Nr. 95 • r|*eiet «««sich au fett Sonntag*. Ten «Atefeener tinijOgn werben im Wechlel mit den kesßsche» tanbelrt die Gietzeiee Famllirn- blfltler viermal in der Wcxtze beigelegU ZRoiaitonebrud u. Verlag bei Brühl leben Unroeri.*thid)'U.Cifiiie bnideteiCVierid)(trben) •Uöatfion, tpebttlM unb Drude re r Gchulftrade 7. Äbrefie für Teoelchenr Heietfrr •tefcen. ^frnlprfCbanldilui'Wr 6t. Zweites Blatt. Freitag 24. April 1903 153. Jahrgang GletzenerAnmaerW General-Anzeiger v x v w den pohL unb aügem, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen KWH V *r » " inneniel Von« Bed. JHe yeutige Plummer umsatzt 12 Seiten. Krllnnnlmachniig. Die am 11. L Mts. angeordnete Sperre der Garten, straße zwischen Südanlage und Löberstraße roirb hiermü auf. gehoben. Gießen, den 23. April 1903. Großherzogticbes lioiijeiamt Gießen. Hechler. -!____ - 1 1 1 Krzblschos Koya. Endliche nach langem und heißem Bemühen ist es dem Erzbischof Dr. Theodor Kohn in Olmütz gelungen, den Verfasser von Artikeln ausfindig zu mackstn, die um die Mitte des vorigen Jahres unter dem Pseudonym „Rectus" in dem czeckstsck^-radikalen „Pozor" erschienen sind. Diese Angriffe eine» Geistlichen, welche dem Erzbischof fast alle menschlichen und seelsorgerischen Qualitäten absprechen, toddK dessen Berufung zu einer so hohen Kirchcnwürde rechlfertipen könnten, stehen vielleicht einzig da. Nun weiß man, wie der kühne Verfasser heißt: eS ist der Pater Hofer in Zabrecy bei Mährisch-Ostrau. GS steht außer Ziveifel, dag der Erzbischof mit all den Mackstbefugnissen und Maßregeln, die ihm zu Gebote stehen, gegen den Pater in Zabrech vorgehen rmrb. Eine andere Frage ist es, ob der Lircl-cnsürst nicht besser daran getan hatte, die Forschungen nach dem „Rectus" ein* zustellen, die sckstverwiegendcn Angriffe zu verschmerzen und Vergessenheit eintreten zu lassen, anstatt durch eine Skandalafsare die Ausmerksainkeit der breiten vcssentlich- beit auf sich und aus die „RectuS".Artikel zu leuTcn. Da nun der Lrzbisck>of üt den Mittelpunkt dcS all* gemeinen Interesses gerückt ist, verlohnt es sich wohl, mit der Wiener „3cU" einen Rückblick auf die nahezu 10'/» jährige erzbischöfliche Tätigkeit dieses Mannes zu wcrsen, der gegenwärtig zu den bestgehaßten Würdenträgern des KleruS zählt. Nachdem der Kärbinal Landgraf Fürstenberg 1892 gestorben war, konzentrierten sich alle Vermutungen bezüglich der Neuwahl aus die Domherren Graf Potulicki uno Graf Belrupt. Es steht nun fest, daß während des Interregnums innerhalb der starken adeligen Partei der Olmützer Domherren Differenzen entstanden waren, daß keiner von ihnen Perfonlichleit genug hatte, die Mehrheit der Stimmen auf sich zu vereinigen und daß man sich endlich auf den bürgerlichen Dr. Theodor Lohn einigte, den man seines bescheidenen, ansvruckFlosen, stets ergebenen Wesens wegen fld/iete und liebte. In der Annahme, daß der zukünftige Oberhirte bürgerlick-er Tlbstammung ein gesügi- geS Werkzeua in den Händen der Domherren sein werde, hatte man sich allerdings arg getäuscht. Auch der Rolle der Bescheidenheit wurde der neue Erzbischof bald müde. Auf dem Throne, auf dem sogar ein Erzherzog ge- sessen hatte, saß jetzt ein Bauernsohn auS einem kleinen muhrisckstn Dörfchen. Man umgab seine Person mit den holdesten und lieblichsten Geschichten. Mährische Blätter erzählten, wie der Erzbisck-os in feinen Kindheitsjahren im Xörfdwn Bresnitz die Kühe seiner Eltern weiden mußte. Fast einstimmig versid-erten die czechisd-en Organe, daß Dr. Kohn von jeher ein guter Ezeche gewesen sei. Die dcutsd-en maßgebenden Zeitungen verlautbarten hingegen beinahe unisono, daß der Erzbischof dcutsd-e Gesinnung im Herzen trage — obwohl er aus einem rein zcechischen Torfe stamme. Sehr erbost waren eigentlich nur die „Kreuzztg." und das „Deutsche Volksblatt". Während jene die Wahl des von jüdischen Vorfahren abftammenben Erzbischofs als „ein Produkt der Mad-enschaften des inter- nationalen Großjudentums" bezeichnete, verstiea sich das genannte Wiener Blatt zu der Prognose, daß Dr. Kohn's Avancement den Beginn einer jüdisa-en Weltherrschaft dar- stelle. Diese beiden Aeußerungen repräsentieren zedoch den Gipfelpunkt des Dösen, das man damals über den Erz- bischof zu sagen hatte. Es ist nun geradezu erstaunlich, in wie kurzer Zeit es Dr. Kohn vollbringen konnte, aus einem von vornherein so verehrten kirchcnfürsten zu dem gesdjmahtesten dieses und des vorigen Jahrhunderts zu werden. Seine Freunde sind auf ein Häuflein zusammen- geschmolzen und die Opposition versteigt sich oft zu Angriffen, die in ihrer Respektlosigkeit und Roheit gegenüber einem Erzbisd)of wohl einzig dastehen. Als Nutznießer der ausgedehnten Herrschaften des Ol- mützer Metropolitankapilels ist der Olmützer Erz- bisd/of der zweitbegütertste Großgrundbesitzer Mährens. Tas G^samtarcal von etiva 48 000 Hektar hat einen Werl von rund 40 Millionen Kronen. Zu dem Erträgnis dieses un* geheueren Besitzstandes gesellen sich noch die Einkünfte, die dem Erzbischof aus versckstcbcnen Titeln erwad>sen. Ter verstorbene Kardinal Fürstenberg verfugte über fein Einkommen wie ein Gentleman. Er war freigebig und für die Annen stets hilfsbereit. Seine Pächter waren zufrieden und seine Venvailungsbeamlen, denen er viel Selbständigkeit einräumte, ruhmien feine Noblesse. Nach dein Amtsantritt des neuen Erzbischofs änderten sich die Verhältnisse gewaltig. Er verwaltet seine Ginlunfte mit Engherzigteit. Und das ist wohl fein größter Fehler. Den Fordern seiner Reviere machte er Dorsch.iltcn über die Anzahl der Kühe und Gröge der Weidenflachen, bie sie sich yaltcn dürfen. Don einem Diener ließ er sich auf Auszahlung einer geringen Peuiion verklagen. .Ule jene, die jetzt oer Zeremonie der ^ugwaichung beiwohnen wollen, mu|fen ein Entree von 2u Heller bezahlen Emer großen Anzayl seiner Beamten hat er die Neu^a^rsrcmune- ration entzogen. Eine jährliche fixe Armenmilerimtzung, die früher von der Erzdiözese der Gemeinde Olmutz zu- aetvendet wurde, suspendierte er. Der Er^lnsdiof hat arme