Nr. SSL Vrsch-tnt täglich außer SormtagS. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Gießener Familien, blätter viermal in der Woche beigelegl. Rotationsdruck e. vertag der vrühl'schen Univrrt^Buch- u. Stein- druckere, (Pietsch Erbens Nrdattton. GrpeOttton and Druckerett Schalstratze 7. Adresse füt Depeschen, Anzeiger Gieße«. Arrnlprechanschluß 9tt.51. Zweites Blatt« Dienstag S7.Oktober1SV3 ISS. Jahrgang GietzenerAnzeiger General-Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Bezugspreis» monallich7bPj^ otenet» jährlich Mk. 2.20; durch Aohole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pi.; durch diePost Mk. 3,—viertel» jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für tue Lagesnummer bis vormittags 10 Uhr. ZeilenpreiS: total 17 auswärts 80 Ptg. ' Ver^nlworNich tüfc den poltt. and allgem, Teili P. öitttoi für .Stadt und LandE und .GerichtSsaalE, August Götz; für den Anzeigenteil! Hans Beck. Ile Heiitige Kummer umfaßt 10 Selten. WonarcheuzusammenKuust in Wiesöaden. Wie jetzt dem „Rhein. Kur." von verschiedenen Seiten bestätigt wird, trifft Kaiser Wilhelm am 3. November in Wiesbaden ein und wird mit dem von Schloß Wolfsgarten kommenden Zarenpaare und' amserem Groß- Herzog eine Zusammenkunft haben. Am Abend des 4. November sindet in den königlichen Schauspielen eine Festvorstellung des Oberon" statt. Auch für den 5. ist eine Feftoorstellung geplant. Generalintendant v. Hülsen trifft von Berlin ein, um weitere Vorbereitungen zu treffen. Mit dieser Zusammenkunft beschäftigen sich auch die russischen Matter. Die Petersburger „Wjedomosti" sprechen an leitender Stelle die Freude alter Russen über die bevorstehende Zusammenkunft beider Monarchen aus und weisen darauf hin, daß bei dieser Gelegenheit sicherlich auch der neue d eutsch-russische 5Aandelsv ertrag berührt werden dürfte. Die Zusammenkunft hat wohl schon seit längerem im Plane gelegen, bevor das Zarenpaar sich gut den Bermählungssestlichkeiten nach Darmstadt begab, äußerte Kaiser Nikolaus den Wunsch nach einer Begegnung. Daß der russische Herrscher den Aufenthalt in einer Stadt wie Wiesbaden, die einen internationalen Fremdenverkehr und ein doch weit lebhafteres Gepräge wie Darmstadt hat, für sicher halt; daß er einer Festvorstellung im Königl. Theater beiwohnen wird, ist ein Beweis des Vertrauens, das von der russischen Polizei den preußischen Behörden entgegengebracht wird, während sie von der Romreise abriet. Tenn so steht, nach Informationen unseres Berliner politischen Mitarbeiters, die Sache, und nicht so, daß die italienische Regierung ihrerseits keine befriedrgenden Zusicherungen für die Sicherheit des Zaren habe gewähren können oder wollen. Gegen Auffassungen läßt sich selten etwas Triftiges einwenden. Darum wird man in Italien, wo man noch immer verstimmt ist über die Besuchsabsage, nicht scheel sehen dürfen zu der Kaiser-Zusammenkunft in Wiesbaden und etwa auch hier Beschuldigungen erheben, wie sie, durchaus ungerecht, gegen angebliche Jntriguen Oesterreichs erhoben worden sind, durch die Behauptung, Oesterreich habe den Zar gegen den römischen Besuch eingenommen, und der Ursprung des Italien kränkenden bekannten Kommuniques der russischen Agentur sei in Oesterreich! zu suchen. Der wirkliche Zusammenhang der Dinge muß festgehalten werden, denn man redet sich; in Italien, nach dem Eindruck, den die Privatmeldungen machen, immer mehr in die Erregung hinein, die schließlich überall Jntriguen wittert. Ja das italienische Mißtrauen gegen Oesterreich geht heute bereits so weit, daß sogar von neuen italienischen Befestigungen an der österreichischen Grenze die Rede ist. Die italienische Regierung hat Mühe, derartigen falschen Gerüchten M begegnen. Zweifellos hat die Monarchenbegegnung in Wiesbaden einen politischen Charakter. Deutschland und Rußland sind sich näher gekommen nach den Verbrüderungssesten, die Frankreich mit England und sodann mit Italien zu inszenieren für gut befunden hat. Es ist nicht die Schuld der französischen Regierung, daß der König von Italien mit ebensoviel Tart wie politischer Klugheit sich Zurückhaltung auferlegt hat. Ist Deutschland auch an den Balkan-Vorgängen nicht unmittelbar interessiert, so wird die Unterstützung, die es dem gemeinsamen Programm Rußlands und Oesterreich'-Ungarns mit absoluter Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit widmet — an beiden Eigenschaften ließ es die österreichische Diplonratie nur zu sehr fehlen sicherlich in Petersburg hoch bewertet. Vor allem dem neuen Handelsvertrag ist dadurch der Weg geebnet. Das oben genannte Petersburger Blatt hat bannt ganz recht. Es ist anzunehmeu, daß Reichskanzler Graf Bülow bei den Wiesbadener Tagen nicht fehlen wird. Zweifellos ist bie Zusammenkunft der Staatsoberhäupter die einfachste Art der Entscheidung wichtiger Fragen. Verwandtschaftliche Bande, persönliche Sympathien und die enorme Autorität der obersten Staatsgewalt erscheinen als Elemente jener Macht, welche leicht und schnell die Hindernisse bejcitigt, die für geringere Träger von Vollmachten unüberwindbar erscheinen. Die Fortsetzung der Handelsvertragsverhand- lungen mit Rußland finden im November in Berlin statt. Man darf wohl hoffen, daß sie nach den Wiesbadener Tagen unter einem günstigen Stern stehen ivierdeii«. Kolitische Tagesschau. Der Marburger Reichstagswahlkreis und Dr. SötZcL Auf dem Parteitage der deutschen R-fonnpartet hatte bekanntlich der Führer dieser Partei, der sächs, Landtags- abg. Zimmermann, u. a. gesagt, ihm sei der Mar- buraer Kreis unter bestimmten Voraussetzungen angeboten worden, er habe aber abgelehnt, weil er der Ansicht sei, daß ein Wahlkreis nicht zu kaufen sei. Infolge dieser Andeutung war der frühere Abg. Dr. Bocket in der Presse ausgefordert worben, sich zu dem scheinbar oarrn liegenden schweren Vorwurfe zu äußern. Er tut dies, indem er an die „Poft" folgendes Schreiben richter: „Tatsache ist, daß vor der Wahl Verhandlungen Mi». Kandidaten in Gegenwart von Zeugen gepflogen wurden, bei denen ich dem Kandidaten die Frage vorlegte, ob er finanziell unabhängig genug gestellt sec, um den schweren Wahlkampf und die diätcntose Mandatvuoung auf sich zu nehmen. Auf die Frage, ob ich bereit sei, Reden und Agitationsreisen zu 'übernehmen, habe :ü) erklärt, daß dies mir angesichts der großen Verluste, die mir das politische Leben gebracht habe, nur möglich sei, falls Unkosten und Zeitverlust ersetzt werdem Dies der Tatbestand, wie ihn zahlreiche Zeugen bestätigen Wnnen. Daß Herr Zimmermann zu solchen Verdächtigungen greift, ist doppelt wunderbar angesichts des Umstandes, daß er sich bei der Wahl in MaÄurg als „treuesten Freund und Mitkämpfer Böckels" in Reden und Flugblättern aufspielte und mir in einem Briese (der zu den Akten liegt), Geld anbot, falls ich ihn unterstützen wollte. Die „Berliner Zeitung" und der Abg. v. Gerlach. Die „Freis. Ztg." schreibt: „Mit der,^Zerliner Ztg." scheint eine Wandlung vorbereitet zu werdem Ter Besitzer der „Bert. Ztg.", Hans Ullstein, hat dem Vorsitzenden des Wahlvereins der Freisinnigen Volkspartei im Zweiten Reichstagswahlkreis seinen Austritt aus diesem Verein und gleichzeitig sein Ausscheiden aus der Freisinnigen Volks- Partei angekündigt, weil er der Partei innerlich entfremdet sei und dieselbe in grundlegenden Fragen eine Richtung verfolge, oer er sich nicht anschließen kann. Ter Freis. Volkspartei kann dieser Austritt nur genehm sein. Denn nunmehr kann man sich nicht mehr, wie es bisweilen regelmäßig der Fall war, auf gegnerischer Seite auf die parteifeindlichen Artikel der „Berliner Ztg." berufen, als Artikel eines „frei) innigen Blattes". Gleichzeitig entnehmen nur aus der Wiener „Zeit", daß demnächst Herr v. Gerlach, der ftühere Adlatus von Stöcker, Redakteur des Stöckerschen „Volk" und zuletzt nationalsozialer Führer, Chefredakteur der „Berliner Ztg." werden wird. Herr v. Gerlach hat in Vorbereitung dessen dieser Tage seinen Antisemitismus abgeschworen in einem Artikel des Jahrbuchs der „Hilfe", in dem er aussührt, die absolute parlamentarische Unftuchtbarkeit habe dem Antisemitismus den Lebensnerv durchschnitten, v. Gerlach bezeichnet sich als einen „überzeugten Ex-Antisemiten". Zur Verlobung der geschredeneu Großherzogin Victoria Melitta mit dem Großfürsten Cyrill. Man schreibt den „Lpz. N. Nachr." aus Kobura: Die Verlobung der geschiedenen Großherzogin von Hessen mit dem Großfürsten Cyrill von Rußland, die kürzlich von der Bukarester „Epvca" gemeldet, von der „Kob. Ztg." aber dementiert worden war, dürfte, so wird uns aus unterrichteten Kreisen berichtet, trotzdem in aller Kürze erfolgen. Der Großfürst, ein Neffe der Herzogin-Wittoe Marie, der Allrtter der Großherzogin, wurde schon vor der Verheiratung der Großherzogin als Verehrer der damaligen Prinzessin genannt, und seine Neigung scheint jetzt während seines beinahe halbjährigen Aufenthaites am hiesigen Hofe an Innigkeit noch zugenormnen zu haben. Man sieht das Paar beinahe täglich größere Automobilfahrten in die Umgebung unternehmen. Die Verlobung sollte eigentlich schon am 18. Oktober, dem Geburtstage der Großherzogin-Mutter, stattfinden; zwei Tage vorher hatte sie die Bukarester „Epoca" publiziert. (In Bukarest wohnt bekanntlich die Schwester der Großherzogin.) Da es aber noch Verhandlungen zu führen gibt, so ist eine Verzögerung entstanden. Das neue ungarische Ministerium. Graf Stefan Tisza ist am Montag vom