den ne* ** ..... tasf ebtwt ,iiu|» yettis,r ;i,MH^rörf'' ver- «HZS SfflfesS ?«ufmaun 30 2ahre alt fuatt ”t1lcb« “« Wta «IcllUkj auf Kontor. la. Vielen nvn re. ju Tienslen. Cficuen unter V, m "agernd tticßen, ihm ü, __W ujifl« 'Dlauit, welcher |euie >ahr. Lehrzeit m (jief. yabnl. ä)Q,t -u Cfleni beendet, jucht belch.AnIp. aiiberiD.cielluna. •x\. um, Olm g, v. tfgp. d.T tbilb. nichtiges Kraulctu, in allen Zweigen des paueijdltf >ie in d.Nüche durchaus wahr, )t Stellt als haushollerm toll ätze der hausirau. Cfitnunt . MS an die lLLped. d. töL täglich Irisch. riedrich MoU, hvfbaSn. 72i MlWe lebenbfrild) in Wpackung, tingeiroflen bet 1*» leorg Wallenfels, ibet A. & G- WaUenlels, Mich-"! ,in 1(irte8, reines (ilciiM W, 1101 Giessen-l*ahr\ b" Ä«* £ KEL Der afl "JÄ’feS1 Die W«jtSS °°" „6. Nr. 72 Zweites Blatt. 153. Jahrgang Donnerstag 36. März 1903 • rKMIet tl«ri4 •ube« Bwmuxei- fcrm Mieten« H nötiger «erben im tkdjlel mit bem Sesstlch«, tandwlrl bte GletzeRer fleelliee- Nfltiei oieinml m bet iModx beujclegL ßtotattonabrud e. Brr» tu bet tJ i ü b I ‘Idjee iiio«d.'Buct>- u-Sienr bvuderetCUieildtttibe*) fUbufnon, tipebuwe ■nb vvurfeitt; • Beltret« f. tbiffle Kh f rpeirbeni •■itt«er eirfcr*. |nminuihd)7b*UL ouri* läbihd) Mt t-W. buiit Vlbbole- u HiveiglirUMi inonathd) 6o iit., bui )lr> iriurulfll front t* rlf 5>lr heutige Kummer umfaßt 8 Ketteu. Tie Siomsahrt Staifer -Wilhelms. Unter ben diesjährigen Henffcherbesuchen ist berjenige Kaiser Wilhelme in Nom an Bedeutung hervorragend. Weniger vom Standpunkt Deutschland- als von dem Italiens aus. Daß weiß man in Italien sehr wohl, und man schickt sich deshalb an, dem deutschen Kaiser einen beispiellos glänzenden Empfang zu beteilen. Das politische Italien er» hofft von bem Besuch eine Stärkung und Hebung seines internationalen Ansehens. Daß eS deren bedarf, wird wohl niemand weniger oerfennen, als Minister Prinelti, bet Leiter der auswärtigen Politik. Er hat sich im Verlauf seines staal-männßchcn Wirken- nicht gerade mit Nuhm bedeckt. Auch als sein Veidieiisl allerdings erscheint die Erneuerung des Treibundvertrages. Herr Pnnetti ist indessen hier wohl mehr der Geschobene als der Schiebende gewesen. Er hat die dargereichte Hand seine- alten Freunde- toraf Bülow ergriffen, al- die reservierte Haltung Franlreichs und Nußland- ihn erkennen ließen, daß dort — für- erste — moralische Eroberungen im Interesse Italien- nicht zu machen seien. Al- ein Fehlgriff erweist sich namentlich, daß Minister Prinelti dem König Viktor Emanuel riet, den Besuch des Petersburger Hofe- bem in Berlin vorangehen zu lassen. An der tHeroa soll man nicht am wenigsten eiilaunt gewesen sein über diese- Arrangement der italienischen Diplomatie, das der Bedeutung der politischen und sonitigen Beziehungen zwischen Nom und Petersburg nicht entsprach. Nirgend in der Wett berühren sich die Intereffen Italiens und NußlandS. Die Möglichkeit, daß Minister Punetti einem politischen „Nückveritcherung-oertrag' nut Nußland den Weg ebnen wollte, ist darnach völlig ausgeschlossen. Ebensowenig liegen wirtschaftliche Berührungspunkte vor. Es bleibt das persönliche Moment, daß König Viktor Emanuels Gemahlin einem Lande eniiammt, in dessen Regenten der Vater Nikolaus 11. seinen .einzigen Freund' sah. Sollte dieses Nloment italienischer» seit- in der Tat so hoch bewertet worden sein, dann ist der russische Hof allem Anschein nach abweichender Meinung. Der Zar hat eS nicht so eilig, in Rom feinen Gegenbesuch abzustalten. Es ist fraglich, ob er in diesem Jahre überhaupt noch bort eintreffen wird. Einstweilen ist also der politische Erfolg der Nußlandfahrt auSgeblieben. Eine Meisterleistung PnnettiS wäre eS gewesen, wenn es ihm gelungen wäre, eine Begegnung seines König- nut Kaiser Franz Josef wenn nicht herbeizuführen, fo doch in Vorbereitung zu nehmen. Hier handett eS sich um einen Der» bünöcten und benachbarten ©trat, mit dem Italien alle Ursache hat, sich freundlicher zu stellen. Doch Prtnetti unternahm nach dieser Richtung hm nicht-, obwohl e- an äußeren, Anlaß — Besuch de- österreichischen Geschwader- in Spezzia — nicht fehlte, und obwohl die milde Denkungsart Kauer Franz Joses- an dem unfreundlichen Verhältnis de- ita» heni|d)cn Hofe- zum Vatikan schweitich Anstoß nehmen würde. Die internationale Stellung des saooytschen Königreichs vertrügt also recht wohl eine Aceentuierung, wie sie ihm durch den bevorstehenden Besuch Kaiser Wilhelm- zuteil wird. Da- gleiche gitt vom kirchlichen Rom, vom Vatikan. Erklärt sich die Spannung, mit der man hier dem Deutschen Kaiser emgegensieht, auch teilweise au- der wohlwollenden Behandlung, die der Katholizi-mu- in Deutschland genießt, fo verschließt man sich andererseits nicht der Erkenntnis, wie sehr em Be,uch Kaiser Wilhelm- im Vatckan dem Ansehen deS letzteren selbst zuträglich sein würbe. Die Spuren de- Kaiserbesuches werden in Italien noch lange nachleuchten und bie geschichtliche Tatsache in Erinnci» ung bringen, daß frische Kraft und neuer Glanz dem Römer- reich noch stets au- Deutschland gekommen sind. llolitifrtjf La^schau. Wahltag nnb Wahlgeheimnis. Dem Vernehmen der öffiziösen ,9lorbb. Allg. Zig." zufolge wird voraussichtlich der Termin der Reich-tag-- wahlen auf den 1 6. Juni festgesetzt werden. Dem nicht mehr anmutigen Rätselspiel über den Zeitpunkt der ReichStagSwahlen ist nun also ein Ende gemacht. Der Termin, den man übrigens auch für die Wahlen vor fünf Jahren auserkoren hatte, liegt günstig für die Wahlbeteiligung, denn zu dieser Zeit werden im Allgemeinen Reisen nicht unternommen. Für die Wahlvorbereitung bleibt auch eine genügend lange Frist. Der Vorlage zur Sicherung deS WahlgeheirnnisieS er» geht es wie anderen, fast unverhofften Geschenken: zuen't eitel Jubel, dann Befriedigung, schließlich Kritik und Mißvcr- gnügen. Jetzt schon findet die Betrachtung auS, es sei .doch noch nicht das Richtiges Die Vorlage sei verbefferungSbe- dürftig, z. B. in der Art der Isolierung deS Wählers während deS HmemlegenS deS Stimmzettels in den Umschlag. Die „Nationalztg.