Are Heutige Wummer umfaßt 14 Seite». Schnlstratze 7. Ndresie für Depeschen: «nzeiger Gieße«. Fernsprechanschluß Nr. 51. Nr. 172 »rschrtut rLgttch außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Gießener Kamilien» blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brüh l sschen Untvers^Buch- u. Stein» druckerei (Pietsch Erden- Redaktion. Expedition Zweites Blatt. 153. Jahrgang Samstag 25. Juli 1903 ® «r»«gspret», w monatlich7bVs.,viertel' GietzenerAilMger “ »enitaMigeiger * 3 Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis «ich« KN ,,..,, _________________________________________________________ zetgentetl: Pan» Beck. Gießen, den 21. Juli 1903. Betreffend: Ausführung des Gesetzes zum Schutze des Genfer NeutraLitätszeichens vom 22. März 1902. Das Großherzogliche Kreismnt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche unserer Auflage vom 13. Juni d. Js. (Kreisblatt Nr. 64) noch nicht entsprochen haben, werden an deren Erledigung erinnert. I. V.: Dr. Wagner. Bekanntmachung. Zur Verhütung der Verschleppung der Maul- und Klauenseuche wird die Abhaltung des auf den 29. Juli ds. Js. in Wetzlar anstehenden Viehmarktes an die Bedingungen geknüpft, welche durch meine den Markt in Wetzlar betreffende Bekanntmachung in Nr. 35 des Kreisblattes von 1903 veröffentlicht worden sind. Der Austrieb beginnt um 8 Uhr vormittags. Aus der Provinz Oberheffen des Großherzogtums Hessen darf mit Rücksicht auf die starke Verbreitung der Schmeine- seuche daselbst der Auftrieb von Schweinen nicht erfolgen. Wetzlar, den 22. Juli 1903. Der Landrat. Sekannlmachung. Bei einem Schweine des Oekonomen Preis dahier ist Rotlaufseuche festgestellt worden. Gehöftsperre ist angeordnet. Gießen, den 24. Juli 1903. Groß Herzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Krkanntmochullg. In der Zeit vom 18. bis 25. Juli 1903 wurden in hiesiger Stadt gefunden: Geld, 1 goldener Ring, 1 Damengürtel, 1 Kinder - Regenschirm und 1 Schraubenschlüssel; verloren: 1 goldenes Armband, 1 goldenes Kettchen, 2 silberne Ketten - Armbänder, 1 silbernes Halskettchen und 1 schwarzer Gürtel mit silberner Schnalle. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 25. Juli 1903. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Politische Tagesschau. Deutschland und England. Die „Nordd. Allg. Ztg." wird heute von manchem Politiker in die Hand genommen worden sein in der Erwartung, irgendwelche kritische Bemerkung über die gestern von uns mitgeteilte große Debatte im englischen Unterhaus zu finden, die sich bekanntlich hauptsächlich mit Deutschland beschäftigt hat. Es ist jedoch bei dem o'fft» ziösen Blatt noch nichts eingetroffen aus dem Auswärts- gen Amt. Nur werden in dem Bericht der Reden diejenigen Stellen durch den Druck hervorgehoben, toorüt eine freundlichere und gerechtere Auffassung über Deutschland zu Wort kommt, z. B die Aeußerung des Führers 'der Liberalen Campbell Bannermann über die Inkonsequenz der britr- schen Regierung in der Vertretung des Standpunktes der Kolonien. Vielleicht würde es zweckmäßig gewesen sein, daß mindestens Chamberlains den Sachverhalt vollkommen auf den Kopf stellenden Bemerkungen, als ob England durch sein entschlossenes Auftreten in den deutsch-kanadischen Zollstreit unserer Regierung zu einem beschämten Rückzug genötigt hätte, unverzüglich korrigiert worden wäre. Der Nimbus eines Triumphators kartn Staatsmännern vom Schlage Chamberlains nicht rasch genug genommen werden. Auch sonst setzte sich der Kolonialminister vielfach mit den Tatsachen in Widerspruch. Wir möchten vor der Täuschung warnen, daß die Verhandlungen Deutschlands mit der englischen Negierung ein baldiges Ergebnis versprechen. Bereits vor einigen Tagen konnten wir, gestützt ruf verläßliche Information, mitteilen, daß die Verhandlungen ziemlich auf demselben Fleck stehen geblieben sind, und daß die englische Regierung auf ihrer Auffassung von dem Kanada angetanenen „Unrecht" beharrt. Dies ist durch die Debatten im Unterhaus, insbesondere durch die Erklärung Chamberlains bestätigt worden. Chamberlain denkt offenbar garnicht daran, den Konflikt aus der Wett zu schaffen; es ist ihm zweifellos darum zu tun, ihn m der Schwebe zu lassen, um für seine bekannten Zoll- vercinspläne die Erregung von Mißstimmung gegen Deutschland als Zugmittel zu benutzen. Nach einem Telegramm der „Voss. Ztg." aus London besprechen die dortigen Morgenblätter die Unterhausdebatte zumeist vom Standpunkte der englischen Regierung. Die ,Times" schreiben: Wir wollen auf gutem Fuß mit jedermann, Deutschland inbegriffen, leben, aber wir stellen unsere Beziehungen zu unseren Kolonien vor Misere Beziehungen mit irgend jemand anders. Wir sind entschlossen, «llem ein Ende zu setzen, was die Entwickelung unserer chnngen zu unfern Kolonien in dem Sinne, den sie wir wünschen, verhindert, und zwar sofort. Je eher ftemde Länder zur Einsicht gelangen, daß wir diese Frage als häusliche Angelegenheit betrachten, mit der fie nichts zu tun haben, desto Katter werden unsere ^Unterhandlungen über Handelsverträge mit ihnen verlaufen. Standard" äußert sich ähnlich, „Daily New" dagegen meinen, Repressalien gegen Deutschland würden mehr als töricht sein. Deutsches Keich. Berlin, 24. Juli. Wie ein Telegramm aus Kiel berichtet, hat ter Kaiser die Aktivierung der Reserve-Division der Ostsee die Jndienst- stelluug der Küstenpanzer Hagen und Heimdall für den 30. Juli befohlen. — Aus Anlaß der in den letzten Tagen verbreiteten Attentatsmeldungen sind seitens der Berliner Behörden die geeigneten Erhebungen und Ermittelungen vorgenommen worden. Das Resultat derselben ist, daß die Gerüchte von einem geplanten Attentat gegen den Kaiser nicht ernst zu nehmen sind. — Der Kronprinz wird am 23. August in Oels eintreffen und im dortigen Schlosse Wohnung nehmen. Sein Aufenthalt daselbst ist auf ca. 8 Tage vorgesehen, während welcher Zeit der Kronprinz an Hochwildjagden teilzunehmen gedenkt. — Das p reu ß. Staatsministerium trat heute zu einer Sitzung zusammen, in der u. a. über die bedauernswerten Schädigungen beraten wurde, welche die Provinz Schlesien neuerdings durch Hochwasser erlitten hat. Das Staatsministerium war einstimmig der Ansicht, daß bei dem Umfange des Schadens der Staat mit außerordentlichen Mitteln zu Hilfe zu kommen habe, sofern, wie leider zu erwarten, die Höhe des Schadenbetrags die Kräfte der Provinz übersteigt. Für die erforderlichen Maßnahmen sind die nötigen Staatsmittel ungesäumt zur Verfügung gestellt. — Wie aus H amburg telegraphiert wird, hat die hamburgische Zollbehörde im Auftrage des Senats neue, den Beschlüssen der Brüsseler Kommission angepaßte Zollbestimmungen zur Feststellung der Identität ausländischen, in das Freihasengebiet eingeführten und für das Zollauslarrd bestimmten Zuckers aus gearbeitet. — Mit dem 15. Juni ist in S a m o a die R e i ch s m a r k - rechnung zur ausschließlichen Einführung gelangt. — Der