Kaiser Franz Josepb mit der Bildung des ungarischen Kabinetts betraut worden. Er hat die Mission angenommen. Den Vertretern der Presse gegenüber erklärte Tisza, er könne sich^ dem Auftrage der Krone deshalb nichl entziehen, weil er das Land in dieser schwierigen Situation nicht ohne verantwortliche Regierung lassen könne. Er werde dem Reichstage ein Programm vor le gen, welches das Parlament befriedigen weroe. Er hoffe, daß die Aktion eine Beruhigung der Verhältnisse in Ungarn bringen werde. In erster Linie werde er bemüht sein, das Ziel auf friedlichem Wege zu erreichen, und nur wenn die Hartnäckigkeit der Opposition den Kamps unvermeidlich machen sollte, werde er denselben mit konstitutionellen Waffen durchj- fechten. Im ungarischen Abgeordnetenhause hat diese Nachricht einen geteilten Eindruck hervorgerufen. Man weift darauf hin, daß das Gelingen seiner Mission von zwei Bedingungen abhängt, erstens, ob es möglich sein wird, die Solidarität der Regierungspartei zu erhalten und zweitens, ob die Opposition zur Abrüstung zu bewegen sein wird. Letzteres wird entschieden b ez w e r se lt, wenn mau auch glaubt, daß es Tisza gelingen wird, das Budget zu erledigen, um aus dem Ex lex-Zujtande heraus- zukommen. In den oppositionellen Klubs nimmt man das neue Ministerium mit großer Skepsis aus. Wie aus Kreisen der liberalen Klubs vertäuter, wird Gras Tisza versuchen, die Zustimmung der liberalen Partei zu dem von ihm angeblich nur in nebensächlichen Tetaics modifizierten Militärprogramm zu erlangen. I .».rMvrMMZ■■■ »■■!! M r Soutjches Kelch. Berlin, 26. Okt. Ter Kaiser, oer Kronprinz und die Prinzen Joachim und Albert fuhren heule nachiÄttag nach dem Anl)äller Bahnhof, wo Prinz Adalbert die Reife nach Genua mio O st a sien antrat. Um 1 Uhr reisten die Prinzen August Wilhelm und Oskar von Wildpark nach Ploen. Gelegentlich der Abreise des Prinzen rldalbert nach Genua empfing der Kaiser aus dem Anhalter Batznyof den kommandierenden General des 18. Armeekorps v. L i n d e q u i st. — Justizminister. Schönstedt, der heute sein 50- jähriges Drenftjubiläum begeht, verbringt >en Tag im Kreise seiner Familie auf dem Gute seines Schwiegersohnes v. Zitzewitz in Pommern. Zu den: Jubiläumstage sind im Justizministerium zahlreiche Telegramme und Glück-- Wunschschreiben von Behörden und Einzelpersonen, sowie eine große Anzahl von Adressen eiugegangen. Die juristische Fakultät der Universität Halle überreichte dem Minister eine Tabula gratulatoria. Chemnitz, 26. Oktober. In einer gestern abgehab* tenen sozialdemokratischen Parteiversammlung des 15. sächsischen Wahlkreises Mittweida wurde die M a n d a t s- Niederlegung Göhres als eine Belei digung der Wähler bezeichnet und eine Resolution angenommen, welche die Vorgänge auf dem Dresdener Parteitage tadelt. Als Kandidat für die Reichstags-Ersatzwahl im Kreise Mittweida wurde Redakteur Stückten von der „Altenb. Volks- ztg." ausgestellt. München, 26. Okt. (Abgeordnetenkammer.) Bei der fortgesetzten Generaldiskussion über die allgemeine politische Lage behauptet Abg. Segitz (Soz), die Finan^- ministerkonferenz in Berlin habe keinen anderen Zweck, als die Tabaksteuer so enorm zu erhöhen, da ß das Publikum selbst nach dem Tabakmonopol verlangen werde. Diese Bemerkung erregte die lebhastest eHeiterkeit des FinanMinisters Frhrn. v. R i e d e t, der in seiner Rede dern Abg. Segitz unter Heiterkeit des Hauses zürnst, er habe sicher seinen (des Ministers) Brief an Podewils über die Verhandlungen in Berlin nicht gelesen. Was die Reichsfinanzreform und vre Konferenz der Finanzminister betreffe, könne er über die eingehendem Vs- rotungen der letzten Tage keine Mitteilung machen. Die Geduld werde ohnehin nicht lange auf die Folter gespannt werden. Vorläuftg möge man sein Urteil vertagen, bis Authentisches bekannt werde, ebenso wie bezüglich, der Handelsverträge. Allerseits herrsche guter Wille, aber mit gutem Willen allein sei es nicht getan, man müsse darauf bestehen, daß die Interessen des Reiches und des Landes entsprechend gewahrt werden. Arbetterkougreß. n. Frankfurt, 26. Okt. Heute wurden die Beratungen wieder ausgenommen. Im Namen der Mandatsprüfungskommission teilt Gro- nowski-Dortmund mit, daß die Mandate von 198 Delegierten, die 622 000 Arbeiter vertreten, nicht zu beanstanden waren. Auf der Tagesordnung steht zunächst: Die Rechts sä higkeitder Berufsvereine. Der Referent Wilhelm Schuck-Hamburg, Vorsitzender deS Verbandes deutsch-nationaler Handlungsgehilfen, schildert die Verhältnisse vor Einführung des Bürgerlichen Gesetzbuches, wo im allgemeinen den Berufsvereinen die Vermögens- uird Prozeßfähigkeit entzogen war. Im Bürgerlichen Gesetzbuch wurde an diesem Zustand nichts gebessert. Die Rechtsfähigkeit kann zwar beansprucht, aber jederzeit von der Verwaltungsbehörde verweigert oder entzogert werden. Nochwendig ist die Regelung durch besonderes Gesetz, das nur den einen Satz zu enthalten braucht „Jeder Verein besitzt die Rechtsfähigkeit." Allenfalls kann man sagen, daß nach erlangter Rechtsfähigkeit der Be- russvereine nicht mehr Streiks als bisher, eher weniger ausbrechen dürsten. Reinhard-Berlin (evangelischer Arbeiterverein) fordert, daß bei Verleihung der Korporationsrechte an die Berufsvereine die Verpflichtung, sie zu erwerben, feftgelegt wird. Molz-Trier (Eisenbahnhandwerker) weist auf die schlimmen Erfahrungen gewisser englischer Gewerkschaften hin, die zu einer Entschädigung von Millionen verurteilt wurden. Tie Resolution, die Verleihung der Rechtsfähigkeit an die Berussvereine zur Sicherstellung ihrer Vermögensrechte ohne Einschränkung ihrer Bewegungsfreiheit fordert, wird einstimmig a n g e n o m m e n. Man kommt nun zur Frage der A r b e i t s k a m m e r m Ter Referent, Arbeitersekretär Giesberts-M.-Gladbach, fordert paritätische Arbeitskammern. Als Wahlmodus empfiehlt der Redner der Redner das allgemeine freie geheime Wahlrecht. Unter den Aufgaben der Arbeits- tammern würde die Statistik eine wesentliche Rolle spielen. Wir müssen Propaganda machen und aus die öffentliche Meinung einwirken. Von den Einwänden gegen die Gewährung der Arbeitskammern ist der erste der, oaß die Sozialdemokratie ebenso wie bei den Krankentassen und Gewerbegerichten die ausschlaggebende Stellung erringen werde. Bisher haben aber die Sozialdemokraten ihre Pflicht und S ch u l d i g k e i t g e t a n. Warum haben die Sozialdemokraten diesen Einfluß? Weil wir zu faul und gleichgiltig sind. (Zustimmung.) Wir müssen mehr Standes- und Klas f enb ew uß tfein haben. Die Unternehmer, die auf dem pätriaro)alischen Standpunkt stehen, wollen von Arbeitskammern nichts wissen. Die Arbeiter sind heuce nicht mehr die unterdrückten Taglöhner wie vor hundert Jahren. Die sechs Millionen bilden eine dominierende Macht und fordern unnachsichtlich die Gleich- bereasiigung mit den andern Klassen. Man sagt ferner, daß die Arbeiter noch nicht reif seien, um in solchen Organisationen tätig zu sein. Unsere Aufgabe ist es, dem Arbeiterspießbürgertum den Krieg zu erklären. Je intelligenter wir sind, um so größer wird die Achtung sein, Die wir genießen. Wir haben lange genug gewartet und dürfen uns nicht wundern, wenn die Arbeiterschaft immer mehr nach der radikalen Richtung neigt, da sie keine Gelegenheit hat, sich mit den Unternehmern auszusprechen. Unser Versicherungswesen gibt ein Regierung am Herzen liegende Wohl der gutes Fundament, ober dir Rechtsstellung läßt noch viel iE wünschen übrig. . Die vom Referenten vorges^lagene Resolution der einzelnen Landeskirchen unterstützen und ferner die gemeinsamen evang. kirchlichen Interessen wahrnehmen, insbesondere 1) gegenüber andern deutschen und außerdeut- jcheu Kirchengemeinschasten, wie den nichtchristlichen Religionsgesellschaften; 2) in Bezug auf die krrchl-rche Versorgung der Evangelischen in den deutschen Schutzgebieten und 3) bezüglich der Förderung kirchlicher Einrichtungen für die evang. Deutschen im Auslande, sowie der Seel- deutschen Arbeiterschaft zu fördern, gerne v . meinen Schutz und Beistand zuteil werden lassen. T°as Ganze würden. . , o . Oberkonsistorialpräsident Dr. Buchn e r memt, ev sei das Recht der freien, selbständigen Kültusaussuhrung der evang. Kirche vollständig gewahrt worden, noch andere Schritte jetzt zu tun, halte er nicht für richtig. Abg. Dor nseisf-Gießen stellt sich ans den Standpunkt des Abg. Wahl und meint, es wäre doch sehr gut, wenn feste Grundsätze geschaffen wurden, damit mancher Bürgermeister davor gewarnt werde, rn die Fußstapsen des Gießener Kollegen zu treten. Abg. Dr. Lucius-Mainz legt noch die rechtliche Seite der Angelegenheit dar. Zum Sa lasse teilt Oberkonsistorialprasident Dr. Buchner mit, er werde nach Fertigstellung des Protokolls über die heutige Verhandlung dem Ministerium ein Exemplar überreichen, damit es Kenntnis nimmt von unseren Anschauungeil über die Rechte der evang. Kirche den Gemeinden gegenüber. Damit ist die Interpellation erledigt. Zum Schluß nimmt die Synode einstimmig noch einen Antrag Dr. Li eins und Fink an dahingehend, das Ober- konjistoriunr möge dahin wirken, daß Art. 34 D. des Ge- setzcs vom 22. Dez. 1900 baldigst und mit rückwirkender Kraft dahin abgeändert werde, daß Schenkungen an Kirchen gemein den, sofern sie ausschließlich zu kirch- lichen Zweuen, z. B. Erbauung oder Herhulmng von kirch- licyen Gebäuden, Erwerbuiig von Orgeln, von Geläuten, u. dergl. m., Verwendung finden