Zweites Blatt Donnerstag 26. Februar 1903 trt., ömd) Z)ie heutige Yummer umfaßt 10 Seiten. 1331 M, PjßÜk ßll- H .v/oinai «•*** Jg, W L n siehlt monatlich 7b‘W.otcrifk 153. Jahrgang WÄ ft itil. täglich frisch. riedrich Noll, Hofbäckcr. ?»i Reichstagswahleru —k— Aus de ul zu a y 111:111 e Bin gen-Alzey, 25. Febr. In dem diesseitigen Wahlkreise werden bei der bevorsrchenoen Lieichstagswahl nicht weniger wie sechs Parteien auf dem Plan erscheinen, und zioar das Zen- rrum, die Naiionailib^ralen, bie Deutschfrei,innigen, die alldeutschen, die Sozialdemokraten und die Antisemiten. Kandidaten sind bis jc^t genannt: von dem Zentrum Rechisanwalt Dr. Br c n t a n o-Offenbach, von den Nationalliberalen fya&rifant Avenarius- Gaualges- heim und von den Alldeutschen Rechtsanwalt Claß - Mainz. tzamm i. W., 25. Febr. Der bisherige nationalliberale Reichslagsabgeoronete Schulze-Stein en w^rd aus Ge- sundheitsrüclsichten lticht wieoer kandidieren. Es ist gelungen, den früheren Amtmann West ermann aus Lütgendortmund zur Annahme der Kandidatur zu bewegen. Nr. 48 • rffteint täglich aufe« GonnlagÄ. Dem (Siebener Anzeiger «verden im Wechsel mit dem Kesflschen kandwirl die Siebener Familien« bläuet viermal in der Woche beigelegt. fltolationSDrud u_ De» lag der V r ü h i'ichen Unioers.-Bach- u.Sieu» b ruderet (Dtelsch Erden) VUbaflion, Expeditum und Druckerei! Lchul st ratze 7. Dbrefle tüt Deoeicheni Anzeiger «tetzer». KernlvrechanichlutzAr 51. cbellfische Kabeljau L ai etnjetwffe» W » »G.Wallenfel«' *1. - Ausland. Haag, 25. Febr. Zweite Kammer. Premier» Minister Hugper bringt drei mit dem letzten Aus st and der Eisenbahn » Ange st eilten zusannnenhängende Gesetzentwürfe ein und veiont die Notwendigkeit, einem unvernünftigen Angriff auf die Gesellschaft Widerstand entgegen» zufetzen. Die Niegierung schlage deshalb die Bildung einer Eifenbahnbrigade vor, um im Notfälle den Eifenbahndienst des Landes zu sichern. Ferner sollen die berechtigten Forderungen des Eifenbahnpersonals befriedigt werden. Tie königliche Kommisnon soll beauftragt werden, die rechtliche Lage deS Eifenbahnpersonals und die Tienslbedingungen zu regeln und festzusetzen, welche Handlungen des Personals strafrechtlich zu verfolgen sind. Ministerpräsident Kuyper fügt hinzu, die Regierung verfolge keinerlei reaktionäre Zwecke, sondern wünsche soziale Reformen. — Der eine der drei Gesetzentwürfe der Regierung bezweckt die slleugeualtung des Strafgesetzbuches, um der Freiheit der Arbeit erhöhte Sicherheit zu gewährleisten, und festzusetzen, daß nicht allein die staatlichen Beamten, sondern auch diejenigen, welche den Dienst un öffentlichen Interesse zu verrichten haben, nicht ungestraft sich Pflichtverletzungen zu Schulden foinmen taffen dürfen. Brüssel, 25. Febr. Die häufig zu offlziösen Mit» teilungen benutzte ,@ioile” erfährt, dog König Leopold in den Osterferien den Vereinigten Staaten einen Besuch abitalten werde. Paris, 25. Febr. In der Kammer befragte derA.bg. Dubois den SUiegSimnifhr über den schlechten Gesundbeilszustand m den Pariser Kasernen. Ter Kriegs- Minister General Andre giebt zu, daß die Sterblichkeit infolge Dec diesjährigen Insluenzappriode unverhältnismäßig gestiegen ist; er bestreitet jedoch, daß die schlechte Ernährung