Nr. 73 • rf 4 eint EL,sich auver Sonntag*. tem (Siebener "iln^etger werden tm Wechsel mit dem Keffilchen Landwirt d>e «Hefcentr Kamillen- Mäntr viermal in der Woche beigeltflL Rotationebrud u. Verlag bet Brüh l 'ichen Unioeri.-Buch- u.6iem- brudertt(liietid)lferben) Redaktion. Lroedinon und Truderei: LchnlBratze 7. flbreile für Teveldten: Anzeiger Gießen. ^#rniprrdienldilii6'#?t 61. (pr-ftcS Blatt. 153. Jahrgang Freitag 27 Marz 1903 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger v Bezn stoprei»: monatlich 7bPI., viertel» mhihd) Mk. 2.2U, durch rldhole- il Zweigstellen monatlich 6o Pf.; durch dtePosl Mk.2.—vienel- jäbrL an*ld)L Beltellg. Jnnahmt von Lnzelgeg für die Zaqcenuininec bii vormittag« 10 Uhr. ßeilenpreit: lokal lkPs^ autioärti W IM ft. Berantwortttch tüt den polii. und oQflem. Amfz- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Teil. P. Witiko tüt ,Stabt und Vantr und ,Wend)t«laaie: Auauft Vötz; für den 71 n- ietaentetl: banl Bed. ^jur Mai tilbl» iiquvte. Schon zum Schlusie unsere- gestrigen Äarted-9lrlifel6 erwähnten wir da« slenographtiche Protokoll der Martell- ttnqueietoimniffion. Die Debatten über die wichtigste Frage, lämttch dre Preispolitik de« Kohlensyndilats, Haden einen sehr beeilen Raum m der zweitägigen Sitzung •inßcnommen. Emer längeren Ausführung bei Abg. Bergrats Dolhcin em Lhema enlneljnten wir folgende«: Ich muh erneut betonen, da« zwar nicht tm Roblenberaban, aber tast in der qeiamten anbeien IuduUiie und namentlia) in der (iiienuibultne der Rudgaug ber MoniunUuc sich bereits im Iuut 1UÜU voibncitete und tm Xlau e de» Iahies IVoo unnicr flär* le re I iineiiiionen annaOm. Tie Klage der verjchiedeniien Induiii icn, nameiulid) auch der tiijeiunbunue, soweit sie auf beit '«llnfaui hemöer Kohlen zu jener ^eu angetviesen waren, über die honen koOlenpretle beweilen, dag die Nacht,age für (feiicn auBcrotbcnilid) rüdftängifl war, und du» man mit einer jweiielio« stnlendeu Mott- tn(iur ztt rechnen habe, (re war also tmuico irr achtens damals i)r wohl zu überleben, da» die Kott|unltur nicht nur die pubc Iberjchruten hatte, lonbetn da» wir uns aut einem start abiictgcn- >en Aue betäuben, ber uch aUerbing« un Kohlenbergbau unmittelbar noch nicht beinertbar machte. Nun ist nur nicht emgeialleii, Finals zu betiaupien, da» m ber Periode der auiltchienöen Konjunktur das Kohlensyndilat nicht eine durchaus ancikimeneweue vreisuolitd geführt hat. Ich habe bei wiebeiholien l^elegeiiheiteit tusgefiihrt, da» t* in jener Zett z,vetiellos masrigend aui die Vreue gewirkt hat. Die Herren brauchen mich deshalb nicht fi.r tuten Io enragieiien Wegner zu halten. Ich bm nur der Meinung: »aourch, da» eie auf ganze Jadre hinaus zu den damals iclji hohen Preiieu Ihre 'Jlbnebmer banden, haben eie diese Nimehmer n eine wirischaiutch schivierige tage gebracht, denn Oieie (onnten ’ür ihre (ttAeugnifje un Jahre Itfcd und schon in der zweuen Jialfie de4 Jahres 1V(X) nnr welentlld) reduzierte Preise befommen, wahrend sie ihre Tfatenahen zu denselben hohen Preisen ober zu »euer geltienencn Preisen beziehen mußten. Pedtgltch dann sehe ich den Fehler, den s. Z. das epnbdat gemacht hat und noch tn- oiem weiter macht, al» es gegenüber der start gefunknen Hou- kmliur nicht getrugeiid mit den Preisen herumeigegangen ist. Im weiteren Verlaufe trat dann em Vertreter der (feifen- /nbuürie nach dem anderen auf und rühmte die .mäßigende Preispolttif während der aussleigenden Monjunftur. Fan alle ober betonten ebenfalls, der eine schärfer, der andere milder, daß da« Kohlensyndilat beim Rückgänge der Konjuntlur den kohlenoerbrauchenden Industrien mehr Enlgegenlonunen hätte zeigen müssen. In besonder« entschiedene Worte kleidete der Vertreter der Veremtgung rheiniich-wcstsälischer Bandeisen- Walzwerke, Wuppermann-Schlebusch, diese Lkahnung. Er sagte: Wenn un« die RohftossverdSnde aus dem jetzigen Wege eine« Tages an die Wand gedruckt haben, Vlanonalurvmogcn, Kamillen- Dfiuiögeu zerstört, Arbeiter brotlos gemacht, die Sieuerträiie der Gemeinden, in denen unsere Werte liegen, geschädigt haben und die Betriebe an die Werte geleitet haben, welche die Kohlen selbst l>aben, bann wird da» Kohlensyndilat auch kerne »reude unb lernen 'Jluijen davon haben. Heule man also rechtzeitig em! Zu den Mitteln, mit denen sich die Konsumenten gegenüber dem Kohlensyndifate zu Helsen gesucht haben, gchärt aaiuentlich die Gründung von Kohleneinfaussver- einen. Der ikcferent iHegierungöiai Voller äußert sich hierzu folgenbermaßen: Ta« Kohiculyndikat steht diesen Einkaulsoereinen nicht sympathisch gegenüber unb hat es wiederholt abgelehnt, itch nut ihnen tu panbelsbeztehruigeu einzulasieir, es bat He vteltnehr auf die pänblertreile oenviesen. Nach ber Atischauung der maggcbeiiben MobleiimbuiirieUcn bietet nämlich der Mohlenzivlicheiibanbet den Kobleniverlen eine grouere Wewaljr regeiredner gieichmaviger Abnahme. Bet dem öirclten Bezüge de» Honjumenieii vom Kohlen- werte handle e» sich mellten« um Barzahlung ober um numailidie Jicgclung bei Rauiioiwiiellung. Tiejcuigen Ruiiben, welche längeren Kredit bcaiiiprumien, müßten sich eben an Zwischen- banaler wenden unb natürlich auch denen Berdieuii za tragen haben. Tcr KoßiengroültanOler dagegen hat dem Werte loiort bnr jii befahlen oder gegen eid)erl)eii»lei|iung zu beziehen, lern oirou- Händler liegt auberbein die Pflicht ob, bei emiieienbcm Kohlen- mangel die £pelulauou<-gelu|ie der lleinen Cue.janbler unb loniiigrn Spekulanten badmch zu unieibmben, daß er die Kohlen dem Konhmicnteii birrtt zusuhrt und nochmaligen Zivischenbandel beschrankt. Tie Moblenemlaui»ueiciiie wurden dagegen nur bann eine U>araiitie bieten, wenn sie die von den Werten bezogenen Kohlen lediglich an ihre Mitglieder lieferten und legiere verbunden waren, ihren gesamten Kohlcnbedars nur durch den Bezug von ihrem Berbande zu öedciu Tie bisher gemachten (inabvungen hauen aber gezeigt, da» dreEtNtanfsverdäude zu ^Zeltender Kohlen- hausie einen i.bermäßigen Bedarf haben unb Ui Zeilen ber Baisse, wo ihre Mitglieder den Bedart anbei wen dr eien, ihren Nbnahme- uervfiidjtungcii nicht nachziilonimen versuchien. eenen» bet Kobicnabmbmer wirb bie 'Abneigung des Lyndital« gegen die Einkaufsvereine damu zu ciliaren versucht, da» bas LynOilat em Interesse daran habe, zwischen Erzeugung und Perbrauch eine schranke beließen zu lassen, hierdurch verhindere e» bie Crgantia- non der Berbrartcher, allo die Bildung eines (toegenlanello, und könne weniger leicht gezwungen werben, den Berbrauchern Zn- gejianbniiie zu machen. Tas Verhältnis des Kohlensyn d i kalS zu den Händlern wurde von dein Kohlengrotzhandlcr Fulda aus Frankfurt a. Pt. unter anderem m folgender Weise beleuchtet: Taß das Syndikat deS Handel« al» wichtigsten Faktor in bei Regulierung bes Nbsatjes bebari, ist bereits wiederholt ausgouhri worden; nur bie enge Berbtndung mü dem Handel ermöglicht es den Ihndiztenen Zechen, ihren Beirlcb auch m Zeiten verminderter 'Jittdiirage am recht zu erhalten. E» wird daher als eine Hane em- piunben, baß wir Itohlenhaiibler) — bei alter Loyalität unb Boi- nehmheit der lOejchaitsiuhrung de» Syndikat» — duich dcsien grundsätzliche