Dienstag 25. August 1903 Zweites Blatt. 153. Jahrgang jährlich Mk. 2.20; durch Aohole- u. Zweigstellen monatlich 6d Pf.; durch Teil: P. ötttto: für »Stadt und Land^ und .GerichtssaalE; August Götz; für den An- -etgentetl: HanS Beck. diePost Mk.2.—viertel- fährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für öie Lagesnummer bis vormittags 10 Uhr. ZetlenpretSrlotallLM, auLwärtS 20 Pfg. GiehenerAnzeiger " General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt filr den Kreis Gießen AezugspretSr monaUtch7LPf., viertel» jährlich Mk. 2.20; durch Nr. 198 Erscheint tügli» außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kessischen Landwirt die Siebener Zamilien- blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Untverf.-Buch-u.Stem» bruckerer (Pietsch Erben) Redaktion, ^pedtttoa und Druckerei: «chulstraße Adresse für Depeschen: Anzeiger Gieße». -^rnsprechanschlußNr.51. Iie heutige Wuwmer umfaßt 8 Seilen. Zur Weform der Schwmgerichte. Bon unserem juriftrschM Mitarbeiter. yDriffinalortiiel des „Gieß. Anz.") (Nachdruck verboten.) (Schluß.) VL Was ccker find die Folgen aller dieser Zustande? Fehlsprüche über Fehlsprüche! Es soll hierbei keineswegs in Abrede gestellt werden, daß Fehlsprüche auch bei den gelehrten Richtern Vorkommen. Auch die gelehrten Richter sind Äienschen und irren ist menschlich. Immerhin aber werden solche offensichtliche Fehlsprüche bei den gelehrten Gerichten zu den Ausnahmen und Seltenheiten gehören, bei den Schwurgerichten aber sind sie an der Tagesordrmng. Erst neuerdings wieder ging ein aufseh enemegend er Fall durch die Blätter. Wie die „Straßb. Post" schreibt, hatte sich ein Händler wegen eines geringen Deliktes vor dem Schöffengericht zu verantworten und der Bürgermeister wurde als Zeuge vernomnien. Der Häirdler wurde freigesprochM und der Bürgermeister wegen Meineids verhaftet. Im Lause der Voruntersuchung gab der Bürgermeister seine Magd als Enllastungszeugin an, und diese bestätigte auch unter Eid die Angaben des Bürgermeisters. Da. aber die übrigen Zeugen bei ihrer Behauptung blieben und angaben, die Magd sei bei fraglicher Unterredung garnicht zugegen gewesen, wurde das Verfahren wegen Meineids gegen die Magd ebenfalls eiu- geleitet, und sie gestand nunmehr, einen Meineid geleistet zu haben und von dem Bürgermeister angestiftet worden zu sein. Nunmehr beschäftigte sich die Strafkammer mit dem Vorfall, da die Magd noch nicht 18 Jahre alt war. Die Magd wurde wegen Meineids verurteilt und gleichzeitig festgestellt, daß sie ein Opfer der Anstiftung^ des Bürgermeisters geworden sei. Der Bürgermeister wurde vor das Schw u r gerichi gestellt und -4 freigesprochen! Frergesprochen, obwohl die Magp chr Geständnis wiederholle, obwohl dieselbe:: Zeugen dasselbe aussagten, was dem Schöffengericht und der Strafkammer die Ueberzeugung von der Schuld des Bürgermeisters beigebrachjt hatte, ja obwohl der Beweis noch durch ein weiteres Zeugnis verstärkt war. Fehlsprüche der Schwurgerichte sind an der Tagesordnung, nicht nur solche, welche einen außergewöhnlichen H-crng zuFreisprechungen verraten, sondern auch solche, welche Verurteilungen aussprechen, die eine ausreichende Unterlage in dem Beweisergebnis nicht fiw den. Mit letzterer Ätöglichkett ist im Gesetz selbst bereits gerechnet, in dem bestimmt wird, daß das Gericht, falls es einstimmig der Ansicht ist, daß die Geschworenen sich in der Hauptsache zum Nachteil des Llngeklagten geirrt haben, befugt ist, die Sache ohne Begründung seiner Ansicht an' das nächste Schwurgericht zur erneuten BerhanL-- lung zu verweisen. Für den unschuldig Verurteilten sind also gewisse Kautelen geschaffen, die Staatsanwaltschaft aber und mit chr das öffentliche Rechtsbewußtsein, stehen sreisprechenden Fehlsprüchen hllflos gegenüber. Tie freisprechenden Fehlfpruche der Geschworenen überwiegen bei' wellem die verurteilenden. Es ist nicht »„MK- 1M-II !I ............... I Heidelberger AestesKlänge. v. (Schluß.) Heidelberg, 1L August. Alter Freund! Noch sind sie nicht zu Ende, die Festtage, und ein kleines Briefchen muß ich Dir nocy schreiben und Dir berichten, wie das Jubiläum der Ruperto Carola abgeschlossen hat. Würdig wurde es beschlossen! Der Sonntag abend war ein glanzvoller Abschluß. Der Vormittag war der Whe gewidmet; um 12 Uhr hatte ich mit einigen Freunden, die von Straßburg zum Jubiläum gekommen waren, einen solennen Frühschoppen im „Perkeo"; dann speisten wir in der neuen Stadthalle. Später fuhren wir nach! Ziegelhausen in drei Wagen, um uns bis zum Wend dort im „schwarzen Adler" niederzulassen. Dort war nämlich von einem Komitee der nichtinkorporierten Studentenschaft, die sich während des Jubiläums enger zusammengeschlossen hatte, eine Zusammenkunft (mit Damen) mit Musik und Tanz arrangiert worden, an welche sich abends eine gemeinsame Schiffahrt nach Heidelberg zur Besichtigung von Schloßbeleuchtung und Feuerwerk anschließen sollte. Ich hatte mich mit meinen Freunden in die Liste eingetragen und machte nun den ganzen Ztummel mit. Es ist tatsächlich erstaunlich, daß diese Organisation so gut geglückt ist; aber unserer Ausschußvertretung ist es gelungen, die verschiedenen Elemente zu vereinigen, sodaß die Nichtinkorporiertw überall geschlossen auftreten konnten. In Ziegelhausen war es recht nett. Die Stimmung war allgemein ausgezeichnet. Bei den Klängen der eigenen Musikkapelle verstrich die Zeit sehr rasch und bald erscholl das Signal zum Aufbruch. Mau bestieg also das Festschifs, das mit Fahnen und Lampions reich geschmückt bereit lag, uns alle aufzunehmen. Hast Du einmal solch ein Fest- schisf, wie es zur Besichtigung von Schloßbeleuchtungen verwendet zu werden pflegt, gesehen? — Das sind große Lastkähne, die etwa 300 Personen fassen; sie sind oft recht schmu^g. Zum Sitzen sind die Querbalken da, und außerdem sind zu diesem Zwecke Bretter kreuz und quer gelegt- Alan turnt also über Bretter und Balken beim Ein- und Aussteigen hinweg, was namentlich für Damen ost nicht leicht und angenehm sein muß. Daher ist das Ern- und richtig, diesen Freisprechungen gegenüber die Augen zu schließen und sich damit zu trösten, daß es besser sei, zehn Schuldige freizusprechen, als einen Unschuldigen zu verurteilen, sondern man muß sich dabei vor Augen halten, wie stark durch derarttge offensichtliche