oder Verpflegung daran schllld fei. — Die Budget-Kommission beschloß im Einverständnis mit dem Finanzminister, russisches Petroleum mit einem Zuschlagzott von 1.25 Frcs. pro 100 Kilogramm zu be- Birnen, „MO W Ml hochieui «itunb be[W*''T n Die 11011 Att t,— Dieriei» fäbrl auelitl BeUell^ Annahme ooo Anzeigen für bit iuyetiiumiiia bifl oorminagt 10 Uhr. ßeilenoreit total irDt» au teiiirntetl Deck ^brikpre'sm rnhrlid) ‘Den Wünschen des großen Publikums noch mehr entgegenzukommen. Zum Schluß gedachte Intendant Elaar nou- der gegen das neue Haus erhobenen Klagen und Beschwerden. Sie seien sicher übertrieben. Zudem seien bie maßgebenden Behörden bemüht, allen wünschen entgegenzurommen und Abhilfe zu fchasfen. Aehritiche Klagen seien stets bei Thealerneubauten ausgetreten. Intendant Elaar richtete das dringende Ersuchen an die Amoefenoen, ihren Einfluß gellend zu machen, daß die allgemeine Sympathie dem neuen Haus zuteil würde, wie frul)er dem alten Haus, dessen Einrichtungen sicher nicht ideal gewesen seien, und wies endlich auf bie Schwierigreiten hin, mit denen vorläufig die Schauspielhaus- lerrung wegen des Repertoires zu tämpsen habe, da man Vieles oder fast Alles neu einrichten und inszenieren müsse. Trotzdem habe es in der verhältnismäßig kurzen Zeit im neuen HauS 18 Neuinszenierungen gegeben, von denen acht Novitäten und zehn Neueinstudierungen waren. Kleine Mitteilungen aus H e , s e n und den Nachbarstaaten. DaS 2jähr. Söhnchen eines Sattler- meislers m Büdesheim fiel in Abwesenheit der Eltern so unglücklich gegen den glühenden Ofen, daß es an den dabei erlittenen Brandwunden nach zwei Stunden starb. — In einer Wirtschaft in Frankfurt war der ledige Heinrich Jörg ans Mömlingen i. O. eingeschlafen. Aus dem Schlafe aufgerüttelt, ging er, offenbar in schlaftrunkenem Zustande, auf den Main zu, stürzte über die Kaimauer in den Fluß und ertrank. — In Berod wurden beim Ausschachten der Gruben zum Bau der Wafferleitung zwei Arbeiter durch nachrutschendes Erdreich verschüttet. Der eine, Ludwig Schneider aus Berod, fand dabei seinen Tod. Er war verheiratet und hinterläßt eine Frau und zwei Kinder. — Auf dem Mainzer Hauptbahnhof wurde während des Earneval- trubels ein Fuhrmann, der über das Geleise laufen wollte, von einem Eisenbahnwagen erfaßt und an einem Prellbock totgedrückt. Der Verunglückte, ein noch ziemlich junger Mann, war unverheiratet.__________________________________ Vermischtes. • Berlin, 25. Febr. Vergangene Nacht wurde der Laden des Juweliers Bcosa in Spandau von Einbrechern vollständig auSgeraubt. Gold und andere Sachen, die einen Wert von 12000 Mk. darstellen, wurden gestohlen. Die Tater sind unbekannt. • Köln, 25. Febr. Heute wurde im Rheine die Leiche eines Kanoniers der 1. Kompagnie des Fußartillecie-Regi- mentS Nr. 9, welcher auf dem Fort Deckstein kaserniert war, gclänbet. Der Leiche ist der Hals durchgeschnitten, eS scheint daher Mord vorzuliegen. 