* meint, daß in manchen kleinen Gemeinden die Bereitstellung von Rebenräiimen, wie die Vorlage sie an» ordnet, vielleicht schwer zu beschaffen wäre. Rebe, Usche, die mit Vorhängen Oer feg. ipamichcn Wänden umgeben sind, würden den Zweck erfüllen. Auch die Verlängerung der Wahlzeck nur um eme Stunde, biß 7 Uhr nachmittaaß. nut dem Verbot der Annahme von Stimmzetteln nach diesem Zeitpunkt, begegnet vielfach Einwendungen. Voin Reichstag, soweit er nut dieser Vorlage fpmpathysiert, und das ist bekanntlich bei den Konservativen nicht der Fall, ist noch mancher Abänderung-vorlchlag zu erwarten. Ob bie Regierung darauf emgeht, ist zweifelhaft. Entschieden wendet sich soeben die ,Kreuzig.* gegen bie hier unb ba laut geworbene Behauptung, daß die Konservativen baß .Klosetgesetz' durch Lbstruktion zum Scheitern bringen wollen. Die Unterstellung sei so töricht, daß sie einer nochmaligen Entgegnung nicht bedürfe. Der Telegiertentag der kuuservotivea Partei ist, wie man auß Berlin meldet, am Mittwoch Morgen in Berlin jufammengetreten. Tie am Dienstag Abend abgehaltene Vorversarnmlimg hat beschloffen, die Verhandlungen streng geheim zu hatten. Diese Vorsicht, die übrigens bei fast allen Parteien zum Brauch ivirb, schien durch das Programm der Beuchte nicht geboten; es stand nichts auf der Tagesordnung, was der polnischen Sensation Stoff bieten konnte. Die Referenten zudem sind SUiäniier, die daß Wort m der Gewalt haben und nicht zu viel sagen. Wenn trotzdem die Versammlung bei Presse keinen Zutritt gestattet, so wurde wohl auf (Erörterungen aus der Versammlung heraus gerechnet, die man lieber die politischen Gegner nicht nut anhören läßt. Vor den Wahlen wird nun einmal alles aufgegnffen, was irgendwie Material zur Polemik oder unschmeichelhafte Glossierung her- giebt. Die Sorge der konservativen Partei ist und bleibt daß Verhältnis zum „Bund der Landwirte. Alan schwankt hm und her in der Behandlung des Bundes: nut dem rauhen Sturmwind ist eß versucht worden und mit dem säuselnden Lüftchen. Beides ohne rechten (Erfolg. Daß erstere Mittel hat die entschiedenen Agrarier nicht im mmbenen geschreckt, und die Wiederannäherung wurde nut unverhohlener Kühle aufgenommen. Bei den Wahlen ist die Unterstützung von Setten des Bundes in den meisten Wahlkreisen notwendig, eine bündlensche Gegenkandidatur auf jeden Fall gefährlich. Darum wollen eß die Konservativen nut dem Bund nicht verderben. Eß liegt nahe, daß solche Erwägungen in besonderem Grade den Telegiertentag beschäftigt haben. Bei einer Teilnahme von über fünfhundert Delegierten laßt sich da- Geheimnis der Verhandlutigen schwerlich wahren. Auch ohne daß jemand unmittelbar die Dislretton verletzt, pstegt in solchen Fällen immer etwas durchzusickern. Am ersten wird au- der bündlenschen Preffe zu ersehen fern, welche Regelung bie Beziehungen zwischen der konservativen Partei unb dem Bund erfahren haben. Die etwa erscheinenden offiziellen Berichte vom Delegiertentag enthalten natürlich nur dasjenige, was man für gut befindet nutzulellen. Pculfdjcs Jlridj. Berlin, 25. Mürz. Der Kaiser sprach heute vormittag beim Reichskanzler Grasen Bülow vor und horte später im königlichen Schloß den Borrrag der Minister Budde und v. Gvßler. Mittags empfing der Kaiser den neuen Regierungspräsidenten von Kussel, Fromme. — An der iübendgesellschaft, w^lu-e am Montag beim Admiral Hollman n siartsand und der, wie berichtet, auch der Kaiser beuvohnte, nahmen außer dem militärischen Gefolge des Kaisers nur wenige Herren, unter ihnen Prinz Schönaich-Earola.h. Generul-Tirettor S^/öne von den Innig licheu Museen, Prof. Delitzsch, Ofcneral-Diufcor Ballur, Bankier Schwabach und Gehettnrat Rathenau teil. Tie Unterhaltung buiucgic jrch n dem Interessentenk.e.se der deutschen Orrent-Gesellschast. Wie eine hi.sige Korrespondenz meldet, dankte der Kaiser bei dieser GUegenheit Delitzsch für den ihm übersandten zwecken Vortrag über Dabei und Bibel. — Wie der ,Lokalan^" erfährt, hat sich der Dundeß- r a t bisher mit der Aufhebung des § 2 deß Je/uiten- gesetzes noch nicht beschäftigt. Die verschiedenen Rachrichten über das Stimmenverhältnis beruhen lediglich auf Kombination. Sicher sei nur, daß diepreußische und die bayrische Regierung für, Sachsen und die thüringischen Staaten gegen die Aushebung stimmen werden. Die Stellung Badens und Hessens sei vorläufig unbekannt. — Gestern abend verbreitete sich bas Gerücht von einem Attentat auf den Prinzen Adalbert, es stellte sich jedoch bald als umvahr b.raus. Ter T.agen deS Prinzeii hatte mit einem vorbeij'ahrenden Automobil kollidiert. Letzterem platzte em Gumm.reisen unter h.ftigem Knall, wodurch das Gerücht veranlagt wurde. — Dem „stonf.tlionär' zufolge b.g^ebt sich der Reichskanzler in den nächsten Tagen nach Florenz zu seiner iL^cmahlin unb bann nach Sizilien. Graf Bülow bürfte nach Cfteni wieder in Berlin euitreffen. — Tas preußische K r ie gs m r n i st e ri um läßt zurzeit eine Zä hlung der Veteranen aus den Klugen 1848, 1864, 1866 uno 1870/71 vorrnh.nen. Diese Zahlung wird mit der vom Reichstaa wiederholt aefotbenen Pen- sionserhöhung für die alten Krieget in Verbindung gebracht. — Die „Nvrdd. Allg. Ztg." erklärt: Die Meldungen in* und ausländischer Blätter über eine vom 1. April an- geblich b.vorstch.noe Erschwerung der Einfuhr lebenden und acs^lachtet en BeslügeiS tu» Sester- r « ich berufen in vollem umfinge .fiu|cÜ iniange, \e siiwe dis am L April in Äxait tretende Geietz vorn 3. Juni 1V00 baret’enb die Schlachtvieh- und Fleischbeschau gemäß S 14 auf Feder- Vieh nur insoweit Anwendung, als der BundeSral dies an- ordnet. Der Bundesrat habe hiervon Linen Gebrauch gemacht. Federvieh unterliege weder den Einfuhrbeschränkungen des Gesetzes, iwch einer amtHdjen Untersuchung bei der Einfuhr. Ebensowenig seien bezüglich der Einfuhr lebenden Geflügels erschwerende, am 1. April in Kraft tretende Bestimmungen ergang.n. Allerdings slliw.bten Erwägungen über eine