müssen, von der Schenk- ungssteuer befreit bleiben. in Betracht kommen. Das Ganze sei ja erst eine Art Pro- visorium. Er hoffe, daß die Synode dem neuen Ausschuß, der am 10. November seine erste Sitzung nbhalt, ihre freudige Mitwirkung an dem großen ^erle nicht versagen werde. (Lebh. Zustimmung.1 . . . Nbg. Frhr. u. Heyl spricht seine volle Befriedigung über die Ausführungen des Oberkonsistorialpräsidenten aus. Neben der jeitt gelungenen freien Vereinigung der evang. Kirchenregimenter würde aber jetzt auch eine freie Vereinigung aller synodalen Elemente sehr am Platze jcai. Man l. oe in Preußen schon längst gehofft, daß c-, i- Snodeutscutano und besondere aus dem Lande Philipps des Erochn^^gen eine rrastvolle Initiative au' j diesem Gebiete unlerilonnnen werde, und er freue sich, daz sozialpolitischem Gebiet zu spät gekommen und haben viel nachzuholen. (Beifall.) Giesberts beantragt, das jetzige Organisationskomrtee als bleibende Institution bis zum nächsten Kongreß, der spätestens in drei Jahren stattftnden soll, zu bestätigen mit dem Auftrag, im Sinne des Kongresses tätig zu fern und den nächsten Kongreß vorzubereiten. Der Antrag Giesb-erts wird ohne Debatte mrt allen gegen die eine Stimme von Brust angenommen. Das Komitee besteht aus folgenden Mitgliedern: Giesberts-Glad- bach (Westdeutscher Verband katholischer Arbeitervereine), Kirchberg-Mülheim (Gesamtverband evangelischer Arbeiter), In der um 4 Uhr eröffneten Nachmittagssitzung kam zuerst die Interpellation des Wg. Wahl-Langen, betr. das Verbot der Friedhofsweihe in Gießen zur Verhandlung. Die Anfrage lautete: 1) Sind hoher Kirchenbehörde Ursachen und Verlaus der Vorgänge bekannt, die neuerdings in Gießen dazu führten, daß dem ersten evang. Stadt- psarrer Dr. Naumann von feiten des Oberbürgermeisters Mecum die Vornahme einer Weihe des neuen Friedhofs unter Androhung von G e w a l t untersagt wurde. 2) Welche Maßregeln gedenkt die Kirchenbehörde zu ergreifen, um für die Zukunft einer etwaigen Wiederholung! olchen völlig rechtswidrigen Eingreifens in die Sphäre evang. kirchlichen Lebens vorzubeugen? Oberkonsistorialpräsident Dr. Buchner bemerkt, er brauche über die Angelegenheit nur wenig zu sagen. Das Oberkonsistorium habe sia.) über das Verbot des Oberbürgermeisters aus Gießen sofort Bericht erstatten lassen und, nachdem das ganze Material vorlag, ein Schreiben an das Kreisamt Gießen gerichtet, worin wir uns ganz auf dieSeite des Kirchenvorstand es stellten und eine Haltung in der Angelegenheit für richtig erklärten. Mir ersuchten dasselbe, für die fteie Betätigung der evang. Kirchengemeinde in Gießen einzutreten und das unberechtigte Vorgehen desOberbbürgermeisters zurückzuweisen. Das Kreisamt antwortete, daß die fragliche Verfügung des Oberbürgermeisters Mecum zurückgezogen sei unb die Einweihung des Friedhofs durch den evang. Geistlichen am 4. Okt. stattfinde. Damit war für uns attenmäßig die Sache erledigt. Mit dieser Darlegung unseres Standpunktes erledigt sich auch der zweite Teil der Anfrage, denn wir glauben, daß dieses eine Beispiel genügen wird, um ähnliche Vorgänge für dieZukunftunmöglichzu machen. Aus kräftigen Eintreten für den Schutz unserer evang.-kirch^- lichen Interessen wird man entnehmen Linnen, daß wir in gleicher Meise auch in Zukunft die Rechte der evang. Kirche zu wahren wissen. Nachdem die Versammlung die Besprechung der Angelegenheit beschlossen, betonte Abg. Wahl-Langen, der Vorfall habe seine erfreulichen und seine unerfreulichen Seiten. Zu den ersteren gehörte besonders das e n er gif che Festhalten des evang. Kirchenvorstandes in Gießen an seinen Rechten gegenüber dem versuchten Eingriff in das kirchliche Leben. Das sei ein erfreulicher Beweis dafür, daß doch noch weit mehr evangel. Bewußtsein in unseren Kirchengemeinden schlummert, als mancher glauben möchte. Besonders erfreulich sei auch die von. Anfang an klare und entschiedene Haltung des Oberkonsrsto- riums. Erwünscht wäre es ihm aber doch, wenn im ^>inne seiner Anfrage ganz bestimmte Grundsätze festgelegt W i l h e l m. Die Versammlung hörte die Verlesung deS Telegramms stehend an und gab ihren Gefühlen in stürmischen Beifallskundgebungen Ausdruck. Ter Vorsitzende brachte noch ein H och auf den Kaiser aus, das ebenso 'stürmischen Widerhall fand. Der solgendc Debatte-Redner I 'Neumeyer-München erklärte, dieses Telegramm d e s ! Kaisers an den ersten deutschen Arbeiterkongreß werde einen M ar kst ein i n der Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung bildere Gronowski-Dor• mv.i-o «kaiyMjMr Arbeiterverein): will nicht daß die Eisenbahnerverbände sich als Ettumbock gegen die Sozialdemokratie brauchen lassen. Wir sind auf nun der erste Schpitt geschehen sei. Wir wollten rncy-r vte Organisation der katholischen Kirche nachahmen, aber wir könnten von ihr doch vieles lernen. Ihr großer Einfluß berrrhe namentlich auf ihren großen Katholikenver- samrnlungen, und die evangelische Kirche müsse bestrebt sein, einen ähnlichen großen Einfluß durch eine freie ynodale Vereinigung für ganz Deutschland zu gewinnen, welche die evang. Interessen vertritt und die idealen Güter fördern hilft. Die evang. Seelsorge habe sich nicht in dem gleichen Maße entwickelt, wie die o z i a l e F ü r s o r g e seit der großen Botschaft Kaiser Wilhelms I. Er hoffe, daß der evang. Kirchenausschuß jetzt für eine festere Organisation und für eine freudige Mitarbeit der jetzt vielfach interesselos beiseite stehenden Gemeindemitglieder zum Segen der evang. Landeskirche sorgen werde. „ Prälat D. Walz führt aus, der neue Kirchenausfchuß sei ein Kind der Not, und basiere auf dem Mangel einer. genügenden Vertretung der evang. Jrrteressen im. Reich Er legt alsdann die großen Aufgaben dieses Ausschusses näher dar und ersucht um möglichst einmütige Annahme des Ausschußantrages. Abg. Wahl-Langen wünscht in einem Zusatzantrage der Hoffnung Ausdruck M geben, daß auch die synodalen Wünsche erfüllt werden möchten, zieht aber seinen Antrag auf Ersuchen mehrerer Redner wieder zurück. Nachdem noch Abg. Klein- Mainz sich gleichfalls für die vom Wg. v. Heyl angeregte Reichssynode ausgesprochen, Abg. Schlosser- Gießen aber seine Bedenken über die Hereinziehung des synodalen Elementes geäußert hatte, wird der Ausschuß an trag, der die fteudige Zustimmung der Synode ausspricht, einstimmig angenommen. Ohne Debatte nimmt dann die Synode noch einen An- trag Brand-Mainz zur Abänderung des Kirchengesetzes vom 21. März 1895, § 14, Ws atz 2 an, wonach es heißen soll: „Das Witwengeld beträgt bei allen übrigen Mitgliedern der Witwenkasse 1000 Mark." Abg. Eger- Friedberg sprach den Wunsch aus, daß die Erhöhung des Witwengeldes auch fiir die Witwen mit Kindern Platz greisen möchte, worauf Oberkonsistorialpräsident Dr. Buchner wohlwollende Berücksichtigung zusagt. Die Vorlage des Großh. Oberkonsistoriums, betr. die Gehaltsverhältnisse der nicht definitiv angestellten Geistlichen, wird ohne Debatte genehmigt. Die Verhandlung wird darauf abgebrochen. Nächste Sitzung: Heute Nachmittag. ' Der Gießener Friedhofsstreit. Die Versammlung sprickt ihr lebhaftes Bedauern darüber aus, daß die in den Kaiserlichen Erlassen vom 4. Februar 1890 in Aussicht genommenen gesetzlichen Institutionen (Arbeitskammern) zur Pflege des Friedens zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, an denen Arbeiter durch Vertreter, welche ihr Vertrauen besitzen, an der Regelung gemeinsamer Angelegenheiten be- Sunu« All IMatscher Verbal !°cholischer Ar- LrÄ n"cht verwirMcht bellervereine), Stegerwald-KAn (christlich Gewerkschaft), r s fcphrrnrrt LtS umio mebr als ülmliche Jnstitu- Schack-Hamburg (Deutschnatronaler Handlungsgehilsenver- X Ää “ kni) »» (Verband der katholischen Arbeller- lanaerer 3eit bestehen und erfolgreich und nützlich wirkens vereine), MolK-Trier (Deutscher Eisenbahnhandwerker- und D^Vers«mnlung «blickt in Mntatischen ÄrbLskammern Arbeiterverband) und BahrenKBerlrn (Evangelischer Ar- “Ä*« Bemerkung „erklärt Becker-Hagen, bitteräng und Entfremdung von Arbeiter und Arbeitgeber daß die süd- und westdeutschen VerbändeL- feiin tim biirrh Bcrakuna und Verständiauna überIbeitervereine Mit chren 130000 Mitgliedern uNbe ÄX be9m Koalitionsfreiheit fordern. (Sehr iänS «etaff X14 Lum Schluß spricht der Vorsitzende Behren^Berlirc ferne in feinem Bestreben eine größere Wteilnahme an den Freude über die Emigkert auf omr Kongreß aus. NiemaW, oeistiaeu und materiellen Gütern der Kultur zu erlangen, so sagt er, wird unbeftiedigt nach Hause weisen. Unsere Er- wirN^ ^u unterstützen W ist deshalb die Schaffung Wartungen sind voll und ganz «füllt die Scharfmacher von solch«Arb e?t sra nr rn e rn als eine der nächsten uno rechts und links sind durch dre Tatsachen widerlegt worden, wicktiästen AufaÄien^der deutschen Sozialpvlitik anMsehen. Kein akademischer Literaten,trell wurde ausaefochten son- -tn diesem Sinrre ersucht die Versanrmlung die Regierung dern Arbeiter haben gesprochen, wre ihnen der Mund gc- uud die Volksvertreter in den Parlamenten balduiöglichst wachsen war. Wrr wollen andererserts dre Herrcm vom hiT «riwt« dritte zur Verwirklichung der Arbeits- Bund der Landwirte berm Wort nehmen und verlangen, kMrmern^ellrzulciten und verpflichtet die Teilnehmer des daß sie für unsere Forderungen emtreten. Wir waren ^7rw?es ^diesen Gedanken in chren Korporationen schlechte Staatsbürger, wenn wrr nrchi gegwr dre vorhan- Kongrepes, sur