Dienstag Ä7. Oktober 1903 153 Jahrgang Erstes Blatt Amts- und Anzeigeblatt für den Meis Gießen 89 jäiint, und aul- und auch im Winter im Sommer 1901. nn durch die Aus > ft e in—Rixfel! Schalstrahe 7. Übrefie für Depefchenr Anzeiger Gtetzeu. Kernlprechanlchluh Nr. 5L Der Herbst beste Zeit für mehl für nicht Nr. WÄ Erscheint täglich außer Sonntags» Dem Siebener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siebener Familien, blätter mermal in der Woche deigelegt. ZRotaltonSbrud a. Verlag der Brühl'schen Nnwer^Buch- n. Stein- druckerei (Pietsch Erbens nriLti- «viuntutH, ohne jede Assistenz eine geburtshilfliche oder chirugrisch-e Operation vorzunehmen. Er muß die Instrumente keimfrei machen, desgl. das Operationsfeld, miO mutz dafür sorgen, daß diese fernerhin nur mit aseptischem Material in Berührung rommen. Die Vornahme der Operation ist meist weniger schwierig, als die Erfüllung die)er Forderungen, von der baö Leben und die E-esundheit des Patienten, der fieberfreie Verlauf des Wochenvettes u. a. ab hängt. Lernt der junge Arzt das praktisch in der Klinik? Wird er das in Akademien lernen? Es ist einfach unmöglich, in solchen mit allen modernen Hilfsmitteln ausgestarteten Anstalten die Verhältnisse einer dunklen, engen, fapuutzigen Häuslichkeit zu markieren. Kleine praktische Ratschläge, 's. Düngung. Die FUt-rung oer profcicierren Vaynrinie, negr reine Veranlassung vor, näher an diese Z-rage hevanzutreten! Daß man aber den Bestrebungen des Vogelsbergs, an die großen Verkehrsadern durch eine Nebenbahn ange,chlossen zu werden, wohllvollend von alten Seiten her gegenübersteht, ist nicht zu leugnen. Besichtigten doch erst ganz jüngst Se. Excellenz der Finanzminister Ar. Gnauth mit einem Oberbaurat das ganze Gelände, um perjünlichen Einblick von der ganzen Sachlage zu gewinnen. Auch diese Herren dürften zu der Ansicht neigen, daß eine Erschlietzung des oberen V-ogelsberges einzig und allein durch eine direkte Verbind ung mit der Provinzialhauptstadt ließen gewonnen werden muß, und daß dies in bester Bei der Maul- und Klauenseuche wird freilich durch die Landwirte selbst noch schwer gesündigt. Aber selbst wenn ihr Kamps ernster und eifriger wird, ist nichts aus- gerichtet, wenn nicht der Staat helfend und rettend ein* greift. Er muß das kranke Vieh nach Möglichkeit aufkaufen und vernichten lassen. Schaden hat der Bauer immer noch genug, wenn sein Gehöft verseucht, seine Einnahmequellen verstopft werden. Staatshilse und Selbsthilfe sind hier mehr denn je am Platze! Kartoffelernte und StärKemarKt. Neber die Lage des Stärkemarktes äußert sich Herr Bieler-Machern in Nr. 42 der „Zkschr. für Spiritus- Industrie" u. a. wie folgt: Die diesjährige Kartoffelernte ift soweit gefördert, daß man für das Gesamtresultat sich nicht mehr aus Schätzungen zu verlassen brauwt, und da scheint es ganz interessant, die drei letzten Ernten unter Berücksichtigung der amtlichen, vom statistischen Bureau veröffentlichten Berichte und der Lage des Stärkemarktes in derselben Zeitperiode mit einander zu vergleichen. Es wird heute niemand bestreiten, daß die Kartossel- ernte des Jahres 1901 nach Quantität und Qualität in Norddeutschland die beste in den letzten 20 Jahren, ja vielleicht überhaupt die beste war, die je gemacht worden ift; denn die alten Kartosselsorten haben auch in der besten Zeit die neueren Sorten an Quantität nie erreicht. Es erregte deshalb allgemeine Verwunderung, daß für die vorjährige Ernte, welche allgemein im Vergleich zu der von 1901 als schlecht bezeichnet werden muß, und in den amtlichen Berichten im August dieselben Zahlen wie 1901 und im September dieselben Zahlen veröffentlicht