Erstes Blatt 183 Jahrgang Donnerstag 23. Juli 1903 GchnlPratze 7. Kdreff« für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernsprechanschluß Nr. 61. ■QM—— Nr. 170 Erscheint tügltch außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Gietzener Familien, blätter viermal tu der Woche dmgelegt. viotattoaSdruck u. Verlag der Brühl'schen Untoech-Buch- u.«t«n- brudetei (Pietsch Erden) /SMS® E BezugSpretdr monatliches PU, viertel- GietzenerAnzeiaer W General-Anzeiger ” ** w den poltL und Quflcm. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MUZ zeigentetl: Han« Beck. Kach dem Tode des Papstes. Ro«r, 22. Jvü. Sinbalfamiermrg mrd öffemüche Ausstellung der Leiche. Gegen halb 10 Uhr früh begann beute ein lebhafter Verkehr auf dem Pett^Lplatze. Die Würdenträger des päpstlichen Hofes, das diplomatische Korps und andere hohe Persönlichkeiten bladen fich ua<6 dem Vatikan, um dre Leiche des Papstes zu sehen. Der Zutritt war bis 5 Uhr gestattet. Es werd immer schwieriger, Zutritt zum Vatikan au erlangen. Die Schweizergarden wiesen gestern sogar Mazzonr zurück. ,^Vocc della Verlla" melder in einem Bericht über die Einbalsamierung der Leiche des Papstes: Man machte einen Einschnitt in die Brusthöhle und fand Flüssigkeit, deren Eigenschaften einen Beweis für den Pleuritischen Vorgang lieferten. Der untere Mittellappen der echten Lunge war verhärtet (hepatisiert). Nach der Ein- l alsamierung wurde- ein Protokoll ausgenommen, das die Diagnose auf Lungenentzündung mit nachfolgender Brustfellentzündung bestätigte. In Gegenwart Oreglias, der Aeltesten der Kardinälord- nungen, der Geistliche der apostolischen Kammer, der Neffen des Papstes, des Zeremonienmeisters und anderer Würdenträger wurde nachmittags die Lerche Leos mit den päpstlichen Gewändern zur Bestattung bekleidet. Sie ruhte in reichem gold verzierten Ornat von roter Farbe mit weißen Handschuhen und prächtigen Ringen am Mittelfinger her rechten Hand, auf dem Haupte die silberschimmermde Mitra, rote Sandalen an den Füßen, unter rotem, goldverbrämten Bahrtuch. Die auf der BEust gekreuzten Hände umschlossen ein Kruzifix. Aar den vier Ecken des Bettes brannten große Wachskerzen. Wenigen bevorzugten Personen wurde alsbald die Besichtigung der so auf gebahrten Leiche gestattet. Am Abend um 8 Uhr wurde die L e i ch e des Papstes zur öffentlichen Ausstellung in die Peterskirche getragen. Der Zug bewegte sich über die mit Wachskerzen erhellten Gänge durch die Sala dueale, in der me Anzahl Zuschauer in Trauergewändern zugelassen war, .:nd durch die Sala regia mit Schweizer gar den an der Spitze und den Seiten durch; das Spalier der Palastwachen muh der Treppe, die zur Kapelle bei Saeramento in der Peters- kirche hinabführt. Voran jchxitten, Fackeln tragend, die päpstlichen Stallmeister in roten Damastgewändern. Es folgten die Pönllenttare der Peterskirche, sowie der Sa- kristan und der Untersakristan der apostolischen Paläste, alle in Chorhemden und Stola, brennende Fackeln in Händen. Hinter ihnen trugen die Sesselträger die Bahre mit der Leiche des Papstes, von den Nobelgarden, den päpstlichen Offizieren und den Pönitentiaren mit brennenden Kerzen umgeben. Der Leiche folgten die Mitglieder der Familie Pecci, sodann in violettem Trauevgewande, von Fackel tragenden Sekretären begleitet, zu je zwei und zwei, nach Alter und Ernennung geordnet, die Kardinäle, an ihrer Spitze der Dekan und der Unterdekan des heiligen Kollegiums, die Kardinale Oreglia und Serafino Vannutelli. Hinter den Kardinalen folgten der Ätajordornus, der Kon- klavemarschall und andere hohe.Würdenträger sowie das diplomatische Korps. Die Schweizergarden, die päpstlichen Gendarmen, die Diener des Papstes und die Palastbeamten, alle laut betend, beschlossen den Zug. Gegen 8% Uhr langte der Zug in der Vorhalle der Peterskirche an und trat sodann durch die Mitteltür in die Basilika. Es war ein großartiges, feierliches und er> greisenoes Schauspiel. Aus der Tür, wo das vatikanische Kapitel, brennende Fackeln tragend, vollzählig versammelt war, erteilte Monsignore Periroli der Leiche die erste Absolution. Durch die elektrisch erleuchtete Kirche, deren Eingänge für das Publikum geschlossen blieben, bewegte sich der Zug bis zu dem vor dem Altar errichteten Katafalk, auf den die Bahre niedergesetzt wurde. Während die Sänger der Julianischen Kapelle Bittgesänge anstimmten, nahmen die Mitglieder der Familie Pecei auf der einen, die Kardinäle auf der anderen Seite des Altars Aufstellung, hinter ihnen die hohen päpstlichen Würdenträger und die Geistlichkeit. Monsignore Ceppetelli erteilte nunmehr der Leiche die zweite Absolution. Die Kardinäle; und das vatikanische Kapitel verließen hieraus die Basilika, während die Bahre, von Nobelgarden und Schweizer gar den geleitet, Ö von den Palastwürdenträgern, nach der Sakraments- gebracht und dort ausgestelll wurde. Sechs hohe Wachskerzen brennen zu den Seiten der Bahre, die so niedergestellt ist, daß die Füße des Toten aus dem Gitter der Kapelle in die Kirche hiuausragen. Morgen wird die Kirche zur Besichtigung der Leiche und zum Fußkuß für die Bevölkerung geöffnet. Von dem Augenblick an, wo der Zug mit der Leiche des Papstes in die Basilika Sankt Peter eintrat, läuteten die Glocken der Kirche bis &ur Beendigung der Feier um 9i/4 Uhr. In der Sakramentskapelle halten an der Leiche zwei Geheimkämmerer, Nobelgarden und Schweizergaroen die Totenwacht. Auf dem Petersplatze und in der Umgebung der Kirche hatte sich, während srch im Innern die Feierlichkeit vollzog, eine teilnehmende Menschenmenge angesammelt. . In der Kirche Sankt Vincent und Sankt Anastaftus wurden geftern spät abends die Präcordien des Papstes m der Mauer zur Rechten des Hochaltars beigesetzt. Die Wand wurde mit einer Marmortafel versehen, die Namen, Ge- burts- und Erwählungstag des Papstes angibt. Ter Thronassistent des päpstlichen Stuhles, Marcan- tino, Fürst Eolonna, die (Grafen Camillo und Richard Pecci begaben sich nach dem Rathause, um die Ur ku n d e ü b e r den Tod pcs Papstes zu unterzeichnen. Sie wurden vom Bürgermeister empfangen. Ter „Osservatore Eatholico" eröffnet