Nr. Ä26 Srschetal täglich außer Sonntags. Dem Gleßener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesftschen Landwirt die Gießener Familie«, blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag bei Vrüh l'schen Untveri.-Bich- u. Stein» dructere» (Pietsch iLrdeaz Ätbartto®. Expedition und Druckerei: Schnlyraße 7. Adresse für Depesche«: ««seiger Gießen. Fernsprrchanschluß Nr. 51. «MWWSMMLMW Erstes Blatt. Samstag 26. September l»O3 153. Jahrgang den poltt and aflgem» tdlj P. Witiko: für .Stadt und vand^ und -Gerichts aal": August Götzi für den Anzeigenteil: Hand Beck. GietzenerAnzeiger M General-Anzeiger '*** Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen VezugspreiSr monat lich7b Pf., viertel» fahrlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk.2.—viertel» lährl. auSschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für Oie DageSnurnrner bis vormMags 10 Uhr. ZeüenprriS: mkal ISPf, «uSwär« « Pfg. Aas russische Kaiserpaar /st am Freitag in unserer Landeshauptstadt Darmstadt eingetrosfeu und herzlich, begrüßt worden. Es geht uns darüber folgender eigener Bericht zu: R. B. Darmstadt, 25. Sept. Das russische Kaiserpaar ist heute nachmittag A10 Uhr mit ExtraKug hier angelangt. Als der prächtige, ans zehn großen Salonwagen bestehende Kaiserzug heran- nahte, erschienen der Großherzog mit der Prinzessin Elisa- beth, das fürstliche Brautpaar, die Fürstlich Ballend ergü- schen Herrschaften und die übrigen hier weilenden Fürstlichkeiten, ferner der russische Gesandte, Fürst Koudajchesf mit Gemahlin, der russische Militär attachee Oberst v. Schebe- Losf, der russische Pope, die Generaladjutanten des Großherzogs u. a. ul auf dem festlich geschmückten Perron. Die Begrüßung zwischen dem Großherzog und den kaiserlichen Majestäten war außerordentlich herzlich sie umarmten und küßten sich wiederholt. Sowohl der Zar wie die Zarin sahen frisch uno gesund aus, sie begrüßten auch, die Ärigen Herrschaften aufs freundlichste. Line reizende kleine ^ene bot auch die Begrüßung zwischen den vier russischen Prinzessinnen Olga, Katjcma, Mcaria und Anastasia mit der kleinen Tochter unseres Großherzogs, die von den beiden größeren russischen Prinzessinnen sofort jubelnd in die Mitte genommen wurde. Der Zarin wurde von der Fürstin Lvudascheff ein prachtvolles Rosen- bouquet überreicht. Im Gefolge des Kaiserpaares befanden sich General der Kavallerie Generaladjutant und Hausminister Fredericks-, Generalleutnant und General- adjulant Hesse, Leibarzt Geh^-Rat Dr. v. Hirsch, Generalmajor a la suite Mossoloff, ^eapitäuleutttant Gras He y d e n, ferner zwei Hofdamen, die Prinzessinnen O b o - lanski und Orbelian i. Ter Kaiser trug die Uniform des Hess. Tragonerregiments Nr. 24, dessen Chef er ist, der Großherzog hatte die Uniform seines russischen Dragonerregiments angelegt. Nach kurzem Aufenthalt im Fürstenzimmer begaben sich die fürstlichen Herrschaften in den bereitstehenden Wagen durch die festlich geschmückten Straßen, begrüßt von lauten Hurrarufen der dicht zu- sammengedrärrgten Menschenscharen, nach dem neuen Palais. Nach der „Frkf. Ztg." trifft Graf La ms do r ff, der russische Minister des Aeußern, heute in Darmstadt ein. Daraus darf man Schliisse auf bevorstehende diplomatische Unterhandlungen ziehen, sobald die Hochzeitsfeierlichkeiten vorüber sind. Die Aufmerksamkeit der politischen Welt wendet sich der Begegnung des Zaren mit Kaiser Franz Joses, am 30. September, zu Nach einer Depesche des „Bert. Tagebl." ans Konstantinopel verspricht man sich dort keine besonderen Maßregeln von der Kaiser- Zusammenkunft. Das bisherige Reformprojekt für Mace- donien werde beibehalten, unb nur eine internat io - nale Flottendemonstration in Erwägung gezogen werden, wenn die Reformen innerhalb einer gewissen Frist nicht durchgeführt seien. In den politischen Kreisen Berlins mißt man der Begegnung eine bei weitem größere Bedeutung bei. Es werde sicherlich in der ersten Reihe der Erwägungen stehen, wie der Trotz der bulgarischen Regierung gegenüber den unablässigen Mahnungen, den macedouischen Verschwörern die Wege zu verlegen, rasch und wirksam zu brechen ist. Es bieten sich hierzu die Mittel, daß entweder der Türkei freie Hand gelassen wird, oder daß russische Truppen in Sofia ein marschieren. Eine internationale Flottendemonstration ist nicht wahrscheinlich denn eine solche gegen die Pforte gerichtete Kundgebung würde von den Aufftän- dischen als Parteinahme zu ihren Gunsten betrachtet werden Aus Sofia wird gemeldet: Fürst Ferdinand habe von dem Grafen Goluchowskr die Erlaubnis erbeten, daß er während der Llnwesenheit des Grasen Lams- d orff einen Vertrauensmann nach Wien enffenden könne. politische Tagesschau. Der Friedenskongreß zu Rouen beschäftigte sich am Freitag mit der Frage der deutsch-französischen Beziehungen, und es gelangte zur Annahme folgende Resolution: In Erwägung, daß eine Annäherung zwischen Frankreich und Deutschland in hohem Grade wünschenswert und daß diese Annäherung notwendig ist zu einer soliden Organisation und Auftechterhaltung eines dauernden Friedens; in Erwägung, daß diese Annäherung die ftiedliche Lösung jeder Streitigkeit erfordert, welche zwischen beiden Ländern besteht, oder entstehen könnte, beschließt der 12. Internationale Hue- denskongreß auf die Tagesordnung des nächsten außerhalb der beiden interessierten Länder abzuhaltenden Kongresses die Frage zu setzen, welches die besten Mittel sind, diese Annäherung zu sichern. Zugleich beauftragt der Kongreß fein Berner Bureau, das Nötige zur Behandlung der Frage vorzubereiten. Die Nachmittagssitzung beginnt mit einer Vertrauen S ku n d g e b u n g für die deutschen Delegiertem die der Pariser „Matin" heute angriff, als ob ste nach Frankreich gekommen wären, um die Lösung der Elsaß-Lothringer Frage zu erzwingen. In Wirklichkeit haben sowohl in der Kommission wie in der öffentlichen Sitzung immer nur französische Delegierte diese Frage angeschnitten, wahrend die deutschen sich korrekt und schweigend der Abmachung unterwarfen, daß ihr von der Kommission ausgeichie- dener, auf Anerkennung des status quo in Europa ab- 'ielender Antrag später auf neutralem Booen diskutiert werden soll. Der Präsident des Kongresses, der Franzose Arnaud, konstatiert denn auch gegenüber der Entstellung des „Matin" die taktvolle Haltung der deutschen Delegierten und spricht seine Freude aus, einen so bewährten Mitstreiter wie Adolf Richter cm seiner Seite zu haben. Die Versammlung bereitet Richter eine Ovation. Richter dankt und versichert, daß die deutschen Friedensfreunde ungestört am Werk der Versöhnung fortarbeiten werden. 9iad) langen Debatten wird beschlossen, den Kongreß im Jahre 1904 in Nord amerika abzuhalten. Deutsches Keich. Berlin, 25. Sept. Eine Gedenktafel für den General von Albedyll hat der Kaiser an dem letzten Wohnhause des Verstorbenen zu Potsdam anbringen lassen. — Der „Nat.