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Busch erledigte Rektorat Bürgerschule wird durch 2k!> ther am Nealgymnosium: -n. - Am 18. d. MlS. Mir- c des Bezirks Gießen ch- [erbet die Bereine LaubrinD, Männer-Turnvereins, T/W- ;berg, HeuchelheiuM!ein-Un di, Leihgestern, M»,**' mit zusammen 3» . j lesen wir im * Wn, ;3turmuadc=, ca>m cin -gen »»”5 Solen. | |(t »'lÄglcit «« »inÄZ«. ®»"‘ I fr?»""“ “ 'V««Ä ä‘«? --kZZzs fißta1,11 Äii'tciiwolI,cv „<• i r LerbhalS' ® Jj slamlnl auo MO Bcht »Ä«-3 * f"1’.?®«“’, i H o5 von bei« veu -;1 iid [ . irr.ii ^.-■,:i ar Ballestrem erla 9 anläßlich ter ftr u pp-Angelegenheit ig kett des von dem Volttische Tagesschau. Die StraßSrrrger katholische FatattSt. »re e, Die die „Nad-Ztg." mitteilt, wurde im Reichstage am Donnerstag vor Boginn der Sitzung der Ausbruch einer Präsidial-Krisis für wahrscheinlich gehalten. Die lleberzeugung von der llnzulässigkett des von dem r-rr^ d^TT1 ^aran, daß schon beim Zolltarif an- ^ßlich des Antrags Kar dorff, dessen Zulässigkeit Graf Dallestrnn bezweifelte, von einer Präsidialkrisis gesprochen wurde. Me damals oder, so dürsten auch diesmal derartige Süchte sich Nicht bewahrheiten. Mr glartben eS nicht, daß Gras Ballestrem gesonnen ist, znrückzutreten. Daß im Zentrum das gegen den Ma. v. Bollmar gerichtete Verbot Mdersvruch findet, ist u. E. nicht als erbt „MißtrauenS- ?,°^nnyV, aufdufaffm. Derartige Meinungsverschiedenheiten sind nicht ungewöhnlich. UeberdieS wird bestritten, daß die beiden anderen Präsidenten des Reichstags, Graf Stolberg und Büsing, eine „Auseinandersetzung" über das Verbot mit denr Grafen Ballestrem gehabt haben sollen. Eine kollegiale Unterhaltung über ein allerwürtS diskutiertes Thema charakterisiere sich nicht als AuSeinautersewtng. jedenfalls ist hier nur der Wunsch der Mehrheit der Vater des Gedankens. Wahrscheinlich dünkt uns nur, daß der nächste Reichstag sich einen anderen Präsidenten wählen wird, da der jetzige kurz hinter einander so bittere Erfahrungen mit dem jetzigen gemacht hat. Die Münch N. Nachr." schreiten: „GS bleibt dabei, ein Monarch, der unausgesetzt seine eigene persönliche Meinung in den Streit des Taaes hineinwirst, entäußert sich! damit der Unangreifbarkeit seiner Stellung, er begiebt sich des Vorrechts, das ihn nicht nur seine Geburt, sondern auch sein edles WoNen verleiht, über allen au stehen, für alle zu wirken, er zwingt die öffentliche Kritik heraus und wer diese Kritik unterdrücken will, der steuert auf die Ungerechtigkeit und Gesetzlosigkeit zu." Nall. str m. Reichstag ein Wort deS „guten, «ten Horaz gebraucht, das gerade in der Sitzung, in der c5n9e/?a^bt """de, eigentümliche Empfinternaen lösen 5™ öA,Ezu hastigen Königen gesprochen, ?dfTer 82c.Mße71 ^ben. und er bat ^0« unL Minister für Mrtfhir Lena* die Sühne zu zahlen haten. der Kanzler im Büchmann daS nächste Zitat studiert, in ^li^tÄ^SR011 *** Wortes „Gerade wie drinnen draußen gesündigt", vielleicht die ein- fertige Uebertreibung durch oaS rechte Maß ersetzt. Ge- danr^wenn der Reichstag daS Bedürfnis ühlt, ge- wiffm ^Pfindunaen des Volkes über Äußerungen, für Mc” die politische oder mindestens die moralis^e Ber- ^^?rku«S trägt, AuSdrucr zu geben, liegt es nicht im , der von ihm vertretenen Dache, zweideutige Spruch Weisheiten aufAutischen. y LimJtÖTT19n! und Ministern recht ist, ist Präsidenten billig. Wenn Gras Ballstrem fehlt, büßen die Wgeordneten. Mitunter kommt es aber auch hier anders, und als der Maioratsherr von Plawniowitz dem Reichstag den Maul- wro anlegte, da hat er nicht den Gemaßregelten, sondern Lie Maßregel hat ihm geschadet. Er hat seinen Willen rurchgesetzt gewiß; Herr v. Vollmar durfte über die Offener und bie BreSlauer Kaiserreden nicht sprechen. Aber, nbgesehen von den jetzt zahNosen Preßstimmen aus allen ,?aocrn' einschließlich des Zentrums und seiner „Köln. Volksztg.", schon das eisige Schweigen, mit dem im Hause selbst die Rechte und sogar daS Zentrum sein Borgehen begrüßte, konnte ihn lehren, daß auch Wirkliche Geheime Räte nicht ganz frei find von der Gefahr, aus dem Eise auSzugleiten. Daß der Graf die Wirkungen des eigenen Handelns so wenig berechnen könne, wie er es mrt seinem jüngsten Vorgehen bewies, konnten wohl auch die schlimmsten Pessimisten nicht vorauSsetzen. Leute, die auf der Bank der Spötter fitzen, könnten meinen, daß Graf Fran^ Ballestrem, indem er den Sozialdemokraten einen unschätzbaren Dienst erwies, einen Dienst, mit dem er sein fröhliches Mitwirken an der Obstruktion noch übertraf, einem längstgefühlten Bedürfnis genügt und den Ueber- eang in das sozialdemokratische Lager bewerkstelligt hat. Denn konnte eS eine wertvollere Förderung der sozialistischen Propaganda Leben, als wenn der oberste Wilrdenträger beS Reichstages die letzten Vorstellungen zerstört, die im Volke über die Redefieihcit im Reichstage bestehen? DaS Dort des Herrn Gröber über das „Dchweinealück" der Sozialdemokratie ist nicht mehr Chrmäre, und wenn nicht von der rechten Seite des Hauses offen und deutlich die Mißbilligung ausgesprochen wird, dann werden wir im nächsten Wahlkampf es erleben, daß nicht die Obstruktion der Herren Singer und Stadthagen, sondern die Mllkür- herrschaft des Grafen Ballestrem der Sozialdemokratie die reifsten Früchte in den Schoß wirft. Denn eine Willkür war es, um die es sich handelte. 3P es an sich schon selbstverständlich für jedermann, außer für Kanzler uno Präsidenten, daß die Volksvertretung gleich der Presse das Recht haben muß^ jede beglaubigte Acuße- mng des Monarchen in den KreiS ihrer Betrachtung zu stehen, so gilt dies dort in doMeltem Maße, wo diese Jeußerungen einen polemischen Charakter tragen, wo sie «gen die Anschauungen und Bestrebungen einer politischen Partei aerichtet sind. Eine respektvolle Form ist natürlich Voraussetzung. Run hat Kaiser Wilhelm na'cd dem Tode .idrupps die „Agitatoren der Sozialisten" ausorüctlich des Mordes geziehen, er hat den Arbeitern der Breslauer Werk- ‘ slätten zugerufen, daß sie „als ehrliebende Männer mit : ni?t? L tan haben dürften". Da» Recht auch Me Sozialdemo- 8rTabe Bollmar Me Grenzen, Me k’lT Stellung M« Monarchen p>g, nicht überschritten. 