ore,rn r ßenen Schäden im Staatsleben, besonders gegenüber den lebhchte ärliesch hierauf ein Schreiben des Arbeiter^ kämpfen würden. Arbeiten Sie für unsere Ideen ktellv«?ret^m Ichrsitzenden des Bundes der Land- in der Oeffenllichkert und rn Ihren Bcrbanden dann wrrd wirte Lucke-Patershausen, der gestern anwesend war das Gedeihen d« natronchen mid chrrstllchen llrbertcrbeweg- und bedauert, nicht der ganzen Tagung beiwohnen zu ung nicht ausbleiben. (Beifall.) Wunen Lrche erklärt durch, der BuL stche den Forder- Nach 6 Uhr wrrd der Kongreß mrt ernem Hoch auf dre ur^en desEngresses sympathisch gegenüber. nationale und chpiM-he Arberterbewegung geschlossen. Schiffer - Krefew (christlicher Textllarbeiterverband) •• wünscht Arbeiterkammern, hält aber drese Foroer- ordeuMchk evLNgettsche Landessynode, una nrr aussichtslos. Den Arbeitskammern will er die ° rY Beftignis geb em einen Schiedsspruch bei ArbeiLsstreitig- (Originalbericht des „Gieß. Anz. ) keiten zu fällen. I VI. Fräulein Behn - Berlin (chrislliche Heimarbeiterin) ver- R. B D ar mstadt, 26. Okt. tritt die Forderung, daß die Frauen in den Arbeitskam- Zu Beginn der heutigen Sitzung, die Prof. Dr. Stamm- mern vertreten fein soÜen. .Gießen eröffnete, nahm Oberkonsistorialpräsident Dr. WieberT-Duisburg fordert um die Gleichberechtigung Büchner das Wort, um namens des Oberkonsistoriums der Arbeiter zu dobrmentieren, die reine Arb eiter Lämmer hie neuen, vom Dekan Dr. Hager-Offenbach er- als Interessenvertretung. hobenen Vorwürfe, die sich besonders gegen den Super- Scheu k-Mannheim (katholischer Arbeiterverein) ftagt, ob intendenten Dr. Flöring richten, zurückzuweisen. Die Wf- der Bund der Landwirte so warme Begrüßungsworte ge- Mrung gegen seine Beschuldigungen sei dem Dekan schon schickt hätte, wenn hier nur Landarbeiter vertreten wären? Erösfnung der Synode gegeben worden, er wäre also Nach dem Grundsatz: Gleiches Recht für alle, müßten die der Lage gewesen, seine unberechtigten Vorwürfe zurück- Hk'rren vom Bunde den Landarbeitern eine Vertretung in zelten. Die erwähnte persönliche Angelegen- den Landwirtschastskammern einräumen. heit liege dem Oberkonsistorrum zur Untersuchung Teufel-Tuttlingen (evangelischer Arbeiterverein) emp- ^or; eine Mitteilung darüber sei daher jetzt nicht ge- fiehlt einen Zusatz zur Resolution, der die Proportional- foien. wähl verlangt. Die Synode tritt in die Beratung der Vorlage, betr. Gronowski-Dortmund (katholischer Arbeiterverein, p^n engeren Zusammschluß der deutschen evang. Kirchen- schläat vor, ome Kommission von sechs Teilnehmern zu! regierungen, ein. Bekanntlich hat die deutsche evang. >wählen, welche die Wünscüe des Kongresses dem Reichs- Kirchenkonserenz in Eisenach am 13. Juni d. I. eine Satzung Kanzler persönlich unterbreiten soll. aufgestellt, welche von fast allen deutschen Kttchenregier- Die Resolution Giesberts wird alsdann einstimmig an- ungen die Zusttmmung erhalten hat. Das Großh. Obergenommen, ebenso der Zusatz wegen der Propor- xonsistorium hat am 24. Juli nach Einholung der Ge- tionalwahl. , nehmigung ebenfalls seine Zustimmung erteilt. Der zu- Der Anttag, eine dreigliedrige Deputation an den künftige „Deutsche evangelische Kirchenaus>schuß , der am Reichskanzler abzuschicken, wttd angenommen. — 1Z. Juni gebildet wurde, hat unter seinen 15 Mitgliedern Schack-Hamburg beantragt, der dreigliedrigen Kommission 7 Kurienstimmen. Nach stattgehabter Verständigung haben das Recht zu geben, sich aus sechs Mitglieder durch Koop- Hessen und Braunschweig zusammen eine tation zu verstärken. Dieser Anttag wird mit großer Mehr- Stimme. Beide wechseln in der Stimmenführung ab, hett angenommen. I Hessen beginnt. Der Ausschuß erachtet die einheitliche Zum letzten Punkt der Tagesordnung: Welche Nutz- Verttetung und Förderung der gemeinsamen evang. ttrch^ anwendung ziehen wir aus dem Kon gr eß ?" lichen Interessen als seine Aufgabe. Er wird deshalb die spricht Behrens-Berlin. Er regt an, einen Ausschuß ein- Forderung einer einheitlichen Entwicklung der Zustande zusetzen, der die Wsführung der Kongreßbeschlüfse betreibt'- ' A ...... und zu gegebener Zeit einen neuen Kongreß einberuft. Dieser Ausschuß soll nur dann beschließende dNacht haben, wenn die Verbände, die in ihm vertreten sind, sich mtt den Beschlüssen einverstanden erklären. Der Redner schlägt vor, zur Beratung eines Statutenentwurfs eine Kommission bestehend aus dem Einladungskomitee, den Referenten des Kongresses und dem Präsidium zu bestimmen. — -----------...... - / A Brust-Altenessen (christliche Bergarbettergewerfichast): wrge unter deutschen Auswanderern und Seeleuten, beides Die konfessionellen Arbeitervereine bleiben erhalten zur unter Rücksichtnahme aus konfessionelle Verhältnisse. Pflege ihrer ideellen uno religiösen Bestrebungen, aber zur Der Synodalausschuß, namens dessen Abg. Stamm- Verfechtung der materiellen Interessen sollen sie suchen, Stockstadt schriftlichen Bericht erstattete, ist der Meinung, ihre Mitglieder den Gewerkschaften zuzuführen. daß es nicht wohlgetan sei, unserer hessischen Kirchen- Giesberts-M.-Gladbach: Mit dem Kampf bis aufs behörde durch Verjagen des von ihr begehrten Votums Messer gegen die Sozialdemokratie bin ich den Mut und die Freudigkeit in ihrem auf einen enge^n nicht einverstanden. Mit der Soziachemokratie sollen Zusammenschluß der evang. Landeskirchen gerichteten Be- sich diejenigen herumschlagen, die sie geschasfen haben. (Stür- muhungen sorlzusahren, zu verringern; er erwartet dabei, Mischer Beifall.) I daß sie die 5)eranziehung des synodalen Elementes JteL> Schack-tzamburg will ebenfalls den Kampf gegen diese im Auge behalten und nacy Maßgabe der wetteren Ent- oder jene politische Partei nicht in den Vordergrund stellen. I Wickelung des jetzt gebildeten Ausschusses nach Krasten Die Hauptsache ist die positive Arbeit. I fördern werde. Der Ausschuß beanttagt daher, die Synode Aus das Huldigungstclegramm an den Kaiser ist in- wolle ihre fteudige Zustimmung zu der Bildung des zwischen folgende Antwort eingegangen: deutschen evangelischen Kir ch enauv s ch ) | Ich s^°ch-den zum ersten deutschen ArbeiterkorcgTeß °uss^echen^^ Buchner bemerkt ein- versammelten Verttetern der dcufichen Arbetterpchast für ^ttend, er betrachte es als ein glückliches Los für seine den Hüldigungsgruß und die Versicherung ihrer mon- a^en Tage, daß es ihm vergönnt gewesen sei, Mitwirken archischen Treue und vaterländischen Gesinnung meinen I zu können für eine Sache, die in kirchlicher, und natio- herzlichen Dank aus. Ich werde die Beratungen «ater Hinsicht von Bedeutung ist. Die^Wenacher Satzung des Kongresses mtt meinem ^nterejse begletten und n bei der Synode Billigung und mo- auch in Zukunft den Anregungen und M'aßnah-H.^^ Unterstützung nack, bei der Durchführung und men, welche geeignet erscheinen, das mir und meiner Weitersührung dieser Neubildung. Das Bedenken, daß das jynodale Element in diesem neuen Organ keine Berücksich? ticiung gefunden habe, und daß der ^itz des Ausschusses ..... z- 1 ------f"i, könne hier nicht weiter R.-B. Darmstadt, 27. Okt. (Eigener Drahtbericht. Die Synode genehmigte heute das vom Oberkonsistorium beantragte Ruhegehalt des am 24. d. Mts. aus dem Dienste scheidenden Professors Schöler vom Friedberger Predigerseminar und erhöhte es in Rücksicht auf die besonderen Umstände des Rücktrittes für die nächsten 3 Jahre über das übliche. Sodann debattierte man über die Interpellation Wahl, bete, die Geistlichen im Schulvorstande, und nach Besprechung des Antrags Löhl auf Bekämpfung des Alkoholismus wurde der Ausschuß- antrag angenommen, der das Konsistorium auffordert, mit allen ihm zur Verfügung stehenden und geeignet scheinenden Mitteln diesen Bestrebungen Geltung zu verschaffen. Darauf schloß nach einem Gebet des Pfarrers Wagner-Grünberg die Synode ihre Tagung. _____________________________ Aus Stadl und Land. Gießen, den 27. Oktober 1903. — Personalien. S. K. H. der Großherzog haben der «m 28. September durch die Stadtverordnetenversammlung zu Bingen erfolgten Wahl des Spediteurs Johann Friedrich August Vogt zu Bingen zum zweiten Bürgermeisterei- Beigeordneten der Kreisstadt Bingen die Bestätigung erteilt. — Den durch die Dekanatssynode des Dekanats Wöllstein vollzogenen Wahlen des evangelischen Pfarrers Jakob I aud t zu Planig zum Dekan und des evangelischen Pfarrers Ludwig Fabricius zu Wöllstein zum Stellvertreter des Dekans des Dekanats Wöllstein wurde die Bestätigung erteilt. — In den Ruhestand wurde versetzt der Bremser in der Hess.