Nr. 119 trl^cint tSßltch rwber Sonntag«. Dem Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem kesßfche, £ant®lrt die •Itfctner Zamilien- blätter viermal in der Woche txiqclegL Rotonontbrud tu Verlag de, e c ü b l 'leben Univ«r1..Buch-u. Stein» b rüdem dlitlld) lieben) Nrdakrwn, ErvedMo« und Truaertli Schulst,atze 7. Adresse tü, Tepeschent Anzeiger Bietzen. Fermpr,chan>chlutz-tr 6L 153. Jahrgang Zweites Blatt. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen biePoslMk.L.—viertel- |äbrL auvtchl. Beslellg. Annahme von flnjctgtn tot die 'iageinummet bi« pormuiagt 10 Uhr. Zonenpreis: total 12 auirodrü 80 tilg. verantwortlich tüt den poliL und augem. Teil; U Wiltko tüt .Stadl und tfanb* und ,Gench«»|aatt. August Götz. toi den *ln- ieigenletl: Pans veck. Samstag 23. Mai 1903 vezu gspret», monailich 7dPl^ viertel» lShrlich dJlL 120; durch Abdole- u. Zweigstellen monatlich to Pt.; durch GietzenerAnzeiger General-Anzeiger v ^.e yeutrge Plummer umsaht 20 Seiten. Deutsches Keich Ausland y. wetter neuen Tekan verein Dr. BÜttiger gewählt. •* Promenadenmusik ist morgen Sonntag in der Südanlage um 12 Uhr mit folgendem Programm: 1. Jubel- feier-Feslmarsch von Lachner. 2. ©pinnlieb aus der Oper .Die Hexe* von Enna. 3. Martin-Walzer von Zeller. 4. Finale auS der Oper ,Mattha* von Flotow. - Unsere RegimentSmusik konzettiett am Sonntag nachmittag in Steins Gatten. Das äußerst reichhaltige Pro» gramm ist, wie wir hören, aus dem Festprogramm des Frankfuttcr SängerwettslrelteS entnommen, wozu die Kapelle am 8. und 4. Ium wegen der Anwesenheit Sr. Majestät des Kaisers, des allerhöchsten Chefs unseres Regiments, engagiert wurde. Die vorzüglichen Leistungen unserer Kapelle lassen einen besonderen Genuß im Bereiche der Militärmuftk er» watten, und bei dem guten Wetter werden wohl alle Plätze besetzt werden. (i.) Dies e ck, 23. Mai. Tie Vorarbeiten zum 41. ©ti f» tungsfest des Turnverei ns W i e s e ct sind nun so- [toeit beendet. Ter ca. 15000 Qm. umfassende Festplatz rotcb Aufmerksamkeit zunächst den vom Veranstalter gegebenen Erklärungen, wie der darauf folgenden Aussührung. Für auswärtige Besucher empsrehlt cs sich, zumal, wenn es sich um eine größere Anzahl handelt, ihr stammen vorher an- zumelden, bannt eine Uebersüilung des Saales, die immer deeinträchttgenb toirtt, im Interesse aller Betettigten vermieden werben kann. Tas Spiel ging beibe Male glatt von totten; die Rollen sind gut besetzt und tüchtig einstudiett, auch die Ausstattung hat sich gegen früher vervollkommnet. Ter Darsteller des Luther teiltet besonders Hervorragende- und weiß die Seclenkampje, das Werden unb Wirten des großen Reformators lebendig vor Augen zu führe». Er- jahrungsgemäß nimmt der Besuch bei jeber Wiederholung zu, ein Zeichen, d-aß die, die kommen, mit dem Ausdruck ihres Beifalls nicht zurückhaltcn. E i ch e l s d o r f, 22. Mai. Von herrlichstem Fest» Berlin, 22. Mai. Ter Kaiser ist zum Besuch des Fürsten zu Tohna-Schlobitten in Prökelwitz erngelroffen. — Ter Kaiser beabsichtigt, nach dem „Bert Ta gebt.", seine diesj.hcige Nordlandrriie erheblich aus^udehnen. Er wird annähernd 2 Monate in Norwegen verweilen. — Ter Kaiser richdete an den Staatsminister Lucius von Ballhausen anläßlich des Todes von dessen Bruder, Tr. EugenLuciuSinFrankfurtaM., nachstehendes erhebt. sd. Tarmstadt, 22. Mai. Kriegsgericht. Der Musketier Saemann, 3. Komp. Inf.-Regt. Nr. 117, hat gelegentlich eines Rückmarsches vom Schieß stände einem vorgesetzten Unteroffizier den Gehorsam verweigert. Als seine Abteilung wegen Ungehorsams einige Zett „im Schritt" marschieren mußte utlD dies in schlapper Weise aussühtte, schickte sie der Unteroffizier eine Strecke zurück, was S. unter ungehörigen Bemerkungen verweigerte, erst auf wiederholte ganz energische Aufforderung ist er schließlich doch in das Glied eingetreten. Er wird heute wegen Gehorsamsverweigerung und Achtungsverletzung vor versammelter Mannsckast und unter Gewehr, sowie wegen Verlassen seines Platzes auf dem Marsche in eine Gesamtstrafe von vier Monaten Gefängnis verurteilt. p.. Frankfurt, 22. Mai. Zum San g erwett- Ireit teilt man uns folgendes mit: Auf dem Festplatze verden folgende Restaurationen errichtet: Tas große Wein- und Bier-Restaurant hinter der Festhalle, „Zur Wartburg" genannt Diese Halle wird in ihrem einen Teile zu einer ötraße von Eisenach mit Ausblick auf die Wartburg