Nr. 170 Erscheint tSgltch außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem KeMschen Landwirt die Gießener FamUien» blätter viermal In der Woche beigelegt. RotattonSdruck u. Verlag der Brühllchen Ünivers.-Buch-U.S1ÄN- druckeret (Pieqch Erben) Kedattton. anhattischen Wahlkreis Dessau, der nun vor einer Nachwahl steht. ' Der Verstorbene hospitierte bei der fteisinnigen Vereinigung, der er erst kurz vor den Neuwahlen als Mitglied beigetreten ist. Der Wahlkreis wird nun wohr"Dr. Barth angetragen werden. Die Parteien nach den Reichstagswahleu. Tie „Mitteilungen für die Vertrauensmänner der nationalliöeralen Partei" gruppieren die Parteien in sechs Hauptgruppen: 1) Aeußerste Rechte (Antisemiten, Christlich-Soziale, Bund der Landwirte, Bayerischer Bauernbund) mit 18 Mitgliedern; 2) Konservative (Deutschkonservative, Freikonservative und konservative „Wilde") mit 76 Mitgliedern; 3) Klerikale Mitte (Zentrum, Polen, Welfen und (Äsaß-Lothringer) mit 132; 4) Liberale Mitte (National- liberale und gemäßigt liberale „Wilde") mit 52; 5) Freisinnig-demokratische Linke mit 37 und 6) die Sozialdemokraten mit 81 Mitgliedern. Hierzu gesellt sich als die einsam ragende Säule ein Däne. Zum Schluß des vorigen Reichstages zählte, wenn man dieselbe Gruppierung gellen lassen will, die äußerste Rechte 2 Mitglieder, die Konservativen 3, dre klerikale Mllte 2, die liberale Mitte 1 und die freisinnig-demokratische Linke 15 mehr als jetzt. Diesem Verlust von 23 Mitgliedern aller fünf bürgerlichen Parteigruppen steht die gleiche Gewinnzahl bei den Sozialdemokraten gegenüber. Die nationalliberale Partei bezw. die Liberale Mitte" hat 19 Wahlkreise gewonnen und 20 verloren, llnd zwar gewonnen von den Sozialdemokraten die fünf Streife Sorau, Hanau, Offenbach (wildliberal), Holzminden (wild- liberal), Bernburg; von der fr eifinnigen Volkspartei die fünf torfe Schleswig, Wiesbaden, Eisenach, Koburg und Bückeburg (wlldiibera!); vom Zentrum den Kreis Limburg; von den Welsen die Kreise Verden und Lüneburg; von den Antisemiten die Kreise Gießen und Lauterbach und vom Bund der Landwirte die Kreise Geestemünde und Sinsheim Verloren gingen an die Sozialdemokraten die acht Kreise Aschersleben, Bochum, Dortmund, Leipzig, Mittweida, Annaberg, Göppingen, Rudolstadt; an die Demokraten der Kreis Oberndorf a. N.; an die Freisinnige Volls- partei der Kreis Tondern; an die Freisinnige Vereinigung der Kreis Dithmarschen; an das Zentrum der Kreis Ottweiler; an die Welfen zwei Kreise: Melle, Celle; an die Polen der Kreis Thorn; an die Deutsch-Konservativen zwei Kreise: Herford, Schwerin; an die Antisemiten der Kreis Kassel; an die Christlich-Sozialen der Kreis Dillenburg; an den Bund der Landwirte der Kreis Homburg (Pfalz). Zu den 49 Fraktionsmllglledem der nationalliberalen Partei im Reichstage, deren Namen wir wiederholt genannt haben, kommen noch, außerhalb der Fraktion stehend, die drei „Wildliberalen": Dr. Becker-Offenbach, v. Damm-Wolfenbüttel und Deppe-Bückeburg. Kirche und Schule. Gießen, 23. Juli. In dem neuesten Heft der Mit» teilungen der Großh. Zentralstelle für die Landesstatistik befindet sich eine Uebersicht der Frequ enz der höheren Lehranstalten rm Schuljahr 1902—1903. Nach dieser Uebersicht wurden die höheren Lehranstalten in diesem Zeiträume von 8838 Schülern, darunter 2007 Katholiken, besucht. In Hessen wohnen indes 30,6 Prozent Katholiken. Die Anzahl der katholischen Schüler betrug Wer nur 22,7 Prozent. Dies bedeutet zudem seit demj Schuljahre 1901 bis 1902, in welchem die katholische Schülerzahl 23 Prozent betrug, einen kleinen Rückgang. Am zahlreich st e n waren die Katholiken vertreten an den Oberreal- schulen (26 Prozent); an den Gymnasien betrugen sie 25,7 Prozent (unter 2980 Schülern 764 Katholiken; an den Realschulen und Progymnasien 18,9 Prozent (2540:481); an den Realgymnasien nur 17,6 Prozent (1192 :209). Während bei den Gymnasien der katholische Prozentsatz um 0,5 gestiegen ist, ging er cm allen übrigen Anstalten zurück, am meisten an den Oberreälschulen (2,8 Prozent). Nach'einem