Nr. 248 erffteittt täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Gießener Kamillen» Mütter viermal tn der Woche be,gelegt. Rotationsdruck u. Verlag bei vrühl'schen Ui. weri.-Buch- u. Stein- drucker« monatlich75VUPtertel» GlehenerAnmaer General-Anzeiger . 3£3£ w Oen vvltt uni augem, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MW " -eigenteil £>anfl Beck. Volttische Tagesschau. Zur Frage der Theologie-Professoren. Die Preußische Generalsynode hat Anträge zur Frage der theologischen Lehrfreiheit beraten. Die „Evangelische Bereinigung machte den Versuch, das ganze Gebiet sofort in breitester Oeffentlichkeit und Ausführlichkeit zur Verhandlung zu bringen. Die kirchliche Rechte schien aber einer solchen Behandlung aus dem Wege gehen zu wollen und beantragte Ueberweisung an eine Kommission. . Unter Widerstand aus der linken Seite wurde die Kommissionsberatung beschlossen. Der Referent, Professor Haupt-Halle, hatte folgenden Antrag eingebracht: Hohe Generalsyuode wolle beschließen: In der Erwägung, daß nach den bestimmten Erklärungen des Evangelischen Oberkirchenrats vertraut werden kann, es werde seitens der bei der Berufung von Professoren der Theologie beteiligten Staats- und Kir- chenbehörden aus die Bedürfnisse nicht nur der Wissenschaft, sondern auch des geistlichen Amts und auf das Bekenntnis der evangelischen Kirche in vollem Maße Rücksicht genommen werdet:; daß daher ein Bedürfnis nicht vorliegt, die so oft behandelte Frage über die angemessene Besetzung der theologischen Professuren erneut zum Gegenstand von Beschlüssen der Generalsynode zu machen; daß in der Mittellung des Evangelischen Oberkirchenrats, daß in dem der Finanzkormnissiou vorliegendem Anträge Nr. 15 der Dienstsachen auf einem praktischen Weg zur Erleichterung der akademischen Laufbahn hingewiesen wird, worüber die General-Synode noch Beschlüsse zu fassen haben wird; geht General-Synode unter dem einmütigen Bekenntnis, daß ihr der Glaube an den Gekreuzigten und auferstanderren Christus als den alleinigen Mittler unseres Heils die unverrückbare Grundlage für die gesamte Kirche wie auch für die theologische Wissenschaft ist und mit ebenso einmütiger Anerkennung der theologischen Lehrfreiheit als eines Erfordernisses der theologischen Wissenschaft zür Einrichtung ihres Dienstes an der Kirche mit Dank für die Mll- teilung des Evangelischen Obertirchienrats unter 9tr. 69 der Drucksachen über die Anträge der pommerschen, schlesischen und westfälischen Provinz-Synode und der Evan- gellsch-lutherischjen Konferenz der Preußischen Landeskirche zur Tagesordnung über." Der nette Reichsgerichtspräsideut. Zum zweiten Male seit der Errichtung des Reichsgerichts tritt ein Wechsel in seiner Leitung ein. Der erste Präsident war Eduard Simson. Er trat sein Amt am 1. Oktober 1879 an und verwaltete es bis zum 1. Februar 1891. Simson, von Geburt bekanntlich ein Jude, war eilt ausgezeichneter Richter, bewährt in Theorie und Praxis. Er war jahrelang Professor der Rechte in Königsberg, Rat am ostpreußischen Tribunal, Vizepräsident des Appellationsgerichts in Frankfurt a. O. gewesen. Seit 1869 hatte er als Präsident die Geschäfte dieses Gerichtshofes geführt, lieber die Befähigung Simsans, des „geborenen Präsidenten", zum obersten Reichsrichter herrschte überall kein Zweifel. Ihm folgte Karl Otto Oehl- s ch l ä g e r, gleichfalls ein Ostpreuße von Geburt, der nur kurze Zeit in kleinen ostpreußijchen Landstädten ein Nichter- amt bekleidet hatte und dann zur Staatsanwaltschaft übergegangen war. Er wurde erster Staatsanwalt in Königsberg, vortragender Rat im preuß. Justizministerium, Generalauditeur, Kammergerichtsprasident uud endlich Präsident des Reichsgerichts. Jetzt ist, da Herr von Oehl- schläger seinen Abschied erbeten hat, — er ist 1831 geboren — die Wahl des Nachfolgers erfolgt und auf den Direktor im Reichsjustizamt, Wirllichen Geheimen Rat Dr. Gutbrod, einem geborenen Württemberger, gefallen. In den Kreisen der Juristen waren monatelang Oberreicys- anwalt Olshausen und Oberlandesgerichtspräsident Hamm in Köln als aussichtsvollste Anwärter aus das Aull genannt worden. Es war begreiflich daß man den neuen Präsidenten des Reichsgerichts unter denen suchte, die in der Rechtsprechung standen. Der Bundesrat hat es anders gewollt. Erregte schon die Berufung Oehlschlägers in manchen Kreisen Befremden, weil er überwiegend der Staatsanwallschaft und der Verwaltung angehört hatte, so wird die jetzige Wahl desselben an einzelnen Stellen Verwunderung Hervorrufen, weil Dr. Gutbrod seit langen Jahren der praktischen Rechtsübung völlig entrückt ist. Sell 26 Jahren gehört er dem Reichsjustizamt an. lieber engere parlamentarische Kreise hinaus ist er wenig bekannt. Daß die bureau Irakische Entwicklung die beste Vorbereitung für die höchste Richterstelle sei, deren Inhaber ebenso unabhängig gesinnt sein muß, wie sich der Verwaltungsbeamte notgedrungen abhängig fühlen muß, wlld vielfach bezweifelt werden. Dr. Gutbrod steht im 60. Lebensjahre. Das Amt des Direktors lln Reichsjustizamt ist mit 15000 Mark Gehalt und Wohnungsgeldzuschuß I 2 ausgestattet, das des Präsidenten des Reichsgerichts mit gegenwärtig 30 000 Mark Gehalt, einschließlich 5000 Mark Repräsentationskosten, und außerdem freier Dienstwohnung. Bei der Neubesetzung der Stelle erhält nach einer Bemerkung im Reichshaushalt der Präsident zwar ebenfalls die 30000 Mark, aber davon nur 20000 Mark a!3 peusionsfähiges Gehalt und 10 000 Diark als Repräsentationstösten. Die zehn Senatspräsidenten und der Oberreichsanwall beziehen je 14 000 Mark Gehalt und Wohnungsgeldzuschuß, die 81 Reichsgerichtsräte und vier Reichs anwälte je 12 000 Mark und Wohnungsgeldzuschuß. Die fortdauernden Ausgaben des Reichsgerichts beziffern sich auf insgesamt 2145445 Mark. Dr. Gutbrod stand ursprünglich im württembergischen Justizdienst, aus dem er im Jahre 1877 bei der Errichtung des Reichsjustizamtes ausschied, um als kaiserlicher Re- gierungsrat ständiger Hilfsarbeiter dieser Behörde zu werden. 