Freitags«. Juni 1903 Zweites Blatt. 153. Jahrgang Teil: P. öiltto: für .Stadl und Xionb* und .(SenchtSsaal*: August Götz, füi den An» -etqentetl: van« Beck. siehenerAn;eiger General-Anzeiger v ** Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen 9tr. 147 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Gießener Familienblätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Univers.-Buch- luStein» druckeret (Pletsch Erbens Redaktion, Expedition und Äruckeret: Schulstratze 7. Adresse für Depeschen: «u-etger Gießen. Fernsprechanichluß Nr. 61. monallich7bPs., vierte- jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Ps.; durch diePost Mk.3.—vtertel- läbrL ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen ür die LageSnummer ji« vormUtag» 10 Uhr. ..eilenprel«: lokal 13M» auswärts 20 Big. Ate heutige Kummer umfaßt 10 Seite». Gießen, den 2b. Juni 1903. Ä etr.: Die Landeswaisenanstalt; hier: Lehrlingsunterstützungen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereteu deS SretieS. Es hat sich als notwendig erwiesen, die in § 24 Abs. 2 der Dienstanweisung für die Großh. Bürgermeister, die Verpflegung armer Waisen betreffend, vom 18. April 1890 festgesetzten Pauschaloergütung zur Bestreitung der Kranken- rc. Versicherungsbeiträge mit Genehmigung Großh. Ministeriums des Innern von jährlich 4.50 Mk. auf 7 Mk. mit Wirkung vom 15. Mai d. Js. an zu erhöhen. Diese Erhöhung tritt erst für solche Lehrverträge in Kraft, bei welchen die Lehrzeit nach dem 15. Mai beginnt. Sie wollen Ihre Exemplare der Dienstanweisung hiernach abändern und vorkommenden- ialls nach dieser Bestimmung verfahren. Wir fügen noch an, daß die Erhebung der Pflegegelder and Lehrlingsunterstützungen rc. von feiten der Empfangsberechtigten oft erst lange Zeit nach dem Fälligkeitstermin erfolgt. Da jedoch deren rechtzeitige Erhebung sowohl im Jntereffe der Landeswaisenkasse, als auch der Empfänger liegt, empfehlen wir Ihnen, die Empfangsberechtigten nach Möglichkeit anzuhalten, sofort nach Fälligkeit ihr Guthaben bei der Landeswaisenkasse zu erheben. z I. V.: Dr. Wagner. Bekanntmachung. Die Wetzsteingaffe wird wegen Vornahme von Abbruch- arbeiten für den Fuhrwerksverkehr bis auf weiteres hiermit gesperrt. • Gießen, den 2b. Juni 1903, Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Die Stichwahl. Berlin, 26. Juni. Ori giualte leg ramm des »Gießener Anzeigers. Von 180 Stichwahlen liegen bisher 172 Resultate vor, die sich wie folgt zusammensetzeu: 21 Kons., 8 Bd. d. Laudw., 1 Bauernbd., 9 Reichs-., 11 Ztr, 44 Natlib., 9 freis. Vg., 20 freis. Vp., 6 deutsche Vp., 6 Antif., 1 christl.-foz., 1 Rattoualsoz., 3 Polen, 6 Welfen, 3 Elsässer, 28 Soziald. Mithin sind einschließlich der bei den Hauptwahlen durchgegangenen Kandidaten insgesamt gewählt: 54 Kons., 3 Bd. d. Laudw., 4 Bauernbd., 16. Reichsp., 99 Ztr., 50 Ratlib. 9 freis. Vg., 20 freis. Vp., 6 deutsche Vp^ 7 Antif., 2 christl.- soz., 1 Rationalsoz., 17 Polen, 6 Welfen, 1 Däne, 10 Eisäffer und 84 Soziald. Nach einer anderen Meldung gewannen die Sozialdemokraten 30 und verloren 7, die Konservativen gewannen 11, verloren 13, die Reichspartet gewann 2, verlor 6, das Zentrum gewann 3, verlor 7, die Nationalliberalen gewannen 16, verloren 16, dre freisinnige Volkspartei gewann 3, verlor 12, die freisinnige Vereinigung gewann 3, verlor 7, die deutsche Voltspartei gewann 3, verlor 2, die Polen gewannen 2, der Bauernbund und Bund der Landwirte gewann 3, verlor 4, die Wilden gewannen 3, verloren 4, die Elsässer gewannen 1, verloren 1, die Welfen gewannen 1 und verloren zwei Mandate. Köln a. Rh. (Stadt) Trimborn (Zentr.) mit 19 578 Stimmen gewählt gegen Hofrichter (Soz.) mit 15 985 Stimmen. Danzig (Stadt). Mommsen (freis. Vgg.) gewählt. Königsberg i. Pr. (Stadt). Haase (Soz.) gewählt. Magdeburg. Pfannkuch (Soz.) mit 21 368 gegen Arendt (natlib.) mit 19 962 Stimmen gewählt. Sagan. Müller (freis. Volksp.) gewählt. Berlin 1. Kaempf (freis. Volksp.). München I. Birk (Soz.) gewählt. Heidelberg. Beck (natlib.) gewählt. Speier. Erhärt (Soz.) gewählt. Düsseldorf. Kirsch (Ztr.) gewählt. Breslau Ost Tutzauer (Soz.) gewählt. Oschersleben. Runpau (natlib.) gewählt. Freiburg t. Br. Marbe (Ztr.) gewählt. Hanau. Lucas (natlib.) gewählt. Lennep. Meist (Soz.) gewählt. Herford. Meier (kons.) gewählt. Hagen. Richter (freis. Volksp.) gewählt. Altena. Lenzmann (freis. Volksp.) gewählt. Freiberg i. S. Schulz (Soz.) gewählt. Schönau. Dr. Ablaß (freis. Volksp.) gewählt. Würzburg. Thaler (Ztr.) gewählt. Wiesbaden. Bartling (natlib.) gewählt. Vaihingen. Sperka (Soz.) gewählt. Reutlingen. Payer (Volksp.) gewählt. Eannstadt. Hieber (natlib.) gewählt. Heilbronn. (Bund der Landw.) gewählt. Landau. Schellhorn (natlib.) gewählt mit 16 11« gegen Erlerne in (Ztr.) mit 9900 Stimmen gewählt. Germersheim. Lichtenberger (natlib.) mit 9659 gegen Spindler (Ztr.) mit 9342 Stimmen gewählt. Zweibrücken. Leinenweber (natlib.) nut 15 770gegen Reeb (Ztr.) mit 13 050 Stimmen gewählt. Kaiserslautern. Sartorius(freis.VolkSp.) mit 11 365 gegen Klement (Soz.) mit 9768 Stimmen gewählt. Höch st-Homburg. Jtschert (Ztr.) mit 16 416 gegen Brünne (Soz.) mit 15 916 Stimmen gewählt. Dillenburg. Dr. Burkhardt (christl.-soz.) mit 9285 gegen Hofmann (natlib.) mit 7041 Stimmen. Besigheim-Heilbronn. Wolf (Bauernbund) mit mit 13 972 gegen Mittler (Soz.) mit 12 459 Stimmen gewählt. Böblingen. Sperka (Soz.) mit 9514 Stimmen gegen Reichert (kons.) mit 9298 Stimmen gewählt. Eßlingen. Schlegel (Soz.) mit 12145 gegen Lang (Bauernbund) mit 11468 Stimmen gewählt. Erlangen. Barbeck (fr. Vp.) gewählt. Bielefeld. Humann (Ztr.) gewählt. Hameln. Wallbrecht (natlib.) gewählt. Ober-Barnim. (Rp.) gewählt. Göttingen, v. Olenhusen (Welfe) gewählt. Minden. Sielermann (kons.) gewählt. Elbing, v. Oldenburg-Januschau (kons.) gewählt. Mühlhausen i. Th. Eickhoff (f. Vp.) gewählt. Kalw. Schweinhardt (deutsche Volksp.) 