6 Lausanne, 25. Febr. Gestern wurde hier die Leiche eines am Montag beerdigten jungen Mädchens von Verbrechern ausgegraben und schrecklich verstümmelt. DaS Herz war herauSgenssen und die Arme und Beine abgeschnitten. Ms Tater wurden zwei Brüder verhaftet. Dieselben sollen angeblich auS Rache gegen den Vater deS Mädchens gehandelt haben, unter besten Vorsitz die Eltern der beiden Brüder vom Schwurgericht zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt worden waren. » Petersburg, 25. Febr. Die 15iShr. Tochter de? Herrn Walley in Moskau, die spurlos verschwunden war, wurde dieser Tage in einem Männerkloster, physisch und moralisch gebrochen, aufgefunden. • New - Pork, 25. Febr. Ein amerikanisches Syndikat kaufte den Vulkan Popocatepetl zur Ausbeutung der Schwefellager. — Die deutschen Gesangvereine »Lieder- kranz" und „Arion" sangen im Weißen Hause vor einer glänzenden Gesellschaft, bestehend aus der Familie Roosevelt, den Diplomaten, Senatoren, Gouverneuren und Repräsentanten. Die Solistin Schuman-Heink und die Sänger wurden lebhaft applaudiert. Roosevelt dankte nach dem Schluß des Konzerts in einer Ansprache für den Kunstgenuß. • Versch ollen! Wie der „Köln. Ztg." au8 Dieppe gemeldet wird, ist der am 23. Dezember v. I. nach Philadelphia abgegangene Viermaster „Ouevilly" mit 36 Mann verschollen. * Der Po larfor sch er Baron Toll, der, auf einer Polarforschungsreise begriffen, sich im Monat Juni vorigen Jahres von seinen Begleitern getrennt hatte, um mit einigen Genossen in das Benuettland einzudringen, wird seither vermißt. Wie aus St. Petersburg gemeldet wird, hat die dortige Akademie der Wissenschaften den Leutnant Kölischak, der ursprünglich an der Polarfahrt des Baron Toll teilgenommen, aber sich von derselben getrennt hatte und bereits nach St. Petersburg zurückgekehrt ist, mit der Mission betraut, Baron Toll und dessen Geno'sen aufzusuchen. Man glaubt, daß das Bersten deS Eises den Baron Toll verhindert habe, nach Neufibirien zurückzukehren, und daß er sich deshalb entschlossen habe, auf Benuettland zu überwintern. * Der Roman einer ägyptischen Prinzessin. lieber die Prinzessin Nemet Allah Hanem, die, nach einer Eheirrung, wie wir meldeten, einen Selbstmordversuch machte, schreibt das „N. Wien. Tgbl.": Prinz Djemil Toufi soun Pascha, Botschaftsrat bei der türkischen Ambassade in Wien, und seine Gemahlin, die Schwester des Khedive von Aegypten, lebten hier seit ungefähr vier Jahren und er- frcuien sich in der Gesellschaft großer Sympathien. Der Prinz ist ungefähr 30 Jahre alt, die Prinzefiin um zehn Jahre jünger. Sie gilt als eine ideale orientalische Scyönheit. Ihre faszinierende Erscheinung und die ausgesuchte Pariser Eleganz, mit der sie sich zn kleiden ver jianb, erregte überall das größte Aufsehen. Prinzessin Nemet Allah Hanem heiratete schon im Alter von 14 Jahren den Prinzen Djemil Toussoun, der übrigens iür Kousin und der des Vizekvnigs von Aegypten ist. Ter $rin§ ist sehr reich; seine Länoereien bringen ihm eine Jahresrevenue von 600 000 Francs. Er lebte demgemäß auch als Grand seigneur. In ihrer mit größtem orientalischem Luxus ausgestatteten Wohnung am Franzensring Nr. 24 sahen sie häufig Gäste, und zwar sowohl Mitglieder der diplomafi- ,chen, wie auch der aristokratischen Kreise. In diploma- Ischen Streifen wurde wiederholt erzählt, daß es im "l-ildiz kiosk wie auch an dem Hose des Bizelünigs unangenehm berühre, daß die Prinzessin entgegen aller heimatlichen Tradition sich frei in Gesellscl>afi bewege und sich voll- ,.anoig den europäisckM Sitten unteroimie. Während