Nr. 226 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gtetzener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem Kesfischen Landwirt die Siebener Familien« blätter viermal in der Woche betgeleßL RotattvnSdruck tu Setlag der Brüh Nicherr Untvers^Buch- u. Stein- drackeret (Pietsch Erben) Nedaktton, Expedition und Druckerei: Schnlstratze 7. Adresse für Depeschenr Anzetger Vietze«. Fernsprrchanlchluß Nr. 51. Samstag Ä6. September 1903 Drittes Blatt. 153. Jahrgang GiehenerAnzeiger ** General-Anzeiger w Amts- Md Anzeigeblatt für den Kreis Gießen VeHagsprersr monallich7bPs., otertel- säbrlich Mk, 2.20; durch Aohole- u. Zweigstellen mouatltd) 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel- läßrL aasschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen ür dre Tagesnummer .'iS Dormtttag» 10 Uhr. t etlenpret»; lokal 12 Pf^ auSwärtS 20 Psg. Peraatworltich für den poltt und augem. Teil- P. ötttfo: Mr .Stadt und Land* und , G erich iss aal *: A u a u ft Götz; füt den An- -etqentetl: pan- Beck. 23. Kongreß des Deutschen Vereins für Armenpflege und Wohltätigkeit. (Eigener Bericht des Gieß. Arrz.) n. Erne Besprechung schließt sich an diesen Vortrag nicht an, vielmehr tritt die Versammlung alsbald in bie Erörterung seines Hauptthemas, die Frage des Verhältnisses der Armenpflege zu dem Zwangs- (Fürsorge-)gesetz, ein. Diese Frage ist vor allem für Preußen brennend geworden. .Die Auslegung, die das preußische Gesetz durch das Berliner KammergerichL gesunden hat, droht den günstigen Erfolg des Gesetzes sehr zu beeinträchtigen. Wahrend die Zahl der in Fürsorgeerziehung gegebenen Minderjährigen nach dem Erlaß des Gesetzes von 1901 im allgemeinen von 11000 auf 27 000 gestiegen ist, ist seit der Rechtsprechung des Kammergerichts die Zahl gerade derjenigen Kategorie, bei der am meisten Aussicht auf Erfolg zu erwarten ist, der Kinder unter 14 Jahren, die noch nicht verwahrlost sind, sondern nur in großer Gefahr stehen, stetig zurückgegangen. Der Grund liegt darin, daß das Kammergericht in der Mehrzahl dieser Fälle auf Grund von § 1666 des Bürgerlichen Gesetzbuches die Anordnung einer Vormundschaft und die Unterbringung der Kinder auf Kosten der Armenverbände für ausreichend hält. Tas Fürsorgeerziehungsgesetz habe nur eine subsidiäre Bedeutung, und trete erst ein, wenn die auf Grund des § 1666 getroffenen Maßregeln nicht ausreichen. Da die städtischen Armenbehörden ihre Verpflichtung auf Grund dieses Paragraphen bestreiten, so unterbleiben in zahlreichen Fällen die Anträge. Der erste Redner, Landesrat K ch m i d t- Düsseldorf, beklagte mit allen anderen diese Tatsache. Er lehnt aber zunächst die Unterstellung ab, als ob die Pro- vinzialverwaltungen das Kammergericht angerufen hätten, um sich ihren Verpflichtungen und der sich daraus ergebenden Belastung zu entziehe. Im Gegentell hätten Annen verbände das Gesetz benutzt, um sich finanziell zu entlasten, auch in Fällen, in denen das Fürsorgeerziehungsgesetz gar nicht Platz greife. Es Lonne aber kein Zweifel sein, daß die Auslegung des Kammergerichts den Sinn des Gesetzes treffe. Umsomehr, als das Bundesamt für Heimajt- wesen die Verpflichtung der Armenverbände zur Fürsorge für ein Kind, das der Vormundschastsrichter seinen Eltern entzogen habe, um es vor Verwahrlosung zu schützen, das dadurch einer „künstlichen Hilfsbedürftigkeit' anheimgefallen sei, anerkannt habe. Aber auch auf dieser Grundlage könne das Nötige zum Schutz der mit Verwahrlosung bedrohten Kinder geschehen Allerdings müßte:: sich, die Armenverwaltungen entschließen, sich, den Entscheidungen des Kam- mergerichts und des Bundesamts für Heimatwesen, solange sie zu Recht bestehen, zu fügen. Vor allem müßten aber die Vormundschaftsrichster ihre Entscheidungen viel sorgfältiger begründen, damit klar ersichtlich sei, ob wirklich die Bedingungen der Fürsorgeerziehung oder nur ein Fall der Armen für sorge gegeben sei. Ter zweite Referent, Magistratsassessor Schiller- Breslau, sucht demgegenüber nach- zuweiseu, daß das Gesetz nicht in dem behaupteten Sinne subsidiär sei, sondern daß der Gesetzgeber beabsichtigt habe, die Fürsorgeerziehung damit selbständig und vollständig zu regeln. Die von dem Bundesamt für Heimatwesen konstruierte „künstliche Hllfsbedürftigkeit" sei unhaltbar. Er führt dagegen die Geschichte der Entstehung des Gesetzes und starke innere Gründe ins Feld. Selbst in Fällen, in denen die Entziehung der Erziehungsrechte auf (Äund von § 1666 zur Verhütung von Verwahrlosung genügen könnte, sei das Verfahren meist so umständlich, daß die Fürsorgeerziehung weit vorzuziehen sei. Der dritte Referent, Amtsgerrchtsrat Dr. Köhn-Breslau, rühmt es dem Bürger!'