KL7L tzbr l«i>t unb ' ' T"1 «* Mfefa 3? hung, die 11. x "fn’ h.n? -L-rtz •f.-eü.’S .AW ST&d)e’ben.' 'als die d°° n jnsizienen S'K-S 'S-k-'.S g ^n,e'ne>eAginpmn; ^a^/Äerein'gE ort der en. «ZL° M* 1 »|r“9 Zt-d«°- AiA® ^W" iuuö. g.2.1:1'1"i iw. ttlt 8^n ^on 2 X1 *« Äum' i lltl9ttl gehe mtn 6tü|. ■ Mßtuotnmt^ L k blt,et 14 M « tbraan. Tu «L 'L""t leit« «agönn “Ä™ Men bet Oft. lut der stolzen g*„-je “ etiteuen, (innen sich ju Mohammed - d:c >. Der Kinematograph Vollendung, wird unä en nächsten Tagen ün 'lvesen bezügliche, eine slchlsfe in voller Zahn 1 Lord aus dem Leben Für den Freund der Darstellungen hohen von größtem Interesse id unterhaltende Weise les damit Zusammen- shalb den Besuch dieser >ruppe des Deutschen ckgenllichste empfehlen, n heutiger Nummer zu » )ormittag wollte unter tels eines Nachens nach fahren. Der Nachen ipfers ersaßt und um* is Wasser aeschleu« ser konnte leider nicht Her ein Rettungsaürtei t war. Bis vom Lande er Mann unter einem ieder zum Vorschein, einen Zusammen ErweiterungMu der en süns Maurer in Höhmann, derartige Ber^ die anderen vier Wcluici e jedoch nicht als leben-- es. s gestern sechs Arbeiter r Arbeitsstätte bei W wollten, wurde chr Boot tianb geworsen und zum heute traf die Sroß- "us Lindau bmmend. ctm Semmeringgel^' angL Mt und Bergwerk UN’ Ater ö Bergleute sch«' .. . ^rbastete gestern t $t“ 0bo 000 zr°n-s b-9* Nr. «9 CMtc§ Blatt. 153. Jahrgang Montag 23. März 1903 • tS-Nch auBti Bonn tag* ttm Sieben et Hryetget ■xtbrn im ®fd)kl mche» UniDtr|.*Bud>- u.€iem- bruderei (thetld) Erden- Jtebaftion, *rpeöitu>e unb Trudeiet. Ech-lfteatze 7. ■birfle tüi tepeldiewi «■»etger «lebe*. £enutnrd)an1*lii6‘.Mt 61 GiehenerAnzeiger General-Anzeiger v Amts-und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen OeiiA»M«i»i menuihct 7b oirrtel* läbihd) DU t.20. vu.ctz vlbbole- il MrvcigfltQen iiionothd) 65 iil.. buirf) dieVott Alt 8.— Dienet» läbtl aublcfcl ve'iell^ Znnohme oon Anzeige* hn btt ■tageenuinmrr bi# ppcmillüg« 10 Ubc, tieUenptei# total a**ivdu# XU tilg, C • < a ■ l re • 1111 (fei 70« btn polu b. oQgem. teil v iü 11110 *0r ,Siabl unb Vanb* unb .Üieiid)i«laal* ( «tl v I a 1 o. tüi ben tlrv» teiiientetl C>an • Vecf. inerksain cumschen no Minen Erstellung sich deckenden Ausschußanttag äuge- und die Regierung har wohlivollcnde Erwägung HandelStaaeS, daß man in ReaierungSkreisen nid)it weniger von dem Wunsche nach langfristigen Handelsverträgen erfüllt sei, als bei den Vertretern des Handels, lieber den Termin für die Wahlen scheint man sich immer noch nicht schlüssin, da der R e i ch s t a g seine Verhandlungen länger hinauszieyt und schon wieder von Osterferien spricht. Im Reichstag dauert die ztveite Beratung des Etats fort Er hat die außerordentliche Forderung von P/> Mill. Mark als erste Rare des Kostenbeitrags des Reick-es für die Beteiligung Deutschlands an der Weltausstellung i n S t. L 0 u i s 1904 mit großer Mehrheit bewilligt, nachdem Graf PosadowSky zugesagt hatte, alles zu tun, um einen wirksamen Schutz des Urheberrechts der Aussteller im Bereiche des ftun|t>* und Buchhandels zu gewährleisten. Er- wähncnswert ist noch, daß am E t a t für die 0 st a s i a t i s ch e Expedition trotz deS Widerspruchs des Staatssekretärs 0. Richthofen drei Millionen gestrichen wurden. 3in Landtage hat uns.r Oberbürgermeister Mecum einen fdjänen Erfolg erzielt. B.kanntlicb geht eine von ihm an die Kummer gestellte Vorstellung dahin, daß die S ch a u f e n st e r an Sonn- und Festtagen offen gehalten werden möchten. Wir haben seinerzeit diese Eingabe int Interesse unserer Kaufleute lebhaft begrüßt. Run hat die Kammer am letzten Donnerstag den mit der Meder Räte bei den Prooinzialdirckiionen mit den Erhalten der in Betracht kommenden Üreisbeamten gleichgestellt wer« den sollen (Berichterstatter Tr. Entfleisch). Bemerkenswert war die Mitteilung, daß infolge des rechtzeitigen Vorgehens der Staatsbehörde gegen die Ausbreitung des ansteckenden Scheidekatarrhs unter dem Rindvieh die Seuche in Oberhessen im Erlöschen begriffen ist. Ein besonderes Verdienst hat fick) der Abg. Leun durch eine Anfrage wegen der Arbeitszeit des Rangierpersonals auf dem Gießener Bahnhof erworben und der Fi- nanzmmister Dr. Gnauth gab zu, daß die Verkehrsoerhaltnisse auf dem hiesigen Bahnl)os verbess.erungs- bedürftig seien; er habe Veranlassung genommen, die Aufmerksamkeit des preußischen Cistnl-ahnuiiuisteriums aus diese Tatsache hinzulenken, das hoffentlich nach den bisher bereits oorgekommenen fünf tödlichen Unfällen von Großenlindener Arbeitern für Abhilfe Sorge tragen wird. Ter Gesetzentwurf über die Ausführung des Reick-s- gesetzes, bett, die Schlachtvieh- und Fleischbeschau wurde nach erregter Debatte fast einstimmig an den Gcsetzgebungs - Ausschuß zurückverwiesen. Die Mitglieder des zweiten Ausschusses werden gemeinsam mit Sachverständigen Beratungen ab- halten. Die Fertigstellung des neuen Gesetzes kann nun natürlich erst nach dem 1. April erfolgen. Gegen ver- schiedene Bestimmungen haben die Metzgerinnungen des Großherzogtums bekanntlich Verwahrung eingelegt, so namentlich gegen die vorgesehene Art der Festsetzung der Fleischbeschaugebühren, dte nach der Vorlage von den Mett- gern getragen werden sollen, während diese die Ansicht vertteten, daß die Kosten der den Interessen der All- gemeilcheik dienenden Fleischbeschau auf die «taatskasse zu ubernchmen seien. Angenommen wurde debattelos eine Regierungsvorlage, die die Entmündigung wegen Verschwendung oder wegen Trunksucht erleichtert. Danach soll die Entmündigung für die Folge auch von dem Armenoerbande beantragt werden können, dem die Für- sorge für die zu Entmündigenden im Falle der HUssbedürs- tißfeit derselben obliegen würde. T-er Antrag auf Entmündigung bedarf, falls er von dem OrtSarmenverband einer Landgemeinde ausgeht, der Genehmigung des zuständigen Kreisamtes. Die Entschädigung unschul- big Verhafteter muß der Reichsaesetzgebung überlassen bleiben, und Hessen hat im Bundesrat bereits vor geraumer Zeit einen selbständigen Gesetzentwurf ein gebracht, der diese Materie reichsgesetzlich regelt. Ter Gesetz- gebungsausschuß des Bundesrats soll sich in aller Kürze mit ihm beschäftigen. Bekanullich ist die Frage der Entschädigung unschuldig Verhafteter seit Jahrzehnten wiederholt Gegenstand der Beratung im Reichstage gewesen, aber trotz aller nah. zu einmütigen Kundgebungen des Reichstages hat sich der Bundesrat