Bebingrmgen unjcre alle cteuung eigentlich oolitg emge- biivt haben. Tenn um e« frei heraus zu sagen: wir sind — wenigstens soweit ber Entlauf in Frage kommt — keine Kaufleute mehr, uns ist die trete Beivegungsmoglichleit vollständig genommen, die Intelligenz de» Einzelnen ist absolut ausgeschaltet. Ter Flinke und ber (jaule, der toiuue und der Kieme, sie sind alle gleich, ob wir *ür solche Zen per loden, m denen es den Zechen daraui an- kommt, sich Absatz zu schassen, ai» Käuier auiiieten, ob wir 'JJhlionen Tons ober nur üwu Tonnen brauchen, alles dies wird vollständig gleich behatibelt! Es ist, wie ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen kann, von Rabatten in irgend welcher Form auch bet den größten Mengen (eine Rede. Wir haben keine Mogtichleu, beratend niitzuwirken bei der Preisgestaltung, noch einen Emslu» bezüglich der Zeit, m der wir (auicn mu||eiu Es besteht kem Zivang, emzukauten, aber wer nicht sofort zugieiu, der hat ^u erwarten, ba» spater bie betreßenbe Platte und bie benötigten oorten über- haiipt nicht mehr zu haben sind. Nicht eingchenb genauen sich auch bie Debatten über bie Frage, ob bas Syndikat auf bte 91 rbe Ue r- un b XI o l) n- Verhältnisse bei syndizierten Betriebe Einfluß gehabt hat. Hierbei gab ber Vorsitzende al« Vertreter der Regierung folgende Eillarung ab: Es lag nicht in unserer Absicht, bei ber heutigen ersten Besprechung ich betone immer wieder, baß wir int fünlange ber ganzen -Lache sichen - eine gto»e sozialpolitische Tebatte zu entfesseln, sondern wir wollten uns nut vergewissern, ob wir Recht hauen mH ber Vlußaiiung, baß ba» Kartell eine Einwirkung auf bie Ptbeitetvethältnisie nicht gesucht unb sich nicht vorgesetzt hat. Unb wir wollten weiter wissen, ob etwa eine ungünstige indirekte Einwirkung zu Tage gerieten ist. lieber diese beiden Qiagen hat 'ich die Ttslussion auch ausgeiprochen. Tagegen wäre» nicht unsere Absicht, untersuchen zu Iahen, m welcher Form gegenüber künftigen Arbeitersynbikaien da» Kartell sich zu benehmen haben würbe, welche Beitiagsschluhe unb bergt, ba angezetgt wären. Las liegt auf einem Ivcbiete, ba» weit über den Rahmen unterer Erhebungen hmausiuhrt und auch eine andere Zusammensetzung der Beriammlung enorbeui würbe. Ich bitte, bie» beim werteren Perlons ber Besprechung im Ange zu behalten. Für den XKtifn enthält bie Veröffentlichung über bie Verhandlungen in den ersten beiden Sitzungen ber Enquete- Konunifiion manche lesenswerte vollsivirtschaftliche Stelle. Besonders angenehm »st cs für den Volkswirischastler, baß er einmal eine zusammmenhangendc Tarstellung de« Kohlen- jyndilatS erhalt. Die Vertreter de« Syndikat« waren offenbar mit dem Entschlüsse gdommen, nur auf die aUerbrmgenb- llcn Falle Auskunft zu geben. Es wirb auch weiterhin bet entschiedensten Ausdauer und großer Unermüdlichkeit bedürfen, damit d»e Enquete in allen Fragen die gewünschte Klärung ergebe. Hejstschcr Janbtug. IL B. Darm stabt, 26. März. Am Ministertische: Cberbauiat Eoulmann, Eeh. Mebizinalrat N e i d h a r b t, die Ministerialräte Tr. Ä e d e t, B e st. Präsident Haas eröffnet bie Sitzung um 10*/* Uhr. Vor Eintritt in die Tagesordnung teilt der Referent des zweiten Ausschusses, Abg. Seelinger, mit, daß ber AuS- |a,uß gqurn nuchniitlag das Aussührungsgesetz zu der Reichs-Schlachtvieh- und Fleischbeschau febr eingehend durchberaten und den Reserenten in Anbetracyt der ^ringlichl^ii der Lache mit der mündlichen Berichterstattung beauftragt l-abe. Tas Haus ertennt einstimmig den Tritiulichleitsantrag für d.e Vorlage an. Abg. Leelinger (tiatL) gibt darauf ein kurzes Referat über die vont Ausschuß in Qkgentuart der Regierungs- Vertreter und der von der Kammer gewünschten Sachverständigen, Staatstnlni.icr Rothe, Ministerütitute Braun, Weber, Lbernledizinal^at Lorenz, Lbcrbürgetmeister Lr. E a ß n e r-Mainz, B-igeoedneten Dr. Elässing- Larm,tadt rc., gefaßten Mschlaf,e. Die sich auf die Abänderung Der Artikel l, 4, 7, 11 und 14 beziehen. (Wir hoben oie Abänderung Du|er Ahntet bered« wortgetreu in unserem gestrigen Aussatz über diese Materien zum Abdrull gebracht. D. Red.) Las 5^aus geht daraus zur D-sprechuna ber Anfrage ber '21bgg. xr. Schinilt und Gen., die Entfestigung von Klkßever T?eat rverein. Man amüsicrie firb> denn es war ein Schwank, man lackte über die Karikaturen, die da vor uns durcheinander wirbelten,indessen jeufeit« der Bretter, im Leben, in der W.tk- lichkeit.die natürlichen Menschen in b.s..,e.denerer Zurückhaltung und etwas langsamer auf ihren verschlungenen Pfaden dahinzuslvlzieren pflegen. Aber von freiem Lnuil anzuivehen scheint, ist Rebenwirlung, die wir sekundär empsindcn. Ein Problem, das dem Leben anhaftet, einen Gedanken, der zn einem Urteil geht, nehmen wir nicht nut herüber. Nut in solchem G.i.ie hat bet Schwank etwas von künstlerischer Strinmung. Wir fanden sic gestern abend im „H ochzeitS - tag" nrcht rein vor. Tie beiden Schwankdichter Wolters und Kviitgsbrunll-Schaub hatten sich nüht ganz an das Leben aiigejüjlofi.n. Tie f.^mdoIsche Kunst Ibsens, des.en ,/Rora"- Ees.alten sie schalthast verfolgen wollten, rang ihre Bemühungen teilweise nieder. Hatte Ibsen das viel und oft läppisch beljaubelte Qfcbict der Ehenebe psychologisch geweitet, so fujien unS am „Hochzeitstag" der Abend auf den Morgen zu rasch zu folgen, und der Hochzeitszug kam um ben Tempel, den Iosen erbaut hatte, nicht ganz g.ad herum. Es war nur ein kurzer und nicyt ganz einwand.rerer „Hochzeitstag". Tie beiden Ehepaare, die im Mittelpunkt des Stüdes stehen, besaßen nicht die einheitlich Jortlaufcnbc ttomil, die die stockende Ungewißheit ausschließt. TaS eigcntlidie „Nora"-Thepaar ist ber ldreisphysitus Hans tzlemm mit Marie, seiner Frau. Marte, die bei dem zu häufig wiederkehrenden Skat- unb Kegelzeitvertreib ihres Mannes sich vereinsamt Dortommt, faßt in der „Nora"- Dorsteliung im Theater den Entschluß, auch unter bie be- yerztcn Heldinnen zu gehen, was ihr aber versagt bleiot. hierin fohle wohl ber Kernpunkt des ruhen, ^.ir fanden, daß tiefer Urhebergedanke der >u,ter alUS aiuerc denn eine künstlerische Tat war, wenn ryu auch zugeben müssen, daß die sich fortspinnenbe Vanolung, besonders bas Gebühren des verliebten Ehemannes, mitunter erheiternd wiJte. einige emgefloa/tene Neb.nept,oden und ibre Figuren hatten, obwohl ste etwas wulkurltch her- befohlen waren, feueren Erfolg, ba sie unmdterbarer auS bem leben hervotgingen. - Tas Spiel ber Tarsteller wat im ganzen gut Herr Ferlach führte bie Rotte des Rechtsanwalts HanS Schmidt, des Spiz.a.isten in Ehescheidungen, mit gutem Bemühen durch Der Kteisphysikus und Kegel- styieber Klemm wurde durch Herrn R a in s e y e r gut fiubicn zur Tarstellung gebracht. Herr Zoder, der den famosen Weingutsvejitzer Zierbatg spielte, hat auch zu dem Heuer- kettSerfolg besonders beigetragen. Tie wecklichen uiollen waren an sicy schr dürftig ausgcftattet, und es ist wohl kaum möglich als Frau Melanie, bie Gattin des Rechtsanwalts, überhaupt befriedigendes zu leisten. Die a f e n p f o t e", Tragitomodie in einem Auszug von H. Brennen, konnte uns nicht ernstlich inicrcffieicn, obgleich auch sie in der Rolle des zweiten Kanzlisten, der