Nr. 143 «-scheint tSgltch außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Siegener Kamillen, blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der BrühÜlchen Univerl^Buch- u. Steindruckerei (Pietsch Erben) Medattton. Expedition und Druckerei: Schnlstratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gieße«. Fernsprechanschluß Nr. 61. Erstes Blatt. ISA. Jahrgang Montag SS. Juni 1803 JHBB • jgfek W A mo^alUch75Pt,vt^kel» GietzemrMzeiger« ** General-Anzeiger " w den poltL und au gern. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MW U zeigenteil: panS Beck. Kaiser Wilhelms deutscher Glaube. -o. Gießen, 22. Juni. Die Rede, die Kaiser Wilhelm II. in Hamburg gehalten hat, ist eine seiner eindrucksvollsten. Sie hat uns einen Blick tun lassen von der heutigen Höhe unseres Volkes auf politischem und geistigem Gebiete in den Spiegel der deutschen Zukunft nach seinem Glauben. Seit drei Jahrzehnten ist das deutsche Volk heimgekehrt zu feiner alten Herrlichkeit unter den Völkern Europas und sein Kaiser ist überzeugt davon, daß es prädestiniert und präformiert ist zu einer noch glänzenderen Zukunft. Wir Deutsche haben uns erwehrt der von Westen her lange drohenden Raubgier und der von Süden her andringenden Geistesknechtschaft. Wir Deutsche haben die Gesundheit und Kraft be| Leibes und der Seele, durch Geistesbildung und sittliches Leben, durch Waffentüchtigkeit und ethische Energie, daß wir mit Stolz den deutschen Glauben unseres Kaisers hochhalten können. Unendlich groß ist die Siegerkraft des deutschen Glaubens. Romanischer Glaube ist gehorsame Unterwerfung mit Darangabe der eigenen Vernunft, des eigenen Gewissens, des eigenen Intellekts, ist Kadavergehorsam. Der deutsche Glaube, den unser Kaiser verkündet, ist freie Ueberzeugungstreue und Herzenshingabe an die große welthistorische Mission des Deutschtums. Einer unserer besten und deutschesten Poeten, Wilhelm Jordan, hat als neue religiöse Weltanschauung schon vor vier Jahrzehnten den „deutschen Glauben" verkündet. Die neuen Erkenntnisse des durch seine Erfindungen und Entdeckungen wundertätigen 19. Jahrhunderts mit deutschem Gemüt und Phantasie zu vermitteln, das Beste in unserer heutigen Weltauffassung mit dem Echten am Germanentum und dem Unsterblichen und Ewigen am Christentum in Eins zu schauen und zu fühlen, durchaus in der Weise, wie es dem deutschen Geiste entspricht, durchaus auf der Grundlage des angeborenen nationalen Naturells und mit energischer Abstoßung alles dessen, was dem deutschen Geiste nicht gemäß ist, damit aber die Welt zu erobern — nicht in plump chauvinistischem Sinne, sondern im Geiste und in der Kraft, in der Kraft des deutschen Gewissens, der deutschen Zucht und Herr en art: dieses Ringen ist es nach Jordans machtvollem nationalen Epos, von dem nicht allein unsere nationale Zukunft, sondern die Zukunft der Menschheit abhängt. Höher und höher wächst das deutsche Volk geistig und ethisch auf der Grundlage gesunder physischer Entwickelung. Dieser Gedanke findet sich bei Jordan schon im „Demiurgos", der ein halbes Jahrzehnt vor Darwins „Entstehung der Art" gedruckt vorlag. Schon dort, vor einem halben Jahrhundert, sprach Jordan von der „Züchtung einer neuen Herrschergattung für den Erdkreis", sprach er also das Wort, das für breite Strecken der Philosophie Nietzsches zur alles beherrschenden Idee geworden ist, und das andere ebenso bedeutsame Wort, daß alle Völker, „die erfolglos um den Wuchs der neuen Herrschergattung werben", dem Untergänge geweiht sind. , Bei jedem Geschlecht kommen nicht allein die Sunden per Väter zur Wirkung, sondern auch das und mehr das kommt heraus, was an den Vorfahren tüchtig, kraftvoll und verheißungsvoll war. Wilhelm II. sprach von dem großen Kaiser und seinen gewaltigen Paladinen. Sie vereinten in sick die ganze Summe der Tüchtigkeit, der Kalokagathie ihrer Väter Sie entwickelten weiter den Keim zur Führerschaft der geeinten germanischen Welt, von der auch einer der besten Nordlandssöhne, Björnstjerne Björnson, fingt und sagt, und in der das Zeug zu jener „neuen Herrscher- gattung" liegt. Wilhelm Jordan schließt sein Nibelungen- evos mit den schönen Versen: Wenn die Erde dann endlich, als echtes Eden, Durch die göttliche Macht im Geilte des Menschen N = n SÄ si° bies «UI Diesem deutschen Glauben nach Kräften zum Siege zu helfen unter der Führung unseres Kaisers, ist des deutschen Volkes große Aufgabe. Möge der deutsche Glaube den glänzendsten Sieg erringen in allen kommenden schweren ©eifSnpfen Das wär- das Heil Deutschlands, das H-.l der Menschheit! Ale tzntftüüuiig des