9552 gegen Schrempf (kons.) mit 9114 Stimmen gewählt. Freudenstadt. Wagner (deutsche Volksp.) mit 9156 gegen Junsthans (natlib.) mit 5653 Stimmen gewählt. Rottweil. Conrad Haußmann (deutsche Vp.) mit 13 707 gegen Schellhorn (Ztr.) mit 7591 Stimmen gewählt. Gmund-Göppingen. Dr. Lindemann (Soz.) mit 11 523 gegen Gröber (Ztr.) mit 6171 Stimmen gewählt. Crailsheim. Vogt (Bauernbund) mit 10174 gegen Augst (deutsche Vp.) mit 8489 Stimmen gewählt. Geißlingen-Ulm. Storz (deutsche Vp.) mit 11735 gegen Diederich (Soz.) mit 8058 Stimmen gewählt. Helmstedt. Kaufmann (natlib.) gewählt. KottbuS. Dirksen (Rp.) gewählt. Sirsheim-Bretten. Müller (natl.) gewählt. Wansleben. Schmidt (natlib.) gewählt. Bayreuth. Hagen (natlib.) gewählt. Hildesheim. Bauermeister (Ztr.) gewählt. Jerichow. Fürst Bismarck (Wildkons.) gewählt. Bitterfeld. Bauermeister (Reichsp.) gewählt. Sangerhausen. Scherre (Reichsp.) gewählt. Grünberg. Blell (Volksp.) gewählt. Hameln. Wallbrecht (natlib.) gewählt. Göttingen. Götz v. Ohlenhusen (Welse) gewählt. Wismar. Groth (Soz.) gewählt. Osnabrück, o. Schele (Welfe) gewählt. Nordhausen-Em d.-Leer. Fürst zu Inn und Knyp- hausen (kons.) gewählt. Coburg. Patzig (natl.) gewählt. Schweinfurt. Holzapfel (Zentrum) gewählt. Landau. Schellhorn (natl.) gewählt. Memel. Krause (kons.) gewählt. Eckernförde. Mattsen (natl.) gewählt. Northeim. Jorns (natl.) gewählt. Bingen. Schmidt (frs. Vp.) gewählt. Villingen-Donau-Eschingen. Faller (natlib.) gewählt. Parchim. Pachnicke (freis. Vgg.) gewählt. Melle. Colshorn (Welfe) gewählt. Celle. Wehl (natlib.) gewählt. Stade. Dr. Sattler (natlib.) gewählt. Sondershausen. Dr. Bärwinkel (natlib.) gewählt. Striegau. v. Richthofen (kons.) gewählt. Mülhausen. Schlumberger (natlib.) gewählt. Hagenau. Wiltberger (Elsässer) gewählt. Erfurt. Hagemann (natlib.) gewählt. Cottbus, von Diercksen (Reichsp.) gewählt. Dessau. Rösicke (freis. Vgg.) gewählt. Bielefeld. Humann (Ztr.) gewählt. Hamm-Soest. Westermann (natlib.) gewählt. Querfurt-Merseburg. Winkler (kons.) gewählt. Schaumburg-Lippe. Deppe (wildlib.) gewählt. Diedenhofen. Merot (Elsässer) gewählt. Güstrow, v. Treuenfels (kons.) gewählt. Waldeck. Dr. Potthoff (freis. Vgg.) gewählt. Ansbach. Hufnagel (kons.) gewählt. Verden. Held (natlib.) gewählt. Liebenwalde-Torgau. Prüschenk (kons.) gewählt. Flensburg. Mahlte (Soz.) gewählt. Goslar. Horn (natlib.) gewählt. Beuthen. Krolik (Ztr.) gewählt. Zweibrücken. Leineweber (natlib.) gewählt. Forchheim. Neuner (natlib.) gewählt. Minden. Sielemann (Bd. d. L. u. Kons.) gewählt. Calw. Schweickardt (D. Volksp.) gewählt. Göppingen. Dr. Lindemann (soz.) gewählt. Ulm-Heidenheim. Storz (D. Volksp.) gewählt. Offenbach. Dr. Becker (natl.) gewählt. Karlsruhe. Geck (soz.) gewählt. Stadt Stettin.' Herbert (soz.) gewählt. Holzminden, von Damm (Welfe) gewählt. Duisburg. Dr. Beumer (natl.) gewählt. Borna-Pegau. Schöpflin (svz.) gewählt. Ober-Barnim. Pauly (Reichsp.) gewählt. Eßlingen. Schlegel (soz.) gewählt. Freunden st ad t. Wagner (D. Vp.) gewählt. Balingen-Rottweil. Conrad Hausmann (D. Vp.) gewählt. Bochum. Hue (soz.) gewählt. Stadt Königsberg. Hasse (soz.) gewählt. Arnswalde-Friedberg. Bruhn (Antisemit) gewählt. Kattowitz. Korfanty (Pole) gewählt. Esch weiter. Seyboth (Volksp.) gewählt. Erlangen. Barbeck (Volksp.) gewählt. Lörrach. Blankenhorn (natl.) gewählt. Durlach. Eichhorn (soz.) gewählt. Bretten. Müller (natl.) gewählt. Kreuznach. Dr. Paasche (nat.) gewählt. Mühlheim a. d. Ruhr-Duisburg. Beumer (natl.) mit 37 022 gegen Hengsbach (Soz.) mit 29 932 Stimmen gewählt. Würzburg. Thaler (Ztr.) gewählt. Schwarzburg-Sondershausen. Bärwinkel (hat* lib.) gewählt. Essen a. R. Stützet (Ztr.) gewählt. Straßburg, Stadt. Riff (freis. Vg.) gewählt. Straßburg, Land. Blumenthal (deutsche Vp.) gewählt. N o r d h a u s e n. Wiemer (freis. Vp.) gewählt. Landsberg. Boening (kons.) gewählt. Varel. Träger (freis. Vp.) gewählt. Stettin Stadt. Herbert (Soz.) gewählt. Westprignitz. Stubbenbach (Rp.) gewählt. Dortmund. Bömelburg (Soz.) gewählt. Breslau-Ost. Tutzauer (Soz.) gewählt. Hirsch berg. Aalaß (freis. Vp.) gewählt. Schweidnitz. Nichthofen (kons.) gewählt. Halberstadt. Rimpau (natlib.) gewählt. Fraustadt-Lissa. Schmidt (Rp.) gewählt. Eschwege. Seyboth (freis. Vp.) gewählt. Freiberg i. S. Schulze (Soz.) mit 11883 gegen Oerrel (kons.) mit 10817 Stimmen gewählt. Diedenhofen. Merot (wild) gewählt. Einbeck-Northeim. Jores (natlib.) gewählt. Bautzen. Gräfe (Rfp.) gewählt. Arnswalde. Bruhu (Antif.) gewählt. Stade. Sattler (natl.) gewählt. Herford. Meyer (kons.) gewählt. Schleswig. Mattsen (natlib.) gewählt. Bensheim. Haas (natlib.) mit 4000 Stimmen Mehrheit gewählt. Greifswald. Gothein (freis. Vg.) gewählt. Potsdam. Pauli (wild) gewählt. Oschatz. Lipinski (Soz.) mit 11 902 gegen Hange (kons.) mit 11508 Stimmen. Meiningen. Müller (frs. Vp.) gewählt. Lörrach. Blankenhorn (natl.) gewählt. Freiburg. Marbe (Ztr.) gewählt. Torgau. Prüschenk (kons.) gewählt. Geestemünde. Böttger (natl.) gewählt. Neustrelitz. Hauck (Reichsp.) gewählt. Cal au. Henning (kons.) gewählt. Hofgeismar. Graf Reoentlow (Reformpt.) gewählt. Oldenburg. Bargmann (sts. Vp.) gewählt. Bleckede, v. Wangenheim (Welfe) gewählt. Görlitz. Mugdan (frs. Vp.) gewählt. Deutschkrone. Gamp (Rp.) gewählt. Ost. und Weststernberg. Frölich (Antis.) gewählt Tilsit. Solickert (kons.) gewählt. Dithmarschen. Höck (frs. Vg.) gewählt. Eisenach. Fries (natl.) gewählt. Wittenberg. Dosse (frs. Vg.) gewählt. Landshut-Jauer. Hermes (frs. Vp.) gewählt. Bunzl au. Kern (kons.) gewählt. Altena. Lenzmann (frs. Vp.) gewählt. Straubing. Mittermayer (Bauernd.) gewählt. Liegnitz. Pohl (frs. Vp.) gewählt. Czarnikau. Zindlcr (kons.) gewählt. Kolm ar i. E. Preiß (Els.) gewählt. Guben. Prinz Schönaich-Carolath (natl.) gewählt. Kassel. Lattmann (Reformp.) gewählt. Rupp in. Dietrich (kons.) gewählt. Lauenburg. Lesche (Soz.) gewählt. Lüneburg. Buchsieb (natlib.) gewählt. Mühlheim a. Rh. de Witt (Ztr.) gewählt. Ueckerm. udc. Bohlendorff (kons.) gewählt. Weimar. Bauoert (Soz.) gewählt. Jena. Lehmann (natl.) gewählt. Cöslin. Barth (freis. Vg.) gewählt. Oels. Mardorfs (Rp.) gewählt. G l o g a u. Hoffmeister (freis. Vg.) gewählt. Pkeß. Kowalcyk (Pole) gewählt. Löwen berg. Kopsch (freis. Vp.) gewählt. Harburg. Depken (natl.) gewählt. Donaueschingen. Faller (natlib.) gern, mit 11737 gegen Goldschmidt (Ztr.) mit 11 040 Stimmen. Die neuen Soldaten. In einigen ;>i .