teste "<ä LLKL - »Ä ®t. 4)0««s Stag *'°so»^v °'E. *« L ife>fe it beöonnntoH bei ^rktberichn - ."f.™» Mn 6» bisito «ne StiEei »„ i™ N-s M, ^at-r fand Q°er eni fUtier Die Lanoleute , W Preise hervor, l feinen, die ein ** « Mgervieh “en hohen Ariosfeb ou immer noch honen Jtouier behaupten, iic ßrei)en des sfettvich« u Schluß des Mariles »d ,ll)weceren teiim^ >ehr unbedemcno. Die ttjyrachen den Preisen em Lorrcu. blieb ein I!I»g. i: uin ganzen Lande uswachen von Truppen, Freiwilligen desetzl LS e neue Tepeschenzensur m zum ersten Male in izialistischer Führer am n wollte, um gelegenl- ik-2eliklen im Leruhts ititeit Dem Absender n Selbe zurüägeschictl. b auf Sefefa der vaft gefallen, um bic \w\a lie^ener Unzeigers. berlain ist heute nach breise wurden chm era- i. hat sich h« «" 8«"‘ Benin- H-Ä-" Wt Mis-nli-m. 3^®™’ des Simbtä dtt &* i[b,(4uiin8* r die m jeoei Lnglnaisiasche eine tzk, kann daher t-- je^verdei^^^ b>sh»L d>° <* 9e,t«rfr”- |te6“; en ®Cit entbrannt : Mw» i<“& »t!w' 't i« bcdnrlt e-^totte«60 - tttn X;LrtOPcnet' Ä worden, ich ansestW naMuns glich. KÄrS h $el Scifcar'ifr fl? ’rnhi^Ä*' N Ls dtt n- jL,6ae ®e&reinc ÄÄ- 5 I j-Hr/ ä'> " FriedrichShorst bci Zwei Personen wurden Nr-. 49 •rfftetnt tSglich außer Sonnlag-. Dem Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem beffischen Landwirt die Siehener Zamitten- blätter viermal m der Woche betgclcflt Wotationsörud u. Verlag der Brüh l'schen Univer1.-B»lch- u. Stein» bruderei (Pietsch Erben) lUöaflton, Lrpedltloa und Drudere»: Echulstraße 7. Adresse tüt Deveschenr Anzeiger Gießen. AernlvrechanlcklußNr 51. Erstes Blatt. 153. Jahrgang FreitagS?. Februar 1903 GietzenerAnzeiger TUF General-Anzeiger w '6*iZ Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Ve-ug»pre«»i monatlich 76 Pl^ viert e» jährlich 'J)lL 2_2O; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 6v ^1.; durch die Post Mt.L.— oienel- läbrL ausschl. Bestell-. Annahme von Anzeige» hu die Iage6numrnet bi6 vormittag« 10 Uhr. tieilenprei«; lokal ILP^ abwärts 20 Psg. veraatwoilltch: tüt den poht u. allgem. Teil P Witt ko. tut .Stadl und Land* und .Gerichtssaal* 6 u tl Plato, tüt den An» zetaonteil Hon« Beck. Politische Tagesschau. DaS Geschenk des Kaisers. Man schreibt uns aus Berlin, 26. Februar: Es sind neuerdings Zweifel laut geworden, ob die jetzt in Bronzeguß vollendete Statue Friedrichs des Großen, das Geschenk Kaiser Wilhelms an die Kriegsakademie in Washington, in einer den Absichten des Stifters entsprechenden Weise ausgenommen werde. Die Zweifel gründen sich auf eine Zeitungsmeldung, derzufolge die Wajching- toner Regierung ein Hinausschieben des Dermins der Absendung des Denkmals wünscht, ivcil der für die Ausstellung bestimmte Platz angeblich erst hergerichtet werden müsse. Dian glaubt, Präsident Roosevelt wolle dem re- vublikanisch gesinnten Volke, dem die Aufstellung der Statue des preußischen Königs in Washington unerwünscht sei, hiermit eine Konzession machen, und man vermutet, daß es nicht die letzte Konzession in dieser Angelegenheit sein werde. Ein hervorragendes Mitglied der Berliner amerikanischen Kolonie ließ sich auf eine Anfrage in folgendem Sinne vernehmen: In der abweisenden Haltung einiger Rewyorker Blätter dürfe man nicht den Ausdruck der ösfent- licüen Meinung überhaupt sehen. Es liege für das amerikanische Volk ebensowenig Anlaß vor, das Geschenk abLU- lehnen, wie darüber in Begeisterung zu geraten. Ohne Zweifel werde die Statue an dem für sie bestimmten Platz den Besuchern der St. LouiLer LSeltausstellung sich präsentieren. Zur Streikgefahr io Holland. War Belgien bisher als das klassische Land der Arbeiterbewegungen bekannt, so zählten diese in Holland zu den Seltenheiten. Die phlegmatische Natur des Hollän- oers neigt weniger zu demonstrativem Vorgehen, als die leicht erregbare des Belgiers. Tie holländischen Arbeiter machten zum letzten Male von sich reden, als sie zurzeit des Burenkrieges die Befrachtung und Entladung englischer Schiffe in holländischen Häfen zu verweigern beschlossen, um dadurch dem englischen Handel einen schlag zu versetzen. Der Entschluß zeugte von Mitgefühl für die Buren, ließ sich aber, da Hollands eigene Interessen in Mitleidenschaft gezogen worden wären, nicht durchführen. Jetzt lenkt der drohende Generalstreik der organisierten Eis en - bah narbeiter Hollands die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich, speziell die der am Durchgangsverkehr nach Holland interessierten Staaten, darunter Deutschlands. Der Zwischenfall mag wie immer auslaufen — er leitet eine sozialpolitische Kampf-Aera in Holland ein. Auf diesem Gebiet haben die holländischen Ministerien der letzten Jahre mancherlei ^u tun übrig gelassen. Es wäre ungerecht, wollte man nur das zurzeit am Ruder befindliche Ministerium Kuyper sozialpolitischer Indifferenz bezichtigen. Auch tzjie Liberalen wandten, als sie die Regierungsgeschäfte führten, diesen Fragen geringes Interesse zu; sie beschäftigten sich hauptsächlich mit der Schulpolitik Ministerpräsident Kuyper gab im Parlament unumwunden zu, daß die Regierung durch den Ausstand der Eisenbahnangestellten tm Januar überrascht worden sei. Sie hatte also die Möglichkeit eines Streiks der organisierten Eisenbahner überhaupt nicht in Betracht gezogen und demgemäß zur Beseitigung der Störung im Eisenbahnverkehr keinerlei Vorsorge getroffen. Jetzt sollen die in aller Elle ausgearbeiteten und der Kammer vorgelegten drei Gesetzentwürfe zur Bekämpfung der Streiks das Versäumte wettmachen. Ob der Versuch glücken wird, steht dahin. Die nächsten Tage werden erregte Kammerverhandlungen bringen. Zwar darf die Regierung einer Mehrhell im Parlament sicher sein, aber es ist nicht ausgeschlossen, daß die Führer der Opposition an die organisierten 90 000 Arbeiter appellieren. Da die militärische Eisenbahnbrigade noch nicht geschaffen ist, würde ein Generalstreik zu schweren Konsequenzen führen. Preußisches Abgeordnetenhaus. 