-Ztg." zufolge wird in unterrichteten Kreisen angenommen, daß in der marokkanischen Frage ein Abkommen zwischen Frankreich und England zu erwarten steht. Die anderen Mächte, einschließlich Deutschland, würden einem solchen Abkommen keine Opposition machen, falls der Grundsatz der offenen Tür für die Handelsbeziehungen gewahrt bleibt. — Das erste sozialistische Flugblatt zu den preußischen Landtagswahlen ist erschienen und in der Umgebung Berlins zur Verteilung gelangt. Unterzeichnet ist es von dem fünfgliedrigen sozialistischen Wahl- Komitee für den Landtags-Wahltteis Oberbarnim und Niederbarnim. Einen Kandidaten nennt es nicht. Das Flugblatt hält Beteiligung an der Landtagswahl für im Interesse der erwerbstätigen Bevölkerung und der Allgemeinheit notwendig. In dem Flugblatt heißt es u. a.: Mit derselben Schärfe wie im Reichstage stellen wir auch hier unsere Forderungen: „Nieder mit der Reak^ tion, der staatlichen und polizeilichen Bevormundung, der Rechts-Unsicherheit und der Bevorzugung der besitzenden Klassen. Auf zum Kampf für die Freiheit und den Fortschritt aus allen Gebieten. Vorwärts zur Erringung des allgemeinen direkten und geheimen Wahl rechts auch zu diesem jetzt so vermoderten Junker- Parlamen t." — lieber „B ebel un d G e n o s s e n" bringt Harden in feiner „Zukunf t" einen heftigen polemischen Artikel. In demselben werden Briefe veröffentlicht, in denen Genosse Bernhard Harden und fein Blatt anfchwärmt, Genosse Göhre feine ehrliche Hochschätzung bekundet, Genosse Heinrich Braun, Mitglied hes Reichstags, einen Vorschuß von 500 Mark verlangt für eine Reihe von Artikeln über sozial- polllifche Themen. Der Antrag wurde von Harden abgelehnt. Zweimal sei solches geschehen. Das hätte Braun nicht verschweigen dürfen, als er in Dresden sagte, er habe nicht eine Zelle für die „Zukunft" geschrieben; denn sein Verdienst war es doch nicht, daß es so kam. Drei Briefe von Braun aus den letzten Jahren ergehen sich in Beweihräucherung für Harden. Bremen, 25. Sept. Heute wurde hier der 17. Be- rufsgenossenschaftstag abgehalten. Die Versammlung beschloß, von neuem um die Wiederherstellung des früheren Zustandes in der Frage der Reservefonds sich an die gesetzgebenden Körperschaften zu wenden. «Heer und IloLte. Der amerikanische Marinezahlmeister Nicholson, welcher den d eutschen Kons ul inTschifu (China) tätlich beleidigt hatte, wurde vom Kriegsgericht zum Verlust von fünf Nummern im Avancement verurteill. Dieses Urteil ist vom Admiral Evans bei der Nachprüfung scharf kritisiert worden, weil es seiner Ansicht nach viel zu milde ist. Das Kriegsgericht, sagte er, habe dem amerikanischen Offiziersstmid einen schlechten Dienst erwiesen. Das Marineamt billigt die Kritik des Admirals Evans und erklärt, Sttcholsons Aufführung sei eine Quelle schweren Aergernisses für die Marineverwaltung gewesen. Die „Nat.-Ztg." erfährt: Dem Reichstag werde im nächsten Frühjahre eine Vorlage zugehen, die 12 bis 15 Millionen fordert für die Einführung der Rohrrücklaufgeschütze. Die während der Kaisermanöver mit den neuen Geschützen erzielten Resultate waren zuftie- denstellend. An den in Betracht kommenden Stellen werden alle Vorbereitungen für die schnelle Erledigung der Geschützänderung getroffen. Die Firma Krupp erhält den Hauptantell an der Arbeit. Aeues vom Malka». Die Botschafter Oesterreichs und Rußlands übergaben der Pforte eine Note, in der sie erklärten, daß sie ihr Reformprojekt für Macedonieu aufrecht erhallen und die Türkei verpflichten, die Reformen auzuwendeu ohne Hoffnung aus eine Intervention oder politische Veränderung. Die Ver- handlungeip zwischen Bulgarien und der Türkei dauern fort. Ter Sultan scheint zu einem gewissen Entgegenkommen bereit zu sein, wenn Bulgarien Beweise für den Bruch mit den Insurgenten erbringt. Größere Zugeständnisse sind jedoch kaum zu erwarten, da Rußland und Oesterreich sich nicht die Aktion aus der Hand nehmen lassen werden. In diplomatischen Kreisen verlautet, möglicherweise würden die Botschafter Rußlands und Oesterreichs Linowjew unü Baron Sauce aus Anlaß der Kaiserzusammenkuuft in Wien dorthin berufen werden. Ter bulgarische Bandenchef Boris Sarafow sagte einem Bekannten, er verspräche sich viel von einem bulgarisch - türk ischen Winter feldzug, da die türkischen Tnippen dem scharfen Winter in Maeeoonien mangels Verpflegung und Bekleidung massenhaft zum Opfer fallen müßten. Es würde deshalb im Novembe r nochmals ein Aufstand inszeniert werden, um einen Krieg zu provozieren. Die türkischen Berichte über Vernichtung von Banden seien unwahr, noch keine Bande sei tatsächlich aufgerieben worden. Auf dem aus Thessalien eingetroffenen Lloyddampser „Aglaia" sand eine strenge Untersuchung statt, weil der Polizei die vertrauliche Ntttteilung zugegangen war, daß zwei bulgarische Passagiere große Mengen Dynamit und sonstiges Kriegsmaterial mit sich führten. Die Untersuchung verlief jedoch^ ergebnislos. Tie Pforte versicherte neuerdings, daß sie mit der Mobilisierung der zwei kleinasiatischen Redifdivisionen keine Kriegsvorbereitungen beabsichtige. Diese sollen als Reserven für den Fall dienen, daß die im Grenzgebiet Küstendil versammelten Macedonier eine größere Einbruchsaktton unternehmen sollten. — Konsulardepeschen aus Uesküb besagen, daß im Bezirk Dionastir, im Desile Kalain, ein gßerer Bandenkampf stattgefunden habe, wobei 76 Homitadschis getötet und 8 gefangen sein, ferner 14 Manlicher-Gewehre, 4 Bomben, 2 Tragtierladungen mit Dynamit und elektrische Apparate erbeutet sein sollen. Auf Seiten der Truppen sollen 4 Mann getötet, 1 Offizier unb 10 Mann verwundet fein. — Nach türkischen Berichten aus Monastir sind in Presbei 2 Führer und 20 Komitadschis getötet und 8 Komitadschis verwundet, in Rikalar, Distrikt Perlepe, sind 8 Komitaoschis gefangen, in Kranesch, Distrikt Kastoria, 3 Komitadschis getötet und 4 verwundet, in Resen 13 Komitadschis verhaftet. Im Kreise Florina ergaben sich 42 Komitadschis. Ter türkische Kommissar notifizierte der bulgarischen Regierung ein Jrade des Sultans an Hllmi Pascha betreffend die Einsrellung der Verfolgungen in Macedonien. Tas Regierungsorgan „Novek" tritt entschieden für den Frieden ein und führt aus, die Isolierung Bulgariens im Kriegsfälle gehe aus der Antwort der Mächte auf die bulgarische Note hervor. Ter neugewählte serbische Deputierte Marian Wel- kowitsch ist im Torfe Sterlac von unbekannten Personen erschossen worden. — Bei der Verhandlung gegen die Nischer verhafteten Offiziere wurden noch! interessante Details über die Vorgänge in der Mordna chlt bekannt. Dem König, so behaupten die Angeklagten, wurden mit dem Säbel die Finger ab ge hauen und die Ringe, sowie seine Uhr von den Offizieren gestohlen. (!) Ter Königin Draga wurden sämtliche Ringe, und ein Brillant-Kollier gestohlen, das die heuttge Gemahlin eines verschworenen Offiziers ihr Eigentum nennt Tie Kasse des Königs wurde erbrochen, alles Geld mit» genommen, und den Brüdern Lunjewski wurden ihre Uhren, Ringe und Tabaksdosen entwendet. Nach vollbrachiter Tat öffneten die Königsmörder gewallsam Keller und Küche und zwangen den Hoskoch unter Todesdrohung, ihnen ein Mahl zu bereiten. Inmitten von sieben um sie herumliegenden Leichen — so behaupten die Angellagten weiter — haben die Mörder in Offiziersröcken Stunden lang geschmaust. Der Gerichtshof lehnte die geforderte Zeugenvei> nehmung ab. Die meisten angellagten Offiziere verzichten aus das Recht, sich einen Verteidiger zu wählen. Aus Slaöl und Land. Gießen, den 26. September 