eine Sammluna Arr Errichtung eines Denkmalls für Papst Leo in der Mnbrosiusürche zu Mailand. DoS Konkurse mck die Kardinale. Es wird eifrig gearbeitet, die fixtinische Kapolle als Wahlraum für das Konklave einzurichten, 64 von Baldachinen bedeckte Sitzplätze werden hergestellt. Auch wird die Fertigstellung von 64 Wiohnräumen für die Kardinale im Vatikan emsig betrieben. Ueber die heutige zweite Versammlung der Kardinale will die „SCribuna" folgendes erfahren hab en: Kardinal Oreglia ließ durch den Sekretär Merry del Val die im Vatikan eiugegangenen Beileidstelegramme und die von ihm im Namen des Kollegiums abgesandten Antworten mitteilen. Tie Kongregation habe sodann die obersten Beamten des Vatikan im Amte bestätigt. Die „Dribuna" fügt hinzu, die Kongregation habe, ohne daß ein Gegenvorschlag gemacht worden wäre, beschlossen, das Konkbwe in Rom abzuhalten und tote Kardinale erwählt, die den Auftrag haben, die nötigen Vorbereitungen zu treffen. Dem Vernehmen nach sei der für die Abhaltung des Konklave genehmigte Plan der gleiche wie beim letzten Konllave. Me Kardmäle hätten auf das Evangelium geschworen, Stillschweigen zu beobachten, sowie die Rechte, Prärogative und weltlichen Güter des heiligen Stuhles „usqne ad effusionem sanguinis" (bis zum Vergießen des Blutes) zu schützen. Schließlich habe Oreglia das Testament des Papstes verlesen. Im Vatikan wird versichert, daß zwischen Oreglia und R a m p o l l a eine Versöhnung stattgefunden hat Heute begab sich ein geistlicher Würdenträger in die apostolische Kan^ei, um die mit den Bilnissen der 5Aeiligerr Petrus und Paulus versehenen Blomben von den Türen abzunehmen und die darin besindlichen Akten zu versiegeln. Der gleiche Vorgang wurde in der Kanzler der Breve beobachtet. Der Nachlaß des Papstes. Ter römische Korrespondent der Londoner „Finanzial News" behauptet, in der Lage zu sein, folgende genaue Einzelheiten über den persönlichen diachlaiß des Papstes zu geben: Leo XIII. erbte von seinem Vater jährliche Einkünfte von 3000 Lire, und vorausgesetzt, daß er seitdem von den vatikanischen Einkünften allein lebte, würde das ererbte Privatvernrögen des Papstes durch Zinseszinsen jetzt ungefähr 100 000 LlLe betragen. Dazu komnren die im persönlichen Besitz des Papstes befindlichen Juwelen im Werte von nochmals 100 000 Lire. Alle dem Papste zu seinem Jubiläum gemachten Geschenke werden den päpstlichen Behörden zum Nutzen d r Kirche ausgehändigt. Mit Bezug auf den päpstlichen Haussch atz, welcher vor vielen Jahren auf 30 Millionen Lire geschätzt ist, sagt der ^Korrespondent, er sei während der Regierung des Papstes Leo infolge unglücklicher Spekulationen völlig verbraucht worden, doch, tonnten die gesamten Jubiläumsgeschenke dem Verlust des päpstlichen Vermögens abhelfen. z»er Umschwung. Offiziell ist bekannllich angekündigt worden, das revidierte sächsische Landtagswahlrecht werde zurück- revidiert werden. Damit bahnt sich im Königreich Sachsen ein Umschjwung an, der für die m ei st e n a nd er en deutschen Bundes st aaten seine e r zi e he r i s ch e Bedeutung hat. Es ist völlig klar, welche Gründe in Sachsen dazu geführt haben, um die Regierung und die herrschenden Parteien zum Nachdenken zu bringen. Das herrschende Landtagswahlrecht macht zwar die Sozialdemokraten in Sachsen machtlos, aber nicht diese allein, sondern auch alle jene weniger bemittelten Kreise, die in der dritten Abteilung wählen. Und diese nichtsottaldemottattschen Elemente, die gleichfalls für den sächsischen Landtag entrechtet wurden, wählten auch sozialdemottatisch, well sie nicht,^mrz rechts" ein wollten. Die Revision des Wahlrechtes in Sachsen hatte ich außerordentlich geeignet erwiesen, um die Zahl der ozialdemokrattschen Stllnmzettel zu vermehren, und gleich- alls dazu, den Reichsgedanken im Königreich Sachsen zu ördern. Der polittsch machtlose Sachse wird ein um so treuerer Anhänger des Deutsck)en Reick-es geworden fejin, weil er dort nicht in Bezug auf sein Wahlrecht ein Höriaer ist. Fürst Bismarck wußte, was er tat, als er das Reichstagswahlrecht einführte, nnü im sächsischen Wnigssckstoß wird man liberalen Anschauungen in dem Augenblick zugänglicher geworden sein, da auch, jenseits des Kreises der Sozialdemottatie die Anhänglichkeit an das eigeneVaterland, das die Massen enttechtete, zurückging und sich dem weiteren Vaterlcuid zuwandte, das den Massen die Teilnahme an den parlamentarischen Geschäften ermöglicht. Nachdem die Reattionäre in Sachsen diese üblen Erfahrungen gemacht haben, wirH es den Reattionüren in anderen deutschen Staaten schwerer s-in, Parlamente mrd Regierungen auf die gleiche abschüssige Ebene zu drängen. Nur größte politische Kurzsichtigkeit kann, so führt Tr. Nathan in der „Nation" mit Recht aus, der Ansicht sein, daß mit einer Aenderung des Wahlrecht s sich eine Aenderung d e r p o lit i s che n Ges in n u n g in Deutschland erzwingen läßt. Ist aber das Wahlrecht schließlich wirkungslos gemacht, so kommen die politischen Gesinnungen in der Presse zum Ausdruck; mithin muß man auch diese knebeln; und sodann in Versammlungen, so muß man auch das Versammlungsrecht beseitigen, und wenn alle Ventile verstopft silld, dann kommt man zu barbarischen Zuständen. Wer den modernen Großstaat will, muß, wie die Weltlage heute ist, die modernen Großstaatheere wollen, und die modernen Großstaatheere lösen nur ihre Aufgabe, wenn der Schulmeister oon nörnggrätz ein ganzes Volk erzogen hat. Und Msdann: die Kosten für die modernen Großstaatheere lassensichnur aufbringen, wenn Handel und Industrie zu hoher Entfaltung gekommen tft Ein Volk aber, dessen Mlllionen die äll- gemerue Volksschule durchgemacht haben, dessen Millionen durch ihren Aufenthalt in Fabriken und Geschäftshäusern und auch in fortgeschrittenen landwirtschaftlichen Betrieben an dem gewalttgen nattonalen wirtschaftlichen Leben Antell haben, und die sich im Soldatenrock der allgemeinen Wehrpflicht als Träger des nationalen Staatsge- dantens fühleu, sie kann man dauernd nicht hindern, auch Träger der nationale« politischen Gedanken sein zu wollen. Ter moderne Staat kann nur