sftpJS ■Iten.T* Da °9 aufij.* l° ur die SÖodte, W fei, aus. liegen. ^doch Endpunkt Mid hi* ÄM \bc’ dem JUuf u» ^eten. ginge der bon "nem solchen ^F°r'°ldemokraten. Jj* Tie Soiiob $ttrtj ZU einem solchen 15 Weiche nur da, wo ° Projekt, das Närcheo zwar keine pellt, wohl aber geotn $p'r?a^ntrutn b-- Muller-Fulda kurz vor diel aus dem Kerbholz, ne Erzählung über den ens u. Halste und wirst die Befürchtungen aus -Sieht. Die Liebe der ui eine platonische. er S-gen da? Flotten- mit der Bindung nicht s ihm gelungen, später litigen. dem Wg. Bindewald, Mittelstandes getrost mit mmission über« xUen Rufe: Vertagens oder weniger unartilu» als einen Vertagung-- rng eine solche Art der ;e Heiterkeit.) Das ist ift einen Änttag. ing deS Herrn Präsiden« Vertagung. sHeiterkeit.) cd angenommen. Rechnunassachen, Keinere tiSWjumStat« *SF i)t nch dem ^orbe ouf und die Seite in emer ihrenb die Lesie unvct- cft war, sand sch unter in größerer Blulsleä, m .Krt Auch an den Bein Lean der K-usWrch ^,nden wurde, befanden am Mantel, der bei der te töinite möij’B n Tötung seiner öl nefjt -»-Hs sieW Ml-- ^d-w B°'' raegauge"- . $qu et* &s- *69* >xS,°:xS , ü>n ! er 9=i“Ä» K »A d-° * i «#■ e,.;'S »ÄSs- GWL Nr. 97 • r1»ei*t eSgktch außer Sonntag*. Tem Siebener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kelßsche» Landwirt die Gießener Familie». Hitler viermal tn bet Woche be,gelegt Äotationlbrud u. Verlag bet Brühl 'scheit Unioer1.-Buch.u.eiein- b ruderet iPielsch tirben) lUbafnorv »rpebinoe und Druckerei: Lchnlftrabe 7. Adresse für Deoeschen: Anzeiger Wieben. ^fmiprrdianldilub^h 6L Montag 27. April 1903 153. Jahrgang Erstes Blatt. Cb O mcnaihcb7bt)l..oierteU jfihieeBe 'V |H iädrlich Mt. UTO, buitf) SietzenerAnzeiger« General-Anzeiger v Amtr- und Anzeigeblatt für den Kreis Giehen MM ans. scher worin LcuiUclon. liche zehn auf der Tagesordnung stehende BeratuugSgegen- stünde erledigte. Nur bei Beratung der Denkschrift über den Starkd der Dewerbefürderung entspann sich eine längere Diskussion. — Der Kronprinz von Sachsen | , tssin Luise nach einer offiziösen Meldung agebl." bcfinüiö eine JayreSrente von Kirche und Schule. Trier, 26. April. Tie seilens der Regierun g ev* folgten Zuge stündnisse im Schul streit sind folgende: Deutsch und Geschichte in de n oberen »t lassen werden in Zukunft von einer neu ernannten katholischen Lehrerin erteilt Die Pädagogischen Lehrbücher von Cfiermann und tzeitermann werden ab* geschafft, dafür Volkmer I und II eingckührt und pädago- gische Ä/rrftcn aus einem klerikalen Berlage in Padcr* vorn. Es sind die- sämtliche von katholischer Seite erhobenen Forderungen. (Da» sieht einem preußisd-en Spaziergang noch Lanossa verzweifelt ähnlich Die Red.) Berlin, 25. April. Dem „Lok.-Anz." zufolge ist die Ausweisung der Mormone n* Missionare au5 Preußen und Mecklenburg von beiden Regierungen verfügt worden, nacl-dem seitens Bayerns die gleiche Maßregel schon vor einiger Zeit ergriffen worden ist Ten Missionaren wird aver Zeit gelassen, ihre Angelegenheiten zu ordnen. m Wien, 26. April. Pater Hof er erklärt un „Pozor^, er befinde sich im Vollgenusse der priesterlichen Rechte; auch sei ihm vom Lrzbischos Kohn zugesichert worden, baß gegen ihn keinerlei Gewalt angewendet wird. Hoter wird, wie man glaubt, vor ein geistliches Gericht gestellt, und falls er verurteilt wird, vom Erzbischof beanadtgt werden. Der GemeiNderat von Kremfier erllärte, daß er, falls Hofer im kremfterer Gefängnis eingeliefert werden ,vitte, jede Verantwortung für die Aufrechterhaltung der Ordnung adlehne, da Demonstrationen gegen den Erz- bisä-of unvermeidlich feien. setzte der Prin- mg des „Leipz. l 30000 Mk. Politische Tagesschau. Die prkvhtfche Cnqnöte Eber die Fleischteoenmg 1902. Die Ergebnisse der preußischen EnquSte über die Ursachen der Fleischteuerung de» vorigen Jahre- sind jetzt in einem stattlichen Bande gesammelt worden und dem preuß. Abgeordnetenhause zugegangen. Am 17. September 1902 wurden bie Regierungspräsidenten und Landwirtschaftskammern vom Landwirtschaft-Minister aufgefordert, Material über die ttnlroicflung der Fleischpreise zu sammeln und an Hand dieses Materials über folgende Fragen zu berichten: 1. Ob eine allgemeine ober örtliche Fleischteuerung in einem für bie Voltsernährung bedenklichen Maße anzuertennen ist; 2. ob em erheblicher Rückgang des Fleischverbrauchs gegen früher eingetreten sei; 8. worauf beides wohl zurückzuführen sei und welche Aussichten man für bie Zukunft habe. Außerdem wurde zum 1. Dezember 1902 eine außerordentliche Viehzählung ungeordnet. Das Ergebnis dieser Arbeiten ist in graphischen Darstellungen mit ausführlichem Text und vielen Tabellen zusammengestellt DaS Zurüctgehen der Schweineschlachtungen in Jnbustitegegenden wird lediglich der rückläufigen Geschäftslage zugeschrieben. Dabei wirb besonder- auf Kiel exemplifiziert, wo ein solcher Rückgang sich nicht zeigt, sondern im Gegenteil eine Zunahme, weil in dieser Stabt die 9lcbeiler infolge der Flottenoermehrung stet- lohnende Beschäftigung gehabt haben. Beun Rindvieh hat von 1883 brs 1892 sowohl eine Vermehrung deS Viehbestände-, wie eine solche de- Gesamtlebendgewichtes stattgefunden, welche prozentual größer war al- die Bevölkerung. Die Schiverne haben von 1873 bis 1900 progressiv steigend mehr zugenommen al- die Bevölkerung. Die Schafhaltung ist zwar zurückgegangen, jedoch betrifft dieser Rückgang hauptsächlich da- eigentliche Wollschaf, nicht das Fleischschaf. Die Schrift behauptet, daß Deutschland sehr wohl noch seinen Bedarf an Schasfleisch selbst decken könnte. Die Entwicklung der Fleischp roduktion bi- 1900 sei günstig. Von 1900 bis 1903 sei allerdings eine vorübergehende Steigerung der Preise eingetreten, bie aber eine Reihe von Gründen gehabt habe, daran habe z. B. auch der Ausfall an amerikanischem Schweinespeck und Schmalz mitgewirkt, insonderheit auch bie internationale Teuerung. Interessant ist dabei die Bemerkung: den Gefahren der Einschleppung von Seuchen durch velerinärpolizelllche Maßnahmen an den Grenzen vorzudeugen, wie vielfach vorgeschlagen wurde, ist nach sachverständiger Ansicht und vielfacher Erfahrung nicht möglich. Unter den sonstigen Gründen der Preis- steige rung werben im besonderen aufgeführt: Zurückhalten dc- Viehs durch die Produzenten, bas sich freilich schwerlich beweisen lafie und zum anderen Verabredungen der Händler und Schlächter. Voraussetzung für bie günstige Entwicklung de- ViehstandeS und damit für genügende Versorgung deS FleischmarkteS sei em kräftiger Seuchenschutz der ein- heimlichen Viehbestände, sonst würden bie Viehzüchter ihre Kapitalien zurückhalten. Eine heitere Parlawevtkszeve. In her FrenagSsigung deS preußischen Abgeord- neten Hause- spielte sich folgende heitere Parlaments- fjene ob: Präsident v. Kroecher: ,DaS Wort hat der Aba. yrhr. o. Z e b 11R (freifon,.)