Denkmals Kaiser Wilhelms!, in Kamburg. Hamburg, 20. Juni. Um 11 Uhr 19 Minuten traf, von Hannover kommcmd, der Kaiser hier ein. Er wurde vom ersten Bürgermeister Dr. Bmrckard begrüßt. Es erfolgte alsbald die Abfahrt nach dem Festplatte am Rathausmarkt. Um l U/r llhr traf der Ner auf dem Denkmalsplatze ein. Unter dem Kayerzelt waren versammelt: Der Senat, die Vertreter der Burger- Saft die Staatssekretäre 3* u. Wchthosen, v. Tirmtz und Kräfte Minister Möller 2c. Der Schöpfer des Denk- m/beiincr Rat Professor Schilling, war anwesend. Rach eignem Ä-sangs»o?tr-ge von 700 Sängern hielt Bürger- Ä ®r. Burchard eine Ansprache, in welcher er dem Efe für sein Erscheinen dankte, aus den Beginn der neuen arÄmi 3eit vor drei Jahrzehnten Hammes, ebenso auf die Ausacstal'ung der Rechtseinhcit, des tpeltvcrkehrs und des praUischen Christentums unter der Zelt Kaiser Wilhelms I. Während der Rede siet die Hülle des Denkmals. Die Ehrenkompagnie präsentierte. Der Kaiser besichtigte darauf eingehend das Denkmal. Bürgermeister Dr. Burchard legte einen Kranz in den Farben Hamburgs nieder. Ein Vorbeimarsch der Ehrenkompagnie schloß die Feier. Der Kaiser begab ficf). nach der Feier zum Hafen, wo auf der „Hohen- zollern" Frühstückstafel stattfand. Der neue Kaiser Wilhelms-Hafen, der an die Hamburg-Amerika-Linie verpachtet ist, wurde heute nachmittag durch den Kaiser eröffnet. Der mächtige Hafen war prächtig geschmückt. Die Inbetriebnahme erfolgt erst im Herbst. Kurz Vvr ?i/2 Uhr traf der Kaiser im Rathause ein. Beim Diner hielt nach dem ersten Gang Bürgermeister Burchard eine längere Ansprache, in der er u. a. folgendes sagte: Es ist jedesmal ein Festtag, wenn Eure Majestät unsere Stadt besuchen. In allen Schichten Hamburgs geben patriotische Bürger ihrer Verehrung Ausdruck, denn eins ist chnen allen gemeinsam: sie sind gute Deutsche und dem Kaiser und dem Reichsgedanken für immer gewogen. Gute Deutsche nicht nur mit dem Gemüte, sondern auch mit dem Verstände, und wo Gemüt und Verstand ^ufammenwirfen, wo sich zum politischen Glaubensbekenntnis die Begeisterung gesellt, da ist die Vaterlandsliebe zum mächtigen Faktor, zur gewaltigen, verläßlichen Kraft geworden. Dankbar gedenken wir der Junitage von 1895, als Ew. Majestät die deutschen Fürsten und die Vertreter der seefahrenden Nationen hiersetbst versammelten, um das große Werk der Vereinigung der Leiden deutschen Meere festlich zu begehen. Dank erfüllt unsere Herzen in Erinnerung an den 15. Dezember 1897, an welchem Tage Ew. Majestät das vollendete Haus besuchten und Hamburgs Kaufmannschaft Ew. Majestät begeistert zujubelte als weitschauenden verständnisvollen Förderer hanseatischer Arbeit. Tankbar endlich gedenken wir des 18. Oktober 1899, als Ew. Majestät im Saale, den wir Kaisersaal nennen, bedeutsame Worte sprachen, durch welche der deutschen Entwicklung auf lange Jahre hinaus ihre Richftmg gewiesen wurde. Das Nationalgefühl, das unter dem überwältigenden Eindruck der welthistorischen Taten des ersten deutschen Kaisers und seiner Paladine in den deutschen Herzen neugeboren ward, hat sich ,in den fünfzehn Jahren der Regierung Eurer Majestät wesentlich vertieft. Die Zeit, in welcher es ein Reich nicht gab, möchte kein Deutscher, der politisch ernst genommen fein will, zurückwünsch,en. Zwar die Generation, die verständnisvoll miterlebt hat, was in der Zeit von 1864 bis 1871 von unserem Volke errungen worden ist, hat die Jahre der Jugend hinter sich. Für den deutschen Mann, der heute frisch und jung in das Leben hinaustritt, gehört jene Zeit schöü der Geschichte an. Dafür aber erlebt der jugendliche Deutsche mit, was heute die Welt erfüllt. Er, empfindet, daß er der Zeitgenosse der gewaltigen nationalen Entwickelung ist, daß neue große Gedanken an der Tagesordnung sind und ist stolz in dem Bewußtsein zu dem Wirken, Schaffen und Kämpfen in dem Zeitalter Kaiser Wilhelms II., und die ältere Generation weiß, daß Deutschlands große Zeit nicht zu Ende ging mit dem Hinscheiden des ersten deutschen Kaisers, und sieht mit der Jugend getrost und zuversichtlich in die Zukunft, denn jung und alt, mir alle wissen, was wir an unserem Kaiser haben und was unser Kaiser uns im ganzen Vaterlande bedeutet, und sind glücklich- Ew. Majestät wie vorher im Angesicht des gewaltigen Denkmals, so jetzt im festlichen Saale unsere begeisterte Huldigung darbringen zu dürfen. Die Kaiserrede. Auf die Ansprache erwiderte der Kaiser mit folgendem Trinkspruch: Es ist mir schon oft die Aufgabe geworden, großen Städten und ihren begeisterten Bürgern meinen Dank zu sagen. Nie fani^ ich die Aufgabe so