sonst uie Tarnen der ilfittfchen Bolschast in den Empsangslislen uer bipiom. Welt nicht figurieren, sah man die Prmzessin gleichwohl sehr häu,ig bei den Emp,äugen. Sie hat sich aber die>e «-chranie huuoegge,etzt. luan sah fie auch sehr uiet in den Salons bekannter Aristokratinnen. DaS Pein- zenpaar verbrachte al^ahrlich viele Wochen tecks in Paris, ^eilS in Kairo. Bor zwei Jayren weilte die Prinzesiin längere Zeit am ^oje ihres Bruders, der, wie erzählt wuroe, ferner Schwerer uuer ihre Hausfuyrung in Wien crn|te Vorstellungen gemacht Harle. Man ipraa) auch davon, bag die Ehe, die früher so glücklich war, damals nicht mehr frei von einem 'JJiigton gewesen sei. Es hätte auch aes Einwirkens des Khedioe bedurft, um die alte Harmonie wieder herzujielien. Als das Pruizenpaar im yerv|ie vorigen Jayres die Wohnung auf dem ^ranzensnng aufließ, und in ein vornehmes ^>otet auf der Ringiirage uver- fiedelte, führte man die Auflösung des Haust^lies auf eheliche Divergenzen zurück. Kurz nachher reifte die Prin- zefiin allein nach Paris, wo fie eine verheiratete Schwester i;at, kam aber bald wieder nach Wien zurüa, wo |ic sich aber nur sehr wenige Tage aufhielt. Mitte Tezember oorigen Jah-.es reifte fie mu ihrem funsjäh tagen Lunchen Aoiz nach Kairo, wohin ihr der Gatte nachfalgen soittc. xer Prinz hatte bereits Urlaub genommen, cus ihm plötzlich bedeutet rourue, bis auf weiteres auf feinem Poften m Wien zu verharren, wea die macedonische Angetegm- gelt, ferner die Ankunft des rusftschen Ministers Giasen Damsdorfs in Wien feine Anwesenheit hier notig machten. oo begab sich der Prinz erst vor drei Wochen nach Kairo, er hatte feine Rückkehr er,i für Mitte April angetunuigt Zn der diplomatischen Welt wird wohl der sjuime des Grasen, der die Prinzessin nach der Trennung ihrer Ehe angculid) heiraten wcutte, genannt, doch liegt eine authen fische Mitteilung aus Kairo über diesen Unisono bis zum -uugenblick hier nicht vor. * Wegen einer gestohlenen Krone im Werk, von 50000 Rubeln hat sich die tot Petersburger Kriminalpolizei mit der Berliner in Verbindung gejegt In der Kapelle zum hl. Isaak in St. Petersburg h^oen Einvrecher eine Krone auS reinem Gold, mit einem gtvgen Diamanttn, in Form einer Birne, und 78 kleinen Brillanten besetzt, entwendet. Die Diebe haoen, da der Handel mit Brfitanten international ist, zweifellos die Steine nicht in Rußt and verlauft, wo fie leicht abgefaßt werden konnten. Vielmehr besteht der .Verdacht, bag der Verkauf in Berlin versucht werden wird. Die Kriminalvolizei luamt daher die Juweliere und Goldarbeiter vor dem Ankauf der Juweten. Für den Fall, daß hier oder dort berettS solche Betfuche gemacht fein sollten, erbittet die Polizei nähere Angaben. Kunst und Wissenschaft Paris, 25. Febr. Der iaiholistye Schriftsteller Jean deDonnefou schreibt im „Eclair" über den BriefKai- ser Wilhelms II. an Admiral v. Hollmann: „Man muß unumwunden sagen, Kaiser Wilhelm II. hat eines der schönsten Blätter geschrieben, die je aus dem Gedanken eines Menschen hervorgegangen sind. Dics.'r Brief ist glanzerfüllt und leuchtet wie ein Edelstein in allen Facetten und was das Wunderbarste i|t, der Philosoph hört nicht einen Äugenblicr auf, Kaiser zu sein, und der Ehrist vergißt nid)t