Gerichtssnal. Weinhai Bezirk ! 60000 . 40000 , 25000 , 10000 . 10000 , 10000 , 10000 , 10000 , 10000 , 20000 , Handels in ihrer Gesamtheit. — Wir stellen eS hiernach einer gerechten Beurteilung anheim, ob vereinzelte Fälle von Vergehungen, wie sie aus allen Gebieten leider Vorkommen, dazu berechtigen, den wohlerworbenen guten Rus eines gan-en ErwerbszweigeS oder eines ganzen Bezirks anzuzweiseln. mie o. iptgeroimt dio. ü.i&000= ä2000= 41000= ä 200= auf. ragt, gewinnt! hm M-Ättkit. )om 23.-26. Auni 1903 iter Aussicht der ^itdtion in Tarmstadt. ämwi. Politische Tagesschau. Aus der Nordmark. Wir brachten bereits die Nachricht, daß Pastor Jacobsen in Scherrebek (NordschleSwtg) wegen angeblich vorgekommener Unregelmäßigkeiten in der Leitung der von ihm zur Förderung de« Deutschtums in« Leben gerufenen Unternehmungen von seinem Amte suspendiert und vom Kieler Konsistorium in Diöziplinaruntersuchung gezogen worden ist. Pastor Jacobsen hat sich um die Förderung deS Deutschtums in der Nordmark zweifellos sehr große Verdienste erworben; die Fortschritte, die daS Deutschtum gerade in der Scherrebeker Gegend im letzten Jahrzehnt gemacht hat, kamen ja auch bei der letzten ReichStagSwahl zum deutlichen zahlenmäßigen Ausdruck. Es mag sein, daß Pastor Jacobsen nicht die nötige geschäftliche Erfahrung besaß und infolgedesien den Ueberblick über die wirtschaftlichen Unternehmungen, die er begründet hatte, verlor. Daß er dabei aber irgend welchen selbstsüchtigen Zweck verfolgte, ist nicht anzunehmen, und eS wird sich wohl empfehlen, mit einer Verurteilung zurückzuhalten, so lange die Ergebnisse der schwebenden Untersuchung nicht bekannt sind. WaS nun die Unternehmungen selbst betrifft, so ist nur die Webe schule kürzlich in Liquidation getreten, waS um so mehr zu bedauern ist, als sie sich, wie wir schon erwähnten, eines hohen künstlerischen RuseS erfreute nnb lediglich der deutschen Bevölkerung zugute kam. ES wäre dringend zu wünschen, daß die Regierung in irgend einer Form den Weiterbestand dieses rein gemeinnützigen Unternehmens sicherte. Das Nordseebad Lakolk, gleichfalls eine Gründung Jacobsens, befand sich wohl vorübergehend in Schwierigkeiten, die aber kürzlich durch Beschaffung neuer Kapitalien und eine Neuorganisation der Leitung behoben wurden, sodaß eine gedeihliche Weiterentwickelung dieses aussichtsreichen Unternehmens gesichert erscheint. Was endlich die Kreditbank Scherrebek betrifft, für die Jacobsen bei seinen VortragSreisen eine große Zahl von Teilhabern geworben hatte, so ist zu bemerken, daß diese Bank im vergangenen Jahre nach gründlicher Prüfung ihres Standes seitens staatlicher Organe unter Aufsicht des Bezirkskommissars in Scherrebek gestellt wurde, sodaß hier zu irgend welchen Befürchtungen sicherlich kein Anlaß oorliegt. Wie dem ,93erL Tagebl." auS Kiel telegraphiert wird, hat die Regierung Jakobsen nunmehr vom Amte eines Lokal- Schul-JnspettorS enthoben. Kriefkasien der Redaktion. (Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.) D. B. 10x0. Tie Hinrichtungen erfolgen in Preußen lediglich durch das gewöhnliche vom Henker milgeführte Richtbeil. irischen Geruch- M wird von den be* deutendsi-n tjSSr* ÄS’* #2- Ifwsiik öausirab " Leitungen 2C. als