31. Sitzung vom 26. Februar. Tages-Ordnung: Fortsetzung der zweiten Beratung des Eisenbahnetats. — Abg. Marx (Ztr.) wünscht, daß die Telegraphisten höhere Bezüge erhalten und den Pofttelegra- phisten gleichgestellt werden. — Abg. O e s e r (fr. Vp.) Plai- diert für Erhöhung des Wohnungsgeldzuschusses für die unteren Beamten. Bei der allgemeinen Gehaltsaufbesserung feien einzelne Beamtenklassen in paritätischer Weise gegenüber anderen zurüctgesetzt worden. — Ministerialdirek- tor Wehrmann entgegnet,'die Regierung sei schon feit Jahren bemüht, diesen Wünschen der Beamten gerecht zu werden. — Abg. Kirsch (Ztr.) wünscht, daß,die Verwaltung den Eisenvahnbetriebssekretären das Ausrücken in die Tisenbahnsekretärftellen möglichst erleichtere. — Abg. Tr. Goldschmidt (fr. Vp.) plaidiert für Erhöhung des Wohnungsgeldzuschusses für Schaffner und Bremser. — Abg. Taub (nl.) bringt Wünsche vor betreffend die Betrrebs- inspektoren und Maschineninspektoren. — Abg. Kreitling (fr. Vp.) tritt für die Erhöhung der Bezüge der Lokomotivführer ein. — Abg. Pleß (Ztr.) vertritt die Interessen der Bahnmeister und verlangt Erhöhung des Wohnungsgeldzuschusses. — Abg. Krieger (fr. Vp.) verlangt, daß die Fahrtartenausgeberinnen ihren männttcyen Kollegen im Gehalt gleichgestellt werden. — Abg. Wall- brecht (nl.) tritt für die höheren technischen Beamten em. — Abg. Dasbach (Ztr.) meint, die Beschäftigung der Frauen durch die Eisenbahnverwalrung müsse aufhören, die Frauen dürften den Acännem nicht das Brot weg- nehmen. — Abg. Hofmann (nl.) fragt, ob schon versucht worden sei, die Bremserhäuschen auf den einzelnen Wagen zu Heizen. — Abg. o. Riep en h aufsn (tons.) bittet den Minister um Auskunft, wie er sich den von ihm zu- gesaaten welleren Ausbau des Amtes der.Bahnmetper denke. — Minister Budde sagt wohlwollende Prüfung aller vorgebrachten Wünsche zu; es sei aber eine der schwierigsten Ausgaben, den Wünschen aller Beamten gerecht zu werden. Im ganzen würden zur Fürsorge für die Arbeiter auf Grund der verschiedensten Titel, z. B. auch des Haftpflichtgesetzes, Unfallgesetzes usw., jährlich 12 441 000 Mk. aufgewendet. — Abg. v. Savigny (Ztr.) befürwortet, die Leistungen der Arbeiterpensionskassen zu erhöhen. — Abg. Schmidt- Warburg (Ztr.) tritt für die Wünsche der höheren Baubeamten ein. — Minister Budde entgegnet, er könne jetzt nicht alle Wünsche erfüllen, weil er Rücksicht aus die Finanzen nehmen müsse. Deutsches Keich. Berlin, 26. Febr. Der Kaiser sprach heute beim Reichskanzler vor und hätte später im königlichen Schloß die Votträge des Kttegsministers und des Chefs des General- stabS der Armee. Der Potsdamer Bürgermeister hielt heute abend bei dem Diner, welches der Ober-Präsident von Beth- mann-Hollweg veranstaltete, dem Kaiser über die Veruntreuungen des Bankiers Burghalter Vottrag. — Die kleinen Hochseetorpedoboote „8 14" und „8 76" erhielten, wie auS Kiel gemeldet wird, Befehl, den Kaiser auf der Fahrt WilhelmShafen-Helgoland-Breme rhafen als Depeschenbote zu begleiten. — Ein weiteres Telegramm meldet, daß das Linienschiff »Kaiser Wilhelm II." seine Probe- fahtt glücklich beendete und soeben nach Wilhelmshaven zur Anbordnahme des Kaisers für die Helgolandfahtt abdampfte. DaS Begleitschiff .Sleipner" folgte. — Beim gestrigen Geburtstage des Königs von Württemberg erschienen der Reichskanzler, der Staatssekretär und der Unterstaatssekretär des auswärtigen Amtes, sowie zahlreiche Mitglieder des diplomatischen Korps in der hiesigen wütttembergischen Gesandtschaft, um dem Gesandten ihre Glückwünsche für den König auszusprechen. Heute fand auf Einladung des Gesandten im „Kaiserhof" ein Festmahl zur Feier des Geburtstages statt. — Zur Fe'er des Geburtstages des Königs von Württemberg fand heute auf dem Kasernenhof des 1. Telegraphen-Bataillons eine Parade der Wütttembekger Abteilung statt. Dazu erschienen der Inspektor der Verkehrstruppen, Generalleutnant Werneburg, der Inspektor der Telegraphentruppen und sämtliche hierher abkommandietten wütttembergischen Offiziere. Rach einer Ansprache des Generalleutnants Werneburg folgte ein Parademarsch. Mittags fand eine besondere Festtafel statt, an die sich Theatervorstellung und Ball anschloffen. — Dem Vorsitzenden der Verwaltung des ReichSinoaliden- sonds, Wirkl. Geh. Oberregierungsrat Roe sing, ist die nachgesuchte Entlassung unter Gewährung des gesetzlichen Ruhegehalts erteilt worden. Der vottragende Rat tm Reichsschatzamt, Wirkl. Geh. Oberregierungsrat Platz, ist zum Vorsitzenden der Verwaltung des Reichsinoaltdenfonds ernannt worden. — In einem hiesigen Krankenhause starb gestern das Mitglied des preußischen Abgeordnetenhauses, Bandelow, Vertreter des 2. Breslauer Wahlkreises. Derselbe gehötte der konservativen Pattei an. — Die „Rordd. Allg. Ztg." schreibt: Die von der brasilianischen Regierung am 8. August 1902 angeordnete Beschränkung des freien Handelsverkehrs auf dem Amazonenstrom ist durch eine Verfügung des brasilianischen Finanzministers vom 20. Februar, außer für Kriegsmatettal, wieder aufgehoben worden. — In der heutigen Sitzung des Bundesrates wurde dem Ausschußantrage betr. Erweiterung des Frei- hafengebiets in Hamburg, sowie dem Ausschußberichte betr. Entlastung der Rechnungen der Kasse der Oberrechnungs- kammer und des Rechnungshofes des deutschen Reichs für die Rechnungsjahre 1899 und 1900 Zustimmung erteilt. — Eine Wahlparole soll man nach der Deutschen Volkswirtsch. Korr. „regierungsseitig" ausgegeben haben oder auszugeben beabsichttgen. Diese soll dahin gehen, daß für die Regierung nur solche Kandidaten annehmbar wären, welche sich erstens auf eine gesteigerte Schiffsbautätigkert und zweitens darauf verpflichten würden, von der Regierung dem Reichstage vorzulegende Handelsverträge sans Phrase anzunehmen. Nur Kandidaten, welche diese beiden Verpflichtungen bindenö eingingen, hätten auf die Unterstützung der Regierung zu rechnen. , t , Bochum, 26. Febr. Die Handelskammer hat auf eine Anfrage, welche Linienführung die Staatsregierung für den Dortmund-Rheinkanal in Aussicht genommen habe, heute vom Minister der öffentlichen Arbeiten die Antwort erhalten, daß die Emschertal-Linie nach wie vor zur Ausführung in Auspcht genommen sei. Essen (Ruhr), 26. Febr. Tie „Rh. Wests. Ztg." d e - m entiert entschieden die Nachricht Berliner Blätter, bei Krupp würde bereits an der U m g e st a l t u n g d e s d e u t- schen Feld-Artillerie-Geschützes gearbeitet und bis Oktober werde eine große Anzahl Rohrrücklaufgeschütze fertiggestellt sein. Es handele sich nur um Versuchs- § b e n, 26. Febr. Der König gedenkt sich im äfften Monat zu mehrwöchentlrcyem Aufenthalt nach dem Süden zu begeben. Gardone (Riviera) ist hierzu in Aussicht genommen. — Tie Königin-Witwe beabsichtigt, !ich am 2. März über Berlin naa) Brüssel zu einem vier- zehntägigen Besuch der gräflich Flanderschen Herrschaften zu begeben. Sic gedenkt dann etwa drei Wochen in St. Juan les Pins ber Antibes Aufenthalt zu nehmen. — Die sächsische Regierung wird, wie es heißt, im Bun» desrat gegen die Aushebung des § 2 des Jesuiten» g e s e tz e s