3*^1” a,n Abwehr verhindert wurde, erhielt Märtyrer« der bürgerlichen Freiheit. Ä f° Slinstiger, al» er von dorn. -^siche-rt hatte, daß er auf die privaten Angelegenheiten deS unglücklichen Mannes mit keiner Silbe Hetzen, daß er fich ledralich an die politischen Fragen tmuh t>Ze sich an die Essener Vorgänge knüpften. MU voller Scl>arfe aber wird Graf Ballestrem, der doch nun einmal der Repräsentant der Reichstagsmehrheit ist, Ä^tzt, wenn mau sich daran erinnert, daß er selbst, als die Oynhäuser Kaiserrede zur Sprache Farn, erklärt Odt: „3^ werde kernen Redner hindern, Reden Sr. Majestät des Koiscws hier bei den Erörterungen zu erwähnen; jedoch setzt die- voraus, daß sie authentisch bekannt find." Den Begriff der Authenticität stellte er dahin fest, daß ^lche Kundgebungen entweder, wie die Thronreden, dem Reichstage auf geschäftsordnungSmäßigein Wege zugchen oder daö sie im „Reichsanzeiger" veröffentlicht wurden. rme^- 18- Oktober 1899 hat Graf Ballestrem ausdrücklich erne Verwahrung des Reichskanzlers gegen die im Reichstage geübte Kritik an kaiserlichen Reden zurück- gewresm mit der Erklärung: „Ich würde glauben, der hohen Brdeuttn^g> welche der deutsche Kaiser im politischen Leben einnimmt, zu nahe zu treten, wenn ich ten bedeutsamen Aeußerungen, die derselbe tut, nachdem sie in authen- '. ?brm bekannt geworden sind, eine so geringe Wtch- bermesun würde, daß ich sie hier nicht erwähnen netze. Run hat Graf Ballestrem es ruhig mit angesehen, daß von fernem Parteigenossen Schädler des Langen und Breiten über das Swinemünder Telegramm geredec wurde, das niemals im „ReichSanzeige^ figurierte; am Tage darauf aber verbot er Herrn v. Vollmar, über Kundgebungen zu sprechen, die ausdrücklich im „Reichsanzeiger" wieder- gegeben und so als authentische und politische Akte des . ?uarchen gekennAeichnet Worten waren. Kmm man bei solchen Widersprüchen sich wundern, wenn ter „Vorwärts" dle Frage stellt: „Warum ertötet ter Präsident die eigene Ueberzeugung? Warum vcwletzt er die eigenen Bersprechun- gen? Welche Geheimnisse lagern sich hinter ter Krupp- Tragödie, daß jedes öffentliche Wort darüber erstickt werden muß?" Und folgerichtig ist auch die Frage ter „Voss. Ztg.": „Angenommen, Redner ter bürgerlichen Parteien hätten vor, von der Tribüne deS Reichstages herab ten „Vorwärts" und seine Partei wegen ihrer Angriffe auf Krupp zu geißeln, muß eS dann nicht ter Präsident ausdrücklich untersagen?" Aber Graf Ballestrem meint, es handele sich nur um Privatangelegenheiten. Das ist ein Irrtum. In Essen erklärte ter Kaiser ausdrücklich, daß er nicht nur als Freund, sondern als Überhaupt des Deutschen Reiches" erschienen sei, dort und in BreSlau hat er nicht privatim^ sondern öffentlich die Mbeiter aufgefordert, sich von ten sozialistischen Führern loszusagen und „einfache, schlichte Männer in die Volksvertretung zu wählen". Wer politischen Instinkt besitzt, wird zugeben ntü);en, daß solche Kundgebungen des Kaiser- politisch bedeutsamer sind, als wenn ich etwa Graf Bülow über den Dreibund interviewen läßt, oder alö wenn unsere Diplomaten ihr Herz über den Jugend- til der Politik oder &ernt Roosevelt ausschütten. näi wii vcachoem die prmzipielle Opposition gegen die Straßburger Fakllltät zum Schweden gebracht ist, beginnen Me Klagen über zu geringe Berücksichtigung elsässer Theologen bel ter Besetzung ter Fakultät. Besonders ter Priester und W Wetters macht tm „Journal te Colmar" lebhafte Opposition gegen die „infittration du dehors^h d. h die Anstellung altdeutscher Professoren. Demgegenüber weist tee „Straßburger Post" darauf hin, daß im ganzen über- )aupt nur neun elsässer Tbeologen existieren, die auf einer teutfajCTt Universität endgiltia promovierten. Don diesen ist em er Professor am Straßburger Priesterfeminar; von den übrigen Professoren am Seminar hat einer in Innsbruck nomoviert, zwei haben zwar promoviert, aber ihre Dissertationen nicht veröffentlicht, zwei sind nicht deutsche, fontent römische Doktoren, der Superior nur römischer El)rendoktor, einer hat „weder akademische Studien und Examina gemacht, noch wissenschaftliche Werke veröffentlicht". Bon ten neun glrltigen Doktoren wird für Wetterkö wohl noch Pro- essor Dr. Albert Ehrhardt Wegfällen. Die Auswahl ist also recht gering, wie man sieht; die Regierung hat gewiß len besten Willen, ten Wünschen ter Elsässer Klerikalen oweit wie möglich entgegenzukommen, aber in diesem Falle geht es eben beim besten Willen nicht. Neben ter wissenschaftlichen Superiotät der dlltteutschen fürchtet WetterlS Präsidenten Grafen Balle st rem erlassenen Verbote-, die 3tcb™ d-S «a s-r» aEtzÜch der emetn. Es M ie „Professorenstücke"" und die „Superintentententoiese". Erstere bedürfen einer Erklärung. Als nämlich die Universität aegrüntet wurde, gab bte Stadt Gießen ten Professoren oas Recht, gleich den Ortsbürgern teil an ter Allmende- Benutzung und zwar der Tricbviertel zu nehmen. Von bekannteren Familien reden die Flurnamen „am Fabrici- schen Ackeri", „Dusche Garten" und „Sacke Wingert"". Endlich sind es auSg-egangene Orte, die in den Flurnamen fortlsben. Wir werden erinnert an Ursenheim (,,llr- sulum"), Kroppacb, Dchstädt (Asterwegh Leutfridisrvte G,Saufert5rob) ..... ichl letzt an Setters. Die Straßennamen haben mit Flurnamen viel gemein» ame«, sind sie bon oft aus solchen entstanden. Den ältesten Namen weist die „Sandgasse"" auf (1330). „Die Neustadt"", m die sie mündet^ ist trotz ihres Namens sehr Wohl noch etwas anderes: es fft die deutsche Gesinnung^ Denn recht eigentümlich berührt eS doch, wenn, wie die „Frkf. Ztg." berichtet, der deutsche NeichstaaSabg. WetterlS am 16. Januar am Arm de.' ALbs Lemire ru den Wandelungen in der französischen Kammer erschien, mrd um seine Meinung über die Wadi bei. Sozialisten Jaurtzs befragt, (der seinerzeit bekanntlich für die Aufgabe des Revanche- öedankerrs eintrat), wenn auch zögernd antwortete, daS sei nicht die erste schmerzliche Ueberraschung für die Elsässer gewesen". Allen weiteren Auseinandersetzungen ging er allerdings vorsichtig aus dem Wege. Kolonialpost. Mit der »Ehe ftifterei* in Deutsch-Südwest- afrtka haben unsere Kolonialenthusiasten schlechte Erfahrungen, gemacht. Bekanntlich sind nach Deutsch-Südwestafrika vor einigen Jahren auf Reichskosten junge Mädchen aus Deutsch, land geschickt wordsn, um dort zunächst als Dienstmädchen zu fungieren in der stillen Hoffnung, sich bald zu verheiraten. Uebec die Erfahrungen mit diesen Sendungen der Kolonial- gesellschaft schreibt ein Farmer der »Disch. Ztg.': »Was wir brauchen, sind pommersche Bauern- oder Kuhmägde, aus kleinen Verhältnissen stammend und an harte ländliche Arbeit gewöhnt. Statt dessen schickte man zum Teil Städterinnen heraus, oft Nähmamsells, die nicht wisien, wie eine Kuh auSsieht. Was war die Folge? Erstens wurden die Mädchen auf der Ausreise, beim Empfang hier, und durch den für sie ausbedungenen Dienstlohn sehr verwöhnt. Tie Familien, die mit so einem Fräulein und Magd beglückt wurden, waren froh, dieselbe wieder los zu sein, da eine schwarze Magd weit brauchharer war und etwa nur den zehnten Teil kostete. Daun nahten sich Bewerber. Die Damen, von ihrer Wichtigkeit stark überzeugt, waren sehr wählerisch geworden, sie reichten ihre zarte Hand nur »reichen* Männern, nicht um diesem im Erwerb beizustehen, sondern um als Frau eines »reichen* Mannes zu leben. 9hm sind alle Lebensgenüsse hier viele Male teurer als in Europa, da war es unausbleiblich, daß oftmals der Mann ruiniert war und, wie wir Spötter sagten, »sich wehmütig seiner früheren schwarzen Konkubine * erinnerte. Die klügeren Exemplare dieser »Importierten * halfen allerdings auch erwerben, um, wenn sie einige tausend Mark zusammen hatten, mit dem Manne nach Europa zurückzukehren. 9iur em kleiner Prozentsatz dieser Mädchen ist gut emgeschlagen.* Heer und Flotte. FL Kassel, 22. Jan. Der Kommandeur der 22. Division Generalleutnant v. Rabe wurde auf sein Ansuchen zur Dis» Position gestellt. Dem Kommandeur der 44. Jnf.