Nr. A4V Urschet»« täglich außer Sonntag-. Den- Gteßener Anzeiger werden tm Wechsel mit den» hessischen Landwirt bie Gtehener Kamüien« blätter viermal tn der Woche bclgdegt 8 total tone t>rud m. Dee- Lag der vrLh l'Icheu Unwert^Buch- u.€>tetn- drucker« (Pietsch Erven) «edaktton, tepeMtkm wtb Dructeretr SchalftraLe f» Adresse Mr Depesche« Unzrtger Utetze« Kernsprechunschluß Nr. 51. Erstes Blatt. 153. Jahrgang Freitag«S.Oktober I »03 - Ä veLugdpretS» d O monatud) 75^1., olcrtd* GlehenerAnmgerW ” General-Anzeiger ” ** M-K Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen MGZ “ ™ ictgentctL $>an» Beck. Bekanntmachung. Die unter dem Schweinebestand des Bahnwärters Ploch dahier ausgebrochene Rotlaufseuche ist erloschen. Die angeordnet gewesene Gehöstsperre ist aufgehoben. Gießen, den 21. Oktober 1903. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. KcKanntmachnng. Die am 6. August L IS. angeordnete Sperre der Wolkengasse wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 23. Oktober 1903. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Bekanntmachung. Die am 9. September L Js. angeordnete Sperre des SelterbwegS zwischen Wolkengasie und Südanlage wird Hiermit aufgehoben. Gießen, 23. Oktober 1903. Großherzogllcbes Poli.Kei.amt Gietzen. Hechler. Wayern uud das Aeich. Man meldet uns aus München vom 22. d. M.: Zu Beginn der heutigen Kammersitzung gab Minister- Vrasident Frhr. v. P odewils eine Erklärung ab, in der er u. m sagte, daß unverbrüchliche Treue und Hingabe au das angestammte Herrscherhaus uud das engere Vaterland und ä>euso rücchaltlose Treue zu Kaiser und Reich eine so selbstverständliche Grund forderung sei, daß er darüber kaum ein Wort zu sagen brauche. Treue loyale Pflichterfüllung gegen das Reich und die engere Heimat, das ginge so Hand in Hand, daß alles Tun, alles pflichtgemäße Genügen ein Verdienst nach der einen Richtung und zugleich ein Verdienst nach der anderen Richtung bedeute. Im vollen Bewußtsein unserer Selbstverantwort- nng können wir unsere Aufgabe nicht in unfruchtbarer Passivität suchen, sondern nur in der aktiven Mitarbeit, die unter voller Wahrung der verfassungsmäßigen Ste llung Bayerns, seiner Rechte und Interessen, bereitwilligst mrtwirkt, wo es gilt, die nationale Ehre zu wahren und die Macht und das Ansehen des Reichs zu fördern. Das Verhältnis der Einigkeit und Gemeinsam- tell sei notwendig zu jenem Gedeihen und zu jenem vollen Anteil an der Weltwirtschaft, auf welche das deutsche Reich und mit ihm das bayrische Volk Anspruch macht. Wenn auch hier und dort über militärische Bestrebungen geklagt wird, so sei es unbegründet, von einerunitarischen Richtung zu sprechen. Sollte eine solche Richtung sich jemals maßgebend fühlbar machen wollen, so recht nur den Gegnern zu Liebe und zu Allch, sui würde, und nicht zuletzt im Interesse des Reiches selbst, das nur auf der Grundlage gedeihen kann, auf der es geschaffen worden ist, auch die bayrische Regierung mit pflichtgemäßem Einsern aller ihrer Kraft dem entgegenwirken. Aber auch dann, wenn es einmal Schwierigkeiten gibt, würde immer eine glückliche Lösung um so sicherer sein, je vertrauensvoller und herzlicher die Beziehungen sind, von denen sie ausgeht. Wollen wir solchen Bildern gegenüber uns gegenwärtig halten, daß es allenthalben klar erkannte Wahrheit ist, daß die Freudiakeit am Reiche nur bestehen und gewinnen rann unter jener reisenden Sonne beruhigender Sicherheit dafür, daß an eine Verschiebung der Machtverhältuisse unter den Bundesstaaten nirgends gedacht wird. Die Reichsleitung selbst war zu aller Zeit und ist auch heute von diesem Bewußtsein durchdrungen. Auf verschiedene Auslassungen der Vorredner eingehend bemerkte der Minister, daß die bayrische Regierung über die Handels- vertrags-VerHandlungen stets genau unterrichtet sei. Die Reichsregierung wäre bestrebt, die Verhandlungen zu beschleunigen. Bezüglich der Postwertzeichen könne er nur sagen, was schon sein Vorgänger gesagt habe, daß nämlich durch die Einführung einer einheitlichen Briefmarke die Reservatrechte Bayerns gefährdet würden und deshalb keine Rede davon sein könne. Versuche, die bayrische Regierung zu einer Aenderung dieses Standpunktes zu veranlassen, seien nicht gemacht worden. Er hoffe, daß seine Ministerkollegen chm noch lange ihre ausgezeichneten Dienste erhalten würden. In bitteren Worten wandte sich der Ministerpräsident dann gegen die Presse, die ihm von vornherein, als er aus Wien kam, seine Stellung erschwerte. Entschieden müsse er sich dagegen verwahren, wenn chn ein Blatt als Ignoranten und Faullenzer hinstellte. Weiter erklärte der Ministerpräsident, daß ihm von einer Aenderuna des Reichswahlrech tes nichts be kannt sei und daß auch in der Diätensrage neue Momente nicht hinzugetreten seien. Soweit unsere Münchener Korrespondenz. Frhr. von Podewils stattete gerade zu einer Zeit in Berlin seinen Besuch ab, als Gerüchte von einer Trübung der Beziehungen zwischen Berlin und Münch-en ihren Weg in bie Presse fanden. Diese Gerüchte wurden damals von unserem Berliner politischen