153. Jahrgang 9 General-Anzeiger '•M Erstes Blatt V?r. 300 Hrschetnt täglich aufeex Sonntags. Dem (Siebener Anzeiger werden irn Wechsel mit dem Kesfischen Landwirt die Giehener Zamtlien. htäller oievmal tn der Woche belgeiegU fftolaiioiicbrud u. Verlag der Brühl 'ichen llnwers.-Bnch- n. Stern- vrnckerettVretichErbenl Vtebuklron, Lrvedrtwn und Druckerei: Schntflratze 7. Ulbrefie tüx Depeichenr Anzeiger Gießen. ^fvnivi rd)uiü*luti Wt 51 die Post Mk 2.- ütenel- jäbrL ausicht. Bettellg. Annahme von Anzeigen fti öte Lagesnunnner jl9 oormtllagfl 10 Uhr. > etienprrrO iotal 12Pt^ auflipdcil 80 Pig. D«ianlt»e rlHdb tüt den polti and ixügent« teil P Quito tüt ,Stadi und tsantr und ,Henchl«taa1" Avaust Göh füi den vln* tetaeitteU Pan 1 Beck. Dienstag 22. Dezember 1903 vezagdpreiär c monuMch7bPt.,vrerlel- mt)did) Mt. 2.20 durch Abhole. u. Zwergsteller .-iwnatltch 6d Pt., durch Deutsches Reich. Berlin, 21. Dez. Te^ Kaiser hörte heute im Nenen Palais Vorträge des Hande'lsministers Möller und des Chefs des Zivilkabjnetts v. Lucanus. — Zu dein Werhnacktsfeste am kaiserlichen Hose werden die kaiserlichen Kinder vollzäMg im Neuen Palais vereinigt sein, mit Ausnahme des Prinzen Adalbert, der bekanntlich zurzeit in Ostasien weilt. — Tas Befinden des Prinzen Waldemar von Preußen, ältesten Sohnes des Prinzen Heinrich, läßt trotz seines mehrfachen Kuraufenthaltes aus dem „Weißen Hirsch' bei Dresden in letzter Zeit zu wünschen übrig. Wie man aus Hamburg meldet, traf der junge Prinz in Begleitung seines Erziehers dort ein, um einen Spezialarzt zu konsultieren. — In der Rede des Kaisers bei den Jubiläumsfeierlichleiten in Hannover wird die Stelle über Waterloo von englischen Blättern, namentlich vom „Standard" und „Taily Cyronicle", abfällig kritisiert, und die „Times" schreibt, der Ausdruck, die deutschen T r u p v e n haben das englische Heer vor dem Untergang bewahrt, kling-e merkwürdig im Munde des Enkels einer britischen Königin, der selber britischer Feldmarschall' und ein ritterlicher Soldat sei und die Kriegsgeschichte genau studiere. Es sei zu belauern, daß der Kaiser Worte gebraucht habe, welche englische Ohren nur verletzen könnten . (Nach britischer Auffassung ist nämlich Wellington allein der Besieger Napoleons. Tiefer patriotiscke Geschichtsirrtum in England macht diese kleinlichen Nörgeleien halbwegs entschuldbar. T. Rd.) — Eine boshafte Insinuation gegen den Reichskanzler leisten sich die „Hamb. Nachr." (Nr. 589), indem sie am Schluffe eines scharfmacherischen Zwecken dienenden Leitartikels von einem Gerücht Notiz nehmen, „die A n g st v o r Ä t t b n t a t e n sei der eigentliche Grund", weswegen Graf Bütow nicht gegen die Sozialdemokratie vorgehen wolle. Tie „Hamb. Nachr." meinen, dies wäre eine Lösung des Rätsels, die im Interesse des Landes am meisten zu bedauern jein würde. Tie Tücke dieser Unterstellung ist — so schreibt dazu sehr richtig die ,Mln. Vztg." — so groß, daß wir empfehlen möchten, den „Hamb. Nachr.ch einmal gründlich mit der Aufforderung zu Leibe zu rücken, was sie davon „wissen". Tenn offenbar handelt es sich um einen einfachen „Schwindel". — Zu der größeren Belastung der ländlichen N e V ö l k e r u N g, die aus der jüngsten T e n k s chr i f t d e s Reichskanzlers über das Heeresergänzungs- geschäft des Jahres 1902 hervorgeht, und sich nn Verhältnis zu der städtischen Bevölkerung auf 58 Prozent zu 53 Prozent stellt, kommen noch verschiedene andere Momente hinzu, und zwar namentlich, baß das Land weit mehr Mannschaften zu den drei Jahre dienenden beritte n e n W a f s e n, namentlich zur Kavallerie, stellt, während die städtischen Rekruten, die mit vereinzelten Ausnahmen nicht mit Pferden umzugehen wissen, Mehr bei der Infanterie und den übrigen Fußtruppen eingestellt, und daher schon nach zwei Jahren ihrer Berufstätigkeit wieder, zurückgegeben werden. Ferner aber wird das Land in unvergleichlich höherem Maße durch die Einquartierung und zwar nicht nur bei den jährlichen Herbstmanövern, sondern auch bei den ^llfährlich stattfindenden Durchmärschen zu und von den Aianovern und-- den nach allen Richtungen des Reiches sich bewegenden R emo n t e ko m m a n d o s belastet, und wenn auch die vom Staat auf Grund der Urteile der FlurschädeneinschätzuNgsloMmis,tonen, bei denen bekanntlich das Zivrl überwiegend vertreten ist, gewährten Flurentschädigungen, in der Regel hohe sind, so entsteht doch durch das, was von den Quartiergebern über das Maß der ihnen vom Staate gezählten Verpslegungsbosten hinaus- aehend, seien es Offiziere >oder Mannschaften, an Verpflegung, Verpflegungs- und Lagerstelben-Einrichtungen, wie Geschirr, Decken usw., geleistet wird, eine besondere Belastung, So ist bezüglich der Verpfleguugslast z. B der Fall bekannt, daß ein Gutsbesitzer der Graudenzer Gegend sich seine Extrakosten für die Verpflegung der alljährlich bei ihm einquartierten Remontekonlmandos auf 2000 Mk- veraufchlagen mußte. Dresden, 21. Dez. In der zweiten Kammer wurde das Etatslapitcl über die Orden s kanzle i nach der Re- aierunqsvorlage bewilligt. Der freisinnige Abg. Günther stimmte gegen den Etat der Ordenskanzlei, da er die Lüden für überflüssig erachtet. ■ , Altenburg, 21. Tez. Dem Landtage ist em Gesetzentwurf zugegangen, welcher die A b ä n d e r u n g de s b e - st e h e i! o e u L a n d t a g s w a h l g e s e tz e s bezweckt. Wahrend bisher jeder Wähler den Namen des betreffenden Kandidaten im Wahlraum aus den nummerierteil Wahlzettel schreiben mußte, sollen in Zukunft auch gedruckte Stunm- Utpl benutzt werden können, die weder eine Nunliner zu tragen brauchen, noch der Hand des Wahlvorstehers zu entnehmen sind. In der Kommission nmroen Wunsche laut nach noch weiterer Vereinfachung des Wahlverfahrens. Es wurde ein Antrag