwiegt die Summe der Schuldzinsen die der Ueberschüsse aus Erwerbseinkünften. Außerordentlich hoch sind die Netto-Ueberschüsse aus Erwerb sein fünften nach der voranqeschickten Berechnungsweise in einigen anderen Kleinstaaten. Tie zweite Haupteinnahmequelle der Staaten bilden die Verbrauchs-, Aufwunds-, Verkehrs- usw. Abgaben, zusammengefaßt unter dem Titel der indirekten Steuern. Weitaus die höchsten indirekten Austagen ffinden wir im Reiche selbst, 18.71 Mk. pro Kopf. Es folgen in der Höhe der Belastung, Elsaß-Lothringen, Baden und Bayern. Tie niedrigste Belastung an indirekten Steuern weist nach einer Reihe von Kleinstaaten Preußen auf. Es folgt als dritter Haupteinnahmeposten der Staaten, mehr oder minder mit dem Charakter der Ergänzung, die für den Steuerzahler am meisten fühlbare direkteBe- fteuerung. Ter niedrigsten direkten Steuern erfreut sich lnfölge seiner hohen Domanialeinkünfte Mecklenburg-Streif (4.33 Mk. pro Kopf). Auch Preußen und Bayern zeichnen sich durch niedrige Kopfquoten auf dem Gebiete der direkten Besteuerung. aus. Sehr hoch sind die direkten Steuern in Hessen und Oldenburg, am höchsten in Sachsen. Tie Summen der Ueberschüsse aus Erwerbseinkünften, nach Abzug der Schuldzinsen, zusammen mit den indirekten und direkten Auflagen stellen den Staatsaufwand im gesamten dar. Tiefen Staatsaufwand sehen wir in den einzelnen Staaten in der Höhe von 6.18 Mk. pro Kops der Bevölkerung in Schaumburg-Lippe einsetzen und bis zu 22.11 Mark pro Kopf der Bevölkerung in Anhalt ansteigen. Der Lleberschuß der Erwerbseinkünfte, nach Abzug der Schuld- Zinsen, beträgt auf den Kopf der Bevölkerung: in Preußen 8.75 M?., Württemberg 5.68 Mk., Bayern 3.68 Mk., Hessen 3.39 Mk., Sachsen 3.33 Mk., Elsaß-Lothringen 1.42 Mk., Baden 1.20 Mk. Es werden kopfmäßig erhoben: i n d i r e k t e Steuern im Reich 18.71 Mk., Elsaß-Lothringen 9.60 Mk., Baden 9.27 Mk., Bayern 7.83 Mk., Württemberg 6.98 Mk., Hessen 3.45 M k., Sachsen 2.28 Mk., Preußen 1.25 Mk., direkte Steuern in Sachsen 11.40 Mk., Hessen 10.27 Mark, Württemberg 9.25 Mk., Baden 9.21 Mk., Elsaß-Lothringen 7.65 Mk., Bayern 6.22 Mk., Preußen 6.13 Mk., Reich und 45 Hektar Gemeindeviehweiden melioriert mit einem Kostenaufwand von 295 Mk. pro Hektar. Vertragsmäßig bezahlen die Gemeinden die Hälfte dieser Kosten. Mit Recht wurde vor zwei Jahren darüber geklagt, daß der Pvovinzialverein etwas einseitig die Dierz,ucht pflege und den Acker- und Pflanzenbau etwas stiefmütterlich behandele. Man ging deshalb, ohne die Pflege der Tierzucht im mindesten zu vernachlässigen, auch dazu über, in den verschiedenen Kreisen auf den verschiedenen Boden, das Bedürfnis nach den verschiedenen Düngemitteln festzustellen, Tüngunqsversuche zu machen. Die Oberleitung liegt in der Hand des Geh. Hofrat Prof. Tr. Wagner, dem Vorsteher unserer weltberühmten Versuchsstation in Darmstadt. Die Düngungsversuche werden über Jahre hinaus fortgesetzt, die alljährlichen Berichte werden den Landwirten wertvolle Fingerzeige geben. , Tie Rindviehzucht macht in der Provinz stetig Fortschritte, wenn auch noch sehr viele Landwirte nur erst beobachtend zur Seite stehen und leider die Pflege und Zucht des Vogelsberger Rindes im eigentlichen Vogelsberg vielfach vernachlässigt wird. Im Herdbuch sind eingetragen 3679 reine Simmentaler Rinder, 1381 Vogelsberger. Neu ausgenommen 1354 Simmentaler (im Vorjahr 970), 426 Vogelsberger (im Vorjahr 248), Kälber von Herdbuchtieren abstammend, 970 Stück. — Es bestehen 7 Bezirkszuchtvereine, mit 93 Ortsvereinen, davon 71 für Simmentaler und 22 für Vogelsberger. Es bestehen 15 Bullenstationen für Simmentaler. Es werden diesen reichlich Tiere zugeführt, das Jntöresse für diese Stationen, die mit vorzüglichen eingeführten Tieren besetzt sind, ist im stetigen Wachsen. — An Schauen (Prämiierungen) in einzelnen Orten wurden 7 vorgenommen, an Stallschauen, bei denen nicht allein die Tiere, siondern auch die Stalleinrichtungen, Lüftung :c. mit beurteilt wird, 16. An Preisen wurden vergeben 4715 Mk. Es bestehen 4 Zuchthöfe für Vogelsberger Vieh: auf der Bingmühle bei Lauter, auf Hof Zwiefalten, in Eschenrod, in Homberg a. d. Ohm. Aus diesen Zuchthösen wurden 12 Bullen an ob er hessische Gemeinden, 4 nach auswärts verkauft. An Simmentaler Zuchtvieh wurden ein geführt: 15 Bullen, 12 Rinder, 30 Ziegenböcke und 25 Ziegen. Die Bullen konnten an die Besteller abgegeben werden durch schnittlich zu 699 Mk., die Rinder zu 712, die Ziegen zu 38 Mark. — Die Fortschritte in der Zucht find unverkennbar, das Geld für diesen Import ist gut angelegt, die Landwirte sehen den Erfolg und fordern die alljährliche Einfuhr einer Anzahl Zuchttiere. Das Geld ist wohl angelegt und trägt gute Zinsen. Auch die Vermittelungsstelle für den Ankauf und Verkauf in der Provinz bewährt sich, sie wird ständig in Anspruch genommen, die Nachfrage ist oft größer als das Angebot. Tie Jungviehweiden sind gut beschickt. Alle Weiden waren nahezu voll besetzt. Tie Landwirte gewöhnen sich allmählich daran, ihre jungen Tiere für die Sommermonate auf die Weiden zu schicken, damit sie sich draußen besser entwickeln können, eine widerstandsfähigere Konstitution erlangen. Es bestehen bis dahin vier Junavieh- toeiben: in Wernings, Tiergarten bei Hungen, Zell und Lauterbach. Tie Tiere werden meist auf den Weiden nicht, fett, und sollen ja nicht fett werden, aber die Gewichtszunahme ist