Fehlsprüche das Rechtsgefühi der Beteiligten verletzt und das Vertrauen aller rechtlich Denkenden in die Rechtssprechung untergraben wird. Die Zahl der Freisprechungen bei den Schwurgerichten ist größer, als es auf den ersten Blick den Anschein hat. Es zählen nämlich dazu nicht allein alle die Urteile, die den Angeklagten von aller Strafe freisprechen, sondern in einer großen Anzahl von Fällen kleidet sich die A:ei- sprechung in eine Verurteilun g, die in Wahrheit einer Freisprechung gleichkommt. Man rechnet hierzu die Fälle, in denen der Meineidige wegen fahrlässigen Falscheids, der Sittlichkeitsverbrecher wegen Beleidigung, die Kinds- mörderm wegen fahrlässiger Tötung usw. mit geringfügigen Gefängnisstrafen belegt werden. Verfolgt man diese versteckten Freisprechungen, so muß man meist den festgestellten Tatsachen geradezu Gewalt an tun, um den Tatbestand des angenommenen leichteren Delikts Überhaupt konstruieren zu können. Die meisten dieser bedenklichen Fehlsprüche haben ihren Grund darin, daß die Geschworenen ihr Amt völlig verkennen, daß sie glauben, Gnade üben zu dürfen, wo sie richten sollen, daß sie der Ansicht sind, die Strafe, die das. Gesetz für das ursprünglich angenommene Delitt festsetzt, von dessen Vorliegen auch sie überzeugt sind, sei im vorliegenden Fall aus irgend welchen Gründen zu hoch und zu hart und daß sie deshalb das geringer bestrafte leichtere Delikt annehmen, an dessen Vorliegen sie selbst nicht glauben, lediglich der geringeren Strafe halber. Nicht ohne Einfluß auf die Fehlsprüche der Geschworenen ist auch der Umstand, daß den Geschworenen ein Einfluß auf den Umfang der Beweisaufnahme nicht ein- geräumt ist. Der Gerichtshof bestimmt den Umfang der Beweisaufnahme, er bestimmt ihn, ohne zu wissen, ob die Geschpwrenenb cutt den Betoeis überhaupt für notwendig und sachdienlich hält, er lehnt einen Beweis ab, den er für unerheblich und überflüssig hält und doch Ptauben die Geschworenen, ohne den abgelehnten Zeugen gehört zu haben, nicht zu einem Schuldigspruch kommen zu können. Um in dieser Beziehung ja nichts zu versäumen, hat sich dann die Praxis der Gerichte dahin herausgebildet, daß jeder Beweis, der auch nur im entferntesten Zusammenhang mit der Sttastat steht, zugerlassen wird und so sehen wir denn im schwurgerichtlichen Verfahren selbst bei an sich unbedeutenden und klarliegenden Fällen ganze Kolonnen Zeugen und Sachperständige aufmarschieren. Das verteuert einmal die Rechtspflege ganz bedeutend, bann aber »gereicht ein solchjes Massenaufgebot von Beweismitteln der Sach^ keineswegs zum Vorteil, es ist lediglich geeignet, das an sich schnell an den Geschworenen vorüberziehende Bild der Sachlage zu verwirren und die RechtssmDung zu erschweren. Wie schwerfällig arbeitet überhaupt der Apparat des Schwurgerichts. 30 Geschworene', 3 gelehrte Richter, Staatsanwalt, Verteidiger und Gerichtsschreiber müssen sich zu Beginn der Sitzung einfinden, um das Schwurgericht in Tättgkeit fetzen zu können. 36 Menschen sind also erforderlich und oabei ist die Zuständigkeit der Schwurgerichte so Wssteigen für boshafte Menschen eine Quelle von Vergnügen; da crber fast alle Menschen boshaft sind, so war es ein allgemeines Gaudium für uns, dem Elnsteigen zuzuschauen. Situationen unfreiwilliger Komik gibt es da in Fmle. lieber 250 Personen waren eingestiegen und nachdem noch einige Nachzügler (wie immer) unter allgemeiner Heiterkeit ausMnommen waren, „stachen wir in See". Unter den Klängen unserer Musik und unter Gesang fuhren wir den Neckar hinunter. An der Stistsmühle vorbei ging die Fahrt, wo die offiziellen Festschifse für die Ehrengäste bereit lagen und viele kleine Gondeln der Wfahrt harrten. Zu beiden Seiten erglänzten die Villen am User in bengalischem Lichte. Wir nähern uns der alten Brücke, dem sogenannten „Haüteusel", der schwierigen Durchfahrt. Ruhig und sicher fahren 'wir mit gekapptem Mast unter dem ehrwürdigen Bogen hindurch. „Alt-Haidelberg, du seine, Tu Stadt an Ehren reich; Am Neckar und am Maine, Kein' andre kommt dir gleich!" So schallt es brausend aus Hunderten von Kehlen, und auf der Brücke und an den Usern schnallt es wieder; die zuschauende Menge nimmt es auf und überall klingt es unter Fanfaren- und Posauneubegteitung: „Stadt fröhlicher Gesellen, An Weishett schwer und Wein; Klar zieh'n des Sttomes Wellen, Blauäugleiu blitzm drein!" Eine Schloßbeleuchttrng in Heidelberg ist ja nichts außergewöhnliches mehr, wir hatten in diesem Sommer eine ganze Anzahl zu sehen — aber es ist ein wunderbares, prachtvolles Schpufpiel! Bald ist der Strom mit unzähligen lampionbeleuchteten Booten belebt, die wie Irrlichter auf dem Wasser tanzen und bald srnd auch die anderen Festschiffe eingettoffen Tie Ankerketten rasseln und sie legen in einer langen Linie mitten un Strom bei. Da ertönt ein Schuß! - Die Beleuchtung beginnt. Schon oft ist sie geschildert worden und ich beschranke mich darauf, hervorzuheben, daß sie diesmal zwar etwas unter der noch von Regen erfüllten Atmosphäre zu leiden hatte, aber doch einen unvergeßlichen, imposanten Anblick gewährte Vor allem war das Feuerwerk auf dem s)tetfar von seltener Großartigkeit. Das sprühte und blitzte nur wett gegriffen, daß dieser Massenaufwand von Mcenschen, von Zeit und Geld ost in gar keinem Verhältnis steht zu der Schwere und Bedeutung der abzuurteilenden Sttastat. Man nehme an, ein Arbeiter hat das Datum einer Woch,en- fahrkarte gefälscht, und ist auf diese gefälschte Karte hin einmal gefahren. Er hat sich nad), dem Gesetz einer schweren Fälschung einer öffentlichen Urkunde schuldig gemacht unv gehört vor's Schwurgericht. Um also diesen Pfennigbetrüger, der in den meisten Fällen nocfy obendrein geständig sein wird, auf eine minimale Zett ins Gefängnis zu schicken, müssen 36 (!) Personen antreten, 36 Personen Zeit und Geld opfern! Wer auch die Stellung, wie sie die Abgrenzung der Machtbefugnisse des geltenden Strafprozeßrechts den beiden mitwirkenden Faktoren zugeteilt hat, ist eine für beide Teile unwürdige. Zunächst erscheinen alle Machtbefugnisse des Schwurgerichts in dem Vorsitzenden verkörpert, er eröffnet und leitet die Verhandlung, vernimmt Zeugen und Sachverständige, die Beisitzer aber sind zur Untätigkeit verurteilt und die Geschworenen hören ebenfalls untätig zu. Tann erteilt er foiie