um* gestaltet; der anschließende Tell wird als Stadtgarten her- gerichtet. Tie Ausführung haben die Herren Maler Mohr, Theatermaler Walter und Heinz Wetzel übernommen, deren Namen dafür bürgen, daß diesem Restaurationssaale eine künstlerische Ausgestaltung zuteil wird; die Firma Ph. Niederhöfer führt die Tapezierarbeiten aus. Tie Straße ist mit einer Anzahl altertümlicher Gebäude ausgestattet, in bereu Innern geschmackvoll eingerichtete Bierslübchen die Sänger zur Stärkung bei einem guten Glase Binding-Bier und guter Küche des Herrn Restaurateur Pfeil einladen. An der Lstsette der Festhalle erhebt sich die Bierhalle der Firma Fr. Reuttinger, deren Bettieb dem bekannten Wirt Herrn Adam Wies unterstellt ist. Daneben befindet sich die während des Baues der Festhalle als Kanttne tätig gewesene Bierhalle „Zum Tell" der Brauerei Kempfs, durch den Witt Herrn Giegettch betrieben. Auf der Westseite der Festhalle sehen wir inmitten hübscher Gattenanlagen das geschmackvoll ausgestattete Wein-Restaurant „Zum Aegir", entworfen von Herrn Archttekten Fried. Sander, ausgeführt durch die Firma Hancke und von den Herren Heinz Wetzel, Gattenbaudireltor Siesmayer und die Firmen I. C. Best- horn und Hinkel il Sohn. In der Mitte dieses Restaurants befindet sich eine Fontaine, die den Meergott Aegtt darstellt, wie er auf einem Felsen ruht; die Figur ist von Herrn Bildhauer Belz entworfen unb ausgeari)eitet Ten Betrieb bieses Weinrestaurants hat ber burch seine Leistungen bekannte Witt bes Zoologischen Gattens, Herr R. Steinohtt, übernommen. Taneben befindet sich die Bier- Halle „Zum Waffenschmied" der Brauerei I. I. Jung Erben; sie wird bewirtschaftet von Herrn Aulinger. Tiefer gegenüber sehen wir bic Bierhalle ber Frankfurter Bierbrauereigesellschaft vorm. H. Henninger u. Söhne, „Zur Walküre"' genannt, bewittschaf'.et von Herrn Ludwig Blüggel, und parallel mit ber Forsthausslraße bie stattliche Bierhalle ber Brauerei F. Henrich, „Zum Wilbschütz" genannt, bewirtschaftet von Herrn Hch. Retth. In der Mitte Der genannten, auf ber Westseite befinblichen Wirtschaften, liegen mehrere Musikpavillons, in welchen täglich Milttä» konzerte stattfinben werben. Zn ben Gartenanlagen vor dem großen Restaurant am Kastanie^wälbchen firmen wir n.och einen Pavillon zum Berkaus icbenber Blumen ber Firma A. Müller Sohn unb nach bem Weinrestaurant zu einen hübschen Pavillon zum Ausschank von Sekt und holländischen Likören. Kleine Mitteilungen aus Hessen unb den Nachbarstaaten. Bei einem Znnmerbrand im Hause Ginnhcimcräraße 35 zu Frankfurt a. M. fingen blc Kleiber des 5jährigen Söhnchens des Taglöhners Gensler Feuer. Ter Knabe erlitt lebensgefährliche Brandwunden am ganzen Körper. Man verbrachte ihn ins Elisabethenkrankenhaus. — Ten zurzeit im Regierungsbezirk Kassel bestehenden fünf Kornhänsern wird m Balde ein sechstes hinzugefügt werden, das in ber Nähe von Gensungen errichtet werben soll. Telegramm: „Schloß Urville, 18. Mai. Ich spreche Ihnen Mein wärmstes Beileid anläßlich bes Heimgangs Ihres Brubers )ie nationalliberale Partei zwar s , eistet habe. Aber sie fei jetzt ganz in das Fahrwasser der Agrarier geraten und könne deshalb keine selbständige liberale Politik mehr treiben. Es fei daher notioenbig, daß sich das freisinnige Bürgertum auf- rasse und wieder ben Einfluß auf die Gesetzgebung ausübe, ber ihm gebühre. Tne Partei wende sich in dieser, Hinsicht auch an die Arbeiter, deren wahre Interessen sie voll vertreten werde. Nur ber Abschluß gesunder Handelsverträge werde in Zukunft im stände sein, bessere Verhältnisse in Deutschland herbei- zu führen. Tie deutsch freisinnige Partei wolle kein Mili^-, sondern ein starkes Volksheer, das aber auch ber volle Ausfluß ber Volkskraft sein und nicht zu einer Sonber- ftellung herausgebilder werden dürfe. Der Vorttag fand allgemeinen Beifall, unb in ber Debatte sprachen sich sämtliche Rebner für bie Kandibatur Harnack aus. Aus bem Wahlkreis Alzey-Bingen. In einer Wähler-Versammlung von Sprendlingen erklärte Rechtsanwalt Eolmann in Alzey, nach der „Wormser VolkSztg.": Wenn Ihnen jemand sagt, der Kandidat ClaS ist alldeutsch, jo sagen Sie ihm, er ist Bismarckiauer. Wir haben einfach im Wahlkreis einen Bismarck, der aber Rheinhesse ist, unb gleichzeitig ein tritt für die großen, gesunden Grundsätze des Fürsten Bismarck. London, 22. Mai. Das Parlament betottligte ber Prinzessin Alice von Battenberg, die sich bekanntlich mit dem Prinzen Andreas von Griechenland verlobte, eine Mitgift in Höhe von 50 000 Pfund (einer Million Mark). — Es erregt peinliches Aussehen, daß tausende aus Südafrika zurückgefandter Armee-Decken meistbietend versteigert und über ganz England wetter verkauft wurden, obwohl die Mehrzahl der Decken in südafrikanischen Lazaretten Verwendung gefunden^uni> mit ji9PJ?