Wäitarbeiter als völlig grundlos ge- kennzeichnet. Manches in dieser großen Rede, Die unser Münchener Mitarbeiter uns in gedrängterer Fassung als das offiziöse W. T. B. mittcilt, wodurch sie an eindringlicher Wirkung gewinnt, erinnert an die Redeweise Bülows. Wer wird z. B. bei denr Satz, daß die Freudigkert am Reiche bestehen und gewinnen könne nur unter jener reifenden Sonne beruhigender Sicherheit für die Richtverschiebung der Machtverhältnisse unter den Bundesstaaten — wer wird dabei nicht an das geflügelte Wort des Kanzlers vom „Platz an der Sonne" erinnert? Der Kanzler hat ersichtlich Wert darauf gelegt, in der Brust seines Besuchers auch nickst den leisesten Zweifel darüber zu belassen, daß die Bestrebungen gegen den bundesstaatlichen Charakter des Reiches, deren Vorhandensein auch der bayerische Ministerpräsident zu- giebt, keinerlei Gehör oder Unterstützung an maßgebenden Stellen finden. W scheint sowohl in Berlm wie in München für zweamäßig erachtet worden zu sein, daß einmal gerade seitens der bayrischen Regierung, die mitunter als sich» zu rück gesetzt fühlend geschildert wurde, in umfassender Weise Einspruch erhöben werde gegen das Mißtrauen, das, wie nicht W bestreiten ist, im Reiche in Bezug auf die Wahrung der Rechte der Bundesstaaten zum Ausdruck gekommen ist und auch, in bwt Parlamenten ein Echo geflnrden hat. Bestimmter konnte die Feststellung, daß sich alles in Ordnung befindet, nickst gegeben werden, nicht herzlicher und bereitwilliger. Die Rede dürfte ihren Eindruck auch im Auslande, wo man mit Schadenfreude Spuren des Bröckelns am Bau das Gleiches bemerken wollte, nickst verfehlen. Im Znlande macht sie dem mehr müßigen und klug tuenden Gerede von dem angeblichen Druck, den „Berlin" ausübt, doch mindestens für eine Welle ein Ende. Wenn die bayrische Regierung, deren Anspruchs auf Selbständigkeit von jeher stark betont wurde, keinen Alllaß zu Klagen erblickt, dann ist wohl anzuuehmen, daß die Ellnglell und Einheit- lichkell der Reichsregierung nichts zu wünschen läßt. Frhr. v. Podewlls scheint nicht nur für Bayern, sondern auch mit Zustimmung der anderen süddeutschen Staaten gesprochen zu haben. Deutsches Keich. Berlin, 22. Okt. Der Kaiser hat zu morgen abend die an den finanzrellen Besprechungen beteiligt gewesenen Vertreter der Bundesregierungen zur Hoftafel im Neuen Palais geladen. Die Besprechungen sürd gestern abend- geschlossen worden. Auch der Vorstand der General- syuode wird ar der Hostafel teilnehmen. — Der Kaiser wird anfangs November aus einige Tage wieder in Wiesbaden residieren. Es werden dort umfassellde Vorbereitungen für Ausführungen in der kgl. Oper getroffen. — Tie Ehre, den Kaiser und den Kronprinzen als Taufpaten seines jüngsten Söhnchens zu haben, ist dem Geh. Regierungsrat v. Meister zuteil geworden. Der Kronprinz erschien persönlich, um der feierlichen Handlung beizuwohnen und ein Patengeschenk zu überreichen. Geheimrat v. Meister, der früher in Homburg das Landratsamt verwaltete und sich der besonderen Gunst der Kaiserin Friedrich, erfreute, die in Cronberg residierte, ist zurzeit im preuß. Ministerium des Innern als Vortragender Rat tätig. — Der Oberpräsident von Ostpreußen, v. Richthofen, hat aus Gesundhellsrücksichten sein Abschiedsgesuch eingereicht. — Im Plenarsitzungssaale des Reichstagsgebäudes wurde heute die 20. Jahresversammlung des Deutschen Vereins gegen Mißbrauch geistiger Getränke eröffnet Staatssekretär Graf Posadvwsky hielt eine Ansprache, in der er ausführte, die schwerste Belastung der Volksentwicklung sei unzweifelhaft übermäßiger Alkobolgenuß. Namentlich die ärmeren Klassen würden durch das Fehlen eines wohnlichen Heimes zum Wirtshausb esuche mit seinem Trinkzwauge und damit zu übermäßigem Alkoholgenuß veranlaßt Mll dem Kampf gegen den Alkoholmiß- vrauch stehe daher nickst nur eine Verbesserung der Wohnungsverhältnisse der ärmeren Bevölkerung, sondern auch die Fürsorge für geeignete Erholungsstätten, namentlich für die unverheirateten Arbeiter und Gewerbegehilsen in untrennbarem Zusammenhänge. Er habe den Eindruck, daß das Verständnis für die Sache des Vereins immer weitere Kreise ergriffen habe, und damit ansange, bessernden Einfluß auszuüben. — Die „Berl. Pol. Nachr." halten die Annahme für begründet, wenn die günstige Entwicklung der Eisenbahn- Einnahmen in der zweiten Hälfte des Jahres anhält, werde dies sehr erheblich zur Verminderung des für 1903 vorgesehenen Gtats-D esizits beitragen. — Die „Nationall. Korresp." meldet, dem Reichstage werden in der nächsten oder übernächsten Tagung Vorschläge zur Entlastung des Reichsgerichts zugehen, die unter hervorragender Beteiligung des nunmehrigen Reichsgerichtspräsidenten Gutbrod ausgearbeitet seien. — Dem Reichs tage Wird, wie die „Voss. Ztg." hört, in der bevorstehenden Session eine Vorlage über die Aenderung des Bors eng es etzes zugehen. Zugleich wird eine Aenderung des Stempelgesetzes beantragt werden, durch welche die Umsatzsteuer aus die Sätze vor dem Gesetz vorn 14. Juni 1900 ermäßigt wird, lieber die Notwendigkell dieser Reform besteht vollkommenes Einverständnis zwischen den preußischen Instanzen, insbesondere dem Handels Minister und dem Fünanzminister und den Instanzen des Reiches, insbesondere dem Reichskanzler und dem Reichsschatzsekretär. — In der nächsten Zeit findet iin Berlin eine Zusammenkunft von Vertretern sämtlicher Burrdesstaaten statt, um über die Notwendigkeit emes Reichsviehvers icher- ungsg es etzes zu beraten. — Die Sozialdemokratie hat einen Wahlaufruf zu den preuß. Landtagswahlen erlassen, der auf den ersten Blick durch die verhältnismäßige Besonnenheit seiner Forderungen überrascht Bon den sozialistischen Endzrelen, von Vergesellschaftung des Eigentums, republikanischer Staatsform rc. ist kein Wort zu lesen. 