Rechtsbetehrung und müht sich ab, zwölf Geschworene in einer viertel oder halben Stunde mit den erforderlichen juristischen Kenntnissen auszustatten, um gleich daraus in das Nichts zurückzuversinken. Tie Geschworenenbank erwacht zum Leben und mit höchsten Machit- besugnissen ausgestattet, berät sie ihren Spruch. Sobald aber dieser verkündet ist, ist auch ihre Rolle ausgespielt, und untätig sieht sie zu, wie nunmehr der ganze gelehrte Gerichtshos in Tättgkeit tritt, um die Strafe zu verhängen. Auch dieser Zustand kann keinen der mitwirkenden Teile mit Befriedigung erfüllen. Diese und andere Schcwen und Mißstände bedingen die Reform der Schwurgerichtsgesetzgebung. Wo und wie die Reform einsetzen wird, kann niemand Voraussagen. Möge sie aber dergestalt ausfallen, daß die Schwurgerichte nicht zu einer Einrichtung herabsinken, an der nur die Elemente ihre Freude haben, die Vorteile aus ihren Schäden ziehen. Uolttische Tagesschau. Die geistliche Schulinspekliou. Ueber die geistliche Schulaufsicht spttcht sich eine Zuschrift des „Reichsboten" von geistlicher Seite folgendermaßen aus: Wir Pastoren eines hinterpommerschen Kreises sind zugleich Ortsschulinspektoren und Vorsitzende der Schulvorstände, und als solche auch dem Landrat des Kreises unterstellt. Behufs Feststellung der Leistungsfähigkeit der Schulgemeinden fordert der Landrat von uns Ortsschulinspektoren allen Ernstes genaue Angabe über folgende Punkte: Wie viel betragen im Schulverbande die direkten Staats- und staatlich verlangten Steuern, und zwar Einkommensteuer, fingierte Einkomrnensteuer, Grundsteuer, Gebäudesteuer, Gewerbe- und Betriebsfteuer, Ergänzungssteuer? Ferner: Wie viel betragen im Schulverbande die direkter: Gemeindeabgaben ausschließlich der Feuersozietätsbeiträge, unb zwar bare Abgaben und Wert der Naturalleistungen ? Wie viel betragen im Schulverbande die Arnrenlasten, die Kreis- und Provinzialabgaben usw. ? Ferner: Wie viel betragen im Schulverbande Größe des Grundbesitzes, Grundsteuer-Reinertrag, Gebäudesteuer-Nutzungswert, Kauf- oder Veckaufswert der vorhandenen Grundstücke und Gebäude, Höhe der auf dem Grundbesitz haftenden Schulden, gutsherrliche Abgaben, Renten und andere, auf derartigen privatrechtlichen Titeln beruhende Leistungen? Ferner: Wie viel betragen im Schulverbande die be- so ununterbrochen; Leuchtkugeln und Raketen wechfellein in bunter Folge, und ganze Garben sprühender Blitze zerrissen den düsteren Regenhimmel. Dabei überall Musik und Gesang. „Und stechen mich die Dornen, Und wird mir'S hier zu kahl, Geb' ich dem Roß die Spornen Und reit’ ins Neckartal!" Wieder ein Schuß! Das Schauspiel ist zu Ende! Eine halbe Sttinde später hättest Du uns in der Stadthalle treffen können. Hier fand die große Reunion statt, welche die Stadt Heidelberg ihren Gästen und ihrer Universität zum Wfchied gab. Es war ein tadelloser Ball. Wir blieben mit unseren Damen bis nach 2 Uhr nachts. Genaueres über den Batt zu berichten, halte ich für überflüssig. Ein Batt pflegt stets wie der andere zu sein. A propos, wunderbare Toiletten,! Blauer Montag! Katzenjammer! Beneide mich nicht um diesen Montag. — Abreise von Heidelberg! Schauderhaft! Ade Alt-Heidelberg! Aber unvergeßliche Erinnerung! Auf Wiedersehen in Gießen! Dein _________ Heinz. Ein Liebesbrief von Chopins Braut. Die Revue musicale veröffentlicht die ungedrnckten Bttefe von Marie Wodzinska an Chopin, ihren Jugendfreund und Verlobten. Diese Briefe sind von Dresden datiett (1835—1837) und nach Paris, Chaussee d'Antin Nr. 5 adressiert. Herr Karlowicz hat sie in Warschau in einem mit einem rosafarbenen Bändchen verschnürten Päckchen gefunden; auf dem Päckchen standen, von Chopins Hand geschrieben, die Worte: „Moia biedau (Mein Unglück). Einer dieser Briefe, den die naive, sentimentale Marie an ihren „schreibfaulen" Bräutigam gerichtet hat, lautet auszugsweise: D r es d e n , September 1835. Obwohl Sie Briese weder gern empfangen noch schreiben, will ich doch die Abreise des Herrn Cichowski bemchen, um Ihnen mltzuteilen, was seit Ihrer Abreise in Dresden pasperr pr. Ich werde Sie also wieder langweilen, aber nicht mehr nut meinem Spiel. Samstag, als Sie uns verließen, ging Jeder von uns traurig, mit Tränen in den Augen umher. Mein Vater kam bald $ keil eri\ ei stehenden Enikonnnensteuersä'tze und die Zahl der Haushaltungen, die zu jeden: Steuersätze gehören'? Allen Ernstes wird dieBeant- wortung dieser Fragen von den Pastoren gefordert und eine sorg- sältige Aufstellung und genaueste Beachtung ihnen auierlegt. Eine Beschwerde darüber bei der königlichen Regierung i.iu eine Abhülfe nicht herbeigeiührl. Wir arinen Pastoren! Statt die notwendige Seelsorge in den Häusern und Familien ungestört treiben zu können, müssen nur in der Gemeinde Herumlaufen, herum- schnüffeln, um für den Herrn Landrat genaue und sorgfältige Erkundigungen über die auf dem kleinen Grundbesitz unserer Gemeinde haftenden Schulden einzuziehen. Auch eine Kirchenbehörde kann uns Pastoren nicht mehr helfen, wir fhib durch die Schul- lufsicht an die staatliche»: Behörde»: überantwortet. Basel unter deutschen Kanonen. Wie schon früher haben auch jetzt wieder einmal vermutete Befestigungsarbeiten auf deutschem Bode»: unweit Basel schweizerischen Blättern Anlaß zu lebhaften Unterhaltungen gegeben. Der Berner Berichterstatter der Baseler „Nationalztg." macht zu diesem Meinungsstreit Beinerkungen, die von den meisten schweizerischen Blättern als abschließend angesehen zu werden scheinen. Er schreibt: Berschledene Vermessu»:gsarbeiten in der badische»: und elsässi- fcbcn Nachbarschaft habe»: schon vor einiger Zeit die Aufmeikfa»»:- er kautonal-baselstädlischen und der eidgenössischer:' Behörde»: .. Bevor eine Zeitung davor: Notiz genommen hatte, sind die »össischen Behörden bet Deutschland vorstellig geworden. Sie ci !lten darauf die Antrvort, daß die erwähnten Bermessungsar- d . i keirtesrvegä projektierte Befestigungsanlagen zum Gegenstand b .i. : oder damrt in Verbindung ftänben. Tie Situalioi» scheml sonn folgende zu sein: Tatsachen, rvelche der Schweiz Anlaß gebe»» würden, gestützt auf das Völkerrecht überhaupt oder auf speziell übernouunene völkerrechtliche Verpflichtungen auf diplomatischem Wege ar: Deutschland und eventuell an die anderen Mächte zu gelangen, liege»: ar:gesichls der positive»: Erklärung Deutschlands rächt vor. Diese Erklärung muß mm: wohl oder übel so lange gelte»: lassen, als weitere Vorkehrungen Deutschlands mit ihr nicht in Widerspruch trete»: und sie dememiereu. Darum müsse»: d:e kan- Butzbach, 24. Aug. Der Vorsteher der hiesigen Güterabfertigung, Güterexpedient Goertz, wurde vom 1. Oktober ab als Stations-Einnehmer nach Saarlouis versetzt. An seine Stelle tritt vom gleichen Zeitpunkt an der Vorsteher der Güterabfertigung Alsfeld, Güterexpedient Ploch, welcher erst vor kurzem von hier nach Alsfeld versetzt »vurde. 