Nr. 196 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem GießenerAnzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siebener KamiNen- dlStter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Vertag der Brühl'schen Untvers.-Buch- reStein- druckerei (Pietsch Erben) -Redaktion. Expedition und Druckerei: Schnlstratze 7. Adresse für Depeschenr «nzetger Gießen. Fernsprechanschluß Nr. 51. Hffl monatlich 75Ps^ viertel' jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- il Zweigstellen monatlich 6a Ps.; durch diePost Mk.2.— viertel- jährt. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für dre Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr. Zeilenpreis: total 12 auswärts 20 Pfg, Verantwortlich für den poltt. und allgem. Teil: P. Wittko: für .Stadt und Land^ und erichtsf aalE: A » a u st Götz; für den Anzeigenteil: Hans Beck. Drittes Matt. 153. Jahrgang Samstag SÄ. August 1903 gk Ä Bezugspreis» GiehenerAnzelger ** General-Anzeiger " Amts- und Anzeigeblatt fir den Ureis Gietzen Zur Reform der Schwurgerichte. Von unserem juristischen Mitarbeiter. (Originalartikel be£ „Gieß. Sln^.") (Nachdruck verboten.) Tatsächlich setzt sich die Geschworenenbank meist aus den verschiedenartigsten Elementen zusammen. Neben Personen, deren Bildung der der gelehrten Richter gleichwertig ist, sehen wir Personen mit einfacher Volksschulbildung, neben Personen, welchen kraft ihrer Stellung im Leben eine reiche Lebenserfahrung zur Seite steht, solche, die noch nie aus dem Bannkreis ihres Heimatsortes herausgekommen sind, deren geistiger Horizont deshalb naturgemäß ein beschränkter sein wird, neben hochentwickelter Intelligenz geistige Unbedeutendheit. Die Folge dieser bunten Zusammensetzung des Kreises der Geschworenen ist die, daß stets gar mancher darunter sein wird, der lediglich „mitläust", der sich stets nur der Ansicht anderer anschließt und von vornherein daraus verzichtet, sich eine eigene Ansicht zu bilden. Andere dagegen werden, selbst ohne daß sie es beabsichtigen und wollen, einen wesentlichen Einfluß auf den Wahrspruch der Geschworenen gewinnen und sie jirrd es, an deren Adresse dann hauptsächlich die Ausführungen der Staatsanwaltschaft und Verteidigung gerichtet werden, da man annimmt, daß sie die Geschworenen „an der Hand haben". Beides ist ungesund, beides aber nicht zu vermeiden. Wir müssen von einem Richter erwarten, daß er fähig und selbständig genug ist, sich seine Meinung selbst zu bilden und sie auch erforderlichenfalls zu vertreten. Auch in anderer Beziehung unterscheiden sich die Geschworenen wesentlich untereinander. Ein Teil von ihnen wird stets die Fähigkeit und den Willen haben, das ihnen anvertraute Richteramt nach bestem Wissen und Gewissen getreu dem geleisteten Eid zu erfüllen. Sie werden sich streng an das halten, was ihnen als geltendes- Rechjl in der Rechtsbelehrung bekannt gegeben wird und sie werden mit Ernst und Eifer bestrebt sein, dieses Reckst auf das, was sie als Tatbestand feststellen, anzuwenden. Anderen Geschworenen dagegen fehlt die Fähigkeit hierzu, besonders, wenn es sich um verwickelte Fälle, komplizierte, schwer zu unterscheidende Verbrechensbegriffe handelt, vollständig, und dies kann nicht Wunder nehmen, wenn man die Vorbildung dieser Personen, ihre völlige Ungewohnheit, theoretisch zu denken berücksichtigt und sich vor Augen hält, daß die Geschworenes! oft zur Lösung von Fragen berufen sind, um die in Theorie und Praxis der geistige Kampf tobt. Ter gefährlichste Teil der Geschworenen ist aber