“8/ Bazillen behaftet waren. ' ' ' . " ... Erkrankungen ans Licht gekommen, welche durch derartige I zeigt. . . . . . Decken an Bord des Schulschiffes „Cornwall" in Purfleet Grünberg, 20. Man Mtt bem Verschwinden der erfolgten Ter Fall bildete den Gegenstand von Derhand- Volkstrachten ist leider auch schon mancher alte Brauch, lunaen bei einer Sitzung der Londoner City-Körperschaft. manche schöne Sitte in Verfall geraten. Hatte früher ein Es wurde festaestellt, daß 75 Prozent der Decken von Dunges Paar, wobei bie Auserw-chtte aus einem benach- Typhus-Bazillen geraöezu wimmelten. Auf dem „dorn- barten Ott stammte, den ^erzensbunb geschlossen, dann kam wall" sind bisher sieben Knaben erkrankt, von denen einer die junge Frau gefahren in das Heim ihres Eheherrn un gestorben ist Die Behörden forschen jetzt in etwa 150 höchsten Staat, stolz thronend aur dem aufs fchönste ge- cnalischen Städten nach dem Verbleib der übrigen gesahr- schmückten Brautwagcn, neben sich das Spinnrad mit seinen Lichen Decken. Wer für die verbrechettsche Nachlässigkeit Ringlein und Verzierungen unb ben Rocken umwunden verantwortlich ist, läßt sich vorläufig nicht sagen. Die mtt einem prächtigen buntfarbigen Baude. Auch gestern Anaelegenhett wirb bemnächst im Parlament zur Sprache bürsten mir uns roieber einmal an bem Anblick eines folchen kommen. durch unsere Stabt fahrenden Brautwagens mit fernen öaaa 22 Mai. Die aus Kapstabt berichtet wirb, ist vielen Sachen, obenauf bas Brautbett mit feinen schwel- der Burenkoiymand an t David Joubert, früheres leuben Kissen und Leckem und umhängt mit blinkeiidem Mitalieb des Volksrates, ber währenb bes jübafttlani-! Haus-und Küchengerät, erfreuen. Aber bas schönste, wonach icben Krieges ben Distrikt Carolina befehligte, auf feiner unser Auge vergeblich spähte, bie hübsche junge Frau, fehlte Reise burai Teutsch-Lüdwestafrika gestorben. eben. Gewiß hatte der junge Gatte sie sich bereits Heim- Paris 22. Mai. Die Pariser Deputierten beschlossen, geholt, denn bie Brautreise i>t hier, troß alter Neuerungen, nrr näckis'en"Dienstag in ber Kammer Linen Antrag ein- wie bei ben Lrabtteuten noa) nicht eingesuhrt. .G. A.) rubrinaen auf Herab setzung des Eingangszolls S. ^etterf elb bei Laubach 21. ..cai. Am heutigen auf Getreide um zwei Francs für den Zentner. himmeFahrt-seft sand fich von Nah und einc gtuue _ unter bem Vorwanoe, die Anmeserryeit von So Iba- Zahl Besucher zum Luth er s est sp ,e l e ein, sodaß, um feit in Uniform bei ben antiklerikalen Kundgebungen in allen gerecht werben zu können, eate nochmalige Wieber- de" Reimser St Acauestiraw zu tabeln, erließ ber kom- holuug der Aufsührun^ am ,eiben Tage notig war. An manb-ierenbe General bes Reimser Armeekorps, 500 Personen, der Meßzahl nach Scyuler unb Konstr- )orbtsch.midt, einen Korpsbefehl, der von ber S ch m u tz t g-s manden, hatten fich eingestellt unb lauschten mit großer burch bie Firma Fettsch in Gießen elektrisch beleuchtet. Für bie Bequemlichkeit ber Besucher ist in jeber Richtung Sorge getragen, sogar eine geschlossene Halle zum sicheren Aus- bewahren ber Fahrraber besinbet sich am Eingänge des v r Festplatzes. Es bleibt nur noch zu wünschen übrig, baß ber Die Sache ist burch Typhus- Himmel ein freundliches Gesicht zu ben Veranstaltungen Wahl-Bewegung. AUö gXlllM UHÖ JüHÖ» R. B Darmstabt, 22. Dkai. Der Kandidat der Hie-I Gießen, 23. Mai 1903. figen Freisinn igen, Pros. Dr. Otto Harnack, hat - Personalien. Ce. ÄgL H. der Großherzog am Mittwoch abend in einer gut besuchten Wahlerver- habxii den provisorischen Assistenten bet der Gewerbeinspcktion ammlung sein Programm entwickelt, ^^hrte^aus, daß ließen, Dr. pdil. Wilhelm Schneider auS Butzbach, zum • W” ®r»Ü^,8e.