1" Reichelsheim i. W., 23. Aug. Bei der gestern hier tattgehabten B ü r g e r m e i st e r w a h l erhielt der seitherige Bürgermeister Stedte 75 Stimmen, der Landwirt Katt Schmidt II. 68 Stimmen und der Gastwirt No hl 14 Stiminen. Da keiner von den Genannten eine absolute Mehrheit auf sich vereinigt, findet demnächst zwischen den beiden Erstgenannten Stichwahl statt. 88 Erbenhausen, 24. Aug. Zn dem benachbarten Ober-Gleen verließ am Samstag morgen gegen 4 Uhr der Landwrrt Johannes Meuter seine Wohnung, ohne die Semen davon in Kenntnis zu setzen. Uhr und Taschenmesser ließ er auf der Fensterbank zurück. Als er gegen 8 Uhr noch nicht zurück war, machte man sich auf die Suche nach ihm. Nach kurzer Zeit fand inan ihn als Lerche in der Gleen. Da der Verschiedene in letzter Zeit tark nervös war, nimmt man an, daß er bei der Aus- ührung der Tat nicht im Besitze seiner vollen Geisteskräfte war. — Nidda, 24. Aug. Die hiesige Kleinkinder» chule feierte gestern nachmittag ihr Jahresfest auf der tädtischei: Festwiese. Es waren alle 70 Schüler gesund und wohlbehalten versammelt zur großen Freude aller, was auch der Vorsitzende des Vorstandes, Pfarrer Werner, in seiner auf eine Liturgie der Sonntagsschüler und Kleinkinderschüler olgenden Ansprache mit Dank zu Gott bekannte. Die Kinder wurden mit Milch und Bretzeln beivirtet und spielten alsdann unter Anleitung der Schwester allerlei Spiele. Das eilher ungünstige, regnerische Wetter hatte sich gerade für das Fest aufgehellt und setzte nach Schluß des Festes mit Regen wieder ein, worauf barm um 6 Uhr mehrere schwere Wetter mit wolkenbruchartigem Regen folgten. __J Die Landwirte sind ob des Wetters ratlos; gestern nachmittag soll mit obrigkeitlicher Erlaubnis auf einzelnen Gütern Frucht eingefahren worden fern, was bei dem Notstand nicht zu verübeln ist. J Aus Stadt und Land. Gießen, 25. August 1903. ** Unter stützt!ng der Kriegsinvaliden. Der Vorstand des Hess. Landesvereins vom Roten Kreuz versendet für den L.-V. der Kaiser-Wilhelm-Sttstung für deutsche Invaliden folgenden Ausruf: Die großen Ereignisse vo»: 1870 treten in der Erinnerung mehr und mehr zurück, aber wir gedenken dennoch in diesen Tagen der glorreichen Zeit, die uns damals den Sieg und die Gründung des Deutschen Reiches brachte. Hat inzwischen ein Reichsgesetz die Pensionsbezüge der Kriegsinvaliden und Kriegshinterbliebenen erhöht, so bleibt doch auch jetzt noch reichlich Raum dafür, unseren Dank für das von unserem tapferen Heere damals Getane dadurch zu betätigen, daß wir in der Zeit des 2. September in Gotteshäusern oder bei sonstigen Vereinigungen durch unsere Gaben dazu beitragen, das Los der Opfer des Krieges auch weiterhin noch besser zu gestalten, als Reich und Staat allein es vermögen. Wir bitten insbesondere wie früher die evangelischen Pfarrämter und Kirchenvorstände gemäß der ihnen von Großh. Oberkonsistoriun: erteilten Erlaubnis, bei den betreffenden Gottesdiensten Kollekten für jenen Zweck zu erheben. Unsere Zweigvereine ersuchen wir, wie seither möglichst für die Verbreitung dieser Ansprache und Durchführung unserer Idee zu »virken, insbesondere an geeigneten Orten Sammelbüchsen aufzustellen. Alle, welche uns demnächst die Erträgnisse von Sammlungen zu übermittel»: haben, bitten wir, dieselben durch Posteinzahlung an unseren Schatzmeister, Herrn Ministeriulbuchhaster Lang, Schießhausstraße 116 in Darmstadt, einzusenden. ** Einen Unfall hatte in der Nähe der Stadt ein Fuhrknecht. Er hatte zwei neue Pferde an einen leeren Wagen gespannt, die scheuten und ausrissen. Der Knecht hielt sich am Bauchgurt des einen fest und erhielt einen Stoß, sodaß ihm das Bein verletzt wurde und er in die Klinik verbracht »verden mußte. ** Was findige Köpfe aus dem Gebiete der Re k l am e al ll e s ausfindig in a chen , ist erstaunlich, die Postordnung gibt keine bestimmten Vorschriften darüber, inwieweit auf der Außenseite gewöhnlicher und eingeschriebener Briefsendungen andere als auf die Beförderung und rechte Bestellung der Sendung bezügliche Angaben, insbesondere Abbildungen, Schutzmarken, Reklamen re., zulässig sind. Sie sagt nur allgemein, daß durch diese Aufdrucke die Deutlichkeit der Aufschrift sowie die Anbringung der postdienstlichen Vermerke und Stempel in keiner Weise beeinträchtigt werden darf. Ein findiger Kopf kam nun auf die originelle Idee, die Rückseite eines Kouverts mit Anzeigen zu bedrucken, die er sich natürlich von dem inserierenden Firmen entsprechend bezahlen lassen wird, und kam bei der Postanstalt darum ein,f daß er diese Umschläge mit eingestempelten Postwertzeichen zu einem Preise von 3 Pfg. für den 5 Psg. Briefumschlag und zu 7 Pfg. für den 10 Pfg.-Briefumschlag verkaufen dürfe. Tie Post hat, wie in der Deutschen Papier- rrnd Schreibwaren-Zeitung zu lesen ist, dieses Unternehmen gebilligt und, nur die Bedingung gemacht, daß auf der zu bedruckenden Rückseite der Umschläge für postdienstliche Vermerke und für Stempelabdrücke am oberen Rand ein genügender Platz freigelassen werde Durch dieses Entgegenkommen ist einesteils vielen Geschäften gewissermaßen ein ganz neues, vorteilhaftes Feld für Jnseratenreklame geschaffen worden, andernteils aber dem Publikum tatsächlich eine bedeutend billigere Posd- beförderung gegeben und zu guterletzt dem Finder dieser originellen Idee ein guter Verdienst in Aussicht gestellt. Hier Unglaube! das sind die großen Probleme, um die sich in der Zukunft alles drehen wird, nicht nur auf kirchlichem, sondern auch aus tvirtschaftlichem Gebiete. Um 1 Uhr mittags sammelten sich dann an 25000 Mitglieder der katholischen Arbeiter- und Gesellen- vereine aus ganz Rheinland und Westfalen, sowie aus den Diözesen Fulda, Mainz, Hildesheim und aus den Reichslanden zu dem großen Arbeiter-Fe st zuge, der in der Zeit von 2—5 Uhr die Hauptstraßen der Stadt durchzog. Nach dein Vorbeimarsch am Dome teilte sich der Zug in sieben Kolonnen, die alsdann in die einzelnen Versamin- lungslokale geführt wurden. In der Festhalle am Rhein sprachen Abg. Sittard-Aachen und Arbeitersekpetär Gisberts- M.