153> Jahrgang Dienstag ÄS. September 1903 W SW Adresse für Depeschen; Anzeiger Gießen. Kernsprechanschluß Nr. 5L Nr. SSL •rf^ehtt tieft* außer Sonntags. Dem Gtetzener Anzeiger werden im Wechsel mit dem HeMcheir Landwirt die tittBttttr Kamttir«. Mittet viermal in der Woche deigelegt. VdotattonSdruck n. Verlag der vrühl'sche» ^tn iiiiiliii achung. Die am b. Anqrch ds» Js. arrgeorbnete Sperre be3 Durchgangsverkehrs über de» Markt-, Kirchen- und Linden- platz — von der Mccrktstraße bis §nr Wetzstein gaffe — wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 22. September 1903. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Bekanntmachung. Betr.: Abhaltung der ViehmärLte. Der Auftrieb von Vieh ottf den ViehmarkLplatz beginnt oon dem am 29. l. Mts. stattfindenden Viehmarkte ab bis auf weiteres vormittags nm 7 Uhr. Gießen, den 21. September 1903. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. • Hechler. Z>er Kaiser vnd die Kröeiter. Gießen, 22. September. Am 26. November v. Js„ vier Tage nach dem jähen Tode KruppS, versammelte Kaiser Wilhelm IL in einem Wartesaale des Bahnhofs zu Essen a. d. Rrihr Vertreter der Arbeiterschaft der Kruppschen Werke und hielt an ste eine Ansprache, die viel Aufsehen erregte. Es wird niemand cm- nehmen wollen, daß der Kaiser gehofft hatte, mit jenen Worten, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig ließen, eine große politische Umwälzung in der deutschen Arbeiterschaft hervoczurusen. Dazu reicht sein politischer Blick git weit, aber seinem Temperament und seinem persönlichen Pflichtgefühl gemäß hielt er eS damals für angemeffen, „einen Nagel einzuschlagen", an dem einmal eine Wendung zum Besseren angeknüpst werden könnte. In ähnlicher und vielleicht noch schärferer Weise äußerte er sich am 5. Dezember 1902 m BreSlau, als mS Fürsten- zimmer des dortigen HauptbahnhofeS 16 Arbeiter in festlichem Gewände getreten waren, nm dem Kaiser zu danken für seine Essener Rede und baß in ihr den Arbeitern geschenkte Vertrauen". I« Essen hatte der Kaiser gesagt? ein int „Vorwärts über angeblich honbosexuelle Neigungen Krupps veröffent- lichter Artikel sei ^ellre Tat so niederträclMg und gemein, daß sie aller Her-en erbeben gemacht um> jedem Patrioten die Schamröte aus die Wange treiben mußte über die unserem ganzen Volk angetane Schmollet Dafür hatte er die sozialoemo kratische Partei vermitwörtlich gernacht, deren Anhänger nicht mehr würdig seien, sich Deutsche zu nennen, und den Arbeitern Kugeruseu: „Wer nicht das Lischchrch zwischen sich und diesen Leuten zerschneidet, legi moralisch gewissermaßen die Ätitschuld (an einem Mord) auf sein Haupt." In Breslau war der Kaiser „von freudiger Befriedigung erfüllt", weil ,Hie Arbeiter Breslaus sich erpt- schlossen haben, zu ihrem König und Landesvuter zu konr- inetr", und er sprach: „Jahre lang habt Ihr und Eure Bruder Euch durch Agitatoren der SoKiallsteu in dem Wahn erhalten lassen, daß, wenn Ihr nicht dieser Partei augehörtet oder Euch zu Ihr bekenntet, Ihr für nichts geachtet und nicht Lu der Lage sein würdet. Euren berechtigten Interessen Gehör Ku verschaffen zur Berbefserung Eurer Lage. Das ist eine grobe Lüge, ein schwerer Irrtum. Statt Euch objektiv zu vertreten, versuchter: die Autoren, Euch aufzuhetzen gegen Eure Arbeitgeber, geZen die anderen Stände, gegen Thron und Altar, und haben Euch zugleich auf das Rücksichtsloseste ausgebeutet, terrorisiert und geknechtet, um ihre Macht zu stärken, lind wozu wurde diese Macht gjebraucht? Mcht zur Förderung Eures Wohles, sondern nm Haß zu säen zwischen ben Klaffen, und zur Ausstreuung feiger ^leixmbungeit denen nichts heilig geblieben ist und. die sich schließlich an dem Hehrsten vergriffen, was wir hienieden besitzen: an der deutschen Mannesehre ! Mit solchen Menschen könnt und dürst Ihr als ehrlieb ende Männer nichts mehr zu tun haben, nicht mehr von ihnen leiten lassen!" Damals war's ein grauer Dezembertcrg gewesen. Sechs Monate darauf, in -desJunis heißen Tagen wurde der neue R e i ch s t a g gewühlt. In Breslau stimmte eine ungeheure Mehrheit für die Sozialdemokraten. In Essen wurden 18000, im Essener Revier 50 000 Stimmen mehr als bei der vorigen Wahl für den sozialdemokratischen Kandidaten abgegeben. Und in fast allen deutschen Großstädten triumphierte die Sozialdemokratie über ihre Wahlsiege. । Urrd nun sind wiederum drei Dimrate ms Land gangen. Wiederum hat, diesmal gelegentlich der Enthüllung eines Denkmals für Kaiser Wilhelm I. ui eine Ar b eit erd eputation „namens der gesanu.eu Arbeiter- schäft der dortigen Staatswerrstätton" dem Kaiser ujr Hul- diaung dargebracht, tiefempfundenen Dank ausgesproci-en, unverbrüchliche Treue gelobt und GEes >L«egcnl für den Kaiser erbetet. Gestern hat der Kaiser in freundlichen und vorsichtigen Worten zu den erschienenen Arbeiten von feiner Meinung gesprochen, die große Erfcchrung und den hohen Stand der Bclduug der den-ff chen Arbeiterschaft anerttsvrt und sie in