eine Sekunde lang die Sprache des Denkens." Nur an der Stelle üoer die Offenbarung Gottes in den großen Männern der Menschheit übt Bounesou Kritik, indem er darauf hinweist, das; der Kaiser weder einen Papst noch einen Franzosen genannt hat. Bon dem bet Erscheinung Christi gewidmeten Absätze sagt Bonnssou: Lichter * 'Hofe »at, ia"90!ttine N>t "Ben '7'di,. d-rLr'w-- °"°'Mwrn, "fe- tzm- -7di,7> ! b*le n J"* "* f» Ä£ ASj; t iphraT», tln9e,7 "sLrr rr-vL !en öuruckukehren, und aus Benuettland zu Elchen Prinzes» ?ah hanem, die, nadr Selbstmordver uch ' ' Pnnz TMil Toch duschen Ambassade in Vvester des Khedive von >r vier Jahren und er- oßer Sympathien. Ter )ie Prinzessin um zehn >e ideale orienta(i]fa Mung Md die aus- sie sich zu kleiden ver- ■ Aufsehen. Prinzessin M Atter von 14 Jahren ioriWs ihr Kousm und ist. Ter Prinz ist sch hm eine Jahresreveimc geimiü auch tu» M- i orientalischem :nsring Nr. 24 sahen sie titzlieder der drptomali- en Lre^se. In diptvma- czähtt, daß es im ^ildiz Lizetönigs unangenehm ;egen aller heimatlichen t demege und sich voll- lterordue. Lährend solch t in den Einpsangslisien fach man bie Pruizcssin np/ängen. Sie Har ]id) Mii sah sie auch sehr okiatinuen. Tas Prin- Wochen kAä rn Paris, a weme bvt PänMn abeti, der, nne erzayit .e hausfugrung in Liien ,e. Man sprach auch de- ckcttich war, damals nicht ,oejen sei. Es WK QU^ ■h um Die alle mmonie MnMr im yerosie oori- ei« MNj-uSMg wM „ bet aimgiaaße W - des Saus^U» <4 bien Mch »l’g : Suite mW*” K ir drei «wt metunv,. :*&>ä ftg-JSS enen >t w3Wät & bct diamanten. tert sr.ua«» Stcu“ E , Sieuu# ;SZSA ‘Ä * « <"b- «llc! ^ei« ßrf/'ju I""' Ä de- re'l-chdie 8V,a„^f- ^bieSiWÄ^i«" senburg eine 9ieilje von Elnbruchsdlebstählen Lkloder in um dem Telephonischer Kursbericht. Tendenz: ruhig 132.20 44.90 216.90 196.30 151.40 149.90 160.10 148.90 15 JO 182.76 218.50 187 JO 174.60 37.0/q 8n/u 8‘/,°/o d°/o 37t°/n 3% Oberbeeeen . . , 4% Oeeterr. Goldrente . 4‘ 2% Uebierr. oiibenente 4% Ungar. Uoldrente . 4U/ haben. Rente . , 47,56 Portugiesen . . , 0/ Bortugieetn. . . . 196 C. Türken . . . lückenlose..... 4°/o Uriech. Monopo’ -AnL 47,56 äussere Argentiner Reicheauieine do. Koneole . do . , Heesen Das will viel heißen; denn der 1893er, 1895er, 1897er, 1898er tmb 1900er Jahrgang waren auch recht gut Tie Nach,rage nach 1902er und 1901er Gewächsen hat zugeiwmmen, und die Weinpreise suid etwas gestiegen. 3'/u Alexikuner 4•/. lu Chinesen . Electric, doi.ackert Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . DiBuonto-Kommandi UaraiBtädk-T Bauk Dresdener Bank . Ber iner Haudelsges UeBterr. StaaUbaün Lum Barden . . Uottuar .bahn . . Laura.üue . . , Bochum .... itarpener . . . Krieskalten der PedakNon. (Anonyme -lnsragen bleiben unberücksichtigt.) P. Hätten Sie die hessische Presse der letzten sechs Wochen verfolgt, dann hallen Sie wiederholt .Alarmruse Unberufener” darui gelinden. Uiis selber ging em solcher Alarmriif aiis dein Vogelsberge zu, der flugs in unseren Papierkorb wandene. (Lin anderes ähnliches Schrislslück eines gleichfalls oberhessischen Sicr- bankpolitikers ist in einem Teile der hessischen Presse, zumal in Mainzer Blattern, abgedruckt und sehr hübsch glossiert worden. „ Mncn ado abont nothinic I • Charkow, 26. Febr. Nachdem