-Gladbach. Beide Redner bezeichneten das Zentrum als die einzig wahre Arbeiterpartei. Abg. Sitkard verwies u. a. aus das vom Bischof Ketteler auf der ersten Generalversammlung der Katholiken Deutschlands in Mainz aufgestellte sozialpolitische Programm der Zentrumspartei und ferner auf di,e Rundschreiben des verstorbenen Papstes Leo XIII. in Sachen der sozialen Frage. Seine Forderung, daß auch die Arbeitgeber die Hand zur sozialen Versöhnung reichen sollten, werde ih»n unvergessen, blechen. (Stürmischer Beifall.) Und nachdem man des Toten gedacht, wolle man auch dem Lebenden Ergebenheit zollen. Wie Leos XIII. Wiege, so habe auch die Wiege des früheren Kardinals Sarto in einer kleinen Arbeiterwohnung ge- tanden. Es sei auch bekannt, daß der jetzige Papst ein warmes .Herz für die Bedrängten habe, und daß er in Venedig cm sozial denkender Patriarch gewesen sei. Unter diesen Umständen danke es die katholische Arbeiterschaft der göttlichen Vorsehung, daß sie einen solchen Papst erhallen habe. (Lebhafter Beifall.) Arbeitersekretär Gisberts beschäftigte sich insbesondere mit der Tätigkeit der Zentrumsftaktion des deutschen Reichstages in sozialpolitischer Beziehung^ Seine mtt großem Beifall ausgenommene Ansprache klang in einem Warnungsruf vor der Sozialdemokratie und ihren umstürzlerischen Bestrebungen aus. Danach ergriff Kardinal- Erzbischof Dr. Fischer das Wort, um chnen seinen Segen zu erteilen, den die wohl lOOOOköpfige Menge knieend entgegennahm. An den „Papst der Armen" Pius X., wie ihn der Abg. Sittard genannt hatte, wurde ein Huldigungstelegramm abgesandt, ebenso an den Kaiser. Auch die übrigen 6 Versammlungen sandten solche Telegramme ab. Zn dem Gürzenich sand heute abend die Begrüßungsversammlung für den Katholikentag statt. Der Vorsitzende des Kölner Lokalkomitees, Justizrat Custodis- Köln hielt die Begrüßungsansprache. Hr. Nicola Racke aus Mainz wird stürmisch begrüßt; er bringt die Grüße des Bischoss von Mainz. In Mainz, so führte er aus, hat ich viel geändert. Die kirchlichen Zustände waren in der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts traurig; und nimmt man dazu noch den Hang zur Vergnügungssucht, so erklärt sich vieles. Für Schlagwörter ist das Mainzer Völkchen sehr zugänglich und mit Schlagwörtern wurde manches in Mainz in den letzten Jahrzehnten fertiggebracht. Tie Mainzer sind nicht bösartig, aber es fehlt an Prinzipien, an Innigkeit und Freude des Glaubens. Redner protestierte dagegen, daß die Wiege der Katholikenversammlungen in Köln gestanden habe; wenn er auch nicht blind sei gegen die Schwächen von Mainz, den Ruym wolle er doch nicht seiner Vaterstadt nehmen lassen, daß sie die Wiege der Generalversammlungen sei. Er sucht dies eingehend zu beweisen. Seien wir einig, so wird die Entwicklung gleichmäßig sorffchreiten. Unsere Versammlungen haben nie- malsanderever letzt, und auch die Jubelversammlung, wird es so halten. oder doch befreundet tuenden Herren gegenüber, die das Bismarcksche Wort: Wir Deutsche fürchten Gott und sonst nichts auf der Well! vergessen haben oder nicht mehr daran glauben, denn sonst würde der Jesuitenparagraph entfernt werden, der die frommen Männer unter polizeiliche Aufsicht stellt, wie Verbrecher und Vagabunden". Stürmischer Beifall.) , Also Graf Bülow „tut nur freundlich^ mit dem Zentrum, weil er sein Versprechen, betr. die Aufhebung des bekannten I e s u i t e n p a r a g r ap h c n, bisher nicht einzulösen vermochte. Das ist ein scharfer Vorwurs an die Adresse des Grafen Bülow, der in den nächsten Jahren au: die Unterstützung seitens des Zentrums mehr als je an- gelviesen sein wird. Der Vorwurs eröffnet zugleich eine für den Grafen Bülow wenig erfreuliche Aussicht auf den Tag, an dein das Zentrum die I e s u i t e n - I n t e r p e l l a - tivn im Reichstag wieder einbringen wird. Darauf nahm der Kardinal-Erzbischof Dr. Fis cher das Wort zu einer längeren Ansprache. Wir stehe»: heute vor zwei Weltanschauungen, mit bcucii wir zu rechnen haben und die geeignet sind, die Menschheit in zwei große Lager zu scheiden. Tie eine vertritt die Anschauung, daß alles menschliche Leben unter den: Eindruck Ehristi zu stehen hat, während die andere offen oder versteckt gegen Gottes' Werk Stellung nimmt und von dem Anspruch Ehristi über die Welt nichts wissen will. Hier Christ! und Hier Antichrist! lautet daher die Parole der Zukunft. Hier Glaube! und .. ('J Wetzlar, 21. Aug. Es rst abermals ein altebr- wuringer Daum, an den ftch geschichtliche Erinnernna-n rnupften, dem Sturmwind- zum Opfer gefallen Dei hTm Dörfchen Bissenberg stand die weithin bekaunte pumvck Buche"; ihr Alter wurde auf mehr als 300 stalst- 'aeiA&M Wre dre ältesten Leute noch zu erzählen wissen 'hätten die Franzosen dre Gepflogenhert gehabt, an dieser Bucke das Flersch des rm Lager geschlachteten Viehes auszuhänaen auch in anderer Hinsicht war dieser Baum bekannt Ltm r stand auf freier BergesWe, war stundenweit m s-cken Skhs-ÄS1sto"“ J s uach Hapse und war untröstlich, weil er von Ihnen nicht mehr halle Abschied nehmen können. Meine Mutter erinnerte uns jeden 1 Augenblick weinend an irgend einm Eharaklerzua „ihres vierten Ahnes Fnedrich" (so nennt sie Sie). Felix war ganz niederge- .chlagen, Ka »mir wollte scherzen wie gewöhnlich, aber das Weir»en war ihm naher als das Sachen. Ntein Barer spöttele über uns, aber er selbst lachte nur, um nicht weinen zu müssen. Um 11 Uhr fam ber Eesanglehrer; der Unterricht ging sehr schlecht, wir korin- te»: mcht singen. Sie waren der Gegenstand aller Gespräche. C>-eüx bat mich :mmer, daß ich den Walzer spielen sollte, den letzten, de.: wir von Ihnen empsange»: und gehört habe»: (gemeint ist da- !?^ber Falzer m As-diir). Wir sanden Vergnügen daran, sie beim lc$ ^jueleu. Ich trug ihn zun: Buchbinder; der /iL bin '5latt zeigte. lD ei-r „Memiec" wußte ja nicht, von wem es getrieben war.) E.^-?