-Brigade Generalmajor v. Werder wurde unter Verleihung des Charakters als Generalleutnant mit dem Prädikat Exzellenz der erbetene Abschied bewilligt. äViii» Zltuöt und Land. Gießen, den 23. Januar 1903. - Gedenktage. Zu Darmstadt starb am 23. Januar 1883 der beliebte Opernkomponist Friedrich Freiherr v. Flotow. Die Opern: »Atessandro Stradella*, zuerst in Hamburg gegeben, und die lieblichste seiner Schöpfungen »Martha* oder »Der Markt zu Richmond*, erste Aufführung 1847 in Wien, bezeichnen den Gipfel seiner Höhe. Seine Musik ist sprudelnd, pikant, leicht und durchaus verständlich. Er war am 27. April 1812 zu Rentendorf in Mecklenburg geboren. ** Das Großh. Gymnasium beabsichtigt am kommenden Montag um 5 Uhr in feiner Aula eine Vorfeier zum Geburtstag Sr. Majestät des Kaisers abzuhalten, bei deren musikalischem Teile sich auch einige ange- sehene Kunstliebhaber mitzuwirken bereit fanden. Neben einigen Chören a cape’-la werden vom verstärkten Schülerorchester mehrere Stücke aufgeführt, und der Festrede des Direktors (»Kaiser Wilhelm II. als Redner") folgen die sechs altniederländischen Volkslieder. Endlich sollen die Chöre auS der »Braut von Messina* deklamiert werden. Hs. Gießener Lesehalle-Verein. Den ständigen Besuchern der Lesehalle werden in letzter Zeit die verschiedenen kleinen Veränderungen nicht entgangen fein, welche insbesondere im Lesesaale vor sich gingen und welche von der Rührigkeit deS Lesehallevereins beredtes Zeugnis ablegen. Der Lesesaal macht jetzt, wenngleich er in feinen Größenverhältniffen etwas beschränkt ist, einen recht freundlichen, anheimelnden Eindruck. Die sonst ziemlich kahlen Wände sind mit zahlreichen hübschen Bildern bedeckt und die Zeitungen, welche seither in buntem ChaoS an den Wänden zerstreut hingen, sind sämtlich in der Rische neben der Em. gangötür untergebracht. Im Hintergründe des Saales findet der Besucher jetzt noch eine Offenlage von Kunstblättern, Künstlermonographien und sonstigen, teils recht wertvollen Werken. Zu erwähnen verdient auch — insbesondere bei der jetzigen rauhen Jahreszeit — die Ersetzung des bisherigen schlecht regulierbaren LfenS durch einen neuen Dauerbrand- ofen, welcher eine konstante Temperatur ermöglicht. Alles in aüein, man sieht, der Verein ist ständig bemüht, dieses Institut, welches als em wirksamer Bildungsfaktor der Bevöl» kerung angesehen werden muß, weiter zu vervollkommnen und daher wäre die Unterstützung eines derartigen gemeinnützigen Unternehmens von allen Seiten aus erwünscht. ** Die Polizeiwache am Selterstor. Unter den Anwohnern am Selterstor ist eine Bewegung im Gange, welche bezweckt, die unschöne Polizeibude am Selterstor vom Erdboden verschwinden zu lassen. Gewiß sind die beiden Torhäuschen ebenfalls keine Monumentalbauten, aber im vergleich zu der Baracke, welche dem Sicherheitsdienst dienen soll, sind sie doch die reinen Paläste. Der Fremde, der unsere Stadt von der Frankfurterstraße her betritt, schüttelt den ftopf, wenn er an dieser exponierten Stelle das sich echt »dornstemisch" ausnehmende Wachtlokal bemerkt. Außerdem wird von vielen die Ansicht geltend gemacht, ein Schutzmannsposten verfehle gerade an dieser Stelle seinen Zweck; namentlich fei dem wachthabenden Schutzmanne nachts von allen Radaubrüdern sehr leicht durch Auseinanderstieben nach den verschiedensten Richtungen der Windrose hin ein Schnippchen Zu schlagen. 9hd)t von der Hand zu weisen ist u. E. der Vorschlag, eine Polizeiwache besser und mit verhältnismäßig größerem Nutzen nach dem Bahnhof zu verlegen. Wegen des Oktrois ist an dieser Stelle eine Hebestelle keineswegs von Nöten. ** AuS dem Theaterbureau. Sonntag, den 25. d. Mts. findet, unseren Klemen zur Freude, wiederum um 4 Uhr nachmittags eine Kindervorstellung statt und zwar gelangt baß reizende Märchen »Aschenbrödels goldener Pantoffel" von Sophie Hennig zur Auf« ührung. Abends 8 Uhr ist als volkstümliche Vorstellung eine nochmalige und letzte Wiederholung von »Im bunten Rock". -i- Butzbach, 21. Jan. Zu Ehrenwarten des deutschen Flottenvereins wurden ernannt: Realschuldirektor Dr. Iäger und Stationsvorsteher Hellhecker. 8 Butzbach, 22. Jan. In letzter Zeit wird ein Teil unserer Einwohnerschaft durch groben Unfug und Eigentumsbefchäbigungen seitens verschiedener Burschen während der Nacht in der Ruhe gestört, und auf bas Unverschämteste geärgert Tie Flegel begnügen sich nicht mit Brüllen und Pollern an Fensterläden, sowie damit, geschlossene Fensterläden und Schilder usw. abzu- hängen, Kratzeisen usw. so auf den Weg zu legen, daß Passanten ftüi&ui Bo nuten, sondern sie zertrümmerten auch Läden, und ein großes Schild. Sämtliche Roheiten wurden von Samstag und Sonntag auf die folgenden Tage verübt, ohne baß unsere Nachtpolizei sie bemerkte. Ja, man erzählte, es sei im Rathanse die Beleuchtung des Wachtlokals vor ein paar Monaten einmal nächtlicherweise auögebreht worden und der Täter unermittelt geblieben. Ebenso verursachten im letzten Sommer einige traurige Heloen ungestraft eine Ueber- chwemmnng des Marktplatzes, indem sie an dem auf dem Marktplatz stehenden Brunnen einen Krahn abbrachen, so daß große Wassermengen entwichen. Obwohl die früheren nächtlichen Ausschreitungen gerügt worden ind, ist eine Abhilfe durch die Ortspolizeibehörde noch nicht zu bemerken. Friedberg, 22. Jan. An der hiesigen Gewerbe- Akademie ist ein nicht unbedenklicher Konflikt dadurch ausgebrochen, daß man den Studierenden plötzlich ihre seitherigen akademischen Freiheiten entzogen hat. Gestern abend fand über diese Angelegenheit im Hotel Trapp eine Studentenversarnnilung statt. Es wurde ein Ausschuß gewählt und beschloffen, die Vorlesungen so lange nicht zu besuchen, bis die früheren Re chte und Freiheiten wieder jurütfgegeben seien. Heute wurde an die Direktion der Akademie und den Stadtrat je eine diesbezügliche Adresse gerichtet. Von den nahezu 300 Studierenden besuchten heute nur etwa 20 die Vorlesungen. § Volkartshain, 20. Jan. Im hiesigen Gemeinde- wald fand heute eine Ficht en st a m m h o lz v e rste igeru n g statt. Trotzdem nur eine geringe Anzahl Steigerer erschienen waren, wurde der Festmeter im Durchschnitt nut 18—20 Alk. bezahlt. —I— Mainz, 22 .Jan. Der von dem Oberbürgermeister rn Dresden erlassenen Einladung zu einem deutschen Städtetag, auf dem über den Reichstagsbeschluß bezüglich der Aufhebung der gemeindlichen Aufschläge beraten werden soll, wird die hiesige Bürgermeisterei Folge leisten. Der Wegfall des Oktrois wurde einen Aufschlag der Gemeindesteuern hier von mindestens 25 Prozent zur Folge haben. — Neuerdings ist wieder angeregt worden, in Mainz alljährlich mehrere größere Viehmärkte abzuhalten, welches Projekt schon vor einigen Jahren bestanden hat, aber damals wegen der stark auftretenoen Maul- unb Klauenseuche bei den Landwirten auf Widerstand gestoßen ist. Der städtische Finanzausschuß hofft, durch große Viehmärkte den städtischen Schlacht- unb Viehhof einigermaßen rentabel zu machen. Worms, 21. Jan. Von den im Jahre 1894 gesammelten Geldern zur