stimmen. München, 26. Febr. Die „Münchener Post" erfährt aus „ausgezeichneter Berliner Quelle" (?), der Kaiser teile die vieifaü; geäußerten Bedeuten über diebay rische Ministerkrisis nicht. Er habe gesagt, das Ausscheiden von Protestanten aus dem Ministerium sei eine Genugtuung für die Klerikalen, wodurch der R e i ch s g e d a n k c und die Kaiseride.c gefördert, der ^Partikularis- muS der Klerikalen aber entwaffnet werde. Wahlbeweguug. In Wetzlar-Altenkir^en ist vom Bund bet Landwirte als Reichstagskandidat der Landwirt Keiner ausgestellt worden. Ter deutschsoziale Kandidat Dr. Giese Hal also nicht die Zustimmung des Bundes gesunden. Ausland. Kopenhagen, Febr. W e dem Ritzausck>enBureau aus Helsingsors gemeldet wird, sind 11 Mitglieder des Hofgerichts in Abo, sowie der Advokatfiskal-Sekretär und drei Notare desselben Gerichts ohne Pension verabschiedet und sieben neue Assessoren ernannt worden, weil das Hosgericht infolge Privalllagen über die Haltung des Gouverneurs Kaigorodow in Helsingfors bei den Straßen- denwnstrationen im April 1902 eine Untersuchung gegen Kaigorodow eingeleitet hatte. London, 26. Febr. Unterhaus. Bei der fortgesetzten Adreßberatung bringt Howard Vincent lEonf.) einen Abänderungsantrag ein. Der Antragsteller erklärt, daß die neuerdings bedeutend erhöhte Einwanderung mittelloser Fremden nach Estend in London eine schwere nationale Gefahr bilde und die Wohlfahrt, die Ar- beits- uiid Wohnungsverhältnisse der englischen Arbeller- llassen in ernster Weise in Mitleidenschaft ziehe. Redner fordert die Regierung auf, einen entsprechenden Gesetzentwurf einzubringen, indem er darauf hinweist, daß die Zahl der iw letzten Jahre, in Englatid angekommenen Fremden 81402 beträgt gegen 70610 im Jahre 1901. Unter diesen Fremden sei eine beträchtliche Anzahl Bestrafter gewesen. Auch die Zahl der Ausländer in der Handelsmarine sei bedenklich gestiegen. Ter Handelsminister erwidert, die Regierung erfenne die Schwierigkeit der Einwanderungsfrage an. Eine Kommission ist mit eingehender Prüfung der Angelegenheit betraut. Brüssel, 26. Febr. Gestern abend fand hier unter starkem Andrang das Meeting zu Gunsten der Macedonier und Armenier statt. Es gelangte eine Tagesordnung zur Annahme, worin die Versammlung ihr Einverständnis mit der in Paris angenommenen Tagesordnung erllärt und die Ausführung der Bestimmungen des Berliner Verttags öerlangt. — Gestern wurde sellens der Gerichtsbehörde in dem anarchistischen K'lublokal in der Vorstadt St. Gilles eine zweistündige Haussuchung Dorgenommen und mehrere Briefe von Mitgliedern des Brüsseler Anarchistenklubs, sowie eine Liste derjenigen Mitglieder, welche an dem demnächst in London statlfindenden Anarchistenkongresse teilzunehmen beabsichtigen, beschlagnahmt. Tie Haussuchung soll auf Grund von Tatsachen erfolgt sein, welche durch den Pvozeß gegen Vandermeulen wegen des Attentats gegen einen katholischen Abgeordneten zur Kenntnis der Behörde gelangten. Paris, 26. Febr. Die Kammer verhandelte heute über das dritte provisorische Zwölftel. In einem Entwurf wird der Finanzminister Rouvier ermächtigt, 1903 2 5 0 Millionen Obligationen zu festem Kurse auszu- geben, um die ungenügenden Ergebnisse des Finanzjahres 1901 und 1902 zu decken. Abg. Ribot fürchtet, daß man gezwungen sein werde, auf eine Anleihe zurückzugreiken. Der Finanzminister erwidert, er könne gegen Die schlechte Finanzlage nichts tun, wenn die Kammer nicht dahin einwillige, die Ausgaberi herabzusetzen und für geroipe Zeit den Finanzen eine Erholung gönne. Finanzielle Schwierigkeiten sind in allen Staaten Europas vorhanden, ausgenommen Italien. Der Entwurf wird hieraus angenommen. — Der Senat nahm die letzten Artikel der Gesetzes Vorlage betteffend die zweijährige Tienftzeit an. Sodann bewilligte der Senat ein drittes provisorisches Zwölftel. — Wie verlautet, ist die serbische Anleihe sieben bis acht Mal überzeichnet worden. \ Bern, 26. Febr. Wie verlautet, beabsichttgt die deutsche Regierung den Staaten die Revision der Handelsverträge vorzuschlagen. Die Kündigung der bestehenden Berttägc würde folglich nicht erklärt, und diese würden in Kraft bleiben bis zur Perfektion der neuen Vereinbarungen. Materiell kommt dieser Modus, mit dem die Schweiz einverstanden sein dürfte, einer Kündigung gleich. New York, 26. Fcdr. Tie Polizei legt den Angaben des verhafteten jungen Schweizers Francois Hirtzel, der von einem Anarchistenkomplott gegen' europäische Herrscher gesprochen hat, Wichtigkeit bei, indessen fehlt es an Material, das diese Annahme der Anarchiftenbill, wie sie in dem Kvnserenzkomllee festgestellt wurde, veranlasse. Washington, 25. Febr. Tie verbündeten Mächte erwägen noch Bowens Entwurf. Inzwischen verhandelte Bowen mit anderen Mächten und hofft, das Protokoll mit Frankreich in dieser Woche zu beenoigen. Tas Protokoll mll den Ni-ederlanden ist bereits fertiggestellt, doch ein Schiedsrichter noch nicht ernannt Die Reifeprüfung am Gr o ßh. Ghmna- Vermischtes. den ihr Zu der 3. März wird voraussichtlich Frau Marie Jenny Benefinz haben. N. Benefiz für Frl. Margarethe Feige, orem gestrigen Benefiz hatte sich Frl. Feige die Rolle Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Von der Budgetkommission deS Reichstages wurden bewilligt die Forderungen zum Neubau von Magazingebäuden in Mainz. * Berlin, 26. Febr. Wegen Sittlichkeitsverbrechen wurde gestern der Klavierlehrer Wilhelm Hannibal verhaftet, der schon wegen des gleichen Verbrechens mit Zuchthaus vorbestraft ist. Berlin, 26. Febr. In der vergangenen Nacht wurde in die MelanchtHon-Kirche in Spandau eingebrochen und sämtliche wertvollen Kirchengeräte gestohlen. Die Täter konnten bisher nicht ermittelt werden. * Braunschweig, 26. Febr. In dem zu den Braun * schweizer Kohlenwerken gehörigen Nordschachtc Suepplingen wütete gestern abend ein gewaltiges Schadenfeuer. <$m zirka 20 Meter hoher Förderturm, das KesielhauS sowie die anliegenden Gebäude wurden zerstört. Der Schaden belauft alt sechsstündiger Sitzung mit dem crfreulidien Ergebnis ihren Abschluß gefunden, daß die 23 Prüflinge bestanden und 16 davon vom mündlichen Examen befreit werden konnten. Dem Der- Aus Stadt und Land. Gießen, 27. Februar 1903. *• In der geheimen Stadtverordnetensitzung wurden gestern die Bezirksvorsteher und deren Stellvertreter wieder-, bezw. neugewählt. Wir lassen nachstehend die Namen folgen: 1. Bezirk: Vorsteher: Traber, stellv. Vorst.: Riebel; 2. Bezirk: Vorst.: Senner (bisher Döring), stellv. Vorst.: Wolf; 3. Bezirk: Vorst.: Wilk