|?lj|..ftenten bei dieser Behörde ernannt. LU. Fachprüfungen für das Forstfach. Am Freitag dem 22. dS. Mts. fand die dritte und letzte Fachprüfung für das Forstfach des diesjährigen FrühjahrsterminS an der hiesigen Landes-Universität statt. Von den sechs Kandidaten, die sich der Prüfung unterzogen, bestanden das Examen drei, die Herren: Otto Kratz auS Lich, Wilhelm Jochem auS Laubach unb Heinrich Weiß aus Liederbach. — Zum Schularzt wurde gestern in nichtössentticher Sitzung der Stadtverordneten der Kreis-Assistenzarzt begünstigt, fand gestern die Einweihung unseres Kriegerdenkmals statt. Tie Weiherede hiett Fischer von hier. Nachdem der hiesige Gesang- nach dem Fallen der Hülle ein erhebendes Vater- landslied zum Vorttage gebracht bat le, ermahnte der Präsident des Kriegervereins, Herr Mitze, in patriotischen Worten auch zu fernerem treuen Zusammenhalten, namentlich in ben Kriegervereinen. Mtt einem begeistert angenommenen Hoch auf Kaiser unb Großherzog, ausgeb rocht von bem Geh. Regierungsrat Schönfelb in Schotten, chloß bie erhebende Feier ber Tenkmalsweihe. Einen ebenso anregenden Verlauf liahm bann auch ber gemütliche Tell bes Festes, verschönt von Liebern bes Gesangvereins unb einer Reihe von Toasten. — Unser neues Denkmal besteht aus einem einfachen Obelisken, auf bem ein Abler sich feit, Untoürbigteit und Feigheit ber Anti klerikalen spricht, und den Soldaten nahelegt, daß ihr Platz bei ähnlichen Kundgebungen nicht aus der Sette ber Gegner der Geistlichkeit fei. Wien, 22. Mai. Im Abgeordnetenhaus gab Dr. v. Körver über die Vorgänge in Kroatien die Ür- llärung ab, daß die Berichte wett übertrieben feien. Die Nachrichten von Gehenkten und Getöteten feien auS der Luft gegriffen. Der Ausdruck, baß die Armee in Kroatien mißbraucht werbe, müsse er zuruckweisen. Der Kroate Biankini beantragt, bie Eröffnung ber Debatte über biese Erklärung abzuleynen. Während ber Abstimmung herrscht ungeheurer Lärm bei ben Kroaten und Zwilchenrufe gegen Körber fallen: „Gehen Sie nach Ungarn!" ruft Biankini „bort gehören Sie hm? Sttöme wärmstes Beileib anläßlich bes Heimgangs Ihres BrubeiS von Blut vergießen bie Kroaten für biefen undankbaren aus, dessen Verdienste ihm ein daiilbarcs Gedenken in Staat! Wir wollen Recht!" wetten Kreisen des Vaterlandes sichern." Triest, 22. Mai. Wie zwei hiesige Blätter melden, — Gegenüber einer Berliner Korrespondenz des „Fi- soll slawischen Kreisen die Nachricht ^gegangen fein, baß garo", welche bie von uns roicbergege6cnc Melbung bes gestern in Agram 38 Personen stanbreaftlich ver- „Würzburger Jourm" über eine Differenz zwischenurteilt unb erhängt worben sind, und daß bas Jn- Preußen unb Bayern übernommen hatte, erklärt bie fanterie-Regiment Nr. 63 in Agram sich geweigert habe, „Norbb. Allg. Ztg.", ber Korrespondent bes „Figaro" sehe auf bie Demonstranten zu schießen. Aus Dalmatien unb Gespenster. Es gebe keine Verstimmu ng zwischen Slowenien werben zahlreiche Protcft-Kuiwgcbungen an den Berlin und München. I Kaiser abgepmbt Breslau, 22. Mai. In hiesigen mllitättschen Kreisen Petersb urg, 22. Mai. In Steilen, bie bem Hofe erwartet man, baß schon in allernächster Zeit ber Kom- nahestehen, wirb bestätigt, baß Zar Nikolaus sich ernst- manbeur ber 12. Division in Neisse, Generalleutnant von lich mit ber Frage berAenberung besThronfolge- Wovrsch, zum kommandierenben General bes 6. Armee- rechts beschäftige. Der Zar fei entschlo|jen, falls er kvrps ernannt werden wirb. keinen männlichen Erben erhalte, seine älteste Tochter Straßburg L E, 22. Mai. Der vor einigen Tagen!als Thronerbin ettizusetzen. Um ihr schon jetzt bie verstorbene altelsässische Bankier Charles Staeh- sür ihr künftiges Herrscheramt notioenoige Erziehung zu ling hat bem Reichsragsabg. A. Bebel in Anerkenn- geben, habe ber Zar mehrere hervorragenbe Pädagogen ung seines Kampfes gegen den Militarismus zur Aufstellung eines Unterrichtöplanes aufgeforöert. (Ob 10 000 Frcs. testamentarisch vermacht. das mehr als Klatsch ist, läßt sich vorerst meyt beurteilen.) Vermischtes. * Berlin, 22. Mai. Ter Bankier August Sternberg, der zu einer 21/2 jährigen Zuchthausstrafe verurteilt worden war, ist heute aus der Moabiter Strafhast entlassen worden. * Hannover, 22. Mai. In Sachen des Prinzen Arenberg teilt die „Hann. Allg. Ztg." heute als „feststehend" mit, daß Prinz Arenberg in diesen Tagen in die Maison deSants in Schöneberg gebracht werden soll. Die früheren Ternentis dieser Nachricht seien darauf zurück- ruführen, daß ursprünglich die Absicht bestanden hat, die tleberführung des Prinzen in eine Heilanstalt nach Möglichkeit geheim zu halten. Tas