eingebracht, die Regierung zu ersuchen, möaliVst in der nächsten Landtagspeiuooe emen GJqetH Entwurf vorzulegen, dem das Reichstags W ü h l g e s e tz r n Grund e gelegt ist. Der Antrag wurde jedoch, nachdem derRegierungsvertreter erklärt hatte, daß die Re- aierung für den Erlaß eines Wahlgesetzes im Sinne des Eteichstaosloahlgesetzes nicht zu hüben ,er, ab gelehnt. ärtu 21 W Die staatliche Schlachtvreh- oeriicherung des Fürstentums Reuß j. L. fat, tote im Dezirrsverem mitgeteilt wurde, während der letzten vier Monate einen Ueberschuß von über 10 000 Mark St Es soll darauf Hai gewirkt weroen, daß angestchrS dieser' Entwicklung die Versicherungsgebuhren ermäßigt Werdern Mußiand und Iupan. Tie Verschärfung der Situation in Ostasien wird anscheinend an oen amtlichen Stellen in Berlin noch nicht als derart kritisch betrachtet, daß der Krieg aus des Messers Schneide steht. Tie „Nordd. Allg. Zig." gibt der Auffassung in einer Meldung des Bureau Reuter Recht, daß die Hilfsquellen der TiP.omatie noch nicht vollständig erschöpft seien, wie das offiziöse Blatt hinzufügt: „Trotz bfcr sich gegenwär-ig häufenden pefs.mistischen Nachrichten". Auch die „Nat.-Ztg." meint, noch sei nichts Irreparables geschehen. Von diplomatischer Seite wird dem „Berliner Lokalanz." erklärt, es sei doch in Berechnung zu ziehen, und zu berücksichtigen, daß Rußland jedenfalls große Aufwendungen für die Mandschurei bereits gemacht und viele Millionen dort hineingesteckt habe. Da könne man Rußland nicht zumuten, einfach davonzugehen. Eine eminent praktische Frage wirft das „Berl. Tagebs." aus: „Gcht es Geld sür einen russisch-japanischen Krieg? England, nimmt das „Bert. Tagebl." an, sei nach Lage seines Geldmarktes nicht richt imstande, Japan eilte Anleihe zu gewähren. Zweifelhaft erscheine, ob Frankreich allein für sich das Wagnis einer russischen Kriegsanleihe übernehmen würde. In Deutschland würde kaum Geneigtheit vorhanden sein, dies Risiko zu teilen, zumal die deutsche Vankwelt auslättdische Anleihen nur noch im Einverständnis mit dem Auswärtigen Amt übernimmt, das seinerseits gewiß nicht die Verantwortung tragen wolle, einen Krieg in Ostasien zu erleichtern. In dieser Zwangslage für Rußland und Japan liegt in der Tat eine gewifse Bürgschaft sür die Erhaltung des FriedeN's im fernen Osten. Auch die Wiener japanische Gesandtschaft bezweifelt entschieden die Dtöglichkeit des Ausbruches eines Krieges. Aber bei der japanischen Gesandtschast in London ist man nicht mehr so durchaus optimistisch, wie es bisher der Falt war. Der Platt der Regierung Japans scheint nach! der Agence Havas darauf gerichtet zu fein, in Bezug auf die Vorschläge Rußlands an den Zaren selbst zu appellieren.. Der Vorschlag des Adtnirals Alexejew geht dahin, Petersburg zum Mittelpunkt der schwebenden Verhandlungen zu machen. In Tjch^mulpo und Maiampho sitrd zahlreiche Streitigkeiten zwischen Japanerrc und der koreanischen Bevölkerung vorgekommen. Japanische Telegraphisten halten die Telegraphenlinie von Soeul' nach der Küste besetzt. Man sprickK von der Landung japanischer Truppen zur Aufrechterhaltung der Ordnung, doch soll die Landung im Einverständnis mit der russischen Regierung erfolgen. Nach Korea wurdest ferner 60 Militäringenieure, welche die bisher an den japanischett Telegraphenlinien befchästigten Zivilingenieure ersetzen solletr, gesandt. Am Montag nachmittag war in der russischen Gesandtschaft zu Tokio eine Besprechung zwischen dem Minister des Aeußerrt Baratt Komura uuD beim von seinem Unwohlsein ziemlich wiederhergestell-ten russischen Ge- jatibteu Baron Iiosen. Baron Komura überbrachte dem Gesandten die Antwort Japans auf die Mitteilung der russischen Regierung. Diese Antlvort hat nicht beit Charakter eines Ultimatums. Das in Tientsin verlautete Gerücht, Japan habe Rußland ein Ultimatum gestellt, entbehrt jeder Begründung. Tie Antwort Japans enthielt das Ersuchen, Rußland möge gewisse in der russischen Mitteilung enthaltene Vorschläge, denen man besondere Bedeutung beimesse, nochmals in Erwä gun g zi e h en. Aus xrlaö! und Kanö. Gießen, 22. Dezember 1903. ** Personalien. S. K. H. der Großherzog haben den Kieisgeometer des Kreisvermessungsamts' Wörrstadt, Wilhelm Eppelsheistter I. zu Wörrstadt zum Kreis- geomete: des Kreisvermessungsamts Rtainz ernannt. ** Gelegentlich der Jubiläumsfeier der Alice-Jn- d N fi^r t e s chu l e in W öl ms richtete der Vorstand ein Hul- dtgungstetegramm an S. 51. H. den Groß Herzog, auf welches nachstehende Antwort eintraf: Ten Vorstcmos- mitgliedern, Lehrern und Schüterinnen der dortigen Aliee- Jndustrresckmle danke ich herzlich für die bei dem ^djahrigen JubtläüUt der Sckmle mir dargebrachte:'. Gruße und für den Ausdruck daiikbarer, Erinnerung an meine geliebte, unvergeßliche Frau Mutier. Ernst Ludwig. ** Kreis aus schuß. Am Samstag den 19. Tezbr. verbandelte der Kreisausschuß iu seiner öffentlichen Sitzung in Sachen betreffend die Ableitung der Jauche aus dem Euler'fck)en Grundstück, Hamistirraße M, 5; hier Rekurs des Karl Euler. Der SackMerhalt ist etwa folgender: Unterm 8. Sept. 1903 berichtete das Großh. Po- lizeiamt Gießen der Großh. Bürgermeisterei daß K. Euler dre tieriscben Abgänge nicht in eine pof. 7 des Regulativs vom 20. R-ärz 1869 entsprechend sestgemauerte ausgcstampste Grube leite, vielmehr Nach fremden Grundstücken abslienen lasse, worauf die Bürgermeislrrei Gießen unterm 12. desselben Monats den tiwler auf Grund des Art. 56 der Städteordnung aufforoerte, bis zum 15: Oktober eure Grube nach Maßgabe der angeful>ten BcMrMung Herrichten zu lassen, widrigenfalls diese Herrlchlung aus ferne Kosten vorgenonnnen werde. Gegen dresen Polizeibesehl verfolgten die Rechtsanwälte Grünewald und Leun namens oes Enter Rekurs au den KreiHau-jchuß. In der