SSM-" »bestes ahier kostet «Ätm allen ^hütendes 5SÖ* *$&««*■ ..Ufo .1 Aie deutsche Ktädte-Ausftelluug. Dresden, 24. Mai. Tie deutsche Städte-AuSstelluna, um die Zeit der Jahrhundertwende geplant imd bewerkstelligt, folgt dem Haupt- gedanleu, eine Ueberficht über den grandiosen Aufschwung deutschen Stüdtewesens zu gewähren. Sie konnte nur insofern umfassend werden, als ausschließlich Städte von mindestens 25 000 Einwohnern zugelassen wurden, sodaß im ganzen einige 150 Städte in B-'.Muht kamen. Tie Städte mtt über 1OOOOO Einwohnern sinv alle erschienen und von den übrigen nicht weniger als vier Fünftel. Was ist nun, um sogleich damit ihr genaueres Programm omzugeben, das, was wir in der deutschen Städte- Ausstellung alles sehen? Ter gesamte ungeheure Stoff ist in folgende acht große Abteilungen eingeordnet: Ab- tellung 1: Fürsorge der Gemeinden für die Verkchrsver- hältuisse, für Beleuchtung, Straßenbau und Entwässerung, Brücken und Häfen, einschließlich des gesamten Tiefbau- und Bermessungswesens, der Straßenbahnen usw. — Ab- tellung 2: Stadterweitcrrmgen, Baupolizei und Wohnungswesen. — -lbteilung 3: Fürsorge der Gemeinden für öffentliche Kunst, Architektur. Malerei, Bildhauerei usw. — Abtellung 4: Fürsorge der Gemeinden für die Gesundheit mid allgemeine Wohlfahrt, Einrichtungen au£ dem Gebiete deS Polizeiwesens. — Abteilung 5: Schulwesen, Volksbildung. — rivtettung 6: Armenwesen, Krankenpflege, Wohltätigkettsanstallen, Wohltätigkeitssttftungen. — Abteilung 7: Kassen- und Finanzvenvaltung einschließlich Steuerverwaltung, städtische Gewerbebetriebe unb städtischer zur Gemeindeverwaltung nicht unmittelbar benutzter Grundbesitz sowie Einrichtungen der Gemeinden für Sparkasse- und Leihwesen. — Abteilung 8: aj Registratur- und Bureau-Einrichtung, Beamtenschaft usw., b) Statisttk und Literatur. Tiefe Abteilungen finden noch eine sehr wertvolle Ergänzung in einer umfänglichen Ausstellung solcher Industrieller, die für Stadtverwaltungen liefern, und in neun Sonderausstellungen, die auf Spezialgebieten hervorragende komplett llebersichten geben. Es sind dies je eine Sonderausstellung der städtischen (und von den Städten konzessionierten) Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerke, der deutschen Sicherheitsbehörden, des Sam3rllerwesens„^Bolks- kranthellen und ihre Bekämpfung", be5 Verbandes deutscher Arbeitsnachweise, des Verbandes der Feuerbestattungsvereine deutscher Sprache und der Tresdener Gartenbau- firmen. Tas Ausstellungsgebiet ist der städtische Aussrellungs-- palast mit seinem schönen Garten, nahe dem Zentrum, mitten in einem der schönsten Teile der sächsischen Residenz gelegen. Auf der einen Seite flankiert der welle Stübel- platz, auf der anderen der königliche Garten und der tönig- llche Botanische Garten. .Hier weht freie, gesunde Luft. Lerder wurd,e nur das Ausstellungsareal diesmal viel zu eng. Erst 1896 wurde der Ausstellungspalast durch Wallot gebaut — mll allen Zullmftskautelen; diesen Winter machten sich> berells Erweiterungen nötig. Von M a i n •, 27. Mai, Zu dem Proxeß der Dr. Scklamv vom Hofe nu5 Nierstein nimmt nun der Verband Rhein- hessischer Weinhändler daS Wort und schreibt uns: L Der Besch des Tr. Schlamp vom Hose an erlragssähigcn