/ — Niemand meidet sich. — ,Ter,elde scheint nicht anwesend zu fein. Tann hat das Wort der Adg Tr. X! a n fl e r t) a n 6 (Fr,. Vp. Zuruf: Ist auch nicht da ). Dann Hai das Won der Abg. «chmitz (Zentr.). — Auch dieser ist nicht anwesend. (HenetteU.) - Nunmehr gebe ich bat Wort dcm Adg. Tr. Hahn (Bd. d. L. Zuruf: Fehlt gleichfalls! Gröhe Heiterkeit). Daun schließe ich die Debatte. (Sturimsche Henerkeit.) Damit ist die erste l^jung der beiden Geseyesantrage beendet. (Heiterkeit.) . , Zur Beratung standen die Anträge zur Abänderung deS Einkommensteuergesetzes, worüber man eine lange Debatte erwartete. Die Redelust schien indes völlig versiegt zu fern, und so (am es, daß das HauS in 2»/»stündiger Sitzung samt- Dichter und Geschworener. Gerhart Haupt-1 mann muß zurzeit in dem schlesischen kreisstädtchen, in | dessen vannweite er lebt,, seiner Bürgerpflicht als Geschworener Nachkommen. Ist es wohl lediglich das Pflichtgefühl des „redlichen uiid fceieii Rlaunes", ro.e unser Gesetz Den Idealgeschworenen nennt, oder nicht vielmchc auch der Wunsch des Dichters, die starken Ernorücke des Gerichts- soales einmal aus der allernächsten Nahe des Beteiligten in sich aufzunehmen, aus den urwüchsigen Dramen und Komödien, die sich alle Tage vor den od)ranten des Gerichtes abspielen, zu lernen? Hat nicht das öfteiilliche Verfahren selbst des Theatralischen genug an sich des Dramatischen ganz besonders? Ein dramat.scher ^i^tuC sollte eigentlich von Gesetzeswegen zum Be^ucye des Genchts- saales ang^hallen werden. Hier kann er die gewaltigsten Seelenkonjiille, die elementarsten Erscheinungen aller menschlichen Leidenschaften, des Schmerzes und der Verzweiflung, hier die versöhnende Macht der Wahrhell und den eheriien Schrill der Gere-chr^keic beobau,icii — eine schule sondergleichen. Dem Ges^worenen, dem Rller, um dessen Herz und Hirn sich tem Leiten staub gelegt hat, dem ( uuvtmann bcsotiders, oem . ~ , daß das :.L..ieu den ...ruschen wer^uii lieg, was er geworden, mag oas „Lchuld»g od^r „Nichts^uldig" DrulschtS Ulrich. Berlin, 26. April. Der Saiser und der Großherzog von Weimar unternahmen von der Wartburg aus mit ihrem Gefolge einen Spaziergang nach der Drachen- burg. Gestern nachmittag wurde ein Ausflug nach der „Hohen Sonne"' gemacht. Der Kaiser nnrb seine Rückreise am Montag direkt nach Berlin antreten. Einen Besuch in ttummersdorf hat der Monarch aufgegeben, da die in Aussicht genommenen Schießübungen dort ausfallen werden. — Die Erhebung von Zu schl a g s z ö ll en auf die kanadischen Hauptausfuhrartikel ist nunmehr beschlossene Sache. Die Zuschlagszölle sollen in gleicher Höhe erhoben werden, wie das kanadische Parlament sie auf die deutschen Ausfuhrartikel gelegt hat. Maßgebend für dieses Vorgel-en der deutsä-en Regieruna sei hauptsäcl)- lich der Gesichtspunkt, die übrigen britischen Kolonien von dem g.eicl-en Vorgel-en gegen Deutschlano abäuschreclen. — Der kürzlich in Berlin gegründete Verein Deutscher Prioatsor ft beamten erläßt einen Aufruf, worin als Ziel des Vereins bezeichnet wlld: ein enger Zu- sammenschluh aller deutschen Berussforstleute im Dienste privater Waldbesitzer, sowie die Hebung der sozialen Stellung, Förderung der Ausbildung im Berufe, der moralischen Tüchtigkell und wirtschaftliche Sicherstellung der Hüter und Pfleger des deutschen Prioatwaldes. — Die in Loburg (preuß. Prov. Sachsen) erscheinende „Kreisztg.", Verosjentlicynngsorgan des Amtsgerichts, des Magistrat- und der Polizeioerivallung in Loburg, schreibt in dem Artikel, daß, obivohl die Lan d w i r t s cha f t einer besonderen ErholuiigSkur von der „Nardenkötterei deS Grafen Eaprivt" bedürfe, •man Zolltarife mache, unter deren Wirkung die Landwirtstt/aft nicht leben und nicht sterben könnte. Die jetzigen Staatsleiter würden in der vaterländischen Gesll/ichte eine schwere Verantwortung zu tragen haben für die Verständnislosigkeit, bie sie gegenüber der Landwirtschaft und ihren Annexen zeigen. Noch sei es Zeit, einer Latasllophe wie einst der Niederlage bei Jena zu entgehen, wenn die Wahlen zum Reicl-stage den Regierenden die Augen öffnen, damit sie am Kreuzwege vorn richtigen Pfade nicht abirre. — Der Artikel ist geschrieben zu Gunsten der Wiederwahl des Fürsten Herbert Bismarck im Kreise Jerichow. Tilsit, 26. April. Der russische Derkehrsminister FÜrftEhilkow ist mit Begleitung hier eingetroffen und vom Regierungspräsidenten Heget-Gumbinnen empfangen worderu Nach einer gemeinsamen Rundfahrt durch die Stadt begaben sich die Herren an Bord eines Dampfers und fuhren sttomauftvärtS weiter. Osnabrück, 26. April. Den Schwestern vom bl. Franziskus wurde in Thuine vom Ministerium Oie Erlaubnis zu einer Ordensniederlassung erteilt für den Ort Soegel. Als Zweck der Niederlaisung wlld die Errichtung einer höheren Töchterschule genannt, deren Eröffnung zum Sommer erfolgen soll. Dessau, 26. April. Minister von DalVvitz, feil Februar in diesem Amt, früher kanalgegnerifa-er Landrat und dann Vortragender Rat im preus-ijchen Muiisllrium deS Znnern, gab ein parlamentarisches Abendessen, zu dem sich auch bie drei Prinzen des herzoglichen Hauses, bei Erbprinz und die Prinzen Eduard unb Aribert, angesagt hauen. 9lad) dem Essen zogen bie Prinzen eine Roche von Gasten ins Gespräa> Ter Erbprinz sprach auch be n sozialdemokratischen Abg. 