o Getier 6' 5 ■? - f 1 1 2 w. SL S. 11,8° e- 2,0° ! cü-d. L>><' i leüerW Wen .Sv^Tchl^ ,50 212,00^ ',90 21^ ’,25 1*0,75 ',20 A.00 hwach, ^b^aiht . Än. Uttl 6 feÄHje ^d-1 leiten htiett, . ENN an* k'-Giften ■ h?ten hl an SRefßft®“ bnm uc die iur herbeiführ, ?^ fei' estatn be- sSßÄ Ä Ä ‘genbe Silbe lÄ" '■' 5 ?*““““ Wchm ;; 3- kualUat (leichtere f i^n um halb 11 Uhr ngmerhge Stücfe Aich, rter. den Rarkbesuchen! gem Äehhandel zu {einem ten wird. ___ Jj. i '21- IM >aericht. Den Vorsitz ffr Ägieren «Men-fl mnag durchs S. biet e des Kochs @nutb jew H4®. Setlagiei M'ch Auch H ere Tage 6* gt u.3- iet gegen M1 „nsct durch -loser ^Ahis )uslus R. che G ersten Termm . h-er | Nachdem jten «f£ kam die 6rtJ hS.S?Ä*5“ «erden- Nesiauraleur -7 * Sh*-*61““ OießeK^—------ Donnerstag 23. April 1908 153. Jahrgang (Erstes Blatt. fibrefle tür Tepckchen: Aazetger Glehen. ^milprfdianld)lu§Üt 61. Nr. 94 Erscheint täglich aufeet Sonntag«. Dem Gießener Anzeiger werden tm Gechlel mit dem kesßschen landwitt btt •icbencr ZomUien. blittet ütermal tn der Woche beiflclegL Roianontbrutf u. Verlag bet Brüh l'schen Untveri.-Buch- u_6teirt- brudem (Pievch Erden) JUMftum, trpebixioa unb Drucktreti Ae»«g4pre»»l nwnaiutt76'91, oterttl* jährlich Mk. tJO; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich to Pi-: durch diePosl 'DILI.— otertd- idbrL aueschi. Bestell-, »nnahmr oo> Hn$ftge« sür bie Tageonummer du» oormuiag« 10 Uhr. ßetlenprtti. total 119L auiiodrtt tu tilg. Verantwortlich *0« den peilt unb allgem. Teil. U Witiko, für , Stobt unb tlanb* unb .Gerichtesaal'. August ®öq, tüi den An» Aetqentetl: Pan« Beck. GiehenerAnzeiger General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Heer unb Flotte. Kontrollverjammlungen. Aus Anlaß verschiedener Beschwerden sind bie Bezlltslommandos auf die genaueste Beachtung bei Vorschriften Über die Ansetzung der Volitische Tagesschau. Der deutsche Kronprinz verdankt es einem freundlichen G. schick, daß die von politischen Sorgen nicht beeinträchtigten Jünglingsjahre ihm mehr alS ernst seinem kaiserlichen Vater zugemessen sind. Er selbst wrrd bie ihm nocd vergönnte Jugendfreihell zu schätzen wissen und sicherlich keine Neigung empfinden, die schonen Tage, deren Grenze ohnehin in nicht allzulanger Frist erreicht sein muß, ohne Slot abzukürzen. Das mögen sich alle in- und ausländischen Krei,e gesagt sein lassen, die schon vor der Zeit den jutigen Kaiser sonn in ihre politischen Berechnungen hereinziehen möchten, sei eS, daß sie ihn alS Statthalter nach Straßburg zu schicken oder Imit einer oder der anderen Prinzessin zu verheiraten beschlossen haben. An den Stattbalterpoiten har zweifellos lein Beteiligter gedacht, und die Vermählungssrage ist nicht Han» Zimmer, Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig und Wien) widmen in i^er soeben erschienenen neuesten Serie vier Bändchen einige der Hauptwerke Franz Grillparzers: sie bringen von diesem großen Dichter die Dramen „Die Ahnfrau" (Nr. 1350 und 1351), „Der Traum, ein Leben" (Nr. 1352 und 1353) und „Sapph)" (Nr. 1354), sowie das geistvolle Lustspiel „Weh dem, der lügt 1" (Nr. 1349). Weder diese klassischen Schöpfungen