Hauptvorstand des Vaterländischen F rauenverein sin Berlin hat auf Antrag des Provinzialvorstandes in Breslau die erste außerordentliche Beihilfe für die durch das Hochwasser Beschädigten nach Oppeln mit 4000 Mk. und nach Landeck mit 600 Mk. entsandt. Köln, 24. Juli. Die Enthüllung der Denkmäler für K a i s e r Friedrich und Kaiserin Augusta findet am 1. Oktober statt. Als Vertreter des Kaisers wird Kronprinz Wilhelm derselben beiwohnen. Für diesen Tag sind großartige Festlichkeiten vorgesehen. Oels, 24. Juli. Dem Assessor Freund, dem Sohne des Breslauer Stadtverordneterrvorstehers Geh. Justizrat Freund, der wegen der ihm von einem „Juristen- tisch" zuteil gewordenen Behandlung — man hatte ihm, wie wir meldeten, bedeutet, daß Juden an diesem Tische nicht gern gesehen würden — Beschwerde erhoben hat, ist jetzt eine Antwort zugegangen. Er war um seine Versetzung eingekommen, der Justizminister hat jedoch das Gesuch abschlägig beschieden, da das Vorkommnis keinen Grund dazu abgebe. Parlamentarisches. Im Reichstagswahlkreise Dessau, der bekanntlich durch Rösickes Tod seinen Vertreter verloren hat, wird jetzt für den nationalliberalen Bassermann von antisozialistischer Seite, gegen Dr. Barth von der Freisinnigen Vereinigung, Stimmung gemacht. Heer mrd Flotte. — Militärdien st nachrichten. Wernher, Wilhelm, Lt. im 1. Großh. Hess. Jnf.-(Leibgarde-)Regiment Nr. 115, zum Oberleutuant befördert. Biermann, Oberlt. im Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, mit der Aussicht auf Anstellung im Zioildienst der Abschied mit der gesetzlichen Pension bewilligt; zugleich ist derselbe bei den Offizieren der Landwehr-Infanterie 1. Aufgebots angestellt. Peytsch, Major z. D. und Bezirksoffizier beim Landwehrbezirk Friedberg, mit der Aussicht auf Anstellung im Zivildienst und der Erlaubnis zum Tragen der Uniform des Jnf.-Leib-Regts. Großherzogin (3. Großh. Hess.) Nr. 117, der Abschied mit Pension bewilligt. Tarnogrocki, Major z. D., zuletzt Bezirksofftzier beim Landwehrbezirk Stockach, die Erlaubnis zum Tragen der Uniform des Jnf.- Regts. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, erteilt. Dr, Schrade, Stabs- und Bats.-Arzt des 3. Bats. Ins.« Regts. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, unter Beförderung zum Oberstabsarzt zum Regimentsarzt beim 1. Westpreuß. Fußartillerie-Regiment Nr. 11, Dr. Friedrichs , Oberarzt bei der Unteroff.-Vorschule in Neubreisach, unter Bef. zum Stabsarzt zum Bats.-Arzt des 3. Bats. Jns.-Regts. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116 — ernannt. Die Oberstabs- und Regts.-Aevzte Dr. Braune des 1. Großh. Hess. Drag.-Regts. (Garde-Drag.-Regts.) 9!r. 23, als Garn.-Arzt nach Breslau, Dr. Wilberg, des Feldart.-Regts. Nr. 72, Hochmeister, zum 1. Großh. Hess. Drag.-Regt. (Garde-Drag.-Regt.) Nr. 23 versetzt. Der Oberarzt der Landw. 1. Aufgebots Dr. Lüsebrink (Gießen) zum Stabsarzt, die Assistenzärzte der Res. Dr. Dauern- heim (I Darmstadt), Dr. Weiß (Gießen), Dr. Brandes (Worms), Dr. Puppel (Mainz) zu Oberärzten, der Unter- arzt der Res. Dr. Wetz (Gießen) zum Assistenzarzt befördert. Ausland. London, 24. Juli. Das Unterhaus nahm mit 154 gegen 53 Stimmen die zweite Lesung der Vorlage betreffend Bewilligung von fünf Millionen Pfund zur Herstellung verschiedener militärischer Bauten an. Brüssel, 24. Juli. Dem „Soir" zuftlge sind heute die gerichtlichen Aufforderungen zur Regulierung des Nachlasses der verstorbenen Königin Henriette seitens der Gläubiger der Prinzessin Luise von Coburg cm den König, an den Prinzen von Coburg, Prinzessin Clementine und Graf und Gräfin Lonyay versandt worden. Bern, 24. Juli. Gemäß dem Wunsche der Haager Friedenskonferenz lud der Bundesrat die Signatarmächte der Genfer Konvention zur Besserung des Loses verwundeter Soldaten zur Beschickung der am 14. September 1903 in Genf abzuhaltenden Konferenz behufs Revision der Genfer Konvention ein. Da bis jetzt eine zustimmende Antwort aller beteiligten Staaten nicht ein getroffen ist, beschloß der Bundesrat, die Konferenz auf unbestimmte Zeit zu verschieben und den in Betracht kommenden Regierungen hiervon Kenntnis zu geben. Wien, 24. Juli. Der hiesige diplomatische Agent Bulgariens erklärt zu den Gerüchten aus Belgrad Folgendes: Tas von der „Stampa" verbreitete E^rücht trägt den Stempel wohlberechneter Tendenz. Ter Zweck der Erfindung sei ganz klar: der Fürst und Bulgarien sollen kompromittiert werden. Die Nachricht gehe von jenen serbischen Meisen aus, die mit der Opposition in Bulgarien Fühlung haben. Fürst Ferdinand begebe sich wie alljährlich nach Coburg. Bukarest, 24. Juli. Die geschiedene Großherzogin Viktoria Melitta, eine Schwester der Kronprinzessin von Rumänien, ist zum Besuch der Kronprinzessin tn Sinara, der Sommerresidenz unserer Königsfamilie cmgetroffen, nebst chrer Tochter Prinzeß Elisabeth von Hessen. Kronprinzessin Marie erwartet in einigen Wochen ihre Niederkunft. Aus Stadt und Kand. Gießen, 25. Juli 1908. L. ll. Se. Königl. Hoheit den Großherzog haben geruht, dem ordentlichen Professor in der juristischen Fakultät Dr. KarlFriedrichHeimburger aus Anlaß seiner Entlassung ans dem Staatsdienst die Krone zum Ritterkreuz 1. Kl. des Verdienstordens Philipps des Großmütigen zu verleihen. * * Personalien. S. K H. der Großherzog haben dem Kanzlisten 1. Klasse in der Hess.-Preuß. Gisenbahn- gemeinschaft, August Dister zu Mainz, den Titel als Kanzleisekretär verliehen. * * Die Gießener Friedhofsangelegenheit wird auch die evangelische Landesshnode beschäftigen. 'Wie das „Evang. Sonntagsblatt" erfährt, ist wegen dieser Angelegenheit eine Interpellation bei dem Präsidenten der Landessynode eingereicht. * * Silberne Ho chzeit feierten gestern Tapezierer Georg Vogel und Frau, geb. Lang. ^ErnstChalliersgroßerChorkatalog,ein alphabetisch geordnetes Verzeichnis sämtlicher gemischter Chöre mit und ohne Begleitung, ist soeben im Selbstverläge des Verfassers erschienen. * * M ilitärkonzert. Nächsten Montag abend findet, wie aus dem Inseratenteil hervorgeht, im Neuen Saalbau ein Konzert der Kapelle des 1. Hann. Dragoner-Regiments statt. Die Kapelle soll sich eines vorzüglichen Rufes erfreuen. * * Beim Sommerfest des Gesangvereins „Harmonik morgen, Sonntag, auf der Liebig^he, sollen bei eintretender Dunkelheit die Anlagen festlich beleuchtet werden. * *Die Preise für Amateurfahrer des morgen stattfindenden Radrennens sind im Schaufenster des Herrn Blödner, Seltersweg, ausgestellt mid bestehen aus drei silbernen Trinkbechern und zwei Schalen. Die Berufs- ährer erhalten bekaniitlich nur die Geldpreise. * * Un tersuchung aus den Geisteszustand. Ter Schuhmacher Tebus, der seinerzeit wegen Braud- tistung vor Gericht stand, war zur Untersuchung seines Geisteszustaildes einer Anstalt überiviesen worden. Das Resultat ist uns heute mitgeleilt worden. Aus dem Gutachten geht hervor, daß Debus an nervöser Reizbarst und geistiger Schwache mäßigen Grades infolge von Hydro- cephalie (Wasserkopf) leidet. Ein die Strafbarkeit aus- chließender Zustand lag nicht vor. — 'Wie wir hören, wird Tebus im August d. I. erneut ab geurteilt werden und zwar wegen Beleidigung. * * Submissionsergebnis. Die Submission bett. Uebernahme der Weißbinderarbeiten zu einem Ueberwinterungshause im hiesigen Botanischeii Garten, die am Donnerstag stattfand, hat folgende Offerten gezeitigr: PH. Hohmeyer Wwe.: 473,28 Mk., Balthasar Pütz: 539, <9 Mark, Karl Nicolaus: 614,85 Ml.. Laucht und Klippel: 620,28 Mark, G. Nauheimer: 6.