die systematisch betriebenen Brandstiftungen auf den Gütern aller jener Gutsbesitzer fortdauern, welche von der Regierung CnL scl)ädigung für die durch die Bauern-Unruhen entstandenen Suaden verlangen, wurden vom Gouverneur außerordent liche Maßregeln zur Eruierung der Brandstifter angeordnet. Gleichzeitig begab sich der Gouverneur nach Petersburg, Zaren Bericht über die Gährung im Gouvernement Charkow zu erstatten. Newy or k, 26. Febr. Tie Polizei kam einem an ar» chistischen Komplott aus btc Spur und ist auf der Sua-e nach fünf Anarchisten. Gestern verhaftete sie einen derselben namens Hertzel, welcher angab, es sei beschlossen, das; vier Anarchisten nach Europa fahren sollten, um mehrere Staatsoberhäupter zu ermorden. Die Polizei behauptet zu wissen, Hertzel und jene vier planten nach Paris zu rei,en, um dort au einer Konferenz teilzunehmen, auf der die Vollstrecker dieses Be>- ,chluises ausgetost werden sollen. ifluDtuirtldjuft. «ub Rheinhessen, 24. Febr. Ter erste Abstich des neuen {Beines i|t iw er all erfolgt; derselbe Hal recht gut sich entwickele Leit dem Jahre 1889 ist hier wohl fern Wem geerntet worden, der so remgarig, vollmundig und bouquetreid) war, wie der heurige. . 103.00 . 93.30 . 102.95 . 93.15 . 00 00 . 101.20 . 103.35 101.15 . 1U2.2Ö . 103.75 . 53.90 . 82.40 . . 25.90 . . 93.20 . . 99.50 Hollcsdienst in der Synagoge, Hudanlage. Israelitische Ntligionsgemeinde. Samstag, den 28. Februar 1903» Vorabend 5.45 Uhr. Morgens 9 Uhr. Predigt. Nachmittags 3.30 Uhr Sabbatbmisgang 6.55 Ubr. £IciuTie ItUlinuiiirn. vriginaldrahtmeldunge» des Gießener Anzeigers. R. B. Darmstabt, 26. Febr. In der heutigen Sitzung der zweiten Kammer wurde bei Fortsetzung der Etatsberatung beim Kapitel Ministerium des Innern, namentlich von sozialdemokratischer Seite, eine lange Reihe von Wünschen und Beschwerden kundgegeben. Ministerialrat Braun beantwortete dieselben ausführlich. Tie Sitzung wurde um y22 Uhr abgebrochen, die nächste Sitzung findet heute um 4 Uhr statt. Berlin, 26. Febr. Gegen einen hiesigen Rechtsan w a l t ist Anklage wegen vielfacher Betrügereien und Unterschlagungen erhoben worden. — Im Neuen Theater wurde gestern abend die dreiaktige Komödie „Die Lokalbahn" von Ludwig Thoma zum erstenmale gegeben. Im ganzen war die Aufführung ein Mißerfolg. Zwar sand der erste Akt einigen Beifall und auch der zweite interessierte, zum Schluß aber erfuhr das Stück eine starke Ablehnung, wenn auch gegen das energische Zischen ein Teil des Publikums heldenhaft anlämpste. Berlin, 26. Febr. Der Delegiertentag der deutsch- konservativenPartei ist auf den 25. März festgesetzt worden. Auf der Tagesordnung stehen u. a. Referate über die allgemeine politische Lage, die Wirt- jchasts- und Sozialpolitik B r o m b e r g, 26. Febr. Das Kriegsgericht der 4. Division verurteilte den Unteroffizier Karnowski wegen Mordes zum Tode, Degradation und Entfernung aus dem Heere. Karnowski hatte das ihm von einer Schneiderin geborene 14 Tage alte uneheliche Kind durch Einflößen von Salzfäure vergiftet. Werdau (Kgr. Sachsen), 26. Febr. Ein Großfeuer zerstörte die Gebäude der Papierhülsenfabrik von Theodor Schröder Söhne. Der Schaden ist beträchtlich. München, 26. Febr. Nachdem der Prinzregent unmittelbar