noch Friedrich Halms dramatisches Gedicht „Der Sohn der Wildnis" (Nr. 1343 und 1344) oder Wilhelm 0. Kügel - gens „Jugenderinnerungen eines alten Mannes" (Nr. 1335 bis 1342), ein Lieblingsbuch der deutschen Familie, durften in der Sammlung fehlen, deren Bestreben, nicht bloß für die Unterhaltung, sondern auch für fesselnde Belehrung wellester Volkskreise zu wirken, in der hochinteressanten kulturgeschichtlichen Schrift Professor Dr. Melchior Thomms über „Femgericht und Hexenprvzesse" (fltr. 1345—1347) zur glücklichsten Betätigung gelangt Zur Ausführung durch studentische und vaterländische Vereine, aber auch »ur häuslichen Lektüre patriotischer Familien eignet sich des bekannten Dichters Julius Risfert kraftvolles „Spiel vom Fürsten Bismarck" (Nr. 1348), während endlich die drei beliebtesten Possen „Ein gebildeter Hausknecht", „Haussegen", „Dokbor Peschke") von David üalisch (Nr. 1355 und 1356) und Friedrich Gerstäckers Erzählung ,Herrn Mahlhubers Reiseabenteuer" (Nr. 1357 und 1358) allen Freunden des Humors warm zu empfehlen sind. — Der Preis jeder Nummer beträgt 10 Psg. Gabriele d'Ännu nzio: Die Novellen der Pescara. i.S. Fischer, Verlag, Berlin.) Geh. Mk. 3,0. In der Nähe der Stadt Pescara, auf dem Meere, ist d'An- nunzio, der Dichter der „Toten Stadt", geboren. Und die Landschaft um den Fluß Pescara, zwischen dem Gran Sasso d'Jtalia und dem adriatischen Meere, eine echte Abruzzen- landschaft, ist ihm vertraut, wie jedem Dichter seine Heimat vertraut ift In den vorliegenden Novellen schildert er sie, nicht freilich mit sentimentaler Befangenheit, sondern als der Zolaschüler, als den chn die Leioenschaft, wahr zu sehen, sich betätigen hieß. Seine Kenntnis der realen Verhältnisse ist erstauillich; er hat alles gesehen, alles beobachtet unb verglichen Er kennt bie ')katur an ihrem Feiertag unb in ihrer Ar bell. Er schildert sie mit seiner reichen, üppigen Sprache, hinreißend; und zeichnet in dieses Paradies bann (tin Wohldild oaB Spanien. Die Wahlen zur spanischen Depot ter tenkammer stehen bevor. Es gibt, Serbien ausgenommen, vielleicht keinen anderen europäischen Staat, in dem bie amtliche Wahlbeeinflussung so ungeniert betrieben wird, wie in Spanien. Die von den Ministern inspiriere Presse bfleat dort vor der Wahl eine ziffernmäßige Schätzung beS Wahlergebnisses zu verösjentlichen Die,e Ergebnisse herbei-u- jühren sind die Behörden unb die auf deren Gunst angewiesenen Bürger nach Kräften bemüht. Cb nun Konservative ober Liberale bie Regierung in Händen haben, daö macht in bieser Hinsicht keinen Unterschied. So war eS wenigstens bisher. Die oppositionelle Stimmung ist inbefien in letzter Zell im spanischen Volle beträchtlich erstarkt; darüber gibt sich auch die Regierung keiner Täusch- ung hin. Sie läßt durch ihre Presse herausrechnen, daß bei den bevorstehenden Wahlen der Cpposllion etwa ein Drittel sämtlicher Kammer Mandate zu fallen werde. ES dürfte den Behörden unb ihrem Anhang nicht leicht werden, den Erfolg der Regierungsgegner auf dieses Maß zu be- fdränten. Der Ministerpräsident Silvela setzt gewissermaßen seine staatsmännische Existenz auf diese Wahl karte, wobei