-0,99 Mr., G. Belitz: 681,41 Mk., L. Petri: 707,49 MU, Schäfer und Größer: 713,40 Mk., Georg Wagner IV.: 719,66 Mi., W. Euler: 747,77 Mk., W. Seipp: 764,72 Mk., Eugen Groß: 799,48 Ml., PH. Schäfer und Karl Neuling: 856,94 Mr., Ed. Kohlermann: 2232,20 Mk. Vermischtes. Gerichlssaal. Zandwirtschaft. -- Zum Fall Wolff-Offenbach. Von dem früheren Beigeordneten Wolff in Offenbach a. M. erhält der „Mainzer Anzeigers eine Zuschrift, in der Herr Wolff im wesentlichen ausführt, daß er Prof. Laband in Straßburg um eine gutachtliche Aeußerung über die Ausführungen des gegen ihn ergangenen Urteils gebeten habe. Professor Laband habe ihm nun geschrieben: „Hiernach scheint in der Tat seitens des Verwaltungsgerichtshofes ein Mißverständnis vorzuliegen. Ich habe in meinem 100 Verurteilten die Exekution vollzogen. Die Hungersnot war eine so große, daß die Bevölkerung sofort nach Vollzug der Exekutwn auf die noch warmen Lerchen stürzte, sie zerschnitt, briet und verzehrte. Zeitweilig kam es vor, daß die Henker selbst sich der Leichen bemächtigten, sie davontrugen und das Menschenfleisch an die Bevölkerung ' Lond on, 24. Juli. Heute früh ist der Chemiker Baron von Busch auf der Fahrt nach Glasgow m der Nähe von Northhampton aus dem Eisenbahnwagen gefallen, wurde überfahren und getötet. * Eine schreckliche Hungersnot wütete in der Provinz Kuang-Si in China. Zahlreiche Eingeborene haben sich als Sklaven verkauft, um dem Hungertodc zu^ent- . In Wutschang ist infolgedessen ein regelrechter Sklavenmarkt entstanden. Auf diesem Markte werden auch viele Kinder beiderlei Geschlechts verkailst. In Suai-Pmg sind einen wegen Betrugs steckbrieflich verfolgten Journalisten I aus Frankfurt vermutet. — Wegen grausamer Mißhandlung ihres Kindes hat vor kurzer Zeit die l iesiae Straftattimer eine Frau aus Kostheim zu drei Mo naten Gefängnis verurteilt. Sonderbarerweise ließ man der ftrau das Kind, die es in der Zwischenzeit derart brutal | rrftfua daß von neuem Anzeige erftattet worden ist. Jehl 'rft bat man ihr das bedauernswerte Geschöpf ab genommen und bei anderen Leuten in Pflege gegeben. (M. Tgbl.) Frankfurt a. M, 24. Juli. Als heute morgen zwei Dachdecker auf dem Dache eines Schuppens der Henrich? schen Brauerei auf der Zeil Reparaturen vornehmen wollten, brach das Dach plötzlich durch und der 2d Jahre alte Dachdecker Preist stürzte in einer Höhe von acht Nietern ab. Er erlitt eine schwere Gehirnerschütterung und wurde bewußtlos ins Bürgerhospital gebracht. Fulda, 24. Juli. Zu einer brutalen Roheit ließen sich etwa 25 ledige und verheiratete Bauern zu Lßitter (Rhön) gegen eine aus Poppenhausen zugezogene Schneiderfamilie hinreißen. Die Einheimischen drailgen in das Haus, schlugen dem Mann den Schädel ein, und rZ-rau und Tochter so, daß sie Arm-und Beinbrüche erlitten und schwerlich mit dem Leben davonlvmmen werden. Dann drehten die Wüteriche der Ziege den Hals um unb_ stachen ein Schwein ab. Vier der Rädelsführer sind verhaftet und sitzen verwahrt im Amtsgerichtsgefängnis zu Weyhers. △ Gießen, 25.Juli. In der gestrigen Sitzung der Straf» kam in er unter Borsitz des LandgerichtSrals Dr. Schäfer tarnen vier Offizialsachen und eine Prwalklagesache zur Verhandlung. — Dem Dien ft m ä d ch e n sJ)l. I. wurde zur Last gelegt, etwa fett Herbst 1902 zum Nachteile des Professor Dr. O. in Gießen m dessen Wohnung aus einer verschlossenen Büffetfchublade Geldsummen im Gesamtbeträge von etwa 200 M k. weggenommen zu haben, -bie Angeklagte gestand die ihr zur Last gelegte Tat teilweise em. Zur Beweisaufnahme war Medtzinalrat Dr. Haberkorn als ^achver- ständtger geladen, um em Gutachten darüber abzugeben, ob das Mädchen als geistig normal bezeichnet werden könne; bereits im vorbereitenden Verfahren waren Erhebungen in diefer Richtung angestellt worden. Sie benutzte zur Eröffnung der Geldschublade den Schlüssel, der zum Schlosse des Büffelschränkchens bestimmt HU Durch Zeugen wurde festgestellt, daß die Angeklagte in ihi'em siebenten Lebensjahre einmal derart auf den Hintertopf gefallen ivar, daß sie tagelang in bewußtlosem Zustande dalag; von dieser Zeu an bis zum 13. Lebensjahre hat das Mädchen an häufigen, heftigen Kopfschmerzen gelitten. Bon da an find diese krankhaften Erscheinungen weggefallen. Nach dent ausführlichen Gutachten des AledizmalratS Dr. Haberkorn könnten die seslgeftellten Tatsachen die Annahme geistiger Anormalitäten nicht rechtfertigen. Der Sachverständige urteilte, daß das Mädchen volle Einficht m die Strafbarkeit ihrer Handlungen gehabt haben müsse. Die Kammer billigte der Angeklagten mildernde Umstände zu und verurteilte sie Tochter), 800 000 Mark der älteste Sohn des Millionärs 200 000 Mart der jüngste, 1 Million Mark die geschiedene Frau re. Rach allen Abzügen bleiben für hen Millionär selbst und seine Frau „nur" 600 000 Marl pro Jahr. Die zweite ft-rau Baudcrbilt will das alles gründlich andern, denn es lohnt sich ja gar nicht, einen Millionär geheiratet zu haben, wenn man nur so wenig Geld zur Verfügung hat! Kunst und Wissen schuft. Stuttgart, 24. Juli. Sanitätsrat Steudel. der Adoptivsohn Uhlands, ein bekannter Arzt und Naturforscher, ist, 74 Jahre alt, g e ft o r b c n. Straßburg, 24. Juli. Im Gebäude des Land es ausschuss es wurde heute die zweite internationale seismologische Konferenz eröffnet. Der Zweck der Konferenz ist die Gründung einer Beremigung unter den für die Erdbebenforschung interessierten Staaten. Der Eröffnungssitzung wohnten der kaiserliche Statthalter, Fürst zu Hohenlohe-Langenburg, Staatssekretär v. Köller, und die Vertreter der Reichs-, Staats- rind stälischen Behörden bet. Der Stathalter, der das Protektorat übernommen Hal, bewillkommnete die Erschienenen im Namen des Reichs. Proi. Lewitzky-Torpat und Prof. Palazzo-Rom sprachtn dem Statthalter den Dank der Versammlung aus. Prof. Palazzo wies darauf hin, daß es Deutschlands Verdienst sei, wenn die Ber- einigulig zustande komme. Schließlich berichtete der Direktor der kaiserlichen Hauptstation für Erdbebenforschung m Straßburg, Prof. Gerland, über die Ergebnisse der Station seu der ersten seismologischen Konferenz im Jahre 190L — DaS Promenadenkonzert fällt morgen aus. . ** Promenade nach dem Schiffender^ Die lästige "Pfahlsperre des Promenadenweges nach dem Schiff en - berg ist glücklich seit einigen Wochen entfernt, dagegen ist ourch kleine Warnungstafeln das Befahren des D>eges auch mit Kinderwagen sowie von Radfahrern bei Strafe verboten. Indem es einesteils erfreulich ist, daß die zahl- reick)en Spaziergänger den schönen Waldweg wieder benutzen tonnen, ist es andererseits dringend zu wünschen, daß das Berdor der Forstbchörde, den Weg nicht zu bc'ahren, streng befolgt wird. Ebenso sollte man jeden Retter, der dre Wege des Lerschöncrungsvercins benutzt, sich merken und zur Anzeige bringen. In letzter Zett wird nämlich von icnem Verein wieder lebhaft beklagt, daß der Promenaden- weg am alten Stembacherweg unzulässig von Reitern Herz zuckt zwar%W« Diszipliuaroerfahren steht der Einwand der res Näs so meine Gewohnheit ist. Ich sehe nun, daß bte judicata entgegen zc.