'beug, der mit seinem Genosien Voigt erschienen war, an; er erkundigte sich, wie lange Peus s^on in Dessau wohne und ob die Landtagssitzungen noch ränge dauern würden. PeuS bejahte dies und fugte hinzu, daß er und feine Freunde ja so viel auf dem Herzen hätten. . . . schwer genug werden. Dem Staats an walt in hirschberg so heißt die durch chren großen Geschworenen noch zu gewissem Ruhme kommende Kreisstadt sein Amt nicht minder. Es ist ein anderes, vor zwölf braven Büraern em schneidiges Plaidoyer zu halten, als oor einem Dichter, dessen Werll tiefer iienntnid des Lebens und der Menschen entspiangen, einen „Fall" in gi.wohnter Weise zu erledigen. Berlin, 26. Ap.il. Zm -oun ten Theater wurden gestern drei Einakter zum erfienmate aufgeführt, darunter eme burleske Louiöoie „M ay e r che n" von Dr. John Lehmann, die freundliche Aufnahme sand. Rom, 25. April. Die Grundsteinlegung deS Goethedenkmals scheint vorläufig verschoben zu sein. Zwar bestätigt sich nicht das Gerücht von dem Untergründe bu5 StaiuplatzLs aus dem Pincio, doch ist die Fellr nicht in das für die Anwesenhell Kaiser Wilhelms auf» gestellte osfhielte Programm ausgenommen. Venedig, 25. April. Zn Gegenwart des Grafen von Turm, des Kardinals Sarto, des linterrichtsministers Nasi, oes französischen linterrichtsministers Ehaumie und der ': .. .trcii5. D. leb .. feierIid örundsteinl egung oes neuen J i j tf e n r u r m e s ai _.dte der ein gestürzten Eampanlle stall. — Ausland. Paris, 26. April. Zn einem heute veröffentlichten Schreiben Josef Reinachs an den Grafen geriet de Bour- bonne, wodurch die haltlosigkell der Fabel betreff- deS belannten Bordereaus bewiesen werden soll, giebt Reinach einen Brief wieder, roeldjen der verstorbene Botschafter Fürst Münster am 20. Mai 1901 aus Bückeburg an ihn gerichtet habe. Zn diesem Brieft heißt eS: „AIS dll Äffäre DreyfuS begann, fragte ich Schwartz koppen, ob er irgend ellvaS über DreyfuS wisse. Er versicherte mir in der bestimmtesten Weise, daß er keinerlei Beziehungen zu DreyfuS gehabt habe. Ich ließ an den Üriegs- miNiswr und den Generalstab üi Berlin schreiben und erhielt die Antwort, daß ein Offizier DreyfuS nicht bekannt sei und daß unsere Behörden niemals llgend welche Beziehungen zu chm gehabt hätten. Bezüglich der bekannten Unterredung mit dem Präsidenten Easimll Perllr und Herrn Dupuy heißt es in dem Brief des Fürsten Münster weiter: Zd) glaube nicht, daß Schwartzkoppen Esterhazy vor dem Jahre 1893 gekannt hat. Ich weiß nicht, auf »veld-e Weise Esterhazy seine Dienste an geboten hat, ob mündlich oder schrifllich Ferner zllllrt Reinach ein an ihn gerichtetes Schreiben Casimll Perllrs vom 22. November 1897, in dcm Casimir Perier anläßlich eines von ge- loissen Personen gesälsd-ten Brieses Kaller Wilhelms 1L seine Entrüstung über bie skandalösen Erfindungen auS- b rückt. Annecy, 26. April. Die Behörden, die gestern nach La Roche gekommen waren, um sich von den durch dll Kapuziner im Kloster errichteten Barrikaden zu Überzeugen, wurden von einer Menge Landleute angefallen. Ter Staatsanwal t und der U n t e r s u chu n g s r ich- ter erlitten leichte Verletzuiigen. Ter Friedensrichter wurde am Kopse schwer verwundet. Der Präfekt sandte eine starke Gendarmerie zur Stelle. Dll Bevölkerung ist sehr erregt (Aehnliche Meldungen von heftigem Widerstand der Kvngreaationisten kommen audj auS mehreren anderen französischen Städten, so St Etienne, Grenoble^ Nantes ic. D. Red.) Marseille, 25. April. Das hllsige Bürgermeisteramt ist vom Generalkonfikt der Vereinigten Staaten informiert worden, daß das amerikanische Geschwader, be- stehend aus den Kreuzern „Chicago", „Agoany" und „Cincinnati", sowie das Kanonenboot „Muchia" am 29. Aprll in Marseille zur Begrüßung des Präsidenten Loubet eintreffen will). ’ Florenz,^. April. Ter deutsche Kronprinz und R B. Darmstadt, 26. April. Der hiesige Ri chard Dag n er-V er ein Halle heute mittag in der Aula der Technisck-en Hochschule eine Gedächtnis feier für den deutschen Tondichter Hugo Wolf veranstaltet die sehr stark von einem auserlesenen Publikum besucht war. diach dem Vortrag zweier Lieder des Verstorbenen durch Konzert- fänger Heinrich Reinhardt „Anakreons Grab" (Goethe^ und Wo wird nicht des Wandermüden letzte Ruheställe fein?' (Heine) hielt Privatdozent Dr. Nagel eine psychologisch fein ausgearbellete Gedäd-tnisrede, in der er die nieten Kämpfe deS vor zwei Rtonaten in völliger geiziger Umnachtung im Jrrenhouse gestorbenen genialen Äump> nisten schilderte und eine eingehende Würdigung leine» reichen, stürmischen Talentes gab, der/ich bei aller Neuheit und Eigenart eng an Wagner anschloß. Er ließ die Mu,ik nur a1» Ausdrucksmlltel der Wahrhell und des inneren Geistes der Dichll.ng gelten; die Melodie verschmilzt in seinen Liedern nicht mit der Klavierbegleitung zu einem, örä Dichters Gedanken ausdrückenden Ganzen. — Tie Feier schloß mit dem Vortrag zwller tief empfundener Wll.scherl der Lehre, Kompoillionen von Dichtungen Eduard Mörikes. j wa- er gen Aus Stadt und Sand. Gießen, am 27. April 1903. LU. Von der Universität. Die auf das Stipendienwesen 6er Universität bezügliche Anfrage des Abg. Kähler- Langsdorf, die beim Landtage eingegangen ist (f. Nr. 96 dieses Blattes) ist ans einem berechtigten Bedürfnis hervorgegangen. Nur kommt sie leider post festum, da das Beantragte längst in viel umfassenderer Weife von der Universität angeregt und in Angriff genommen ist. Immerhin ist es erfreulich, bei dem Herrn Abgeordneten solches Interesse an dem Gießener Stipendienwesen anzutreffen. Man darf daher wohl l)ofsen, bag er auch seinen gewichtigen Einfluß geltend machen wird, wenn demnächst etwa Freunde der Universität etwa aus Anlaß der bevorstehenden dritten Säkularfeier eine Reform des Stipendieiuvesens in Anregung bringen würden, wie es seinerzeit in Heidelberg durch Stiftung des Jubiläumsfonds geschah. Unser Stipendienwesen ist durchaus hinter den Anforderungen zurückgeblieben, und Gießen steht in diesem Punkte heute erheblich schlechter da als die anderen Universitäten. Die alten Stiftungen, durch die es früher einen Vorsprung hatte, silid nicht mehr zeitgemäß fortgebildet worden, ja vielfach untergegangen. Hat es doch geschehen können, daß unter den Augen der Universität ein von der Gemeinde Gießen gestiftetes Stipendium in Abgang kam! Vermischtes. • Berlin, 25. April. In den Dachräumen des süd» lichen Gebäudes der Garde-Füsilier-Kaserne kam heute nachmittag Großfeuer aus, wodurch die Bekleidungskammer mit sämtlichen darin aufbewahtten neuen Uniformen des 2. Bataillons ein Raub