wurden; denn man konnte schon damals nicht annehmen, daß der sonnenarme, naßkalte Sommer 1902 eine ebenso reiche Kartoffelernte hervorbringen würde wie die für die Entwickelung der Kartoffeln so überaus günstige Witterung praktische Iayr. s praktischen Arztes zu dem Artikel tu »e Akademieen der Medizin". tr. das im Anschluß an das Staats- praktische Jahr des jungen Arztes n ärztlichen Kreisen wohl niemand Lösung mittelst Gründung von Akc> i größeren Städten gedacht. Seit ge- ..rren dunkle Andeutungen über solche ;ierring in der Lust herum und •)£ Welt. Denn das möchte ich voraus- all der Aerzte sindet diese nig, wie die bisherigen. Irr lung hat man es nur bisher unter* 'n Ansichten des ärztlichen Publikums Wozu auch sollte das dienen? Unsere Berlin scheinen ja Wohlgefallen daran ) immer das zu beschließen, das ein* 1 nschen der Aerzte diametral st, die berechtigten Wünsche und For- ) Deutschen aber vollkommen in den direkt ohne Wohlwollen zu be- rn die Zulassung der Frauen zum tudinm (warum nicht auch zum hilologischen, juristischen?) . von Jüngern Aeskulaps mit Real- u erinnern, während fast gleichzeitig eterinärmediziner Gymna- sordert wird. Bekannt ist auch, wie ;all- und Krankenversicher- g mit den ärztlichen Ford er * d e r g e s e tz t hat. In ersterer sind wähnt, obwohl ohne sie eine praktisch? uzen Gesetzes unmöglich wäre, in der verabschiedeten Novelle zu letzterem annter schreiender Mißstände der Honorierung der ärzt - n nur die Pflichten der Aerzte . e n und Foroerungen aber nicht lwollende Erwägung zugesagt, ^en waren nötig, um meine Behaupt- an Wohl wo llen der Reichsregier- er ihrigen gewählt hat. Merry de vember Kardinal werden. Die de dagegen schwelgt in Lobeshymnen ü Merry del Val kein Italiener, son länder, Halbspanier oder $ Nichts könnte je trefflicher die Inter: lischen Kirche symbolisieren, als diese menheit. Me es scheint, hat er als sekretär mit Pius X. bereits mitge) politischen Entscheidung, die sein He nämlich im ,F)sservatore Romano" y im Vatikan nicht empfangen Werder, das mit der Tradition des heilige einbar sei. In Berlin war er Vertr Begräbnis Kaiser Wilhelms L, Kön Namen des Papstes zur Thronbestsund die Rechte der katholischen 5 schützen, wozu er nach drüben entsan- gelungen. Er wird also wohl nicht Rolle spielen und ein so einflußr: wie sein Lehrmeister Rampolla. A .Versöhnlichkeit kann er manches zur beitragen. Scheint dieser Friede auch, sowei Balkan ihn stören, vorläufig gesicher in O st a s i e n. Aber wenn die Kr Rußlands und Japans neuerdr wollen und beide Mächte eifrig we hier die Arbeit der Diplomatie doch liehen Ausgang der Spannung zu tte? Nachhaltiger dürften die Folgen . viel harmloser erscheinenden Störun Ziehungen sich gestalten, die zwischen amerika und England eingetrc Schiedsspruch in der Alaskafrage die Hälfte seiner pacifischen Küste s< feldern an die Vereinigten Staaten, von Rußland Igekaust haben. Die § ihrem Optimismus darauf, das Sch Küste vor den vorgelagerten Infi Schiedsgericht hat ihnen unrecht gt auf ihre wirtschaftlichen Interessen wendigen Zuganges zum Ozean Feint sondern nur nach dem Wortlaut de Künftig ist der wichtige Lyanfiord, 5* durch die Felsenküste ins kanadische I Kanadiern ab geschnitten. Es behäll landkanal. Diese Entscheidung, der treter des Schiedsgerichts ihre Ur haben, gibt den Beziehungen Kan ad Stoß. England tut in seinem Jntere weiter auf dem Wege, vor den Pankee der imperialistischen Idee zu dienen. Preis die amerikanische Freundschaft i ffchen Imperialismus pflegen. Aber t Liern dieser Imperialismus ein, wenn den schlägt? So ist man denn jetzt un ^Eindruck dieses Schiedsgerichts in K ernstlich seine