verwandte, unter anderen einen Kupferschmied, und einen Aintsdiener, der bei der Olmützer Handelskammer besck)äs- tigt ist. Beide haben sich wiederholt mit Bittgesuchen an ihn gctvendet, aber ohne Erfolg. Nickst einmal eine Audienz beim Erzbischof wurde ihnen geivährt. Es ist bekannt, daß der kirchcilsürst seinen Arbeitern elende Löhne bezahlt. In einem Gcrickstsfall wurde festgestellt, daß nickst wenige Hilfsarbeiter in erzbischöflichen Waldern einen Taglohn von 22 Hellern beziehen. Trotzdem scheut sich der Erzbischof nickst, gegen diese armen Leute ununtcr- brockstn Strafanzeigen tvegen Holzbiebsiahls einleiten zu lassen. BiS fetzt hoben die Siidjicr in den meisten Fällen, die Notlage der Aiigeklagten als Milderungsgrund angenommen unb bei der Verurteilung das geringste Strafausmaß gelten lassen. In einem Falle wurde sogar von der obersten Instanz ein erstrichlerlickstS Erkenntiiis mit der Motivierung aufgehoben, daß Leute, die mit 20 Heller Taglohn abgefertigt werden, zu „solchen Mitteln" greifen müßten, um ihre kümmerliche Existenz fristen zu können. Ueber alles liebt der Erzbischof den Gcrickstssaal. Er prozessiert seil etwa ackst Jahren fast ohne Pause. Unb unglücklicheriveise verliert er die meisten dieser Prozesse, in denen es sich meistens um ZeitungSangrifse oder um strittige Summen handelt. In einem Falle, in dem der Redakteur deS „Pozor" der Geklagte tuar und der Erzbischof zur Tragung der Kosten in oer Höhe von 9u Kronen 14 Heller verurteilt wurde, ließ es der Erzbischof bis zur PfändungSaiidrohung tommcn, bevor er den Betrag erlegte. Nun muß man nicht glauben, daß der Kirchenfürst von sckstedsten Beratern umgeben ist. Er selbst widmet den größten Teil des Tages rem administrativen Gcsck)äften. Er leitete diese bereits mit großer Umsickst vor feiner Inthronisation. Jedermann, der früher mit ihm in wirtschaftlichen oder geschäftlichen Atigelegeiiheiten zu tun hatte, rühmt seine Erfahrungen unb ferne Umsicht. Ern Olniützer Advokat rief oft mit Bewunderung aus: „Au dem Nlanne ist ein ausgezeichneter Fabrik- ober Güterdirektor, jedenfalls ein hervorragender Industrieller verloren gegangen." Er selbst hat eine — für ihn — vortreffliche Dienstorganisation ausgearbeitet. Auf des Erz- bischofs eigene Initiative ist es zurückzuführen, daß die meisten Güter der Erzdiözese in eigene Bewirtschaftung ü^cr gingen. Bon Leuten, die dem Kirchen fürsten nahe- stehen, wird versichert, daß er alle wichtigen Schriftstücke visiert, unb daß er mit seinem Advokaten, der ihn in Ieinen Prozessen vertritt, selbst und eingehend konferiert. Aeußerst verhaßt hat sich der Erzb.su-of durch seine ZeitungSblättck-en gemacht, die in seiner eigenen Druckerei m Oluiutz heigestellt werden und in einer großen Anzahl von GratiSexcutplaren ihre verbreituiig filiden. Der rüde Ton dieser erzb.sd-öfckck-en Preßorgane wird kaum von deut der Revoloerblattchen sck-limni,ter Sorte übertroffen. In der letzten Zeit ist in einem Tagblatt wiederholt die Behauptung aufgestellt worden, bog der Erzbischof für sein Leiborgan, die „Dlm. Zlg.", selbst Artikel versaßt. Die dcutsck-e Landgeistlichkeit ist verdros,en über die su-ars zu- gespitzten und geivaltjam pointierten Artikel und 910115011; und die Ezechen fdienten dem Brättck-en keine Beachtung. Selbst Antiseuiiken verdammen die Judenfeindlichkeit des Organs. Den Haß der Altlatholiken uno Evangelischen erntete bie „Dlm. Ztg." durch dre verösfentlid/ung eined ausführlichen Denunzmntensystems gegen „lutherische Ab- joliverjQnunlungen" und „Pastoren, die östreichfeindliche Jleben führen oder zum Abfall bewegen." So eine Kampfesweise ist jedenfalls bei einem rein christlichen Blatt oertverflich. lieber die nationale Gesinnung des Olmützer Erzbischoss wurde sck-on viel gehadert. Ter läck-erlick-e Standpunkt, daß er derrtscbfreunblich fei, wurde allerdings schon Lange aujgcgcbcn. über auch die Ezeck^en wollen ihn entweder nia>t ober werfen ihm vor, daß er fein Herz für feine Nation habe, obwohl er von czea-ischen Eltern flamme unb bi» in fein dreizehntes Lebenswahr lern Dort deutsch sprechen konnte. Mit der Bevölkerung in Llmütz hat er sich'S dadurch gründlich verdorben, daß er einen hervorragenden Musiker seiner Stelle an der £eljrcrbilbung5anftalt enthob, weil der SJtann das ^erbredjen begangen hatte — bei der Grundsteinlegung der evangel. Kirche einen Ehor zu dirigieren. Auch bei der strengsten Kälte müssen b.e Sd^ulkinder der Diözese an drei Wod-entagen ben obligatorisd^en Schul- gouesdienst besuck-en. T^e heftigsten Proteste vieler Eltern blieben dieser strengen Maßregel gegenüber erfolglos. Aber am schlimmsten für den s^-of ist rouljl seine Unbeliebtheit bei der Geistlichkeit |dojL Als Kardinal Skrbensiy vor längerer Zeit nach Krcm>ier kam, um den Prinzen Hohenlohe zu besuck-en, kehrte er sofort um, nachdem er erfahren hatte, baß der Erzbischof in Kremsier anwesend sei. Das ist bie Persönlichkeit des Olmützer Erzbischofs. Seine gediegene wissenschaftliche Bildung unb eine reUje Erfahrung vermögen es nicht zu oerhiiioern, daß er sich stetig bloßstellt. Seine einstige bauerlid-e Schlichtheit ist in bäuerliche Derbheit auögeari.eL Er vermag es in keiner Hinsicht, äußer lick) seine Stellung zu repräsentieren. Kurzum, der L.mützer Erzbischof i|t geroig ein bedeutender Ncensch, der leiver nur allzu men,gliche Fehler Hot. Für einen Bürger oder Bauer wären diese Fehler sichetEch sogar Existenzvorzüge. An einem Erzbi,chos finb ste jedoch oj|«:ntunü»tje Gebrechen. e Wie aus Olmütz gemeldet wird, hat Pater Hofer Olmütz veclafitn unb ist zum A t t t a t h 0 l i z i s m u s übergetreten. Er soll sich nach preuß. Schlesien begeben haben. Da in Olmütz das Gerück-t verbreitet ivar, vofer sei im Körrektionshause interniert, sammelte fith dort die Bevölkerung an, verlangte feine Freilassung unb drohte, ihn mit Gewalt zu befreien, biS bie Geineiiidevertreter erschienen unb erklärten, Hofer fei nickst in Host. 1 -■-*----—-!