9tiir stellenweise klingt der bekannte Radikalismus durch, so, wenn von den kapitalistischen Kandidaten gesprochen wird, welche die Arbeller als ihre Todfeinde ansähen, und wenn die Mitglieder des preuß. Herrenl-auses in chrer großen Mehrheit Leute genannt werden, deren Haupwerdienst um den Staat darin bestehe, daß sie sich die Mühe nehmen, geboren zu werden und zu verzehren, was sie nicht erworben haben. Die Bescheidenheit der sozialistischen Forderungen erklärt sich im übrigen sehr einfach aus der Sage der Partei gegenüber den Landtagswahlen. Man hat die liberalen Stimmen nötig, darum verbirgt man die großen Gegensätze und die radikalen Endziele. E. Richter bezeichnet den Wahlaufruf als e inen unehrlichen. Dresden, 22. Okt Bei den Landtagswahlen in 29 Wahlkreisen wurden gewählt: 17 Konservative, 9 Nationalliberale, 1 Reformparteiler, 1 Mldliberaler, 1 Deutsch- Freisinniger. Die 2. Kammer setzt sich demnach aus 56 Konservativen, 23 Nationalliberalen, 1 Wild liberalen, 1 Deutsch-Freisinnigen und 1 Mitglied der Resormpartei zusammen. Auslanö. London, 22. Okt. Im Kampfe für und gegen Chamberlains Zollvereinsvorschläge ist gestern abend zum erstenmale Blut geflossen. Der sozialdemokratische Bund veranstaltete gestern abend in der Vorstadt Battersea eine Versammlung. Eine rote Fahne war ausgepflanzt Die Menge begann zu lärmen und zu drohen, als der Redner Chamberlain allM scharf kritisierte und- versuchte, die Plattform zu stürmen und die rote Fahne wegzunehmem Im Handgemenge schlug einer der Redner einen Gemüsehändler mit einer eisernen Stange derart, daß dieser eine Kopfwunde erhielt Die Polizei schritt ein und verhaftete &wei der Redner. — Wie die ,Mrmingham Post" aus Berlin erfährt, bereitet der deutsche Staatssekretär des Lluswärtigen den Mschluß eines Handelsvertrages mit England vor. Der Vertrag soll auf sehr weiter Grundlage geplant sein, die Unterhandlungen würden jedoch erst in einigen Wochen beginnen. Varis, 22. Okt In der Ka mm er wies Gauthier auf oen Rückgang der Rente hin und schloß mit einer Anklage gegen die Regierung, daß sie das Land der Anarchie ausliefere. Pugliesi-Conti (Nationalist) beschuldigt die Regierung, daß sie anaruchisrischie Kundgebungen im Absingen der Internationale bei offiziellen Festlichkellen dulde. Die Sozialisten verteidigten die Regierung. Rom, 22. Okt. Der Papst spendete 5000 Francs für die maeedonischen Flüchtlinge. — Es heißt, daß Zanardelli trotz seiner geschwächten Gesundheit entschlossen gewesen ist, das Urteil der Kammer abzuwarten, inboffen habe der Wille des Königs dieser Absicht ein jähes Ende bereitet Der Minister Morin habe Zanardelli ein kategorisches Schreiben des Königs aus Paris überbracht, in dem der Rücktritt des Kabinetts verlangt wurde. Zanardelli habe daraufhin sein Rück- trlltsgesuch nicht selbst dem Könige überbracht, sondern feinem Kabinettschef, damit nach San Rossore geschickt Das sei eine höchst ungewöhnliche Methode, die nur dadurch zu erklären sei, daß die Entlassung u: voll st er Ungnade erfolgt fei Budapest, 22. Okt Im liberalen Klub wurde erzählt, daß die Differenzen unüberbrückbar feien «und es kaum möglich wäre, die Verhandlungen auf der vom Monarchen gewünschten Basis fortzuführen. Auch von der Eventualllät eines Thronwechsels wird gesprochen für den Fall, daß die Verhandlungen schellern sollten. Neues aus dem Heient. Es verlautet, der Go uverneur von Asir im asiatischen Wilajet Uemen sei von Arabern ermordet worden. Ter Kommattdeur der dortigen 14. Division, Hadi Pascha, fei an »dessen Stelle berufen und mit der Züchtigung der Mörder beauftragt worden. — Ueberein stimm ende Konsularberichte aus Uesküb, Monastir und Salonik melden, daß die Truppenausschreitungen besonders seitens der Redifs zweller Klas«e fortdauern. Aus Uesküb wird die Tötung eines Christen durch Jlawesoldaten gemeldet — Tie Pforte hat den Botschaftern der Ententemächte ein Verzeichnis der Personen zugehen lassen, die wegen Ausschreitungen bestraft sind und derjenigen, über deren Verhallen die Untersuchung noch schwebt Darin find nur Offiziere und Soldaten von 6 Nizarn-, 4 Redif-, 14 Jlawebatalllonen, einem Kavallerie-Regiment und einiger Gendarmeriekompagnien aufgeführt, während von 343 mobilisierten Bataillonen des zweiten und drillen Korpsbereichs Adrianopel und Saloniki mirrdestens die Hälfte größere oder Heinere