Nv. %%% ßU-UH außer SomUag-, Dem Greß. 7c r Anzeiger werden tm Wechsel mtt dem SeMchen Lavdwirt die Sietzeuer KamUicn. blätter viermal in der Woche deigelegt. RotattonSdruck w. Verlag de, «,ühllche« LLntvech^Buch- il Sieur- ^rmker« (Putsch Lcd«r- tetet: und Gch«LstraLe f. Adresse für Depeschenr «uKetger Atetze«. Fernsprechanschluß Str. 51. Erstes Mertt. ISS Jahrgang Dienstag LA. September 1903 Gießener Anzeiger General-Anzeiger Amts- Md Anzeigeblatt für den Kreis Gießen VezngSpretS» morkackich7öM„ vierteljährlich Mk. 2L0; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Ps.; durch diePost Mk. 2.—viertel- jährt ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für d» TageLnummer bis vormUMgS 10 Uhr, ZeUenprett: lokal 12 auswärts 2V Pfg. Berantmorlttch für den poitt. and allgern, Teil- ötttroi für »Stadt und tonlr und .Gerichtösaal*: August Götz! w, de« An- -eigenteil: panS Beck. Kaiser WUYelm in Farrzig. Danzig, 2L Sept. Die brtthülltmg drS Kaiser Wilhelm-Derckaaü. Ter Kaiser traf heilte 4 Uhr 45 Min. yuc D en k- «r-rls-Enthüllung Kaiser Wilhelms L hier ein. Wahrend der FÄhrt von Wien hierher hatte der Kaiser den Vortrag des Reichskanzlers, des Chefs des Zivil- kabinetts Geh. Rats v. Lucanus entgegengenommen. Wie nachträglich bekannt wird, hat der Kaiser in Wien. auch den Schriftsteller Houston Stewart Chamberlain empfangen, den Verfasser der viel erörterten „Grundlagen des 19. Jahrhunderts." Ter Kaiser und sein Gefolge bestiegen am Bahnhofe die Hfferde, und ritten, gefolgt von seiner Eskadron der ersten Leibhujoren zum Denkmalsplatz. Der Kaiser, welcher auf dem Wege zum Denkmalsplatz einen Rotfchunmel ritt, trug die Uniform des ersten Äib- husarenregiments Nr. 1. Der Derrkmalsplatz war beim hohen Dor mit Flaggenmasten und Guirlanden umzogen. Zur Teilnahme an der Feier hatten sich ein gesunden Reichskanzler Graf Bülow, der Minister o. Rheindaben, von Podbielski, v. Einem und andere Gäste. Der Kaiser nahm, nachdem er die Front der Ehrenkompanie und beider Husarenregimenter abgeritten hatte, dem Denkmal gegenüber Aufstellung. 600 Sänger eröffneten die Feier mit dem Gesang „Die Himmel rühmen des Ewigen Ehrest Dann ergriff der Vorsitzende des Provinziallandtages Graß- Klanm das Wort zu elloa folgender Anfprache: „Die Provinz Westpreußen war in Gefahr, ihre deutsche Wgenart zu verlieren, da legte ein Hohenzollernfürst ferne starke Hand auf dies Erbe deutscher Arbeit, deutschen Unternehmungsgeistes und deutschen Rittertums. Dem Land an der Mündung des Wcichselftrom.es wurde die ursprüngliche Entwicklur^i wiedergegeben. Nirn erhebt sich unser Dank zu dem ersten Hohenzollernkaiser. Das Mld, das sich alsbald unseren Blicken enthüllen nrirb, stellt ihn dar, den geliebten Kaiser, wie er, fest im Sattel sitzend, Heerschau lmtt über seine Soldaten, wie er den Frieden des heimischen Herdes sichert, indem er die Wehrkraft des Volkes nährt und stärkt Das, was wir besitzen, wollen wir uns erwerben, wollen das Vermächtnis, welches der große Kaiser uns hinterlaffen hat, rächt allein treu bewahren, sonder« in unentwegter Arbeit seinem großen Zweck weiter entgegenführeu urrd wollen sein und bleiben eine deutsche Provinz an der Weichsel." Redner bat hierauf um allerhöchste Genehmigung zur Enthülllmg des Denkmals. Nachdem diese erteilt war, firt die Hülle. Die Truppen präsentierten, der Kaiser salutierte. Nachdem der Gesang der Nationalhymne verklungen war, besichtigte der Kaiser das Denkmal eingehend. Alsdann nahm der Kaiser den Vorbeimarsch der Ehrenkom- pagnie und der beiden Leib Husarenregimenter ab. Das Rellerstandbild des allen Kaisers, mit dem altertümlichen Tor im Hintergrund, kommt inmitten der neuen Gartenanlage zu besonderer Wirkung. Der erste Bürgermeister von Danzig, Ehlers, wurde zum Oberbürgermeister, Bildhauer Eugen Börmel, der Schöpfer des Kaiser Wilhelm-Denkmals, zum Professor ernannt. Der Kaiser und Danziger Arbeiter. Bo-m Denrmalsplatz ritt der Kaiser zum Generalkommando. Vor demselben war eine Abordn ung der Arbeiter der Danziger Staatswerkstätten, namentlich der kaiserlicher Werst, der königl. Artilleriewerkstätte, der Ge- wchrfabrik und des Artillerie- und Traindepots ausgestellt. Ter Kaiser stieg auf der Rampe vor dem Generalkommando vom Pferde, der Reichskanzler und die Herren aus der Umgebung standen um ben Monarchen herum, als der Sprecher der Abordnung, Miaschiueufübrer Glashagen von der Gewehrfabrik, vortrat und sagte, er bringe namens der gesamten Arbeiterschaft der Staatswerkställen dem Kaiser seine Huldigung dar. Das große Wohlwollen und das Vertrauen, welches der Kaiser den deutschen Arbellern wredcrholl geschenkt habe, veranlasse sie, chren tiefempfundenes Dank an dem heutigen bedeutungsvollen Tage anszusprecyen, an welchem das Denkmal des großen Kaisers^enthilllt seu Die Arbeller der Staatswerkstallen der alten Stadt Danzig gelobten dem Kaiser unverbrüchliche Treue und beteten jn ©ott um Glück nrrd Segen für den Kaiser. Ter Kaiser erwiderte: „Ich danke Ihnen für die Worte, die Sie im Namen der Arbeiter ausgesprochen haben, und bitte Sie, diesen meinen Dank den Arbeitern in den Werkstallen zu überbringen. Es ist mir eine Freude, gerade an dem heutigen Tage Sie zu. sehen, am Tage der Denkmalsenthüllung des großen Kaisers, an dessen Taten einzelne von I hnen mitgetan, des großen Kaisers, der dem deut,chen Volke die Jahrhunderte lang ersehnte Einheit gebracht hat. Erst durch den Ausbau des einigen Deutschen. Reiches ist es rnög- lich gewesen, daß die gewaltige Entwicklung in Hande l un d In dustrie jo viele kräftige Fäuste deutscher Arbeiter hat beschäftigenkönnen. Ich sollte dayer meinen, daß im Hinblick aus die ehrwürdige Gestalt der, deutschen Kaisers die deutsche Arbeiterschaft Freude und Genugtuung empfinden müßte für die Eröffnung eines so ungeheuren Fel des der Tätigkeit, auf dem sie ihre Tätigkeit entwickeln kann, und ich sollte meinen, daß auch sie das höchste Interesse fror an h art, di.es es Deutsche Reich ungeschmälert nni> ungestört zu erhalten und im Innern wie nach außen festgefügt zusam- merrzuha lteu; denn nur in einem solchen wird die deutsche Arbeiterschaft Lohn, Leber^unterhalt und Zufriedenheit haben und mit Vertrauen in die Zukunft blicken können. Ein großer Tell der deutschen Arbeiter geht durch die Reihen der Arnree und lernt in ihr Schulung und Dis- zipün. Diese Schulung giebt chnen die Möglichkeit, auf friedlichen Gebieten Siege über Siege zu erringen, und überall weiß man, was deutsche Arbell bedeutet, überall wird sie geschätzt und anerkannt Das ist nur mögliche durch die große Erfahrung urck> den hohen Stand der Bildung der deutschen Arbeiterschaft. Ich hoffe nach wie vor, Faß die Gesinnungen, denen Sie heute Ausdruck gegeben haben im Namen meiner Arbeiter der kaiserlichen mtb kölllglichen Werkstätten, auch in den Herzen der übrigen Arbeiter schlagen, mld daß nach wie vor sie sich immer bewußt sind, daß sie zunächst Deutsche sind und daß die Arbeller das Deutschtum tm Frieden nach außen zu Ehren zu bringen haben, wie sie auch im Kriege nicht zögern werden, zur allen bekannten Waffe zu greifen, wenn es gilt, das Vaterland zu verteidigen. So lange solche Empsindungen maßgeberrd sind, so lange — davon bin ich fest überzeugt — wird das Vaterland sich weiter entwickeln zum Segen und zur Frerrde auch seiner Arbeiter. Ich danke Ihnen!" Der Kaiser zog dann eine große Anzahl von Mitgliederri der