aufrecht erhalten werden bei einer relativen Mündigtei t seiner Bevölkerung, und wenn dreie Mündigkett im wirtschaftlichen Leben und bei der nationalen Verteidigung im Interesse des Staates selbst unentbehrlich ist, so kann man diesen mündigen Staatsbürgern nicht plötzlich wieder zumuten, daß sie gutwillig sich p o l i t i f ch zur Unmündigkeit sollen verurteilen lassen. Ter moderne Parlamentarismus ist keine ausgeklügelte Erfindung einiger radikalen Theo- rettker, sondern eine unabwendbare Konsequenz der modernen Entwicklung in chrer Totalität. In Sachsen handelte man daher so weise wie jene Aerzte, die eine Krankhell behoben wähnen, wenn sie efin Symptom unterdrückt haben. Man entfernte den Pegel und war — unter Zustimmung aller Reaktionäre Deutschlands — überzeugt, daß die Gefahr einer Ueberschwemmung gemindert ober beseitigt sei. Dieses sächsische Experi- me^it, das mißglücken muhte, ist vielleicht ein Mick für Deutschland. Der KeseHerttwurf iitier den Kerstcherungsvertrag. In den nächsten Tagen wrrd in Metz der ständige Ausschuß des Deutschen Landwirtschaftsrates über den Gesetzentwurf, den Versicherungsverttag betteffend, beraten. Daß der Landwirtscyastsrat dieser Beratung große Bedeutung beimißt, darf aus der Tatsache geschlossen werden, daß zur Berattrng drer Referenten, der Präsident der kgl. Versicherungskammer in Viünchen, M. v. Haag, der Generaldirektor der ostpreußischen Feuersozietät, v. Klltzing, und der Oberlandesgerichtsrat Schneider in Stettin, ausgestellt worden sind. Wir glauben, daß der deutsche Landwirtschaftsrat dem Gesetzentwürfe die hohe Anerkennung, die ihm schon der bayerische Landwirtschaftsrat ausgesprochen hat, gleichfalls nicht versagen wird. Der Entwurf, ein Meisterstück in Bezug auf Sprache und logische Anordnung, ist bemüht, in Zukunft auch dem Versicherten eine angemessene Stellung zu geben, selbstverständlich unter Wahrung der Rechte des Versicherungsunternehmers, o5er, wie der Allwurf sich ausdrückt, des Versicherers, er reduziert die Verwirkung des Entschädigungsanspruches auf das nötige Maß und sucht regellnäßig die Versicherung überhaupt aufrecht zu erhalten, um den Versicherten nicht ungeschützt zu lassen und um auch dem Versicherer Erleichterungerl im Geschäftsbetrieb zu gewähren. Auch die Pflicht zur Arlzeige der Gefahrumstände und Gefahrerhöhung erscheiill in zweckmäßiger Weise geregelt. Mll Vergnügen wird jeder Sachverständige den Abschnitt über dre Lebensversieherung lesen den das vollste Verständnis für diesen wirtschaftlich und sozialpolittsch so wichtigen Verjicherungszweig beherrscht. Auch hier will der Entwurf, wenn Schwierigkellen zwischen Versicherer und Versicherten entstehen, konservierend in Bezug auf das Versicherungs- Verhältnis wirken. Der Versicherte, der eine Prämienzahlung nicht mehr leisten kann, ist nicht ausschließlich auf die Kündigungsbefugnis angewiesen, sondern besitzt in der aus ihn entfallenden Prämienreserve, sofern chr mindestens drei Iah res Prämien zu Grunde liegen, ein Mlltel, durch welches sich eine Zahlungspflicht beseitigen läßt, ohne daß er aus dem Versicherungsverhältnis auszuscherden braucht. Der Entwurf beabsichtigt, auch die in Preußen, Bayern, Sachsen, Württernberg, Baden, Hessen und anderen Bun- des-Staaterr vorhandenen öffentlicyen Feuerversicherungsanstalten, dann die öffenttichen Anstalten für Hagel-, Weh- uno Pferdeversicherung dem Gesetze zu unterwerfen, insbesondere in Bezug auf Die richterliche Zuständigkeit und andere grundsäAiche Bestimmungen. Indessen können auch die Vorschriften, welche die Vertragsfreihell beschränken, bei den öffenllichen Anstalten außer Anwendung bleiben. Der Eiltwurs sucht durch dieses immerhin anerkennenswerte (£nt* gegenkommen das gut zu machen, was das Reichsgesetz vom 12. Mai 1901 gegenüber Den öffenllichen Anstalten gesündigt hat, llrdem es die Leiter , und Beamten vfsenllicher Versicherungsanstalten vom Aufsichtsamt und vom Ver- sicherungsbeiratie grundsätzlich ausschloß. Tie öffentlichen Versicherungsanstalten erheben jetzt mit Recht die Forderung, auch von den Vorschriften des neu zu erlassenden Gesetzes ganz fteigelassen zu werden. Wird dieser Forderung Rechnung getragen, dann wird Bayern auch der Notwendigkeit nberhoben sein, von dem ihm für seine Immobiliarversicherung eingeräumten Reservattecht Gebrauch machen zu mässen. Unter allen Umständen werden namentlich die preußischen Sozietäten ihren großen Einfluß daransetzen, um für die öffentlichen Anstalten eine möglichst weitgehende Exemtion zu erlangen. 11. Deutscher Gastwirt-Bundestag. (Originalartikel be£ „Gieß. Anz.") II. r. M ainz, 21. Juli. Tas abends in der hübsch dekorierten Stadthalle veranstaltete F c st b a n f c 11 begann mit etwas Verspätung um 7 Uhr. ES waren ca. 300 Festteilnehmer, viele mit ihren Damen, erschienen. Bundespräsident Steper begrüßte die Gäste, darunter als Vertreter der Stadt Hern: Berg. Laiserhoch aus. ES folgten in denen die Lcisttma eingetraHen ist, und ^chbEanze. den Beia. Dr. Haffner, auf Die Sechskampfubungcn wurden am 21. von der 2 Ab- Juli. In der vergangenen Nacht tral aus. Aus London wird m * Brünn, 22. powitz entgleiste Details fehlen noch. Syrakus, 22. jlontag fand die Üebergabe und Einweihung des prächtigen neuerbauten Lorpshauses in Anwesenheit vieler Alter Herren statt. 