Ausschreitungen begangen haben soll. In der letzten Ministerratssitzung wurde nach Maßgabe der Umstände die langsame Abrüstung der mobilisierten Redifs grundsätzlich beschlossen. Dieselbe beginnt aber vorläufig noch nicht. Ilm die bulgarischen Kammerwa hlen zu stören, befolgt die Vereinigte Opposition die Praxis, überall Ruhestörungen hervorzurufen und Proteste an die Blätter zu richten. Dies beweisen Ge w a l 11 ä t i g ke i ten in Tirnowo, Starazagora und der Vorfall geftem in Zam- bolt Der sozialistische Kandidat Sakyzof begegnete dort einer Anzahl bewaffneter Parteigenossen, die er für Gegner hielt und schoß aus dieselben. Ein vorübergehender junger Rdensch wurde getötet. Der AiördLr flüchtete und wurde bisher nicht festgenommen. . i Hande! und Uerkeyr. ÄolkLwatschast Tlnfangs- Harpener Bergbau Schluß-Tendenz: Fest, nzchronik. Die Hag< Hew Q Louis De noch Telephonischer Kursbericht. . 27.10 4% Oesterr. Goldrente 476 % Oesterr. Silberrente 100.90 Scheune verborgen ; man entdeckte Fußspuren, die von der Besitzung O * — aL i f a X U A Sil A»» t t n A AAHAU All» X» A l* i i I ' A Um 3 Uhr soll die nach Darmstadt er- . 208.00 . 217.80 . 141.75 . 191.90 . 201.90 37s% S% 3V,% 3°/o 372% . 99.80 . 103.50 . 52.75 . 32.00 . 37.35 . 139.40 44.00 41.20 Oest. Kredit. Deutsche Bank Darmstädter Bank Bochtuner Guß . 1903 (Eigener Draht- der Landessynode . 101.70 . 90.45 . 101.60 . 90.40 . 100.25 . 100.20 . 101.70 Seorc &uii W. St L W.fZc M Gevl L.S W.: . 91.75 . 109.50 . 103 90 . 208.10 . 195.25 . 143.50 . 153.20 . 161.30 , 141.10 . 16.00 . 189.50 . 240.00 . 191.75 . 201.00 209.00 217.90 141.90 190.37 202.00 Gußstahlwerke be- hörenden Schlößchen Re in st ein. Rückfahrt von Bingen mit der Bahn folgen. R. B. Darmstadt, 23. Okt. bericht.) In der heutigen Sitzung 4% Ungar. Goldrente 4°/ü Italien. Rente . 472% Portugiesen . flO/ Portugiesen. . . 1% C. Türken . . Türkenlose . . . . Geo W.' verlk :be§q Torr sd. Darmstadt, 23.Okt. (EigenerDrahtbericht.) Der Großherzog fuhr heute mit seinen Gästen, darunter das Aarenpaar und Prinz und Prinzessin Andreas von Griechenland, per Automobil nach dem dem Prinzen Heinrich ge- Morde dabei, wie er diese Fußspuren mit einer Sense zu verwischen suchte, während von den angeblichen „Polacken" kein anderer Mensch irgend etwas gehört oder gesehen halte. Die Blutflecke in der Kleidung Huberts, auch ausgewaschene Flecke, die bei sorgsamer chemischer Untersuchung sich als Menschenblut erwiesen, ferner die nach Fleischersitte geführten Hnlsschnitte an den drei Opfern u.a.nn, stellten ferne Schuld außer Frage. Hebet- 70 Zeugen und Sachverständige waren geladen. Das Verdikt der Geschworenen lautete auf Schuldig im vollen Umfang der Anklage, worauf der Gerichtshof den Angeklagten, der bis zuletzt jede Täterschaft bestrrtt, zunr Tode verurteilte. erhielt zunächst Dekan Dr. H arger-Offenbach das Wort zu einer Erklärung, in welcher er anerkennt, daß die Errichtung einer 5. Pfarrstelle in Offenbach wirklich nicht früher möglich war. Dagegen halte er seine übrigen Behauptungen aufrecht und ersuche nochmals, alles was gegen seine Person Ungünstiges vorzubringen sei, hier öffentlich vorzutragen. Die! Synode setzt darauf die gestern nachmittag unterbcochene Debatte über die Interpellation betr. die Zustände am Friedberger Predigerseminar fort, die voraussichtlich auch die ganze heutige Sitzung ausfüllen wird. Auch heute wurde wieder die Oeffentlichkeit ausgeschlossen. Da noch eine ganze Reihe von Vorlagen zu erledigen sind. Lj wird morgen vormittag eine Sitzung und am Montag die Fortsetzung der Beratungen erfolgen. kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten In der Nähe von Witzenhausen wurde ein Invalide überfallen und in den Werrastuß geworfen, sodaß er ertrank. W. 6a Sari 5 M Jakob Herd, Gesell sew das von 1 lehr! 3% Mexikaner . . 4%% Chinesen . . Electric. Sohuckert . Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatabahn . Lombarden . . . Gotthardbahn . . . Laura hätte .... Bochum .... Harpener .... Tendenz: fest J.K Äeoi Loui- L.S! Karl S c inl" 16 » I1B ..*• del to» $io durc iRg 1 , 2 . Kunst und Wissenschaft. Wien, 22. Okt. In der Sitzung der Wiener Gesellschaft für innere Medizin teilte der Berliner Arzt F o e i n b e r g mit, er habe ein kleines einzelliges Lebewesen entdeckt, das er bestimmt für den Erreger der Krebskrankhert halte. In der Diskussion bestritten Wiener Bakteriologen bte Existenz eines solchen. — Kleine Finanzchronik. Die Hagener , rufen nunmehr die Generalversammlung ein, die über die Umwandlung von Stammaktien in Vorzugsaktien unter Zuzahlung Beschluß fassen soll. — Die oberschlesischen Walzeisenpreise sind um 5 Alt. bei Verkäufen für das 1. Quartal erhöht worden. — Das Wormser Warenhaus Max Bernhold ist in Konkurs Berliner Börse vom 22. Oktober 1903. (Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Privat-Diskont 3 7, Prozent. M r u. Schlußkurse. Reichsanleihe do. Konsola . do. . . Hessen Oberhessen Vermischtes. * Berlin, 22. Okt. In der vergangenen Nacht sind in die verschlossene Friednchstädtische Kirche Diebe eingedrungen und haben verschiedene Kirchengeräte gestohlen. I Bis jetzt sind die Diebe nicht ermittelt. " Hamburg, 22. Okt. Ein angetrunkener Bootsmann, welcher von Arbeitern heute morgen gehänselt wurde, stach einen der Arbeiter nieder. Letzterer war sofort tot. Der Mörder ist verhaftet. 