ihn, und neben ihm den jungen König selbst, weniger die Wahlchancen der Liberalen als der Republikaner beunruhigen mögen, und zwar besonders bie Ehancen der letzteren in Madrid. Der Lehrermangel an den preußischen Volksschulen ist noch immer, nicht behoben, und eS ist sehr fragliche ob er überhaupt beseitigt werden kann, wenn die preußische Regierung sich nicht entsck>ließt, durch eine Novelle -um LehrerbcsvldungS- gesetz die in der Gehaltsfrage zurzeit bestehenden Ungleichheiten und Härten abzustellen. Mehrfach Haden die Gemeinden Ersatz zu schassen gejuck-t durch Berufung weiblicher Lehrkräfte; doch die hiermit gemachten Ersahrungen sind nicht butctyvefl günstig. ES werden well öfter alS bei den männlidjen Lehrträsten aus Gesundheitsrüasichten Beurlaubungen und Stellvertretungen erforderlich Etn Mangel an Lehrern macht sich auch im höheren Schulwesen Preußen- bemerkbar. Die jungen Probckanbi- baten, namentlich Neusprachler und Germanisten mit voller Fakultas, haben die Auswahl unter den Anstalten, an denen sich ihnen endgiltige Anstellung bietet. Eigenartig liegen die Verhältnisse bei d?n Theologen. Die Entlohnung, namentlich der jüngeren Geisllick)en, ist so unzulänglich, daß bie Zahl der Theologie Studierenden von Jahr zu Jahr sinkt. Gleichwohl mufjen bie Predigtamtslandidaten jo lange auf Ansiellling iuanen, baß nicht wenige -ur nachträglichen Absolvierung beS Cderlehrerexamens oder zum Uebertritt in freie Berufe sich entschließen. hart bie Schlange ein: das in Luft unb Leid elende Treiben der Menschmi einer degenerierten Rasse. ES ist im wahren Sinne ein menschliches Dokument, — das einigermaßen d'Annunzios späterer Verherrlichung der lateinischen Rasse widerspricht. Friedrich Spielhagen Romane — Neue Folge. — Wohlfeile Lieferungsausgabe in 50 Lieferungen ä 35 Psg. (Verlag von L. Sdaackmann in Leipzig.) — Die Lieferungen 7—10 bringen bie Fortsetzung und ben Scbluß des umfangreichen Nvmanes „S 0 n -n t a g s k i n d", welcher bereits in acht Auflagen verbreitet ift Mit Recht hat man darüber geklagt, baß bie beutschen Romane im Buchhandel zu teuer sind; ein starker Band ber bekannten Pariser großen Firmen kostet 3 Fr cs. 50 E. und bie englischen Roman- tlassiker, wie „The people" Tickens', einen Schilling. Diese Leistungen sinb hiermll übertroffen, benn bie hier gebotene Ausgabe bietet in Ausgabe unb Preis bas, was man von Werken, bie wert sind, Gemeingut ber Nation zu werden, erwarten darf. Tas Unternehmen verdient allfeuige Unterstützung, unb man kann nur feine Genugtuung darüber ausdrücken, daß sich die Leipziger Verlaashandlung zur Herausgabe der neuen Serie entschlossen hat. Wohlbrück, Olga, Vo r t r a g s m ap pe. Eine Sammlung ernster unb hellerer Vortragsbichtungen für deklamatorische illiterhallungen und gesellige Kreife. Verlag von Hermann Gesenius in Halle. Brosch 2,40 Mk. — ES gibt gar viele Gedichtsammlungen, die Vortragszwecken dienen sollen, aber nur wenige, bie ihre Mission auch wirk- lich erfüllen. Olga Wohlbrück, die Gattin bes Schriftstellers Maximllian Bem, als früheres Mitglied ber Wohlzoaenschen Ueberbretllgcsrllschast tu kann t, gehört zu jenen