. Gesetzbuch nach, daß es das Verhältnis der Eltern zu den Kindern und überhaupt jedes lltecht über Unmündige sehr energisch aus dem Gesichtspunkt einer Pflicht, und nicht der Macht, ausgestalte. Er erkennt an, daß aus den Motiven des Gesetzes hervorgehe, daß der Gesetzgeber üidirekt eine umfassende Regelung der Zwangserziehung beabsichtigt habe. Dagegen hält er die Auslegung des Kammergerichts dem Wortlaut des Gesetzes entsprechend, aber auch auf dieser Grundlage ein durchaus genügendes.Eingreifen bei Gefahr der Verwahrlosung eines Kindes möglich sei. Es entspreche auch dem Sinne des Gesetzes nicht, wenn Armenverwalt- ungen versuchten, Kinder, die vorher auf ihre Kosten untergebracht worden seien, nach Erlaß des Fürsorgeerziehungsgesetzes nun unter dieses Gesetz zu stellen. Es gebe auch sonst noch Fälle genug, in denen Fürsorge auf Grund von § 1666 angemessener fei. Jedenfalls habe die Entscheidung des Kammergerichts einen Anspruch darauf, respektiert zu werden. Trotz allem, was gesagt werde, handle es sich doch, nur um die Frage, wer die Kosten zu tragen habe. So lange die Rechtsprechung gütig sei, sei es Pflicht der Armenverwaltungen, um der Kinder willen dce Kosten aus sich zu nehmen. In der Diskussion beleuchtet Oberbürgermeister Lentze-Barmen scharf die Umständlichkeit, Schwierigkeit und Unzulänglichkeit der Erziehruig auf Grund von § 1666, und bestätigt die ungünstigen Folgen, die die Entscheidung des Kammergerichts daher gezeitigt habe, daß zahllose Kinder der chnen zugedachten Fürsorge dadurch verloren gehen. Ter Landeshauptmann von Westfalen, von Holl, hält die Differenzen nicht für so groß, wenn Armenverwaltungen und Provinzialverwaltungen gemeinsam das Interesse der Heranwachsenden Jugend in den Vordergrund stellen. Geh. Oberregierungsrat von M a s s 0 w hält eine gesetzliche Deklaration über den Sinn des Gesetzes oder allenfalls dessen Abänderung für unabweisbar. Er weist öafür vor allem auf die Unfähigkeit vieler kleinen Armen- verbände hin, die auf Grund vow § 1666 chnen angesonnenen Lasten zu tragen und die ihnen aufgelegten Aufgaben zu erfüllen. Die Interessen, die hier auf dem Spiel stehen, seien so wichtig, daß der Staat die Kosten nicht scheuen dürfe. Jedenfalls müßte, so lange der gegenwärtige Zustand nicht geändert sei, von der Möglichkeit der vorläufigen Unterbringung auch in den Fällen, in denen nachher § 1666 zur Anwerrdung komme, Gebrauch zu machen. Es sei aber ein Akt der Gerechtigkeit, daß die Kosten für diese vorläufige Unterbringung auf die Staatskasse übernommen werden. Staatsrat Ja kste in-Potsdam oetont den un- günstigeu Einfluß, den die Auslegung des Kammergerichts auf die amtsgerichtlichen Entscheidungen übe. Der jetzige Zustand sei uÄ)altoar, und das müsse heute von der Versammlung bestimmt ausgesprochen worden. Auf Borschilag des Vorsitzenden wird die Verhandlung um 2 Uhr abgebrochen und die Beschlußfassung über eine Resolution aus morgen ausgesetzt. Vermischtes. *OriginelleBerlinerBereinsnamen bringt ein soeben herausgegebenes Generalverzeichnis Berliner Vereine, das mehr als 3000 Adressen aufweist. Die wunderbarsten Vereinsnamen haben die Kegler entdeckt. Neben einer „Mobllen Acht" gibt es eine „Kalte Achte", dazu gesellen sich die Kegelllubs „Nunue" und „Pmke". Recht energisch klingt der Name „Wilde Männer"; auch der Name „Ratte" und „Ratze" kehrt oft wieder. „Wüstenlatscher" ist jedenfalls ein richtiger Berliner Ausdruck, ebenso die Namen „Gurke", „Erpel" und „Fidele Frösche", die von den Kegelbrüdern zum Unterschiede von anderen Vereinen, die sich harmloser nennen, gewählt wurden. Eine zweite Kategorie, die recht sonderbare Namen aufweist, ist die Gruppe der Rauchklubs. Auf den Tabak, der dort konsumiert wird, beziehen sich die