1903. ** Hessisch-Thüringische Staatslotierie. Bel der heute fortgesetzten Ziehung der 6. Klasse fielen drei Gewinne von 10 000 Mk. aus Nr. 73077 (nach Darmstadt) 76460 (nach Eisenach) 94240 (nach Greiz), Gewinne von 5000 Mk. auf Nr. 32765 68951 83891 87590, Gewinne von 3000 Mk. auf Nr. 52398 54737 60128 73875 92865 (nach Alsfeld), Gewinne von 2000 Mk. auf Nr. 2947 3470 6119 11289 15274 16879 17230 24184 31943 34480 39133 40736 41763 53802 53983 55523 61005 69799 79912 77913 88927 89843 93689 97433 98920 99400. (Ohne Gewähr.) ** Ueber die große Gemälde-Ausstellung im Saale des Lony'scheu Bierkellers wird uns geschrieben: In erster Linie, weil bezüglich seiner imposanten Größenverhältnisse am augenfälligsten, sei e rwähnt Prof. G Minsterfelns Gruppe von holländischen Fischern und Fischerinnen am Strande von Ostende. Etwa 10 Figuren hat der Künstler verstanden in malerischer, Leben atmender Gruppierung auf die große Leinwand zu zaubern, und mit Befriedigung weilt das Auge auf der unsere Sinne gefangen nehmenden Schöpfung. E. Qberhausers „Nach dem Bade" schildert Vorgänge aus dem Leben des ambroficull- schen Zeitalters in fesselnder Form. Aehnliche Darbietungen sind: „Frühling" und „Sommer"; Viädchen in griechischer Gewandung verbringen im blumigen Garten die Zeit mit Musik und Plauderei. Professor I. Klemms außerordentlich sein gehaltenes „Stilleben" und M. Sttff- ters virtuos gemalte Köpfe „SSeneiianerin" und „Römerin" reihen sich den gedachten Arbeiten an. Pros. Franz von Defregger, Andr. Achenbach, Gabr. v. Max, sowie (Sbuarb Grutzner find mit erstklassigen Werken vertreten. Der Münchener Meifsonier Prichenftied ist durch ein Prachtbild vertreten „der entdeckte Liebesbrief. Mit Beifall ausgenommen find die Werke des reinen Kleinmalers Karl Schleicher „Streit aus dem Talmus" und „Eine Frage aus der Bibel". Unter den Tierstücken nimmt Baliquants Bild „Schafe im Stall" den ersten Rang ein. Dies ist ein Kabinettstück, das die Natürlichkeit eines Momentphoto- gramms mit den Vorzügen der malerischen Technik und des Kolorits auf das glücklichste vereinigt. Die Wolle der Schafe ist, wie man zu sagen pflegt, „zum Greisen" gemalt, die teilweise drollige Positur der Hühner der Wirtlichkeit abgelaufcht, und auch das wenige Beiwerk verrät den gediegenen Künstler. Liebevoll behandelt ist Scheuerers Bild: „Hühner mit Enten", sowohl in den Details als auch in der Technik, welches Lob auch I. Kinzels „Weinprobe" ver- 23. Vermischtes. Wiesbaden, 25. Sept. ULS .QlUUHUy ULIL1.W. UVUtll UIVUV M.4UM I ? " L V , , ■ ZM f t. - V- , . ' r 1 . - ' Personen. Das Verständnis ixifür nehme in Deutschland | nach Ansicht der Gekehrten noch dre Schwierigkeit . . R. B. Darmstadt, 26. Sept. (Eigener Drahtbericht.) Entgegen der ursprünglichen Meldung besuchten das Zarenpaar und der Großherzog gestern abend nicht das Theater, sondern blieben im alten Palais. — Die 4 kaiserlichen Prinzessinnen und die Tochter des Großherzogs machten heute eine Fahrt durch die Stadt. Mainz, 23. Sept. Mit heißen Tränen in den schönen Augen sah, wie wir im ,M. Tgbl." lesen, eine Künstlerin von unserem Stadttheater ihren niedlichen Schoßhund sterben. Dann ging sie an das Telefon und ersuchte die Wasenmeisterei, den Kadaver, den sie in einer Schachtel auf den Flur stellen werde, abzuholen. Am Nachmittag kam auch aber auch da gefordert werden, daß würdige Alte uni) Sieche anders behandelt werden können, als die unsozialen Elemente. Die Hauptaufgabe sei die richtige Beschäftigung. Tie arbeitsscheuen Elemente seien dazu und dadurch zu erziehen, für die meisten anderen sei sie eine unentbehlliiye Bedingung eines befriedigenden Daseins. Auch vom finanziellen Gesichtspunkt sei die Ausnutzung der Arbeitskraft der Insassen geboten. Eine kleine Arbeitsprämie wirke dabei sehr günstig. Natürlich ist jede Konkurrenz mit der freien Arbeit zu vermeiden. in den Kopf schoß. Kettner war sofort tot, der Täter ist als Zwangsmittel gegen arbeitsscheue und trunksüchtige Schwerkraft erfolgreich überwunden sind, so besteht doch verhaftet- s Personen. "Das Verständnis dafür nehme in Deutschland j nach Ansicht der Gelehrten noch die Schwierigkeit. . . Berlin, 25. Sept. Der Schriftsteller Senna Hey in einer Versammlung, in der er über das Thema Iustizm inister als Angeklagter" sprach, bei Ausführungen über die Verhaftung von Redakteuren Beleidigung des Justizministers verhaftet. Breslau, 25. Sept. Im Gemeindebezirke Heinrichaw dient. Von verblüffender Wirkung ist I. Be.rnards „Pw- kette". Die Eleganz französischer Kunst vertritt E. Rovrer (Krüssels mit zwei Skrnßenknlbcvn (nuS Parrs imd «n.- werpen) ferner C. Vrranb »nt „Blicken durch das Schlussel- loch" Das im Kataloge unter der Nummer 190 bezeichnete Bild'von Konstantin Stoilosf, welches in der letzten Warschauer Ausstellung prämiiert wurde, betitelt „Die Geld- au^fuhr aus Sibirien", zeigt Kosaken, die -in ihrer malerischen Tracht die schmucklosen Wagen geleiten, auf denen das Edelmetall befördert wird. Die Pferde, rückhaltlos arraetrieben, arbeiten sich durch den Schnee der Tundra, hoch 'wirbelt der Schneestaub auf; es ist em Bild, dm, namentlich vermöge der Fremdartigkeit interessiert. ** Preisrätsel in den „Familienblättern". Wir machen auf das in den heute beigelegten „Familienblättern" erschienene Preisrätsel aufmerksam. Es ist nämlich in der letzten Zeit die Beteiligung an der Lösung nach den eingelaufenen Zuschriften so erheblich angewachsen, daß wir für die Lösung des Rätsels vier hübsche Preise auszusetzen beschloßen haben. — Weihe des neuen Friedhofes. Wie aus dem heutigen Inseratenteil ersichtlich ist, wurde die für morgen nachmittag angefetzte Weihe des neuen Friedhofes durch den evangelischen Geistlichen aus Sonntag den 4. Oktober verschoben. - AuS dem Bureau des Stadttheaters geht v , Zn der gestrigen Verhandlung ist von Stadtrat Fak Die Nachmittagstemperatnren erreichen Beträge von 19—20Grad, st e i n - Potsdam folgende Resolution eingebracht: ' .. — "r-—* —h.» ^nmnprnhtr aipmftrh I y. qA\öv aeiftia und sittlich oder körperlich ver- Bonis statt, der den ersteren wegen in Preßburg gemachter wahrlosten Kindwi unter 18 Jahren den erforderlichen ungarseindlicher Bemerkungen gefordert hatte. Struchly wurde Schutz zu gewähren, ist es wünschenswert, die Fürsorge- schwer verletzt. erziehung für alle diejenigen Fälle zulässig zu erklären, * Budapest, 25. Sept. Der Honvedhauptmann Lepessy in denen der Richter Anlaß zum Einschreiten auf Grund un^ dessen Sohn, ein Oberleutnant, erschienen im Amtslokale der 88 1666 und 1888 des bürgerlichen Gesetzbuches findet." städtischen Beamten Bathy und brachten diesem nach Ta diese Resolution von Vertretern. der verschiedenen I^„m Wortwechsel mit ihren scharf geschliffenen Säbeln zutage getretenen Anschauungen unterstützt wird, wird be- tätliche Wunden bei; Bathn liegt im Sterben. IStertÄ* eSÄÄS-Üfd®» Ursache ^-Tat ist, daß Bathy ehrenrühr.ge Ding«gegen aus Dresden, der die sächsischen Verhältnisse beleuchtet, seine Frau, welche die Tochter des Hauptmanns ist, bei Ver- von denen aus der in Preußen hervorgettetene Konflikt Handlung der Scheidungsklage ausgesagt hat. gar nitch zu verstehen ist, und Kttchenrat Höchstetterr * Budapest, 26. Sept. Abg. Barghas