Blatt fügt hinzu, daß nach seinen ganz zuverlässigen Informationen von Geistesgestörtheit oder Unzurechnungsfähigkeit beim Prinzen Aren- cerg keine Rede sein kann, und dieser körperlich und geistig vollständig wohlauf sei. * Erfurt, 22. Mai. Heute nachmittag stieß aus dem Bahnhof Erfurt eine von dem Schnellzug Nr. 14 ab- geaangene Maschine auf der Fahrt zum Schuppen am West- ende des Bahnhofs mit einer in der Einfahrt beariffenen leeren Maschine von Neudietendorf zusammen. Beide Lokomotivführer sind anscheinend schwer und die beiden Heizer nur leicht verletzt. Der Betrieb ist nicht gestört. Der Unfall wurde durch Ueberfahren der Rangiertafel seitens der abgehenden Schnellzugslokomotive verursacht. * Frankfurt a. d. O., 22. Mai. Gestern vormittag landete bei Gorgast im Kreise Lebus unter großen Schwierigkeiten ein Luftballon des deutschen Vereins für Luftschifsahrt mit drei Offizieren und einem Ingenieur. Ter Ballon war in Berlin aufgestiegen. Ein Insasse, ein Hauptmann des 3. Garderegiments z. F, erlitt einen doppelten Beinbruch und andere schwere Verletzungen. * D ir s ch au, 22. Mai. Der bei dem Eisenbahnunglück schwer verletzte Bahnmeister Qu eit sch ist seinen Verletzungen erlegen. * Bremerh aven, 22. Mai. Bei der Erweiterung des hiesigen Äaiserhafens kam gestern an der Westseite des Ausrüstungsbassins ein größeres Stück der Quaimauer ins Rutschen. Die Ursache ist darin zu suchen, daß vorgestern der englische Dampfer „Martin" dort eine Ladung Kohlen gelöscht, und auf dem Lande aufgestapelt hat. Das Gewicht der Kohlen verursachte gestern ein Gleiten des Erdreichs, wobei 10 000 Tonnen Kohlen ins Wasser fielen. Menschen sind nicht zu Schaden gekommen. ♦ Bern, 22. Mai. Eine Sendung von 4o 000 Francs Banknoten, die die Voltsbant in Bern an die Volks- bank-Filiale in Uster gerichtet hatte, ist in Zürich abhanden gekommen. Die mit 6000 Frcs. deklarierte Sendung ist bei einer Berliner Gesellschaft versichert. * Erdbeben in Italien. Am 22. Mai fand in Salerno ein Erdbeben statt, das drei Sekunden andauerte. In Abellino wurden zu derselben Zeit zwei starke Erschütterungen verspürt. In Benevento und fünf Dörfern dieser Provinz wurde ebenfalls ein heftiger Erdstoß verspürt. Tie seismologischen Instrumente in Neapel zeigten zwei leichte Erdstöße an. Nirgends wurde Schaden an gerichtet. Sport. — Vom Internationalen Lawn-Tennis-Tur- nier in Wiesbaden wird gemeldet: Tie Schlußrunden hatten ein äußerst zahlreiches Publikum nach der Blumenwieie gezogen. Um 6 Uhr rief ein Hornstgnal die Spieler vor das Richterzelt, wo die Preise ausgestellt waren. Kurdirektor v. Ebmeyer gedachte des hohen Protektors des Turniers, des Grobherzogs von Hessen, welcher leider am Erscheinen verhindert sei und an dessen Stelle die Fürstin zu Waldeck und Pyrmont die Preisverteilung übernehme. Tie Fürstin zu Waldeck überreichte hieraus den Siegerinnen und Siegern die Ehrenpreise. Die Resultate der einzelnen Spiele sind solgeiide: L Einzelspiel für Herren. Wiesbadener Pokal und Ehrenpreis des Großherzogs von Hessen: 1) W. Howard, 2) Dr. Frese. EL Einzelspiel für Herren. Meisterschaft von Wiesbaden. 1) Ehrenpreis der Kurverwaltung: D. v. Müller, 2) Dr. Frese, zwei dritte Preise: Bram beer und Robinson. HL Einzelspiel für Tarnen. Meisterschaft von Wiesbaden. 1) Miß Stonham, 2) Frl. L. Bertön. IV. Doppelspiel für Herren ohne Dorgabe. 1) Robinson und Gardiner, 2) Boehm und Nrrrnheun. V. Einzelspiel für Herren mit Vorgabe. Klasse A. 1) Dr. Frese, 2) Boehm, zwei dritte Preise: Howard und Lslermann. Klasse B. 1) 0. Bertouch, 2) Ehemann, zwei dritte Preise: Brooke und^Kronen- berg. VL Einzelspiel für tarnen mit Vorgabe. 1) Miß Stonfaam, 2) Arau Gardner, zwei dritte Preise: Frl. Berton und Miß Eall- niann. VII. Doppelspiel für Herren mü Vorgabe: wird erst heute beendet. VUL Doppelspiel für Damen mit Vorgabe. 