Namen nur in den seltensten Fällen. „Kuba" und „Sumatra" ist allerdings einigemale vertreten, aber hier hört es schon auf. Tann kommt „Seegras", „Ohne Furcht", „Feste Männer", alles Namen, die uns die Qualität des Krautes, das man raucht, ein be- denlliches Licht werfen. Charakteristischer find schon die Namen „Sieben roocht", „Nasenwärmer" und „Schmoock- brüder". Daß die Radsahrvereine Namen wie „Klub der Harmlosen" imd „Wodan" wählen, dürfte auch wenig bekannt sein. Skattkubs fehlen in einer Vereins-Stadt wie Berlin natürlich nicht, sie blühen aber recht im Verborgenen. Die Namen dieser Vereine beziehen sich in ber Regel auf das Kartenspiel, daneben gibt es Namen wie „Deutscher Michel", „Dalles", „Sitzfleisch", „Mt dem Hausschlüssel" und andere, die auf die Dauerhaftigkeit der Vereinssitzungen Bezug haben. Unter den gemischten Vereinen bieten manche Gelegenheit zum Spezialstuduun. Ta haben wir zunächst die seit vielen Jahren heimische Gesellschaft „Blaue Zwiebel", einen Verein „Urfideler Kahlköpfe", „Verein der Achtmonatskinder" und viele andere, die aus einer übermütigen Laune entstanden sind. ,Bon den Billard-Klubs, die neuerdings zur Aufnahme kommen, haben nur einige originelle Bezeichnungen gewählt, so u. a. der Verein, der unter dem Namen „Nicht schielen" figuriert. Mit der jüngsten Gruppe der Vereine, mit den Ätterie- Vereinen, wollen wir unsere Zusammenstellung schließen. Ta sind zunächst die llassischen Namen „Geduld", „Froher Mut" und „Füllhorn" zu finden. An den Burenkrieg erinnert der Verein ,ä8urenglück". Den Rekord in eiueur passenden Namen scheint jedoch der Verein erreicht ju haben, der den Namen „Schweineglück" führt. üchlffsnüchrichteil. Norddeutscher Lloyd. In Gießen vertreten durch Carl Loos, Kirchenplatz. Bremen, 22. Sept. (Per transatlantischen Telegraph). Der Doppelschrauben -- Schnellpostdampser „Kaiser Wilhelm der Große", Kapt. O. Cüppers, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist heute 4 Uhr morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Bremen, 23. Sept. (Per transaUantischen Tel^raph.) Der Doppelschrarlben-Postdampfer »Bremen", Kapctän R. Nierich, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist heute 3 Uhr morgens wohlbehalten i» Newyork angekommen. llted Star Linie. Ter Postdampser »Kroonlcmd" der Red Star Linie in Antwerpen ist laut Telegramm am 20. September wohlbehalten w Newyork angekommerr. Im oöereu Korlosftale. (Originalartikel des „Gieß. Anz.") Endlich, nach langem Harren prächtige Herbsttage. Wer sich irgend losmachen kann, sollte, wenn auch nur für eine Stunde hinaus und den Kö-rper in der milden Herbst- famte baden, Herz und Gemüt entlasten von dem, was es bedrückt, im Anschauen der nmh langem Urrwetter nun wieder so herrlichen Heröstlandschaft. Wird möglich machen kann, geht weiter hüraus, für einen halben Tag. Man nmß kleine Entdeckungsfahrten machen in Wald urrd Feld, in Gegenden, die einem noch fremd sind. Sieht man nicht immer Altgewohntes, so wird die Beobachtungsgabe reger, das Interesse an allem, was man sieht, größer. Drese Anschauung treibt mich tveit aus der allzu gekannten Umgebung der Stadt hinaus. Ich gehe auf die Dörfer. Der Mittagszug hat mich in Hungen abgesetzt. Noch weiß ich nicht, lvohin. Ich will ntich vom Herbstwind treiben lassen, und dieser bringt mir wie von ohngefähr einen Bekannten entgegen, der mir rät, Horloff aufwärts zu wcmderm. Der Weg führt durch die Stadt. Mit Grummet beladene Wagen begegnen mir; auf Handkarren und in Traglasten wird Obst herein giebrcuht, leuchtende Aepfel und prächtige Zwetschen. Der §erbft ist da, die Ernte geht ihrem Gude entgegen, emsig werden die Vorräte für den langen Winter hereingeschafst. — Ich komme an der Dampfmolkerei vorbei, die schori draußen vor der Stadt Liegt. Dicht vor der Steinbrücte, die über die Horloff führt, wende ich mich links und folge ca. 100 Schritte der Straße nach Villin- gen. Ta fährt ein Holzstea rechts über den Straßengraben in einen Pfad, der sich durch zahlreiche Garten zur Horloff durchwindet und dem rechten Ufer oerselven treu folgt. Nun brauche ich nicht mehr auf den Weg zu achten und darf mich nach anderem umsehen. Heber mir, hoch in den Wipfeln der Pappeln, hat