noch nicht dazu verstanden, mit einer Gesetzesvorlage hervorzutreten. Des weitem gelangte ein Antrag der Abgg. Molt Han und Genosten zur Annahme der die Regierung auffordert, die neuerdings sich mehrenden Veranstaltungen trügerischer Ausverkäufe von Amtswegen zu verfolgen und zu bestrafen. Vekannllich überläßt das Gesetz wider den unlauteren Wettbewerb in der Regel hinsichtlich der Bekämpfung des Ausverkaufsunwesens die prozessuale Initiative den privaten Interessenlentoeisen. Diese hat feinen durchschlagenden Erfolg gehabt. Im Reichstage hat Graf Bulow das gute Ein- vernehmen und die friedlichen Beziehungen Deutsastands zu den übrigen Mähten hervorgehoben und die Gesichtspunkte dargelegt, von dcnen aus die deutsche Polittk zum Ausland betrieben wird. Aus feinen Erklärungen ergab sich, daß er hierbei weiter auf dem '^ege bleiben will, den ihm sein Meister Bismarck gewiesen hat. Dinge von entscheidend c Wichtigkeit haben sich im VMische Wochenschau. Der Kaiser stattete rn der vergangenen Woche dem König von Sachsen in Dresden einen kurzen Besuch ab, der einzelnen Blättern der sächsischen Hauptstadt Der- anlaffung iu Artikeln gab, auS denen eS herauSklang, wie wenn von dieser Begegnung die BundeStreue des sächsischen Staate- abhinge. Tie Presfe in Dresden scheint, wie auch die Bewohner deS schönen Elbflorenz immer noch in recht nervöser Stimmung zu fein. Freilich wird man nicyt leugnen können, daß der gewählte Zeitpunkt mit dem formellen Abschluß der traurigen Affäre am sächsischen Hose zusammenhängt und dies geht auch aus den Worten des Iaifetlid)€n TrinksvrucheS hervor, der den Satz enthielt: Der Wettiner Freud und Leid fei auch stets der Hohenzollern Freud und Leid. Damit fallen gewisse Gerüchte, wonach der Kaiser mit dem Vorgehen des sächfischen Hofes in Sack)en der Ehescheidung nicht immer einverstanden gewesen fei, in sich zusammen. Ueöerraschi heab> fichiigtcn Erfolg haben und die Volksstimmung in Sachsen be- ruhigen roirD? Man mag die Sck)uld an dem Skandal der früheren Kronprinzessin allein zusd^ieben: die nachttägl.che Bloßstellung der Mutter deS künftigen Königs von Sachsen, wie sie burdj den Passus von der „ungebäudigten Leidenschaft einet schon lange im stillen tief gefallenen Frau" geschieht, war außerordentlich fdjarf, und der ganze Erlaß bedeutet einen Vorgang, der ohne Beispiel in der G. sch ich le dasteht. Jedenfalls -eriiört er die Legeiide von dem individuellen FrecheiiSdrang einer sich als Noranatur fühlenden groß veranlagten Frau von souveräner Eigenart, tue um der allgemeinen Frauenrechte willen, die auch vor Königsthronen nickst Haltmachen können, weil sie die ersten Mensck)e„rechte bedeuten, ihr glanzvolle- Leben hinopfert. Luise von Tos- cana ijt keine 'Jlota, denn sie ging mit einem faden Gecken und Abenteurer, der kaum da- Jünglingsalter überschritten bat, auf und davon, trotz reifen Alters, trotz reichen Kindersegens. Sie hat keine unerträglichen Metten gebrochen, sie hat sich nickst aus eigener Kraft ein „neues erstes Gluck'" geschmiedet: der greise Sachsenkönig beweist ein anderes uns mit einem schlichten Erlag an fein Volk, das ihn „nie als unwahr erkannt hat", fflie schwer muß es dem hohen Herrn geworden sein, solche Worte an die Welt zu richten! Er hat mit ihnen das Weib gerickstet, das seines Sohnes Gattin, seiner Enkel Mutter war und als auserkoren galt zur Zierde eines Königsthrones. Was Harden im neuesten ^eft seiner „Zukunft" andeutet, scheint nur zu wahr zu sein. Der Erlaß hat die traurige Affäre wieder in den Mittelpunkt des Disputierens geruckt, und man dürfte sich nicht zu sehr wundern, wenn Prinzessin Luise ihre Drohung wahrrnack)te und nunmehr chrerseits mit „Eiithüllungen" Urne. Geschieht dies, was wir nicht wünschen wollen, so wurde dadurch die Stimmung im Lande natürliche noch weniger zur Ruhe kommen tonnen. Aufdeckungen von Seiten dcs fachfischen tzoess könnten nicht ausbleiben unb des Skandals Ende wäre nicht abzusehen. Wir dürfen es uns nicht verhehlen, daß die konfessio- ketten Gegen,atze, die zweifellos als eine Unterströmung mit in die Affäre der Prinzessin Luise hineinspielten, in unserem deutschen Vaterlande leider erneut zum offenen Ausbruch gekommen sind. Die geplante Aenderung des Jesuiten- gesetzes, irie Trierer Schulangelegenheit und der Minister- wechfel in Bayern Haven eine protestantische Bewegung heroorgerufen, und es ist wohl eine verkehrte Auffassung der Sachlage, wenn Graf Bülow durch die Rordd. Allg. Ztg-" vertunden läßt, „die Agitationsdeweg. ung gegen die Zulassung der Je,uiten erhalte einen eigen- tümlich künstlichen Eyarakter". Ist nicht schon die kurze Er- klärung der „Kvln.Vzlg." geeignet, dem, der sehen will, die Augen zu offnen? Das rheinisckst Zentrumsblatt spricht davon, daß es „eine Freude sei, endlich einmal ein kräftiges Wort von dieser Stelle gegen die gewissenlofe Hetzerei zu hören, noch besser als durch Worte tonne Gras Bütow ihr durch Taten ein Ende bereiten, die Erregung stelle nur den Versuch eines Haufens von Fanatikern dar, und man solle den Hetzern nicht rveiter Gelegenheit geben, mit Lügen unb Eel-a,s.gleit die Leute aufzuregen". Eine derartige Sprache bedar, weiter keines Kommentars; die gegenwärtige ■Situation ist nur zu klar und ein allgemeiner konfessioneller Kampf scheint leider unabnknbbar. Unb diese Befürchtungen werben nicht zum Schweigen gebracht du^l) die Worte, die der neue Erzbischof von Köln bei seiner feierlid)cn Inthronisierung über bas Verhältnis von Kaiser unb P ap st sprach. Erzbst'chof Fischer pries ben deutschen Kaiser unb zog in seinen Lnnkspruch „bie boppelte Majestät hinein, die imponierende Maje,iät unseres kaiserlichen Herrn und die hoheitsvolle Majeftät des heiligen Papstes. Beide wollen nicht getrennt sein:" Wer unternimmt des Craleto Deutung? Was ist der Sinn dieser Worte? Wer ist der sich unterordnende Tell, wenn die hier proklamierte volle Einigkeit zwischen Kaiser und Papst tatsächlich fick) vollzogen hat? Man rufe sich die oben girierten Aeutzer- ungen Der „Köln. Lolksztg." unb die jüngsten Ereignisse ins Gedächtnis! Ist nicht überhaupt zurzeit das ganze Interesse auf das Verhältnis zum Zentrum konzentriert? Wohin steuert der neue Kurs? Die gegenwärtige Lage erfcheint naturttch noch verschärft im Hinblick auf die kommenden Wahlen, zu denen bie Vorbereitungen einzelner Parteien ^in vielen Wahlkreisen bereits im vollen Gange sind. ^eDer ~ag