der, der glaubt, niemanden Rechenschaft über die Verwaltung des ihm cm Der trauten Amtes schuldig zu sein, der glaubt, machen zu tonnen, was er wolle. Tas sind diejenigen Geschworenen, die sich an kein geltendes Recht halten, die glauben, Gesetze verbessern, Gesetze außer Acht lassen, Gnade üben zu dürfen, wo sie Richter sein sollen. Das sind die Geschworenen, die ftd), obwohl sie nur zur Entscheidung der S ch u l d frage berufen sind, darum kümmern, welche Strafe den Angeklagten treffen könne und die ihren Spruch danach einrichten, je nachdem ihnen die zu erwartende Strafe zu Hoch -oder zu niedrig erscheint. Unter ihnen sind die Geschworenen zu suchen, die vor Mordanklagen zu dem Staatsanwalt laufen und um Ablehnung bitten mit der Begründung, daß sie doch keinen zum Tod verurteilen, daß sie sich damit ihr Gewissen nicht belasten wollen. Und doch stnd sie kraft ihres Eides gebunden, das geltende Recht anzuwenden und das geltende Recht kennt die Todesstrafe. Ein beschämenderes, und offeneres Geständnis der eigenen Unfähigkeit kann man sich kaum denken. Ein nicht geringer Teil der Geschworenen wird aber werter schpn aus dem Grund nicht in der Lage sein, sein Amt völlig auszufüllen, weil ihm die körperliche Fähigkeit dazu fehlt. Es bedeutet eine große, auch körperliche Anstrengung, an euren Platz gebannt stunden- ja tagelang wechselnden und immer wichtigen Vorgängen zu folgen, die Gedanken darauf zu konzentrieren, zugleich Wesentliches von Unwesentlichem zu scheiden und seither oft völlig unbekannte und schwierige Rechtsbegriffe in sich aufzunehmen und sie zu verarbeiten. Bei so manchem, der gewohnt ist, seine Zeit in freier Luft, bei mechanischer Arbeit zu verbringen, der nicht gewohnt ist, anhaltend und logisch zu denken, bei so manchen wird es zu den reinen Unmöglichkeiten gehören, den Geist bis zum Schluß empfänglich zu erhalten. Schlafende Geschworene gehören denn auch nicht zu den Seltenheiten. Viele unter den Geschworenen treten aber an sich schon mit Unlust an die ihnen gestellte Aufgabe heran. Es sind dies nieift solche, die zu Hause schwer entbehrlich sind, und solche, die nicht den Mut haben, eine oft schwere Verantwortung auf sich zu nehmen. Für viele bedeutet das Amt eines Geschworenen ja allerdings eine Last. Es legt ihnen materielle Opfer auf, die sie freiwillig nichjt ausgewandt hätten, es entfremdet sie oft wochenlang ihrem Geschäft, in dem jede Stunde der Abwesenheit manchmal gleichbedeutend mit erheblichem Verlust ist und es ist nur zu natürlich, daß diese Geschworenen den Verhandlungen mit Unlust und mit geteilter Aufmerksamkeit folgen. Von denen aber, die nicht den moralischen Mut haben, eine Verantwortung auf sich zu nehmen, die nach einem Ausweg suchen, um nur einer schwereren Verantwortung ledig zu werden, verlohnt es sich nicht zu reden. Und trotz aller dieser Mißstände sind es die Geschworenen, denen wir nach geltendem Recht die Entscheidung über Leben und Tod, die Entscheidung über die schwersten Delikte anvertrauen müssen! Erleichtert werden diese Mißstände dadurch, daß jede Möglichkeit fehlt, den Geschworenen wegen seines Wahrspruches zur Verantwortung 'zu ziehen. Der Berussrichter ist kraft Gesetzes gezwungen, sein Urteil mündlich bei der UrteilsverMndigung zu begründen, und diese' Gründe schriftlich in dem Urteil niederzulegen, damit ihre Richtigkeit und Vollständigkeit von der höheren Instanz nachgeprüft werden kann. Der Geschworene urteilt mit ja und nein, er ist jeder Begründung seines Spruches enthoben und