-Preuß. Eisenbahngemeinschaft Josef Lang zu Frankfurt a. M. * * Die Rekruten-Vererdigung findet morgen vormittag nach dem Militärgottesdienst in der katholischen rmd der Stadtkirche auf dem Kasernenhose statt. * * Stadttheater. Nochmals sei auf die morgige Volksvorstellung hingewiesen, die mit den drei klassischen Einaktern, ,Zerbrochener Krug", „Geschwister" und „Wallensteins Lager" ein gewähltes Programm bringt. * * Ein Unfall ereignete sich gestern abend auf dem Marktplatze, indem ein junger Mann auf dem gegenwärtig nicht gerade sehr übersichtlichen Platze von einem schnell daherfahrenden Milchfuhrwerk überrannt wurde. Er fiel so unglücklich, daß ihm das Pferd den rechten Arm verletzte und auch noch das rechte Bein vom Rade überfahren wurde. Der Unglückliche wurde in die Klinik verbracht. * * Schlägerei. Am Sonntag abend gegen 9 Uhr entstand am Oswaldsgarten zwischen hiesigen jungen Leuten, die schon in Heuchelheim sich streitsüchtig benommen hatten, eine Schlägerei, wobei es blutige Köpfe gab. * * Prompte Erledigung hat eine von Anwohnern des Selterswegs an die Bürgermeisterei gerichtete Eingabe gesunden, in der, wie auch m einem Eingesandt unseres Blattes, darauf hingewiesen wurde, wie unangenehm und geschäftlich nachteilig es empfunden wird, daß die bei der Siellegung ausgeworfene Erde von der Straße nicht entfernt wird. Am selben Tage traf von der Bürgermeisterei die Antwort ein, daß das Erforderliche veranlaßt worden sei, und am nächsten Tage in aller Frühe machte sich ein kleiner Fuhrpark an die Arbeit, die Erdhaufen wegzuschaffen. Am Mittag war nicht nur dies geschehen, sondern es waren die Bürgersteige des Selterswegs auch fein säuberlich gereinigt. - h-. Sichenhausen, 25, Okt. Bei der gestern stattgehabten Wahl eines Beigeordneten wurde der Gastwirt Ludwig Fischer IV. hier gewählt. Ein Gegenkandidat war nicht ausgestellt worden. Von 68 Wahlberechtigten hatten 47 von ihrem Stimmrechte Gebrauch gemacht. )( Grünberg, 26. Okt. Gestern nachmittag entstand in der Rosengasse ein Zimmerbrand, dessen Weitergreisen durch tatkräftige Hilfe der Hausbewohner verhindert wurde, indem diese die bereits brennenden Gegenstände durchs Fenster auf die Straße warfen. — Unsere kürzliche Mitteilung über den neu erstandenen Springbrunnen im Brunnentale können wir nun dahin ergänzen, daß beabsichtigt ist, gelegentlich der nächstjährigen Reinigung des unteren Brunnentalweihers in diesem eine Fontaine anzulegen, zu welcher der 7 Atmosphäre betragende Hochdruck der Wasserleitung in Anspruch genommen werden soll. Dieser in dem romantischen Brunnental sich um so prächtiger ausnehmende Springbrunnen soll dann zu gegebenen Zellen und Gelegenheiten in Tätigkeit gesetzt werden. Ohne Zweifel wird dieses Projekt die Zustimmung und Unterstützung der maßgebenden Kreise finden. — In der gestrigen Notiz über den Verkauf der Dickels- mühle muß es natürlich 4500 statt 45 000 Mk. heißen, was unsere Leser wohl schon selbst berichtigt haben. R. B. Darmstadt, 26. Okt. Dem Jubiläumskonzert, das heute abend im Hoftheater vor ausverkauftenl Hause stattfand, wohnten der Kaiser von Rußland mll der Kaiserin, der Großherzog und Prinzessin Heinrich bei, die mit Automobil aus Wolfsgarten hierher gekommen waren und damit auch nach Schluß des Konzerts dorthin zurückfuhren. Während der Pause wurde Hofkapellmeister de Haan in die Loge des Zaren und des Großherzogs befohlen, die dem Jubilar über die musterhafte Wiedergabe namentlich der herrlichen Neunten Symphonie wiederholt ihre schmeichelhafteste Anerkennung zollten. Von den aktiven und inaktiven Mitgliedern der Hofkapelle wurde Herrn de Haan ein prachtvoller silberner Lorbeerkranz überreicht, der auf 65 Blättern je den Namen eines der Mit- glieder trug. Nach Schluß des Konzerts fand im städtischen Saalbau noch ein großer Festkommers statt, auf welchem es natürlich wieder nicht an Toasten ouf den Gefeierten, seine Familie und die Hofkapelle fehlte. Auch hier erwiderte der Jubilar wieder mit warmen Dankesworten. Sprendlingen, 24. Okt. Ein dreijähriger Knabe versuchte, wie wir in der „Worms. Ztg»" lesen, während der Abwesenheit der Mutter seinem Schwesterchen den Hals mit einem Messer abzuschn 6 ide n. Zum Glück erschien jedoch die Mutter, die den Knaben an der Ausführung der ^at noch hindern konnte. Das Kind hatte zum Glück ein Halstuch an, das der Junge bereits durchschnitten hatte. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Gestorben ist in Darm stadt der ehemalige Offenbacher Pfarrer Sartorius im Alter von 73 Jahren. Sartorius wirkte in Offenbach von Beginn der 60er bis in die 80er Jahre verflossenen Jahrhunderts- Vermischtes. • Essen (Ruhr), 26. Okt. Der „Eff. Volksztg." zufolge brach heute morgen von einem Schacht der Gewerkschaft Mathias Stinnes die zur Ziegelei führende, zehn Meter über dem Erdboden befindliche Brücke, worauf sich 36 Wagen mll sieben jugendlichen Arbeitern befanden. Bei dem Absturz einer Anzahl der Wagen wurde ein Arbeller getötet, drei chwer, drei leicht verletzt. * Görlitz, 26. Okt. Der verhaftete Oberschweizer Thienel gestand die Ermordung seiner Frau ein. • Graud enz, 26. Okt. Die Absteifungshölzer des Deckengewölbes in einem Neubau in der Speicherstraße brachen. Das Gewölbe stürzte ein und begrub drei Arbeiter. Einer wurde getötet, zwei schwer verletzt. * Nürnberg, 26. Okt. Die hiesige Rentnerin Lerch er wurde wegen langjähriger Bankschwindeleien verhaftet. Die Geschädigten sind meist kleine Leute. Sie verlieren über 15 0 0 00 Mk. Die Lercher machte kürzlich einen Selbstmordversuch. * München, 26. Okt. Mit seiner Frau ist dieser Tage der Bankier Ellenrieder verschwunden. Heilmeier, stiller Teilnehmer und Schwager des Geflüchteten, stellte sich freiwillig dem Staatsanwalt und der Polizei, wurde aber auf freiem Fuße belassen. Er ist selbst em Opfer Ellenrieders und verliert 150000—200000 Mk. Ellenrieder soll 200000 Mark, nach anderer Lesart 500 000 Mk. mit sich genommen haben. * Eine Ministerohrfeige im Gerichtssaal. In Belgrad versetzte, wie die „Voss. Ztg." von dort berichtet, der frühere Minister Lubomir Zsiokovics einem wegen Konkursvergehens angeklagten Kaufmann im Gerichtssaale eine Ohrfeige, weil dieser behauptete, Zsiokovics, der die klägerische Partei vertrat, führe falsche Zeugen auf. Es kam zu einer Prügelei, so daß die Verhandlung geschlossen werden mußte. Gerichtssaal. fc. Frankfurt a. M., 26. Okt. (Oberkriegsgericht). Die Gonzenheim er Ulanen affäre stand heute infolge Berufung der vom Kriegsgericht Verurtellten zur Verhandlung vor dem Oberkriegsgericht. Die 4 Schuldigen an dem durch Dlesserstich erfolgten Tod des Ulanen Jmmel, Kirchner, Sauer, Gerstenberger und Popp von der 1. Eskadron erreichten folgendes Urteil: Das Oberkriegsgericht sprach den Ulan Gerstenberger frei, nahm Kirchner und Sauer von den ihnen zuerkannten 15 Monaten je 3 Monate ab und erhöhte die gegen Popp verhängte Strafe von 9 Monaten Gefängnis aus 1 Jahr. Berlin, 26. Okt. Heute begann vor dem Schwurgericht des Landgerichts der Prozeß gegen das polnische Grafenpaar Kwileeki aus Wroblewo, Frau Knoska, die Hebamme Ossowska und zwei Dienerinnen wegen Kind esun t er- s ch i e b u n g beziehentlich Beihilfe und teilweise Meineid. Die Gräfin soll die in Berlin am 27. Januar 1897 erfolgte Entbindung eines Sohnes vorgefpiegelt haben, um das stark verschuldete Majorat zu sichern und durch Kredit zu heben. Für die Verhandlungen sind 14 Tage in Aussicht genommen. Zweihundert, der deutschen Sprache teilweise unkundige Zeugen sind geladen. Gräfin Isabella bestreitet energisch ihre Schuld und behauptet, trotz ihrer 51 Jahre und unglücklicher Ehe, sowie sonstiger Verdachtsgründe, die eine Entbindung unwahrscheinlich erscheinen lassen, emen natürlichen Sohn Joses Adolf Stanislaus zu besitzen. Letzterer ist als Zeuge anwesend. Er soll der Sohn der Weichenstellersrau Eäcllie Meyer aus Lipine (Oesterreich-Schlesien) sein. Unter den Zeugen befinden sich ferner das Haupt der Agnaten, die Anspruch auf das Majorat erheben, Graf Micislaus Kwileeki, Mitglied des preußischen Herrenhauses, mü> dessen Sohn Gras Hektor, srüherer Reichstagsabgeordneter. Die Vernehmung der Hauptangeklagten, Gräfin Kwileeki, wurde nachmlltags im wesentlichen beendet. Die Mitangeklagte 78 jährige Dienstmagd Josefa Knoska wurde wegen Fluchtverdachts und Verdunkelungsgefahr auf Antrag des ersten Staatsanwaltes verhaftet. r. Wöllstein, 26. Okt. In der letzten Sitzung des hiesigen Schöffengerichtes hatte sich Prinz Franz Joses von Battenberg zu verantworten, der beschuldigt war, durch zu rasches Fahren mit e i n e m A u t o m o b i l auf der Ehaussee zwischen Bmgen und Kreuznach sich gegen die Radfahrordnung vergangen zu haben. Die Anzeige gegen den Prinzen war durch einen Gendarm erhoben worden. Ter Prinz war vor dem Schöffengericht durch den Rechtsanwalt Tr. Osann von Darmstadt vertreten, entsprechend dessen Artträgen das Gericht auf Fr e is p r e chung erkannte. Unioersltüts Nachrichten. — Aus Baden-Baden kommt die Kunde, daß am 24. Oktober der Leipziger Professer des römischen Rechts, Dr. jur. et. phil. Adolph Schmidt im Alter von 85 Jahren gestorben ist. Schmidt war Ehrendoktor der Philosophie der Universität Leipzig, Königlich Sächsischer Geheimer Rat, Kömgl. Preußischer Geheimer Justizrat, Großherzogl. badischer Geheimer Hofrat, Eomthur 2. Kl. des sächsischen Verdienstordens, Kommandeur 1. Kl. des großh. badischen Ordens Bertholds I., Kommandeur 1. Kl. des großh. badischen Ordens vom Zähringer Löwen, Kommandeur 2. Kl. des großherzogl. hessischen Hausordens und Inhaber der herzoglich an- haltischen Ehrenzeichen der fürstlichen Amalien-Stiftung, sowie der königlich sächsischen Erinnerungsmedaille für 1870/71 und schließlich Ehrenbürger der Stadt Leipzig. Ardeiterdewegnng. — Bilbao, 26. Okt. Tie Ausständigen machten einen Dy na mit anschlag gegen die Lokomotioenschuppen der Eisenbahn und die Eentralen der elektrischen Beleuchtungs-und Fern- svrechanlage. Der Ausstand erstreckt sich auf alle Gruben der llmgegend. . Gisendchn Zeitung. — Wie man aus Hamburg meldet, sind zwischen der preußischen Regierung und einer großen deutschen Ekektrieitäts-Gesellschaft Verhandlungen über eine direkte elektrische Schnellbahn-Verbindung zwischen Hamburg und Berlin eingeleitet worden. Handel und Uerkehr. Volkswirtschaft. Zur industriellen Lage. In den B a um w o ll s pinne re i e n des Rheinlandes herrscht außergewöhnlich lebhaftes Geschäft für Baumwollgarne. Soivohl für sofortigen Bedarf als auch für entfernte Lieferungen sind große Abschlüsse getätigt worden, welche den M.