heutigen Verhandlung wurde durch die ^ertrehmung mehrerer ckeuaen seügestellt, daß bei Regenwetter und Eiehmärkten oas Brunnenwaoer der Witwe Volz immer trabe fei, .weck üou der Euler m/eu Hofra^e Was.er Üach der V^lz schen Hofracke fahre; bei trollettßm Wetter dagegen das Wajser immer klar gewesen sock Der als Sachperstandiger vernommene Danrat Die hm erklärt, daß die Euler sche Hoj- raite ordnnngs.ua ßig hergestellt und mit Cement verputzt sei. Rechlsanwatt Leun führte U. a. aus, bei starkem Regenwasser komme es überall vor, daß Abivässer von der einen Hosraite nach der anderen führten. Seinem Klienten lönne nicht jyiigemutet toerben, die t.erischen Abgänge zu halten. Tie Bürgermeisterei Eießen zieht den gegen ENler erlassenerl Potizei-Vefehl mir Rücksichr aas die Aeußerungen des Sachverjtärwigen, Baurat Tiehm, zurück. Der Kreis- ausschun hatte deshalb nur uuü) über die Kosten zu entscheiden. Nach geheimer Beratung verkündet der Vorsitzende, daß der Kreisausschuß befchlrs,en habe, daß die Kosten des Verfahrens einschließlich der anwattlichett Vertretung der Stadt Gießen zur Last zu setzen feiern Von der Erhebung einer Verhartdlungsgebüyr wurde abgesehen. — Als zweiter nutz letzter Punkt der Tagesordnurrg ist daS Gesuch des Wilhelm Schröder zu Siegen um Erteilung der Erlaubnis zum Betriebe einer Schankwirt- schast zu erledigen. W. Schröder zu Siegen Hut um Erteilung der Erlaubnis zuNt Betrieb einer Schankwirtschaft in Gießen im Hanse Brandplatz Nr. 13 nach gesucht. Tw Stadtverordnetenversammlung hat durch Beschluß vom 24. Nov. 1903 die Vedürfnisfr.age verneint mit der Begründung, daß in der fraglichen Gegend reichlich Wirtschaften vorhanden seien. Tas Großh. Polizeiamt Gießen hat sich gleichfalls im Sinne des Stadtverordnetenbeschlusses geäußert. Wenn auch gegen den Gesuch.steller Tatsachen Nach § 33 Ziffer 1 der Gewerbeordnung nicht vorliegen, und wenn auch das znM Betrieb der Schankwirllchaft bestimmte Lokal den pvlizeickchen Anforderungen genügt, so konnte der Kreis aus schuß in seiner nichtöffentlichen Sitzung vom 17. Oktober d. I. dem Gesuche nicht ftattgeben im Hinblick darauf, daß ein Bedürfnis zur Errichtung einer wetteren Schaukwirtschaft in der frag!. Gegend nicht vorhanden ist. Ter Kreisausschuß ginß hierbei von der Erwägung aus, daß in einer Enis er nung von 20 bis 375 Schritten von dem in Rede stehenden Hause nicht weniger als 14 Wirtschaften und 2 Brannllveinausschankstellen sich befinden, die reichlich genügten. Gegen diese Entscheidung beantragte Rechtsanwalt Senil zu Gießen mündliche Verhandlung vor dem Kreisausschusse, die heute stattfand> aber auf Antrag des ReclstsanwaUs Leun zur weiteren Beweisausuahme wieder vertagt wurde. — T-arauf wurde die öffentliche Sitzung geschlossen. ♦* Aus dem heutigen Militär-Wochenblatt. Prinz Alfred zu Vsenburg und Büdingen, Major ä. 1. s. der Armee, der Eharakter als Oberstlt. verliehen. — v. Negenborn, Öberlt. im 2. Großh. Hess. Drag.- Negt. (Leib-Drag.) Nr. 24, zum überzähl. Rittnn befördert. — Eberhard, Oberlt. im 2. Großh. Hess. Feldart.-Regt. Nr. 61, unter Versetzung in das Ostfries. Feldart.-Negt. Nr. 62, zum Hauptmann und Battr.-Chef ernannt. — v. Elpons, Lt. im Minden. Feldart.-Negt. Nr. 58, in das Großh. Hess. Tratn-Bat. Nr. 18 versetzt. — Schwerdt- feger, Lt. beim Traindepot der Ostasiat. Besatzungs-Brig., aus dieser Brig. ausgeschieden und im Großh. Hess. Train- Bat. Nr. 18 angestellt. Moeller, llienitz, Koch, Unteroffiziere im Jnf.-Negt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, zu Fähnrichen befördert. — Giese, Oberstlt. z. D., zuletzt Kommandeur des Landw.-Bez. Flensburg, mit dec Erlaubnis zum Tragen der Uniform des Jnf.-Regts Prinz Friedrich der Niederlande (2. Westsäl.) Nr. 15, der Abschied bewilligt. — Die Unterärzte der Res. Dr. Viola (II. Darmstadt), Dr. Dönges, Zang (Friedberg), Köster (Mainz) zu Assist.-Aerzten befördert. **DieDienstväumedesSchiedsgerichtsfür A r b e i t e r v e t s i ch e r u n g. in der Provinz Oberhessen befinden sich vom 23. Tezember 1903 ab in dem Hause Mce- straße 11, parterre. * Winters A N f a n g ist kalendermäßig diesmal erst morgen, am 23. Dezember. ** Aus dem Stadttheaterbureau wird uns zur mörgigen^Ausführung des „Nachtasyls" noch geschrieben: Frl. Melanie Dorny, die Direktorin des Unternehmens, war selbst langjähriges Mitglied erster deutscher Bühnen. Jede einzelne der erstklassigen schauspielerischen Kräfte wurde der Individualität nach für die geeignete Nolle im „Nachtasyl" gewonnen, und es ist daher nicht zu verwundern, daß ein geradezu mustergiltiges, von der gesamten Presse anerkanilles Zusainmenspiel den begeistertsten Erfolg des Werkes erzielt. Man darf auf das interessante Gastspiel der Tournee gespannnt sein. Es sei nochmals in letzter Stunde nachdrücklichn auf diese einzige Gelegenheit hingewiesen, Gorkis hochiliteressantes Werk kennen zu lernen. ** Vom Wohltätigkeitsverein Contentia, werden am Christabend 20 arme Fnmilien mit Geldgaben re. beschenkt werden. Ter Reinertrag der Weihnachtsseier am 1. Feiertag, abends 8 Uhr in der Turnhalle, soll' dem Fonds „armen Kindern ein warmes Frühstück zu gewähren, zü- gewiesen werden. ** Lieferung vo n „Frankfurter W ü r st ch t n" an die Kaiserliche Hös?üch6. Metzge-nneister Fritz Schreiner teilt uns im Anschluß an unjere gestrige Notiz noch mit, daß er auch noch 300 Stück Franks. Mwstchen auf telegraptzesche Bestellung des Küchenmeisters Sr. Maj. inÄ Reswenzschloß Hannover zn den dortigen Festlichkeiten am 19. und 30. d. M. geliefert habe. ** Bienenzr.:ryter-.Verein sür Gießen und Umgebung. Äm letzten Sonntag fand die diesjährige Haupiversammlung des .genau in ei: Vereins in der Restau- lauun Bauer statr. Sie war nur mäßig gesucht. Zur Verhandlung ftanoen besonders Vereinsangetegenheiten. Tor Vorscheude erstattete zunächst den üblicydU Jahresbericht. Daraus wäre airzuführen, daß die Diitgliederzcchl im letzten XroJpre T3ü Vetruy unb baft, einschließlich! der Wanberver- famuilung, 7 Versammlungen stattsanden. Vorträge wurden u. a. über Notfütterungseinrichtungen, Einführurrg fremder Brenetrrassen und Verbesserung der Bienenweide gelalten. In seinem Bericht gedachte der Vortragende auch der Beteiligung des Verein!