■ iigcn werden von einem angeblich sehr gut informierten auswärtigen Offizier Details über die neue Militärvorlage verbreitet. Darnach soll die Hauptvermehrung des Heeres im Bereich des ersten Armeekorps, in O st Preußen, erfolgen. Damit ist im Grunde nichts neues gesagt, cs wurde bereits an dieser Stelle an der Hand von Zuschriften aus militärischen Kreisen — „die Ausbildung aus Kavallerie" usw. — mehrfach auf jene Wahrscheinlichkeit hingewiesen. Auch hat bekanntlich schon im April d. I. der Reichstagsabg. Sieg (ul.) in einer Wahlversammlung mitgeteilt, daß nach seinen Informationen durch die nächste Militärvorlage die Bildung eines neuen Armeekorps mit dem Generalkommando in Allenstein gefordert werden wird. So weit geht der gut informierte auswärtige Offizier nun nicht. Gr sagt voraus die Erweiterung der zur 37. Division (Allenstein) gehörigen Jnfanterieregimenter von 2 auf 3 Bataillone und die Hinzufügung einer dritten Infanterie-Brigade durch Neuaufstellung von 2 Jnsanterieregimentern mit der Garnison Allenstein. Hinsichtlich der Kavallerie signalisiert er für den Osten die Komplettierung der Eskadron Jäger zu Pferde in Graudenz bis zur Stärke eines Regiments. Nach den von unserm Berliner Mitarbeiter ein gezogenen Erkundigungen glaubt man in militärischen Kreisen, daß diese Forderung das Allermrnd este darstellen werde in Anbetracht der Stärke der russischen Grenztavallerie. Nicht unwahrscheinlich sei die Garnisonierung von Kavallerieabteilungen in den kleineren Grenzstädten des Ostens. Man glaubt audj,, daß die Militärverwaltung, um die Verstärkung der Grenztruppen bewilligt zu erhalten, zur Verzichtleistung auf Forderungen für mitteldeutsche Truppenteile sich geneigt zeigen würde. Aus Erkundigungen an maßgebender Stelle behauptet aber die „Kreuzztg.", in Erfahrung gebracht zu habere daß die Meldungen über eine bevorstehende Militärvorlage auf freier Er findung beruhen. Bis jetzt seien noch keine definitiven Beschlüsse über eine etwaige Militärvorlage gefaßt worden. In Ostasien geht etwas vor. Nicht ohne zwingenden Grund unterziehen sich kurz hintereinander zwei russische Minister der immerhin beschwerlichen Reise nach der Maird- schurei Finanzminister Witte machte den Anfang mit einer „Inspizierung" der Transsibirischen Eisenbahn bis Wladimirstock, und der Kriegsminister Kurv patt in ist gar bis nach Japan gegangen, wo er mit den leitenden <^taats- männern und auch mit dem Mikado konferierte. Handelt es sich um politische Abmachungen mit Japan, um die koreanische Frage oder um einen Rüctversicher- ungsvertrag zwischen Rußland und Japan, durch den die vielgewandte russische Diplomatie den „Erbfeind" England trotz seines Bündnisses mit Japan zu treffen gedenkt? Zu alledem arbeitet Rußland unausgesetzt an der Verstärkung seiner militärischen Position in Ostasien; erst dieser Tage sind wieder Infanterie- und Artilleriekolonne mit der sibirischen Bahn nach dem fernen Osten befördert worden. In England verfolgt man die Vorgänge mit begreiflichem Argwohn; cs fehlt auch nicht an Anfragen an die Regierung im Unterhaus. Doch diese kann nur eingestehen, daß sie einstweilen ebensowenig weiß, wie die Interpellanten. Kolitische Tagesschau. Graf Bülow kst auf Einladung des Kaisers gestern nach Kiek gereist. Der Reichskanzler ist jetzt völlig wiederhergestellt und beabsichtigt bald nach seiner Rückkehr von Kiel den gewohnten Sommeraufenthalt in Norderney zu nehmen. So melden heute die Berliner Telegraphenbureaus. Wir waren in der Sage, diese Reise bereits gestern an^ukündigeu. Ueber ihren Zweck wird von halbamtlicher Sette nichts mitgeteilt. Allerdings hat die „Kieler Woche" in diesem Jahr eine gewisse politische Bedeutung durch den Besuch des a m e r i k a n i s ch e n G e s ch w a d e r s. Schon die geplanten Veranstaltungen zu Ehren dieses Geschwaders — Diner des amerikanischen Gesandten, Festtafel des Staatssekretärs der Marine von Tirpitz, Gartenfest beim Prinzen Heinrich von Preußen — weisen darauf hin, daß der Kaiser seine Gäste in ganz besonderer Weise auszuzeichnen lvünscht. Während des gestrigen Diners an Bord der „Hohenzollern" trank sogar der Kaiser attf die Gesundheit des Präsidenten der Vereinigten Staaten. Die Musik spielte die amerikanische Hymne. Aber die Anwesenheit des Grasen Bülow in Kiel erklärt sich doch wohl mehr noch aus Gründen der inneren, als der äußeren Politik. Daß den SVaifcr die unerwartet starken W a h l e r f o l g e der Sozialdemokratie lebhaft beschäftigen, liegt auf der Hand. Und daß der Kaiser über diese Erscheinung eine Aussprache mit seinen ersten Beamten wünscht, unterliegt ebenfalls keinem Zweifel. Der Kaiser ist ein eifriger Zeitungsleser,- die Ausführungen konservativer und agrarischer Blätter, daß die Regierung durch Entgegenkommen gegenüber der Sozialdemokratie die Mitschuld trage an dem Wahlausfall, die Rufe nach 'dem „starken Mann" usw. werden dem Herrscher nidjt entgangen sein. Gras Bülow steht, wie man weiß, nicht auf dem Standpunkt, daß die sozial- demokratifche Bewegung ein geeignetes „Objekt der Gesetzgebung" sei. Es kommt nun daraus an, ob der Kaiser in dieser Auffassung dem leitenden Staatsmanne beipflichtet. Graf Bülow hat eine entscheidende Fahrt an- getreten. Die Nationalsozialen. Der Führer der Nationalsozialen, Pfarrer Naumann, kündigt in Der „Nationalsozialen Wochenschau" das Ende seiner Parteigründungsversuche an, indem er wörtlich schreibt: „Wir Nationalsozialen kommen als geschlagene Truppe aus dem Kampfe zurück. Einer von uns ist in Stichwahl, Herr v. Ge r l ach in Marburg (er ist gestern bekanntlich gewählt lvordeu), wir andern aber sino auch diesmal nicht bis zur Schwelle des Reichstages gelangt. Wir sind nicht unterlegen, »veil es an Geld oder MiUeln gefehlt hätte; alles, was wir brauchten, luar Da. Wenn trotzdem die Niederlage erfolgte, so InDcuiet das, daß wir nicht im stände sind, Die neue Partei zu begründen. Pfarrer Naumann schlügt vor, einen nat^nals.zialen Delegiertentag einzuberufeu, dessen einziger Vetyandlungs- gegenstand sei: „Was tun wtr, nachdem klar geworden ist, daß wir im gegenwärtigen Zeitpunkt nicht parteibilDenD auf treten können ?" Des weiteren erEiäri Naumann in einem Flugblatt, das; er persönlich, wenn er Wähler des 1. olden- burgischen Wahlkreises sein würde, in der Stichwahl für Den sozialdemokratischen Kandidaten eintreten würde. Deutsches Keich. Berlin, 25. Juni. Ter Kaiser nahm gestern in St'i c £ die Vorträge des Chefs De;? iSioii und Militärkabinetts entgegen. Heute morgen begab sich der Kaiser von der „Hohenzollern" zur Marine-Akadeuiie, um der Enthüllung der Bronzebüste des Kur-Brandenburgischen Obersten Hille beizuwohnen. Um 9 Uhr fuhr der Kaiser zu dem bei Holtenau liegenden „Neptun", um einen Vortrag über Funkentelegraphie zu hören. Zu diesem Zwecke ging der Kreuzer „Nymphe" in See, der den Vortrag durch praktische Beispiele erläuterte. Mittags nahm der Kaiser aus der hohenzollern" das Frühstück ein. — Die Binnenregatta des kaiserlichen Jachtklubs begann heute bei flauem Nordost. Zur ersten Wettfahrt der Sonderklasse hatten 12 Jachten gemeldet, die um 12 Uhr von Laboe ausliefen. — Der Kaiser hatte während seines heutigen Aufenthaltes auf dem amerikanischen Flaggschiff Kearsage eine anderthalbstündige Unterredung mit dem Kontre-Admiral Cotton. Er besichtigte die Räume des Schiffes und verabschiedete sich herzlichst von dem Offizierkorps. Tie amerikanischen Schiffe salutierten und die Musik spielte die deutsche Nationalhymne. — KaiserWilhelm sandte ein herzliches Beileidstelegramm aus Anlaß des Todes des dänischen Generals Hedemami. Kirche und Schule. In Nr. 25 des „P r o t e st a n t e n b l a t t s" (Verlag von Karl Schünemann in Bremen) spricht u. a. I. Gmelin über den evangel.-sozialen Kongreß in Darmstadt. Rom, 25. Juni. Der Papst hielt heute vormittag 11 Uhr, umgeben von zwanzig Kärdinälen und dem Hofstaat, in der Sala Regia ein öffentliches Konsistorium ab, um den neuen Kärdinälen Noeella, Cavicchioni und Fischer, die gestern das rote Barett, nicht den Kardinalshut erhalten haben, den Kardinalshut aufzusetzen. Das diplomatische Korps, der römische Adel, die Ritter des Malteserordens und zahlreiche Eingeladene waren zugegen. Die prunkvolle Zeremonie dauerte 40 Minuten. Der Papst erfreut sich ausgezeichneter Gesundheit und wurde in der Sala Regia und in der Sala Dukale von Hunderten Eingeladenen begrüßt. In dem auf das öffentliche folgenden geheime Konsistorium ernannte Der Papst mehrere Bischöfe und bestätigte die schon früher durch ein Breve vorgenommenen Ernennungen, darunter die des Erzbischofs von Köln. Ausland. Rom, 25. Juni. (Kammer.) Das Haus und die Galerien sind stark besetzt. 3 an ar b e Hi ergreift unter lebhafter Aufmerksamkeit des Hauses das Wort und erklärt, er versuchte in der letzten Krisis die Grundlage der Mehrheit nach der chm in ihren Gedanken und Zielen am nächsten stehenden Seite der Kammer zu erweitern. Er hoffe, nicht vergeblich in diesem Sinne tätig gewesen zu fein, obgleich er gewünscht hätte, eine direkte Mitwirkung durch tätige Teilnahme an der Regierung zu finden. Uebrigens liege ihm jede jener Umwandlungen, Die eine Entartung des parlamentarischen Regimes bedeuten, ferne. Bei dieser Sachlage hätten, da es verfassungsmäßig zweifellos richtig war, das Kabinett, das noch gestern ein Votum der Kammermehrheit erhielt, bei- zubehalten, er und Kollegen für ihre Pflicht angesehen. Ihn leitete auch der Gedanke, daß, wenn seinem seit zwei Jahren mittels Freiheit (Beifall) regierenden Ministerium ein von den entgegengesetzten Grundsätzen beseeltes folgen sollte, welches diese in den nächsten Tagen abgeben möge. Dem sehe er in Ruhe entgegen. (Anhaltender lebhafter Beifall links.) Im weiteren Verlaufe der Sitzung spricht Mirabelli gegen die Lösung, welche man der Krise gab. — Der Schatzminister bringt die Vorlage betreffend Bewilligung von sechs provisorischen Budgetzwölfteln, ein. Orlando, Denava und Mantica sprechen zu Gunsten des Ministeriums, Mirabelli, Guicciardini, Chi- menti und Sacchi gegen dasselbe. Bissolati setzt die Gründe auseinander, die ihn bewegen, gegen das Ministerium zu stimmen. Während der Debatte herrschte im Hause große Unruhe. — Hiesige Regierungskreise erwarten den Besuch des Zaren für Ende Oktober oder Anfang diovember. Wien, 25. Juni. Wie die „N. Fr. Pr." meldet, soll das ungarischeMinifterium die Ressortminister des Kabinetts Szell bis auf Fejerwary und Szechenyi übernehmen. Als zukünftiger Minister um die Person des Kaisers kommen Graf Festetica und Ludwig Bathyango in Betracht. Als zukünftiger Bauns von Kroatien wird Graf Theodor Pcjaescevics oder Emil Josipovics bezeichnet. Der Ausgleich soll in beiden Parlamenten während des Sommers beraten werden. Warschau, 25. Juni. Nach hier eingetrossenen Meldungen aus Petersburg unterbleibt der für Den September angesagte Besuch desZaren in Warschau. Auch die großen Herbstnianöver in Posen sollen ab- be stellt sein. Die Gründe hierfür sind nicht bekannt. Ans §taöt und Land. Gießen, 26. Juni 1903. Herr G. 8. Burkhar di ist aus der Brühl'schen Druckerei ausgeschieden. An ferner Stelle übernimmt mit dem heutigen Lage Herr Hermann Will die Geschäftsführung. •* Zur gestrigen Wahl wird uns noch mitgeteilt, daß gestern abend im Lokale des liberalen Wahlkomitees der Sieg