'Hamburg, 22. Okt. In Sachen der Engelma cherin Wiese melden die y£amb. Nachr.", daß die weitere Untersuchung ergeben hat, daß ihr im ganzen neun Ko st linder übergeben worden sind. Davon ist eins gestorben, zwei sind in Ostpreußen nachweislich in Pflege gegeben worden, während sechs Kinder verschwunden sind. Von diesen weiß man in vier Fällen die Namen, im fünften ^>all weiß man, daß die Mutter eine vornehme Dame aus Hannover ist, während man im sechsten Fall weder die Mutter noch, den Namen des Kindes kennt. Die Wiese bleibt bei ihrem ! Leugnen. Ueber den Verbleib der vermißten sechs Kostkinder ist nicht das Geringste zu ermitteln gewesen. ' Newyork, 22. Okt. Der bekannte Orchester-Dirigent Sousa ist gestern bei einem Spazierritt gestürzt. Er erlitt schwere Verletzungen. (Sousa ist der Komponist der ,Washington-Post'. D. Red. d. Gieß. Anz.) • Honolulu, 22. Okt. Eine französische Barke ist an einer Sandbank gescheitert. 16 Mann Besatzung werden vermißt. • Bei einer Treibjagd in Keppernik bei Neiße erschoß der Bauerngutsbesitzer und Gemeindevorsteher Hoffmann aus Unvorsichtigkeit einen als Treiber beschäftigten 13 jährigen Sohn eines Stellenbesitzers. Hoffmann stellte sich selbst dem Gerichte. Wetterbericht vom 22. Oktober. Verlauf derWitterung vonMrttwoch bis Donnerstag. Ein im Nordosten erschienenes Tief hat das Hoch nach Südosteuropa zurückgedrängt. Ein Teiltief hat sich über England ausgebildet und verursacht heute, Donnerstag, südliche Winde, unter deren Einfluß die Bewölkung und Temperatur zugenommen hat. Nachts siel vielenorts, besonders im Norden Oberhessens, Regen. Das Tief dürfte nordostwärts weiterziehen, neue Tiefs scheinen zu folgen. Es ist daher zunächst noch meist wolkiges Wetter mit Regen- sällen bei südlich auffrischenden und gegen West und Nordwest drehenden Winden zu erwarten.P e p p l e r. Zürchers zum Hubertschen Gehöfte führten und genau auf die Füße 4% Grieoh. Monopol.-Anl. Huberts paßten; mau traf chn am frühen Morgen nach bem 147a % äussere Argentiner der Polizeiverwaltung, daß das Lokal wie jedes andere behandelt werde; fo oft der Wirt um Verlängerung der Polizeistunde einkam, sei sie ihm auch gewährt worden. Das Gericht erkannte beide Angeklagten für schuldig und diktierte Herrn Cramer 8 0 Mk., Frau Cramer 40 M k. G e l d st r a f e, ev. 16 und 8 Tage Gefängnis zu. , y I Tilsit, 21. Okt. Vor dem hiesigen Schwurgericht ist nach viertägiger Dauer der Raub mordprozeß gegen den Fleischermeister Hubert aus Lompönen zu Ende geführt morden. In der Nacht zu Montag, den 25. Mar dieses Jahres wurde der wohlhabende MeiereibefitzerZürcher in Lompönen nebst Frau und einem 3jährigen Töchterchen von Mörderhänden abgeschlachtet und der im Schlaf-1 zimmer der Eheleute Zürcher befindliche Geldschrank seines Inhalts von ca. 12 700 Mk. beraubt. Ter Verdacht, diesen Raubmord verübt zu haben, lenkte sich alsbald auf den im selben Orte wohnenden Fleischermeister Hubert, einen verheirateten, erst 29jährigen Mann, der zwar in einem anscheinenden Freundschaftsverhältnis zu Zürcher stand, aber vor der Tat und nach ihr ein äußerst verdächtiges Benehmen bekundet hatte. Man nahm ihn fest trotz seines hartnäckigen Leugnens imd alsbald mehrten sich die Belastungsmomente gegen ihn derart, daß die Anklage auf Raubmord er- j hoben wurde. Hubert ersann ein haltloses Märchen, indem er ! glauben machen wollte, zwei fremde „Polacken" seien zu ihm gekommen, um ihn zu einer gemeinschaftlichen Beraubung Zürchers, von dem sie angeblich wußten, daß er viel Geld im Hause aufbewahre, aufzusordern. Er habe die Beteiligung abgelehnt; aber am frühen Morgen des 25. Mai, d. h. nach der Bluttat, seien die „Polacken" zu ihm gekommen, hätten ihm unter der Bedingung, daß er sie nicht verrate, einen Teil des Geldes versprochen und sich von ihm em Tasch ntuch geben lassen, in das sie ihren Raub wickelten. Kein Mensch hat natürlich an dies Märchen geglaubt. Alan faiid die 12 700 Mk. in einem Taschentuche Huberts in seiner Airs Stadt und Land. Gießen, den 23. Oktober 1903. - Personalien. S. K. H. der Großherzog haben am 21. Okt. d. IS, den Krcisrat de§ Kreises Lauterbach Dr. | Eduard Wallau zum KreiSrat des Kreises Bensheim, den Kreisamtmann bei dem Kreisamt Bensheim Kurt Eckstein zum Kreisrat des Kreises Lauterbach — beide mit Wirkung vom 1. November 1903 an ernannt. — S. K. H. der Großherzog haben den Kanzleidiener bei dem Staatsmimsterium, Hausverwalter Konrad Weitzel zu Darmstadt, auf sein Nachjuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste pr den Ruhestand versetzt und ihm aus diesein Anlaß das Sllberne Kreuz de§ Verdienstordens Philipps des Großmütigen verüehen. r ** Provinzial-Ausschuß. Samstag, den 24. Oktober 1 IS., vormittags 9 Uhr, findet im Regierungsgebäude hier jeine öffentliche Sitzung des Provinzial-Ausschuffes mit folgen- Der Tagesordnung statt: 1. Gesuch des Philipp Kuhl zu Jn- cheiden um Konzessionierung einer Gastwirtschaft. 