-------- Ter erste r^)ahla«jrus. Man schreibt unS auS Berlin, 23. April: Zuerst auf bem Platze erscheint heute bie Freisinnige Vereinigung mit ihrem Wahlaufruf. Der Aufruf ist geschickt rbgefagt, gemeinverständlich unb, vor allem, frei von den tönenden Phrasen, die mit der bemerklichen Absicht, .packende^ Wirkung zu üben, manche derartige Partcikunb- gebung ungenießbar machen. Wahlaufrufe bilden an sich schon keine lockende Lektüre. In der Ausdehnung roirb auch viel gesündigt; oft roirb der Wühler, am Schluß angelangt, vergessen, roaS ihm am Anfang bereits alles versprochen worden ist. ES roäre vielleicht zum Vorteil auch dieses Aufrufs gewesen, roäre die Kritik der politischen Vergangenheü unterblieben. Die Ereignisse bei der Beratung deS Zolltarifs sind ja in frischem Gedächtnis. Tann konnte von dem Ausfall gegen bie Nationalliberallen Abstand genommen werden, daß bie notionaUiberale Fraktion „unter Verleugnung liberaler Grundsätze" die konservativ-klerikale Koalition unterstützt habe. Ta der Aufruf selbst als das ,Ziel der ganzen Wahl- beroegung^ bezeichnet: den Einfluß des GesamlliberaliSmuS zu stärken, so wird der Angriff oerrounöcm. Solche Reminiszenzen sind nicht eben geeignet, den GesamtliberaliSmuS zu Härten. ES ist zudem zur Genüge betannt, daß innerhalb der nationalliberalen Partei sich em scharfer Widerspruch geltend gemacht hat gegen die Förderung der mit dem Zoll- konipronilß Rarborff verknüpften Bestrebungen. Der Svzial- bemokratle gegenüber nimmt der Aufruf kein Blatt vor den Aiund: den reaktionären Plänen arbeite die Sozialdemokratie m die Hände durch die unablässige Verketzerung aller derjenigen Bestrebungen zur Besserung der Lage der arbeitenden Klassen, welche von nichtsozialistischer, insbesondere auch von liberaler, Seite auSgegangen und nicht ohne Erfolg geblieben sind. Nicht unwidersprochen wirb bleiben, daß in bem Aufruf neben bem ,Geist des Ultramontanifluiuß' ,in enger Ver- birtbung* protestantisch-orthoboxe Unbulbsamkeit als ,ernste Gefahren‘ charakterisiert werben. Die AufsührungSoerbote von Theaterstücken bucch die Zensur, Heyse'S ,'Diana von Magdala* und DreyecS ,Ial des Lebens», können doch wohl nicht ,protestantisch-orthodoxer Unduldsamkeit* angerechnet werden. Zentrum und Konservative haben sich allerdmgS sehr genähert, besonders in Preußen. Aber die Annäherung gilt in der Hauptsache den wirtschaftlichen Jnteresien, den agrarischen Bestrebungen u. s. w. Erne etroaige konservativ- klerikale Niehrheit roirb im Reichstage gefährlich bei den Handelsverträgen. Dagegen roird bem Zentrum nicht zuzutrauen sein, baß es, wie ber Wahlaufruf sagt, ,zur Sicherung der Herrschaft der reaktionären Parteien*, mithilft, daS allgemeine gleiche geheime und direkte Wahlrecht anztitasten. Der Hauptaccent der Tätigkeit deS neuen Reichstags liegt auf den Handelsverträgen, auf ber Wirtschaftspolitik überhaupt. Unb auf diesem Boden können sich alle Liberalen zusammensinden. yjlitildje Lujjcüschau. Parlamentarisches goyer.espräch. Unser parlamentarischer SDlitarbeiter schreibt unferm 23. April: DaS Hauptthema ber parlamentarischen Foyergespräche bilden z. Z. naturgemäß bie Neuwahlen. Im Reichstag intereffiert vor allem bie Frage, ob in ber Schlußsitzung bie Regierung durch den Nlund deS Reichskanzlers eine Wa hlparole verkünden roirb. Der dieser Tage in der ,Nvrdd. Allg. Ztg.* erfolgte Hinweis, baß bie Wahlparole burch bie politischen Verhältnisse gegeben sei im Sinne einer schärferen Betonung des nationalen Gedankens, roirb nicht als enbgiltig betrachtet. Rian hofft, daß Graf Bülow in einer feierlichen Ansprache ans Parlament biesen Hinweis bekräftigen wird. Andererseits memt man, die Regierung werde nicht umhin können, ber Bebeutung ber neuen Han- belS oerträge für bie nationale Wohlfahrt Erwähnung zu tun, ba ber Wahlkampf sich mehr um bicfe Frage, als um bie neue Militär- unb Marinevorlage drehen werde. WaS die Fraktionen betrifft, so erwartet jebe einzelne, ihren Mit- glieberbeitanb zu vermehren. Ausgeprägte Sanguiniker in dieser Beziehung sind bie Sozialbemolraten; sie rechnen nach ber Bemerkung eines ihrer bekanntesten Führer auf einen Wohlgewinn an Manbolen von 25 pEt. Wesentlich ruhiger sieht man in den Kreisen ber preußischen Volksvertreter ben Neuwahlen zum Lanbtag entgegen, obwohl die Sozialdemokratie in diesem Jahre zum ersten Dlale ben Versuch machen will, über baS Bollwerk beS Trei- klassenroahlsysiems hinweg ben Einzug inS preußische Abge- ordnctenhaus zu erzwingen. Em hervorragender konservativer Parlamentarier meinte, es sei allerdings nicht unmöglich, baß ein Sozialdemokrat gewählt werde; boch dieser würde zur absoluten Bebeutungtzwsigkeit sich verurteilt sehen. Bezeichnend ist, baß in ben auf die Neuwahlen bezüglichen Gciprächen auf Seiten der preußischen Konservativen von der Kanaloorlage überhaupt nicht mehr bie Rebe ist. Die die Versammlung, die Wetterführung der Linie durch die wirke den Interessen beider Stationen entgegen. Vermischtes. Ausland Diner, das die Besitzer der „Newyorker Staats-Ztg." zu Ehren deS deutschen Gesandten, Baron Speck von Sternburg, gaben, der Bürgermeister von Newyork das Kaiser- hoch auS. Er sagte u. a.: Vor Jahresfrist gewann Prinz Heinrich unsere Herzen. Wir Amerikaner sind keine Schau- spieler und fühlen die damals ausgesprochene Freundschaft noch heute. Es ist die Pflicht der beiderseitigen Diplomatie und Presie, die gegenseitige Freundschaft zu fördern. Ich rechne es mir zur Ehre an, auf das Wohl deS deutschen Kaisers trinken zu dürfen, der uns Achtung und Bewunderung als Mann, wie als würdiger Souveram eines großen Volkes gebietet. Vorher wies Baron Speck von Sternburg darauf hin, daß Friktionen zwischen Deutschland und der Union auch in der Samoa- und der Venezuela-Affäre sich stets als Mißverständnisie herausgestellt hätten. Die Presie beider Länder solle ihren Lesern die guten Seiten der anderen Nation vorführen. Da die Rivalität der beiden Nationen einem gemeinsamen Zivilisationsziel zuführt, konnten sie friedlich zusamknengehen. Er leere sein Glas auf das Wohl dieses großen