der Flammen wurde. Nach mehrstündiger Tätigkeit gelang es der Feuerwehr den Brand zu löschen. Der Materialschaden ist ein beträchtlicher. Die Entstehungsursache wird auf Unvorsichtigkeit bei der AuS- ührung von Klempnerarbeiten zurückgeführt. * San Remo, 26. Aprrl. Die Polizei nahm noch Haussuchungen in der Wohnung Wessels in Nizza vor, wobei mehrere Schriftstücke beschlagnahmt wurden. AuS den- eiben geht hervor, daß Wessel öfter geheime Zusammenkünfte an der italienischen Grenze bei Bordighera mit Spionen hatte, welche ihm Dokumente über die italienischen Vettec- digunspläne brachten. Wessel wurde bei seiner Tätigkeit von einer Frau Gessel, einer österreichischen Spionin, die m ranzösischen Diensten stand, begleitet. * Ueberschivemmungen. Wie aus BreSlau te- legraphiett wird, fuhren Oder und Ohle gewaltige Wasier- mengen, welche die Niederungen bei BreSlau Überstuten. Im Kreise Oppeln ist ein Chausseewärter in dem stark an geschwollenen Murower Bach ertrunken. — Infolge heftiger Regengüsse kommen anch aus allen Teilen der Niederlande Ueberschwemmungsnachrichten. — Wie auS Wien telegraphiett wird, ist die Frühjahrsparade im letzten Augen- blick, als die Truppen die Kasernen schon verlassen wollten, abgesagt worden, da der andauernde Regen das Paradefeld grundlos gemacht hatte. . • Der eingesperrte Landrichter. Em nettcS Stückchen ist im Landgericht Augsburg passiert. Die ,Augsb. Abdztg." berichtet darüber: Wie allgemein bei den Gerichten werden auch hier bei Abwesenheit eines Untersuchungsrichters an der Türe von dessen Bureau Tafeln auf- gehängt: „Auf Kommission", „Auf Reisen" oder „Im Gefängnis". Kürzlich prangte nun an der Türe deS Unter- suchungSrichters LandgcrichtsratH. die Tafel „Im Gefängnis". Zufällig war am selben Tage ein Bäuerlein zur Vernehmung oorgeladen, kam aber aus Ueberängstlichkeit schon vor dem Termin, besah sich die Tafeln und zog wieder ab. Als die Vernehmung vor sich gehen sollte, war der Vorgcladene nirgends zu finden. Als man seiner später habhaft wurde, fragte man ihn, warum er denn nicht zum vermin gekommen sei, und erhielt die köstliche Antwort: „Io, i hän g'lese, daß der Herr LandgerichtSrat üig'sperret isch, und da hän i denkt, sie lasset ihn do net so gleich wieda rauS!" • Die antisemitischen Exzesse m Galizien nehmen ihren Fottgang durch ärgste Mordbrennerei. Neuer- dings ist die Stadt Nikulrnee m Brand gesetzt worden. 60 Privathäuser und mehrere öffentliche Gebäude, darunter die griechisch-katholische Kirche, eine Dampfmühle :c. wurden em Raub der Flammen. AlS Anstifter der Exzesse in Ihnow wurde ein Gemeinderat, der Gemeindepolizist, em Gemeindediener und ein Agent einer Versicherungs-Gesellschaft eruiert und verhaftet. — Nach einem Telegramm aus Petersburg sind in IekatarinoSlaw Krawalle auS- gebrochen, die von den Arbeitern inszeniert wurden und sich gegen jüdische Unternehmer richten. Tie Arbeiter zogen mit roten Fahnen durch die Stadt und hielten em Meeting ab. AlS Militär einschritt, gelang es, die Ruhe wieder her- zustellen. __ _ • Ein Ballon deS Deutschen Vereins surLustt schifffahrt explodierte bet SkjelSkör auf Seeland un- ' mittelbar nach der Landung. 2er Ballon verbrannte vollständig. Sämtliche Insassen biteben unverletzt; sie reisten fofott nach Berlin zurück. Hierzu werden noch folgende Em- i jelheiten gemeldet: Der Ballon „Pannewitz- deS Deutschen - Landwirtschaftliche Ausstellung in Gießen. Am Samstag trat eine Kommission hier zusammen, in der zwei Vertreter der Brauereien Oberhessens anwesend waren, um über die Ausstellung von Braugerste zu beraten. Die Inhaber der Brauereien Oberhessens haben bereitwilligst einen erheblichen Betrag zur Verfügung des geschäftsleitenden Ausschusses gestellt, um die besten zur Ausstellung gebrachten Braugersten angemessen zu prämiieren. Neben silbernen und bronzenen Medaillen und Diplomen, kann eine erhebliche Zahl von Geldpreisen vergeben werden. Der Anbau bester Braugersten empfiehlt sich für die Landwirte immer mehr. Aber viele wissen nicht, wie beste Braugerste beschaffen sein muß. Die Ausstellung wird ihnen Gelegenheit geben, die ausgestellten Gerstesorten zu vergleichen, für die Folge danach zur Saat die richtigen Sotten auszuwählen. Nicht immer sind die grobkörnigen sehr Hellen Gersten die besten keimfähigsten Braugersten. Da in der Prämiierungskommission die berufensten Sachkenner mitwirken, wird sich auch die Gerstenausstellung für alle Interessenten lehrreich gestalten, da die PrämmiierungSkommission mit Kennerblick daS Beste unter dem Guten auswählen wird. () Papstseier. Tie gestern abend in SteinS Saal» hau veranstaltete Papstfeier war, wie uns geschrieben wird, eine schöne und würdige Kundgebung der Liebe und der Verehrung, die die katholische Gemeinde Gießen ihrem 93* jährigen Oberhaupte, dem Jubelpapste Leo XIII. auf Petri Stuhl entgegenbringt. Die zahlreiche Festversammlung, zu welcher die Katholiken aus allen Ständen und Stellungen zusammengekommen waren, wurde mit dem kathol. Gruße: „Gelobt sei Jesus Chttstus" eröffnet. Dem Pro- gramm entsprechend wurden abwechselnd Gedichte deklamiert und gemeinschaftliche Lieder gesungen; ein Männer- chor trug unter Leitung des Lehrers Hartmann mit großer Exaktheit und Kunstfertigkeit drei Papstlieder vor. Den Mittel- und Glanzpuntt der ganzen Festseier bildete die meisterhafte Rede, die der Professor der Kirchengeschichte am biichofliä-cn Priesterfeminar zu Mainz hielt. Dr. Schmitt sckftlterte die Bedeutung, die das 25jährige Pontifikat eines Leos XIII. für die kath. Kirche, für die christliche Menschheit, überhaiipt für die Wett hat. Leo XIII., „ein Licht vom Himmel", hat der Sonne gleich, so führte der Festredner aus, die Wett erleuchtet und erwärmt. Ter moderne Unglaube kann auf jene Fragen, die alle Menschen angehen und die ttefsten Tiefen des menschlichen Herzens berühren, auf die Fundamentalwahrheiten, woher die Welt, woher der Mensch was ist nach dem Tode usw. nur die dunkle Antwort geben: „ignoramus et ignorabimuS — das wissen wir nickst, und werden es nicht wissen". Papst L^o XIIL hat dem gegenüber die Menscl-en hingennesen au christlichen Hehrheiten' 66 Stete euren Gott, EhristuS am 1. Januar d. I. 566. f-f Mainz, 26. April. Für die bevorstehenden