schwer, für das, was ich fühle, was ich'gesehen, erlebt habe, einen richtigen und passenden erschöpfenden Ausdruck zu finden. Wenn ich zunächst als Enkel des großen Kaisers, dessen ehernes Bildnis soeben die Stadt Hamburg enthüllt hat, sprechen darf, so möchte ich mit tiefbewegtem Herzen meinen Dank dafür ab statten, daß .Hamburgs Bürgerschaft in so glänzender, großartiger, erhebender Weise den Ausdruck gefunden hat, um ihr Deutschtum und ihre Dankbarkeit den alten Helden zu bezeugen. Das hat meinem Herzen als seinem Enkel wohlgetan und mich, tief berührt. Zum andern aber kann ich nicht unterlassen, den wahrhaft überwältigenden Empfang, den mir Groß und Klein, Jung und Alt, Hoch und Meding hier hat zuteil werden lassen, hervor- zuheben.' Die vielen Tausende von Gesichtern, die mir heute entgegengeleuchtet haben, sind Bürge dafür, daß der Gruß mir aus tiefstem Herzen und bewegtem Gefühl entgegen- challte. Ich bitte den Senat und die Bürgerschaft, meinen* herzlichsten^ tiefst gefühlten und heißesten Tank entgegen- zunehmen und der Stadt mitteilen zu wollen. Gewiß, die junge Generation, die heute mit uns das erzene Bild umstanden hat, für sie ist der große Kaiser schon eine geschichtliche Person und die Ereignisse, die um feine Persönlichkeit weben, und die Zeit, in der er gewirkt hat, werden schon in Büchern beschrieben. Ich glaube, daß ich wohl nicht zu viel sage, wenn ich der Vermutung Raum qebe, daß dereinst in künftigen Jahrhunderten die ehrfurchtgebietende Gestalt meines Großvaters min bestens ebenso v o n S a g c u u m woben, so gewaltig hochragend über alle Zeiten im deutschen Volke da st eh en wird, wie einstens die Gestalt des Kaisers Barbarossa. Freilich die jüngere Generation ist jetzt gewohnt, leichthin das, was mir Reich nennen, mit dem, was es uns gebracht hat, ale> etwas Selbstverständliche-' anzusehen, ohne zu bedenken, was es gekostet hat, bis es dazu gekommen ist, und ich glaube, Wir erkennen auch hierin wieder den Finger der Vorsehung, wenn Wir auf die ehrfurchtgebietende Gestalt Hinblicken, die dort in stiller Haltung vor dem Rathause steht in der ernst-stillen Abgeklärtheit des hohen Alters, daß gerade ihn die Vorsehung ausersehen hatte, dieses, eines der schwierigsten Werke auszuführen: die Einigung der Stämme der Deutschen; denn niemand konnte sich dem Zauber der Persönlichkeit, der einfachen Bescheidenheit und der das Herz gewinnenden Liebenswürdigkeit des hohen Herrn entziehen, und so war es ihm vergönnt, umgeben von gewaltigen Pa ladinen, die ihm ergeben, mit ihm arbeiteten, auszugleichen, zu versöhnen und in harten, scharfen Lagen immer das Ziel im Auge zu behalten: die Einigung des Vaterlandes. In langer Friedensarbeit, in stiller Werkstatt reiften die Gedanken. Fertig waren die Pläne des schon zum Greis gewordenen Mannes, als die gewaltige Ausgabe an ihn herantrat, als er uns das Reich wieder erstehen ließ. Ich hoffe, daß die Hamburger Jugend, Wenn sie an dem Denkmal vorbeigeht, nie die Zeit der Vorbereitung vergessen werde, die der hohe Herr durchgemacht hat. Mit Recht erwähnten Sie die Zeit Kaiser Wilhelms als einer großen, gewaltigen Zeit, gewaltig in den Impulsen, mächtig in der flammenden Begeisterung. Meine Herren, ich sollte denken, großistauchdieZeit,dieunsnoch Vorbehalten ist. Die Aufgaben, die dem großen Kaiser, gestellt gewesen, sind 'erfüllt, doch wollen Wir nicht vergessen, wenn es uns zuweilen dünkt, daß die Aufgaben, die uns gestellt, zu schwer seien, was der hohe Herr durchgemacht hat. Vergessen wir nicht, daß er schon nachdenkend und mitlebend Jena und Tilsit gesehen hat, und doch ist er an der Zukunft des Vaterlandes nicht verzweifelt. Von Tilsit ist es nachVersailles gegangen! Eben- s o wird es auch in Zukunft bestellt sein. Auchunserer Zeit harren Aufgaben. Der große Kaiser mit seinen großen Mithelfern hat die Basis gelegt, den Grundstein zum Gebäude. An uns ist der Ausbau! Darum bin ich der Ansicht und der festen Ueberzeugung, daß auch uns eine große Zukunft bevorsteht, wenn wir nur fest dazu entschlossen sind, sie d a z u z u m a ch e n. Uns sind auch Aufgaben gestellt. Mögen sie nun schwer oder leicht sein, wir haben sie anzufassen, so gut wir eben können, mit Taraugabe unserer Kräfte. Dann werden wir sie lösen! Ich bin fest überzeugt, baff wie damals so auch heute dem Deutschen Reiche und dem deutschen Volke es nie an den richtigen Männern fehlen wird. Deswegen wende ich mich am heutigen Tage an d^r Stelle, wo ich mich damals aus tiefstem Herzen an das deutsche Volk'mit einem Notschrei wandte, auch heute wieder an dasselbe: „Möge e ssein en