otertel- B8ES Ndresie für Depelchenr Vwzetger Vietze«. A«rntprechan1chluß Nr. 61. Nr. 249 Vrfchetut tL-ltch sicher Sonntags. Dem Otehener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Siegener Familien- biätLer viermal in der Woche beigelegt. NotatwnSdrnck «. Der- druckeret (Pietsch Lrben) Zweites Blatt« 1518. Jahrgang Freitag 23. Oktober 1903 Ed WST o monatlich 75VL, otertel- v EM, M V . jährlich Ml. L20. durch GletzennAnzeiger w General-Anzeiger v m3» Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MW Kie Heutige Wummer umfaßt 8 Seite«. Uslitische Tagesschau. „Südamerika und die deutschen Interessen" betitelt sich eine soeben erschienene geograpyisch-polllische Betrachtung von Dr. Wilhelm Sievers, Professor der Geographie an der Universität Gießen. (Ottav. 100 G. Geheftet 2 Mk. Verlag von Strecker L Schroder, Stuttgart.) Der bedeutende Geograph,.der bekanntlich Siedamerika wiederholt bereist hat, giebt in dieser mteressanten Schrist an der Hand statistischen Materials wertvolle Ausschlüsse über die politische und wirtschastli.che Entwicklung und die Zusammensetzung der Bevölkerung; er schildert den Reichtum der einzelnen Länder an Produkten de» .Bergbaus, des Ackerbaus und der Viehzucht. Indem er unter besonderer Verücksichtigmrg Deutschlands die Handels- und Verkehrsverhältnisse darlegt, tritt er wanw inr eine Unter- stützung des Dentschtmns in jenen gesegneten Landstrichen Ctn* ,^hter", so sagt er in seinem Schlußwort, „liegt nun Eine schwere Anklage gegen Dr. BZckel hat auf dem Parteitag der deutsch^sozialen Reformer Zimmermann erhoben. Er sagte über die Wahl im Kreise Marburg: „Der Verlust dieses Kreises cm Herrn v. Gerlach schmerzt die Partei ganz besonders, da der Kreis der erste war, den die Antisemiten seinerzeit erobert hatten. Kontrollierbare und unkontrollierbare Gerüchte seien darüber im Umlauf, weshalb der Abg. Dr. Böckel seine Bewerbung um den Kreis zurückgezogen und wem er rlles sein Mandat angeboten habe. Die letztere Angelegenheit besonders ser merkwürdiger Art, denn auch ihm, Zimniermann, sei der Kreis unter bestimmten Voraussetzungen angeboten, er habe aber abgelehnt, weil er der Ansicht sei, daß ein Wahlkreis nicht zu kaufen sei. (Bewegung.) Unter welchen Bedingungen Herr v. Gerlach vom Handelsvertrags- Verein in Marburg Sieger geworden sei, sei ja genugsam bekannt. Die Partei müsse den Kreis schon um der Partei willen zurültzuerobern suchen, noch dazu von einem Reichsstagsabgeordneten, der Wähler seiner Parteifarbe überhaupt nicht hinter sich habe, da es im Marburger Kreise keine Freisinnigen gebe, es müßte denn gerade ein Marburger I u d>e sein. (Heiterkeit und Beifall.) Dabei habe die Partei mit aller Schärfe den anderen antisemitischen Richtungen zuzurufen: Hände weg, das ist unser Kreis!" (Lebhafter Beifall.) Man wird abzuwarten haben, was Dr. Böckel aus diese Anklage zu antworten haben wird. Die badische Wahlrechtsreform. Die badische Regierung hat eine Wahlrechts-Vorlage ausgearbeitet, die nach dem Vorbild des Reichs tags Wahlrechts das gleiche und dire kte Wahlrecht bringt. Daneben erstrebt aber die badische Regierung noch eine Art Berufsvertretung, insofern 50 Abgeordnete unmittelbar aus der Volkswahl, und 25 durch das Medium der Handels- und Gewerbekammer hervorgehen sollen. Dieser auch in Sachsen erwogene Gedanke erscheint zweckmäßig, da hierbei eine Gewähr dafür gegeben wird, daß die großen wirtschaftlichen Interessen mit einem ihrem Stärkeverhällnis entsprechenden Umfang in der Zweiten Kammer zur Vertretung kommen und daß auch eine Anzahl von Viännorn in das Abgeordnetenhaus einziehen, bei deren Auswahl nicht vorwiegend oder ausschließlich die örtlichen Interessen maßgebend sind. Andererseits hecht es, die badcsche Regierung werde sich bei der Vorlage der Verfajsmlgsrsiorm im wesentlichen aus den gleichen Boden des allgemeinen, ein Feld für die Betätigung deutschen Einflusses und für die Hebung deutscher Dtacht auf der Erde. Südamerika ist der einzige Erdtell, über dessen Zukunft das Los noch nicht geworfen worden ist. Während Asien zum größten Telle, vielleicht einst ganz an Rußland fallen wird, Australien England gehört und Afrika mehreren Staaten, deren Machtverschiebungen das Schicksal der einzelnen Telle Aftikas beeinflussen und entscheiden werden, vor allen aber Frankreich und England, ist in Südamerika, wenn hier überhaupt eine Vorherrschaft einer der großen Handelsmächte zurzell anerkannt werden soll, Deutschland der im Handel mächtigste Faktor, der auch« die Schiffahrt an sich zu bringen