1) Frau Gardner und Frl. A. Seligmann, 2) Gräfin Brockdorff und Frl. Kirch. H. Tarnen- und HerrenToppelspiel mit Vorgabe: wird erst heute beendet. Tie 4 Schiedsrichterpreise erhielten die Herren Graf Merenberg, F. W. Brambeer, Richard, sowie Frl. Bergmann. Kerichtsstiat. Mainz, 22. Mai. Durch heute verkündetes Urteil der Strafkammer wurde der Redakteur Adelung von der „Mainzer Volkszeitung" wegen Majestätsbeleidigung, verübt durch iwei Artikel der „Mainzer Volkszeitung", in welchen die Essener Kaijerrede und die Rede des deutschen Kronprinzen scharf angegriffen wurde, zu 3 Monaten G e f ä n g n is verurteilt. Redakteur belung war bisher noch unbestraft. Eisenbahn-Zeitung. Die preußisch-hessische Eisenbahn-Gemeinschaft hat im April Alk. 114 992 000 oder Mk. 4 898 000 mehr und per km Mk. 3581 oder Mk. 92 mehr vereinnahmt als im Vorjahr. Aus dem Personenverkehr resultiert ein Mehr von Mark 3 386 000, aus dem Güterverkehr von Mk. 1 273 000 und aus den Extraordinarien von Tif. 239000. Kunst und Wissenschaft. Aus Frankfurt a. M. meldet man: Tie Erstaufführung von d ' A l b e r t s Musikdrama .Rain" wurde günstig ausgenommen. Massenets »Das Mädchen von Navarra", ebenfalls eine Erstaufführung, fand indeß ungleich lebhafteren Beifall, besonders dank der ungemein stimmungsvollen Inszenierung. Stockholm, 22. Mai. Eine Expedition zum Entsatz der NordenskjöldschenSüdpolexpedition wird für drei Jahre ausgerüstet. Führer wird der Kapitän in der schwedischen Flotte, Gylden, werden, der im Jahre 1901 die Gradmesstings-Expedition nach Spitzbergen leitete. Gylden begab sich nach Norwegen, um ein paffendes Schiff zu erstehen. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Wiesbaden, 22. Mai. Die Stadtverordneten beschlossen die Aufnahme einer Anleihe von Mark 21165 000. Berliner Börse vom 22. Mai 1903. (Mitgeteilt von der Bant für Handel und Industrie, Gießen.) Privat-Diskont 3^/g Prozent. Anfangs- u. Schlußkurse. Oest. Kredit. . . . 211.00 Deutsche Bank . . . 210.00 Darmstädter Bank . . 138.00 Bochumer Guß . . • 179.75 Harpener Bergbau . . 182.40 Schluß-Tendenz: matt. 210.87 209.30 137.25 176.37 180.50 Märkte. Gießen, 23. Mai. Marktbericht. Aus heutigem Wochenmarkt kosteten: Butler pr. Pfd. 1,10—1,25 Mk., Hühnereier 1 St. 6 Pfg., 2 Stck. 11 Psg., Äänseeier 11—12 Pfg., Enteneier 6—7 Psg., Käse pr.Stck.5—8 Pf., Käsematte 2 Stck. 5—6 Pfg., Erbsen pr. Liter 21 Pfg., Linsen pr. Liter 32 Pfg., Tauben pr.Paar 0,80—1,20 Mk., Hühner pr. St. 1,40—2,20 Alk., Hahne pr. Stück 1,30—2,00 Mk., Enten pr. Stück 2,00—2,40 Mk., Gause pr. Pfd. 54—60 Psg„ Ochsenfleisch pr. Pfund 61—76 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 60—66 Pfg^ Schweinefleisch pr. Pfund 66—76 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 80 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 68—74 Pfg^ Hammelfleisch pr. Pfund 52—72 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kgr. 8,50 Dtk„ Weißkraut per Stück 00-00 Pfg., Zwiebeln pr. Zentner 9,00—10,00 Atk., Milch per Xliter 18 Pfg. Aepfel per Pfd. 0—00 Pfg., in Körben 00—00 Pfg. Trauben 00-00 Pfg. Ucucste Meldungen. Originaldrahtmeldnngen des Gießener Anzeigers. Darmstadt, 23. Mai. Laut „Tarmst. Ztg." wurde der außerordentl. Professor Rudolf Kautzsch in Halle wm ordcntl. Professor der Kunstgeschichte an der hiesigen Technischen Hochschule ernannt Kassel, 23. Mai. Der Liederverein wollte eine öffentliche Generalprobe des Preis-Chores des Ge- fangwettstreites: „Gesang nach der Varusschlacht" gegen Eintrittsgeld veranstalten. Auf Allerhöchsten Befehl wurde die Probe telegraphisch verboten. Berlin, LZ. Mai. Nach einer Meldung des „Giornale d'Jtalia" soll der Papst an die Bischöfe den Befehl gegeben haben, bei den bevorstehenden Reichstagswahlen die Regierung in jeder Beziehung zu unterstützen. Ferner habe der Papst versichert, Preußen wünsche die Errichtung einer apoftolischenDe- legation in Berlin. Schwerin an der Warthe, 23. Mai. Die Schwester Dr. Nobilings, der im Jahre 1878 das Attentat auf Kaiser Wilhelm I. verübte, hat auf einem nahen Rittergute ihrem Leben durch Gift ein Ende gemacht. Das in den 50er Jahren stehende Fräulein Ede- l in g — die Mitglieder der Famttie 9U>biLin€ erhielten nach dem Attentat die Erlaubnis, sich Edeling zu nennen — war auf dem Gute als Wirtschafterin tätig. L. London, 23. Mai. Der „Ccrtolic Herold" veröffentlicht den Wortlaut einer Ad re sse b rit isch e r Kat h0- liken an den deutschen Kaiser, worin ihm Tank für seine Haltung gegenüber seinen katholischen Untertanen und seine höfliche Behandlung des Papstes ausgedrückt wird, zugleich mit der Hoffnung, der deutsche Kaiser werde mit dem Schutz der Katholiken im Orient betraut werden. Rom, 23. Mai. Heute begann vor der 4. Sektion des Neapeler Gerichts der Prozeß gegen den Maler Allers. Von 6 Klagen wurden bereits 5 zurückgezogen. Gegen Atters wird in contumacium verbandelt werden. Genua, 23. Mai. Tas Schwurgericht verurteilte den verantwortlichen Redakteur der Frauenzeitung „E v a" wegen Religionsschmähung, begangen durch den Abdruck gewisser Stellen aus Tolstoi zu 2y> Monaten Gefängnis. Temperatur der Lahn und der Luft am 23. Mai 1903. Nach Reaumur gemessen mittags zwischen 12 und 1 Uhr. Wasser 13°, Lust 19°. Albert Rübsamen. Telephonischer Kursbericht« Frauktari e. A., 23. Mai 1908. 