er, stellv. Vorst.: Nöding (bish. Eichenauer); 4. Bezirk: Vorst.: Tauern- Heim (bish. Eich), stellv. Vorst.: Hahn; 5. Bezirk: Vorst.: Schneider, stellv. Vorst.: Troß; 6. Bezirk: Vorst.: Büttner, stellv. Vorst.: Dr. Ebel (bish. Neuling). "Postverkehr mit den Besatzungen Sr. M. Schiffe in den westindischen Gewässern. Nachdem die Blockade gegen Venezuela eingestellt worden ist und damit das mobile Verhältnis der beteiligten Streitkräfte auf- gehört hat, können Postsendungen an und von Personen der Besatzungen S. M. Schiffe in den westindischen Gewässern nicht mehr als Gegenstände der Feldpost zur Beförderung gelangen; es kommt daher die nach der Bekanntmachung vom 11. Januar zuqestandene Portofreiheit und Portoermäßihung in Wegfall. Für den Postverkehr mit diesen Schiffsbesatzungen gelten von jetzt ab wieder die im Verkehr mit den deutschen Kriegsschiffen im Auslande allgemein bestehenden Portosätze. Gast. Montag gastiert Herr Dietzsch zum zweiten und letzten Male als „Pfarrer von Kirchfeld". Am Dienstag der Plan ausführlich durch den Referenten erörtert war. ** Tie Reifeprüfung u... - Schon in diesem Frühjahr wird in den Kreisen Alsfeld sium hat am 26. Februar unter dem Vorsitz des Herrn und Friedberg im Anschluß an die dortigen Ackerbau- Geh. Obcrschulrats N v d n a q c l in fast sechsstündiger Sitzschulen, in Gießen auf den Versuchsfeldern der Universität '•— v1 •* 9 mit der Ausführung der Sortenanbauversuche begonnen werden, der streik Büdingen wird im nächsten Frühjahre _______tvv*,uvll folgen. Auf diese vier Kreise wird man sich zunächst bei nehmen nach steht die -Neuordnung der Ferien in dem von uns beschränken. — Ter 3. Punkt der Tagesordnung be- der Mehrzahl der Väter gewünschten Sinne (sechswöchige trnfft die Errichtung zunächst einer Ziegen-Zucht- Herbstferien von Beginn August unmittelbar bevor. stativn iw Kreise Lautcrb ach auf der Jungviehweide § Butzbach, 26. Febr. Ein l8jähriger Metzger- bei Lauterbach. Hierüber referiert -Abg. K o r e 1 l - Leusel, gehilfe hier wurde heute in Untersuchungshaft Seit Jahren wird die Erfahrung gemacht, daß das aus gebracht, weil er gestern abend im Pferdestall seines Dienst» dem ^aan.cntal im Berner Oberlande ein geführte ausgezeich- Herrn durch Anzünden von Stroh eine Brandstiftung bet» netc Zuchlmaterral von Ziegen der Saanenrasse sich unter sucht haben soll. Dem rechtzeitigen .vinzukommen eines nn,eren klimatischen Berhältnisstn nicht immer gut „artet", Knechtes lediglich hat es der Eigentümer des Anwesens Nicht selten erkranken die Tiere oder gehen ein, wenn zu danken, daß ein Umsichgreifen des Feuers verhütet wurde, rtzneii der Uebergang aus den gewohnten Verhältnissen — Heute nachmittag gegen 4 Uhr zog ein von Gewitter **'"*'"' ***—-*• ■' *iame Haltung und begleitetes Unwetter über unsere Gegend; auch kurz nach 5 Uhr hatten wir heftigen Sturm und Regen. 8g. Friedberg, 27. Febr. Wie verlautet, soll die Sektion Oberhessen der Gesellschaft für soziale Re- _ § 4. Ter Sitz des gemeinschaftlichen Theaters ist Gießen; die Spielzeit dauert vom 1. Oktober bis 81. März. Als regelmäßige Spieltage werden an Wochentagen für Gießen Dienstag und Freitag, für Marburg Donnerstag festgesetzt. Von je drei Sonntagen ist an zweien in Gießen, an einem in Marburg zu spielen. § 5. sich auf zirka 300 000 Mk. Die im Schachte befindlichen 80 Tie zur Ausführung dieses Vertrags etwa erforderlichen Bergleute konnten sich durch einen Lustschacht in Sicherheit weiteren Vereinbarungen werden durch die Theaterkommissionen bringen. be,fce$.egai‘‘ gTogfeufser. Im ,L>berMes. Anz." lieft ’® ff1 * * * * * * *’?“'9/ RechtSpraktikant N-nsel man: „An unsere Herren Referenten.' Wir richten hiermit öon Aschaffenburg hatte an einem hiesigen Rentier wegen emes die Bitte an unsere Herren Referenten, fortan über Vereins- angeblichen SittlichteitSdelikteS Erpressung versucht, war Versammlungen und Feste kurz und bündig zu berichten, deswegen verhaftet, aber vorläufig wieder auf freien Fuß gesetzt nicht aber Referate zu senden, die wohl als Vereinspvoto- worden. Er ging flüchtig und wurde nun dieser Tage in kolle, nicht aber für die Aufnahme in die Zeitung geeignet Italien verhaftet. sind „Die Eröfftiung der Sitzung" die Begrüßung der * Kulmbach, 26. Febr. Seit heute vormittag brennt Erschienenen , Verlesung des Protokolls" der letzten Sitz- ein Teil der Stadt Steinach. Der Kirchturm ist be- ung , „^anik des Vorsitzenden an die Redner", „Schluß reife eingestürzt. 9" L"'' Vorgänge, die in jeder Versammlung ' Krakau, 26. Febr. An mehreren Stellen Galiziens Ä* S -Hervorhebung nicht be- ist die Weichsel über di- Ufer getreten und hat weite Stoßscufzer an. Dauptbestrcben Z^ng ist es, Strecken Land überschwemmt. In mehreren Gemeinden sind so abwechslungsreich als möglich zu sein. Unsere werten “,c '=aaten °°2'3 vernichtet, der Schaden ist sehr qrah. Der ständigen und gelegentlichen Mitarbeiter, die selbst ein In- Bezirkshauptmann von Rozmce, der die Rettungsarbeiten in teresse daran haben, möglichst viel Neuigkeiten aus der feinem Kreise leitet, war mehrere Tage vom Wasser emge- Zeitung zu erfahren, seien darum gebeten, sich stets recht schloffen, konnte aber schließlich gerettet werden. kurz zu fassen und namentlich altes lieberflüyigc zu vA> Dien, 26. Febr. In der Schönbrunnerstraße wurde m£l"en* heute nachmittag ein Radfahrer, welcher einem Motor- I Berlin, 26. Febr. Tin mutiges Rettungswerk hat ein Fräulein Minna Sinnert voll führt. Tie Frau eines Feldwebels von einem hiesigen Garderegiment passierte mit ihren zwei Kindeni den oberen Teil der Friedrichstraße, als das etwa dreijährige Kind sich unbemerkt von der Mutter losriß und den Damm zu über- chreiten versuchte. In dem Augenblick, als das Kleine auf dre Gleise der Straßenbahn gelangte, kam ein Straßenbahnwagen in voller Fahrt heran. Eine Dame bemertte die Gefahr, in der sich das Kind befand, und versuchte das- elbe zu retten, indem sie sich kurz vor dem Wagen über das Kind warf und es mit ihrem Leibe deckte und mit den Armen schützte, während sie von dem noch immer in Bewegung befindlichen Waggon gegen Lehn Meter weit vorwärts gestoßen wurde. Das Kind war dank dem mutigen Eingreifen der Dame ohne jede Verletzung davongekommen, während die Retterin, der das Publikum stürmische Ovationen darbrachte, anscheinend starke Quetschungen erlitten hat. in die neuen nicht durch sehr aufmerksc Pflege erleichtert wird. Die Käufer solcher Tiere — Gemeinden ober Private werden durch solche Mißerfolge leicht entmutigt und