sich ein ganzer Flug Stare niedergelassen. Sie singen gemeinsam, wie sich's anhört, bunt durcheinander und doch klingt daS Durcheinander von Tonen harmonisch. Was mögen sie sich erzählen? Geht es ihnen iuie uns Menschenkindern? Loben sie den milden, sonnenhellen Herbsttag und klingt wehmütig hindurch die Sorge um die tömmenöen finsteren Tage, die so leicht Sorge und Not, Krankheit und Tod bringen? Weit durch die herbslliche Luft tönt das Geschrei der Gänseherde. Die WiderstrebenderL werden durch die Hirtin zusammengehallen, welche mit dem roten Tuch an langer Weidenrute die Zänkischen umkreist. — Hier und dort wird Gmumnet gemacht, ja noch gemäht, einzelne Zünder weiden da und dort auf den Leckern. Hier werden die Zwetschen von den Bäumen geschüllelt unä jubelnd lassen \ity die Kinder die Früchte auf den Kopf regrren, ein bischen weh darf es schon tun! Zu meiner Rechten fließt die Horloff. Manchmal ist chr Lauf träge, daun wird die Strönnmg wieder stärker und die Wasserpflanzen nicken in der Strömung ununterbrochen. Die zierlichen Libellen fehlen schon, da und dort schießt ein Fischchen vom Rande des Baches in die tiefere Flut, ein leichtes Wölkchen von aufgerührtem Schlamm in dem klaren Wasser zurücklasserrd, entstanden durch die jähe, Bewegung der Schwanzflosse. Schmetterlinge, der Kohlweißling, der Trauermantel, der kleine Fuchs, schaukeln sich noch im Sonnenschein von Blume zu Blume. In den Gärten zu meiner Linken sieht es schon gar herbstlich aus. Sie dienen in erster Linie dem Gemüsebau, aber es fehll nicht an schönen Herbstblumen, denen überall ein Plätzchen eingeräumt ist. Noch heben die Dahlien stolz ihre Häupter, derennierende Pflox steht immer noch in Blüte, dazu gesellen sich die Astern und die, verschiedenen Strohblumen. Die Lmhufer sind mit Weiden und Erlengebüsch bestanden. Hier und da erhebt sich aus dem Gebüsch auch einmal ein Daum. Da leuchtet mir auf einmal ein prächtiger, ftischgrüner Strauch entgegen, der mit unzähligen purpurroten Mütenknospen bedeckt ist. In den nächsten iageii müssen sie aufbrechen, das muß ein wundervoller Anblick werden. Es ist das Pfaffenhütchen, die schönste, zierlichste Herbstblüte, die ich kenne und der ich eine treue Erinnerung bewahrt habe aus längst gescl>wuudenen Jugendtagen. Der Strauch ist sonst ziemlich selten. Aber hier entdecke ich nach und nady eine ganze Anzahl dergleichen Srräucher auf beiden Ujern der Hwrlofs. Das Tal verengt sich. Auf dem Unten User beginnt der Wald, aus dem rechten User schwinden die Gürten, und Wiesen und Aeaer nehmen ihre Stelle ein. Dann folgt ein Waldstück und der steile Talraird nähert sich meinem Pfade. Da wird mir der Weg abgeschuitten, eine hohe Einzäunung zieht sich durch den Grund, Heitert die Höhe hinauf. Ich besinne mich nicht lauge. Bin ich doch auf einer Entdeckungsreise, da dürfen Hindernisse nicht cwschrecken. Die Umzäuimng ist tveit genug, um mich, den wenig Umfangreichen, durchzulassen. Ick) bin rasch auf der anderen Seite, imd Leute belehren mich, daß ich in der Fohlenweide, im sogen. Tiergarten bin. Jetzt weiß ich Bescheid, das ist die F 0 h l e n w e i d e im Tiergarten bei Hungen, die der landwirtschaftliche Verein für die Provinz Oberhessen vor einigen Jahren, eröffnet hat und in die die Landwirte Oberhessens ihre ein- unb zwei- und dreijährigen Fohlen in Pension schicken, damit sie hier in Licst und Sonne sich tummeln, Muskeln und Sehnen im raschen Lauf stärken und sich so für ihren Beruf vorbereiten. Da stzhe ich auch oben hoch über dem linken Horloffufer die zur Stadt gehörenden Gebäude, die Familienwohnung des Aufsehers der Weide, die Stallgebäude, die Schuppen für Heu und Stroh, den Brmmen mit dem langen Wassertrog siir eine ganze Reihe von Tieren, die hier nach Belieben ihren Durst stillen Eömien. Ich sehe mich auf einmal in der Mllte von weit ausgedehnten, eingezäunten Weideschlägen, das reine Tischlein deck dich für Fohlen und Rinder, die in zwangloser Bewegung sich tummeln, aber auch ihre Nahrung hier finden sollen. Ist der eine Weidenschlag kahl geweidet, so öffnet sich den Tieren der andere. Und wieder andere Schläge liefern das Heu, das an regnerischen, stürmischen Tagen den Tieren neben der regelmäßigen