Telegramm aus Wien haben in Asch unmittelbar nach dem Schulschluß 47 Abiturienten der dortigen Gymnasiasten ihren Austritt aus der katholischen Kirche angemeldet und sind zum Pr vt e st a n ti s m ü s übe r getr e ten. Mit jedem Jahre gewinnt das d e n tfcf) e wesen eine größere Bedeutung. Im Vordergrund des Interesses stehen zur Zell die technischen Fachschulen, insbesondere die des Maschinenbaues und der'Elektrotechnik. Bei weitem die größte Zahl dieser Schulen fällt auf Reußen. Mit der nächstgroßen Zahl folgen das Königreich Sachsen, das Großherzogtum Sachsen-Weimar und das Großherzogtum Hessen. Auch in Bezug auf die Fachschulen für Textilindustrie marschiert Preußen mit soviel Anstalten voran, wie im ganzen übrigen Deutschland nicht bestehen. Nach Preußen rangiert Reuß, dann erst das Körcigreich Württemberg und das Königreich Lxrchsen. Im nächstjährigen preußischen Etat werden Mittel zur Beförderung der Zwecke des gewerblichen Fachschulwesens wieder in einem Maße gefordert werden, das der Ansprucherhebung des größten deutschen Einzelstaates ent- Feuilletsn. Goethe U'Nd der öfrrerchische General. Der Historiker Heinrich Luden gibr in seiner Schxift Rückblicke in mein Leben (Jena 1847) interessante Mitteilungen über seinen Umgang mit Goethe. Er erzählt u. a. auch folgende Geschichte mit Goethes eigenen Worten: In meiner Art aus- und abwandelnd, war ich seit einigen Tagen an einem alten Mann von etwa siebzig bis achtzig Jahren häufig vorübergekommen, der, auf fern Rohr mit goldenem Knopf gestützt, dieselbe Straße ging, kommend und gehend. Ich erfuhr, er sei ein hochverdienter östreichischer General aus einem allen, sehr vornehmen Geschlecht. CinigemW hatte ich bemerkt, daß der Alte mich sehr scharf anblickte, auch, wohl, wenn ich vorüber war, stehen blieb und mir nacf^ schaute; indes war mir das nicht auffallend, weil mir dergleichen wohl schon begegnet ist. Nun Wer trat ich, einmal auf einem Spaziergang etwas zur Selle, um, ich werß nicht was, genauer anzuseherr. Da kam der Alte freundlich auf mich zu, entblößte das Haupt ein wenig, was ich natürlich anständig enuiberte, und redete mich folgerldermaßen an: „Nicht wahr, Sie nennen sich Herr v. Goethe?" — „Schon recht." — „Aus Weimar?" — „Schon recht." — „Nicht wahr, Sie haben Bücher geschrieben?" — „O ja." — „Und Verse gemacht ?" — „Ach" — „Cs soll sehr schön fein." — „Hm." — HW en Sie denn viel geschrieben?" — „Hm, cs mag so angehen." — „Ist vaS Versemachen schwer?" — „Soso." — „Es kommt wohl Halter auf die Laune an und ob man gut gegessen und fictruntan hat?" — „Es tft mir fast so vorgetommen." — ,/Na schsuu's, da sollten Sie nicht in Weimar sitzen bleiben, sondern halt nach Wien fommen." — „Hab' auch schon dran gedacht." — „Na jchaun's, in Wien ist's gut, da wird gut gegessen und getarnten!" — ,^Hm." — „Und man hält was auf Leute, die Verse machen können." — „Hm!" — „Ja, dergleichen Leute finden wohl gar, wenn's sich gut hallen, schaun's, und zu leben wissen, in den ersten und vornehmsten Häusern Aufnahme." — „Hm!" — „Kommen's nur, melden's sich bei mir; ich hab' Bekanntschaft, Einfluß. Schreiben's nur: Goethe aus Weimar, Bekanntschaft aus Karlsbad." — ,Hm!" — „Das letzte ist notwendig in meiner Erinnerung, well ich hWt' viel im Kopf hab'." — „Werde nicht verfehlen." — „Aber sagen's mir doch- was HWen's denn geschrieben?" — ,^Nancherlei von Adam bis Napoleon, vom Ararat bis zum Blocksberg, von der Ceder bis zum Brombeerstrauch!" — „Es soll halt berühmt fein?" — ,&m, leidlich!" — „Schad', daß ich nichts von Ihnen gelesen und auch früher nichts von Ihnen gehört hab'. Srnd schon neue verbesserte Auslagen von Ihren Sck),risten erschienen?" — „O ja, wohl auch" — „Und es werden wohl noch mehr erscheinen?" -- „Das wollen - wir hoffen." — „Ja schaun's, da kauf' ich Ihre Werke nicht: ich kauf' hall nur Ausgaben der letzten Hand, sonst hat man immer den Aerger, ein schlechtes Buch zu besitzen, oder man muß dasselbe Buch zunr zwellenmale kaufen. Drum wart' ick-, nm sicher zu gehen, immer den Tod der Autoren