Noyeitsvervrecherr und ZLestrafuug. Ter Fall Dippold hat eine wahre Flut von Bor- fchlLaen zur Verschärfung der Freiheitsstrafen hervor- gerufen. „garte und mrlde Frauen" haben nach der Wieder ernführung der Prügelstrafe gerufen, andere F-rauen — merkwürdigerweise sind in diesem Falle die Frauen die heftigsten Ruser im Streite, oder vielleicht auch nicht merkwürdigerweise, weil der Fall Dippold gerade das weiblich-mütterliche Empfinden am tiefsten verletzen mußte — haben für „Dunkelarrest" plädiert usw. So gräßlich auch das Verbrechen Dippolds war, so sollte man doch nicht gleich das Kind mit dem Bade ausschütten. Ware etwa gelegentlich des einen Falles enthüllt worden, daß derartige Furchtbarkeiten des öfteren Vorkommen, Hütte also ein thpischer Fall Vorgelege::, so wäre es angezeigt gewesen, die (Z^setzgebungsmaschine in Tätigkeit zu setzen. Gott sei Dank kann man aber, wie schon an dieser Stelle eine G ie ß en er Dame s ehr richtig ausführte, davon überzeugt sein, daß es sich um einen unerhörten Aus- nähmesall gehandelt hat und deshalb sollten doch diejenigen, die sich jahrelang mit Händen und Füßen gegen die Einführung der Prügelstrafe gesträubt haben, nicht gleich die Pesinnung verlieren und den Freunden der Prügelstrafe bequeme Handhaben bieten. Die Prügelstrafe hat an sich mit den polllischen Standpunkten nichts zu tun. Wir verwerfen sie weder vom Standpunkte des Liberalismus aus, noch von dem einer weichlichen Humanität, sondern wir verwerfen sie deshalb, well sie unzweckmäßig ist. Hat etwa die Prügelstrafe im englischen Heere — wo sie vor noch nicht langer Zeit noch in Anwendung war, ob sie heute noch exekutiert wird, wissen wir nicht — die englische Soldateska weniger zu Roheiten geneigt gemacht? Oder sind die Chinesen, bei denen die Prügelstrafe noch heute im vollsten Flor steht, nicht von einer geradezu viehischen Brutalität, wenn ihre schichten Leidenschaften entfesselt sind? Der einzige Effekt der Prügelstrafe besteht darin, daß nicht nur derjenige, der die Prügel empfängt, sondern daß auch derjenige verroht, der die Strafe exekutiert, und daß auch diejenigen, die fteiwlllig oder unfreiwillig zu sehen, der Gefahr der Verrohung verfallen. Vom BesserungS- und Abschr eckungs-Starrd- punkte auS ist die Prügelstrafe jedenfalls ein Unding. Wir treten aber den garten und milden Frauen" wohl kaum zu nahe, wenn wir annehmen, baß ihren VocsckMgen nicht die Besserungs- bezw. Abschreckungs-Absicht zu Grunde gelegen hat, sondern die Vergeltungs-Tendenz, wie sie in dem Spruche des Alten Testaments „Auge um Auge, Zahn um Zahn" so prägnant ausgedruckt wird. Trotzdem die christliche Weltanschauung das rücksichtslose Vergeltungsprinzip verwirft, wurzelt der Vergeltungsgedanke fest in der menschlichen, und besonders in der weiblichen Natur, sodaß er sich ungemein schwer wird ausrotten lassen. Müssen es denn aber, wenn dem Gefühle der Vergeltung bei der Bestrafung des Verbrechers Rechnung getragen werden soll, durchaus Prügel sein? Wir nehmen cm, daß Dippold und ähnliche Roheitsverbrecher ein an jedem zehnten Tage eintretendes 24stündiges Fasten ebenso peinigend empfinden würden, wie eine in bestimmten Zwischenräumen zu erteilende Prügelstrafe. In Oesterreich gibt es verschiedene ähnliche Verschärfungen der Zuchtbausstrafe bezw. des „schweren Kerkers", und über die Ernführung derartiger Strafen auch bei uns ließe sich schon eher reden. Derartige Strafen, wie Fasten oder Dunkelarrest, werden als schweres körperliches Uebel empfunden, ohne doch verrohend zu wirken. Ebensowenig wie mit der Prügelstrafe könnten wir uns mit Strafen befreunden, wie sie irr England bestehen, nämlich solchen Arbeitsleistungen, die systematisch die Körperkräfte herabsetzen, ja sie auf die Dauer zerrütten. Es heißt, daß gerade bei Roheitsverbrechern durch die Schwächung ihrer Körperkraft der verbrecherische Wille herabgemindert wird. Das mag wohl sein, aber aus der andern Selle wlld durch die Zerrüttrrng der Körperkräfte die Möglichkeit, nach der Entlassung aus ehr liche Weise den Unterhalt zu verdienen,herabgemindert und dadurch wieder die Neigung zum Verbrechen gesteigert. Wir können deshalb auch für .Verschärf- nngen, wie Fasten, Dunkelarrest u. dgl., nur in dem Maße ein treten, daß sie nur ein starkes körperliches Mißbehagen Hervorrufen, aber nicht die Gesundheit des Sträflings dauernd schädig en. int Begriffe ist. Da liegt es nahe, diese starke Stellung soweit zrr befesllgen, daß sie uneinnehmbar wlld, und es wlld in toer Tat Zell für Deutschland, sich! seinen Platz hier