Schriftstellerinnen, bie für ein solches Unternehmen ganz besonders geeignet erscheinen Als ausübende Künstlerlli hat sie aelernt, das Wirksame vom Unwirksamen zu unterscheiden, als geistvolle Dame von feinem Takt unb erlesenem Geschmack in literarischen Dingen trifft sie bie richtige Wahl, wenn es gilt, vom Guten bas Beste zu wählen ‘JJlan wirb in bem vorliegenden Buch mit Befriedigung alte Bekannte von Gewicht roieberfinben unb nicht minderem Vergnügen manche neue Bekanntschaft anknüpfen Ernste und heilere Dichtungen, für ben Bortrag wie geschaffen, bietet die Sammlung in Fälle. Wir können die „Mappe" wärmstens empfehlen bau wiedergewonnen. Dem deutschen dandel wlld mit der Bagdad bahn ein äußerst wichtige- Absatzgebiet geschaffen Grund genug, um jeden Patrioten für die Bagdadbahn zu interessieren Man schreibt unö auS Berlin, 2L April, von anderer feiner Schwester die Sägemühle in Wrexen im benachbarten Waldeck des Nachts über dem Kopfe angezündet zu haben, und zwar aus Rachsucht. Theodor Ramus und sein Bruder Kamus leben auf dem einsam gelegenen Hardehäuser Hammer als Sonderlinge, und werden im Volksmunde, wie Pfarrer, Gendarm und andere bekundeten, vielfach mit einer gewissen furchtsamen Scheu die „wilden Manner" genannt. Die Scheu vor ihnen wurde noch bestärkt, als vor Jahren auf dem Hardehäuser Hammer ein Mann ermordet wurde, und die beiden Brüder unter dem Der- bad)t des Mordes ein gesperrt, nach längerer Zett aber entlassen wurden. Sie gerieten in schlechte Bermögensverhalt- nisse, ließen sich in Wechselschulden ein usw. und saßen so fest, daß chr Schwager, Bürgermeister Brühne, sich ihrer an nahm, die Schulden übernahm, aber zur Sicherheit sich das Hammerwerk verschreiben ließ. In einer Strafsache gegen Gebrüder Goldschmidt aus Scherfelde wegen Wechseisaftebungen usw. mürbe nun der Schwager Brühne als Zeuge vernommen und sagte wahrhettsgemäß über das sonderliche, unwirtschaftliche Leben der Ramus aus, auch kam das Sitzen wegen Mordverdachts zur Sprache. Ramus geriet darüber dermaßen in Wut, daß er sofort aus der Verhandlung in Paderborn, ohne das Ende der Sitzung abzuwarten, aufbuuh, nach Bonenburg fuhr, von dort zwei Stunden zu Fuß nach Wrexen ging, und sich gegen 12 Uhr nachts in das Besitztum seines Schwagers emschlich und das Haus anzündete. Ramus, der früher baitnädig geleugnet hatte, war heute geständig. Das Urteil lautete aus 3 Jahre Zuchthaus und 4 Jahre Ehrverlust. Wegen Herausforderung zum Zweikampf hatte sich am Dienstag vor der Strafkammer Ila zu Hannover der Polarfahrer Schriftsteller Theodor Lerner, wohnhaft in Grunewalde, zu verantworten. 'Segen Starten- tragens mit angeOaat war der Redakteur Erich Rosenthal hier, der Geforderte ist der Bankier Bräutigam hier. Die Forderung datiert vom 9. November v. I. Dem Vorfall lag eine Auslassung des Bankiers Bräutigam gegen den Schwiegervater Lerners, Leutnant a. T. Stach von Golzheim, zu Grunde, nc^ch der L. als eine sittlich verkommene Persönlichkeit bezeichnet wurde. Bräutigam hat die Forderung nicht angenommen und angegeben, er habe bie beleidigenden Mitteilungen von dem Uhrmacher Schreuer erfahren. Dieser, der