- an der landwirtschaftlichen Ausstellung. — Der Verein unterhalte für seine Mitglieder ein Depot von Kunstlmiben und den nötigsten Bienengerät- schasten. Diese Einrichtung hat sich gut bewährt, und namentlich der Bedarf an Kunstwaben war im abgelaufenen Jahre sehr groß. Die Rechnungsablage verlies glatt; es wurde nichts zu erinnern gefunden. Nicht so glatt verlies die Vorst and slvahl, da der langjährige Vorsitzende Döll- Wre^eck eine Wiederwahl entschieden ablehnte. Es wurde hierauf Lehrer Buß-Leihgestern einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Die übrigen Vorstandsmitglieder blieben dieselben wie seither. Nach Erledigung verschiedener Anträge und Feststellung der nächsten Tagesordnung wurde die Versammlung geschlossen. *♦ Die Samlung zu einem Landesfondß für Kun st zwecke. Wir lesen heute im „Darmst. Tgl. Anz.*: Die Mainzer Volksztg." entrüstet sich über „Sammlungen Vm Königreich H e y l* und verfällt damit ebenso in Ueber° treibungen, wie der Abg. Ulrich, welcher in letzter Landtagssitzung unsere Regierung darüber interpelliert hat, wie sie sich zur Tellnahrne von Beamten an einer „fragwürdigen Sammlung* stelle und ob sie gesonnen sei, dem „U n s u g* zu steuern. — .Zunächst möchten wir nicht verschweigen, daß die von Wo«.ms t ausgehende Sammlung zu einem Landesfonds für Kunstzwecke nicht nach Jedermanns Geschmack ist. Die Begrmrdung der Sammlung mit dem Tode unserer Prinzessin ist etwas gesucht, und die Inanspruchnahme der Kinder für die Sache, besonders aber die in Worms erteilte Instruktion an die sammelnden Schüler hat in weiteren Kreisen der Bevölkerung, das läßt sich nicht leugnen, Verdruß erregt Deshalb aber wird kein Verständiger annehmen, baß es sich um „eine fragwürdige Sammlung* handle, un6 die Beleidigung, welche in dieser Wendung gegen die Männer liegt, welche sich der Sache angenommen haben, muß energisch z u r ü ck- gewiesen werden. In unserem Etat ist ein Fonds für Kunstzwecke vorgesehen, welchen Se. König!. Hoheit der Großherzog ae° Kiftet bat und für Männer des öffentlichen Lebens lag der Wunsch nabe, diesen Fonds durch eine Landesfammlung derart zu vergrößern, daß auch etwas Großes damit erreicht werden könne. Es M uns auch bekannt daß die Schulbehörden, welche die Verwen- 'düng von Schülern als Sammler wegen des schönen Zwecks erlaubt haben, von der ungeschickten „Instruktion* für die Sammler nichts gewußt haben. Die Ehrerbietung für unseren Landesherrn gebietet die Angelegenheit nicht nr breit und in möglichst ruhiger Diskussion zu behandeln. Aber die Fehler, die in bester Absicht vielleicht gemacht wurden, find, auch ganz objektiv betrachtet, nicht derart große, daß eine Interpellation mit so h efti gen Ausdrücken, wie Eingangs erwähnt, dadurch aerechtfertigt werden 'könne. Wir sind Überzeugt, daß unsere Regierung eine würdige Antwort darauf erteilen, den Tadel auf das wichtige Maß zurückzuführen und der Sozialdemokratie das -Vergnügen vereiteln wird, aus dieser wohlgmeinten, nur ungeschickt behandelten Sache einen billigen Triumph ffur sich hervorzuzaubern. Wir stimmen diesen Ausführungen des Darmstädter Mattes vollkommen zu. Die Idee, eine Sammlung im ganzen Großherzogtum gerade in diesen Tagen für den Monarchen ZU veranstalten, entsprang einem schönen Pretätsgefühl. Man /kann wohl die Ansicht vertreten, daß man in Worms dem ^Aufrufe vielleicht bester eine zurückhaltendere Fassung und 'Form und die Sammlung selber anders hatte ins Werk setzen können. • Man kann auch emwenden, daß man vielleicht bester getan hätte, den Gesamtbetrag der Samm- rlung Seiner Königlichen Hoheit zu eigenem Ermesten zur Verfügung zu stellen und nicht von vorn herein einen bestimmten Zweck sestzulegen. Aber man weiß auch, welches ungemein lebhafte Interests unser Landesfurst an der Entwickelung des hessischen Kunstgewerbes nimmt, und darum «glaubte man wohl des vollen Einverständnistes des Groß- sherzogs mit dieser Vorbestimmung gewiß sein zu dürfen. ^Doppelt unmanierlich und unzart just in dieser Zeit des schweren Leides ist und bleibt aber die Tonart Ulrichs und (feiner Genosten jedenfalls, und man kann nur Worte des Mitleids haben für Aeußerungen einer so niedrigen Gesinnung. ** Polizeib ericht. Gestern abend kamen zwei in Atx Schottstraße hier wohnhafte Taglöhner in Streit, welcher jin Tätlichkeiten ausartete. Ter eine erhielt von dem andern juckt einem Messer einen Stich in den Bauch, sodaß ärztliche ^ilfe in Anspruch genommen werden mußte. — Gestern habend kamen ein Metzgergeselle aus Wetzlar und ein hiesiger Junger Mann in der Rodheimerstraße in Wortwechsel, wobei der erstere dem anderen derart (anscheinend mit einem harten Instrument) in das Gesicht schlug, daß er ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte. — Am Abend des 20. zum j 21. d. M. rempelten zwei hresige Arbeiter auf der Rod- '.cheimerstraße mehrere Leute, welche dort harmlos vorüber- »gingen, an und schlugen sie ohne jegliche Ursache. Sie wurden noch am Tatorte abgefaßt und sestgenommen. — In /allen drei Fallen wurde Anzeige erhoben. n. Saasen, 19. Dez. Während im Winneröder Wald /die Holzarbeiter mit dem Fällen einer Tanne beschäftigt waren, st ü r z t e eine andere, bereits angehauene Tanne Mr Boden und traf einen der fliehenden Arbeiter derart, soaß er bewußtlos zu Boden geschleudert