zu wahren. Denn bei der heutigen Bertellung der politischen Macht über die Erde kann nicht geleugnet werden, daß es zurzell nur drei wirkliche Weltmächte giebt, nämlich Großbritannien, das Russische Reich und die Vereinigten Staaten. Diese teilen sich in die großen Land- massen ober sind im Begriffe, sie zu leiten. Das Deutsche Reich und Frankreick- lonutten erst in zweiter Linie und können trotz ihrer aftikanischen und Südseebesitzungen kaum noch als Weltmächte angesehen werden. Will das Deutsche Reich sich die rasch verloren gehende bisherige Stellung als eine der führenden Mächte der Erbe von neuem erwerben, so suche es dort maßgebenden Einfluß zu erlangen, wo dieser noch zu erwerben ist, nämlich in Südamerika, aber nicht in Gestellt von Besitzergreifungen, welche die Bevölkerung erbittern, wie in Kiautschau, sondern in der Bildung eines pekuniären, hcmdelspolitischen mtd industrielle, im Notfälle auch milllärischen Rücklsalls für die südamerikanischen Staaten gegen die wachsende Begehrlichkell der Vereinigten Staatem Dazu srellich müßte man seitens des Deutschen Reiches die Kraft haben, den Vereinigten Staaten energisch entgegenzulleteu und die Harldelsfeindschast Großbritanniens in den Kauf nehmen, die überdies sck>on jetzt zur Genüge besteht, und man mußte rückhaltlose Anlehumrg an diejenige Aiacht suchen, welche in Südamerika so gut wre keine Interessen hat, näinlich an das Russische Reich, dem man dafür natürlich freie Hand in Asien zuzusichern hätte. Diese Polllik dürfte um so empfehlenswerter fein, als Rußland der natürliche Gegner Großbritanniens und auch der Vereinigten Staaten ist, und als wll schon «u Zeiten eines politisch so llar sehenden Herrschers, wie Wilhelm L, und des größten Staatsmannes unserer Geschichte, BismaräA, in enger Freuitdschaft oder doch wenigstens in einem Rückversicher ungsver trage mit Rußland stalcden. Aber srellich es ist an der Zell, diese Stellung für den einzigen uns noch bleibenden Erdtell bald einzunehmen, denn rascher als vor einem Jahrhundert schreitet heute die polllische Geschichte der Erde und schneller als ftüher entwickeln sich Großmächte und fallen solche, die es bisher zu fein glaubten." Möchten alle, die es angeht, diese Schrift lesen und die darin nieder gelegten wertvollen Anregungen und Vorschläge des geleKcken Verfassers beherzigen. geheimen, gleichen und direkten Wahlrechts stellen, auf dem die in Bayern und bei unS in Hejfen hinsichtlich der Landtagswahlen gemachten Vorschläge stehen. Die hessischen und bayrischen Vorschläge sollen in Baden, abgesehen von Einzelhellen, bereits im wesentlichen die Zustimmung der Mehrhellsparteien erhalten haben. Die „Karlsr. Ztg." meldet halbamllich, daß der Entwurf über die Wahlrechtsreform die Vorschrift enthalte, wonach dem Nachlaß des Entgelts für gewährte Unterrichtsmittel ebensowenig wie dem Schulgeldnachlaß der Charakter der Armenunterstützung hinsichllich der BaI)lbere^^ti^ ung zukomme. __ ________ Sechste ordentliche evangelische Landessynode. (Origiualbericht deS „Gieß. Anz.") hl R.B.Darmstadt,22. Oft Die heutige Sitzung wird um 9y4 Uhr mit Gebet eröffnet. Erster Gegenstand der Tagesordnung ist der Gesetzentwurf, betreffenb die Erhöhung der Organistengehälter. Der Gesetzentwurf lautet: § 1. Vom 1. April 1904 an erhält jeder Organist einer evangelischen Kirche für seine kirchliche Tätigkeit bei einmaligem Gottesdienst an Sonn- und J-eiertagen jährlich den Mindestgehalt von 150 Mark, bei zweimaligem den von 200 Mark. In anderen als den vorgenannten Fällen wird die entsprechende Vergütung unter Berückfrckckigung der vorliegenden besonderen Verhältnisse des Einhelsalles festgesetzt. Für beide vorstehenden Absätze erfolgt die Festsetzung durch das Ober- ronsistorium. § 2. Die hierdurch eintretende Gehalls- erhöhung hat, soweit nickll ein Rechtsanspruch auf ander- weite Deckung besteht, die betreffende Kirchengemeinde zu tragen. § 3. Den Kirchengemeinden, die wegen Bedürftigkeit die ihnen durch das Kirchengesetz erwachsende Last nicht zu tragen vermögen, kann Beihilfe aus dem Zentralkirchenfonds geleistet werden. Hierüber beschließt das erweiterte Oberkonfistorium innerhalb des hierfür vvn der Landes- fynode bewilligten Betrags. Hierzu liegt folgender A n t r a g der Synodalen Backes und Pfaff vor: In der Erwägung, daß die in dem Gesetzentwurf vorgesehene Erhöhung der Dienstleistung eines Organisten dem Aufwand der Opfer für Vor- und Weiterbildung in keiner Weise entspricht und hierdurch eine wünschenswerte Verbesserung in der Ausübung des