-Gladbacher Baumwollspinnereien bis Ablauf des ersten Quartales 1904 und teilweise noch weiter darüber hinaus, Beschäftigung sichern. Auch die anderen Spinnereien haben reichlich Aufträge. Märkte. Gießen, 27. Okt. Marktbericht. Auf heutigem Wocbenmarkt kosteten: Butter pr. Pfd. 1,10—1,20 Mk., Hühnereier 1 St. 7—8 Bsg., 2 Slck. 00—00Pfg., GäuseeierOO—00 Pi.p, Enteneier8—0 Psg., Käse pr. Stell 5—8 Pf.,'Käsematte2 Stell 5—6Psg., Erbsen pr.Liter 21 Psg., iZiiijeii pr. Liter 02 Psg., Tauben pr.Paar0,70—09,0Aik., Hühner pr: St. P30—1,80 Alk., Hähne pr. Stück 0,70—1,50 Mll, Enten pr. Stück j,,70—2,20Mll, Gänse vr. Pfd. 52—60 Psg., Ochsenfleisch pr. Pfund 68—78 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfurid 62—66 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 66—76 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pstmd 80 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 70-76 Pfg^ Hammelfleisch pr. Pfund 56—74Pfg., Kartoffeln pr.100 Kgr. 4,50-5,50 Mll'WerBraut per Stück 00-00 Pfg., Zwiebeln pr. Zentner 4,50—5,00 Alk., Milch per Liter 18 Pfg., Aepfel per Pfd. 0—00 Pfg^ m Korben 00—00 P^ Zwetschen Mk. 7.00—9.00 pr. Etr., Trauben 00-00 Pfg. Wetterbericht vom 26. Oktober. Verlaus der Witterung von Samstag bis Montag. Das über der Nordsee lagernde Tief ist abge^o^en und brachte am Samstag noch geringen Regen. Ein neues kräftiges, sich wett nach Süden erstreckendes Ties ist wieder im Westen aufgetaucht. Ein flaches Hoch bedeckt den Osten Europas. Bei dieser Luftdruckverteilung wehen lebhafte südliche bis südöstliche Winde, welche meist heiteres, mildes Wetter bedingen. Das Tief dürfte nur wenig ostwärts vordringen, der Hauptsache nach nordostwärts abziehen. Wir hätten demnach für die nächsten Tage (Dienstag, Mittwoch) Fortdauer des meist trockenen, milden, zeitweise wolkigen Wetters zu erwarten. A. Peppler. Kriefkasten der Redaktion. (Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.) O. L. Die Verse sind ja gut gemeint, aber keineswegs druckreif. „Ein Abonnent". Süßer Aepfelwein wird ans olgende Weise hergestellt. Man zerquetscht gute Aepfel, preßt den Saft aus uni) füllt ihn in ein reines Faß, setzt einen Gährspund aus und läßt ihn ruhig gähren. Im Frühjahr sticht man ihn in ein aut geschwefeltes Faß ab, läßt ihn einige Wochen liegen mid der Wein kann geturnten .werden. Auch läßt er sich» auf Flaschen abziehen. Neueste Meldungen. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers R. B. Darmstadt, 27. Okt. Der Gesindeball des Hostheaters ergab einen Bruttogewinn von 5000 Mark' und eine Reineinnahme von über 3000 Mark. Berlin, 27. Okt. Nach dem „Vorwärts" ist der frühere Redakteur der .Hilfe", Gerhard Hildebrand, nach mehr als achtwöchentlicher Haft vom Zeugniszwang e befreit worden. Berlin, 27. Okt. Der Kaiser hat seinen verstör» denen Freunde, dem. Geheimrat Alfred« Krupp eine bleibende Ehrung zugedacht durch Errichtung eines für Kiel bestimmten Denkmals, das seinen Platz vor dem Gebäude des kaiserlichen Jachtklubs, dessen Mitglied auch Krupp war, erhalten soll. Werden, 27. Ott. Der wegen fahrlässiger Tötung zu drei Monaten Gefängnis verurteilte Pastor Haspelmath aus Kirchbreitzen, ist, wie verlautet, begnadigt worden. Haspelmath hatte bei einem nächtlichen Einbruch, der im Pfarrhause verübt wurde, durchs einen Schuß aus dem Fenster eine Person getötet. Flensburg, 27. Okt. Die Straftammer verurteilte den Dr. med. Car st e n s-Tondern, der seinerzeit ein Säb elduell mit dem Referenten Schütze in Kiel ausgefochten hatte, wegen Zweikampfs zu drei Monaten Festung. London, 27. Okt. Ein Telegramm aus Kapstadt bringt auszugsweise einen Artikel des South Aftica News. Es heißt, daß die Buren-Bevö'lkerung in beiden Kolonien dem Hungertode nahe sei. Die Familien, welche früher wohlhabend waren, sind jetzt auf Almosen angewiesen. Die Mehrzahl der Familien haben keine Häuser mehr und sind gezwungen, Pferde und Maulesel zu schlachten. Krankheiten fordern große Opfer unter der Bevölkerung. Anstatt Hilfe zu bringen, veröffentliche die Regierung falsche Berichte, worin versichert wird, daß. die Bevölkerung sich loyal verhalte und die Lage befriedigend sei. Wien, 27. Okt. Die christlich-soziale Majorität des Wiener Gemeinderats und des niederösterreichischen Landtages hat eine Agitation gegen die Vivisektion in den Instituten der Wiener medizinischen Fakultät eingeleitet. Der Landesausschuß hat die sofortige Entfernuug aller Versuchstiere aus den Kliniken der beiden Gynäkologen Ehrobak und Schautta angeordnet. Das Dekanat der medizinischen Fakultät hat hiergegen Protest eingelegt. Korneuburg, 27. Okt. Auf dem Schießplätze des hier stationierten Eisenbahn- und TelegrapHen-Regiments ereignete sich beim Einschießen reparierter Manlicher Gewehre ein schwerer Unfall. Durch Selbstentladung eines scharf geladenen Gewehres wurde ein Soldat getötet, einer lebensgefährlich verletzt. Der Hauptmann, der das Schießen leitete, erhielt einen Streifschuß. Innsbruck, 27. Okt. Der Statthalter Baron SMvartzenan hat die freie italienische Universität verboten. Telephonischer Kursbericht, Jfc'raeakfnrt u. 27. Oktober 1903. 31/a°/o Reicheanleiho . . 101.90 3% do. ... 90.45 3V9°/o Konsole .... 101.85 3°/0 do......90.40 3Vz0/g Hessen .... 100.20 372% Oberhessen . . . 100.20 4% Oesterr. Goidrente . . 101.75 4l/s% Oesterr. Silberrente 100.80 4% Ungar. Goldrente . . 99.75 4°/o Italien. Rente . . . 103.60 4V2% Portugiesen , . . 52.45 3°/^- Portugiesen. .... 31.60 1% C. Türken .... 37.25 Türkenlose ...... 142 20 4% Grieoh. Monopol.-Anl. 43.90 41/, % äussere Argentiner —.— 30/q Mexikaner .... 26,80 4*/2Va Chinesen . . . . 91.60 Electric. Sohuckert . . . 114.25 Nordd. Lloyd . . . . 104.50 Kreditaktien ..... 209.40 Diskonto-Kommandit. . . 195.60 Darmstädter Bank . . . 219.50 Dresdener Bank .... 153.20 Berliner Handelsges. . . 163.00 Oesterr. Staatsbahn . . . 141.50 Lombarden ..... 16.30 Gotthardbahn.....189.50 Laurahütte......241.00 Bochum ....... 192.10 Harpener......201.60 Tendenz: fest. Jas Hrinken ist für unser ganzes körperliches und geistiges Wohlbefinden fast ebenso wichtig als das Essen, und am wichtigsten ist es, was man trinkt. Kaffee und Tee, üben auf die Dauer mehr' oder weniger unerwünschte Wirkungen auf unseren Organismus aus, indem sie je nachdem Hitze, Nervenerregung oder Unterleibsbeschwerden zur Folge haben. Das einzige Getränk, welches, bei mildem Wohlgeschmack, für jedermann ohne Unterschied des Alters und des körperlichen Zustandes gleichmäßig unschädlich bleibt und der Gesundheit aller dient, ist — Kathreiners Malzkaffee! 7083 efchasts-Empfehlungen liefert billigst vrühl'sche Universitäts-Druckerei, Gietzen. Danksagung 8068 Gießen, den 26. Oktober 1903. ■8 Gießerr, Dransfeld, den 27. Oktober 1903. 8076 Wer tatest UotöWB. ADUU zu taufen gesucht. 8046 Wo? sagt die Exped. d. Bt. ^ceufiabt 3o. mieten. 7/isitenfawten befert rasch and billigst Brühl'ache Univ-Druckerei Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme an unserem schweren Verluste sagt innigen Dank Die Beerdigung findet Donnerstag den 29. d. Mts., nachm. 3 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. Fottay gut gehalten, billig zu verlausen 8021 Neustadt 45. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Lonchen Büsing, geb. Mk. BrermhoLz- Verfteigerung. Donnerstag den 29. OkL., nachmittags 3 Uhr, lasse ich eine große Partie Brennholz im „Löwen", Neuenweg, versteigern. 05383 CaHe, 7989j Ein sehr gut erhaltenes Tafelklavicr ist preiswert ab* zugeben Braugasse 11, part. Todes-Anzeige. Es hat Gott dem Allmächtigen gefallen, unser innigst geliebtes Kind 8077 Elisabeth im Atter von 4 Wochen wieder zu sich zu nehmen. Dies zeigen tiefbetrübt an Sermnn Lchrödel nnii grau. Gießen (Neuer Saalbau), den 26. Oktober 1903. 0a390 Carl Schwab GGGGGGSGGS Schellfische jeden Donnerstag und Freitag eintreffend. 8059 L. Kaithof Nächst. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die traurige Nachricht, daß unser lieber Gatte und Bater, der Gärtner Heinrich Wellhausen heute vormittag 6 Uhr noch längeren: Leiden im 46. Jahre sanft entschlafen ist. Um stille Teilnahine bitten Die trauernden Hinterbliebenen. urr lut Ut en Todes-Anzeige. Es hat Gott dem Allmächtigen gefallen, unsere liebe, gute Mutter, Tochter, Schwester, Schwägerin, Großmutter, Schwiegermutter und Tante Frau Sitjtriit MiHmi» Sifwt geb. Datt beute mittag 2’/« Uhr nach langem, schwerem, mit Geduld getragenem Leiden in die ewige Seligkeit abzurufen. tun stille Teilnahme bitten 8071 Die tiestrauernden Kinder. Gießen (Seltersweg 61), den 26. Oktober 1903. Die Beerdigung findet Mittwoch den 28. d. Mts., nachm 7,8 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofs au§ statt schone 6-Znnmer-Wohnung so- fort zu vermieten. 6248 Schillerstraße 11, EckeNordanlage 8060] Schöne 2-Zimmerw.im 2.St. sofort zu verm. Bahnhofstr. 58. 05371] Große 3° auch 2-Zlmmer- wohn., 3. St., mit Zuo. sot. zu ver- mielen. Näh. Neustadt 14, part. 05385] Schöne Wohnung an ruh. Leute zu v. Kornblumengasse 6. 1473] Per sofort zu vermieten: Ludwigstr. 42 II. e>tocf, Sieben* Zimmerrvohnung mit Mansarde und Garten. _________Reitz, Westanlage 27. 