Ueberreichung einer Huldigungs» ad resse der Frauen und Jungfrauen Hessens, der Pfalz und Badens für den Fürsten Bismarck gelegentlich von dessen 80. Geburtstag ist noch ein unverbrauchter Betrag au8 bet öammlung in Hessen vorhanden, welcher mit Zinsen Iich auf 460 Mk. beläuft. Dieser Ueberschuß ist hauptsächlich dem Umstande zuzuschreiben, daß durch die außerordentliche Tätigkeit des Wormser Lokalkomitees in hiesiger Stadt em verhältnismäßig sehr hoher Betrag gesammelt wurde, der nachher nicht ganz zur Bestreitung der Gesamtkosten zur Verwendung kam. Die Verteilung dieser Summe soll nun derart vorgenommen werden, daß die Hälfte derselben als Beitrag zur Errichtung einer Bismarcksäule auf der Waldeck bei Gau-Algesheim in Rheinhessen verwandt, die andere Hälfte dagegen tm Hinblick darauf, daß baß Geld hauptsächlich in Worms aufgebracht wurde, dem Fond für Errichtung eineß Denkmals für Kaiser Wilhelm 1. in WormS überwiesen wird. Frankfurt, 22. Jan. In der letzten Stadtverord. netensitzung entspann sich eine lange Auseinandersetzung über die Einfriedigung des Domes. Seitdem der Dom durch Niederlegung der Häuser an der Höllgaffe und der allen Verkaufsbuden freigelegt worden ist, verhandelt man über die Frage, wie der Dom emgefriebigt werden soll. Dombaumeister Meckel, der Wiederhersteller des Römers, hat einen Plan für diese Einfriedigung vorgelegt, aber dieser Plan, der eine hohe Mauer vorsieht, wird bekämpft. Weib hat nun eine Denkschrift hierüber verfaßt, und diese Denkschrift wurde schließlich dem Magistrat zur Rückäußerung überwiesen. Die Schwierigkeit der Regelung liegt daran, daß drei Körperschaften dabei niltzusprechen haben, die Stadt, die katholische Gemeinde und der Dombauverem. Zum Schluß kam wieder eine Klage über die Vergebung der Arbeiten für bas neue Schauspielhaus. Schon wiederholt ist darüber geklagt worden, daß diese Arbeiten an auswärtige Geschäfte vergeben worden sind. So war eß auch mit den Kunst- chmiedearbeiten geschehen und zwei hiesige Geschäfte liefern nun den Beweis, daß daß Berliner Geschäft, dem die Arbeit übertragen wurde, recht minderwertige Arbeit geliefert hat. Sie verlangen eine Untersuchung darüber, ob bei der Vergebung der Arbeiten seitens der Behörden die nötige Sorgfalt in der Prüfung der Angebote obgewaltet hat, und ver- chiedene Stadtverordnete sprachen sich in gleichem Sinne aufl. Die Eingabe wurde schließlich dem Magistrat zur Rückäußerung an die Stadtverordneten-Versammlung überwiesen. yrrnüfd|tr&. ' Ein Ehebruchsdrama hat sich in Spandau ereignet. AIS der Arbeiter Schwertfeger nach Haufe zurück- kehrte, fand er feine Wohnung verschlossen. Während er sich entfernte, um einen Schlosser zu holen, versuchte sich ein alt, sie wurde 1325 bereits in den Stadtbezirk einbezogen, die erste Stadterweiterung Gießens. Alt ist auch der „Neue Weg", er wird schon 1492 genannt. Die „Neuen Däne" sind erst nach der Erweiterung der Festung durch Philipp den Großmütigen am Ende deS 16. oder Anfang des 17. Jahrhunderts entstanden. Nach Bauwerken nennen sich der „Durgaraben" und die „Schloßgasse". Das „Kreuz" lag außer Halo der ältesten Stadt, und streß an die Grenze der Gemarkung Selters. Vielleicht bat hier als Grenzzeichen ein Kreuz gestanden. Tas „Wallthor" stand ehemals schon am Lindenplatz und fübrte in den nahe herantretenden Wald> weshalb es „Waldthor" oder „Waldparke" genannt wurde. Ter „Kanz- leiberg" führte an der „Kanzlei" d. h. am Heidenturm- Schloß vorbei, wo lange Zell die Regierung chren Sitz hatte. Die „Sonnenstraße" hat ihren schönen alten Namen „in der Sonne" nach einem Hause geführt, hat ihn aber leider umwandeln müssen. Gleichfalls nach einem Hause heißt die „Rittergasse". Ist ihr Name auch noch nicht sehr lange aus „Judengasse" umgeändert worden, so ist doch die Spur des Hausnamens „zum Ritter" bis in das 14. Jahrhundert zu verfolgen. In der „Kaplaneigasse" stand das alte Pfarrhaus, und in der „Kaplansgasse" hat vielleicht der erste evangelische Kaplan gewohnt, denn sie hieß vorher „große Tienst- gqfe". Die „Katharinengasse" aber hat Beziehung zu dem St. Kakharinenaltar der Prancatius-kirche. Bekannt ist der Ursprung des Namens „Brand" (nicht Drandplatz!) Im Jahre 1500 äscherte hier eine durch Blitzschlag verursachte Feuersbrunst 168 Häuser ein. Der „Lindendlatz" hieß im 16. Jahrhundert „unter den Linden" und „öxten gaffe" deutet ebenfalls aus Bauiwvrrchs hin. Die „Braugasse" führte zum jüngsten Gießener Brauhaus. In der „Mühlgaftse" trieb die dort durchfließende Wieseck die Mühlen der ^tadt. Tie Schulstraße hieß früher ^Wa gen gasse"; an ihr laa das Stadtwage-Haus. Die ^Lolkengasse" hatte im 18. Jahrhundert den Namen Blau- polten gaffe, hat aber mit Wolken nichts zu tun, sondern t)irb von dem Zunfthaus der Walker her genannt werden. Eine große Zahl Straßennamen, darunter die unverständlichsten gehen auf Personennamen zurück. Die „Flügelsgasse" (jetzt Tammstraße!) auf Henne Flogel (1873); die „Hundsgasse" auf ein Rittergeicylecht Hund (1289.1379); die „Zozelsgasse" auf Henne Zcooeczyl (1495); die Wetz- steinsgasse" auf Cunz unb Henne Wetzstein (1495); „Mäus- burg" vielleicht auf die angesehene Familie Maus (1464 ff.). Wehnliche Zusammenhänge können für die Dreibäuser- gasse, daS TeuselS-Lustgärtchen, die Malgasse, die Löwen- ga)fe und die Wettergasse angenommen werden. Für sie alle, mit Ausnahme des „Teufels-LustgärtchenS", liegen entsprechende Personennamen aus sehr alter Zeit vor. Ein „Tempel der Po eile". Dor einigen Jahren plauderte Eleonore Düse von ihren künstlerischen Plänen. Sie eräzhltc damals, daß sie den Plan g.h.gt habe, in Italien ein „dramatisches Bayreuth" zu schaffen, nicht zu weit ovn Rom, in den Albanerb^rgen, etwa am Nemi- jee. Sie sprach davon, „wie schön eS wäre, wenn die ^Heater in einem Hain stauben, dem AlllagStreiben entrückt." Tiefes Ideal wird sich nun bald erfüllen. Erst kam die Nachricht aus Amerika, nun wirb ite durch den Mund Gabriele dAnnuiizivs, des Lichters der „To keck Stadt", bestätigt. Miß Pierpont Morgan und Miß Roosevelt haben versprochen, das nötige Geld zur Verfügung $u stellen „So werden Miß Morgan unb Miß bloofevelt", sagte der Dichter, ,ck>ie Stelle als Schützerinnen der Dichtkunst einnedmen, die früher von der Kaiserin Elisabeth von Oesterreich eingenommen wurde. Tiefe harte mir da- nötige Gsld zum Bau diese- „Tempel- der Poesie" versprochen. Die schändliche Ermordung der Kaiserin verhinderte 6ii jetzt die Verwirklichung dies-- PlancS, durch den ich der Poesie ihren richtigen Platz auf der Bühne anweisen will." Tas Theater soll im griechisch-römischen Stil erbaut werden wie das von dem Architekten Pallabiv in Vicenza errichtete berühmte Theater. Es soll nur im Frühling gespielt werden, „wenn die Poesie der Natur auf ihrem Höhepunkt steht." T'Aunuuzio hofft, im Frühling 1904 das Theater mit einem schon geschriebenen. Werk „König Numa" einzuweihen. Außerdem sollen Stucke von Aeschylus, Sopholles und Euripides dargestellt werden Fridrich Spielhagen'S Romane — Neue Folge» — Wohlfeile Lieferungsausgabe in 50 