Orga- uisteridienstes nicht herbeigeführt werden kann, beantragen die Unterzeichneten, den 8Z 1 und 2 folgende Fassung $u geben: § L Vom L April 1901 an erhall jeder Organist einer evangelischen Kirche für seine kirchliche Tätigkeit bei einmaligem Gottesdienst an Sonn- und Feiertagen jährlich den Mindestbetrag von 200 Mark, bei zweimaligem den von 300 Mark. § 2. Die hierdurch eintretende Gehaltserhöhung wird von dem Zentralkirchenfonds getragen. Von den Ausschüssen wird die Annahme der Vorlage, dagegen die Ablehnung des Antrags Backes-Pfaff beantragt. Da durch das neue Gese^ die Gemeinden zur Aufbringung der Mehrkosten verpflichtet werden, so gibt der erste Ausschuß dem besonderen Wunsche Ausdruck, der viellei-cyt durch eine Resolution zum Beschluß erhoben werden kann, daß im Falle unverschuldeter, längerer Verhinderung des Organisten die Bertretungskosten auf den Zentralkirchensonds übernommen werden können. Da eine fest bezifferte Vorlage einer Pauschalsumme in anbetracht der noch mangelnden Erfahrung zurzeit nicht möglich ist, wird ferner vorgeschlagen, dem Kirchenregiment einstweilen 6000 Mk. pro Jahr als Kredit für die Zwecke der Beihllfe des Zenttallirchenfonds zu bewilligen mit der Maßgabe, daß im Notfälle über diesen Betrag hinaus- gegangen werden kann. Abg. Backes begründet eingehend seinen Anttag. In der Debatte wünscht u. a. Abg. Bernbeck- Gcoßkarben besondere Vergütung für die vorn Organisten zu leistenden Dienste als Kantor-Vorlese^ oder Katechat. Oberkonsistorial- präsident Dr. Buchner bittet, nicht andere Dinge in die Vorlage zu bringen. Die Anregung bezüglich einer Gehaltserhöhung der Kantoren ohne Organistendienst werde gesondert vorgebracht die nötige Beachtung finden. Abg. Jost-Bechtheim macht den Vermittlungsvorschlag, den Satz von 150 Mk. bei zweimaligem Dienst um die Hälfte, also auf 225 Mk., zu erhöhen und die überschießenden 25 Mk. von dem Zentralkirchenfonds bestreiten zu lassen. Ein weiterer Antrag wünscht für einmalige Dienstleistung 180 Mark einzusetzen. Oberkonsistorialpräsident Dr. Buchner macht darauf aufmerksam, oaß durch wellergehende Anträge die ganze Vorlage gefährdet werde. Nach dem Antrag Backes würde eine Mehrbelastung von 95 000 Mk. entstehen und darnach ein weiterer Zuschuß zur Kirchensteuer notwendig werden. Andere Abgeordnete, darunter Schlosser- Gießen, empfehlen die Annahme der Regierungsvorlage, und nach dem Schlußwort des Berichterstatters, der noch darauf hinweist, daß nur noch 60 Stellen im Lande unter LOO Mk., 450 über 100—150, 40 über 150—200 und zirka 30 Stellen jetzt schon mll über 200 Mk. bezahlt würden, ganz abgesehen von den fünf großen Städten des Landes — wird zur Abstimmung geschritten. Der Antrag Backes- Pfaff wird mit großer Mehrheit a b g e l e h n t und darauf die Vorlage des Oberkonsiftoriums ein- st i mm i g angenommen; ebenso stimmt die Synode der oben rnllgeteilten Resolution des Ausschusses in betreff der V er tr etungs ko st en uno der Kreditbewilligung vvn 6000 Mk als Beihllfe des Zentralkirchenfonds zu. Nun gelangt der Antrag Weber und Gen. über das Predigerseminar zu Friedberg zur Verhandlung. Die Anfrage Lautet: „1. Hat das Großh. Oberkonsistorium Kenntnis von den gegenwärtigen Vorgängen und Zuständen am Predigerseminar zu Friedberg und vor: der Beunruhigung, welche angesichts derselben die kirchlichen der Ver einigung Lauptapotheke eine Glastafel, deren Goldinschrist be- 6Uers den Seltersweg zu passieren. MWMUWKN Ä M Dankschreiben teilt Geheimrat Kesler mit, daß er beabsichtige, ungedruckte Briefe «n Charlotte Buff demnächst in Straßburg erscheinen zu laffen. w. Wetzlar, 22. Okt. Seit einigen Wochen prangt Kunst und Wisteuschaft. — Max Halbe's neues Drama „Der S t r o m", das, wie wir mclbeten, am Wiener Burgiheater großen Erfolg hatte, kommt in Berlin am „Neuen Theater" zur Aufführung mir Agnes Sorrna in der üblichen Hauptrolle. Die Buchausgabe von Max Halbe's Drama „Der Strom" ist soeben im Verlage von Georg Bondi in Berlin erschienen. , „ — Wie im hessischen Landtage eme starke Strömung existiert, die von einem Umbau des Darmstädter Hoftheaters nichts wissen will, so verhält man sich auch in Württemberg ablehnend gegen den Neubau eines StuttgarterHof- ° V I fr ... L< ‘L. f MA»« Qlrt« i AV f At*l maavSöh L. H. Eine 2^1^01 ^uooutgs, dorten unö anüere iL’tet)i|pei)en ißt, sollte nicht verfehlen „Aiaizena" zu versuchen. Ein Universalmittel I Ausgiebig sehr nahrhaft,, außerordentlich leicht verdaulich und garantiert' absolut rein! Aerztlich empfohlen. Seit 50 Jahren bekannt und