gttichmä^ige B haudttiiig der Linfu^» des gesamten ausländ scheu Geflügels, um einer Einschleppung bet G.slügelseuche üoifcuüeugen. An eine achttägige Cuaraniflne vor der Einfuhr nach Deutschland sei dabei nicht gebaut worben. Wann die Erlvägungen abmschlossen tuerben, sei noch nicht abzusehen. Das Blatt erklärt auch die B.hauptung, die ungarllche Regierung habe bereits Bi'r- anlassung gcnominell, mit der deutschen Negierung wegen Milderung der geplanten Beschränkungeit üi Verbindung zu treten, für ebenso erfunden. Ausland. London, 25. Morz. Herbert, engliscker Generalkonsul in Budapest, wurde zum englischen Geschäftsträger in Tarmstadt unb Karlsruhe ernannt. Rom, 26. Allirz. Wie durch die Fieramvsra bekannt wird, kam Prinzessin Eulalia,, die Dante deS Königs Alfons, nach Rom, um ben Papst um Scheidung ihrer Ehe zu bitten. Der Papst ließ die Bittstellerin aus Wunsch der spanischen Regierung kühl a d f a l le n. Dran, 24. Aiärz. Nachrichten, bie von der marokkanischen Grenze hier eingegangen sind, besagen, daß der einstige Führer dcS Aufstandes vom Jahre 1675, Pu Antara, vom Prätendenten Bu yamara ein Schreiben erhielt, durch baß ersterer zum Scheich von Figuig unb der ganzen marottanischen Saha».a ernannt unb aufgefordert wird, die Wassen zu ergreifen, sich mit ihm zu vereinigen und sich gegen bie Ehristen unb Freunde der Franzosen zu erheben. New y ort, 25. Aiarz. Ä1S bclannt wurde, day baß norbatlantifcbe Geschwader, welches biß zu den Azoren fahren soll, eventuell biß Lissabon komme, lud dec deutsche Gesandte Spea von Sternburg namens des Kaisers dasselbe nach Deutschland ein. Inzwischen stellte sich aber heraus, daß es untunlich sei, die Schisse nach Lissabon fahren zu lassen, meßioegen die Einladung außge schlagen werden mußte. E a r a c a s, 25. Ackllz. Duiaj Verlesung einer besonderen BotsuMst im Kungiiiic zog Präsident Castro seine Demission zurua. In feiner Botschaft erttäct Castro, er habe geglaubt, daß sein Rücktritt im Interesse des Friedens der Republit erjordertich sei, er beuge sich aber vor dem Wunsche des Kongres,es, oaß er die Praiidentschaft beibehatten solle. Cr unterwerfe sich seinen Pslichten von neuem, aber nur, bis dem Volte der Frieden wieder- gegeben unb bie Dränung wiederhergestellt sei. Er glaube un Gegensatz zur Atif ich! der Senatoren und Abgeordneten, daß fein Rücktritt notwendig fei, hoffe aber, daß die Zu- tauft ihnen recht gebe.________________________________________ Fas göliinuiiuuOtum jiuua Uoiye vor Gericht. Dritter Lag. Die Zeugin Frau Amtsanwalt Beyer hat einer Sitzung der theosophischen G e f e l l s ch a s t b. ig.wohnt. Wenn sie gewußt hätte, daß es sich ivirklich nur um Taschen- »pielerstüllchen gehandelt, hatte sie das Eintrittsgeld nicht vezahlt. Auch der Pastor Dr. Riemalin tvohnte der Sitzung bei, dieser scheint aber das Medium geniert zu haben, denn oie 8iothe sagte uiuer anderem: „Tas gebt nicht, es sind zu üule schivarzen Gestalten da. Ich sehe h.er einen ganzen )wrb voll Blumen, aber die schwarzen ux ft alten lassen mich nicht heran." Als sie mit den Apporten begann, Hube die Zeugin möglichst genau auf» gepaßt, und ich hatte bie Uebeczeagung, baß bie Äiothe die Blumen nicht aus der Luft greife, sondern von unten geschickt h.naufw.rse. Tie V..gi„m.i..nicht, Primula veriS ujro. warcn voll ttbe, bie Büschel Bergißineiiinicht waren sogar mit Binb faden umbunben. Ties fiel bet Zeugin auf, beim sie sagte sich: es fei doch ausfallend, oaß die Geister die Blumen erst noch binden, wie sie in der Markthalle g-bimbcn zu werben p.ttgen. Die Bemühungen, sorgsam aufzupafsen, wurden dadurch er.chwert, daß w.eoerh^li von Ien.sch gejagt wurde: „Tie Harmonie dürfe nicht gestört werden!" Tas sei ja überhaupt immer so: wenn man irgeno welche Zweifel in jenen Kreisen äußert, jo sei man schon abgetan. Es M der Zeugin nicht gelungen, bie 9ll)the in jener Sitzung za entlarven. Ganz zuletzt, als es zum Ausbruch ging uno bie Harmonie schon völlig gestört war, kamen piö^ttch wiebec Apporte: Bleistifte, Notizbücher u. dergl. Ties schien bet Zeugin sehr verdacht.g. Sie sagte sich: wenn man gewissermaßen mit gläub.gem Herzen kommt und e.roaß buii den Verstorbenen hären will und dann in unc- eller Weise vorgogangen wird, so ist dies doch sehr unschön. Die Zeugin hat bann eine Sitzung mit der F«.aa Ro h. bei sich in ihrer eigenen Wohnung veranstaltet. Cd s.nd vier; g bis fünfzig Personen an- wef.nd geiuejen, und d.e Zeugin h.cktc sich vorg.nommen, mit großer Sorgfalt aaf.upajs.n. Für oie Sitzung sind an die Rothe b.zw. Ientsch LiX) Mt. bezahlt roorbru. Frau Rothe hatte, ehe die Sitzung loßguig, mit ihr unb einigen ihrer Gaste Kaffee getrunk.n, bann ging sie einmal auf das Älo,ett, woh.n sie von der Zeugin begleitet wurde. Dann war sie eben im Begriff, ihre Rocke zii heben, um ter Zeugin zu zeigen, daß sie an .hrem Körper nichts Verdächtiges habe, in bchif.lbtn Ro..ieiu fei aber auch eine Frau Cx? hier, bie gUiu,^ 1.9 L»HiUlkcreii wock.e. tz.nfOLgekommen, und da ya-e uic rG.tze b.e Kleiber w:.i tatsrat Philippi und andere möglichst in die Nähe des Mediums und vaßten außerordentlich schürf auf. Jentsch sagte, man solle das Medium nicht so starr ansehen, das störe ihr Gleichgewicht. Plötzlich warf die Rothe dem Jenlscb eine Sicherheitsnadel zu, die zur Erde fiel, sodaß er sieh bückte. Es schien der Zeugin so, als ob das vielleicht ein Tric sei, um sich zu überzeugen, daß auch nicht etwa jemand unter dem Tische sitze. Ter inzwischen verstorbene Mann der Zeuain, der hinter ihr stand, mußte von diesem Platz Weg und sich hinten an den Tisch setzen. Endlich sagten die anwesenden Spiritisten: „Tie Harmonie sei b rgestellt, ein buntes Tuch verbinde alle Teilnehiner", und dann ging auch das Klopfen los. Die Zeugin saß dicht neben der Roche, als sie mit den Apporten begann, fühlte sie deutlich, daß die Rothe an ihrem Kleid wirtschaftete, und die Zeugin hatte die Ueberzeugung, daß sie die Blumen dort hervorzog. Als sie noch näher rüaen