2. Ent- > Eignung von Gelände des Karl Stern zu Homberg a. Ohm1 »für die Nebenbahn Nieder-Gemünden—Nieder-Ofleiden; hier: Ausspruch der Enteignung. 3. Enteignung von Grundstücken in den Gemarkungen Lauterbach, Blitzenrod, Frischborn und Crainfeld für den Bahnbau Lauterbach—Crainfeld, hier: Ausspruch der Enteignung. 4. Reklamation gegen die 'Bürgermeisterwahl zu Burgbracht. ** Das Großh. Regierungsblatt, Beilage Nr. .26, aus gegeben am 21. Oktober d. I, enthält: 1. Bekanntmachung des G-rvßh. Ministeriums des Innern, die Betätigung von Schenkungen betreffend. Vorn 10. Oktober 1903. 2. Bekanntmachung des Großh. Ministeriums des Innern, die Arzneitaxe fiir die Apotheken des Großherzogtums betreffend. Vom 14. Oktober 1903. (Betrifft eine Wanderung für Oleum Jecoris Aselli.) 3. Bekanntmachung, die Aufbringung der Mittel zur Bestreitung der Bedürfnisse der Landjudenschaft der Provinz Oberhessen berteffend. 4. Bekanntmachung, die Erhebung der in der Gemarkung Schiffender g, Kreis Gießen, erwachsenen Kosten der öffentlichen Armenpflege betr. 5. Ordensverleihungen. 6. Konkurrenzeröffnungen. - Bazar zum Besten der Aliceschule. Infolge baulicher Schwierigkecken wird der geplante Bazar am 11., 12. und 13. November im neuen Saalbau abgehalten werden. ** Gefährlich er Sturz. Das vierjährige Kind des Landbriesträgers T. stürzte gestern von der Treppe herunter, fiel mit dem Kopf auf die Kante einer steinernen 'Stufe und zog sich schwere Verletzungen zu. Es mußte in die Klinik verbracht und dort verbunden werden. Universitäts-Nachrichten. — Das ,Berl. Tagebl/ erfährt, das Projekt einer Handels- fachschnle in Berlin, das von den Aeltesten der Kaufmannschaft betrieben wird, sei in der finanziellen Grundlage nunmehr gesichert. Die Finanzdeputation der Korporation bewilligte dafür 2 Millionen Mk. ---- geraten. — Eiscubahn-Ciunahmcu. Die Gesamt-Einnahmen der preußisch-hessischen Eisenbahngemeinschaft für Ap^l—September betrugen 765 886 000 Mk. oder 40 118 000 Mk. mehr; davon entfällt der größte Teil der Mehreinnahmen auf den Güterverkehr. , c — Rumänisches Petroleum. Der „Moniteur des Jntörets Petroliteres Roumains" bringt die Mitteilung von dem Rückzug der D i s k o n l o g e s e l l s ch a f t von der geplanten großen Unternehmung in Bustenari. Die anderen F i n a n z l e u t e, welche bet diesem Unternehmen beteiligt sind, wollen jedoch angeblich trotzdem das Projekt verwirklichen. Obgleich die Diskonto-Gesellschaft ihr Abkommen formell annulliert hat, will sie sich fernerhin für die Sache interessieren, und man hofft deshalb, die Gesellschaft würde vielleicht später ihren Entschluß wieder ändern. Eine Aeußerung der Diskonto-Gesellschaft zu dieser Angelegenheit liegt nicht vor. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. 1 20. Sonntag nach Trinitatis, den 25. Oktober. Gottesdienst. Ju der Stadtkrrche. Vormittags 97? Uhr: Pfarrassistent Lic. Gaul. Vormittags 11 Uhr: Mllitärgottesdienst. Pfarrer E u l e r.. Nachmittags 2*/8 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde. Pfarrer Schlosser. Nachmittags 5 Uhr: Festgottesdienst, Stiftungsfest des evang. Arbeitervereins. Festprediger : Pfarrer Wieder- Garbenheim. Montag, den 26. Okt., Abends 8 Uhr, im Konfirmandensaal: Vereinigung der fon firmierten weiblichen !Iugend der Matthäusgemeinde, wozu auch die Neu- tonfirmierten eingeladen werden. Nächstkünftigen Sonntag, den 1. Novenlber, als am Reform mationssest, feiern wir ün Abendgottesdienst Beichte und helliges Abendmahl für Aiatthäus- und Markusgemeinde gemeinsam. Äii- I Meldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Ju der Johauneskirche. Vormittags 91/, Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannesgemeinde. Pfarrer Dr. Naumann. Abends 5 Uhr: Siehe Stadtkirche. Sonntag abend 8 Uhr: Versammlung und Bibelbesprechung I im Konfirmandensaale der Johauneskirche. Text Joh. 15, 1—8. Montag, den 26. Oktober, abends 8 Uhr: Bibelstunde I im Konfirmändensaal der Johanneskirche. Galaterbrief 1. Pfarrer Dr. Naumann. Nächstfolgenden Sonntag, den L November, am Reformations- I sest: Beichte und helliges Abendmahl für die Lukas- und bie, Johannesgemeinde im Abendgottesdlenst. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. An diesem Tage wird nach allen Gottesdienstes eine Sammlung für die Gustav Adolf-Stiftung erhoben. Katholische Gemeinde. S a ni s t a g, den 2 4. Oktober 1903. I Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenhell zur hl. Beichte. Sonntag, den 25. Oktober. 