10. Deutsches Turnfest. Nürnberg, 22. Juli. V. Von dem von ca. 2000 Einzelwettturnern der verschiedenen Kreise ausgeführten Sechskampf, der im Geräteturnen an Barren, Reck und Pferd und in drei volkstümlichen Hebungen: Wettfpringen, Stabhochsprüngen und Steinstoßen bestand, ist noch zu melden: Die Hebungen waren auf zwei Tage verteilt, da der großen Zahl der TÄl- nehmer wegen in zwei Abteilungen zu je 24 Riegen geturnt werden mußte. Unter den Turnern am 20. d. M. befanden sich die Berliner, die Pommern, die Hessen, die Thüringer, Badenser, Pfälzer und die Rheingauer. Fajst alle Leistungen waren bei dem erstklassigen Menschenmaterial vorzüglich, zum Teil sogar staunenerregend, sodaß die die drei Zelte umlagernden Zuschauermassen wiederholt in stürmischen Beifall ausbrachen.' Bei der Wertung der Gerät- übungen wird die musterhafte Durchführung, die gewandte und schöne Ausführung und Haltung und, hinsichtlich der Kürübungen, außerdem die Schwierigkeit mit in Schätzung gezogen. Im einzelnen erfolgt die Wertung bei den Gerätübungen nach fünf Punkten und bei den volkstümlichen Wettübungeu gleichfalls nach Punkten, deren höchst erreichbare Zahl aus VJd)n beschränkt ift. Diejenigen Turner, ow, nach Berechnung durch den Berechnungsausschuß mindestens 30 Punkte erzielt haben, erhalten als Ehrenbezetgung bei Verkünbigung ihrer Namen schriftliche Ehrenurkunden, Gerichtssaal. — Der Roman von de scheene Frau. Rentier Hammer in Berti n bat sich der tätlichen Beleidigung schuldig gemacht und erscheint deshalb vor dem Moabiter Schoffengerlcht. Sein ganzes Exterieur verrät den glücklichen und selbstzufriedenen Philister, der mir die eine Sorge hat, .alles von sich fern zu hallen, was ihn aus dem seelischen Gleichgewicht und der geliebten Mlagv- ruhe herausbringen könnte. Demgemäß bietet er augenblicklich oen Dr. Haffner, und brachte ein t— Toaste auf die Feststadt Mainz, den Berg. Dr. Hafftier, auf die Frauen der Gastwirte, das Bundesiprasiduun usw. Erne Sammlumi für die zu gründende Altersversicherungsanstalt ergab den Betrag von 155 Aiark. Dem Vorsitzenden des Maß-Lothr. Verbandes Krüger-Straßburg wurde bte goldene, Jaskowsky-Gießen die silberne Bundes- Medaille überreicht. Die ganze Feier nahm einen würdigen Verlauf. Küche und Keller des J-estwirtes Rowold fanden Nach einem Jahre übernahm er das Geschäft auf alleinige Rechnung und trat auch in das Vertragsverhältnis des früheren Inhabers zu H. u. V. mit deren Zustimmung em. Aus der Zeit der gemeinsamen Geschäftsführung verblieb, so heißt es in einer uns zugehenden Richtigstellung, ein lausender Saldo, der aber erst nach der Zett des Austritts des früheren Inhabers fällig war, und besten Regulierung L. als Selbsischuldner gegenüber H. u. V. mit deren Zustimmung unter alleiniger Fortführung der Ugentur übernahm. Die Verrechnung dieses Saldo sollte durch be- sondere Privatvereinbarungen geregelt werden. hier ein Erdbeben * Die Kaiserin von Korea. geschrieben: Nach einer Newyorker Meldung des „Daily Telegraph" ist die Kaiserin von Korea eine Amerikanerin namens Emilie Brown. Der betreffende Korrespondent sagt darüber: „Aus Privatbriejen aus Tokio geht die Tatsache hervor, daß Zi-Hong, der Kaiser von Korea, aeleaentlich der Feier des 40. Jahrestages seiner Thron- Anerkennung. ,, . _ _ . . In bei* 11 ordentlichen Generalversanrmlung wurde heute früh im Saale der Liedertafel durch den Direktor Reiuemer der Bericht über das 10. Rechnungsjahr 1902 , vorgetragen, welcher vom Großh. Lderrcchnungsrevisor MUtenberger-Darmstadt geprüft ist, ans welchen: hervor- , qeht, daß die Kasse in Einnahme wib Ausgabe nut Mark < 611932.85 al'jckstießt und daß ein Kassenbestand von Mark - 2465.28 vorhanden ift; das gesamte Vermögen der Kasse beträgt Utart 923 377.30. — Die St e r b e k a s s e zählt einen Bestand von ca. 8000 Mitgliedern, von denen im Jahre 1902 180 gestorben sind; dagegen sind 600 neue Mitglieder ^t- gLtreten. Die Prämienreserve beträgt Ende 1902 Mark 904 973.31. Ter Spezialreservefonds hat sich um Ätark 13 000 erhöht. Die Kasse hat bisher an 1600 deutsche Gastwirtssamilien Mark 1800 000 ausbezahlt und dabei ca. 1 Million Mark dem Reservefonds zugeführt. Die außerordentliche wohltätige Wirkung der Sterbe lasse wurde von allen Seiten anerkannt, so daß viele andere Kassen nach ihrem Muster gegründet wurden. .. • In die eigentliche Beratung ointretend, wird zunächst rö Antrag des Verbandes Nassau und am Rhein behandelt, welcher bezweckt, daß ein in schlechte Verhältnisse geratenes Mitglied, welches den Beitrag nicht mehr zahlen kann, die gezalstten Beiträge bei dreijähriger Mitgliedschaft, bis 50 Prozent, bei fünfjähriger Mitgliedschaft mit 75 Prozent zurückerhäll, wenn die Beiträge nicht länger als zwei Monate im Rückstand sind. Barteln-Koblenz begründet den Antrag, wahrend Rendant Herrmann die Durchführung dieses Antrages un Interesse der übrigen Mitglieder für unmöglich hält, zudem auck) die Aufsichtsbehörde hierzu ihre Zustimmung nicht geben würde. Direktor Rcinemer erklärt, daß man nur im äußersten Falle die volle Prä- mien-Reserve auszahlen könne. Hierauf wird der Antrag zurückgezogen. Die vorgeschlagene Satzungsänderung, welche hauptsächlich die Anwesenheit eines protokollierenden "Notars bei den Generalversamnllungeih sowie eine Anzahl weiterer meist redaktionelle Aenderungen wird nach Referat des Direktor Steinerner genehmigt mit dem Zusatz, daß der Auffichtsrat bevollmächtigt ist, redaktionelle Aenderungen vorzunehmen. Heber den Antrag Lahnstein, denjenigen Ortsrechnern, welche zehn Jahre chr Ehrenamt inne haben, ein Ehren- diplom zu verleihen, berichtet Kimmel-Caub. Jaskowsky- Gießen spricht dagegen, da der Lohn des -Ortsrechners im Gefühl liege und wird der Antrag zurückgezogen. Nach eingehender Debatte wird ein Antrag I a s k o w s k y angenommen, welcher die älteren Mitglieder der Sterbekasse benachrichtigt wissen will, daß sie durch erhöhte Beiträge die Beitragszeit nach einem neuen Tarif verkürzen können. Bei der nun folgenden Wahl des Aufsichtsrates werden gewählt: Als Aufsichtsratsmitglieder: Claus Haust; Ludw. Diolter; Ludwig Lind in Darmstadt. Fritz Glaßner in Karlsruhe; Wilhelm Krüger-Straßburg i. E; Otto Fuhrmann-Kaiserslautern ; Emll Dannecker-Wiesbaden; Georg Roth-Bous bei Saarlouis: Sylvester Mehr-München. Als Stellvertreter: a) Geschästssührender Aufsichtsrat: Peter Guch und Carl Phil. Müller-Darmstadt; Heinrich Schaub- Darmstadt. b) Gesamt-Aufsichtsrat; Paul Lahnstein-Cassel; Hermann Schneider-Altenwald bei Saarbrücken; Jacques Henkeb-FEkfurt a. M.; Wolf Wagner-Leipzig; Kiedrich Rummetsch-Stuttgart und Conrad Hartung-Immelborn, Sachs.