3*/t% Reichbanleihe . . 102.35 SO/o do. ... 91.09 3V,o/v Konsole .... 102.00 8°/o do.....92.00 3‘/i% Heesen .... 101.01 8*/j% Oberhessen . . . 00.00 4-6 Oesterr. Goidrente . . 103.06 4' ,-6 Oesterr. äüberrente 100.04 4-6 Ungar. Goldrente . . 102.03 40/. Italien. Rente . . . 103.07 4*/i% Portugiesen ... 50.85 »0/ Portugiesen. . . . . 31.09 1-6 0. Türken .... 32 55 Türkenlose......130.00 4% Griech. Monopol.-AnL 44.65 4'.,-6 äussere Argentiner 3“/o Mexikaner ... 26.06 4V87q Chinesen ... 93.00 Electric, öctuckert . . . 95.00 Nordd. Lloyd . . . .103 01 Kreditaktien .... 210.08 Diskonto-Kommandit . . 186.05 Darmstädter Bank . . . 187.01 Dresdener Bank .... 147.08 Berliner Handelsgee. . . 154.04 Oesterr. titaatabahn . . . 146.08 Lombarden . • • . . 14.06 Qotthardbahn ..... 190.05 Laurahlitte ...... 217.04 Bochum.......176.02 Harpener......180.07 Tendenz: ruhig. Aür den Kerrn Aaron auf Ar. 75 sofort tjf eine Sachtel von Fah'ö ächten Sodener Mtueral-Pastilleu ** — jo jagt der Hotelportier zum Hausdiener. — Er hat sich gestern bet der verregneten Tour tüchtig erkältet und morgen w will er unbedingt wteder frisch fein. Und dazu helfen ihm, wie er sagt, am schnellsten die Sodener. Also schnell eine K Schachtel oder besser zwei — die zweite behalte ich dann selbst, •ft? denn auch mir tut der Hals verdächtig web und die Sodener 2 können mir auch nichts schaden. Für 85 Pfennig überall er- X hälllich. 8718 GtsdbchaNtreiti. Heute wurden zur Einlösung gezogen: 1. für den 1. Juli 1903 von dem Anlehen 1. Januar 1836 die Nr. 15, 71, 134, 2. für den 1. Oktober 1903 von dem Anlehcn 1. Oktober 1900 die Nr. 1, 67. Einlösungsstellen: Bankhaus A. Hcichclheint oder die Gesellschaftskasse. Gießen, den 19. Mai 1903. 4189 Gebhardt. OltskmkMch Gießen. General-Versammlung Mittwoch, deu 3. Juni 1903, abends 9 Zlstr im Postkellcr. Tages-Ordnung: 1. Rechnungsablage und Bericht der Prüfungskommission, 2. Bericht von dem Krankenkasscnkongreß zu Berlin. 4179__________ Der Vorstand. Arthur Schmidt, (iiDil tilgenienr Mönchcbcrgstraße 4. Cassel. Fernsprecher 411. Vertreter öcr ßinnen: Kcl.-Hef. Hörtther Walchlneu-Sanamlalt und Hisengteherel, Hörlttz. — ZkiafchtoenfavrlK Aaoeala, vorm. A»tah Sühur, Act.-Kes., Weivhctm. — £Ucn- nub Hartguhwerk tzo, cordia g>. m. v. in Jameln a. Aöcler. Spezialitäten: ■yroleltiernng ganzer Aavrtüankagrn: Lieferung von pamplkelsckn aller bewährten Sylleme. 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Mai, m dem Konfirnlandensaal der Johauueskirche, und zwar sollen die Wähler von mittags 12 Uhr biß nachmittags 2 Uhr ihre Stimmzettel abgeben. Zu wählen find für die Gemeindevertretung im ganzen 12 Mitglieder und zwar 9 auf 10 Jahre und 3 auf 5 Jahre, in einem Wahlakt. Bezüglich der gesetzlichen Ersorderniffe der Wählbarkeit wird auf die §§ 18 und 18 deß Kirchenverfassungs-Edikts verwiesen. In der Kirchengemeindeoertretung verbleiben biß zum Jahre 1908 die Herren: RechnungSrat Bernhard, Landgerichtsrat Schäfer, Werkmeister Schufst, BauunternehmerWüm, Professor Dr. Krüger. Gießen, den 22. Mai 1908. Der Kirchenvorstand der LucaSgemeinde Wahl voll löcllieillbevtttttterll in Der ZohmeSMiiide. Die stimmberechtigten Mitglieder der Johannesgemernde werden eingeladen zur Vornahme der gesetzlich vorgeschriebenen Ergänzungswahl zu der Gemeindevertretung unserer Gemeinde. Diese Wahl soll stattfinden am nächsten Donnerstag, den 28. Mai 1903 m der Vorhalle der Johauneskirche (Hauptemgang von der Göthestraße aus) und zwar sollen die Wähler von mittags 12 Uhr dis nachmittags 2 Uhr ihre Stimmzettel abgeben. Zu wählen sind: 9 Gemeinde- vertreter auf 10 Jahre. Nach § 13 des Kirchenverfassungs-Edikts sind stimm- berechtigt alle konfirmirte selbstständige Männer der Gemeinde, die das 25. Lebensjahr zurückgelcgt haben, in derselben wohnen und nicht vom Stimmrecht ausgeschlossen sind. Wählbar in die Gememdevertretung sind nach § 18 deS Verfassungs-Edikts nur solche stimmberechtigte Männer von bewährtem