bringt die Aufstellung neuer Staub.baturen, und der preußische Handelsminister hat sich offen und energisch gegen die hohen -2 ch u tzzo^l le ausgesprochen, auch die Handelswelt wieder zur regeren xetb nähme an den politischen Lreignis,en ausgefordert. Weiter betonte dieser Minister auf dem Bankett deS Deutfchen der von unserem Lbetbürgermeister gembenen Anregung zugesagt. Mit Recht wurde in der Debatte darauf aufgemacht, daß immentlid) an der preußischen Grenze liegende Städte wie unser Gießen durch den Schau- fensterverhang am meisten geschädigt werden. Eine Störung der Sonillagsruhe braucht durch die Osfenhaltung der Ladenauslagen keineswegs eiiizutteten. Zu begrüßen ist auch die debattetose Aniiahrne der Ükegierungsvotlage, betr. bie Besoldung der Räte bei de n Prooinzial-Di- r e f t i 0 n e n, nach welcher die bisher geringeren Gehalte AuSlande selbst nickst abgespielt. In der Veneiuela- frage ist bemerkenswert, daß der vcnezolanisdst Ge- fd)äflelräger in Washington eiligst nach Eaiacas reifte mit einem Schreiben Boweirs, in welchem dieser den Präsidenten Castro aufsordert, eine private Erledigung der Streitfragen abzullhiien unb auf der Verhandlung vor dem Haager Tribunal zu besteben. Der eiiglische Botschafter Herbert Hal die Rote Bowens, in welcher dieser wegen der Gerüchte über Umgehung des Haager Tribunals anfragte und auf Fertigstellung der auf dasselbe bezüglichen Protokolle drängte, beantwortet, indem er erklärt, daß Eile unnötig sei, da das Tribunal erst im Herbst zufammenlreten tonne. In Marokko steht das Ende deS schon wiederhott totgefagicnj Prätendenten Bu Ham ar a nod) aus; im Gegenteil heißt es neuerdings, Bu Haiuara verfüge wieder über ganz bedeutend^ Streitkräfte, vor denen die Sultanstruppen e »ligst zurückgehen mußten. AIS dieser Tage der deutsche Gesandte nack Tetuan reifen wollte, wurde er gebeten, die Reiseabsicht wegen der Unsicherheit der Wege zu vertagen. Tatsächlich haben sich die Benider stabilen bei Tetuan von Neuem erhoben, plündern und tauben uad) allen Richtungen unb wollen den Mulleih Muhamed als Sultan anerkennen. Eine Depesche aus Ceuta vom 21. d. M. meldet: Die Kubisten vom Stamme der Benider griffen die vom Vertreter der deutschen Firma Bourgeaud u. Eo. geleitete Expedition an und be mächtigten ficf; des Viehs, einiger Waren und einer Summe von 500 Piastent. Die Reisende n, darunter ein Spanier, wurden von den Kaoylen niedergeschlagen; es gelang den Reisenden indes, Tetuan zu erreichen. Der Gouverneur von Tetuan sandte einen Vertreter aus, um die Rückerstattung deS geraubten Guts zu erwirken. Die Kabylen verweiger- ten diese jedoch, indem sie sagten, sie erkennten den Sultan von Marokko nicht an. — Obwohl in Fez und Umgebung scheinbar Ruhe herrscht, glaubt man, die Taktik Buhamaras bestehe jetzt bann, die Kräfte und das Ansehen des Sultans allmäblid) zu vernichten. Die Freunde des Sultans versichern Dagegen, Buhamara suche über die Grenze von Algier zu entkommen. Nach Meldungen aus Madrid haben bie Führer der religiösen Vereine von fZez den Aufruhr gegen den Sultan unterstützt und Aufrufe an die noch neutralen Berberstämme gerichtet, ivorin diese ausgefordert werden, die Sadje des Prätendenten^ fördern zu h.lfen. In dem Ausruf wirb die Entfernung deS zetzigen Sultans gefordert, da dieser nur ein Werkzeug des „englischen Teufels" fei. Auck) in Macedonien lodert die Kriegsfackel. Neuerdings hat eine Bande von 50 Mann den Bcrbindungswea von Dorian nach Saloniki unterbrochen. Die Post und die begleitenden Gendarinen sowie die Reisenden mußten umkehren und in dem Stationsgebäude Unterkunft und Schutz suchen. An der thessalischen Grenze ist von griechischen Jägern ein dem bulgarischen Exekutiv-Üwmitee angehöriger bulgarisck-er Offizier verhaftet worden, der mit mehreren angeworbenen Genossen über die griechische Grenze in Macedonien einfallen wollte. In England wurde Chamberlain, der allgewaltige Kolonialmiiiister, bei seiner Rückkehr aus dem neueroberten Land in Südafrika mit Enthusiasmus begrüßt. Zwei oppositionelle Wahlsiege, die allgemein überraichten, mögen ihm einige WermutStropfen in den Freudenkelch gemischt haben, aber dennoch darf der schlaue, energievolle Staatsmann von sich behaupten, daß feine Politik noch auf lange Zeit hinaus stark genug ist, derartige Enttäuschungen unerschüttert zu ertragen: wie die Regierung die Heeres- und Ma- nnevorlage durchgesctzt hat trotz aller Befehdung, so sind ihr auch die Kredite für Südafrika vom Parlamente in vollem Umfange bewilligt, beides starke Erfolge der Polllik, als deren Seele Chamberlain zu galten hat. Preußisches Abgeordnetenhaus. 50. Sfüung vom 21. März. Die Beratung beSStatS der Zentralgenossen- sHaftSkasse. Abg. v. Brockhausen (fonf.) bespricht die Gefchästsgebahrung der ZentralgenossenschastSkaffe.— Minister v. Rheinbaben erwidert, das Wachsen der Geschäfte der Kasse zeige, wie nötig ihre Gründung gewesen fei. Irgend eine unberechtigte Einwirkung aus das Genossenschaftswesen sei mit der Zentralgenosfenschaftskasse nicht beabsichtigt; im Gegenteil, bie Regierung werde der Entwickelung deS Ge- nofsenschaftSwefens vollständig freie Bahn tonen. — Abg. Dr. Krüger (fr. Bg.) betont feine grundsätzliche Ablehnung der Staatsbeihilfen für daS Genossenschaftswesen und übt Kritik am landwirtschaftlichen Genossenschaftswesen. Präsident Tr. Heiligen stabt geht auf bie GeschäftSgebahmng der Zentralgenosf'enschaftSkanc em und erklärt, dieselbe betrachte es als ihre Pflicht, gefährdete Erii'lenzen zu retten. (Beifall.) Abg. Ring (frf.) polemisiert heftig gegen Dr. Crüger und erinnert an bie Borgänge bei der GeiiosfenschaftSbank vorm. Soergel, Parristus & Co. Als Redner, ben Dr. Crüger einen .DenunziationSral^ nennt, erhält er einen Lrd nungsruf. Abg. Dr. Crüger (fr. Bp.) weist persönliche Angriffe Rings zurück. Abg. Ring (k.) hält seinen Vorwurf auftechi, daß Crüger dem landwirtschaftlichen Genossenschaftswesen feindlich gegenüberstehe, was Dr. Crüger in einer persönlichen Bemerkung bestreitet. AlSdann wird der Etat bewilligt, ebenso der Etat der allgemeinen Finanz- oerwaltung unb bas Etatsgesetz mit bem von allen Parteien gestellten Einträge nber provisorische Genehmigung deS Etats, falls dieser nicht rechtzeitig fertiggestellt wird. Auch das Gesetz über die Ergänzung der Einnahmen pro 1903 wird ohne Debatte genehmigt._____________________________ Britische Tagesschau. Ter Kaiser unb das Wahlgeheimnis. Die Londoner „Daily News- erzählen ihren Lesern, e8 fei der Kaiser, der bei den Reichstagswahlen die Wahrung deS Wahlgeheimnisses mehr gesichert zu sehen wünsche. Der Kaiser glaube, daß der Arbeiter durch die sozialpolitische Agitation gezwungen werde, für Bebel und sein Gefolge zu stimmen. „Man befreie den Arbeiter, und er werde sofort für die Unternehmer und Grundbesitzer stimmen, wie ihm dies fern natürlicher Instinkt oorschreibt.