Lieferungen je 35 Pfg. Alle vierzehn Tage eine Lieferung (Verlag von L. Staackmann in Leipzig-. — UnS gingen bie Lieferungen 3 bis 6 zu, welche den Roman „SontiragSkmd" bis Seite 384 enthalten. TaS „Eountagskind" Ist em Knabe und Jüngling, aber der Titelheld ist nicht die Hauptfigur des Buches. Tiefe ist vielmehr die Tochter emes kalhv- lischen Geistlichen im deutschen Osten an der russischen Grenze, die durch Schönheit unb Geist alte Riänner fesselt, um uniüürbigen Situationen zu entgehen einen ungeliebten Aristollaten heiratet, jung verwllwet ihren Jugendgespielen, eben das „Sonntagokmd", wieder findet und bann nach kurzen Monaien des Eheglücks stirbt. Wir wollen noch ganz besonders auf bie Wohlfeilheit unb Gediegenheit dieser LiLftrunasausga.be aufine^'arn machen. Probelieferungen sind durch jede gute Buchhandlung zu beziehen. Berlin, 21. Jan. Dir lesen im „B. T.": Ter Vortragsabend des deut.chen ©dirif Jullerlnnenbunbcß im Ar- chillk.enhause vermittelte gestern abend den Berlinerinnen die Bekannt,chast deS Tia-tecS Wilhelm Holzamer, (der sich übrigens jüngst in Paris aujgLhalten hat. D. R) des Verfassers hissischer Toisgi.schichlln, deS P^ter Nocklcs usw., den begeisterte Verehrcr mit Gustav Frenssen in Parallele stellen. Die beiden Novellen, die Wilhelm Holzamer „Am Fenster" und „Pfarrers KÄchche", zeigten ihn ali den fernen Beobachter unb trefflichen Schilderer kleinstädtischer unb dörflicher Verhältnisse, itnb in feiner ruhig breiten Darstellung bet ernsten Leben-betrachtung unb bet herben Frische aÄ einen Vertreter echter Heimats- kunft. Seine Gedichte aus der Sammlung Earnesi Eolonna, unter denen besonders „Wiederkunft" unb „Alniib am Meer" gefielen, litten unter ber Wiedergabe in einem harten Dialekt und mangetnber Bortragslunft. 1,0° o. Drogerien, Fabr. I. tviolh, Hanau. 856 (Loursbevicht uon Joseph lierz, Bulkgeschäft, Gießen, Neuenbäueii 41 Hof im Der ge- Die hat raten waren. TaS Feuer konnte rasch gelöscht werden, beschädigten Ballen wurden gelandet. Der Dampfer keinerlei Beschädigung erlitten. 'Kusel i. Pfalz, 21. Jan. Im benachbarten stieß em Bergmann einem Arbeiter bei einem Streit Wirtshause gleichzeitig zwei Messer in den Leib. • Bremerhaven, 22. Jan. Der hiesige Fischerei. Kämpfer »Kommandant* ist von seiner Fangreise in der Nordsee bisher nicht heim gekehrt. Es gilt als wahr- scheinlich, daß der Dampfer mit 10 Mann unter- Meteorologische BeodtZchtuugeu ________der Station Gissten. anann an zusammengebundenen Stricken aus dem Fenster der drei Treppen hoch gelegenen Wobnung herabzulasien. Der Strick riß jedoch und der Mann, ein früherer Schlafbursche, der mit der Frau des Arbeiters ein Verhältnis unterhielt, blieb schwer verletzt liegen. Die Frau machte einen Selbst- Mordversuch, indem sie sich einen Reoolverschuß in den Kopf beibrachte. Vorher hatte sie chre neunjährige Pflegetochter durch einen Schuß verwundet. • Nachklänge zum Pistolenduell im Grünewald. Daß der vom Oberleutnant v. Grawert erschossene Flensburger Rechtsanwalt Dr. Aye sich anfangs energisch gesträubt hat, auf ein Duell einzugehen, haben wir schon mitgeteilt. DaS Duell sollte schon vor Weihnachten statt- finden. Aye hat eS durchgesetzt, daß das Fest vorübergehen konnte, ohne daß er sich schlagen mußte. Dann sollte sicherem Vernehmen nach das Duell vor 12—14 Tagen bei Flensburg ausgefochten werden. Aye bewirkte, um unnötiges Aufsehen zu vermeiden, daß eS verschoben und in den Grünewald verlegt wurde. Endlich gab eS für ihn kern Ausweichen und kein Zögern mehr, und so trat er seine Reise in den Tod an. Er reiste am Mittwoch vergangener Woche Arbeiter war sofort tot. Die anwesenden Gäste sielen darauf über den Mörder her und erschlugen ihn. * Paris, 21. Januar. Im Quartier latin gibt eS jetzt häufig Studenten. Unruhen. Auch gestern kam es zu Kundgebungen gegen einen Professor der Medizin, waber die Polizei einschreiten mußte, um die Ruhe wieder herzustellen. — In Compiegne versuchte ein Leutnant mit seiner Geliebten Selbstmord zu begehen. Sre öffneten die Ofenklappen m ihrenr Zimmer. Das Mädchen starb, während der Leutnant inß Leben zurückgerufen wurde. Eme Untersuchung wurde eingeleitet. Paris, 22. Jan. Etwa 3000 Studenten veran- gegangen ist. — In letzter Nacht wurde an Bord oeS im Kaiserhafen liegenden Dampfers »Karlsruhe' Rauch bemerkt. Bei näherer Untersuchung stellte sich heraus, daß einige zur Ladung gehörige Baumwollballen m Brand nt tot sich « 6t«* "' orrMlsen. w |U H-I-N, rt* Eljettvchn-Zeituug. München, 22.Jan. Die Einnahmen der bayerischen StaatSdahnen im Jahre 1902 betragen inSgefamt 102 800 000 Alt., mithin 2 265 715 Mk. mehr als im Vorjahre. Stuttgarts 22. Jan. Die Einnahmen der iu ü r 11 < n> bergischen -vtaalseisenbahnen betrugen im Jahre 1902 zusammen etwa 57 Millionen gegen 56 Millionen im Vorjahre. Die Ziehung 4. Klasse der L H e s s i s ch . D h Ü r i n gi- schen (Mitteldeutschen) StaatSlotterie findet bereit- am 2 8. Januar statt. Wer seine Spielerrechte wahren will, versäume eS daher nicht, sein LoS umgehend zu dieser Klass« zu erneuern. 743 Sie armen' ^inc0e8-^enmV®: id)t, Händen oder mit Frostballen behaftet sind, werden bei der Kalte entsetzlich durch ihr Leiden gequält. Möchten doch die Eltern einen Versuch machen nut der für diese Leiden einzig dastehenden ObermeyerS Herba-Leise, die in kürzester Zeit Heilung bringt Zu haben per Stück 75Pfg. und Alk. 1.25 in allen Apotheken und von FlenSburg ab, weil er, wie er sagte, in Altona in An- waltSgeschüsten zu tun habe. Er wollte jedoch bereits am Donnerstag zurückkchren. Statt seiner kam am Mittwoch abend eine Depesche auS Altona an seinen Bureauvoi^her, daß er am Donnerstag noch nicht zurückkehren werde, da er geschäftlich noch nach Berlin müße. Am Freitag fand bann, wie bekannt, das Pisiolenduell im Grünewald statt. — Die Nachricht von dem Duell und fernem tragischen AuSgange telegraphierte der Sekundant AyeS, Hauptmann 0. d. Mar- witz, an seine in Flensburg weilende Gattin, und diese begab sich mit noch einer Offiziersdame zu Frau Aye und gab ihr Kunde von dem Geschehenen. Vor seiner Abreise auS Flensburg hat Dr. Aye seine Angelegenheiten, sowohl die persönlichen wie geschäftlichen, bis mS kleinste Detail geordnet. In feinem Schreibtische fanden sich die geauesten Bestimmungen vor, und bereits am Freitag nachmittag übernahm Rechts- anwalt Dr. Lledke, bisher in Kiel, ein Freund und Studiengenosse AyeS, daS Bureau und die Praxis, so daß geschäftlich alles ordnungsmäßig weitergeführt werden konnte. Angesichts all der Umstände und vorbereitenden Vorgänge, die dem Duell oorangingen, unterliegt eS feinem Zweifel, daß weitere Kreise Kunde von dem bevorstehenden Ziveikampfe gehabt haben. ES wird denn auch allgemein behauptet, daß dieses der Fall gewesen sei, ja, eS wird sogar behauptet, daß eme bestimmte Behörde davon unterrichtet gewesen sei. Was sonst noch über daS Liebesverhältnis AyeS und desien nähere Umstände im Umlauf ist, entzieht sich in den Einzelheiten der Berichterstattung, 'Berlin, 21. Januar. Nach einem Telegramm auß Lübeck kamen