Abordnung ins Gespräch, verabschiedete sich von den Arbeitern auf das herzlichste und begab sich unter Hochrufen des Publikums in das Generalkommando. Im Generalkommando fand in Anwesenhell des Kaisers eine Konferenz über die Hebung der Landes- Pferdezucht stall, woran auch der NeichDkanzler teil- nahm. Zu derselben waren außer dem Ob er land stallmeister Grafen Lehndorff Landstallmeister Dr. Grabensee, Inspekteur Generalmajor v. Danmicz, sowie der Lonüwirtschasts-, Finanz- und Kriegsminister zu gezogen. Um 7Hz Uhr begab sich der Kaiser zum Abetldessen des Offizierkorps der Lerb- husarenbrigade in Langftchr. An dem Essen n-ahm auch der Reichskanzler teil. Am Abend war die Stadt vielfach illuminiert. Der Kaiser reiste um IOV2 Uhr von Langfuhr ab. Gr fuhr nach der Försterei Jnse bezw. zur Oberförster ei Tawellningken. Die Ftrchlslage der <^l«:höevöikkNtng im Kreise SieKen. (Originalartikel des „Gieß. Anz.") Die heullge Rechtslage der Landbevölkerung und mit welchen Polizeigesetzen sie mtabsichllich besonders in Konflikt zu kommen Pflegt, zu erörtern, ist vielleicht ganz nützlich, weil das moderne Leben erhöhte Anforderungen an Rechtskenntnis und Verständnis stellt, guter Rat im Dorf aber ioeniger parat ist, als in der Stadt. Meist bringen zwar Irrtümer über pollzelliche Alltagsbestimmungen nicht allzu empfindliche Locher in die Geldtasche, aber die Ueberlletnngsmöglichkellen sind zahlreich und oft hall man aus Unkenntnis der Gesetze sich nicht für strafbar. Da sitzt beispielsweise in einem lleinen Orte unseres Kreises ein lustiges Völkchen noch spät in der Spinn stube beim Vier. Die Spinnstube ist für die jungen Leute dort Subskriptionsball, Rauchkolleg, Kränzchen und Nachtkaffee zu gleicher Zeit. Feierabend bietet ein tretend) der Wächter des Gesetzes. „Das fehlt gerade noch", tönt es im Chor ihm entgegen, „hier ist docb. keine Wirtschaft!" Spater aber erhalten doch alle Tellnehmer ihre Strafbefehle; denn in Spinnstuben muß eine festgesetzte Polizeistunde eingehalteu werden; wenigstens ist für viele Landgemeinden des Kreises dies so verordnet. Mancher Landwirt denkt auch gewiß nicht daran, daß er kreis-amllicher Genehmigung bedarf, wenn er außerhalb feiner Hofvaite Gift körn er für die bösen Mäuse und Ratten unverdeckt streut. „Der Herr Bürgermeister läßt Ihne« auf Grund der Verordnung von 1888 hiermit Aufforderung Angehen, Frau Mülles, verkündet dieser der Ortspolizeidiener. „Also innerhalb sechs Tugen müssen Sre dst dürren Aeste auf Ihrem Apfelbaum ausputzen; es frud Blutläuse dran." Me angerebctc Bäuerin unternimmt nun auf ihre alten Tage die Kletterpartie; aber der Baum ist hoch inü> die Leiter ist kur^. Unten sarmnell sich, die Dorsjugend und freut sich über die im Winde flatternden Röcke und die dürren, noch jo rüstigen Beinchen. Ädan lacht sich einen „Ast", an dem sich aber die imfreüuUIige Turnerin nicht halten kann, und schließlich will sie unverrichteter Sache heruntersteigen, maß aber warten, bis sie mit der großen Feuerleiter geholt wird, und dann kommt auch noch ein Sllasbefehl. Ja, waS doch henttzutage nicht alles ge- stra-ft wird, seufzt einer, der sich bei Erzählung der Sache am Stammtisch von der Feldarbeit ausruht. Aber eine Kegelpartie könnte doch gemacht werden, schlägt ein anderer Gast vor, Fritzchen soll aufsttzen! Es geschieht. Leider ist der I u n g e n 0 ch j ch u l p f l i chll i g, und wenn es der Gendarm sieht und kein Auge zuidruckt, jo hilft nichts der fröhlichen Gejellschaft von ihren Strafbefehlen gemäß der Verordnung von 189L für bre Landgemeinden des Kreises Gießen. — Ernster packt die Gerechtigteit neuerdings unter Umständen den Landwirt, der seine Kuh in der besten Absicht zum Gem ei nid e b u l len hinführt. Er hat sich wohl nicht darum gekünrmert, daß gerade kurz zuvor Ausbruch ansteckender Riuderkraukheit bekannt gemacht worden ist und daß er nun Urnächst die Kuh durch den Beauftragten des Kreisveterinärarztes untersuchen' lassen müsse. Kommt es zur Schöfsengerichtsverhandlung, ist wohl ein Nachbar Zeuge, der unfern Hansjörg am. offenen Fenster „zuhören gesehen" hat, als die Vorschriften über den Seuchenausbruch durch die Schelle tm Ort bekannt gemachst wurden. Wer kann da dem 5^ansjörg nocfy glauben, der sich, seiner Verpflichtung nicht mehr bewußt gewesen sein mitt,' als er am Dag darauf der Vorschrift entgegen versäumte, die Kuh untersuchen zu lassen? Es tut wohl den Richtern wehe um den braven Mann, doch kann chn keiner retten; denn nach, 328 des Strafgesetzbuches steht nur Gefängnisstrafe, und schließlich muß der Bedauernswerte in der Regel aus zwei oder drei Wöchen hinter die eisernen Gardinen. Man tbende nicht ein, die Verordnung drohe nur Geldstrafe an, man übersieht leicht den Zusatz: „wenn nicht gesetzlich eine schwerere Strafe verwirtt ist". Das ist der Fall bei Kenntnis der Verordnung; das Bewußtsein von deren Inhalt genügt auch ohne böswillige Absicht; bei Ueber- tretung führt hier die Nachlässigkeit an und für sich schon ins Gefängnis. — Verbittert verläßt Hansjörg nach Verbüßung seiner Strafe das stille Hans. „Da soll doch das Donnerwetter drein schlagen; ich werde Sozialdemokrat und mach' Skandal", schimpft er bei seinem alten Feldzugskameraden Christian. Dieser ist Kammerdiener beim Grafen und ein gewürfelter Mensch. ,Mie schade", bedauert er, „daß ich gerade mit der Herrschaft auf Reisen war, ich hätte Dir sonst ein Madengesuch aufgesetzt. Du bist ja ein ehrlicher Kerl, aber durch die eine dtachlasstgkell hättest Du eben die Seuche unter das Vieh im ganzen Dorf bringen können. Deshalb die harte Strafe; Du mußt vorsichtiger werden." Während dieses Gesprächs sind beide, hinter dem Pflug des Hansjörg hinaus und auf dessen Acker' gegangen, der auf einer Waldblöße liegt. „Siehst Su", fährt Christian fort,bei, beiläufig bemerkt, früher Faktotum eines Rechts gelehrten war, „auf dem Weg daher und eben jetzt hast Du schon wieder mehreremale das Gesetz übertreten; denn erstens haft Du ainf der Straße den Pflug schleifeul assen, Ueberrtetung des § 366, 10 des Reichs- strajgesetzbuchs, der Artikel 103, 109 des Polizeistrafgesetzes und einer Verordnung des Kreisamts vom Jahre 1899. Zweitens rauchst Du außerhalb eines chanssierten Weges im Wald and auf der Heide aus einer Tabakspfeife ohne Deckel. Das geht gegen ein kreisamtliches Verbot von 1898. Drittens hast Du Tetne Bohnen ft an gen vour Acker in die Böschung der Kreisstratze hier gelegt Bankette, Gräber und Dämme der KreisstraHen aber darf man nach Verordnung von 1882 nicht benutzen, auch nicht mit Sachen belegen. Was sehe ich aber gar da binten? Du hast ja die Kiesgrube nicht eingesrieoigt, natürlich, hast Du sie auch noch nicht polizeilichan gezeigt Das ist Uebertiretung gegen die Verordnung von 1902 über den Betrieb von Lehm-, Saud-, Kies- und Steingruben." Der Christian hätte sich wohl noch Wetter ergangen, aber der andere hört ihn längst nicht.mehr; er hat ganz zerknirscht zu ackern angefangen. In seinem Zorn schafft er bis zum spülen Abend, und als er endlich heimfährt, ist es dunkeb Weil er keine Laterne an seinem Wagen hat notiert ihn der Gendarm wegen Uebertretung der Verordnung vom 26. Februar 1889. Sein Freund rät ihm, Einspruch gegen den Strafbefehl zu erheben, denn Fuhrwerke auf dem Heimwege von der Feldarbeit brrnachen keine Lateime. UnAücklichäm-eise läßt er nun aber bei dem GinspruchdieU-nterschriftoderdasDatumweg, weshalb