nach Beendigung der Ministerkrisis sich ins Gebirge begeben und bei der Feier des 40stündigen Gebetes „Diese erhabenen Worte gehen weit über ein Glaubensbekenntnis hinaus. Sie sind Christentum von jenem Christentum, dank dessen die Menschheit seit fast zwei Jahrtausenden lebt." QSmdjtsraaL Darmstadt, 25. Febr. Zwei gefährliche Einbrecher, der 27 Jahre alte vielfach zuletzt mit 5 Jahren Zuchthaus vorbestrafte Kellner Aug. P. Franz, sowie der 24-iahrige vor- beftiaite Arbeiter Josef Schejna, welche m der Nacht vom 18/19*icn Ich durch den Pwinzen Ludwig hat vertreten lassen, nimmt man in hiesigen, dem Hofe nahestehenden Kreisen allgemein an, daß Pr^nzregent Luitpold tatsächlich regier* ungsmüde ist und am 12. März, seinem Geburtstage, von der Regentschaft zurücktreten wird. Für diesen Fall soll in parlamentarischen Kreisen Geneigtheit bestehen, sofort eine Verfassungsänderung vorzunehmen und den Prinzen Ludwig zum K ö n i g zu proklamieren. (?) London, 26. Febr. „Daily Erpreß" meldet aus New* York: Eine Meuterei ist in den Kohlengruben von El ist in a in West-Virginia ausgebrochen. Tie Grubenarbeiter griffen die Polizei mit Stöcken und Gewehren an. Letztere feuerte auf die Angreifer, wobei 10 derselben getötet und zahlreiche verwundet wurden. Ein Polizei- lommissar wurde erschossen, viele Polizisten erlitten Verletzungen. Die Miliz mußte herbeigerufen werden, um die Ruhe wieder herzustellen. — Ten „Central News" zu folge waren die Kohlenarbeiter mit Repetiergeweh^en ausgerüstet, als sie den Angriff aui die Polizei unternahmen. London, 26. Febr. „Daily Mail" meldet aus Rio de Janeiro, es habe sich dort ein Trust gebildet, welcher mit Unterstützung der brasilianischen Regierung den Versuch machen will, eine Erhöhung des Kaffeepreises um 30 Prozent durchzusetzen. Monaco, 26. nebt. Hier wurde in Anwesenheit von Gelehrten und Staatsmännern aus allen Landern sowie dreier Mitglieder des Haager Schiedsgerichts das vom Fürsten Albert gegründete internationale Friedens iM u f e u m eröffnet. Wien, 26. Febr. Wie das „W. N. T." erführt, ist man auf der hiestgen türkischen Botschaft eifrig bemüht, jich der Person der geflüchtetenägyptischenPrin- zessin Nemey auf Umwegen zu bemächtigen, um sie an die Türkei auszuliefern. Tas Blatt drückt die Erwartung aus, daß die ö,ireichischen Behörden keine Uebergriffc der türkischen Machthaber auf östreichischem Territorium dulden werden. EingcsandL lFÜr Form und Jnha^ m.«.. uiuct oieier Rubrik stehendei Artikel übernimmt die Redaktion dem Publitum gegenubei keinerlei Pernniwortung.) Eine grobe Mitzhandlung. G i e b e n, 25. Februar. In der unteren Bahnhofstraße sah ich das Gewann des Spediieurs S. schwer beladen. Ta die Pierde sehr ermariet waren, fonmen sie das Fuhrwerk nicht weueriahren. Ter junge S. nahm nun die Peiljche und hieb dem einen Pierde minüeiiens 10 mal über den Hals, sodaß das Pferd rajend vor dem Wagen hm und her sprany und ausschmiß. Ter Diangsalierer soll m Zukunft die Quälerei sein lasjen, sonst werden andere Ataßregeln ergrigen. H. ausstchrien, wobei ihnen ziemlich Beute in die Hände siel, wurden beete trotz ihres energischen Leugnens verurteilt Franz, der mehrere längere Verteidigungsreden hielt, wurde, nachdem die Verhandlung nach 