von seinem Tirektor die amtliche Has.npsvte bean.p.ucht, das gut besuchte Haus mehr,ack zum Tatyen brachte. So Hai ein wenig Ursprünglichkeit und Ungesuchthett das Publikum gestern avcnd erheitert und unterhalten; ivar s nicht die ab- getlarte Kunst des Ganzen, so war's doch der zärtliche ncgelschieberdoktor, oder Zierdalg, der geschraubte Wein- gueSbesitz^r und Ehefchcidungskanoibat, oder der mannhasi überzeugte Kanzlist, der von |einem Vorgesetzten die amtliche Hasenpfote haben will. A. G. Tie verloren geglaubten Vriese ViSmarck« während bes beutsch-sran^os.scheu KttegeS an feine Gattin gerichtet, etwa 70 an ber Zahl, hoben sich roieber auf- gefunden. Geschrieben in den weltgeschichtlich beDeuteno» jien Augenblicken, h.ngeworsen im Srurm und Drang biß oelblebeiis, ober auch einmal in einer stll.en Stunde abgefaßt in ber den Abgih.tztcn das Heimweh übermannte, idiO diese Briefe, an die ihm teuerste Person gerichtet, lür Alle, bie sie nun Lfen dürfen, das schönste Andenttn an d en Unvergeßlichen. Eine uuswahl der Briefe Der» össeml.cht die „Gartenlaube" in ihren nächsten Nummern und Heften. Wir sind in ber Lage, mit ^utor'sa- .Un ber D.rlagShaiwl-ng ben nachstch.n^en 93.le, un,cr.. Lesern mitzuteilen: M ainz, 2. Au g. 70. Mein Iiebe5 Her; wir sind heut früh um 7 glücklich hier eingetragen, mübe, aber gefunö. Ich habe no^ mer Stunben un Belte geschlas-n, und würde jetzt zum Kön.ge müssen, wenn ich etwas an^uz,.h.i hätte. Im Besitz oon nur einem Nacht- h-uide unv oem d.c.,e-äiiyuge, ftlich des Festungsgrabens beseitigt iverbcn, die ja in letzter Zeit mit Siecht viel Anlaß zu Klagen ge- geben hat. Ministerialrat Ewald führt die Angaben des Vorredners noch »veiler aus und versichert, daß die Regierung alles tun werde, um die Wünsche der Stadt Kastel nacy Rlöglichteit zu befriedigen. Abg. Haas-Mainz wendet sich in scharfer Weise gegen den preußischen Militärfislus, der an der ganzen Misere in Kastel allem die Schuld trage. Die preußische Regierung treibe eine ganz gewöynlicl>e Bodenspekulalivn. Ec könne nict)t begreifen, wie sict) die Angeiegeliheit so lange verzögere, nacl>beni doch über den Bebauungsplan läiigst euie Einigung erzielt wurde. Er konstatiere, dag in ganz riastel eine große Erregung in der Bevölkerung herrsche; dieselbe sei der hebet* zeugung, daß die Sache langst ihre Erledigung gesunden hätte, wenn die Stadt preußi;ch wäre. Die Regierung möge zwar wollen, aber sie könne nicht. Kastel sei und bleibe das hejsi.che Aschenbrödel. Durch die jetzige Linienführung der neuen Bahn von Mainz nach Kastel werde Kastel abermals schwer geschädigt. Minisierialrat B e st .widerspricht diesen. Ausführungen und bestreitet, daß Kästel das Aschenbrödel des Landes jel Er hakte es auch nicht für angebracht, daß hier erklärt werde, der Miliiarfislus treibe Boden,pelulation. Abg. Breim er (naU.) fragt, wie es mit der Bahnlinie Hegloch—Beerfelden stehe, woraus Ministerialrat Ewalo erklärt, es stehe der Ausführung des Projektes nichts im Wege. Abg. Tr. Schmitt ersucht nochmals in erregten Worten, dag die Regierung endlich Abhck,e schaffen möge. Die drei Jahre Verhandlungszeit Hütten doch wuhrhasiig schon ausreichen sollen, den stinkenden und gesula-heitsschäd- lichen Zustanv zu beseitigen. Maii dürfe Kastel nicht »wch langer als das Stiefkind Hessens betrachten. Die Regierung solle nur einmal einen festen Willen gegenüber dem Reichsschatzamt und dem MilitärfiskuS zeigen. Man würde doch in Kastel alles Vertrauen verlieren, wenn der letztere nicht auf die energische Vorhaltung einer Bundesregierung bin so schwere Mißstände sofort zu beseitigen sich veranlaßt sehen würde. Abg. Ulrich betont, daß auch er das Verfahren der »reußischen Miliiärbehörde nu. cs eine schlaue Boden- pekulativit bezeichnen rönne; man nütze eben hier wi.dec >ie Situation dem Schwächeren gegenüber aus. Hätte dec Militärfiskus das Terrain zu dem von der Gemeinde angebotenen Preise hergegeben, so hätte er immer noch hundert Prozent dabei verdient. Daß er noch mehr Prozente machen wolle, als der Apoih.ker, sei nicht schön und stehe auch nirgends geschrieben. Die Zustände in Kastel seien vor allen Dingen auch polizeiwidrig. Hier In einem weiteren Briefe finbet sich die von 'Stirnard während des gaiizcn Feldzuges immer wiederholte Klage: „Es ist wahrhaft empörend, wie die fürstlichen Zuschauer jeden Platz wegnehmen, und Roon und mich nötigen, unsere Arbeitskräfte zurüdzulassen, damit diese zuschauenden König* lichen Hoheiten mit ihren Dienern, Pferden und Adjutanten Platz finden!" Die Briefe, in denen BiSmarck all seinen wechselnden Stimmungen Aufdruck gegeben hat, enthalten wenig hohe Politik, dürften aber durch den ungeschminkten, offenen Ausdruck jener Stimmungen und die bald mit gutmütigem Scherz, bald mit grimmiger Ironie geäußerten Urteile über Menschen und Dinge um ihn her eine hochinteressante Lekcüre bilden. Als Vertreter der Intendanten ». Hülsen in dar Leitung des Wiesbadener Hsstheaters ist Dr. Kurl v. Mükenbeckier in Aussicht genommen. Der Gocthedund in Sternen beruft eine Sele- oiertenversamrnlung sämtlicher Woctfpbdnbc zum 85. April Mtfammen, zwecks Berawng von Maßn.chmen zur verämpf- ung der Theater-Zensur. Parlamentarisches aus Hefjeu. In einer von uns seinerzeit mitgeteilten Vorstellung deS Zimmerers I. Dolf HL und Genossen zu Tarmstadt an die zweite Kammer ist als wichtigster Punkt, die Ueber- wachung der Schutzvorrichtungen beiBauauS- führungen, bezeichnet. Tie Petenten halteii die zurzeit bestehende baupolizci.ia^e Ueberwachung jüc ungenügend und fordern die Umgestaltung derselben dahingehend, daß bei den amtlichen Bauämtern praktisch geschulte Arbeiter als Baukontrolleurc angestellt werden sollen, wclck)« von den in Frage kommenden Arbeitern zu wählen seien. Tiefe Vorstellung hat den Mitteldeutschen Arbei.gcberve.band für das Baugewerbe einerseits zu einer Vorstellung an bie Kammer veranlaßt, in der u. a. auSgeführt wird: Begründet wird diese Forderung mit der kurzen Erklärung, daß derartige Kontrolleure das Vertrauen der Arbeiter genießen luüroen. Eine neue Erscheinung ist diese Forderung nicht, sie wird von ben Baugewecksa-aften von ganz Deutschland gestellt und bildet einen stehenden Pitnki in deren Pro« grarnrn, sowie in dem Programm der sozialdemokratischen Partei, mit welcher sich die Gewerlscha,ten offen ibenti- ,iziert haben., „jn den ersten Jahren des Bestehens der Bcrussgenossenschast wurden bei dieser nur die Unfälle, welche schwerer 'Natur waren, angenieldet, während heute Die geringste Verletzung, sowie jeder kleine Unfall, auch derjenige, bei welchem der Betreffenoe ruhig Wecker aibeitct, anoenulbet wird. Hieraus erklärt sich die Steigerung in den Zahlen der angemeldeten Unfälle. Dieselbe ist keineswegs auf bestehende oder zunehmende Mißstände in den Baubetrieben oder auf eine unzulängliche Qkicygtbnng bezüglich des Schutzes Der Bauarbeiter oder eine nicht genügende Kontrolle der Schutzvorrichtungen zurückzusühcen, wie dieses seitens der Petenten vorgedracht wird. . . . Daß die Zahl der durch Arbeiter verschuldeten Unfälle so groß ist, beiveist, daß die heutigen Bauarbeiter in der Ausübung ihres Berufes