die Ausbreitung guten Materials dadurch in der Provinz gehemmt. Tie Schwierigkeiten müssen behoben werden. Tie Ausbreitung der Ziegenhaltung hat sich gerade unser Provinzialverein im Interesse der kleinen Leute, für die die Haltung einet Kuh unwirtschaftlich oder gar unmöglich ist, zur besonderen Aufgabe gemacht. Ta die Erfahrung lehrte, daß die hier gezüchteten Ziegen der Saanenrasse sich ohne erhebliche Verluste unseren Verhältnissen gut anpaßten auch ohne ihre guten Eigenschaften, besonders die Milchergiebigkeit dabei einzubüßen, so kam man zu dem Plan, Zuchtmaterial für Gemeinden und Private auf besonderen Stationen heranzuziehen und jenen zu angemessenen Preisen abzugeben. Es wird beschlossen, noch in diesem Frühjahr die Ziegen- mchtstation Lauterbach zu eröffnen und das Präsidium des Provinzialvereins zu ersuchen, mit der Stadt Gießen in Verbindung zu treten, um in der Gemarkung Gießen im Laufe des Jahres eine Ziegenzucht st ation eröffnen zu können. — Auf den Jungviehweiden für Rinder und Fohlen in Lauterbach, Zell und Tiergarten werden Ergänzungsbauten notwendig, um die in Die Sommerfrische ziehenden zahlreichen jungen Rinder und Fohlen angemessen unterzubringen. Auf diesen Jungviehweiden, die im Walde oder wenigstens am Walde in der Regel auch an Waldbächen liegen, finden die Tiere unter Aufsicht eines Wärters gute Weide, freie Bewegung in Berg und^Tal, Unterkunft und Futter in güt eingerichteten luftigen Stallungen. Die Kette, die die Tiere den Winter über an einen Platz Tag und Nacht fesselte, ist zu Hause Marie im „Muttersegen" ober „Die Perle von Savoyen" gewählt. Der Wett des Stückes ist gering, die Charakterzeichnung ist oberflächlich, zum Teil direkt unnatürlich. Trotzdem bietet das Stück eine Reihe dankbarer Rollen. Die Leistungen der Darsteller aber waren durchweg vorzüglich. Hervorheben möchten wir die Chonchon der Frl. Sieg, die auch gesanglich recht gutes leistete. Den Haupterfolg des Abends hatte Frl. Feige als Marie. Sie wußte allen Anforderungen dieser nicht leichten Rolle aufs beste nachzukommen. Ihre entzückende Naivität in der Unterrichtsstunde, ihre wilde Verzweiflung nach dem Besuch deS Vaters und ihre Darstellung der Wahnsinnsszene am Schluß, das waren alles künstlerisch völlig harmonische und ausgeglichene Leistungen. Am Schlüsse jeden Aktes wurde der Künstlerin denn auch begeistetter Beifall zuteil, und die zahlreichen, zum Teil prachtvollen Blumenspenden, die ihr überreicht wurden, legten beredtes Zeugnis ab von der großen Beliebtheit, deren sich die Künstlerin in allen Kreisen der Bevölkerung erfreut. ** Die Ausschußsitzung des land Wirtschaf t- lirben Vereins für die Provinz Ober Hessen fand gestern nachmittag im Prinzen Karl hier statt und war, wie stets, gut besucht. Es fehlten einige Abgeordnete des Reichstages und des Hess. Landtages, auch mehrere andere Herren waren abgehalten. Der Vorsitzende begrüßte msbesondere die Vertteter der Regierung und des Hessischen -xmdwirtschaftsrates. Es wurden 24 Mitglieder neu ausgenommen. Dann referierte Herr Schabe-Altenburg erschöpfend über den Plan der S orten an b au v er such e U"f^er hauptsächlichsten Feldfrüchte. Dem Landwirt steht jedes Jahr eine solcye Menge neugezüchteter Arten von Feldfrüchten zur Verfügung, daß ihm der Kopf brummt, wenn er die mit ausgiebiger Reklame begleiteten Angebote der verschiedenen Sämereien prüft. Die Auswahl, die richtige Beurteilung ist ihm unmöglich, es ist meist em unsicheres Hineintappen, wenn er auf gut Glück eine hochgepriesene Neuzüchtung gegen schweres Geld erwirbt. Die Sortenanbauversuchc, btc in allen drei Provinzen unter einheitlicher Leitung des Hess. Lanbwirtschaftsrates mit bestimmtem aus derselben Quelle stammendem Saatgut vorgenommen werden, sollen Klarheit darüber schaffen, welche Getreidearten, welche .startoffel- und Rübensorten unter Berücksichtigung aller Verhältnisse für bestimmte Gegenden unseres Hessenlandes die empfehlenswertesten sind. Dabei ist vorgesehen, daß der Anbau unter normalen Verhältnissen, besondere bei normaler und gleichmäßiger Düngung vor sich geht. Professor Alb er t wird sich mit feinen ihm zur Verfügung stehenden Versuchsfeld em beteiligen und unter seiner Mitwirkung und Leitng werden die Versuche zur Ausführung gelangen, und voraussichtlich Resultate zeitigen, bte unsere Landwirte in die Lage bringen, mit Sicherheit da§ für ihre Feldlagen passende Saatgut iit der Folge auszuwählen. Die Versammlung bejMoß m dem angebeuteten Sinne vorzugehen, nachdem form die Gründung einer Oberhesfischen Baugesell- schast für Arbeiterwohnungen planen. Da mit der praktischen Tätigkeit auf dem Gebiete der Wohnungsftage alsbald begonnen werden soll, dürfte die Realisierung des Planes in nächster Zeit zu erwarten sein. Dieses Vorgehen der Sektion Oberhessen wird wohl von jedermann mit Freuden begrüßt werden. v Sichenhausen, 26. Febr. Heute fand in den Distrikten Mühlberg und Enzigsberg hiesiger Forstwartei eine Brenn- und Nutzholzversteigerung statt. Die Versteigerung war gut besucht, und es wurden hohe Preise erzielt. Fichtenstammhol', kostete im Durchschnitt 18 bis 22 Mark, Fichtenderbstcmgen 16—18 Mark pro Festmeter, Bnchenscheinthvlz 1. Klasse 5,10—5,30, solches 2. Klasse 3 bis 3,50 Mk., Buchenstöcke 6—7 Mk., Buchenreisig 80 Psq. bis 1,20 Mk. pro Raummeter. § Eschenrod, 26. Febr. Beim Nachhausefahren sprang ein hiesiger Gastwirts während des Fahrens vom Wagen, kam zu Fall und zog sich bedeutende Verletzungen am Kopfe zu, die soforttge ärztliche Hilfe nötig machten. ,0 Selters, 26. Febr. Gestern starb der langjährige hiesige Beigeordnete Philipp Spahn HI. Eine Lungenentzündung brachte dem sehr kräftigen 68jährigen Mann den Tod. Offenbach, 26. Febr. Eine Gasexplosion hat sich heute früh um 6 Uhr in der ObermainstraUe an der Stelle, wo der Große Biergrund in dieselbe einmündet, ereignet. Dort waren mehrere Arbeiter damit beschäftigt, einen Nebenstrang an das Haupttohr der Gasleittmg an- zulegen. Plötzlich begann das Gas heftig auszusttömen: es entzünbete sich sofort an einer einige Meter entfernt stehenden brennenden Straßenlaterne, sobaß vier in dem Rohrschacht befindliche Arbeiter wie in einer Feuersäule standen. Sie erlitten zum Teil sehr erhebliche Brandwunden an Gesicht und Händen. M a i n z, 25. Febr. Die Schiffer Kärl Wihel aus Gernsheim und Andreas Kigzer aus Weiler wollten in vergangener Nacht nach ihrer Angabe ein Mädchen Namens Winkler von hier mit auf ihr Schiff nehmen. Bei dieser Gelegenheit sei das Mädchen ausgeglitten, in