Beziehungen zum Mutt -Ein Reichsüberdruß greift um sich . natürliche Idee, sich der freien N schließen, mit der man ja ursprünglü taucht bereits im kanadischen Parlmner keit auf. Sechste ordentliche evangelisch. (Originalbericht des „Gi V. R. B. Nachdem die heutige Sitzung um das Gebet gesprochen, auch ein-neuer A über die evang. Kirchenlehre zur Ve setzte die Versammlung die Beratur. Wahl-Langen, den Zusatz zu § 13 Verfassung betreffend, fort. Als M Abg. Dr. Lucius-Mainz aus, es se Widersprüche enthalten, auch gesetzlich fraglichen Bestimmung. Er macht br unbsvorschläge. Oberkonsistorialpräsi weist auf frühere Erllärungen des O Die „Rehabilitierung^' soll die Wä> meindevertretung wiedergeben und b* Kirchenvorstand, und dies habe seine 9 -einem „Gefallenen", der bereut und sie sähen des Evangeliums gemäß verze- als Mitbruder anerkennen, aber man — 40 — da leider auch in diesem Kunstdünger oft ein großer Unterschied besteht. Thomasmehl muß indessen mindestens 14 bis 15 Prozent zitronenlösliche Phosphorsäure enthalten. Allgemein stellt sich der Preis dieses Kunstdüngers weit billiger als im Vorjahr. Aufbewahrung der Speisezwiebeln. Zum Aufbewahren für den späteren Gebrauch eignen sich, wie der „Hess. Landw." schreibt, nicht alle Zwiebeln gleich gut. Namentlich die übergroßen Exemplare taugen hierzu ganz und gar nicht. Man wird deshalb sogenannte Riesenzwiebeln sofort in der Küche verwenden. Gut eignen sich mittelgroße, gesunde, gelbe Zwiebeln; am besten aber werden sich die mittelgroßen, dunkelfarbigen Sorten halten, wie die Holländische blutrote, Zittauer blutrote, Madeira, Della Rocca, James, Rousham Park Herv usw. Die gut abgetrockneten Speisezwiebeln werden an einem lustigen, frostfreien Ort aufbewahrt, also auf dem Estrichoder auf dem Speicher, oder auf einer Vorbühne usw. Hier werden sie dünn gelagert und bei Eintritt der Fröste mit Stroh leicht bedeckt. Zwiebeln dürfen ohne Schaden sogar etwas gefrieren. Man darf sie aber wahrend dieser Zeit nicht etwa berühren oder anders lagern Wollen, weil sie sonst faulen. Ueberläßt man die über- froreiien Zwiebeln sich selbst, so werden sie ohne weiteres wieder auftauen, ohne Schwaden zu nehmen. Vor dem Lagern entferne man nur die Hülsen, welche von selbst abfallen. Um das Auswachsen der Speisezwiebeln zu verhüten, werden dieselben mancherorts, namentlich in Rußland, in Leinwandsäcklein für einige Stunden in den Rauch gehängt. Es wird behauptet, das im Rauch enthaltene Creosot übe auf die Zwiebel eine ähnliche Wirkung aus wie auf das Rauchfleisch, ohne ihr auch nur eine ihrer guten Eigenschaften zu nehmen. Es mache die Zwiebel widerstandsfähiger gegen schädliche Einwirkungen. Wir haben den Versuch allerdings nur im Kleinen gemacht, und da hat sich der oben angeführte Rat bewährt. Es wäre nur zu wünschen, wenn der Versuch auch im Großen gemacht werden könnte. Castration der Ferkel. Für die Castration der Ferkel stellt Professor Erhardt im „Schweizer Archiv für Tierheilkunde" folgende Regeln auf: 1. Am zweckmäßigsten wird die Operation im Alter von drei bis fünf Wochen vorgenommen. 2. Sehr vorteilhaft ist es, nach der Operation die Ferkel noch einige Tage beim Mntterschwein zu belassen. 3. Die Castration sollte immer erst einige Stunden nach der Futterzeit vor- genommen werden. 4. Jeder Tierarzt sollte es sich zur Pflicht machen, die Castration nicht ohne Narkose vor^u- nehmen. 5. Die Prinzipien der Asepttk sollten bei der Castratton gewahrt werden. 6. Wird die Operation in der linken Flanke ausgeführt, soll die Einstichstelte nicht zu tief gewählt werden, weil hierdurch die Entstehung von Hernien begünstigt wird. 7. Gegen Die Methode, mit den Ovarien auch den Uterus zu entfernen, ist nichts einzuwenden, weil sie leichter auszuführen ist, als die reine Ovariotomie. 