Heyligenstaedts mit freudiger Begeisterung aufgenommen morden ist. Oberamtsrichter Fuhr aus Ortenberg feierte unseren neuen Reichstagsabgeordneten in einer zündenden Ansprache, in der er hervorhob, daß das Zusammengehen aller bürgerlichen Parteien in unserem Wahlkreise, der so als leuchtendes Beispiel vielen anderen deutschen Gauen dienen könne, allezeit zum Siege führen werde. — In den Orten der Köhler'schen Vorherrschaft, Ober-Bessingen, Langd, Röthges re. rc., hat, wie wir noch erfahren, das gute Wetter, das die Leute vielfach zur Heuernte auf die Felder trieb, ungünstig auf die Wahlbeteiligung gewirkt. Es heißt, daß antisemitische einflußreiche Persönlichkeiten dort sehr heftig für Krumm agitiert haben sollen. Durch ihr letztes Flugblatt, das an Beschimpfungen der Liberalen das Grausamste und Tollste leistet, rvas wohl je ein sozialistisches Stück Papier in unferer Gegend hat aushalten müssen, haben die Herren Sozialisten dem Liberalismus besser gedient, als dieser es von seinen treuesten Freunden hätte erwarten dürfen. Allzu straff gespannt zerspringt der Bogen, und allzu großen Humbug lassen sich die Gutgläubigsten nicht gefallen. Der widerliche Wisch hat seine Schuldigkeit getan. — Soeben geht uns noch das Resultat aus Bad Salzhausen zu. Dort wurden 12, und zwar nur liberale Stimmen abgegeben. Ferner ändern sich durch spätere Nachzählung noch die Ergebnisse aus Heuchelheim (Heyligenstaedt 132, Krumm 284) und Glashütten (Krumm 40 nicht 70 Stimmen!) Demnach das Gesamtresultat: Heyligenstaedt 10581, Krumm 7804 Stimmen. In Krofdorf erhielt 135 Stimmen Bürgermeister a T. Krämer in Kirchen a. d. Sieg, 1 Stimme Apotheker W. Lamle zu Krofdorf. In Wißmar fielen 178 Stimmen auf Krämer. Aus Offenbach geht uns kurz vor Redaktionsschluß folgender Drahtbericht zu: Offenbach, 26.Juni. AuS Anlaß der Stichwahl, in der Ulrich unterlag, kam es in der Nacht zu b c - dcutcudcn Ruhestörungen. Die Herrnstraße mit dem Kasino der Zcutrumspartei war von einer riesigen, johlenden Menschenmenge umlagert, die erst nach Mitternacht von einem starken Lchutzmauuoausgebot, das wieder« holt mit blanker Waffe Vorgehen mußte, zerstreut werde» konnte. Dr. Becker erhielt einer» Stockschlag an den Kops und konnte nur unter polizeilicher Bedeckung den Heimweg autrctcn. Es wurden mehrere Bcrhaftuugeu vorgcnommen. Ein Kommentar dazu ist wahrlich überflüssig. Resultat der Stichwahl zu Gießen. Stadl Gießen Heyligenstaedt Rrrnnn 1. Wahlbezirk (Turnhalle der höh. Mädchen- schule)........ »Turnhalle d. Realgymnasiums) 273 261 2. 383 214 3. (Turmhaus am Brand) . . 233 222 4. » (Turnhalle der Stadtknaben- schule- ......... 218 218 5. (Schulhaus in der Neustadt) . 185 289 6. IJ (Bürgermeistereigebäude) . . (Tnrnh. d. Stadtmädchenschule) 361 174 7. ft 362 182 8. * (Gastwirtschaft Seltershöhe) . 456 212 Summa: 2471 1772 ** Oöffentliche Anerkennung einer edlen Tat. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben dem Kaufmann Isidor P o st zu Gernsheim, in Anerkennung der von demselben am 3. Februar d. I. -unter eigener Lebensgefahr bewirkten Rettung der Kinder Elisabeth Kissel und Anna Kissel von Gernsheim vom Tode des Ertrinkens, die Rettungsmedaille zu verleihen geruht. ** Das Großh. Regierungsblatt, Beilage Nr. 19, abgegeben am 24. Juni, hat folgenden Inhalt: 1) Oeffentliche Anerkennung einer edlen Tal. — 2) Bekannt machung, betreffend die Ausführung der Verordnung, dic Bildung einer Ministerialabteilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe betreffend, vorn 17. Januar 1900 — 3) Bekanntmachung, Den Ausschlag des Gehalts des Rabbinen zu Bingen für das Jahr 1903 betreffend. —, 4) Ueberfidjt über die von Großherzoglichem Ministerium des Innern genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Kom- munalbedürfnisse der Stadt Darmstadt pro 1903/04. — 5 Ueberficht der von Großh. Ministerium des Innern für bai Etatsjahr 1903/04 genehmigten Umlagen der Kommunal bedürfnisse in den Gemeinden des Kreises Oppenheim Steuerkommissariatsbezirk Wörrstadt, mit Ausnahme bei Gemeinheit Gau-Bickelheim und Ober-Saulheim. — 6) Nach trags-Uebersicht der von Großh. Ministerium des Innern für das Etatsjahr 1903/04 genehmigten Umlagen Der Kom munalbebürfniffc in ben Gemeinben Gau-Bickelheim und Ober-Saulheim bes Kreises Oppenheim, Steuerkommissa- riatsbezirk Wörrstabt. — 7) Uebersicht ber von den Israeliten nachstehend genannter Gemeinden des Kreises Oppenheim zu erhebenden und von Großh. Ministerium des Innern genehmigten Umlagen pro 1903/04. — 8) lieber- sicht der von Großh. Ministerium des Innern für bas Etatjahr 1903/04 zur Erhebung genehmigten Umlagen zur Be ftreitung ber Kommunalbebürfnisse der israelitischen Reli- gionsgemeinben bes Kreises Bübingen. — 2) arm ft a bt, 25. Juni. Ein eigenartiger Rechte streit: „Großherzog Ernst Ludwig von Hesien geger Hofmöbelfabrikant Gluckert, hier", soll bei dem hiesigen Gericht anhängig sein. Herr Glückert erwarb seiner Zeit vor Großh. Kabinetts-Direktion in der sogen. Künstlerkolonie auf dem Alexandraweg zwei Grundstücke, die er bebaut hat. Nach dem geschlossenen Vertrag hat er sich verpflichtet, keine Wäsche auf dem Dache zu trocknen, was als dingliche Gerechtigkeit zugunsten des dem Großherzog gehörigen Nachbargrundstücks gewahrt wurde. — Nun trocknet er doch Wäsche und ist auf Unterlassung solcher Handlung gerichtlich belangt. Mainz, 25. Juni. Rechtsanwalt Dr. Sichel hat geget das auf Todesstrafe lautende Urteil gegen Detrois Revision beim Reichsgericht eingelegt. Hetzbach i. O., 24. Juni. Gestern abend sah der Bahnwärter am Himbächel Viadukt einen Fremden auf dem Schienenstrang des Viadukts. Als er denselben sortwies, wurde er mit einem Revolver bedroht. Bald Darauf zeigte sich der Unbekannte auf der äußeren Brüstung des Viadukts. Ais kurz nachher mehrere Beamte nachsuchten, war der Betreffende verschwunden. Heute früh fand man auf ber Wiese unter Dem