wurde. Ein herbergerufener Arzt konstatierte einen Rippenbruch; ob noch wertere innere Verletzungen entstanden, muß eine spätere Untersuchung zeigen. § Griedel, 21. Dez. Heute früh nach 6 Uhr brach 'm der einen Scheuer des großen Bender'schen Gutes hier Feuer aus, welches so rasch um sich griff, daß zwei Scheunen ganz, mehrere Stallungen und andere Nebengebäude des Anwesens großenteils zerstört wurden. Mitverbrannt sind auch Hühner und eine Ziege, ein neuer Dreschwagen und die bedeutenden Frucht- und Holzvorräte. Der raschen Hilfe unsrer Wehr und Einwohnerschaft, sowie benachtbarter Pflichtfeuer- wehren ist es zu danken, daß der Brand bis Mittag auf seinen Herd beschränkt wurde. Der Schaden ist enorm -imb wird nur teilweise durch Versicherung gedeckt. Es liegt .offenbar Brandstiftung vor. Ein ftüherer Knecht des Bender 'wurde in Untersuchungshaft gebracht )( Gründ erg, 20. De^. Einen begrüßenswerten Akt Atttn Ansporn des Fleißes der Schüler vollzog heute der Vorstand der hiesigen Handwerker-Sonntags- Jerchenschule, indem an fünf Schüler der obersten Klüfte (zwei von diesen waren aus Qurckborn, je einer aus Lindenstruth, Saasen und Lehnheim) für gute Führung And Fleiß ein Weihnachtsgeschenk in Form von für den -jeweiligen Berus der Ausgezeichnete« nützlchen Unterrichts- Lüchern vergeben wurde. Crainfeld, 20. Dez. Der Arbeiter Johs. Oechler -pon hier litt an einer Zahnfistel und ließ sich 2 kranke Zähne ziehen. Ungeachtet der Vorstellurrgen des Arztes griff er als passionierter Raucher gleich wieder nach der Pfeife. Es stellte sich Blutvergiftung ein, welcher der unglückliche Mann schon nach wenigen Tagen in der Klinik zu Gießen, wohin er seines schlimmen Zustandes wegen verbracht worden war, erlag. O. hinterläßt eine Frau, die in gesegneten Umständen sich befindet und zwei kleine Kinder. Seine Schwiegermutter liegt nun auch an Blutvergiftung darnieder; sie hat die Wäsche des Verstorbenen besorgt (Alsf. O. Ztg.) sd. Darmstadt, 21. Dez. Jii ein eigentümliches Tilemma ist die hiesige Stadtverwaltung mit dem Justizministerium geraten. Tie in der früheren, jetzt mit Darmstadt vereinigten Gemeinde Bessungen vorhandene Stelle eines Or ts g erichts v o r ste hers, mit welcher auch das Amt eines Standesbeamten verbunden ist, ist. feit einiger Zeit verwaist, wird zurzeit provisorisch verwaltet und soll neu besetzt werden. In der letzten Stadtverordnetensitzung schlug nun der Oberbürgermeister im Einverständnis mit dem Justizministerium als gemeinsamen Kandidaten für beide Stellen den schon längere Jahre hier wohnenden, um das Kriegervereinswesen besonders verdienten'Hauptmann d. L. W. vor. Die Versammlung lehnte aber trotz aller Befürwortungen nach hartnäckigem Kampfe die Wahl des .Vorgeschlagenen mit 19 gegen 18 Stimmen ab. Darüber herrschte nun große Erregung, da nach den Ausführungen der Freunde des Durchgefallenen der Justizminister jedenfalls auf seinem Schein bestehen und seinen Kandidaten einfach anstellen wird; allerdings wird dann vielleicht das Schauspiel zu erwarten sein, daß auch von der Stadt eilt anderer Standesbeamter ernannt wird. Hossent- lich wird sich recht bald eine Verständigung erzielen lassen. Tie Gegner des Kandidaten sollen um deswillen so hartnäckig gewesen sein, weil er nicht einmal geborener Hesse, erst seit vorigem Jahre naturalisiert sein soll. Für viele Stadtverordnete kam auch der Vorschlag so überraschend, sodaß sie eine Ueberrumpelung vermuteten. Es wird behauptet, daß man zu diesem allerdings ziemlich einträglichen Poften auch sehr geeignete und verdiente Leute in der städtischen Verwaltung rc. besitze. Auf den Ausgang darf man gespannt sein. sd. Darmstadt, 22. Dez. (Doahtbericht.) Unter dem Verdacht, den Auszügler Johi Welz in Harpertshausen ermorde t zu haben, wurde durch die hiesige Staatsanwaltschaft der Gastwirt Adolf Rvthärmel, bei dem W. gewohnt hat und mit dem er in Streit lebte, verhaftet. w. Langen, b. Darmstadt, 22. Dez., (Eigener Drahtbericht.) In das hiesige Postamt wurde heute nacht von 2 Männern eingebrvcheu. Als der Post- un ter beamte Kreis die Einbrecher überraschte, gaben sie zwei Revolverschässe auf diesen ab, ohne ihn jedoch zu treffen. Im Frankfurter Hauptbahnhos wurde heute morgen ein Mann jun ter dem Verdacht der Täterschaft verhaftet. 2. Aus Rheinhessen, 21. Dez. Von den wenigen in Rheinheffen noch bestehenden Simultankirchen verschwindet jetzt wieder eine und zwar die in Wöllstein. Durch Vermittelung des Kreisamtes in Alzey hat dieser Tage die kirchliche Trennung zwischen den katholischen und protestantischen Kirchenvorständen stattgesunden. Die Katholiken erhalten als Abfindung 16 000 Mark, wofür den Protestanten die alte aus dem 16. Jahrhundert stammende Kirche als alleiniges Eigentum verbleibt. Frankfurt, 21. Dez. Der Abschluß des Geschäftsjahres 1902—03 der Neuen Theateraktiengesellschaft weist nach Prüfung der Bilanz durch einen beeidigten Bucherrevisor den Betrag von rund 28,200 Mark als Ersparnis an der städtischen Subvention auf, die zur Reservestellung an die Stadt zurückzubezahlen sind. Das Schauspiel erzielte in seinem neuen Heim im ersten Jahre einen Reingewinn von mehr als 90,000 Mark. Frankfurt, 21. Dez. Wie man dem „Gen. Anz." aus zuverlässiger Quelle mitteilt, wird das Orpheum in dieser Saison zum letztenmale als Spzialitätenbühne Verwendung finden. Direktor Bruck wird solches von nächster Saison ab nur noch als Theater unter dem Namen „Residenztheater" führen. Es werden vorwiegend französische Schwänke und für einige Monate auch Operetten und Possen zur Aufführung gelangen. Das Theater soll auch im Innern praktische Neuerungen erfahren. sc. Frankfurt, 22. Dez. (Eigener Draht- berichü) Der Leutnant Hermann Lauprecht vom 81. Jnf^Regt. erschoß in vergangener