wollte, sagte Herr Jentsch: „Frau Amtsanwalt, Sie haben die Harmonie gestört, sie müssen weiter wegrücken!" Ehe Frau Rothe in Trance kam, hatte sic zu der Zeugin gesagt: „Neben Ihnen sitzt eine alte Frau mit einem Kopftuch, die Ihnen wohl will." Das sollte — so sagt die Zeugin — meine Schwiegermutter sein. Na, das war ja richtig, daß diese mir wohl wollte. Meine Schwiegermutter, die schon tui war, trug nach bäuerlicher Art ein Tuch um den Kopf, es ist aber wohl möglich, daß die Rothe ihr Bild an einer Wand gesehen hatte. Die Rothe hat dann auch eine Rede gebalten, in welcher ein alter Bergmann Rüyrsames erzählte. Dann — so fährt die Zeugin fort — hat sie mir gesagt: ßn vier Monaten würde sich etwas Wichtiges ereignen, ich habe aber gesagt: Ach, Mumpitz! Dann hat sic mir gesagt, ich hätte Verkehr mit einer Dame, die es nicht aufrichtig mit mir meint, und vor der ich mich in Acht nehmen solle. Na, ich muß gestehen, daß sie darin Neckst gehabt hat. Sie hat die Betreffende besser erkannt als ich. (Heiterkeit.) — Auf Befragen des Vorsitzenden, warum src sich denn nicht habe untersuchen lassen, erwidert der Angeklagte mit blitzenden Augen und großer Lebhaftigkeit, daß sie sich nicht verpflichtet gehalten, svch von einer ganz gewöhnlichen Frau wie Frau Wehler, welche ihr böses antun wollte, untersuchen zu lassen. „Sie hätte mir oielleichl etwas zu gesteckt, und dann gesagt, sie hätte es bei mi r gefunden!" Zeuge Schlomker, Sekretär der Landesversicherungsanstalt Brandenburg, ist Schriftführer des Vereins „Eos", und hat drei Sitzungen beigewohut. Als die Rothe Apporte brachte, habe er selbst einen von rhr aus der Lust gegriffenen Mandleller erhalten. Diesen Teller habe sie aus ihrer rechten Hand liegen gehabt, dann habe sie mit der anderen Hand seine Linke ergriffen und sie auf ihre Hand gelegt. Er habe dann ein Kratzen unter dem Teller gehört. Nach kaum einer Minute habe sie ihm den Teller hingegeben, und auf der Papprückseite habe sie eine ringförmig gc- chriebene Schrift gezeigt. Ob die Schrift vorher noch nicht >a war, könne er nicht sagen; es wurde aber behauptet, ie sei unbeschrieben gewesen. Das Pendant zu diesen, Teller erhielt ein anderer Herr. Auch hierbei spielte sich derselbe Schreibapport ab. Nach der Sitzung, »oährend eines gemeinschaftlichen Abendessens, habe die Rothe nach einem Brötchen gegriffen, es seien aber plötzlich Blumen dagewesen, sodaß Frau Rothe sagte: „Ach, lieben Freunde, laßt mich doch essen!" Wie sie essen wollte, waren wieder Blumen da. Damals hatte ich angenommen, daß die Blumen dematc- rialisiert und rcmaterialisiert waren, jetzt sind mir abei Zweifel darüber gekommen. In einer zweiten Sitzung habe die Angeklagte so große Blumensträuße apportiert, daß sic sie unmöglich im Kleide hätte verbergen können. In bei Sitzung bei Frau Beyer habe sie zu Dr. Philippi gesagt: Neben Ihnen sehe ich ein kleines Kind, welches Ihnen Blumen geben will. Tann sei auch ein Strauß Reseda von ihr aus der Luft gegriffen worden; er wisse bestimmt, daß Frau Rothe dabei mit der Rechten nicht nach unten gegriffen hat. Bei den Sitzungen seien nach seiner Ansicht teüierlci betrügerische Manipulationen vorgekommen. Frau Mittelstädt ist von den vier Sitzungen, die sic mitgcmacht, außerordentlich zustieden gewesen. Frau Rothc hat ihr prophezeit, „sie würde eine sehr schwere Stunde durchmacyen", und wirklich habe sie in diesem Jahre, das heißt zwei Jahre nach jener Prophezeiung, sehr Schweres erlebt. ,^Jch danke Gott dafür, daß ich diese Mahnung bekommen und den Spiritismus kennen gelernt habe, sonst wäre ich heute im Irrenhaus." — Frau Rothe hat, wie die Zeugin weiter bekundet, ihr auch ein Bergißmcin- nichtsträußchen von ihrer verstorbenen Mutter apportiert. Zeuge Georg Sulzer, Präsident des Kassationsgerichts tn Zürich, bekundet: Tic Rothe sei int Jahre 1899 nach einem Vorort von Konstanz gekommen, und er habe der dort abgchaltcncn Sitzung als Gast beigewoh-nt. Der Zeuge ist Anl>änger des Spiritismus in dem Sinne, daß er an die Existenz der jenseitigen Welt und an die Möglichkeit glaubt, mit der jenseitigen Welt verkehren zu können. Bei jener Sitzung sei die Rothe von einem Tamenkomitee untersucht worden, nachdem schon bei der Ankunft der Rothe und des Jentsch deren Gepich genau untersucht worden war. Man hatte die beiden auch bie ganze Zeit über nicht aus ben Augen gelassen. Bei ber Sitzung habe er einen sehr günstigen Platz gehabt. Frau Rothc ljabe bann plötzlich eine Geisterstimme zu ihm sprechen lassen. Es war, wie er deutlich erkannte, eine Verwandte von ihm, die ihm ecwas sagte, was ibn höchlichst in Erstaunen sitzen mugte, beim es traf wirklich zu. Es sei liämlich wahr, daß er sich längere Zeit vom christlichen Glauben abgcwendet gehabt habe und bann aber wieder zu ifym zurüagckehrt war. Tas habe bie Rothc unmöglich wissen können. Tann sagte bei Geist noch etwas, waS noch viel Wunderbarer für ihn war, denn auch dies traf zu. Der Geist sagte nämlich: Tu hast vor einiger Zeit für Deinen Vater gebetet und ich sage Dir, daß eS ihm wohlgcian hat. Taun habe sich ein Geist durch Klopfen angcmelbet, und zwar kamen bie Klvpstönc mitten aus bem Tisch. Tann sagte bic Rothe, sie sehe einen Geist hinter dem Zeugen stehen, und es wurde durch Belagen fesigestellt, daß es der Geist seiner verstorbenen Frau ei. Die Rothe jagte, der Geist Halle die rechte Hand auf eine linke Schulter und dies fei für ihn besonders überzeugend gewesen, denn längere Zeit vorher habe ihm ein anderes Medium genau dieselbe Stellung eines UteiftcS hinter ihm angegeben, das Medium habe gesagt, daß der Geist nicht wünsche, genannt zu fein, er habe aber auch damals die Uebcrzcugung gehabt, daß eS seine Mutter war. Ter Zeuge beschreibt bann weiter bie Apporten, die in jener Sitzung sehr zahlreich gewesen seien. Jeder Angehörige habe Apporten beiommem Tas Zimmc. war dabei hell. Man konnte deutlich sehen, daß die Rothe bic Blumen tmä der Luft holte. Augar den D.umcn kamen auch noch