in Lütjenburg und Rostock vier Schulknaben, in Neu-Brandenburg 2 Maurer und in Braak ein Knecht durch Einbrechen auf dem Eise ums Leben. * Magdeburg, 21. Januar. Im Hotel ,Weißer Schwan “ erschoß s l ch in der letzten Nacht ein den besseren Ständen angehörender aller Herr. DaS Motiv zur Tat ist unbekannt. * Köln, 21. Jan. Wie auS Mülheim a. Rh. gemeldet wird, entstand in der Malzfabrik von Corner u. Co. gestern nachmittag zwischen 5 und 6 Uhr Grobfeuer. Zwei übereinander liegende Malzdarren wurden ver- mchtet. DaS Feuer ist vermullich durch Selbstentzündung entstanden. * Kassel, 21. Jan. Zur Angelegenheit des ebemali- aen Treberdirektors Schmidt, der sich hier in Haft befindet, erfährt man, daß die Voruntersuchung aeaen ihn wegen betrügerischen Bankerotts nunmehr abyeschtoften ist, und die Akten vom Untersuchungsrichter an die Staatsanwaltschaft zur Erhebung der Anklage übermittelt sind. Dann wird sich, wie wir jüngst mitte itten, die Anklage- kammer am hiesigen Landgericht damit zu befassen haben, um zu entscheiden, ob sich Schmidt des Verbrechens, das ihm zur Last gelegt wird, hinreichend verdächtig gemacht hat und dem Schwurgericht zu überweisen ist. Tie Betrugs- anklage befindet sich noch im Stadium der Voruntersuchung. • Nierse bürg, 21. Jan. In der letzten Nacht entgleiste bei Ammendorf em Gülerzug. Von dem Zuge, welcher in drei Teile zerrissen wurde, wurden fünf Wagen zertrümmert. Der Schaden ist bedeutend. (fkrirtitsfatil. 8 Wetzlar, 22. Jan. An den Gießener Markttagen am 6. und 20. d. M. wurde überall in den Obren*- orten unseres Kreises von feiten der Dolizeiorgane die schärfste Kontrolle geübt über etwaiges vom Markt zu Gießen ein geführtes Bich. Bekanntlich wurden auch im vorigen Jahre mehrere Viehhändler zur Anzeige gebracht, da sie ohne polizeiliche Anmeldung und tierärztliche Untersuchung Dich in den Streik eingeführt und weiter vertäust hatten. Dicserhalb wurden in diesen Tagen am hiesigen Schöffengericht acht Viehhändler vorgeladen. Allein die Vertreter der Angeklagten beriefen sich auf die Urteile des Land- und Kammergerichts, wonach die betreffenden Verordnungen als ungültig erhärt und frühere Angeklagte bereits sreigesprochen worden sind. Der Gerichtshof gab daher diesen Einwänden Folge und erkannte für sämtliche Angeklagte auf Freisprechung, unter U.l'ernahme der Kosten auf die Staatskasse. Dresden^ 20. 3an. Sech« Studierende der hiesigen ^.leraiztiichen Hochschule, die den Verbindungen „Saxonia" und „Wvnuma" angeboren, wurden zu je drei Ni 0 n 0 t e n Festung verurteilt, weil sie mit scharsen Schlägern BestimmungS- Mensuren auSgelochten haben. London, 21. Jan. Heilte vormittag begann vor drei Richtern, cuischlielzlich des Lordoberrlchters, der großes Auiseyen erregende Hochverratspro^eß gegen das I arlamenis Mitglied Lynch wegen feiner Teilnahme am iran«oaalfnege. Da es sich um einen politischen Prozeß handelt, weicht das Verfahren erheblich von dem gewöhnlichen ab. Lynch erklärt sich für mchtschuldig. Der Generalstaatsanwalt führt zu Beginn der Verhandlung aus Lynch sei als britischer Untertan lOuo als Benchterltatter einer französischen Zeitung nach Ludasrila gegangen und habe später die Waffen gegen England ergriffen. Loudon, 22. Jan. Bei Verhandlung deS Hochverrats- Prozesses gegen das Parlamentsmitglied Lynch sühne der Verteidiger aus, ein englischer Untertan, der sich freiwillig in einem fremden Staate naturalisieren lasse und in der Zeit eines Krieges gegen diesen Staat kämpfe, könne nicht mehr als englischer Untenan angesehen werden. Lynch fei daher nicht mehr wegen Hochverrats antiagbar. Sehe der Gerichtshof ihn noch als britischen Untenan an, so müsse ihm in Australien, wo er geboren sei, der Prozeß gemacht werden. Der Generalstaatsanwalt erwiderte, Lynch habe eine offenkundige HochverratLhandlung begangen, bevor er den 9laturalijationßbnef erhalten haben konnte. Tie Kriegserklärung hätte jeden englischen Untertanen abhaUeu müssen, mit den Feinden bei Königs Vereinbarungen zu treffen. Die Leistung des AaturalisationseidesLynchS sei an sich schon eine Handlung des Hochverrates. ArlieilerlnivrgiUig. BcrdterS, 22. Jan. Der Ausstand in ben Wollkämmereien ist beendet. Nachdem die Besitzer sich solidarisch erklärt und den Arbeitern ein Ultimatum gestellt hatten, wurde die Arbeit heute wieder vollständig ausgenommen. cs We TN1 bestanden ’JJft Pro. ?iaUr- und jilQw b^Uils ^stoßen Ä *ben, weich' 7 2 “ W«« 6i«»i ^9 ßefammelt wurde btr ,ec ^anilkosten jur'^r, *6umme soll nun bet. Müllte derselben als fti. * aus der Walbeck öd oerroanbt, die andere » das Geld t)aupifäd)lid) u «)ond für 6md)tung einti m Barnis überwiesen wn), 3° der letzten SiabtofM ange Auseinandersetzung über 'vmeS. Seitdem bet Lm : an der Höllgaffe uni kr rooiben ist, vethaM m m emgefriebigt werben foQ, Wiederhei-eller des Mm», lebiauit'g vorgelegl, aber bitjti rcheht, wird bekämpft. MIK btr verfaßt, und diese Den!« jJlagiflcat zur Rückäußerung er Regelung liegt daran, datz »rechen haben, die Stabt, du lombauöerem. Zum 6d)luf Vergebung der Arbeiten 'c Schon medecholl \\\ MrGta ilen an auswärtige Wtfdp )0t tS auch mit den zwei hiesige Geschäfte hra jnrr Geschäst, dm die rwtrtige Arbeit geliefert ii g darüber, ob bei dn M- ■ Behörden die nötige ole obgewaltet hat, und w •n sich in gleichem dem iLlagislraUuc E Versammlung übemieien. , , ZM Wt i ifitin 00 ; wDon 1 611 bi« fc* n ^‘y.Tfciabe uiu ift < t ,ines W k * ** bet ruil* « *4 alk ** -ml) ÖW einen h wieder die 1151 M w VÄÄ statteten gestern aberü) Kundgebungen int lateinischen Vicr- tel. Ter Polizcipräfekt batte Kfnntnis hiervon erhalten, daß sie zum Elysee ziehen wollten. Er ließ daher die Brücken absperren, wodurch der Wagen- mid Tramway- Verkehr aus mehrere Stunden unterbrochen wurde. Trotzdem gelang es ca. 800 Studenten einzeln die Brücken zu passieren, und diese zogen nunmehr über die Boulevards des rechten Seine-Ufers zum Concvrdien-Platz, wo sie, vor den Redaktionen der großen Blätter „gegen die Brutalität derPolizei" protestierten. Es kam zu verschiedenen Zusammenstößen mit der Polizei, wobei 40 Studenten verhaftet wurden. Um 8 Uhr war die Ruhe wiederhergestelll. * Brüssel, 22. Jan. In Forest sind auf bisher unaufgeklärte Weise 35 Kilo Tynamit verschwunden. Eine Untersuchung ift emgeleitet Man vermutet, daß das Tynamit gestohlen wurden ist * Havre, 21. Januar. Heute mittag brach an Bord des Ozea ndampfe rs ^La Touraine^ ein außerordent- lich heftiges Feuer aus. Trotz schneller Hilfeleistung sind der Salon erster Klasse und die Luxuskabinen zerstört worden. Das Feuer breitet sich im Schiffsraum ans. Marseille, 21. Jan. Zwei im Hafen beschäftigte Arbeiter wurden gestern infolge Bruchs der Kette an einem Krahn von der herabfallenden 2000 Kilogramm schweren Last vollständig zermalmt. * V e n e d i g, 21. Jan. Ter Gemcinderat bewilligte außer dem für den Wiederaufbau des Glocken-^ turmes berells ausgervorfenen Betrag von 5OOOOO Lire einen Kredit von 850 000 Lire, um gemeinsam mit der Regierung zu den Kosten sür die Wiederherstellung der Kunstdenkmäler