Idealen und sich selber treu bleiben!'' Dann.' wirb es ein Granllblock werben, der, wie er draußen den großen Kaiser trägt, so getreu feinen Traditionen, seine Ausgaben und Schöpfungen, die an uns herantreten, auf seinem Herzen mit scstner Kraft tragen wird. Möge es mit Entschlossenheit an die Aufgaben herantreten, die ihm der Himmel stellt, ohne zu fragen, ob sie schwer ober leicht, ohne sich barum zu kümmern, wie es sie lösen soll. Wenn es nur erst herangeht! Die Augen auf! Kopfindie Höhe! Blicknachoben! Knie gebeugt vor bem g'r o ße n Alliierten, ber noch nie die Deutschen verlassen, unb wenn er sie noch so schwer geprüft unb ge- bemütigt hat, ber sie stets wieber aus bem Staub erhob, foanb aufs Herz unb ben.Blick in die Weite gerichtet, und von Zeit zu Zeit einen Black der Erinnerung zur Stärkung auf den alten Kaiser und seine Zeit, und ich bin fest überzeugt, daß, wie Hamburg in ber .Welt vorneweg geht, so wird Unser Vaterland vorangehen auf ber Bahn ber Aufklärung, ber Bahn ber Er leuch tung, der Bahn praktischen Christentums, ein Segen für b i e M enschh ei t, ein Hort bes Fr lebens, eine Bewunderung für alle Länber! Das spreche ich als feste Hoffnung und Zuversicht aus, bar auf leere ich mein Glas! Es lebe bie Stabt Hamburg ! Hurra! Hurra! Hurra! » • Am Festmahl im Rathause nahmen außer bett Herren, welche ber Tenkmalsenthüllung beigelvohnt hatten, noch teil' Mitglieder des diplomatischen Korps, General- konsule, ber fommanbierenbe General v. MassoW, andere Offiziere, ber Bürgermeister von Altona, Vertreter ber Kandels- und Gewerbekammern, der Aerzte- und Anwalts- fammern, der Seeberufsgenossenschaft, der Hamburg-Ame- rika-Linie u. a. Ter Kaiser verweilte im Rathause bis nach 10 Uhr und hielt nach der Tafel Cercle. Nach dem Tiner begab sich der Kaiser wieder an Bord der „Hohen- zollern" zurück. Bürgermeister Dr. Burchard erhielt folgendes Telegramm des Reichskanzlers: Zu meinem größten Bedauern muß ich k r a n k h ei t s h a l b e r bitten, mein Ausbleiben bei ber Enthüllung des Kaiser Wilhelm-Denkmals zu entschuldigen. Möge das Denkmal für unb für Zeuge der wachsenden Blüte der alten Hansastadt fein. Hamburg, 21. Juni. Ter Kaiser uitb Prinz Adalbert begaben sich heute nachmittag mit dem Bürgermeister Dr. Burchard unb den Herren des Gefolges zu bem Rennen des Hamb n r ge r R ennklubs, wo sie kurz vor 4 Uhr eintrafen und von den nach Tausenden zählenden Besuchern der Rennbahn subelnd begrüßt würben. Die Herrschaften würben vom Vorstände des Klubs empfangen und nach ber Loge begleitet, Wo sie etwa eine Stunde verweilten. Im deutschen Derby, welches in Gegenwart des Kaisers gelaufen wurde, siegte Baron Springers „Bono modo" vor „Hans Sachs" und „Saurin". Zur Stichwahl. Man schreibt uns: Einer zuverlässigen Mitteilung zufolge soll Herr Krumm am 17. d. Mts. früh morgens mit Herrn Köhler in des Letzteren Wohnung bei einer ge- meinschaftlichcn Tasse Kaffee eine intime Unterhaltung gepflogen haben, deren Resultat die Abmachung war, daß in unserem Kreise die Partei Köhlers bei der Stichwahl durch Stimmenthaltung für die Interessen der Sozialdemokraten eintrete, während als Gegenleistung im NachHar- kreise die Sozii ihre Stimmen zu Gunstendes An 1 ii- semiten Bindewald 'zurückhalten sollten. — Köhlers Getreue werden ihm aber sicherlich nicht Gefolgschaft lei st en auf diesem Wege. Im liberalen Wahlverein war am 18. d. Mts. der Mehrheitsbeschluß gefaßt worden, im Interesse der guten Sache über die vielfach erfahrenen Verunglimpfungen hinwegzusehen und ihm die Aufgabe zu stellen, seine Anhänger für ein einheitliches Eintreten für Heyligenstaedt in der Stichwahl zu bestimmen. Man betrachtete es als ausgeschlossen, daß Kohler ablehnen werde, da dieser Vorschlag ihm die beste Gelegenheit gab, politisch an Ansehen zu gewinnen und für spätere Wahlen sich nicht unmöglich zu machen. Dieser Eitisicht wird. Herr Köhler nachträglich sich nicht verschließen können — indessen war bei dem am 19. Dorrn, erfolgten Besuch ib!e3 Herrn K. dieser nickst zu sprechen, weil — wie anzunehmen, die Vereinbarung bereits getroffen war. Was der Wahlausschuß der Reformpartei in seiner letzten Erklärung gegen die Sozialdemokratie ausführt, ist leere Phrase! Tatsächlich begünstigt er sie durch die Forderung der Stimmenthaltung. Wer ihm aus diesem Wege folgt, verhilft der Sozialdemokratie zum Siege zum Schaden der Landwirtschaft. Im nördlichen Teile unseres Wahlbezirks hat sich in erfreulichster Weise eine Wandlung zum guten vollzogen. Einsichtsvoll steht dort der größere Teil der Wähler zur guten Sache, die den Frieden für Stadt