Bijouteriewaren. Auch das Beschreiben unbeschriebener Blatter schildert der Zeuge auf Grund von Notizen, bie er sich batüber gleich hinterher gemacht hatte. Er selbst unb Tr. Faßbenbcr aus Zürich hätten Blätter hingereicht, bie unter bcr Hanb ber Rothe beschrieben wurden, obgleich mehrere Personen, unb unter ihnen ein Skeptiker, bie Haube auf Frau Rothes Hänbcn hielten. Den Trancezustand der Rothe hält ber Zeuge, ber übrigens bemerkt, baß er kurz- [idjtig sei, für burchaus echt. Etwa zwei Jahre kamen bie Rothe und Jentsch auf seine Einladung nach Zürich, hielten sich dort etwa 11 Tage auf und hielten mehrere Sitzungen in seiner Wohnung ab, welchen auch Professor Tr. Sellin beiwohnte. Er wollte gleich bemerken, baß es sich herausgestellt hat, baß Jentsu) unb Frau Rothe bie Blumen, bic sie später in bcr Sitzung apportierte, in einem Blumenlaben in Zürich gekauft hatte. Vor ber Sitzung sind sowohl Frau Rotl/e als auch Jentsch genau untersucht worden, und der Zeuge hat einige Tage nachher über bie Untersuchung ein genaues Protokoll ausgenommen. In ber ersten Sitzung war es sehr ausfällig, bay bie Rothe zwei anwcsenben Damen, bie sie absolut nicht tannte, sagte, daß sie chre Kinder verloren hätten. Ja, sie hat sogar den Namen der Kinder genannt. Was bie Apporte betrifjt, so hat ber älteste Sohn des Zeugen zu seiner großen Ucber- raschung eine vollständig frische Seerose erhalten, die bekanntlich sehr bald verwelien. Eine Dame erhielt ein vollkommen taufrisches Blatt von Farrenkraut. Auch mehrere ganz frische '«Kojen wurden apportiert und zwar ^-xcmplarc einet besonderen Art, deren Seil mit kleinen Dornen besetzt ist. Er habe diese Rosen genau betrachtet und ge,ehen, dag auch nicht ein einziger Dorn verletzt war. Das sei un- möglich, wenn sie bie Rosen in ihren Kleibern verborgen gehalten hätte. Wenn er nun später erfahren, baß Frau Rothe bie Blumen vorher in einem Blumenlaben getaufi habe, so müsse er sagen, er stehe vor einem Rätsel. Er könne nur annehmen, daß Frau Rothe in einem Doppel- bewußtsein angetaujt, sie zunächst dematerialisiert unb dann remateriali|iert habe. Ter Zeuge hat die von Frau Rothc apportierten Blumen und Farrenlruuter in gepreßtem Zu lianbe mitgcbracht. Aus der zweiten Sitzung berichtet der Zeuge, bag seine verstorbene Frau butch den Munb bei Frau 9iotlje zu seinem Sohne gesprochen habe, nachbem eine ganz taufrische Rose in getniaiem Zustande zu Boden gefallen war. Seine Frau hieß Anna, und sie sagte durch oen Mund der Rothe: Anna hieß ich, Anna hieß sie, sie ist nicht für Tich bestimmt, schlage sie Dir aus dem Kopf: Sein Sohn sei sehr bleich geworben unb habe ihm bann gestanden, baß er em Verhältnis habe, sich dieses aber nun aus bem Kopf schlagen werde. Ferner berichtet der Zeuge, daß er unter anderem auf der Hand plötzlich vier nebelhafie Punkte bemertt habe, bie sich bann zu Bonbons verdichteten, auf denen das Wort „Staube" eingepreßt stand. Eine andere Sitzung ist nicht recht gelungen. Man hatte, ohne daß er davon bis dahin Kenntnis eryalten hatte, herausbekommen, daß die Blumen vorher gekauft waren, und zu der Sitzung waren Personen gekommen, die nur darauf lauerten, die Rothe ab absurdum zu führen. Außerdem hatte ein Gewitter stattgefunden — kurzum, bie Apporte wollten nidji recht kommen. Der Zeuge bemerkte, baß Frau Rothe o|i an ihrem Kleid herumwirtschaftete, und es klappte nich. alles so wie sonst. Immerhin produzierte die Rothe aua, noch verschiedene Blumen. Die Rothe unb Jentsch seien von britien Personen über ben Anlauf ber Blumen zui Rede gestellt worden. Als Erklärung sei gesagt worden: die Geister lännken nur ben Astralleib der Klothe benutzen, sie könnten, da es sich ja nicht um Blumen handele, bic auf ber Wiese wachsen, diese doch nicht stehlen, sie mußten also getauft und buinatcruiiifiert weroen. — Aus s2kfiagen des Staatsanwalts bestätigt der Zeuge, daß er bie Hypothese vom Astralkörper für möglich Halle. Der Zeuge erzählt ferner von den später abgeyalienen Sitzungen. Fe au Rothc sei bei einer dieser Sitzungen von zuveclafsigen Personen genau untersucht worden. Es haben in jener Sitzung dann erstaunliche Apporte stattgcfunoen, er habe gesehen, daß sich bie Blumen langsam aus ber Luft herao,entten; es fei ausgcschlossen, bap die Blumen in bie Lust geworfen jein konnten und nun herab sielen. Ich habe da,ür nur die Erklärung der Demalerialisation. Die Blunien lösen sich in Atome auf, sodaß sie nicht mehr sichtbar sind, der Hellsehende sieht sie in nebelhafter Form, oann verdichten sie sich, sie find Plätze ich da unb zwar ganz taufrisch. Rechtsanwalt Dr. ^H.Re: Herr Zeuge, was verstehen Sie unter visionären Geistererscheinungen? — Z.uge: Rach meinen Auffassungen sind es Erscheinungen, bie tat sächlich voihanbeil j mb, au ec nur vorn Medium gesehen werden. — Verteidiger: Halten Sie es für ausfallend, daß die Angeklagte die Aeußerungen ber Geister ui ihrem eigenen Dialekt roiebergiebt? — Zeuge: Nein. Nach meiner Auffassung hat sie aud) Eigentümlichkeiten ber verschiebenen leister miebcrgegeben. Es handelt sich um Ersd)einungen, bie von Den visionären Geistererscheinungen zu trennen siub. — Oberarzt Dr. Henneberg: Die Angeklagte hat erklärt, baß sie sich nicht nur bei ihren Reben, fonbecn aud) währenb ber Apporte im Trancizustand befunden habe. War dieser Zu stand bei ihr äußerlich wahrnehmbar ? — Zeuge: Ja, Haupt- lächlich an ihrem Blick. — Rechtsanwall Tr. Schwinot: Stammen bie apportierten Seerosen nicht aus bem Züricher See? — Zeuge: Nein, aber es ist festgestellk, baß sie aus einem Blumengeschäft in Zürich stammen. Hierauf tritt die Mittagspause ein. Nach ber Pause stellen die Verteidiger ben Antrag, bie Stenogramme über bie große Schlafrede, welche die Rothe in bcr E Harris gehalten hat, zur Stelle zu bringen. <^uü yniiil unb iunö. Gi c hen, 26. März 1903. — Personal - Nachrichten. Ernannt wurde am 21. März bS. Js. ber Oberlehrer am Gymnasium unb bcr Realschule zu WormS Professor Dr. Hermann Schäfer zum Direktor bcS Schullehrer-Seminars zu Friebberg mit Wirkung vom 16. 