Viabukt bie Leiche eines gutgekleibeten Unbekannten. (,,D. Z.") Vom süblichen O ben w alb, 24. Juni. Obgleich die Reisezeit berHeibelbeeren noch nicht ba ist, würbe boch in ben letzten Tagen mit bem Aufkäufen Derselben begonnen. Ter Odenwald ist eines ber Gebirge, in Denen bie Ernte früher beginnt als in nörblicher gelegenen Gegen- ben, weshalb bie Erstlingspreise immer ziemlich hoch |inb. Für das Pfund wurden schon 25 und 30 Pfg. bezahlt; gegenwärtig gilt ein Pfund 20 Pfg., dies ist also ein verhältnismäßig niederer Preis. Hauptsache bleibt jedoch, daß zur Zeit Der Vollernte Die Preise nicht auf 5 und sogar 4 Pfg. sinken, sondern daß sie sich, wie beispielsweise vor zwei Jahren, auf 9 Pfg. halten, dann können bie Beeren- pslücker einen hübschen Lohn für ihre Mühe einstecken. Ludwigshafen, 23. Juni. Ein Aufsehen erregen* ber Vorfall trug sich hier vor mehreren Tagen zu. In bie Leichenhalle würbe um 7 Uhr abends Die Leiche eines Säuglings gebracht und Dort aufgebahrt. Als nun Leichenwärter Kullmann um 8 Uhr abenDs Die Leichenhalle durchschritt, sah er, daß Das Kind noch Lebenszeichen von sich gab: er brachte es deshalb in die elterliche Wohnung, es ano^eu Tages pu.ro. Ta das Kind, ehe es Der Leichenhalle erstmals überwiesen wurde. Der Leichenschau unterstand, so Ware zur Beruhigung ber Gemüter um* geyenb eine behördliche lyrtlärung dringend am Platze, was nun geschcyen wird, nm hier ähnliche 95ortomnini||C unmöglich zu machen. (Mannh. Gcn.-Anz.) Kleine Mitteilungen aus Hessen und Den 91a et) bar floaten. Die Dampfwalze deS Kreises Wetzlar fährt am Samstag, den 27. Juni d. Js. vormittags von L a u n s b a ch kommend über die Straße Krofdorf-Gießen- Heuchelheim nach Bahnhof Kinzenbach. — Ter Tierschutzverein zu Wiesbaden (E. V.), welcher in den letzten vier Jahren 250 Zugesel eingeführt hat, beabsichtigt bei genügender Beteiligung einen wetteren Transport kommen zu lassen. Die Lieferbedingungen können vom Verein unentgeltlich bezogen werden. Während bei den Franzosen der Bestand an Zugeseln über 561000 beträgt, hatte Deutschland am 1. Januar 1903 knapp 10 000 Stück. Wir sollten an unseren Nachbarn ein gutes Beispiel nehmen und dieses nützliche Tier mehr bei uns verwenden wie bisher. — Aus Wiesbaden wird berichtet: Gestern stürzte hier ein Automobil des Belgiers Baron Lehmann um und explodierte. Der Besitzer ist schwer, der Chauffeur leichter verletzt. Kniverstläls-Uachrichlrä^ Dem ordentlichen Professor der Psychiatrie an der hiesigen Universität, Dr. med. et phil. Robert Sommer ist von der preußischen Akademie der Wissenschasten der Betrag von 500 Mk. zur Fortiührung seiner Arbeiten über Ausdrucksbewegungen bewilligt worden. Kirchliche Uachrichteu. Evangelische Gemeinde. 8. Sonntag nach Trinitatis, den 2 8. Juni. Gottesdienst. In der Stadtktrche. Vormittags 8 Uhr: siehe Johannesiirche. Vormittags 9'/3 Uhr: Pfarrer Scheunemann. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markus - gemeind e. Pfarrer S ch e u n e m a n n. Nächilkünftigen Sonntag, den 5. Juli, findet im Hauplgolles- dienst Beichte und heillges Abendmahl für die Matthäus- und Markusgememde gemeiniam statt. Anmeldungen vorher bei dein Pfarrer jeder Geineinde erbeten. In der JohanueSkirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Tr. Nnuniann. Zugleich Christenlehre für die Neukonsirmiertcn aus der Johannesgemeinde. Vormittags 9>/r Uhr: Pfarrafsistent Vogt. Kürderkirche fällt aus. Katholische Gemeinde. Freitag abend 7,20 Uhr ivird derHoch würdig st eHerr Bischof, von Büdingen kommend, hier eintreffen. Der feierliche Empfang findet nicht am Bahnhofe, sondern in der Kirche starr. Zu diesem Einpsange wird die ganze Gemeinde «ungeladen und gebeten, nicht an ben Bahnhof zu gehen, sondern sich in der Kirche zu versammeln. Samstag vorm. 7 Uhr wird der Hochwürdigste Herr Bischof die heil. Mefse lesen. Zum Besuche dieser heil. Messe ist den Schülerii rind Schülerinnen aller Schulen die erste Schulstunde jrci gegeben. Sanistag, den 27. I u n i 1903. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag, den 2 8. Juni. 4. Sonntag »iach Pfingsten. I i r m u n g. V»rmittags von 6 '/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht. , um 6 Uhr: Die erste heil. Messe, vor mid in derselben Austeilmig der heil. Kommunion. , um 7 Uhr: Messe des Hochwürdigsten Herrn Bischofs, in derfclben Kominunion der Firmlinge. „ um 8 Uhr: Heilige Messe. Militärgottesdienst. Vormittags um 9 Uhr versammeln sich die Firmlinge in der Kirche. w um 9‘/< Uhr: Einzug des Hochwürdigsten Herrn Bischofs. Vormittags um 9 */, Uhr: Hochamt mit Predigt. Nach dem Lochamt Firmung. Nachmittags um 3 Uhr: Andacht mit Segen. , um 41/, Uhr: Versammlung der Gemeinde in der Kirche. , um 5l/4 Uhr: Abreise des Hochwürdigsten Herrn Bischofs nach Alsfeld. Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge, Südaulage. Samstag, den 2 7. Juni 1903. Vorabend 7.45 Uhr. Morgens 8.30 Uhr. Nachmttlags 4 Uhr. Schrifterklärung. Sabbathausgang 9,35 Uhr. Herr Rabbrner Dr. Sander wohnt jetzt Landgrafen- st r a ß e 8, Ecke Ostanlage. Neueste Meidunaeil. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. sä. Darmstadt, 26. Juni. Originaltelegramm des „Gießener Anzeiger8.