schlichjten und ruhig würdevollen Worten daraus aufmerksam gemacht, daß nur durch den Aus- und Ausbau des einigen deutschen Reiches, an dem ja ein großer Teil der Arbeiterschaft selber wacker mitgearbeitet hat. Handel und JnÄultrie irr Deutschland so großen Aufschwung nehmen konnten, daß sie Millionen von Arbeitern zu nähren vermögen. Die deutsche Arbeiterschaft müßte daher, so meint der Larser, um ihrer selbst willen das lebhafteste Jntereffe haben an der ungeschmälerten und ungestörten Erhaltung be8 Reiches und seinem äußeren wie inneren Zusammenhalt. Don Kaiser berührt eS, wie man steht, seltsam, daß diese einfache und einleuchtende Tatsache in der Maffe der Arbeiter- f reife nicht ersaßt wird, daß die sozialdemokratische Partei auf ihren jährlichen ^Siegesfesten^ nach wie vor verkündet, fie sei und bleibe revolutionär, ein Todfeind der bestehenden Staatsordnung, und ste werde immer darauf aus sein, auf die Beseitigung dieses Staates hinzuwirken. Aber der Kaiser konnte trotzdem diesmal sehr wohl feine Worte auf einen um ein paar Oktaven ruhigeren Ton stimmen. Denn was da gerade jetzt in Dresden in eine recht bedrohlich klingende Resolution hineingesaßt worden ist, das ist ja im Grunde gar nicht so schlimm, als Herr Bebel die Welt gern glauben machen möchte Wenn diese Resolution auch eine , überwältigende^ Mehrheit gefunden hat, so sagen die Reden aller derer, die gegen fie mit aller Schärfe gesprochen hatten, doch deutlich genug, daß man nur den öffentlichen Eindruck der allgemeinen Einigkeit in der Partei Hervorrufen wollte. Die große Zahl der Revisionisten und die noch um sehr vieles größere Zahl der Mitläufer der sozialdemokratischen Partei, deren Vorhandensein Vebel selbst zugegeben hat, will von revolutionären Zielen nichts wissen. Es ist keine Frage, daß trotz aller Ableugnungen ein gut Teil der Leute, die sich Sozialdemokraten nennen, und ein noch viel größerer Teil von denen, die sozialdemokratisch wählen, in Wahrheit gar keine Sozialdemokraten sind und durchaus fähig scheinen zu einem Bündnis mit bürgerlichen und national gesinnten Kreisen. Ob die sozialistische Partei in Dresden wirklich trotz alledem „gefestigt" worden ist, wie der „Vorwärts" behauptet, darüber werden vielleicht schon die nächsten preußischen Landtagswahlen Auskunft geben. Jedenfalls hat jene Tagung niemanden, am wenigsten aber, wie man sieht, unseren Kaiser das Gruseln gelehrt, und daß des deutschen Reiches oberster Repräsentant fest an der Hoffnung hält, daß die deutschen Arbeüer aufwieglerischen Agita- toren zu entreißen find, deß können wir uns alle freuen. Uslitische Tagesschau. Nach bem sorialderaokratijchen Parteitag. schwebte ein unglückseligerGeistdes persönlichen Haders, ja des gegenseitigen Mißtrauens, eine ganz ungewöhnliche Neigung zu Uebertreibungeu und Verschärfungen an sich bedeutungsloser Druge über einen großen Teil der Verhandlungen." So steht s im Zentralorgan der svzialdenwkrati- schen Partei Deutschlands über den Dresdener Parteitag zu lesen. Au anderer Stelle spricht der „Vorwärts" von den „Steinen", welche die führenoen Parteigenossen gegeneinander geschleudert hätten, anstatt oen Gen off en im Lande ,^üvo^ zu bieten. DÄrklich, es war ein förmliches Stein-Bombardem.eut, und bissigere und spitzere Urteile, wie sie Bebel und v. Vollmar, Fischer, Heine und Stadthagen wechselseitig sich ausstellten, sind selten in einer öftentlfcherc Versammlung hervor geholt worden. Voll- mar's auf Bebel angewendete Vergleiche mit einem „Diktators^, mit „Cromwell", seine Beleuchtung des Bebellscheu ,^Zch" gingen hart bis an die Grenze, an der ein Gegrrer erllärt, mit dem andern „fertig," zu sein. Man hatte sich ja auf manches gefaßt gemocht, aber doch nicht auf biefe Siedehitze der Leidenschaftlichkeit. Ware es noch ein reinigendes Ungewitter gewesen! Aber nein, die Temperatur in der Partei ist schwüler, als vorher; das letzte Wort, das man noch znrückhiell, um der Oeffent- lichLeit nicht gar zu sehr das Lchauspiel des Lcrmpfes Aller gegen Alle zu bieten, wird, so scheint es, erst im Fraktionszinrmer gesprochen werden. Daß der dem Einfluß der ,M^üsionisten" vorbeugende Antrag BebellSrnger- Kautsch mit 299 gegen 11 Stimmen angenommen worden ist, hat nur den Wert eines Augenblicks-Erfolgs. In der Fraktion besitzen die Revisiorristen das lieber gewicht, und es ist nicht anzunehmen, daß sie sich uuterordnen, well der Parteitag es so beschlossen hat. In umvesentlichen Fragen vielleicht wird die „Diktatup" Bebels sich behaupten; es braucht aber nur eine einzige Frage von Bedeutung zu erscheinen, etwa die taktische Stellungnahme gegenüber den neuen Handelsverträgen, natürlich auch die trotz der langen Debatten keineswegs geklärte Vize- präsidentenftage — „Man stand am Schluß da, wo man am Ansangwar", bemerkt zutreffend der „Vorwär t—, um den Gegensatz in seiner ganzen Schärfe und Unversöhnlichkeit wieder aufleben zu lassen. Nach den Berichten vom Parteitage hat übrigens