und Land bedeutet. Diese erfreuliche Erscheinung wird in der Stichwahl noch mehr in die Erscheinung treten. Auch der südliche Teil kann sich nicht der Einsicht verschließen, wie der tägliche friedliche Wechselverkehr von Stadt und Land einen Segen für alle bedeutet. Möge man dem unberechtigten Hader entsagen und uns auch von dieser Seite eine kräftige Unterstützung in der entscheidenden Stunde zu teil werden lassen. Es handelt sich um die Wahl eines Mannes, der mit aller Kraft für !die Erhaltung und Mehrung dieser Segnungen, damit auch der bäuerlichen Interessen eintreten wird. Von der im Klassenkainpf stehenden Sozialdemokratie ist Gleiches nicht zu erwarten. * t * In Londorf, Allen darf, Treis a. d. Lumda und Mainzlar haben am gestrigen Sonntag liberale Wähler- Versammlungen stattgesunden, die für die liberale Sache von schönstem Erfolge begleitet waren. Ein Häuflein Sozialdemokraten verfolgte die Versammlungen von Ort zu Ort und suchte sie durch Verunglimpfunigen des liberalen Kandidaten Heyligenstaedt zu stören. Doch gelang es allenthalben, die Herren zur Ruhe zu bringen. Aus Privatgesprächen erfuhr man, daß die Bewohnerschaft der ganzen Rabenau der Sozialdemokratie mit Abscheu gegenübersteht und daß die Kandidatur Hev- ligenstacdt« unter den jetzigen Umständen allgemein willkommen geheißen wird. Der Vorstand der Kreisabteilung des Bundes der Landwirte hat soeben den Beschluß gefaßt, die Kandidatur Heyligenstaedt bei der Stichwahl zu unterstützen. Wir verweisen auf das heutige Inserat des Vorsitzenden der Kreisabteilung, Herrn Emmel. ♦ » • Das Organ des Bundes der Landwirte, die „Deutsche Tagesztg.", giebd als Stichwahlparole an: Unter allen Umständen gegen die Sozialdemokraten ! Sie schreibt: Man müsse das Opfer bringen, und, um die Sozialdemokratie nicht noch weiter erstarken zu zu lassen, den Prozeß des Aufgehens der Bürgerlichen in die Sozialdemokratie aufzuhaltcn suchen. — Der weitere Landesausschuß der deutschen Partei für Württemberg hat das Gleiche beschlossen und fordert alle Wähler auf, in den Wahlkreisen Heilbronn, Böblingen und Eßlingen den Kandidaten des Bauernbundes, in Reutlingen und Ulm den Kandidaten der Volkspartei, in Gmüttd den Kandidaten des Zentrums bei der Stichwahl gegen die Sozialdemokratie zu unterstützen. — In Kassel beschlossen Rational- liberale und Konservative mit großer Majorität, bei der Stichwahl für den deutsch sozialen Amtsrichter Lattmann gegen den Sozialdemokraten einzutreten. Ire Wahlen. Die Sozialdemokraten sollen nach einer Zusammenstellung, die natürlich auf vollständige Genauigkeit keinen Anspruch machen kann, in runder Summe 2 9 00 0 0 0 Stimm en auf ihre Kandidaten vereinigt haben gegen 2107 000 vor fünf Jahren, Zunahme 800 000 Stimmen gegenüber einer Zunahme von nur 320 000 Stimmen von 1893 zu 1898. In Preußen erhielten sie ruud 1620000 Stimmen gegen 1 142 000 im 3af.:: 1898; die größte Zunahme entfällt also auf Preußc In Bayern erhielten sie 240000 Stimmen (139 000), in S.uhsen 420 000 (299 190), Württemberg 75 000 (62 000), Baden 70 000 (50 300), in Hessen 60000 (4 9 00 0), beide Mecklenburg 55 000 (47 000), Hamburg 101 000 (82 000), Elsaß-Lothringen 60 000 (52 000), in allen übrigen Staaten 225 000 Stimmen. Die Zentrums st im men in Hessen stiegen von 18000 im Jahre 1898 auf ungefähr 32—33 000. Die Mehrzahl fällt auf die Wahlkreise Bingen-Alzey (6062) und Bensheim-Erbach (etwa 2500); in beiden Wahlkreisen stellte 1898 das Zentrum keinen eigenen Kandidaten auf. In Offenbach-Dieburg stiegen die Zentrnmsstirnrnen auf 6313 (1898 Die Zentrum spartet beschloß, in den Reichstagswahlkreisen Offenbach-Dieburg, Densheim-Erbach uni) Friedberg-Büdingen bei der bevorstehenden Stichwahl für die Wahl der liberalen Kandidaten Dr. Becker, Geh.-Rat Haas und Gras Oriola mit aller Macht einzutreten, um den Sieg derSozialdemokratiein diesen Wahlkreisen zu verhindern. Das genauere Ergebnis der Reichstagswahlen im Wahlkreis Wetzlar-Altenkirchen ist folgendes: 1) Heckenroll) (dcutsa)-lons.) 3828, 2) Krämer (nall.) 5744, 3) Breid eb ach (Ztr.) 6192, 4j Dr. Giese (deutsch-foz. Aeformp.) 