1879 wurde er zum Geh. Regierungsrat und Vortragenden Rat und 1885 zum Geh. Oberregierungsrat ernannt. 1888 bis 1891 war er im Nebenamt auch ständiges Mitglied des Patentamts. Ms Dr. Hanauer 1892 Staatssekretär im Reichsjustizanll wurde, folgte ihm Gutbrod in der Stellung als Direktor mit dem Range eines Rats 1. Klasse. 1895 wurde er stellvertretender Buudesratsbevoll- mächtigter und 1897 für seine Verdienste um die Bearbeitung des Bürgerlichen Gesetzbuchs Ehrendoktor der juristi- schen Fakultät der Universllät Heidelberg. 1902 wurde er zum kaiserlichen Wirllichen Geh. Rat mit dem Prädikat Exzellenz ernannt. Zum Direktor im Reichsjustizamt an stelle des Dr. Gutbrod wurde der bisherige Vortragende Rat im Reichsjustizamt Wirll. Geh. Oberregierungsrat Dr. H o f s m a n n ernannt. Geheimnisvolle Andeutungen. Ein Berliner Mitarbeiter schreckt uns uuterm 21. Okt.: Zur selben Zell, da die Sozialdemokratie das 25jährige „Jubiläum" des verflossenen Sozialistengesetzes feiert — jedenfalls einmal ein originelles Jubiläum — kommen aus Halle a S. mysteriöse Mitteilungen über eine Gegenbewegung. Männer aus allen Kreisen, Männer vom Hofe und von der Regierung,. von der Hochfinanz und von der Großindustrie usw. sollen in geheimen Konferenzen den Zweck verfolgen, Mittel uud Wege zur Einleitung dieses GesmckungsprozesseS ausfindig zu machen. In Halle hätten die Besprechungell begonnen, und in Berlin sollen sie demnächst fortgesetzt toeroen. Also berichtet die „Saaleztg.". Das Blatt macht selbst den Vorbehall: ,F9b und inwiewell die leitenden Kreise in Beziehung stehen, entzieht sich zunächst noch unserer Kenntnis". Gehören aber die „Männer von der Regierung", die ausdrücklich als Teilnehmer der geheimen Konferenzen bezeichnet worden sind, nicht den leitenden Kreisen an? Hier liegt schon ein aufklärungsbedürftiger Widerspruch vor. Skeptisch bemerkt die „Nationalztg." zu den „Enthüllungen": „Wenn es sich über* i^aupt um mehr als aufgebauschte Gerüchte von einer gelegentlichen Versammlung handell, die „in 24 Stunden die soziale Frage lösen" wollte, tut die „Saaleztg." jedenfalls gut, die Beziehungen „lellender Kreise" zu den Geheim- wnserenzen in Frage zu stellen." Beweise für die behaupteten Tatsachen vorbert die „Voss. Ztg.", sie schreibt: /^Hoffentlich ist das Hallenser Blatt demnächst in der Lage, nähere Mllteilungen über seine geheimnisvolle Botschaft zu geben und dadurch dem Vorwurfe vorzubeugen, mystifiziert worden zu sein." Wir fügen hinzu, daß an den Stellen, die über eine solche Aktion unterrichtet selll können, nichts bekannt ist von der Sache nach Mitteln zur Herbeiführung eines „Gesundungsprozesses". Daß hier und da eine Anzahl Personen den inneren Drang verspüren, die Klinke der Gesetzgebung zu ergreifen, und speziell das Problem der Betamp fung der ^ozialdernokratie zum Anlaß von mehr oder weniger ernsthaften Erörterungen zu nehmen, kcmn selbstverständlich nicht auf das Konto lellender Kreise geschrieben werden. Ein Auftrag der Regierung liegt nicht vor; es wäre' Feuilleton. Der berühmte Chemiker A. W. v. Hofmann, bekanntlich geborener Gießener, dessen Andenken in Berlin neuerdings geehrt wurde durch die Anfügung seiner Büste an dem Denkmal der Kaiserlll Friedrich, besaß in hohem Grade die Gabe volkstümlicher Darstellung. Aus der Oältur- forscherversammlung in Bremen hielt Hofmann den ein- lellerlden Vortrag über „einige Ergebnisse der Na- tursorschung seit Begründung der Gesellschaft und schloß mll dem folgenden interessanten Mlde. „Es ist am Ntorgen des 18. September im Jahre 1822. Wir begrüßen einen ankommenden Naturforscher auf dem Posthofe zu Leipzig. Unser Freund kommt von Bremen. Er hat vier Tage und vier 9iächte im Eilwageu gesessen, um euren Weg zurückzulegen, der heute eine mäßige Tagereise in Anspruch nimmt. Für den Abend ist eine Zuf ammen- kunll mll Freunden verabredet. Münchener Bier gibt es in Leipzig überhaupt nory nicht. Desto besser M die Unter* Haltung. Rill Sicherheit laßt sich aber beute nur angeben, um was sich die Unterhaltung nicht gedreht hat. Von der Durchstechung der Landenge von Suez, von der Durchbohrung. des Mont Cenis mrd des Gotthard haben die Herren gewiß nicht gesprochen. Auf Rhein und Elbe sind bereits einige vereinzelte Dampfboote gesehen worden, aber mehr noch, ber erste Dampfer, die Savannahs hat eben den allantischen Ozean durchfurcht. Ja selbst die Dlöglichkeit von Eisenbahnen wird bereits diskutiert. Welche Aussicht für Einen, der eben noch eine halbe Woche im Eilwagen gesessen hat. Wir begleiten unseren Naturforscher auf den Heimweg. In den Straßen herrscht ägyptische Finsternis, nur hier und da von einer trüb brennenben Oellampe unterbrochen. Unser Freund erreicht glücklich seine LÄohnung. Auf der Treppe brennt allerdings kein Petroleumlämpchen, — wo hätte man damals auch das Petrolerwr hernehmen sollen? Auch das Zimmer ist dunkel. Streichhölzer gibt es noch nicht; aber unser Freund ist ein kluger Mann, der Stahl und Stein und Zunder jederzeit bei sich führt. Er klopft sich allerdings ein paarnml tüchtig auf die Finger, indes schon hat der Zunder Feuer gefangen. Schon brennt das Talglicht, Stearinkerzen lannte man damals noch nicht. Die Photographie seiner Frau kann unser dllrturforscher nicht auf den Tisch stellen, denn die Photographie ist ja auch noch nicht erfunden." In dieser Weise entrollt A. W. v. Hofmänn weiter jein hübsches „B i l d a u s d e r d e u t- jchen Vergangenheit". Interessant ist auch die in diesem Vortrage errthaltene Bemerturrg, daß wir das Chloroform und das Ehl oral im gewissen Sinne einemverunglücktenBallfestindenTuilerien verdanken. „Es