beliebt. —- > Wagen, welcher von einem Arbeiter geladen wwd. Gewiß tut Darmstadt, 21. Okt. Der im Auslande seit sechzehn es den Anwohnern des Selterswegs sehr leid, daß diese Erdhaufen - ■ - ~ - ' • " so rasch schon entfernt werden. Einer, der genötigt ist, teilten) unlängst seinen 80. Geburtstag beging, zu diesem Festtage beglückwünscht. In einem soeben eingetrofsenen IM eine Schachtel „Sodener" und da haben Sie 85 Pfg. Aus Stadt und Aaud. Gießen, 23. Oktober 1903. Nun will ich über endlich Nutze haben! Der Hiisten läßt mich nachts nicht schlafen und tagsüber bin ich so heiser, daß ich kaum sprechen kann. Dabei ist mir die Brust ordentlich eingeengt und auch der Magen will nicht so recht, weil ihm der Thee und all das andere Zeug nicht be- komnit. Jetzt nehine ich Fays ächte Sodener Mineral« Pastillen, die ich läiigst hätte taufen sollen. Die Dinger sollen ja wahre Wunder tun und am Elide ist das doch and) erklärlich, da sie aus Sodener Quellsalzen bestehen. Also, büte: ~ ........ "" "" . 6911 Festpredigt hält. — Sodann v i 8 Uhr ab ein Familienabend 'stattfinden, wo Anschprachen mit Gesängen, musikalischen und theatralischen Darbietungen abwechseln werden. Freunde des Vereins haben Zutritt. h. Burkhards, 22. Ott. In dem Jagdbezirke der Herren Dr. Drohm und Mettenheimer-Gießen fand eine dreitägige Treibjagd statt, wobei insgesamt 40 Hajen, 28 Rehe, 8 Füchse und 2 Schnepfen zur Strecke gebracht wurden. S. Nidda, 22. Okt. Der Generalsekretär des Evangel. Bundes, Licentiat B r ä u n i g aus Halle, hielt gestern abend im Kraftscheu Saale hier einen Vortrag über die evangelische Bewegung, das Los von Rom, in Oesterreich. B. Alsfeld, 2L Okt. Die Synode des evang. Dekanats Alsfeld wurde gestern in der Walpurgiskirche hier abgehalten. Die Predigt hielt Pft. Dr. Volp-Schwarz über den Text: Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. Nach dem Gottesdienst begannen die Verhandlungen mit einer Begrüßungsansprache des vom Ober- konsistorium zum interimistischen Leiter der Dekanats-Geschäfte ernannten Pfarrers Sauerwein von hier, worin er besonders die Verdienste des seitherigen Dekans, des, ! jetzigen Pfarrers Wörißhofser zu Pohl-Göns hervorhob. Der Bescheid des Oberkonsistoriums auf die Beschlüsse der vorjährigen Synode war zustimmend und ermunternd, i Hierauf referierte Pfarrer Diesenbach-Eudorf über den Dekanats-Erziehungs-Verein und Pfarrer Wagner-Billertshausen über Vorschläge zur Ausrottung der schlechten und Einfi'lhrung einer guten Kolportage im Dekanat Aus seine Anregung hin beschließt die Synode, mit den: nassauischen Kolportagevereiu in Herborn in-Verbindung zu treten, der sich erboten hat, alljährlich im Herbst die Gemeinden des Dekanats von seinem Kolporteur mit geeigneten Schriften und Bildern besuchen zu lassen. Der vom Vorsitzenden sodann erstattete Rechenschaftsbericht gibt ein ziemlich befriedigendes Bild von dem kirchlichen Stand der Gemeinden. Zwar ergibt sich nach Ausweis der Resullate der taÄTÄÄ I H^Is^a^eranntUch unlängst von Feuer ferftäri woAen l)erzrgkertsübung zu verzeichnen. Auf Antrag de^> Vorscherr-1 kurzen Vorwüttertcrgung des Landlags-Plenmns bieten tonnte, den beschließt dre Synode bte Reisekoften des Synodal- Daraufhin sind aus dem Lager erst der Volkspartei, dann des Vertreters für Innere Mission auf die Dekanatskasse zu Zentrums, Warnungen und Beschwörungen erfolgt, mir einer kost- übernehmen. Bei den nun folgenden Wahlen wurde Pfr. spieliegen Vorlage in dieser Richtung nicht jetzt schon hervorzutreten, i SaueNvein zum Dekan, Pfr. Diefenbach-Eudorf zum Stell- weil dieselbe bei der derrnaligen Finanzlage auf keine gun|ttge LLLNL?S?fiÄäSl »5IÄÄS ff. tTSSÄ M? _______________________________äS’iÄB&rsaSS-» zubilden, Sektionen beizuwohrien, chemische und batterio- Volp-Schwarz und Bürgernrerster Herbst m Altenburg zu ^uni'bau. logische Untersuchungen vorzurrehmen, und den Kreis seiner Stellvertretern der letzteren erwählt. Als letzter Punkt ----- theoretischen Kenntnisse durch den Besuch von der Tagesordnung war ein Vortrag Diefenbach-Eudorf an- OFlHrtpflTtthL Vorlesungen zu erweitern. Alle diese Aufgaben gesetzt, der aber wegen der vorgerückten Zeit nicht mehr ö F SRubmt ftebenhen find jedoch nur zu erfüllen, wenn ein organisierter erledigt werden konnte. Ber denr darauf rn der „5^one L-ur r)-orm und schalt, aeaenüber Lehrkörper besteht, der planmäßig und systematisch an stattfindcnden Mahle brachte Dekan Sauerwern ernen Trrnk- 'Artikel übernimmt die Redatlionorm^ 9 9 die Ausbildung der Praktikanten herantritt. Und das soll sprucl) auf S. KA Hoheit den Großherzog aus und Pfr. keinerlei ^rantwo 6- Selters- in erster Linie durch Bildung von Akademien erreicht werden. Dr. VolpSchwarz auf den neuen Dekam Alsdcmn redete von Aem Fremden mit Bewunder- Daß die einmal geschaffene Organisation nun weiter auch noch Pfi. Lrc. Braunlrch-Halle über den Evangellscyen Bund w eg. ^den Es ist dies wohl auch der Grund, weshalb in den Dienst anderer, ncheliegender Interessen gestellt und verstand es, dre Herzen {eum ^jorer fo i). 