- Der Kaiser werde durch einen einfachen und lehrreichen Vorfall in dieser Ansicht bestärkt. Als er eines Tages durch die Straßen einer Stadt fuhr, m der gerade zu derselben Stunde sozialistische Versammlungen abgehalten wtirden, verließen die Sozialisten diese Versammlungen, um den Kaiser zu begrüßen. Zu Hunderten hatten sie sich versammelt, und statt in düsterem Schweigen auf den Kaiser zu sehen, lüfteten sie ihre Hüte wie alle anderen Leute. Daraus schließe der Kaiser, daß der Teufel nicht so schwarz ist, wie man ihn gemalt hat, und daß der Reichstag ganz anders ausschcn werde als heute, wenn man den armen Arbeitern Gelegenheit bietet, ihrem eigenen Antriebe zu folgen. Und ein solcher Reformvorschlag stoße nicht etwa bei den finsteren demagogischen Agitatoren, sondern bei der konservativen Partei auf Widerstand I Die Geschichte ist ja sehr hübsch, aber wir muffen doch 6en „Daily News- die Verantwortung dafür überlassen. Bon bajuvarischer Preßpolemik gibt die folgende Auslassung eines bayerischen Blattes über eine politische Versammlung in München eine anmutige Probe: „Die Läuse, die das Ministerium Crailsheim-Feilitzsch in den bayerischen Pelz gesetzt hat, fangen an, mit unerhörter Un° versrorenheit ihrem Uebermut die Zügel schießen zu lassen. Und nun ausgepaßt, ihr bisher liberalen M ü n ch e n c r Trottel.! In der liberalen Radauoersammlung vom vorigen Montag ver° stieg sich der Französlmg Graf Du Moulm Eckart zu dem Grade der Ungebühr, daß er das Denkmal unseres unsterblichen Glaubensund Krieashelden Tilly in der Feldherrnhalle für eine Schmach erklärte. Unter demBeisallsgebrüUe einer aus Preußen, Bettelpreußen und sonstigem minderwertigen Volke bestehenden Herde von „nationalen" Reichsbüffeln erkühnte sich ein stall- deutscher Hetzapostel französischer Abstammung, das Andenken des kaiserlichen und zugleich kurbayenschen Feldmarschalls Tilly, des zweifellos größten Generals, der je eine bayerische Armee kommandierte, in unerhörter Weise zu beschimpfen. - Gefellschaft für Soziale Reform. Unter dem Vorsitz des Staatsmirusters a. D. l^cellenz Frhr. v. B e r l e p^s ch fand, wie man uns schreibt, am 21.März zu Berlin eine Sitzung des Ausschusses der Gesellschaft für Soziale Reform statt. Zunächst wurde die vom Vorstande vorgelegte Resolution über den Zehnstundentag der Fabrikarbeiterinnen besprochen. Von einer Erörterung wurde mit Rücksicht darauf, daß diese Frage auf der Generalversamm- Inna in Köln am 21./22. September 1902 eingehend behandelt worden ist und daß im Reichstage die gleiche Forderung von verschiedenen Parteien erhoben worden ist, Abstand genommen. Indessen beschloß man einstimmig, nachstehende Resolution anzunehmen: „Der Ausschuß erklärt die Herabsetzung der für Frauen gesetzlich zulässigen Arbeitszeit von 11 auf 10 Stunden für unerläßlich, und mit Rücksicht auf die Erhebungen des In- und Auslandes, sowie auf den jetzigen Stand der Arbeitszeit in Deutschland für alsbald ausführbar. Er behält sich im übrigen den definitiven Beschluß einer Resolution bis nach Eingang der von der Reichsregierung über die Verkürzung der Arbeitszett der Frauen erforderten Berichte der Gewerbeaufsichtsbeamten vor, um sich dann auch über die Fragen der Ueberarbeit, des früheren Arbeitsschlusses an den Vorabenden der Sonn- und Festtage, der Bemessung der Pausen, des besonderen Schutzes der Wöchnerinnen und der Gewährung einer Uebcrgangssrist auszusprechen. _ Bezüglich der Ausdehnung des Schutzalters der ju- aendlichen Arbettcr vom 16. aus das 18. Lebensjahr, behält sich der Ausschuß eine Beschlußfassung bis nach Beendigung noch erforderlicher Vorarbeiten vor." Dre Arbeiterkonsumvcreine bildeten den zweiten Punkt der Tagesordnung. Die hierüber von Dr. N. Riehn und Arbeitcrsekretär Giesbcrts erstatteten Referate werden demnächst als Heft 9 der „Schriften" der Gesellschaft erscheinen. 'Rach einer lebhaften Debatte über dieses Thema wurde folgende Resolution angenommen: „Es ist das unbestreitbare Recht der Arbeiter, vermittelst der durch die Gesetzgebung ihnen ermöglichten genossenschaftlichen Selbsthilfe ihre wirtschaftliche und soziale Lage zu verbessern. Durch die Errichtung von Konsumvereinen fördern sie eine der fortschreitenden Wirtschafts- und Verkchrsenttvickelung entsprechende, zweckmäßigere Art der Warenvermck.lnna, die beträchtliche materielle Vorteile bietet, in erheblichem Maste erzieherisch aus die Arbeiter wirkt und im Zmeresse der wirtschaftlich schwächsten Käufer ein heilsames Gegengewicht gegen die Kartelle der Unternehmer bildet. Zn diesem Sinne sind die Arbeiterkonsumvereine ein nützliches Glied in der organischen Entwickelung unseres Wirtschaftslebens, ein wirksames Mittel zur wirtschaftlichen und geistigen Hebung des Arbeiterstandes und eine kräftige Stütze für die auswärts strebende Arbeiterbewegung. Deshalb sirrd die Hindernisse und Anfeindungen, welche die Arbeiter- konsumvereine int Gegensatz zu den genossenschaftlichen Organisationen anderer Stände verschiedentlich erfahren, aufs lebhafteste zu beklagen, namentlich wenn sie sich in Maßregeln der Gesetzgebung uni) Verwaltung äußern. Cs erscheint dringend geboten, daß eine sachliche Beurteilung der volkswirtfchasllichen uird sozialen Wirkungen der Arbetterkonsumvereine an Stelle der bestehenden ungerechten Vorurteile tritt." Ferner wurde beschossen, die Frage der Arbeiterkammern eingehend zn untersuchen und zu den Beratungen des permanenten Komitees der Internationalen Vereinigung für gesetzlichen Arbeiterschutz über Frauennachtarbeit, PhoSphor- verbot und Bleifarben Delegierte zu entsenden. Die Ablehnung, bezw. Abschaffung kommunaler Diersteuern ist erfreulicherweise in verschiedenen Orlen, und zwar au5 Billigkeilsgründen, weniger, weil man sich keinen Erfolg davon versprach, erfolgt. So hat der Gemeinderal von Hamm i. W. die Ablehnung einer angeregten Bicrsteuer wie folgt begründet: „Die bei anderen Stadtverwaltungen eingezogen en Erkundigungen haben