^ßen. Man iah immer nach Ihrem Platz am Mb- Der stutzt steht noch immer an seiner Stelle und wahr- scheinlich wird er dort stehe»'., ]o lange wir diese Wohnm:g behal- • * ^lm Sie durch irgend em Wunder den Wunsch haben sthretben: „Wie geht's? Ich befinde mich wohl. Ich £ "ehr schreiben", fügen Sie doch, bitte „ja" oder “l5 Untwort aus d:e Hrage zu, die ich Ihne»: Vorleger: will: "i^o-ben ^:e komponiert: „Wem: ich dort oben eine kleine Son»:e wäre, :ch wollte tur keinen auderen als für Dich leuchten?" Wir bedauern immer nur, dah Sie nicht „Chopinski' heißen oder Sie u,icht durch irgend ein anderes Merkzeichen VbanU w.l!röcl; "ns die Franzosen nicht de»: Ruhm streitig machen tonnen, Ihre Itandsleute zu fei:: Aber ich schreibe lchon zu viel. Ihre Zeil ist so kostbar, daß es wirklich e n Ver^ brechen nt, Sie mit „meinem Gekritzel zu belästigen. Uebriqens L?en fetter st Ust r nicht zu Ende lesen.' Der Vries' der kleinen Ularte wird m eine»: Winkel geworfen werden, nachdem ma»: einige Zeilen gclcici: Hal. Ich brauche mir also nicht mehr vorzuwerren, dav ich Ihnen Ihre Zeit stehle. Adieu (ganz einfachst Kdlil 1 dl r f <. •. v QTT1Q umarmt Sie unb mTl umarmen Sie aufrichtig soll? Adieu 5U TOem8) ' * * td) wcl$ u^t mehr, wie ich sage»'» < on .. Mari a. n. , ui oen v^agei: stiegen, vergaßen Sie auf dern '^tizbuchcs. Wir bemalten itjn natürlich respektvoll als eine Reliquie. fleKfl1837 mU£be tSl)oplnS ^crlobung mit Marie Wodzinska Köln, 24. August. Nach einem feierlichen Pontifikalamt fand heute vormittag die e r st c geschlossene Generalversammlung statt. In der Begrüßungsansprache hob Justizrctt Eustodis die Notwendigkeit hervor, für die arbeitende Klasse zu sorgen und betonte, daß ein guter Katholik auch ein guter Patriot sei. Bei den Wahlen wurde Fürst Löwen- tein-Werthcim zum Ehrenvorsitzenden, v. Orterer zum Präsidenten, Frhr. v. Stotzingen zum ersten und Graf Praschnra zum zwerten Vizepräsidenten gewählt, v. Orterer dankte für die Wahl. Er erblickte darin eine Ehrung seines Standes und des Bayernlandes. Später wurde ein Huldigungstelegramm an den Kaiser beschlossen. Justizrat Tr. Porsch regte einen großen Pilgerzug nach Rom an, dann wurde emslimmig eine Resolution angenommen, in der es heißt, die Versammlung begrüße Papst Pius X mit Ehrfurcht und Liebe; zugleich erhebe sie Einspruch gegen ü:e Lage des päpstlichen Stuhle- eit dem Jaqre 18^0 und verlange, daß dem Papste die Unabhängigkeit und wirkliche Freiheit voll und ganz wiedergegeben werde. An den Kaiser wurde folaendes Telegramm abgesandt: * 1 * * * V b -n dafferliche^ und königliche Majestät bittet die o0. Generalversammlung der Katholiken Deutschlands, auch in uteiem Jubellahre der Generalversammlungen den Ausdruck der^ehrerbietigiten Huldigungen entgegennchmcn zu unseres ÄaitaTi.nh16?“1 ^eue zu der erhabenen Person Ualerc lcmcm erlauchten Hause wird sie auch auf dtefer Tagung bestrebt sein, in Betätiauna wüster Vaterlandsiiebe und wahrhaft christliches Ge- von Staats,,CmSs "'lträchtigen Zusammenwirkens D,on die Verfammlungeu zu führen und ^s^ichlutte zu fassen. Das Präsidium der 50. Generril- verfammlung der Katholiken Deutschlands. tonalen und eidgenössischen Behörden auch in Zukunst ein wachsames Auge auf alle die Vorgänge richten, welche die Absicht Deutschlands, in der Nähe der schweizerischen Grenze, besonders bei Basel, Befestigungen zu errichten, offenbaren und belegen tonnen. S e müssen zu diesem Behufe beanspruchen dürfen, daß die schweizer > che Bevölkerung und die schweizerische Presse ihnen Vertrauen schenken. Solche Verhältnisse sind sehr heikler Natur und dürfen in der Oeffemlichkeit nur mit großer Reserve besprochen werden. Sonst läuft mm: Gefahr, daß die Lage dadurch in einer Weise verschlimmert und verdorben wird, von welcher diejenigen, die nicht vollständig eingeweiht sind, gar keine Ahnung haben. sj)ian wird umso eher Vertrauen zu den kompetenten Behörde»: haben duffen, als dieselben nicht nur gegenwärtig, sonderil bereits im Jahre 1901 sich als vigilant und des Vertrauens würdig erwieset» haben. Denn auch damals wie jetzt waren sie orientiert und bei Deutschland vorstellig geworden, bevor die Tüllinger Befestigungs- frage in den Zeitungen und im Großen Rate von Basel zur Sprache gebracht wurde. Einer besonderen Versicherung, daß wir Basel ganz gewiß nicht „unter die Kanonen" nehmen wollen, bedarf es angesichts dieser Darstellung wohl nicht. Gut Freund alleweg! Aer 50. Amtsche Katyolikentag. Köln, 23. August. Mit einem feierlichen Geläut der großen Kaiserglocke Tomes und der Glocken sämllicher übrigen katholischen l.llchen der Stadt nahm heute die 50. Generalversamm- llrng der Kackholiken Teutschlands ihren Anfang. Am st.orgen fand im Tome ein Hochamt statt, das der dmal-Erzbischof Fischer celebrierte. Unmittelbar danach trat im Vorttagssaale der Bürgergesellschaft der A u g u st i n u s- Verein zur Pflege der katholischen Presse zu Ieiner Jubelversammlung aus Anlaß seines 25jahrigen Bestehens zusammen. 9Lamens des Vorstandes hieß der erste Vorsitzende des „Augustinus-Vereins" Stadtv. Otto-Ereseld die Mitglieder unb Gäste willkommen, worauf er einen längeren Rückblick über das Wirken des auf dem Katholikentage in Würzburg im Jahre 1878 begründeten Vereins gab. Sodann nahm der Reichs- und Landtagsabg. Justizrat Dr. Porsch-Breslau das Wort zu der offiziellen Festrede. Daß auf einem deutschen Katholikentage eine Parallele zwischen dem Fürsten Bismarck und dem Grafen Bülow gezogen wurde, war ein Novum. Ter Altreichskanzler würde, wenn er noch lebte, an diesem Vergleich mehr Freude haben, als Graf Bülow. Es hcmdett sich um die Jesuit en fragte, die Tr. Porsche der die Waffe der Ironie geschickt handhabende erste Vizepräsident des preußischen Landtags, in feiner offiziellen Festrede freiste.. „An Stelle jenes großen Gegners", rief Tr. Porsch aus, „steht uns heute eine Reihe von uns befreundetmi Jahresversammlung ihrem langjährigen Vorständen, Kaufmann Berdux, in Anerkennung seiner Verdienste um die Gesellschaft ein künstlerisch ausgefuhrtes Ehrendiplom m einem geschmackvollen Rahmen. Frankfurt a. M., 21. Aug. Hier sind in der letzten Zeit mehrere Typhuserkrankungen vorgekommen, die auf den Genuß roher Milch oder rohen Rahms zurückzuführen sind. Es wird daher vor dem Genuß und der Verwendung ungekochter Milch oder ungekochten Rahms gewarnt. — Der Musketier Friedrich Michel vom 