« Nach diesem Gutachten Labands er- -"2: V- T'V- Z—1V2 jahnge Dlsziplmarvcrfahren und von^ihren^ Freier n?"seitw är'ts wendet, tocif sie vielleicht I Verurteilung zu Dienstentlassung als rechtsirrtümlich und wa ö _ mein Fkuerchen nichi bemerkt hat. So verschwand allmäh-^^^^^^ erfolgt infolge einer mißverstandenen staatsrechtlichen erschienen nun an dem Haus, in dem der Mann wohnte, lich dieser höllische Brautzug mir aus den Augen, ich atme ^goorie Prof. Labands. Die durch das Urteil geschaffene Sach- zwei Gendarmen und der Polizeidiener, und besetzten bie tief aus, verharre noch eine halbe Stunde in meiner Stell- lvur^e h^reits in Landtagskreisen erörtert Ausgänge, um die Verhaftung des Mannes vorzunehmen. I ung, goß daun das kochende Wasser aus dem Kesselchen y — Die vermuteten in ihm einen steckbrieflich versolgten ehe-! und entfernte mich schleunigst. maligen Bürgermeister, der noch eine Zuchthausstrafe in I * T as Bud get etnes Millionärs. William Bruchsal zu verbüßen hat. Der 5)Jlann war jedoch ab gereist Kiss am Band erb ilt hat sich, nachdem er sich von feiner und ist auch nicht wieder zurückgetehrt. Seine angebliche ersten Gattin hat scheiden lassen, zum zweitenmale vertrau wurde von den Genoarmen einem Verhör unterzogen, I heiratet, und feine neue Frau ist mit der Art, wie sein das jedoch ebenfalls zu keinem Ergebnis führte. Inzwischen Budget geregelt ist, nicht zufrieden. Herr^Vanderbilt besitzt ist nun auch sie aus Gonsenheim verschwunden, nachdem sie 200 Millionen Mark, d. h. 8 Millionelt Jahreserniommen. ■ uDor ihr Gepaa bahnhoflagernd Frankfurt aufgegeben Davon sind 400000Mk. zur Erhaltung seines ^au;es in 9cew- hatte. Es werden jetzt alle möglichen Gerüchte taut, Mc kort und feines Landhauses angewiesen; 1200 00ib Mari - ch natürlich auf ihre Wahrheit nicht näher prüfen lassen, verschlingt seine Jacht, 400 000 Mk. fein Stall, 1600 UOO. UUI,U/ .... ~ h» ist, daß Die B^yorde in dem Verschwundenen auch I Mart erhalt die Herzogin von Marlborough t.VanoerbiltS^ großem stützen, ganz befonders auch für den m der vettern ängstigten Bewohner zu beunruhigen. ' ' i Mein Gewchr hatte ich an den Baum gelehnt. Wie ich M a i n z, 24. Juli. Eine rätselhafte Geschichte umherblicke, sehe ich plötzlich etwa fünfhundert Oange vor gibt schon seit Wock)en den Bewohnern Gonsenheims Stoff mir eine Tigerin, die zu Tale zieht, wahrend ihr zu allen möglichen Erörterungen. Seit einem Jahr, und männliche'Tiger wie Kavaliere folgen, von denen bald der wie gleich bemerkt sei, unangemeldet, wohnte in einem eine, bald der andere bei der Schonen zudringlich wiro, Haus der Kaiserstraße in Gonsenheim ein Paar, das sich um von letzterer durch Fauchen und nicht mitzzuverftetzen^ fur verheiratet ausgab, und ein Kind von etwa zwei Abwinken mit dem Kopfe zurückgewiesen zu werden, jju Jahren bei sich hatte. Der Mann, der von sich behauptete, einem Worte: ich war ungeladen auf eine X, 1 aer l) oay*. 1 , -. em ^isiivlinarverfabren und ein fchungsreisen mit einer Gelehrtengesellschaft im Urwald, und ich sagte mir: „Es ist schlimm, £emta, das wird was und der Gnmdsatz ne bis in idem hier ferne Zuwendung Seinen Aufenthalt in Gonsenheim erklärte er damit, daß Böses setzen." Dennoch griff ich nach meinem Gewehr,^fchden kann . . . Dagegen habe ich nicht behauptet, daß em ihm die Verwertung einer neu erfundenen Setzmaschine I naym in die linke Hand sieben Patronen und dachte, am Beamter ivegen desselben Tatbeftandes mehrmals disziplinarisch übertragen worden sei und er erließ auch tatsächlich I Ende kann ich ihrer zwei oder drei strecken, bevor sie mtd) I werden kann. Das Disziplinarurteil ist der Rechts- in mehreren Zeitungen Inserate, durch die er einen Kapi- zerreißen. Und bei diesem Gedanken fühlte ich so etwas und zwar gleichviel, ob es im förmlichen kontra- taliften suchte. Wir können hierzu bemerken, daß diese von ft-urdjt oder Grauen. Ich spannte mein Gewehr und ^'chcn Vorfahren oder im formlosen ergangen ist. Mit Inserate bte Aufmerksamkeit der Polizei auf ihn lenkten stellte nüch hrnter den iöauui, wo Mj flerabe äutn Muck rechtskräftigen Urteil tft die Sache abgeschlossen und einem und M setner gehetmen Ueberwachung «eranlassung gaben, ein Aestchen tn rtchttger Hohe zum Auflegen Vorlands Da» kttortonrnJtohrrn fteM der Einwand der res Eine Gelegenheit zum Einschreiten wurde jedoch vorlöuftg S5er?i ^uckt zwar in Mir, nicht gesunden. Es fiel ferner auf, daß das Paar mit dem , , , . - . r Kinde in einer Mansarde wohnte, obgleich die Frau einen! Tigerin den Talgrund erreicht hat und sich jetzt, gefolgt scheine das ganze Tausendmarkschein stets mit sich herum trug und überhaupt! von ihren Freiern, seitwärts wendet, weil sie vielleicht | Verurteilung zu sehr elegant gekleidet war. An einem der letzten Abenoe l: △ Aus der We11erau, 25. Juli. Die nun seit über d Tagen uiedergehendeir Regengüsse beginnen bereits für du in Angriff genommene Ernte nachteilig zu werden. Tie Wrnlersrucht bringt inbezug mit Stroh und Körner recht günstige Erträge, während die äoinrnersrucht sehr kurz geblieben i|l. Die F r u l) - l'artofseln werden bereits eingeerntet, das trockene Frühjahr hat die Evlräge ungünstig beeinflußt. Für die Spättartoffeln, Gemüse Dickwurz uud Futterpflanzen i|t das Regcmvetter von verkauften. * Ein Baby als lobe-Srotter'. Der jüngste ,®(obc.2rotter« d« Welt ift jedenfalls der Sohn bcS fran-.^mön^n" unb in die Kosten des zo,stchen Beamten Phst'ppe de Vllmoinn. Er ^ fetzt st yerja( 5, 2 Btt einer Firma F. zu Friedberg war em n a ch, wenige Wochen alt und trotzdem hat das Baby bereits q e m a d) t e § 3 n> ei m art ft üd eingezahlt und angehalien Rußland, Deutschland und Frankreich ivorden. Ter Oberstaatsanwalt beantragte aus Vernichtung der Er ift im Reiche des Mikado geboren, wohin nachgemachten Münze zu erkennen. 0s wurde dahmgehen- M ' > X - 11..