war während des letzten Regierungsjahres Karls X. Als die zum Balle Gelaßenen erschienen, fanden sie die Sale mit erstickenden Dämpfen erfüllt, welche von den mll rußender Flamme brennenden Wachskerzen entsendet wurden .Dumas, der mll der Aufklärung dieses Zwischenfalles betraut wurde, zeigte, daß das Wachs der Kerzerr mit Chlor gebleicht worden war. Ms Liebig bald darauf die Ellrwllkung des Chlors auf das Alkohol studierte, entdeckte er das Chloroform und das Chloral, dessen physiologische Eigenschaften später von Liebreich aufgefunoen wurden." Aus dem Munde von Faraday und Hofmann hatte die Kaiserin Friedrich ihren ersten naturwissenschaftlichen Unterricht erhalten. — Gerichtshumor. Ein im Helwingscheerx Verlag zu Sxmnober erschienenes Büchlein „Aus meiner Kuriosensammlung" von Geh. Justizrat Meyer in Breslau enthält eine Reihe wunderlicher Gerichtsakten. Da findet sich aus der ersten Zeit nad) der Annexion von Hannover an Preußen 1866 solgeirde Anzeige an die Kronanwaltjchaft zu Celle unter der Ueberschrift „Vorsätzliche Anklage und Staatsbeleidigung". Die Denunziation lautet unter Beseitigung der sinn störend en orthographischen Fehler: „Fünf Minuten vor 5 Uhr ging der Schuhmacher Bierbaum hier vor der Stadtkirche und der Apotheke zu, so rief er laut dreimal: Bismarck! Wie er wieder zurückkam, da hatte er ein großes Wort, sagte wieder, Bismarck würde aujgehenkt, und hannöverisch würden wir dock. Majestätsbeleidigung! Die Frau Grünhöfer Beplat hat es auch angehört. Ick), bitte dem Kriminalgericht um Bestrafung, er hat schon mehrmals gerufen: Hannöverisch werden wir doch! auf öffentlicher Straße. Ich kämpfe und mein Mut vergieße ich für meinen jetzigen König und für Gouverneur Bismarck und für den Preußischen Staats. Dorette Knöfeldt." Von dieser begeisterten Preußenverehrerin in Celle enthält die Sammlung noch> ein zweites kostbares Aktenstück. Hier sei nur noch ein merkwürdiger Steckbrief wiedergegeben, den das preußische Amtsgericht Elze am 5. Mai 1868 gegen den Kalkfabrllanten Moses Stern erlassen hat: „Ungefähre Kennzeichnung: Mter: an 46 Jahre etwa Statur: kräftig untersetzt und wohlgebildet. Grosze: mittlerer, angeblich unter 6 Fuß. Haar: schwarzbläulich. Augen: dunkel, cur- geblich braun. Nase: Adlernase, mehr römischer als griechischer Art und dick. Mund: ziemlich groß und mit starken Lippen und anscheinend guten Zähnen, angeblich. Gesichtsfarbe: bräunlich gelb und gesund. Gesichtsform: länglich oval. Sprache: deutsche —, kräftig, tief. Religion: jüdische, angeblich freie Richtung. Besondere Kennzeicken: Das Aeußere desselben macht den Eindruck eines arabisc^n Häuptlings mit Ausnahme seiner Beleibthell, wonach er zur äußeren Erscheinung eines Pascha hinneigt." — Von dem bereits von uns erwähnten großen Werke von Prof. Dr. Brauns in Gießen, „Das Mineralreich^, das zurzeit im Erscheinen begriffen ist, liegen, wie man uns mitteilt, bereits sämtliche 91 Tafeln fertig vor. Ein rasches Erscheinen ist daher sicher. — In Frankfurt a M. halle Jan Moxck Oper „D i e Meeresbraut" bei der Uraufführung in deutscher Sprache großen Beifall, der mehr dem anwesenden Komponisten und der trefflichen Aufführung galt, als dem Werke, das neben vielen Vorzügen auch Schwächen hat, die einen dauernden Erfolg versagen müssen. — Die Ko st en des fürstlichen Theater- und Konzertsaalbaues in Gera, der im vorigen Jahre eingeiveiht worden ist, betragen 1103 700,65 Mk., 153 760,65 Mark mehr als vorgesehen. Zur Bestreitung der Lauten standen zu Gebote 100 000 Mk. von Frau Geh. Kommerzienrat Ferber, 50 000 Mk. von dem Erbprinzen von Reuß j. L., 355 949,36 All. freiwillige Beiträge, 98333,34 Mark, Ertrag einer Lotterie, 29 477 Mk. Zinsen. Der Rest mit 470 000 ijt von dem Fürsten von Neuß j. L. gedeckt worden, der auch noch 30 000 All. für die Herstellung des Bauplatzes und dessen Umgebung bewilligte. Sudermann quält im „Tag" sich mit dem Versuch ab, sein neues Stück „D e r S t u r m g e s e l l e S o k r a t e s" zu rechtfertigen, indem er sich beruft auf „Erinnerungsbilder an ehemalige Freihellsmänner", die in verräucherten Lokalen aus gerippcen $)eaelglä|ern Massen gelben Bieres herunter,püllen, mit den Kennerinnen scharmuziei> ten usw. Er habe sich als junger Bursche in die Kneipen geschlichen, in denen sie verkehrten, habe aus den Neben- räumen und von Nebentischen her )edes verpändliche Wort gierig in sich hineingesogen. — Das mag alles richtig sein, aber es berechtigt Herrn Sudermann nicht, aus solchen individuellen Wahrnehmungen aus dem denkbar engsten und trübsten Gesichtskreis, m den er zufällig geraten ist, Typen für den angeblichen Medergang der alten Achundvierztger zu schaffen, die mll der Wal)rheit in schneidendstem Widerspruch stehen. Wenn £>err Sudermann in Ostpreußen ernsthaften politischen Umgang gehabt hätte, so würde er wahrnehmen, daß die alten Achtundvierziger dort wie überall fast ausnahmslos bis zum Grabe ihren Gesinnungen und ihrer Richtung treu geblieben sind und überall wieder zu finden waren, wenn es galt, für den Liberalismus einzu.tr etew auch fonbcrbnr, wenn die Regn-rung crft durch solche Vor- Ixllwlungeu „Anregungen" gewinnen müßte für chre fernere Stellung der Sozialdemokratie gegenüber. Graf Bulow ist am wenigsten der Mann dazu, gewissermaßv.i ein Komitee außeramtlicher Berater zu installieren. Gras Bülolo wird vielmehr feilt Augenmerk daraus nd)tcii, daß ihm nicht unverantwortliche Ratgeber- in die Quere kommen. Wenn der preußistl>e Minister des Innern frrtyr. v. Hammer- ftci 11 kürzlich in Erfurt ausdrücklich das Vorgehen mit Gewaltmatzregeln gegen die Sozialdemokratie ab gelehnt hat, so l)at er zweifellos im Aus. trag des Reichskanzlers sich so geäußert, um etwaigen Plänen im Sinne des „starken Mannes" gleich einen Riegel vorzuschieben. Die Alaöka-Grenzfrage bewegt seit