8. Die Operationswunde ist mittels Kürsch^ nemaht solid zu vereinigen, damit nicht durch das gegenseitige Beschnüffeln und Benagen der Ferkel dieselbe geöffnet werden kann. Gegen die Sch weif Verhunzung an den Pferden ist schon seit längerer Zeit vielfach angekämpft worden und doch Darf man nicht ermüden, diese Unsitte für die Zukunft möglichst zu verdrängen. In letzter Zeit ist von einem Tierfreunde, Dr. Ed. T, diese Angelegenheit in energischer und durchgreifender Weise in einer Broschüre besprochen und durch Versendung von Tausenden von Exerw- plaren an sämtliche Tierschutzvereine Deutschlands usw. verbreitet worden. Bei der dadurch hervorgerufenen Erörterung des Gegenstandes ist auch Die ästhetische Seite beachtenswert in den Vordergrund getreten. Man sucht sogar die großen Künstler der Gegenwart für die Frage zu interessieren. U. a. sagte Hans Thoma: „Gewiß sind alle Künstler auf Ihrer Seite in Ihrem Bestreben, der Unsitte und Verstümmelung eines so schönen Tieres wie des Pferdes entgegen zu arbeiten . . . Des Menschen Wille ist sein Himmelreich und vermag ihm über verschnürten Leib und verkrüppelte Füße hinweg zu helfen — ein Pferd aber vermag nicht stolz zu sein auf seinen kupierten. Schweif." —. Franz Stuck: „Das Kupieren der Pferdeschweife ist ein Verbrechen an der Natur." — Fritz Mackensen-Worpswede: „Das Abschneiden der Pserde- schweifwirbel ist eine der vielen Grausamkeiten, geaeit Die jeder Mensch, der ein Herz hat für die Größe der Schöpfung, mit aller Energie vor gehen sollte." — Professor Dr. K. Kraepelin, Direktor des natnrbistorischen Museums in Hamburg: „Als Naturforscher, für den die Wun- Derwerke der Natur nicht lediglich Ausbeutungsobjekte menschlicher Erwerbssucht sind, stimme ich Ihren Bestrebungen von ganzem Herzen bei. Ich kann es nur als eine mittelalterliche Brutalität betrachten, wenn man die treuen Arbeitsgenossen des Menschen ohne zwingenden Grund ihres schönsten Schmuckes, ihrer einzigen Waffe gegen das. Heer der blutsaugenden Insekten beraubt." Diese beachtenswerte Kundgebungen sind neue wertvolle Kampfmittel im: Streite für den Pferdeschutz. Aus Way und Aern. () M a r b n r g, 23. Okt. Die am 31. Oktober und 1. November im Schützenpfuhl hier stattfindende erste große Ausstellung des kürzlich in Bebra gegründeten Verbandes hessischer Geflügelzuchtvereine, zu der S. K. H. der Landgraf Alexis von Hessen das Protektorat übernommen hat, verspricht den zahlreichen Anmeldungen: nach zu urteilen, ein vorzügliches Gelingen. Eine ganze. Reihe von Vereinen, Kommunen und Privaten haben zum. Teil recht wertvolle Ehrenpreise gestiftet. Für die Unterbringung der angemeldeten Stämme wird aufs beste gesorgt, sodaß auch selbst empfindliche Tiere gegen die Unbill der Witterung hinlänglich Schutz erhalten. Hannover, 24. Okt. Ueber die immer größer werdende Unlust zur landwirtschaftlichen Arbeit klagt die „Hann. Landw. und Forstw. Zta.", das amtliche Organ der hannoverschen Landwirtschaftskammer. Sie stellt fest, daß von den ip diesem Jahre entlassenen Reservisten viele nicht wieder zum Landwirtschaftsbetriebe zurückgekehrt, sondern in den Städten geblieben sind, oder bei staatlicherseits ausgeführten Arbeiten, besonders bei Eisenbahnarbeiten, Beschäftigung gesunden haben. Selbst jüngere, noch nicht militärpflichtige Burschen sind vielfach schon abgeneigt, ein festes Dienstverhältnis emzugeheil, Wohnstellen von 1—2 Hektaren, welche früher sehr begehrt waren, sind, wenn der derzeitige Besitzer Alters wegen verkaufen muß, oft unverkäuflich, da sich