Weinbergen bezifferte sich zur Zeit des Prozesses aus noch mcht 10 Morgen, also noch nicht 2*.t Ho., und war es deshalb ganz falsch, ihn, rote geschehen, als einen bedeutenden oder gar als einen der bedeutendsten Weingutsbesiker am Rheine zu bezeichnen. Dem beschränkten Besitz enisprach auch seine SJebeutunq für den Weinhandel und kann deshalb schon voii einem großen Andrange des Handels zu den Versteigerungen des Belreffcndeu keine Rede sein. 2. Ter von dem Angeklagten durch Aufgebot zahlreicher Entlastungszeugen beabsichtigte Beweis, daß die von rhm geübten Manipulatwnen bei der Weinbehandlung allgemein gebräuchlrch seien, ist gänzlich mißlungen, indem sowohl durch dte Zeugenaussagen bewiesen, als auch durch den Staatsanwalt ausdrücklich festgestellt worden ist, daß cs sich um eine vereinzelte Ausjchrettung handelt, die von Niemanden schärfer als von den Weinproduzenten und -Händlern verurteill wird. 3. Die deutsche Gesetzgebung gegen dte Wein- oersälschung ist hauptsächlich auf Veranlassung von Weinbau und Weinhandel selbst wohl die strengste in der Welt, und wird in dem Bezirk Rheinhessen, zu welchem Nierstein gehört, besonder« scharf durch eigene staatliche Aussichtsbeamte gehandhabt. Hterin liegt die beste Garantie für die Reellität der Weinproduktion und deS Wein- Eingesandt. (Für Form unb Jnhu.l aht. unter üiujer Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Tic allgemein laut werdenden Klagen über Schaden bet Vögel mehren sich derart, daß man von den Behörden einen Erlaß behr. Verminderuny der schädlichen Vögel erwarten dürfte. Da ist zunächst der in erschreckender Zahl vorhandene Sperling, der doch nur uns Menschen zum Aerger und Nachteil existiert. Beginnt die Hausfrau im Frühling mit der Bestellung des Gartens, so ist es der Sperling, der daraus wartet, bts fte den Rücken kehrt, um den nicht genügend untergebrachten Samen wea zu naschen. Beginnt etwas zu keimen, nascht er es weg, ja selbst schon entwickelte Pflänzchen werden seute Beute. Ist jein Verheerungswerk un Garten zu Ende, so zieht er in Scharen in die eomrnevgelreibe- ielber, wo er mitunter eminenten Schaden anrichtet. Außer dem Sperling ist cs der Star und die Amsel, die der Pflege nicht wert sind unb in den Wald gehören, von wo siebte angrenzenben Felber bestreichen können, keinensalls in unseren Gärten. <$eigt sich boch nur an einer Kirsche ein roter Fleck, so sitzt von beiden Raichern sicher einer dahinter. Star und Amsel mactien sich an dte Ktrschen, Pflaumen, Johannisbeeren, Birnen, Zwetschen, wovon sie ganze Körbe voll herunter hacken, insbesondere an Trauben, unb wenn sie nicht gerade alles verzehren, so machen sie doch viele durch Anptcken ungenießbar. Mancher Peser wird entgegen halten, Einsender dieser Zeilen scheine nur den schaden zu beobachten, mcht aber den Nutzen. Nun, letzterer erscheint angesichts des großen Schadens so minimal, daß er durch genügenden Schutz und Pflege der nur nützlichen Vögel wie Meisen, Schwalben, Kleiber, Grasmücken, Baumläuser, Rotschwänzchen, Bachstelzen u. v. a., zehnmal ersetzt werden kann. Mögen vorstehende Zeilen dazu beitragen, Veranlaßuug zu geben, durch gesetzliche Maßregel die ermahnten, sich erschreckend vermehrenden brei Nascher der Menschheit zum Wohl zu vermindern. Nur nühlicheii Vögeln wollen rotr den ausgedehntesten Schutz augedeihcn laßen. Ein Vo-gelireund. „ 57930 , yroinne unb2^xan\\m. ir 11 »00 W iejn äußerst gimsngm empjehle ich Lose fo lange 1L */, Mk. 30.