langem die Regierungen der Vereinigten Staa teil, Canadas und Großbritanniens. Es handelt sich bei de/Grenzsrage um einen GebärgsANg, von dem man an- nahni, daß er mit der See parallel liefe. Dieser birgszug war in dem Vertrage erwähnt lvorden, den England und Rußland im Jahre 1825 abschlossen, und nach dem die Küstengrenze zwischen Alaska und Eanada südlich von der Prinz Wales-Insel den Bergungen an der Küste folgen sollte; wo die Berggipfel wehr als zehn Seemeilen vom Ozean entfernt sind, da sollte sie von einer Linie gebildet werden, die in zehn Mellen Abstand der Küstenlinie folgt. Klar war diese Bestimmung nicht. Als die Bereinigten Staaten 1867 den Russen Alaska abkauften, gingen die Rechte des Vertrages auf sie über und wurden von besonderem Interesse durch die Goldfunde in Klondike. Die Schuld au der Verwirrung trägt in erster Linie Kapitän Vancouver, der iin Jahre 1792 die Küste aufncchm. Er sah in der Ferne ini Norden einige hohe Bergspitzen und schloß, daß sich diese Berge an der ganzen Küstenlänge entlang zogen. In Wirklichkeit bestand nun eine derartige Gebirgskette jedoch nicht. Die Frage war nun, ob die Grenze, die an der Seeküste entlang laufen sollte, wie die Amerikaner bcl)aupteten, der Kilste des FesllandcS, oder, wie die Canadier behaupteten, der Küste der vorgelagerten Inseln folgen müsse. Nahm man die Küste des Festlandes als Grenze an, so war damit den Kanadiern die Kontrolle über den Lynnkanal aügeschnitten, und dieser Kanal gibt Zutrllt zu dem Gebiet von Skag- way, Dhea und Cyilkoot. Nach den vorliegenden Nachrichten hat nun die Schiedsgerichts-Entscheidung Amerika tatsächlich diesen wichtigen Kanal zu- gesprochen. Daß der Portlandkanal und damit die kleinen Inseln Pearje und Prinee of Wales, die den Zkanal in zwei Hälften testen, Eanada zuerteilt sem sollen, wird dort keineswegs als genügende Entschädigung betrachtet, da der östliche Tell des Kanals bereits bisher Eanada unbestritten zugestandeu worden war. Einein Vertreter des Äieuterschen Bureaus erklärte der frühere kanadische 9JZi- nister Clifford Siston, der als Vertreter Canaoas den Schiedsgerichts-Verhandlungen beiwohnte, er könne die Gründe nicht verstehen, aus denen diese Inseln fort- gegeben worden seien. Der kanadische Standpunkt in Bezug auf die die Buchten beherrschenden Prmkte habe anscheinend keine Beachtung seitens der Mehrhell des Schiedsgerichtshofes gefunden. Die beiden Bevollmäch t igten Eanadas haben sich geweigert, die Ent- schcndung des Schiedsgerichts zu unterzeichnen. Dies hat jedoch auf die Giltigkeit des Schiedsspruchs keinen Einfluß, da derselbe von den drei Vertretern der Vereinigten Staaten und dem Vertreter Englands, deui Lord-Oberrichter Lord Alverstone, unterschrieben ist. Nach einem Telegranrm aus London zeigen die dort .auS Eanada eingegangenen Nachrichten, daß die Entscheidung des Schiedsgerichts den Riß zwischeu dem Mutterlande und der Kolonie erweitert hat. Denselben Eindruck hat die anllliche Beröfsenllichung des Schiedsspruches in London selbst gemacht, wo das entscheidende Votum des englischen Schiedsrichters als einer der schwersten Schläge angesehen wlld, der gegen die guten Beziehungen zwischen England und Eanada geführt wurde. .Eanada hat infolge des Schiedsspruches ca. 38 500 englische Quadratmeilen Terrain, von dem ein Tell reiche .au Gold ist, verlore n. Kcer unO Atolle. L. London, 20. Ott. Die militärischen Dienstverhält- triffe in Südafrika schildert ein von der „Times" veröffentlichter Brief eines Offiziers in Prätoria üt den schwärzesten Farben. „Die Soldaten", so heißt es in dem Briefe, „sind noch immer in Zelten untergebracht, haben Leine Betten und erhalten keine Extralöhnung. Nahrungsmittel müssen sie teuer bezahlen, Eier mit 4 Shilling das Dutzend, eine Flasche Milcb 9 Pence. Was Wunder, daß die Offiziere Südaftika den Rücken kehren und die Soldaten sich ihre Entlassung erkaufen oder desertieren! Kann man es ihnen verübeln, wenn man in Betracht zieht, daß ein Handwerker 24—30 Shilling täglich verdient, während der brllische Soldat nur 1 Shilling erhält und dabei nicht einmal ein Bett fyat *?' Sechste ordentliche evangelische Landessynode. (Originalbericht des „Gieß. Anz.") EL R. B. Darmstadt, 21. Okt. Präsident Prof. Dr. Stamm-Gießen eröffnet die heutige Sitzung um 9,15 Uhr. Das Eingangsgebet spricht Abg. Sack- Bosenheim. Sodann erhält Abg. W a h 1-Langen als Antragsteller (Selbstbewirtschastung der Weinberge durch die Geistlichen) das Wort. Der Antrag wird nach kurzen Ausführungen des Referenten angenommen. Oberkonsiftorialpräsident Dr. Buchner erklärt darauf: Da der gestern vom Synodalen Dekan Hager-Offenbach über die Besetzung der fünften Psarrerstelle in Offenbach gegen das Oberkonsistorium erhobene Vorwurf von mir nicht erwartet wurde und ich ihn deshalb nicht aus der Stelle aktenmäßig zurückweifen konnte, will ich das jetzt tun. Der Herr Redner teilt nun die einzelnen Daten darüber seit dem 12. -November 1902, an welchem Tage der evang. Kirchienvorstand in Offenbach um die Errichtung einer fünften Psarrstelle nachsuchte, mit, aus denen hervorgeht, daß der Schriftwechsel in der Angelegenheit Zug um Zug ohne jede Verzögerung erfolgt ist. Der Redner schloß: Wir waren gar nicht in der Lage, die Ernennung zu der fünften Pfarrstelle vor der Genehmigung durch die Synode vorzunehmen. Ich begnüge mich mit diesen Feststellungen und bitte den Präsidenten, die Allen aus den Tisch des Hauses niederzulegen. Zum Mitgliede des Gesetzgebungsausschlusses an jtrilc des verstorbenen Synodalen Exz. Hallwachs wird mit 50 gegen 2 Stimmen Synodale Oberamtsrichter Dr. F i s ch e r - Lorsch erwählt. Der folgende Punkt der Tagesordnung betrifft die Teilung der evang. Ki r ch c n g c m e i u d e Mainz in zwei selbständige Gemeinden. Die Gründe, die ein Mitglied der Kirchengemeinde, Geh