Haferration verabreicht wird. — Einsichtige Züchter von Pferden beabsichtigen ihre Tiere sogar im Winter hier zu lassen. Die Fohlen erhalten dann reichlicheres Futter, sie können nach Belieben im Stall bleiben oder sich aus den Weiden tummeln, die Stall- tür und ein ausreichender Weidefchlag steht ihnen tagsüber immer offen. Die Erfahrung hat längst gelehrt, daß diese Lebensweise der jungen Pferde sie gesund und widerstandsfähig macht gegen Witterungseinflüsse, im Gegensatz zu den Fohlen, die den Winter über angebunden an der Krippe, in meist zu warmen Ställeic stehen. Im Vorsommer sind diese danic so empfänglich für die Kirwerkrankheiten, denen auch das Pserdegefchlecht unterworfen ist. An Wind und Wetter, an Sonne und Luft, an freie Bewegung gewöhnte Tiere überstehen diese Krankheiten in der Regel Submission. Für unsere Kliniker soll die Lieferung von: 25 Eentner Aepfetn 550 , Kartoffeln 10 r Zwiebeln 6 , roten Rüben 2 , weißen Rüben 8 r gelben Rüben 2 , unterird. Kohl- raben 2 r Meerettig 85 y Weißkraut 100 Stück Rottraut 500 v Sellerie 100 , Lauch auf dem öffentlichen Sub- missionswege vergeben werden. Die Liefer^gsbcdingungen liegen nachmittags von 3 bis 5 Uhr auf dem Verwaltungs- bureau offen. Angebote, versiegeü und mit der Aufschrift: Angebot auf Gemüselieser.mg" versehen, sind mtt den Lllustern bis zum 19. Oktober d. Js., vormitt- tags 11 Uhr, zu welchem Zeit- puntte die Eröffnung der Angebote stattfinden wird, auf dem Vcrwaltungsbureau abzugeben. 7173 Die Zuschlagsfrist erfolgt rs zum 26. Oktober d. Js. Gießen, den 23. Sept. 1903. Sroßh. Lcrwattüugs'Direktiou tr chirurgischen u. Augenklinik. P o p p e r t. >V o s s i u s. Suvmisston. Für die psychiatrische Klinik soll die Lieferung von Bett-, Leib- und Tischwäsche auf dem Wege öffentlicher Submission vergeben werden. Die für dieseLieferung gilligen allgemeinen (Erlaß der Großh. Ministerien vom 16. 6. 1893) und die speziellen Bedingungen liegen an den Wochentagen nachmittags von 3 bis 5 Uhr auf dem Verwaltungsbiireau offen. Offerten sind versiegeü und mtt entsprechender Auffchrist versehen bis zum Eröffnungstermin, Dienstag d. 29. Sep- 1903, vormitt. 12 Uhr auf dem erwähnten Bureau einzureichen. 7051 Der Zuschlag erfolgt bis zum 10. Oktober 1903. Gießen, den 18. Sept. 1903. Großh. Verwaltungs-Direktion der psychiatrischen Minik. 5. 23.: Dr. Dannemann. — Celegeilheitskalls. — Große Betten m. tt. unbed. Fehlern, Ober-, Unterbett ruKissen zus. 11 Va M. Prachtv. Hotelbetten 171/, M. Rote Ausstattungsbetten 22V, M. Nichtpass, zahle Betr. retour. Preist, gratis. [3635 A. Kirschberg, Leipzig 36. Knaben-Handarbeit. Mittwoch den 80. September d. I., nachmittags 3 Uhr, sollen in dem Schnlhause am Astcrwcg (Handwcrkcrschule) zwei UntcrrichtSknrse für erziehliche Handarbeit mit je dreistündiger wöchenllicher Unterrlchtszeit eingerichtet werden. In dem einen derselben iverden die Schüler mtt Papparbeiten und in dem anderen mit Kerbschnittarbeiten beschäftigt, Zur Beteiligung an dem Unterricht können allere Schüler der Volksschule sowohl als auch Schüler der höheren Lehranstalten (letztere vom elften Jahre ab) zugelassen werden. Für Werkzeuge und Materialien, melche den Schülern während der Unterrichtszeit gestellt werden, sind von jedem derselben 2 Mk. zu entrichten; die Schüler der höberen Lehranstalten haben außerdem noch ein Schulgeld von 4 Mk. zu bezahlen. Anmeldungen zum Unterricht werden zur angegebenen Zeit in genanntem Schnlhause cntgeaengcuommen. Gießen, den 19. September 1903. 7092 ________Mecum, Oberbürgermeister. Hahn, Rektor. 1. Fntterliefernng für das Tier-Spital in Wiesten. 'Für die Zeit vom 1. November 1903 bis zum 31. Oktober 1904 soll die Lieferung von Heu, Stroh (Maschinen- und Handdrusch), Hafer, Weizcnschalen, Futtermehl und Hundekuchen vergeben werden. 2. Berkans von Dünger. Der in der Zeit vom 1. November 1903 bis zum 31. Oktober 1904 gewonnene Dünger soll nach dem Gewichte, so wie er sich in der Grube findet, an den Meistbietenden verkauft werden. Reflektanten werden ersucht, ihre Angebote an die unterzeichnete Direktion bis zum 10. Oktober d. I. einzureichen. Die Bedingungen sind in dem Tierspital, Frankfurter- Sttaße 85, einzusehen. Die Direktton des Tierspitals. ____________________Dr. Pfeiffer._______________7179 Wir geben nachstehend die Bestimmungen für den Verkehr mit unserer Abteilung für Spareinlagen zur allgemeinen Kenntnis der Interessenten. Gießen, im Dezember 1902. Aauk für Kandel und Industrie. Aeposttenkasse Kießcu. Dankgebäude: Johannesstraße L Bestimmungen: 1. Das Einlagebuch wird mit 10 Pfg. berechnet. 