doch bedeutend und die Kosten sind gering. Der Besitzer eines Rindes bezahlt an, Weidegeld 35 Mk., die Gewichtszunahme betrug durchschnittlich 150 Pfund. Pvobemelkungen wurden bei 60 Kühen vorgenommen und die Milch untersucht. Gleichzeitig wurde der Went Per Iahresöericht des landwirlschastirchen 'Mrovinziakvereins. Gießen, 27. Nov. In ber gestrigen Hauptversammlung des lanbw. Provinzialvereins erstattete ber Vorsitzende Oekonomieralt Schlenke den Bericht über das Geschäftsjahr 1902/03. Dieser ergiebt keine wesentliche Aend^rnng gegen das Vorjahr. Tie wirtschaftlichen Verhältnisse sind so ziemlich dieselben geblieben. Die Arbeiternot war weniger^ drückend, wenn auch immer noch russisch-polnische und gal'zische Arbeiter in ber guten Jahreszeit zur Bewältigung von Saat unb Ernte herangezogen werben müssen. Die Preise für (betreibe haben sich nicht gehoben, bie Fleischpresie, speziell Schweinefleischpreise, waren gut, zuweilen sehr hoch und gewährten be,onbers auch den kleineren Landwirten vorübergehend gute Einnahmen. In der Vereinsorganisation hat sich nichts geändert. Durch die Zunahme der Mitglieder war eine Znwayl in den Provinzialausschuß notwendig, der insgesamt auf 71 Mitglieder angewachsen ist. — Dem Provinzialverein sind angegliedert die 6 Bezirksvereine, die Mitglied erzähl beträgt 2522, ber absolute Zugang an Mitgliebern 81. Außer- bem bestehen 7 Bezirkszuchtvereine mit 93 Lokalvereinen. 7 Schweinezuchtvereine, 3 Kreisziegenzuchtvereine unb 6 Ortsziegenzuchtvereine, 9 Geflügelzuchtvereine unb ein Provinzialobstbauverein mit 6 Sektionen und zahlreichen Ortsvereinen. Tas Rechnungswesen schließt ungünstig ab. Wir haben ein Defizit von rund 3000 Mk., bem sich das Defizit unserer Provinzial- und Verbandsausstellung demnächst zurechnen wird. Sparsames Wirtschaften an der richtigen Stelle wird dringendste Notwendigkeit. Tas Unterrichtswesen blüht, die drei Ackerbauschulen (Winterschulen) sind an ber Grenze ber Aufnahmefähigkeit an gekommen. Tie Haushaltungsschule in Linbheim wurde von 43 Schülerinnen besucht, die Molkereischule in Lauterbach von 31 Schülerinnen. Ter Obstbauschule in Friedberg fehlt es nie an Schülern, alten und jungen, auch Damen aus den besten Kreisen verschmähen es nicht, in ber Konservierung bes Obstes sich Unterricht erteilen zu lassen. Tas Feldbereinigungswesen macht in ber Provinz immer weitere Fortschritte. Für Jahre hinaus liegen Anträge auf Feldbereinigung vor. Nach langem Widerstreben ist man in ber lanbwirtschaftlichen Bevölkerung, enblich zu ber Einsicht gekommen, baß es ohiie Feldbereinigung nicht mehr geht. Auch bie Ent- unb Bewässerung von Feldern und Wiesen macht immer mehr Fortschritte. Man hat es für praktisch gefunden, neben den Kultur in spek- tionen in Gießen und Friedberg in den einzelnen Kreisen Kulturtechniker anzustellen, die bie Ausführung kleinerer Aufaaben unter ber Leitung jener Kommissionen in bie Hanb nehmen. Mit glücklichem Erfolg geschah das bisher in den Kreisen Lauterbach unb Lllsfeld. Hutweiden-Meliorationen würben besonders in den Kreisen Lauterbach und Schotten ins Werk gesetzt. Im Berichtsjahre wurden in diesen Kreisen 46 Hektar Hutweiden E 0.00 Mk. Die Kosten ber Reichs- bezw. Staatsverwaltung stellen sich sonach pro Kops ber Bevölkerung: im Reiche (einschließlich der effektiv zur Erhebung gelangenden Matri kul ar beitrage) auf 19.27 Mk., in Württemberg 21.91 Mk., Elsaß-Lothringen 18.67 Mk., Bayern 17.63 Mk., Vaden 17.39 Mark, Hessen 17.11 Mk., Sachsen 17.01 Mk., Preußen 16.03 Mk. .,.Frkf. Ztg." veröffentlicht tu dieser Frage einer Menge Zuschriften einige Proben und schließt die Diskussion, ohne zu einer Entscheidung zu gelangen. Für uns aber ist die Sache immerbin interessant genug, um ihr auf den Grund zu gehen. Meiner Ansicht nach beweisen alle angeführten Beispiele adjektivischer Bildungen ans anderen Städtenamen nur bas eine, daß man hier so, dort anders sagt. Man sagt wohl „Meißener Porzellan , aber man sagt auch „Bremer Stadtmilsikanten". Welche Wldung dieMusnahme der Regel darstellt kann wohl nur durch eine Zahlung festgestellt werden. Ich glaube auch, daß man die Frage nicht stellen darf: welche von beiden Formen ist die richtige?"", denn richtrg sind sie wohl meist alle beide. Tas Volk ist es doch, das die Sprache bildet! Man darf eigentlich nur fragen: welche Form ist die heute gebräuchliche? In unserem Falle ist/veifMos die weitere Form „Gießener" eine glarnmatiich richtige Bildung, wird auch von allen Gebildeten und amtlich gebraucht, und ist heute demnach giftig. die kürzere Form „Gießer" ihre volle Berechtigung. In sämtlichen mir bekannten mittelalterlichen Urnrnben, in denen eine Adjektivbildung vom Namen /Meßen vor- kommt, lautet sie „Gießer". In Flurnamen stets ebenso: „am Gießer Pfad", „im Gießer Feld". Giu mittelalterlicher Stadtbrauch ist in ber Rebaktion des 17. Jahrhunberts betitelt: „Gießer Stadtbrauch" Tie erste Zeitung Gießens, von Pros. Böhm 1750 gegründet, führte den Titel: „(Stieger Wochenblatt", den sie nach einer Zwischenzeit, tn ber Las 'Statt „Giesische Anzeigen" hieß, auch spater tvteber «mnahm. Am Ende des 18. Jahrhunderts nannte fte sich Gießener JnteMgen-Llatt", aber gleich daraus wieder 7«.»s-er AnzeiguugÄblättchen" mit geringen Änderungen Lis in die Mitte des 19. Jahrhunderts, ^abic 18-9 veröffentlichte Iah. Bal. Klein „Einige das Greß er aka- Lemffche Paedagog . . . betreffende Nachrichten. Soweit die schriftlichen und gedruckten Nachrrchten. Jnfailli iierinäroiy M Wießen. ÄeanjMchr o Sag, 30 Wille tyiiMt, &btn. 