besonders eine Form der Polemik Mißbehagen und lln- rutz'e in der Versammlung hervorgerufeu: die Bezug- nahm-e auf briefliche und mündliche Aeußer- ungerr privater, zum Tell unmittelbar vertraulicher Art. So beklagte sich Bebel, daß v. Vollmar ein Privatgespräch mit ihm wiedergegeben hchte (zur Haltung der bahrischen LaudtMAsfvaition in der Wicchlrechtsftage), und ferner' daß Auer einen 18 Seiten langen Bries, den Bebel vor 30 Jahren aus dem Gefüngnis geschrieben, zur Bekämpfung seiner, Bebels, Persim und Auffassung benutzt hatte. Aehnliche Vorwürfe über Indiskretion sind mehr oder weniger deutllch auch noch von anderen Rednern erhoben worden. Das System der „Eutyüllungen" hat also in diesem Falle wenig Arrklang, gefunden. Gras Bülow hat, wie aus Wien berichtet wird, einem Mtarbeller der „N. Fr. Pr." gegenüber auf die Frage, ob ein Zusammenhang zwischen dem Besuch Kaiser Wilhelms und des Zaren bestehe, geäußert, ehr Zusammenhang bestehe insofern, als Deutschland vertrauensvoll die Austragung der Angelegenheit im Orient zunächst O e st err e i ch-Ung ar n und Rußland überläßt. Die Frage, ob eine europäische Intervention imOrient in Aussicht genommen {ei, glaubt Graf Bülow im verneinenden Sinne beantworten zu können. Graf Bülows Antworten sind in so vorsichtiger, diplomatischer Form erteilt, daß die politische Well durch die empfangenen Auffchlüsse nicht klüger ist, als zuvor. Das Balmn-Programm Deutschlands ist ja hinlänglich bekannt. Möglicherweise hatte aber die Wiederholung den Zweck, die in jüngster Zeit so eifrig von England aus verbrelleten Tendenzmeldungen, wie diejenige, daß Deutschland in Konstantinopel zum Krieg rate, Lügen zu strafen. Das „Neue Wien. Tagebl." veröffentlicht ein Interview mit dem Grasen Bülow, worin er sich über den Stand der Handelsvertragsfrage zwischen Oesterreich und Deutschland folgendermaßen äußert: Von dem Wunsche geleitet, die Schwierigkellen, welche dem befreundeten und verbündeten Reiche aus der innerpolitischen Lage erwachsen, nicht zu verschärfen und die Kontinuität der guten handelspolitischen Beziehungen nicht zu stören, habe ich bisher davon abgesehen, wegen Eröffnung der Handelsvertragsverhandlungen besonders zu drängen oder zur Kündigung des Vertrags zu schreiten. Natürlich kann aber der Moment itommeri, wo wir nicht länger warten könneit, und schon jetzt haben wir die Verhandlungen mll andern Mächten früher beginnen müssen, als mit Oesterreich Deutsches Keich. Berlin, 22. Sept. Der K a i s e r übersandte dem Che^ des Zivilkabinetts v. Lucanus sein von Ludwig Nofter gemaltes Bildnis mit einem Schreiben, welches be- bestimmt, das Gemälde solle den großen Festsaal der Lucanus'schen Amtswohnung schmücken. Das lebensgroße Bild stellt den Kaiser in der Uniform der Garde du Eorps mit schtoarzem Küraß und Diarschallsstab dar. — Der Kaiser unternimmt dieser Tage einen Iagd- ausflug nach dem Kurischen Haff, und zwar in den Ta- wellningker Forst. Aus diesem Anlaß hat der Hafenbauinspektor in Memel den dortigen Lönigllchen Strandvogt beauftragt, seinen Kahn sofort neu herzurichten. In dem Fahrzeug werden Sitze für den Kaiser und für etwa vier Personen des Gefolges hergestelll. Am Kirchenplatz zu In s e, wo der Kahn landen soll, wurde ein neues Bollwerk aufgeführt. Der Kaiser fährt mit der Jacht „Hohen- zollern" bis Memel und von dort an Bord des Dampfers „Bismarck" bis zu den Molen von Jnse. Bon hier begibt sich der Monarch mll dem Kahn bis zum Landungsplatz an der Kirche und dann ruittels Fuhrwerks zum neuen' Jagdschlötzchen in Paith, wo Jagden auf Elche srattftnden werden. — Eine A euß er nngd es Kais er s toirh dem Pester Lloyd ans Mohaes gemeldet: Auf der Fahrt nach Mohacs sprach der Kaiser mit dem Ministerialrat Thaly, an den er oie Frage richtete, ob in Serbien nicht etwa schon die Revolution ausgebrochen ist Ministerialrat Thaly antwortete: ,^Rsher nicht, aber es haben sich neuerdings Offiziere den protestierenden an geschlossen." Kaiser Wilhelm erwiderte: „Schon recht! Schon recht! Schon recht!" ’ — Nach einigen griechischen Zeitungen beabsichtigt König Georg von Griechenland im Anschluß an seine Reise nach Darmstadt zur Vermählung seines Sohnes dem deutschen Kaiser in Berlin einen Besuch abzustatten. <*•* — Das führende Bündlerblatt, die „D. Tagesztg.", schreibt: „Die Kanalschwärmer und die Herren, die einen H a-n d e l s v e r t r a g um jeden Preis haben wollen, sind mit dem Reichskanzler nicht mehr zuftieden und haben schon seit einiger Zell einen kleinen Krieg in der Presse begönnern Sie spielen ein klein wenig M i n i ft er* stürzerei; freilich ist die garcze Sache nur Spiel. Wer die Verhälllrisse kennt, der weiß, daß der Reichskanzler sich gerade jetzt des Vertrauens des Kaisers in besonderem Maße erfreut Er wird also dem Spiele mll demselben Lächeln zuschanen, mll dem wir es betrachten." — Die „Volksztg." erfährt, daß gestern der Redakteur des vorwärts", Rehbein, der in Zeugnis- zwarrgshaft genommen worden war, weil er den Änsender des an den „Vorwärts" gerichteten Soldatenbriefes über Mißhandlungen nicht nennen wollte, aus der Haft entlassen worden ist. Kiel, 21. Sept Der Groß Herzog von Hessen begab süh heute vormittag, von Hemmämark kommend, zum Besuch des Großherzogs boti Oldenburg und der großherzoglich olderchurgischen Familie nach Eutin. Von dort begab sichfderGroßherzog heute abend'nachDarm- stadtzurück. Ausland. London, 21. Sept. Die „St Jsmes Gazette" meldet.