21. Sonntag nach Pfingsten. I Vormittags von 6 7, Uhr an: Gelegenhell zur heil. Beicht. , um 7 Uhr: Die erste heil. Meffe, vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion. , um 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. ; Mllitärgottesdienst mit Predigt. „ um 9 7s Uhr: Hochamt mit Predigt. • Nachmittags um 27, Uhr: Christenlehre; darauf Rosenkranz- > Andacht mll Segen. Abends um 8 Uhr in Steins Garten: Feier des 6. Stif- -tungsfestes des katholischen Gefellenvereins, - wozu die ganze Gemeinde eingeladen ist. . An den Werktagen ist abends um 6 7, Uhr Rosenkranzandachi ; mit Segen. ! Israelitische Religionsgemeinde. ' I Gottesdienst in der Synagoge, Südanlage. Samstag, den 24. Oktober 1903. Vorabend 5.00 Uhr. Morgens 9.00 Uhr. J Nachmittags 3.30 Uhr. Schrifterklärung. ' I Sabbathausgang 6.05 Uhr. ** Mister Stuart Cumb erlaub und Miß ..Emmy Fey beschäftigen sich mit der Veranstaltung ebensolcher Wuudervorstellungeu, wie wir sie von dem 'Künstlerpaar Fly und Slade gesehen haben, bas erst vor wenig Tagen dem Gießener Publikum sich vorstellte. Der neue, , Saalbau, wohin die neuen Zauberer gestern ihre Besucher Aroenervewegung. geladen hatten, wres wiederum guten Besuch auf. Es waren I Kassel 22. Okt. Ter G e n e r a l a u s ft a n b der Dau- auch wieder genau dieselben Kunststucke zu sehen tote das „ h werker, welcher nunmehr volle dreißig Wochen an- letzte Mal. Miß Fey stellte sich als Gedankenleserrn vor, ^dauert hat, ist beendigt, die vom Arbeitgeberverband oer- erriet Zahlen, Namen rc. und entdeckte nach halbstündigem ^ngte Generalsperre ist aufgehoben — und es rotrb auf allen Suc^n, indessen das etwas gelangweilte Publikum sich mit Arbeitsstellen, Neubauten u. s. w. die Arbeit roteber ausgenommen. Biertrinken — Rauchen war verboten — und Strecken der Endlich Hal man in mehreren Versammlungen durch ^cachgeben Mieder unterhielt, an der Hand eines Mörders aus dem auf beiden Seiten und Eingreifen des Emrgungsausschupes (Ver- Mß Fey vollbracht tretet e^u als gefesseltes Medium die bekannten Kunststücke, fie warf wesentlichen wird eine Ausbesserung der Stunden- und Akkordlöhne ^Teller aus dem geheinunsvollen Sonderraum, zauberte oom ab eintreten So erhalten bte Maurer von diesem -Blumen hervor und trieb mit einem Herrn, der sich fürs o^tpunkte 50 Pf. pro Stunde (bisher 45 Pfg.), die Steinträger 40 Publikum aufopferte, allerhand Allotria. Das Wunder Q^r 35), die Lohnarbeiter 35 (bisher 32), die Zimmerleute 50 wurde nachher von Herrn Cumberland freiwillig erklärt. Fisher 42) Pfg., die Bauhandwerker, die in Akkord arbeiten, er- Miß Fey ist eine geschickte Knotenlüserin und hat eine nicht halten eine Lohnerhöhung um ^Prozent. ,Ferner erhalten die I völlig normal gegliederte Hand, die sie so zusammenKulegen Dachdecker vom 1. Apnl 1904 an 45 W (bisher 42) und etn Jahr ro«ß? daß sie sie auS der Schlinge ziehen kann. Das be° später^ ipsg. 2""Di?V°ndig°n durchzogen gestern die! kannte Tischrücken,, das Herr SumfoHmifc) rn Gegenwart Umfleqeni) und verla ngtenvondenBauernNahrungs- gnehrerer Herren, dre rhre Hande lercht auf das gehermnrs- I i t t'e l. Heute soll in der Stadt eine Volksküche errichtet werden, volle, aber ganz gewöhnlich aussehende Möbel legen rnuß-j^^^ glaubt hier an eine baldige Beendigung des Ausstandes. ten, alusführte, wurde so erklärt, daß der Zauberkünstler am Aermel unter der Hand versteckt einen tod)ft einfachen Apparat trug, der beim Händeauflegen und Rückwärts gehen . Ä - ten Tisch mit sich zog. Das Publikum verfolgte die Dar- R. B. D a r m st a d t, 22. Okt. Der s o z l a l d e m o k r a 11 s ch e bietunaen mit Geduld und Interesse bis zum Schluß. Reich tags- und L and t agsab geordnete Balthasar X^rünberg., 23. Ott Eine interessante Erscheinung11ram est-nd, be“® eäm"t°en b Tl ei b i g" iß: fett einigen un Brunnentalwerher zu beobachten, ! In'dem Hause des Angeklagten befindet sich seine frül;er inbem aus dessen Mrtte em starker Wasserstrahl auf 21/21 üon9^m betriebene Gastwirtschaft. Nach Schluß der Polizeistunde -Meter Höhe emporsteigt, also ein natürlich er Spring- erschienen dort Schutzleute und stellten den Wirt darüber zur Rede, ,brunnen. Eirre der vorhandenen Quellen wurde durch gch seinem Lokale noch Gäste befänden. Als die Schutz- eiu Rote in den Teich geleitet und entwickelt nun eine solche lente dann auf der Straße patroullierten, riefen der Herr Reichs- Kraft. Der Teich wuroe vor kurzem abgelassen, gereinigt tagsabgeordnete und seine Frau ihnen allerlei beleidigende Aeußer- unö mit einer Schutz^nauer versehen. ungen zu.- In der heutigen Verhandlung entschuldrgte sich das sh 22 Okt teilte ckbend besuchte der! Cramer'sche Ehepaar damit, sie seien erregt darüber gewesen, daß be Haan angesetzte Fe st Vorstellung, in der man be Haans eigenes Werk „Die Kaisertochter" in neuer Einstudierung gab. Die Vorstellung verlief gut, und dem beliebten Dirigenten würbe von S. Maj. dem russischen Kaiser ein sehr wertvolles Geschenk, ein in Silber getriebenes Tintenfaß, den Kopf des bekannten russischen Komponisten Glinka darstellend, mit Brillanten und Edelsteinen besetzt, huldvollst überreicht. Yemste Meldungen. Berlin , 23. Okt. Das „Kl. I." hat sich cm den Verfasser des Militär-Romans „Aus einer kleinen Gar- n r s o n", den Leutnant B i l s o n vom Train-Bataillon Nr. 16 in Ford ach um Ueberlassung seines Romans zum Abdruck gewandt und die Antwort erhalten, daß ihm vom Militärgericht vorläufig die Erlaubniserteilung