inzwischen vom Schöffengericht wegen Beleidigung Lerners zu 10 Mk. Geldstrafe verurteilt ist, gab an, er habe Bräutigam in der Form solche Mitteilungen nicht gemacht. Er halv vor Jahren, als Lerner von ihm einen Eigarrenladen zu mieten beabsichtigt habe, von einem Schutzmann eine ehrenrührige Mitteilung über Lerner er*- halten. Ter Schutzmann erinnert sich dieser Auslassung nicht mehr. Durch Vernehmung wurde feftgefrellt, daß die gegen Lerner erhobenen Beschuldigungen völlig grundlos sind und diesen schwer beleidigt und gereizt haben. Bräutigam ist dem Kartellträger gegenüber anfangs bereit ge- wesen, L. eine Revokation zu geben, hat aber um eine mildere Form gebeten und schließlich doch eine Versöhnung abgelehnt. Bräutigam war seinerseits gegen Lerner auf- gekracht, weil dieser seinem Schwiegervater den Rat erteilt hatte, die Geschäftsverbindung mit Bräutigam abzubrechen. Die Angelegenheit hat noch wittere Prozesse zur Folge. Die Herausforderung war auf Pistolen. Tas Gericht erkannte, daß für beide Angeklagte erhebliche Milderungsgründe vorliegen, und üerurteilte Lerner zu 2 SBodjen, Rosenthal zu 3 Tagen Festung. Unwersttüls-Uachrichün. — Wie verlautet, wird der Professor der Nationalökonomie an der W r e n e r Universität, Philippooich, der Berufung nach Berlin folgen. Als Nachfolger werden genannt Wieser- Prag, H e r k n e r-Zürich und Julius W o l f-Breslau. — Man schreibt aus Würzburg: Vom 3. bis 6. Juni wird hier der „Deutsche Gynäkologen-Kongreß" abgehalten werden. — Weiter wird aus Würzburg berichtet: Der Bezirksarzt a. D., Dr. Oskar Kol l mann, feierte 'Montag sein 60- lähriges Doktor-Jubiläum. Tie medizinische Fakultät der hiesigen Universität übersandte dem Jubilar ein Glückwunsch-Schreiben und erneuerte ihm das Doktor-Diplom. — In Leipzig feierte der Ehrendoktor der Rechte der Leipziger Universität, -Lenatspräsident beim Reichsgericht, Dr. L. Loewenstein, sein 60 jähriges Dienst- jubiläum. — Aus Müuster schreibt man: Am Toilnerslag wird sich der Abteilungsoorsteher an der landwirtschaftlichen Versuchsstation Hierselbst, Dr. Alois B ö m e r, als Prioatdozent für angewandte Chemie mit einer Antrittsvorlesung „lieber pflanzlichen und tierischen Stoffwechsel" habilitieren; am Freitag habilitierte sich Dr.Leo Wiese aus Bredeney als Prioatdozent für romanische Philologie mit der Antrittsvorlesung „ChrGrien de Troyes und die Natiäre de Bretagne". — Der Leiter der deutschen archäologischen Anstalt in Athen, Prof. D ö r p f e l d, kündigt der Täglichen Rundschau zufolge an, daß er anfangs Juni feine Ausgrabungen auf der jonischen Insel Le iik as in vollem Umfange wieder ausnehmen werde. Professor Dörpfeld erblickt, wie man weiß, in der Insel Leukas das homerische Ithaka und hofft, dort den Palast des Odysseus und die Stadt Ithaka auszufinden. — Ter Internationale botanische Kongreß, der am 16. ds. in L e i d e n zusammentrat, vereinigte von ausländischen Vertretern: Pros. Goebel- München, Prof. v. Wettstein-Wien, Prof. Bower-Glasgow, Prof. Chodat-Gens, Tr, Bernard-Genf und Prof. Wille-Ehrisnama. Kandel und Verkehr. Uolkswirlschast. Berliner Börse vom 22. April 1903. (Mltgeieüt