hat gestern aus Lörrach in Baden, der bedauert, daß in Baden der abend fünf Abgeordnete, die ihm gestern nach seinem Zwlschen- Armenpslege in Sachen der Kinderfürsorge nicht die ihrIBeleidigungen zuschleuderten, zum Duell gefordert, gebührende Stellung angewiesen sei, während ihr ein un- »König Eduard hatte bekanntlich auf eine Anfrage gebührlicher Anteil an den Kosten «mfgebürdet werde,! Offizierskreisen geantwortet, daß er sich nicht minder gründ im Blick auf die schweren Bedenken, der dre Ver-^nn seine Offiziere, anstatt mit Wein, ten wünscht. Nach kurzen Begründungen, der Referenten spannt, zu erfahren, ob dieser sensatwnelle Ausspruch wird die Resolution einstimmig angenommen. an der hergebrachten eitte der Offiziere des feudalen , -oiaa Alsdann tritt die Versammlung in die Beratung über Watch "-Regiments geändett hätte, jeden Mittag em ums ,chie geschlossene Armenpflege" ein Der erste Wein oder Sekt aus des Königs Gesundheit zu lehren. Alis Referent, Dr. Buchl, Letter des tz>amburger Armenwesens,Kre Anfrage antwortete Colonel Grogan umgehend aus erörtert zunächst die prinzipiellen Gesichtspunkte unter ^„^ns Barracks, Perth (Schottland), daß es den Offizieren Hinweis auf England, wo die Gesetzgebung von alters- Regiments frei stünde, Seiner Majestät Gesündheit in her der geschlofienen Armenpflege das heißt der < Wasser m trinken, „jeder nach seinem Ge- Versorgung der Armen tn geschlossenen Wem oder ^sser zu r-m°n .1 seinen Zweck nicht Anstalten, vor der offenen Armenpflege, tote sie Ichmack . ^)as ronigiicye -uson y in Deutschland geübt tmrd, b. h. der Unterstützungs- versehlt. fnntp _r form, die den Armen in seinen Verhältnissen beläßt, den » Lrebe und Wrsse nschasü Jagte ei: M Vorzug gibt und nur das workhouse, das Arbeitshaus, der hübschen^Lehrerm, »tch lrebe Drch und wurde für Dich schon jemand von der Wasenmeisterei, da aber die Künstlerin zur Grundlage aller Armenpflege macht. Drei Gesichts- bis ans Ende der- ^elt Zeh - ,/ , J - nicht zu Hause war, packte er kurz entschlossen die kleinere punkte werden dort für die gesckchossene Armenpflege geltend ans Ende bei: Welt schen, Georgs Dr | von den beiden auf dem Flur stehenden Schachteln und fort gemacht: l nur die Anstattspslege verbürgt es, daß dem ist rund wie: erne tofleiift Äfta t ä «sä? änäs** 9~”ä »L srassx;-js äi 5«»«* Sch°ch'°l °»s dem Fluc stand, füc die Abendoorstallung schsfH hie Konkawren/mit der freien Arbeit aus, Redner suche b-Mtigt." - 'i^al^Dirltietmtea bin mblbs zu holen. Der Theaterdiener, als vorsichtiger Mensch, hob weis!^darauf hin, daß die Furcht vor dem Werchaus in auch nur sagen, daß! tch alles Dir M Gefallen vin wurde, den Deckel ab und sah — einen toten Hund. Nun klärte der Tat so abschreckend wirke, daß z. B. in einem Stadtteil Ach, welche schmeMche Deere ... „EsgrebtkemeHsere, sich alles auf und wieder mußte das Telefon in Arbeitstonbons die Zahl der Unterstüßten in wenigen Jahren beM- die Natur laßt^kern VaLum zu. Mer s^bst wenn cs treten, um die Garderobe der Künstlerin vor der Wasen- von 6758 auf 1437 zurückgegangen sei. Es seren owerfellos em solches g , sollte sagen bau mein Leben ohne meisterei zu retten. Am nächsten Tage traf sie dann auch auch wirtlich Httfsbedürftige abgehalten worden, öffentliche ^«n^^^ollt wohlbehalten hier em, um gegen den toten Hund 6^361™^ einntSm$atfMn&r wÄüe S die Traum meiner Nächte. Ich würde überall hinaehen, nm bei Su werden.. ___ lÄ^toföuna ’M?£a! ga fein. Stam ün buntelften »ftila oSex am 9tod>< , t In der »«gangenen «0^ Anteil.Lol wärest, so wurde ich zu Dir fliegen." — „Fliegen? gerieten in der Kirchgaße die liellner Stettncr und Bruchmüller Ergänzuna unentbehrlich nichst bloß in Hinsicht Es wird minLestens noa), cm volles Jahrhundert dauern, in Streit, wobei letzterer Kellner mit einem Revolver zweimal Nui die Siechen und Gebrechlichen, jondern vor allem auch bis der Mensch fliegen kann. Selbst wenn die Gesetze der uns folgende Notiz zu: Es sei auch an dieser Stelle darauf hingewiesen, daß die Eröffnung dec Spielzeit unter der Direkllon Steingoetter Dienstag den 29. Septeinber statt» findet. Als Eröffnungsvorstellung gelangen zur Aufführung: Kleists .Zerbrochener Krug', hierauf Goethe's .Geschwister' und schließlich .Wallensteins Lager' von Schiller. Vorauf geht ein Prolog und entsprechend ge. wählte Zwifchenaktsmufik verbinden die einzelnen Stücke. Ein sehr lebhaftes Interesse macht sich für die sogenannten Wochentags-Abonnements geltend, die fast ausschließlich genommen werden. Jntereffenten, die auf bestimmte Plätze i:|Ä 4 Ä £ Empfang nehmen. bie Feier mit einem Hoch auf Redner der Aufgabe^ Wurst gestorben. Muster der wütttembergischen Gendarmerie. Außerdem wird ^^n solchen Ranrn und eine solche Menge von Menschen < Besancon, 25. Sept. In St. Vits sind der Konn den Gendarmen für die wärmere Jahreszeit die langersehnte beherrschen, nicht gewachsem ttmso wirksamer erwies Fournier, ein Gendarm a. D. und ein 65jähriges Lttewka geliefert. Die Korpsschneiderwerkstätte ist mit An- jich die freudige Stimmung, das Gefühl der Gemeinschaft Dienstmädchen ermordet worden. Anscheinend liegt Raub- fettigung von 250 Litewken beauftragt. und der Zusammengehörig kett unter den ^esttettnehmernl ÜOC. Pon den Tätern fehlt jede Spur. *• Verlaus der Witterung von Dienstag bisZU wecken. h 25 Sevt Budapest, 25. Sept. Heute nachmittag fand in Freitag. Ein umiangreicheS Hoch bedeckt ganz Mittel- und ' n F Mickolcz ein Säbelduell zwischen dem Jägerhaupt- Nordeuropa; infolgedessen herrscht heiteres ost völlig klares Wetter. In her gestrigen Verhandlung rst von Stadttat S dem dortigen Einwohner Alexander Die Nachmütagstemperatnren erreichen Betrage von 19—20 Grad, I n-<>; -5TJnfahATM fmfnprthp Resolution einaebracktt: fmann Virucyiy uno t 9 , „/ ä , während nachts infolge der Ausstrahlung die Temperatur ziemlich; tief sinkt, sodaß stellenweise Reifbildung beobachtet wird, dagegen haben höher liegende Orte, so Hoherodskof, Taufstein, bedeutend müdere Nachte und gewähren sehr klare Fernsicht. In feuchter Lage treten Morgennebel auf. Die Luftbewegung ist wegen der geringen Luftdruckunterfchiede schwach, nur gegen mittag erhebt sich unter Einwirkung der Sonnenstrahlung vorübergehend mäßiger Wind. Die Windrichtung schwankt, je nach der Lage des Kernes des Hochs zwischen Nord und Ost. Heute Freitag ist das Hoch von dem großen, westlich Irland lagernden Tief etwas nach Südssten zurückgedrängt worden; auf der Süd- und Südostseite des Haupt- tiess sind flache Teiltiefs entwickelt. Es lag heute früh ein solches Teiltief über England und Frankreich und verursacht nordostwärts ziehend gegen mittag dünne Bewölkung. Weitere Tiefs scheinen nachzufolgen. Da jedoch dieselben vorderhand noch ganz 'schwach ausgebildet sind, und außerdem das Hoch sich nur ganz langsam nach Südosten zu bewegen scheint, so dürfte der Einstuß der Tiefs nur ein ganz geringer fein. Wir hätten also für die nächsten Tage immer noch Fottdauer des trorfenen, wenn auch nicht mehr so klaren Wetters zu ermatten, untettags ziemlich warm, aber im Gegensatz zu seither unter Einwirkung südöstlicher Winde mildere Nächte. A. P e p p l e r. CD Bad Homburg, 25. Sept. In Verbindung mitlzu. Tie größte Zayl von solchen der geschlossenen Armen- r V r s. o qapaI üfleae in brefem Sinne ibicnenben Anstatten besitze bas der Generalversammlung des Nasfauischen Landes Pi 0 &aLjen t>ic Provinz Schleswig-Holstein. Obst- unb ®artenbau^erexn§ üeranitaUd t>er Ml9«Lie Grünung und Unterhaltung solcher Anstalten setze aber Obst- und Gartenbauverein vom 3.