der Stadt beizutragen. Ter Bürgermeister erklärte, die Schäden würden leicht zu beseitigen fein; die Arbeiten seien bereits gut vorgeschritten. Tie im Auslande verbrelleten ungünstigen Gerüchte über den allgemeinen Zustand der Bamverke der Stadt seien völlig grundlos. * Wien, 21. Jan. Der Finanz-Oberauffeher Knirsche hat heute mittag in seiner Wohnung im Prater seine beiden kleinen Knaben im Aller von 8 und l1/, Jahren am Fensterriegel und darauf sich selbst an der Türklinke auf- gehängt. Alle drei wurden tot aufgefunden. Die Motive zur Tat sind unbekannt. * Johann Orth lebt? Die ^Frkf. Ztg." hatte dieser Tage einen Aufsatz veröffentlicht über .Johann Orth und fern Vermögens Der Verfasier hatte seine Darlegungen mit dec Bemerkung geschlossen: »Die Annahme, daß Johann Orth noch am Leben sei, ist also nach unserer innersten lieber- zeugung durchaus haltlos und durch fein einziges ernsthaftes Anzeichen zu belegen. Deshalb wird die Sage von dem verschollenen, aber dennoch lebenden Erzherzog noch lange nicht erlöschen.' Jetzt wird dem genannten Blatte aus Wien geschrieben: »Weshalb die Geheimnistuerei? Johann Orth lebt in der Provinz Parana in Brasilien, hat die schönste Farm und zahlreiche Famllie. Achtungsvoll Einer, der mit Orth gesprochen hat.- Höchste Temperatur am 21.—22. Januar — Niedrigste , 21.—22. » — 7F" 0. Januar ometer uf 0- «ziert peratur Luft olute itiafeti afrot htigkell Windrichtung -stärke Wetter 19U3 Bar ai red Abf Feucl 1 K 23. 8" 758,8 —1,8 2,8 61 80E. 1 Sonnenschein 22. 9M 752,4 —7,8 2,4 86 NE. 2 Heller Himmel 23. 749,6 —M 2,0 88 NE. 2 Nebel a® - ttourje Dom a ttonr e vom H ttourfc vom t 1 Courfe vom jj) Eourfe vom ttourfe vom 22. 22./1. 15./1. 22./1. 15./1. 22./l.| 15./1, 1 22^1. i 15. 1. T) 22. 1 | IM. V 22./1.I15J1. 8K 8 3X 8 4 8X 4 4 3X 3 »V, 1 l t >*/, i 1 1 t IX i l 1 Staatspapiere. Deuifche. D. ReichS.-Änl do. . . Preuß. ConsolS do. . . . Vadische . . . do..... Bayer. Su-Odl. Du. . . . Hess. St.-Odl. . do. . . do..... Württemberg. . Bremen o. 1899 Hanibg. v. 1899 AuSl-moischt. Bosnier . . . Grucy. «S.B. von 1890 . . . Gnech. Monop. Italiener llitnle do..... Oesier.Silberrte Oester Goldrie. Portug. Staat. do..... Rum. am. Rte. Rumän. v. 1890 Gow. Russen v. 1880 . do..... Ruffen v. 1902 I Serben o. 1895 Spanier , [ 102.— 102 95 i i i 4 Türken Lit. B. do. „ C. do. „ D. Ung. Goldrente do. Staatsrenle deSgt. . . . Argeut. v. 1887 do. Gold v. 1888 do. äuß. d. 1897 Chile Gold-Aal. Lhinefcn. . . do..... bv. .... Mexicaner Sen« 1—4 . Mesicaner v. 9v do..... Provinz« und Ztaoie-ünleihe. Overl,essen . . Siarkeudurgcr . Rheinpr^vuiz . do. ... Gießener. . . do..... Frankfurter. . Darutiiädier do..... Mainzer. . . Offenbacher Wormier do. ... Heidelberger ’l’iannljciiner . Bao Nauheimer Liffaboner 60.- 33.05 80.25 102.— 58.50 32.95 29.70 101.95 4 l1/, Wiener 1902 . Buenos-Aires . do..... 101.90 40.80 102.10 40.30 Gclfnkirch.Brgw Harpcner „ Hibernia , Laura „ Hörder _ 3lfe Phönix , Hoefch Stahl . SchaikcriÄrubm fiÄaßöeburger Bergwerk . . Buderus. Pfandbriefe. Frankf.Hypotbk. Serie 14 do. Serie 15 Frkf.Hyp..tLreb., Berein 1905. do. 1906. do. tilgbare Frh Lanbwtsch. Hamburger Hy. potheken.Bank 6rr. 141-260 do. unkündbar bis 1910 do. Serie 44 diS ISO. do. Heru801 biS 310. Meiuing. Der. 8 do. cbg. . Preuß. Boden- Credit . . Rhein Hyvoth.» «ank 1907er do. 177.6t 177.50 174.56 218.56 111.- 187.- 125.— 149.25 856.75 108*40 103.— 101.10 96.60 100.— 101.40 96.50 96.50 98.- 100.50 102.75 9SH0 96.— 102.50 96.10- 101.80 103.-! 97 -I 178.- 176.75 176.- 219.2t 113.75 186.— 127.30 149.— 856.50 109^50 103.- 101.— 96^0 100.- 101.40 96.40 96.40 98.20 1OU,- 102.75 95.10 102*50 96.10 101.80 103.- 97.- 4 4 3 /» 4 4 4 4 4 6 0 3 8 4 r/» tv» 4 5% 4 4 1 Preuß Teatral- Boden . . . Westdeutsche. . do..... Preuß. Hypoth.« Akl.'Bt. abg.. Tisenb.-Priortt. Dux-Bodenbach von 1891. . Sliiab. fteuerfr. Franz Joleph Kaichau-Oderbg. Oesterr. Ittord- weftbahn B. . do. Südbahn iLomd.) do..... do..... Raab-Oedendg. Edf. . . . Rudolfbaha. . Jtat. staatl. gar. S. B. . . . Livornefer . . •erb. 6«. ft fr. 6«- ■ ■ ■ •eilhardbahn . 3V, 8 4 S Wladikawk Üb fteuerfr. . . Anatotier . . Ealon^Monaß. Lose M Prozente». Bad. Lhlr. 100 Bayer. Lhtr.100 Äothaer Pram.» Pfdvr. 1. . . do. 1L . . Loln-Mindener ibiaOriöer . . Meingr Pram^ Pfddr. Lhlr. lüu . . . Oefterr. v 1860 do. v. 1854 c-tdenb.Thlr.40 Lurk. FrS. 400 Unverzinsliche pt. Stuck u. UH!. Ansbacher st. 7 Augsburg, st. 7. Br>chw.Lhlr.9O Ktnnldr.rhtr.10 Mailand KeS.4t> do. ArS. 10 Oefterr. st. 100 von 1864. . Pappenh. st. 7 Meininger st. 7 Ungar. Staat» st. 100 . . Benelianer 8.30 100.2t 103.6*1 65.90 148.40 112^— 137.60 52.50 157^50 184.- 131.60 133^0 64.90 86.40 58*— 19.50 428.- 88.60 31.40 347.40 100.- 103.40 64.40 147.80 160.90 _.L 102.80 137.- 5120 136.10 155.50 185.— lf\20 61 — 35.60 141.60 80.89 6L- IKfiO 429.- 88.50 30.60 347.20 30.90 92.10 102.70 92.20 105.70 101.10 105.70 101.90 105.60 101,25 90.— 101.40 100.— 101.60 42.— 45.75 103.50 101*55 103.20 60.- 31.90 99 60 88.20 97*30 10*0.60 78.75 89.60 91.65 102.70 91.55 105.75 101 15 105.70 101.70 106.60 101.— 89.60 101.20 101,60 41.— 45— 101*20 103.25 60.- 82.05 99.5(i 87.80 100.90 100*40 78.50 4 8X 5 4 X 4 4J4 6 5 AH 5 3 3H 3X 4 8 >4 4 3K 4 an 4 3H 31 , 4 V/, 4 100.— 94.10 90.60 80.90 74 10 92.50 104.90 1O0.5O 91.90 38.50 101.76 24.90 100.50 lOo.oO 104.20 10O.30 103 40 99.30 99.90 102 40 108*80 99.30 99 lu| 103.60 98.801 80.70| 99.45 98.15 80*— 74.— 91.75 105.— 100.50 91.8. 37.85 101.10 25.8< 100*50 104.20 100.3« 99*1« 99.9u 99.20 99.20 99. - 103.2b 99.- 99 - 103.00 98.90 78^0 4 3V, 6'/> '>‘k «7• 2 7 11 8 4 3 5 8' . 14 20 10 8 10 10 1 Standest)rl Anl. SolmS-Braunf. do..... Vseob.-Birsteiu. Vonk-Attlen. Reichsdank . . Berg.-Märkische Bant . . . Berliner Bank. Berliner HdtSg. Darmstädter Bk. Deuifche Bk. DiScvnio-Gef. . Dresdner Bk. . Aationat-Bk. . Schaffhfr Bko.. Oest. «Lred.-Att. Industrie-AMe« Mainz.Brauern Farbiv. Höchst . do. ÄneSheim Slettr.Lahmeyer , Schlickert , Siemens u. Halske Maschf.Äneyner do. kleyer . Böckum Bergw. Loncordia „ Eschweiler , LKZrL^LZsi L KK, J S?_.._LLS__81_SS.I__U_8g*o'l *$SH I *181 100.60 97.75 99.30 158.- 94*50 159.90 136 80 214.80 193.40 148- 119.40 121.- 218. - 280.— 354.50 214.50 71.- 78.10 120.50 174.- 172.- 183L0 271.50 2Ä2— 4 3*/3 4 8!> 3*/, 4 4 4 »V. 8*/» 4 B‘/t 4 4 vu Bekanntmachung. Ls wird hierdurch zur öffentlichen Äenntni» gebracht, baß in unserem feuer- und dieb<»fichere« Tresor noch einige Deposttcnfücher zu vermieten sind. Nähere Aus- kunst wird von unseren Raffen (rannten erteilt Gießen, am 17. Januar 1908. 646 Der Direktor der Spar- und Leihkaffe Dietzen. Wiener. Bekanntmachung. Die an Dienstboten bewilligten Prämien können von Mittwoch de« 2L L Vtt». ab bei unserer Kaffe in Empfang genommen werden. Gießen, den 19. Januar 1903. 