Kommerzienrat Röm- yeld, in einem Rundschreiben gegen die Trennung anführte, seien von der Gemeindevertretung mit 49 gegen 2 Stimmen als unzutreffend erkannt und die Zweiteilung mit derselben Stimmenzahl genehmigt worden. Abg. Dr. Lucius-Mainz spricht in diesem Sinne. Älbg. Dr. V o g t - Butzbach sprichst sich für die Zusammenlegung kleinerer Gemeinden aus. Abg. Oberamtsrichter Röm Held-Nidda verteidigt den Standpunkt des Geh. Kommerzienrats Nömheld. Man Halle dessen Rundschreiben drucken und die ganze Angelegenheit erst näher prüfen Zollen. Nachdem sich noch Abg. Oberkonsistorialprä;ident i. P. Dr. Goldmann und Ab'g. Jost-Bechtheim für den Antrag ausgesprochen, wendet sich Abg. Dr. Lucius- Mainz gegen die Ausführungen des Synodalen Nömheld. Oberkonsistorialpräsident Dr. Buchner spricht seine Hochachtung vor der Neberzeugung des Geh. Kommerzienrats Römheld aus, allein seine Gründe seien unhaltbar. Tie Sache sei reiflich geprüft und von den Gemeindevertretern fast einstimmig als richtig anerkannt worden; er bitte, die Vorlage anzunehmen. Der Ausschußantrag „Die Synode wolle die Teilung der evang. Gemeinde Mainz in zwei selbständige Kllrchen- gemeinden genehmigen", wird darauf mit allen gegen eine Stimme angenommen. Es folgt die Beratung des Antrags Wahl-Langen, die Ausführung des Kirchengesetzes vom 21. Mürz 1895, bezw. des Kirchengesetzes voni 1. April 1900, die allgemeine geistliche Witwen lasse betreffend. Der Antrag geht dahin, die zur Mitgliedschaft der Witwenkasse berechtigten Kandidaten der Theologie unter fünf Dienstjahren als durch das Gesetz vom 1. April 1900 von Leistung des Eintrittsgeldes und der Beilläge — beides mit rückwirkender Kraft vom 1. April 1900 — befreit zu behandeln, wie es der klare Wortlaut der angezogenen Gesetze, resp. ihrer einschlägigen Partien verlange. Auch über diesen Punkt entspann sich eine längere Debatte, die indes keinerlei allgemeines Interesse bot. Die Versammlung nahm schließlich unter Ablehnung zweier Nebenanträge Wahl-Schlitz und Prof. Eger-Friedberg den Antrag der Ausschußmehrhell an, den Antrag Wahl abzulehnen und mit Rücksicht auf die Zweifel, welche )ie gegenwärtige Fassung des Gesetzes vom 1. April 1900, die allgemeine geistliche Witwenkasse betreffend, offen läßt, aussprechen, daß dieses Gesetz in der Weise anzuwenden ei, daß die zum Eintritt lediglich berechtigten Kan- )idaten der Theologie unter 5 Dienstjahren nur gegen Zahlung des Eintrittsgeldes und der Beiträge für die Zeit bis zum vollendeten fünften Dienstjahre Mitglieder der Kasse werden können. Oberkonsistorialpräsident Dr. Buchner legt darauf unter allgemeiner freudiger Bewegung das erste fertige Exemplar des neuen Kirchenbuches vor, worauf eine kurze Erholungspause eintritt In der Zwischenzeit war der um das neue Kllchenbuch hoch verdiente frühere Gießener Professor Geh. Kirchenrat Dr. Köst lin aus Stuttgart eingetrosfen, und nun begann die Beratung über das Werk. Abg. Dornseisf-Gießen hat namens des Sonderausschusses zur Begutachtung des neuen Kirchenbuchs, 1. Band, schriftlichen Bericht erstattet und beantragt, die Synode tvolle gemäß § 111 des Versassungsediktes die Zu» stimmung zur Einführung des Kirchenbuchs, Band 1, erteilen. Diese Zustimmung wird von der Synode einstimmig erteilt Für den zweiten Tell des Kirchenbuchs hat der Sonderausschuß verschiedene Aenderungen in Vorschlag gebracht, die Ähg. Dornseifs des näheren darlegt. Die Synode genehmigt schließlich den Ausschußantrag, daß L auch der zweite Teil des Kirchenbuchs gedruckt und als- )ann den Gemeinden dargeboten wird und 2. die Landesynode ermächtigt das O-verkonsistorium, daß die zurzeit geltenden Vorschriften, insbesondere in § 4 und 10, betr. die Vornahme der kirchlichen Trauungen, ihre ausschließliche Geltung verlieren und durch die neuen Formulare ersetzt werden können. Damit ist das neue Kirchenbuch für Hessen definitiv zum Beschluß gelangt. Präsident Dr. Stamm bemerkt, es werde wohl jeder das Gefühl haben, daß wir »ein schönes Werk vollendet haben, und dankt besonders dem Geh. Kirchenrat Dr. Köstlin für sein zweijähriges unermüdliches Wirken dafür. Oberkonsistorialpräsident Dr. Buchner schloß sich namens des Oberkonsistoriums dem Dank an und sprach auch Herrn Dr. Rieger, dem Synodalausschuß und allen, die zu dem Gelingen des großen, schönen Werkes beigellagen, herzlichen Dank aus. Prälat Dr. Walz dankt auch namens der Vertretung der Landeskirche unb weist des näheren auf die große Bedeutung des glücklichen Abschlusses dieses Werkes hin, worauf Geh. Kirchenrat Dr. Köstlin für die Anerkennung seiner Arbeit dankt und der evang. Kirche Hessens reichen Segen wünscht. Die Synode genehrnigt darauf nach kurzer Debatte noch den Ankauf des Dr. Riegerschen Grundstücks an der Neckar- straße für 117 000 Mk. für die Zwecke des Oberkonsistoriums und der Landessynode. Eine weitere Debatte rief noch der Antrag Wahl- Langen hervor: „Die Synode wolle an das Großh. Oberkonsistorium das Ersuchen richten, die Anordnung eines jährlich abzuhaltenden Kursus für Kunst — Kunstgeschichte und insbesondere kirchliche Kunst — für Geistliche ins Auge fassen und tunlichst bereits bei Ausstellung des nächsten Budgets berücksichtigen zu wollen." Ta die Ansichten über diesen Antrag weit auseinander gingen, außerdem auch sein Zlveck, eine Anregung aus diesem Gebiete zu geben, durch die Aussprache erreicht wurde, zog ihn der Antragsteller wieder zurück, worauf die Versammlung schloß, dlächste Sitzung: Donnerstag. Aus Staöi und Kund. Gießen, 22. Oktober 1903. Personalien. <5e. Kgl. Hoh. der Großherzog haben Allergnädigst geruht, dem Musikdirektor Wilhelm Süß in Darmstadt das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen zu verleihen und dem Dlitglied der Kgl. preuß. Elsenbahndirellion in Frankfurt a. M., Regierungsassessor Otto