nicht auf der Hohe der Zeit sind, und daß fie unfähig sind. Gefahren zu erkennen oder Unfälle zu oermeiden. Eine Minderung der Unfälle dürfte eintreten, wenn infolge des neuen Handwcrkergesetzes wieder ein Schlag tüchtiger Gesellen herangewachsen und auf den Bauten beschüsiigt ist. Würden die erlaßenen Unsa.lverhütungsvorschrijten, an Denen die Arbeiter mitgewirkt haben, von diesen immer richtig gehandhabt und nicht ost leichtfertig aus dem Auge gelassen, tarne der größte Teil der Unfälle nicht vor. Für Die durch die Unfäh.g- uitb Hitachi,amteck der Arbeiter ver- scl-uldeten Unfälle aber die Arbeitgeber verantwortlich machen zu wollen, toie es die Absicht der Petenten ist, ist em ungerechtes Beginiten. Baukontrolieuce, aus Arbeiter* kreisen, nach Vorschlag der Petenten hatten ivir für voll- ständig ungeeignet, da ihnen der nötige Bildungsgang und vor allen Dingen die allgemeinen F-achkenntnijse jeijlcn." Tie Vorstellung geht schließlich auf die namens der Dem Verbände angei)örenDen Mitglieder der Stttdie Tarmstadt, Mainz, Cfienoad), Eießeii u.id Friedberg ausgesprochene Bitte yüiaus, gemäß dem einstimmigen Beschlüße dec Gene- caloerjamuuung d<.ö Verbandes dem Gesuche der Petenten I. Wolf 111. und Genossen um Anstellung von Baukontrol- Icurcn aus Arbeiterkreisen die gesetzliche Sanktion zu versagen. Der Bericht der Mehrheit des dritten Ausschusses übet die Wahl des Abg. Dr. Heidenreich stellt fest, daß grobe Verstoße gegen das Wahlgesetz bei dec Wahl vorgekommen sind. Eine Anzahl von zur Abjtimmung bei der Wahlmännerivahk berechtigten Wäi-iern voir der Wahl- Kommijsion ist ungerechtfertigter Weise zurüclgcwiescn worden und andere Wähler ließen sich nach Bclanntwecden der von der Wahlkommission irrtümlicherwei,e festgehal- tenen Meinung (es dürften nur Wahlberechtigte abstimmen, die das dritte Kommunalsteuerziel bezahlt hätten) von dem Gang zur Wahlurne abhatten. Tr. Heidenreich aus Tarrn» staodt erhielt 19, Pfatter Blum aus Lder-Abtstemach 16 Stimmen, welches Resultat jedenfalls ein umgekehrtes gewesen wäre, »Denn in Birkenau bie drei gegner.schen Wahl- männer gewählt worden wären, sodaß a.fo Tr. Heidentetch 16 und Pfarrer Blum 19 Stimmen erhalten uno infolgedessen Letzterer als getvätzlk erschienen wäre. Tie Mehrheit des dritten Ausschusses ('Pennrich, Cramer, Tamm und Bähr) beantragt deshalb, die WahlMänneuvahl m Birkenau und die Wahl des Abg. Tr. August Heidcnreich für ungiftig zu erklären. — Der Bericht der Minderheit des ^.uSfchuffes hebt indessen hervor, daß ausacsagt worden ist, daß unter sieben Zurückgewiesenen vier sich befanden, die zu Gunsten Tr. HeidenrcichS und drei, welche zu Gunsten des Pfarrers Blum gervahit hätten. Was die Möglichkeit anbelangt, daß noch mehr Wähler hätten lvahlen können, von solchen, die daS dritte Ziel Gemeindesteuer nicht bezahlt hätten, so ist dies deshalb nicht anzunehmen, weil sonst sicher außer den drei umgekehNen Wählern noch mehrere bekannt geworden wären, besonders in einem so kleinen Orte. ES wäre auch von den Reklamanten bei den krctiamtlichen Erhebungen E.wähnung geschehen. Die scithcri^e G-Pslogenheck deS Ausschusses, svio.e der Kammer war, daß, selbst wenn Verstöße gegen Bestimmungen deS Wahlgesetzes /ausgenommen Bestechutigcn Dura) Getränke oder Beamteneinfluß) vorkamen, durch »vetche daS Wahlergebnis nicht al ter Ur t erschien, bie Wahl bestä11gt wurde. Don diesen G.sichtSpunkteu ausgehend beantragt die Minderheck deS Aus, chus.es, d.e Wahlmännerwahl in Birkenau, sowie infolgedessen die Wahl deS Dr. Heidenreich zu bestätigen. Ter homöopatihsä-e Arzt Dr. I. Schier unterbreitete der Kammer un Auftrage der hessischen h^moopat.-.schen Aerzte die Abschrift einer Petition der OrtSkrankerikas,e Mainz — mit 16—17000 Mitgliedern und mindestens 50 000 Angehörigen. Diese Petition geht dahin, daß bie Verordnung vom 6. Dezember 1902, daS D i S p e n s U r r e ch t der homöopathischen Aerzte betrefsend, von der Regierung wieder aufgehoben wird und eS bezüglich deS Tti» pensierrechtO bai bem alten Zustand verbtecht. Damit ist die Debatte über diese Anfrage erTcblgt ES folgt die Besprechung über die dringliche Anfrage der Adgg. Roack und Gerwssen, betreffend bic Lohnoer- hältnisse an der ehemaligen Main-Neckar-Eisenbahn. Ter Interpellant begründet seine Anfrage in eing.hender Weise und ersucht die Regierung, doch einmal recht gründlich ui überlegen, ob mit den jetzigen Stücklohnsätzen eine Arbetterfamilie wirklich exiftieren tonne. Tem niedrigeren Lohn gegen früher geselle sich auch noch eine schlechtere Behandlung der Arbeiter zu, sie würden jetzt viel schroffer behandelt und angeschnauzt, als früher. (Ruf: Tas ist preußisch. Heiterkeit.) Ministerialrat Ewald stellt dem Hause das MitgNed der Mamzer C-ijenbahn-Tircktion, Rcgierungsrat Tr. Pla- t h o vor. Tie Gvoßh. Regierung könne hier eine weitere Auskunft, als die früh.re Erklärung des Finanzministers, nicht geben, sie habe über die Lerwaltungsgrundsätze der Cisenbahngemeinschaft nicht zu bestimmen. Abg. Cramer (Soz.) b. klagt ebenfalls die Lohnreduzierungen der Main-Neckar-Bahn feit ihrer Ueber- nahme in die Verwaltungsgemeinschaft und rügt die De- chränkung der Aval, tionsf reih eit, indem man den Arbeitern der Zentralwerkstätte den Verkehr mit den sozialdemokratischen Abgeordneten verbot. Regierungsrat Tr. Platho erwcherl darauf in längeren Ausführungen. Es feien bereits die möglichen Ausgleiche in die Wege geleitet und die Arbeiter standen zur Zeit gegenüber ihrem früheren Verdienst in keiner nennenswerten Weise mehr zurück. Ettva.ge Lohnaussälle hätten ihren Grund in Der Neuerung der Betriebsweise gehabt. Dieser Aus,all sei jetzt j.doch wieder ausg.glichen. Er bestreite auch, daß die Akkordsätze, wie Abg. 'Jload behauptet, von dem Wohltvollen der Meister abhängig seien. Von einer Beschränkung der Koalitionsfreiheit fyer Arbeiter könne keine Rede sein. Tie Bestimmungen der Gewerbeordnung könnten auf die Arbeiter in den Staatsbahn-Werkstätten keine Anwendung finden. Hier seien bie Verwaltunasgrundsütze maßgebend und die Eisenvah-n-Ti- cektivn habe nur von den zulässigen Befugnissen Gebrauch geniacht. Abg. Dr. David (Soz.) erklärt sich mit dieser Antwort nicht zufrieden. Es sei eine Pflicht der Reg erung .hce Slaatsuiigehörigen gegen eine solche gesetzwidrige Behandlung durch die preußische Eiseiibahnbehorde zu stützen. Lurch e ine so ungleiche Behandlung der Acbcitec werde Die letztere keine Zufriedenh.it bei ihren Angestellten erreichen. Im Gegeiileil tonnten solche Maßnahmen, wie Die hier beklagten, nur agitatorisch zu Gunsten der Sozial- Demokratie wirken. Abg. Ulrich erklärt in sehr erregtem Tone, man habe also jetzt das Bestehen des Ukas gegen die Arbeiter auch offiziell zugegeben. Es dürfe aber den Arbeitern gariiicht verboten werden, mit den Abgeordneten einer Partei oder überhaupt mit einer bestimmten Klasse von Menschen zu verkehren. Was würden wohl die Ministerialräte dazu sagen, wenn man ihnen plöülich den Verkehr mit den sozialdemokratischen Abgeoroneten verbieten wollte'? Sie würden das als eine Herabsetzung und Beschränkung ihres freien Willens betrachten, und das tun Die Arbeiter auch. Er