Landes und seines Präsidenten, der den Frieden, den Fortschritt und die Freundschaft mit Deutschland personisiziere. Andere amerikanische Redner und zur Vorlesung gebrachte Zuschriften betonten, wer behaupte, daß Amerika nicht Deutsch- werderu lands warmer Freund sei, sei unwissend oder böswillig und I europäischen Jlavebala.il Ionen des 3. Korpsbereiches von Saloniki zur Unterdrückung des mazedonischen Bandenunwesens ungeordnet. Aden, 23. April. Das von Berbera eingetroffene Transportschiff ,^ardinge" bestätigt das Gerücht, daß im Somalilande von der im ganzen 22U Dlann starken I englischen Streitmacht 10 Offiziere und 180 Mann gefallen find. Montreal, 23. April. Die imkanadischenPar- (a ment eingebrachte Tarifnovelle bestimmt allgemein: Es kann ein Zuschlag von einem Drittel des ge- lvöhnlichen Zolles aus tue Waren eines Landes gelegt lverden, welches kanadische Waren ungünstiger behondell als aridere. Der Zuschlag erfolgt auch, sofern die Ware nur im Wesentlichen ein Produkt des beire ft enden Lan» des ist, trotz Veredelung in einem arideren Lande, doch unbeschadet der Bestimmung des britischen Preferential- Tarifs betressend Veredelung in England. Der Finanz- mini ler bestimmt, welche Läiider dem Zuschlag upter- I Lienen und welche ausgenommen sind. — Der Finanz- Minister ordnete die Erhöhung und Erhebung eines L)U- schlages gegen Deutschland an. Kreis 1840 Mk. — In Ettingshausen ist der Bau der Wasserleitung fast vollendet. Die Rohrleitungen und Hausanschlüsie sind fertig, sodaß die Bewohner schon daS Wasser rm Haus haben. Am Basiin wird noch gearbeitet. Die alten Dorfbrunnen sind bereits zugeworfen. Tie Gesamt- kosten werden sich auf nur rund 50000 Mk. belaufen, da die Leitung mit natürlichem Gefäll angelegt werden konnte. Die Quellen liegen in der Gemarkung Qucckborn. garrenhändler Sonntag wieder. § Butzbach, 22. Slpril. Die feierliche Einführung des neuen Direktors unserer Real» und Töchterschule, Professor Karg von Friedberg, fand heute in Gegenwart eines Ver» treters deS Ministeriums, des Geh. Oberschulrats Nodnagel und der Spitzen der Lokalbchörden in der Realschule statt. Diese zählt jetzt 168 Schüler. Der gegenwärtige Bestand unserer Töchterschule ist 42 Mädchen. K. B. Darmstadt, 23. April. JJn der heute nachmittag stattgehabten Sitzung der ^Stadtverordneten! wurde zunächst der neugcwählte Beigeordnete der Stadt, Herr IOberingenieur Eckert, in sein Amt eingeführt. Herr Ober-i bürgcrmeister Morneweg begrüßte denselben mit einer kurzen Ansprache und vollzog alsdann die Vereidigung in I der üblichen Weise. Herr Beigeordneter Eckert dankte der Stadtverordnetenversammlung für das ihm entgegengcbrachte weitgehende Vertrauen und versicherte, daß er jederzeit gern I sein ganzes Können für das Wohl seiner lieben Vateriladl! Darmstadt einsetzen werde. Eine eingehende und lebhafte Debatte hatte man bei Vorlage über eine Abänderung in dem Vertrag der Stadt mit der Süddeutschen Eisenbahn hinsichtlich der Vorortsbahnen erwartet.^ Tie An- gelegenen wurde jedoch ausgesetzt, da sich der Fmanzaus-^ schuß erst noch einmal ntf!)er damit veschchTsgen rora. tö oir erst vor einigen Monaten errichtete neue Strecke der städtischen elektrischen Bahn vom Ludwigsplatz bis zum Saalbau, wie ....schuß ton 10 816 000 Lst er- Im Hinblick hierauf schlägt der Finanz- i Ueberwachung der Vertilgung der Blutlaus und der Mai» käfer, die alljährlich zu erfolgen hat. Da die .Blutlaus- und MaikäfervertilgungE bei vielen zart besaiteten Gemütern in der Stadtverordnetenversammlung ein gewisieS Gruseln erzeugt, hat man sich schon im vorigen Jahr entschlossen, die ofsizielle Bezeichnung m.Obstbaumpflege-Kommission^ umzutaufen. Tie übrigen Gegenstände der Tagesordnung hatten lediglich lokales Interesse. — Ter hiesige Zweigverem u tun cuii_i.ci.cii uuuu w , v e des Evangelischen Bundes hielt gestern »abend im Kaiser- aber^ist ^für^uns eine ^Lebensfrage. Hücklicherweise stehen saal seine Jahresversammlung ab. Dem erteilten Rechen- mir mit allen fremdenM achten in freundscbaft- schastsbericht ist zu entnehmen, daß dem Verein im Laufe deS Aus Hladl uiiö £aniL Gießen, am 24. April 1903. - Geheime Sitzung der Stadtverordneten. Auf der Tagesordnung standen gestern meist persönliche Angelegenheiten, die für die Bekanntgabe in der Oeffentlich» feit nicht geeignet sind. Von Interesse ist der Beschluß der Stadtoerordneten-Versammlung, den städtischen Ltraßen-i ke hrern für Nachtarbeit eine besondere Zulage zu gewähren. Das Verdienst bei den Nachtarbeiten wird erhöht. - Vom Stadttheater. Wie wir erfahren, hat in der neulichen Vorstellung der .Fledermaus" nicht Frl. Kal» dem, sondem in deren Vertretung eine Choristin den Or» lofski gesungen. Frl. Kaldem hatte sich im letzten Augen» blick entschließen müssen, in den Souffleurkasten hinabzusteigen, da der Souffleur plötzlich auf und davon gegangen war. •• Besitzwechsel. Wie wir zuverlässig vernehmen, wird das Lass Ebel an Herrn Brauereibesitzer Georg ! Bichl er um den Preis von 120 000 Mk. übergehen. — Das DrachenhauS an der Schulstraße, Ecke Sonnenstraße, wurde von dem seitherigen Besitzer, Bauunternehmer Aber- mann, für 8 2 000 Mk. an Herrn Lristophersen verkauft, wobei der Verkäufer ein in Bad Nauheim gelegenes Haus für 33000 Mk. m Zahlung nahm. Herr Chnstophersen veräußerte seine Erwerbung für 7 7 000 Mk. an den Ci* lassen. , * Zürich, 24. April. Im Kanton Wallis zerstörte eine neue Feuersbrunst das im vorigen Jahre teilweise nieder- gebrannte Dorf Agaren. * Bozen, 23. April. Bei dem ungeheuren Waldbrande im Gebirge über Riva wurden 20 Löscharbeiter durch Steinschläge und Feuerbrände verletzt. • Lemberg, 23. April. In Uhnow im Bezirk Plawa Ruska brannten vierzig Häuser ab. Gleichzeitig wur- Rechte hält also wohl dieses gesetzgeberische Werk nicht nur für .auf unbestimmte Zeit" sondem für .gründlich" vertagt. Rede« in Amerika. Wie aus Newyork telegraphiert wird, brachte auf einem ' Frankfurt a. O., 23. April. Im Regierungsbezirk Frankfurt a. O. kamen während des letzten Schneesturmes zwei Männer und eine Frau im Schnee um. • Halle a. S., 24. April. Ein desertierter Soldat deS 71. Regiments warf sich beim Transport durch einen Gendarm auf dem Sollstedter Bahnhof vor einen einfahrenden Zug. Der Kopf wurde ihm vom Rumpfe getrennt. • Kiel, 23. April. Ein erneuter Nord oft sturm, verbunden mit Schneetreiben, jagt große Wasiermasien aus der Ostsee in den KriegShafcn. Der Wasierstand steigt stetig, der Sturm nimmt zu. — DaS Ermittelungsverfahren im Prozeß Hüssener ist beendet. • Ehristiania, 24. April. Große Unterschlagungen amtlicher Gelder wurden hier entdeckt. Em früherer Bürgermeister ist verhaftet worden. 