Drescher, den Charakter als Regierungsrat zu erteilen. ** Die vereinigten hessischen Metzgerinnungen haben dieser Tage den Entlours des hessischen Schlachtvieh-Versicherungsgcsetzes, der chnen zur Begutachtung zugegangen war, beraten uno eine ablehnende Stellung, eingenommen. Besonders wurden Bedenken gegen den Entwurf deshalb gelteub gemacht, weil er dem Umstande nicht Rechnung trage, daß der weitaus gr ö ß t e T e i l des i n H e s s e n zu r Schl a ch t u n g ko m- menden Viehes nicht hessischer Herkunft sei, und weil er nicht eine Vergütung für die ganzen Schlachttiere vorsehe. ** Frl. Charlotte Boch, die vortreffliche Frank- rurter Künstlerin, teilt uns unter Bezugnahme auf eine Notiz in unserem Blatte mit, daß sie „mit großem Vergnügen in diesem Winter einmal bei uns spielen würde" ** Wieder steht eint Landtagsnachwahl bevor. Der sozialdemokratische Landtagsabg. Philipp Haas, räherer Redakteur der Mainzer Volkszeitung, ist am 21. d. M. in Mainz gestorben. ** Ortsgewerbeverein. In der am 20. d§. MtS. abgehaltenen Generalversammlung, welche sehr schwach besucht war, wurde über das geplante Gcnossenschasts - wesen für das Großherzogtum Hessen verhandelt. Nach längerer eingehender Debatte, in welcher das „Für" und „Wcder" lebhaft zum Austausch gebracht wurde, beschloß man: „Das geplante Unternehmen durch Ausnahme von 5 Aktien ä, 2 00 Mark zu unterstützen, im übrigen aber Zunächst eine abwartende Stellung einzunehmen, und zwar insbesondere deshalb weil man für d ie Allgemeinheit einen tatsächlichen Nutzen z. Zt. noch nicht erkennen kann. ** Der Ausschuß für dieLandtags Wahlrechts- Vorlage hat, wie der „Frks. Ztg." aus Dannstadt gemeldet wird, am Mittwoch seine Vorbesprechung mit der Regierung beendet. Zunächst wird nun der Plan einer gleichmäßigen Wahlkreiseinteilung, die sich durch das Land erstrecken und 56 Bezirke mit je 2 0 000 Einwohnern umfassen soll, ausgearbeitet werden und in etwa 14 Tagen zur Beratung vor den Ausschuß gelangen. ** Herrn Gewerbeinspektor Engeln, der rüher in Gießen beamtet war, zurzeit noch in Worms weilt, aber demnächst die Offenbacher Gewerbeinspektion übernimmt, widmet die „Wormser Zeitung" folgenden Scheidegruß: „Herrn Gewerbeinspektor Engeln, der den Ort seiner seitherigen^ Tätigkeit verläßt, uni im Kreise Offenbach in gleicher Stellung zu wirken, werden die Industriellen und Gewerbetreibenden mit großem Bedauern cheiden sehen. Die Aufgaben, denen ein Gewerbeinspektor gerecht zu werden hat, sind fo vielseitig und das Verständnis für die verschiedenen Gewerbezweige muß so weitgehend sein, wenn der belleffende Beamte mir Erfolg einen Posten ausfüllen svll, daß es nicht leicht ist, den großen Anforderungen in einem Matze zu entsprechen, wie es Herrn Engel lvährend seiner mehrjährigen Wirksamkeit im Kreise Worms gelungen ist. Wir wünschen ihm gleich befriedigende Erfolge anderwärts." ** Folgenden allerliebsten kleinen Scherz teilt uns ein Freund unseres Blattes mit: Die kleine Elisabeth sagt zu ihrer Niutter auf der Kirmes in St: „Mama, ich möchte gern einen Hampelmann haben." — Mama: „Da mußt Du warten, bis Dein Vater tommt." ? Lich, 21. Okt. Se. Durchl. der Fürst ist mit seiner Familie hierher zurückgekehrt. Er hatte auf Schloß Hohensolms einige Wochen zugebracht. — Die Bautätigkeit in unserer Stadt war dieses Jahr besonders rege. Es wurde eine ganze Reihe Privatwohnungen aufgeführt. Einen riesigen Bau führte die Brauerei Jhring auf, welche eine große Mälzerei nebst Beamtenwohnungen errichtete. Die Anlage ist bereits im Betrieb. r. Muschenheim, 20. Okt. Seit einigen Tagen oer» kehren auf der neuen Bahn st recke schon bis hierher Materialzüge, welche von Lich aus Schienen und Schwellen bringen zum Weiterbau. Im Klosterwald soll sich aber ein Damm zirka 70 Zentimeter gesenkt haben. -o-Lauter b ach, 20. Oll. Der bekannte Antisemitenführer Bürgermeister Schuchard in Brauerschwend hat jein etwa 180 Morgen umfassendes Gut verkauft. Käufer sind die Herren Sigmund Strauß in Lauterbach und Sally Flörsheim in Alsfeld. '* Frankfurt a. 9)L, 22. Okt. Heute nacht versuchte im Torbogen eines Hauses an der Vilbelergasse ein junger Mann namens Bode aus Homburg a. d. H. ein 19 jähriges Mädchen namens Steinhauer nach vorausgegangenem Wortwechsel mit einem Revolver zu erschießen. Sodann richtete er die Waffe gegen sich selbst und brachte sich eine gefährliche Verletzung am Kopfe bei. Das Mädchen erlitt eine weniger gefährliche Verletzung im Gesicht. Beide wurden durch die herbeigerufene Samariterwache ins Heil:ggeisihospital gebracht. Vermischtes. • Görlitz, 21. Okt. Auf Grube .Viktoria' bet Senftenberg stürzte ein Stollen ein. Drei Bergleute wurden verschüttet. Bis Nachmittag waren die Aufräumungsarbeiten noch nicht so weit vorgeschritten, daß man zu den Verschütteten gelangen konnte. • Posen, 21. Okt. Der Kassenrendant der hiesigen städtischen Gasanstalt, Hennig, ist nach Unterschlagung von 15 000 Mk. flüchtig geworden. • Kaiser Friedrich und Grenadier Schippe- reit. Jin Jahre 1869, so erzählt das ,B. T." anläßlich der Denkmal-Enthüllung in Berlin, besuchte Kaiser Friedrich als Kronprinz sein ostpreußisches Grenadierregiment Nr. 1 und betrat auch die Schwimmanstalt. Schnell zog er sich aus und sprang inmitten seiner Grenadiere ms Wasser. »Herr Leutnant", rief er dem beaufsichtigenden Offizier zu, „schicken Sie mir jemand zu, der auf dem Schwebebaum mit mir schaukeln kann!" Grenadier Schipperest, ein echter Littauer, nimmt auf dem Schwebebaum, auf dein bereits der Kronprinz sitzt, Platz. Der Kronprinz befiehlt ihm, zu versuchen, ihn vom Schwebcbaum herunterzuwerfen. Schipperest geniert sich. Der Kronprinz ermuntert ihn vergebens dazu, indem er crft einen, dann zwei Taler dafür aussetzt. Nichts vermag den Grenadier zu bewegen. „Schipperest, wenn Du mich herunterschaukelst, bist