er kurzerhand abgewiesen wird. Jetzt wird der llnglücksvogel trotzig: er kaust sich stall einer gewöhnlichen eine rote und eine grüne Laterne und steckt sie an; aber auch das ist verboten, und der Spaß kostet wieder Geldstrafe nach der Verordnung von 1893. ,^Jetzt will ich einmal sehen, was man überhaupt noch darft', räsonuiert er, ,ävenn ich doch chikaniert werden soll! Was brauche ich mente Schafe, Ziegen und Gänse mit der Gemeindeherde gehen zu lassen? Ich weide meine Lämmer von heute an extra." Gleich beim ersten Versuch setzt es wegen Artikels 65 des Feldstrafgejetzes abermals Strafen. Der Mann hat nicht gewußt, daß für seine Gemeinde Herdenzwang besteht und daß gesonderter Weideauftrieb wegen der Gerneindeherde verboten ist. „Jawohl", sagte chm der Herr Bürgermeister, „bei nus wird sogar jede Gaus mit 20 Pfg. bestraft, wenn sie auf der Sttaße oder ösfenllichen Plätzen in der Zell, für die Verbot aus geschellt ist, herumläuft, selbst wenn sie toeiter gar nichts Rechtswidriges getan hat lleberttetung der Verordnung aus § 366, 10 des Strafgesetzbuchs." Da gerät der Hansjörg üi Verzweiflung. Er stürzt fort und kauft sich ein Strafgesetzbuch Aber auch ohne viel Tvrhell kommen gerade arme Leute vom Lande zu für sie empfindliche Geldbußen. Oefters wird im „Gieß. Anz." für Gemeindewaldungen auf Grund der Art 72, 77 des Fvrststrafgesetzes bekannt gemacht daß Holz nur nach Anmeldung zur Liste der Bürgermeisterei und nur von dem gelesen werden darf, der sich eine'Leseholzkarte erwirll hat; auch dann darf man keineWerkzeuge gebrauchen und höchstens mll Fuhrwerk o hn-e Zugvieh abfahren. Im übrigen läßt das Gesetz bei und zu Land den Menschen die Freude am Wald, an seinen erquickenden Blumen und Beereri. bis an das bekannte Hegetäfelchen. sJhir darf man auch aus nicht eingehegten Distrikten irach Art. 44 des Forstftrasgejetzes nicht Laub, Moos, Ginster, Farnkräuter, Nadeln oder andere Streumittel, auch nach Art. 30 bei Strafe des dreifachen Wertes nicht Eicheln, Buch ein oder andere Samen sammeln. Ja, so gar gegen Magenbeschwerden schützt die hessische Polizei nach Kräften. 2§enigstens ist im ganzen Kreis durch Verordnung von 1883 das zu foühe Ginernten von Zwetschen, a- uiien* NHK. Cassel, 21. September, t Cassel die Versammlung deutsch« tetnina ♦ l Die Versammlung Vcutscher Yatursorscher und Aerzte. Leit an anderen ni cht tuberkulösen Erkrankungen erfolgt sei. Die Verminderung der Tuberkulosesterblichkeit müßte somit nicht als eine Folge unserer hygre- nijcheu Einrichtungen aufgefaßt werden, sondern als eine Folge des Umstandes, daß jetzt viele von Hause ans Schwächliche, namentlich Kinder, die für Tuberkulose veranlagt sind, bereits früher an anderen Krankheiten der Atmunasorgane zu Grunde gehen und daher nicht mehr an Aus Stadt und Land. Gießen, 22. Sept. 1903. ♦* Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten-Versammlung Donnerstag, den 24. September 1903, nachmittags 31/2 Uhr: 1. Mitteilungen. 2. Auslosung der am 1. Januar 1904 zuruck- zuzahlenden Schuldverschreibungen des 1893er Anlehens. 3 Tegsl. des 1894er Anlehens. 4. Desgl. des 1895er Anlehens. 5. Wirtschaftsplan der Gießener StadUvaloungen! für 1903/04. 6. Lieferung der für das Schlachthaus rm Rechnungsjahre 1903/04 erforderlichen Braunkohlen. 7. Genehmigung von Rechnungen. 8. Die Rechnung der Ge- meindekrankenversicherung für 1902. 9. Geländeaus-tausch, am Riegelpsad; hier: Kaufvertrag urit Heinrich Wann. 10. Ankauf der Ockel'schen Wiesen an der RodheiNierstraße. 11. Ankauf der Grundstücke Neuenweg 2 und 4. 12. Gesuch der Firma Gebrüder Pletz um Abtretung stEischen Geländes an der Klinik- oder Erednerstraße. 13. Reparatur der Einfahrt beim Gaswerk. 14. Die Ueberlassung einer städtischen Turnhalle an die freie Turnerschast Gießen..,.--,-.. . . - ,» . r- - ■ , 15 Bauaesuch des Ludwig Huhn für die Goethestraße; hier Reblaus entdeckt worden; man nimmt jedoch von der Nach- Dispens. 16. Baugesuch des Professor Dr. Pfeiffer für die richt kaum Notiz, da m Lorch jetzt seit Jahren die Reblaus s Liebigstraße; hier: Dispens. 17. Baugesuch des Karl Becker j entdeckt wird. Doch aus die deutsche Sozialdemokratie. Mit dem Gesang der Arbeitermarseillaise geht der Parteitag auseinander. für bett Schiffenb. Ranaekuch des Dr. Caciar für den Mnrktplatzlt, Aepfelu und Birnen aus gesund^Michen Rücksichten verboten, und amerikanische Reben dürfen nach der Verordnimg voni Vorjahr nur mit staatlicher t_uuaubniS angepflanzt werden. Damit sich niemand bch erkläre dieselben als Feiglinge." Mi diesen Worten brach rate ozialistische Gruppe, welche dabei stand, in die I Rufe aus: „Nieder mit der Armee". Die Sozialisten begleiteten die Fahnen-Kompagme brs zu der 2dohn- ung des Obersten, fortwährend rufend: „ES lebe bte; soziale Republik!" Kiel, 21. Sept. Heute morgen übergab der zum Chef der aktiven Schlachtflotte ernannte Admiral v. Köster die Geschäfte des Chefs der Ostseestation an Prinz Heinrich von Preußen. In welchem Maße von Köster sich die Achtung und Verehrung der Kieler Mvölkerung er- riingen hat, zeigt der Beschluß, von 30 Vereinen mit rund j 16000 Mitgliedern, dem aus der Stellung des Stationschef Scheidenden einen Fackelzug darzubringen. Als man dem Admiral'hiervon Kenntnis gab, sprach er seinen Dank für die beschlossene Ehrung aus, bat aber, den Fackelzug nicht stattsinden zu lassen und die Summe Geldes, die für die Veranstaltung hätte aufgewandt werden l müssen, ihm zu überreichen, damit er sie an arme Familien Kiels verteilen könne. Aber das Wahlrecht wird nicht in Frage kommen. — Es I werden se^ bis acht Sbilußanträge eingebracht. Katzenstein wlll noch sprechen, wird aber weggefegt. Für den Anttag Friedeberg erheben sich sechs Hände. Hierauf spricht Singer das Schlußwort: „Zum 14. Male seit dem Sozialistengesetz schließe ich den Parteitag. Ich leugne und vertusche nicht. Mit Offenheit und Rucksichtslosigteit haben wir die Verhandlungen geführt; darin liegt eine Stärke. Keine Partei macht das nach. Die persönlichen leidenschaftlichen Aeußerungen entspringen der blanken Begeisterung für die Sache. Wider die Gegner sind wir geschlossen. Die Frage: Was nun? hat der Parteitag beantwortet. In seiner immensen Mehrheit hat er bestimmt, daß Programm, Taktik, Streben und Agitieren der Partei unverändert bleiben. Nach wie vor stehen wir aus dem Boden des revolutionären Klas s en kampf es. Wir können zufrieden sein mit dem Ergebnis. Die Arbeiterklasse wird ficty nicht mehr ent-! rechten lassen. Namens der deutschen Partei bin ich, überzeugt, daß in dem bevorstehenden Kampf in Preußen und Sachsen die Parteigenossen ihre Schuldigkeit tun. Der Kampf hat wesentlich den propagandistischen Wert eines Protestes gegen den unerhörten Zustand, der unter dem Dreiklassenwahlrecht besteht." Singer schließt mit einem M i l-i-H bebd einen ® & i na^' Künstl" * s.' xLc bereit fichMn^ natbeanüc uoeier mitteilte, Hande ' nng beun Verbreche zöslsche ~ Aegierunj ten Dien, Mar Lorch tei nicht w dem Zuxr mir auf । Cass des Chei Vorsitz de Merreich Gens, Pc reichte P Lavoisier Wisjevsch brechend verliehe: voll au gab im Grabe 1 schloß s eignet, eine--------v . - ■ - ver Maifeier sei Sache der Lokalorganisattouen. Der Br es lauer Delegierte tritt für seinen Antrag ein, die Vorstands-, .