'JBer rvili mich melden Beding, auv Anerbielen erbüu Us a§. vojilMNü) fl '. • W s M M M !i geeignet,imiübLetato achien od. kaujen gejuchi. Ö837 a. d. Ä. gSSB n.) aber gut ÄÄ ' .AerlML^—■ 1 ,n 2 ern'oc'b UCfct QU bis 'a 'ftnbexi°’v ton als lreue - ML 1 fll hill*ru Erstes Blatt. IS». Jahrgang Freitag 27. November!»«» jihwmijj# Mk *4. .^55»]),. tj&t moricutlch7bPi.,viertel £V jährlich Dck. 2^0. durch GiehenerAnzeiger General-Anzeiger w der richtig zusammcngestellten Futterrationen ermittelt Die Ergebnisse werden in der Folge bekannt gegeben. Wir besitzen in der Provinz Oberhessen 6 Schweine- zuchtvereine und wie die 29 Gemeinden bei der Beschaffung bim Vogelsberger Bullen mit zusammen 2293 Mk. unterstützt wurden, so werden die Gemeinden bei der Anschaffung von ausgejuchten Zuchtebern unterstützt. 39 Gemeinden machten davon Gebrauch, der Provinzialverein wendete zu diesem Zwecke 1307 Mk. aus. Tie Ziegenhaltung macht gleichfalls in der Provinz unerwartete Fortschritte. Es bestehen drei Kreisziegenzuchtvereine, eine Ziegenzuchtstation in Lauterbachs die mit einem Bock und 18 Ziegen besetzt ist In daS Zuchitregcster wurden an -ausgesuchten Tieren 345 Stück eingetragen. Heute ist diese Zahl bereits auf 800 Stück gestiegen. Die Ziegenzuchtoereine sind zu einem Verband zujammenge- treten, der gleichfalls im Provinzialausschuß vertreten ist. Auch die Geflügelzuchtvereine bilden einen solchen Verband, der 69 Zuchtstationen für Hühner, 16 für Enten, 4 für Gänse ins Leben gerufen hat. Ter Obst- unö Gemüjebau. Die Tätigkeit auf diesem Gebiet liegt in den Händen des Oberhejsischen Obstbauvereins. Dieser mit rührigen Herren an der Spitze tut alles, um den Obstbau den hochgesteckten Zielen näher zu bringen. Ich kann meinen Bericht dahin zusammenfassen: aus allen Gebieten des landwirtschaftlichen Gewerben läßt sich ein erfreuliches Borwärtsstreben ertennen. Auch die Lauen werden bei den beständigen Anregungen mitgerisjen. Mr werden hoffentlich die Gefahr uberloinden, die dadurch droht, daß bei den tvachsenden Schwierigkeiten im Betrieb des landwirtschaftlichen Gewerbes Unmut, Unlust die Schaffenskraft lärmte und Rückschritte statt Fortschritte eintreten. Sihunq der Stadwerordnctcn. Gießen, den 26, November 1903. Anwesend: Oberbürgermeister Mecum, die Beigeordneten Curschmann und Georgi, und die Stadtverordneten Brück, Emmelius, Euler, Faber, Gaffch, Guisteisch, Heichelheim, Helfrich, Huhn, Jann, Jughardt, Keller, Kirch, Krumm, Löber, Orbig, Petri, Pirr, Dr. Schäfer, Schaffstaedt, Schiele, Schwall und Wallenfels. Ter Oberbürgermeister macht vor Eintritt in die Tagesordnung der Versammlung davon Mitteilung, daß Stadtv. Hanau aus den Rat seines Arztes eine längere Kur in Wiesbaden gebrauchen muß und daher bittet, ihn auf drei Monate von den Sitzungen der stäot. Verwaltung zu entbinden, womit man sich auch einverstanden erklärt. Aus Anlaß des Ablebens der verewigten Prinzessin Elisabeth hat, wie wir bereits mitteilten, der Oberbürgermeister namens der Bürgerschaft und deren Vertreter dem Landesherrn aufrichtiges Mitgefühl ausgesprochen, worauf von Sr. Kgl. Hoheit dem Großherzog der Tank ausgesprochen wurde. — Der Oberbürgermeister macht die Mitteilung, daß der Prozeß, den die Stadr mit den Gerbern, den Anliegern des Stadtbaches, wegen der Entziehung des Wassers fuhrt, in erster Instanz Beim Landgericht von der Staot gewonnen worden ist. — Ferner verliest Oberbürgermeister Miecunr eine Eingabe, unterzeichnet von den Firmen Brüder Sck)midt, Pistor ^Nachfolger, Jakob Happel, Aug. Kröll Söhne und Karl Hensel, worin diese sich beschweren, daß Stadtv. Hau b a ch in jeinei Eigenschaft als Mitglied der Baudeputation ihnen in dem Artikel Oefen eine unzulässige Konkurrenz mache. Es wird darin behauptet, daß H. für die Ofenverkäuse, welche er mache, sich (einen Ofen-Abnehmern gegenüber bei Tispensgesuchen in der Baudeputation gefällig zeige, indem er für Befürwortung eintrete; wenigstens sollen die Bauherren der Ansicht sein, sie müßten bei Haubach die Oefen kaufen, weil dieser ihnen dann bei Baugesuchen keine Schwierigkeiten mache. Die Eisenhandler haben beantragt, H von der Baudeputation auszuschließen und sich bereit erklärt, einzelne Fälle anzugeben, welche ihre Behauptungen erweisen würden. Sie erklären, daß es ihnen ganz und gar fern liege, mit ihrer Eingabe den Stadtverordneten Haubach zu beleidigen, daß sie ihre Beschwerde nur in Wahrnehmung ihrer berechtigten und gefährdeten Eewerbs- interessen an die Bürgermeisterei richteten. Ter Oberbürgermeister erklärt, daß er dem Kollegen Haubach von dem Vorbringen der Eisenhändler Kenntnis gegeben und daß dieser eine strenge und peinliche Untersuchung der schweren Anschuldigungen verlangt habe, deren Resultat er in öffentlicher Sitzung bekannt zu geben bat Die Untersuchung hat ergeben, daß tzaubach, wahrend er Stadtverordneter ist, im ganzen 54 Stück Oefen verkauft hat; dies ergibt aus das Jahr 7 Stück. Der Oberbürgermeister hat diei hm von den Eisenhändlem genannten Personen über die Beweggründe, die sie zu diesen Geschäften veranlaßt haben, vernommen. Die nun zur Verlesung gelangenden Vernehmungsprotokolle entkräften die gegen Haubach durch (eine Konkurrenz erhobenen Anschuldigungen