Du Gefreiter!" ruft der Kronprinz. Unmittelbar daraus läßt Schipperest den Kronprinzen ins Wasser fliegen. „Bravo, Schipperest!" lobt der Kronprinz und erklärt dem Leutnant, zu melden, daß Schipperest zum Gefreiten befördert sei. Der Kronprinz schwimmt weiter. Als er wieder am Schwebebaum antömnst, sitzt Schipperest immer noch darauf. „Na, Schippereit", fragt der Kronprinz, „noch immer hier?" Schippereit antwortet zögernd: Kenigliche Hoheit, ick dank', we macken't noch mol up däm Unteroffezier." — „Nein Schippereit", erklärt Friedrich Wilhelm lachend, „das geht nicht, sonst wirst Du zu schnell Feldmarschall!" * Ueb er eigenartige Familienverhältnisse weiß die „H. Neckarztg." von der bayerischen Grenze zu berichten: In dem Städtchen W. lebt ein Kaufmann, bei welchem drei lebende Schwiegermütter und deren Mütter, außerdem seine Mutter, feine dritte Frau und vier herangewachsene Töchter wohnen, im ganzen also zwölf w eibliche Wesen. Der Mann befindet sich trotzdem ganz munter, und da er reich ist und das Vermögen von sieben Familien dereinst auf ihn übergeht, macht er sich gar nichts daraus, daß er der dreizehnte ist, und alle Foppereien, die er oft genug ausstehen muß, prallen machtlos an ihm ab. * Ein dreijähriges Wunderkind. Aus London wird dem „Figaro" berichtet: London ist erfüllt von dem Ruhm eines dreijährigen Wunderkindes, Jack Sebastian Mogill, das in einem Konzert im Alexandra-Palast sich sowohl als Violinist wie auch als Organist vorgestellk hat. Man behauptet namentlich, daß das kleine Wunderkind den Marsch aus „Tannhäuser" mit außerordentlichem Schwung gespielt hat. Das Kind hat auch „Wunderbares in Kompositionen geleistet, und es studiert vom Morgen bis tum Abend, um *in seiner Kunst vorwärts zu kommen." — Ob ihm auch Zeit zum Spiel bleibt? Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Berliner Börse vom 21. Oktober 1903. (Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Privat-Diskont 3 8/e Prozent. Anfangs- u. Schlußkurse. Oest. Kredit .... 209.00 208.62 Deutsche Bank . . . 217.25 217.87 Darmstädter Bank . . 141.60 141.60 Bochumer Guß . . . 192.10 192.75 Harpener Bergbau . . 200.80 .201.10 Schluß-Tendenz: Fest. Bom Geldmarkt. Infolge der in der letzten Zeit wesentlich vergrößerten Börsenengagements ist in den letzten Tagen auch im Hinblick auf das herannahende Monatsende der Geldbedarf wieder stärker geworden. Für tägliches Geld wurden an der Berliner Börse gestern 8‘/a Proz. gezahlt, für Ultimogeld 41, Proz. Der Privatdiskont notiert in Frankfurt a. 3% Proz. Entgegen der Nachfrage an der Börse waren die Ansprüche bei der Reichsbank bisher nicht bedeutend. Für den Zentralausschuß liegt deshalb keine Veranlassung vor, sich bei seiner demnächstigen Monatssitzung mit der Frage einer Diskonterhöhung zu befassen. Für die 31 rproz. deutschen Anleihen zeigt sich seit gestern wieder ausgesprochene Schwäche, hingegen halten sich die 3proz. noch ziemlich gut. Falliffeurcut m den Bereinigten Staaten, yn Mexiko sallierie ein speziell amerikanisches Unternehmen, die International Bank and Trust-Eompany. Die Folge davon war, daß nun auch die Maryland Trust-Company und die Union Trust-Company, beide in Ballimore, den Konkurs anmeldeten. Ersteres Institut hat in letzter Stunde noch den Versuch gemacht, in London ein Darlehen von 2 Millionen Dollars zu erlangen. Dieser Versuch schlug fehl. Als die Insolvenzen an der New-Porker Börse bekannt wurden, entstand em panikartiges Weichen der Kurse, das sich noch verschärfte, als die Mitteilung an die Börse kam, die Pennsylvania-Bahn habe die Arbeiten zur Verbesserung der 'Anlage eingestellt. Dieser neueste .Krach dürfte auch die europäischen Börsen nicht ganz unberührt lasten, wenn man sich auch beute noch an den deutschen Börsen dagegen zu sträuben suchte. Markte. -t Gießen, 21. Okt. Vieh Marktbericht. Der heutige Ochsenmarkt hatte einen Vorrat von ca. 80 Stück Gangvieh. Trotz des kleinen Quantums auigesahrener Tiere war der Handel gedrückt, weil es an Kundschaft fehlte imd wer gekommen war, wegen der Vorschriften zur Verhütung der Seuchengefahr im Kauf zurückhaltend war Die Verkäufer hielten trotz des schlechten Marktes an ihren hohen Preisforderungen fest, so daß die Ware sich teuerer stellte als am letzten Markt. Gehandelt wurden Fahrvieh per Paar : 1. Sorte Mk. 860-900, einige wenige sehr gute Ochsen bis zu Mk. 950. 2. Sorte Mk. 770—840. 3. Sorte Mk. 650—750. Der Vorrat wurde nur zu knapp % geräumt. Der Auftrieb auf dem Schweinemarkt betrug etwa 800—900 Stück. Der Handel war bei mittleren Preisen sehr flott und hatten die Händler ihren Vorrat sehr bald verkauft, so daß der Markt gleich nach 12 Uhr zu Ende ging Nächste Märkte am 10. und 11. November d. I., am zweiten Tage auch Krämermarkt. — Der gestrige Zwiebel markt hatte einen Vorrat von ca. 350—400 Zentner meistens Wetterauer Gewächs. Der Handel war am Vormittag wenig lebhaft, doch steigerte sich der Begehr nachmittags erheblich, so daß der Vorrat gegen 5 Uhr- glatt abgesetzt war. Die beste Waare wurde pro Zentner mit Mk. 5—6 gehandelt, während geringere Sorten mit Mk. 4.00—4.50 zu haben waren. § Gedern, 20. Okt. Der H e r b ft s ch w e i n e rn a r k t war gut befahren, jedoch stockte der Handel sehr. Eine große Anzahl Verkäufer zog unverrichteter Sache wieder ab. Die Preise waren ziemlich gedrückt, io kosteten das Baar Ferkel je nach Qualität 25—3q Mk.; Läuserschweine 35—40 Mk., Einlegeschweine 50 bis 60 Mk. mit Durchschnitte. Fette Schweine wurden mit 51—53 Pfg. (Schlachtgewicht) bezahlt. Limburg a. d. £., 21. Oktober. Frachtmarkt. Durchschnittspreise pr. Malter. Roter Weizen 13.50 Mk., altes Korn 00.00 Mk., neues Koni 10.00 Mk., Gerste 0.00 Mk., Hafer 7.40 Mk., neuer Hafer 6.30 Mk., Erbsen 0.00 Mk., Kartoffeln 0.00 Mk. Umoerfitäts Nachrichten. Heid elberg,21. Okt. Kuno Fischer