RenyS» tagswahlen haben heute hier die Wähl er Versammlung en ihren Anfang genommen. Den Reigen eröffnete die Zentrumspartei, bereit hier fast unbekannter Kandtdat, Geh. Oberpostrat Dr. Max König, sich den Wählern vorstellte. Dr. König will nach seinen Ausführungen den Kampf nicht angreifend, sondern abwehrend führen. — Hier steht ein allgemeiner Maurer streik vor der Tür. Die Arbeiter wollen nicht mehr im Akkord, sondern nur^gegen einen festen Stundenlohn von 50 Psg. arbeiten. Seitens der Meister und Bauunternehmer ist dies abgelehnt worden, was zur Folge hatte, daß die Arbetter bei einem Bauunternehmer gestern in Ausstand traten. Letzteres hat die weitere Folge verursacht, daß die übrigen Bauunternehmer mtt dem sofortigen Einstellen aller Bauten drohten. Um eine Verständigung der streitenden Parteien herbeizuführen, haben heute auf der Bürgermeisterei von mittags bis abends Vergleichsverhandlungen stattgefunden, die indes, wie man uns mitteilt, resultatlos verlaufen sind. Voraussichtlich wird von morgen früh an auf allen Arbeitsstellen der flZaitrer die Arbeit ruhen. w. Wetzlar, 26. April. Nach dem Verwaltungs* bericht des Kreisausschuffes, der soeben erschienen ist, hat der Kreis Wetzlar einen Flächeninhalt von 530,92 Quadratkilometer, auf welchem nach der am 1. Dezember 1900 statt- gefundenen Zählungen in 11 150 Haushaltungen und Anstalten 54 075 Einwohner leben. Dem Kreise gehören zwei Städte mit zusammen 10 390 Einwohnern und 84 Landgemeinden (einschließlich fünf Fürstlicher Gemeinden) mit 43 685 Seelen an. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. JnBad-Nauheim sind vom 1.Aprü bis einschließlich 23. Apttl 350 Kurgäste angekommen. Tie Frequenz betrug am letzten Donnerstag 513. 3799 Bäder wurden abgegeben. — In Mainz wurde am SamStag eine Frau von einem rasch dahinjagenden Fuhrwerk überfahren. Die stark blutende, aber nicht schwer verletzte Frau wurde durch Schutzmannschaft in ihre Wohnung gebracht. Der Fuhrmann, der daoonfuhr, ohne sich um die Verletzte zu kümmern, ist noch nicht ermittelt. — Nicht weniger als drei Selbstmorde an einem Tage sind in Kassel vorgekommen. In der Karlsaue sprang in einen Teich die jugendliche Gattin des Schuhmachers B., ferner erhängte sich der 30 Jahre alte städtische Arbeiter Z., und in der Holländischenstraße erhängte sich die 22 Jahre alte Gattin des Kaufmanns I. großen Bender'schen Saale entwickelte sich bei Konzert, Gesang und Tanz ein gemütliches Beisammensein. Die vor- getragenen Couplets amüsierten vortrefflich und das gute Bier aus der hiesigen Aktienbrauerei, welches der Witt extra für diesen Ausflug sich verschaffen mußte, sowie die vortreffliche Küche des Wittes fanden ebenfalls Anettennung. Am Abend ging es in imposantem Lampionzug zur Kleinbahn, worauf ein Extrazug die heitere Gesellschaft wohlbehalten nach der Stadt zurückbrachte. Der gemütliche Ausflug endete im Cafs Amend. "Scheue Pferde. Gestern abend wurden in der Nähe von Steins Gatten die Pferde eines Wagens scheu, und durch ihr AuSreißen wurde der Wagenschlag beschädigt. Von Personen hat glücklicherweise niemand Schaden genommen. " Wegelagerer. Im Garbenteich wurde gestern abend eine mittelst Wagen nach Gießen zurückfahrende Familie von jungen Burschen belästigt. Die Burschen nahmen, während der Eigentümer des GefähtteS in der Wirtschaft weilte, die Peitsche vom Bock und warfen sie vor das Pferd; bann griffen sie die Jnsaffen des Wagens an und warfen schließlich dem daoonfahrenden Wagen Steine nach, ohne glücklicherweise jemand zu verletzen. Anzeige ist erstattet. "Jubiläum. Am 24. d. M. waren es 25 Jahre, baß Herr Otto Ettel in der Brühl'schen Univ.-Druckerei tätig ist. Herr Ettel ist jetzt in unserer Maschinensetzerei beschäftigt. "EinwackererSchnupfer. Eme bekannte Schnupftabakfabrik in Lahr hat vor kurzem von einem Mainzer Geschäftsmann em Schreiben erhalten, in welchem der Letztere unter der Berufung auf das Zeugnis einer Mainzer Tabak- Handlung der Lahrer Fabrik die für dieselbe sehr erfreuliche Mitteilung machte, daß er jetzt schon über 50 Jahre den Tabak der betreffenden Firma ununterbrochen schnupfe und daher wegen seiner treuen Kundschaft glaube, seitens der Fabrik eine Gratifikation beanspruchen zu können, welche er sich am liebsten in Gestalt einer goldenen Schnupftabaksdose wünsche. Die Fabrik in Lahr hat sich bceitt, dem Wunsche des Geschäftsmanns nach dem Besitz einer neuen Schnupftabaksdose nachzukommen, wobei sie indes von der Wahl einer goldenen Dose absah und statt besten eine solche von Horn sandte, in welchen sich der Schnupftabak bekanntlich beffer konserviett, wie m metallenen Dosen. 8 Butzbach, 26. April. Gestern fand eine kompagnie- weise Besichtigung unseres Bataillons durch den Re- gimentsobersl statt, in Gegenwart der Divisions- und Brigade kommandeure. t . 8 Gr iedel, 26. April. Heute fand im Gasthaus „Zum grünen Baum" hier eine Delegiertenversammlung des Hausberg- Wetterauer -Sauaerbundes statt, welck)e zahlreich besucht war. — Die Molkereigenossenschaft Lstheim-Niederweisel, G. m. u. H., hictt ihre diesjährige Generalversammlung in dem nahen Ober- Mörlen ab. Nacki der Gesämsttbilanz beträgt der Gewinn , für 19U2 23 002 Mark. Tie Aktiva und Passiva K 92 438 Prinz Ettel Friedrich besichtigten gestern den Dom. Am Nachmittag stattete der Kronprinz dem Grafen Harrach in der Billa Marignole einen Besuch ab. Heute setzten bie Prinzen den Besuch der Stabt fort und wohnten dem Gottesdienst in der deutschen Kirche bei. N e a p e 1, 26. April. KönigEduard besuchte gestern abend, begleitet vom Herzog der Abruzzen, die Galavor- stellung im Theater San Carlo. Belgrad, 26. April. Hier zirkulieren neuerdings Gerüchte, daß die Stellung des Kabinett s erschüttert sei. Ter Finanzminister habe erklärt, daß er mit den ihm zur Verfügung stehenden Geldern fein Auskommen finden kann, da die durch den Staatsstreich erfolgte Massen-Pensionierung von Richtern und Beamten das Budget übermäßig belast et. Konstantins pel, 26. Febr. Türkische Truppen sind im Vormarsch gegen die albanesischen Distrikte. In Ermangelung konsularischer Verttetungen fehlen authentische Berichte. Ueber Saloniki wird gemeldet, daß nicht Prizrend, sondern Ipek von türkischen Truppen zerniert