- (für mb Liste 30 Psg. mehr). iard Bnchacker, t&ea, Oleuenbdue ö. । Hausfrau versuche Bin'scir Waschpilz wreka“ r verhütet das uuttcb- Abfarbcn nnb Em ver Wäsche, erbaU l lene Wchchc wunder- «iS »s-r M nehmen Kunst und Wissenschaft. Berlin, 20. Mai. Bildhauer Prof. Ealandrellt ist heute nacht gestorben. (Calandrelli war u. a. der Schöpfer des Denkmals Friedrichs des Großen am Friedrichshain zu Berlin und des Kaiser Wilhelm-Denkmals in Bromberg. (Die Red. des,Eieß. An-/) Berlin, 27. Mai. Der italienische Komponist Leoncavallo ist in Berlin eingetroffen. Seine Anwesenheit dürfte mit der Fertigstellung einer im Auftrag deS Katsers geschriebenen Oper „Der Roland von Berlin" zusammenhängen. Marie von Ebner-Eschenbach hat soeben im Berlage von ®ebr. Paetel in Berlin-^. 85 einen neuen Roman .Agave' erscheinen lasten. Zentrale, einer Wasch batterio, mehreren Touchcn unb Brausen usw. usw. Tie Firma Schafstädt hat bereits nicht weniger als 25 öffentliche Badeanstalten ausgeführt, neben der in Gießen u. a. solche in Berltu, Köln, Breslau, Frankfurt a. M., Krefeld, Offenbach und Augsburg; in Ausführung begriffen sind zurzeit solche in Zwickau, Köln, Eolmar, Quedlttlburg, Tulken, Lübeck und Bockenhelln. So bekommt man hier wenigstens etwas von der Gießener Industrie zu schauen. Im übrigen tut dieses Fehlen verschiedener bekannter deutscher Städte einem ausreichenden Gesamtüberblick über das deutsche Stöbte- wesen um die Wende des zwanzigsten Jahrhunderts natürlich keinen Abbruch. Zu kurz tommen ün allgemeinen Ansehen nur die fehlenden Städte selber! Tie Teutsche Sladttaussttllung aber hat das, was sie beabsichtigte, reichlich erfüllt. Sie ermöglicht zum ersten- mal eine klare Erkenntnis dessen' was die deutsche Stadt der Jetztzeit in dem großen Organismus des modernen Teutschen Reiches bedeutet. Aus Anlaß der Städteausstellung erschien im Verlage von A. Müller-Fröbelhaus in Dresden ein neuer Plan von Dresden mit vollständigem Straßenverzeichnis (Preis 25 Pfennig). Dieser technisch vorzüglich ausgesührte Plan wird den zahlreichen Besuchern Dresdens ein sicherer Führer sein. dem grünen AuSstellungSpar? blieb gar wenig übrig. Hier ragen in buntem Durcheinander über zwanzig größere Bauten: Pavillons, Kioske und Hallen. Von außen gewahrt mithin das Ausstellungsgebiet keinen ästhetisch harmonischen Anblick. Man steht unter dem Eindruck „quetschender Enge". Diesen verstärkt die allzu große stilistische Verfchiedenhett der Form der einzelnen Bauten. Um so größere «Sorgfalt wurde nach einem oft erprobten und bewährten Dresdener Ausstellungsprinzip auf geschmackvolle Innendekoration verwendet, wodurch tn-innen alle Aus- stellungsprojelte zur bestmöglichsten Wirkung kommen. Namentlich die Ausgestaltung des Hauptgebäudes, des steingefügten Ausstellungspalastes, kann als eine hervorragende raum künstlerische Tat gelten. Ties der Rahmen. Ter Inhalt im sachlichen Betrack)t wurde schon angedeutet. Welchen Charakter hat er nun der deutschen Städte-Ausstellung