Nacht in seiner Wohnung eine bei ihm weilende junge Dame und darauf sich selb st. Beide waren sofort tat. Die Motive der Tat sind unbekannt. Gerichtssaal. fc. Frankfu rt a. M., 21. Dez. (O b e rkriegsg erich t.) Es war am 15. Juli 1902, da badete am helllichten Tage ein Ehepärchen in dem Flüßchen Faicht in der 9lähe von Schlettgadt. Die Kleider lagen am Ufer. Die Gelegenheit ist günstig, dachte der des Weges kommende Joseph Finantz aus Mittel'.veier, mauste aus den Kleidern 20 Mark und machte sich aus dem Staube. Ein zu Rosse sitzender Metzgerbursche aber jagte ihm nach und hielt ihn fest, bis der bestohlene Ehemann herbeikam. Dieser stellte den Namen des Spitzbuben fest, nahm ihm das Geld teilweise wieder ab und liefe ihn laufen. Einige Tage danach kniff ^Finantz, der ktirz zuvor zu den 21. Dragonern ausgehoben war, aus Furcht vor Strafe über d ie franzöfifche Grenze aus, trat bei der Fremdenlegion ein und diente ein Jahr im Süden. Dann wurde er fieberkrank und erhielt seine Entlassung. Im Aiigust d.J. stellte er sich in Niedersulzbach den deutschen Behörden. Am 20. August wurde er bei der 6. Komp. 116. Inf.- Regts. in G i e ß,e n eingestellt und am 12. November vom Kriegsgericht der 25. Division in Darmstadt wegen Diebstahls unb Fahnenflucht zu 10 Monaten Gefängnis und Versetzung in die zweite Klasse des 'Loldatenstandes verurteilt. Gegen dies Urteil hat er Berusung eingelegt. Er machte gellend, dafe er in der Trunkenheit sich von einem Kameraden habe beschwätzen lassen, über die Grenze zu gehen und Handgeld zu nehmen. Er sei erst wieder zu sich gekommen, als er in Marseille auf dem Schiff war. Das Ober- kriegsgerichl glaubte diese Geschichte nicht und verwarf die Berufung. — Ein „Apachen*-Duell. Tie Pariser Geschworenen haben soeben ihr Verdikt gefällt über das letzte große Duell der beiden berüchtigten Häuptlinge der Pariser „Apachen". Der Sieger wurde zu lebenslänglicher Deportation und Zivangsarbeit in Guayana verurteilt. Der „große" Georg, der „S ch r e ck en b er 9)1 ärtt e", wie sein offizieller Name unter den Apachen der Pariser Boulevards lautet, war nicht weniger als 14 mal für UeberfäUe und Vergewaltigungen ins Zuchthaus gesandt worden. Als er vor einigen Wochen feinen letzten Zwangsarbeits-Kursus absolviert hatte, suchte er den jetzigen Häuptling der Apachen Ravallae auf und forderte ihn zum Zweikampfe heraus, weil er in feiner Abwesenheit feine „Königin" auf den Apachenthron erhoben hatte. Außerdem hatte er ihn verraten und ihm so zwei Jahre'Zuchthaus verschafft. Das Duett fand m einer berüchtigten Hmtergasse statt. Im ersten Gang schlug Ravallae dem „Schrecken der Nlärlte" mit einem m a ch t i g e n Fau st - schlag zu Boden. Schon galt das Duell für entschieden, als der einige Augenblicke bewußtlos daliegende Georg sich auf raffte und taumelnd auf den fchon triumphierenden Gegner sich warf und ihm seinen D o l ch i n s H e r z stieß. Navauac vracy tot zusammen. Vor den Geschworenen verteidigte sich der „Schrecken der Niarkte damit, daß er in Selbstverteidigung gehandelt hätte, die Geschworenen hielten es indes für richtiger, ihn für den Nest seines Lebens nach Guayana zu schicken. — Das Urteil im Kischinew-Prozeß. In dem Prozeffe wegen der gegen die Juden gerichteten Unruhen wurde das Urteil gefallt. Gretochiu und Nlarosjuk, gegen welche die Anklage auch auf Mord lautete, wurden zu sieben bezw. fünf Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Gegen 22 wettere Angeklagte wurde auf Einreihung in die Arrestanteiikompagnie.erkannt. 12 wurden frei" gesprochen. Die anhängig gemachten 48 Zivilklagen wurden sämtlich unberücksichtigt gelaßen. Die Gerichtskosten wurden den Verurteilten auferlegt. rL Stettin, 21. Dez. Die K a p i t ä n e P o l d t und Rastel', welche ben am 19. Juli d. Js. erfolgten Zusammenstoß der Dampfer „Träger" unb „Terra" verschuldet hatten, bei welchem drei Personen den Tod fanden, wurden heute wegen fahrlässiger Tötung zu je sechs Ni onaten Gefängnis verurteilt. Von der Strafkammer in Beuthen wurde der erblindete frühere Wirtschaftsbeamte Urban wegen Majestäts - beleidigung zu einem Jahr und sechs Nionaten Gefängnis verurteilt und sofort verhaftet. Wetterbericht vom 21. Dezember. Verlauf der Witterung von Samstag bisMontag< Tas östliche Hoch hat sich unter Verstärkung westwärts bis Frankreich ausgebreitet. Ta die Luftdruckimterschiede ganz gering sind, herrscht nur schwache östliche Luftströmung, unter deren Einfluß das trübe, trockene Wetter mit leichtem Froste andauert. Doch ist heute, Niontag, ein kräftiges Tief im Westen erschienen, welches die östliche Luftströmung verstärken dürfte. Daher für Dienstag unb Mittwoch: Aufheiterndes, kälteres Frostwetter zu erwarten. Wetterdienst in Gießen: A. Pepp 1 er. —...... '' ll"11 11 ■w ■' " --' ........ Handel und Verkehr. Volkswirtschast. Berlin, 21. Dez. Tie heutige Aufsichtsratssitzung der Dis» konto- Gesellschaft beschloß, der am 11. Januar einzu- berufenden Generalversammlung die Erhöhung des Kom- mandit-Kapitals auf 170 Millionen vorzuschlagen, durch Ausgabe von 20 Millionen neuer Kommandit- a n t e i l e mit Dividendenberechtigung ab 1. Januar 1904. Maßgebend für diesen Antrag war neben der Erweiterung der Geschäfte die in Aussicht genommene Uebernahme weiterer 10 Millionen Kommanditanteile der Norddeiitschen Batik in Hamburg und die Errichtung einer Filiale in Bremen durch Uebernahme der Firma I. Schultze u. Wolde in Bremen. Von den neuen Kommandit- Anteilen sollen 7 500 000 Mk. von einem Konsortium übernommen und den bisherigen Kommanditisten zu 165 Proz. dergestalt angeboten werden, daß auf je nom. 24 000 Mk. alter Anteile ein neuer Anteil von 1200 Mk. entfällt. Den weiteren Betrag von 7 999 200 Mk. erhält die Norddeutsche Bartk in Hamburg