9 ^65)0111*611 loaern bleiben — tro8bem bereits die Oeffnung werden könnte, und hoffentlich auch werden wird, liegt daß sofort viele Anwesende, dre noch nichjt zmn Evang. ^anatijation roieöer äugepMtert ift — unt> bieje ©röe mit auf der Hand. Es sei insbesondere an die Fortbildung Bunde gehörteu, ihren Beitritt zum Alsfelder Zweigverem ^r größten Vorsicht entfernt werden und zwar nur durch einen der Aerzte erinnert. Inwieweit die Akademien berufen aumeldeten. H -------- '----np,nhpn Murh h,f sein werden, zur Beseitigung der schreienden Mißstände r auf dem Gebiete des Spezialistentums beizuttagen, Jahren lebende russische Fürst Grigorij Wolkonskij, muß der Zukunft überlaiseu bleiben. Wenn auch die Ein- enx hervorragender Anhänger der Einführung einer Verführung euies Spezialistenexamens nicht ins Auge,ge- - Rußland und Autor einer Broschüre: „Ein faßt ist, fo erscheint es dochi nichtausgefchlofsen, daß oen I ^genwärtige Lage Rußlands", in welcher die LAEunt^üng^'^N ÄerzL'?d:7sich"ein-m SZ/A Rothwendigkeit einer Verfaffm.g für Rußland nachgewiesen fache zu widmen beabsichtigen, und durch Kennzeich- wird, begab sich vor wenigen ^.agen hierher, um eine Audienz! nu'ng solcher Aerzte, die sich die erforderlichen Kenntnisse bei dem Kaiser Nikolaus II. zu erwirken und vem Zaren in ihrem Spezialfache erworben haben, dem Umsichgreifen I seine Erwägungen über die gegenwärtige Lage Rußlands des „Sechswochenipezialistentums" einen wirksamen Damm mündlich zu unterbreiten. Wenige Tage darauf erhielt Fürst entgegenzujetzen. Für die öffentlich-rechtliche Stellung der Wolkonskij vom Flügeladjutanten des Zaren, Grafen Heyden, Akademien wird ein besonderer Staatsakt erfvrder- b- A^ort, .daß seine Broschüre Seiner Majestät vorgelegt lich sein. Da die Unterrichtsangelegenheiten in das Resto^^l x^ |ei was aber seine Bille um Gewährung einer der Ernzelitaaten fallen, so braucht das Reich mit r: ~ „ c J A ;fov. : r. M der Angelegenheit nicht behelligt zu werden. Aber auch Audienz betreffe, so w^rde der Llaiser ihn n cht em- innerhalb der Einzelftaaten wird es eigener gesetzgeberischer Ip fang en." Maßnahmen nicht bedürfen. Wahrscheinlich wird die Er- Wetzlar, 22. Okt. Unsere städtische Verwaltung cichrung der Akademien auf Grund einer Kabinetts- Halle den Enkel von Charlotte Buff, den Geh..Sanitätsrat orbre erfolgen, wie sie bei Einrichtung der Aerztekammern Dr. Kestner in Mülhausen i. E., der (wie wir bereits mit- wenigstens in Preußen erlassen worden ist. vorläufig noch im preußischen Kultusministerium erwogen d wirb, die Klippen zu vermeidert, die das Scheitern der ~ ------- - r *;• --------- Zwecke der ganzen Einrichtung befürchten ließen. Es werden Oktober sein 11. Stiftungsfest. Es findet uctchm. 5 Uhr folgende interessante Mllteilungeu über die geplanten Ata-1 in ber Stadtkirche Gollesdienst stakt, in welchem Pfarrer dQnien gemach^: Wieber aus Garbenheim die festpredigt hält. — Sodann Die Idee, neben den Universitäten mehr oder weniger wird üi der Turnhalle von r geschlossene Lehranstalten zu errichten, wurde für das " "" c "" •jc— preußische Unterrichtsministerium greifbar mit dem Augenblicke, wo chm die Ausgabe zufiel, in Ausführung der Prüfungsordnung vom 28. Mai 1901 für die Bedürfnisse des praktischen Jahres Sorge zu tragen.~ Es lag nicbts näher, als bei dieser Gelegenhell die Schätze, die bisher in den wohlausgestatteten, mit hervorragenden Lehrern versehenen Krankenhäusern großer Städte verborgen lagen, zu heben, und in erster Linie für die Praktikanten nutzbar zu machen. Hieraus erhellt zur Genüge, einmal, daß die Errichtung von Akademien nur für eine beschränkte Zahl von Großstädten geplant sein kann, die für die Lehrmöglich- kell in wichtigen medizinischen Disziplinen volle Gewähr bieten, und sodann, daß, da diese wenigen Großstädte für die Aufnahme aller Praktikanten nicht ausreichen würden, deren ausschließliche Unterbringung in Akademien nicht beabsichtigt ist. Vielmehr ist nach, wie vor eine große Zahl andere Provinzialstädte und Lraukeuhäujer ins