vollständig und erbringen nicht den Schatten eines Verdachtes, daß er Abbildungen und Harten ausgestattete Werk zur Hand nehmen, um zu beurteilen, welche Tatkraft und welcher Mut dazu gehören, volle vier Jahre im Höch st en Norden, abgeschlossen von der Menschheit, tätig zu fein, mir der Wissenschaft wegen! Nur Männer wie Sverdrup waren derartigen Anforderungen gewachsen. Turch seine Erzählung geht ein erfrischender Zug von Lebenskraft, die nicht lange grübelt, sondern sofort handelt, auch in den schwierigsten Lagen, die aus den größten Gefahren einen Ausweg zu bahnen weiß. Alan denke an den Brand der ,Fram" I Dem wackeren Schiff droht der Untergang; der Tod tritt aber auch in mancherlei anderen Gestalten an die Mitglieder der Expedition heran, bis sie nach vier langen Jahren die Heimat wieder sehen, umjnbelt von ihren Landsleuten und mit Ehren überschüttet. Sverdrups „9leues Land" ist em Buch für alle, die teilnehmen an den Abenteuerli und Erfolgen der modernen Helden, die ausziehen, die noch unbefaimte Welt für das Reich der Wissenschaft zu erobern. Frisch, lebendig und huniorvoll geschrieben und glänzend illustriert, ist es so spanneiid rote em Roman und muß Jung ulid Alt fesseln. Auch durch seine äußere Erscheinung ist es reizvoll und atiziehend. Schlagender Grund. Reinheit der Sprache — so sagt der srenrdwortfreundliche Deutsche — Reinheit, sie kümmert mich nicht, Kürze verdienet den Preis. Siehe, nun weißt du, warum er die Not stets Kalamität nennt. Und von der Mehrheit sagt immer die Majorität. JBirt heißt Restaurateur und Räume sind Lokalitäten, Taugt eine Sache, so heißt's, dag sie sich qualifiziert. Wahl? Nein Alternative; Verwalter'? 9lein Administrator; Aenden er irgend etwas? Glicht doch, er modifiziert. ^lber du Sprache der Mutter, und du, o göttliche Wahrheit, SvreckU. was meinet denn chr? Beide verhüllen ihr Haupt. v 1 Walter Gensel. feine Chrenäm^r zu privatem Vorteil habe mißbrauchen können. Oberbürgermeister Mlecum teilt dann weiter mit, daß die Eisenhänbler noch während der Untersuchung ihre Eingabe als gegenstandslos zurückgezogen haben mit der Erklärung, daß sie von falschen Voraussetzungen dabei ausgegangen seien. Man sei fälschlich der Ansicht gewesen, daß es den Mitgliedern der Baudeputation verboten sei, mit Interessenten der Baubranche Geschäfte zu machen. Der Beauftragte der Eisenhändler hat namens seiner Kollegen die Erklärung abgegeben, daß man ein- sehe, dem Stadtverordneten Haubach Unrecht getan zu haben. Der Oberbürgermeister Mecum erkennt an, daß es ehrenhaft von den Petenten sei, daß sie, ohne die schwebende Untersuchung abzuwarten, nachdem sie ihr Unrecht eingesehen, dies unumwunden zugegeben haben. Er wolle bei dieser Gelegenheit seiner festen Ueberzeugung Ausdruck geben, daß es in der Stadt Gießen keinen Stadtverordneten gebe, welcher käuflich sei. Die Vorschlagskonr- mission, welche sich mit der Angelegenheit befaßt hat, habe keine Veranlassung, der Versammlung einen Aar trag zu stellen. Damit wird dieser Gegenstand verlassen. Zur Tagesordnung übergehend, setzte Oberbgm. Mecum Punkt 1, betr. die Errichtung eines Wohnhauses bei der Gail'schen Dampfziegelei, einstweilen aus. Das B äuge such des C. A. Kaufmann hier, der in der Marburgerstraße beim neuen Friedhof eine Gärtnerei mit einem Gewächshaus errichten will, wurde genehmigt. Die Firma Kaufmann u. Cie. ist verpflichtet, mit der Erbauung eines Vordergebäudes am Schisfenbergerweg Nr. 50 zu beginnen. Auf ihr Gesuch wird ihr zur Erbauung und Fertigstellung des Rohbaues eine weitere Frist bis 1. April bezw. 1. Oktober 1906 genehmigt. Bet der Gelegenheit rügt Stadtv. Jann den schlechten Zustand des Schissenbergerweges, der in einem Dorfe nicht schlimmer sein könne. — Oberbgm. Mecum verweist dem gegenüber auf den in der Sitzung noch zu erledigenden Punkt der Tagesordnung und erklärt, daß nach Uebernahme der Unterhaltung der in Betracht kommenden Straßen, auch des Schiffendergerwegs, mit dem 1. April n. Js. auf die Stadt dem Uebelstande abgeholfen werden solle. Aus Antrag der Baudeputation beschließt die Versammlung, zur projektierten Straßenanlage neben dem Neubau der veterinärmedizinischen Institute in der Frankfurter- straße von der Stadt aus rechts schon jetzt an den nötigen Geländeerwerb heranzutreten. — Stadtv. Gafjky spricht die Hoffnung aus, daß der Erwerb nicht lange dauern möge. Den Ausbau des Schiffenbergerweges zwischen Licher- und Bergstraße betreffend, ist die Stadtverwaltung zu der Meinung gekommen, daß zur Befestigung der Böschung an der Friedhofsmauer die Verwendung der schon mit gutem Erfolg erprobten Grottensteine der Anlage einer Futtermauer vorzuziehen sei. Diese Ausführung wird sich nämlich um einige tausend Mark billiger stellen, und die Versammlung genehmigt darum auf Befürwortung der Baudeputation die Uebertragung der nötigen Lieferungen an die Firma Abermann. Bei dein Vorschlag der Uebernahme der Unterhaltung von Kreis st raßen st recken auf die Stadt nennt Oberbgm. Mecum als in Betracht kommend die Marburgerstraße bis über den Friedhof hinaus, den Wieseckerweg bis zur Gemartungsgrenze, die Grünbergerstraße bis zur Allee auf dem Trieb, den Schiffenbergerweg, die Licherstraße bis zur Eisenbahn und die Franksurterstraße bis zur Gemarkungsgrenze. Der Kreisausschuß ist auf Grund des früheren Antrages damit einverstanden; der Kreis bezahlt für die Uebernahme