- Austen Chamberlain ist zum Schatzkanzler, Lord Se l b o r n e zum K o l o n i a l m i n i st e r, Arnold F o r st er zum KriegsMinister, und Brodrick zum Staatssekretär für Indien ernannt Caracas, 20. Sept. Die Mächte reichteri bei der pe n e z o lan i j che n R e gi e ru n g ihre rvoch ausstehenden Ruhrort vollständig niedergevrcmnr. Der Scyaven nnro . ' . . , y, . w> » . .r X CVjm Sva* «AfinCrGwi A ITT* bis Handel und Uerkehr. UMsumtschast einem begeistert ausgeuonrmerren Hoch auf Kaiser unt> Großherzog. Kreisfeuerwehrinspektor Hoos hielt dann einen Vortrag über den derzeitigen Stand- des Feuerlöschwesens im Kreise, woran sich die Mitteilung von verschiedenen Verhaltungsmaßregeln bei Bränden nrrd durch sie hervorgerufene Unfälle schloß. Eine Ueduirg der Ortsfeuerwehr, Vrandangrifs auf des Schulhaus, zeigte die praktische Ausbildung der Mannschaften in gutem Licht. Eine Musikkapelle verschönte den gemütlichen Teil des Bezir^tages. s. Wallenrod, 21. Sept. Der 48jährige Frei- V l Ul Ulf W4-'*- ....... ‘ V l) l Ul I v UVIUJIB- a n tü a 11 Andr 6 wurden wegen Zweikampfes zu drei Monaten Festung verurteilt._____ ** Verlaui der Witterung von SamStag Unter Einwirkung des sich allmählich nach OsdEui RürberTtTtfltTt in aller Form, ein: Deutschland 1 417 309 Dollars, dre Vereinigten Staaten io“a», England 2.-M-0M Jrmrkreich 16 041)000, Italien 8 300000, Belgien 3093 800 Spanum 600000, Älexrko 500 000, Holland 1048 451 und Schweden 200 000. Aus Stadl und Kaild. Gießen, 22. Sept. 1903. - Personalien. S. K. H. der Großherzog haben dem Bürgermeister Metzger in Langen, Vorsitzenden des Vorstandes der Handwerkerschule zu Langen, das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. ** Personenstands-Aufnahme. Unsere Schutzleute sind mit der Personenstands-Aufnahme beschäftigt, die diesmal anscheinend recht gründlich ausgestellt werden soll, zu welchem Zwecke den einzelnen Haushaltungen Zählbogen zum Ausfällen übergeben wurden. ** Schwurgericht. Das am Montag, den 28. d. M. beginnende Schwurgericht wird voraussichtlich nicht länger als eine Woche dauern. Am ersten Verhandlungstage wird wegen Brandstiftung, und zwar ein Gießener Fall (die Ph. Schwan'sche Scheuer in der Neustadt), verhandelt werden. - Gemälde-AuSstellung. Wie unL vom Kunst- experten Langraf aus Berlin mitgeteilt wird, beabsichtigt derselbe, eine Gemälde-Sammlung von ca. 200 Stück auf Anpreisung der Baronin Olga von Wangenheim hier zum Verkaufe auszustellen. Es ist dafür der Saal in Lonys Bier- | keller in Aussicht genommen. Der Katalog der Sammlung! ‘ enthält stolze Namen, wie Pros. Menzel, Fr. v. Defregger,! Gabr. Max, Ed. Grützner und einige bedeutende Franzosen und Italiener. Das Mhere wird durch Inserate ersichtlich. ** Blumen-Ausstellung iu der St adt- Mädchenschule. Tie Turnhalle der Stadt-Mädchenschule hatte sich am letzten Sonntag in einen Blumengarten verwandelt. ÄÄe genannte Schule veranstaltete an diesem Tage die zweite öffentliche Aufstellung der von den Schülerinnen der zwei obersten Klassen gepflegten Blumen. Da standen, den ganzen weiten Raum der Turnhalle füllend, von sachkundiger Hand zu geschmackvollen Gruppen zw- sammengestellt, alle die lieblichen Kinder Floras, die Rosen, Nelken, Fuchsien, Begonien, Geranien und wie sie alle heißen mögen. Allen Exemplaren sah man es an, daß die Schülerinnen ihre Pflegebefohlenen mit hingebender Sorgfalt gewartet hatten, und den Preisrichtern mag es nicht so gar leicht gewesen sein, aus dem vielen Guten das Beste, des Preises Würdige, auszuwählen. Auch diese Preise für gute Blumenpflege waren sorgfältig vollständig dem Zwecke muß man sagen, daß hier viel Sorgfalt auf eine gute Sache verwendet wird; und den Herren, die sich der Mühe unterzogen haben, das Ganze zu arrangieren/ gebührt alle Anerkennung. Neben den Herren Lehrern gilt dies besonders beträgt 5 Millionen Kronen. * Ermordung einer Pariser Halbweltdame in Air les Barns- Ein schweres Verbrechen ist in dem französischen Badeorte Aix les Bains vcrikbt werden: Dort nmrde Mlle. Fougere, eine in der Pari) er Lebewelt wohl- bekannte Persönlichkeit, mit ihrer Zofe von Einbrechern getötet und beraubt. Ein Telegramm, das bereits ge)tern mittag bei uns entlief, meldet unö hierzu folgende Ernzel- b eit en: Man sand in ihrer Wohnung Die 45 jährige Eugeme Fougore und deren Zofe Lucie erdrosselt aus. Den Unglücklichen war der Hals mit Servietten zugeschnürt worden. Die Köchin der Fougsre lag gefesselt und geknebelt am