von bet Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Die Geschäftsstille, welche während der letzten Tage herrschte, setzte sich auch heute fort, nur vereinzelte Werte lenkten besonderes Interesse auf sich. In erster Reihe sind gemischte Argentinische Anleihen zu erwähnen, welche bei regem Verkehr die kürzliche Steigerung sonsetzten. Für spanische innere Anleihe zeigte sich heute von anfang an rege Kauflust, welche auch im weiteren Verlauf anhielt, als Paris bessere Tendenz für dieselbe meldete. Serieu-Türken ebenfalls befestigt. Bankaktien waren vollkommen vernachlässigt, ebenso Bahnen, mit Ausnahme von Canada Shares, welchen der gestrige seste New- Porker Kurs animierend zu statten kam. Aus dem Kohlen- und besonders auf dem Eisenmarkte entfaltete heute wiederum die Kontremine Lebhaftigkeit, welche ihr infolge der ganz minimalen Umsätze zu einem leichten Siege verhalf. Am Schluß jedoch zeigte sich bereits infolge der festen Haltung der westlichen Börsen einige Deckungslust. Der Kassainduslriemarkt zeigte vorwiegend schwächere Haltung. Privat-Diskont 2*/, Prozent. Anfangs- u. Schlußkurse. Deft Kredit .... 211,70 211,50 Deutsche Bank . . . 211,50 211,37 Darmstädter Bank . . 140,25 140,00 Bochumer Guß . . . 185,00 185,10 Harpener Bergbau . . 184,90 184,26 Schluß-Tendenz: schwach. Gießen, 23. April. Ter gestrige O ch f e n m a r f t hatte einen Auftrieb von ca. 20 Paar Gangoich, welche sehr schnell untergebracht wurden, und zwar einige Paare sehr guten Mittelschlages zu 800—850 Mk. und die übrigen Tiere zu 600—700 Mk. pro Paar. — Der Schweine markt hatte einen Vorrat von 1250 otücf. Tie Preise hielten sich recht hoch, obgleich der Handel sehr langfam ging. 6—8 Wochen alte Ferkel wurden mit 30—48 Mk. pro Paar abgegeben, Springer, 16—20 Wochen alt, wurden mit 70—90 Mk. und Einlegschweine mit 100—130 Mk. das Paar ocrfaufL Ter Markt, welcher sich bis 1 Uhr mittags hinzog, blieb bedeutend überständig. L imburg a. b. L., 22. April. Frnchtmarkt. Durchschnittspreise pr. Malter. 'Jloter Weizen 13.90 Mk., Weißer Weizen 00.00 Mt., Korn 10.60 Mk., Gerste 0.00 Mk, Hafer 6.87 Mk. Erbsen 0.00 Tlf., ^ortoffcln 0.00 All. EilenvlchnZeüung. Dresden, 22. April. Das ,Tr. I." meldet: Ta nach den neueren Vorgängen die Wahrscheinlichkeit vorliegt, daß bie beteiligten deutschen Regierungen demnächst in neue Verhandlungen über eine allgemeine deutsche Personentarrf- teform eintreten, beschloß das Finanzministerium, die Durchführung der sächsischerseits geplanten Reformen bis auf weiteres auszufetzen. Dem Eifenbahnrate ging eine anderweitige Vorlage zu, nach der von der ">crabfetziing der Preife für einfache Fahrkarten abgesehen wird. Daher erachtet es die Regierung für angängig, eine Steigerung der Preise für Rückfahrkarten um die Hälfte deS Preisunterschiedes zwischen den preußischen und sächsischen Rückfahrkarten, also um 6’/< Prozent der sächsischen Preise emtreten zu lassen. Meteorologische Beobachtungen ü 0.52 21.__22. •c 1 Wetter KNE NE. 22. 22. 28. 