den Rhein gestürzt und ertt unken. Die beiden Schisser wurden vorläufig in Haft genommen. § L Tie Städte Gießen und Marburg verpflichten sich zur Unter- Itutzung eines gemeinschastllchen Tbeaterunternebmens (Städtebund- theaters) vom 1. Oktober 1903 ab zunächst für die Dauer eines Jahres. Der Vertrag gilt stillschweigend als jedesmal für ein weiteres Jahr verlängert,, wenn nicht bis zum 1. Dezember eine Kündigung erfolgt ist. Im ersten Jahre ist die Kündigung noch bis zum 1. Februar zulässig. Wird einer der zwischen beiden Städten und dem Theaterunternehmer abgeschlossenen Verträge von diesem rechtzeitig gekündigt, so gilt dies als rechtzeitige Kündigung auch dieses Vertrags; von einer derartigen Kündigung hat jede Stadt der andern unverzüglich Mitteilung zu machen. Die beiden Städte verpflichten sich, die zwischen ihnen und den, Theater Unternehmer abgeschlossenen Verträge nur in gegenseitigem Einverständnis zu kündigen. §' 2. Tie Stadt Gießen gewährt dem Theaterunternehmer einen Jahreszuschuß von 3000 Mk., die Stadt Marburg einen solchen von 1500 Alk. Die Verwendung dieser Zuschüsse regelt jede Stadl selbständig. „ Im übrigen wird das Verhältnis der vertragschließenden Städte zu dem Theaterunternehmer durch Sonderverträge näher bestimmt. _ § 3. Die vertragschließenden Städte verpflichten sich, während der Dauer dieses Vertrags keine andere gewerbsmäßige Theaterunternehmung durch Gewährung von Zuschüssen zu unterstützen, noch auch einseitig mit anderen Städten Verträge zum Zweck der Begründung oder Unterstützung eines gemeinschaftlichen Theater- unternehmens abzuschließen. ♦* Das Verordnungsblatt für die evang. Kirche des Groß-Herzogtums 5>cssen Nr. 2, ausgegeben am 21. Februar d. I., enthält: 1. Ausschreiben 9tt. 3 vom 17. Januar 1903, bett es send Gesuch des Vereins für Innere Mission in Metz urni Bewilligung einer Hauskollekte. — 2. Bekanntmachung vom 6. Februar 1903/ betreffend die Notenabstufung bei der theologischen Schlußprüfung. — 3. Dienstnachrichten. Ernannt wurden: Pfarrer Schnell- bächer zu Wahlen zum Pfarrverwalter in Güttersbach, (Dekanat Erbach (unter Aufrechterhaltung seiner dienst- pragmatischen Rechte als Pfarrer): Pfarrassistent Loch zu Vilbel zum Pfarrverwalter in Großen-Buseck, Dekanat Gießen: Pfarramtskanbibat Römheld in Darmstadt, zuletzt Pfarrverwalter zu Ettingshausen, zum Pfarrassistenten in Vilbel, Dekanat Rodheim. 4. Aufforderung zur Bewerbung. Zur Wiederbesetzung werden ausgeschrieben: die evang. Psarrstelle zu Altenstadt, Del. Rodheim: die evang. Pfarrstelle zu Fr e i e n st e in au, Dek. Lauterbach; die evang. Pfarrstelle zu Schwickartshausetl, Dekanat Nidda, die evang. Psarrstelle zu Okarben, Dek. Rodheim (mit einstweiliger Verpflichtting zur Vcrsehung des Dienstes geblieben, Knochen,' MusMn und Sehnen, Lunge ' und in Petterweil). Herz können sich unter den günstigen Einflüssen des Weide- ”* Vom Volksbad. Aus dem Vorstand des Volks- ganges gut entwickeln, alle Vorbedingungen, unter denen oadeS scheidet statutenmäßig in jedem dritten Jahre ein Mit- ein gutes Zuchttier für die Folge entsteht, sind gegeben. — glich auS, und es wird deshalb eine Ergänzungswahl not- Anträgen, die Ergänzungsbauten alsbald vorwendig. Diesmal schied Geheirnerat Prof. Dr. Gaffkv aus. Aunehmen wurde unter gewissen Vorbedingungen nach emstlmmtg nuedergewahlt. Vogelsberger Vieh beschickt werden. Tie Mittel stellt der Aus dem Theaterbureau. Arn Sonntag den Provinzialverein zur Verfügung. — Die übrigen Gegen- L, Marz, nachmittags 4 Uhr, findet nach langer Pause wieder stände der Tagesordnung haben kein allgemeines Jnter- eine Kindervorstellung statt und ist hierfür eines der esse, erledigten sich ohne besondere Schwierigkeiten, so reizendsten Märchen, „Rotkäppchen", in der Bühnen- daß der Vorsitzende gegen 5^2 Uhr die angeregten Verhano- bearbeifung von Sophie Hennig ausgewählt worden. Abends Zungen schließen konnte. Voraussichtlich noch im März 8 Uhr gelangt das vieraktige Lustspiel „Der Veilchen- et eine weitere Ausschußsitzung statt. fresser" von G. v Moser zur Aufiubruna mit .'Herrn < Vereinigtes Theater Gießen-Marburg. Hubert rmm AtnhHhPAfor b-T Ara der"gestrigen geheimen Stadtverordneten-Versammlung ri m n Freiburg t. B. als wurde der Vertrag zwischen Gießen-Marburg und ™-‘-----51 r-w™ dem neugewLhlten Theaterdirektor Steingötter ge- nehmigt. Ter Vertrag, der von Marburg bereits genehmigt ist und die Unterschriften des Oberbgm. Mecum und der Magisttatsmitglieder in Marburg trägt, hat folgenden Wortlaut: der gleitet ijt. der Telephonischer Kursbericht. f raukiurl ».X»., 27. Februar 4* 2% Oeaterr. ailberrente 101.25 15 Trilby 1) 11. 31 hat' tät: Altes autisept sch. 1618 2) 3) 4) . 102.35 . 103.80 . 51.80 . 32.60 . 30 30 . 132 40 47.10 20 Nadelholz-Stämme mit 8,63 Fstm., 21 Rin. Eichen-Schichtnutzholz. 4% Ungar. Goldrente . , 4°/ Italien. Rente . . . 4* 2% Portugiesen . . . i°/ Portugiesen. . . . 1% C. Türken . . . Türkenlose..... 4% Uriech. Monopol.-Anl, 4* 7 % äussere Argentiner 3% Ob< i sson 4% Oescorr. Goldrente 378% 3% 3V,% 3°/o Sl/2% 55 106 552 1516 960 1) 2) 3) 4) 5) K) 7) Abends 8 Uhr: Bibelstunde im Konsirrnandensaal Johannesktrche. 1. Johannesbrief, Kap. 5, 13—21 (Schluß): Hauptwahrheiten, bet denen die Gemeinde bleiben folL Pfarrer Tr. Nauman n. Drirfkallen der Aedalilion. (Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.) ft. V. Ter unlängst verstorbene Ehren-Doklor der Gießener Universität, Karl von Scherzer, war in feiner Jugend Setzerlehr- ling. Er starb als bevollmächtigter Minister. St. Tas Eingesandt in Nr. 47 des Gieß. Anz. bezieht sich aus keinen unserer Gießener Mitarbeiter. ! Hessen und den xyn M Neubau von Reichsanleihe do. Konsole « do . . TL ««en Jlcucltr UlelölUiaen. Originaldrahtmeldungcn des Gießener Anzeigers. 