- . resolution sei wertlos; entweder volle Arbeitsruhe ober | ttar keine und, da die erstere nicht durchzuführen sei, fei eine große Demonstration am Abend zweckmäßiger. Es wird von allen Seiten Schüch der Debatte verlangt und schließlich auch angenommen. Die Resolution des Vorstands, die die Maifeier da, wo sie möglich ist, befürwortet, aejuch des Karl Loos für den mraMNpia^; yiei: kürie 22. Bauaesuch des Dr. Caesar für den Markylav, hier: Fluchtlinie. 23. Widerspruch gegen den Fluchtlurr vlau für die Neuen SSaite. 24. .Kündigung eures Darlehens aus der Landeskulturrentenkasse. 25. Gewährung eines Darlehens an die Baugenossenschaft des evangelischen Arbeitervereins. 2ti. Errichtung einer Klernunderbewahr- anstalt au- Wetzlcrrerweg. 27. Ter Verkehr der Radfahrer auf öffentlichen Wegen, Straßen und Platzen. 28. Das Troschkenful)rwesen in der Stadt Gießen; hier: Ergänzung des Tarifs. 29. Der Unterricht, an der Fortbildungsschule. 30. Gesuch des Reichskomitees zu Gunsten der durchs Hochwasser Geschädigten um Unterftützung. 31. Veitritt zum Verein für Hessen und Hessen-Nassau zur Beschäftigung Arbeitsloser. 32. Gesuch des W. Louis Schäfer dahier um Erlaubnis zum Betriebe einer Schankwirtschaft im Hause ! Schanzenstraße 18. 33. Gesuch des August Wallenfels dahier um Erlaubnis zum Kleinhandel mit Branntwein im Hause Marttplatz 15. 34. Gesuch des Philipp Rupp dahier um | Erlaubnis zum Betriebe einer Schankwirtschaft rm Hause Schützeustraße 1. 35. Gesuch des Georg Kraft um Erlaubnis zum Gastwirtschaftsbetrieb im Hause Hillebrandftraße 2. 36. Gesuch des Wilhelln Schröder um Erlaubnis zum Schankwirtschaftsbetrieb im Hause Brandplatz 13. 37. Gesuch des Jakob Muth uni Erlaubnis zum Schankwtttschaftsbetrieb im Hause Frankfurtersttaße 36 Reserve hat Ruh. Gestern abend ttaf auf unserem Bahrchof ein von Straßburg i. E. kommender Sonderzug mit Reservisten des 143. Jnf.-Regts. hier ein, um nach 20 Minuten über Betzdorf-Siegen nach Hagen L weiter zu fahren. In dem Zuge wurden ca. 600 Manu, NHK. Cassel, 21. September. Offiziere und 80 Mgleitmann)chasten befördert. Nach 25 Jahren sieht Cassel die Versammlung deutscher '♦* Rückkehr des Regiments. Am 23. nachm. Naturforscher und Aerzte wieder in seinen Mauern. Das Treffen mit der Bahn Regimentsstab, 1. und 2. läßlich des betmuiten Vortrages von Prof. Delitzsch über, Nabel und Bibel stattgefunden. Um 3 Uhr nachmittags begannen die Verhandlungen der । einzelnen Abtellungen. In der Settion für Hygiene fungier^ als Einführender 9iegierungs- und Medizinalrat Dr. R o ck - Witz. Den ersten wissenschaftlichen Vorttag hielt Professor Ascher aus Königsberg über „Tuberkulose und nichttuberkulöseErtrankungenderAtmungs- organe in Preußen seit 1875". Die Ausführungen des Referenten erbrachten die überraschende Tatsache, daß trotz aller unserer hygienischen Einrichtungen und der Verbesserung der sozialen Verhältnisse die Gesauttsterblichkett an Krankheiten der A tm u n gs o r g an e nicht ab- gen o mmen habe, indem entsprechend der verminderten 1 r\ tvr fr, r pff pt h f i rü f f mtit nähme der Sterblich- stourde bestattgt. „ r . Der Vorsitzende Singer teilt hierauf zunächst die ern- Mtroffene Nachricht über das Urteil im Lanrahütten- Prozeß mit, das 43 Jahre Gefängnis aufweist. Das sei wieder ein Beweis für die neuste mildere Form des Klassenkampfes seitens der bürgerlichen Gesellschaft, ver- tteten durch die Jnstttutionen, die dies sie sich u. a. auch in der Justiz gegeben habe. Kundgebungen der Entrüstung, Ruse: Pfui! Grausamkeit! werden laut. Unter den unter den Tisch fallenden Anttägen besiudet sich ein Anttag Elbing, die Rekruten vor dem Eintritt in der Armee besonders zu bearbeiten imb fie insbesondere ige^en» |aenDminen habe, indem enripreipeno oer über dem sogenannten inneren Feind aufzullaren. Auch ^brkulosesterblichkeit eine Zunahme der Sterblich das Verlangen der Genossen ru Rheinland und Westfalen,l 1 f - - - - < - < ---» dort besoldete Parteisettetäre, besonders zum Kamps gegen das Zentrum, anzustellen, wird abgelehitt. Gin Anttag Bremen verlangt Agitation gegenüber der Gesinnungsriecherei in den Militär ver ein en. Die Reservisten sollten in FluMattern bearbeitet werden. Der Anttag wird abgelehnt. Zu einer längeren Erörterung führt der Antrag des w 7---- Berliner Arztes Dr. Friedeberg, aus die Tagesordnung des^ Tuberkulose erttanken können. Natürlich werden durch die nächsten Parteitages den Generalstreik zu setzen. Auf ^Eischen Ermittelungen des Referenten unsere hygieni- das heftigste bekämpft der Gewerkschaftsführer Regien den >' Maßnahmen nicht wertlos gemacht, man wird sich Anttag. Für Deutschland existtere die Generalftterkfrage ' ’r hüten müssen, ihren Wert nicht, wie das bisher viel- überhaupt nicht. Die Inaussichtstellung ches Generalstteiks . aeschelien ist, zu überschätzen. Der folgende Vorttag als Mittel, die Arbetter in die Organisation zu bringen, drof.Bonho ff-Marburg überjdenMäusetyphus- sei gefährlich, denn der Arbeiter sage sich: „WozuIm a^iltus hatte größtenteils nur .fachwissenschastliches meine Groschen denn erst dort hrnbringen; ich warte auf ^esse. Zu erwälmen ist indes, daß nach den llnterfuchs- den Generalstteik, dann erhalte ich es aus einmal!" nnaen des Referenten der genannte BaMus, der in der Es kommt die Frage zur Erörterung, wie die Revolu- $ i r t f cb a ft vielfach zur Bekämpfung der Müuse- tion durchgesührt werde. Legien bemertt:. Ich glaube, verwendet wird, unter Umständen auch für den daß die Revolution kommt. Die herrschenden enschen ansteckend sein kann und daher bei seiner Klassen werden sie machen, sowie Gefahr im Verzug ift Berwenduna Vorsicht geboten ist. Mit der Revolution gehen wir nicht vor, well Nur einfach'-- nicht können, auch wenn das Wahttecht in Frage steht. ^lber nicht nur den Landwirt selbst, sondern auch seine Tiere schützt die Sorge des Gesetzgebers möglichst vor Schmerzen: Den Kühen sichert eine Verordnung vom o. März 1903, daß sie am Morgen und sobald es wieder nötta ist, gemolken werden müssen. Die Zughunde, zu deren Verweiidung Erlaiibüisschein der OrtSpolizei nötig üt erfordern gehörig unterfüttertes Geschirr und brauchen nach Verordnung vor: 1883 keine Schnallenmaulkörbe zu tragen. Dagegen dürferl alle Hunde nach Verordnung fron | 1856 und Art. 256 des Polizeisttafgesetzes unbeaufsichtigt; emr Nachtzeit nicht aus der Sttaße Herumlaufen. Wie ein Spötter behauptet, hätten sie sich öfters in der Nachtluft chronische Nasen- und Nachenkatarrhe zugezogen. Das aber sieht zum Schluß jeder ein: Daß es rricht der Polizei wegen geschieht, wenn es immer mehr Leute aus dem Lande nicht mehr zum Aushalten finden. Die Erwartung ttnzentrierterer Arm ehmlich ketten und Zerstteu- nngen verführt vom schönen, sttllen Dorf fort aus die allgemeine Hetzjagd nach der Stadt und ihrer goldenen Herr- Lichkett. Nun, Sodoms Ende lauert gerade im Vergnügen. Aber wo das Schwein im Koben grunzt, bleibt das Herz doch unverhunzl. Ein ordenllich stalldusttriefender Reim! Nicht wahr? Er ist übrigens nicht von mir, sondern von einem anderen Mitarbeiter des „Gieß. Anz.", dem frucht- . v , , baren Leipziger Poeten Edwin Bormann, der soeben verflossene Vierteljahrhundert hat der Naturwissenschaft ^^taillon wieder in der Garnison ein. Das 3. Bataillon übrigens im Selbstverläge ein neues nettes Reimbüchlein, ll^d der F-eststadt eine reiche und niegeahnte Entwickelung ^fft eine Stunde sMer ein. — Das Regiment wird am für akademische Jünglinge in erster Reihe bestimmt, hat gebracht. 