nicht einmal im Beratungszimmer kann der' Geschworene gezwungen werden, auch nur ein Wort zur Begründung seines Spruches zu sagen. Der Verurteilte aber und der Freigesprochene, sie haben beide ein natürliches Recht darauf, von ihrem Richter Rechenschaft darüber zu erhalten, warum sie schuldig erkannt, warum sie jrei- gesprochen sind. Was nutzt den Freigesprochenen insbesondere das fteisprechende Urteil, wenn er nicht weiß, ob seine Richter an seine Unschuld glauben, oder ob sie ihn nur freigesprochen haben, weil sie ihn nicht für hinreichend überführt erachteten, weil sie ihn nicht für zurechnungsfähig hielten oder aus welch anderem Grund. Ter Spruch der Geschworenen hat daher immer etwas unheimliches cm sich, man hat bei dem Fehlen jeder Begründung das Gefühl, als berge er etwas in sich, das das Licht der Oeffentlichkeit zu scheuen habe. .Schluß folgt. VsMischr Tagesschau. In den Einnahmen der preußisch-hessischen Eisenbahugemeinschast hat auch der Monat Juli ein Mehr gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres erbracht. Ist diese Tatsache schon erfteulich, so ist es noch mehr die, daß das Einnahmemehr sich auf der Durchschnittshöhe des Ueberschufses der ersten drei Monate des laufenden Finanzjahres gehalten hat. Personen und Güterverkehr sind an der Steigerung der. Einnahmen fast in gleicher Weife beteiligt. Diei „Berl. Pol. Nachr." knüpfen an diese Tatsache nachstehende Bemerkungen: Hält diese Entwicklung, was"glücklicherweise zu erwarten steht, an, so ist für das laufende Jähr auf einen für die gesamten Staatsfinanzen wieder günstigen Abschluß der (Aseubahnverwaltung zu rechnen. Es ist zu bedenken, daß der Etatsansatz der Eisenbahneinnahmen für 1903 gegenüber dem von 1902 eine Herabsetzung erfahren hat, die noch größer war als die von 1901 auf 1902 vorgenommene. Wahrend der Einnahmeansatz der Eisenbahnverwaltung im Etat für 1901 bereits die Summe von 1441 Millionen Mk. erreicht hatte, indem ein Mehr gegen das Vorjahr von 77 Millionen in Aussicht genommen war, stellte man in den Etat für 1902 eine um 24,7 Mill. Mark geringere Summe ein und in dem für' 1903 ermäßigte man diese wieder um 36,5 Mill. Mark. Der Einnahmeansatz für 1903 beläuft sich demgemäß auf 1379,8 Mill. Mark. Hielte die Entwicklung der Eisenbahneinnahmen sich nur auf der Höhe des ersten Drittels, so würde am Ende des Rechnungsjahres ein recht ansehnlicher Betrag über den Etatsanschlag vereinnahmt, und es würde damit beinahe die Höhe erreicht werden, die im Etat für 1901 in Aussicht genommen war. Der Alkohol in Frankreich. Nach der soeben erschienenen Statistik des Finanz-Mft nisteriums hat der Alkoholverbrauch in Frankreich im Jahre 1902 auffallend abgenommen. Seit dem Jahre 1882 war er noch nie so gering. Von 2 400 000 Hektolitern im Jahre 1901 sank der Verbrauch auf 1800000 Hektoliter. Ein Hauptgrund des Rückganges bildet freilich die Aenderung der Besteuerung, die anfangs 1902 Platz griff. Um ihr zu entgehen wurde im Jahre 1901 ein großer Vorrat geschaffen, der einen Rückgang der Produktion zur Folge hatte. Auf der anderen Seite muß sich auch der Steuerunterschleif bei den landwirtschaftlichen Brennern stark vermehrt haben, denn hier ist der Unterschied besonders auffällig. Vmr 285 000. Hektolitern soll die Produktton mit einem Mal auf 136 000 Hektoliter gesunken sein. Auf den Kopf der Bevölkerung betrug der Alkoholoerbrauch im Jahre 1850 bloß 1,46 Liter, für 1898 stieg er bis auf 4,70 Liter. Seither fiel er wieder und betrug 1902 bloß noch 3,26 Liter. In der