9t B. Darmstadt, 27. Febr. Der hauptsächlichste Gegenstand der heutigen Verhandlungen der zweiten Kammer, der saft die ganze Sitzung auSfüllte, war Kapitel 36, Etat der Landesuniversität, in Verbindung mit der Anfrage Köhler, betr. die Besetzung des Lehrstuhles für Nationalökonomie an der Landesuniversität. Staatsminister Rothe gab namens der Regierung eine Erklärung ab, in der in entschiedener Form der Antrag Kühler auf Errichtung einer 2. Professur für Nationalökonomie abgelehnt wird. In der dann folgenden Besprechung sprach Abg. Köhler sein Bedauern über den schroff ablehnenden Standpunkt der Regierung aus. Abg. Brentano (Zentr.) verteidigt den Antrag Köhler, der einen zweiten Lehrstuhl für Nationalökonomie an der Landesuniversität mit besonderer Berücksichtigung der landwirtschaftlichen Interessen errichtet wissen will, und erklärt den Antrag für durchaus berechtigt. Das schroffe Vorgehen des Professors B i e r m e r verurteilt Redner aufs schärfste in längeren Ausführungen. Abg. Dr. David (Soz.) verteidigt das Verhalten des Professors Biermer, der in seiner Art sich gewehrt habe. Abg. Dr. Gutfleisch spricht sich scharf gegen den Antrag Köhler aus. Nach längerer weiterer Debatte wird von 31 Mitgliedern ein Antrag gestellt, in dem die Regierung um Eröffnung einer zweiten Professur für Nationalökonomie mit besonderer Berücksichtigung der agrarischen Verhältnisse ersucht wird. Die Sozialdemokraten beantragen darauf die Errichtung einer dritten Professur für soziale Politik. Schluß der Sitzung um i/*2 Uhr. Nächste Sitzung i/24 Uhr. Bonn, 27. Febr. Ter Kronprinz hat sich gestern abend in offizieller Kneipe von dem B o r u f s e n - K o r p s verabschiedet und kehrte heute nach Berlin zurück, um am Sonntag gemeinsam mit dem Prinzen Eitel Friedrich jiu'tu-t'j Tikate nu mt Stempel „Mästu" verlange man bei: Robert Haas Nacra., Seltersweg. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Sonntag Jnvoeavit, den 1. März. Vormulags 9'„ Uhr: Piarrer Schlosser. Vormittags 11 Uhr: Kindertirche für die Markusgerneinde. Pfarrer Schlosser. Abends 6 Uhr: Pfarrassistent Vogt. Beichte und heiliges Abendmahl für Matthäus- und Mar- cuSgeinernde. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. . 103.20 . 93.30 . 103.05 . 93.20 . 101 40 . 100.00 . 103.— Nutzholz - Versteigerung. Mittwoch den 4. März kommt in dem Gemeindewald zu Frankenbach folgendes Holz zur Versteigerung: 3j/q Mexikaner . . 4*/i L Chinesen . . Electric, oci uckert , Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . DiBKonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Ber inor Handelsges. Oesterr. Staatobahn . Lombarden . • • Uottuar ibahn . . . Laurai.ütte .... Bochum ..... Harpener .... Tendenz: still, Besenborden mit oder ohne Kord Ischutz laufen niemals ein, vei hüten durch »teis härteren Bei-eu das D irchschleissen sowie d e ätaubaufnabmn des baimes, und benagen wie „Mä4u‘•- K-ageneiniaceu ..PoroS“ und „Dicht" „Mästu“ St"-s mit und ohne Becen .,Mästu"-Ro : wollten in vergangene ieit Warnens Sinn?: Bei dieser Gelegenheit en Mein gestützt und mürben borläufig in Tie Vereinigung der fonfirmierten weiblichen Jugend Matthäus- und der Markusgememde fällt Montag aus. Mittwoch den 4. März, abends 6 Uhr: 2. Passions^ Andacht. ^achhausesahren sprang Fahrens vom 9agen Verletzungen am fohfc machten. mE6?.er ^Röhrige 1 Eine Lungenent- 68jährigen Mann den Gasexplosion hat bermainstraße an der a dieselbe einmündet, iter damit beschäftigt, |t der Gasleitung an- heftig auszuströmen: einige Meier entfernt fobaß vier in dem ie in einer Feuersäule »rWicke Vumdwimden »nt Ä" Zitz. p5mer d°s s" > euers verbüßens $ ein don egend: auck nd Reg^^nach * soll ta Mn. - bet "»> d« -r lietgerung »M Stattet, Mästu- Trilby*4 3*/„, 4, 5, 7 und 10 cm breite «anzneue Verlängerungsborden lauten n e it mehr ein und geben, durch d'uertiü les p Appretur, dem Rock- &jum cm stets qiaties Aussehen. Jede färbe Ue ter bar. .,jlästu--Kockhalte> (Aeu). waschuar, rostfrei, tadelloses Verbindungsorgan zwischen Rock und Taille, verdrängt alles andere. „Mästu“- Idie Reise nach dem Orient cmzutreren. Am 5. März treffen die Prinzen in Corfu ein. Tags darauf erfolgt die Weiterreise nach dem Pyrüus. Thorn, 27. Febr. Hier wurde der U n t e r o s f i zier Mittelhausen vom 17. Pionierbataillon wegen Ein- ’5. utiges StetfimS- a Linnert vostsuhn. ^em hiesigen ndern den oberen Teil reijährige Kind sich M A den Damm zu über- .fomeinSt** ne W faMje * Md, und #etf* ts totbemS«g » ■mit ihr-« 81!1' :e, «W-nd I« Hw D-E/W de, MM JSä*— * L:S «5 bei* i. »Ä* wagen der Straßenbahn ausweichen wollte, von ber I kaiserlichen Equipage überfabren. Ter Kaiser sprang sofort aus dem Wagen, erkundigte sich nach dem Namen und der Adresse des Leichtverletzten und veranlaßte dessen ärztliche Behandlung. * Prag, 26. Febr. Der Run aus die böhmische Sparkasse war heute vormittag wieder in der Zunahme begriffen. Bis 11 Uhr wurden zirka eine Million Einlagen zurückge zahlt. »Ri v a (Südtirol), 26. Febr. In dem Hotel Seeblick beging der deutsche Major Otto Kam er er Selbstmord durch Erhängen. Das Motiv der Tat ist Krankheit. • Unfälle werden aus den Alpen gemeldet: Em Tourist wollte mit zwei Führern die Bergspitze Grad Sapo (Frankreich) besteigen. Da dieselben nicht zurückkehrten, wurden Nachforschungen angestellt, welche ergaben, daß alle drei zu Tode verunglückt sind. Ihre Leichen wurden schreck- üch verstümmelt aufgcfunden. — Im Terragnolothal (Südtirol) ging gestern ein Bergsturz nieder, wodurch ein Bauer verschüttet wurde. • Ein heftiger Ausbruch des Vulkans Colina fn Mexcko hat am 24. d. Mts. stattgefunden. Die Lava zerstörte zahlreiche Jarinen. In der ganzen Umgebung waren die Einwohner von einer Panik ergriffen. Viele Leute verließen den Hafen Manzanillo, da sie eine Fluthwelle befürchteten. Der Ausbruch war von starken Erderschütterungen begleitet. • Zu den Erdbeben, welche in Spanien an zahlreichen Orten stattgefunden haben, wird aus Madrid telegraphiert: In Elche wurden in der Zeit von 7 bis 10 Uhr vormittags drei Erschütterungen verspürt. Die letzte war so heftig, daß die Kirche Santa Maria Riffe bekam. Nachmittags um 2 Uhr erfolgten weitere Erschütterungen. In Ntonooar nahm man drei Erschütterungen innerhalb einer Stunde wahr und hörte unterirdisches Dröhnen; in den Häusern zersprangen dse Fensterscheiben. In Monforte (Provinz Alicante) erbebte die Erde viermal und eine allgemeine Panik entstand. Die Leute liefen angsterfüllt aus ihren Wohnungen und aus den Kirchen auf die Sttaßen, doch wurde nur geringer Materialschaden ongerichtet. bruchs in daZ d^hinieisterbuceau und Entwendung von 228 Mk. aus der Bataillonskasse vom Kriegsgericht zu zwei Zähren sechs Wochen Gefängnis, Degradation und Versetzung in die 2. Klasse des Soldatenstandes verurteilt. Paris, 27. Febr. Aus Peking wird gemeldet, daß der Kaiser und die Kaiserin-Witwe zum ersten Male europäische Kleider anlegten und er Harten, daß der ganze Hofstaat europäische Kleider tragen werde, falls die Neuerrmg sich bewährt. Madrid, 27. Febr. Die Polizei von Velez-Malaga verhaftete zwei A n a r ch i st e n, welche Dokumente über die E r mo r d u n g E a n o v a s bei sich führten. Lissabon, 27. Febr. Zm Hafen Horta ^auf den Azoren rft ein Boot, das zum d e u t f a) e n Schulschiff „Eharlotte" gehört, u m g e s ch l a g e n. Ein Mann ist ertrunken, zwei wurden burrn einen deutschen BootS^ mannsmaat mit eigener Lebensgefahr gerettet. Ter König von Portugal hat dem Retter aus telegraphischen Vorschlag des Gouverneurs der Insel die Retmngs-Medaille Der» in Distrikt 26 (Steinen): Nadelholz-Stämme mit 16,41 Fstm., Stangen 1. Klasse, „ HL , , IV. „ Rm. Nadel-Schlchtnntzholz, „ Nadelholz-Stangen m Haufen, Verdingung Die Räumung von Flutgräben in der Gemarkung Gießen soll für das Rechnungsjahr 1903/04 Samstag, den 7. März vorm. 11‘/2 Uhr öffentlich verdungen werden. Tie Bedingungen liegen während der Dienststunden auf unserer Amtsstube zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt einzureichen. — Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 25. Febr. 1903. Städtisches Tiefvauamt. _____ Braubach. 