* Der Präsident der Zweiten Kammer hat soeben an die Mitglieder Einladungen zu einem zweitägigen Ausflug in den Vogelsberg für Mittwoch den 8. und Donnerstag den 9. Juli ergehen lassen. Beabsichtigt ist der Besuch der Orte Bad Salzhausen (Besichtigung der Salinen), Schotten, Hohe- rodskopf (Besichtigung der Meliorationsarbeiten und Aufforstungen daselbst), Grebenhain, Herchenhain, von hier aus Besichtigung derzvon der Stadt Frankfurt zu errichtenden Talsperre, Crainfeld (Besichtigung der Jungviehweide), Hartmannshain und Gedern. Von da erfolgt die Rückfahrt mit der Bahn. Verschiedene Regierungsvertreter werden an dem Ausflug teilnehmen. — Uebermorgen, Sonntag, wird der Großherzog das Sängerbundesfest in Wörrstadt besuchen. Berlin, 26. Juni. Nicht wiedergewählt wurden u. a. folgende bisherige Abgeordnete: Letocha (Ztr.), Francken, Hilbck, und Bassermann (nl.), Fischbeck (fr. Vp.), Dr. Oer te l (Bund d. Landw.), Schrempf und Prinz Hohenlohe.), Bindcwald (Antisem.), Hoch- Ulrich und Calwer (SozZ, Brömel (fr. Bgg.), Graßmann (nl.), Hofmann-Dillenburg (nl.), Raab (Antisem.), Cahensly (Ztr.), Augst (Dtsch Vp.), Antrick und Segttz (Soz.) — Die Blätter beschäftigen sich in der Hauptsache meist mit dem Ausgang der Stichwahl im ersten Berliner Wahlkreise. Die freisinnigen Organe geben ihrer Genugtuung Ausdruck, daß wenigstens dieser eine Wahlkreis Berlins der Partei erhalten geblieben sei. Die „Nat.-Ztg." meint indessen, daß die bürgerlichen Parteien ihre Organisation gründlich aufbessern müßten. Mit Mühe und 'Jtot haben die Freisinnigen den Platz behauptet. Der Freisinn werde seine Politik gründlich zu revidieren haben. Auch die „Terl. N. Nachr." sagen, für die bürgerlichen Parteien liege kein Anlaß -pir Freude vor. Wenn es so weiter gehe, würde es das letztemal sein, daß Berttn einen bürgerlichen Vertreter in den Reichstag entsende. Im übrigen würde der neue Reichstag noch mehr unter dem Zeichen von Zentrum und Sozialdemokratie stehen als der bisherige. Der „Vorwärts" schreibt: Es ist eine Art Gnadenbrot, das der Freisinn in Berlin nod) essen kann. „Ueber die Gesamtresultate urteilt das sozialistische Zentralorgan: Der verzweifelte Zusammenschluß aller reaktionären Kräfte hat die Gegner vor schweren Verlusten nicht bewahrt. Tas große Werk der Aufklärung und Befreiung vermögen die Feinde weder siegend noch fallend auch nur für einen Augenblick aufzuhalten. Deutschland muß werden, was Sachsen ist. K i e l, 26. Juni. Nachdem der Kaiser das amerikanische Flaggschiff eingehend besichtigt hatte, kehrte er an Bord der Hohenzollern zurück und empfing dort den amerikanischen Botschafter. Zur Frühstückstasel an Bord der Jacht war auch der Herzog von Mecklenburg geladen. Abends gab das Kaiserpaar an Bord der Hohenzollern ein Diner aus Anlaß der Anwesenheit des amerikanischen Gejchwaders. Der Kaiser saß zwischen dem amerikanischen Botschafter und dem amerikanischen Admiral Cotton, die Kaiserin zwischen dem Großherzog von Mecklenburg und dem Prinzen Heinrich von Preußen. Auch Reichskanzler Graf Bülow nahm an dem Essen teil. Stockholm, 25. Juni. Anläßlich des Abschlusses der deutsch-schwedischen Vereinbarung betr. die Stadt Wißmar sandte Kaiser Wilhelm am 21. Juni an König Oskar folgendes Telegramin: „Ich erhalte die Nachricht von der Unterzeichnung des Wismaroertrages. Ew. Majestät und Schweden sage ich meinen Dank für die bei dieser Gelegenheit erneut bestätigte freiindnachbarliche Gesinnung." König Oskar erwiderte mit folgendem Telegramm: „Sende Ew. Mas. herzlichen Dank für das freundliche Telegramm, welches ich soeben empfangen habe. Ich selbst und mein schwedisches Volk haben gewünscht, in diesem Falle unsere aufrichtigen freundschaftlichen Gefühle an den Tag zu legen. Indem ich dies bekräftige, spreche ich die Hoffnung aus, daß auch in kommenden Zeiten immer gegenseitiges Vertrauen herrschen möge." Belgrad, 25. Juni. Den Blättern zufolge gewährte der König sämtlichen wegen Preß- und politischer Vergehen Verurteilten A m n c ft i e und setzte die Strafen der wegen ge- meincu Verbrechen Verurteilten herab. — König Peter beabsichtigt, die Leiche des Königs Alexander feierlich bestatten zu lassen. Belgrad, 26. Juni. Heute wurden die ausländi- schenVertreter vomKönig empfangen. Gleichzeitig erfolgte die Aufhebung der Zensur. Washington, 25. Juni. Kaiser Wilhelm hat mit dem Präsidenten Roosevelt anläßlich der Anwesenheit des amerikanischen Geschwaders in Kiel einen längeren Depeschenwechsel gehabt. Aufforderung. Ansprüche an die unten näher bezeichneten, den beibemerkten Besitzern m den Grundbüchern zugeschriebenen Liegenschaften, die teils veräußert, teils überschrieben werden sollen, sind so gewiß binnen 4: Wochen vom Erscheinen in den Blättern gerechnet, dahier gehörig begründet vorzulegen, als sonst die vorliegenden Verträge bestätigt, die Beschränkungen gelöscht und die Einträge tn 8a§ Mutationsverzeichnis verfügt werden. Gemarkung Beuern. Belloff, Johannes IV., und Frau, geb. Lepper, zu Beuern Fl. IX Nr. 164. Gemarkung Alten-Buseck. Schäfer, Georg Eberhardt 11., und Ehefrau, geb. Vogel, zu Alten-Buseck, Fl. II Nr. 329. Gemarkung Klein-Linden. Germer, Wilhelm, und Ehefrau, Marie geb. Jung, zu Klein-Linden, Fl. IV Nr. 194. Gemarkung Wieseck. Kaiser, Ferdinand, in Wieseck, Fl. XIX Nr. 286,6; 286,8; 286,10; 287,6; 287,8; 288,6 und 288,8. Gemarkung Gießen. Malkomesius, Balthaser Emil, und Frau, geb. Schwan, zu Gießen, Fl. 32 Nr. 102,6; Fl. 45 Nr. 98; Fl. 45 Nr. 99 und Ft. 45 Nr. 100. Gießen, den 24. Juni 1903_ 5049 Grosiberzoauwes vdntsgericbt. Mlanz am 31. Dezember 1902. a) Aktiva. 1. Ausgeliehene Kapitalien: a) gegen gerichtliche Obligationen JL. b) „ Bürgschaft . „ c) „ Güterkaufgclder . . „ d) „ Wertpapiere nach dem Cours am 31. Dezember 1902 . „ 2. Wert der Immobilien . . . „ 3. „ „ Mobilien . . . „ 4. Kassevorrat ..... 5. Ausstände , . . . . „ b) Passiva. 1. Aufgenommene Kapitalien . . 2. Stammanteile . ♦ ♦ ♦ , 98644.44 114027.97 68408.91 93724.80 10000.— 208.92 15885.39 33922.79 434823.22 434823.22 5497.50 434823.22 Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1901 209 Während 1902 gingen zu ..... 5060 209 Während 1902 gingen ab .... . 1 Daher Stand der Mitglieder Ende 1902 . 208 Lplir- iini) MM-Lmin Mcnims o. i>. Sumiin. Eingetr. Genossensch. mit unbeschr. Haftpflicht. Wallenfels, Direktor. Wagner, Kontrolleur. Rein, Rechner. Die Rechnung für 1902 liegt vom 27. Juni l. I. 8 Tage lana auf dem Geschäftszimmer offen. Champagne MONTIGNY (Metz.) EPERNAY (Champagne.) H KönigI. Bayer, u. Württemberg. Hoflieferanten. Z Alleinverkauf für Giessen: Hch. Anbei, Cigarren und Wein, Giessen, Seltersweg 58. 