3901, a) Bebel (Soz.) 3106. Es findet somib Stichwahl zwischen Krämer und Breidebach statt. Das Wahlergebnis hat nach den verschiedensten Seiten überrascht. Zunächst war die Beteiligung an der Wahl stärker als 1898. Bitter enttäuscht sind die Sozialdemokraten, die sicher hofften, in die Stichwahl zu kommen. Während sie 1898 einen Stimmenzuwachs von etwa 125 Prozent hatten, haben sie diesmal nur ein „Plus" von 599 Stimmen. Die 3106 sozialdemokratischen Stimmen sind mit einer Ausnahme von 129 im Kreise Wetzlar abgegeben worden. Der Zentrumskandidat ist um 918 Stimmen ge- tiegen. Die Zentrumsstimmen entfallen fast ausschließ- ich auf den Kreis Altenkirchen. Ueberrascht hat der Zuvachs der antisemitischen Stimmen, der 1139 beträgt. Dies )ürfte eine Folge der äußerst regen Agitation sein; denn >er antisemitische Agitator hat etwa 160 Versammlungen abgehalten. Die deutschkonservative Partei ging 1898 mit den Rationalliberalen vereint in den Kampf; ihre diesmaligen Führer waren 1898 christlich-sozial. Rechnet man die christlich-sozialen Stimmen von 1898 als konservativ, o hat die Partei jetzt einen Stimmenzuwachs von 787. Die Nationalliberalen sind um 365 Stimmen zurückgegangen. Also trotz der Abzweigung der Konservativen ein ganz unbedeutender Verlust; dies ist wohl hauptsächlich der regen Agitation der nationalliberalen Vertrauensmänner zu verdanken. In Marburg wird das Zentrum bei der Stichwahl zwischen dem konservativen Kandidaten von Pappenheim und idem nationalsozialen Kandidaten yon Gerlach für letzteren eintreten, da sich, wie das Fuldaer Zentrumsorgan berichtet, v. Pappenheim gegen die Aufhebung des ß 2 des Jesuitengesetzes zurzeit ausgesprochen hat, der nationalsoziale v. (Ärlach dagegen für die Aufhebung des ganzen Gesetzes sei. Es ist nicyt unwahrscheinlich, daß dadurch v. Gerlach den Reichstagssitz gewannt. Die Antisemiten dagegen beschlossen die Unterstützung von Pappenheims. In Frankfurt a. M. haben die Sozialdemokraten dadurch, daß ihr Kandidat in die Stichwahl ge- ommen ist, eine schwere Niederlage erlitten; der Wahlkreis war ihnen, wie sie versicherten, sicher, sie haben es aber nur auf 20179 Stimmen gebracht gegen 20 019 im Jahre 1898. DaS bedeutet, da die Zahl der Wahlberechtigten seit 1898 um über 12 000 zugenommen hat, einen Rückgang. Das Zentrum vereinigte auf Dr. Heyder 3550 Stimmen. Es ist sehr leicht möglich, daß bei der Stichwahl der Kandidat der Demokraten Dr. Bruck durchkommt. 32 000 Wahlberechtigte haben bisher nicht gewählt, es wählen nur etwa 57 Proz. In eine eigentümliche Lage sind die Antisemiten geraten, welche es auf 4405 Stimmen brachten. Sie sehen sich vor die Wahl gestellt, entweder Stimmenthaltung zu proklamieren und damit indirekt den Sozialdemokraten zu helfen, oder für den ,^Juden Bruck" zu stimmen. ♦ * Die ausländische Sozialdemokratie hat nicht verfehlt, der deutschen Sozialdemokratie zu ihren Wahlerfolgen zu gratulieren. Der „Vorwärts" verzeichnet diese Glückwünsche. An die sozialdemokratische Parteileitung Deutschlands telegraphiert die dänische Sozialdemokratie: „Als 'Deutschlands größte Partei seid ihr ein Hort für den Frieden unter den Völkern Europas und ebnet mit Riesenschritten die Wege für den endlichen Sieg des Sozialismus. An eurer Seite kämpften auch wir am 16. Juni, vermehrten unsere Vertretung in Dänemarks Reichstag." Die schwedische sozialdemokratische Arbeiterpartei sagt: „Die deutsche Sozialdemokratie hat sich ihrer weltgeschicht- ichen Aufgabe als einzige energische und zuverlässige Führerin im Kampfe für die freiheitliche und soziale Entwickelung des deutschen Volkes vollauf gewachsen gezeigt. Als leuchtendes Vorbild steht sie vor den Bruderparteien aller anderen Länder, die praktische, wirksame politische Aktion mit theoretischem Geiste verbindend, Prinzipientreue mit Entwickelungsfähigkeit. Die neue Machtentfaltung der sozialistischen und demokratischen Geister in Deutschland wird weit über die Landesgrenzen als Sin gewaltiger Hieb gegen die internationale Reaktion emp- unden werden, als ein Zeugnis für die nahende bessere Zukunft der Unterdrückten und Enterbten aller Länder." Die Wiener schreiben: „Tie östreichische Arbeiter- chaft aller Zungen begrüßt mit jubelnder Bewunderung >en über alle kühnsten Erwartungen hinausfliegenden Sieg der deutschen Sozialdemokratie. Das kämpfende Proletariat beglückwünscht mit freudigem Danke seine deutschen Genossen, die seine Hoffnung und sein Stolz sind. Mögen die Stichwahlen vollenden, was gestern so glorreich begonnen". Die Redaktion des Pravo Lidu, Zentralorgans der tschechischen Sozia ldeinokratie, telegraphiert aus Prag: „Mit Bewunderung sehen wir euerem Heldenkampfe zu, und mit freudig erhobenem Herzen begrüßen wir euren großen Sieg." Die polnische Parteiexekutive in Krakau telegraphiert: „Mit brausendem Jubel beglückwünschen wir den herrlichen Sieg." Eine Newyvrker Depesche lautet: „Gut gemacht, „elende" deutsche Genossen, ihr braven Zer- schmetterer!" Politische Tagesschau. Las uatioualliberale Wahlkomitee in Wiesbaden erläßt folgenden Wahlaufruf: Arbeiter! Männer