im Umtausch gegen 10 Millionen Kommanditanteile der Norddeutschen Bank in Hamburg, während der Restbetrag zum Teil in den Besitz der Jiihaber der Firma Schultze u. Wolde in Bremen übergeht, zum Teil an das oben erwähnte Konsortium freihändig begeben wird. Ter ans diesen Traiisaktionen sich ergebende Buchgewiitn wird dem Reservefonds tantiemenfrei zugeführt. Der Generalversammlung sott die Zuwahl des Herrn I. G. Wolde, Seniorchef der Firma I. Schultze u. Wolde in Bremen, in den Aufsichtsrat vorgeschlagen werden, währelid die Leitung der Bremer Filiale von den bisherigen Teilhabern der Firma H. A. Wolde und Ehr. Schlingmann übernommen wird. Die Geschäftsinhaber brachten ferner zur Kenntnis des Aufsichtsrats, daß sie beschlossen, bts auf weiteres, unbeschadet ihrer vertragsmäßigen Rechte, die ihnen znstehende Gewinnbeteiligung von 20 auf 16 Prozent zu ermäßigen. Hamburg, 21. Dez. Der Aufsichtsrat der Norddeutschen Bank befchloß, der am 9. Januar einzuberufenden General^ Versammlung bie Erhöhung des Kommanditkapitals auf 50 Millionen Mark vorzuschlatzen, um der Erweiterung und der ferneren Ausdehnung der Geschäfte Rechnung zu tragen. Die 10 Mill. Alk. neuer Kommanditanteile sollen der Direktion der Diskonto-Gesellschaft gegen eine Gewährung von nom. 7 999 200 Mk. ihrer Kommanditanteile überlassen werden, betder- seittg mit einer Tividendenberechtigung ab 1. Januar 1904. Tie Norddeutsche Bank in Hamburg hat, vorbehaltlich der Genehmigung dttrch die Generalversammlung, diese Diskonto-Kommanditantelle an ein Konsortium zu einem dem Gegenwert entsprechenden Kurse veräußert. Der über 10 Millionen hinaus nach Abzug der Kosten sich ergebende Erlös wird tantiemefrei dem Reservefonds zugeführt. Vorläufig ist noch nicht in Aussicht genommen, an Stelle des verstorbenen Kommerzienrats v. Haitsemann einen neuen Geschäftsinhaber der Norddeutschen Bank in Hamburg zu ernennen. Die Geschäftsinhaber teilten dem Aufsichtsrat mit, daß sie beschlossen haben, bis auf weiteres, unbeschadet ihrer vertragsmäßigen Rechte, die ihnen zustehende Gewinnbeteiligung nur mit */s Proz. in Anspruch zu nehmen. — Eine heute abgehaltelte Versammlung, in der die hauptsächlichsten Schiffsrhedereien Hamburgs fast vollzählig vertreten waren, erklärte sich im Prinzip einstimmig einverstanden mit der Schaffung einer internationalen Vereinigung der Segelschiffsrheder eie ii zwecks Festsetzung von Minl- mal-Frachtraten für Heim- und Zwischenreisen auf den hauptsächlich in Frage kommenden Routen. Diese Aiinimalsätze sollen nur so hoch bemessen werden, daß sich die Selbstkosten der Rheder decken. (Sine unbeschränkte, generelle Erhöhung der Frachtsätze darüber hittaus ist nicht beabsichtigt. Nom, 21. Dez. Der Senat stimmte debattelos der Vorlage, betr. die Konversion der 4«/-proz. Rente, zu. Teiephonsscher Kursbericht. Kraiekfort a. 22. Dezember 1903. 372% Reicheanleihs . . 102.45 3o/o do. ... 91.60 3V,°/o Konsols .... 102.00 8% do......91.80 372% Hessen .... 101.00 372% Oberhessen . . , 99.80 4% Oesterr. Goldrente . . 102.80 47Oesterr. Silberrente 101.10 4% Ungar. Goldrente , . 100.40 40/0 Italien. Rente , , . 103 50 4% 96 Portugieser , . . 63.80 »°/ Portugiesen. .... 32.60 196 C. Türken . . . . 37.65 Türkenlose ...... 140 20 4% Gneoh. Monopol.-Anl. 44.30 4l/„96 äussere Argentiner 00 00 3% Mexikaner .... 26.00 4%% Chinesen . . . . 91.30 Electric. Sohuckert . . . 106.20 Nordd. Lloyd . . , . 105.00 Kreditaktien.....215.75 Diskonto-Kommandit. . . 198.30 Darmstädter Bank . t . 146.40 Dresdener Bank .... 158.30 Berliner Handelsges. . , 164.75 Oesterr. Staats bahn . . . 145.50 Lombarden . .... 17 30 Gotthardbahn.....193.75 Laurahütte ...... 238.20 Bochum ...... 190.80 Harpener...... 204.30 Tendenz: still. Hessische Landes-Hypotheken-Bank. 3 V2 % Pfandbriefe: Cours 100 % 3 V2 % Communal-Obligationen: Cours 100.30 % Verzinsung vom hessischen Staate garantiert und im ganzen deutschen Reich mündelsicher. Ais direkte Verkaufsstelle der hessischen Landes-Hypotheken-Bank in Darmstadt halten wir vorstehende Werte stets in grossen Beträgen auf Lager und berechnen solche franko Provision. Bank für Handel und Industrie Depositenkasse Giessen 944g (Darmstädter Bank). 9496 qm qm 2202 qm Manschetten Kragen Hemden. 8&M Wllh. Wirslg Handschuhfabrik Seltersweg 8 Seltersweg 8 Weihnachten. 9187 Empfehle mein Lager fertiger [6357 merksam. A Photographische Apparate J. Zörb Wwe und Bedarfsartikel Märrsbrrrg 9 empftehlt Mäusburg 9 Bahn- od. postfrei g. Nchu Hochfeine Süd- u. Ungarweine U« Wichnule von ärztlichen Autoritäten als V, Pfd. Lachs, 2 Dos. ca. oO bewährte Stärkungsmittel bestens Rollmps.u.Bracher.,ID.Oelsard., ... , , I. • KIWI 1. Cß lAn 11 >41 ,, f ^N.Eaoiar, ion .Bückl.u.Sprott. 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Dez. lieber die Millionen-Angele- genheit des Vatikans erfährt man noch folgendes: Am zweiten Tage seiner Krankheit übergab Leo den Kardi- nälen Rampolla und Gotti und seinem Geheimkämmerer Marcolini ungefähr 6 Millionen .in französischen und italienischen Banknoten mit der Weisung, sie seinem Nachfolger zu übergeben. Im ganzen beträgt das Kirchenvermögen 30 Millionen Lire, deren Zinsen zur Bestreitung des auf 5 Millionen sich belaufenden Haushaltes Leos kaum ausreichten. So entstanden die Gerüchte von finanziellen Schwierigkeiten. Pius berief infolgedessen eine Finanzdommission und drang auf energische Finanzreform. Adolf Bieler Marktstrasse 5 9081 'tfhokoladen in allen Preislagen bis zu 3.50 Mk. per Pfund aus der rühm lichst bekannten Fabrik der Herrei Joh. PH. Wagner & Co. in Main liii Hl SW” Herr Langsdorf). „ , . 