ab, ehe ich xljrc Werke rauf’, und von dem Grundsatz kann ich auch halt ßei Ihnen nicht abgehen." — „Hm." — Damit war das Gespräch zu Ende. Die sieachforschungen Wer in der Kurliste nach dem ^Namen dieses wackeren Generals haben sich leider als fruchtlos erwiesen; denn diese sonst so zuverlässige Kurliste verweigert diesmal beharrlich jede Auskunft über einen berühmten östreichischen Generalsnametl aus der Zell vom 2. Juli bis zum 4. August 1806, iri der Goethe zum erftenmale rm Hause Zu den drei Mohren in Karlsbad verweilte. ribaten Charakter tragen; Empfänge usw. finden nicht tatt. (O. Ztg.) Mainz, 23. Juli. (Originaltelegramm des „Gieß. Anz.") Vizefeldwebel Zahlmeisteraspirant Martin Müller wurde wegen bedeutender Unterschlagungen verhaftet. Maiiiz, 22. Juli. Wegen der Fä k ali enl e i tun g in deii Rhein hat nunmehr das Reichsgesundheitsamt sein Gutachten dahin gefällt, daß der Fäkalien- Lcihmg in den Rhein keinerlei Bedenken entgegen => tehen, wenn die Fäkalien einer mechanischen Reinigung unterzogen werden. (Zweifellos gehört bis zur völligen Durchführung dieser Maßregel eine längere Uebergangs- zeit, die auf etwa 10 Jahre zu bemessen sein dürfte.) W. F. A. Wimpfen, 22. Juli. Die Vorbereitungen zur Ausführung des Wimpsener Festspiels „Im Wechsel oer Zetten" zur Feier der hundertjährigen Zugehörigkeit Wimpfens zu Hessen sind in vollem Gange. Die gesamte künstlerische £tirung liegt in der Hand des Hofschaujpielers an der Darmstädter Hofbühne, Herrn W. Viebeg, dessen reiche Erfahrung im Arrangement Derartiger Vorstellungen eine wirklich tünstlerische Ausgestaltung Der Aufführung verbürgt. An 100 Personen aus allen Kreisen der os-tabt beteiligen sich an der Aufführung, zu der die Proben bereits begonnen haben. Es zeigt sich, daß das Festspiel aus der 'Feder von Karl Kemmer, Realschuldirektor in, Wimpfen unD Richard Weitbrecht, Pfarrer daselbst, dasj drei wichtige Zeiten aus der ruhmvollen Vergangenhett der ehemaligen Reichsstadt vorführt (1224, 1525, 1622) prächtige Bühnenbilder Darbietet, volkstümlich wirkt und auch drainatisch eindrucksvoll ist. Es ist durch jede Buch^- IjanDlung zum Preise von 80 Pfg. zu beziehen. Die Spieltage sind festgesetzt auf die Sonntage 23. und 30. August, 6. und 13. September und auf die Werktage 29. August und 2. September. ^Nach Bedarf werden wettere Spieltage eingeschoben. Alle nähere Auskunft erteilt der Vorsitzende des Festspielausschusses, Bürgermeister Ernst. [J Marburg, 21. Juli. Während Der demnächstigen großen Universitätsferien wird Die Aula unserer Universität durch Die Anbringung der Gemälde des Direktors Der TüsselDorfer Kunstschule, Peter Nansen, einen neuen Schmuck erhalten. Bei Den Gemälden handelt es sich um Szenen aus der hessischen La,ndesgeschichle. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den N a ch b a r st a a t e n. In F r a n k f u r t ist durch eine Benzinexplosion beim Handschuhwaschen in der Nähe einer brennenden Lampe (Die 23 Jahre alte Luzi Sobinska so schwer verletzt worden, daß sie starb. — Am Dienstag wurde in Frankfurt in der unteren Haidestraße ein Mansarden- diebstahl verübt. Der Dieb erbeutete Kleider und Wäsche und entkam. — Der Mann, Der in einem Wagen 1. Klasse zwischen Frankfurt und Darmstadt einen Selbstmordversuch mittelst Erschießens machte, ist der Architekt Josef Hamann aus Montigny bei Metz. Er war zuletzt in Frankfurt in^Stellung. Die Motive der Tat sind noch, nicht bekannt. Sein Zustand ist hoffnungslos. Tas Hochwasser in Schlesien. lieber die Provinz Schlesien, die den Verheerungen durch Hochwasser stets besonders ausgesetzt gewesen ist, hat die neueste Katastrophe dieser Att ein ungeheures Un heil gebracht. Der Schaden ist naturgemäß verschieden in der Litt, je nachdem es sich um Verwüstungen durch angeschwollene Gebirgsbäche ober um solche durch Ausuferungen der Oder, der großen Verkehrsader Schlesiens, handelt. Während durch die in Wild- und Sturzbäche umgeroanbclten Gebirgsflüsse Zerstörungen an Gebäuden, Brücken, Wegen und Obdachlosigkeit zahlreicher Bewohner