geaeben? Betreten wir zunächst die Säle mit aller Harmlosigkeit eines schaulustigen Laien, dabei mit der mehr oder minder deutlichen Absicht, auch geistig etwas zu profitieren. In welcher Art wird unserem Verlangen da Rechnung getragen? Tas ist eine Anzahl von in allen größeren Räumen ausgestellten Modellen; daneben auch durch hervorragende Schaustücke im Original. Von letzterer Art sind namentlich das bronzene Retterstandbild König Alberts für Dresden von Baumbach und der Longuelune sche Tresdener Neptunbrunnen zu nennen; ferner die Ausstellung städtischer Kunst äüerer und neuerer Zett, die alle im Ausstellungspalast aufgestellt sind. Eharakteristischer für den Ausslettungszweck sind aber die Modelle; sie werden das Publikum gelinde immer tiefer in das eigentliche Ausstellungsgeheimnis hineinfuhren. Sie werden zuerst zu oberflächlichem Verweilen locken, bann eine eingehendere Betrachtung der Einzelheiten herbeiführen unb zuletzt viele, die es nickt gedacht, vermögen, sich wirklich tiefer für «Speziellstes zu interessieren. Diese Modelle sind ringsum an den Wänden von etwa zehnmal viel mehr Karten, Plänen unb graphischen llebersichten unb Taoellen umgeben. Dazwischen hängen herrliche, ölgemalte Stadtbilder unb Veduten, die nach der künstlerischen «Sette hin daS eben Geschaute illustrieren. Im ganzen verzeichnet der amtliche Katalog auf mehr als 300 «Seiten mehr als 3000 Einzelobjekte, von denen viele wieder ganz yroße Sammelsurien für sich ausmachen. In diese dicken Mappen, Bände, ganzen Kojen mit Tabellen unb Statistiken können populäre Berichte natürlich nicht folgen. Unb doch, gerade diese, Gegenstände sind der Haupttett, sie repräsentieren den Haupt- lvert in dem ganzen llntemehmen. Um ihretwillen werden die Städte wohl geeignete Beamte den Sommer über nach der Deutschen Städte- AuSstellung schicken, um hier zu ft ubieren, zu vergleich en unb für fie zu profitieren. Kleine Städte werben sich hier von den musterhaften Einrichtungen der entwickeltsten manches absehen. Um deswillen wird während der Ausstellungszeit eine große Anzahl hervorragender deutscher Kongresse in Dresden tagen. Das wirkliche Gros der Ausstellungsbesucher stellen also jedenfalls die Fachgelehrten. Mben dem hervorragenden ideellen Ergebnis läßt fick aber auch ein erfreulicher finanzieller Abschluß ziemlich bereits vor der Eröffnung von einem Plus reden. So etwas vermindert die Sorgen. Tenn in der Tat waren das Risiko unb die Aufwendungen sehr beträchtlich. Ter Etat der Ausstellung ist in Einnahme und Ausgabe auf 420000 Mark veranschlagt. Unb biefe Summe wird jedenfalls durch die Lersicherungszisfer, die die Ausstellungsleitung garantieren mußte, noch Überboten. Kostete doch das ausgestellte Hamburger Hafenmodell allein die Klei- nigkett von 40 000 Mark. Unb außer den Modellen befinden sich auch, in der Mafchinenhalle besonders, wertvolle Objekte unb in der Abteilung für städtische Künst unbezahlbare Unica (Stick) trechtsverleihungsurkunden, älteste Stadtsiegel, Gold- und Silbergeräte- und Raritäten im Original. Als die Städte, die sich am hervorragendsten beteiligt haben, neunen wir Dresden, Berlin, Breslau, München, Hamburg, Königsberg, Mannheim, Hannover, Augsburg, die nahe an hundert