verrate sonst nicht gern Geheimnisse, aber er wolle doch sagen, daß seit dem Ukas viel mehr Arbeiter aus der Zentralwerkstätte mit den sozia* listischen Abgeordneten verk.hcten, als früher. Tas sei auch ein Protest. Tie Arbeiter müßten sich ihc Brot saurer oerdicncn, als die Herren von der Direktion. Tie heutige Ordnung der Tinge, auf die sich der Regierungsvertreter berufe, gehe darauf aus, den Arbeiter zum Paria herab-- zudrücken und dagegen werde feine Partei mit aller Energie ankämpfen. Nach e.nigen weiteren Bemerkungen des Ministerialrats Best und des Abg. Noack ist die Debatte erschöpft. Auf die Anfrage der Abgg. Dr. Schmitt und Gen., betreffend die Sicherheit bei Zoll- und Steuer* kredite n verliest Ministerialrat Dr. Decker in Behinderung dcS in der ersten Kammer befindlichen Finanz- uiinistecs eine längere Regierungserklärung. Das Haus beschließt auf Antrag des Fragestellers, der vorgerückten Zeit wegen die Besprechung darüber zu vertagen und die Erklärung brucfeit zu lauen. Darauf vertagt sich das Haus um V/i Uhr. Nächste Sitzung: Freitag früh 9 Uhr. Aus der Tagesordnung steht it a. Die Beratung über den Schlachtvieh- und FleischbLschau-Gesetz-Ent- rourf. _____________ tziflc hessische Ständekammer. R. B. Darmstadt, 26. März. Präsident Graf Görtz-Schlitz er.f.net die Sitzung um 101/* Uhr, und gedenkt zuliachst des verstorbenen Mitgliedes Wirkt. Geh. Rat Ludwig Hallwachs. Nach einigen Mitteilungen erfolgt die Einführung des Geistlichen Rates Elz unD dessen Vereidigung. Tann gicbt die Karniner den Regierungsvorlagen über das Minister-Hotel, die „Räte bei ben Provilizialdirek».ronen", ferner dem Entwurf über die Vermerkang „streitig" in den Grundbüchern Der Rheinpcovinz und über die Entmündigung wegen Ver- schwelldung oder Trunksucht ihre Zustünmung. Es folgt nunmehr die E t a t s b e r a t u n g. DaS Haus genehmigt sämtliche Kapitel des Etats beim Kap. 129, für den Erweiterungsbau der Technischen Hochschule 558 7L0 Mark. Hier entfpinnt sich eine Längere Debatte. Der Ausschuß beantragt Wiedeih.rstellung dieser von der zweiten Kammer gestrichenen Forderung. Fürst Solms- Lich und Fürst S to ll b e r g-Roßla sprechen sich gegen Die Forderung aus. Die Ablehnung sei im Interesse der gegenwärtigen Finanzlage geboten, die dkoiWendigkeit der Ovrderuna sei nicht nachgcwiescn. Für Bewilligung der Summe treten seitens der Re- aierung Staatsminister Rothe und Ministerialrat Weber mit warmen Worten ein, aus dem Hause selber sprachen die Herren Geh. Rat Pros. Dr. Kittler und Geh. Kommerzienrat Michel dafür. Tie Forderung wird schließlich mit allen gegen fünf Stimmen (Gras' Solms- Rödelshcim, Fürst Furstenberg-Roßla, Fürst Solms-Lich, Fürst Jsenburg-Dierstein und Fürst Jsenburg-Büdiiigen) angenommen. Darauf werden auch die übrigen Positionen des Ministeriums deS Inneren gcnch.nigt. Bei Pos. 38, höhere» Schulwesen, wünscht Graf Solm s-Laubach, daß die Regierung dem Zug der Schüler nach den Schulen nt den Städten entgegen- treten möge. Ministerialrat Eis en Huth sagt zu, dem Wunsche tunlichst zu entsprechen und flieht atibann eine« statistischen Ueberblick über die Frequenz der höheren Schulen. Darnach sind von 8000 Schülern im flankt 3300 vorhanden, d»e nicht im Schulorte selber wohnen; txm biefen befänden sich 2400 in ständigen Pensionen. Darauf werden auch die niederen EtatSpvsitionen ohne Debatte angenommen und atidann die Sitzung um 1»/, Uhr vcrtaat. Nächste Sitzung Freitag «ornuttag 10 Uhr. lMte die Polizei ober ba5 Krctiamt und bann die Ober- Behörde aus sanitären Gründen eitischreiten und dre skandalösen Zustande langst beseitigen müssen. „Wozu haben wir denn eine Polizei und ein Polizeigesetz und tooiu ist die RegieimngSflewatt da? Da» müßte doch mit dem Teufel zuaehn, wenn t* nicht mSglich wäre, diese preußisck)« Schweinerei auS dem Lande h.rauSAubringen!" Ts ist wirklich eine Schweinerei, „wer?« der ganze ftaferwenunrat im Kasteler FestunaAgraben. int Urnkcels Don beei Ätiltn die Luft verpestet.^' Schlußkurse. XL Wetter Unsere Kirche soll N nxehrcre Herren auS Verschönerungc- Tounstenoerein (Sitz Verein zählt etwa Oesi. Kredit. . Ternsche Bank taini|iabicr Bank Bochumer Huv . € B g Z AnsangS- 217,t>u 217,50 141,30 102,60 19,0*- 0. 8,3'0. März 19u3 5 5. LZ c* _ ßZ e* 'Diaif über. k. Homberg a. d. O. wejemtich huuer den letiijengeii (fcriuaiiungen zurückbleiben. 'Wie i)od) der Betrag befinilio tauten iuiro# davon x|i noch mchrS bekannt geivorüeiL Tay Breuven oorldurifl noch nidjl mu einet An- leuje an den stärkt kommen wird, bau nnnmeyr als mxbedingt sicher gellen. euxe der reichsten Hessens, vor. 0 Schotten, 26. März. Eine große WohnungS- not herricht zurzeit in unserer Stadt. Indessen ist nian mit der Konstituierung exneS WohnungsbauvcremS im Begriff, ivodurch die Angelegenheit eine befriedigende Lösung finden luirb. — Mercoiologijche Deovuchtuugcu der Station (Bietzen. -t- Alsfeld, 25. März. Heute hielt die hiesige Landwirtschaftliche Winterschule im Schulgebäude die Schlußprüsung des letzten WinterfemesterS dahier ab. Tie Eltern der Schüler, die Mitglieder des AufsichtSrals, alS Vertreter deS Großh. Ministeriums LandeSökonomierat JDlüUer und zahlreiche sonnige Interessenten wohnten dein Schluß- alte bei. Txe Leistungen der Schule romben vom Vertreter der Großh Slaalsrrglcrung als voxzx'iglxch bezeichnet. Ter Schulvoistthcr betonte besonders, bau txe Schule xm letzten Jahre m ihrer inneren Einrichtung durch Gewährung gxößerer Schulraume und sonstige Einrichtungen große Fortschritte gemacht habe. Txe Anstalt wurde im letzten Semester von 39 Schülern besucht. Am morgigen Tage beginnt em achttägiger ObstbaulursuS und em vierzehntägiger Wiesenbau- kuxsuü. ungen vor dem Ultimo xuiauuueuhmgen. Prival-DiStoni 8 Piozcni. gmiDcl lind yrihrljr. ^ollivwiilschasl. verlluer Börse vom 26. März 1003. (MilgeteiU von der Bank sur paudet unb ^udusixie, wiegen.- In lustloser paitung cxofineie die heutige Börse, am allen Markten war voxwiegend iUdgabelust, ivclcoe aus die uiedelgen Meldungen der ivciiliajcn Börsen zurüctzmuhren war. Tas yauplinicieiie zog spanische augcie Anleihe am sich; segle der itux* schon ca. 1 pEu inner gestriger Sehlußnollz em am die heute morgen dekaunl gewordene Dennnioii des oinanzmmmers Bluaverde, ,o beiuixden angeblich qxoyc paxdser Exelutlonvverlame eine dlrelie Leroiue des Maxtte«. Bei Icbyaiienx Bei kehr fiel der Uure vorübergehend bis 8 Prozent inner ^mangsnoliz. Schluß leicht exuolu Im Anschluß hieran nmi die Stimmung am allen übrigen toebieicit sehr x eie i viert nnb ct)tt matt zu nennen. Ter Maiiüuibuilxiemarn zeigte un aUge- mcinen schwächere Lendeuz, bie ivoht mit trngagemeins-ElattfteU- 25. März. In einer anßer> Aus Stadl und Land. Dießen, am 27. März 1903. — Rückkehr deS GroßherzogS. Nach brieflichen Mitteilungen in der .Tarmst. ßtg.- sind Seme Königliche Hoheit der Großherzog am 18. Rkärz von dem zehntägigen Ausflug an den oberen 91xl nach Kairo zurückgekehrt und statteten am 19. d Mts. Seiner Hoheit dein Khedioe einen Besuch ab, worauf Seine Königltche Hoheit das Frühstück im Palais Abdln einnahmen. Am 20. d. 9)116. gedachten Seine Königliche Hoheit dre» Tage »m Menahouse bei den Pyramiden Wohnung zu nehmen, um dann bi8 zur Abreise nach Kairo ziirückzilkehren. — Dein ,W. T. B.