in besonders großem Umfange herbeigeführt wurden, ist in dem Ueberschwemmungsgebiete der Oder der Bruch der Deiche an zahllosen Stellen, die Ueberflutung weiter, bebauter Flächen und ein enormer Ernteverlust zu verzeichnen. Aber nicht nur der Verlust der diesjährigen Ernte kommt in Frage, sondern in zahlreichen Fällen auch die Hinwegschwemmung oder die Zerstörung der Ackerkrume durch Verschlammung und Ver- schotterung des Bodens, die zugleich mit der durch lieber* flutung hervorgerufenen Feuchtigkeit Der menschlichen Wohnstätten eine drohende Gefahr für die Gesundheitsverhältnisse der Bewohner bildet. Wie uns aus Neisse durch das D.-Bureau Hd. ge* meldet wird, ist die Lusche wieder aus Den Ufern getreten und dte Umgegend weit überschwemmt. Der bereits reparierte Damm ist aufs neue gerissen und auch bei Ritterswalde sind sämmtliche Einfahrtsbrücken demoliert und 21 meist massive Privatbrücken weggerissen. Aus Langendorf wird gemeldet: Die durch das Nttlitär vorgenommenen Wiederherftelluugsarbeüen Schließlich wurde der Bulle in eine Ecke getrieben und ge- gcrn als Vogtland, war. Der Berlin, 22. Juli. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. der Festung Weichselmünde angetreten. Mark; 2. Qualität 320—375 Mark; 3 Qualität 250—300 und Lelonek Händel anfingen. nur nur aus mit Stühlen und Knüppeln auf ihn ein. Makroß blutete aus Telephonischer Kursbericht. Fra#i klare ». J«., 23. Juli 1903 7fl% Reichsanleihe 3 4% Oesterr. Goldrente . ■1/6% Oesterr. Silberrente 4 Oerichtssaal. Die Strafkammer verurteilte den 22. Juli. Aachen Metall-PutzmitteiE I Folgen des Tabakgenusses auf die Funktionen der Lungen, des Herzens, der Verdauungsorgane und den Gesamtorganismus. Professor Dr. Wtley, der Chef des staatlichen Chemiedepartements, ist zur Leitung der Versuche ausersehen, welche Imit 18 Individuen vorgenommen werden sollen. Während des ersten Versuchsmonats sollen die Leute gar keinen Tabak bekommen. Nach dessen Ablauf werden die Leute in drei * Folgende Reiseziele werden den verschiedenen Berufsarten von einem Witzbold empfohlen. Es sollen reisen: die Rezensenten nach Rügen, die Verliebten nach Küßnacht, die mit Appetit Gesegneten nach Essen, die Schlächter nach Darmstadt, die Verkaterten nach Heringsdorf, die Starken Mark; öftere Kühe Hum abmelken 200—220 Mark; fette Rinder pro Zentner Schlachtgewicht 1. Qualität 65—67 Mk.; 2. Qualität 62—64 Mk. Die Kälberpretse stellten sich pro Zentrier Schlachtgewicht 1. Sorte (Tiere über 50 Pfund) aus 65—70 Mark; 2. Sorte (zwischen 40—50 Pfund) 58—62 Mk.; 3. Sorte (leichtere Tiere) 54—56 Mark. Das Geschäft in Fahrochsen ging ebenfalls recht langsam, und Transporte, welche aus Bayern an den Markt gekommen wa en, und von Anmeldungen von Leuten empfangen, welche Versuchsobjekte dienen möchten. Gruppen geteilt, nämlich in Raucher, Kauende und Schnupfende, welchen in graduell steigenden Quantitäten alle 9lrfen von Zigarren, Zigaretten, Pfeifentabak, Kautabak und Schnupftabak verabfolgt werden sollen. Während des letzten Ver- suchsmonats soll wie während des ersten Monats vollständige Tabakabstinenz stattfinden. Dr. Wiley hat bereits Hunderte mehreren Wunden und blieb im Saale liegen. Beistehen durfte ihm niemand, da die Rasenden sofort mit Stühlen nach den Helfern warfen. Der Gastwirt Orzegowski und seine Frau sind schwer verletzt. Schließlich demolierte die Bande Türen und Fenster, zerschlug Mobilar und Gläser. Auch Lampenkronleuchter wurden herabgeworfen. Das vergossene Petroleum fing Feuer und setzte die Trümmer in Brand. Herr v. Hammerstein hat sicherlich starke Eindrücke gewonnen, wenn amtlich zugestanden werden muß, seit einem halben Jahrhundert sei ein solches Unheil nicht dagewesen. Dementsprechend, bei dieser Größe und Ungewöhnlichkeit der Katastrophe, mußte eben der preußische Staat sofort und mit erheblichen Geldmitteln eingreifen, statt daß diese Aufgabe der Mildtätigkeit zugeschoben wurde. Zu exakten Feststellungen war denn immer noch Zeit und Gelegenheit. Jede Aufwendung wäre vom preußischen Landtag ohne weiteres