4491 Aachener und Münchener Jener - Derstcherungs-Gesellschaft. Gegründet 1825. Mk. 9 000 000.— 20 624 527.30 690 480.96 8 813 855.54 4 000 000.— 900 000.— 600 000 — 1 297 627.50 laß für das Jahr 1902. Grundkapital ..... Prämien-Einnahme für 1902 . . . Zinsen-Einnahme für 1902 . . . Prämien-Ueberträge .... Uebertrag zur Deckung außergewöhnlicher BÜrürfniffe .... Kapital-Reservefonds .... Tividenden-ErgänzungsfondS ... Spar-Reservefonds .... Ter Geschäftsstand der Gesellschaft am 31. Dezember 1902 ergibt sich aus dem nachstehenden Auszug aus dem Rechnungs- absch Mk. 45 926 491.30 Versicherungen in Kraft am Schluffe des Jahres 1902 Mk. 10 356 910586.— An Entschädigungen wurden von der Gesellschaft im Jahre 1902 gezahlt . , 10 603 338.79 Seit ihrem Bestehen wurden von der Gesell- jchast für Schäden überhaupt bezahtt , 226 579 429.30 Für gemeinnützige Zwecke verwendete die Gesellschaft seit ihrem Bestehen die Summe von ..... 33 226 652.97 Die Gesellschaft betreibt außer der Feuer-Versicherung auch die Versicherung gegen Einbruch-Diebstahl. Der Abschluß einer solchen Versicherung wird für die beginnende Reise-Saison besonders empfohlen. Agenten der Gesellschaft: LouiS Wittich in Gießen, Bahnhofstraße 62. Ludwig Wagner IV., Schneidermeister in Allendorf cf. d. L. Balth. Stephan IV., Landwirt in Großen-Buseck. Johannes Leun IX., Landwirt in Großen-Linden. Julius Karl, Rechner in Grünberg. Aarl Emmei, Sparkaffenrechner in Hungen. Heinrich Walz, Spenalermeister in Lich. Heinrich Espich, Eiseleur in Lollar . . Johannes Schäfer IX., Wagnermeister m Steinberg. Will). Wacker, Bürstenmacher in Wieseck.5056 Trinkt Apfetölümchen Flasche 30 Psg. Feinstes Medizinal- und Tafelgeträuk. Reiner Apfelsast ohne Alkohol. Bestes Erftischuugö-Getränk der Neuzeit. Kergestellt von der Kätner Manzanillo-Hef. empfiehlt in frischester Füllung 4440 J. Weisel Souueustraße 6. Telephon 235. Ver'"uisstelle auch bei L. Steinhäuser, Neuenbäue 17. I Kunstverein. I Ausstellung von Gemälden und angewandter Kunst vom 18. Juni bis 19. Juli im Turmhaus am Brand. Werke von: Pros. Olbrich, Prof. Christiansen, Prof. Behrens, Prof. Boselt, Prof. Habich, Cissartz, Patritz Huber, Leipheimer, Nitsche und Bürk. Vereinte Kunstgewerbler: Reinstcin, Koch und Meier. - [5058 2105 Neuenweg 60. Pit Wupiuilz der Fran Meyer Täglich frischer Apfelkuchen Caf6 Ebel. Heute abend 4910 JWJT Stammcssen. “30© Gefüllte Mniiekilcheil mit Kopfsalat. ist sicher richtig, wenn sie sagt, daß Metall Gegenstände, die mit Metall- putz „Muzzi" gereinigt werden, am schönsten glänzen. Frau Müller. Stöbt. Schlachthaus. Freibank. Heute: 5019 VchAfiestch 50 Vfg. Neve Mjes-HmM per Stück 10 Psg. Neve iiiil. MMck per Pfund 15 Pfg. empfiehlt 4989 C. Roth II. Nachfl., Telephon 322. Walltorstr. 5. (Stute Zeldbrand- steine in kleinen und größeren Posten hat dauernd abzngeben |5059 Gewerkschaft Ellseubnrg in Grünberg, Grube Stangenrod bei Lumda. 03027] iKrebsi [Wichse »~~giebt derCl «s schönsten Glanz. Danksagung1 Carl Hohmeier Blumenspenden sagen allen herzlichen Giessen, den 26. Juni 1903. Die trauernden Familien: Hohmeier und Kreiling. sowie für die zahlreichen Dank Für die so zahlreich bewiesene Teilnahme bei dem schweren Verluste unseres heben Todes-Anzeige. Gestern verschied nach kurzem, aber schwerem Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel Jacob Wacker Schreinermeistcr im Alter von 67 Jahren. Die tiaittrnta SiiitttblieKueii. Gießen, den 26. Juni 1903. Die Beerdigung findet Samstag den 27. Juni, nach« mittags 6 Uhr, vom Sterbehause. Große Mühlgasse 19. aus statt. 03029 Beweis für die Vorzüglichkeit und Sparsamkeit des Gasherdsystems Prometheus ist, dass alle Fabrikanten heute dieses System nachzuahmen bestrebt sind. 4688 Markt fpjfz Eccaritss ”"kt Gasbadeöfen __neuesten Systems mit Sicherheitsfeuerung. Grossen-Linden Sonntag den 28. und Montag den 29. Juni findet Fahnen Weihe V des Krieger-Vereins in Gemeinschaft mit dem Mröandsfest des Küitenöerger Krieger-Deröandes in Großen-Liuden statt, wozu ergebenst einladen 5047 Die Festwirte: Fischer. Schaum. Weigand« la. neue Heringe per Stück 10 Pfg., la. neue Kartoffeln per Pfund 10 Pfg., la. neue Zwiebeln per Pfund 9 Pfg. 15002 L. Steinhäuser, ________Neuenbäue 17._____ Kopf- und Kleiderbürsten etc. werden 4979 gereinigt. A. Welz, Sclterswcg 6. robirenbie Neue Matjks-Sttiiiüe „ lfllta=$ladofidn „ EzWter Zwiebeln empfiehlt billigst 4496 Georg Wallenfels Markt 21. Telephon 40. Stahlpanzer- Heldschranke, feuer- und süirzsicher, thermit- und diebessicher. J. ihre Adressen unter Nr. 02987 in der Expedition d. Bl. niederzulegen. WddddWWiWW VW Gtohcs Bekeinszislniet, pt, oder Kneipe hat noch abzugeben 5014 A. Koch, Kaifergarten. Kneipe. Besseres Restaurant hat für sofort ober später eine schöne, große Kneipe zu vermieten. [Ö2998 Offerten unter E. H. L hanpt- postlagenid Gießen. Wietgel nche -l—5-ZlNMioohuuug per 1. Oktober l. I. zu mieten gesucht. Seltersweg—Blockstraße bevorzugt. Offerten unter 48X6 an die Exped. d. Bl. (Offene Stellen HlgpNlgef.z.B.u.r.Zig.a.Gastw., ♦lyl Ul pönbl, re. Berg. en. Alk. 250 mon. u.mehr. Fachkenut. nicht erf. 4920] H. Jürgensen &.Co., ^»awönrg. Schichmachergeselle sof. gejucht. 02894] B. 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Lda., d. 24. 6.1903. 03024] Johannes Lemp. —• Slchelich-Thüringisches Technikum Rudolstadt 1. Höhere Fachschule für: Architekten n. Biu-Ingenienre. Mittlere Fachschule fftr: Hoch-u.Tiefhaa-Techniker. 3. Fachschule f.: B*n-n .Möbel-Tirchl er. Stastskomnii-.»ar.Sta»tl. R^ifcrrfifnn7. PockWMie mit 5n»jßü aus der Straße Gießen—Klein Linden gcfnndcu. 03023 Bürgermeisterei 3Uein-Lindcu. Siegelring in der Bahnhofstraße verloren. 03017] Abzugeben Asterweg 48. JgC Hricflcrnerein □T Äeßeil. »v.u^rt nach Groken-Linden: Sonntag den 28. l. Mts., mittags 12 Uhr 10 Almuten. 5053] Fahrt frei!