^ zufolge ist S. Königl. Hohen der Großherzog, wie auS Kairo gemeldet wird, am 25. dS. 9)118. über Port Said nach Geniia abgerelit. — Aus dem Jahresbericht der Höheren und Erweiterten Mädchenschule hier entnehnien wir, daß die Höhere 9)lädchenschule einen AnsangSbcl'tand von 349 und einen Schlußbestand von 347, und die Erweiterte Mädchen- schule einen AnsangSbestand von 239 und einen Schlußbesxand von 243 hatte. Aus dem LehrerloUegium schied am 1. Mo> 1902 Herr Ost, der an die Realschule nach 9)lichelstadt ver. setzt wurde und dessen Stelle vorläufig Herrn H. Kunkel aus Grünberg übertragen wurde. Fräulein Frank wurde ani 1. Oktober 1902 auf ihr Nachsuchen in den Ruhestand ver- setzt. An ihre Stelle trat Fraulcm 9)laria Birnbaum aus Gießen. Tie Ferien fallen durch Verfügung des Ministeriums vom 7. März d. I8. folgendermaßen 14 Tage Osterferien, 8 Tage vor, 8 nach dem Feste; 8 Tage Pfingslferlen; 6 Wochen Herbstferien, beginnend am ersten Sonntag im August; 14 Tage Wexbnachtsferien. — Tas neue Schuljghr beginnt Nlontag, 20. April, morgens 9 Uhr. - Bei der gestrigen Pferdelotterie sielen die 10 Hauptgewinne roie folgt: 1. auf Nr. 6404 nach Gießen, 2. auf Nr. 13 948 nach Gießen, 3. auf Nr. 11 880 nach Lollar, 4. auf 91t. 14 779 nach Burkardsfelden, 5. auf 9k. 8798 nach Gießen, 6. auf 9k. 11 809 nach NexSirchen, 7. auf Nr. 4172 nach Gießen, 8. auf Nr. 5640 nach Gießen, 9. auf 9k. 14 626 nach Offenheim, 10. auf Nr. 1212 nach WoxmS. Wir Dcvrocqen xm übrigen auf die im heutigen Inseratenteil veröffentlichte vollständige Ziehungsliste. — Silberne Hochzeit. Herr Friedrich Löber, Friedhofsaufseher hier, und feine Frau Marie, geb. Wagner, feiern heute daS Fest der silbernen Hochzeit. Aus diesem Anlaß findet eine Feier im,Postkeller' unter Mitwirkung deS Bauer'schen Gesangvereins statt. - Unsere israelitischen Mitbürger feiern in diesem Jahre gleichzeitig mit den Christen ihr höchstes Fest. Ostersonntag und der erste Tag deS israelitischen Passah-Festes fallen nämlich in diesem Jahre zusammen, em Ereignis, das {eit 1328 nicht mehr staltgefunden hat. -Von der Kanalisation. Eme recht mtcreflante Situation haben die fortschreitenden Arbeiten der Kanalisation an der Ucberbrüdung xm Zuge der Bahnhofstraße über dxe Wieseck geschaffen. Wxe wir schon früher berichteten, soll dort unter der Sohle des WieseckbetteS mittels doppelten Dückers daS gemauerte Siel diesseits und jenseits des Flusses verbunden werden. Txe zur Herstellung des Dückers erforderlichen schmiede- eisernen Rohre, welche 18,6 Nieter Lange messen, hegen bekanntlich bereits seit White November v. I. in der Nahe der Baustelle, ihrer Verwendung harrend. Um nun, nachdem die Arbeiten soweit gediehen, bie zwei Riesenzylmder an ihre Stelle bringen zu können, bat man au er durch die Wieseck zwei parallel laufende Spundwänden gezogen und so dos zu- fließende Wasser deS FlnsieS gestaut. Ter zwischen den beiden Spundwänden vorhandene Raum bildet den Bettungsgraben für dxe eiserne Rohrverbmdung deS gemauerten Sieles. Ueber diesen Bettungsgraben hat man aus tnemanber- gefügten Brettern ein künstliches Flußbett hergestellt, um fo das zustleßende Wasser über bie Baustelle hinweg zu leiten. Der Fluß läuft hier also förmlich über eine Brücke einige Meter weit und unter seinem Wasser schaffen fleißige Arbeiter, um das zukünftige Lager der schweren Zylinder mit Beton festzumachen. Wir Horen übrigens, daß die Arbeiten an bie|er Stelle voraussichtlich am Montag soweit fertig sein roerben, daß die Rohre versenkt weiden können. — PostanweifungSoerkehr mit den Marshall- Inseln (Ialuil). Fortan sind un Verkehr mit der Post- agentur tn Ialiiit (Marshall-Inscln) Poitanweisungen bis zum Meistdetrage von 800 Akk. zugelassen. Tte Taxen sind dieselben wxe für Postanweisungen des inneren deutschen Verkehrs. ch. Rodheim a. Bieber, 26. März. Die von der Ortsgruppe des Deutschen Flottenoerexns veranlaßten kine- matographischen Ausführungen, welche geitern und heute hier gegeben wurden, hotten sich eines überaus zahlreichen Besuches zu erfreuen. Das herrliche Frühlmgswetter ermöglichte es den Schulkuidern selbst aus den entlegensten Ortschatten einen Spaziergang hierher zu unternehmen und den Schülervorstellungen beizuwohnen. Unter großer Begeisterung wurde daS für diesen Zweck von den Lehrern ungeübte „Deutsche Flaggenlicd' (dreistimmiger Kinderchor von R. Thiele) als Maßenchor unter Musikbegleitung von den Kindern vorgetragen. tz Rockenberg, 26. März. In dem jungen Nadel- holzbeftaiide deS zwischen hier und Münzcnberg gelegenen Waides entstand auf unbekannte Weise em Schadenfeuer, das sich bet der Trockenheit deS Bodens bald auf etwa 1000 Quadratmeter Fläche erstreckte und nur nut Mühe emge- ichränkt bezw. gelöscht werden konnte. Der Schaden ist erheblich und trifft meist die Solmösche Standesherrschafk; aber auch geschlagenes Holz, welches in dem Distrikte saß, ist verbrannt. -K-. Homberg a. d. Ohm, 26. März. Das frühere Hotel .Hessischer Hof' ging in diesen Tagen durch Kauf in den Besitz eine« Wirte« aus Marburg für 15 000 ordentlichen Generalversammlung, der lUarburg anwohnten, beschloß dec hiesige verein elnsttmmig, dem Oberhessischen 'Dlarburg) beizutreten. Der hiesige 63 Mitglieder. § Wingershausen, 25. März, umgebaut werden. DaS Baukapital schießt die Kirchenkasse, 217,37 217,25 141,20 192,UO 160,25 Deutsche Kelchoaulelhe. Durch Beschluß bet deutschen Reichstags tu bie joxbevimg der Regierung von 219,92 Millionen Mart am 16u,64 Mill. Mk. herabgesetzi worden xnkt. der Zujchuß- anlethe, bie nut nur 72,73 Mill. Mr. bewilligt würbe, gegen 95 Millionen Alk. bie geforbert wurden. Aus diesem Grunde wird Die mr den Monat '21 peil in Ausucht genommene Anleihe ganz Harpener Bergbau . . 18u,40 Schluß-Tendenz: schwächer. Höchste Temperatur am 25.- 26. März Niedrigste , , 25.-26. , 26. 2“ 1 740,6 4-18,7 5,4 83 8W. 4 Sero. Himmel 27. 9* 738,9 4-11,2 7,2 73 E. 1 Heller Himm. 27. 7" | 739,7 ±10,0 7,6 82 B. 1 Bexv.Humnel Vergebung Von Bauarbeiten. ßur Urbauung der vetertnär-niediz. Institute in Gießen, zunächst der normalen Anatomie, der pathologischen Anatomie und der chimrgljchcn Klinik werden die folgenden Lieferungen und Rohbauaxbexten unter HrnwexS auf den Nkxnxslerxalerlaß vom 16. Ium 1893 hiermit öffentlich ausgeschrieben. Los 1: Lieferung von Walzciscttlrägcru, ca. 07 000 Kgr., Los 2, 3 uud 4: Grobfchlofferarbciten. Angcbolsunterlagen können auf unserem Zweigbüreau, Frankfurterstraße 83, exngesehen, Angebotsformulare und Trägcrlisten gegen Selbstlostenprexs dorther bezogen werden. Offerten, nut entsprechender Aufschrift versehen, sind auf genanntem »jwctgbüreau bis Montag den 0. April, vor» mittag« 11 Uhr, deut Eröffnungstermm, ernzmetchen. — jZuschtagsfrist 14 Tage. Gießen, den 26. März 1903. Großh. Baubehörde für die Universitäts-Neubauten. Becker. 