ergeben, daß die Biersleuer erst in sehr wenigen Städten zur Einführung gelangt ist; in einigen Städten, wo sie zur Einführung gelangte, wurde sie schon nach Verlauf einiger Jahre abgeschafft, in anderen Städten wurde sie zu wiederholten Rialen beantragt, aber von der Stadtverordneten - Versammlung stets abgelehnt, überall, wo sie eingeführt ist, wird sie nicht von den Konsumenten getragen, trotzdem ist die Biersleuer anscheinend höchst unpopulär. Ter Magistrat konnte sich hiernach nicht entschließen, den Stadtverordneten eine Biersleuer-Vorlage zu unterbreiten.' — In Castrop (Wests.) erfolgte die Ablehnung seitens der Stadtverordneten mit der Begründung, daß die Steuer „einen Stand treffen würde, der sowieso nicht aus Rosen gebettet sei-. — Die Gemeinde Kaan-Manenborn (Rheinproomz) hat ihre Kommunal-Biersteuer wieder abgeschafft, weil, wie es in dem Beschluß heißt, „diese eine ungerechte Doppelbesteuerung eines einzelnen Gewerbes bedeute und das Braugewerbe ohnehin durch die im neuen Zolltarif vorgesehene wesentliche Erhöhung des Zolles auf Gerste aufs neue nicht unbedeutend belastet würde". — Endlich hat in Fürth die Anregung zur Erhöhung des Lokalmalzaufrschlags in einer der letzten Sitzungen des Gemeindekollegiums keinerlei Gegenliebe gefunden. ie Neuwahlen zum Reichstage, die im herannahenden zweiten viertel dieser Jahres stattfinden und für die weitere Entwickelung unserer reichspolitischen und wirtschaftlichen Verhältnisse von entscheidender Bedeutung sein werden, machen es jedem Manne zur Pflicht, aus der Teilnahmlosigleit, die leider immer weitere «reise unseres voller befällt, hervorzutreten und sich zu orientieren sowie auf dem Laufenden zu erhalten über alle die Gesichtrpuntte, die bei den Wahlen ins Auge zu fasien sind, sollen diese in Wahrheit zum Wohle unsere; grohen deutschen Vaterländer beitragen. Var beste und einzig sichere Mittel zu solcher Information ist dar Lesen einer gut, schnell, zuverlässig und objektiv berichtenden, sorgfältig zusammengestellten Tageszeitung, wie sie für öas Gebiet der Provinz Gberhesserr und der benachbarten preußischen Ureise der Gießener Anzeiger, dar größte politische, zur Zeit der Parlaments- tagungen in der Stadt Sieben zweimal täglich erscheinende ©tgan in den genannten vezirlen, darstellt. 3n ve-ug auf Schnelligleit der Berichterstattung und hinsichtlich feiner Reichhaltigleit, m t den Blättern der Srotzstädte foniurrierenö, bietet der Siebener Anzeiger fortgesetzt ein getreues Spiegelbild des politischen, wirtschaftlichen und sozialen Lebens, unterrichtet über alle be- ntertensroerten Vorgänge auf dem Gebiete der Wissenschaft und rinnst und darf sich rühmen, mit seinen Nachrichten „Ans Stadt und Land" in seinem wetten verbreilungsbezirl unerreicht dazustehen. , 3e frühzeitiger die Bestellungen erfolgen, desto gröber ist die Garantie, die für rechtzeitige und pllnltiiche Lieferung geleistet werden tann. wir bitten deshalb, die Erneuerung der Abonnements, resp. Neubestellungen auf den (Siebener Anzeiger alsbald bei der nächsten Postanstalt, bei den Nricsirägern oder in unserer Ex. pcdition bewirten zu wollen. Die Seitungsträger und Zweigstellen liefern den (Siebener Anzeiger weiter, falls keine Abbestellung erfolgt Anzeigen jeder Art finden, schon wegen der groben Verbreitung des Siebener Anzeigers, unter dem lauslräftigen Publikum ganz Gberhesienr die denkbar weiteste und ersolgreichfte Wirkung. Luise von Toscana. Der „Fränk. Kurier- bringt einen offenbar von offiziöser Seite aus Dresden lancierten Artikel, der sich mit dem Er- laß des Königs Georg von Sachsen beschäftigt. Der Erlaß bezeichnet haarscharf die Grenzen der Spannung zwischen König Georg und dem sächsischen Thronfolger. Die scharfen, gegen die Prinzessin Luise von Toskana gerichteten Ausdrücke in dem Erlaß sind, wie man am toskanischen Hofe annimmt, erst im letzten Augenblick eingefügt worden, und zwar erst in dem Zeitpunkt, als es fest- stand, daß Kaiser Wilhelm II. zmy Besuch des Königs vor dessen Abreise nach Italien in Dresden erscheinen werde. Unter der Begeisterung deS Kaiserempfangs in Dresden erfolgte der Erlaß König Georgs als Antwort für den Kronprinz von Sachsen, auf dessen Initiative mit die Veröffentlichung der UrtcilSgrünbe der Ehescheidung deS Kronprinzen- paares unterblieben ist. Ter Erlaß sollte die Antwort für die Prinzessin und das Haus Toskana sein, welche immer noch an das Herz des Kronprinzen und ihrer Familie appellierten und einer in Sachsen zunehmenden Fraucnbeweg- ung zu ©unnen einer Aussöhnung die Spitze abbrechen. Der offiziöse Artikel betont ferner, am Dresdener Hofe könne von der Herrschaft einer Iesuitenpartei keine Rede sein. Die Gefühle König Georgs allein und ausschließlich seien bei allen Bestimmungen gegen die Prinzessin Luise von ToSkana maßgebend gewesen; diese Gefühle haben im Verlaufe der Entwickelung keine Milderung erfahren — im Gegenteil. WaS in dem Erlaß ausgedrückt ist, findet sich aber auch in den Bestimmungen, die der König für den Fall seines TodeS getroffen hat. Es ist mit kurzen Worten dem Kronprinzen, wenn er den Thron deS Königreichs Sachsen besteigen will, jede Möglichkeit genommen, anders zu handeln als sein Vater bestimmt und das Land, das Volk durch den Erlaß erfahren hat. Aus den scharfen Worten in dem Erlaß und dem Satze „schon lange im Stillen gefallenen Frau- fei ersichtlich, daß man am Hofe zu Dresden „kein so außerordentliches Gewicht daraus legt, daS zu erwartende Kind der Prinzeffin ausgeliefert zu erhalten-, um welches sich sehr wahrscheinlich ein Streit um den Personalstand erheben wird. Prinzessin Luise, welche durch den Erlaß, von dem sie sofort Kenntnis erhielt, aufs Tiefste erschüttert und erregt wurde, bestreitet auf das Entschiedenste und wird nach Beratung mit ihrer Familie und den Anwälten in irgend einer Forni es öffentlich kundgeben, daß durch die Worte König Georgs in dem Erlaß: „Die ungebänbigte Leidenschaft einer schon lange im Stillen tief gefallenen Frau- Anderes als die Eheirrung mit Giron, die zugegeben wird, gemeint sein könne; die Prinzessin bestreitet entschieden, daß neue Momente gefunden worden seien. Auch die Familie der Prinzessin ist durch den Erlaß tief gebeugt, da er in dieser Form unerhofft kam. Tie Veröffentlichung m der Zeit, in der König Georg einen Besuch in Wien beabsichtige, zeige, daß auch Kaiser Franz Josef die gleiche Auffassung der Lage habe. Heer und Flotte. — Das 3. Garde-Regiment z. F. in Berlin begeht, wie man uns schreibt, am 1. April sein 25jähriges Garnison-Jubiläum. Am 1. April 1878 verließ eS morgens halb 7 Uhr seine alte Garnison Hannover. 