an die Stadt das, was er selbst für die Unterhaltung ausgegeben hätte. Auf eine Klage betr. die notwendige Verlegung eines Zufuhrweges zu der Kreisstraße nach Wißmar, worüber seit langer Zeit ein Streit darüber schwebt, ob diese Herstellung die Stadt oder der Kreis zu besorgen habe, wird festgestellt, daß die Stadt nun die nötigen Schritte zur Besserung des Weges getan hat. Stadtv. Gutfleisch meint, daß bei solchen Streitigkeiten über die Zuständigkeit des Kreises oder der Stadt, wenn es sich um Mißstände handele, unter denen die Bürger der Stadt zu leiden haben, diese unter allen Umständen ein Interesse daran habe, Uebelstände bei Zeiten zu beseitigen. Allan könne die Kosten der betr. Herstellung genau seststellen lasten und dann mit Ruhe seine etwaigen Ansprüche an den Staat geltend machen. Er hoffe, daß die Stadt dieses Verfahren in der Zukunft einschlagen und in dieser Weise die richtige Interessenvertretung der Bürger übernehmen werde. Es folgt auf Empfehlung der Baudep. die Genehmigung eines Kaufvertrages mit Kaspar Heinzerling. Bei dem Gesuch der Gießener Braun st ein- bergwerkeum Ermöglichung eines Bahnanschlusses an d i e Oberhessische Eisenbahn, wobei zwischen der Eisenbahn und der Gail'schen Dampfziegelei ein städtischer Weg verlegt werden müßte, spricht die Versammlung auf Antrag der Baudep. vorbehaltlich weiterer Einvernehmung ihre Einwilligung aus. Punkt 9, Gesuch der 6. Komp. deS Jnf.-RegtS. Nr. 116 um Benutzung eines städtischen Feldweges zu Zielübungen, wurde ausgesetzt. Iw. Hause Neuenweg 2 hat die Stadt kürzlich Räume vermietet; der Mieter Fitzler stellte an die Stadtverordneten ein Gesuch um frühere Entbindung von seinem Mietsvertrag, da er in seinem Interesse schon am 15. November auSziehen will, und um Erlassung eines Teils der schuldigen Miete. Die Versammlung will darauf nur dann eingehen, wenn der Gesuchsteller die Einstellung eines anderen Mieters veranlassen kann. Zur Auffüllung der Gerbergruben in der ehemals Plank'schen Hosraite wird die Auslage von 45 Mark an den Unternehmer Karl Jughardt IL für an* gemessen erachtet. Die Vergütung für Reinigung und Heizung der Schulbaracken am Hamm vom Oktober bis einschließlich März wird von 12 auf 15 Mk. erhöht. Die Ueberlassung der städtischen Wiesen hinter den Eichen an den EiSverein wird unter den seither üblichen Bedingungen gewährt. Es erfolgt die Genehmigung »on Rechnungen für die Vertretung beurlaubter Beamten. Für die Beschaffung eiserner Warnungstafeln für den Radfa hrerverkehr reicht der Kredit von 150 Mark nickt aus, um die beste und billigste Offerte der Firma August Eichhorn-Offenbach anzunehmen, die im ganzen 250 Mark verlangt. Diese Summe wird bewilligt. Hiesige Unternehmer konnten nicht berücksichtigt werden, weil keine geeigneten Modelle hier vorhanden sind und ihre Beschaffung die Lieferung zu teuer machen würde. Stv. Emmelius führt Klage darüber, daß in der Marburgerstraße der Bürgersteig von Radfahrern benutzt werde. Dieser Gepflogenheit soll entgegengetreten werden. Die Einführung des neuen Grundbuches bedingt die Anlegung eines topographischen Psundregisters, wofür die Stadt die Kosten übernimmt Ter Zuschuß der Stadt an den Ziegenzuchtverein wird auf 200 Mark erhöht. Stadtv. Pir r sprach für eine Erhöhung auf 300 Mark, was abgelehnt wurde. Die Institute der medizinischen Fakultät der Landesuniversität ersuchen die Stadt um Erlassung der Hundesteuer für ihre Ver snchs Hunde im Interesse der Wissenschaft. Tie Finanzöommission beantragte, in derselben Weise wie der Staat entgegen zu kommen und die Steuer nichtzuerheben. Es wird demgemäß beschlossen. Aus Antrag, der hiesigen Bäckermeister, die eine Zeitersparnis bezwecken wollen, wird bestimmt, daß die Abhaltung. von Brenn Holzversteigerungen wie früher einzeln in den Waldungen statt finden soll. Ter seitherige Feuervisitator Keßler hat seinen Vertrag mit dem Kreisamt gekündigt. Tie Daudeputation empfiehlt zur Verjehung dieser Steile das ftäbtifaje Hochbauamt, und es wurde ein dementsprechender Beschluß gefaßt. Tas wiederholte Gesuch des A. Geisse um Rück * erstattung von Kosten für die Verlegung der elektrischen Leitung bis an sein Haus wird wiederum von der Majorität der Stadtverordneten abgelehnt. Tie Stadtv. Pirr, Brück und S ch m a 11 waren der Meinung, daß der Leiter des Elektrizitätswerkes damals mit der Anlage des Kabels in der Kaplansgasie nicht bedachtsam vorgegangen sei und dem Gesuchsteller Die teueren Kosten hätte ersparen können. Oberbgm. Mecum führte die früheren Gründe an und die Ab Kimmung ergab die Ablehnung des Gesuchs. Tie Rechnung der Löber'jchen Stiftung für 1902/03 wurde geprüft und richtig befunden und der Voranschlag für 1903/04 genehmigt, ebenso die Rechnung der Ploll'j^en Stiftung. Tas Gesuch des W. Am end hier um Erlaubnis zum Schank-Wirt;chaftsbetrieb im Hause Bahnhofstraße 66 wurde ausgesetzt. Folgende Gesuche umWirtschaftsbetrieb wurden genehmigt: das des A. Wallenfels für Marktplatz 15 (Kleinhandel mit Branntwein), oes Aug. Michel für Walltorstraße 29 (Brannuveinvertauf über die Straße), oes Karl Seipel in der Kaserne, Licherstraße 65 und des Karl Heinr. Ad. Stückrath für Lllarbnrger- straße 27. Tamit war die Tagesordnung der öffentlichen Sitzung erledigt. Es folgte geheime Sitzung, in der unbedeutende Personalangelegenheiten erledigt wurden. Aer Darmstädter Koststeaterumvau. R. W Darmstadt, 