-Mein. Zu Revisoren wurden gewählt: I. Becker- Darmstadt und C. Weißmüller-^Nainz; als deren Stellvertreter: Aug. Freund-Darmstadt und Herrmann-Offenbach. — Hieraus werden der vom Aufsichtsrat gewählte Direktor Reinemer und Rendant Herrmann bestätigt. Zum Schlüsse wird als nächster Ort der Generalversammlung ebenfalls Dresden bestimmt. Nachmittags 3 Hhr fand bei einer Beteiligung von ca. 6M Teilnehmern Damen und Herren eine Besichtigung der Sektkellereien der bekannten Firma Kupser- bergu. Co. statt. In ca. einstündiger Wanderung wurden die funfftbdigen Keller mit ungeheuren Vorräten des köstlichen Stoffes, welcher in ca. 3 Düllionen Flaschen lagert, besichtigt, und dann nach dem eigentlichen Fabrikgebäude auf ber herrlichen Mathilden tervafie aufgestiegen, von der ausgezeichneten Hauskapelle mit feierlichen Klängen empfangen. Dasell>st war ein großartiges Buffet aufgestellt, wo die Damen des Hauses in liebenswürdigster Weise die Gäste bedienten und das köstliche Gold in Strömen floß. Zahlreiche heitere und ernste Ansprachen, dem Wein, Weib und Gesang gewidmet, wechselten in fröhlichster Stimmung ab. Direktor Florian Kupferberg toastete auf den deutschen Gastwirtsstand, worauf Hempel-Leipzig die außerordentliche Liebenswürdigkell der Firma Kupferberg feierte. Es kamen ca 1000 Flaschen des edlen Trankes zum Ausschank. Zum Schlüsse sand eine wohlgelungene photographische Aufnahme sämtlicher Festteilnehmer statt. bcutung des großen englischen Nationalökonomen. Oncken hat |id) auch, wie die „Köln. Ztg." schreibt, um die Quellenkunde große Verdienste erworben und um die wissenschaftliche Behandlung der Physiokraten. Sein größtes Verdienst, das aber heute von den Fachniännern noch mcht anerkannt, das chm aber zweifelsohne später zugesprochen werden wird, ist seine Tätigkeit als Historiker der Nattonalökonomie. Seine neueste Arbeit „Geschichte der Nationalökononue", dessen zweiter Teil bald zur Veröffentlichung gelangt, ift ein unparteiisch und mit großer Fachkenntnis geschriebenes Werk von klassischer Bedeutung. Auch die Bestrebungen Onckcns, seinen Schülern hohe Achtung vor der Landwirtschaft einzuprägen, dürfen rühmend hervorgehobcn werden. — Der Professor der Mathematik, Dr. August G u 1; m c r in Jena, hat eine Berufung in ein höheres Staatsamt nach Berlin erhalten, aber abgelehnt. — Adolf M t) d), Professor für deutsche Litteratur in H e i d e l b e r g, ist für daS Winterhalbjahr zu Vorlesungen über Geschichte der Presse au die Handelshochschule zu K ö l n berufen worden. Vermischtes. • Neapel, 22. Juli. Fortwährend finden Ausbrüche des Vesuvs, verbunden mit dumpfem Brausen, statt. Ein Krater warf Lava nach Pompeji hin aus. Der Ausbruch erinnert an diejenigen, welche den großen Aus- brüchen im Jahre 18 7 8 vorauSgingen. Für Neapel ist keine Gefahr vorhanden, weil sich die Lava nach der ent- gegengesetzten Seite ergießt. — Nach einer Reihe von Ausbrüchen warf heute der Vesuv Lava aus, welche ein Führer- hauS zerstörte. Die Ausbrüche dauern in heftiger Form an. Das Gelände um den Vesuv ist nicht gefährdet. Juli. In der Stahe der Station Po- ein Personenzug der Staatsbahn. teilung, aus 786 Turnern bestehetrd, fortgesetzt. Heber die Eraebnisse der Kämpfe wird noch nichts initgcteüt, wenig- ftenö nichts unbedingt Glaubwürdiges. An diesem Wett- turneii (Sechstampf) waren beteiligt die Kreise Nordosteit,! Schlesien uni) Südposen, Provinz Sachsen und Anhalt, Norden Mederweser uno Ems, Hannover-Braunschwetg, West-^ falen-Livpe-Derrnolb, Rheinland, Schwaden, (WÄttemberg), Deutsch-OesterreiL ein Teil von Bayern und Sachsen, dte Wetturiter der oeutschfteiheitl'ichen Turnvereine Oesterreichs und die Ausländer. Int Turnen der Krege tarn zuerst Thüringen an die Reihe. 'JJtit 350 Teilnehmern mar- schiene, von Musik begleitet, eine Stunde später der 10. Kreis, Oberrhein, an, und zeigte in tadelloser Ausführung Gruppe 1 der allgemeinen Stabubungen. Das De ff neu und Schließen der Reihen im raschesten Lausiempo und ganz besonders die taktmaßige Ausführung der Stabitbuilgen mit Musik fanden großen Beifall. Wer noch der Meinung war, daß durch Musikbegleitung (Forderung der badischen Turn- schule) die Strammheit der Bewegung leibe, rst wohl durch die schneidige Vorführung des oberrheinischen Kreises bekehrt worden. Allgemein gefiel die MassenVorführung von nahezu 300 Turnern an 30 Pferden durch die hübschen Hebungen einerseits, durch die vollendete, exakte und gleich- heitige Hebung der Turnenden andererseits. 8 Mustemegen des Karlsruher Turngaues und eine des Turnvereins Straßburg am Darren mit und ohne Sprungbrettern zeigten gleichfalls gründliche Schulung. Schöne Lersttmgen bot u. a. dann auck) der Kreis Rheinland. Gleichzeitig mit diesen Wettkämpsen fanden^ aus dem großen Hebungsplatze Turnspiele statt, beftehend in Schleuderball, Barlauf, Faustball, Stasettenlans, Schlagball, Tambourinball usw. Unter der Oberleitung des Oberturnlehrers Schröder-Barmen spielten heute zunächst Mitglieder der Berliner und der Hamburger Turuerschast von 1816 und die akademischen Turnvereine von Halle unb — u—- -- --- - , . r , or- . oena im Barlauf gegen einander, während der Gau Ber- besteigung, im vergangenen Januar eine brldhuchche Amerr- Un 3 zehn Barlauftpiele als Gauvorführung brachte. Im kanerin zur Kaiserin von Korea und ihren Sohn zum Faustballspiel kämpften die Koburger Turngenossenschaft und Thronfolger ernannte. Emilie Brown ging im Älter von her Erfurter Turnverein, bezw. der Münchener Verein von 15 Jahren mit ihrem Vater, einem amerikanischen Misiio- 1860 und der Augsburger Verein gegen eiiiander. Weiterhin | nar, nach Korea. Das Mädchen sang sehr oft in ber Mis- imeltcn bic Berliner Turnerschaft, ber Kieler Turnverein, sionsschule, unb als ihre Schönheit bem Kaper gemelbet bie Darmstäbter Tumgemeinbe, der Altonaer Verein wurde, bot er ihr an, in seinen Harem emzutreten, welches lzweimal) unb der Essener Turnverein gegen ben Münche- Ansinnen Emilie energisch zurückwies. Erst nach zwei ner Verein ,Lahn^, ben Gothaer, ben Zehlenborser und Jahren nahm sie in dem Palaste Aufenthalt, aber auch den Dresdner Männer-Turnverein, den Dortmurrder Turn- nur dann, als der Kaiser der Dame ein heiliges Ehever- flub "die Frankfurter Turngemeinde und den Krefelder und sprechen gemacht hatte. Es wurde gehalten unb bic junge Qieanißer Turiivereiu. Fußball spielten ber alte Breslauer -Dame ist nun Kaiserin dem Titel nach. Der Tatsache nacl) Verein gegen den Eimsbntteler Turnverdanb^und der Inns-Chatte sie den Rang bereits früher bekleidet. brucker Turnverein gegen die Wiesbadener Turngesellschast,------------ „ .... . Schlagball Altona gegert Bonn und Tübingen Legen Ulm. ilniÜeiluatö lllItlJLlUjItn. Beim Schleuderball ftihrte der Stuttgarter Gau, der Ber- Berlin 22. <\uli‘ Ter Wutt. Geh. Oberbaurat Professor liner Askan-Tumverein und die Tumvereiniguivg Berliner r ordentliches Alitglied der Akademie der Künste, tritt dem Lehrer Musterspiele vor. Jrn Tarnbourin-Ballfpiel spielte ^crncl)n;en nad) mit Schluß des Sommerhalbjahres von seinem heute ber Turnverein Frankfurt a. M. gegen den von Lehramt an bet technischen Hochfchule zurück. Münsteri i W unb die D arrnsta b ter Turiigerneinde gegen — Der Lehret der Zabnheilkunbe und Vorsteher des Zahm den Sieaburaer Turn- und Fechtklub. Die Nürnberger führ- ärztlichen Instituts der Umversität zu Marburg, Hans tcn außerdem cm Korbballspiel und der Königsberger Albrecht, ist vom 1. Oktober ab kommissarisch zum Zehrerder MÄner-Turnverein ein Spiel „Bock schläft!" vor^ Zahnheilkunde nm Zahnärztlichen Jnstttut der Fr.edr.ch Wühelmo- Ter Mittwoch, der erse, regenfteie Tag, brachte mit U-"°°rsNM^z^B° r N ^ernannt wmden^ $ stelle des nach Sieger im Ringkampse aus der Reihe der ^echslampser „eutestamentlichen Exegese an die katholisch-theologische Fakultät waren Angersbach-Witten, aus der Reihe der Dreikämpser bcr dortigen Universität berufen wordeu. — Aus Jeua wird gc- Laus-Köln Donnerstag findet eine lokale Nachfeier statt, schrieben: Gemäß den Bestimmungen der Paul v.. ^ter-LNslung und es beainnen die Tuvnfahrten. wird Professor Dr. E. Ziegler am 25. ds. Mts. m der Aula der ————.1^— I hiesigen Universität einen öffentlichen Vortrag über das ^.hema. --ä s jTTZx ^Der Begriff des Instinkts einst und jetzt" halten. — Aus Aus StfliU und Kuno. Erlangen Ichreibi man: Dorn 20. bis 26. Juli wird UN ® . . . „ ~ 1Qnq Zoologüchen Institut der Universität -in B < en e n z u ch t-L e h >> Gießen, den 23. Juli 1903. furs abgefjalten, an dem 38 Herren ans Bayern und Oesterreich -Volks- und Iugendfest im Philosophen- teilnehmen. Die theoretischen Vorträge (mit Demonstrationen) hält wa ld. In der gestern abend abgehaltenen Sitzung bei I (n vom-l9 Jnsamei^.R°»nn-n! m® Erlangen vereinigten Wohltätigkeitsvereine wurde das Programm fut I QU^ Hrund einer Dissertation, „Die Jura-Höhlen in der das am 2. August un Philosophenwald stattsindende Volks- Fränkischen Schweiz", zum Dr. phil. promoviert worden. — Das und Juaendfest nochmals durchgesprochen. Wir sind in der zweitälteste Korps in Erlangen, die Bareut y ia begeht Sage3 unseren Lesern rnitzute.len, daß sich jetzt schon über neu" 1800 Kinder zur Beteiligung an diesem Fest m bic oncn= erbauteMn ^orpShauses in Anwesenheit vieler Alter Herren statt, liegenden Listen eingetragen haben. Das Programm wird Das Fest datiert bis Donnerstag. sich im wesentlichen folaendcrmaßen abspielen: Morgens —Ein Professoren-Jubilaum. ^as Volkswirt» « Uhr Tagrcveillc, mittags 1 Uhr Aufftellung des Ffttzuges S-mmar^r Umvers^ B - r n be^ng letz^ag-^ auf Oswaldsgatten, 2 Uhr Abniarsch durch verschiedene Oncken an dieser hohen Schule. In Heidelberg am Straßen der Stadt nach dem Festplatz. Dort finden dann 10. Npril 1844 geboren, studierte Lücken, ein Bruder des Geh. Kinderspiele mit Preisverteilung, Konzert, Tanz und aller- Hoirats Pros- Dr. Wich. Oncken in m Irnich«,, H«de> hand Volksbelustigungen statt. blS gegen Dunkelwerden m ^benbuigildKn'1' und "habilitierte sich 1872 als Privatdozent für einem Lampionzug unter Vorantritt bec JJlufu es nach Haufe Nationalökonomie und Statistik an der Hochschule sur Bodenkiiltur acht Auf der Wiese unterhalb des Waldes wird-ein Jux- j„ Wien. Im Jahre 1877 ging er als Professor an die Technische pl°tz mit Karusiell,, Schießbuden :c eingerichtet werden. In H-chschul-^nach A°ch^,^w^b°r E.°'^''-r d°s°°n^ dem Festzug selbst soll etwas ganz besonderes geboten werden. $criiev jm.ifnjd,en Fakultät von ihm b-griind-t- „Seminar iur Aus diesem Grunde sollen noch Einladungen an viele hiesige PolkSwirlschast und Konsularwesen". Oncken ist der Verfasser einer Vereine mit der Bitte um Mitwirkung ergehen. Wenn diese flröfccren Anzahl staatswissenschastllcher Arbeiten: aber dieselben ^eteinc ^ufaae aeben, sollen Jestwagen benutzt werden, fanden nicht immer diejenige Würdigung, die sie verdient halten. N.L- SLÄtS Ä festgebenden Vereine ergehen und auch diese um reiche ^Qnt Abteilung: Ethik und Politik, Leipzig, 1877" feine große , terliaunq gebeten, so daß der Festzug durch blurnengeschmückte Beachtung gesunden. Die Bedeittung Smiths sür die Kultur- ^eftnmafrauen verhcrrllcht werden kann. Als Führer der göschichte wiirde danials noch nicht in ihrer ganzen Große erlaßt. Kinder haben Feuerwehr und Turnerschaft tell.vetje zugesagt. Z°n7rnie^ jetzt al?dak erkan.7wak'e^-' Vier Musikchüre werden im Zug verteilt, und auf bem oest- ^sen ist unb mehr unb mehr in ihre Vorlesungen embezogen. platz im Philosophenwalde sollen sechs Restaurants und ein Oncken darf stolz fein auf seine so frühzeitige Ersassung der Be- Wiener Cafö für Hunger und Durst Sorge tragen. V • — i— **Verrnittelung von Sommerfrischen. Die Geschäftsführung des hessischen gemeinnützigen Vermns zur Vermittelung von Land- und Küraufenthalten teilt uns mit, daß zurzeit zwar die Sommerfrischen im Odenwald und Vogelsberg im allgemeinen recht gut besetzt find, daß Dagegen für August und September noch zahlreiche Quartiere zur Verfügung stehen. Es empfiehlt sich daher, rechtzeitig bie Vermittelung beß Vereins in Anspruch zu nehmen. I Anfragen sind zu richten an den Geschäftsführer des Vereins, den Großh. Rechnunas- und Kasseführer der staatlichen Betriebskrankenkasse Herrn Harth zu Darmstadt, Wil- helminensttaße 34. Wi e s b a d en, 21. Juli. Die von dem hiesigen Ver - tre ter der Annoncen-Expedition Haasenstein u. Vogler, Lew al ter verübten Hnterschlagungen smd noch größer als 30 000 Mark. Namentlich das hiesige „Badeblatt", dessen ganzen