nachträglich gebilligt worden. Es ist zu hoffen, daß nach dem Telegramm des Kaisers „etwas mehr Dampf" entwickelt wird." Die „Naüonalztg." schreibt: Man dürfe mit Zögerungen nicht zu weit gehen, sonst würde man Gefahr laufen, daß der scharfe Tadel, der schon heute in der Presse hervortritt, zum mindesten den Schein der Berechtigung erlange. Soeben erläßt auch^der Vaterländische Frauenverein in Berlin einen Auftus zu Sammlungen. dem Ridnauntale ist ein dort beschäftigter Arbeiter abgestürzt und war sofort tot. • Typhus. In Saarbrücken und Malstatt-Burbach und dem angrenzenden Fischbachtale ist der Typhus ausgebrochen. Eiue große Anzahl Erkrankungen ist bereits iestgestellt. * Grobe Exzesse bei einer oberschlesischen Hochzeit werden aus Myslowitz gemeldet. Bei dem Restaurateur Orzegowski in Städtisch-Janow wurde eine Hochzeitsfeier veranstaltet, die der Gendarm Makroß zu über- . 27.15 . 92.40 . 91.00 . 98.70 . 209.10 187.50 . 136.80 . 147.40 . 155.00 . 143.50 . 18.00 . 191.70 . 218.25 . 178.00 . 181.75 do. Konsole . do. , . Hessen Oberhessen • Untersuchungen über die Wirkungen des Tabakgenusses. Seitens der amerikanischen Regierung . 102.20 . 90.95 . 102.10 . 91.05 . 101.20 . 100.00 . 102.90 101.20 . 101.65 . 103.20 . 49.35 . 30.80 . 34.15 . 130.80 44.25 40.90 Festung verurteilt worden war, hat jetzt seine Strafe auf Iper Handel" in fetten'Hern,' ^^che^b^g^"^ah.l«icher der Festung Weichselmünde angetreten. angeboten wurden als sonst, war ruhig. Infolgedessen • Venedig, 22. Juli. Der Gemeinderat beschloß, die konnten die Gießener Rindsmetzger ihren Bedarf am Markt Demission der Campanile-Architekten Beltrami und Morelli äu nicht zu hohen Preisen decken. Die gleiche Tendenz zeigte anzunehmen und den Wiederaufbau des Campanile Per Kälbermarkt, den in der Hauptsache die Frankfurter, einem fünfgliederigen Ausschuß zu übertragen. I Nauheimer und Wiesbadener Händler machten, welche be- 'Innsbruck, 22. Juli. Von etner Sergroiefe auf Ä”LS“>Jten ta - - 1 ' l Handel' ui alteren Schlachtkuhen war sehr schlecht, da es jür diese Ware an Reflektanten fehlte. Gehandelt wurden Milchkühe frischmelkend und tragend pro Stück 1. Qualität 400—475 Mark, vereinzelte schwere Tiere bis über 500 Mk. aneignete, zn 3 Jahren Gefängnis. — Das besteuerte „Süße Mädel". Heinrich Rein- ~ " i »Das süße Mädel", erklärte wachen hatte. Letzterer schritt em, da die Arbeiter Jaroczok! aus Bayern an den Markt gekommen wa ?n, Als die Raufbolde eine sehr durchschnittlich schöne Exemplare aufwiesen, fanden drohende Haltung zeigten und den Makroß angriffen, zog schwer Nehmer, da die Kundschaft für Fahrvieh dieser sein Seitengewehr und versuchte sich zu wehren. Sofort oer Provinz am Plutz war, und fremde Muser ausgeblieben sprangen mehrere Burschen auf den Beamten los, warfen waren. Gehandelt wurden das Paar Gangvieh 1. Sorte ihn zu Boden, entrissen ihm Säbel und Helm und schlugen [850 950 Mark; 2. Sorte 750—820 A^ark; 3. ^orte 675—725 -..... - - — - - " ■ ■ oIMark. Der Markt blleb rn allen Vrehgattungen allerdings Lelonek setzte sich den Helm des Mokroß auf, schwang den Säbel und rief „jetzt bin ich Gendarm!" Den Helm und Säbel trug er dann fort. Die von dem Krawall benachrichtigte Myslowitzer Polizei entsandte mehrere Schutzleute, welchen es nach langem Suchen gelang, die inzwischen geflüchteten Exzedenten auf dem Felde, auf Wiesen, in Heuhaufen und in dem nahen Walde festzunehmen. * Ein seltsamer Zweikampf hat kürzlich in der Grafschaft Essex zwischen einem Stier und einem — Kraftwagen stattgesunden. Dort besitzt ein Farmer namens John Phillips mehrere in einiger Entfernung von einander liegende Grundstücke. Um diese rasch hintereinander besuchen zu können, schaffte er sich einen Kraftwagen an, dessen Erscheinen auf einem der Feldwege das ganz besondere Mißfallen eines bösartigen Bullen erregte. Es war ein gemeingefährliches Tier, beinahe so gefährlich wie ein bengalischer Mantiger, denn es hatte bereits zwei Männer zu Tode getreten und einen dritten lebensgefährlich verwundet, als es auf neue Abenteuer