26. Nov. Tie Angelegenheit des Umbaues des Darmstädter Hoftheaters ist bekanntlich vom Finanzausschuß der zweiten Kammer einstweilen wieder von der Tagesordnung ab gesetzt worden, um der Großh. Regierung zu neuen Unterhandlungen mit der Stadtverwaltung Darmstadt Gelegenheit zu geben. Diese ist zu nicht gerin gen Opfern bereit,indem sie sich verpflichtet, das zum alten Hostheater gehörige Gelände nebft Baulichkeiten, das nach ortsgerichtlicher Schätzung einen Wert von 235 775 Atk. besitzt, käuflich zum Preise von 245000 Mk. zu Übernehmen und außerdem einen besonderen Beitrag von 120000 M. zu den Kosten des Umbaues beizusteuern. Da die Gesamtkosten einschließlich der 65 000 Dir. für Herrichtung des alten Hoftheaters für die interimistische Spielzeit sich auf 768000 Mark belaufen, so bleiben abzüglich einiger weiterer Einnahmen für Gelänbeverkauf noch 404 910 Mk. zu decken, die dem Antrag der Regierung gemäß aus dem Domänen- Acquisitionsfond entnommen werden sollen. Auf diese Vorschläge ist nun aber die Kammer nicht eingegangen, sondern yat anheimgegeben, die Stadtverwaltung Darmstadt als Hauptinteressentin zugrößerenOpsern zu veranlassen. Inzwischen hat sich nun auch, S. K. H. der Großherzog bereit erklärt, aus eigenen Mitteln einen Berrag von 175000 Mk. zur Verfügung zu stellen, die aus den durch die gesteigerten Einnahmen nach dem Umbau zu gewinnenden Mitteln mit 3Vs Proz. verzinst werden sollen. Ferner ist die Stadt bereit, statt des bisher schon geleisteten Vertrags von 10000 Mk., jährlich für die sachlichen Ausgaben des Hostheaters von jetzt ab einen Beitrag von 20000 Mk. zu zahlen, jedoch nur unter der Voraussetzung, daß dieser Betrag in erster Linie zur Gehaltsaufbesserung der Hosmusiker und der subalternen Thea ter bedien steten verwendet wird. Da nach einer vorläufigen Ausstellung die Mehreinnahmen nach dem Umbau ca. 14000 M k. betragen dürften, so würden aller Voraussicht nach bei der Zahlung von jährlich 20000 Mk. seitens der Stadt genügende Millel zur Verfügung bleiben, um neben der Verzinsung der 175 000 Mk. mit 6125 Mk. auch die von der Staot, wie von der 2. Kammer geforderte Aufbesserung der Gehalte zur DurMührung zu bringen. Die Theater- direktion soll, wie uns versichert wird, diesem neuen Bertragsvorschlag zunächst noch ablehnend gegenüber stehen, da sie es für bedenklich hält, so bedeutende Summen in ihr je nach den Einnahmen schwannkendes Budget aufzu- nehmen. Es ist jedoch zu erwarten, daß auf der vorstehend gezeichineten Basis demnächst eine enbgiltige Verständigung zu stände kommen wird. Aus Zwöl ulu) Kmiü. Gießen, 27. November 1903. ** C. Klingspor t- Gestern abend wurde der tatkräftige und rührige Mann den Seinen entrissen. Ein Schlaganfall setzte dem mühevollen und arbeitsreichen Leben ein Ziel. Mühevoll und arbeitsreich! Wenn auf ein Wirken, sr (Reichspoftgebiet, Bayern und Württemberg) nicht gestattet. Auch für den Auslandsverkehr empfiehlt es sich im Interesse des Publikums, während dieser Zell zu jedem Paket besondere Begleitpapiere auszusertigen. * • Aus dem Bureau des Stadttheaters. Nach der heutigen Theatervereinsoorstellung, die Anzengrubers „Kreuzetschreiber" mit Herrn AllhurBauer vom Frankfurter Schauspielhause als Gast bringt, kommt am Sonntag Blumenthal—Kadelburgs lustiges „Weißes Nößl" zur Ausführung. Am Dienstag gelangt als Abonnementsaufführung Felix Philippis wirkungsvolles Schauspiel „Wohltäter der Menschheit" zur einmaligen Aufführung. Die Darstellung dieses Stückes jüngst in Marburg bedeutete einen großen Erfolg für unser Ensemble. Donnerstag, den 3. Dezember, gelangt hier außer Abonnement das Ensemblegastspiel des „Salons für alle Kunst" zu Worte, das mit ersten schauspielerischen Kräften und eigenen und eigenartigen Dekorationen Oskar Wildes Salome und den Einakter „Die Gefangene" zur Ausführung bringt. Frankfurt, 25. Noo. In der Sitzung der Anthropologischen Gesellschaft am Montag abend berichtete Hofrat Koster aus Darmstadt über die von ihm geleiteten Ausgrabungen im Kranich st einerFor st. Er gab zunächst eine Schilderung des großen Dreieichforstes, der sich von der Nied bis Eberstadt und von Stockstadt am Main (bei Aschaffenburg) bis Stockstadt am Rhein (Groß-Gerau) er» Zellen günstigster Konjunktur allen sprungweisen Betriebs- Vergrößerungen abhold, war er ber schlechter Geschäftslage mit zeitweise großen Opfern bemüht, seiner nach vielen Hunderten zählenden Arbeiterschaft in Gießen und nächster Umgebung sowie in den badischen Filialfabriken das Brot zu erhalten. Nur in steter ruhiger Entwicklung iah er das Heil, und der heutige Stand des blühenden Geschäftes hat ihm Recht gegeben. Weit vorausschauend und auf das Wohl der Seinen bedacht, übernahm der nun Verschiedene im Jahre 1892 die Ruühard'sche Schriftgießerei in Offenbach am Main. Auch dieses Unternehmen mit dem ihm eigenen Geschick in kurzer Zeit einem ungeahnten Aufschwung entgegenführend, durfte er mit Befriedigung der weiteren Entwicklung entgegensehen. Den an der Bahre trauernden Söhnen bleibt eine große Ausgabe. Doch dürste der Vater deshalb ruhig die Augen schließen. Sein leuchtendes Vorbild strengster Pflichterfüllung fiel aus guten Boden. Allen äußeren Eyren wenig geneigt, suchte und fand Herr Klingspor stets die volle Befriedigung und sein Genügen in ferner geschäftlichen Tätigkeit. Jahrelang war er Mitglied der Handelskammer. Wie allem, was