'Paris, 23. April. Auf einer Kahnfahrt zwischen Nizza und Cannes sind ein junges Pariser Ehepaar und die Schwester der jungen Frau ertrunken. 'Rom, 24. April. Die Grundsteinlegung des Goethe denkmalS sindet am 6. Mai in Gegenwart des Kaisers, der Prinzen des italienischen KönigSpaares und der Behörden statt. Die Stadt giebt em Gartenfest in Monte Pineio. Der Bürgermeister von Colonna bat, auf die Eröffnung Prof. Eberleins, daß der Kaiser die Kosten der Grundsteinlegung zu übernehmen wünsche, dies der Stadt zu über- den Ausschreitungen gegen die Juden begangen. • Ein Gnadenakt des Königs von Lachsen. Gegen den Eigentümer des Simplizissimus, Albert Langen, wurde im Jahre 1898 vor dem Landgericht Leipzig eine Untersuchung wegen MajestötSbcleidigun g eingeleitet. Langen entzog sich der Strafverfolgung durch die Flucht und lebte seitdem teils in Paris, teils bei seinem Schwiegervater Björnson in Norwegen. Jetzt ist Langen nach fünf Jahren durch einen Gnadenakt des Königs Georg die Rückkehr nach Deutschland ermöglicht worden. Langen wird voraussichtlich seinen Wohnsitz in München nehmen. ' Das 18. Duell. Em rusilscher Adliger, Joanovitz von Tschcrdiadieff, der sich bis vor kurzem in Kopenhagen aufhielt, überstand kürzlich sein achtzehntes Duell — und, wie immer, ohne die geringste Schramme davonzutragen. Der letzte Zweikampf fand bei Hamburg statt und stellte den Grafen einem Landsmann, einem hohen Militär, gegenüber. Tscherdiadieff wählte am liebsten Sabel und greift nur, wenn diese kein rechtes Resultat bringen wollen, zur Pistole. Seine Waffe tötete bisher acht Menschen — Angesichts des erst vierzig Jahre alten Haudegens ein ganz ansehnliches Resultat! In Dänemark kennt man Duelle eigentlich nui vom Hörensagen und betrachtete den Rusien daher als ein« phänomenale Sehenswürdigkeit. ' Ein Denkmal auf der Zugspitze. Dem oer- fiorbenen Teilnehmer der Südpolarexpedition Enzenberger soll auf dem Gipfel der Zugspitze, auf dem er die Wetter- roartete leitete, cm Denkmal errichtet werden. • Eine Million Dollar Entschädigung. Emer Meldung aus Newyork zufolge hatte die Central Railway Gd über eine Million Dollars für die Entschädlgungsan» spräche der bei dem Eisenbahnunfall Verunglückten zu zahlen. Stockholm, 23. April. „Aftonbladet" meldet miß Helsingfors: Gestern wurden verschiedene Haus^ch- unaen, so bei Baro n Born in öorolarß, bei dem Advokaten Castren und bei der Mutter des Bavon Born in Helsingfors, abgeholten. Bavon Born wurde wegen einer Strafe von 30000 Ml. gepfändet, zu der er verurteilt war, weil er als Vorsitzender der Stadtverordnetcnversamm- lung es anläßlich der Soldatenausfd>reibung unterließ, die Stadtverordneten einzuberufen. „Stockholms Tidningew meldet aus Helsingfors, daß der Bankvirektvr Gras C. | Mannerheim und der Großindustrielle K. Wolf! Befehl erhalten haben, binnen sieben Tagen Finl and zu verlassen. . London, 23. April. Im Unterhaufe erklärte Premierminister Balfour, daß die Regierung beschlossen habe, an dem Bau der B a g d a d b a h n nicht teilzunehmen. Finanzminister Ritchie bringt das Budget ein und erhärt der Voranschlag von 1903—1904 beziffere sich tn den Ausgaben auf 143954000 Lst., in den Einnahmen au bet Grundlage der bestehenden Besteuerung auf 154 j .0 000 oft, sodaß sich ein lieber schuß ton 10 816 ( ilen würde. .... Minister vor, die Ekn7v m m en steuer von 1 CHMing 3 Pence für ein Pfund Sterling auf 11 Pence herabzu- setzen und den Kornzoll aufzuheben. Durch die ----- .... w r „ Herabsetzung der Einkommensteuer wurden sich^ die Ein- oorauSzusehen war, nur sehr wenig freauenttert wird, beschloß nahmen aus dieser Steuer um 8y» Millionen Psund der- Versammlung, die Wetterführung der Lime durch die mindern. Ferner würde die Aufhebung des Korn-olb^s eine Heinrichstraße bis zur Heidelbergerittaße, wo Anschluß an die Mindereinnahme von 2 Millionen P,nnd ergeben. Der M.- ° vorhnndem ist. Der l 27' Msi Än^n Psun^jLlich' X: erfordert §000 Mk. Knsten! »mg. setzen, von denen 5 Millionen zur Amortisation bestimmt Heiterkeit erregte olsbann die Wahl zweier Kommis,wnen zur werden sollen. Die Kosten des Krieges in Vpttttanna der Blutlaus und der Mar- afrika und in China belaufen sich auf 217000000 Lst. Die nationale Schu ld beträgt 7707<8000 Lst., wird aber im Jahre 1908, wenn keine Zwischenfälle eintreten, auf 694 000 000 Lst. herabgemindert sein. Trotz der Vermehrung des Heeres und der Flotte ist die Ausgabenlast verhältnismäßig geringer als vor 40 Jahren. Es ist zu hoffen, daß eine beträchtliche Herabse tzun g der Ausgaben für das Hee r im nächsten Jahre oder in zwei Fahren eintreten Cann. (Beifall.) Eine starke Flotte aber ist für uns eine Lebensfrage. --------------. , . , ~ t t mir mit allen fremdenM ächten in freundsckast- schastsbericht ist zu entnehmen, dag dem Verein tm Laufe des lichen Beziehun gen. Unsere Flotte muß wachsen, so Jahres 91 neue Mitglieder beigetreten sind und sich bte Ge- Lange die anderen Flotten wachsen. Ich freue mich zu be- samtmttgliederzahl auf nahezu 1200 beläuft. Der Verein hat I merken, daß die Anzeichen nicht fehlen, daß einige unserer gesellige Familrenabende abgehalten und die hier bestehende Nachbarn wünschen, i h r e n A u s g a b e n für die Gemeindepflegeschule, sowie die Kinder- und Stnckschulen mit Flotte ei" ,H alt" AZurnsen. ^rr begrüßen bief ' namhaften Beträgen unterstützt. Die