verschiedene Gegenstände aus- ftcllten. Leider wird nur der dorther Kommende das, was seine Stadt repräsentiert, nicht so schnell unb leicht zusammenfinden, da die einzelnen Objekre auf die verschiedenen Gruppen und somtt über das ganze Ausstellungsgebiet verteilt sind; auch aus dem Äaialog, der bieder Gruppierung folgt, erhofft man sich hiebei Rat vergebens. Zum mindesten lostet bas Nachblättem und bann das Aufsuchen viel Zeit und Mühe. Ter Zeitraum, über den sich die in der Deutschen Städteausstellung gegebenen llebersichten erstrecken, ist außerordentlich verschieden. Bonn am Rhein läßt unS zum Beispiel auf fünf Plänen auf eine zweitausendjährige Stadtentwicklung zurüabliaen; in anderen Städten, rote dem rasch aufgeblähten Cottbus, sehen wir nur ausschließlich neuzeitliches Streben. Leider fehlt in diesem Betracht das djaraneriftifajfie großstädtische Beispiel: Ludwigshafen. Auch fon]t ist noch manche Lucke zu bemerken. Indem Rostock, Schwerin, Oldenburg, Meiningen, Coburg, Gotha, Karlsruhe, Freiburg (ebenso wie Bochum, Frankfurt an der Oder unb — Stettin! roegbliebcn, fehlen zugleich bie ganzen Staaten, deren Kulturzentren diese repräsentieren. Auch die hessische llniverfttäts- stadt Gießen fehlt. Tafür aber hat die Gießener F i r m a H. S ch a f ft ä d t, Die Erbauerin des mufiergiltigen Gießener Volksvades, ai^ ihre eigene Faust eine Ausstellung veranstaltet. Neben der Adlerhütte und der Akttengesellschaft Lauchhammer hat sie ein vollständiges Bad hergerichtci mit einer Warmwasserleitungs- 153. Jahrgang Viertes Blatt. Gchnlstraße 7. Adresse für Txpdcben: Anzeiger Gießen. FernIvrkchanichlußRr.bl. Nr. 122 Erscheint täglich außer Conntagd. Dem Gießener'gelier werben im dem vesfifchei: £and®iri die Giehener Kamil.cr.- diiller viermal in der Woche dergelegt. Äoumontbrud e. Verlag bei Brühl 'fchen Unwers^Buch- u.viern- druckereKPrekfch Erben) RedakNaa. fcrpebttto* Teil: v. Wnrko- für , Stabt unb tianb' unb .(ScncblSfaal*. August Götz; für ben Anzeigenteil: Han» Beck. ZietzenerAMcher w E-meral-Anzeiger v Amts- und AnzetzesM für den Kreis Gießen Mittwoch«?. Mai 1903 monatsiw/dVi.. viertel» ich All. 2.30; burch rr. Zweigstellen mo.miltd) 65 Pf.; burch bie Post Mk.L— vtettel- fähri. auefchl. Bestellg. Annahme von Anreige« ür die Tagesnummer .'iS vormittags 10 Uhr. Zeilenprets: lokal ISPt» auswärts B0 Pfg. Städtischer MnungMchwtis Gießen. Garteustraße 2, Zimmer 97r. 14. (Geschäftsstunden von 8—1 und von 3—6 Uhr^ Angebot: 28 Wohnungen von 1—7 Zimmern, 2 möblierte Zimmer. Nachfrage: 11 Wohnungen von 1—5 Zimmern. Die Vermieter haben eine Einschreibgebühr zu entrichten und zwar für eine Wohnung mit einem jährlichen Mietwert bis 300 Mk. einschließlich 0,20 Sült, von mehr als 300 Mk. bis 600 Mt. einschließlich 0,50 Mk., und von mehr als 500 Mk. 1,00 Mk.; außerdem ist für jede Wohnungsanmeldung 1,00 Mk. zu hinterlegen. Für dre Wohnungssuchenden «folgt die Vermittelung un- mtgeltlich.4218 Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Gartenstraße 2 (Bürgermeifteretgebäudel Zimmer Nr. 14. Der Arbeitsnachweis hat die Aufgabe, zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern (Arbeitern jeglicher Art, Dienstboten und Lehrlingen) unentgeltlich Arbeit zu vermitteln. An