-6. Oktober eine leistungsfähige größere Armenverbande voraus, stellung von Erzeugnissen des Obst- und Gartenbaues. unb ,bie Bildung solcher Verbände zu diesem Zwecke sei zu Kleine Mitteilungen aus Hessen und den erstreben. Dreierlei Anstalten seien notwendig: 1. Armen- Nachbarstaaten. Die sozialdemokratischen Landtags- arbettsanstalten, 2. Siechenhäuser, 3. Alterversorgungs-An- abgeordneten beabsichtigten, nach der „Frkf. Ztg.", über das statten. Meistens diene eine Anstalt allen diesen Zwecken, Vorgehen der Darmstädter Polizei gegen die russischen was aber nur ein Notbehelf sei. Sehr schwierig fei die Studenten aus Anlaß des Zarenbesuches im hessischen Landtag Entscheidung, in welchem Fall zur Fürsorge in §orm ge- inipmpniprpn schlvsjener Armenpflege einzutteten ser. Sie solle nie ohne 5" lnti.;ellieien. guttehnna des Armenpflegers, womöglich des Arztes, ge- --- troffen werden. Vor allem sei es fraglich, wie wett es Lonarek des Deutschen Vereins für Armen- angängig und zweckentsprechend sei, die Ausnahme ut eine H V s Anstalt und das Verbleiben darin zu erzwingen. Redner pffege und WoyNatlgneLr. I)ält nötig, daß die Fälle, in denen Zwang anzuwenden (Eigener Bericht des Gieß. Anz.) sei im Interesse des Armen sowohl, wie der Gemeinde, eigener «oeriup. gesetzlich genau umgrenzt werden müßten. Gegen eigen- m. . williges Ausscheiden solcher, die sofort wieder der offenen Elberfeld, 24. Sept. Armenpflege anheimfallen müßten, müßte sich die Armen- Soeben komme ich vvn der Einw eihun g des Ar- Verwaltung durch allerlei pädagogische Maßregeln, nicht menpflegerdenkmals zurück. Es war eine sehr ein- er durch Zwang schützen. Gegenüber der starken Be- drucksvolle Feier, die sich da aus dem Platze der alten schränkung der persönlichen Selbjiändigkeit in der Anstatt reformierten Kirche vollzog. Sie entsprach in ihrer schlich- erwachse der Anstaltsleitung eine hohe Verantwortlichkeit ten Einfachheit ganz dem Geist, der in der Elberfelder eine den besonderen Verhältnissen und Bedürfnissen Armenpllege lebt. Eine besondere Bedeutung erhielt sie Rechnung tragende Fürsorge. Dabei soll nicht bloß die durch die Anwesenheit der aus ganz Deutschland versam- Arbeitsfähigkeit und Willigkeit, sondern auch die Würdigmetten Mitglieder unseres Kongresses. Sie gestaltete sich kett berücksichttgt werden. Referent gibt deshalb für Siechen- dadurch zu einer dankbaren Huldigung der deutschen Ar- Häuser dem Pavillonsystem den Vorzug, und wünscht menverbünde vor der geistig führenden Armenverwalt- gemütliche Zimmer, in denen nicht mehr als vier Insassen nng. Die Weiherede hielt der gegenwärtige Leiter des untergebracht werden. Von besonderer Bedeutung sei die Elberfelder Anuenwesens, Beigeordneter Aders, der dem Hausordnung. Trennung der Geschlechter sei geboten, jedoch Dank, den die Stadt den Neubegründern des Lttmenwesens, müßte alten Ehepaaren das Zusammenleben ermöglicht Daniel von der Heydt, David Peters und Gustav Schlieper, werden. Sehr schtoierig sei die Hausordnung für Anstalten, schulde, Ausdruck gab, und mit dem Wahlspruch der Elber- ^e allen verschiedenen Kategorien dienen soll. Es müsse felder Armenpflege schloß: „Laßt uns Gutes tun, und nicht' * mühe werden". Alsdann übernahm der Oberbürgermeister Tr. Funk mit Dankesworten das Denkmal, nachdem seine Hülle gefallen war, in den Schutz der Stadt. Zum Schluß überreichte der Oberpräsident der Rheinprovinz, Dr. Nasse Frankfurt -AnL Oktoberkurse: fest. 2(1) 1(1) KD 1(1) 1 1 1 KD 1(D 2 1) 1(1) Kl) Kl) 1 1 1 KD KD 3u/q Mexikaner 4,/2°/o Chinesen . . Electric. Schuckert . Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . . Dißkonto-Kommandit Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staats bahn . Lombarden • • • Gotthardbahn . . . Laurahütte . . . . Bochum . . « . . Harpener . . . . Reiohsanleihe do. Konsole . do . . Hessen Oberhessen 3Vt°/o 8 I, 3‘/,°/o 3°/o 3‘/2% . 101.06 . 89.85 . 101.05 . 89.02 . 100.03 . 99.02 . 101.06 100.02 * 102*09 . 50.00 . 30.08 . 36 05 . 132.04 . 43.05 41.09 Lungentuberkulose Miliartuberkulose Harnruhr Nierenentzündung angeborener Lebensschwäche vorzeitiger Geburt Brechdurchfall Erstickung Lungenentzündung 4ljs% Oesterr. Silberrente 4% Ungar. Goldrente . 40/ü Italien. Rente . . 4Va% Portugiesen . . 5°/ Portugiesen. . . . 1% C. Türken . . Türkenlose..... Neueste Mewuugell. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. Berlin, 26. September. In der Jungfernhaide hat zwischen einem bekannten hiesigen Schriftsteller und einem Schauspieler ein Pistölenduell stattgefunden. Beim zweiten Kugelwechsel wurde der Schauspieler leicht am Oberarm, der Gegner an der Hüfte verwundet. Der Grund zu dem Duell soll in alten Zwistigkeiten zu suchen sein, die in einer tätlichen Beleidigung gipfelten. Danzig., 26. Sept. Der Kontorist Lawakowski, ein früherer Angestellter der Firma Wieler u. Hartmann, ver- uchte auf eine mit Unterschrift und Stempel der bekannten Firma versehene Quittung bei brr Norddeutschen Kreditanstalt 40 000 Mark zu erheben. Der Kassierer fragte vor der Auszahlung bei der Gesellschaft an und erhielt die Auskunft, daß ein Auftrag zur Abhebung der Summe nicht gegeben worden sei. Infolgedessen wurde der Betrüger verhaftet. Ansbach, 26. Sept. Auf dem Festkommers anläßlich der Zusammenkunft ehemaliger Angehöriger des Ansbacher Gymnasiums hielt der frühere Ministerpräsident v. Crailsheim eine Ansprache, in der er die deutschen Stämme zur Einigkeit ermahnte und u. a. Folgendes sagte: Nachdem ein großer Kaiser und Kanzler, unterstützt von einer großen Armee das einige Deutsche Reich geschaffen, sei es unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, daß es vor Uneinigkeit und Ueberwucherung des Partikularismus bewahrt bleibe. Wir sollten es stets mit dem Worte halten: „Civis germanicus sum!“ und uns jederzeit um die schwarz-weiß-rote Fahne scharen. In diesem Sinne trinke ich auf das große deutsche Vaterland. London, 26. Sept. Die „Morning Post" meldet aus Pretoria, das Blutharnen habe bei dem Rindvieh einen solchen Umfang angenommen, daß man die freie Bewegung des Viehs in mehreren Ortschaften verboten habe, da ein weiteres Umsichgreifen der Krankheit befürchtet werde. London, 25. Sept. Das Reutersche Bureau mdb-et aus Tanger: Nach Briefen, die um 20. September von Fez abgeschickt wurden, sind dort Gerüchte verbreitet, denen zufolge der TsUlpamm, nachdem der Kriegsminister Elrne- nebhi zum Sultan abgegangen war, die kaiserlichen Truppen angriff und schlug. Auch soNen die Verbindungen zwischen dem Lager des Sultans und Tazza unterbrochen sein. Die Briese besagen weiter, daß eine starke Streitmacht sofort abgehe zur Bestrafung des Tsul- stamms und zum Entsatz von Taztza. Wien, 26. Sept. In diplomatischen Kreisen, welche sowohl mit der Türkei als mit Bulgarien jn Fühlung stehen, wird die Anschauung ausgedrückt, daß nach der neuerlichen Note Oesterreichs und Jiußlands jetzt kaum mehr an eine Fried enAshörung gedacht werden könne. — An die bulgarische Vertretung gelangte eine telegraphische Note der bulgarischen Regierung über eine erfolgte Ve r ständig - uug in der macedonischen Frage. Sofia, 26. Sept. Als Antwort auf die angebliche Erklärung Lambsdorffs, daß die Türkei als souzeräner Staat das Recht habe, zur Herstellung der Ruhe Truppen in den Vasallenstaat einrücken zu lassen, verkünden die Blätter, daß 50000 Mar^n bulgarische Truppen nach der Grenze abgehen. 