Mederseine ist der Verbrauch am stärksten mit 11,86 Liter auf den Kopf. In weitem Abstande folgte die Oife mit 7,78 Liter. Der Pariser begnügt ftch mit 4,54 Liter. Am mäßigsten sind die Bewohner des Gers, wo nur 0,60 Liter auf den Kopf kommen. Der billige Wein schlägt hier den Alkohol aus dem Felde. Schiffsuachrichten. Red Star Linie. Der Postdampfer „Switzerland" der Red Star Linie in Antwerpen ist laut Telegramm am 19. August wohlbehalten in Philadelphia anaekommen. KiauöLreieu aus der Kaiserstadt. (Nachdruck verboten.) Das Bahnhofsverbot der „Welt am Montag". — Kampfs verschmähtes Meisterwerk. — Die Ravene-Gallerie. — Von den Theatern. — „Berliner" Ensembles. Wie's der Münchener „Jugend" in Ungarn geht, so Hehts, teilweise wenigstens, der „Welt am Montags in Berlin Sie werden wegen schlechter Führung vor die Tür gesetzt, die Welt am Montag allerdings nur vor die Tür der Bahnhöfe, wahrend man die „Jugend" überhaupt nicht mehr nach Ungarn hmeinlassen will. Das letztere ist vom geschäftlichen Standpunkte aus entschieden schmerzlicher, denn unser 5 Psemttg-Blatt, das Montags ftüh von Sozis und Agrariern, Beamten und Börsenmännern ganz unbekümmert um die politische Haltung der Redaktion, gekauft wird, braucht dieses Verbotes wegen nicht um einen Nickel Verlust zu trauern, sobald die beabsichtigten Verkaufsstellen neben den Bahnhöfen organisiert sind. Vielleicht im Gegenteil: die Auflage -könnte erhöht werden müssen! Was für Harden's „Zukunft" damals ein empfindlicher Schlag war, fällt für diese allerdings recht unsympathische Montagszeitung nicht ins Gewicht, die ein spezifisch Berliner Publikum hat — und vor allen Dingen für nur den zehnten Teil dessen, was ein ZukunftsheM kostet, zu haben ist. So wird auch hier wieder einmal wie bei Heyse's *Hcaria von Magdala das Verbot zur Reklame! Aber selbst wenn ein kleiner Rückgang in der Verbreitung des von einem ehemaligen Sozialdemokraten geleiteten Blattes erfolgte, der Eigentümer ist ein schwerreicher Herr, der es aushält, wie er's mit seinem „Sim- plizissimus" ausgehalten hat. Und der ist nach dem Eisenbahnverbot bekanntlich nicht zahmer geworden. Friedrich des Großen Wort non den „Gazetten, die nicht genieret werden dürfen" könnte in diesen Zeiten für übereifrige Angstmeier getrost einmal wieder ausgebuddelt werden. Und sind „Pasquille" darin, so soll man sie „niedriger hängen", wie derselbe alte Fritz es hat tun lassen. Tas sind bessere Schutzmittel als alle Verbote! — Auch in der Kunst haben wir heuer unfern Konflikt. Aber seine Veranlassung geht bis zur allerhöchsten Stelle. In der diesjährigen Kunstausstellung hängt nämlich ein Bild, „Die beiden Schwestern" von Arthur Kampf, einem der Modernen. Vor allem gehört Kampf, der von der Akademie zur AusstellungSkömmission gewählt wurde, zu den Leuten, die in jedem Lager zur Geltung kommen, weil sie etwas können. Sein Bild stellt vor dem Vorhang, einer Jahrmarktsbude ein in billigen Flitterkram gekleidetes kindliches Schwesternpaar dar, das zum Klang der Guitarre eines “ alten „fahrenden Künstlers" tanzt, um das Publikum in die Vorstellung zu locken. Das Bild war von den damit betrauten Künstlern, der „Landeskunsttömmission", auf die Lishe der Ankäufe für die Nationalgalerie gesetzt worden. Der Kaiser hat das Mld aus der Liste gestrichen. Wer, nebenbei bemerkt, ein Freund der alten Düsseldorfer ist, der sollte bei einem Besuche Berlins die Ra- vene'sche Sammlung nicht vergessen. Sie ist Dienstags und Freitags von 10—2 Uhr für jedermann ohne Entgelt