2605 Jergiöung von ZZauarbiiten. Für den Neubau der katholischen Kirche zu Gießen sollen dte Zimmer», Spengler», Dachdecker» und Schlot,erarbeiten, sowie die Blitzablciteraiilage vergeben xvcrden. Zeichnungen und Bedingungen liegen bei dem Architekten Kockcrbeck in Gießen, Wilhelmstraße 3, und bei dem 'Architekten L. Becker in Mainz, Pfandhausstiaße 5, offen. Angebotsformulare können gegen vorherige Einsendung von 70 Pfg. für die Blitzableiteranlage und 1.20 Mk. für jede der übrigen Arbeiten vom Architekten L. Becker in Mainz bezogen werden. Angebote sind bis zun? 11. April, abends 8 Uhr, exnzusenben an den 2608 Katholischen Kirchenvorftand zu Gießen. ttllEll ist endlich in Muzzi dar belle Meiallpuhmittel der Seit, dasselbe putzt gerobeAu »erblüfienb rasch alle Mesimggegenstänbe.wie Taur- klinken, Piatmen rc. und kann jeder HauSirau nicht genug empfohlen roexben ' solches raschnwglichsi zu probieren. Seien 4 10 Pig. sind ju haben m ben menten Kalamalwaxengejchäjtetx. 2105 Brennholz-Versteigernng Freitag de« 3. April l. F«. kommen zur Venieigerxmg au« den Distr. Lehnkops Abt. lt und Tachsberg Abt. la (Exchwxesenkopf) der Forstwartex Excheljachsen: Scheiter im: 300 Buche I. Kl., 550 Buche II. ÄL Knüppel rui: 170 Buche. Reisig rui: 1400 Buche. Stöcke rui: 023 Buche. ^usauimeuluuft vormittags 10 Uhr auf der Kreis- ftrafoe Exchelsachien-GlaShütten m der 9lähe der Ziegelhütte. Von vormittags 10 Uhr ab kommen dxe un Txstr. Lehnkopf Abt. lu sitzenden Knüppel zum Ausgebot. Hieran anschließend von 11 Uhr ab zunächst das Buchen-Scheitholz und bas übrige Holz. Vorgczexgt wird nur das Scheitholz. Die blau unterstrichenen Nummern werden nicht versteigert. Skähcre Auskimst erteilt der Groß. Forstwart Trtctsch zu Eicheljach,en. Schotten, den 25. Nlarz 1903. Großherzogliche Lbeiförsterei Schotten. Seidel. 2» 6 338 ^imenrflB 304 461 Puygeschirr 4042 574 Hafer sied 7995 88 Photographie- Llbum 11809 0 Fuchs »tutc(Wageuz»ferds 15810 125 Kiste Cigarre» 326 157 Gießkanne 4002 12 Komplettes Fahrrad 7996 884 Brotkapsel 11830 3 Sicitpferd (kohlfuch» 15879 390 Schlrmstanb« 334 218 Portemonnaie 4113 135 Garn.lur landwirtschafilich« 7998 400 Weckeruhr Stute mit Sattel und 15924 23 rafelausfatz Weckeruhr Teiglchunel 459 534 408 75 DeUtateß-Sürbcheu Stock mit silbernem Griff 4132 165 Geräte Waschgarnitur 8011 809'» 187 816 Kiste (tigerte» Papierstänb« 11872 528 Zaumzeug */, Tyo Mess« trab Gabeln 159u6 1596J 155 590 556 484 Sommrrdecke 4163 230 1 Paar wollene Gamaschen 8101 33 Vogelkästgstander 11175 856 iuilfttcrun« 16019 582 Buch ,Lchw«oezucht) Gießkanne 636 832 Poftkarten-Album 4172 7 Kuchostute lÄroeiwpftrb) 8174 132 1 Garnitur landwirtsch. Geräte 11939 458 Cigarren,tut 16024 158 662 15 Nähmaschine 4292 27 ttartoffclhackpflug 8218 2*4 Beitoorlage 11901 2v9 1 Paar Vase» 16u26 258 Beilk^lier 678 386 Pferde-St. mmerdecke 4326 133 Garnitur landwirtsch. GerSie 8247 533 Waffeleisen 12023 84 Bicrservlce 160i»8 333 Postkarien-Lldum 764 175 Vunalainpt 4392 362 Bettdecke 8255 161 Fenner-Thermomel« 12032 222 Wa,ck garniiur 16076 393 Tischdecke m»l 6 Servietten 789 20 Waschmaschine 4464 266 Schreibzeug mü Th«momet« 8283 256 Bellkoll« 12043 368 HauSoal ungswage b.128 531 1 Garutlur Zugketu» 829 118 Phologcaphie-Ltbum 4485 114 Schlafbecke 8320 573 lackt«t« Zud« 12066 44 kompletter Stnlzaum 161u2 106 Wlchsgariiltur y?7 588 1 Flasche Kognak 4510 339 Schreibzeug 8334 482 Vogenpeusche 12148 444 Bohnenichneibmaschiu» 16211 252 Husschuh 988 887 teiicnplattc 4524 447 Bohnen, chneidmaschine 83v2 598 1 Kanon Seife 12181 250 Boge pnische lt>237 189 Kiste C>ga«e» 1000 861 Bettdecke 4557 171 Kaffeeservice, 9kdig 83 .>0 164 Kompl. Waschgarnitur 12310 261 Zler-Ciagäre 16267 414 Walchpun 1006 481 Vogenpeusche 4797 29 Gasofen 8365 536 Kassette 12325 488 Schum, unb Stockhalt« hi2<->7 96 Waschdulie 1017 899 Feldslasche 4817 74 Barometer 8383 163 Feuster-Thermomet« 12.543 314 Bistlcnkartenschale b.335 596 1 Kariou Seife 1068 828 Pferdedecke 4838 565 Schulranzen 8403 317 Cigacrenschrank 123u5 449 Kiste uigarren 16J4U 273 Wollene Decke 1074 160 1 Schreibzeug 4846 56 Tamenuhr 8144 68 Harmonika 12443 367 Hau» hat tunqs woge 16382 516 Fahrpetlsche 1183 584 Kiste Üigarrc« 4859 270 Wollene Decke 8512 863 Reibmaichine 12450 474 Lichtbild, Güßen 16423 211 Haubiuch stand« 1139 HO MarkNaich« 4h62 228 Stucksack 8532 429 Kompl. i/üffelblech 12479 420 Stegenichirm 1<441 418 sstegeltschirm 1171 858 Bettdecke 4917 535 Kassette 8570 179 Handleuchter 12480 388 Ti chdecke mit 6 Servietten 538 Pfeideoecke 1206 224 Handtasche 4927 435 Schirmstünd« 8601 176 öunarlampe 12496 483 Somm.rvecke 16547 210 Handiuchstand« 1212 10 Kohle« (»apveuskrte) 4950 471 Weinkuhl« 8688 822 Flaschenkorb 12521 85 Tafeliervtce, 23tetltg Fahrpeitfuie li>588 440 Buliermaichine 1228 341 Photographie-Lasten 4956 502 Stuhl 8743 87 Phoiographie-Apparat. 12543 617 166UÜ 90 Mefferpuymaschim 1230 532 1 Garnnur Zugketteu 4980 413 Waschpuff 8708 5 Hellbr. Stute (Arbeit»- 12628 160 Wtrischafisivage h4>15 128 1 l'aar «im« 1242 1258 219 267 Gewürzgestell wollene Decke 5011 5023 129 379 1 Paar Dimer Halst« 8805 97 Pferd) Haiidloff« 12691 12715 438 271 Waschtischgesiell Woueiie Decke 10621 11 92 Zweiteilige Rlngclw-'ie Kiste Pa>Ut,,tn,/, Duyend Mess« und Gabeln 9448 9516 188 275 Kiste Cigarren Wollene Decke 13351 13383 232 599 1 Paar Hosenträger 1 Karton Seife 17428 17484 509 462 Portemouuaie Puygochi« Krauthooel 1716 840 Papierftänd« 6772 540 Bügeleisen 9517 859 Bettdecke 13448 433 Schirmständer 17485 278 1736 512 1 Paar Hofenttäg« 5779 80 Konipollfchale 9518 170 1 Paar Cim« 13468 321 Garderobehalt« 17499 354 Tollet leeim« 1740 149 1 Pholographie-Album 5788 576 Konfektbose 9533 853 Ofenvorsetzer 18196 229 Rucksack 17577 119 P y o l »g r ap h io-1 lbm» 1744 882 Waffertrense 5801 826 Silberne Buttertose 9599 897 Huudehatsbanb 18510 801 Kaffee, und Mtlchkanae 17627 522 l Paar Ha»dschuoe 1765 872 Türvorlage 5852 571 Lacki«l« Zuber 9687 264 Rauchservice 13ol7 437 Waichtischgestell 17810 335 Brie,wage 1768 41 1 Paar Kubgeschirr» 5855 424 Regenschirm 9693 262 Rauchservi« 13666 116 Schlafdecke 17840 289 Spiegel 1793 138 1 Pack vteh.Kcu« 6891 77 Standuhr 9711 556 Waschlerae 13584 85 Wetn-Service 17865 M Boduenlchneidmascht»» Türvorlage 1794 464 Puygeschirr 69v4 581 Buch (Schweinezucht) 9758 422 Tischdecke 13592 818 Dokumentenmappe 17879 873 1797 117 Echiafdecke 5907 20 VNua Steuleit« 9778 218 Siandihermomet« 13654 551 Spazier,lock 17924 3u9 FardiUlärr 1848 539 Büdelersen 5981 63 9790 544 Butterfaß 18674 142 1 Dyd. Handtüch« 17925 428 Pferdedecke 1927 81 vier sehaad lasche 6001 83 Stehlampe 9813 260 Zi«ttsch 18678 61 Ze,tunga,tänd« 10003 272 Wollene Decke 1998 187 1 Pack P.eh-Ketteu 6040 467 Puygeschi« 9832 103 Türvorlage 13723 297 1 Paar Hojeniräg« 18039 257 Bttikolter 2038 876 Pferdebürste 6079 130 Ärdntsiasche 9846 190 Kiste Liga««» 13864 562 Schultasche 18076 492 Lolttuespieget 2145 470 Resorwkorb 6162 352 Kaiserdild 9883 128 Kiste Crgarre» 13988 80 Mcss«puymaschine 18122 54 Kucheugarnilur mit Brett 2151 549 6 Schrupp« 6175 559 Waschletne 9931 410 2 Flaschen Kümmel 13948 2 Lauterbacher Wage» mit 18154 2u6 Bursteugacuiiur 2188 84 Nähtisch 6185 409 2 Flaschen Kognak 9946 191 Sh|te Cigarren, braunem Wallach und 18206 587 Kassette 2210 421 Schreibzeug 6197 523 1 Garnitur landw. Geräte 9988 874 Pserdeburste komplettem Kummet- 18225 206 Breuumafchme 