lungere Leute nicht als Käufer finden. Der Grund hierfür liegt nach Ansicht des amtlichen Blattes darin, daß die jungen Leute einesteils ihr Geld durchaebracht haben und keme Anzahlung leisten können, andernteils nicht durch die Ueb nähme einer solchen Wohristelle vondem Hofbesitzer abhängig werden wollen, der gegen Arbeit des Mannes auf feinem Hose die Bestellung übernimmt. Qntihtriirh. Ei er Verkaufs-Vereinigungen. Die Landwirt- schaftskammer für die Provinz Brandenburg beabsichttgtz eine Anzahl neue EierverkLuss-Verermgungen ins Leben- u rufen und ersucht die Beteiligten Steife, die von diesem vorteilhaften Anerbieten Gebrauch machen wollen, .")re Anträge möglichst bald einzureichen. Die Sammer 'st berU in den ersten Einrichtungskosten angemessene Beihiflen zu gewähren, sowie den Vereinigungen Absatzgelegenheiten ttach^uiüeilen Für die Zweae der gemeinsamen Verkaufs stellen kommen in erster Linie Ortschaften mit größerem Geflügelbestande in Betracht, die in rmmittelbarer von Eisenbahnstationen liegen oder sonstige günstige Verkehrs Verhältnisse haben. Kumoristischcs. Ein doppeltes Lecrermaul. Der Hannpbilipp war unlängst aus dem Dreschen. Als es nun zum Kassee ging, bestrich er das Vrvt oben mit Butter und miten mit Latwerg. Darüber zur Rede gestellt, meinte er: „Mein Untermaul ist mir gerade so lieb, wie mein Obermaul!" Redaktion: August Göd. — Rotationsdruck und Verlag der Brühllschen Univcrsttäts-Buch- und Stcindruckerei. R. Lange. Gießen. ein solcher Mann nicht in einen Tir ikörper gehört, der naturgemäß seine ttsche Integrität viel höher stellen n Stellung „im staatlichen Rechtsleben". sei in Dieser Beziehung sehr feinfühlend, und sich darüber hinwegzusetzen, würde voraussichtlich das Ansehen der kirchlichen Vertrettmgskörper schädigen. Die Rehabilitierung, soweit sie für den Betreffenden wertvoll sein kann, d. h. Wiederherstellung der Wählbarkeit zur Gemeindevertretung und Kirchenvorstand, sei sonach bedenklich, und soweit sie nicht bedenllich sei, habe sie für den Betreffenden keinen Wert. Das Oberkonsistorium beantrage die Ablehnung des tzlnttags, dagegen würde es sich dem Eventualantrag des Ausschusses wohlwollendd gegenüberstellen. Der Antragsteller Wahl-Langen bemerkt, daß er in Rücksicht auf die wohlwollende Haltung des Oberkonsisto- riums seinen Anttag im Sinne des Ausschuß antrag s modifizieren wolle. Nachdem noch mehrere Abgg., darunter Land- .pe 111 n uhu uit uutigen ui |iu u i uiuucftrnutn ^ut|r= lichtesten nach Wiesbaden kommen, um hier einer Vor- stellrmg des „Oberon" beizuwohnen. — Für die Zusammenkunft soll der 4. Nooember jetzt bestimmt in Aussicht genommen sein. Biedenkopf, 25. Okt. Großes Interesse bringen selbst unsere Biedenkopfer Landsleute in Amerika dem für unsere Kreisstadt Biedenkopf geplanten Kreis-Krieger-Denkmal entgegen. So fanden in Baltimore in letzter Zeit wiederholt Versammlungen von früheren „Viedenköpfern" statt, um sich über Mithilfe zur Errichtung eines Denkmals für die Gefallenen im deutsch-französischen Kriege zu besprechen. Es wurde ein Komitee ernannt, das Beiträge für diesen Zweck Am 18. Okt. Hemrick Zimmer, 50 Jahre alt, Juwelier dahier. — 19. Emma Neuschäfer, geb. Heldmann, 64 Jahre alt, Ehefrau des Privatier Otto Neuschäfer dahier. — 21. Josef Eduard Rösing, 38 Jahre alt, Gastwirt dahier. — 22. Ida Grünebaum, 28 Jahre alt, ohne Benü, dahier. —. Heinrich Dapper, 23 Jahre alt, Bureaugehilfe dahier. Geschäfts - Empfehlungen ii=tert billigst Brühl'sche Aniversitäts-vruckerei. mrekl-o von allen Hautcnrsschlägen und Hautunreinigkeiten WM O V befreit sein will, benutze nur Obermever's Herba- Seife. Z. h. i. all. Apoth. Drog. u. Pars.