^.। — Der Maurer Pl). R. aus -i. war vom ** Gärtnerei. Einen schönen Erfolg hat der Kun stund Handcl^gärtner Karl Becker erzielt, indem er auf einem Teich ganz in der Nähe der Gailschen Dampfziegelei im vergangenen Jahre exotische Wasserrosen aussetzte. Infolge des Zuströmens des warmen Wassers in jenen Teich^aus Kesjetanlagen des Werkes gediehen die au» Mexiw, Sansibar re. stammenden Gewächse auch während der lauen Jahreszeit ganz prächtig, und der Vorübergehende kann jetzt die farbenprächtigen Blüten, welche jedermann ausfallen, bewundern. •• Herr Falb verheißt für die Zeit vom gestrigen Tage ab einen kritischen Termin erster Ordnung, der natürlich ohne alles „Kritische" vorübergegangen ist, zunehmende Niederschläge, die sogar ein ziemlich hohes Maximum erreichen sollen. Da der Barometer steigt, ist wohl, wie, gewöhnlich, das Gegenteil anzunehmen. Am ge|trigen kritischen Termin sollte nach seinem „Wetjerkalender" die Temperatur hoch über der normalen gestanden und zahlreiche Gewitter gebracht haben. Bisher liegen aus keinem Teile der Erde Gewitternachrichten vor, und bei uns war es bekanntlich gestern rech: merklich kühl. Vom 26. bis 31. d Mts. sollen dann die Regen abnehmen und die Gewitter selten werden.'venm Gehe also in dieser Zeit ja niemand ohne Regenschirm au§! 1fu Zeit nicht weniger als 1500 Häftlinge zum Vom 1. b,s 10. August Pr-Ph°r-Ü °lsd°nn der -h-mal.gc ^°^rurt°ilt worden? es wurde zu gleicher Zett an je katholische Priester und Handelsschullehrer, „ piofisjor genannte Herr große Trockenhett und große Wärme. Vom 11. bis 15. August soll es dann kühler werden. Es wird sich also empfehlen, zu dem Regenschirm noch die Gamaschen hervorzusuchen. Vom 16. bis 27. August nehmen nach Herrn Falb die Niederschläge zu, und voni 22. bis 31. August soll das Gegenteil davon etntreten. Also wird wohl das Ende des August recht regnensch werden. Oder soll man sich nicht einmal mehr auf das Gegenteil von den Prophezeiungen des vrosefsionellen Wettermachers verlassen können? p. Wies eck, 25. Juli. (Eigener Drahtberjcht.) Ein von Gießen tommenber Automobilwagen fuhr auf bet Marburgerstraße am Neubau Dorfeld in eine Herde Japan Schafe. Er überfuhr einen Hund und tötete ein Schaf, durchreist. . 7 prlnfi - Der Automobilist fuhr in raschem Tempo weiter, ohne sich sich fein Vater und seine Mutter begeben hatten, nachdem "neu e . Unterschlagung zu einer Gefängnis- werter um das angerichtete Unhell zu bekümmern. her erstere einen wichtigen Auftrag von seiner Regierung fllr < verurteilt worden. Es war ihnt zur Last gelegt rootbeit, X Lich, 24. Juli. In Ettingshausen kam ein Ausstellung von Hanoi erledigt hatte. In den Armen cr am 19. März 1903 zu T. einen ihm von der Firma Scheidbreijähriges Mädchen mir der rechten Hand in die - mDQnifchen Amme bat er die zwanzigtägige Reise auf Hauer u. Giessina m Diiisburg versehentlich zugesandten Geldbries .ÄäÄg.«i U~ •Strstlte» •&*» BSSS 8R8SÄ warm. Lader wurden ins zum 23. ^lt oon^r Zulage ausgestellten Äehauptunaen begründet seien. Trotzdem 1 ‘ S. Werrerf'eld, 24. Juli. Das Plötzlich von hier ' Erlebnis ein es ^igerjägerS.ans"olgend^.- Be^ündung: Eine ttnÄchiagung "onne"nach^d°em oerfchwunden gewesene 20jährige Mädchen ist aller- Leoparden, Baren ,ulw. leben unter gewöhnlichen Umstanven K Reichsslraigesetzbuchs nur an sr em der Sache verübt dinas vom Acker weggelaufen und hat die Hacke liegen allein, da >re stch starr genug suhlen, aus etgene^-aust tyren ^^^ Eine solche liege aber hier gar nicht vor. Dadurch, daß lassen Es ist vom Acker in ein benachbartes Dorf gegangen Lebensunterhalt zu erwerben und dem Gruudiatzr huldigen, giima Schcidhaucr u. Giesfing in Duisburg das Geld mit dem und am andern Tag heimgekehrt und befindet sich bereits der Starke ift am mächtigsten allem Eure ÄuSnayme Wg^n der Eigentumsübertragung an M uberfandt habe und ieir dem 14 ^uli fiter Die Sache ist von einem Bericht- pflegt aber auch bei diesen Treten Eott Amor zu beroirten, hnbem dieser dann das Geld mit dem Lillen, Eigen um zu er- Jssws » ä ft euer aus, das die Schulschmme einäscherte. Bürger^ hervor rüst, liegt auf der Hand. Martemon erzählt^ von cchuwe dem R .noch Geld, em Jn-tum in der Person hingegen meister ftreimann, dem bei dem ersten Brande sämllick)es einem solchen Vorkommnis, bei dem es sich um vier ^ö^r nicht vor. — In der Privatklagesache der Fr. Sch. Ehefrau Heu verbrarmt ist, hatte fünf WSbdi £JSw%3«i*®K'e!«Ä' iS ™ finS’S»"*”»- s swää-sltä 2-'» * ** licher Zusammenhang besteht. Doch fehlen jegliche Anhritts- aus Kolbenhirfche ausgezogen und harcc. mich bereite <.Uva » ^ Frankfurt a. M., 24. Juli. Die Strafkammer ver- punkte. Ein verdächtig aussehendes Individuum trieb sich 35 Werst weit von der Ehingan-Anfteblung in die urteilte den Atöbelhändler Gehrig, der am 18. Mai mit feinem heute gegen Abend um das Schulhaus herum und stieß wildnis suchend und pirschend entfernt, ohne etwas ö-u Automobil in „raf end em Tempo^ über unsere verkehrs- die Drobuna aus' T>eute nacht aiebts wieder was zu tun, finden. An einem Abhang machte rch in einer kleinen reichste Straße, die Zeil, gefahren war und dabei emen Motor- bis morg^^'rüh^liegtdas Schulhmis in Lffche/" ^tzal)rsihein- Senkung unter einer Zede? endlich 5iaft eTl^3Ü^bete em ^nba,n aa^rannt batte,n>CgeagrOber lich hat man es hier aber nur mit der Schnaps-Renornrnage kleines Feuer, hängte darüber mein ^chme gesuttte^I oahrl^II ff^Offenbac' " eines Stromers zu tun, die aber immerhin genügt, die ge- Kesselchen und begann meine Pfeife mit Tabak zu stopfen. rühmten Zuckerrübenbau und für das Obst, welches bereits nrasien- haft abzuiallen begann. Fulda, 24. Juli. Der Minister der Landwirtschaft hat zum Bau eines G e t r e i d e l a g e r h a u s e s hier 92 000 Mk. bewilligt und verfügt, daß das Silo nach dem Entwürfe der Guillaume- werke in Neustadt a. d. Haardt ausgeführt werde. Ktteratur. Paul Heyse, Romane und Novellen. Wohlseile Ausgabe. 6. Bö- geb. 3 ML. Verlag der I. G. Cotta- schen Buchhandlung Nachfolger G. m. b. H. in Stuttgart. Heyses Werke verdienen Gemeingut des deutsche-r Volkes zu werden. Durch die von der Cottaschen Buchhandlung veranstaltete Bandausgabe seiner Romane und Novellen ist die Anschaffung leicht gemacht. Der vorliegende 6. Band bringt den ersten Teil des bekannten und viel gerühmten Romans „M e r l i n". Die handlichen Bände, für die die Verlagsbuchhandlung hübsche Einbanddecken herstellen ließ, sind gut ausgestattet. Frank Wedenkind, Frühlings Erwachen. Eine Kindertragödie, 3. Auflage. Umschlag-Zeichnung von Franz Stuck. Geheftet 1.50 Mk. Verlag von Albert Langen in München. Wedekinds Kindertragödie, die lange vergriffen war, erscheint hier in neuer, gefälligerer Ausstattung in der dritten Auslage. Ueber dieses originelle Werk ist in der deutschen Presse viel geschrieben worden. „Frühlings Erwachen rst die Tragödie des erwachenden Geschlechtslebens, die Tragödie der Erziehung. Für Kinder ist das Buch nicht geschrieben. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Berliner Börse vom 24. Juli 1903. (Mitgeteilt von der Bant für Handel und Industrie, Gießen.) Im Anschluß an die malten Kurse der New-Porker Börse eröffnete man heute in schwacher Haltung. Im weiteren Verlauf gaben die Kurse noch um Kleinigkeiten nach, da sowohl London wie Paris matt tendierten auf unkontrollierbare Gerüchte im Zu- sammenhaug mit der Abreise des Fürsten von Bulgarien. Auch die politische Situation zwischen Rußland Japan wirkte aus den Londoner Markt beunruhigend und gab zu dortigert Verkäufen Anlaß. Privat-Diskout 3 Prozent. Anfangs- u. Schlußkttrse. SDeft Kredit. 208.60 208.25 Deutsche Bank . . . 210.30 210.12 Darmstädter Bank . . 135.75 135.75 Bochumer Guß . . . 176.90 176.25 Harpener Bergbau . . 181.30 181.00 — Bieh markt. Prima Großvieh war auch während der abgelaufenen Woche stark angeboten und ziemlich abgesetzt, während der Verkauf mittlerer Qualitäten sich in sehr engen Grenzen bewegte. Kälber rascher ausverkauft, da nur geringe Zufuhren an- kamen, dte Preise halten sich auf bishertger Hohe. Fette Schweine besser gehandelt, da die Preise etwas nachgaben. Läufer und Milchschweine leichter verkäuflich. Im Allgemeinen ist der Handel als sehr schleppend zu bezeichnen. — Tabak. Im Laufe der Betriebswoche lag das Geschäft ziemlich ruhig und wurde wenig umgesetzt. In der vergangenen Woche wurden von einem Fabrikanten einige 100 Zentner 1901 er Einlagetabake gekauft. Nach jetzt beendigter Fermentation stellt sich heraus, daß die 1902 er Zigarrentabake noch viel zu kräftig sind und längere Zeck zum Ablagern brauchen, um verarbeitet werden zu formen. Es werden deshalb die bei den Händlern noch auf Lager befindlichen 1900 er und 1901 er Zigarrentabake nach und nach schlank vom Markte genommen werden, wenn auch dabei ein Preisausschlag nicht vorkommen wird. Das Angebot von amerikanischen Tabaken, die als Ersatz für Pfälzer durch ihren billigen Preis erntreten, lassen eine Preiserhöhung für Pfälzer nicht zu. Entrippte 1901 er Einlage wird immer gesucht und räumt schnell den Markt. Lose psälzer Rippen geschäftslos, lose feine Mk. 10.50 bis 11, gebündelte feine Mk. 12. Markte. Gießen, 25.Juli. Marktbericht. Aus heutigem Wochenmarkt kosteten: Biitter pr. Pfd. 0,90—1,10 Alk., Hühnereier 1 St. 6—7 Pfg., 2 Stck. 11—13Pfg., Gänseeier 11—12 Pfg., Enteneier?—8 Psg., Käse pr. Stck. 5—8 Pf., Käsematte2 Stck. 5—6 Pfg., Erbsen pr. Liter 21 Pfg., Linsen pr. Liter 32Pfa., Tauben pr.PaarOIO—l,00Mk., Hühner pr. St. 2,20—2,20 Mk., Hähne pr. Stück 0,65—1,50 Mk., Enten pr. Stück 1,60—2,00 Mk., Gänse pr. Pfd. 54—60 Pfg., Ochsenfleisch pr. Pfund 68—78 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 60—66 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 66—76 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 80 Psg., Kalbfleisch pr. Pfd. 68—74 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 56—74 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kgr. 9,00-12 Mk., Weißkraut per Stück 00—00 Pfg., Zwiebeln pr. Zentner 9,00—10,00 MtL Milch per Liter 18 Pfg. Kirschen per Pfd. 3q—40 Pfg., Aepsel per Pfd. 0—00 Psg., in Körben 00—00 Psg. Trauben 00—00 Pfg. Sport. — Radsport. Am 23. August findet für den Nordbezirk des Gaues IX des Deutschen Radfahrerbundes eine Bezirks-Tour- sahrt auf eine Strecke von 150 Kilometer statt. Start und Ziel sind die Wellersburg bei Gießen. Wenn das Wetter an dem Tage günstig ist wird diese Fahrt ein sportliches Ereignis L Ranges, da nur die allerbesten Fahrer des Bezirks sich an der Fahrt beteiligen. Der Sieger muß die 150 Kilometer lange Strecke in weniger als 5 Stunden zurücklegen. Arbeiterbewegung. Paris, 25. Juli. Die Droschkenkutscher beschlossen in der vergangenen Nacht, heute wegen Tarifstreitigkeiten in den Ausstand zu treten. Hirschberg, 24. Juli. Hier streiken seit heute die Zimmerer. JnBunzlau dauert der M a u r e r ft r e i t fort. GingesaM. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen, 25. Juli. Submissionsweseu. Durch Ihre gestrige Notiz ist es mteressant geworden, zu hören, welche Preisunterschiede sich bei den Angeboten für Vergebung des elektrischen Lichtes bei der landwirtschaftl. Ausstellung hier ergeben haben. Die Ausstellung umsaßt nach Bestimmung des Kreisamtes 24 Bogenlampen und ca. 10 Glühlampen, worüber nachstehend genannte Firmen Kostenanschläge eingcüefcrt haben: F. Baumann: 2400 Alk., M. Weißbäcker: 1060 Mk., P. Ehnsto- pbersen 624 Mk., Förtsch: für 36 Bogenlampen 750 Mk. Schiffsnachrichten. Norddeutsch er Lloyd. In Gießen vertreten durch Carl Loos, Kirchenplatz. Bremen, 24. Juli. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Doppelschrauben-Postdampfer „Frankfurt", Kapitän P. Albrecht, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 3 Uhr nachmittags wohlbehalten in Baltimore angekommen. Neueste Meldungen. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. Dessau, 25. Juli. Von einheimischen Persönlichkeiten kommen als Reichstagstandidaten in erster Reihe der Landtagsabg. und langjährige Freund Rösickes, Ar t'l, und der Landtagsabg. Dr. C o h n in Frage. L. Paris, 24. Juli. Der Eintritt eines deutschen Marineofftziers in die französische Fremden- leg ion wird aus Nancy gemeldet. Der Offizier erschien am Montag in Zivilkleidung auf dem dortigen Werbebureau, um sich für die Fremdenlegion zu melden, für deren 1. Regiment er angenommen wurde. Gründe für seine Desertion an- zugeben, lehnte er ab. Madrid, 25. Juli. Ein Bündnis mit Frankreich besteht nach offiziöser Verlautbarung nicht, sondern bloß ein allerdings vollkommenes Einverständnis auf dem Gebiete der internationalen Politik, welches zu einem Bündnis führen könnte. Rom, 25. Juli. Die mit dem Vatikan in Fühlung stehenden Kreise zweifeln nicht, daß zwei Tage zur Wahl genügen werden und daß das Resultat spätestens am 3. Tage vormittags verkündet werden wird, worauf der neue Papst noch an demselben Tage von der Loggia herab den Segen erteilen soll. Dagegen glaubt man, daß, wenn ein alter Papst gewählt wird, oieser die Jn- thr onisation auf den Spätherbst verschieben wird. Eingeweihte sind der .Meinung, daß sich zwei Gegenströmungen bemerkbar machen. Die eine will einen provisorischen Papst aus kurze Zeit, der also sehr alt sein müßte, die andern einen jungen. Jedenfalls aber müsse ein Italiener zum Papst gewählt werden. Eine vatikanisch« Persönlichkeit äußerte, man könne beim Konklave auf lieber» raschungen gefaßt fein. Wenn die K'ardinäle überzeugt sind, daß die Kirche den mächtigsten Schutz in Deutschland finde, wozu viele neigen, könnte wohl ein deutscher Papst aus dem Konklave hervorgehen. Kardinal Kopp gilt neben dem Amerikaner Gib b on und Vanutelli als ein Anwalt der gemäßigten Richtung. Kopp und Gibbon bemühen sich, die Kandidatur Vanutellis zu fördern. Belgrad, 25. Juli. Zwischen dem Kriegsminister und den an der Verschwörung beteiligt gewesenen Offizieren ist es zum offenen Bruch gekommen. Die Verschwörer sind sehr mißgestimmt, da sie bei den Beförderungen zu wenig berücksichtigt worden seien. Man befürchtet schlimme Folgen. Sofia, 25. Juli. Nach einer bisher unbestätigten Blättermeldung sollen infolge russischen Einflusses und mit Einwilligung des Königs Peter von Serbten zwei macedontsche Banden von Serbien aus die bulgarische Grenze überschritten haben und mehrere andere würden Nachfolgen. Nach der Meldung soll Rußland beabsichtigen, den Schwerpunkt in der macedo- nischen Angelegenheit von Sofia nach Belgrad zu verlegen. Petersburg, 25. Juli. In dem Dorfe Schalajewstä im Gon-Gebiet verbrannten in einer Scheune 33 junge Mädchen, ^ie ließen sich am Abend vom'Verwalter des Gutes, auf dem sie Feldarbeiten verrichteten, in die Scheune einschließen, um vor den Nachstellungen der männlichen Arbeiter gesichert zu sein. Die Atänner zündeten aus Wut hierüber die Scheune an. L. Seattle (im Staate Washington), 25. Juli. In der Umgegend des Arkellsees, 20 Mellen vom Iukonflusse, sind neueGoldfelder entdeckt worden, zu denen infolge ihres Goldreichtums ein Andrang von Glücksjägern stattfindet, wie er selbst im Klondykegebiet nicht erlebt worden ist. Das bloße Geröll auf der Oberfläche ergibt auf eine Pfanne Gestein 15 Cents. Telephonischer Kursbericht* Jfr'ran klart Jl.. 25. Juli 1903. 