2370 2385 280 518 Geflügel cheere Bettdecke 6198 6357 79 657 Btskuildose 2 Ackerkemeu 9990 10132 869 398 Brotschneidemaschine Feldstasche 13949 592 'S II 5 a 18275 18286 426 860 Porlemonnate Bettdecke 2464 223 Spiegel 6360 185 Cchirnistünd« 10190 197 xlt Ttzd. Mess« unb Gabeln 13977 520 1 Paar Handschuhe 18316 154 Weckeruhr 2612 274 Wollene Decke 6394 212 Alkordzuher 10298 479 Aktentasche 139dl 166 Liksrservlee 18372 415 Waichkord 2656 139 1 Dutzend Handtüch« 6400 526 1 Garnitur lanbw. Geräte 10333 91 Aquarelldilb 18995 40 Aieisekoffer 18373 436 Waschlischgestell 2682 253 1 Paar Etretsteder 6404 1 vtersiytges Kutschier« 10337 506 Linoleum Vorlage 18997 86 Bild, Iagdstück 18379 494 Servterdreu 2703 552 Spazrerstock Phactou mit braunem 10357 337 Tintenfaß 14096 184 Schirnistander 18434 347 Burkrug V, Dy Mess« und Gabe!» 2704 508 Portemonnaie Wallach nutz silberplnt« 10869 172 Kaffee-Service, SteiNg 14108 366 Bohiienschnetbmaschine 18463 195 2708 140 1 Dutzend Handlüch« ttertcm Geschirr 10360 431 Kompl. Vbffelblech 14158 524 1 Garnitur landwrrrschast« 18478 553 Spaz in stock 2817 120 Photograph,e-Atbum 6434 111 LaUip.atlmaschiu« 10140 828 Flafchenkorb Ilcher Geräte 18501 58 Fruchtpresse */e Ttzd Mess« unb Gabeln 2851 66 Patenttafche 6441 225 Handtasche 10489 877 Pserdeburste 14174 284 1 Paar Hosenträger 18525 200 2852 102 Vürßengarnitttr 6455 891 Tischdecke mit 6 Servietten 10496 95 Wafchdulte 14184 572 Lackiert« Zub« 18526 615 Fahrpntsche Spiegel 2872 518 Buch ^Pferdezucht) 6493 412 Wäscheleine 10521 498 Cleg. Bürftengarniwr 1*188 182 Aschenbecher 18533 2J0 2898 489 Schirm- u. Stockhalt« 6514 430 ßonipL ifdffelblech 10538 146 Thermometer 14169 217 Portemonnaie 18590 476 Haudloff« 2909 263 Nauchservice 6551 186 Handiuchstand« 10578 525 1 Garnuur landwirtsch. Geräte 14202 244 Leitttemeo 18636 178 Brieftasche 2935 593 Teig'chussel 6581 183 Älchettdecher 10616 294 Kiste Clga«en 14280 485 Waschgarnitur 87 Kopierpresse 2956 13 Nähmaschine 6705 131 Garnitur landw. Geräte 10639 94 Kiste PalmtUnscife 14321 214 Thermomel« (Min. ». vkax) Scheuerbürste, blechern Lichtbild, Gießen 18696 215 Th«momel« fmbu max.) Hunbehalsdanb Paunttalche 2996 8047 439 460 Buttermaschine Puygeschirr 6731 6751 519 416 1 Paar Handschuh« 2 Fl. Kailerdut« 10652 10719 82 416 Wringmaschine Walchkorb 14344 143s2 109 478 18722 18749 895 67 3075 825 Silvrrner 6ort 6756 560 Bogeiipeillch« 10743 21 Lclgemäldc,, Stillleben" 14388 800 Vogelkäfig 187,2 534 Waftelnseo 8126 845 Vorhängitschchett 6760 283 Bettvorlage 10828 312 Zuckerdofe 14400 881 Waffertrense 18771 810 Kandelaber 8130 127 1 Paar Eimer 6770 100 Vürslengarnitur 10876 490 Schirm, und Stockhalt« 14514 285 Bellvorlage 18774 824 Messerloed 8146 254 Regrnbecke 6787 227 1 Paar Gamasche« 10903 51 Kuckucksuhr 14618 401 Pferdescherre 18790 472 VidjibUö, Gieße» 8153 8217 8248 107 115 108 Bild, Vf erb Schtafdecke Scheuerbürste, blechern 6838 6855 6873 554 98 143 Spaz,«stock FarbeudruckbUb 1 Dyd. Handtüch« 10948 10950 10978 311 8b0 305 Kandelab« Halsi« vistienkartenschale 14626 14636 9 403 Grauschimmel, Wallach Pserdesche«e 18854 18880 18887 291 456 561 Spiegel StetlpeU'che Bogrupeitiche 8245 491 Retleetui 6874 383 Pferde.-vonimerdeck« 10983 279 Grflügelicheere 14682 594 Kamm unb Bürste 18889 43 Kuchenplalie 3262 334 Postkarten-Älbum 6903 181 Aschend.ch« 11003 194 Postkarten, sstldum 14766 330 Pferdedecke 18919 457 Zigarrenetui Servierdrett kreuzieiue 8290 3303 31 207 Blumentisch Briefkasten 6987 6991 169 521 Cngl. Lircularwage 1 Paar Handschuhe 11018 11081 156 302 Heckenscheere Wagenlaterne 14779 14802 4 269 Fuchsstute (Arbeitspferd) Wollene Decke 19u38 19087 493 240 3332 3347 459 4u5 Puygeschirr Deltkateß-Körbchea 7018 7061 153 468 Weckeruhr Puygeschirr 11047 11072 432 237 Schirmsiänder 1 Paar Stallhalst« 14844 14833 543 22 Handkoffer Regulator 19153 19215 542 567 Handloff« Schulranzen 3364 5h 3 Kille Cigarren 7127 65 Tragsattel 11082 53 Kuchengarnitur mit Brett 14868 545 Stegenichirm 19233 296 fli,K Cigarre» 8426 829 Pferdedecke 7155 24 Stahlstich, elngerahmt 11139 849 Epazierstock 15002 423 Portemonnaie 19283 348 Bierkrug 8432 8487 8554 8564 8569 453 541 870 202 529 Cieifchrank 1 Flasche Kognak Vrotlchneibemalchine Tianchier-Btsteck '/, Dyd. Mess« trab Gabeln 7 173 7243 7272 7276 7312 487 243 807 443 486 Schirm- und Stockhaller Keilriemen Vase Bügeleisen Waschgarnitur 11147 11157 11160 11250 11254 42 350 28 93 236 1 Paar Kuhgeschirre Spazierstock Dczimalwage Kiste Palinlliuseife Fahrhalfi« 15008 15084 15106 15115 15129 201 48 144 495 239 Photographie, -llbm» Cß- Service, 23ieilig 1 Dutzeub Handtuch« Toilettehalter Kreuzleine 19307 19362 19392 19409 19440 238 836 62 411 112 1 Paar Hosenträger Bnefwage Schrewtiichvorlage Kartoffel kschtopf Clagvie 8597 148 1 Photographte-Llbum 7331 73 Feldstecher 11255 242 Lettrtkmeu 15154 478 Handtasche 19525 69 Satteldecke 8o27 8639 8652 3634 3691 8692 8693 3720 3722 8752 38dl 851 566 499 844 295 445 18 589 281 Spazier,rock Schulranzen 7368 7873 4bo 255 Puygc,ch,rr Brllkolt« 11260 11298 101 221 Burstcngarnitur Waschgarnitur 15216 15221 331 455 Postkanen-Album Relkpeltsche 19560 19361 878 203 Pserdeburste Steiselasche NauchulL Handläschche« Kiste Zigarren 2 Fl. Roiltrbitt« Kleidcrschrank 1 Flasche Kognak Baumscheere Türvorlage Handtasche 7382 7883 7399 7430 7523 7534 7588 208 180 198 510 427 167 313 Cigarreukasten Hanbleuchter */, Ttzd. Messer unb Gabeln 1 Paar Hosenträger Kaffeemühle Fleischhackmaschine Zuckerdose 11322 11360 11391 11396 11456 11523 11527 426 10 555 342 60 152 406 Regenichlrm Lctgcmalve Waschletne Handläschchen fteolzith« Ctgarrenetui Telikateß-ftorbchen 15235 15250 15.-58 15281 15288 15294 15325 476 89 452 57 2V3 268 375 Hanbkoff« Mefferpuymaschine Cterschrank Fruchtpresse Kiste Cigarren Wollene Decke Tadarn 19589 19687 19722 19734 19770 19784 19878 86 827 846 70 568 503 276 TafeKervlce, 281eilig Pferdedecke Briefia che Sicife-Neceffaire Pnroleumkach« VinolfumDcringe Üklenmappe 104 477 7593 7626 39 192 Triuiiiphstuhl ft Ute Cigarren 11516 11548 231 646 1 Paar wollene Gamaschen 2 Flaschen Kognak 15382 15411 71 248 Cbiipreffe Bogenpeitsche 19990 226 1 Paar Gamaschen. 8338 8889 4 80 448 Stucklack Bohnenschneibmaschine 7614 7761 162 558 Fenster-Thermometer 2 Lckerlctnca 11559 11580 548 304 6 Schrupper Tischdecke 15422 15508 504 173 Linoleumoorloge Petroleumlampe D e ffie " Sfl?be betreffenden Lose der Stadiknabenschule mtttag« von 11 bf< 2 Uhr (auch Lonntag«) in Tmv'ang genonimen werden. 2618 o.rroertet Der ttrlöi naA Slbüm « J 2a£' btc übrigen»ewinne ^Wochen nach beendeter Jicuung au Kosten und tocmhr der Gewinner ausdewavrt. Ps«de und Zohlen werden nach 8 Tagen a„ ' i ^gnng der ("en.nner gehalten. Vier Wochen nnc.) der Ziehung sind bic nicht abqelwl.en Gewinne oeuaUciu Tie Uever- E i Bna,adct babiet»X ^w.nner f'ndel nur aui deren iXecl nung unb foc abr, sowie gegen Nachnahme der Lerpackungrk.sien fuut Man wolle sich d.eserhalb an Herrn Mtchard snqaacr oai-ter wenden. — Sie Ztehuugsltfte t|i für 10 Psg. pro Cxeinplar vo.n iborgciieiuuen zu bqitbex. v Gießen, den 26. März 1003. Die Pferdemarkt-K omurission. Fea» Kirch, ktadtoerordneter.