des Volkes! Tie Hetzapostel der Sozialdemokratie ziehen im Lande umher und suchen Euch für ihren Wahlkandidaten zu gewinnen. Sie reden von Freiheit und Gleichheit und höchstem Wohlsein Aller, und dabei wollen sie unser Heer durch eine Miliz ersetzen und alle Zölle abschafsen. Wißt Ihr, was dann geschieht? Wenn die Zölle abgeschafft werden, was wird die Folge sein? Tas Ausland wird alle seine Erzeugnisse, seine Jndnstrieartikel, sein Getreide, fein Vieh frei einführen können und dadurch unf etc eigene Industrie und unsere Landwirtschaft zu Grunde richten. Die Fabriken werden still stehen, und das Land braucht nicht mehr bestellt zu werden, und Ihr könnt am Hungertuche nagen, anstatt bessere Löhne zu bekommen. Und wenn wir Heer nnd Flotte abschaffen ? Was dann? Wißt Ihr nicht, daß alle anderen Länder uns Deutsche beneiden, ja uns geragezu hassen, weil wir so stark geworden sind, und weil wir jetzt allen anderen Landern auf dem Weltmärkte Konkurrenz machen können? Und wißt Ihr nicht auch, daß wir das nur durch unser starkes Heer und unsere Flotte erreicht haben? Nur dadurch haben wir uns den Frieden bewahren können, mid nur dadurch können wir uns unseren Handel erhalten. Daß eine Miliz unser stehendes Heer nicht ersetzen kann, wißt Ihr, die Ihr Soldaten gewesen seid, selbst am besten, und die Redensarten der sozialdemokratischen Führer von Aussöhnung und Verbrüderung aller Kulturvölker werdet Ihr wohl selbst für das halten, was sie sind: für unerfüllbare Fantasien. Arbeiter! Laßt euch nicht verhetzen von diefen Führern der Sozialdemokratie! Sie wollen unser herrliches Deutsches Reich mit Gewalt zu Grunde richten ! Sie ,vollen unser Familienleben zerstören dadurch, daß sie die Kinder erziehen lassen in Staatsanstalten! Sie wollen Euch selbst nur für ihre dunklen Zwecke ausnutzen, welche doch nie verwirklicht werben. Arbeiter! Denket daran, daß Ihr D e u t s ch e s e i d und helfet mit, daß unser Deutsches Reich fiel! wachse, blühe und gedeihe, dadurch, daß Ihr nur e i n e m nationalen Manne Eure Stimme gebet. Die neuen Mitglieder des Reichstags. Der Reichstag wird, wenn er im Herbst zum erstenmal j usammentritt, ein wesentlich anderes Gesicht zeigen, denn früher. In die Reihen der einzelnen Parteien sind viele Neulinge eingetreten, während mancher erprobte Parlamentarier auf der Wahlstatt geblieben ist. In folgendem sei eine Uebersicht der bisher gewählten Mitglieder gegeben, von denen diejenigen, die bisher dem Reichstag noch nicht angehörten, gesperrt gedruckt sind, während die Namen der seitherigen Mitglieder in gewöhnlichem Druck erscheinen. Es sind m der Hauptwahl gewählt: 31 Deutschkonseroative. v. Bonin, v. Brockhausen, Graf (Barmer, v. Dewitz» Fürst zuDohna-Schlobitten, Graf zu Dohna-Schlodien, v. Elern, v. Gersdorff, Dr. v. Heydebrand, Himburg, Fürst zu Hohenlohe-Oehringcn, Graf Kanitz, Kern, o.Kröcher, Graf zu Limburg-Stirum, v. Maltzan, Mentz, v. Michaelis, Nißler, v. Normann, v. Nautter, » o. Riepen 1)a u fcn, Rogalla v. Bieberstein, v. Saldern, Graf Schwerin- Löwitz, v. Sperber, v. Spiegel, v. Staudy, Dr. Graf zu Stolberg-Wernigerode, Walzer, v. Winterfeld-Ment in. 6 Reichsparteiler. Dr. Arendt, Dr. Löffel, Dr. Stockmann, v. Tiedemann Walzer, Witt. 1 Antisemit. Liebermann v. Sonnenberg. 88 Zentrumsabgeordnete. Aichbichter, Aigner, Prinz von Arenberg, Dr. Bachem, Graf Ballestrem, Bauer, Baumann, Beck, Dr. Becker, Breuer, Bumiller, Burlage, Dr. Dahlem, Dasbach, Engelen, Erz- berger, Euler, Fehrend ach, Frank, Fritzen-Kempen, Fritzen-Rees, Fuchs, Fusangel, Gerstenberger, Gleits- mann, Glowatzki, Gröber, Hartmann, Hebel, Dr. Heim, Herold, Freiherr von Hertling, Hinterwinkler, Hirsch- berg, Dr. Hitze, Hofmann-Ellwangen, Graf Hompesch, Horn, Hubrich, Hugo, Dr. Jäger, Kalk Hof, Kirsch, Klose, Kohl, Kolbs, Lehemeier, Leser, Linder. Dr. Marcour, Moritz, Müller-Fulda, Nacken, Dr. Opfergelt, Osel, Frhr. von Pfetten, Dr. Pichler, Pingen, Graf Praschma, Ranner, Dr. Rintelen, Roeren, Dr. Rügenberg, v. Savigny, Dr. Schädler, Schmid-Jmmenstadt, Schmidt-Warburg, Schüler, Schuler, Schwarze, Sirk, Sittart, Dr. Spahn, Speck, Stamm, v. Strombeck, Strzoda, Stupp, Szmula, Frhr. v. Thünefeld, Wallenborn, Wattendorf, Dr. Weißenhagen, Wellstein, Witzlsperger, Graf Wolff-Metternich, Dr. am Zehnhoff, Zehnter. 14 Polen. Dr. Chlapowski, v. Chrzanowski, v. Czarlinski doppelt gewählt in Komtz-Tuchel und in Wirsitz-Schubin; er nimmt die Wahl in Wirsitz-Schubin an, daher ist in Konitz-Tuchel Nachwahl erforderlich), Dr. v. Grabski, v. Glembocki, v. Janta-Polezynski, Dr. v. Jazdzewski, Dr. Krzyminski, Graf Mielzynski, Mycielski, Fürst Radzi- will, Dr. v. Starzinski, v. Wolszlegier. 