10. Acker an der Fraukfurterstraße (neben der neuen Vetermar-- anflalt), Flur VIII, Nr. 2371O und 388/10 = 3274 qm (seither. Pächter Herr Bernhardt). " Acker unter dem Wieseckerweg, Flur XXI, Nr. 26 — 460o qm (seither. Pächter Herr Kitz, bezw. Herr Preiß). Acker in der Lichtenau, rechts der Aiam-Wejerbahn, Flur XXII Nr. 165 = 3030 qm (seither. Pächter Herr Weller). Acker daselbst, links der Bahn, Flur XXVII, Nr. 64 — 1121 qm (seither. Pächter Herr Simon). r Acker auf dem Sand (zwischen Lahn und Bahndamm), Flur XXVIII, Nr. 21 — 459 qm (seither. Pächter Herr Nolte). 15. Acker, die Leimenkaut (unweit Feldschlößchen), Flur XXXVHh Nr. 236 = 3829 qm (seither. Pächter Herr L-chwan). Die Verpachtung soll stattfinden am Dienstag den 29. Dezember d. I., Echt Petersburger Gummischuhe empfiehlt Friedrich Maguus, 8925 Weidengasfe 10. ^)^rr Puth). 5. Acker am Sandkauterweg (Schiffenberger Chaussee), Flur XIII Nr. 54 = 3656 qm (seither. Pächter Herr Häuser). 6. Daselbst, Flur XIII, Nr. 156 = 5165 qm (seither. Pachter Herr Schneider). „ . t , „ , 7. Acker am untersten Riegelpfad (diesseits des Oberhess. Bahn- dammes), Flur IV, Nr. 353Vi» = 634 qm (seither. Pachter Herr Langsdorf). 8. Acker rechts dem Aulweg (bei der Schonen Aussicht), Flur V Nr. 335 — 2093 qm (seither. Pächter Herr Spieß). 9. Daselbst, Flur VII, Nr. 57 = 1537 qm (seither. Pachter Uarterzeuge etc. etc. etc. Aostchank and Niederlage in Giessen bei Carl Schwaab Hoflief. 9037 Frühstücksstube. H. 12. 13. 14. 2. 3. 4. Qjcherste 0 Bezugsquelle garantirtächter jüdweine Portwein Sherry > Madeira Marsala Malaga AuL Weitz, Ziaarrenhandlg. Zus.5 Wik.! So la. Vorrat! L. bvgeaer, in Lollar Kr. Gießen. Fischerei-Exp^m«^c55.(9487 illlerseillße Sorten Tafelobst nnb Söbsrnihte speziell ff. Auauas, ebenso frrche Gemüse und la. Gemüse - Aonserveir Hasen und Reh un Ausschnitt. Ferner bringe noch mein Lager in nur 06200 la. la. griech. und ungar. Weinen, SPmtuosen wie: ff. Kognak, Rum und Arak, in empfehlende Erinnerung. 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Dezbr. 1903.1 1 Grobherzogliches Amtsgericht. | » Nnicste Mewunaen. Originaldraytmeldnngeu des Gießener Anzeigers. F ran kfurt a. M., 22. Tez. Die Haupt wache, das allen Besuchern Frankfurts bekannte h-iswrische Gebäude im Mittelpunkte der Stabt, hört mit dem heutigen Tuge auf, ihrem eigentlichen Zweck zu dienen. Die bisher dort befindliche Militärwache wurde von heute mittag ab in Die neu hergerichtete Taunus-Torwache an der Taunus-Anlage verlegt. Die Haupiwache selbst ist von der Stadt erworben und wird in ein Bi er-Re staur an t umgewandelt. Berlin, 22. Tez. In Berlin steht die General- Aus fperrung der Taxameterdroschkenkutscher bevor, indem die Troschkenbefttzer in einer Versammlung beschlossen, Vie Lohnforderung der Kutscher zurückzuweisen und morgen sämtliwe Fuhrwerke der Verbandsmitglieder mit insgesamt 3500 Troschten außer Betrieb zu stellen. Breslau, 22. Tez. In der Ortschaft Hermannsdors wurde der Gemeindevorsreher wegen angeblich ungerechter Verteilung von Notsrandsgeldern von den Bauern zu Tode geprügelt. L e i p z i g, 22. Tez. Die Zahl der aus derLandes- WvUeue, yalvwouene uud vaumwoUene Unterzeuge joroie Strümpfe, Socken, Jaust- und Fingerhandschuhe, ferner wollene Strickgarne (Marke M. und K.) anerkannt beste Qualität, empfiehlt in großer Auswahl zu billigsten Preisen 7860 Robert Stuhl, Mustadt 23. MscrnstMmhch-PttßcigeruH. Montag den 28. Dezember lsd. Js. werden im Distrikt Btlchwald des Nieder-Weiseler Gememdewaldes 381 Stück Kiesernstämme aus Abschnckten mit 191,97 Fstm. versteigert und zwar 200 Baustämme, 79,63 Fstm., 18—27 Ztm. stark, bis 19 Meter lang, 181 Schnittslämme, 112,34 Fstm., bis 40 Ztm. stark, bis 18 Meter lang, 28 Rm. Nadel-Scheit und -Knüppel, 2820 Stück Nadel-Wellen. Zusammenkunft vormittags halb 10 Uhr auf der Kreisstraße Butzbach—Hoch-Weisel in der Nähe der Einhäuser- Mühle. Das Holz ist an die Wege gebracht und lagert direkt bei der KreisstLaße. Vorherige Auskunft erteilt Forst- wart Becker zu Hausen, Post Butzbach. Nachmittags kommt das Brennholz zur Versteigerung. 9419 Nieder-Weisel, den 12. Dezember 1903. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder-Weisel. Kraus grill. Socken * Gamaschen * Hosenträger Bekanntmachung. Der Voranschlag der (Gemeinde iJonar für das Jahr 1904/05 liegt vom 24. Dezember d. I. an acht Tage lang auf dem Bürgermeisterei-Bureau dahier zur Einsicht der In- Täglich Eingang von Neuheiten in Krawatten von vormittags 9 Uhr an, an Ort und Stelle, und zwar in der Reihenfolge, wie die Aecker oben ausgezeichnet sind, also Versammlung morgens 9 Uhr am alten Stembacherweg. Von Nr. 11 des Verzeichnisses ab (Acker am Wieseckerweg) soll die Verpachtung am nachmittag desselben Tages, von 2 Uhr an, abgehalten werden. Zusammenkunft am Wieseckerweg. Gießen, den 18. Dezember 1903. 9427 Der Evangelische Gesamt-Kirchenvorstand. Dr. Naumann. . I Spazierstöcke in grösster Auswahl sehr preiswert. z*5dr Zürich, 24. Dez. Iw Simpion Lunn el ist infolge Ueberschwemmung des Bohrortes der Betrieb em- gestellt worden. . & Petersburg, 22. Dez. Es steht ziemlich fest, daß das Zarenpaar und der Hof bereits Ende Februar nach Livadia übersiedeln werden, weil die Zarin sich vor Erkältung in acht nehmen und nicht dem ungünstigen Petersburger Klima aus setzen will. Ihr Zustand ist nicht leidend, doch erfordert er Schonung Newyork, 22. Tez. Ein grausiger Lustmord im Stile Jack des Ausschlitzers erregt, viel Aufsehen. einer Matrojen-Herberge übelsten Aütfes ermordete em schwedischer Seemann ein Mädchen. Ter Täter hat fein' Opfer während des Schlafes einfach ab geschlachtet. Schüttwaren in bekannt guter Ausführung. Winter-Sehuhwaren zu billigsten Preisen. Friedrich Magnus, WeiSensilsse 10. Für ta Weihnachts-Bedarf empfehle mein grosses Lager in Handschuhen in allen Preislagen. Emil Fischbach. 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