166. Infanterieregiment hatte in der vergangenen Nacht in einem Lokal in Niederrad zu später Stunde noch Bier verlangt, aber keins mehr erhalten, da die Feierabendstunde bereits geschlagen hatte. Michel verließ darob die Wirtschaft wieder. Als er durch den Torbogen an den Ausgang von Niederrad kam, sah er, daß ihm 'wei Männer gefolgt waren und der eine die Hand hob, um auf ihn loszuschlagen. Der Soldat zog sein Seitengewehr und versetzte dem Manne, dem 37 Jahre alten Ambrosius Schepper, einen Schlag über den Kopf, sodaß Sch. zusammenbrach. Ter andere, em Bruder des Getroffenen, versetzte dem Soldaten darauf einen Stich in den H§ls. Darauf schlug Michel diesen Gegner ebenjalls mit dem Säbel zu Boden. Inzwischen hatte sich der zuerst Getroffen- wieder aufgerafft, griff den Soldaten von neuem an und wurde wieder mit dem Säbel geschlagen. Wie es sich herausstellte, ist beiden Brüdern Schepper die Schädeldecke gespalten. Der eine hat mehrere, 10 Zentimeter lange Wunden. Beide sind bewußtlos nach dem städtischen Krankenhause gebracht worden. — In einem Hinterhause der' Kaiserhofstraße stürzte am Samstag abend eine junge^ Frau vom Fenster des ersten Stockes in den Hof. Sie hatte Wäsche aushängen wollen und dabei das Uebergewicht bekommen. Außer einigen Knochenbrüchen hat sie innere Verletzungen erlitten, sodaß chr Zustand bedenklich ist. Vermischtes. * Köln, 22. Aug. Infolge des unaufhaltsamen Regenwetters wird vom Oberrhein ein starkes Steigen des Wassers, von einzelnen Stationen über einen Meter, gemeldet. Es entwickelt sich daher ein recht starker Schiffsverkehr zur Füllung der oberrheinischen Kohlenlager. Die Kohlenverladungen sind derart lebhaft, daß gegenwärtig in den Ruhrhäfen Tag und Nacht gearbeitet wiad. Die Rheinhöhe beträgt heute 3,10 Meter, der gestrige Stand war 2,80 Meter. * Paris, 23. August. Ein heftiges Gewitter ging heute über dem Weichbilde der Stadt nieder, dem heftige Regengüsse folgten, welche Überschwemmungen der Straßen verursachten und den Verkehr hemmten. Im Hofe des Handelsministers gab infolge der Wassermenge das Erdreich nach und begrub zwei dort beschäftigte Arbeiter, welche später schwerverletzt zu Tage befördert wurden. • Krakau, 22. Aug. Die D efraudatron en nn Handwerker-Verein betragen 350 000 Kronen. Kaufmann Jarko, ein Schwager des Direktors Müller, wurde verhaftet. Universttäts-Nachrichten. — Die meisten Studenten auf deutschen Universitäten liefert im Verhältnis zur Einwohnerzahl seit Jahren das Groß- Herzogtum Hessen. Im Durchschnitt fommen am hunderttausend Bewohner des Deutschen Reiches 62,2 Studenten, denn unter den im heurigen Sommersemester an unsere,: Universitäten eingeschriebenen 37 813 Studenten waren 35 082 Angehörige deutscher Staaten. Bedeutend über diesen Turchschnittssatz von 62,2 erhoben sich Anhalt mit 72,4, Baden mit 74,1, Braunschweig mit 79,7. Hessen aber überragt auch diesmal wieder alle anderen Staaten weit mit 103 Studenten auf hunderttausend seiner Bewohner. Bayern ist dasjenige unter den größeren deutschen Ländern, von dessen Studenten die wenigsten außerhalb des eigenen Landes studieren, nämlich nur 12,6 Prozent, während für Preußen der entsprechende Prozentsatz 27,7, für Sachsen 25,2, sür Baden 30,7, für Württemberg 32,7, für Mecklenburg sogar 54,9 betrug. — Promotionen. Auf den reichsdeutschen Universitäten wurden nach dem amtlichen Verzeichnisse, das im „Reichsanz." veröffentlicht wird, im Winterhalbjahre 1902/03 6 31 medizinische Doktor-Promotionen vollzogen. Auf die einzelnen Universitäten verteilen sich die Zahlen der medizinischen Doktor-Promotionen sehr ungleich. Obenan stehl Leipzig mit 98 Promotionen; es folgt München mit 65. Gleich danach kommt Kiek mit 62 Promotionen. Erst an fünfter Stelle steht Berlin mit 45 Promolwnen. Es schließt sich an die im Verhältnis von Medizinern stark besuchte Universität Greifswald mit 41 Promotionen; weiter Straßburg mit 38, Bonn mit 33, Freiburg mit 29, Königsberg mit 28, Halle mit 26, Heidelberg mit 24, Rostock mit 20; zu vermerken sind noch Würzburg mit 19 Promotionen, Marburg mit 18, Tübingen mit 17, Jena mit 16, Breslau und Gießen mit je 15, Erlangen mit 14. Tie geringste Zahl der Promotionen <8) hatte die medizinische Fakultät in Göttingen. Unter den neuen Doktoren süid drei Frauen. Zwei wurden in Freiburg promoviert, die dritte erwarb den Doktortitel tu Halle. _____________________________________ GerichtssM. Mainz, 20. Aug. Daß sich ein Poste n vor Gewehr als Einbrecher versucht, ist gewiß ein seltener Fall. Der Unterofsizierschüler Albert Winter, Sohn eines Hauptkehrers im Kreise Diedenhofen, war am 16. Juli in Biebrich aus Kasernenwache gekommen und hatte nach Mitternacht dert Posten vor dem Gewehr bezogen. Da sah er, daß das Fenster in der Schneider- stilbe der Unterofsizierschule offen stand, lehnte sein Gewehr ans Schilderhaus, stieg mit Hilfe einer ausgehobenen Gartentür in die Stube und stahl daraus eine goldene Uhr, die er später in Wiesbaden versetzte. In der gleichen Nacht beging er noch einen zweiten Diebstahl. In einem unbewachten Augenblick steckte er den aus der Wachtstube hängenden Schlüssel zum Offtzierskasino ein, ging dann gegen 4 Uhr morgens hinaus und entwendete aus dem Kasino zwei Flaschen Bier und zwei Kistchen Zigarren. Als der Diebstahl entdeckt ivar, stellte sich heraus, daß Winter auch einmal in die Kantine nachts durch em offenes Fenster eingestiegen war und Zigarren, Seife und andere Sachen gestohlen hatte. Tas Kriegsgericht verurteilte ihn zu einer Gefängnisstrafe von insgesamt 14 Atonalen nebst dem Verlust der Kokarde. Eisenbahn Zeitung. Eine bemerkenswerte Anordniing hat der Eisenbahnminffter Budde getroffen. Auf seine Veranlassung sind die Zugschaffner cm- gewiesen worden, die von den Reisenden in den Abteilen zurück- gelassenen Zeitungen und Zeitschriften nicht mehr wie bisher üblich, als unbrauchbar zu behandeln und zum Kehricht zu werfen, sondern an den Zugeudstationen einzusammeln und dem Stationsvorsteher abzuliefern. Von den Vorstehern ist das herrenlose Gut zu sichten und in geeigneter Weife den Kranken- und Armenhäusern, Pflegeanstalten oder kurzerhand dem Gemeindevorstand zur weiteren Verfügung zu ürerweisen. Eingesanöl. (Für Form und Inhalt uin. mitet vwsec Rubrik stehenden Artikel, übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Sonntagsruhe