9,9*- C. 6,4* C. April 1903. der Station Gießen Bed. Himmel üeller Hirnm. Bed. Himmel te Temperatur rigftc 7,3 83 7,5 94 6,7 i 91 -c -Zd 2U 732,2 4- 9,5 9” 731,4 ! + 7,8 7” 728,1 + 6,8 o cn o s f: rr £ «o s» oo CO Z CD G O o ■O W -D2 a W « ■t JO g c vC' -C s c ea lc: — -«-i E G7" ■CxC " C *C" G >ti — tt= g '- =O °° = «p .5? G JO = »6.5 CG1— = 5 = o = = =5 (1) -° _ sT o .«* »e' P *® *b«Ä X(9 W G *5” u, LZ^ E»e*- eS b 5 :=E- % >b? <5 i § KD - El Lo CiJä „ _ :^> G S 5^ CD S-&1: M V O «X J—' G . WB CO X rjO ’n w — w 09 CS _ t- 2 w 05 X- C .*o E ss^S§S“Sa = S w .51 -c , . °| | L Z E -° •»X a = 22 e c- c .ZD Ö = 3S = ♦* 2"s± x> e ij ” ■= -g.2. 'S' =§ 1- * “ 2» ___M _g 5® -»ev'b^Z? = X> o '- *X7* m' C- o . C2. w =0 S-’C c o r- as äx G C & s e M -—> s p e rs «a cs'zr c, G "C C9 SS <-# l££D L- «L »S* v 2 « c S ’is si SS; - B o « «$> c 22 o **— N G -_. *e? KZ c C SjG CJV? e. ~ >0 . «9 E £ K _ C- s S §.£ Sf • « uc E -o 3 SS K C »4 -c' Jz> « o X- G G % C> G CJ <5 E 0 «r> L vA s « N X ± w 8$ 8 ? x> §sr E « - PO « = ? = *ec7g 5 -s = 5 S 8S£ ® ^>3 2 c G _ -&** G -2 P G 5<äil . o G ■* a- E ci S — «3 O r_, iP j- CD *4 C .ffiff — -G-.G » "E so "2 UH. .y G jG »b'E " „ !^sQ = Si po ’jy 3 e u» G rO G — 5*. w> *»- CD CD G 2 B C*5J KL •: «r» L e vH CD "Jo E — 3 2 ffv B-» * o E 01 *0 iffiS ’s E g£c FuE«? CQ Jo L^ o Bekanntmachung. DaS nachstehende Ausschreiben Droßherroglichen Kreisamts bringe ich hierdurch zur Kenntnis sämtlicher Pserdebesitzer. Gleßen, am 21. April 1903. 3402 Der Oberbürgermeister. Mecum. Bekanntmachung. Wir niachen die Besitzer derjenigen Pserdc und Fahrzeuge, welche bei der ArlShcbung im Falle einer Mobilmachung zu ge- stellen sind, bereits im Frieden miSdrucklich aus solgende gesetzlichen Bestimmungen ausnrerksam: 1. Uebertretungen der hinsichtlich der StcUimg der Pferde zur Aushebung getroffenen Anordnungen werden nach § 27 des Kriegs- leistungSgeseges vom 13. Juni 1873 mit Geldstrafe bis zu 150 Mk. geahndet. 2. Pserdebesitzer, welche ihr« gestellungspflichtigen Pferde nicht ungesäumt und vollständig vorsühren, haben außer der gesetzlichen Strafe zu gewärtigen, daß auf ihre Kosten eine zwangsweise Her- beischafiung der nicht geftedhm Pierde vorgenommen wird. 3. Der Berkaus eines Pserdes vor erhaltener Geslellungsaus- forderung entbindet nicht voii dessen Gestellung, sofern die Ablieferung an deii neuen Eriverber noch nicht erfolgt ist. Eine Aus- nahnie findet nur statt, wenn nachweislich der Verkauf an die Militärbehörde, an Ofsiziere, Tanitätsofsiziere oder Alilitärbeamte, welche sich ihre Pferde für die Mobilmachung selbst beschaffen, erfolgt war. 4. Von Bekanntgabe des Alobilmachungsbesehls bis nach Be- mdigilng der Pserdeattshebung ist jede Ausführung von Pferden in andere Kreise oder Ortschaften verboten. Zuwiderhandlungen werden für jeden einzelnen Fall mit der in § 27 des Kriegsleislungs- oesetzeS vom 13. Juni 1873 vorgesehenen Strafe geahndet, (hnc Ausnahme von deni Verbote findet nur statt, roemt nachweislich der Verkauf an Aiililärbehörden des Aushebungsbezirks oder an solche Oisizlerc, Lanilätsofsiziere oder- Milttärbeamte, ivelche^ sich die Pferde für die Mobilmachung selbst beschaffen, geschehen ist. ö. Bei der Vorführung müffen die Pferde durch den Besitzer versehen iem mit: Halfter, Trense, zwei mindestens zwei Meter langen Stricken und gutem Hufbcschlag. Ter Wert dieser «Stüde ist m der Taxe mit enthalten. Fehlt eines derselben, so werden die dadurch entstehenden Roften bei der Taxjumme in Abzug gebracht. 