7325] Ecke Rordanl.—Weserstr. 3 2. 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Körbezirk Gießen. la Angaben über Gutachten der Kommission — Angaben über Gutachten der KommUston s Rumen Name« über 1 Ramerr über E Bemerkungen Z tt der Gemeinden der Halter Gattung Raffe 5$ s d Ä "K Bemerkungen s S S der der Gattung j Raffe sA ierbflu ö • -5 K <® E H-O- «o -a — ex 0 Gemeinden Halter Q des Faselviehes § © «e L des Faselviehes § NO l ■5* «0 © NO 1 Hausen Heinrich Dippel Bulle 1 Simment. 174 sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut L7 Alten-Buseck Gemeinde Bulle Simment. 4 gut ^sehrgutl sehr gut ehr gut Joh. Ruppenlhal Ziegenbock | Saaner 7« gut gut I flut gut Sprung- Bulle Simment. 27. gut sehr gut ehr gut ehr gut 2 Garben teich Joh. WaÜbott XI. Bulle Sim. Krzg. 57, genügd. sehr gut sehr aut sehr gut register fehlt Bulle Vogetsdgr. 2 gut lehr gut sehr gut ehr gut MM ff Bulle | Sim. Krzg. 3 gut sehr gut sehr gut sehr gut Hch. Jäger Ziegenbock Saaner 3 gut gut gut gut MM Joh. Schmidt IV. Ziegb., Pv.' Landrasse Z ungen. gut gut gut Abschaffen Ziegenbock Saaner 7, gut gut gut gut Heinrich Kissel IL Eber, Priv. Yorks. Krz. 17, genügd. gut gut gut Ziegenbock Saaner /, gut gut gut gut 8 Watzenborn Ludw. Buß Bulle Bogelsbgr. 2 gut sehr gut sehr gut sehr gut Kaspar Hofmann Eber Landraffe 74 gut gut gut gut Joh. Lud. Philipp Bulle Sim. Krzg. 2 gut sehr gut sehr gut sehr gut 18 Wieseck Gemeinde Bulle Simment. 4 gut sehr gut sehr gut sehr gut Ludwig Pitz Ziegenbock Saaner 27, sehr gut gut gut gut 1 Sprung- Bulle Simment. 27 2 sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut Joh. Gg. Burk III. Eber,Prrv. Yorkshire 17, genügd. gut gut gut / register fehlt Bulle Bogelsbgr. 272 sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut 4 Steinberg Balser Philipp III. Bulle Bogelsbgr. 3 sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut MM Bulle Bogelsbgr. 4 gut sehr gut sehr gut sehr gut Bulle Sim. Krzg. 37, gut gut gut gut Ziegenbock Saaner 4 gut sehr gut sehr gut sehr gut PH. Junker Ziegenbock Landrasse 4 genügt). gut gut gut n Ziegenbock Saaner 2 gut sehr gut sehr gut sehr gut Ziegenbock Saaner 7, gut gut gut gut H Ziegenbock Saaner ^4 gut gut gut gut 5 Grüningm Chr. E. Bingel IL Bulle Simment. 47, sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut Carl Schäfer V. Eber Landraffe 74 gut gut gut gut Phil. Heinr. Euler Bulle Simment. 17- sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut 19 Gießen Georg Simon Bulle Sim. Krzg. 27, genügd. gut gut sehr gut Hch. Ernst Hudler Konr. Chr. Engel Ziegenbock Appenzell. 4 gut sehr gut sehr gut sehr gut \ Sprung- II Bulle Sim. Krzg. 2 gut gut gut sehr gut Eber, Priv. Yorks. Krz. 1 genügd. gut gut gut / register fehlt Adam Beimborn Ziegenbock Saaner 7- sehr gut gut gut sehr gut 6 Holzheim Gemeinde Bulle Simment. 37, sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut ff Ziegenbock Saaner sehr gut gut gut sehr gut Bulle Simment. 31/, sehr gut sehr gut sehr gut ff Ziegenbock Saaner 7r gut sehr gut sehr gut sehr gut Bulle Simment. 2 sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut 20 Daubringcn Wilh. Lepper Bulle Bogelsbgr. 3 /, gut sehr gut sehr gut sehr gut * Joh. Gg. Stuckert Konr. Schneider IV Ziegenbock Eber Saaner Yorks. Krz. 27. 1 sehr gut genügd. sehr gut gut sehr gut gut sehr gut gut n Heinrich Braun II. Heinr. Schäferlll. Bulle Ziegenbock Bogelsbgr. Landraffe 2 17, gut gut gut sehr gut gut sehr gut gut sehr gut 7 Lang-GönS Gemeinde Bulle Simment. 5 sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut 21 Mainzlar Kaspar Müller IV. Bulle Bogelsbgr. 2 gut sehr gut sehr gut sehr gut Bulle Simment. 3 sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut Christoph Findt Bulle Bogelsbgr. 4 gut sehr gut sehr gut sehr gut Bulle Simment. 2 gut sehr gut sehr gut sehr gut Wilh. Becker Wwe. Ziegb., Pv. Landraffe 7, genügd. genügd gut gut - M Bulle Ziegenbock Bogelsbgr. Saaner 37, 2 sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut ungen. sehr gut sehr gut sehr gut Bessere Klauen- fpflege ersor- 22 Staufenberg Joh. Sommer III. Kaspar Bogel Bulle Bulle Bogelsbgr. Bogelsbgr. 2 sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut BöSarttg, ab- sschaffen Ziegenbock Appenzell. 2 gut sehr gut sehr gut sehr gut sderlich Ludw. Kuhl II. Ziegb., Pv. Saan. Krz. 2 74 genügd. genügd. genügd. genugb. Karl Weil IN. Eber Yorkshire 1 sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut Eber, Priv. Yorks. Krz. genügd. genügt). genügt). genug. Eber Yorkshire 7< sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut 23 Ruttershausen Dietr.KarberWwe. Ziegb., Pv. Landraffe 7, ungen. genügt). genügd. gut 8 9 Annerod Steinbach Wilh. Weil Ludw. Schäfer NI Carl Schäfer Leonh. Schäfer Gemeinde Eber Bulle Bulle Ziegb., Pv. Eber, Priv. Bulle Yorkshire Sim.Krzg. Bogelsbgr. Saaner Yorkshire Bogelsbgr. 7< 2 17, 5 1 27, sehr gut gut gut gut sehr gut sehr gut gut gut gut gut sehr gut sehr gut gut gut gut gut sehr gut sehr gut gut gut gut gut sehr gut sehr gut 24 Lollar ff Heinrich Moos Lud. Hofmann III. Christoph Fuchs Philipp Moos Bulle Bulle Bulle Bulle lTüre Der Mttzuzufi Bogelsbgr. Bogelsbgr. Sim. Krzg. Yorks. Krz. chlossen. £ nben. Auc 3 37, 2 27, >at h d gut genügd. genügd. sehr gut auf Kost te Bürg gut ungen. ungen. genügt), en der ermeister genüg, genügd. genügb. Gemeind ei war gut gut gut gut e eine verhtnb Rachbesichtigung :rt, an ber Be- N W w ff Bulle Bulle Ziegenbock Bogelsbgr. Sim. Krzg. Saaner 47. 17» 2/< sehr gut gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut 25 Heuchelheim Jakob Rinn XXII Ludwig Römer V. Bulle Bulle Bogelsbgr. Bogelsbgr. f 3 17, djtigunj sehr gut genügd. teilzun sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gu/ Ziegenbock Saaner I7r sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut Bulle Bogelsbgr. 37, genügd. gut gut gut Abzuschaffen fkeineRnn zücht Ein Ziegenbock 10 Albach CarlGehrhardtlN Georg Hofmann Eber, Priv. Bulle Bulle Yorkshire Sim. Krzg. Simment. 174 37, 17, sehr gut gut gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut gut sehr gut ff G.SchimmellLW. Bulle Bulle Ziegb., Pr. Bglb. Bast. Bogelsbgr. Saaner 2/4 2 7- ungen. gut genügd. gut gut genügd gut gut ungen. gut gut gut Konr. Balzer VI. Ziegenbock Saaner 474 sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut Sprung- register II Ludwig Hörr III Eber, Priv. Yorkshire 2 gut gut gut gut fist zu wenig 11 Oppmrod Carl Kinzenbach Bulle Bulle Simment. Simment. 37, 17- sehr gut gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut 26 Klein-Linden Wilh. Weller II. Eber, Priv. Bulle Yorkshire Bogelsbgr 8M 37 gut sehr gut gut sehr gut gut sehr gut gut sehr gut * Conr. Döring Ludwig Albach Eber, Priv. Ziegb., Pv. Yorkshire Saaner 174 17, sehr gut gut sehr gut gut sehr gut gut sehr gut gut werden nicht! geführt I tf tf Karl Lang Bulle Ziegenbock Bogelsbgr Landraffe 2 2 genügd ungen. gut gut gut gut gut gut 12 Burkhardsfelden Hermqnn Becker Bulle Bulle Bogelsbgr. Bogelsbgr. gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut 27 Mendorf a/Lahn Joh. Binz II. Ziegenbock Bulle Saaner Bogelsbgr 2‘/' gut sehr gu gut sehr gn gut sehr gut gut sehr gu W Leonh. Arnold III Eber, Priv. Landraffe 27, vf4 gut gut gut gut ft Jakob Wagner III Bulle Bogelsbgr ?// gut sehr gu sehr gut sehr gu 13 Reiskirchen Heinr. Karl Menz Hch. Becker VL Ziegb^ Pv. Bulle Bulle Saaner Bogelsbgr. Boaelsbar. genügd. sehr gut gut gut sehr gut gut gut sehr gut gut gut sehr gut gut 28 Großen-Linden Johannes Ulm II Gemeinde ft Ziegenbock Bulle Bulle Saaner Simment. Bogelsbgr w 67, gut sehr gut sehr gut genügd sehr gut sehr gu gut sehr gut sehr gut gut sehrgn sehr gu 14 w w Rödgm Heinr. Hartmann Ferdinand Balser Gemeinde Ziegenbock Eber, Pr»v. Bulle Bulle Saaner Yorkshire Sim. Krzg. Simment. 17, 2‘/, 3 27. gut gut gut sehr gut gut gut sehr gut sehr gut gut gut sehr gut sehr gut gut gut sehr gut sehr gut ff ff tt ff Bulle Ziegenbock Ziegenbock Saaner Bogelsbgr Saaner Saaner Saaner 17, 3 1? gut gut gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut lehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehrgu 15 16 ft Trohe Großen-Bufeck Ludwig Balzer Bürgerm. Schmidt Philipp Schmidt Gemeinde Ziegenbock Bulle Ziegenbock Bulle Bulle Saaner Sim. Krzg. Saaner Simment. Simment. 37, 274 sehr gut gut gut gut gut sehr gut gut gut sehr gut sehr gut sehr gut gut gut sehr gut sehr gut sehr gut gut gut lehr gut sehr gut 29 Leihgestern tf ff ff Hch.Weigant Wwe Wilh. Jung Joh. Faber IX. Joh. G. Martin II Joh. Gg. Will III Eber Bulle Bulle Bulle Ziegenbock Yorkshire Simment. Simment. Simment. Saaner 1 17, 2 /< 37, 27, sehr gut gut gut sehr gut gut sehr gut gut gut sehr gut gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut gut sehr gut sehr gut sehr gut sehrgu gut * #» Bulle Bulle Bogelsbgr. Bogelsbgr. 4 2 gut gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut ff Gg. Langsdorf III Ziegenbock Eber Saaner Yorkshire 7/ gut genügd gut genügd gut gut gut gut n Bulle Bogelsbgr. 174 gut sehr gut sehr gut sehr gut w Ziegenbock Saaner 2 gut gut gut gut Gcetzen, den d. urtowr 1W3. w n u Pachter Esau Ziegenbock Eber Saaner Yorkshire 74 174 gut gut gut gut gut gut gut gut Schmidt, Kreisvet.