4 Uhr nachmittags traf es in Berlin ein, begrüßt vom nachmaligen Kaiser Friedrich, dem jetzigen Kaiser, dem Prinzen Heinrich und den direkten Vorgesetzten. Kaiser Wilhelm L ließ die Bataillone am historischen Eckfenster Dorbeibefilieren. Dieses Jubiläum begehen die „Ehemaligen- am 1. April im „Deutschen Hof' zu Berlin durch einen „General-Appell- und fordern alle ehemalige Kameraden des Regiments auf, sich an diesem Kommers zu beteiligen unb sich beim Vorsitzenbcn des Vereins ehemaliger Äamerabcn bes 3. Garde-Regiments z. F., dem Fabrikbesitzer Kühn, Gitschinerstraße 79. anzumelden. Allgemeiner Aertcht Über die städtische Aer- wultung un Jayre 1901/02. Die Stadtverordneten-Versammlung hat — mit Unterbrechung von Mitte August bis Mitte September — in 22 Sitzungen 725 Gegenstände verhandelt, gegenüber 27 Sitzungen und 591 Gegenständen im Vorjahr. Der stärkste Besuch einer Sitzung bestand aus dem Bürgermeister, 3 Beigeordneten und 29 Stadtverordneten, der schwächste uns dem Bürgermeister, 2 Beigeordneten und 17 Stadtverordneten. 3in Durchschnitt haben an jeder Sitzung 20 Stadtverordnete und jeder Stadtverordnete an 16 Sitzungen teil* genommen. Die Deputationen und Kommissionen der Stadtverordneten-Versammlung waren während des Berichtsjahres beschäftigt wie folgt: die Bau d e p u t a t i o n, Kommission für das Feuerlöschwesen und Friedhoss-Kom- mission: in 26 Sitzungen mit 598 Gegenständen; die Finanzdeputation in 16 Sitzungen mit 94 Gegenständen; die Deputation für das Gas- und Wasserwerk und für das Elektrizitätswerk in 14 Sitzungen mit 84 Gegenständen; die Juristische Kommission in 4 Sitzungen mit 32 Gegenständen; die Schlachthaus- Kommissiyn in einer Sitzung mit 7 Gegenständen; die Landwirtschaftliche Kommission in 8Sitzungen mit 33 Gegenständen; die Schuldepntation in 5 Sitzungen mit 26 Gegenständen; die Deputation für den Arbeits-Nachweis in keiner Sitzung; die Sozialpolitische Kommission in einer Sitzung mit 3Gegenständen : die Deputation für die Märkte in 4 Sitzungen mit 10 Gegenständen; die Pferde markt-Kom- mission in 2 Sitzungen; die Deputation für das Einquartierungswesen in keiner Sitzung; die Kommission zur Prüfung der Gesuche um Erlaubnis zum Wirt- s ch a f t s b e t r i e b und zum Ausschank und Kleinhandel mit Branntwein in 11 Sitzungen mit 54 Gegenständen; die Deputation zur Unterzeichnung von Urkunden, die Verschluß-Kommission und die Kommission für Beschaffung von Brennmaterialien in keiner Sitzung; die Vorschlags-Kommission in 3 Sitzungen mit 11 Gegenständen; die Armendeputation in 21 Sitzungen mit 1300 Gegenständen; der Schulvorstand in 7 Sitzungen mit 46 Gegenständen; das Kuratorium der höheren und erweiterten Mädchenschule in 7 Sitzungen mit 19 Gegenständen. Beim Gew erbegcricht waren im Kalenderjahr 1901 anhängig 211 Klagen gegen 178 in 1900 und 136 in 1899. Es sind 76 Proz. aller Klagen (in 1900 77 Proz. und in 1899 70 Proz.) ohne Heranziehung von Beisitzern und vielfach mit Vergleich durch den Vorsitzenden allein erledigt worden. In allen Sachen wurden zusammen 264 Termine abgchalten. Die Leitung des ArbeitSnachwei ses liegt in den Händen einer städtischen Deputation. Der Verkehr, verglichen mit dem gleichen Zeitraum des Vorjahres, in 1901/02 gestaltete sich wie folgt: Arbeitsstellen: Gewerbliche Andere Dienstboten Zusammen: Arbeiter: Arbeiter: u. bergt: Oemelbct: 106 (128) 91 (236) 94 (71) 291 (435) Gesucht: 121 (140) 187 (186) 58 (42) 366 (368) Vermittelt: 19 ( 25) 41 ( 50) 16 ( 5) 76 ( 80) 700 zugereiste Arbeitsuchende der verschiedensten Berufsarten mutzten mangels Nachfrage seitens der Arbeitgeber abgewiesen werden. Unterrichtsanstalten. Die Vorschule des Gymnasiums befruchten in drei Klassen: im Sommer 1901 125 Schüler gegen 123 im Vorjahre, im Winter 1901/02 123 Schüler gegen 132 im Vorjahre. Infolge des starken Besuches ist in diesem Jahre fein Zuschuß der Stadt nötig geworden, sondern es hat sich ein Ueberschuß von 44.35 Mk. ergeben. Tas Realgymnasium besuchten in 9 Klassen: im Sommer 1901 300 Schüler gegen 247 im Vorjahre, im Winter 1901/02 241 Schüler gegen 235 im Vorjahre. Die Realschülern 9 Klassen, von welchen 2 geteilt waren, un Gommer 1901 316 ©djiiler gegen 319 un Vor- lni 01 'hren j^ufk sich W ?'9 fütTauH ihmil f^ nVal1 des k- e,t Qenomtn l9tC’^ und das fl °udeq Latze irf. !chachy 4rU ttr4g *Sv- nl b' “P. "'« Soment, „ E° d« 's, Mes Regimenls auf, sich 6 sich beim Vorsitzenden 1 des 3. Garde-Aegi- hn, Gitschinechmfee 79. ne Mischr ?«• ! 191)1/02. nlimg hot - mit Unter« Mitte September - in erhandelt, gegenüber 27 im Vorjahr. Der stärkste em Argermeisier, 3 Seiten, der fdjtn# ans ■n und 17 Stabiöerjrb- ieber Sitzung 20 Stahl* te an 16 Sitzungen teil* tef- 236) Immissionen der aten wahrend des LieDandepntarion. sen uni) Triedhoss-nm« i Gegenständen', bie Ji* gen mit 24 Gegenständen; inb in 14 Sitzungen mit m e Zommisslon m 4 die Schlachthaus' mit 7 Gegenständen, die Mission in 8SM" deputation m b Sch^ Deputation für den mserdemarkt.L.^' E“Ä’»S ysse? M ®e6eÄen, t« ZWB; u. h«'9; 291 (4® ^>‘3 j^re, ün Sinter 1901/02 315 Schü5cr gegen 310 im Bor- * r$te Vorschule beider Anstalten in 3 Blaffen: ün Sommer 1901 126 Schüler gegen 127 im Vorjahre, im Winter 1901/02 121 Schüler gegen 134 im Vorjahre, insgesamt sonach: im Sommer 1901 702 Schüler gegen 693 ün Vorjahre, im Winter 1901/02 677 Schüler gegen 679 ün Vorjahre. Tie vereinigten Anstalten haben im Berichtsjahre — — neben einem Stacus^uschuß von 32 847.48 ML — für bie Hälfte der aus der Schulgeldeinnahme nicht gedeckten persönlichen Ausgaben, sowie für die sachlichen Kosten einen Zuschuß auS der Stadlkasse beansprucht von 39 605.11 Mk., sonach von 57.40 Mk. für den Schüler (ohne bie Verzinsuna unb Abschreibung an ben Baukapitulien, unb von 105 ML einschließlich bes Staats-uschusscS. Weitere 6360.96 Mk. wurden für bauliche Unterhaltung des Schulbauses unb sonstige Ausgaben von ber Ltab.ka,se aufgewenoet. Xie höhere Mäbchenschu le besuchten in zehn Blassen, einschließlich ber brei Vo.schuillass.n. im Sommer 1901 345 Schülerinnen gegen 330 im Vochahr, im Winter 1901/2 338 Schülerinnen gegen 325 im Vorjahr; bie erweiterte Volksschule für Mädchen in 8 Blassen, einschließlich