Auge gefaßt, die die Befugnis erhallen sollen, Praktllauten aufzunehmen, und jür die Approbation vorzubereiten. Die Liste dieser Lrantenanstalten ist sertiggestelll und llegt dem Bundesräte zur Kenntnisnahme vor. Es wird demnach von den wisseu- Mijllichen Neigungen der Prallikanten abhängen, ob sie die Aufnahme in eine Akademie werden nach suchen wollen oder nicht. Denn das unterliegt ja keinem Zweifel, daß in ihnen die praktische Ausblldung als Arzt die größtmögliche Förderung erfahren wlld. Wenn hierbei die Befürchtung ausgesprochen worden ist, daß diese Stätten nur 'ein Abllatjch der der praktischen Schulung der Mediziner nur unvollkommen gerecht werdenden klinischen Einricht- ungeri der Uuiverjitäteri sein würdsn, so liegt hierzu keine Veranlassung vor. An der zuständigen Stelle ist mau sich der Pflicht, aus die praktische Ausbildung der angehenden Aerzte hinzuwllken, vollauf bewußt. Zu diesem Zweck ist die selbständige Behandlung der Kranken durch die Praktikanten — selbstverständlich unter Aufsicht und Verantwortlichkell der dirigierenden Aerzte, | bezw.' Assistenten — ins Auge gefaßt und die Zutellung von etwa 20—40 Betten an jeden Einzelnen vorgesehen. Die Tätigkeit, die der Prallikant ausüüen soll, wird sich: ungefähr mit den jetzigen Funkllonen der Unterärzte in der Charite decken. Er wird Journale führen, Krankengeschichten und Gutachten verfassen, den Kranken untersuchen, und die Durchführung des Behandlungsplanes überwachen, um auf diese Weise für seine spätere praktische Tätigkeit die nötige technische Hebung zu erlangen Er wird aber auch Gelegenheit fmdeu, sich wissenschastllch sort- Srcise unseres Landes ergriffen hat? 2. Hält das Großh. Oberkonfistorinm nickt den Zellpunkt für gekommen, um eine Reform der Einrichtungen und Studienpläne des Predigerseminars herbeizuführen?" Aus diese Frage I)at das Oberkon s^storiu m fol- von^^de^fraglichen Vorgängen, Zuständen ic. Kenntnis. Iland wurde dieser Tage in Marburg, vorerst mit Sitz in I kündet, daß diese Apotheke seit dem 22. Oktober 1753, also Wir haben aetan, was in unseren Kräften stand, Diarburg, geschloffen. 36 Männer, darunter vorläufig mer jcit genau 150 Jahren in dem Besitz oer H-atnille Htepe um die unerwünschte Sachlage zu ändern. Wll Verlleter unseres Darmstädtischen Oberhessen, aus allen Be- ftch befindet. Diese Tafelinschrtft bezeugt aber noch w^rllr, iffrtö genötigt, zunächst weiteres ab zu war t en rufzs^n, welche, wie man unS schreibt, in der christlich, daß das Jahr ^03 sur dte ^tcchocheke und rhre und deshalb nicht in der Lage, über Verhallntsse, dieL . ( Parteisacke nicht Unsinn", sondern das „Einzigwahre" fttzer IN zweifacher^Hlnfichk ein Jubeftahr bedeutet Denn in der Entwicklung begriffen und überdies im iDeicn^ foI1 der Statuten- am 20. Februar 1903 waren genau ^00 Jahre seit dem herfönlidier Natur sind uns zu äußern, erkennen, traten sofort bet. Demnächst soll der ^laiuien-1 ^oLossen, an dem Bürgermeister und Rat der katser- !Zu 2. Wir sind schon vor einiger Zeit der Frage einer Re- entwurf der neuen Ortsgruppe der Partei mlichen freien Reichsstadt Wetzlar dem Bürger utck Apotheker ^rm der Einrichtungen und Studienpläne des Prediger- Versammlung festgestellt und daran ftch anfchließend eine ^Lophllus Haupt das Privilegium zur Eröffnung und den seminars näderaetreten und haben Vo rar beit en hierzu Volksversammlung in dem größtenSaale Marburgs abgehalten ^rieb einer Apotheke erteilt hatten. vÄmtlaßt. werden. Dillenbur g, 22. Okt. In diesen Tagen ist em Stuck Oberkonsistvrialpräsident Dr. Buchner bemerkt noch ** Kammermusikabende. Im Anschluß an un- von Alt-Dillenburg verschwunden, nämlich das eiserne Tor kurz, daß Punkt 2 der Anfrage hier vollständig ausgeschaltet sere kürzlich! gebrachte Notiz sind wir heute in der Lage, des fürstlichen Gartens, anschließend an das Amtswerden müsse. Die Vorarbeiten dafür seien noch im Gange.! hie an den drei Abenden gesanglich Mitwirkenden zu nennen, gerichtsgebäude. Als der fürstliche Garteii mit semen l^ran- neber den ersten Punkt eine Erklärung abzugeben, sei er Es sind Frau Hensel-Schweitzer, Primadonna der gerien und Promenaden im 13. Jahrhundert angelegt wurde, rrur in geheimer Sitzung in der Lage. Mcht deshalb, weil Frankfurter Oper, Herr Reich, Opernsänger (Daß) und reichte seine Ausdehnung bis zum Viehhof, dem spateren das Oberkonsistorium die Oeffentlichkeit fürchten müßte, H. Schw eicker, Konzertsängerin aus Stuttgart Christens- und heutigen Wilhelmsplatz. 