Boden; sie konnte den Personen, welche sie befreiten, nur ungenaue Angaben über zwer Männer machen, die ttachts in ihr Schlafzimmer ge» drangen wären und sie überfallen hätten. Eugettte^Fou- göre besaß einen Schmucc im Werte von 250 000 ö^mn, den sie mit nach Aix les Bains genommen hatte, und welcher jetzt den Einbrechern in die Hände fiel. Die Polizei hat bereits mehrere Personen als des Mordes verdächtig verhaftet, doch glaubt man, daß die Täter nach Paris ent- kommen sind. _ . . , , * Tödlich verlaufene L>chlerfenfahrt. Dre Sckfleifenfahrerin Diavolo, die im Aquariumgarten zu Reval auftrat, ist verunglückt. Sie stieß, während sie kopfabwärts durch die Schleife sauste, so heftig gegen das Brettergerüst, daß ihr die ganze Kopfhaut abgerissen wurde. Dre ver- urrglückte Artistin gab nach 24 Stunden rhren Gerst auf. * Aus den Alpen. In den Zillertaler Fernern hatten zwei Berliner und ein Dresdener Alpinist, Namens | Josef Bohm, Fritz Reithofer und Oswald Niemer, in der Montan. Unter Einwirkung des sich aUmaDito) naa) Mitropa auf eine Mrllron Mark geschätzt. — In ber galrzrschen Ort- DcrlnqcYnben Hochs sind, wie richtig vorausgesagt wurde, Nordost- schäft Wolezkow wütet ern groß er Brand^dru:ch welchen und Ostwinde eingetreten, welche völlige Aufbesserung des Wetters ^tzt 47 Wohnhäuser eingeäschert sind.' Mehrere Men- bedingten. infolge bei fräftigen 60^^1)11109^ eö untertags sind umgekommen. — Auch in den galizischen merklich wärmer geworden. Ein ssn Sudwesten erschienenes großes Krasieztm und Drohowyeza brachen größere Brande Se. Kgl. Hoheit Aber schon nach wenigen Minuten ging ein zweiter Fel^- geben werde, fte^sagen Großherzog in hochherziger Weise bereit erklärt, stürz nieder, ein gewaltiger Block traf Swarts das Dach tommniifc in Zellen der Türkei, die täglich euiianfen, hiesige Stadtkirche ein Fenster mit Glas- der Hütte und schleuderte es weit fort. Die drei Douriften seien derart,^daß sw aller Ziv^scrtian sMteten. ^i den , ^^bi. spenden. Weiter ist auch bereits von feiten meinten, ihr letztes Stündlein habe geschlagen. Dre ganze Vereinigten Staaten Willen fre tiefen Enivruck hinterlassen. bieHgen Familie die Stiftung euteS bunten Archen- Nacht über blieben sie dem Regen und Schnee ausgesetzt und fensters in Aussicht gestellt. (Butzb. Ztg.) mußten noch das Getöse zahlreicher Bergsirirze anhoren. 8 Er menr od, 21. Sept. Gestern nachmittag fand in Als endlich Der Morgen anbrach, waren die drei Manner der hiesigen Wiegelschen Gastwirtschaft der Bezirks- vor K'älle halb erstarrt und so erschöpft, daß sie nur mit feuerweh rtag des Bezirks Alsfeld—Kirtorf—Nieder- Aufbietung aller Willenskraft den Abstieg ins Tal zu be- Ohmen—Groß-Felda statt. Der Vorsitzende, Kreisrat Dr. werkstelligen vermochten. — Aus dem Glo ckn er g e D1 e t Melior, eröffnete ihn mit herzlichem Willkomuierigouß und wird geschrieben: Die schönen Tage der Spaftaoon h?ben •L 7 8 * * * 12 - ' - ------ ' ein Ende mit Schrecken genommen und nach dem 10. Sept, wechselten ©türm uyd Gewitter mit ausgiebigem Schneefall. Daß der Verkehr in^Glockn er gebiete auf einmal ins Stocken geriet, ist bei so bewandten Umständen als selbstverständlich anzusehen. In den Tagen vom 6. bis 11. September, d. i. unmittelbar vor dem Wetterstürze sind noch 234 Touristen im Glöckner Hause auf der Elisabethruhe angenommen; damit ist die Zahl 4580 der diesjährigen Besucher des Glöckner Hauses voll geworden. Im den obengenannten Tagen sind auch noch vorn Glocknerhause 5M)touren unternommen worden. So gingen 1 Dame und 16 Herren mit 12 Führern in 9 Abteilungen und 1 Herr sichrer los auf den Großglockner, 1 Herr mit 1 Führer, auf das Große Herr Albrecht von Riedejel zu Sickendorf hat sich mit der 21jährigen Tochter des Oberbürgermeisters von Hamburg verlobt. Die Brant, welche der Barou, --------, - —- - - 4. . . in Karlsbad fenneu lernte, kommt morgen zmn erftenmale Wiesbachhom und 2 Herren mit 1 OÜhrer über Die Hohe in ihr zukünftiges Heim, Schloß Sickendorf bei Lauterbach Riffel nach Kaprun. K. B. Darmstadt, 22. Sept. (Eigener Draht- "In der armenischen Stadt Kers wurden bei bericht.) Die Ausschmückungen der Stadt zu den der Fabrikation von Bomben 4 Personen getötet. Eine Hoch^eitsfestlichkeiten sind heute schon in Angriff ge» strenge Untersuchung ist eingeleitet. nommen worden. Unmittelbar am Ausgang des Fürsten»--------------zr zimmers des Main-Neckar-BahnhofeS wird eine Dekoration geschaffen, die mit den Farben und Emblemen der eintreffenden k. Frankfurt, 21. Sept. Sonntag, den 4. Oktober, häll Ör tlichkeiten ansaeschmückt wird. der Verein zur Züchtung reiner Hunde nn Zooloaischen Garten hier ^urgucyleuen ausgc,cyrnua.i wn-o. eine Schau für deutsche Doggen, englische Bulldoggen, Boxer — — . unb beulsche Schäferhund e ab. Die Hunde müssen morgens Nermllllltes. 