5 stündiger Beratung des Gerichtshofes wiederholt vertagt worden war, zu dJahren Zuchthaus unb 8 fahren Ehrverlust verurteilt, Scheina erhielt nut 2 */, Jahre Gefängniß und 5 Jahre Ehrverlust. F. nahm die Strafe an. Ein Jagdprozetz. Einem Jäger widerfuhr am 10. September auf der Erfeldener Jagd das Alivgefchick, den roertooUen Hund eines Kollegen zu erschießen Letzterer klagte bei dem Frankfurter Landgericht auf Ersatz des Wertes des getööteten Tieres mit 400 Mk. Ter Beklagte habe fahrlässiger Weise das Gewehr mit dem Lause nach unten und hinter sich getragen; bet Hunb sei von hinten gegen ihn ober bas Geweht gerannt, und dadurch fei ber Schuß losgegangen Tie Beweisaumahme siel zu Gunsten bes Klägers aus. Tas Gericht erfannie ben Klageanspruch bem Gtunbe nach für gerechtfertigt an, doch soll noch Beiveis über ben Wert bes Hunbes erhoben werden, der mehrfach Preise bauongetragen hat. Pari», 25. Febr. Tas Schwurgericht ber Charente verurteilte gestern in contumaciam den Letter eines Knabcn-Collegs, Prieste r Gatineau wegen Sittlichkeits-Verbrechen an seinen Schülern zu lebenslänglicher Zwangsarbeit. Stilen, 25. Febr. Der Hof- und Gerichts-Advokat Tr. Brix wurde wegen selbitoerschuldeten K o n k u r s es zu drei Atonalen strengen Arrestes verurteilt. "Ardeilcrdkwtgung. Charleston ^Westoirginta), 25. Feot. In ben Whright'schen Kohlengrub en in Raletgh County kam es gestern abenb zu einer regelrechten Schlacht zwischen 100 Hülfsmarschällen unb HülfSsherisis unb 250 ausfiänbigen Grubenarbeitern, welche den BunbeSbearnten nicht gestatten wollten, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Tie Aussiäubigen setzten eine Eisenbahn- brücke i n Branb. Tie 'Dtenge, die mit Winchester-Büchsen bewaffnet war, eröffnete ein Feue rauf bie Beamten, btese erwiderten. Das Feuer hielt mehrere Minuten an. Drei Ausständige sind tot, sechs t ob 111 cf) verwundet, drei schwer ver- letzL Ein farbiger H ü l s s m a r s ch a 11 i st t o t, zwei sind verwundet. Ein Beamter der Chesapeake and Lhio-Bahn erhielt einen Schuß in ben Arm, tötete aber ben Angreiier. Tte Ausstänblgeii würben dann zurückgeschlageii unb von ber Polizei verfolgt, 49 wurden verhaftet. Sicu>---ork, 25. Febr. Unweit Charleston in Westvirginien tarn es bei Wngihs Kohlengruben zu einem blutigen Zu- f ammenstos zwischen enoa 100 Bundesniarschällen unb Hllfs- sherlffs unb 200 streikenden Bergleuten. Acht der letzteren wurden getötet, zwölf schwer verletzt. Em Aiarschall ist tot, drei sind verletzt. Die Bundesmarschälle halten Gerichtsbesehl, demzufolge bie Strecker verhinbert werden sollten, Streikbrecher zu beldingen. Tie Strecker, mit Winchefterbüchsen bemaßnet, erößneten das Feuer aus bie Beamten, sobalb sie ihrer ansichtig würben. Nach kurzem Gefecht rourben 100 Strecker, meistens Polen und Ungar», veihaitet. ^iIciilnil)ii-Zeilung. — Ter Derkehrsminister hat nach der „9t. P. K." unter dem 21. Februar für die preußisch - hessischen Staats» eisen bahnen eine neue Dienstanweisung für bie Vorsteher ber Eisenbahn-Telegraphenwerkstätten er- laßen, bie am 1. April in Krack tritt. Für diese Woche offeriere: Fß. holl. Aiigcl-Llhtllsiilhe groo, mittel und klein unb im Ausschnm, Fst. 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