aus- öinq und des Kraftwagens ansichtig wurde. Das Tuten der! früheren Wirt Houben, der als Beamter der Brasilianischen Bank <'ärmtromuetc verseilte den Bullen in unglaubliche Wut. Mit üir Deutschland in Rio de Janeiro. mit anderen Personen zusammen _aimi on pcic ucr]ebic oen £uu.cn in mj > (s.l)ecf§ im Betrage von 120000 Alk. fälschte und |icl) davon 40000 Dorgestreckten Hornern, den Schweif hoch m der-uft, stürmte 21l wn-™ Gelänanis. er auf das Automobil ein. Der Farmer, der sah, daß ein _ . „ _ . Zusammenstoß unvermeidlich war, erhöhte die Fahrgeschwindig-1 Hardt, der Komponist der Operette . Globus wurden durch die neuen Waffermaffen wieder vernichtet. Ikeit und Automobil und Bulle stießen mit furchtbarem Getös In kurzer Zeit ist das ganze Bieletal und das Dorf voll- aufeinander. Der Bulle rollte in den Staub, war aber bald * gr\9fi „ « r • l , wieder auf den Beinen und erneute seinen Angriff. Diesmal Aus Breslau, 22. Juli, wird geschrieben: Em hatte der Farmer seinen Kraftwagen mit raschem Ruck ge- CeJe9r°wm des Kaisers aus Norwegen hat beim Ober- kehrt und war als Angreifer dem Bullen an das Hinterteil prafibtum Bericht über die Hochwasserschäden eingefordert und gefahren. Das Tier stürzte, sprang rasch auf, schüttelte sich schnelle und ausre chende Hilfe zugesichert Die Schnelligkeit und kam zur Einsicht, daß der Kraftwagen ihm über sei. der staatlichen Hilfeleistung ist allerdings sehr angezeigt. Wenn Unter lautem Brüllen floh es, von dem Kraftwagen verfolgt. 20 000 Schlesier dem wirtschaftlichen Zusammen- Schließlich wurde der Bulle in eine Ecke getrieben und ge- bruch, der Verzweiflung überliefert sind ohne rasche und bunden. Seither ist ihm die Kampflust verflogen. tatkräftige Unterstützung, wenn, wie der Aufruf besagt, der * Untersuchungen über die Wirkungen des materielle Schaden sich aus Millionen beläuft, dann Tabakgenusses. Seitens der amerikanischen Regierung nimmt es sich nicht erhebend aus, daß die preuß. Regierungtwerden Vorbereitungen getroffen für eine im nächste.. Herbst die Lmderung der augenblicklich drängenden Not zunächst der vorzunehmende eingehende wissenschaftliche Untersuchung der Privatwohltätigkeit überlaßt und sich vorbehält, „erst nach'^ ' ‘ ~ ' * - - ' ' - 1 - b Eingang der Berichte definitiv Stellung zu nehmen". Es ist nur ein Segen, daß die öffentliche Opferwilligkeit in solchen Fällen nicht die genaue, aktenmäßige, auf Heller und Pfennig berechnete Feststellung des Umfanges einer Katastrophe abwartet, sondern ohne Besinnen in den Beutel greift. Aber was find ein paarmal hunderttausend Mark, die im günstigsten Falle nach Wochen zusammenkommen, angesichts einer Lage, die von Tag zu Tag, man darf ohne Uebertreibung sagen, von Stunde zu Stunde sich verschlimmert! Not und Elend warten nicht auf amtliche Konstatierung. Ueberdies, der Minister Frhr. v. Hammerstein-hat sich mit eigenen Augen in unserer Provinz umgesehen — was bedarf es weiter? nicht sehr erheblich überständig. Nächste Markttage: 4. und 5. August. Am zweiten Tage auch Krämermarkt. Kirsche nm arkt. Der gestrige Kirschenmarkt auf Oswald-garten bot, wie nicht anders zu erwarten war, den Freunden unserer oberhessischen Kirschen eine rech-tei >Ent>- tüuschung. Erstens war, wegen der Mißernte, der Vorrat I nicht groß und dann waren die Preise *ür gute Ware nicht billiger als bei unseren Händlern, wo man das Pfund Kirschen ebenfalls mit 30—35 Pfennig alle Aage kaufen kann. Dagegen hatte der Krämer Markt bei dem günstigen Wetter viele Landbewohner nach der Stadt gelockt, welche nicht nur dort, sondern auch in den Läden der Neustadt, Marktstraßie, Marktplatz., Mausburg re. lebhaft fellschten und ihre Waren einkausten. Berlin, 23. Juli. Aus dem zu Ehren der amerikanischen Währungs-Kommission veranstalteten Empfangsäbeud wurde von deutscher und amerikanischer Seite der Notwendigkeit eines guten Einvernehmens zwischen beiden 97ntion.cn Ausdruck gegeben. Der Leiter der amerikanischen Kommission, Hanna, und der Leiter der mexikanischen Kommission, Creel, versicherten, daß sie in keinem der bisher von ihnen besuchten Länder bei den Vertretern der Regierung wohlwollendere Aufnahme und verständnisvolleres Eingehen auf ihre Vorschläge gefunden haben, als in Deutschland. Ueuejte Ulewuiigru. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. Frankfurt a. O., 23. Jul. Ein schwerer Jagd- unfall ereignete . sich m der Neumark. Der Bankier Zander aus Groß-Kammin erhielt von einem Jagdgenossen eine volle Ladung Rehposten in den Kopf. Er wurde lebensgefährlich verletzt in das hiesige Krankenhaus geschafft. _ London, 23. Juli. Bei oem Tiner, das gestern im ^peiiesaab des Unterhauses zu Ehren der französischen Parlamentarier veranstaltet wurde, hoben alle Redner Oie wachsende Freundschaft zwischen England und Frankreich hervor und erklärten, es liege wenig Grund vor, anzunehmen, daß künftig ernste Differenzen zwischen beiden Ländern entstehen könnten. Die Morgenblatter geben in ihren Leitarftteln der Freude über die Kundgebung Ausdruck und sagen, sie sei ohne Gleichen in der Geschichte des Unterhauses. Rom, 23. Juli. Das Telegramm desdeutschen Kaisers ist rn allen Kreisen des Vatikans mit rückhaltlosem Beifall ausgenommen worden. Man vergleicht mit dem warmen Ton des Kaisers die vielen Depeschen anderer Staatsoberhäupter. Die Depesche Roosevelts ries glerchfalls einen günstigen Eindrua hervor. — Von Lissabon r,t ver päpstliche 'Nuntius Ajuti und der Kardinal-Patriarch zum Konklave eingetroffen. Rom, 23. Juli. Zu Stimmensammlern beider Papjtwähl wurden die Kardinale Respighi und Eaisetta ernannt. Kardinal Vanutelli besuchte Ram- volla und hatte mit ihm eine zweistündige Unterredung, der man große politische Bedeutung beilegt. — Da Kardinal Oreglia oie italienische Regierung nicht amt- lr a- von dem Ableben des Papstes in Kenntnis gesetzt hat, wurde die öffentliche Trauer wieder ausgehoben. Die Theater spielten wieder, die Läden waren geöffnet. Auf den Plätzen fanden öffentliche Konzerte statt. Rom, 23. Juli. KardinalOreglia, der sehr leidend aussieht, erklärte, er hoffe, der Papst werde recht bald gewählt werden, das Interregnum laste schwer auf seinen Schultern. Daraus will man schließen, daß die Wahl Oreg- lias zum Papst unmöglich sei, da dessen Pontifikat aller Wahrscheinlichkeit nach nur von kurzer Dauer sein würde.— Das Testament Leos ist völlig mit eigener Hand geschrieben. Es beginnt mit religiösen Mahnungen und drückt alsdann den bestimmten Willen aus, das alles, was m seinem Besitz vorgefunden werde, auch die ihm persönlich gemachten Geschenke, der Kirche zufallen sollen, Seme Familie dürfe nichts beanspruchen, da er sie schon bei Lebzeiten reichlich bedacht habe. Wien, 23. Juli. Die jüngste Schwester der ermordeten Königin Draga hat von einem reichen Großgrundbesitzer zu einer Vortrags-Tournee über das er bische Künigsdrama einen größeren Betrag erhalten. Die Tournee soll sich auf alle größeren Hauptstädte erstrecken. Tetjchen a. d. Elbe, 23. Juli. Ter berüchtigte Mädchenhändler Gustav Presse aus Kiel wurde von der hiesigen Polizei in dem Augenblick verhaftet, als er mit einer Anzahl junger Mädchen, die er in Böhmen augeworben hatte, nach Hamburg abreisen wollte. Die Mädchen wurden in ihre Heimat zurückbefördert. behuss Bemessung seiner Personal-Einkommensteuer für das Jahr 1902 sein Einkommen im Jahre 1901 mit 2800 K. als Ertrag seiner schriftstellerischen Tätigkeit, worauf ihm eine Jahressteuer von 32 K. vorgeschrieben wurde. Einige Wochen später wurde er von der Steuer-Administration Währing bei Wien wegen Steuer- Hinterziehung zu einer Geldstrafe von 12,352 K. verurt e i l t und ihm eine Steuer von 1428 K. aufgetragen. Tie Steuerbehörde erklärte in der Begrüiidung des Strafurteils, Rein- hard habe den gepflogenen Erhebungen zufolge aus seiner Operette „Das süße Mädel" ein Jahres-Einkomrnen von 41 000 K. bezogen. Er sei verpflichtet geweseli, diese mutmaßliche Taiitiemen-Einnahme lur ein Jahr bereits in dem Bekenntnisse pro 1901 zu fatieren. Der Komponill wendete ein, daß er vom Oktober bis Dezember 1901 kein Einkommen