645 Der Direktor der Spar- und Leihkaffe Gießen. Wiener. Liesermg mi Iksteiiei, KicS isn. Die Lieferung der zur Unterhaltung der städtischen Straßen hn Rechnungsjahr 1903/4 erforderlichen Tecksteine aus Basalt, des KieseS aus der Lahn und des BasaltgruseS soll, wie nachstehe,rd beschrieben, in 9 Losen am Dieutziag de« S. Februar, vormittag» 11 Uhr, öffentlich verdungen werden: a) Deckstetue (Basalt) Lagerplätze: Bezirk I LoS I 280 Kbm. Marburgerstraße, Alter Dtehmarkt, Schbhenstraße. , n g II 100 , Wolsstratze, Schiffend ergerweg, Erd- kauterwea. , HI , m 100 , Verlängerte Liebigstraße, Pumpstation, b) KieS ans der Lahn LoS IV 860 Kbm Am Schlachthaus, Weserstratze. , V 860 , Am alten Friedhof, Stephanstratze (Real- schulgrundstück). e VI 850 „ Pumpstation, klinikstrahe, Er ebn erftraße, Mittelweg. o) VasaltgrnS t VH 100 w Am alten Biehmartt. , VIII 160 , Am alten Friedhof, Stephanstraße (Realschulgrundstück). w IX 100 , Mittelweg, Ecke Klinik- und Trednerstraße. Die Bedingungen liegen während der Drenststunden auf unserer Amtsstube, Zimmer Nr. 6 deS Büraermetstereigcbändes, zur (itn- ficht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis »um obengenannten ^eitpunft orrschloffen und mit entsprechender Aufschrift versehen bet unS einzureichen. Beim Angebot von Steinen und GruS aus unbekannten oder neu angelegten Steinbrüchen sind Proben mit den Angeboten einzureichen. — ZuschlagSirist 8 Wochen, Gießen, am LI. Januar 1903. 784 StLvttsLr» riesbarumrt. Braubach. Gaskoks. In der Stadtoerordneten-Dersammlung vom 22. d. M. wurde beschlossen, die am 10. April d. I. festgesetzten Preise dis aus weiteres beizubehalten, mit der einzigen Ausnahme, daß der Preis für Nußkoks, Größe Nr. L um 5 Pfennig für den Zentner herabgesetzt wird, sodaß die NußkokS Nr. 1 und 2 jetzt gleichen Preis haben. Die KokSpreife stellen sich hiernach wie folgt: Für den Zentner ab Verkaufsstelle: etfltf-Äor» .............. i^o Ntr. SUttz-Kok», ««»schließlich trocken gelagert, in zwei verschiedenen Korngrößen iür Stubenheizung und für wette und enge Osenschächte paffend zerkleinert: Größe Nr. 1, etwa« größer als burchschnitv- liche Korngröße deS Anthraeit, gangbarste Sorte......... 1^26 Mk. Große Str. 2, kleiner als durchschnittliche Korngröße deS Anthraeit...... If26 Mk. Zu Wageuladuuge« voll »mdesteuö 86 Zeumeru: Stückkok»....... 1,0b Mk. «ußkokS Rr. 1.....1,20 , Rußkott Rr. 2.....1,20 , Bei Eulaahme vou miudesteuS 200 Zentner«: Etückkok».......1,-313. RußkokS Nr. 1.....1,16 , NnbkokS Str. 2.....1,15 , Für Koksabnehmer, welche zwei «ud mehr Doppelwaggonö beziehen, ermäßigt sich der Preis um weitere 5 Pfg. für den Zentner. Für Anfuhr an da» Hau» werden ü Pfeunig für den Zentner berechnet. SB. Sosern das Verbringen der Koks — bis zu 6 Zentnern — auf die betr. Lagerplätze (Keller, Stall ic.) mit keinen: außergewöhnlichen Zeitauflvand verbunden ist, geschieht die« ohne besondere Vergütung. Gaswerk findet nur ein Verkauf von über 5 Zentner Koks statt: dagegen ist bei folgenden hiesigen Firmen der gkiiin.-rtaf her Gaskoks von 1 bis 5 Keutuer eingerichtet, nämlich bei den Herren: Bacheuheimer * Schaumberger, Morburgerstraße 22, Andreas Euler, Steinstratze 11, goh. Fischer, Alicestraße 19, H. Hof, Bahnhofstraße 84, Hebr. Kahl, F:ank!urtcrstraße 161, Ed. Klinket, Bahnhofftraße 10, Emil Lotz, Kirchenplatz 9, Emil Ptftor Nachfolger, Marktstraße 10, Georg Schäfer, Lichtrstraße 2, August Struck, Bislnarckstraße 6, Georg Unverzagt, Kaplansgaffe 5. Diese Firmen berechnen obenstehende Preise unserer GaSkvkS samt Anfuhr wie das Gaswerk und verabfolgen dieselben auch in Mengen unter 6 Zentnern. . . Die Preise unserer GaskokS für die Abnehmer außerhalb der Gemarkung Gießen ermäßigen sich um den Betrag der Vktroirückvergutuug von 4 Pfg. für den Zentner. Gießen, den 81. Dezember 1902. 8086 Städtisches ®aö- und Wasserwerk Gieße«. Otto Bergen. Oitw Ei» 5.1 Die Eisbahn ist von heute ab von vormittags 11 Uhr bis abends 7'/, Uhr (mit Ausnahme an Konzerttagen) fortwährend geöffnet. Ein Zuschlag für die elektrische Beleuchtung wird nicht mehr erhoben. 674 Gießen, den 20. Januar 1903. Der Vorstand. Verdingung. Die bei Vornahme baulicher Veränderungen im Gebäude befl alten Arresthauses in der Sandgafse erforderlichen Maurer., Weißbinder- und Schreiuerarbeiteu sowie die Ausführung einer elektrischen Klingelanlage daselbst sollen Mittwoch, d. 28. Jan. d. I. vormittag» 11 Uhr öffentlich vergeben werden. ArbeitSbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienstslunden auf unserem Bureau, Zimmer Nr. 8 — Schreibstube — zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bi» zum genannten Termin bei uns einzureichen. — Zuschlagsfrist 14 Tage. 736 Dießen, d. 21. Jan. 1903. Städtische» Hochbauamt. I. V.: (Kerbel. Mchmer Ruder-Gcscllschast von 1877 E. V. Unsere verehelichen Mitglieder laden wir zu dem am Samstag dem 24. Januar 1903, aöends 9 Nhr, im gafe Göel stattsindenden Herren Abend no4mea Der Vorstand. Das gemeinschaftliche Abendessen findet präzis 8 Uhr statt: Herren, die stch hierfür noch nicht eingezeichnet haben, bitten wir, dies bis Donnerstag den 22. Januar bei Herrn Hch. «oll, Mausburg 7, zu bewirken.666 1). <) Verdingung von Fährlöhnen. Da» Anfahren von Holz u. f. w. für die städtischen Anstalten, sowie die Leistungen der TageSsichren für daS Rechnungsjahr 1903/04 sollen Mittwoch, den 4. Februar vormittags 11 Uhr öffentlich verdungen werden. Die Bedingungen liegen auf unserer Amtsstube — Zimmer Nr. 6 deS Bürgermeistereigebäudes — zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt einzureichen. Zuschlagsfrist 8 Wochen. Dießen, 21. Januar 1908. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. 786 1MM ÄpelersKaffee in jedem Haushalt Diuta tat) Sii9 e. PreisvBraa- Hfll iNTVorraoteflni flealltlie. fcattM fropfUMt eift#ngnm<» Emil F'lechbach Glessen. JSI Stahlpanzer» Heldschranke, feuer- und fhinficher, tbermlt- und diebessicher. J. C. Peirold. Deldschrcmkfabrik, Magdeburg. Preise äußerst billig. 366 Illustrierte Kataloge kostenfrei. 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J)l< Kiotdeude pro 1903 6rtt4flt 30°/n der Iaürc»prä«ie bei den nach Dividendenmodus I Versicherten, 2*/,e/e der tu Knmma gejahkiea AaSr^opräm e« und l1/*0/» der in Sa «ms gezahkteu A«8re5--rgävzungs-^r Unser Verlk nntfrm 22 > Siebt J lamentgrischen J Vebel will die E tS weiter. 5ein allentholbei: sich erhielt zuerst dai halttnet Sroll gle Mdeueit Leriirte BundeSrat^tisch v Minister Budde tt sbei uni in Sie eligen Leutnants Podbielski, den V sieht an allen Scki LandeSverteidlguni Geschütze für die — „Jnsftuinente y daö ist die jhittui, willigt werben sol Gebiet begiebt, toi dann wird der M rusSmilitürS betet nalen Politi! über stimmung gegen Beratung des letz Reick-marineennts England „an die Tirpitz, der Mar kvpfschüüeln zurl ung der ffltßierun zeichnete Met ati übrigen rertoi er j rinder Meli, bt 8u weil ja gestrigen und t lnnilerS, iu der er versagte ihm zeidvck unverdrossen, unter am Prüsidium anr tzun ssall Lrupp i Terrain, als er die rnibJjnbujtriaMrfai N/°'sers mit dem Ml daraus hin i&te hi ®»’MeS Lle l°ii° teil des K ^QTlatnenta- ®[»*BnriTonw'- ” »Ur S-KS pstzs weisun »Ä de?K Ära M . möfe £$1 des |0, 'Halten J mniUtl9 an ^lsch/en A?.^nnen" Von ber ^nf au Cef Hub tjH !« Lund Lflse 8BÖSÄ.1