2. Einzahlungen können täglich geleistet werden. 3. Das Einlagebuch ist von dem Besitzer gut zu verwahren. 4. Komntt ein Einlagebuch abhanden, so hat der Sparer unverzüglich bei der Bank Anzeige zu erstatten. 5. Die Bank ist berechtigt, aber nicht verpflichtet, bei Kapital- rückzahlungen die Legttimation des Vorzeigenden zu prüfen. 6. Die Berschreibung der Zinsen erfolgt im Januar jeden Jahres in den Bücherll der Bank. Die Besitzer der Einlagebücher können die Auszahlung oder Beischreibung jedoch ganz gelegentlich auch in anderen Monaten veranlassen. 7. Kapitalien unter 1000 Mark können ohne Kündigung abgehoben werden, dagegen hat der Zurücknahme von Beträgen über 1000 Mark in der Regel eine dreinronatliche Kündigung vor- auszugeheu. 8. Bormünder können die Zinsen für ihre Mündel erheben, wenn das Gericht nicht anders bestimmt hat. Bei Kapitalrückzahl- ungen bedarf es der schriftlichen Ermächtigung der obervormund- schaftlichen Behörde. 6833 Ernst Challier (Rudolphs Nacht) Giessen. Special-Geschäft t IMimrei aller Art Grosse Auswahl, solide Preise. Illustrierte Preisverzeichnisse gratis und franko. Musikalien-Handlung und -Leihanstalt Spezialität: Billige Ausgaben. 96( . Wtii-Versteijmrai. Wegen der israelitischen Feiertage ist die auf den 23. l. Mts. anberamnte Versteigerung nicht abgehalten worden und es wird daher der Termin zur Versteigerung des zur Konkursmasse des Jacob Bamberger ge- hörigeu Weinlagcrs, sowie der Keltereigeräte auf Montag den 28. L Mts., mittags 12 Uhr, im Wein- har^ zu Alsfeld verlegt. 7115 Grimberg.Aer Konkursverwalter. Allce-Schule Der Unterricht in der Alice-Schule beginnt 6866 Montag den 5. Oktober. Die Ausnahme findet Samstag den 3. Oktober, morgens 10 Uhr statt. Anmeldungen nimmt an und nähere Auskunft erteilt L. Effloeser, Oberlchrerin, Gartenstrasie 30. «83 Prachtvolle Plattwäsche Brihi-tastie 1994 von in Palleten ä 20 Pfg. neten Hauptlehrer. Für den Aufsichtsrar: C. Riugshausen, Vorsitzender. erreicht man leicht und sicher mtt Amerikanischer Goldene Medaille Weltausstellung Paris 1900. 6452 Die Schulleitung: Höhn, Großh. Hauptlehrer. Fritz Schulz jun., Akt-Ges., Leipzig. Nur echt mit Schutzmarke „Globus“ Gewerbeschule Ms. Unter Staatsaufsicht stehende gewerbliche Fachschule. Fachunterricht für alle Berufsarten, insbesondere für Bauhandwerker. Begiuu des Winterhalbjahres am 26. Oktober 1903. Programme und nähere Auskunft durch den unterzeich- LWerßeigemg. Montag den 28. d. M., morgens 10 Uhr anfangend, soll das Obst der Gemeinde Annerod versteigert werden. Zusammenkunft bei der Kirche. Annerod, am 24. Sept. 1903. Gr. Bürgermeisterei Annerod. Horn. 7200 Zuschneive- Schule. Unterricht im Zuschneiden der Damen- u. Kindergarderoben, sowie Einrichtcu, Ausstecken u. Garnieren wird gründl. erteilt. Eintritt täglich. 6849 L. ausgeb. Lehrerin Göthestraße 48, Part. tage AMch in Rasierapparaten verschied. 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Die im Winter in dunstigen Ställen stehenden, an freier Bewegung behinderten Tiere err- kranken in der Regel schwer, nicht selten tätlich. Wir stehen im Gehört der Fohlenweide. Vergeblich, scheu wir uns aber nach den Tieren um, obwohl wir uns fast auf dem höchsten Punkt der Weideschläge befinden. Das Gelände ist hügelig, Tiere, die in Rudeln wenige hundert Schritt von uns weiden, sehen wir nicht. Die Weideschläge zichen hinüber zum Wald und hinab zur Horloff, und über diese hinweg. Dort begrenzt sie wieder der Bergwald. Heber den Bach führt eine Holzbrücke, an der wie ein Doppelposten zwei gewaltige vielhundertjährige Linden stehen. Talaufwärts wird das Tal weiter, dort liegt am Bache die Zellmühle. Weiter links das stattlich anznsehende Dorf Villingen. Außerordentlich belebt wirb die Landschaft durch den Wallenberger See, in dem sich träge Karpfen mästen und der