er einmal erfaßte, widmete er sich auch dieser Beschäftigung mit voller Hingabe seines reichen Wissens und Könnens. In den schwierigsten Fragen mit treffendem Urteile stets den richtigen Weg einschlagend, ward er ob seiner glänzenden kaufmännischen Begabung hoch geschätzt und mit größter Aufmerksamkeit gewürdigt. Tas Amt eines Handelsrichters verwaltete er mit dem gleichen Eifer und der ihm eigenen Gründlichkeit. Gestern freilich mußte sich der pflichttreue Mann zum erstenmale seit langer, langer Zeit vertreten lassen. Am Abend war dem Äcimmermüden ein Ziel gesetzt. Alle, die Gelegenheit hatten, mit dem seltenen Manne in nähere Beziehung zu treten, ihn in seinem geschäftlichen Wirken zu beobachten und aus dem reichen Schatze seiner Erfahrung Nutzen zu ziehen, werden sagen: „Das war -in königlicher Kaufmann". Ehre seinem Andenken! — Herr Carl Klingspor war geboren am 25. Juni 1839 zu Siegen. Sehr jung trat er in das Geschäftsleben ein. Im Jahre 1865 gründete er mit dem jetzigen Kommerzienrat Georgi die Zigarrenfabrik Georgi und Klingspor. Nach 18 Jahren gemeinschaftlichen Arbeitens trennten sich die Wege der beiden bisherigen Sozien. Herr Carl Klingspor etablierte sich am 1. Juli 1883 unter der Firma C. Klingspor in Gießen allein, und der Erfolg dieser zweiten Schasfens- veriode ^eigt sich in dem großen Umfange, den die Produktion bieder Firma im Laufe der Jahre nehmen konnte. ** Die Weihnachtssendungem Die Reichs- Postverwaltung richtet auch in diesem Jahre an das Publikum das Ersuchen, mit den Weihnachtssendungen bald zu beginnen, damll die Pakellnassen sich nicht in den letzten Tagen vor deut Feste zu sehr zusammendrüngen, wodurch die Pünktlichkell in der Beförderung leidet. Tie Pakete sind d a u e r h a s t zu verpacken. Dünne Pappkasten, schwache Schachteln, Zigarrenkisten rc. sind nicht zu benutzen. Die streckte. Daran knüpfte er, wie wir ber „Frkf. Ztg." entnehmen, eine Uebersicht und Charakteristik der vorgeschichtlichen Zeitperioden: Stein-, Bronze-, Hallstatt- und La-Töne-Zeit, und ging dann zur Beschreibung der heffischen Hügelgräber und der gemachten Funde über. Mit besonderer Erlaubnis des Großherzogs Ernst Ludwig, der ein großes Interesse an diesen Forschungen nimmt und wiederholt persönlich, zuletzt in Gemeinschaft mit dem Zaren, an den Ausgrabungen sich beteiligte, hatte der Vortragende eine große Anzahl der in den Gräbern gefundenen Gegenstände, wie Waffen, Schmucksachen (Arm-, Bein- und Halsringe), Nadeln, Toilettc-Gegen- ftänbe u. s. w. zur Ansicht mitgebracht. Sie sind meist aus Bronze und die Gesellschaft konnte sich durch den Augenschein überzeugen, eine wie hohe Stufe der Kunst damals schon — die Bronzezeit dauerte von etwa 2000 bis 1000 Jahre vor Christi Geburt — erreicht worden ist. Hosrat Koster erntete für feine höchst interessanten Ausführungen und Darlegungen reichen Beifall. -E——■—————— Vermischtes. * Berlin, 26. Nov. Die Tochter des Schneiders Mankiewicz, die sich in selbstmörderischer Absicht mit ihren beiden Kindern vor einen von Niederschönweide kommenden Zug warf, ist kurz nach ihrer Einlieferung in das Krankenhaus gestorben. • Breslau, 26. Nov. In Strehlen wurde ein ent» lassener Hilfsbahnwärter verhaftet, well er einen Eisenbahnzug zum Entgleisen bringen wollte. * Sofia, 26. Noo. In der vergangenen Nacht wurde hier um 1 Uhr 17 Min. eine heftige Ers chütterung wahrgenommen, die sich in der Richtung von Nordwest nach Südost sortpflanzte. Vorher wurde eine unterirdisches Getöse bemerkbar. Die Erderschütterung wurde an mehren Stellen besonders im Südwesten Bulgariens verspürt. Am Kloster Rilo sind mehrere Mauern beschädigt. Dort wurden in der Zeit von V/4 bis 6 Uhr morgens 35 Erdstöße gezählt. „Ginen Hruß von meiner Mutter und ich hätte nicht in die Schule kommen können, weil ich @7jB ganz heiser war und stark hustete ,, „So," meint der Lehrer, „nun sag deiner Mutter wieder einen Gruß xrf&sfok und sag ihr weiter das wäre keine Entschuldigung flTjfi mehr. Seit Fay's ächte Sodener Miueralpaftilleu existieren, braucht sich kein Mensch mehr mit Husten O und Heiserkeit und wie die schönen Dinge alle heißen, abzuplagen. Da kaust man sich für 85 Pfg. einfach eine Schachtel Pastillen und die Erkältung wird schnell O vorüber jein. Das merk dir für die Zukunft und ihr anderen merkt's euch auch, damit die ewigen Schulversäumnisse wegen Husten und Erkältung einmal ein Ende nehmen. Bedeutend unter Preis verkaufe ich wegen vorgerückter Saison Ogmmeill"Hüte) garniert, sind teils bis zur Hälfte des Preises herabgesetzt Moderne Damen-Jacketts aus Satin-Double mit Tresse, garniert, Moderne Damen-Jacketts aus prima Zibelinestoff, chic garniert, Moderne Damen-Jacketts aus prima Double, elegant ausgeführt, Moderne Damen-Jacketts aus feinem Eskimo, apart ausgeführt, jetziger Preis jetziger Preis jetziger Preis jetziger Preis 5.75 9.50 11.50 14.50 Marktstrasse 17 Part, I. H lll. Damen-Winterkragen, reine wolle, jetz. Preis 7.75 Damen-Winterkragen, schwere QuaL „ . 11.75 Kinder-JaCkettS, starker Cheviot, jetz. Preis 2*— Kinder-Paletots, modern gearbeitet, jetz. Preis 4.50 ■ss:7 Jacob Heilbronner MH! MM « ■l-rj MG VW W -NW IM M-Ä W Bekanntmachung. Behufs einer Ergänzungswahl des Vorlandes unserer ^Gemeinde für das nach dem Dienstalter austretende Mitglied Herrn Israel Rothschild liegt die Liste aller Stimmberechtigten drei Tage lang zur Einsicht der Beteiligten auf dem Bureau des unterzeichneten ersten Vorstehers offen und können Einwendungen gegen den Inhalt der Liste nur während dieser Frist zugelassen werden. Gießen, den 26. November 1903. 