den Werktagen von 8 bis 1 Uhr und von 8 bis 6 Uhr geöffnet. ES köuueu eingestellt werden: 18 Dieustmädcheu für sofort und später gegen hohen Lohn, 1 Hausmädchen, 1 Kindermädchen, 1 Köchin, 1 Küchenmädchen, 5 Lauf- bezw. Putzfrauen, 1 Waschmädchen dezw. Waschfrau bei gutem Lohn nach auswärts, 2 Flickerinnen, 1 Bäcker, 2 Steinbauer (auswärts), 1 Sattler (auswärts), 1 Tapezierer, 1 Wagner, 1 Küfer, 2 Schreiner, 1 Glaser, 1 Bauschlosser, 1 MetaUiormer (auswärts), 1 Metallschmelzer (auswärts), 1 Dachdecker, 2 Weiß- bmder und Lackierer. 3 Schneider (1 hier, 2 auswärts), 1 landwirtschaftliche Pferdeknechte, 2 landwirtschaftl. Arbeiter (1 hier, 1 auswärts), 2 Hausburschen. Lehrlinge: 1 Landwirt, 6 Schlosser, 1 Maler und Lackierer, 3 Schmiede <1 hier, 2 auswärts), 1 Wagner, 1 Spengler, 1 Schreiner (auswärts). 1 Schneider, 2 Bäcker, 1 Friseur (auswärts), 1 Schreiber, 1 Lehrmädchen (Verkäuferin). ES suchen Arbeit: 4 Bauschlosier, 1 Maschinenschlosser, 2 Heizer, 2 Spengler, 1 Tapezierer, 6 Schreiner, 1 Wagner, 1 Bilderrahmeumacher, 1 Glaser, 1 Zimmermann, 1 Bäcker, 1 Dachdecker. 1 Anstreicher, 1 Kellner, 1 Schuhmacher, 1 Bureaugehilfe, 1 Bureaudiener, 1 Diener, 1 Ausläufer, 1 Krankenwärter, 1 Erdarbeiter, 7 Haus- burfchen, 5 landwirtjch. Knechte, 3 Fuhrknechte, 2 Kutscher, 2 Tag- löhner, 3 Dienstmädchen, 1 Zimmermädchen, 7 Laus- bezw. Putzfrauen, 2 Waschfrauen, 2 Weißzeugnähermnen, 1 Flickerin. Lehrlinge: 1 Schlosser, 1 Schreiber. 4215 Bekanntmachung. In das Handelsregister wurde eingetragen: 1) Die Firma „Guido Günther" zu Wieseck; Inhaber: Kaufmann Guido Günther zu Gießen. Angegebener Geschäftszweig: Zigarren - Fabrikation. 2) Die Firma .Wilhelm Meyer" zu 'Wieseck; Inhaber: Kaufmann Wilhelm Meyer zu Gießen. Angegebener Geschäftszweig: Zigarrenfabrikation. 3) Das unter der Firma .Earl Hein Hotel Prinz Carl* zu Gießen betriebene Geschäft ist ohne Aktiva und Passiva auf Ernst Christel dahier übergegangen und wird unter der Firma Ernst Christel Hotel Prinz Carl weiterbetrieben. 4) Die für die Firma .H. C. Werner" zu Gießen erteilte Prokura des Hermann Werner ist erloschen. Erloschen sind die Firmen .K. F. Niekau", .Louis Lony" und .August Voigt" zu Gießen sowie .Aieyer & Günther" zu Wieseck. 4290 Gießen, am 19. Mai 1903. GrobherzoglicheS Amtsgericht. Verdingung. Die für die Herstellung eines erhöhten Bürgersteigs auf der südöstl. Seite der Marburgerstraße zwischen dem Wieseckerweg und der Straße nach dem neuen Friedhof erforderliche Maurer- und Pflasterarbcit soll Montag den 8. Juni d. I., voruu 11 */a Uhr, öffentlich verdungen werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden bei unL zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum obengenannten Zeitpunkt an rmS einzureichen. — ZuschlagS- 'frist 14. Tage. Gießen, 26. Mai 1903. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. 