1613 trennte ihn fondern well dabei viel persönliche Dinge zur Sprache ge- (Sopran). noch eine Hagedornhecke von dem Viehhofe, später wurde brachtwerden müßten. Die Verhandlung stimmtdem ** Aus dem Bureau des St a d t t h e a t e r s. eine Mauer errichtet. In den Jahren nach 1707 wurden die »Antrag aus Ausschluß der Oeffentlichkeit zu, Es wird das Publikum davon unterrichtet, daß von jetzt Hauser des Oberförsters Groos (Frau Witwe Ebertz) bis worauf Publikum und Preßvertreter die Gallerien verlassen, an für eine gleichmäßige Durchwärmung des -um Maurermeister Künstler (Gebr. Richter) errichtet. Die Die Erklärung des Oberkonsistoriums umfaßte einige 20 Theatersaales Sorge getragen ist. Dringend wird dahinter liegenden Gärten wurden 1805 von den damaligen enaaeschriebene Seiten, deren Verlesung fast eine halbe «auch darauf hingewiesen, daß der Anfang der Vorstell- Besitzern hinzugekauft. In der Fürstin Garten (Fürstin Stunde dauerte, dlach der Verlesung beschloß die Synode ungen pünktlich 8 Uhr stattftndet. Auf vielseitigen Isabella, gest. 1756), einem Teile des Hosgartens, errichtete auch für die weitere Verhandlung in der An- Wunsch findet am nächsten Sonntag noch eine weitere man von 1764 bis 1766 das Archivgebäude. Aus diesen aeleaenheit den Ausschluß der Oeffentlichkeit. Die Aufführung von „Der blinde Passagier" statt; da Bauungen und Erwerbungen geht wohl als ziemlich sicher Beratung über diesen Punkt, die um ll1/» Uhr begann, dies die zwelle Aufführung des Stückes im Sonntags- hervor, daß das vordere Hosgartentor auch in den 60er dauerte bis kurz vor 2 Uhr. abonnement ist, so wird den Wonnenten gestattet, für Jahren des 18. Jahrhunderts erbaut wurde. Tas Tor des ihre Plätze Gutscheine für eine andere Abonnernents-Vor- fürstlichen Gartens muß fallen wegen der Erbreiterung XÄ- stellung ohne Aufschlag einzutauschen. Diese Sonn- der Straße, welche nach der in diesem Jahre erfolgten Fre ALavieMteU jur yUOljlUe taasausführung des hübsch ausgestatteten Stückes ist unter Pflasterung der Wilhelmstraße nach^ dem Paradeplatz zu Einen genaueren Plan der in Aussicht genommenen allen Umstanden die letzte. Sonntag nachmittag 31/2 Uhr angelegt werden soll. .. , . Akademien für praktische Medizin veröffentlicht die Berliner findet die erste Kindervorstellung der Saison statt s. Biedentopf, 22. Okt. Großes Interesse bringen Aerzte-Korrespondenz". Danach sucht der Plan, wie er und zwar gelangt „DieMär vomtapseren Schnei- unsere Biedentöpser Landsleute in Amerika der Er- vorläufig noch im preußischen Kultusministerium erwogen d er lein" zur Aufführung. richtung eines Kreiskriegerdenkmals in unserer wird die Kllvven zu vermeiden, die das Scheitern der ** Der evang. Arbeiterverein feiert am 25. Kreisstadt Biedentopf entgegen. So fanden in Baltimore in ' w 0 - 1 - ----- - ” c ‘ 1 letzter Zeit wiederholt Versammlungen von früheren „Diedenköpsern" statt, um sich über die Mithilfe zur Errichtung eines Denkmals für die Gefalleiien im deutsch- französischen Kriege zu besprechen. Es wurde bereits ein Komitee ernannt, das Beiträge für diesen Zweck in Empfang nehmen soll. Dieses Unternehmen wird hierzulande mit Freuden begrüßt, und bei der großen Zahl der Baltinwrer, deren Wege hier im „Buchfinkenlalide" gestanden hat, werden diese Bemühungen hoffentlich^ von einem guten Erfolg gekrönt sein. g. Groß-Steinheim, 22. Okt. Behufs Gründung einer gemeinnützigen Baugenossenschaft sand hier gestern unter dem Vorsitz des Herrn Pfarrers Fecher eine stark besuchte Versammlung statt, welcher auch Bürgermeister Spielmann und mehrere Mllglieder des Gemeinderats beiwohnten. Der aus Darmstadt erschienene LMides- wohnungsinspettor Gretzjchel erläuterte in eingehendem Vortrage das hessische Wohnungsfürsorgegesetz und besprach alsdann Aveck und Wesen der gemeinnützigen Baugenojseri- schasten. Die anschließende Distussioii ergab allgemein Ge- neigthell zur Gründung einer solchen Genossenschaft, und die große ^vtehrzahl erklärte sofort chren Beitritt. Bürgermeister Spielmann gab seiner Sympathie für das Unternehmen sowie der Hoffnung Ausdruck, daß der Gemeinderat dasselbe ebenfalls ui der im Wohnungsfürsorgegesetz vorgesehenen Werse unterstützen werde. Für die minverbemit- teilen Einwohner der Stadt kann die Baugenossenschaft bei richtiger Leitung großen Segen sttften, da eine allgemeine Hebung der Wohnungsverhällnisse dieser Bevölkerungs- ; klassen auch hier recht erwünscht und nötig ist. puvuum |LU- — — ----- - v „ C$riftli$- an ber erneuerten und verschönerten Pf ortender hiesigen Zu 1. Wir haben Sozialen in den beiden Oberhessen und Hinter-,«