-Arzt. Dte Volk, Bürgermeister. t. Heinrich Schadeck UL Körbezirk Hirngen-Lich. 1 Langsdorf JohS. Lehrmund Adam Roth III. Jakob Bender Adam Köhler IIL Wilh. Bender II. Heinrich Fay IX. Christian Schmidt Heinr. Dörr Joh.Gg.Stenlll Gilbert Sames Bürgermstr. Roth Georg Hahn Dürgermstr.Bopp Wilhelm Reusel Wilh. Müller IL Gg. Hahn A. Schneider Friedrich Reitz Ang. Ruppel I. Ph. Peter Grotz Friedrich Emmel Hugo Jakobi Bulle Bulle Bulle Simment. Sim. Krzg. Simment. 37- 2 4 sehr gut genügb. sehr gut gut gut sehr gut sehr gut gut sehr gut sehr gut gut sehr gut Bulle d. laubw. sBereins Bulle fehl) 10 Rodheiw rt Heinrich Klöpper Hch. Konr. Roth Heinrich Klöpper Lud. Conrad Koch Bulle Bulle Ziegenbock Eber Sim. Krzg. Sim. Krzg. Saaner Yorks. Krz. 17. 27. 17. 1/2 gut gut gut genügb. gut gut gut gut gut gut gut gut gut gut gut gut Sprung-Register to erbet? nicht geführt I Sprung-Re- 1 gister werden J nicht geführt 1 Sprung-Re» > gister werden J nicht geführt Abschaffnr Zur Herde ge- [trieben Fehlt 2 3 4 5 Bettenhausen Bellersheim ff fr w ff Obbornhofen ff tt Utphe * Eber Eber Ziegenbock Ziegenbock Bulle Bulle Eber Bulle Bulle Bulle Eber Eber Ziegenbock Ziegenbock Bulle Bulle Eber Ziegenbock Bulle Bulle Eber Eber Yorks. Krz. Yorkshire Saaner Saaner Simment. Simment. Yorkshire Sim. Krzg. Simment. Simment. Yorkshire Yorkshire Saaner Saaner Sim. Krzg. Sim. Krzg. Yorks Krz. Saaner Sim. Krzg. Sim. Krzg. Yorkshire Yorkshire bOtOKJHWK) bObDl-iMtOCOfcOODbO tO sehr gut gut ehr gut gut sehr gut sehr gut gut genügb. gut ehr gut genügb. sehr gut gut gut genügb. sehr gut gut sehr gut genügb. gut gut gut sehr gut sehr gut ungen. gut sehr gut sehr gut gut sehr gut ehr gut sehr gut gut sehr gut gut gut gut sehr gut gut sehr gut gut gut gut gut sehr gut sehr gut ungen. gut sehr gut sehr gut gut sehr gut sehr gut sehr gut gut sehr gut gut gut gut sehr gut gut sehr gut gut gut gut gut sehr gut sehr gut gut gut sehr gut sehr gut gut sehr gut sehr gut sehr gut gut sehr gut gut gut gut sehr gut gut sehr gut gut gut gut gut Bessere Klanen- fpflege erforbl. 1 Sprung- | register wird J nicht geführt ] Sprung- \ register wird ] nicht geführt Sprnng- registerfehlt 11 12 13 14 15 Rabertshausen Langd Ltch tt tf tt n tt Birklar tf tt Muschenheim ft ff ft Wilhelm Reichert Georg Dietrich Gg. Konr. Walther Emil Fritz Otmar Werner Herrmann Fritz Gemeinde Heinr. Müller VH. Friedr. Brückmann W. Hanitsch Wwe. Heinrich Eller V. Heinr. Weisel IX. Heinrich Eller V. Heinr. Weisel IX. Bulle Bulle Bulle Bulle Ziegb., Pv. Eber Bulle Bulle Bulle Bulle Ziegenbock Ziegenbock Ziegenbock Eber Bulle Bulle Eber, Priv. Ziegb., Pv. Bulle Bulle Eber Eber Simment. Simment. Sim. Krzg. Stmment. Saaner Yorkshire Simment. Simment. Simment. Bogelsbgr. Saaner Saaner Saaner Jorks. Krz. Sim. Krzg. Sim. Kri!g. Yorkshire Saaner Sim. Krzg. Sim. Krzg. Yorkshire 274 5 174 2/1 1/2 17- 3 27. 2 274 4 37. 3 1 2 17, 374 l/a gut gut gut sehr gut gut sehr gut gut gut genügb. gut gut sehr gut sehr gut gut gut sehr gut gut genügb. genügb. ungen gut gut sehr gut gut sehr gut gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut gnt sehr gut gut ungen. genügb. genügb. gut gut sehr gut gut sehr gut gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut gut sehr gut gut gut gut genügb. gut gut sehr gut gut sehr gut gut gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut gut sehr gut gut gut gnt gut gut 6 tf tt TraiS-Horloff Peter Conella 7 Joh. Carl Bley Ziegenbock Ziegb., Pv. Appenzell. Saaner Simment. Simment. 17- 3 372 174 gut gut gut genügb. gut gut gut ungen. gut gut gut gut gut gut 16 Eberstadt Wilh. Müller. II. Hch. Ludw. Mulch Ziegb., Pv. Bulle Simment. 27. sehr gut sehr gut sehr gut sehr gnt Joh. Hch. Hublitz Bulle gut August Schneider Bulle Simment. 17, sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut Otto Fritz Bulle gut gut Crd.Wedemann II. Bulle Simment. 27. sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut Ludw. Hch. Becker 5 Eber, Priv. Yorkshire Saaner Sim. Krzg. Simment. Yorkshire Sim. Krzg. Sim. Krzg. 6 gut gut genügb. gut ungen. genügb. genügb. gut gut gut Hch Ludw. Mulch Eber Yorkshire 2 gut sehr gut sehr gut sehr gut 7 Inheiden GUh. Herzberger Ziegb., Pv. gut gut gut gut gut gut Crd.Wedemann II. Ziegenbock Saaner 17- gut gut gut gut Georg Jakob II. Bulle 2 CQ O1 04 —< C gut gut gut gut gut gut 17 Ober-Hörgern Hch. Döringer III. Bulle Simment. 37 4 sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut VereinSbulle 8 tt ft Hungen Carl Raab Heinrich Wilhelm Pachter Kammer Bulle Eber Bulle, Prv. Bulle, Prv. gut gut gut Abzuschaffen 18 Dors-Gill Herm. Dörmger Wilh. Schmaltz I. Martin Kneb Bulle Ziegenbock Bulle Bulle Simment. Saaner Simment. Sim. Krzg. 4'/. 8 Ti. 81'- sehr gut gut sehr gut genügb. sehr gut gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut gut sehr gut sehr gut sehr gut gut sehr gut sehr gut Phil. Seib«th IL Bulle, Prv. Sim. Krzg. ö genügb. genügb. genügb. gut sehr gut gut genügb. gut sehr gut gut gut gut gut sehr gut gut genügb. gut sehr gut gut Heinrich Weitz Eber Yorkshire 17, sehr gut sehr gutlehr gut 9 Steinhetm n w ff Pachter Kammer Phil. Seiberth II. Friedrich Roth Wilhelm Belte Joh. Kaufmann 7 Karl Sann Conrad Engel Bulle, Prv. Eber, Priv. Eber, Priv. Ziegb., Pv. Bulle Bulle Ziegenbock Eber Sim. Krzg. Yorks. Krz. Yorkshire Saaner -Sim. Krzg. !©im. Krzg. | Saaner | Yorkshire 17, V 174 3 17, gut gut sehr gut gut genügb. gut sehr gut gut ungen. sehr gut gut genügb. | gut sehr gnt Abzuschaffen \ Sprung-Re- > gister werben J nicht geführt Ltch, de Heinrich Kutscher a 21. September 1 Schmidt. Ziegenbock 903. Die KL Appenz.Kz. r k 0 m n Görlacl 1 ui ungen. s i 0 ri ungen. genügb. Helle । gur r. Körbezirk Gründerg. Ordn.-Nummer ,, Ramcu her Gemeinden Namen der Halter Beschr b< Raffe eibmtg er Karbe Alter (Jahre) 1 Körperbau ® p chtrn be ül M ti «3 t n tt tf tt gut ! Ist nicht an- zukören, ba- her die An- schaffg. eines sprungfähigeu Ebers bring, geboten. Ein 2. Bulle (erforderlich. Ziegenbck. nicht sgehalteu. Ein 2. Bull« bringenb nötig. Ziegmbock (nicht gehalten. Ein 2. Bulle dr. notwendig. Ein 2. Snttt ferwünschl Die Hofraite swar am Be- ssichtigungs- stageverschloff. Eber u. Ziegbck. (nicht gehakten. Mit HautauS« sschlägen be- shaftet. ist abzuschaffen. Gießen, den 24. Oktober 1903. Betr.: Die Bestellung eines Beauftragten der Handwe tammer. Das Grsßherwgiiche Kreisamt Gieß an Großh. Polizeiamt Gießen ttttb die Großh. Bürgermeistereien der Landgemein des Kreises. Im Anschluß an unser Ausschreiben vom 1. August 1 (Kreisblatt Nr. 88) benachrichtigen wir Sie, daß die Hc rverkskammer zu Darmstadt den Bernhard Steuerna zu Bad-Nauheim für die Zeit vom 1. November 1903 31. März 1904 mit Vorsehung der Dienstverrichtungen Beauftragten der Kammer betraut hat. Sein Bezirk un bis auf Weiteres die Provinz Oberhessen und den L Offenbach. Auf Anordnuna Grokb. Ministeriums des Sta rks- en den 903 ind- gel bis ines faßt (reis nern ’iner laubnis erteilt, die Lose einer von demselben zu veranstaltenden, drei Ausspielungen umfassenden Geldlotterie innerhalb des Großherzogtums zu vertreiben unter der Voraussetzung, daß die erste Ziehung in der Zeit zwischen dem 26. und 29. April 1904 einschließlich stattfindet und die Termine der übrigen Ziehungen — es sei denn daß zwischen der Direktion der Hessisch-Thüringischen Staatslotterie und der Lotterie- Unternehmung eine andere Terminsfestsetzung vereinbart werden sollte — nicht in den Zeitraum von vier Wochen vor Ziehung der ersten Klasse bis zwei Monate nach beendeter Ziehung dieser Klasse der genannten Staatslotterie fallen (Art. 10, 1 c des Staatsvertrags über die Vereinigung der hessischen Landeslotterie nnd der Thüringisch-Anhaltischen Staatslotterie betr., vom 15. März 1902). Nach dem von der zuständigen Behörde genehmigten Verlosungsplan dürfen zu jeder der drei Ziehungen 60000 Lose ä. 2 Mk. ausgegeben werden, und es sind bei jeder Ziehung 45000 Mk. als Gewinne ausgesetzt. Gießen, den 24. Oktober 1903. (MDn,.......it Gießen. 3. 23.: Dr. Wagner. find unter Stall sperre, die der Seuche verdächtigen Tiere unter Gehöftsperre gestellt worden. Gießen, den 23. Oktober 1903. Großherzogliches Kreisamt Gießen- I. 23.: Dr. Kranzbühler. Kekanntmachung. Betr.: Schweinerotlauf zu Ruttershausen. Im Gehöft des Johannes Bernhardt in Ruttershausen ist Schweinerotlauf ausgebrochen. Die kranken Schweine sind unter Stallsperre, die der Seuche Verdächtigen unter Gehöftsperre gestellt worden. Gießen, 24. Oktober 1903. Großberzogliches Kreisamt Gießen. I. B.: Dr. Kranzbühler. e 3 mpsehlen wir Ihnen, den Beauftragten in Erfüllung s Lufgaben in jeder Weise zu unterstützen. I. 23.: Dr. Wagner. Amtliche Nachrichten über Viehseuchen. Unter den Schweinen des Händlers H. Berg Höfer in Münchhausen (Kreis Marburg) ist die Rotlaufseuche ausgebrochen. Die Gehöftsperre ist angeordnet und der gemeinschaftliche Weidegang der Schweine verboten. In dem Gehöfte des Gastwirts Bottenhorn zu Vockenrod (Kreis Alsfeld) ist die Schweinerotlaufseuche (Backsteinblattern) ausgebrochen und über dieses Gehöfte dis Sperre verhängt. Dckanntmuchung. zum Ho- nern Er- Detr.: Die Zulassung von Losen auswärtiger Lotterien Vertrieb im Großherzogtum. Mit Allerhöchster Ermächtigung Seiner Königlichen Heck de§ Großherzogs hat Großh. Ministerium des In bem Vorstand des Thüringer Museums zu Eisenach die Bekanntmachung. Betr.: Schweinerotlauf zu Lollar. Im Gehöft des Friedrich GeißlerIII. zu Lollar ist sSchweinerotlaus auSgebrochen. Die kranken Schweine