372% Reichsanleihe . . 102.20 30/o do. ... 91.10 3V,% Konsols ... 102.20 30/0 do......91.10 37r% Hessen .... 101.20 37,56 Oberhessen . . . —.— 496 Oesterr. Goldrente . . 102.50 4% 26 Oesterr. Silberrente 101.00 456 Ungar. Goldrente, . . 101.50 40/0 Italien. Rente . . . 103.20 47,96 Portugiesen ... 49.20 3°/. Portugiesen. .... 30.60 1-6 0. Türken .... 34.24 Türkenlose......131.20 4% Grieoh. Monopol.-Anl. 44.00 47,-6 äussere Argentiner —.— 3u/o Mexikaner .... 27.00 4%% Chinesen .... 92.55 Electric, bcbuckert . . , 90.80 Nordd. Lloyd . . . . 98 50 Kreditaktien ..... 208.20 Diskonto-Kommandit. . . 187.10 Darmstädter Bank . . . 135.60 Dresdener Bank .... 147.00 Berliner Handelsges, . . 153.90 Oesterr. Staatabahn . . . 143.40 Lombarden.....17.90 Gotthardbahn . . . . 191.50 Laurahütte......218.50 Bochum . ...... 177.50 Harpener......181.25 Tendenz: fest. Staatskommissar. Tnanngiscnea---- Technikum Ilmenau Ingenieure, -Techniker und -Werkmeister. — Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Gartenstraße 2 (Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. Der Arbeitsnachweis hat die Ausgabe, zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern (Arbeitern jeglicher Art, Dienstboten und Lehrlinge«) unentgeltlich Arbeit zu vermitteln. An den Werktagen von 8 bis 1 Uhr und von 8 bis 6 Uhr geöffnet. Es können eingestellt werden: 5 Pferdeknechte nach auswärts, 2 landwirtschaftliche Arbeiter (auswärts), 1 Kunstschlosser, 1 Drechsler, 1 Schreiner (auswärts), 1 Möbelfchreiner, 4 Weißbinder il Anstreicher (auswärts), 2 Weißbinder, 2 Handlanger, 1 Installateur, 1 Glaser, 1 Spengler (auswärts), 17 Dienstmädchen gegen hohen Lohn (hier), 3 Dienstmädchen (auswärts), 1 Zimmermädchen, 1 Hausmädchen, 1 besseres Kindermädchen, 1 Laufmädchen, 2 Waschfrauen, 1 Putzfrau, 4 Laufirauen, 2 Weißzeugnähterinnen, 1 Büglerin (auswärts). Lehrlinge: 1 Kellner, 2 Bäcker. Es suchen Arbeit: 11 Pferdeknechte, 3 Kutscher, 2 landwirtschaftl. Arbeiter, 1 Taglöhner, 2 Schlosser, 3 Installateure, 2 Spengler und Installateure, 1 Metalldreher, 1 Schmied, 2 Maschinenschlosser, 1 Maschinist oder Heizer, 3 Buchbinder, 1 Gerber, 3 Schreiner, 1 Drechsler, 1 Küfer, 1 Bäcker, 2 Glaser, 3 Weißbinder und Anstreicher, 4 Erdarbeiter, 2 Heizer, 6 Hailsburschen, 3 Diener, 1 Dienstmädchen, 1 Hausmädchen, 1 Stütze der Hausfrau, 1 Kinderfräulein, 1 Kinder- wärterin, 1 Weißzeugnähterin, 1 Büglerin und Flickerin, 1 Wäsche- cder Plattemädchen, 4 Lauf- oder Putzfrauen. Lehrlinge: 1 Schreiber. _____________________________________________ Ortsgewerbeverein. Hencral-Iiersammiung Dienstag, 28. Juli, abends S1^ Uhr, Restaurant Fcidel. Tages-Ordnung. Jahresbericht; Rechnungsablage 1902/03; Voranschlag 1903/04; Vorstandswahl; sonstige Vereinsangelegenheiten. qu recht zahlreicher Beteiligung ladet ergebens! ein 5739 Der Vorstand. MWe Mffkllkmch. Donnerstag den 30. Juli d. I., abends S'/2 Uhr im Turmhanse am Brand: Uebung her !♦ uni) Motte. Gießen, den 24. Juli 1903. 5784 Der Branddirektor: Traber. Aergeöung von Aauarbeiten. Für den Neubau der Universitäts-Bibliothek in Gießen werden auf Grund des Erlasses Großh. Ministeriums der Finanzen vom 16. Ium 1892 folgende Arbeiten bezw. Lieferungen öffentlich ausgeschrieben: A. Glaser arbeiten. Los I: 18 qm Erchenholzfenster, „ IL: 130 , , HL 165 , , IV: 38 , B. 366 qm schmiedeiserne Fenster. C. Ceruentarbeiten. 57 qm Betondecken, 1580 w Ausgleich-Beton mit Estrich. | D. Linoleumarbeiten. Los 1: 1170 qm Los 11; 2070 qm Angebotsunterlagen können auf unserem Zweigbüreau, Stephanstraße 18, eingesehen, Angebotsformulare (keine Zeichnungen) dorther gegen Selbstkostenpreis, soweit der Vorrat reicht, bezogen werden. Offerten mit bezeichnender Aufschrift sind auf genanntem Bureau bis Donnerstag den 20. August, dem Er- öffnungstermine, einzureichen. Gießen, den 24. Juli 1903. 5790 Großh. Baubehörde für die Universitäts-Neubauten. Becker. Iagdverpachtung. Dienstag den 11. August d. Js., nachmittags 4- Uhr, soll die der Gemeinde Michelbach, Kreis Marburg, zustehende Feld- und Waldjagd auf 6 Jahre in der Grosch- schen Wirtschaft verpachtet werden. Das Jagdgebiet umfaßt 220 ha Wald und 455 ha Feld und ist von der Bahnstation Sterzhausen (Marburg- Eölbe-Creuzthaler Bahn) bequem in 5 Min., sowie von Marburg in 3/a Std. zu erreichen. 5786 Der Bürgermeister: Gimbel. $nOtn=$trtaf. Nächsten Montag den 27. Juli, nachmittags 27- Uhr, sollen zwei der Gemeinde Krofdorf gehörige Bullen zum Schlachten auf dem Hofe des Stierstalles meistbietend versteigert werden. 5794 Krofdorf, den 22. Juli 1903. Der Gemeindevorsteher. ________Pfeiffer.________ Montag den 27. Juli d. Js., nachmittags 2 Uhr, werden un Bieker'scheu Saale versteigert: 75 Herren- und Damen- Regenschirme u. 20 Dameu- Sonneuschirme. 5795] Geißler, Gerichtsvollzieher. Vergebung Von ^arbeiten. Zum Neubau der Weißmühle nebst Wohnhaus in Großen-Buseck sollen sämtliche Bauarbeiten öffentlich verdungen werden. Zeichnungen und Bedingungen können auf dem Bureau des Architekten Gust. Hamann, Bergstraße 11 in Gießen, eingesehen werden. Offerten sind bis zum 27. Juli d. Js., nachmittags 6 Uhr, bei demselben einzureichen. 5651 Betr.: Besetzung der Stelle eines Kreisstraßenmeisters. Für den Bezirk Schlitz ist die Stelle eines Straßenmeisters mit dem Amtswohnsitz in Schlitz bis spätestens zum 1. Oktober d. I. zu besetzen. Die Anstellung erfolgt zunächst auf einjährige Probe bei gegenseitiger einmonatlicher Kündigung; Gehalt während des Probejahres 1800 Mark. Bewerber, welche die hessische Bauauffeherprüfung bestanden haben müssen und im Hochbau und Straßenbau Erfahrung besitzen, wollen sich bis zum 20. August d. Js. unter Vorlage von Lebenslauf und Zeugnisabschriften bei uns melden. Lauterbach, den 20. Juli 1903. Großh. Kreisamt Lauterbach. Dr. Wallau. 