23 nachmittags nach Schluß des Manövers in Runkel ver- erscheinen lassen, betitelt ,^Jn Vino veritas! Ern ^er Regierungspräsident Kammerherr von Trott zu ^en Tas Regiment hat ein sehr anstrengendes Manöver Liederbüchlein für lach- mid weinlustige Gemüter" (mtt ^olz, der Oberbürgermeister Aug. Müller, die Vorstände ^habt infolge des schlechten Wetters und der teilweise hübschem schwarzem Bilderschmuck von Archur Lewin). — ver wissenschaftlichen Gesellschaften widmeten dem Kongresse Endlosen Wege im Gebirge. Die Mannschaften haben sich Noch lieblicher sang Horaz: Worte der Begrüßung. ttotz der Strapazen recht gut gehalten und die Anerkennung Glücksellg, wer entfernt vom Wellgewimmel Von den beiden wissenschaftlichen Borttagen, dre nach r Vorgesetzten gefunden. — Die Fahnen werden durch Der Väter Land mit seinen Stieren pflügt. den offiziellen Begrüßungen im Laufe des Lwrmittags & Kompagnie unter Hauptmann Krause in die Wohnung ------ gehalten wurden, beansprucht der Vorttag des Prof. ^r. Oberst v. Graevenitz gebracht. Die 8. Kompagnie hat bei wnrtnfÄüP in Dnushcti Zieher aus Utrecht über "Physiolostsche Psy- der Parade in Mainz von er. Majestät persönlich das ^om fcjtawewo&trttlfipcn in gteöotu a/ologie dtr Gefühle und Affekte" kein allgc. I Aaiserabzei-chen verliehen erhalten als bestschietzende Kom- YIL meines Interesse, wenn auck) seine Ausführungen über dres pagnie be§ ng. Armeekorps. — Am 25. September werden die tSckiluLl Viel umstrittene Gebiet der kompliziertesten seelischen entlassen und kehren nach den Strapazen . feit f0 klar und lichtvoll gehalten, waren, daß sie auch ■ Zurück. 2« der Schlußsitzung stand zur Debatte ein Bres- ^u gebildeten Laien leicht verständlich waren. Da- "Reichsbank. Am 5. Oktober d. I. wird in War» lauer Lllttrag, bre M a i > er er als erne allgemerne roirb ber erstere Vortrag des Pros. 2L 2a b e n J &ur (Westfalen) eine von der Reithsbankstelle in Cassel nwnfn:aiwn cUn afietti) «ften L» b^eheu r au§ Breslau über den „Einfluß der Natur- > Reichsbank-Nebenstelle mit Kasseneinrrchtungund Mehrere Abgeordnete .^^n fetstdast sw gan^llch spurwÄ j, (t e u aus die Weltanschauung dre I b<,,-^awltem Giroverkehr eröffnet werden. vorubergehe und gar kerne rzorychrttte zu verzerchnen ftren. „ Meinung in starke Walllrngen versetzen und eine ** Brieffalle n". Man schreibt mrs von zuständiger Gewehr-Elberfeld hall den ^56116115 (1110^1^96» unb erbitterte Polemik zur Folge haben. Denn was Stelle- Drucksachen werden häufig zu ,Miefsallen", wenn eignet, eine Aenderung vorzunehmen. Dre ^sgesw^uns ^ ^ofessor als die Quintesseirz der natuttvrssenschaft- Absender zur Verpackung nur ein loses Streifband hip ^n:uTlöe^^fcf)a.^^e^ für die Weltanschauung prolla- oder einen ungeeigneten Umschlag verwendet hat. Indre Ul ' ' ’mierte, war die vollständige Verneinung allergeöffneten taschenförnrigen Falten derartiger mangel- christlichen Lehren und Dogmen, dre Leugnu Stteisbandsendungeu und in die auseinanderklaffender Existenz Go ttes und der Unsterblrchkert der Umschläge mit nach innen eingesteckter Veeschlußklappe Seele. Man darf, wie bereits bemerkt, für dre nächste verschieben sich unbemerkt Briefe (vesonders kleineren For- Zeit ebenso heftige Konttoversen erwarten, wie sie ^an- ma^\ Poftlarten und andere flehte Gegenstände und ge* ------- ‘ ----3 '— langen so an eine falsche Adresse. Günsttgenfalls werden sie von einem Postbeamten oder dem Empfänger der Drucksache entdeckt und dann mtt erheblicher Verspätung dem Adressaten auAgehändigt. Ost genug aber wandern fie mtt den uneröffneten und unbesehenen Drucksachensendungen in den Papierkorb oder ins Feuer. Zur Verpackung von Drucksachen eignen sich am besten Kreuzbänder, ettrfache Stteifbänder, die noch mit Bindfaden kreuzweise fest umschnürt sind, und Umschläge mit seitlichen Verschlußklappen, die einen zungenartigen, zum Einschieben in einen Schlitz des Umschlags bestimmten Msatz haben. s. Ortenberg, 22. Sept. Gestern wurde der Handelsmann A. Z. von hier in das Untersuchungsgefängnis nach Gießen übergeführt, nachdem die Stellung einer erheblichen Kaution vom Gericht abgelehnt worden war. (££ handelt sich gutem Vernehmen nach um folgenden Vorfall. A. Z. wußte, daß ein anscheinend etwas einfälliger Taglöhner M ein Kapttal von 500 Mk. bei irgend einer Kaste I verzinslich angelegt hatte. Das Geld hatte seine Frau, die stüher Dienstnrädchen war, als solches zusammengespart. Ter Handelsmann A Z. vertäust nun dem Taglöhiier M. ein Haus in einem benachbarten Ort, der Verkauf wird gerichtlich gemacht. Tie Frau des M. muß mit dem Handel einverstanden gewesen sein, denn sw veranlaßt, daß das Hans an bie neue Wasserleitung des Dorfes angeschlosscn wird. Ten Taglöhner M. reut der Handel bald. Er geht zu dem Handelsmann A. Z. und bittet ihn, das Haus Kurückzw- nehmen. Er bietet chm, als A Z. das ablehnt, 50 M. Reugeld, dann 100 Alk., schlleßlrch sein ganzes Geld, dre durch seine Frau ersparten 500 Mk. Jetzt geht A Z. auf den Handel ein. Der Kauf wird rückgängig gemacht, unh A Z hat 5M 9Nk. verdient." — Die Geschichte ist nicht mehr ganz neu. Wie sie ruchbar geworden ist und lver die Anzeige erstattet hat, in welchein Zusamrnenhange diese eine Geschichte mit noch vielen anderen steht, ob es sich um Erpressung, Wucher, Betrug oder was anderes handelt, das wird die Gerichtsverhandlung ergeben. I Darmstadt, 2L Sept. Der Rückkehr Seiner Königl. Hoheit des Großherzogs von Kiel wttd ll. „Tarmst. Ztg." Dienstag entgegengesehen. Die Groß herzogliche Hofhaltung ist feit voriger Woche in das Neue Palais verlegt. Bingen, 21. Sept. Die Weinernte dieses Jahres ist aufs äußerste gefährdet; die Hoffnungen, welche nach den ersten acht Tagen des September noch so vielversprechend waren, sind im Rheingau sehr herabgestinimt. Der Sauerwurm hat in manchen Lagen bereits die meisten Trauben zerstört. In einigen Gemarkungen hat man gemeinsam die vom Sauerwurm befallenen Beeren ausgelesen, um die noch gesunden zu retten. Das Nebel ist aber bei der so überaus ungünstigen Witterung immer stetig vor angeschritten. Die Weinberge wimmelten infolge dieser traurigen „Beerenauslese" so von Menschen, wie bei der Weinlese. Die Rieslingtrauben sind noch nicht alle in die Reife eingetreten. Die durchschnittliche Tagestempera- tur bewegte sich um acht bis zehn Grad Reaumur und mußte die Reife zurückl)alten. Von Caub wird gemeldet, daß tatsächlich bereits die Trauben ganzer Weinbergs- | flächen verfault find. In Lorch, Distrikt Hamborn, ist die a-rankfurt a. Mr, 21. Sept. Bor enrigen Tagen bei einem hiesigen Lithographen, der mit Räbft in dem Nnfe anßeroroentlicher Geschicklichkeit und Kunstfertigkeit steht, ein eleganter junger Herr vor, der sich als Stellvertreter einer großen Lyoner Firma ausgab. Er überreichte dem Lithographen einen Huudertfrancs- schein mit dem Auftrag, ihn auf das genaueste aus Stein zu gravieren, und erklärte sich bereit, dem Mnstler aus seine Arbeit, die ausgezeichnet bezahlt werden sollte, sofort einen Vorschuß zu geben. Da der Lithograph ein etwas bedenlliches Gesicht machte, holte der junge Mann einen Brief aus der Tasche und las chm daraus vor, daß die Firma diesen Hundert fr anesfch ein zwar als Scherzartikel für das kommende Weihnachtsfest benutzen wollte, aber trotzdem auf tadelloser und exakter Ausführung bestehen müsse- Sobald sich der Besuch entfernt hatte, schaute sich der Lithograph den Geldschein von allen Seiten nachdenklich