4% Griech. Monopol. 41 /,% äussere Argentiner Summa: 10(6) 5(4) 5(2) — Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Kunst und Wissenschaft. Ludwig Richter. Unter allen Malern des deutschen Volkes, ja man darf unbedenklich sagen, der ganzen Welt, hat es keiner verstanden, die idyllischen Reize der Welt irrt Kleinen, die tiefen Schmerzen und harmlosen Freuden eines schlichten Erbenloses, die Sitten und Gewohnheiten der Erwachsenen und der Kinder mit so sicherer Hand, so rein und ergreifend wiederzugeben, wie Ludwig Richter, dessen Geburtstag sich am 28. September zum hundertsten Male jährt. Ter Verlag von Georg Wigand in Leipzig hat zu diesem Tage Postkarten herausgegeben, die eine Anzahl seiner besten Werke recht hübsch wiedergeben. Diese Kartenbildchen bringen nicht nur wirkliche Kunst, sondern eignen sich Dank ihrer Mannigfaltig- keit zu Gelegenheitsgrüßen der verschiedensten Art. Einige sind ernst, andere sind heiter, alle sind stimmungsvoll. So bietet sich eine recht gute Gelegenheit, den Mann recht zu Ehren zu bringen, der wie kein andrer sinnig und innig das Leben der deutschen Familie gezeichnet hat. Möchten die schönen Karten zu hunderttau- senden° benutzt werden. . 27.02 . 91.06 . 96.75 . 101.05 . 202.00 . 186.09 . 135.75 . 146.08 . 152.09 . 188.04 . 16.06 . 190.02 . 226.03 . 181.05 . 185.00 Telephonischer Kursbericht. a. JA., 25. September 1903. 'Warnung vor Fälschung □ in Pillen noch Pulverform, noch mit Kakao\ W(jllvL gemischt, sondern ni1 p in Flaschen mit eingeprägtem Namen ist Dr- Hommel’e IIUL Haematogen echt. 92 Landwirtschaft. w. Aus dem Kreise Wetzlar, 24. Sept. Mit großer Befriedigung blickt man auch hierzulande auf die Landwrrkschaft- liche Ausstellung zu Gießen zurück. Durften sich doch viele Landwirte unseres Kreises bet dem Wettbewerb des Vogelsberger Rmdes als Aussteller beteiligen. Unter den mehr als 300 ausgestellten Tieren dieser Rasse hatte unser Kreis allein 50 Stück entsandt. Aber troß der scharfen Konkurrenz war das Resultat für unsere Aussteller sehr ehrend, indem sie 2 erste, 4 zweite, 5 dritte, 3 vierte Preise und 7 Anerkennungen, im ganzen 24 Preise, erhielten. Die Summe der Geldpreise betrug für die prämiierten Tiere unseres Kreises 1270 Mt. Wer die Verteilung der Preise auf die einzelnen Klassen genauer verfolgt, dem muß auffallen, daß unsere ausgestellten weiblichen Tiere nur einen ersten Preis erhielten, währe,id die Bullen viel besser abschnitten. Offenbar werden hier die Bullen von Jugend auf besser ernährt und dürfen auch erst mit 18 Monaten zur Zucht verwendet werden._____________________________ „Nun denn", rief bet jnnye Mann kurz entschlossen, „ich meinte damit, daß ich Dich zur Frau will. Dus war's, was ich sagen wollte." — „Wenn Du das meintest, Georg, so habe ich nichts dagegen. Dagegen sprechen die Naturgesetze nicht. Umarme mich, Georg!" (Luxemb. Ztg.) 3V2% 4% Oesterr. Goldrente . vertagt. Koblenz, 25. Septembr. Zwei Musketiere des 28.Infanterieregiments faßten den teuflischen Plan, nachdem sie desertiert waren, vor Laub einen Eisenbahnzug zum Entgleisen zu bringen, um, wie sie vor der heutigen, in Koblenz stattgehabten Kriegsgerichtssitzung ecklärten, die verunglückten Reisenden zu berauben und dadurch die Flucht ins Ausland bewerkstelligen zu können. Sie legten schwere Holzschwellen quer über die Bahngeleise und verrammelten dieselben. Glücklicherweise entdeckten die Bahnwärter am Abend das Hindernis, sonst wäre durch Entgleisung des unmittelbar daraus die Stelle passierenden süddeutschen Schnellzuges unabsehbares Unglück geschehen. Beide noch wegen Diebstahls Angeklagte erhielten 77, Jahre Zuchthaus und 10 Jahre Ehrverlust. Außerdem wurde auf Entfernung aus dem Heere erkannt. Von der Anklage der vorsätzlichen Gefährdung eines Eisenbahnzuges wurden die beiden freigesprochen. München 24. Sept. Ter Amtsanwalt hat die Berufung in der Prozeßsa'che gegen den,S i m p l iz i s s m u s" wegen groben Unfugs, begangen durch das Bild Gesandtenerziehung, zurückgezogen. Der Redakteur und der Zeichner waren zu 30 Mk. Geldstrafe verurteilt worden. Tn.anngisch.ea 1 —— _ n. Elektro- u. Maschinen- TechtraakMB« Ilmenau Gerichtssaal. b. Gießen, 25. Sept. (Strafkammersitzung.) Das heute verkündete Urteil in der Strafsache gegen den evangelischen P f arr er F. in Rendel, der, wie wrr schon ftüher berichteten, unter der Anklage stand, Vermögen der Kirche zu seinen Zwecken veräußert und verpfändet KU haben, lautete wegen Vergehens im Amte im Sinne des § 350 des Reichsstrajgesetzbuchs auf eine Gesamtstrafe von fünf Monaten Gefängnis mib Tragung der Kosten des Verfahrens. Aus den rechtlich interessanten Gründen ist her- vorzuh^ren, daß die Strafkammer nicht nur in der Veräußerung, sondern auch; in der Verpfändung eine rechtswidrige Zueignung erblickte. Das Gericht schenkte dem Angeklagten darin Glauben, daß er eine dauernde Schädigung des Kirchenvermögens nicht beabsichtigt habe. In ULbereinstimmung mit der konstanten Rechtsprechung des Reichsgerichts entschied die Strafkammer, daß in Hessen der evangelische angestellte Pfarrer insoweit als mittelbarer Beamter des Staats im Sinne des § 359 des Reichssrrasgesetzbuchs zu betrachten sei, als er infolge seiner Anstellung als Geistlicher gesetzlich berufen sei, bei der durcy die Staatsgewalt eingesetzten Verwaltung des Kirchenvermögens mitzuwirken und als Organ der Staatsgewalt unter öffentliche Autorität für die Zwecke des Staates bez. der Verwaltung und Ueber- wachung des Kirchenvermögens tätig zu sein. Strafmildernd wurde bei Ausmessung der Strafe in Betracht gezogen, daß der Angeklagte nicht aus Eigennutz gehandelt habe, sondern für seine bedrängten Brüder. — In der Strafsache gegen den Lokomotivführer A. H. in Gießen, der gegen des ihn wegen Körperverletzung zu 60 Mk. Geldstrafe verurteilende Erkenntnis des Schöffengerichts Gießen Berufung verfolgte, erkannte die Strafkammer auf kostenpflichtige Verwerfung. — Den gleichen Erfolg hatte die Berufung des Taglöhners I. W. von Alsfeld gegen das ihn wegen Körperverletzung zu 4 Wochen Gefängnis verurteilende Erkenntnis des Schöffengerichts Alsfeld. — Der Weißbinder H. Sch. in Annerod geriet anläßlich der im August L I. dort stattgehabten Äürgermeisterwahl mit einem anderen Einwohner von Annerod in Disput und versetzte ihm im Verlaufe desselben einen Messerstich in den Kopf; auch verübte er ruhestörenden Lärm Urteil : 6 Monate Gefängnis und 6 Tage Haft bei sofortiger Verhaftung. — Auf die Berufung der Großh. Staatsawvalt- schaft gelangte heute die Straffache gegen den Viehhändler M. S. zu Neustadt, der wegen Gewerbesteuerhinterziehung Einen Strafbescheid von 40 Mk. erhalten hat, auf seinen Einspruch