giebt am schwarzen Brett folgendes bekannt: „Nach den leidvollsten Schicksalen füble ich mich in meinem hohen Alter nicht mehr kräftig g e n u g , um meine akademischen Amts- und Lehr- pflichten zu erfüllen. Ich habe daher das Großherzogl. Ministerium des Unterrichts gebeten, mich zu beurlaube n." Der berühmte Philosoph hat vor kurzem seine Fran verloren. OM'iditrifaflL Neiße, 20.Okt. Von der Strafkammer wurde der Viirger- meister Schindler ans Friedland wegen Sittlichkeits- Verbrechen zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Moskau, 20. Okt. Der ehemalige Unter-Offizier Minasjanz wurde wegen Ermordung deS armenischen Millionärs D s ch a m g a r o w zu 10 Jahren Zwangsarbeit in den Bergwerken Sibiriens verurteilt. Spart. Homburg v. d. H., 21. Okt. Die Stadtverordneten bewilligten eine Garantiesumme von 10 000 Mk. zum Gordon B e n n e t - R e n n e n. Der Hotelbesitzerverein garantierte den gleichen Betrag. Auszug uns den Kirchenbüchern Lee Kindt Girßtn. Evangelische Gemeinde. Getraute. M a r kus g e m e i n d e. Den 11. Okt. Albert Hanbrich, Kaufmann zu Weidenau, und Elisabethe Jung, Tochter des Kausmamis Konrad Jung zu Gießen. — 17. Okt. Marlin Repp, Dachdecker zu Gießen, und Marie Bottner» geb. Keil, Witwe des Schuhmachers Johann Georg Karl Bottuer zu Gießen. Getaufte. M a r k n s g e m e i n d e. Den 27. Sept.. Dem Johann 'August Kohler ein Sohn Friedrich Johann August, geb. den 20. 'August. — Dem Taglöhner Johannes Georg Eimer ein Sohn August, geb. den 30. August. — 4. Okt. Dem Kutscher Heinrich Bechtold eine Tochter Anna, geb. den 12. August. — Den 11. Okt. Dem Bäckermeister Karl Wilhelm Gengnagel ein Sohn Wilhelm Ludwig Erich August, geb. den 11. Okt. —Dem Metzger Konrad Semmler eine Tochter Anna, geb. den 4. Sept. Beerdigte. Ai a r k u s g e m e i n d e. Den 3. Okt. Heinrich Hans Prang, Sohn des Dachdeckermeisters Johannes Prang, 2 Jahre alt, starb den l.Okt. — Friedrich Peter Setzer, Sohn des Formers Peter Setzer, 4 Wochen alt, starb den 1. Okt. — Den 8. Ott. Johanna Bergmann, Ehefrau des Glasers Johann Peter Bergmann, 37 Jahre alt, starb den 6. Okt. — Amalie Rausch, Ehefrau des Reat-Gymnasialdirektors Dr. Emil Rausch, 51 Jahre alt, starb den 10. Okt. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Oktober Barometer aus 0° reduziert Temperatur der Lull 1 Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke Wetter 1903. 21. 226 745,6 9,7 6,3 70 8. 4 Sonnenschein 22. 926 743,8 3,0 6,9 86 SSE. 2 Bew. Himmel 22. 726 743,3 6,9 7,3 99 SSE. 2 r w Höchs e Tem jeratur am 2 0. bis 21. Ok tobet* - - 10,40 C. Niedrigste , „ 20. „ 21. - 2,5v C. So war es, so wird's immer sein! Schon oft legten Kaiser und Könige der Schönheit einer Bürgerlichen ihre Krone zu Füßen; Helden beugen sich besiegt unter die schmeichelnde Hand einer schönen Omphale; Weltweise beten ein Weib an, dessen Schönheit sie gegen alle Laster „blind macht. Das ist der einige Triumph der Schönheit auch im alltägichen Leben. Heute tragen sogar die Errungenschaften der Wissenschaft mächtig dazu bei, die Schönheit auf natürlichem-Wege zu erreichen und zu erhalten und ist das beste, weil natürliche Mittel: die Myrrholin- Kosmetik, deren Prävarale die Myrrhnlm-Seife, -Glycerin und -Puder, sowie das Mund- nnd Zahnwasser jetzt schon Millionen Menschen mit größter Zufriedenheit benutzen. Erhältlich in Apotheken, Drogerien und Seifengeschäften und muß jede Verpackung jdas Wort ,'Myrrholin" tragen. 7917 o<£‘ 7962 50 Mark DT In Krawatten und säsmtücheBi Hei®6*eiro ■ ElSocSe »Artikeln stets das Neueste. KbHHHH -W OFOin Amuen-Ailduna und -Krwerk. M W-VÄ für Arauen-Witdung und -Krwerö Saison Mk. 10.— bezw. Mk. 15.— nimmt die gleiche Stelle entgegen. 7947 Concert: Sonntag mn 1. 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ReiOalt. Abendkarte 8 n "" " _ ' I Habe mich hier als B praktischer Arzt ! 0 niedergelassen und wohne E | Westan tage 51, II. g | Wagner, prüft Arzt. | | Sprechstunden: 8—9 und 3—4 Uhr. 05081 | Irraalote (AüfaLholz) der Ztr. Alk. 1.20, stets zu haben. 7174 Aug. Helfenbein, Zimmermeister, Schottstraße 19. Da. Neueste - Eleganteste <- Herren-Hüten Kohlen, Briketts Cement Farben, Lacke etc. Fntierartikel Kiinstl. Düngemittel empfiehlt 6962 Balth. ZLULLL' Garbenteich. Verdingung. Für die Provinzial-Siechen-- anstalt Obarhcfsen soll die Lieferung von 350 Ztr. gute ausgelesene Speisekartoffeln und 30 Ztr. gelbe Rüben vergeben werden. 'Die Lieferungsbedingungen liegen an den Wochentagen Nachmittags von 2—5 Uhr auf dem Verwaltungsbureau offen, woselbst Angebote mit der Aufschrift „Lieferung von Kartoffeln ic. für die Prov.-Siech en an statt Oberhessen" versehen, bis zum Eröff- nungstermin, Diontag den 2.9lov. 1903, emzureichen find. 7826 Verwaltung der Prov.-Siechenanstatt Oberheffen. (Fai Paulus in Stockholm, Pros. 3*. Aoulart in Paris, Prof. A. Aerm.itti in Rom, Prof. K. Gautier, Ag. ß. Stojanow, J. J'apulcheL in Wien. — Bitte um geneigte Besichtigung. Ausstelluugslokal im Hause des Herrn Dr. C-acsar, frühere Hirsch-Apotheke, Marktplatz. Ergebenst 7918 Carä Leib sesi.j Maler und Kunsthändler. Inhaber des Ehrendiploms der Münchener Kunstausstellung 1886. Prima Nusskohlen 1 und 2 (von den besten Zechen), Prima Anthra©itkohlen per Gentner 1.70 Mark, Eigener Briketts Bremische Briketts von der Hruöe Artedrtch Marke Zlnion Brüder Schmidt, Mttsmg 83. Waschmaschine steht Jntereffeuten zur Probe zu Dienste«. Gel g-emälde-V erkauf Durch besondere Kauftzelegenheit war es mir geboten, Zwiebelkuchen jeden Moutag, Mittwoch und Freitag von 9 Uhr ab. (5339 Friedr. Holl Hofbäüer. Weise ~ nur erster Firmen. Rheiugauer, Remhesfische, Pfälzer- und Mosel-Weine in größter Auswahl. KrckmWkil und Rübenschneider eingetroffen bei leln^ X r* «olano IM* Untvell bn^1 Selr. 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