'April 1903 an. — In ben Ruhestand versetzt wurde am 23. März ds. Js. der Oberlehrer an der Realichule zu Alsfeld Dr. Georg Jacob auf sein Rach- juchen bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit mit Wirkung vom 1. April 1903 an. — AuS dem Schuldienst entlassen wurde am 20. März b. I». bcr Lehrer an Der Realichule zu Heppenheim Wilhelm Holzamer auf fein Nachsuchcn nut Wirkung vom 1. April 1903 an. — In ben Ruhestand wurde versetzt der StationSassistent m der Hessisch- Preußischen Eisenbahngemeinschaft Kaspar Schar mann zu Reu-Isenburg nut Wirkung vom 1. April d. I. an. — In den Ruheiiand wu.de versetzt am 21. März der KreiS- schulinspektor bei bcr Slrcidid)iufommilfion £arrj|iabl Schulrat Georg Philipp Müller auf fein Rachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, mit Wirkung vom 16. 9lpril an. Verliehen würbe ihm bei dieser Gelegenheit bie Krone zum Ritterkreuz 1. Klasse bcS Verbienstorbens Philipps bes Großmütigen. — Versetzung. Oberstleutnant Freiherr v. Nor- mannn, Kommandeur des GcndarmericdistriktS Oberhessen, ist, wie wir hören, vom 1. April ab als Kommandeur des Distrikts Rhembcssen nach Mainz versetzt worden. An seine Stelle tritt Major Zahn aus Darmstadt. Der bisherige Romnianbeur in Mainz, Oberstleutnant ©ul(mann tritt in den Ruhestand und siedelt nach Gießen über. — Der Landessynodalausschuß, ber bie z. Z. nicht versammelte evangelische LandeSsynode des Großherzog, lums Heften vertritt, hat, wie wir erfahren, einmütig be» schlossen, feine volle Zustimmung zu ben von bem Cbcrfon» fiftorium gegen bic ganze ober teilweise Aufhebung beö Jesuitengesetzes bei ber Großh. StaatSrcgicr- untemommenen Schritten auszusprechen. Bei bieser Gelegenheit möge auch barauf hingewiesen sein, daß die Landessynode selbst früher bereits zu wiederholten Malen zu dieser Frage Stellung genommen und sich auf das entschiedenste gegen die Aufhebung des genannten Gesetzes ausgesprochen hat. • * Allgemeiner Verein für Armen- und Krankenpflege. Auf die morgen, Freitag den 27. März, nachmittags 5 Uhr, im oberen Konfirmandensaal (Kirchstr. 9) Üattfindende Generalversammlung des Allgemeinen Vereins für Armen- und Krankenpflege wollen wir auch an dieser Stelle noch einmal aufmerksam machen. Der übliche schlechte Besuch solcher Versammlungen ist zwar ein ehrendes Zeichen des Vertrauens zu der Leitung des Vereins, ist aber gerade bei einem Verein, der sich großen öffentlichen Ausgaben wid- inet, sehr schädlich. Er kann nämlich diese Aufgaben nur dann erfüllen, wenn er von einem weitgehenden Verständnis und der allgemeinen Teilnahme aller Bevölkerungskreife getragen wird. Das war zur Zeit der Gründung des Vereins erfreulicherweise der Fall. Seitdem sind viele Nlltglieder gestorben oder verzogen und die an ihre Stelle tretenden haben oft keine Ahnung davon, was der Verein will und leistet. Auch solche, von denen man cs ihrer Gesinnung nach anders erwarten könnte, verweigern einen Beitrag und entziehen sich der Rtitarbeit. Ein recht zahlreicher Besuch der Versammlung ist deshalb dringend zu wünschen. * * Ba hnsteigsperre. Dem neuerdings aufgetauchten Gerücht über die Einführung der Bahnsteigsperre auf den Oberheffischen Bahnen Gießen—Fulda und Gießen—Gelnhausen vom 1. Mai ab, liegt feine sichere cnbgdtige Bestimmung zu Grunde. • • Sel bstmord. Ter Arbeiter Röder, bcr kürzlich in ber Kaserne auf seine Frau geschaffen hat, beging heute Nacht im Arresthaus Selbslmorb burch Erhängen. • * Brief marken »Sport. In ber vergangenen Woche grünbete sich im Eafö Ebel eine freie Vereinigung ber Briefmarkensammler. Zweck betreiben ist, in unserer Stabt eine Tauschgelegenheit für bie Sammler von Briefmarken zu ichaffen. ** Freiw. Gail'fchc Feuerwehr. Am Montag- abenb fanb bei Kamerab Sauer bie orbentliche Hauptversammlung ber Frciw. Gail fchen Feuerwehr statt. Aus ben gegebenen Berichten kann entnommen wcroen, baß bcr bcr- zeitige Stanb bes Korps ein sehr guter ist unb baß bcr Besuch ber vorjährigen Hebungen recht zahlreich unb zufricbeu- stellcnb war. Der seitherige Vorstaiib würbe, mit Ausnahme bes 2. Obmannes ber Hybrantenmannschaft, wieber- gewählt. -i- Friedberg, 26. März. Die Männergesangvereine .Concordia" und „Eintracht" haben sich zum Riännergesang- oerein „Harmonie" vereinigt. Der Rtännergesangverein „Frohsinn" hat seinen längjährigen Präsidenten Hecht zum Ehrenpräsident ernannt und ihm em Ehrendiplom überreicht. Der genannte Verein besteht 50 Jahre. Mainz, 25. März. Bei einem Arbeiter fand man bei vorgenommener Haussuchung Sachen, die er sich unrechtmäßiger Weise angeeignet hatte. Während die Polizei noch mit Suchen beschäftigt war, begab sich der Arbeiter auf den Speicher. Als man nach etwa acht SDlinuten den Mann suchte, hing er bereits entseelt auf dem Speicher. In seiner Behausung fanden sich Materialien aller Art, wie Kordel, Bänder, Lederstücke, Abfälle, Bleistifte und teilweise ganz wertlose Gegenstände vor, die er schon seit einiger Zeit entwendet haben muß. Da er an keinerlei Verwertung der gestohlenen Sachen dachte, scheinen seine Veruntreuungen offenbar auf Kleptomanie zurückzufuhren zu sein. fc. Frankfurt a. M., 2Ö. März. In einem Wage». 4. Klaffe genas gestern abenb wahrend bcr Fahrt von Höchst a. M. nach Frankfurt a. M. eine Näherin aus Nied ein.s gefunben Änäbleins, beffen Vater irgendwo Vater- lanbsvertcibiger ist. Tie junge Mutter hatte sich um vier Wochen verrechnet. Aus bem hiesigen Ha.tp.baynooi nahm bie Rettungsgescllschaft Mutter uno Kind in Emp,ung und beförderte fic in bie Entbinbungsanstalt. Frankfurt a. M., 25. März. Nach bem nunmehr festst.hcnben Haushaltsplan j inb b i e städtischen Steuern für bas Jahr 1903 wie folgt festgesetzt: Einkommensteuer: für Einkommen von 901 bis :,()JU Mk.: 70 Proz. der Staatsstcuer, von 3001 bis 6000 Mk.: SU Proz., von 6001 bis 10 500 Mk.: 90 Proz., für alle Einkommen über 1030J Mk: 10) P .z b r Staats..u r > rn r Haussteuer 100 Proz., Gewerbesteuer lüu Proz. Nur hi oen neu eingemeinbeten Vororten best.hen noch einige beson- bere Zuschläge zu ben birclien Steuern. Ein Oktroi besteht, mit Ausnahme ber Gctränkestcuer für bas cinge- mc.nbetc Boacuh.im. nickst Wie sich aus bieser Zufammen- stell.ng crg b., s N) d.e S t e u e r zu s .