hin aber vom Schöffen- aericht Homberg freigesprochen wurde, zur Verhandlung. Wegen der mannigfachen in Betracht kommenden Rechts- iraaen wird die Verkündigung der Entscheidung ausgesetzt — Die Strafsache gegen H. L. aus Alsfeld wegen Gewerbesteuerhinterziehung fand durch Zurücknahme der Berufung ihre Erledigung z. Kinzenbach, 24. Sept. Die hiesige Sptnnstuben- anqelegenheit von der diesjährigen Fastnacht, wonach mehr als 30 junge Leute eine Poüzeistrafe von je b Mk erhalten, beschastrgte schon zweimal das Schöffengericht zu Wetzlar. Es wurde von den Beteiligten auch bei der gestrigen Verhandlung der wiederholte Beweis geliefert, daß man hier seit den ältesten Zetten m den Spinnstuben in der Fastnacht ganz nach Belieben beisammen geblieben und noch niemals die Polizei emgeschritten ist. Für den Aionat Oktober ist ein neuer dritter Ternnn anberauint, zu ivelchem auch der hiesige Gemeindevorsteher zur Vernehmung in dieser Angelegenheit geladen werden soll. Berlin, 25. Sept. Die dritte Strafkammer des Landgerichts I verhandelte gegen die Redakteure des „Vorwärts" Leid und Kalinski in der Angelegenheit des angeblichen Kaiserinsel- Projektes. Leid ist angeklagt wegen groben Unfugs und wegen Majestätsbeleidigung. Die Tendenz der Artikel ei, den Kaiser selbst als denjenigen zu bezeichnen, der die höchst änderbaren Pläne entwaff und betreibe und daß ihm angedichtet werde, aus A n g st vor einem Aufruhr sich auf die befestigte Havelinsel Pichelswerder zurückziehen zu wollen. Kalinski ist wegen Beleidigung des Hosmarschalls v. Trotha angeklagt, weil er auf dessen Erklärung, von solchen Plänen nichts zu wissen, ihn der wissentlichen Unwahrhett zieh. Die von der Verteidigung geladenen Zeugen, der Ehef des Militärkabinetts Graf von Hülsen-Häseler und Major v. Zastrow, sind nicht erschienen, da sie auf Reisen oder im Manöver sind. Die vernommenen Zeugen erklären sämtlich, von einem solchen Echloßplan nichts zu wisien. Zur weiteren Zeugenvernehmung wurde die Sitzung auf Dienstag Handel und Verkehr. Uolkswirlschast. § Butzbach, 25. Sept. Unser erster Herbst-Schweinemarkt erfreute sich infolge günstigen Wetters eines starken Besuchs. Angefahren waren über 100 Wagen mit Schweinen, die fast alle verkauft wurden. Es kosteten je nach Qualität: Ferkel das Paar 30—50 Mk., Einlege- schweine 75—110 Mk. WHrnttiche Werficht dkr Todesfälle in der Stadt Hießen. 36. Woche. Vom 30. August bis 5. September 1903.] (Einwohnerzahl: angenommen zu 26 900 (inkl. 1600 Mann Militär) Sterblichkeitsziffer: 19,32, nach Abzug von 6 Ortsfremden: 7,73 %o- Kinder Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr Mk. vor- J281 Gießen, 25. September 1903. Der Oberbürgermeister. Mecum. Bekanntmachung, Bei der m der Sitzung der Stadtverordneten-Bcrsammlung vom 24. September ds. Js. vorgenommenen Dezember 1903 zur Nüctzahlung kommenden 3/ /oigen Schuldverschreibungen der Anlchen der Stadt Gießen von den Jahren 1893, 1894 und 1895 sind gezogen worden: a. vom 1893er Auleherr: t -i. r q»n ii 47 54, 71, 76, 96 ä. 2000 Mk. M N°" 166, 237, 272, 274, 350, 372, 386, 3S2 L 1M0 Mk. " N 9h 87 141 204, 224, 373, 375, 398, 467, 518, 577, " • 644 662 728, 734, 749, 772 ä 500 Mk. O m0 66 73, 93, 136, 180, 281 ä 200 Mk. ” P. No 76,' 130, 150, 157, 211, 266, 322, 359 i 100 b. vom 1894er Attlehe«: Lit. L. No. 370, 371 L 2000 Mk. M No 415 464 ä 1000 Mk. " N’ No' 860 967, 975, 1031, 1045, 1068 k 500 Mk. " 0. gZo* 354,' 378, 396 ä 200 Mk. " p. No. 477, 499, 558, 570 k 100 Mk. c. vom 1895er Auleheu: Lit. L. No. 431 = 2000 Mk. M. No. 522 ----- 1000 Mk. N No 1103, 1106 k 500 Mk. ES w.rd 'diks mit dem An,üg°n zur K-rmtniS der B-sitz-r der gemerkten Schuldverschr-ibung-n gebracht, daß bie Einlösung beifelben bei der Stadtkasse Gießen, . _ . S s? SLKS KSS S Ä'. “ find noch nicht zur Rückzahlung vorgelegt wordeu. Lit. N. No. 14 und 29 über 500 Mk. „ O. No. 415 über 200 Mk. p, Nr. 25 und 252 über 100 Mk. Bitte hier abzuschneiden 1 s D Alle Znterestenten nuferes Adretzbucher der Stadt und des «reifes Gießen, die dasselbe noch nicht bestell« staben, bitten wir, di- Rückseite dieses Hinweises zu beachten und zur Bestellung zu benutzen. / Verlag der Gießener Anzeigers vrühl'lcke ÄniverMts-vruckerei. W-Lersteigemg. Der Ertrag an Aepfeln von den Bäumen der Kreisstraßen soll an Ort und Stelle baumweise versteigert werden und zwar; 1. Straße Gießen—Rodheim: am Montag den 28. Sept, von vorm. 8 Uhr ab, beginnend bei Klm. 2. 2. Straße Großen-Linden —Langgöns: am Dienstag den 29. d. M. von vorm. 9 Uhr an, beginnend bei der Mühle zu Großen-Linden.^ 3. StraßeGietzen—Steinbach: am Mittwoch den 30. d. M. von vorm. 8^ Uhr an, beginnend bei der Wirtschaft zur Stadt Lich. Gießen, 25. September 1903 Rohrer 7264 Kreisstraßenmeister. Werdingung von Irainagearöeiten. Die für dieses Jahr zur Ausführung vorgesehenen Drainagearbeiten in der Gemarkung Langsdorf — co. 37 000 Meter — sollen Montag, den 5. Oktober d. Js^ nachmittags 3 Uhr, auf dem Rathause zu Langsdorf durch öffentliches Ausgebot ver- Verdingungsunterlagen liegen auf Großh. Bürgermeisterei Lanasdorf zur Einsicht offen. © i e fs e n, den 24. September 1903. 7239 Großh. Äulturinspektiou Gießen. W i ß m a n n. Bekanntmachung. Diejenigen, welche für den bevorstehenden Winter Fichten-Deck- reiier aus den städttschen Waldungen zu beziehen wünschen, wollen ihre Meldungen spätestens bis znm 10. Oktober auf der Bürgermelsterei — Zimmer Nr. 15 — erstatten. Die Lieferung erfolgt frei vors Haus. Der Preis ist auf 16 Psg. für die Welle festgesetzt und bei der Anmeldung zu entrtchten. Gießen, den 24. September 1903. <280 . Der Oberbürgermeister. Mecum. _____ I Ü R Statt kesonderer Anzeige. Die gllickliche Geburt eines gesunden Töchterchens zeigen an Rrchtiimwalt Arnold und Frau Anna, geb. Kratz. Gießen, den 24. September 1903. 04629 Das Kommando. 7241 TMeue Spine und Abfallholz zu verkaufen. Wellhöfer, Marburgerstraße. Abends Tanz Der Vorstand. Sondert. 7178 Kleine Kartoffeln z. Füttern okw. gekauft Mäusburg 3. Montag den 28. September» abends 81/, Uhr, SS@r Hebung. -WS Nach derselben Besprechung wegen des Stiftungsfestes. $eterimeii=8cmn. Morgen Sonntag 27. Septbr., Partie aach Manzenberg. Abfahrt mit Zug 8" vormittags nach Station Schiffenberg. 7245]Der Vorstand. Turnverein. Sonntag den 27. September Aöturneu in der Turnhalle. Von nachmittags 4 Uhr ab Montag, den 28. Septbr., abends 8l/< Uhr, Schluß-Uebung Die Mitglieder werden ausge- fordert pünktlich und zahlreich zu erscheinen. 7259s Das Kommando. BiMzejeWst. Morgen Sonntag nach Textors Terrasse. 7268 Der Vorstand. U4öoz] Liesen, gur erycnrene, Dauerbrand-, Füll- und Säulen-, zu verkaufen Seltersweg 39. Ein Schaufenster, Rahmen, Spiegelglas u. eiserner Rollladen ist billig abzugeben. 6986 Bahnhofstraße 61. ■ ■ Ä für reisende HOSPIZ Damen evang. Schwesternhaus, (xiessen. iohannesstr 7. Stadt-Theater Sieben. Direktion Steiugoetter. 6röfmgitr8pitljtit Dienstag, 29. Zrpt. 1903. Jubelouvertüre v. E. M. v. Webex Prolog. Ouvertüre v. Figaro's Hochzeit v. Mozart. Der zerbrochene Krug. Lustspiel in 1 Akt v. Kleist. Motive aus Egmont v. Beethoven Die Geschwister. Schauspiel in 1 Akt. v. Göthe. Historische Märsche. Walknstein's Lager. Dramatisches Gedicht v. Schiller. KontorMii. Morgen Sonntag Familien-Abend aus dem Felfenkeller. 