5807 Verdingung von Baggerarbeiten. Die Ausbaggerung von Verlandungen oberhalb und unterhalb der Eisenbahnbrücke in Gemarkung Friedelhansen — 780 cbm — soll durch schriftliches Angebot öffentlich vergeben werden. Die Verdingungs-Unterlagen liegen bet der unterzeichneten Behörde zur Einsicht auf. Angebotsvordrucke sind ebendaselbst gegen Erstattung von 50 Pfg. erhältlich. Die Offerten sind verschlossen, postfrei und mit entsprechender Aufschrift versehen bis Mittwoch den 29. d. Mts., vorm. 1112 Uhr, bei der unterzeichneten Behörde einzureichen, woselbst auch deren Eröffnung um die angegebene Zeit in Gegenwart der etwa erschtenenen Bieter stattfindet. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 20. Juli 1903. Hroffh. MtturinspeLtton Hießen. Wißmann. 5708 Versteigerung. Dienstag den 4. August, nachmittags 2 Uhr, versteigere ich un Pfandlokal Seltersweg 11 gegen Barzahlung: 1 Kassaschrank, 1 Pferd, Kommode, 5 Wagen, Sophas und Vertikows. 5781 Gießen, den 25. Juli 1903. Löber, stellvenret. Psandmeister. Um Kartoffeln. Anerkannt beste prima Ware, 50 Kilo mit Sack nur Drei Mark 75 Pfg. ab Friedberg versendet gegen Nachnahme 5796 Jakob Stern-Simon Friedberg (Hessen). Statt jeder besonderen Anzeige Rosalie Rosenblatt Wl^we Frau ans Nürnberg während sie bei uns 6810 den 25. Juli 1903. Giessen, Blumenspenden dankend verbeten. Die Leiche wird zur Bestattung nach Nürnberg überführt. odes-A»ze,ge Neuenbäue 5. Neuenbäue 5 nach kurzem Leiden. Dieburg, den 25. Juli 1903. NMW v l I Snlfdarnnfer von nach ! t*aufWunsch auf Teilzahlung.;; i < *8 - ___ __ Anz&hlong 30—60 Mk. i ££ ST—tfX Abzihlung 8—15 Mk. x 5806 Großen-Buseck den 24. Jul: 1903. ! In Hachenburg Sr. uj. Die Beerdigung findet Sonntag den 26. Juli, nachmittags 2 Uhr, statt. Saison-Hsuheiten! Caf6 Ebei 5780 in Brausepulver rc. 5804 mit prachtvoller (Einrichtung und guter Wirtschaft in dem reizenden Kurorte Braunfels. Große Wohnung. Nähere Auskunft unt. 5777 durch die Expedition d. Bl.1 Verschiedenes Beute abend 4910 __ tammesien. HmduMZPqkl. In tiefstem und Gross mutter --^Auskunft eiHellen Hermann RMLs, Rechtsanwalt und Notar. EsOTmy ECatazj geb. Rosenblatt. Gutes bürgerliches Hleftaurant. Ver^inözimmrr. Biittagstisch 50 Pfg 5808 Ausschank der Aktien-Ztrauerei Kletzen. 03475) Empfehle mich im Stricken. Ederslr. 4,1 Tr., links. flWniw eingoldenesKetten- Armband mit roten und grünen Steinen. Abzugeben 9=96.1 io M. Be!l>!ji!l!!lg 03519) Alicestraßc 26, parterre. OOWGOGGGGG Dorinol vorzügliches Mittel zum Imprägnieren von Holz- und Mauerwerk sowie gegen Fäulnis des Holzes, allem erhältlich bei Andreas Euier, Holzhandlung. (5609- Gießen. GGOGDGGGGG Red Star Linie in Antwerpen, Carl Retter im „Kaufhaus zur Sonne" in Gießen, 80 H. Klippstein in Langsdorf. 30 Mk. Belohnung zahle ich Demjenigen, der mir meinen entlaufenen Jagdhund, ca. 70 Etm. hoch, rein braune Farbe, auf den Namen „Morell" hörend, wiederbringt. 5735 Näheres in der Exped. d. Bl. farbiger und weißer Her reu-Wäsche, Kragen, Manschetten, Schlipse und Unterkleidung. Markus Bauer, 11 Kirchenplatz 11. zu Besuch weilte, nach kurzem Kranksein plötzlich verschied. Schmerze teilen wir Verwandten, Freunden und Bekannten mit, dass unsere innigst geliebte Mutter, Schwiegermutter Städtisches ü 'echmkum Lüchow KlektrMeehnik. MeeeMnwi- e. Hoeh- beu. MooteeeeebeU. Gr. LekrweritBtitten. w- Steatifc** Aef-ncbt ■■ Protramee dwoh die IHrektiee Jyj Atrlehrer Heinrich Kinkeh 5809 Freitag abend 11 Uhr ein kräftiger Bengel angekommen. Robert Luckenwald 03542 nebst Frau, Restaurant Perkeo. Reiner Citronensali vimbeerfaft, Jngwerbier, Brause- Sodor zur einfachen, billigen Selbstbereitung von kohlensaurem Wasser, Montag den 27. Juli abends präcts 8 7, Uhr IfäSr Uebnng. *W 3633| Das Kommando. Sichen liMciiz bietet infolge Sterbesall eine vorzüglich gehende Metzgerei Die Beerdigung findet statt: Montag den 27. Juli, nachmittags 2 Uhr, von der Pfcffermühle in Annerod nuS. XKohlen^ von den besten Zechen, Nußkohlen, AutlMit, prima rykinische Kriketts und Koks zu den billigsten Preisen. Prim löiinen - Breirnhslz pro Centner geschnitten Mk. 1.20 „ „ gehackt „ 1.30 jedes Quantum frei ans Haus liefert 1163 Andr. Euler. Abzahlung 8—15 Mk. monatlich. Gegen ’' Barzahlung 2 liefere Fahrräder < , aehonv.7OM.an. < , 8. Rosenau mnaoMt Preisliste X Wir machen unsere Leser auf den Prospekt der „Zeit im Bild", welcher der Stadt-Auflage unserer heutigen Nummer beiliegt, besonders aufmerksam. &77L für reisende Hospiz Damen im evang. Schwesternhaus, Giessen, Johannesstr. 7. verkaufe die noch vorrätigen Knabcn-Wasch-Anzügc und Blusen 5780 in weiß und farbig zu bedeutend ermätzigten Preisen. Markus Kauer. Spezialität: Kinder-Anzüge. wünscht Dame, 20 Jahre, RMlli Vermög. 30 000 Mk., mit Herrn, auch ohne Vermögen. Näheres a. Bild unter „Glück- stern", Berlin S. 42. [5644 |o|1dampter von Antwerpen Toves-Anzcige. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unseren lieben Gatten, Vater, Schwiegervater und Großvater Lorenz Henss Grotzh. Beigeordnete« im Alter von 66 Jahren zu sich zu nehmen. Die trauernden KinterblieKenen. Ium Kühlen Grund Inh.: Johannes Seeger. Mt- und Mim. Wasserdichte Loden-Mäntel und Capes, Tourlsten-Anzüge und Reise-Anzüge in allen denkbaren Stoffen und Qualitäten. 5780 Markus Hauer, HerreN'Audstatlungs'Gejch'äst. Heute morgen 6 Uhr verschied in Annerod meine liebe Mutter Frau Marie Kinkel geb. Hammel Adler-Drogerie Seltersweg 39. Otto Schaaf. aoooooooooo Anserrignug von Hmen-Acklck iifld) Llaß in eigener Werkstäue unter Garantie für tadellosen Sitz. Anfertigung von Reife-Anzügen in neuen, modernen Stoßen u. Tessins in blau-weiß-, schwarz- weiß, schwarz-weitz-rot zu Mk. 45 auf Wunsch innerhalb 24 Stunden in guter Ausführung. 5780 Markus Bauer, 269 Aerufprecher 269. O 0000000003 IltTMehfB«!'.“*’"-!: Reform, F. Gombert, Berlin 8.14. Sofort erhalt. Sie 600 reiche Part, und Bilder zur Auswahl. 15683 Reiche Heirat! 2 Schwest., 24 u. 22, Verm. je 450000Mk., wünsch.s. m. charakterv.Herren, wenn a. ohne Verm., z.verh. Bew. erf.Näh. u. erb. Bild d. Kiareall „Kesorw", Kcruu 8.14. [5684]______________ Qnnn Mark gegen 6% Zmsen uUvV auf 1 bis 2 Jahre, je nach des Darleihers Bestimmungen, zu leihen gesucht. Sicherung ootel gewünscht wird. Offerten unter 5792 an die Exped. d. Bl. Melcher Wohltäter leiht einem in Not befindlichen hiesigen mann 200-300 MM Gefl. Offerten unter Nr. 5737 befördert die Expedition d. Bl. Wer braucht Geld?? auf Schuldschein, Wechsel, Möbel, Kautionen, Hypothek, der schreibe sofort an 4458 K. Schünemann, München Nr. 58. Bad Salzschlirf Pechn Mmm (LrauLorstineißttFodemnil) Prachtvoll gelegenes, neues Haus gegenüber dem Bonifaeius- brunnen und dem neuen Bade- haus, vorzügliche Küche. (Dffi- ziersverein.) 5667 Kleineres Geschäft der Lebensmittel -Branche zu übernehmen oder passender Laden zu mieten gesucht. Gefl. Offerten unter 03518 an die Exped. d. Bl. M3 er erteilt einer Dame Unter- richt in Stenographie System Stolze-Schrey? Offert, unter 5700 an die Exped. d. Bl. und