Versammlung genehmigte oa^wenn sle^lche^Palttlk^mnchine'n und"an iHr^sest^l"n darauf^den e.w'a 3ö°° Mk betragenden «oranschlag und werden, toix bLüroiUig und loyal dem Vorgehen folgen bewilligte 750 Mk. zur J ivcluciu I tahgfeü m Darmstadt. Nachdem alsdann der aus 2o JJlit- ,^^^^Neapel, 23. April. Der Herzog der Abruzzen, der gliedern bestehende Vorstand wiedergewählt war, nahm die deutsche Kronprinz, Prinz Eitel Friedrich und. der Versammlung noch einstimmig den Antrag an, eine drei- Herzog von Braganza begaben sich heute zur Begrüßung gliedrige Deputation in betreff der Aufhebung des Artikels 2 ------ . des Königs von England an Bord seiner JachtKönig sogenannten Jesuttengesetzes an Herrn Staatsminister jDcllildllS llfidl* Eduard erwiderte den Besuch des deutschen Kronprinzen otbe zu entsenden Vertin 23^wri Vom Kuch des Kaisers aus Bord des „Saphir. Auch Kö n i g Ge o r g » o n © a<&- M“ne TiHeiluiifleit aus Hessen und den zer LarVdurfwL^^ch^geL ^ber?chtkt: Allgemein |len April. Der italienische Pot- Nachbarstaaten. Don Ober-NoSbach nach Nieder- hatte man erwartet, daß der Kaffer an dem unlängst in r^a|ter Malaspina unterstützte einem ihm erteilten 2luf- o § b a $ ist der Neubau einer ^^sstraße proiektlett, von Eisenach errichteten herrlichen Bismarckdenkmal > entspremend die Schritte des östteichischen Botschas- den Kosten entfallen auf den Staat 2760 Mk., aus die Gehalten werde. Da er aber bei der Vorbeifahrt gerade nach “ Aaron Calice und des russischen Botschafters Sinow- meinden 920 Mk., auf die Provinz 1840 Mk. und auf den der entgegengesetzten Seite grüßte, hatte er es nicht bemerkt. fleftern im TMiz und auf der Pforte. — Bei dem - ----— ~ •“ Der Großherzog hatte das Festmahl in einer der altehrwur- des Bergrückens Zlatorh gelegenen Dorfe Zabrecani Ligen Burg entsprechenden Weise bereiten lassen 2>em- nöxIi(f. ^on Pnlep im Wllajet Aionasrir fand ein Z u.s a m - gemäß war der Text zu den Speisekarten ui alldeutscher I m c n n 0 ft türkischer Truppen mit einer 23 Mann starken Sprache verfaßt. Der Speisenzettel war ^ stilgerechter Baude statt. Diese rettete sich durch Werfen Weise ausgefuhrt. WelchesJullreste der Kai,er diesen Kunst-1 on amit unter Zurücklassung von sieben Toten und blättern entgegenbringt, eihttlt daraus, daß er sie sammelt Berwundeten. Die Türken hatten seck-s Tote und sieben und einige sogar unter Glas und Rahmen ui seinem Salon- Verwundete. — Außer der bereits gemeldeten Mobilmach- Wagen aufbewahrt. c c, . una von 24 kleinasiaiffchen Redifbataillonen für das Wilajet — Die Nachricht der „Frkf. Ztg.", daß die Verhand- ^sküb wurde die Einberufung von sechs, eventuell mehr, lungen mll Rußland, Oesterreich uno der Schweiz über neue ' ■ ~ =«■-— Handelsver träge schon ziemlich well gediehen seien, eilt nach dem „Bert. Tagebß", den Tatsachen voraus. Bis jetzt fei weder mll Rußland, noch mll Oesterreich und der Schweiz über neue Haiwelsverträge verhandelt worden. Wann die Verhandlungtln beginnen werden, darüber sei noch feine Bestimmung getroffen worden. — 91 ad) tz 3u Ziffer 19 der b an des rötlichen Ausfuhr- ungsbestimmuilgen zum F le i s ck)b e sck>a u g e s e tz sind die durch Ausblasen von Luft üeräiioerten Fleischtelle euischlleß- lieft der Lungen als untauglich zum Genüsse für Menschen anzusehen und daher von dem Fleisd)beschauer zu, bean- staiwen und vorläufig zu l,cschlagliah»iien. Das bisher ui manchen Orten üblich gewesene Verfahren der Metzger, Fleisd), insbesorwere die Lungen der Sd>lau.)ttiere, mll einem Blasebalg ober gar mit dem Munde aufzublasen, ist sonad) Nicht^meh^ rulässlg-^n^ng erfahrener praktischer Aerzte als Reichstagskandidaten plädiert Dr. Richard Landau (9kümberg) im „Aerztlid)en Dereinsblattt'. Bei den gegenwärtigen sozialen Kämpfen des ärzttichen Staiides, der in Deutschland 27 000 Angehörige umfaßt, ist eine angemessene Vertretung im deutsd-en Reichstage wohl gerechtfertigt Es wird daraus hmgewiesen, daß eben in den fran- iötifdjen Senat 18 Aerzte entsandt wurden. Eine Partei, der es gelingt, einen ooer mehrere tüchtige Vertreter der Aerzteschaft in den Reichstag zu führen, wird sicher diel Sympathie dieses einflußreichen Standes gewinnen. — Der Deutsche Verein für Frauenstimmrecht bat an alle liberalen Parteien und deren Ortsvereine die Aufforderung gerichtet, bei der Agitation und den Wahl- arbellen sich der Mithilfe der Frauen zu bedienen und dieselben zur Beteiligung an den Wahl arbeiten besonders heranzuziehen, wo die Laiwesgesetze es gestatten, Frauen als ordeiMiche Parteimitglieder in die Lokalvereine auszunehmen. Ferner richtete der Verein an den preußi- scheu Oberkirchenrat eine Eingabe um Verleihung des Ge-! rneindewahlrechts an Frauen. Die Eingabe wird damll begründet, daß hauptsädslich Frauen an allen kirchlichen Veranstaltungen teilnehmen unb es dashalb ein Akt der Gerechtigkeit sei, ihnen bei der Anstellung der Geisllichen und bei den übrigen Angelegenheiten der kirchlichen Selbstverwaltung das Bestimmungsrecht zuzugestehen. Man habe mll dem F-rauenstimmrecht in den kirchlichen Gemeinden von 9iorwegen, Sdpveden, Island, einzelnen Schweizer Kantonen der reformierten Gemeinde in Hamburg, sowie in Australien und Amerika die günstigsten Erfahrungen gemacht, rocldie beweisen, daß diese zeitgemäße Forderung im eigenen Interesse der Kirck)e liegt Dasselbe Gesuch soll auch sämtlid-en Kirdsenbehörden der übrigen deutschen Bundesstaaten zugeheu. s Wetter Z w 22.-23. delphia angekommen. 3*/i% Reiohsanleihe do. v"/° Hessen Mt. 1,12 ♦ [2953 Zu vermieten KaufGesnche 2 1 2 April 1903. 726,8 724,7 780,9 4-10,8 4- 8,0 77 94 83 211,50 140,25 186,37 184,50 in Ant- in New- in Ant- 8°/o 3*/i% 8. KNE. 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Monopol.-AnL 41;, % äussere Argentiner Für EttMHhoiibcjltztt! Aufnahmen o. Earmeu Lylva (Römgin von Rumänien), Sarah Bernhardt und viele Neuheiten treffen in den nächsten Tagen ein. Feinste ftonzertuadelu. Kari Ramstock, Uhrmacher und Optiker, SelterSweg 2. 01983 23. 23. 