ber brei Vorschulklassen: im Sommer 1901 229Mäklerinnen gegen 222 im Vorjahr, im Winter 1901/02 230 Schülerinnen gegen 221 im Vo.jahc; insgesamt sonach: im Sommer 1901 >74 Schülerinnen gegen 5j2 im Dorjabr, im Winter 1901/02 568 Spulerinnen gegen 546 im Vorjahr. Der Zuschuß aus ber Stadlkasse zu den Mo ft en ber höheren unb erweiterten MLbä-enschule beträgt im Berichtsjahre 30014.35 Mk., sonach 52.56 Mk. für eine Schülerin (ohne bie Verzinsung und Abschreibung ber Baukapitollen). Xie Stabtknabenschn le besuchten in acht Blaffen, von welchen fünf in je zwei, zwei in je brei unb eine in vier Abteilungen unterrichtet wurden, im Sommer 1901 951 Knaben gegen 900 im Vorjahre, ün Winter 1901/02 940 Knaben gegen 895 im Vorjahr. Die Stadtmädchenschu le besuchten in 8Blaffen, von welchen zwei in je zwei, fünf in je drei unb eine in vier Abteilungen unterrichtet wurden, im Sommer 1901 1093 Mädchen, gegen 1056 im Vorjahr, im Winter 1901/02 1087 Mädchen gegen 1065 im Vorjahre. Vier Muaben unb acht Mädchen, welche aeiftig zurückgeblieben ober schwachsinnig waren, würben besonders unterrichtet. Für 26 Stotterer und 58 Stammler war ein befonberer Sprachunterricht eingerichtet, welcher von Lehrer Äling in 66 Stunden erteilt wurde. Von den ersteren konnten ad>t als geheilt, die übrigen als wesentlich gebessert, von den Stammlern 44 als geh.il! unb 14 als wesentlich gebessert bezeichnet werben. Knaben- unb MäbHenhort. Der Knabenhort war durchschnittlich von 52 Knaben, ber Mädä-enhort von durchschnittlich 37 Mädchen besucht. Xie persönlichen Kosten beider Horte mit 2295.58 Mk. würben aus ber Stadttasse bestritten, während eine Zuwendung von 600 Mk. aus ber Wilsonstiftung und die Erhebung eines wöä-entlichen Beitrags von 20 Psg. für jedes Kind es ermögliä-ten, neben ber Bestreitung der sack>lichcn Moften den Mindern nachmittags je V* wer Milch unb ein Brötchen zu verabreichen. Gewährung warmen Frühstücks an arme Schulkinder. Zn ähnlicher Weise wie bet dem ftnaben- unö Madchenhort wurden die Zinsen aus ber Konrad Koch- Stiftung mit 350 Mk., ein Teck beS Ertrags zioeier Wohl- tütigkei.skonzerte bes Kronbauerschen Quartettoereins ün Betrage von 649.17 Mk., eine Gabe deS Herrn E. W B Femie 200 Mk, bie Gaben zweier Ungenannten mit 55 Mk unb bie Ueberschüsse verschiedener Veranstaltungen bcS Vereins Contentta unb bes Gastwirtvereins mit 118.50 Mk zur Gewährung warmen Frühstücks an arme Schulkinder verwendet. Mit dieser Wohltat konnten im Winter 266 Linder bedacht werden. Armenpflege. Der Zuschuß der Stadt zur Ärmeru taffe betrug 38 513.65 Mk gegen 43440.51 Mk un Vorjahr. Die Aufgaben bcs StadterweiterunasfondS wurden gefördert durch ben kirroerb 1. eines Grundstücks der Georg Wittich Erben auf dem Hamm, 2. einer Hosraite nebst angrenzendem Garten ber Xr. Ploch Erben zwischen Asterweg unb Korbanlage, 3. einer Hosraitt beS Julius Joel zu Weilburg am Asterweg. Tie von ber Baudeputation aufgcflcllle Wertschätzung bes gesamten Grunbvermögens des Fonds nach dem Stand vom 1. April 1902 schließt ab mit 629 801.50 Mk, wozu an ausstch nden Maufgelbcm unb Kassevorrat hinzu treten 128 695.54 Wit, zusammen 758497.04 Mark Tiefem Vermögen stehen an Schulden gegenüber 594 171.43 Mk, sodaß für ben Fonds als reines Vermögen verbleiben 164 325.61 Mk, gegenüber im Vorjahr 160041.44 Mark Elektrizitätsw erk Xie gesamten Kosten deS Werkes einschließlich derjenigen bes Erwerbs ber Neumüh.e und des weiter erforderlichen Geländes betragen rund 884 300 Mk ycrmifdjtrs. • Die Auffindung von AttilaS Sarg in Steter- mark schien uns von vornherein zweifelhaft. Jetzt stellt sich heraus, daß man es lediglich mit einer Sensationsmeldung zu tun hatte. Das Grazer Volksblatt bezeichnet alle Gerüchte als falsch. Eine Kommission könne nicht einmal den Bauer ausfindig machen, auf dessen Grundstück das Grab entdeckt worden sein sollte, und Professor HörneS (Wien) erhärt im bärtigen Fremdenblatt: Tas Landvolk jener Gegend suche seit Jahrhunderten nach Attilas Grab. Auf keinem der vielen Hunnen- und Avarengräder hatte man Inschriften gefunden, auch seien Attila und seine Umgebung der Schrift unkundig gewesen. Falls überhaupt eine Inschrift auf Attilas Sarg vorhanden wäre, so würde sie in allgermanischen Schrift- zügen abgesaßt sein, die kein Bauer lesen könne. Kandel und Uerlichr. VaUiüwirischasi. Berliucr Börse vom 2t . März 1003. (Mugeleül von ber Bank tue Handel und Industrie, ließen.) Tie anhaltend gute Slunmung, welche die Börse während der ganzen Woche zeigte, verließ sie auch heute nicht. Auf sämtlichen Gebieten herrschte grosze Haufluil und darf man aus der Qualität ber Käufer nicht aus Deckuugs- sondern aus MeimmgSkäute schließen. Tie hier täglich als bejouders fest erwähnten Werte bewahrten nicht nur ihre bisherigen teilen Notizen, sondern zogen bei lebhaftem Verkehr erheblich an. In erster Reihe zogen heule italienische Bahnen bas Interesse aus sich: Mittelmeerbahn und späterhin auch Meridionaux wurden vom Heimatland in großen Posten aus dem Marli genommen. Von sonstigen Bahnen waren Henry besonders beliebt, gute Berichte aus dem Luxemburger Induslriebezirk veranlaßten gut insormirle Kreise zu größeren Anlagekaulen, tvelche eine Kursavance von ca. IV, plll. zur Folge hallen. Kanada fest aus Londoner Meldungen. Aionlanwerle ebenfalls weiterhin gefragt: von Kohlenatlien wurden heute namentlich Harpener, von Eijenwerlen Dortmunder favorisiert; letztere gewannen un Laute der Börse ca. 2 vEt. Bankaktien in fester Grundtendenz, namentlich Diskont» nn Anlchluß an günstige Auffassung der Verhandlungen bezüglich Venezuela. Renten verkehrten in besserer Tendenz. Spanier erhall auf da» Dementi bezüglich der Krankheit de» König»; Tückenwerte gefragt infolge der vorgestrigen Sitzung de» Lchuylomitee», welche» auf eine baldige Erledigung des llmsications-Proiektes rechnet. Von Kassatverien sind wiederum (htenafneii, namentlich oder» schlesische als fest zu bezeichnen; Zinkaktien leicht abgeschwacht. Prwal-TiLtont 3 Prozent. Anfangs- u. kchlußkurse. CefL Kredit .... 218,uu 218,00 Deutsche Bank . . . 217,10 217,40 Darmstädter Bank . . 141,bO 141,62 Bochumer Guß . . . HM,60 194,10 Harpener Bergbau . . 