äg n Frankfurt ro c 11 a u s_b i e nieoribl.en a.lcr preußischen großen Stäbte. Wir freuen uns, bag cs uns gelungen ist, aud) in biefem Jahre beit Hausyaltspian auf Grunb bieser mäßigen Steucrzuschläge 'm» Gleichgewicht zu bringen. ft a |J e 1, 25. Mär». Der seinerzeit unter bem Verbachte eines wiber seine Braut unternommenen Morboer- suchcs verhaftete Unteroffizier Degen vom 14. Husarenregiment war feit kurzem roicbcr aur ficüm Fuße gesetzt worben. Am Sonntag inbessen erfolge seine aoer» malige Verhaftung; es scheint also boch, bag bic An- llagecthebung erfolgt ist unb baS Kriegsgericht brr 22. Division mit ber Ang.legenhrit befaßt weroen ioüb. Kleine Mitteilungen auS Hessen unb ben Nachbarstaaten In unserer gestrigen Notiz auS Friedberg octref'cno Dl'mbcnanstatt ist ein Truafchler unterlaufen: statt „liebernayme durch bie Stabt" muß es et^,fnUorbenä J, «iS Sol^Wlen, “Wobt. $„ **” km( ’M (£«[(,,,„ b,sl)re stelle tretenden haben Berem will und itiitd. er Gesinnung nach anders jeltrag und entziehen sich ’ Besuch der Dersainnilung neuerdings aufgetauchten Bahnsteigsperre auf den da und Gieben-Geln- sichere endgiltige leitet Röder, der kürz« u geschossen hat, beging ord durch Erhängen. )n der vergangenen Woche ie Bereinigung der Bries« st, in unserer Stadt eine ler von Briefmarken yi !rwehr. Am Montag» ie oibentlify Haup/oec« uerroiljt ftatt' Aus ben m tvcroen, daß der öt’r» er ist und daß der Besuch ^htreich und Mieden ;\tanb wurde, nut Äus« antennMnschast, wieder» Die Mannergesangvereine ;n sich zum Llännergesang« Der Rtännergesangvereln [gen Präsidenten Hecht zum in Chrendiplom überreicht, labte. mm SIrbeitet f«»b man iadjcn, die er M Während die W1 ““J , sich der Sltbtilet auf * t Starten be»** Speich-b 3» ,M *****." ,d teilweise g»"i seit 'tniger 8,a ' BerweU»"S61 L„ iuj rtunireuunge» #* ”• o„«(itS0 91K W b”‘, Sabri »« ib W «itd ». eine sat«- Ä M mct *«si »«-■'- lis eoz, iur 1OU M L bep-'; ,rt.h:-n noch nftroi 6e Steuern- W ränkestku^. VJf ajjainnt^ ■ il7,r ,.äg ,.?cuB1 * tS en fll-ehaV^ un? u-'^Ltan?ul ff** „»ff* inCtWe’l mct I incrusta ■d 3n vrrhiiufcit . . 92.60 . . 94.10 . . 97.40 . . 21730 . . 195.00 . . 141.90 . . 15130 . . 161.00 . . 146.60 . . 14.00 189.50 . . 222.00 . . 192.50 . . 180.10 . 102.14 . 92.60 . 102.15 . 92.50 . 10130 . 100.20 . 108.90 101.10 . 102.20 . 108.40 . 50.45 . 8130 . 88 00 . 10J.40 4530 8'/i°/q 3°/» 8 */,•/(, d°/o 4' Oeeterr. oiibvrrente 4-4 Ungar, uoldrente . fl vu AitiXtkanvr . -»>/, /, Chineeen . . Electric, bci ackert . Nordd Lloyd . , arediuktien . Diexonto-Kommendit. Uarmetldt. r Bank . Dreedi uer Bank . . Ber iner llaudelBgae. UeBterr btaaUbahn . Lombarden . • • Uuttnar bahn . . . Laura Qtie . , . . Bochum . . . . . Harpeoer . . . . W,Kllblnger ■] moderne Neuheiten DIMM etnpbehlt Ernst Bloedner, .weiter**» eg. 1744 Erfolg überraschend! Flaschen i 20, 30 und 50 Pfg. 1 Liter Hk. 1.50. Alleiniger Fabrikant: W. Kilbi 11 ger. 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Leo ÄMelifulger (C Herber), LetterSwcg 58. zum Lchlachteu werden stets migelauiL (1790 ke»>ier, Pferdemetzger. KetcnaautuiLO do. Konvois • do . . Ht-BBon . ÜberheBien ilrriuifri!tc5. • Berlin, 25. März. Wegen Beteiligung an den Unregelmäßigketten bei Lieferungen für bte königliche Pulverfabrik in Spandau, die zur Verhaftung des früheren Erpedtenten und MagazinvenvaltcrS Hunzel führte, ist jetzt auch die Untersuchung gegen einen Lieferanten der Fabrik eingelcitet worden. • Berlin, 25. März. Zwei TSchter des Bahnbeamten Hellwig sind nach dem Genüsse von Heringen schwel erkrankt. Es wurde eine gefährliche Fischgiftinfektion fest, gestellt. Die Heringe statnmten von einem Stragenhändler. • Essen a. d Ruhr, 25. März. Durch eine Dynamit- expl osion im Lauserschcn Sternbruch wurden drei italienische Arbeiter tätlich verletzt. • Dresden, 22. März. Durch einen Lehrling wurde beim Zigarrettcnrauchen gestern in der Fabrik für pholo- graphtjche Industrie vorinalS Wünsche im Vorort Re,ck em Feuer verurjacht, durch daS ein Schaden von choa 1U0 ÜUU Mark entstand. • Mannheim, 25. März. Aus einem im VerbindungS- kanal ankernden groszen Elevator kippte heute mittag infolge Bruch« eines Drahtseiles der zur Vornahme von Reparaturen aufgenchtete Erahnen um. Mehrere Arbeiter wurden ins Wasser geschleudert, konnten aber gerettet werden, mährend ein 24 Jahre alter Maschinenschlosser in der Luft schwebend zu Tode gequetscht wurde. • PartS, 25. März. Die von dem Verteidiger Emil d'Aurt gnocö beantragte Freilassung des letzteren wurde von den Justizbehörden abgelehnt. * PartS, 25. Atärz. Der englische General Macdonald, Befehlshaber der Truppen auf Eeylon, welcher in London vor dem LrtcgSgericht erscheinen sollte, hat sich heute nachmittag in einem Hotel erschossen. * Lyon, 25. März. Eine Schmuggler-Affäre macht hier grobe« Aufsehen. Unter den kompromittierten 12 Personen befindet sich ein sehr bekannter Grotzkaufmann. Ter Schmuggel wurde schon seit längerer Zeit betrieben und zwar hauptsächlich mit Alkohol. Verschiedene Verhaftungen stehen bevor. • Brest, 25. März. DaS Meer spült fortgesetzt SchifftSterle dcS untergegangenen Dampfers Eom- betaS de Billac an« Land. DaS Schiff hatte einen Ge- halt von 23OU Tonnen. * Athen, 25. März. Ucber 10000 Bewohner der torinthischen Ebene wandern nach ^lmeriko a u ö. DaS Eintreffen t« Sfiodellhüte Goldfische wieder eingefroren bei A. Koch Aarhfolger Ccbiilstraße. 2581 Ncinc Erdbcer-äXarmclade „ Himbeer- „ „ Aprikosen- „ „ gemischte „ Preiselbeeren, Dörrobst emvücl)lt billigst A. Kor 11 Aa«’hfo*gPr Schulstrave. 