24. yo^naii (hoher Rahmen) zu taufen ge- sucht. Näh, 'n der Erved. d. Bl. Bed. Himmel Regen Bed. Himmel AineiiMmö & 01966] Frankfutterstraße 9L Bork angekommen. , . , Der Postdampfer .Nederland der Red Star Lme werpen ist laut Telegramm am 22. April wohlbehalten in Phila- Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Prima feinste gtanfiurttt Wirßchti Kothiikr lürvcktMst Bttiiiiilhmigtt UettmrK foeben frisch eingetroffen bei [3432 H. E. Jughardt, ZllhLber: August Vallenlels, Marktplatz 15. §ülhsensteislh im Ausschnitt, 3428 Frankfurter Würstchen, Halberstadter Würstchen, Brauuschw. Mettwurst, „ Cervelatwurst in Fett- und Rinds da rm^ empfiehlt in nur feinst. Qualitäten Georg Wallenfels, Marktplatz 21. 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Reflektanten wollen mit 2. Katz, Gießen, Asterweg 10, in Verbindung treten.3146 Neu eingetroffen ei« großer Poste« xxi Damen- und Kinder-Wäsche Handschuhe, Strümpfe und Socken teils Muster, die bedcuteud «uter Preis verkaufe. 3429 J. Kaan, jr. Kreuzplatz.__Kreuzglatz. S. . Im Regierungsbezirk iS letzten SchneesiurmeS im Schnee um. i befertierter Soldat bed )ort burch einen Gendarm inen einfahrenden Zug. zetrennt. euter Nordoststurm, igt grobe Wossemiassen Der Wasserslanb steigt j EmMungsveyahr^ Ache Unterschlag' ben hier entdeckt, km .astet worben, einer RaftnfaM * Pariser Ehepaar unb ote bsteinlegung Gegenwart des M - .Maares unb der w L Lrtensest m * solonna bat, aus 513^ Gut. Tüchtiger Gutsinspektor, evang., 35 Jahre alt, 'I'lk. 25000 bar, pachten, ev. würde derselbe auch tn ein Gut emgeiraten. Off. erbitte u. Nr. 8421 a. d. Exp. d. Bl. zwei welkere zu vier vezteyungSwnir vtwrx ttrcmarr «- fänauts. Sie hatten in einer Wirtschaft in Reihe von Personen ohne jeden Gründ ant der äöa||e schwer mißhandelt. ,__~ M ünchen, 24. Avril. Die von der lttercnnschen Gesellschaft im Schauspiclhause veranstaltete Aufführung von Paul Hey e'S „Maria von Magdala" brachte dem Werke nicht mehr als einen freunblidien AckftungS-Erfolg. Der Beifall galt hauptsächlich der sehr guten Aufführung. «open Hagen, 24. April. Einem hier umlaufenden @erüd)l zufolge sollen der König und die Zarin- Wit we aus einem Spaziergänge von einem b c t r un lenen Soldaten üoersallen worden seui, welcher der Zarin-Witwe mehrere Stöße versetzte und auch den König angegriffen haben folL Er ledoch von herbe eilen den Passanten feftgenommen und verhaftet Lmidel und Verkehr. Volkswirtschaft. Berliner Börse vom 23. April 1903. («Uhtfleteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Allgemein freundlichere Berichte auS den Eifen- und Kohlenbezirken wie auch die hohen Schlußnotierungen der gestrigen westlichen ^^^nder heutigen Börse be» Eröffnung em festes Gepräge. Im RErntenmarkt waren Argentm,er anianqß wiederum stark bevorzugt, paterh n iedoch leicht nachaebend. Auch Spanier, welche tm ^lang mit strammen auswärtigen Meldungen fest emsetzten, gaben geg n lP°r2ont>ion, 24. April. Tic offizielle Nachricht von der Vernichtung einer britische n T r u p p e n - Abteilung und der kritischen Lage be» Obersten Eoobe hat in parlamentarischen «reisen einen bestürzenden Andruck gemacht. Man befürchtet, daß die Vorbereitungen für bie Somali-Kampagne wieder unzureichend gewesen fuib unb daß sehr erhebliche Opfer an Geld und Blüh zur Auswetzuna der «charte notwendig [ein werden. Das Unterhaus nahm das vom Kriegsminister verlesene offizielle Telegramm über die Niederlage mit «chwei- 9Cn «“arlSbab, 24. April. Trok aller Dementi erhält sich das Gcrücltt, daß Ende Mai Kaiser Franz Josef und Anfang Juni K ai j e r W i 1 h e 1 m zur Kur hier eiw- treffen werden, bei weltt-eiu Anlaß eine Vegegnung beider Monarä-en stattfinden werde. Lemberg, 24. April. Bei den gemeldeten Unruhen in Uhnow stürmte die Bevölkerung die Häuser der "luden, weil sie vermutete, daß das Feuer un schuppen des zum Christentum übergetretene,t Juden Klein aus- gebrochen war und warf deren Fenster ein. Noch wahrend her Feuersbrunst nahm die Ruhestörung einen ernsten Charakter an. Klein wurde tot geschlagen und viele andere Juden sehr schwer verletzt, sodaß für ihr Aufkommen leine Hoffnung vorhanden ist. Petersburg, 24. April. Bei dem Exzesse zwischen Matrosen und Lanosoldaten in «ronftabt sollen 60 Mann getötet worden fein. Pretoria, 24. April. Dier von den fünf wegen Meuterei zum Tode verurteilten Soldaten sind zu 15 bis 20 Jahren Kerker begnadigt worden. Der fünfte, der Urheber des Komplotts, wird da- gegen hingerichtet. Minneapolis, 24. Apnl. Hier fand in den Anlagen der Northwestern StarOilCompany eine Ervlosion statt. 11 Personen werden vermißt; man nimmt an, daß sie umgekommen sind. Eine Anzahl Personen ist verletzt. Die Anlagen find vollständig zerswrt. Newyork, 24. April. Der Milliardär Carnegie hat der Hochschule für Schwarze eme Summe von 150 000 Dollar vermacht. Tinoxa eina.beft. Schutzmittel geg. Mottenfrag, Pack 20 Pfg., empfiehlt Adler-Drogerie Leltersweg 89. Otto Schaaf. 3367 LiicheiihtMttLLlhliiiiiibcrgtt Marburgcrstraße 22. 01942[ Eine Bettstelle mtt^ta- tratze sowie eine Ladentheke dill. zu verk. Zu crir. Bcchnhokur. 11. — Man schreibt auS Leipzig: Eine 93iertcImilIIon 'Ummattifulationen haben bisher an der Unioersital statt- j.r. «rntmet auS ®to, ist bet 250000. L-,o- »iaer Student. — Wie aus Darmstadt mttaeteilt wird, wurde Dr Ernst Schrader d,e venia legendi für Philosophie an der dortigen Technischen Hochschule ertetü. - Aus «onn wird ge- schrieben: Am 5. Mai wird sich an der philosophischen Fakulial d7r hiesigen Universität Dr. Fran-Schultz mit emer Vorlesung über .Goethes Reooltttionsdramen^ habilitieren. — Aus Karlsruhe schreibt man: Bei der hiesigen Hof- und LandeSbidliothek sind OSkar Seneca und Adolf Sallwürk eingetteten der erste als HilsSardeuer, der zweite als Volontär. — Den 70. lSeburtstag feierte der Senior der evaugelisch-theologischen Fakullat der Uni- versuät BreSIau, Pro'. D. Ludwig Hahn. — Die Wiener „Arbeiterzlg." brachte die Nachricht, daß Hof- tat Prof. v. Philippooich daran