180,40 18142 Tendenz: fest. — Da» Ende de» 4proz. Zinsfüße». Immer mehr muß man der Ansicht zuneigen, da» da» Ende de» 4 pro;. Zinsfußes für erstklassige Schuldnerichieibungen nunmehr unabweislich ist, da selbst die deutschen Städte zur Kündigung ihrer 4 proz. Anleiben schielten, d. h. dieselben m 8 proz. umivandeln. Auch tu Oesterreich versucht man c-:- mit der Einbürgerung des 8 ', proz. Zinsfußes, was aber doch noch einige Schwierigkeiten haben wird. Die öfter- reichifche Jlordoftbahn wandelt gleid) ihre ö proz. Prioritäten in 3 1, proz. um. Zu dem Kapital der Zinshcrabsetzungen gehört auch die Unuvandlung der 8', proz. eidgenössischen Anleihe von 4ö Wttll. Frs. m eine 8 proz. und bie Herabsetzung der englischen Kon- sols um ein viertel Prozent. Unter solchen Untfiänbeu tonn es schließlich nicht Wunder nehmen, roeim das Privatkapital fern Jii- teresfe denienigen Ziidustrieiverten zuweiidet, bei denen bie Wahrscheinlichkeit vorhanden ist, daß auch bei hohem Kurs immer noch oui eine Rente von 5—6 proz. zu rechnen ist, ganz abgesehen von dem eoeiUL Reingewinn. Märkte. Grüubcrg, 21. März. oruchtmarkt. sDurchschnittspreis pro 1U0 Kilo.) Weizen 15.75 biS —Mk., Korn 14UJ5 bi« UU.00 Alk., Gerste —bis OU.OO, Hafer 18.75 bi» 00.00 'Ult, Grbsen 00.00—00 Alk., Linien 00.60 WIL, Lein 00.00 WIL, Wicken OO.OO Mark, Samen OO.OO— 00 WIL, Kartoffeln 00.00 bi« 0.00 WIL §pidplan der acrrinigtrn Frankfurter tzladttheater. cpcrnhauo. Dienstag den 24. Wlärz, abends halb 7 Uhr: .Tristan unb Isolde.' Mittwoch den 25. Wlärz*): .Der schwarze Xonrino." Donnerstag den 26. Wlärz: ,XeO/ (Oper.) Freitag de>, 27. März geschlossen. SamSlag den 28. Wlärz, abends halb 7 Uhr: .Lohen- grm." Sonntag den 29. Wlärz, nachmittag« halb 4 Uhr: .Ter Troubadour." Abends 7 Uhr: .Der schwarz Domino. Montag den 30. Wlärz geschlossen. DienStag den 81. März: .Carmen." Lchauspiclhauo. DienStag den 24. WläiH *): Zweites und letztes Gafb spiel des Herrn Eogueltn aln6 mü dem Ensemble des Thealre de la Porte St. Wlarnn: .L'AbbS Eonstantm." Hierauf: Lt-e Pr6cieu6e» Kidicales.* Wliltwoch ben 25. Wlärz: .Heimat." Donnerstag den 26. Wlärz: .Der blmbe Passagier." Freitag den 27. Wlärz: „Wlonna Danna." Samstag ben 2d. Wlärz: .Die stillen Stuben." Sonntag ben 29. Wlärz, nachmittag« halb 4 Uhr: .Der blmbe Passagier." Abends 7 Uhr: .'S 9luUerL" Montag den 80. Wlärz: .Die stillen Sntden." •) Anfang, wenn nicht anders bemeckt, abends um 7 Uhr. Kirchliche Kachrichten. Evangelifche Gemeinde. Mittwoch den 25. Wlärz, abends 6 Uhr: 5. PassionS-Andacht in ber Johanueskirche. Pfarrer Dr. Naumann. Bclanntmachnng, bett. Errichtung eine» städtischen Wohnuttu^..uchweife». vlachdem durch Beschlug der Stadtverordiieten-Versaninllung vom 12. oebruar 1903 bie Errichtung eines städtischen Wohnungs- nachwenes genehmigt worden ist, bringe ich hiermit zur ofseutUchen Kenntnis, bau b,e genannte Stelle vom L April 1903 ab in Wick- samkeu treten wirb. Tie Vermittelung erfolgt gegen eine burch ben Vermieter bei Anmelbung ber Wohnung zu bczahlenbe Emschreibgebichr von WU. U,20 bei Wohnungen bis zu 300 WiL Wheuoert emschl. 0,50 , , von 300—500 WIL . . 1,00 . , über 500 WIL „ • Ter Vermieter ist verpflichtet, dein Wohnungsnachweis die erfolgte Veinuetung, einerlei, ob durch ben WohnungsnachwciS vermittelt ober nicht, spateftenS am nachfien Wochentage anziizeigeii, unb ist bei ber Anmelbung eine Sicherheu in Hohe von 1 Wit. zu hinterlegen, bie bei Nichteinhaltung dieser Verpflichtung unb bet unrichttgen Angaben bezüglich der zu vermietenden Wohnung zu Gunsteii der Stadt toieyeii oeriäUt. Gesuche von Vermietern und Wohnungssuchenden sind persönlich. telephonisch ober schriftlich aus befondetem, beim Wohnungs- nachweis erhältlichem Formular, nn Bürgermeistereigebäude, Zimmer 14, wahrend ber tvefchäitsstunden ö Uhr vonnutags bis 1 Uhr nachmittags 8—6 Uhr nachmittags eorjubringen. Gießen, am 20. März 1903. 24^4 Ter Cberbürgermciftet: ecu in. Bekanntmachung. Anmeldungen zum Bezüge von Znijen ans .er Schottischen etifhmg (Cltergclb) haben bis zum 4. April L I. auf dem Armen- amt, Sletten-Bäue 43, zu erfolgen. Gießen, am 18. Wlärz 1903. 2420 Die Armeii-Tepmation der Stadt Gießen. Wi ecum.__________ Verdingung Die Anlieferung der im Elatsjahr 1903 04 zur Unterhaltung ber Ufer« uub Klußbauwerte au der Lahu zwischen Gieizen und der Landesgrenze bei Heuchelheim^ erforderlichen 300 Äbm. Waffcrbausteiue soll in einem Lose öffentlich vergeben werden. Tie Bebingungen sind bei Großh. Hochbauamt bNeßeu in den Xtenfiftunben zur Emsichi offen gelegt und sind Angebote, mit emsprechenber Aufschrift veilehen, bis längstens Montag den 6. April d. I., vormittag» 10*/, Uhr, poftfrci an die uuiertelchneie Behörde einzureicheu. Zitschlagsfrisi 3 Wochen. Wlainj, den 16. Wlärz 1903. Großh. Wasserbauamt Mainz. ______________Schmitt. 2395 Van-, Werk- und Nutzholz-Pcrkails. Mittwoch, den 25. März 1903, vormittags von 10 Uhr ab, kommt in dem Gcmetndcwald zu Fronhauscn nachstehendes Holz zum Verkauf: do Eichensläinme, Länge bis 10 m, Durchmesser bis 51 cm 110 Fichtenslämme, „ , 17 , , r 32 , Ter Anfang beginnt im Distrikt Fichtenberg. Fronhauscn, am 20. März 1903. Der Bürgermetstcr. H. Gerhardtt 2451 Vermietung von eisernen Schrankfächern so< Safes in unserem feuer- und einbruchssicheren Gewölbe für Effetteu-Selbftvcrwaltuug. Wir vermieten in einem auf Grund der neuesten Erfahrungen hergesleUten, nach Ansicht bewährter Techniker feuer- unb embrud)d- sicheren Gewölbe in schmiedeeiserne Schrcüike eingebaute, verschließbare Fächer v»k«»,. Tie Vermietung der Schrankfächer erfolgt je nach Vereinbarung auf ein Jahr ober auch auf einen kürzeren ZeitabschnUt. Tie Wliete stellt sich wie folgt: Größe 9lr. Höh- Breüe Tiefe Mietpreis für 1 Jahr 1 13 cm 23 cm 50 cm ML 15.— 2 24 cm 23 cm 50 cm ML 30.- 3 39 cm 46 cm 50 cm Mk. 50.— Tie Einrichtung der Schrankfächer ist derart, daß nur unter gleichzeitiger Mitwirkung des WhctcrS und des beauftragten Beamten das Fach geöffnet werden kaim. Zeder Mieter erhält von der Bank zivei Schlüssel zu feinem Schrankfache. Weitere Exemplare des gleichen Schlüsiels er.- i.ren nicht. Ten Mietern van Lchrantiaciiern steht zur Vornahme der mit ben niedergelegten Wertgegenständen erforderlichen Arbeiten (Trennung der Eoupons ic.) em separates, verschließbares Zimmer zur Verfügung. Tie Anzahl der vermietbaren Schrankfächer beträgt 112. Wir empfehlen unsere neueste Einrichlung im Allgemeinen, besonders aber solchen Kapitalisten, welche einen Kassetifchrank nicht besitzen. Gießen, im Marz 1903. 2294 Bllllk für Sandel und Wnsirie. Acpostlenkaffe Hießen. 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