7250 Der Vorstand. Wäscjae zum Bügeln wird unter Zusiche* rung prompter Bedienung angenommen. Frau G.Hütteuberger 6939 Seltsersweg 22. 04586] Frau empfiehlt sich int Kleidermacheu in und außer dem Hause. Atäusburg 12, III. Tüchtige Waschfrau emps. sich z. Waschen außer dem Hause. 04527 Kirchenplatz 11, ni. 7238 anschlags zu erfolgen. Die Offerten find verschloffen und portofrei, mtt entsprechender Auffchrift versehen, bis Montag, den 5. Oktober d. IS., vormittags 11 V, Uhr, bei der unterzeichneten Behörde einzureichen, woselbst auch deren Eröffnung um die angegebene Zeit in Gegenwart der etwa erschienenen Bieter stattfindcl. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, am 24. September 1903. Großh. Kulturiuspettiou Gießen. W i ß m a n n. Verkauf auf Abbruch. Baustelle der Dankeskirche, Ludwigsplatz, Bad-Nauheim 1. Wertvolle Glasvorhalle: Gußsäulen (Schmiedeisen), Glasdach, sehr gut erhalten, 26 Mtr. lang, 5 Mtr. breit, 8,80 Meter Säulenhöhe. 2. Küchenbau für sich, Holz und Fachwerk, D/zstöckig, 9 Mtr. lang, 9 Mtr. breit, zu Wohnhaus, Lagerhaus, Spersesaal, Gartenhaus geeignet. 3. Hauptgebäude, massiv Bruchstein, 2 stückig, 26 Mtr. lang, 11,60 Mtr. breit, ohne Inventar einzeln oder insgesammt auf Abbruch zu verkaufen. Schriftliche Angebote bis zum 5. Oktober einzureichen bei dem evaugel. Pfarramt Bad-Nauheim. Bedingungen einzusehen bei Kirchenvorstandsmitglied Chr. Schäfer, Hauptstraße. Auskunft erteilt die Baukommission Ferd. Sprengel, Fr. Schmidt, Lehrer H. Hofmann. 7251 Heute Abend 6 Uhr ab gthto Fische I. $. Schulhof Marktstr. 4. Bekanntmachung. In das Handelsregister wurde heute eingetragen: 1. Bezüglich der Firma „L. Scharmann II.* zu Gießen. Geschäft ist aus die Wittwe des Inhabers Marie Scharmann geb. Heil zu Gießen übergegangen. Dem Kaufmann Arthur Scharmann daselbst ist Prokura erteilt. 2. Bezüglich der Firma , Daniel Heil Nachf. * zu Gießen; Geschäft ist aus die Wittwe des Louis Scharmann, Marie geb. Heil zu Gießen übergegangxn. 7261 Gießen, 24. September 1903 Großherzogliches Amtsgericht. Herdingung von Krainagearbeiten. "" Für die Keldbereinignng Gieße«, rechts der Lahn, sollen die zur alsbaldigen Ausführung vorgesehenen Dramagearbeiten — ca. 38 500 Meter — und das Anfahren der Röhren — ca. 4180 Zentner — im Wege schriftlichen Angebots veraeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen bet der unterzeichneten Behörde zur Einsicht auf. Angebote haben in Prozenten des Vor- Zirkus Itoreh OSwaldSgarte«, Gieße«. Samstag den 26. Sept., abends 8 Uhr: Elite-Abend. Sonntag den 27. Sept.: Zwei große Fest-Vorstellungen nachmittags 4 Uhr u«d abends 8 Uhr. Das Programm der Nach' mittags-Vorftellung ist ebenso reichhaltig wie das der Abend- Vorstellung. In diesen Vorstellungen das Großartigste auf zircensischem Gebiete. Vorführungen, welche hierorts durchaus neu sind. Urne urkomische Inlcrmessi aller CloWS. Ein Jeder soll und muß lachen. Die neuesten Freiheitsdressuren. Der wunderbare Schulritt auf dem Manegen-Rande. Die Fahrt im Todesrillg. Das Verwegenste u. Tollkühnste, das bts jetzt in einem Zirkus gezeigt wurde. 17263 Die einzig dastehenden 7 Geschwister Lorch. stötflta WmMchwtiS Eich». GartcnftraSc 2, Zimmer «r.14 (Geschäftsstunden von 8—1 und von 3—8 Uhr.) Zu vermiete«: 57 Wohnungen von 1-7 Zimmern, 1 Zimmer zum Lagern oon Mobilrar oder Bibliotheksbeständen, 10 möblierte Zimmer, 2 unmöblierte Zimmer. Zu mieten gesucht: 32 Wohnungen von 1—6 Zimmern. Die Vermieter haben eine Einschreibgebühr zu entrichten und /war für eine Wohnung mit einem sährlichen Mietwert bis 300 All. ÄueBlid) o”o 5)it., ->o.< mehr als 300 BL bis 500, Mk. em- schließlich 0,50 AL, und von mehr als 500 Mk. 1 00 Alk.; außerdem ist für jede Wohnungsanmeldung 1,00 Mk. zu hinterlegen. Für die Wohnungssuchenden erfolgt die Vermittelung un- entgeltlich. ___________ Bekanntmachung. Eine Wiederholung der Vertilgung der Ratten durch Gtst in 6en städtischen Kanälen und Wafferläufen soll in den nächsten acht Tagen vorgenommen werden. Um eine durchgreifende Wirkung zu erzielen, ist es erforderlich, daß alle Besitzer der tm Stadt- qebiet liegenden Hausgrundstücke für gleichzeitige Vertilgimg der Ratten in ihren Kanälen, Sinkkasten und Höfen usw. sorgen. Die Besitzer von Haustieren, Gestügel usw. werden hiervon unter der Aufforderung in Kenntnis gesetzt, solche Tiere von den $e- fährdeten Stellen fern zu halten, da seitens der Stadt etwaige Schadenersatzansprüche abgelehnt werden. Gießen, den 25. September 1903. 7227 Grvßherzoglupe Bürgeimelfterei Gießen. Mecum. Wie neu wird Jeder mit Kechtkl's Zalmiak-Sallseife gewaschene Stoff jeden Gewebes, vorrätig in Pack, zu 40 Pfg. bei [6212] Gustav Walter. Land-Eier per Stück 7 Pfennig. [04652 Pr. Laudbutter per Pfund 1.10 empfiehlt W.Ullrich,Schloßgaße7. ■ ■ ■ ■ ■■■ Bitte hier abzuschneiden! ' — Bestellschein. i _____________________ I An rz die Srühl'sche Druckerei f Gießen. ” hierdurch bestelle ich, wir Exemplar von dem I „Adreßbuch der Stabt und der Ureises Gießen" | für den Vorzugspreis von Mk. 2.50. Drt Name refp. Firma Straße .................Nr. (wir bitten die Kdresse recht deutlich anzugeben.) Theater-Verein. Unter Bezugnahme auf unser Zirkular bitten wir diejenigen unserer Mitglieder, welche an der festlichen Eröffnungsvorstellung des Stadttheaters am Dienstag, den 29. September, teilzunehmen beabsichtigen, die Einlasskarten am Montag bei Herrn Challier abzuholen. 7272 Etwa gewünschte Aenderungen in der Zahl der Plätze in unseren Separatvorstellungen, wolle man Herrn Challier bis Mittwoch mitteilen, da am Donnerstag die öffentliche Verlosung der Sperrsitze stattfinden soll. Der Vorstand. MdmWer Wvmi Siegen. Wiederbeginn der Proben: Montag ven 5. Oktober, Abends 3 Uhr. Zur Einstudierung gelangt: » . 7235 Berlioz: Des Heilands Kindheit Um vollzähliges Erscheinen wird ersucht. $C1. Borstand. Bäckerverein Früh auf! Sonntag, den 27. September Stiftungsfest — im Neueu Eintritt 75 Pfg. Hiesige Kollegen, welche nicht int Barem sind, erhalten keinen Zutritt. 7265 Der Vorstand Gesangverein Gemütlichkeit. Sonntag den 67. Spetember: Abend Unterhaltung im Festsaale des Eaf^ Leib bestehend in Gesangsvorträgen, Theater nnd Tanz. Eintritt 75 Pfg., eine Dame frei. 7159 Mniang 8 Uhr. ' Der Vorstand. Sonntag den 27. September Abturnen des Turnvereins Heuchelheim verbunden mit Preis- und Schauturue« im Garten des Gastwirts Ludwig Kröck X. Während des Turnens Konzert. Abends Tauz. äJXF“ Für gute Speise« und Getraute ist bestens gesorgt. Hierzu ladet ergebens! ein Ludwig KrÖCk X. Zn beoorfteheiiöeil falten Jahreszeit enrpjehle ich mich im Anfertigen von Vorsenstern, ««brt°ge° »°n FeHemckchtW sowie sämtlichen Reparaturen. Ludwig Schmitt, gut). Wilh. Schmitt, Glasermstr. 7 Sauzlcibcrg 7. £404=7) «m Braud. 7274 K MO = Kautschuksiemgsel = die bei der Landwirtschaftlichen Ausstellung verliehene Medaille darstellend, sind in feinster Amtsführung vorrätig zu haben in der Giessener Stempelfabrik, Ereilter & Co. SelzeTSfickereien Größte Auswahl. Prachtvolle Muster. Vorzüglichste Qualität. Billige Preise. 3810 J. 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