9 Uhr zur Stelle fein, um welche Zeit Mit der Pramnerung.be- gönnen wird. — Um 1 Uhr fpatestens können die Besitzer ihre * Könitz, 21. Sept. In Juchel sind 14 Häuser, dar- vierbeinigen Freunde wieder nach Haufe führen. Jedem nut dem unter mehrere Wirtschaftsgebäude, n i e d e r g e b r a n n t. ersten Presse bedachten Hunde wird als Ehrenpreis em silberner * Hamburg, 2L Sept. Wie die kgl. Eisenbahn- Becher mitgegeben, außerdem noch demiemgen Aussteller erneu Betriebsinspektion mit teilt, wollte eine Dame nachmittags solchen, welcher in der betreffenden Rasse die beste Oefamtleistung ■ auf dem KlostertvrbayAhof tofe der ÄÄ der Biahnbeamten iroch rn den Bümteneser Zug 1352 versäumen, deiisetben vorzusühren. Meldeschluß ist am springen, als ficty derselbe schon in Bewegmig gesetzt I Septernber. — Anmeldeformulare sind zu beziehen durch Karl hatte. Die Dame tarn zu Fall, geriet unter die Rüder I Frankfurt a. M, Bleichstraße 66a. des Wagens und wurde sofort getötet. ~ ------- * Hamburg, 21. Sept. Gestern nachmittag 6 Uhr öBtfridltSiöflL I wurde ein deutlicher, wenn auch nur schwacher senkrechter 1 w a Erdstoß verspürt, dem kurzd«rauf ein sehr zu ÄF&ft Erschüttern folgte Das ^^öeUige starke Erdb b n bcr hiesigen Strafkammer verurteilt. — Der hiesige Oestergoetland durfte seine Zone bis hierher erstreckt h^dc^si Berichterstalter des „Konfektionär" in Berlin, Moritz Hammes * Moresnet, 21. Sevt. Wie verlautet, wird i^ovl^urde vom Schöffengericht wegen verleumderischer Be- der Aushebung der Spielbank in Altenberg das heibigung zu 2 Monaten Gefängnis und 250 Mk. Geldbuße Spiel dort weiter betrieben. Um bc& Gesetz zu um- verurtellt. Hammel hatte einem Mädchen, mit dem er ein Vergehen, spiell man jetzt in Gruppen von 20 Personen. hättnis unterhalten hatte, das nicht^ohne Folgen blieb, nachgesagt, "Bellinzona 21 Sevi. Hier hat eine Konferenz es habe mehrere Liebhaber gehabt, um dadurch den gegen ihn .. .______________________b.M.nb bi. .u,«-i,m- b« »itabung«. f«. bi-Lu.ch. L tfjjE Herrmi Lehrern gilt dies besonders I sührnng eines Schweizers O st alpend nrch st ich s (Erema-^ - • c von den beiden Gärtnern, die in nneigeiinütziger Weise die Tunnel) staUgeftlnden. P^.iSverteituug uno die Gruppierung der Mumen besorgt * Wien, 21. Sept. Der aus Berlin nach Unterschlag- habeu, die 5)-erren Karl Becker urid Weder. Ein Ungenannter, nng von mehreren tausend Mark flüchtig gewordene Buch- ber seinen Namen nick)t veröffeiitticht habeii will, hat den Halter Tümmler ist hier verhaftet worden, größten Teil der nötigen Mittel zur Verfügung gestellt uiiö * Mozambique, 21. Sept., In einer Niederlage dadurch sich als echter Kinder- und Menschenfreund gezeigt, für Schießpulver und Granaten in tieni Fort San Sebastian — Tie Ausstellung war besoiiders in den Nachmittags-1 erfolgte heute eine furchtbare Explosion, wobei stunden gut besucht und fand viel Lob und Anerkennung, «viele Menschen getötet oder verwundet wurden. Das Daß das Unternehmen überhaupt viel Anklang gefuirden Unglück blieb zwar bisher auf das Fort beschränkt, indessen hat, geht auch daraus hervor, daß Besucher der Aus- ist die Gefahr einer* weiteren Explosion noch nicht ganz Heilung aus eigenem Antrieb Beiträge geleistet, bezw. sich beseitigt, bereit cYtlärt Hoben, für die nächstjährige Ausstellung be- ^Brände. Nach einer Essener Meldung ist die einer sondere Preise zu stiften. .holländischeu Gesellschaft gehörige große Oelfabrik in Telephonischer Kursbericht* Frankfurt Schlußkurse. \a Kuh-- und Rindfleisch pr. Pfund 62—66 Pfg., Schweine- Pfund 66—76 Pfg^ Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund M Carl Stückrath - Möbelfabrik ' . Actorufcm 47 Geschäfts-Gründung 1867. EdßFStTäSSß 8. Geschäfts-Gründung 1867. Asterweg 47. 7076 LWcheizemg AH.LRbm-md laM.WickrMe LH-Lechigemg. ' ’ O * S ß v Der diesjähnge Ertrag von Kriedöerg i) 2) 7126 Dr. von Peter. wettere 7128 Georg Kehr IV. gestellt. 7130 6258 in großer Auswahl. August Risinger, Seltttsiveg 19. Vermittelst des Würzesparers stets nur tropfenweise M verwenden ist Kalk- nnü Slmnotrode, Daiysjiqelei 676 I S .D 0 R F. oÄ MAGGI 200.62 210.90 13537 180.90 184JL0 sich per- widmen . 101.05 . 89.08 . 101.07 . 89.07 . 100.02 . 99.02 . 101.08 99.95 . 98.05 . 102.08 Oest. Kredit . , Deutsche Bank Darmstädter Bank Bochumer Guß . Obst soll auf den nachbenarmten Straßen auf dem Stand versteigert werden und zwar: fleisch pr. Pfund 66—76 Pfg^ Schwemeflersch, gesalzen, pr. Pfund 80 Pfq^ Kalbfleisch pr. Pfd. 70—74 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 56—74 Psg^ Kartoffeln pr. 100 Kgr. 6,00—7,00 All., Weißkraut per Stück 00—00 Pfg., Zwiebeln pr. Zentner 4,50—5,00 All., Milch per Liter 18 Pfg., Aepfel per Pfd. 0—00 Pfg., in Körben 00—00 Pfg. Zwetschen All. 5.00—6^0 pr. Etr., Trauben 00—00 Pfg. Harpener..... Tendenz: fest. in allen Betrieben bedingrmgslos wieder aufnehmen, am 30. September s ä m t l i ch e A r b eiter zu entlassen. a. Ä., 2L September S°/o Mexikaner . . 4‘/2o/o Chinesen . . Electric. Schuckeri . Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandft. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn . Lombarden • • • Gotthardbahn . . . Laurahütte . . . Bochum . . , . . Versteigerung. Donnerstag de« 8. it. Freitag den 9. Oktober l. I., mittags 2 Uhr, versteigere ich im Pfandlokal Seltersweg 11 gegen Barzahlung: . Regulateure, Kleiderschranke, Sofas, Komnwden, 2 Fahrräder, 1 Sack Waschschwämme, 2 Pferde u. a. m. 7141 Gießen, den 22. Septbr. 1903. «öder, stellverrret. Psandmeister. 4% Grieoh. Monopol 4V2% äussere Argentiner Ang. Gabriel jr., Gießer» Mafsen Fabrttatiou. Bahnanschlüsse. Werke: Abendstern. Wer früh morgens zum ersten Frühstück eine Tasse wohlbekömmlichen Kathreiners Malzkaffee trinkt, der wird schon nach kurzer Zeit die günstige Wirkung einer solchen vernünftigen Lebensweise deutlich und nachhaltig verspüren. Kathreiners Malzkaffee vereinigt nämlich mit dem Wohlgeschmack und Aroma des guten Bohnenkaffees die charakteristischen und allgemein geschätzten Vorzüge , des Malzes, wodurch er zu einem Gesundheitstrank in des Wortes weitester Bedeutung wird. Das sollten alle bedenken, denen Kaffee weniger gut bekommt, oder solche, die leidend, nervös und schwächlich sind. 7083 1903. . 27.02 . 91.05 . 96.08 . 101.07 . 200.03 . 185.01 . 135.03 . 144.09 . 151.02 9« Suppen- WjÄwtwfii Bestens em- ö u. Speisen- wV Ul £iv« pfohlen von C- G. Kieinhenn, | 6707 Bahnhofstraße 59, Dersteigerungs- Anzeige. Das zur Konkursmaffe des Kaufmanns Hermann Jacob zu Wetzlar gehörige, in der belebtesten Straße zu Wetzlar belegene Geschäftshaus soll allein oder zusammen mit dem gesamten Warenlager — Manufaktur-; Kurz- und Weißwaren — das Warenlager auch allein en bloc am 6. Kktoöer 1903, nachmittags 3 Uhr, zu Wetzlar auf dem Büreau des Unterzeichneten öffentlich freiwillig versteigert werden. Besichtigung des Hauses, des Warenlagers und Einsicht in das Inventar-Verzeichnis sind Kaufliebhabern vorher frei- . 137.05 . 16.05 . 189.— . 225.05 . 181.25 . 184.09 Auf der Straße Lich—Eberstadt — Ober - Hörgern — Kreisgrenze Freitag den 25. d. Mts., beginnend vormittags Uhr bei Lich. Auf der Straße Lich—Steinbach—Gießen Donnerstag den 24. d. Mts^ beginnend vormittags 9*/3 Uhr bei Lich. Gießen, den 21. Sept. 1903. Herrmann, 7125 Kreisstraß Bekanntmachung. DaS Wintersemester der landwirtschastl. Abteilung beginnt Dienstag den 3« November. Anmeldungen find schriftlich oder mündlich an unterfertigte Direktion zu richten, von welcher auch Statuten, sowie Wohnungsausweise und Schülersahrscheiue zu erhalten sind. Schulgeld Mk. 25.—. Schüler mit Einjährigberechügung können die obere Klasse besuchen. Großh. Direktion der Obstbau- und landw. Winterschule. womtt ein Inkasso verbunden ist, zu errichten. . Herren, welche gute Beziehungen haben und söulich der Erwerbung neuer Berstcherungen zu bereit find, wollen schriftliche Anerbiete« mtt Lebenslauf Neueste Meldungen. Origirraldrahtwelduugen des Gießener Anzeigers. Berlin, 22. Sept. Der , Vorwärts" bringt heute die Abbildung'des Entwurfes eines burgartigen, . von Waffer umgebenen Kaiserschlosses, der aus dem Monat Dezember 1902 stammen soll. Marseille, 22. Sept. Eine furchtbare Feuersbrunst wütet seit gesterö abend. Das Feuer brach in einer Oelfabrik aus und verbreitete sich mit großer Schnelligkeit. Mehrere Häuser in der Nähe brannten gleichfalls nieder, andere wurden stark gefährdet. Militär und Feuerwehr sind mit den Rettungsarbeiten beschäftigt. Der Schaden rst sehr bedeutend. Prag, 22. Sept. Der bekannte Jesuitenpater Andreas Sepp hat dem Orden und dem hiesigen Magistrat mitgeteilt, daß er zum Protestantismus übertreten werde. Lemberg, 22. Sept. Wie nunmehr festgestellt wurde, hat der Rechnungs-Unteroffizier Bodner und mehrere Complicen den Diebstahl des Mobilisierungsplanes in der Stamslauer Kaserne ausgesührt. Die Diebe befinden sich bereits im Auslande in Sicherheit. Belgrad, 22. Sept. Wie verlautet, wird General Sava Gruitsch mit der Bildung eines neuen Kabinets betraut werden. Derselbe beabsichtigt, das Präsidium und das Aeußere zu übernehmen, dem Chef der Monopol-Verwaltung Protitsch das Finanzpoxtefeuille und dem Generalstabschef Putik das Kriegsportefeuille zu übertragen. — Der Oberst Jomanowitsch wurde seiner Stellung als Kommandant enthoben, weil er gegen die verhafteten Offiziere zu lau war. Semlin, 22. Sept. Gestern abend zirkulierten hier unbegründete Gerüchte von einem neuen Attentat au König Peter. W-Lechigemg. Montag den 28. September soll das Gemcinde- obft (Aepsel und Zwetschen) der Gemeinde Holzheim und Feldgemarkung Bergheim versteigert werden. Anfang vormittags um 9 Uhr am Roßweg, nachmittags 3 Uhr beim Bergheimer Brunnen. 7127 . Klotz, Bürgermeister. Bekanntmachung Am 1., 2. und evtl, nach Bedarf am 3. Oktober d. IS., von nachmittags 2 Uhr cm, wird die Versteigerung des Mobiliars städtischen Hospitals, des noch vorhandenen Weißzeugs, Bettbezüge, Handtücher u. s. w. und der Küchengeräte fortgesetzt. Gießen, bat 21. September 1903. 