4278 Verdingung vou Vachräumungo-Arbcitcu. Die zur Räumung der Horloff von der Hungener GemarkungS- grenze bis zum Abschlag bet der Utphe—Berslädter GemarkungS grenze, sowie des Lehn- und Ried- grabens erforderlichen Arbeiten, veranschlagt im ganzen zu rund 7500 Mark, sollen m mehreren Losen durch öffentliches Ausgebol an Ort und Stelle vergeben werden. Zusammenkunft am Freitag den 2t). Mai, vormittags 7-. Uhr, bet Hof Graß. Gießen, den 20. Mai U)o3. ©rvfcf). KuUurnispeklwn Gießen. Wiß mann. 4157 Das gegen die Dicnstmagd Emma Schindewolf, geb. am 26. Oktober 1879 in Stöckey, erlaßene öffentliche Strafvollstreckungsersuchen vom 21. Januar 1902 wird hiermit als erledigt zurückgenommen. [4295 Celle, den 28. April 1903. Königliches Amtsgericht L Verdingung vou Draiuagearbeiten. Die Graben- und Rohrver- legun^sarbeiten für die nach der diesjährigen Heuernte zur Ausführung vorgesehenen Drainagen der Wassergenosfenschaft „In der Au" au Allendorf a. d. Lahn, veranschlagt zu 666 Mark, sollen Freitag bett ft. Juni d. F»., vormittags 91/, Uhr, auf dem Gemeindehause zu Allendorf a. d. Lahn durch öffentliches Ausgebot vergeben werden. Plan, Voranschlag und Bedingungen liegen bei dem Ge- nosjenschastsvorsteher Herrn Ludwig Volk Xll. zu Allendorf a. d. Lahn zur Einsicht offen. Gießen, am 25. Mai 1903. Großh. Kulturinspektion Gießen. _______Wißmann.____4285 Versteigerung. Donnerstag den 28. Mai d. IS., nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im Psandlokal Selters- weg 11 geaen Barzahlung: einen Wagen, 1 Nähmaschine, 1 Spiegelschrank, Sofas, Kommode, Kleiderschränke, Uhren, Spiegel, Tische u. a. m. 4133 Gießen, den 20. Mai 1903. Johann, Gr. Pfandmeister. Versteigerung. Donnerstag den 28. d.MtS., uachm. 3 Uhr, sollen dahier Neuenweg 28 (im Löwen) 1) Haus-u. Küchengeräte aller Art, 2) eine Ladeneinrichtung, 3) 110 Flaschen Wein, 4) 3 Mille Zigarren, 5) 35 Paar Herrenzugstiefel und verschiedenes andere gegen bar versteigert werden. Gießen, 27. Mai 1903. 02582| Seipel, Gerichtsvollzieher. Hofraite- Versteigernng. Freitag den 29. Mai, nachmittags 2 Uhr, soll die zum Nachlaß des Ludwig Rabenau II. gehörige Hofraite, in welcher seither eine gutgehende Wirtschaft betrieben wurde, öffentlich meistbietend im Gemeindehaus versteigert werden. 4283 Alten-Buseck. 27. Mai 190.3. Großh. Ortsgericht Alten-Buseck bei Gießen. _______K örber. Heinrich Wallach ViSnia, ckstraße 14- empfiehlt sich znm 3160 An- und Verkaui von Immobilien. N. Reiss Ränsbnrg Mänsburg 12 12 Sandalen Sportschuhe, Tennis - Schuhe uni -Aick 4199 Lanolin wird garantiert durch die Preis 25 Pfg. Rein, mild, neutral. Fabriken in 2220 General-Vertreter: tMl Dampfmolker et, Schauzeust. 4. Jac. Perfyn. Erbsen Lager vou 4018 ROLANPv.HAMBURG ? L42Ö3| ROLANDv.HAMBURG ? bei 2958 Eduard Sack Holz- u. Baumaterialieuhaudloug Wallthorstraße 49 b. für Haushaltungen bis zum Werte von Mk. 10 000 , 20 000 „ 30 000 unübertreffliche 7-Pfg.-Zigarre. Gustav Sonntag, 3994 Alleinverkauf für Gießen. eisernen Tragbalken Frankfurter Schuhlager, empfiehlt zu enorm billigen Preisen in unerreicht großer Auswahl Lehrte, Misburg, Ennigerloh empfiehll chre alshervorragendesFabrikat bekannte Marke „Germania“. 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Ouaiilol meiner Waare kenne.,, liefere ich dieses Meffer nur gegen Cmsendung von 80 Pfg. für das Messer und 20 Pfg. für Porto. 4277 Sei gröberen Sammeimiftvögen krrtM 9*" »orausgesetst, das, das Messer gut ist. gri^mn ^„„„(«uttrögen werden Extra-Bergünstlgungen Genaue Adresse und Standesbeseichnung:_____________ werden Ertra-Vergünftigungen gewährt. ■■ gewährt.