sei. Man be- fürchtet sehr, daß die dott eingeschlossene Spezialmis- sion des Sultans niedergemacht werden könnte. Etwa 100 Diener, Türhüter und Speiseträger albanesischer Abstammung wurden aus dem engeren Dienste des Sultans euttassen und durch bewährte anatolische Türken ersetz-. Petersburg, 26. April. Nach Aufhebung des studentischen Speisehauses, das sich als Hauptherd der umstürzlerischen Propaganda erwiesen hat und nur von Studenten geleitet wurde, ist nun auch eine Geheimdruckerei in Wassiliostrow, wo sich das Speisehaus befand, entdeckt worden. Die Haussuchung dauerte die ganze dtacht. Fünf Studenten wurden verhaftet. Bone (Algier), 26. April. Präsident Loubet ist beute hier eingetroffen. — Die Decke des Festsaales im Nathause von Gran, in welchem Loubet vor drei Tagen einem Festessen beiwohnte, ist gestern eingestürzt. Unfälle sind nicht zu verzeichnen. , Washington, 25. April. Der deutsche Gesandte Speck von Sternburg überreichte dem Staatssekretär Hay das formelle Abberufungsschreiben des bisherigen Botschafters v. Holleben. New York, 26. April. Roosevelt erließ eme Ordre, die den Offizieren Aenß er ungen in betreff ber auswärtigen Politik verbietet, nach einer Konferenz mit einem Deutschen. — Die Regierung veröffentlichst Schriftstücke, welche zeigen, daß Rußland Versprechungen in Bezug auf die offene Tür in China gegeben hat. ist der Sohn Gottes, im L „ , _ ferner die Wett erleuchtet dadurch, daß er in der eifrigsten ! Weise die Pflege der Wissenschaft befördert hat, intern er Universitäten gründete, das vatikanische Archiv den Gelehrten aller Richtungen eröffnete. Ein Licht vom Himmel war Leo XIIL auch, insofern er die Wett erwärmte, erwärmte durch das Feuer der Liebe, ter christlichen Liebe, das er durch Wort und Werk mächtig anfachte, wodurch die gähnende Kluft zwischen Arm und Reich, Arbeitgeber und Arbeitnehmer, Kapitalismus und Proletariat zu schließen suchte. Mtt ter christlichen Liebe wollte Leo XIIL der Wett auch den christlichen Frieden geben, deshalb hat er an allen Fri ebenste streb ungen teilgenommen, hat z. B. in Deutschland alles aufgeboten, um den unseligen Kulturkampf beizulegen. Die Sonne weckt Leben, und so hat Leo XIIL in der Wett wieder christlich-katholisches Leben erweckt, an Orten, wo das Christentum erstorben oder noch gar nickst angepflanzt war. Hunderte von katholischen Gemeinden und Bistümer sind entstanden unter dem Pontifikate Leos XIII., in Deutschland und England, in Afrika, Asien und Amerika. Mit einem Hoch auf den Papst schloß ter Redner. Nachdem bann noch auf die höchsten Träger Der weltlichen Gewalt, Kaiser und Großherzog, gebührend hingewiesen worden war, insbesondere auf den Frieden, in welchem Kaiser und Papst zu einander stehen, der demnächst bei ter Romreise unseres Kaisers durch einen Besuch Seiner Majestät im Vatikan einen so schönen Ausdruck finden wird, bestieg Dekan Bayer die Rednerbühne, um in kurzen Worten an der Hand ter 19 hundertjährigen Geschichte ter katholischen Kirche das Papsttum zu schildern at6 einen Hort der Wahrheit, der Freiheit und des Rechts. ** Schießübungen. Wir machen unsere Leser darauf aufmerksam, daß das Regiment „Kaiser Wilhelm" Nr. 116 am Mittwoch, den 29. d. M., auf Schieß- sta nd 9 ein gefechtsmäßiges Schießen mit scharfer Muni« nition ad halten wird. Da trotz Anordnung unb Sicher- heitsmaßregeln nickst gänzlich ausgeschloffen ist, daß sich ein Geschoß verirrt, so dürfte es sich für die Spaziergänger insbesondere aber für Holzleser empfehlen, das umliegende Gelände, insbesondere den an dem Schießstand vorbeiführenden Weg nach Annerod, sowie die Schneisen 2, 3 und 4 zwischen der Straße Gießen-Reiskirchen und Gießen-Stein- bach gänzlich zu m e i b e n. Meisterprüfungen in Oberhessen. Wie hnr hören, ist nunmehr für die Provinz Lberhessen ebenfalls bie Meisterrolle ausgestellt, und damit für bie geprüften Handwerksmeister alles das niedergelegt, was dieselben gemäß § 133 der Gewerbeordnung bei ber Prüfung an praktischen unb theoretischen Kenntnissen erbringen mußten. Tie Meisterrolle bient nicht bloß zur persönlichen Sicherstellung ber Interessenten, sondern bietet ben Behörden unb Privaten Gelegenheit, sich über erwünschte Tatsachen orientieren zu können. Tiefe Meistervolle wird, außer durch bie Handwerkskammer für bie. Provinz Oberheffen, auch noch burch ben Vorsitzenben, Baumeister Traber, ber Meisterprüsungsvommifsion für Oberheffen geführt. ** Tie zweite Gauoorturnstunbe bes Gaues Hessen fanb gestern vormittag von i/89 Uhr an in ber Turnhalle statt. Außer ben Vereins- unb Bezirkstumwarten nahmen daran die Mitglieder des Gau- unb Turnausschusses teil. Bon größtem Interesse war bas Turnen unb Werten ber Gaumusterriege für bas beutsche Turnfest in Nürnberg. Auch bie (Stabübungen für bas Gauturnfest in Wetzlar wurden burebgetumt. Erst um 2 Uhr nahmen bie Turnübungen ihr Enoe. " Ausflug. Am gestrigen Sonntag unternahm der Verein „Contentia" unter überaus großer Beteiligung mit der Biebertalbahn einen Ausflug nach Rodheim. In dem Kreuze ist HeL Seo XHI. Hai Mari. Tie Gesamtlieferung /atzten Acht- ist -uf - - 1 - • 1 2343 787 Liter gestiegen. Die Zahl ter Mitglieder betrug ®rmne Mr Luftschifffahrt war tnrtrr Führung befl Ober- leutnantS v. Giese in Berlin aufgcsliegcn. Tie Luftschiffer, außer dem Führer befi BallonS noch drei Offiziere, erreichten eine Höhe von 4300 Meter und landeten glatt in der Nähe von bkjelSkör auf Seeland. Als die Offiziere die Gondel bereit- verlasien hatten, explodierte der Ballon plötzlich durch Selbstentzündung. — Ter letzte Unfall dieser Art ereignete sich vor 6 l/s Jahren. Seit dieser Zeit wird die Ballonhülle mü Lhlorkatkiuni imprägniert. Diese Imprägnierung, welche die Ballonhülle zu einem guten ElektrizitütSleiter machen soll und den Zweck hat, die elektrische Reibung deS Ballon« mit der umgebenden Luft möglichst zu verringern, scheint un vorliegenden Falle nicht genügend stark gewesen ^u sem. Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft. erejetticrtc-3 Hochofenwerk in Wetzlar. In einer Zuschrill (btt ,Frtf. Zlg.') aus Wetzlar vom 20. d. 9)1«. wirb zunächst die Behauptung aulflcfielU, btt Gewerkschaft Carolus 11 suche lur die von ihr geplante Hochofenanlage Kapital heraus^uziehen. TaS ist eine Unwahrheit. Sodann wird auf bie feit Jahren tatsächlich geringe Förderung unserer Grube hingewlesen. Schreiber verschweigt aber die Tatsache, daß seither gerade mit Rücksicht aus die geplante Hochofenanlage und die gltichzeuig für bie Grube in Aussicht genommene Trahtseildahn zur Verbilligung der Anfuhr an bie neue Hochofenanlage und an die Eisenbahn, saft ausschließlich Aus- chlubardeiten und eine größere Slollenanlage ausgeführt wurden, bezw. noch in der Ausführung sich besinden. In welchem Umiange bte Gewerkschaft Carolus .1 eigene Erze für die von ihr geplante Hochofenanlage zur Verfügung hat, ist für die Bereckuigung und Rentabilität derselben ohne jeöc Bedeutung, denn es stehl bic Tatsache stst, daß es ein Leichte- ist, den Bedarf an geeigneten Erzen zu angemessenen Preisen zu kaufen, wie dies auch von anderen gleichartigen Unternehmungen in ganz erheblichem Umfange geschieht. Tamil ist diese Angelegenheit für uns erledigt, beim wir haben keine Veranlassung, uns auf wertere Ausemanbersetzungen 'm! dem Wetzlarer Berichterstatter einzulassen. Gewerkschaft Carolu« IL A b. Marx, Repräsentant. Märkte. erflnbtrg, 26. April. Fruchtmarkt. (Durchschnitts- preis pro 100 Kilo.) Weizen 16.80 bis —Mk., Korn 14.34, bis §0.00 Alk., Gerste 14.00 bis 00.00 Hafer 13.92 dis 14.00 Alk., Erbsen 17.20—00 URL, Linsen 00.00 Mk., Lein 00.00 Mk., Wicken 00.00 Mart, Samen 00.00—00 Mk., Kartoffeln 6.00 bis 6.40 Alt. io. -raukfuri a. M., 27. April. (Orig.-Telegr. beS „Gießen Anz.") Amtliche Notierungen ber heukigen Fruchtmarktpreise Weizen AU. 16.60—16.76, Kurhcssischer AU. 16.26—00.00, La Plata AU. 17.60-18.50, Kansas AU. 00.00—00.00, Roggen (hiesiger) Alark 14^0—00.00, Gerste (Wetterauer) AU. 16.00—Ou.OO, Franlen- felber DU. 00,00—00,00, Hafer AU. 14.75—16.00, Alais Alt. 12.00-00.00, Weizenmehl 0 AU. 26.60—2625, 2. Qualität AU. 21.50 bis AU. 22.25, 8. Qualität Mk. 00.00—00.00, Roggenmehl 0 DU. 22.76—23.60, 1. Qualität Alk. 20.25—21.26, Wcizeicklelc AU. 9.25 biS AU. 0.00, Roggenkleie AU. 9.25—00.00, Maiskcime AU. 10.25 bis AU. 10.50, Franken, Pfälzer, Rieb AU. 00.00—00.00. Alles per 100 Kg. ab hier. io. Frankfurt a. M., 27. April. (Telegr. Orig.-Bericht bes „Gieß. Anz.'). Amtliche Slotierungen ber heutigen Liehmarkt- preise. Zum Verkaufe standen: 545 Ochsen, 154 aus Oestreich, 47 Bullen, 6 aus Oestreich, 822 Kühe, Fersen, Stiere unb Rinder, 2 aus Oestreich, 210 Kälber, 82 Schafe unb Hämmel, 1887 Schweine, 6 Ziegen, 0 Zfegei»-, 0 Schaklännner. Bezakikt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht Ockfen 1. Qualität 68—70 Mk^ 2. Qual. 67—66 ML, 3. Qual. 59—60DU.: Bullen l.Qual. 62 bis 64 MQ -• Qual. 59-61 DU.: Kühe L Qual. 61—63 TU, 2. Qual. 57—69 DU., 3. Qual. 48-50 DU, 4. Qual. 45—47 DU, 6. Qual. 00—00 DU. Kälber: 1. Qualität 85—86 Psg, Lebendgewicht 61—62 Pf., 2. Qual. 81—83 Pfa, Lebendgewicht 48—50 Pfg., Schlachtgewicht 68—70 Pfg., Schafe: 1. Qual. Schlachtgewicht 68—70 Pfg., 2. Qual. 64—66 Pfg, 3. Qual. 00—00 Pfg.; Schweine 1. Qual. 66—57 Pfg, Lebendgew. 46 Pfg- 2. Qual. 54- 65 Pfg, Lebendaewichl 44—00 Pig, 3. Qual. 48—50 Pfg, Lebendgewicht 00—00 Pfg. — Geschäft: bei Hornvieh schleppend, Ueberstand bedeutend, bei Kleinvieh gut, fein Ueberstand. Eisenbahn Zeilung. niu. Bahnbau Butzback - Lich. Die Arbeiten haben jetzt endlich begonnen. Der Betrieb ber Bahn wirb aber wohl schwerlich, wie man vielerseitS noch hofft, am 1. Oktober eröffnet werben können. EingcsanSt. (Für Form und Inhalt auet unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Tie Direktion de« O peretten-Ensembles wird gebeten, doch mal eine Lperetten-Aufführung als volkstümliche Vorstellung zu geben. Sie dürfte ein auSverkaufleS Haus zu gewärtigen haben. Einer für Diele. Kirchliche Kachrichlen. Evangelische Gemeinde. Der Spaziergang der konsirrnierren Knaben unb Mädchen der Markusgeineinde sinbet — bei gutem Weller — morgen, Dienstag, statt. Versammlung um 2 Uhr Oswalbs Garten. Kcuclle Mewungcn. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. R. B. Darmstadt, 27. April. (Privattelegramm des Gieß. Anz.) In einer stark besuchten Versammlung der nationalliberalen Partei wurde Rechtsanwalt Dr. Stein einstimmig zum Kandidaten für den Reichstag aus. gestellt. Die Kandidatur wurde auch von Oberlehrer Backes und einem Führer der Antisemiten empfohlen. R. B. Darmstadt, 27. April. (Privat-Telegramm deS Gieß. Anz.) Der ständige Hilfsarbeiter bei der Abteilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe im Ministerium, Regierungsrat Dr. Eugen Wagner, wurde zum vortragenden Rat bei dieser Abteilung mit dem Titel Ober- regierungSrat mit Wirkung vom 1. Mai d. I, — Finanz* aspirant Wilh. Erle wurde zum Sekretariatsassistenten bei der Landesuniversität ernannt Berlin, 27. April. Im Gewerkschaftshause tagte eine von etwa 150 Delegierten beschickte preußische sozialdemokratische Landes-Konferenz, um zu beraten, welche Richtschnur bei den preußischen Landtagswahlen zu beobachten ist. Es gelangte eine Erklärung zur Annahme, in der es heißt, daß ohne Rücksicht auf etwaige materielle Erfolge überall dort in die Wahl eingetreten werden muß, wo überhaupt die Aufstellung sozialdemokratischer DablmannS-Ka n d idate« möglich ifu Komme eS bei den Urwahlen zu Stichwahlen, in denen nach Ausfall der Sozialdemokraten liberale Kandidaten Anhängern anderer Parteien gegenüberstehen, so wird im allgemeinen für den liberalen Kandidaten zu stimmen sein. Berlin, 27. April. Ter Präsident der Berliner Han- delSkammer, Geh. Kommerzienrat Herz, feierte gestern seinen 80. Geburtstag Wahrend deS ganzen TageS erschienen in der Wohnung des Jubilars zahlreiche Gratu- lauten, darunter viele Deputationen kaustnannisckcr und industrieller Korporationen, sowie wohltätiger Vereine. Reichskanzler Graf Bülow ließ seine Karte abgeben. Persönlich erschienen die Minister Möller, Dr. Stadt, Budde und von Rheinbaben. Auch Oberbürgermeister Kirschner brachte seine Glückwünsche persönlich dar. Am Albend fand ein Festmahl stakt,an welchem auch die Minister teUnahmen. Kiel, 27. April. Eine Neuorganisation der obersten Marinebehörde soll derart geplatN fein, daß Admiral Köster Generalinspektenr der Marine und Flottenchef bleibt, Prinz Heinrich Ehes der Ostseestatiou und Vizeadmiral B e n d e m a n n Gesck)wadercj)cf wird. Hildesheim, 27. April. Ter Matrose Kohler, der Mörder seines vorgesetzten UntervfsizierS auf dem StarionS- schiff,Loreley", dec zur Beobachtung seines Geisteszustandes in der Provinzial-Irrenanstalt hier interniert war, wurde durch ein zwmtnando der Matrosendivision nach Wilhelmshaven gebracht und wird nutimehr cndgiltig vom Kriegsgericht abgeurteilt werden. Sein Geisteszustand wurde von ^amtlichen Aerzten als normal bezeichnet. Wien, 27. April. Die sozialbemokratische Fraktion des Abgeordnetenhauses beschloß, gegen die Zölle auf Agrar- Produkte, welche im neuen Zolltarif eine Erhöhung big zu 20 pEt. erfahren haben, mit allen Mitteln ju ob» struleren. Telephonischer Kursbericht« 3l/i% Reichsanieihe . . 