in der Talsenkung in sumpfiger Niederung von Villingen herab um einen flachen Basalthügel zieht. Ersteigt man diesen, der an der Grenze der Fohlenweide sich erhebt, so lohnt sich der leichte Aufstieg durch eine hübsche Rundsicht, die uns Vlllingen noch besser und außerdem Ruppertsburg mit der Eisenschmelze zeigt. Dahinter und rund um uns erhebt sich scheinbar unermeßlicher Wald. Die fernen Höhen des Vogelsberges verschleiert uns leider ein leichter Dunst, der am Horizont lagert. Wir hören die Glocken in Villingen läuten, in der Umgebung des Dorfes aus den Kartoffeläckern stehen lange und dichte Reihen gefüllter Kartossel- sacke, Säcke, die die Hausfrau sauber gewaschen und gebleicht für die Kartoffelernte bereit hielt und die nun ihr Stolz sind, wie sie da weiß aus der Feldflur herüber- leuchteu. Nun hat uns ein glückliches Ungefähr in die Fohleuweide geführt, jetzt wollen wir aber auch Fohlen sehen. Wir wenden uns an den Aufseher. Ja, sagt der in seiner langsamen, bedächtigen Art, die Zwei- und Dreijährigen stehen ja wohl meistens da im schattigen Stall, denen scheint eben die Sonne zu warm. Wir sehen nach. Ja, richtig, da stehen in dem geräumigen, hohen, sauber gehaltenen Stall, es ist mehr eine Halle, ein ganzer Hausen Fohlen mit glatter Haut, guten Muskeln, sehnigen, kräftigen Beinen. Fett sind sie nicht, das sollen sie auch nicht sein, fett werden sie später einmal werden, dann ist die Jugend und die Glanzzeit dabin. Jetzt stehen die Scheinhelligen da im Stalle, als ob sie nicht fünf zählen könnten. Sie lassen die Köpfe und die Ohren hängen, als ob sie träumten oder schliefen. Der Unkundige ist enttäuscht. So sehen also Fohlen aus, die im Freien leben, das sollen feurige, edle Tiere sein, die den Reiter, selbst kampfeslustig, in die Schlacht tragen? Tas sind ja lauter Schlaftnützen! Da plötzlich hebt eins der edlen Tiere den Kopf. Das Auge glüht, die Ohren sind lauschend aufgerichtet, alle Musketn gespannt. Hat ihm der wehende Herbstwind draußen eine Herausforderung zum Wettlauf zugetragen? Im nächsten Augenblicke stürmt das Tier mit hochgehobenem Schweife hinaus,, wie elektrisiert folgen die anderen. Wir hören den donnernden Hufschlag, wir sehen überfeiner Staubwolke hochgetragene Köpfe und flatternde Mähnen, dann geht die wilde Jagd über den naheit Kamm des Hügels. Wenn wir mehr sehen wollen, müssen wir bis aus die Höhe folgen. Da drüben vor dem Walde sind sie schon, noch immer hat das edle Tier die Führung, alle Fohlen, die auf der Weide vorher friedlich grasten, haben sich den Dahinstürmenden angeschlossen. Jetzt kommen sie im weiten Bogen herum, gerade auf uns zu. Nur ruhig stehen bleiben, wenn es auch aussieht, als würden sie uns im nächsten Augenblick überrennen. Das tun sie nicht, sie werden sich vor uns tellen, wie die Wasserflut vor einem Felsen, und werden ungefährlich an uns vorüberbrausen. Aber so weit kommt's gar nicht, der Laus wird kürzer, ca. 20 Schritte vor uns machen die Tiere halt und umgeben uns tm Halbkreis. Jetzt können wir uns die Erregten bequem ansehen. Mit hochgetragenen Köpfen, funkelnden Augen und geblähten Nüstern stehen sie vor uns. Unter der lebhaft glänzenden Haut sind die gespannten Muskeln sichtbar, die Blutgefäße unter der Haut treten hervor und drohen zu springen, die edelsten Tiere stehen so leicht auf den Füßen, als ob sie die Erde raum berührten. Die klugen Augen der Tiere scheinen, zu sprechen, inbem sie uns anblicken: Seht Ihr? das sind wir, das können wir, so können wir rennen! Nach wenigen Minuten zieht der Schwarm eifrig grasend auseinander, als ob nichts geschehen wäre. Wir suchen nun noch die Itz^jährigen Fohlen auf, sie sind in der Abteilung B, der 2. Klasse unseres Pensionats. Bei ihrer Jugend hätten sie wohl das Vorrecht, dummes Zeug zu treiben. Aber sie sind bei gutem Appetit, sie grasen so eifrig und haben sich weit und gleichmäßig über die ihnen eingeräumte Grasfläche verteilt. Mtt ihren langen Schweifen halten sie sich die Fliegen fern. Hat sich trotzdem eine, auf dem Rücken festgesetzt, und läßt sich nicht rascher vertreiben, dann legen sie sich wohlig ins Gras und wälzen sich aus dem Rücken, mtt den vier Beinen in der Lust strampelnd. Es ist mittlerweile