kirchlichem Sinn und ehrbarem Lebenswandel, die das 30. Lebensjahr überschritten haben. Es bleiben in der Gemeindevertretung bis 1908 die Herren: Profeffor Dr. Baidensperger, Agent Bruchhäuser, Stadtrechner Töpfer, Realgvmnasiallehrer Jann, Glasermeiüer Luh, Kaufmann Nassauer, Weißbmdermeifter Phil. Schäfer, Stadtgcometer Wißner, Stations-Assistent Wolf. Die AuS- scheidcnden sind wieder wählbar. Tie Wahlberechtigten werden ermahnt, in die Gememde- ! Vertretung nur solche Männer zu wählen, die die gesetzliche Befähigung besitzen. Gießen, den 23. Mai 1903. Ter Kirchenoorsland der Johaimesgememde Heinrich Aff, Löwengaffe 20. [02535 Anim- n. Turnschuhe frisch eingetroffen.________ sind wir in der Lage, zu billigen Preisen wirklich gute und dauerhafte Ware zum Verkauf zu bringen. !Beachten Sie bitte unsere 4 Schaufenster! Backsteine feldbrand la. Qualität. JedeS Bringe mein großes Schuhlager in empfehlende Erinnerung, alles 1-pserii. töwtor, gut gehend, noch im Betrieb zu sehen, ,;n verk. |4051| ’jJinrftüi.. 19. 02490J Ein ÄiuDcnuageu büL zu oerf. Näheres Lindengaffe 14. Rchlllllliou Hermann vorm. Wenn, Klein-Linden. Empfehle täglich frisch gc» molkcnc Milch und Tickmilch, nachmittags Kaffee und stischc Waffeln, Prima Wein uud Apfelwein, [02400 311V* ff- viere sowie alkoholfreie (ictränkc. 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Nachfolgende Mitglieder der Gemeindevertretung haben noch biß zum Jahre 1908 im Amt zu verbleiben: 1. Profeffor Dr. Bindewald, 2. Glasermeister Bierau, 3. Bautechmker Allvater, 4. Kutscher Lather, 5. Weißbuidermeister K. Neuling, 6. Kommerzienrat EmmcliuS, 7. Kaufmann G. Windecker, 8. Direktor Bansa. Außzuscheiden haben, aber mit dem Necht, wiedergewählt zu werden: 1. Vorarbeiter M. Becker, 2. Rentner Ferber, 3. KreiSamtSdiener Egly, 4. Oberamtßrichter Geb- Hardt, 5. Lehrer Pfaff, 6. Lehrer Spitz, 7. Kaufmann W. Spruck, 8. Agent Decker. Für je em verstorbenes und ein ausgetretenes Mitglied sind Ersatzmänner neu zu wähen. 4212 Gießen, am 23. Mai 1903. Der Kirchcnvorftand der MatthäuSgemeinde. Schlosser. Die stimmberechttgten Mitglieder der MarcuSgemeinde werden hierdurch eingeladen, am Donnerstag den 28. Mai, mittags von 12 bis 2 Nhr im unteren Konfirmandcnsaal Kirchstraße 9, die ErgänzungS- wahl zur Kirchengemeindevertretung vorzunehmen. Zu wählen sind im ganzen 9 Mitglieder auf 10 Jahre I in einem Wahlakt. Nach § 13 deS KirchenverfaffungS-EdiktS sind stimmberechtigt alle konfirinierten, selbständigen Männer der Gemeinde, die das 25. Lebensjahr zurückgelegt haben, m derselben wohnen und nicht vom Stimmrecht auSgeschloffen sind. Wählbar in die Gemeindevertretung sind nach § 18 deS KirchenverfaffungS-EdiktS nur solche stimmberechtigten Männer von bewährtem kirchlichen Sinn und ehrbarem Lebenswandel, die das 30. LebenSjahr überschritten haben. Nachfolgende Mitglieder der Gemeindevertretung haben noch bis zum Jahre 1908 im Amt zu verbleiben: 1. Schuhmachermeister Benner, 2. Spenglermeister Faber, 3. Gymnasiallehrer Haggenmüller, 4. Kaufmann Kinkel, 4. Spediteur Lynker, 6. Schaffner i. P. Schnabel, Hausverwalter, 7. Buchbindermeister Steinhäuser, 8. Schlaffer Zeidter. ES scheiden aus, können aber wiedergewählt werden: 1. Messerschmiedemeister Schwan, 2. Stationßassistent L P. Peter, 3. Gärtner Erle, 4. Postsekretär i. P. Kümmich 5. Oekonomierat Schiente, 6. Schuhmachermeister Düllmar, 7. Kaufmann G. W. Schneider. Für je ein verstorbenes und nach auswärts verzogeneß Müglied sind Ersatzmänner neu zu wählen. Gießen, am 23. Mai 1903. Ter Kirchenvorftand der MarcuSgemeinde. Scheunemann. aller bar onne Abzug wird Im Juni gezogen. Sofortige Entscheidung durch nur Eine grosse Ziehung. Lose bei allen Kollektoren und Lose -Verkaufsstellen: Hoslohnkurscher Huhn. S 2 gr. AtlnStrdLSllir weg. Platz m. zu verk. Löberslr. 1. Hausverkauf. Ein noch neues Haus mit schönem großen Laden nebst anstoßendem Zimmer, nicht roeu oom neuen Friedhof, vorzüglich für Blumen- und Samengejchäsi geeignet, ist preiswert und unter gümrigeu Bedingungen zu verkamen evcnt. zu verpachten. [3810 Näh, bei L. Katz, Aueriveg 10. OfenBack wohlriechend, Flasche 80 u. 60 Psg. Victoria-Drogerie _______Marktstraßc 5. [2499 Hauspüne - und kleingemachtes Abfallholz bei I. Wellhöfer, Marburgerstr. IZürProbe! "„",7'""^ i fmyf. gegen Wadjnabtnt ob. 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