102.60 3% do. ... 92.30 3*/.% Konsole .... 102.65 3°/0 do.....92.60 3 7f°/o Hessen .... 101.26 3*/t% Oberhesscn . . . —.— 496 Oesterr. Goldrente . . 103.90 4* t% Oesterr. Silberrente 101.10 4-6 Ungar. Goldrente . . 102.50 4°/ Italien. Rente . . . 103.90 4*1% Portugiesen . . . 60.10 ,0/ Portugiesen. . . • . 82.00 1 % C. Türken . ... 3186 Türkenlose ...... 181.40 4% Gneoh. Monopol.-Anl. 44.90 47,-6 äussere Argentiner —.— 3% Mexikaner .... 26.90 4(/i7o Chinesen .... 93.25 Electric, bobackert . . . 100.80 Nordd Lloyd . . . . 104 20 Kreditaktien ..... 212.10 Diskonto-Koramendit. . . 189.00 Darmstädter Bank . . . 140.50 Dresdener Bank .... 150.30 Ber iner Handelndes. . . Oesterr. btaatebahn , . . 147.30 Lombarden . . . . . 13.50 Gottbardbahn.....190.50 Lauraiiütte ...... 225.50 Bochum ....... 186.00 Harpener ...... 184.20 Tendenz: fest. Hautkrankheiten, g” Kraiikeiihaufe in Wien fchreibi: ,r)berinei)ers Perba-Seife habe ich bei mehreren Palicnlcii und zwar bei ahnen Haulausfchlägen und Flechten, foioic bei Akne angewendet. Der Erwlg war em überraschend prompter und hat sich die Seife in jeder Weife vortreff, sich bewährt'. Z. h. i. alL Apotheken, Drogerien u. Parf. 1262 Z3ilanz am 31. Dezember 1902. ^pgMttUttNg. Aktiva. JL & Passiva. JC $ Die Union, 1. Ausgeliehene Kapitalien und zwar: a) gegen Hypo- cheken 169086.71 b) gegen Bürgschaft 184716.66 c) gegen Güterkaufgelder 23824.33 2. Kassenvorrat 11872-15 8. Unersetzte Vorlagen 16.93 4. Ausstände 6307.23 5. Mobilien 196.83 10% Ab- schbret bung 19.68 177.15 336000.05 1. Aufgenommene Kapitalien 318131.64 2. Geschäftsguthaben der Mitglieder 6600.— 3. Reservefond 7279.86 Eintrittsgelder in 1902 80.— Zuweisungaus dem Reingewinn pro 1901 1443.12 8802.98 4. Reingewinn 2465.53 336000.05 Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1901 . 59 Während 1902 gingen zu......4 63 , , , ab...... — Daher Stand der Mitglieder Ende 1902 . . 63 Die Rechnung liegt 8 Tage lang zur Einsicht der Intcr- effenten auf dem Büreau deS Rechners Schwalm offen. Allgemeine Deutfche Hagel-Ver- sicherungs-Gesellschast zu Weimar gegrünbet im Jahre 1853 mit einem Gruudkapitale von 9 Millionen Mark, wovon 5019 Aktien mit 7528500.* begeben sind. Reserve uU. 1902 . . 4793821 , Gefarntgaramie-Kapital ........ 12 322 821v* Prämien - Einnahme in 1902 ....... 2197206, Zinsen-Einnahme in 1902 ....... 816540, 14836066.* Die Union versichert Feldfrüchte gegen Hagelschaden zu festen mäßigen Preisen. Jede Nach- schußverbtudlichkeit ist ausge- schlossen, so daß also eine Nachzahlung auf bte Prämien niemals ftattfmben kann. Bei Versicherung auf mehrere Jahre wird einnamhafterPrämien-Rabatt gewährt. Besondere Erleichterungen werden sür kleine Vcrsichcr- Lollar, den 25. April 1903. Spar- und Dorschuß-Ferein Lollar. Eingetragene Genosienschaft mit unbeschränkter Haftpflicht. Der Direktor: Der Rechner: Ter Kontrolleur: L. Frank LIL Earl Schwalm. Hch. Rohrbach IV. Die General-Versammlung findet am Freitag dem 1. Mai, abends 8‘/2 Uhr, im hiesigen Rathaussaale statt. Tages-Ordnung. 1. Bilanz pro 1902. 2. Wahl des Aufsichtsrates. 3. Herabsetzung des Zinsfußes auf Hypotheken. 4. Verteilung des Reingewinns. 5. Verschiedenes. 3516 Für den Auffichtsrat: L. Seipp IV. HOUBEN'S _ GASHEIZÖFEN < '3.6.H0UBEN SOHN CARL, AACHEN Prospecto gratis-Vertreter «n fast allen Plätzen Düsseldorf 1902 - v.silbeme StRatsmedaille Aachener i I Badeöfen Ä über 75,000 im Gebravch ungen bewilligt, namentlich für Lammelpolizen. Tie Vergütung der Lchä« den gelangt spätestens binnen Monatsfrist, m der Regel ab et früher, zur vollen unb baren Auszahlung. Wettere Auskunft wird erteilt unb Versicherungen roerben vermittelt buixf) bie Agenten: Louis Wittich, Kaufmann, Gießen; Ldg. Wagncr IV., Schneidermstr., Allendorf a. b. Lda.; Balth. Stephan IV., Großenbuseck; Ioh. Leun IX., Lanbwirt, Großen-Linben; Ferdinand Heß, Kaufmann, Grünt n gen; Julius Karl, Sparkassenrechner, Grünberg; 6. Emmel, Sparkaffenrechner, Hungen; Wilhelm Heller, Langgöns; Heinr. Walz, Spenglermeister, Lich: Hch. Es- Pig, Eiseleur, Lollar; Hch. Ricklao, ^ionnenroth; Johs. Schäfer IX., Wagnernieister, Steinberg; W.Wacker, Bürsten« macher. Wies eck, sowie Weiß & Egcnolf, General - Agenten, Tarmflabt.____________13500 ^Nußgliis. Einige Fuhren billig abzugeben. Emil Lotz, Kirchcnplatz. 3509 Größte Auswahl in nur Ir.LM|'e- u. 3alattart0geln barunter gelbe Manschen, empfiehlt 932 .1. Schloßgasse 6. 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THe., nachmittags 3 Uhr, in Hausen statt. 102062 Für die zahlreichen Beweise ausnchtiger Teilnahme, die uns beim Hinscheiden unseres lieben Gatten und VaterS Louis Reitz Prokurist dargebracht worden sind, sagen wir hiermit herz, lichen Dank. Minna Reitz und Wer. BH Lang -G3nS, Berlin, den 26. April 1903, 3502 furt a. M. 3495 Tüchtige Veranda. 3379 für Joh. Hch. Ihriug, Brauerei, Lich. 3496 Riederlahustelu. Gesucht 3507 02U40 I. Happel. Grabensirave 12. nueien T Ulenburg. 3493 1 gesucht, Lohn 20—25 Alk. (01992 1 Näheres in der texped. d. Bt. I Bv NUiig berg teilt 3501 von längerem, schwerem Leiden heute durch einen sanften Tod erlöst worden ist. Für die trauernden Hinterbliebenen: Konr. Joh. Wentzel. Julius Wentzel, Ingenieur. 3 KieSnachen co. 500 tetr. Tragfähigkeit, sehr gut erhalten, zu jedem au* nehmdareuPreisezu verkaufen. ^Näheres durch I. Kein, 02047] Schlafstelle frei. _____________Neustadt 16. 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