an, itnb um seine aufsteigenden ernsten Bedenken zu beseitigen, begab er sich stracks zum hiesigen französisch en Konsul und trug ihm die ganze Geschichte vor. Dieser erklärte den Schein für echt und gab dem Künstler den Rat, von dem ganKen Handel Abstand zu nehmen. Schon nach wenigen Tagen lief aus Hannover ein Schreiben von dem Besteller ein, daß die Arbeit sehr pressant sei und die Firma in Lyon auf baldigste Ablieferung des Steines rechne. Dem Rat des Konsuls zufolge wurde ihm geantwortet, daß der Lithograph sich gezwungen sehe, den Auftrag abzülehnen, und daß die Briefe, Papiere, sowie der Hundertfrancs sch ein auf dem französischen Konsulat dteponiert worden seien und zur Abholung bereit lägen Ter junge Herr ließ seither nichts mehr von sich hären. Statt seiner,aber tauchte ein französischer Kriminalbeamter hier auf, der in Begleitung des Konsuls sowie zweier Kriminalbeamten den Lithographen besuchte und chm mittellte, daß man seit langer Zeit einer großen Fäls cher- bände ans der Spur, und daß durch seine schnelle Meldung beim französischen Konsulat die Verhaftung der ganzen Verbrecherbande wesentlich gefördert worden sei Der französische Beamte sprach dem Lithographen den Dank seiner Regierung aus und verspracht daß sie sich für den geleisteten Dienst noch besonders erkennllich zeigen würde. Marburg, 18. Sept. Die Inhaber des Zirkus Lorch teilten der Marburger Presse mit: „Da unser Zirkus nicht wie althergebracht ans dem Kampfrufen, sondern aus dem Juxplatz außerhalb der Stadt stehen soll, verzichten wir auf den Besuch von Marburg." Cassel, 2L Sept. Heute vormittag fand zu Ehren des Chemikers Grabe-Gens eine Feier unter dem Vorsitz des Geheimrats v. Bayer-München statt, däach lleberreichung einer Adresse hielt der Rektor der Universität Genf, Professor Dr. d'Espine, die Festrede. Sodann überreichte Professor Moiss-on-Paris dem Jubilar die goldene Lavoisier-Medaille, welche ihm die französische Akademie der Wissenschaften und das Institut de France für seine bahnbrechenden Arbeiten aus dem Gebiete der organischen Chemie verliehen hatte. Der Vorsitzende übergab ferner eine kunstvoll ausgesührte Gräbe-Plakette. Prof. Pictet-Genf übergab im Namen der Schüler eine Sammlung sämtlicher von Grabe veröffentlichten chemischen Arbeiten An die Feier schloß sich ein Festmahl an. Kunst und Wissenschaft. _ Frankfurter Opernhaus. Fräulein Milka Lerniua wird am Montag, den 28» ds., die Partie der »Ellja- bety in rtH-ttbÄttfeM. am Donnerstag, L Oktober, (bei ausgehobenem Abonnement, «nsang halb 8 Uhr) „Leonore" in „F i - betio* und Montag, 5. Oktober, „Isolde" in „Tristan und Isolde" singen. Die Vorstellungen finden bei den normalen großen Preisen statt. Universitäts-Nachrichten. — S. Exzellenz Geh. Rat von Behring wird aus der Versammlung der Naturforscher und Aerzte in C a s s e l, am 25. September, wichtige neue Mitteilungen über die Tuberkulosebekämpfung beim Menschen machen. Die gesamte Menschheit erwartet diese Resultate von Behrings mit Spannung. Am gleichen Tag wird der Vortrag auch im Buchhandel er- cheinen. — Ausländer als Studierende in Frankreich und Deutschland. Bemerkenswert ist es, daß man in Frankreich vorschlägt, den Ausländern den Besuch der heimischen Universitäten zu erleichtern, während wir uns im Gegenteil bemühen, die Ausländer nicht überhand nehmen zu lassem So ist denn auch die Zahl der an deutschen Universitäten gegenwärtig studierenden Franzosen sehr gering. Es waren im Sommersemester 1903 überhaupt nur 40 Franzosen immatrikuliert, und zwar zählen Berlin 13, Leipzig 6, Bonn und Gießen je 4, Freiburg und München je 3, Heidelberg und Würzburg je 2, Breslau, Erlangen und Göttingen je 1. An den anderen deutschen Universitäten roarcit keine französischen Studenten. Bon diesen 40 studierten nur drei Medizin und zwar je einer in Freiburg, Gießen und Leipzig. Eisenbahn Zeitung. Auskünfte im Eisenbahnwesen. In Bezug auf die Auskunftsertellung an das Publikum hat der Eisenbahn- minifter kürzlich einen Erlaß an die Eisenbahnbirektionen gerichtet Dcmach sind neuerdings, wie zur Kenntnis des Ministers gekommen ist, Anfragen des Publikums öfter mrrichtig beantwortet und infolgedessen Schadensersatz^ anspruche gegen die Mseubahnvertvaltnng geltend gemacht worden.' Zur Verhütung der durch unrichtige Auskunsts- erteihmg, entstehenden Weiterungen und Nachteile sei den Dienststellen die sorgfältigste Erledigung solcher Anftagen zur Pflicht zu machen und dabei namentlich die Bestimmung der allgemeinen Abfertigungsvorschriften in,Erinnerung zu 'bringen, wonach Auskunft über Frachtsätze nur unter dem ausdrücklichen Vorbehall zu erteilen, ist, daß eine Gewähr für die Richtigkeit nicht übernommen werde. Sqpüflliche Mittellungen dieser Art sollen deshalb stets mit dem Vermerk,FMe Gewähr'" versehet! werden. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. — Chemische Industrie-Aktien. Trotzdem eine gewisse Trägheit der Kürsentwickelung, als eine Folge des geringen Angebots und der sich meist auf der gleichen Höhe haltenden lltachfrage nun schon seit sehr langer Zeit Regel ist — wenn es nicht gerade auf politischem oder wirtschaftlichem Gebiete einen kritischen Tag erster Ordnung giebt — treten doch bei manchen Jndustriepapieren Kursveränderungen ein, die registriert zu werden verdienen. Betrachten wir z. B. die Bewegung einiger Hauptaktien der chemischen Jn- dustrie-Gesellschaften, so finden wir, daß die Spekulation hier recht ansehnliche Gewinne erzielt haben muß, und Kapitalisten, die z. B. im vorigen Jahre derartige Aktien kauften, heute eine Höherbewertung ihres Besitzes sehen, die sehr ins Gewicht fällt. Die Aktien der Badischen Anilin- und Sodasabrik z. B. notierten cur- fangs September v. I. 412, Ende August d. I. standen sie 442, der gegenwärtige Kurs ist 445'/,. Die Aktien der Deutschen Gold- und Silberscheideanstalt standen inr September v. I. ca. 262, Ende August d. I. erreichten sie die Höhe von 292, im laufenden Monat haben sie einen verhältnismäßig starken Rückgang erfahren, notieren aber doch gegenwärtig 384.50. Die Gesellschaft selbst hat mit der bevorstehenden Ausnützung lukrativer Patente noch eine glünzerrde Zukunst vor sich. Die Aktien der Chemischen Fabrik Griesheim galten sich seit Anfang dieses Monats stabil auf ca. 235 • vor einem Jahr um dieselbe Zeit notierten sie ca. 20 Proz. niedriger. Die Aktien der Farbwerke Höchst sind feit vorigem Jahre um rund 27 Prozent gestiegen. Man sieht daraus, daß sich an der Börse doch immer noch etwas verdienen läßt; bei Aktien wie die eben erwähnten sogar ohne allzu großes Risiko. Nur muß man den richtigen Moment erfassen. gpielplan drr vereinigten Frankfurter Stadttheater. Opernhaus. Mittwoch den 23. September*): „Die Fledermaus." Donnerstag den 24. September: „Die Regimentstochter." Hierauf: „Die Verlobung bei der Laterne." Freitag den 25. September, abends 6. Uhr: Wagner-Zyklus. 