Annoncenteil Lewalter übernommen hatte, ist von chm erheblich geschädigt, da er für Annoncen vereinnahmte Gelder nicht an die Verwaltung des „Badeblattes" abgeliefert hellte. Dagegen war die erste Mitteilung, baß auch ber Vorgänger Lewalters seinerzeit geflohen sei, nicht zu treff enb. L. war ün September 1899 als stiller Teilhaber in Das von jenem betriebene Geschäft — Reisebuchhanoel unD Annonccn-Cxpedition — eingetreten. Anblick ernes Menschen, der sich im höchsten Maße unbehaglich fühlt. Als Kläger tritt ein kokett und stu4)erhaft gekleideter Herr mit etwas verlebten Gesichtszügen aus. Vorsitzender: „Beklagter Hammer, Sie machen doch den Eindruck eines durchaus harmlosen un^ ehrbaren Mannes, was veranlaßte Sie nur, den Kläger ZiMer in dieser Weise auf offener Straße zu insultieren?" — Beklagter: „Ach, Herr Präsident, ick jede ja zu, det ick vielleicht een bisken zu weit jejangen bin, aber Sie müssen det milde ansehn ; ick, der ick keene Flieje wat zuleide due und vollkommen zufrieden bin, wenn mir jeder in Rühe laßt, ick habe mir in eene schwache Stunde eene Last uffgebürdet, die det Jemüte voii eenen Lämmchen in Uffrejung und det Blut von eenen Tintenfisch uff den Siedepunkt bringen kann. Ich habe nämlich zum zweeten Male, und noch dazu „eene scheene Frau" jeheiratet." — Vorsitzender: „Wie meinen Sie das?" — Beklagter: „Ach Sie wissen nid), wat det Heeßen dut? Na, paffen Sie man uff, ick werde Sie't mal m kurze Züche ausnanderpolken: der ältere Mann von eene scheene Frau hat keene ruhige Stunde, weder wenn er alleene is, noch wenn er besuchte scheene Frau mit hat. Fs er aUcene, da beunruhigt er sich, dat det holde Wesen in moralische Jefahren je- raten könnte, wat hier zu Lande doch nid) unmöglich is, und hat er die scheene Frau mit, denn errejt er überall Üffsehen. Uff die Straße, in die Elektrische, int Restaurant, überall siebt et sonne Courschneider, die ihrer Nächsten Weib mit die Dogen verschlingen und vor lauter Koketterie und Falantheet nid) wissen, wie se treten sollen. Wre schwer et da for eenen rechtschaffen denkenden Ehemann manchmal is, feine Ruhe zu behalten — davon kann ick een Lied fingen . . ." Bors.: „Hören Sie damit auf und fomnien Sie zu dem Vorfall, wegen dessen Sie sich zu verantworten haben." — Beklagter: „An den kritischen Dage fahre ick mit meine bessere Hälfte irr die Straßenbahn, et war feen Sitzplatz mehr frei, wie wir instiejen, so det wir beede stehen mußten. Meine Jattin stand een Ende von mir ab, so det et aussah, als ob wir beede jar nid) zusammen jehörten. Plötzlich steht mein jeehrter Jejner Ziejler, der rm Wagen faß, uff, und bietet meiner Jattin seinen Platz an. Da meine Frau 20 Jahre jünger is wie td und außerdem bloß die Hälfte von meinem Körperjewicht hat, so war't janz natürlich, det ick mir uff dem Platz setze. Kaum habe ick michs aber bequem jemacht, da stürzt der Mann wie een Wüterich uff mir los und schreit: Sie unverschämter Flejel, ick habe meinen Platz diese junge Dame aujeboten, oogenblicklich stehen Sie uff, oder et jiebt een Donnerwetter über Ihrem dicken Koppe, wie Sie't noch nicht erlebt haben. Natürlich schwiej ick nich stille, sondern wurde um so gröber, je mehr er meine Frau jejen mir in Schutz nahm. Schließlich wurden wir alle drei von'n Wagen abjesetzt und von eenen Schutzmann notiert. Det is det janze Verbrechen, wat ick bejangen habe/' — Der Kläger Ziegler bemerkt, daß er nicht so heftig geworden sein würde, wenn er gewußt hätte, daß die Dame, der er seinen Platz an bot, die Frau des Beklagten war. Da auch dieser im Anfang seiner Aussage erklärt hat, daß er bedauere, so weit gegangen zu fein, so gelingt es dem Vorsitzenden, einen Vergleich äu stände zu bringen, bei dem jeder der beiden Gegner die Hälfte der Kosten trägt. Herr Hammer empfiehlt fid) mit den Worten: „Der war nun schon der dritte derartig Prozeß. Wenn meine Frau des Profil von eene Brockenhexe hatte, denn lebte ick jlück- licher, als wie mit die „scheene Frau". Handel und Verkehr. Uoikümirtschasi. Berlin, 22. Juli. Der Ueberschuß der Bochumer Bergwerks-Aktiengesellschaft für Juli beträgt 10200 Mark gegen 15 380 Mk. im Vormonat. Berlin, 22. Juli. In der gestrigen dritten Sitzung der in Berlin unter Vorsitz des Reichsbankpräsidenten Koch tagenden Währungskommission, der, wie schon Samstag, der chi- nesische Geschäftsträger Kinginthai als Vertreter der chinesischen Regierung beiwohnte, wurden zunächst die Beratungen über Einführung einer einheitlichen Währung fortgesetzt und als Ergebnis der Verhandlungen folgende Resolution angenommen: 1. Die Einführung eines einheitlichen Geldumlaufs in China, bestehend aus Silbermünzen mit voller gesetzlicher Zahlungskraft ist dringend erwünscht. Die .Vorteile einer solchen Reform für China wie auch für die Goldwährungsländer würden außerordentlich gesteigert, wenn es gelänge, den Kurs der Silbermünzen im Verhältnis zum Gold zu fixieren. Für die Erreid)ung des letzteren Zweckes er- fd)emt geboten, daß die Prägung der neuen Silbermünzen nicht freigegeben wird und die chinesische Regierung zu Beginn der Reform alle diejenigen Maßnahmen ergreift, die ihr die Einwirkung auf die ausländischen/Wechselkurse ermöglichen. 2. Wenn auch in Ländern mit Silberumlauf der Kurs der Silbermünzen vom Stande der nationalen Volkswirtschaft von ihren Beziehungen zu anderen Nationen abhängig sein wird, so ist doch wünschenswert, daß ein einheitliches Ausmünzungsverhättnis von Gold- und Silbermünzen in solcheii Ländern bestehe, die künftig Goldvaluta annehmen, ferner daß dieses Verhältnis auf etwa 32 zu 1 festgesetzt wird, falls keine weiteren ernstlichen Veränderungen im Silberpreis eintreten. — Seitens des Delegierten der mexikanischen Regierung wurden alsdann ausführliche Mitteilungen gemacht über Erzeugung und Verbrauch von Silber in der Welt, sowie über die Möglichkeit, eine größere Stetigkeit des Silberpreises herbeizuführen durd) Beobachtung einer gewissen Regelmäßigkeit in den für Münzzwecke vorzunehmenden Silberkäufen der einzelnen Nationen. Märkte. Limbrrrg a. d. L., 16. Juni. Fruchtmarkt. Durch- schnittspreise pr. Malter. Roter Weizen 13.80 Mk., Weißer Weizen 00.00 Mk., Korn 00.00 Mk., Gerste 0.00 Mk., Hafer 6.74 Mk., Erbsen 0.00 Mk., Kartoffeln 0.00 Mk. Submissions-Kalender. 