6. Pferde, welche als brailchbar ausaewählt, aber zunächst nicht abgenommen werden, sind von den Bestyern, bei iUetbung der unter 1 ermähnten Straie, aus drei Wochen, vom Tage der Ailsbebung an gerechnet, ziir Verfügung der Müitarbchörde zu halten. Bis zur förmlichen Abnahnie haben die Besttzer ober deren Beauftragte die Pferde zu beaufsichtigen und auf eigene Kosten zu verpflegen. Wenn die Besitzer dieser Verostichtung nicht genügen, werden die dadurch ciuftanbenen Kosten bei Auszahlung der Tax- summe in Abzug gebracht. 7. Bei den bereits früher gemusterten Pferden find an den Halstern an der linken Leue die Bestimmungstäfelchen, welche die Designatwn der letzten Musterung aufweisen, zu befestigen. 8. Schläger und bissige Pferde sollen ausdrücklich als solche oezeichnet werden, um Unfällen vorzubeugen. Gießen, den 18. März 1903. 3402 Großherzoguches Kreisamt GießeTt. I. V.: gez. Tr. Heinrichs. Berauuwtachung. In unser Handelsregister wurde heute eingetragen: Finna FS. Weber n Lich: Inhaber: Wilhelm Weber, Slpotheker Lich. Angegebener Geschäftszweig: Apothekenbetrieb. Lich, am 20. Aprü 1903. 3390 Großherzogliches Amtsgericht. Itrtrhftrtttt" L-bens-Ierflcherunfts- 1IUlU|lllU Aktien-Hesellschaft Berlin W. 8, Mauerstraße 37/41. (Eigenes Geschäftshaus.) Verfichcrungsbeftaud . • . Mitte April 1903: über 237 Millionen Mark. Bcrmögcnsbeftand .... am 1. Ian. 1903: über 81 Millionen Mark. Extra-Reserve u.Gcwinnfonds am 1. Fan. 1903: über 41/, Millionen Mart. Lebensversicherung mit nnb oh» tziiisihlilß brr Inoalibitätsorrfi^rnng. (Fortfall der Beitragszahlung und Bezug einer Rente im JnvalidstätSfolle). Periodische ErhSoungea der Derstcherungdsumme ohne erneute ärztliche Unter* fuchung durch Livtdeuden vom erste« Jahre ad. Die Dividenden werden auf die vollen Prämie« und nicht nur auf sogenannte Normalpramien gewährt. Leibrenten jn btn gänfligfltn Srbingnngtn. Keine LebenSatteste. Portofreie Ausenduug am Fälligkeitstage durch die Reich-post innerhalb Deutschlands. 3389 JahreSrente beim SmkaufSalter von ». B. M’/i bis 651/, Jahren 10,736o/0 SS'» biS 70«/, Jahren 12,680°/« der Einzahlung. Ersiehungs-Rcnten, Alters- und Invaliditäts-Renten. Aussteuer- und Altersversicherung. Anfall- u. Attkrs-Aerf Wlstlvstrist Aktien-Hesellschaft chntudLapiLak........33/e Mlkkioueu ZL AlarL. am 1. Javuar 1903: über 4 MtHiove« Marü. Reserven . gezahlte Schäden . bisher 7 WUNo»e» Mark. Eivzel'llvfall-Verficheruaa mit und ohne Rückgewahr der Prämien. Steise-Berficheruvq, im weitesteu Umfange. Leereise-Verficherunci, ans Wunsch «H Einschluß des uberseerscheu Landaufenthaltes (Weltpolice). Haftpflicht*Versickeruua für Betriebsnuteruehmer, Hausbesitzer, Landwirte tu s. w. Perficherrrm vo« »apUalie« auf da» Leben von Arbeiter« resp. Personen aus den gering bemittelten Klaffen ter Bevölkerung zur Fürsorge für die Hinterbliebenen wie für daS eigene Alter. 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