im Haudelsgewerbe! Gießen, 24. August. Ta der Schreiber des „Eingesandt" vom 18. d. Alts, es für erfreulich erklärt, wenn wir die Frage der Schädigung der Manu- fakturwarenbrcmche durch Einführung des 1 Uhr-Ladenschlusses an Sonntagen treffend widerlegeii würden, halten wir es für unsere Pgicht, nachzuweisen, daß em „nennenswerter" Schaden für keinen Geschäftszweig, also auch nicht für die Manusakturwarenbranche, zu erwarum ist. Als die heute bestehende Sonntagsruhe laut Reichs- gefetz obligatorisch eingeführt wurde, sträubten sich ebenfalls die ManiNakluristen, m der schwarzen Voraussetzung, daß ihre Geschäfte über kurz oder lang durch den vermeintlichen Ausfall des Sonn- tagsgeschäfts dem Ruin anheimfallen würden. Seitdem nun aber im ganzen deutscheil Reiche die Bevölkerung weiß, daß an Sonntagen nur zu den bestimmten Stmiden die Geschäfte geöffnet sind, werden eben alle Einkäufe während dieser Zeit besorgt, und fein Geschäftsmann hat nachteilige Folgen von der obligatorischen Sonntagsruhe gehabt. Im Gegenteil, Prinzipale und Angestellte empfinden es segensreich, daß iljnen die Gesetzesbestimmungen diejenige Freiheit, zwar nur zum Teil, gewährt, welche andere Be^ rufsstände, z. B. die Arbeiter, längst gemeßen. — Was nun die Fruge des Herrn S. betrifft: „Wird die Landbevölkerung auch bet Einführung des 1 Uhr-Schlusses an Sonntagen ihre Einkäufe in den hiesigen Mamisakttirwarengejchäften fortsetzen" ? so beantworten wir sie auf Grund vor- und nachstehender Ausführungen strikte mit „Ja"! — Wir finden im deutschen Reiche eine ganze Reihe Städte, in welchen man die Verkaufszeit an Sonntagen auf zwei Stunden beschränkt hat; unter ihnen sind vornehmlich auch solche, welche hauptsächlich auf Landkimdschaft angewiesen sind, in^Hessen z. B. Darmstadt, Mainz und Langen. Was also in diesen Städten möglich ist, kann auch m Gießen emgefützrt iüerben. Tie Landleuke werden es ganz selbstverständlich finden, daß sie, wenn in Gießen die Geschäfte nur von 11 bis 1 Uhr geöffnet sind, eben nur zu dieser Zeit hier ihre gewohnten Einkäufe besorgen; denn sicher sucht die Landkundschaft ihre langjährig bewährten Eiiikaufsquellen in Gießen m gewohnter Weise wieder auf, und den Geschäftsleuten wird es eine angenehme Tatsache sein, das Geschäft statt m öier Stunden m zwei Stunden gemacht zu haben. Ortsgruppe Gießen des d e u t i et) n a t. Hand l.-G e h.-V erb, _____________ Der Vertrauensmann. Geschäfts - LMpWmgeu liefert billigst Srühl'sche Universitatr-Druckerei, Eichen, eo C or •< s cS -L2 r-r C c CD Cl> O H 3 O § CD g : 2 H • -4-4 O o CD*— ■>Cf ■'ZD 5 Jä .q c 2 «St O- — öQ c c^^g, 2 - g c 0 o c £ Jo & g - pä JO-CS 0 2 g'* CD^ a S3 A'SZ 2-^ g £ o c e CD,'-'>O GO A .E s js: S o ■£ -2° z _■$ 2 O ULD u a<- o 'S :C CDlV) e y £ g 2 « E w v a ä 5 c od — 0 H O u 'S o +1 T - 70 2} S 0 — 3 cd o C h» S H * J c-p -*-* -y., CD' 2 2 5 £ ■*■* o E S-t-. S g — QD o CD LD § n -* s Z CD kJ .E 3 ßä S CD c es 0, .2 g £ § ” "jz; m ^7 o •-—«-> S oft — c 'S .Y-; — — **-* CD -j —, — (Y) O yD c_i C o «soH c o* .5 2" o pD Ü Ä r C Q t— — CD o -T* ‘tr o « O O ^7 OO Ci r-, -V >-, . y 2 55 «LZ s n CDC— q gJO o- O - O ‘o 70 — g-.Z WC- w -'S „ c R S o " L 52 o «so § C O § — -O -C c ~ Ä 1— O O —< — TT — Cu — — o ’S 5 40^- -2 C S" sö- S <5< W w-5 c s m S X 0 <-> C A— ■ ■“ “t «st art ast ti) 6^ o « Ä g ’C Ä s es 5= v ca o 's 5 R «sL S -o O S CD C -o .0 cp » .. ö z-, «5? 60 S . c - p c tz o® = " F s c F <2^ ast -22 A —: S o x cd-° *rr cs ast « 2: jQ cd o:- ,2. “ S -C c_> ZZ 2 S 5 Z ~ g-5 g '^7—r -o ast ^2 ? ♦ Z. 'S WZ U Ä 1 . cm ” n «-> 0 o P cs _ UlkDch 6er staut ui ifs Kreises Gieße» Bestellungen auf das Adreßbuch zum Vorzugspreise von Mk. »W'.. „erben in unserer Geschäftsstelle und durch unsere Zeitungsträger entgegen genommen. — Wir weisen wiederholt darauf hin, daß unser ttreis-Adrchbuch das gesamte Adreffenmaterial der Stadt Gießen tmd der sämtlichen Landorte des Kreises in übersichtlicher und genauester Anordnung enthält. Verlag des Gieszener Anzeigers. Vrühl'sche Dvr-ckerei. I der* Heise xtsrüek h (am 27. August; 6388 g Dr. med. Hanau, Nordanlage 21. Z j Sprechstunden täglich 8—9 Uhr und wochentäglich 2—3 Uhr. fflH Qi ■ QU. UUUUf Gießen, Bahnhofstraße 63. Verreist ßis 15 September einschließlich. Sekwslm, Zahnarzt, W i g V g M 30 Mk. Belohnung Demjenigen, welcher mis den Dieb, der in den Nächten vorn 9. bis 12. August einen 28 Meter langen, 15 Zentimeter breiten, baumwollenen Treibriemen und einen 3 Meter langen, 4 Zerrtl- meter breiten Regulatorriemen aus unserem Maschinenhause bei Londorf entwendet hat, so namhaft macht, daß er zur gerichtlichen Bestrafung herangezogen werden kann. ' 6364 hessische Sfiemb^iiche, Bekanntmachung. Ich bringe hierrrrit zur allgemeinen Kenntnis, daß die Friedhöfe vom 16. August bis 15. Oktober von morgens 6 bis abends 8 Uhr geöffnet sind. Die Schließung des Friedhofes wird durch Läuten der Friedhofsglocke angezeigt. Bei Beginn des Läutens muß der Friedhof sofort verlassen werden. Eine Viertelstunde nach dem Läuten werden die Friedhofstore geschlossen. Gießen, den 20. August 1903. 6379 Der Oberbürgermeister. M e c u in. Bekanntmachung ta Hm- ui) MsWch j» WIbch. Eingetr. Genofsensch. mit unbeschr. Haftpflicht. Nach Beschluß der General-Versammlung vom 2. Juni 1903 wird hiermit den Interessenten zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß der Zinsfuß für Einlagen zu 3!/2 % und für Schuldner, sowie von Hypotheken, Schuldscheinen und Kauf- schillingen zu 41/* % mit Wirkung vom 1. Januar 1904 bei unserer Kasse festgesetzt worden ist. Kesselbach, den 24. August 1903. 6389 Stein, Direktor. es* Jsaegtipairone „.± vorzügliche Deckung bei sehr gutem Durchschlag, grogte Gleichmäßigkeit des Schusses, für jedes normale Gewehr verwendbar. Verkaufspreis: Mk. 9.— für Kal. 16 pro 100 Stück. Schwarzpulver, prima gasdichte Hülse, Mk 7.— für Kal. 16 pro 100 Stück. Gewehre usid Jsagdausrüs'iuBiigesi in großer Auswahl. 6258 KIBbänger, Leltersweg 19. äilt- uni Äinairetrlt, LWszirzelei Aug. tiaksiel jr., Gieße». «7« Ma,» ew Fabrikation. Bahnanschlüsse. Werke: Abeudstern. Gothaev Ziehung 2. September und folgende Tage. _ Höchstgerurnu: IS5000 Marli bar. Suje ä ‘/10 Alk. 3. , */£i Mk. 6.—, ; 2 Alk. 15.—. 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