1. August. Mainz. Kgl. preuß. uud Großh. Hess. Eisenbahn- Direktion, Vergebung der Tifd)ler-, Schloffer- und Glaserarbeiten zum Neubau des Empfangsgebäudes auf Bahnhof Worms. Bedingungen für 5 Mk. — 1. August. Fürth i. Ö. Großh. Amtsgericht, Lieferung und Anfuhr von 300 Zentner prima gewaschene Ruhr-Fettnußkohlen und 150 Zentner Anthracitkohlen für das hiesige Amtsgericht und von 250 Zentner Ruhr-Fettnußkohlen für das hiesige Haftlokal. Bedingungen daselbst. Landwirtschaft. Der Wert einer guten Schulbildung für das Gedeihen de r Landwirtschaft ist von der Landwirtschaftskammer des Herzogtums Anhalt anerkannt worden. In einer jüngst in Dessau stattgehabten Sitzung wurde auf die Notwendigkeit einer rationellen Ausnützung des Bodens hingewiesen unb. betont, daß hierzu eine vollkommene Kenntnis der Gesetze des Wachstums, der Pflanzenernährung sowie ein Vertrautseiii mit den Vorgängen, die sich im Boden, in der Pflanze und im Tiertörper abspielen, erforderlich seien. Tie Versammlung mad)te sich schließlich folgende Grundsätze zu eigen: Um den Forderungen, die in der Gegenwart der Landwirtschaftsbetrieb an den einzelnen stellt, gered)t zu werden, ist es nötig, daß jederLandwirt sich nach Möglichkeit mit den Errungenschaften der Wissenschaft und Praxis unseres Gewerbes vertraut mack)t. Den anderen Landwirten ist im Vereinsleben, durch den Besuch größerer Ausstellungen, durck) das Lesen von Fachzeitschriften genügend Gelegenheit dazu geboten. Die jüngere Generation aber sollte nicht versäumen, je nach Vorbildung und Mitteln, die landwirtschaftlichen ober eine ber höheren landwirtschaftlichen Bild- ungsstätten zu besuchen, and) wenn unter ben Arbeitsverhältnissen in ber bäuerlichen Wirtschaft ber Sohn sck)wer auf einige Winter zu entbehren sein sollte. Wir bürfen uns nicht verhehlen, baß bte Frage der Gesundung der landwirtschaftlichen Verhältnisse zum nicht geringen Teil auch eine B i ldun g s f r a g e ist. — Sehr richtig 1 Man denke nur an Professor Backhaus, ber auf feinem ostpreußischem Gute Quednau, wie einst Liebig in Gießen, aller Welt zeigt, was mit ber Wissenschaft in ber Lanbwirtschaft zu machen ist, * Schiffsnachrichten. Nordbeut sch er Lloyd. In Gießen vertreten durch Carl Loos, Kirchenplatz. Bremen, 22. Juli. (Per transatlcmtisd)en Telegraph.) Ter Doppelschrauben - Postdampfer „Friedrich ber Große", Kapitän M. Eichel, vorn Norbbeutschen Lloyb in Bremen, ist gestern 1 Uhr nachmittags wohlbehalten in New-Port angekommen. AUSM aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Matthäusgemeinde. Den 11. Juli. Wilhelm Theodor Loh, Finanzaspirant bahier, mit Hebwig Helene Christiane Köhler, Tochter des Sd)reinermeisters Karl Köhler II. ßu Gießen. — Markusgemeinbe. Ten 11. Juli. Friebrich Menz, Taglöhner bahier, ein Witwer, mit Alwine Schneiber, geb. Limber, Witwe bes Taglöhners Heinrid) Schneiber. Den 12. Georg Rieß, Schneider und Turmwart dahier, und Marie Josepha Katharine Grämlich, Tochter des verstorbenen Schaffners Friedrich Grämlich zu Gießen. Getaufte. Matihä usgemeinde. Den 12. Juli. Dem Weißbindermeister Wilhelm Emil Euler eine Tochter, Luise Käthe Albertine, geboren den 9. Juni. — M a r k u s g e m e i n d e. Den 11. Juli. Eine uneheliche Tock)ter, Elise, geboren den 30. Juni. Beerdigte. Matthäusgemeinde. Den 11. Juli. Christine Kreiling, Tod)ter des verstorbenen Schlossermeisters Justus Kreiling, 50 Jahre alt, starb den 8. Juli. — Markusgemeinbe. Den 12. Juli. Ernst Adolf Theodor Teutscher, Händler zu Gießen, 32 Jahre alt, starb ben j.0. Juli. Den 13. Juli. Friebrich Klotz, Gemüfehänbler bahier, Sohn bes Gemüsehänblers Heinrich Klotz, 20 Jahre alt, starb ben 11. Juli. Miefkasten der Redaktion. (Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.) I. M. Ostern 1879 fiel auf den 13. und 14. April. Monatliche Kebersicht der Todesfälle in Gießen. Monat Juni 1903. (Einwohnerzahl: angenommen zu 26 900 (inkl. 1600 Mann Militär) Sterblichkeitsziffer: 22,30, nach Abzug von 24 Ortsfremden: 11,60 '7C0. Kinder Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom Keuchhusten 1 1. Lebensjahr: — 1 2.—15. Jahr Tuberkulose der Lungen 7(2) 7(2) __ Tuberkulose anderer Organe 4(2) 3(2) —- 1 Lungenentzündung 3 3 — — Lungenkatarrhen 4(2) 2 2(1) J-Q) Apoplexie 2(1, 2(1) Herzleiden 5 (5) 5(5) — — Atrophie 1 i — Lebenssd)wäche 4(2) — _4(2) — Alterssck)wäche 1 1 — Neubildungen 5(4) 5(4) — — Sonst. Krankheiten 11 (4) 7 (3) 2 2(1) Verrmglückung 2(2) 2(2) — — Summe 50 (24) 37 (19) 9 (3) 4 (2) Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach' Gießen gebrachte Kranke kommen. Rheinisches Technikum Bingen für Maschinenbau und Elektrotechnik. 5245 Drucksachen aller Art liefert in jeder gewünschten Ausstattung, stilrein und preiswert die Brühl’sche Universitäts - Druckerei, Schulstr. 7 A. Holterhoff Söhne 4 Reisezeit! empfehlen für die Graue leinene Damen-Röcke im Preise von Mk. Mk. bis Damen-Strümpfe . . 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Amtsgerichts vom 18. Juli 1903, wonach unserem Herrn Etchmann die Geschäftsführung entzogen worden ist, ist auf unseren Antrag ausgehoben. 5745 Gießen, den 23. Juli 1903. August Ackermann. C. Roth 91. Nacht., Telephon 322. Walltorstraße 5. Reform-Kleidchen von 3.75 - J. 91. Schulhof Telephon 119, Streng reelle und billigste Bezug« quelle l In mehr aI6 150,000 Tamil im Gebrauche! Gänsefedern, Selten günstige Acgenheit für Hoteliers, Brautleute, Private. Hosten Otto Schaaf, Sietzen fabrih ebemifeber u. cosm etlicher praeparate ___ 4453 - —TO* i Für die Reisezeit empfehlen wir unsere Schrankfächer (Safes) zur Aufbewahrung von Wertgegenständen alter Art unter eigenem Verschluß des Mieters Speise-Kartoffeln von Mk. 4.50 an per Zentner empfiehlt 5685 11, EaD^ßi« vilßjjfiflfjC !)♦ I Promoter Versandt nach auSw. 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Septbr. 1903, nachmittags 3 Uhr, wird der der Georg Hauß Wwe. . im Preise von 0-18 . . . . 0.08 .. . . 0.80 . . 1.10 Mk. an.