1780 Zwiebeln. Cirka 100 Zentner prima gesunde Speisezwiebetn |mv preiswert abzugeben. Probe bei 1785s 3. Hantel, Sckstoßaasse 6. Gerichtssaal. Äleßen, 25. Febr. Strafkammer. Es wurde gegen zwei freche Schwindler, den Handelsmaiin Leopold L. aus Frankfurt a. AI. und den Schlosier Isaak N. aus Galizien verhandelt. In der Wohnung des L. verfertigten die beiden m Gemeinschaft mit einem ungezählte Male vorbestraften Spitzbuben, B. aus Mannheim, mehrere falsche Zeugnisse an, die einem fingierten Elektrotechniker Steiner bescheinigten, daß er infolge Rheumatismus völlig arbeitsunfähig und daher auf die Hülfe mildtätiger Menschen angewiesen sei. Mtt diesen Zeugiiissen reiften sie alsbald nach Gießen, um sie hier einer Reihe von israelitischen ©laubensgenofien in betrügerischer Absicht vorzulegen. Don Frau Professor P. erhielten sie beim auch 3 Mark und von Dr. 3. 5 Mark. Dieser Herr schöpfte jedoch gleich nach Hergabe des Geldes Verdacht, ging dem N. nach und veranlaßte schließlich seine Verhaftung. L. hatte sich inzwischen aus dem Staube gemacht, wurde von seinem Komplizen aber sofort verraten. Er leugnet vergeblich ferne Mittäterschaft und bittet vergeblich um milde Behandlung, da er acht unversorgte Kinder habe. Er ist bereits mehrfach wegen ganz ähnlicher Verbrechen vorbestraft und erhält deshalb ein Jahr Ziichthaus und 150 Mark Geldstrafe ; außerdem werden ihm die bürgerlichen Ehreiirechte auf die Tauer von fünf Jahren aberkannt. Ter ?'ngeklagte N. wird zu neun Monaten Gefängnis verurteilt. K. 8. Darmstadt, 23. Febr. Eine Aufsehen erregende Gerichtsverhandlung beschäftigte heute die hiesige Strafkammer. Der Bauunternehmer Lorentz, der Architekt Schemps und der Maurerpolier Knotzel hatten sich wegen Vergehens gegen § 330 Str.-G.-B. zu verantworten. Der Erstgenannte hatte in der Soderstraße 4 und 6 Neubauten aufführen lasten und dabei die Fundamentierungsarbeiten in höchst nachlästiger Weise hergestellt, obwohl die dortigen rerramschwierigkeiten gerade eine ganz besondere Sorgfalt erfordert hatten, so war u. a. unter den neuen Fundamenten ein früherer Schachtraum nicht beseitigt worden und morsches Nlauer- werk stehen geblieben. Der Neubau war schon mehrere Meter in die L>öhe gestiegen, als der Baupolizeiaufseher die groben Verstöße bemerkte und Anzeige erstattete. Der Bau wurde sofort inhibiert, das Alauerwerk mußte wieder abgetragen werden. Zur heutigen Verhandlung waren 3 Sachverständige und 17 Zeugen geladen. Ter Staatsanwalt beantragte wegen des unverantwortlichen Leichtsinns gegen die beiden ersten Angeklagten 3 Alonate Gefängnis, der Gerichtshof verurteilte Lorentz zu 900 Mk., Schemps zu 300 Mk. und Knotzel zu 200 Alk. Geldstrafe. fe. Mainz, 26. Febr. Die 21 jährige Tagelöhnerin Katharina K. aus Alsheim war in unerlaubte Beziehungen zu dem verheirateten Weiiikommissionär Karl Theodor H. hier getreten, was zur Scheidung der Ehe des H. führte. Vor einiger Zeit nun erhielt die K. von der geschiedenen Frau H., welche hier eine Wirtschaft führt, und ihrer erwachseuen Tochter eine gehörige Tracht Prügel. Ans Rache zeigte sie die Frau H. wider besserers Wissen der Staatsanwaltschaft wegen Kuppelei an. Wegen falscher Anschuldigung wurde sie jetzt von der hiesigen Straffammer zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Berlin, 26. Febr. Das Urteil gegen ben £) b e r l e u t n a n t Werner von Grawert von der Schutztruppe für Detttsch- Ostafrika, der wegen Tötung des Rechtsan rojx 11 s T r. Aye- Flensburg int Zweikampf zu zwei Jahren Festungshaft verurteilt wurde, ist vom Kaiser b e ft ä t i g t worden. Oberleutnant von Grawert hat die Strafe in Magdeburg angetreten. m3. . 25.85 . 93.15 . 102.75 . 97.50 . 216 60 . 195.60 . 141.60 . 149.40 . 159.40 . 148.75 . 15.20 . 182.70 . 217.50 . 187.90 . 174.40 Betr.: B Bei dem Baltkaser No in Allertshao Die erkrankte zugelassen wt deren vollste Ein Wechsel Dauer de: § Gießei srr» 4$ •»l^einn flUßf* e ( vrmS'E Lerben 'M rsr- •iaÄ «ff" fei'» uns M»'”? •**!? gfljdgrr ^r^njAlu! Die Na Haas ^röff beim Knpite Mg. W Einteilung i gegen den 2 getan, als 1 Er wolle do Millionen it auch viele doch zum g gebracht nm der Sozial wäre, reinen man ja Len demokraten, einMg^en. ßebient. Ministeria angen bet Al die Aehauptm FortblldungKs verwendet hö werde Folge, Minisleri der Feierstun Hebung beqel ländlichen Bü Mehrheit sich gieruna war b Zukunft fein, handhabt werd N §chl mnaen des Ä Mamz b Mf, befh e,r glaube auch, Pflicht voll uch noch an de ,.nye ben fed werde also a erheblich foA Erck ^uposltwnsfonr »nstig gel ? 'lr chen wurde 'e kein Abstri. L ^Befrei'un vor und B °kd>n . daö &>9 ff, «Cf* qrr o -U bei Wß b/, tütlMifiF - .b tzLs Ä L Atz Olailgkll in besonders schöner Aus> wähl empfiehlt 1526 Christian Wallenlels, 17 Marktplatz 17 am Kriegerdenkmal. Teleph. 262. Gegründet 1826. §iii)|ihc(fl.ä=jiniüit'tii)ßong. parterre, 1. ob. 2. Stock, in guiev üage, gleichviel ob im Innern ob. augerh. ber Stadt per sofort ob. 1. April zu mieten gesucht. Nähere Angaben mit äußerstem Mitpreis erbet eub. S, U. 647 anHaafeusteinLBogler, A. G. Frankfurt a. M._________1772 Beamter sucht per 2. März gut möbliert. Zimmer, eventl. mit Pension, in freier Lage. Offerten nur mit Preisangabe unter Nr. 1763 an die Exp. b. Bl. erbeten. -Junges Mädchen per gleich gc- O jucht, Löberstraße 2, t. 0868 gesucht zum 1. April. 1497 Marktstratze 3. habe »cd ftetü Vorrang Minner-Memm in 1786 Der Vorstand. 0879] Gut möbliertes Zimmer zu vermieten Neustabt 78, 111. Montag, den 2. März '„9 Uhr abends toerahtoiamnilnnfl der Brauerei Förtsch. 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