aus der Operette bezog, da er liachiveislich in diesem Zeiträume 5825. K. 62 H. Tantienien eingenommen, für Horwrar, Drucklegurig, Geschenke, Kränze, Blumen re. aber 6679 K. 90 H. verausgabte, Er habe demnach im Jahre 1901 ein Defizit gehabt, das nach gewöhnlichem Verstand nicht als steuerbares Ein- kommeii zu betrachten sei. Reinhardt brachte durch Regierungsrat Dr. ^oteger bet der Finanz-Landesdirektion einen Rekurs ein. dem dahin stattgegeben wurde, daß die Geldstrafe von 12 365 K. auf 60 K. herabgemindert w nr d e. nach Herkulesbad, die Aufgeregten nach Wildbad, die Aristokraten nach Adelsberg, die Kahlköpfigen nach Harburg, der Klerus nach Bischofswerda, die Hitzigen nach Eisleben, die _____ ITenöre nach Singen, die Ingenieure nach Zweibrücken und Heute morgen vergiftete diedie Annen nach Geldern. (Warum nicht auch die Weberssrau Bliß sich und ein kleines Kind, während zwei Ortner nach Gteßen?) ältere Knaben entflohen waren. Die Ursache zu der Tat soll in ehelichen Zwistigkeiten zu suchen sein. • Essen a. d. Ruhr, 22.Juli. Auf der Zeche Pauline bei Werden ereignete sich eine Dynamitexplosion. Zwei Arbeiter wurden getötet. * Hamburg, 22. Juli. Die gerichtliche Oeffnung der Leiche des Berliner Bankiers Schindler ergab Selbstmord. Die vermißte Ehefrau wird nicht steckbrieflich verfolgt, sondern als vermißt gesucht. • Danzig, 22. Juli. Graf Pückler - Klein- * Bös verrechnet hat sich in Plauen im Vogtland, wie ein dortiges Blatt schreibt, ein Jurist, der bei ; er letzten Reichstagswahl als Agitator für das Kartell tätig Polrtcker war eine Wette eingegangen, wonach er für jede Stimme, die der Kandidat der freisinnigen Volkspartei, Fabrikant Arnold v. Schwarze in Plauen, über 3 000 hinaus erhalte, eine Flasche Sekt geben wollte. Nach dem Ergebnis der Reichstagswuhl hat er um nahezu 4000 Fl aschen Sekt verloren! Gießen, 22. Juli. V i e h m a r k t b e r i ch t. Ter dieswöchige Viehmarkt hatte einen Austrieb von ca. 1200 Stück Milch- und Fettvieh, ca. 240 Kälbern und 220 Stück Gangochsen. Das Geschäft in frischmelkenden Kühen war nicht so flott, wie man es nach den guten Futteraussichten und besonders dem letzten fruchtbaren Regen erwartete,, obschon es an Kundschaft vom Rhein, Main, von der Nahe, der Mosel und der Sieg nicht fehlte. Die Handelsleute ver- '* wjy». SSJ&K Neumann m Glogau zum Zweikampf zu zwei Monaten daß sie beim Weiterverkauf nichts verdienen würde.c. Auch 8% 3V,% 3% 5V2% 37,% 4% Ungar. Goldrente . 4% Italien. Rente . . 4*/,96 Portugiesen . . •3°/. Portugiesen. . . . 1% C. Türken . . . Türkenlose..... 4% Grieoh. Monopol.-Anl. 41/, % äussere Argentiner 3% Mexikaner 4V2V0 Chinesen Electric. Scbuckert . Nordd, Lloyd . . Kreditaktien . . . Diskonto-Konunandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn . Lombarden . . . Gotthardbahn . . . Laurahütte .... Bochum ..... Harpener .... Tendenz: fest .., x*_-. 'ja," ,• Kirchliche Nachrichten. Hrrüesdienll der rsraelitischen Keliglonsgesrllschaft. Sabbathfeier am 25. Juli 1903. tyreiiagabenb 7.45 Uhr. Samslag Vormittag 8 Uhr. Predigt. Nachmittag 4 Uhr. Sabbathausgang 9.10 Uhr. Wochengottesdienst: Morgens 6 Uhr, abends 7.39 Uhr. MtesKastkn der KedaKttan. (Anonyme 'Anfragen bleiben unberücksichttgt.) . ,9X- T. Nach dem amtlichen Ergebnisse wurden in Hessen bei den letzten Reichstags wählen folgende Stimmen abgegeben: go^emofraten 69130 (1898: 48 942), Nationalllberale 68 865 (38 368), Zentrum 33163 (18 599), Antisemiten 10 595 (9373> tfWnmge Volkspartei 9748 (9125), Bund der Landwirte 2529 im Aller von 57 Jahren. Morgens 7 Uhr: Weckruf., Mschm-Nkrm Wem, loiiiioif. Sonntag den 26. Juli 1903 sagt herzlichen Dank Wies eck, den 23. Juli 1903. Ortsgewerbeverem 03435) Schone 4-Zim.-Wohn. 100—150 Mark höret Sehet $ Kkliplkgentkii 5585) Schöne 4-Zim.-Wohnj Nans.) zu verm. Asterweg 5! (Mans. Zigarren 47651 Eme schöne 7-Zimmer- ohnuna mit Bad, Balkon und 2,80 m hoch, 2 Merjchckei! HMbmslhe Zu vermieten Mietgesuche Offene Stellen Änuf-Gesirche bei Treis a. d. 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