beinahe Feierabend geworden, die Glocke des Aufsehers ertönt, sämtliche Tiere werden damit zur Fütterung gerufen. Da giebt's Leckerbissen! Für die Füllen H>aser mit süßer Melasse, für die Rinder Weizen- schalen. Selbst die letzteren kommen auf den Ruf der Glocke in Galoppsprüngen heran. Die Fohlen werden angebunden, damit dre Schwächeren nicht von ben Stärkeren zurückgedrängt werden. Der Wärter hat Mühe dabei, man hört manchen warnenden oder drohenden Zuruf. Bald gilts einer Bella, bald einer Bertha, bald einer Rosa oder einem Harras, und wie die Pferdejugend sonst genannt wird. — Nach der Mahlzeit werden die Füllen wieber losgebunden und können sich aushalten, wo sie wollen, im Stall oder auf der Weide. Auch für mich ist es Abeird geworden. Nochmals überschaue ich die Landschaft ringsum, den weit ausgedehnten Wald mit seinen sich schon herbstlich färbenden Laubkronen, das Horlofstal, über dessen Gründe leichte Nebelschwaben ziehen. Es ist kühl, mich fröstelt auf dem Heimwege, zu dem ich diesmal den Höhenweg benutze. Aber ich freue mich im Stillen über den hübschen Ausflug, der ganz ohne Programm unternommen, doch sio vieles wie zufällig bot. Ich kann dem freundlichen Leser nur raten, wenn er ein 9Laturfreund und ein Tierfreund ist, ben Weg auch zu machen, er wird, wenn er auch dabei weniger Glück hat, als ich, doch seine Frerrde haben. Llber ich rate, bald! Am 1. Oktober verläßt ein großer Teil der Tiere die Weide, der Herbst rückt mit Macht ins Feld, die schönen Tage sind gezählt. —--5 f FREIS- MEDAILLE \ 1879 , Carl Stückrath ♦ Möbelfabrik Ederstrasse 8. Asterweg 47. Geschäfts-Gründung 1867. 7076 nuivi wv vy -tf ° Möbel, Teppiche, Gardinen, Dekorationen, Wohnungs-Einrichtungen 9 Grosse Lagervorräte in Schlafzimmern, Speise- und Herrenzimmern, Salons ; Billigste Preise. Kein Laden. in Eichen-, Nussbaum-, Satin-, Rüster- und Mahagoniholz. ImchkMMM D.s Eintreffen --- ...i. aller Saison-Neuheiten fruba- Vanillinzucker und Backpulver Vorzüglich! 5 beehrt sich ergebenst anzuzeigen 7036 f Zur Wintersassoai Ofenschirme in allen ö> R Walltorstrasse 17. Walltorstrasse 17. Tuch-Lager gegründet 1827. 6859 Der Konkursverwalter. 7060 W//ers 8 GO 10 [400] 83 928 L__. .. t , 824 1 7033 47 65 88 115 28 31 [400] ein- und dreiteilig in hochfeinen aparten Decors. Kohlenkasten, Ofenvorsetzer, Wärmflaschen billigst in prima Qualität. Verdampfschalen. 11. 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[400] 560 |1000| 91 616 [2000] 753 62 894 962 liste Ziehung Samstag den 26. Septcmb-r 1903 17 142 457 519 617 713 [400] 18 805 927 1040 123 57 81 90 396 465 [400] 574 711 807 16 [4001 32 928 93 [400] 2213 [400I 15 310 40 443 519 [1000] 66 80 720 95 [1000] 804 11 [400 46 59 [1000] 9U 5o 3016 [2000] 76 161 83 230 44 321 95 [1000] 401-12000] 51 [■400] 60 68 73 [2000] 583 [5000] 95 607 4053 [1000] 63 77 334 422 28 [400] 59 70 83 538 609 80 722 26 [400] 942 5016 130 [400] 67 212 52 358 77 486 586 615 36 867 917 34 /7 6025 60 148 242 61 71 450 524 70 7163 [1000] 250 88 427 [400] 34 568 [400] 616 749 805 8 [400] 25 957 8071 [400] 176 390 462 671 87 94 807 37 43 66 [2000] 9009 133 59 73 324 82 665 759 849 993 10021 68 164 216 49 [2000] 54 510 39 [400] 98 683. [400] 93 733 939 77 [400] 11003 9 73 120 322 452 564 931 12180 239 60 343 436 43 87 99 555 76 725 34 [400] 891 943 99 1 3617 77 716 57 91 94 804 40 [400] 41 72 92 961 14023 58 135 [400] 390 484 672 815 915 15002 [1000] 9 21 22 135 [400] 353 [1000] 604 740 94 [1000] 841 '— L 16009 79 [400] 168 [400] 95 228 62 315 [1000] 23 77 710 ' 65 88 115 28 31 [400] 82 268 [ 1000] 337 86 486 584 899 [400] 18009 96 1400] 137 50 [2000] 202 599 877 97 998 19019 194 [1000] 261 388 [400] 437 517 610 97 761 85 [400] 812 17 29 [2000] 69 Jul. Bach Plockstrasse ^cke* nZTdngeiroffiBn?^ Fellteppiche l Grössen und jeder Preislage. Fusssäcke, C& C/3 Unversucht schmeckt Hkbt$! sagt ein altes, aber wahres Sprichwort - Verehrte Hausfrauen! Eine Unterlassungssünde ist es, wenn Sie es aus purer Gewohnheit versäumen, sieb durch einen Versuch von den vorzüglichen Eigenschaften des so beliebt geworden--a ••••••••♦ =- — , -p-p aliertelnsten Kaffee- Zusatzes zu überzeugen. 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