8833 Der Borstand der israel. Religionsgemeinde Gießen. S. Heichelheim.________________ iinii LchkO Gießen. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht, Saß unsere Kasse vom 3. bis einschließlich 8. Dezember L Js. geschlossen ist. Im übrigen werden im Laufe des Monats Dezember jeden Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Samstag von vormittags 8 bis 12 und von nachmittags 2 bis 4 Uhr Geschäftstage abgehalten. Gießen, am 21. November 1903. Der Direktor der äpar- und L^kasse Gießen. Wiener. 8721 AmisßoMkiser Mtzhch-Vcckus. Aus dem Freih. Riedesel'schen Revier Ober-Ohmen, Kreis Alsfeld, Distr. Unt. kl. Struth, an der Kreisstraße Groß- Eichen—Mücke, kommt nachstehendes Fichten-Stammholz zum Verkauf: ca. 44 Stück Fichten-Stämme I. Klaffe mit ca. 130 fm 9 23 9 9 9 H. 9 9 „ 40 9 r 27 9 9 „ III. 9 9 „ 30 9 e 25 9 9 „ IV.a 9 9 „ 15 9 w 30 9 9 , IV.b 9 9 „ 10 9 w 30 9 9 , v. 9 9 , 5 9 9 2 9 9 Abschnitte I. 9 9 „ 3 9 0 16 9 9 „ hl 9 9 , 7 9 Klassifizierung nach der Elsässer Taxe, Stärkemessung mit der Rinde. Es ist nach Klassen zu bieten. Die allgemeinen Verkaufsbedingungen können von hier bezogen werden. Gest. Gebote werden bis zum Montag den 7. Dezember 1903, vormittags 11 Nhr, an die Unterzeichnete erbeten. Lauterbach, den 25. November 1903. 8819 Freih^rrlich Niederer Rentkammer. Holz - Versteigerung. Montag den 30. d. Mts., nachmittags 1 Uhr, soll im Kurpark zu Bad - Nauheim öffenlllch meistbietend folgendes Nutzholz versteigert werden: Stämme: 40 Stück Ulmen von 1,6 bis 4,4 m Länge und 25 bis 57 cm Mittendurchmesser mit 14,0 fm Inhalt, und 13 Stück Ahorn von 2 bis 3,4 m Länge und 15 bis 31 cm Mittendurchmesser mit 1,17 fm Inhalt. Zusammenkunft in der Bahnhofsallee am Hotel Kaiserhof. Bad-Nauheim, den 24. November 1903. Großh. Kurverwaltung Bad-Nauheim. I. A.: Kirchner, Forstassessor. 8821 Präcisions Taschenuhren A.Lange &Söhne,Glashütte 'Sa. Zu beziehen durch alle feineren Uhrengeschäfte. 28 Präm. Anzeigen A .M v’ Ä WW Beir. tot! Bei eil ling zu L von Backsle angeordnet. <... Berich M Mcherjolq Sfcitiii Nach poi Hauptstadt Menn bey Dirntzbvirri, persönlich Rr sch l. Js. ab Wendung for Wir erj bedienen zu solche außer erhebestellen «nentgeltlil ließen <ä) Aus Bei oöenb von e jjjt tvie ein SmNt iai ^vatwnen fü Wfe zum Seit: i In den der Ioh. G MH. Ame Tieinbach Gieße Ä* ^•i'äu'eb « Ä* toeien. j“8’ Wleilltng ZrE SÄ?g dkrk°°Ä dtt &u « L >u in"? « l^n W«n le llQd 5 H'l Di! W «Her ®(t^ Sitz- 'N eine MW* Sie m» 1. Lhn 2. H-'" 8. Bti<: ES wird Kenntnis geb M §16 bti ®ie&" TZ rew^"^e- *S*5 ' fi 6 yerSangsn Sie in Packeten mit vollem Firmen - Aufdruck A. Zuntz sel. Wwe. ^^ , ,, Kgl. 20. Hofl., Bonn, Berlin, Hamburg. heltgSasierte Röstung 1.70, 1.80, 1.90, 2.— per V2 Kilo> Frau M. I. Rühl. I. M. Schulhof, Marktstraße. N. Schlabach Nachf., Ludwigsplatz. Chr. Schoenhals, Nordanlage. Jos. Seeler. 4140 Adolf Leuhardt. bei: A. Zimmermann; H. Geißler VI. CarameBBsierte und L Mk. 1.—, 1.20, 1.40, 1.50, 1.60, Verkaufsstellen in Gießen bei: Chr. Bieker, Neustadt 55. Emil Bender, Neustadt 53. L. Kalkhof, Westanlage. C. G. Kleinhenn, Bahnhofstraße. Th. Hinkel, Kreuzplatz 6. In Lich bei: A. Bing. In Lollar Konsum-Anstalt der Main-Weser-Hütte. In Krofdorf bei: H. Rinn. In Steinbach bei: H. 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Univ.-Biblioth.-Kustos Dr. Mbel: Die deutschen Zünfte im Mittelalter. 4. Prof. Dr. Drews: Der Pfarrer der Aufklärungszeit. 5. Prof. Dr. Mittcrmaier: Die Frage der Schwurgerichte in der Strafprozessreform. Der Ertrag ist zu gemeinnützigen Zwecken bestimmt. Karten für die ganze Reihe (für 1 Person zu 4 Mk, für 2 Personen derselben Familie zu 5 Mk., für 3 und mehr Personen derselben Familie zu 6 Mk.) und Einzeikarten zu 1.50 Mk. sind in der Ferber- sehen, Frees’sehen und Ricker’schen Buchhandlung, Studentenkarten beim Universitäts-Hausmeister zu haben. _ 8721 Hochfeine, echte Frauksuckr WWen und neue Linsen Bfloskopt’s Trauben-Senf mit der Trank« Bester Rheinischer Tafelsenf. Email- u. Holzgeschirre verschiedener Art und Grösse. GekgenheitsHad. Normal Unter Kleider Winter Handschuhe zu enorm billigen Preisen. J. ilaan jr Kreuzplatz 10. xrre „ ytrtYt «oau. schreibt: Bei dem Dachsluhlbrande, der gestern Tin Kasinogebäude zum Ausbruch gekommen, hat die städtische Berufsfeuerwehr einen Feuerlösch-Apparat Minimax" benutzt rmd damit ein vollkommen zu- sriedeustettendes Lbschresultat erzielt. Der Apparat _Mimmax", welcher schon seit längerer Zeit auf eiuemFnhrzeug derBerufsseuerwehr Iländigmttgesuhrl wird, koume'sofort beim Eintreffen der Wehr in Betrieb gesetzt werden und funktionierte tadellos. tMdtJ ntMa tznrder der am letzten 4HUVIUU Schweinemarkt am hies. Schlachthause liegen geblieb. Wagendeckc wird ersucht, da er er« kannt ist, dieselbe i. d. Resiamation Pntvermühie abzu liefern. |(>5886 sowie ca. 50 cbm Steinschutt können bei dem Neubau von I. Atzbach, DlarburAerslr., gefahren werden. Off. sind bis zum 30. d. M. bei Herrn Archltett Hamann, Bergstr. 11, abzugeb. Stadt-Theater Sietzen. Direktion: m^oetter. Sonntag den 29. Rov. 1V03: 7. Sonnlag-Aboun.- LchrstelluugE All Vtitzkk Wl. 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