untersagt worden ist. Berlin, 23. Okt. Anläßlich des Geburtsfestes der Kaiserin fand gestern im Neuen Palais ern Hofkonzert statt, bei welchem auch der zehnjährig« Violin-Virtuoso Franz von Vecsey mitwirkte. Das Kaiserpaar zeichnete den kleinen Künstler wiederholt durch lebhaften Beifall aus und unterhielt sich! nach dem Konzert längere Zeit mit ihm. Der Kaiser bemerkte, er hätte etwas so Wunderbares noch nicht gehört. Die Kaiserin befragte ihn über seinen Studiengang und ob ihm das Spiel keine Mühe mache. Nach Schluß des Konzertes waren die mitwirkeirden Künstler Gäste des Kaiserpaares. — Im Berliner Theater hat das vieraktige Dranra Lu cif er von dem Italiener Butti bei seiner Erstaufführung eine ^ehr freundliche Aufnahme gefunden. — Das Befinden des Präsidenten des Reichs-Militärgerichts, Frhrn. v. Gemmingen soll hoffnungslos sein. L. London, 23. Okt. Der Schnellzug! von Leeds nach Manchester stieß heute nacht nabe bei der Sowerby- Brücke aus eine leichte Lokomotive, die auf dem Geleis stehen geblieben war. Die Lokomotive wurde von dem Geleise heruntergeschleudert. Der Zug fuhr dann in den Tunnel hinein, wo ein Teil des linten Schienenstranges über beide Geleise lag und entgleiste an dieser Stelle. In demselben Augenblick fuhr der in entgegengesetzter 'Richtung kommende Schnellzug von Manchester nach Leeds in den festgesahrenen Zug hinein und wurde ebenfalls demoliert. Der ganze Tunnel war mit Trümmern angefüllt. Lokomotiven, Wagen und Passagiere lagcli in furchtbarem Wirr w arr durcheinander. Es wurden sofort mehrere Unterstützungskolonnen und Aerzte geholt. Bis jetzt wurden dreiLeichen aus den Trümmern herausgezogen. Man befürchtet, daß ein großer Verlust an Menschenleben zu beklagen ist. Es ist schwer, genaue Einzelheiten über das Unglück zu erfahren. Rom, 23. Okt. Ein junger Livornoser erfand ein neue s System der drahtlosen Telegraphie, bei vem vte Weiten vurcy vre ötöe gerettet werven. Eine Gesellschaft zur Ausbeutung der Erfindung soll bereits gegtünoet sein. Paris, 23. Okt. Präsident Loubet empfing die Großfürsten Alexis und Paul und den Kriegsminister der Vereinigten Staaten, R o o t. Newyork, 23. Okt. Wie die Blätter berichten, glaubt die Familie des Millionärs Wardth, welcher auf geheimnisvolle Weise verschwunden ist, daß derselbe im Gebirge von Virginien von Rüub ern,aufgegriffen worden ist, die ihn gefangen halten, um ein schweres Lösegeld zu erpressen. Tnchpen sind abgegangen, um die ins Gebirge führenden Pässe zu besehen. L. Newyork, 22. Okt. Eine neue Hauptstadt „auf Aktien" soll der Staat Wyoming erhalten. Eine Gruppe Newyorker und Londoner Kapitalisten will die Stadt ernt Sweetwater-Flusse in Mittel-Wyoming, wo sie große Landstrecken, Kohlenfelder, Petroleumquellen, Wälder und Ackerland erworben hat, gründen. Die Geldmänner erbieten sich, Land herzugeben und ein Kapitol, eilte Universität, ein Staatsgefängnis und ein Irrenhaus ohne Kosten für den Staat zu errichten. 7981 <*eW * Gas-Lüsters u. Ampeln * « Gas-Glocken u. Cylinder « » Gas-Koch- it. Bade-Apparate Gas-Leitungen ».Reparaturen Bade-Klosetts u. Heizanlagen Wasserleitungen u. Armaturen Auch Reparaturen billigst. Carl Graff, 6739 Kirchenplatz 11, Schloßgasse. ßlellm^ßGerverew M Giche« u. Ms» Versammlung Somrtag de« 25. Ottober 1903, nachrnittags 3 Uhr bei Bauer. 7972 Tages-Ordnung ist durch Nr. 10 der „Biene" bekannt. Bei der Wichtigkeit der Sache zahlreiche Beteiligung erwünscht. Für de« Vorstand: Döll. Tteiikohleii-Bemtzejellschch ßicijta. Montag den 2. November, abends 8 Uhr: Ordentliche Kaupt - Versammlung in Lonh^s Bierkeller, bei Wirt Schäfer. TageS-Orduuug: 1. Berichterstattung. — 2. Rechnungsablage. — 3. Wahl der Rechnungs - Prüfungs ° Kommission. — 4. Ersatzwahl des Vorstandes. — 5. Statutenrevision — 6. Verschiedenes. Gießen, den 16. Oktober 1903. Der Vorstand. Die Rechnung liegt bei dem ersten Vorsitzenden, Herrn A. Dickorö, Schanzenftraße 8. vom 17. bis 31. Oktober zur gefl. Einsicht der Mitglieder offen.7785 llmdsIla-Vtteia liierm. Samstag den 7. November 1903, abends 8*/z Uhr: ANßerUkiltWe GeveralversaMlNg Frantsurterstratze 20. Tages-Ordnung: Beitritt des Vereins zum Verbände der Staatseisenbahnvereine im Direktionsbezirk 7968 Frankfurt a. M. Der Borstauv. Oelgemälde'V erkauf Durch besondere Kaufgelegenheit rvar es mir geboten, Meisterwerke der Öelmalerei jetzt lebender Künstler zu erwerben und kann diese zu erstaunlich bÜligeu Preisen verkaufen, darrmter Gemälde von Prof. Rmomllke, Siüipijitijtki Ang. Gabriel jr., Gießen. ® Massen-Fabrikation Bahuanschliiffe. Werke: Abendstcrn. Wie Wvd nnd Blut sieht ein Gesicht mit zartern, weißem, rosigem Heint, sowie ohne Sommerfprofstn und KantunrelntafieUen. Dies wird erreicht durch Kadcdcukr Kimrmitch-Seift Schutzmarke Steckenpferd ä Stück 50 Pfg echt bei 7789 Adolf Bieler, Victoria-Drogerie. Aiarktstraße 5. Ein heller verwendet stet Qr (Backpulver .«*1 {Vanillin-Zucker Oetker' S (Pudding-Pulver ä 10 Pf. Millionenfach bewährte R |zepte gratis von den besten Geschäften. 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