10. Abend: „Der Ring des Nibelungen." Dritter Tag: „Götterdämmerung." Samstag den 26. September: „Mignon." Sonntag den 27. Sept.: „Tie Hugenotten." Montag den 28. Sept.: Erstes Gastspiel der kgl. bayer. Kammersängerin Frl. Milka Ternina: „Tannhäuser" und „Der Sängerkrieg auf Wartburg." Schauspielhaus. Mittwoch den 23. September*): „Der Hochtourist." Tonners- taq den 24. Sept.: Einmaliges Gastspiel des Mr. Eoquelm mit einer' französischen Gesellschast: „Lc Bourgeois Gentilhomme." Freitag den 25. Sept.: „Sodoms Ende." Samstag den 26. Sept.: Die beiden Schulen." Sonntag den 27. Sept., nachm. halb 4 Uhr: „Alt-Heidelberg." Abends 7 Uhr: „Tie beiden Schulen." Montag den 28. Sept.:' „Der Hochtourist." *) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. Krieskäflen der Kedaktton. (Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.) W. Der Reisende ist in diesem Fall nicht berechtigt, btt Notbremse z u ziehen, weil er nicht beurteilen kann, welche Veranlassung die Eisenbahn-Verwaltung zwang, den betreffenden Zug auf einem anderen Geleise, wie sonst üblich, zu befördern. Letzteres geschieht sehr häufig behufs Ausführung von Bauten, bet Unterhaltungsarbeiten, Stopfen der Geleise, Erneuerung der Schielien, Schwellen und dergleicheit. So z. B. fährt eben auf die Dauer von 14 Tagen auf der Strecke Gießen -Langgöns täglich ein Zug auf „falschem" Geleise, weil die Zugpausen aus dieser dicht besetzten Strecke zu klein sind, um nennenswerte Arbeiten auszuführen. Die Benutzung eines sog. „falschen" Geleises wird durch besondere Dienstvorschrift geregelt und das Personal verständigt. Jeder Bahnwärter, Weichenwärter wurde den Zug stellen, wenn nicht die Lokomotive vorne das für solche ^>alle bar- geschriebene Signal trägt, welches atitündigt, daß das Befahren gestattet und alles Erforderliche anqeordnet tst. Wie heizen wir nufere Wohurüume zweckmäßig, möglichst sparsam und gesund bei Verwendung von Oefen? Wenn man die zahlreichen Ankündigungen neuer Ofenkonstruktionen zu Beginn der kälteren Jahreszeit liest, so ist die Wahl, etwas Gutes und Zweckentsprechendes für den Bedarf herauszufinden schon schwer für den Sachverständigen, toieviel schwerer nicht für den Laien. Vor allem wäl)le man einen Ofen mit reichlich großer Heizkraft für den in Frage kommenden Raum und lasse nie das äußere Ansehen allein oder gar den billigen Preis für die Anschaffung maßgebend sein. Alan bedenke, daß der Ofen täglich mit Brennmaterial beschickt mcrben mutz, dag also sehr bald der Ofen der billigste roirb£ der am wenigsten Brennmaterial verbraucht, und der der sparsamste ist, der für gleichmäßige, dauernde, gut regulierbare Erwärmung mit möglichst jedem Brennmaterial sorgt, also nicht nur mit der oft sehr teuren Anthracitkohle allein. Sehr interessante Hinweise in dieser Beziehung finden sich ut den neuen grünen Verkaufslisten der Firma Oscar Winter, Hannover, deren Bedeutung für die Ofenlndustrie die Tatsache beweist, daß über 250 000 ihrer bekannten Oefen „Germaiien" sich iiunmehr im Gebrauch befinden. Es ist daher ratsam, durch Vermittlung einer besseren Osenhandlung oder der Firina selbst diese Original-Listen vor Anschaffung eines Ofens einzusehen. 7085 ec O tu ■** Ä- G »«so» 02 3 C c o P ’tt o t£2. vO <-S> "o JO St St & g • 3 S c: «d q 'S st o ■£ v JO ö p 02 «D n er fr* 5 CD Ä 2 JO an 5 Z CD Z L Ä CX1 e. L jo rr o <3 -o G Oft VD v_, <23 e 'S .Uo. co o "2 o rr « HK JO O flß Ä « r S JO ~ JO c £ 10 t S- ^"5 g, "2 iSD. 5 CD^ L « CO S £ .Ü o o . e ’J5 5. s1 -o . JO ä = CO* _ *" CT> Q 8 E O o o « ca eu w «o o o -*-* Z *G s ö Ä 6 g S ZZ» B B $2 St CD v jQ 05 g r-9 » — rr § ss - _ art r-r.s tS- & ua p. c 'S w K >b CO w O -«-> SÖ- •JO V-» Q $-> O- c w JO JO 5 —■ 5-> CD0 ‘g> 2 _ Ch* art *— o -3 e C -4-. ' C-tt ast^o cs; « b co cd r- c rr 5 art L) JO JO & O o CD CD " JO O o & KL Si ;&■§ S o co «5 . O g K :ti JO z S S Jd ’S- ° G KN $£ ° S iS «g-f 5 s ® af® g g>« rrt -O .:2_ s_> SZ JO a» «WW Ci O art art >b G K o C C 9 ->o s ß S <5 P >& G art JO CD c 77 p <= o § *- CD.0Ä 0 g c oort w c c ? 2 p :c >S'S) -t! C c ao xr rr 0 c p «« A x. — 0 jo- c P 0 CD — T f 10 g P 5-> vO C P Q art -P -p .0 E, 2 § K A 3 c .5 ° r- P P gQ o ■ 71 o r~ 'S jo >b 2 pG.2 p Setr.: M Der A son dem ar auf weiteres Gieß' W', mh „Jahre la tatareo L> öaß, wenn tim 26 Lode Kru Waüchcüe Zlrbeitchcha Ansprache, nehmen n Worten, bi eine große schäft Herr weit, aber Wchtgefül Nagel tinjt Beßren ani In ch er sich an; b. zimmer de- \\fyra <$*nx3 str Vnxt fi schenkte 3ki 3»^ über angt lichter Art daß sie al die Scharr unserem g die soziale Anhänger; Mw den l zwischen jid gewisserwaj Haupt." z» r« g^ [>«e L?» H btt xeii> Sutt» V=tl \a I^C ly. Sfr Billige preise. Grosse Auswahl. Beste Fabrikate. Ellodewarenhaus A. Fangmann Bahnhofstrasse 29. 7035 Eröffnungs-Vorstellung merksam. [6357 Emil Fischbach. 3 CD Loose empt dai CSS 1Ä 7097 Schl enke. G» CQ 62Ä) 41032 33 L8 712 885 Reizende Neuheiten Kinder-Konfektion trafen zu bekannt billigen Preisen in reicher Auswahl ein. 54 Nächste Ziehung Mittwoch den 23. September 1903. 224 88 98 433 1OO k 150 k 600 k 16000 500 100 50 k 15 *8* N 467 568 54 997 807 47 - 80 000 - 80 000 - IO 000 - 50 000 - 15 000 - 30 000 -840 000 Bankgmbäft 50,000 TS-OOO 15,000 JA A JA 2 i 4 1 IO lOOOO 5 000 i 1 OVO U. Kesstsch-Püürmgische Staatslotterir «Niltkldcutsche SfaatelottwO Jitlpmj VL Kaffe. (10. lag) 21. Leptemder 1903. Wie Nmnitkru, neben welchen nichts bemerkt ist, sind mit 200 Start gezogen. (Ohne Sewiihr.) Neues SsuerKraüL Neue Gurken empfiehlt 5996 I, Hankel, $d,(19afic Zirkus Lorch Oswaldsgarten G-iessen. Freitag den 25. September 6303 abends 8 Uhr a Alles Nähere besagen die späteren Annoncen und Plakate. 7033 Modewarenhaus A. Fangmann Bahnhofstrasse 89. 7009 Bekanntwachrrng. Die städtische Wage an der Frankfurterstrabe, Ecke der Klinikstraße, ist von heute ab wieder in Betrieb gefetzt worden. Gießen, den 21. September 1903. 7108 Der Oberbürgermeister. Mecum. Ku-mW. Airßeluz Gießen. Wir ersuchen alle diejenigen, welche Rechnungen, die obige Ausstellung betreffend, zu stellen haben, diese bald- gesälligst an die betr. Auftraggeber und zwar: 1. den Vorsitzenden des Bau- und Platz - Ausschusses, z. H. des Herrn Bauaufseher Mohr in (Ließen; 2. den Vorsitzenden des Finanz- und Verlosungs-Aus- schuffes, Herrn Provinzialdirektor Dr. Breidert in Gießen; 3. den Vorsitzenden 6e§ Wirtschafts- und Vergnügungs- Ausschuffes, Herrn Kreisrat Dr. Wallau in Lauterbach; 4. den Vorsitzenden des geschäftssührenden Ausschusses, z. H. der Geschäftsstelle des landw. Provinzial Vereins in ÄlSseld, einzusenden. Der Vorsitzende deS geschäftssührenden Ausschusses: Meine gebrannten Kaffees erfreuen sich großer.Beliebtheit ; auf meine neuen Mischungen mache ich besonders auf- lOOOO iLbarGtid"Hk.HbüH Ziehung garantiert 7. Oktober 1903 gsis der Deutsch - Kolonialen - Lotterie 2328 Ä61.40 000 Los 1 Mk., 11 Lose 10 Mk. Porto u. Liste 25 Pfg. empfiehlt IJ. Stürmer, tolL-fieneral-lpni, Strassburg L Els. und. alle mit diesen Losen kenntlichen Verkaufsstellen. Hier bei: Rich. Buchacker, W. Senunler, Pli. Weiler. Ad. Müller & Co. in Darmstadt, Rheüwtr. u. in Hamburg, gr. Johanniwtr. », DBB Telecr.-Adr : Qlüokenülier. lwitbelkud|tti jeden Montag, Mittwoch und Freitag von 9 Uhr ab. (5339 Frieds*. NoH Hofbäcker. Donnerstag, den 24. d. MtS., vormittags von 9 Uhr an soll das Obst der Gemeinde Großen - Buseck, bestehend in Aepfeln, Birnen, Zwetschen und Russen versteigert werden. Der Anfang ist am Pfingstweg. Großen-Buseck, den 18. September 1903. 7053 Groß. Bürgermeisterei Großen- Buseck. Schwalb. 210 16 34 589 610 15 54 82 751 94 852 1334 51 421 642 97 [400] 715 79 813 609 14 74 [400] 94 2033 44 93 467 550 75 647 775 871 303t. 202 [400] 17 78 384 455 503 [400] 51 [400] 71 677 [3000] 845 [400] 98o 4049 74 223 82 426 [400] 64 543 61 76 615 [10001 823 5088 239 93 302 81 435 63 88 539 68 616 796 [400] 966 69 96 99 ««70 ARA 04 750 7115 74 [4001 275 89 316 79 544 [5000] 621 27 701 Ziehens Wohlfahrts-LoseA3.30 ni Zwecken der Deutsch. Schutzgebiete, Porto i. Urte 30 Pf. extra. 