7145 Städtisches Armenamt. Eurfchmann. Alzmme NechMW-AnjM KMchr toei8=$tr#tniig. Versicherungssumme: 500 Millionen Mark. Gesamt-Vermögen: 170 Millionen Mark. SM- mö LorM-Nmi! ju MS i. Sim. Nächsten Samstag den 26. d. Mts., abends 8 Uhr, findet die zweite ordentl. Generalversammlung des Spar- und Borschutz-Bereius auf dem Gemeindehause statt, wozu alle Mitglieder freundlichst emgeladen werden. , . Tages-Ordnung: Beschlußfassung über ZmSveranderung. Der Auffichtsrats-Vorsitzende: der Gemeinde Lich. Dienstag de« 29. September L mittags 1 Uhr beginnend, soll die der Gemeinde Lich zustehende Obsternte, bestehend in einer großen QuantitÄ sehr guter Tafel- und Kelteräpfel, Birnen und Zwetschen, meistbietend versteigert werden. Der Anfang ist am Waldeingang auf der Kreisstraße Lich—Hattenrod. Lich, den 21. Sept. 1903, Großh. Bürgermeisterei. Heller. 7112 Donnerstag d. 24. September 1903 soll das Obst der Gemeinde Alten-Buseck an Ort und Stelle versteigert werden. Anfang 9 Uhr vorrnittags an .der Kreisstraße Wieseck— Alten-Buseck. Alten-Buseck, am 21. Sept. 1903. Großherzogl. Bürgermeisterei Alten - Buseck. Ko erb er. 7138 Wefa-Versidßeratig. Wegen der israelitischen Feiertage soll die auf den 23. L Mts. anberaumte Versteigerung nicht abgehalten werden und es wird daher der Dermin zur Versteigerung des zur Konkursmasse des Jacob Bamberger gehörigen Weinlagers, sowie der Kellereigeräte «ntf Montag den 28. l. Mts., mittags 12 Uhr, im Wein- Haus zu Alsfeld verlegt. 7115 Grüuberg. Der Konkursverwalter. Landw. Ausstellung. Die noch vorhandenen Gerippe von Stallungen, Pavillons und Festhalle, für Battsteinbrennereien, Feldscheuern rc. sich eignend, werden billig abgegeben. Näheres zu erfahren au dem Ausstellungsplatz und Regrerungsgebaude, Zimmer 22. 7147 Der Ban- nnd Plnhausschuß. Arbeiterbewegung. Berlin, 21. Sept. 203 Metallwarenfabriken mit 14 700 Arbeitern beschlossen heute abend einstimmig, falls die streikenden Gürtler und Metaüdrücker nicht bis zum 28. September die Arbeit au uns eiusenden. Diskr-'ttou wird -«gesichert. _ , 71iy Die Direktion. 371% Reichsanleihe . 3O/o do. . . 3V,o/o Konsole . . . 8°/o do. .... 372% Hessen . . . 37,% Oberhessen . . 4% Oesterr. Goldrente . 476% Oeeterr. Silberrente 4% Ungar. Goldrente . 4°/o Italien. Rente . . 4V,% Portugiesen . . 8°/l. Portugiesen. . . . 1% C. Türken ... Türkenlose..... 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Auf dem Rentenmarkt verkehrten heimische Anleihen und besonders Serien-Türken in fester Haltung; für letztere zeigte das Airsland andauernd rege Kauflust. Privat-Diskortt 3s/< Prozent. Anfangs- u. 200.40 210.70 135.25 180.50 Kurra — ich bin ihn los — meinen Katarrh nämlich I Das war einer von der dauerhaften W Sorte einer, der einem alle Lebensfreude nehmen kann. Und O eine einzige Schachtel Fah's echte Sodener Mitteral- Pastille« hat keine Spur mehr davon übrig gelassen. Und M nun müssen die prächtigen Dinger mir stets im Hause fern, ZI zumal sie billig sind — kostet die Schachtel mit 36 Stück doch G nur 85 Pfg. Ueberall erhältlich. 6911 50.05 30.65 35 04 128.02 -Anl. 43.02 Obstverfteigerung. Freitag, 25. September 1903, nachmittags 3 Uhr be- attrueud, soll die Zwetschen-, Aepfel- und Birnen-Ernte von itädtischen Bäumen bei der neuen Universitätsbibliothek, m der Südanlage, an der Johannesstraße, aus dem früher Pascoe,chen Garten, an den Bahnhöfen, am Krofdorfer Weg und am Wlesecker Weg öffentlich meistbietend versteigert werden. / _ , Die Zusammenkunft fft an der neuen Unwerffttatsbrblwchek m der Stephanstraße. Gießen, 22. September 1903. «I46 Der Oberbürgermeister. Mecum. — Metallgesettschaft Frankfurt a. M. Der Abschluß dieser Gesellschaft für 1902/03 zeigt euren Reingewinn von 3 088 015 Mk. gegen 2 669 909 Mk. Er gestattet eine Dividende von 18 gegen 16 Prozertt. Die Reserven bedürfen keines Zuschußes mehr, denn sie betragen bereits 6 Millionen Mk. = 50 Proz. des Aktienkapitals von 12 Millionen Mk. — Verein Deutscher Eisengießereien. Die in Kassel jüngst abgehatterre Jahresversammlung dieses Vereins hat einstimmig eine Resolution angenommen, in welchen sie ihren Atitgliedern em« psiehlt, in Anbettacht der ausreichenden Beschäftigung und der wiederhott gesteigerten Preise für Roheisen die Gußwarenpreise entsprechend zu erhöhen, um das Mißverhältnis zwischen den Rohstoff- und Warenpreisen endlich zu beseitigen. Dies um so mehr, da die Löhne feit der Zeit der Hochkonjunktur rncht gefallen sind. Martte. Harpener Bergbau . . 184.00 Schluß-Tendenz: ziemlich fest. RaMchBose Troisdorfer Jagdpatrone Vorzügliche Deckung bei sehr gutem Durchschlag, größte Gleichmäßigkeit des Schusses, für jedes normale Gewehr verwendbar. Berkansspreis: Mk. 9.— für Kal. 16 pro 100 Stück. Schwarzpulver, prima gasdichte Hülse, M 7.— für Kal. 16 pro 100 Stück. Gewehre und Jagdausrüstungen AW _ Wetzlar, 21. Septbr. 1903. Der Konkursverwalter: Kaufmann, Rechtsanwalt und Notar. Stadt. Schlachthaus. Freibank. 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