denke, seine Wiener Lehr- kaiuel au verlaßen und einer Berufung nach Berlin Folge leisten werde. Ter Wiener „Zett" zuiolge ist diese Nachricht unrichtig. Hosrat Pros, v. Philippovich Hal keine Beriliung erhalten Arbeiterbewegung. Krefeld, 23. ApriL Am Nachmittag beschloß dle Dttfamm- kuna der Yabrttantenverbände die zum 5. Mai verhängte Sperre aufzuheben, nachdem die Arbeiter der Firma Bretthal u. Eo. die Arbeit wieder ausgenommen haben. , Berlin, 23. Apzil. Ein Streik der Milchkutscher bei der Milchzentrale ist heute früh auSgebrochen. Sämtliche Kutscher, welche die 75 Wagen der Zentrale fahren legten Heu e irüh die Arbeit nieder. Es war aber rechtzeitig für Ersatzkraste gesorgt. Die MUchzentrale macht bekannt, daß, wer bi« abends 7 Ubc die Arbeit nicht wieder ausgenommen hat, entlassen i|L Marseille, 23. April. Die Polizei nahm zahlreiche Der- dattungen von ausländischen Dockarbeitern por, welche ihre nidit streikenden Kameraden verhindern wollten, die Arbeit sorr-u- setzen. Der Ausstand Hal sich nunmehr auch auf die Dockarbetter von 8'. Loa's sor Rhftne autzgcdchni. ___ . ___________________ Schiffsnachrichten. Norddeutscher Lloyd. 5fn Gießen verttetcn durch Earl Loos. Kirchenplatz. Brenien, 22. Aprü. (Per transatlantischen Telegraph.) Ter Doppelschrauben-Postdampser .Hannover', Kapitän H. Jacobs, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 8 Uhr morgeiiS wohlbehalten in Philadelphia angekommen. Bremen, 22. April. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Doppelschrauben-Postdampser .Großer Kurfürst", Kapt. W. Reimkasten, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 11 Uhr morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Bremen, 22. ApriL (Per transatlantischen Telegraph.) Ter Doppelschrauben-Schnellpostdampser Kaiser Wilhelm IL , Kapt. D. Högemann, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 6 Uhr abends wohlbehalten in Newyork angekommen. 3177s Manfaroeu-Wohnung zu vermieten iNarttplag 17. 01977s 2 kleme Mansarden^ Wohnungen, je 3 und 2 Zimmer m. Küche u. Keller, 1 Treppe hoch, Gr. Steinweg 5, an ruh. Leute z. v. Räy. Blerchstr. 11. WlMelm 8eng. Schöne, der Reuzett ent« sprechend eingerichtete 5-Zimmerwohnung per 1. Juli eventuell früher zu vermieten. [197 Näheres LclterSweg 35. i dem »Arrich. • Ri°° l uetbränbe ^atD4 in*«* d»lch w ÄSdn itin"n ¥#tl” Mt » 2an9‘” öenaft w« niglith*, Sibd * b S'” * . d-- .. Höchlte Temperatur am 22.-23. April Niärigste , . brr ftcc) tm Januar 1902 tm Tunnel bei der Grand Tentral- Station ereignete. . • Selbstmord eine« russischen Studenten, ter 23 Johre alte, m RustlmL gebürtige Student der Medizin Josef Aschkennsy-Rewicz in Berlrn lebte fj flott daß er mit seinem MonatSwechsel von 135 Rubeln ni.^1 autlom und Schulden machte, «m 15. b. M. begleitete amit^efct^tDo|lJ^^^^^=^=====^= ^lnioersilMs-NaHrichlru. MM werden schnell und gut repariert n.nenöt$ogen Lebende Tkvebse | frisch eingetroffen. 3425 Eberhard Metzger. | Neueste Meldungen, vriginaldrahtmelduugen de» Gießener Anzeiger». Berlin, 24. ApriL Der Rennfahrer Jimmy M ichael ist auf derRadrennbahnFriedenaugestürzt und hat sich eine Gehirnerschü tteru ng zugezogen. Berlin, 24. ApriL Wie die „Germania" berichtet, ist vom Zentrum für den Reichstags-Wahlkreis Marburg-Kirchhain der Redakteur Baum aus Fulba als Kandidat aufgesteltt worberi, nachdem der Abgeordnete Mütter-Fulda eine Kandidatur abgelehnt hat. Berlin, 24. ApriL Don bestunterrichteter Seite (??. will die „Morgenpost" erfahren haben, daß der Kronprinz sich mit der Prinze ssin Margarethe von Groß-Britannien, der ältesten Tochter des Herzogs von Eonnaught, der mit einer Tochter des Prinzen Friedrich Karl von Preußen verheiratet ist, verloben werde. Noch ehe diese Verlobung proklamiert werden sott, sei bie Bekanntgabe einer zweiten Verlobung zu erwarten unb zwar derjenigen des ältesten Sohnes des Prinzregenten von Braunschweig, des Prinzen Friedrich Heinrich von Preußen mit der Prinzessin Alice von Großbritannien, der einzigen Tochter des verstorbenen Her-ogs von Mbanp und Schwester des Herzogs von Coburg. D ü s s e 1 d o r f, 24. ApriL Die Sttafkammer verurteilte iwei Polizeibeamte zu je einem Jabr drei Monaten Gefängnis und soforttge Verhaftung, sowie 3411[ Schöne 8—4-Zimmerw., auch geteilt, gleich beziehb.^. verm. Näy. Grünoergerstraße 33, patt. BSrienschluß um Kleinigkttten nach. Sanaba Share« weiter an- neffend; von sonstigen Bahnen Lübecker und fett langer Zeit einmal Lombarden gefragt. Auch heute verfuchie die «ontremine wiederum zu ihrem Recht zu kommen und bewirkte auch vorübergehend kleine KurSadbröckelilngen, welche jedoch auf da« erneute Dementi der jiingsten Gerüchte, nach denen Amettka von feinen Kontrakten aus Eifenbestellungen in Luxemburg zurücktreten möchte, bald wieder eingehott wurden. Auf dem Kaffaindustriematti, der tm allgemeinen gut behauptet war, herrschte defoiidereS Jntereffe für Terrainwette. Prwat-Diskont 2'/, Prozent. , Anfangs- u. Schlußkurfe. 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Vogt Giessen, im April 1903 wischen Lelterotor u. neuen zwischen Lelterotor u. neuen Ü ftllulreu möblierte» Rimmer IVttt AAttAitAtt ae|ud)t, euenll. nut Kabinett, per ÜIU x,üyP.jlPF5 27. 'jlpril, ungestört, Radjelofen, Bücherregal, aufmerksame Be- Ni> Polster-, sowie ein Dieben, den 8*. Aprll 1003. 8430 erwünscht. 3433 3364 s Neue Mtnlken. und 3219| Schön möblierte Zimmer -u Herrn. Ltcblgstr. 47, pari. Konzert Ramscher Amüsantes Programm. XMlkütk '“£XÄ Mietgesuche S1rllcii<6i*niil)r ■ n f: llcvfdjicbcncs !-< Ä Inn jnngcs Ari^cn und 2 LicnMtölhkn gcjncht. LIMMMMW Die Beerdigung findet Sonntag den 26. April, nachmittags 2*;i Uhr, von der alten llltnik aus statt. Kerber'sche llulv.'Buchhanblg. C*. liocti. 8419s Um in der Uuche Hausarbeit sehr erfahrenes Mädchen ■S 01951) Möblierte» Zimmer zu pevmieten Wilhelmilraße 3. (ürfoop rtdi fitmüllidihrit LamStag den 25. April liuiwtiiniig des ilkncn HirninsIofaltS. Todes-Anzeige. 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