2582 beißen „Uebernahrne durch den 5taal". — Aus O f s e n b a ch berichtet man, datz an der SrciSstraße Lsscnbach-Mühlheim fünf Cbflbaumc durch Abbrechen ber ffronc völlig veniichtet wurden. Für die Ermittelung dcS TätcrS setzt das Lreis- amt eine Belohnung von 50 Mk. auS. Arynliche Fälle rohester Zerstörungswut an Cbftbäumen werden auch aus dem Odenwald und aus Rheinhessen gemeldet. ^elall-Pützhnktur „FULMENOL" < V - !zI <>'lon nicht unter daS ^rrasgescy. Er soll ftuj schwerer Misshandlung gefangener Buren schuldig gemacht haben. Neapel, 26. Mär-. Tas hiesige rusj.sche Ävnsulat bestrettet entschieden, dag die Berl^aitung d.s ruf,.scheu 21 u* oenten Gotz auf Veranlassung der ru,f.scheu Regierung erfolgt fei. Tte Veth-rftung sei ledig.ich ^ache der Ualieni* schen Polizei. Newy 0 rk, 26. Mörz. Nach Meldungen auS Venezuela organisiert Castro eine neue Armee, um gegen bte Revolutionäre vorzugehen, bie Caracas bedrohen. Kalkutta, 2ö. Niarz. Fm vtzcwnigrichen Rat hielt der Vizrtouig, Lord Curzon, eine Rede, in welcher er mit cindruuSoolien Worten auf bie zurzeit sich vollziehenbe Beraiioerung ber auswärtigen Beziehungen Indiens hin- wtes, die es in den Wirbel der Lbertpoltttl zöge. England, Rutzland, Frankreich, Deutsch land und d.e Türkei würden grosse asiatische Mächte. B.deutenbe Verander- ungen wurden und mußten euurctcn, vag aber bte weniger grogen astatischen Staaten, Japan, China, Tibet, Siam unb 4>er|ien von feinbliü)em Citifrust sretbtechen, fei für bie Wohlfahrt Indiens notwetid g. tod/un fammeden s.ch über ber jutmift des Landes Böhen an. Indien werde in die vorderste Reihe der rnternatwitaleu Poitltk gedrängt, daher sei es nötig, daß bie Streitkräfte des Landes au, einem yohen Stande der Leistungsfahigteit und bte Bertetbigungs- umtel gesichrrt feien. __ ((»in leichter Lelonowiewageu» V2/ em- u. zweisp. emgcrid)tci, zu verkauf. Zu enr. i. b. Exp. >01324 hscdiliiiAtt ßrociraö bitt, zu verk. 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Beide Sachoerstanbige erfldrten, sie würben ihr Gutachten nur auf Grund der vor Gericht geführten Verhandlungen abgeben, worauf ber Staatsanwalt feinen '.'limag zurnckzog. co* bann werben bie Zeugenoertiehmungen fortgesetzt. Am Schluß ber -lynng orbnete der Voisitzenbe an, daß zu der am Abend halt- findenden örtlichen Inaugenscheinnahme nur bie vorn Gericht geladenen Perioiien Zutritt haben. Tie Verhandlung- tvurbe auf Donnerstag vertagt. Bei einem abend« ftatigebabten Polaliennm aul der Elbe bei Nienstedten fuhr der lÄerichtshof zuerst auf der ,panfa* dann auf dem Prunus". Beide Dampfer fuhren genau ivie m ber Unglucksnachll Barkassen marficrien ben Ort ber Un- 'allHelle. ^iiiunliliilslladjridjtrn. t armnabl, 25. Aiarz. D ie dem Vnvaidozenten Dr. Bernhard Neumann für Elektrochemie erteilte un Ltudiemahre 1901 19u2 für daS Fach der Hüuenkunbe unb Probierkunit erivei- teite v. nie Iv.'kudi. ivuibe ,etzt für bas ganze Fach bet Chemie erneuert. Dr. Neumann ist gleichzeitig L'ehrer für gasanalytifche Ale»hoben unb Assistent am chemifch-technifchen und elektroiechnifchen ipzi g, 25. Mär». Der rheologieprofessor Böhmer erhielt eine Berufung an die Universität Bonm Böhmer hat bie Be- ciiiunq niuicnoinmcn. fianöcl und yrrkrijr. yulhsnnrtldjatl 4 proz. Cfienbadjer Ltavtobligaiioucu von 1891 u. 1892. Die Bank für Handel und Zndintrle, Depoiuenkasfe Wiegen, teilt un« als offizielle Abstempelungsstelle mit, das) die Frist zur Ron- oertterung mit dem morgigen Tage — 27. März — abläuit. — Bon der Reichsbank. Tie Ansprüche an bas ZnsNtut steigen unb es ist anzunehmeii, bag bie Anfpannimg, je näher ber Ultimo heranrückt, zunimmt. Eine Diskonterhöhung soll leboch, wie »uöcrläfiifl gemelbet wirb, nicht beabsichtigt fein. Märkte. eiefien, 26. Mär». Vieh Marktbericht. Der gestrige Cchfenniarkt haue einen Vorrat von etiva 2vu Stück lÄangoteh. Der Handel war überau« flott. Schwere Ziere wurden iür ober- hessische Hofgüter stark begehrt, während Räufev aus ber toegenb ber Steg Nehmer für 9)lutehuaare luaren, |o bafj sich ba« 'Ularft- gefchäst glatt abwickelte. Bezahlt wurde pro Paar Eangochfen 1. Qualität 800 - 850 Alk., einzelne ganz gute Paare auch bis 900 Mk.; 2. Qualität 700—760 Mk.; 8. Qualität 640—675 Mk. Ter Auftrieb auf bem Schivememarkl belief sich zwischen 600 unb 700 Stück. Ter Handel machte sich zwar nur langsam, doch wurden die gleichen Preise für bie Waare bezahlt wie bei ben letzten Märlten. Nächste Alarkuage am 21 und 22. April b. Zs. "Hollksvicust m der tztsnagvge, Hudaulage. Alraeltttsche Prliflionsgrmfinbe. SamStag, ben 28. Marz 1903. Vorabend 6.30 Uhr. Morgens 9 Uhr. Nachnuttags 830 Uhr. Lchrift-Erklärung. Sabbathausgang 7.40 Uhr. ^ottrsbtrnB der israelitischen Peligionsyesellschaft. Sabbathfeier am 28 Marz 19 08. ^reitagabenb 6.20 Uhr. Samstag Vormittag 8.30 Uhr. SlachmittagS 830 Uhr. Cabbathansgang 7.40 Uhr. Wochengottesdicnst: AiorgenS 7.00 Uhr, abends 6.00 Uhr. Für Konfirmanden ganz besonders billige Offerte, Mitglied des Weimarer Verbandes. 2593 Korsetten g, -u 75 Psg., 95 Psg., 115, 130, 185 Psg. Mikdkr-Söitk! zu 45 Pfg. bis 3 Mk. Handslhnhr in ®lac6 Lll. 1.45, in Halbseide 65 Pfg. Servitenrs zu 20, 80, 40, 50. 60 Psg. Mttti-Me zu 85 Psg., 1.25, 1.75 2.50, 8.50 Mk. Mädchen- Hemden zu 85 Psg., Mt. 1.— L25, 1.75. Mallschkttk» zu 20 Psg., 30 Psg, 40 Psg., 50 Psg. Nur gute und solide Qualitäten. Wcutiichcr Handschuhe und Röschen. Falten- Hemden zu Mt. 1.65, 1.85 und 2.25. »eitze Beinkleider AU. 1.20, 1.50, L80 und 2.— Krawatten in •Ät* FayomS und PretsrOge». " Kragen moderne Aayou» »u 16 Psg., 25 Psg. 85 Psg. A. Holterhoff Söhne Giessen Seltersweg 20. Seltersweg 20. W Lchwarzc Strümpfe zu 75 Psg, 95 Psg, 1.25, 1.50, 1.85, 2 — AU. T odes-Anzeige Es hat Gott gefallen, heute nacht l'[8 Uhr unsere innigstgeliebte Tochter und Schwester Seilte tZGZLLLLLL' II nach kurzem, schweren Leiden zu sich in die ewige Heimat abzurufen. 2588 Giessen, den 26. März 1903. Die Beerdigung findet statt am Freitag den 27. März, nachmittags 3'/, Uhr, vom Sterbehause, Ostanlage 36 aus. Emil Schmall Eina Schmall, geb, Samos Eina Schmall« Danksagung Familie Hose 2596