4ß R7n Geldgewinne 10,0 l U ohne Abzug Mark 575000 Hauptgewinne: .«leo,eeo 65147 52 67 [1000] 94 806 [1000] 41 [400] 461 510 30 631 56 714 66167 470 581 97 613 767 80 [3000] 900 31 53 71 67045 48 58 232 35 40 [1000] 47 535 47 683 801 977 68119 24 44 201 74 3:’,9 91 430 [400] 47 [400] 76 610 70 710 84 [400] 801 30 995 69273 414 544 56 [1000] 634 886 89 99 70124 224 87 335 419 602 55 [400] 61 87 757 93 876 960 83 71011 81 121 215 63 [1000] 301 450 545 64 760 876 916 38 97 7 2020 [1000] 67 102 [4001 10 57 80 210 [400] 432 663 [400] 85 [1000] 731 38 808 989 73007 [1000] 61 68 98 122 71 230 328 [3000] 44 93 447 61.5 [3000] 81 85 732 902 57 66 74077 [400] 424 543 45 51 640 772 880 977 75147 87 310 83 470 506 46 620 874 90 955 76011 88 [1000] 348 500 [3000] 23 681 834 952 77001 44 100 202 88 445 79 [1000] 534 11090] 95 654 66 784 [400] 94 935 [400] 78188 841 96 438 660 85 79033 188 73 258 454 89 526 [400] 49 621 31 94 [400] 742 84 99 823 941 80019 154 [1000] 84 [400] 241 60 373 472 685 901 82 81014 [400] 104 22 290 339 [400] 419 46 64 661 [400] 703 71 816 912 8 2030 108 291 » 332 [400] 58 400 9 47 79 [400] 85 617 63 800 83055 56 [3000] 57 438 83 [1000] 557 91 608 [1000] 86 95 714 81 943 84023 [400] 26 40 109 51 306 491 767 878 976 85165 [1000] 237 306 533 41 885 934 8 6029 121 (400] 55 231 336 506 57 58 628 87 744 949 8 7020 121 220 26 58 309 56 405 775 [400) 812 906 24 88009 72 116 294 327 41 87 421 77 [IOCO | 527 778 82 845 74 [400] 900 47 71 89116 92 347 70 [400] 491 [2000] 683 94 757 63 Prima Hausbrand- Kohlen von den besten Zechen per Centner 1.18 Mk., bei Abnahme v. über 30 Ctr. 1.15 Mk. Anthracit-Kohlen . per Gentner 1.60 Mt. Bei Abnahme von über 30 Ctr. per Ctr. 1.50 Mk. Hungener u. Rhein. Mkette per Ctr. 90 Pfg- Tannen-Brennholz per Ctr. 1.30 Mk. Änthracit - Eier - Briketts per Ctr. 1.40 Mk. 6725 Baehenheimer tfc Seliaiimberger Für Bäcker find wir i« der Lage HiMuer Briketts zu ermäßigte« Preise« bei Waggonbezügen billigst abzugeben. 6726 AchkllhtimttWWbeM Von der Reise zurückgekehrt habe meine Praxis für Zahn-, Mund- und Kicfer- trallkheite«, chirurgisch - zah«ar-tlrchc Orthopädie wieder ausgenommen. Wermg der Wchrt zm Mutti Die Erneuerung der schadhaften Einfahrt zum Gaswerk wird voraussichtlich Anfangs nächster Woche vorgenommcn werden. Da hierdurch eine Absperrung des Hoftores nötig wird und wahrend einiger Tage daselbst kein Fnhrwerts- verkehr stattsinden kann, so empfehlen wir denjenigen Abnehmern von Koks, welche demnächst solchen in Fnhren zu entnehmen beabsichtigen, erforderlichen Falles noch im Lanse dieser Woche ihre Fuhrwerke zu schicken. Gießen, den 21. September 1903. 7105 Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. Otto Bergen. 197 396 566 612 726 936 74 _______ 15010 64 [400] 95 200 886 [1000] 410 [400] 20 [400] 59 528 673 764 84 807 51 934 16182 [400] 291 [400] 591 93 687 93 705 28 44 823 94 935 [1000] 17044 264 77 [400] 350 [10001 74 449 [400] 506 15 [1000] 77 652 [1000 I 706 32 73 923 [400] 18038 ]2000] 176 205 485 [400] 522 34 43 48 672 782 827 45 920 41 19032 97 834 52 326 464 559 82 88 [400] 796 868 72 20069 290 330 82 [400] 408 [1000] 20 [10001 628 627 E 21073 93 126 92 234 304 43 454 568 603 703 64 885 [400] 954 £400] 56 22105 70 268 73 [400] 444 65 535 [400] 648 728 864 75 989 [2000] 28099 186 224 390 96 [400] 510 600 39 750 [400] 889 971 85 98 24042 232 63 [1000] 69 [400] 99 374 661 [400] 760 67 74 £400] 812 81 [400] 1»5 2t»260 442 89 582 607 743 48 [3Ö001 835 26047 95 [400] 332 442 624 649 980 27118 48 [4001 53 233 57 347 [400] 501 9 605 12000 ) 52 793 817 [400] 40 947 28015 109 52 412 34 554 920 22 52 76 [3000] 29056 95 [400] 206 44 305 45 409 53 63 98 [400] 603 756 57 925 80034 [1000] 56 94 127 [400] 242 [400] 367 68 93 [400] 545 56 [1000] 65 660 715 82 924 85 81117 227 417 47 591 650 [400] 701 21 853 923 88 [400] 32015 18 28 40 [400] 105 37 [400] 329 64 415 6231 38 708 40 47 76 894 998 83180 96 205 22 29 77 317 408 54 510 8a [1000] 86 87 620 [10 000] 877 965 [1000] 34024 27 74 227 61 336 52 56 419 92 95 522 [400] 45 614 72 [1000] 721 [4001 73 928 54 [400] 35088 [3000] 123 75 90 219 [1000] 97 882 436 58 707 77 814 17 44 [400] 85 925 86038 [1000] 40 146 246 320 56 502 85 813 37129 51 287 66 [400] 423 507 718 54 819 907 38066 [400] 173^348 [400, 515 [1000] 653 936 51 [400] 64 39040 [1000] 79 370 467 <68 843 [400 Schwaim, Zahnarzt, «ietzeu, ÄahnhoMatze 63. A 6279 461 94 759 7115 74 [400] 275 89 316 79 544 [50001 621 [400] 894 8083 213 [400] 521 [400] 76 94 663 709 66 812 21 9014 25 [1000] 85 819 595 642 821 [1000] 78 991 10029 230 65 322 48 472 548 865 993 11044 107 212 51 400 12 65 688 [400] 705 [1000] 22 43 924 12012 £8000] 38 [400] aO3 [1000] 94 231 423 51 [20001 63 [4001 88 95 500 608 20 49 714 15 866 884 13157 290 388 [400] 485 97 [400] 569 649 99 759 888 963 1408.; 912 36 <> 40082 [1000] 165 221 36 531 33 607 721 889 90 922 67 136 [400] 479 678 87 811 936 74 42001 91 102 47 [2000] 69 93 258 487 827 TO 967 [400] 43187 279 [400] 323 507 12 62 97 715 918 44017 20 [400] 77 169 276 [400] 496 [2000] 684 734 82 897 941 59 64 65 L 45062 [3000] 129 80 351 432 83 595 636 89 [3000] 84 706 78 [10001 82 86 874 [4001 912 39 53 [400] 89 46100 n 283317 34 491 560 400] 69 71 781 823 [400] 24 927 66 208 42 81J61 [400j 85 576^829 3000] 911 88 4801t ~~ 862 63 913 49255 ” Mittwoch den 23. Stptbr., nachmittags 2 Nhr, werden im Bieker'fcheu Saale versteigert: Dtöbel aller Art, dar- unter mehrere Garnituren, 1 Nähmaschine, 1 Partie Schuhwaren, 3 Kastenwagen, 1 Ladeneinrichtung, 2 Faß Weißwein, 1 Regulator, 1 gold. Uhrkette, 2 goll). Halsketten, 2 Granatarmbänder, 3 P. golb. Manschettenknöpfe, 5 P. Ohrringe u. a. m. 7107 Geißler, Gerichtsvollzieher. 803 9 10 89 991 [400] _ 90207 39 554 77 651 752 5/ 72 809 [400] 40 91260 412 19 20 536 688 793 99 [400] 902 9 63 [3000] 92025 (400] 172 250 91 360 89 [400] 429 515 47 705 877 93055 126 255 644 891 94027 [400] 64 70 80 176 81 [400] 238 314 450 513 76 617 [400] 712 [1000] 61 838 54 936 48 66 F4001 95021 112 [400] 52 217 20 386 94 421 86 561 67 635 50 840 975 96048 114 45 88 [1000] 416 28 642 56 86 705 958 72 97 [2000] 9711.7 27 222 75 [4001 95 338 490 503 659 [1000] 765 66 87 890 98086 92 (400] 250 [1000] 431 98 684 750 [400] 54 945 99292 356 92 [400] 415 82 [400] 94 [400 508 605 55 781 94 [1000] 870 Allee-Schule Der Unterricht in der Atiee-Gchnle beginnt 6866 Montag den 5. Oktober. Die Ausnahme findet Samstag den 3. Oktober, morgens 10 Uhr statt. Anmeldungen nimmt cm und nähere Auskunft erteilt L. MSSSS»», Oberlehrerin, Gartenstratze 3V. _ [400] 85 576 829 (0001*23 [400? 171 93 327 28 578 744 [2000] 76 416 510 61 603 63 808 30 12000] 50045 147 293 337 [400] 478 500 9 17 59 [400] ‘OO 656 712 68 873 92 5 1244 811 24 67 418 37 39 58 lj^OO] 61 [400] 505 90 [400j S STM*™ SHKW Sf SS M ”«•>>■ =»MSI 318 23 482 854 953 55 85 57108 51 57 202 39 329 449 54 546 65 652 [400] 710 802 58272 301 9 544 625 80 87 716 23 76 818 45 68 59162 71 217 721 °°000] 86 960 61006 88 r±001 184 267 303 11 69 434 [400] 580 82 761 69 852 934 79 94 62183 227 14001 93 [2000] 380 [400 ] 487 596 764 95 969 63082 147 84 ~ - 654 648 5^ [400] 721 [400] 53 [10000] 64 995 64011 299 365 Elegante Neuheiten in Herren-Hüten Spezial-Abteilung für Herren-Moden._____________