geöffnet und befindet sich in dem mächtigen Geschäftshause der Firma Jakob Raven6 Söhne in der Nähe des Spittelmarkts. Vtan findet dort Bilder von Kirans, den Achenbrachs, Hasenelever, Ed. Hildebrandt, auch einen Harare Bernet, eine südliche Marine von Saltzmann usw. Diese Galerie hat ihre Aufträge weit über die Mitte des oorigen Jahrhunderts hinaus. Ihr Begründer war der einer Cmigrantenfamilie entstammende Peter Louis Ra- Vene, der auf dem ftanzösischen Kirchhof in der Chausseestraße ruh't. Im vornehmen Sinn dieses alten Kaufherrn wird diese Sanrmlung nun schon von der dritten Generation weiter geleitet. . , r „ Auf unseren Theatern schweigt fich noch alles aus, obgleich die Pforten der meisten sich schon wieder geöffnet haben. Man zehrt noch von dem Fett der vorjährigen Saison lucun dieses Bild aus dem Bärendasem nicht allzu gewagt erscheinen sollte. Aber wozu haben wir denn den Bären tm Wappen? Unb waren es nicht auch Bärenerfolge, die hier und dort im letzten Winter erzielt wurden? Da schaukelt im Lessingtheater Kadelburg-Blumenthals ^linder Passagier" auf den, ach- so bewegten Schiffsplanken, was dem lieben Publikum so ausnehmend gefällt, daß es vor Vergnügen am liebsten mit seekrank werden möchte; da schreitet „Monna Vanna" im „Deutschen Theater" stoch immer über die Bretter, den ominösen Mantel tapfer zusammenhaltend; da träumt Karl Heinz von „Altheidel- berg" und seinen goldenen Tagen nun bald zum 400. Male; „der Notbrücke" im „Trianon" usw. gar nicht zu gedenken. Aber nur noch wenige Tage trennen uns von den ersten Premiören, die mit einem Volksstück neuen Genres im funkelnagelneuen „Deutsch-Amerikanischen Theater": „Hebern großen Teichs betitelt, beginnen werden, (jemals stand Wolzogen im Biedermeier-Kostüm aus diesen Brettern, bis die bmitschillernde Ueberbrettl-Seisenblase platzte. Er geht längst mit einer neuen Theateridee um. Wenn er das Kapital zusammenbringt, gründet er ein Spielhaus für leichteres Operngenre, was für Berlin allerdings nötiger wäre, als die Kasfeepausenkunst seines „Bunten Theaters" es war. Vielleicht geht er auch nochmal mit einer Truppe auf Reisen; denn „Berlin er"'Ensembles sind ein hübsches Zugmittel für kleinere Provinzstädte. Freilich, was ost unter dem Titel „Berliner" Ensemble reist, ist eine sehr zusammengewürftelte Gesellschaft; billige Kräfte von Provinztheatern, die kein festes (Engagement bekommen konnten und nun in Berlin an einer just freistehenden Bühne ein verziert werden. Manchmal frischt ein Gast mit gutem Namen die Provinzdarbietungen dieser Ensembles aus, nranchrnal auch nicht. Aber inan erkennt das draußen meist ziemlich schnell, und die Spekulation des gerissenen Unternehmers wird zu Wasser. Gewöhnlich verflüchtigt er sich dann zu Lust — und verduftet, un bekümmert um das Schicksal der vertrauensseligen Mimen. Wo wäre dergleichen nicht schon beobachtet worden ? r' 6250 RMl-tz 18 5912 Vertreter für Giessen 5068 F 5575 fast Seltersweg. August Kilbinger Anthrmt, Nußkohle«, Seltersweg 19. empfiehlt 5995 Aerztlich empfohlen. Vielfach preisgekrönt. Gesetzlich geschützt TAobgl 1.30 gehackt jedes Quantum frei ans Haus 1163 liefert eznpfiehlt 6087 Ferner: 2863 pols Konsum-Halle. Scherers Go gnac Unsere Destillate sind in unserer Brennerei aus gesunden französischen und deutschen Weinen gebrannt. Pfundgläser für Honig. Geleegläser sehr preiswert. Glasschalen für dicke Milch. Heuchelheim. — Ang. Seibel, Wieseck. — A. L. Müller, Lang-Göns. — W. 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