5 Nationalliberale. Bahn, Boltz, Hofang, Dr. Semler, Wessel. 55 Sozialdemokraten. Auer, Bebel, Bernstein, Blos, Buchwald, Gramer, Dietz, v. Elm, Fischer-Berlin, Fischer-Sachsen, Förster, Fräßdorf, Frohme, Gert sch, Geyer, Göhre, Goldstein, Grenz, Dr.Gradnauer, Grünberg, Heine, Dr. Herzfeld, Hildebrand, Hofmann-Chemnitz, Hofmann-Rudolstadt, Horn, Kaden, Körsten, Kunert, Hühn, Ledebour, Legi en, Meister, Metzger, Molkenbuhr, Nitzschke, Peus, Reißhaus, Rosenow, Sachse, S ch e i d e m a n n, Schippet, Schmidt-Berlin, Schmidt- Asehersleben, Schmalfeldt, Schwartz, Sind ermann, Singer, Stadthagen, Stolle, Dr. Südekum, Thiele, v. Boll- mar, Wunn, Zubell. 5 Elsässer. Delsor, Dr. Ricklin, Röllinger, Dr. Bonderscheer, Wetterls. 2 Bayerischer Bauernbund. Bachmeier, Hilpert. 1 Däne. Jessen. 4 Wilde. v. Dallwitz, Dr. Max Jnnez, Labroise, Baron v. Schmid. AUSM svs dru Atavökssllusrkglsteru der StaM Hjetzra. Aufgebote. 17. Juli. Christian Köhler, Schneider dahier, mit Anna Elise Marie Weiß dahier. Eheschließungen. 13. Juni. Johann Theodor Hemrich Karl Ferdinand Georg Bauer, Musiker und Jnstruinemenniacher dahier, mit Marie Fischbach dahi r. — Heinrich Reuet, Fuhrknechi dahier, mit Sophie Wlngensetd dahier. 15. Juni. Tr. Friy Ernst Kart Julius Eurjch- mann, praktischer Arzt in Buchholz, Bezirtshauptinannjchait Anna- berg, mit Charlotte Katharine Hedwig Emilie Theodore Mathilde Marie Martha Güngerich dahier. Geborene. 7. Juni. Dem Fabrikant Johann Baptist Philipp Karl Fießer eine Tochter Mechthildis Margarethe Katharine Anna Maria. — 9. Juni. Tem Fuhrlnecht Friedrich 'Dl üller eine Tochter Anna. — 10. Juni. Tein Kellner Philipp Lehrrnund cm Sohn Heinrich. — 12. Juni. Tem Maurerparlier Ernst Ludwig ein cohn Karl Ernst. — 13. Juni. Teni Ingenieur Karl Marlin ein cncralbirettor auver Dienst — 18 3imi. Friedrich Rudhardt, 35 Jahre alt, Taglöhncr dahier. LsidniL Darf ein o. erstenlN n- denn nö vich Alainen- l‘ei eine On denen ^hörten, Mengen b 'n der Dewitz, chlodien, )!inburg, ^röcher, Haelis, iaujen, -chlvenn- Mknkin. bemann wachem, c- Breuer, ■en, Erz, KHcmpen, Gieiis. ör. peiin, Hirsch, eich, Hom, esc, Kohl, e, Morig, br. von Ronner, igni), Lc. Lchüler, n, Lpeck, ula, Ahr. Isenhagen, I, Tr.am Ezorlinski z-Lchubm; her ist in Grabski, ewski, Lr. irft Radzi- 2 «ft L «ft — c - eo O cs o as» CD d C «ft Ä—♦ Ü» « c «ft ■ s to *0 o CD CD c O. ti u— 'S" ti — ö - ti c :p CD • — «ft 'ti «ft c CD «o C „ ti -*-» c S rfl «ft G *4 , c — C —' o = 3? f»® 4». - ti — ti CD-C ijzL EQ ÄS d'K .. o a)*2 e»2 ~ O.C — s r<» «$t = Z c E o — ti s 7"^ s -- «■» c CD 3. *6^ "E s5 .5 N s ti "p- tu — & Q «ft r± — c .CD ti ^7 ^A-'S . s® ’S ■= 4» ti VC. d V ti "C CD-0 CD 5 5® *±C CD C O ti ^tz-'K LrZ c S V ■ »d. ti ti._ 2 --- - Ed' Cd ^d =3^°^ Jo - 2 Jo dd e w r- « )g 5 C E S 03 ü VO riOJJ C g g c CDD§ O>b 3 iS- «d ZN c d'd-c ____ d c E 'S'«ft d "o" O d O — Oa/S d —r •— Ed «n E ±! o "dS? d ä^«ft^TS tioSd^ sS ._ d- 4* S *2 5 CD d — «2 C -ZZ s s d> LZMG O o s d ox, fa- O O •— -d wgp« £ E Öd E i Cv ___ d O S CD *tr «3 CD E 5 E<9 ^E-g' »d#5-^ ,s E-L'do = 8 L Ä =d~ o £ re. Ed . C cd c 5 Z-.E = «ft Ed C o 3oEd, E ^.ESdC^cT^Q^ met, Dietz, sraßdorf, n, Grenz, debrand, )Di, Kaden, i, Meister, , Rojenow, Lchmidt- »ermann, ;, v. Boll- onderscheer, v. Lchmid. I SltM Anna 61iie ,and W Mrie 6M' mr.S* lius Eursch* M Anna- c ivlathilde RatliP6^ -iHarm." .r Anno-" Hti'irK r* _ 2,ei» fat«"* *CiS J,ltl ipedini '' .„aveiyt Aimioet* jo ^'o»ale iienl1 " c?> ♦-* «r» an «r« C? c 6-? L> o d ...E .ra- E o C eo 2 *- ' ■E s M — — C c 2 o <5^d^ _ c ° Sc^E . I ” S s- C Z-Z- — o CD.O CD " “ X - - C.S lö^'-E E-E o^-o ax 3 . 0 © -d — ZL2-S -- = d L) E"o E - ort -— - O 'S» 3 d E I - — Ä d = o •- «* d r d «n N ° ZE E E d(d O — O GQ CQd ° W M— O X VD v> C q GQ d.,3 «-'- »joiooiooioio o5»'dI gS-'o -- 5‘B » « o.E O g ©-gd^EdS cD or> " - o CD._ O.— O — — S o CD cv O 'S» — O d CO d 05 d es» ns» >1S» ns» d Q « O O o o CO T-H ns» d «St d C ö? o CO ti CD «ft «ft 'C7 CD - = © .sd Ks .—d 151 8 o 1O «ft Eo c o — o d,GU c ■ft s - «ft Cd -CE _«ftCQ, Z d «ft - 3 ti ■ C - d ' CO . , o L CD d ddt 5°L Gd Ld C ti Z2 =3 v-S G -ft —> ti CD d Hs E c 2 O o“ c L =-? - S - CD r-» «ft 00 CD d G 'S» Sd o . o d o -— CM & 2**- . CD '-» - «ft dd.C ■, CD-C C ti JA ö.E ’E-ti 'E.E’5 « r^)LK d G-Or^jd äft -Ä CM Qd E O Hd cE? V g S = cd - 3 *— _E ti X <7/d ZZA r ■— C “ 4 c>d y S ti G, c ~ C-d — ti ti -—er» x CD L — CDd ti ■-> u 'g d 2 "d «iS«- -i-st ZE-s 23 - „ " c c,'S CD iv — ti p CD ° 3 «ft "=■8 CD -Q3 sga bemMr S«1 Äl6M eisif1'“6] •#3 feg Die ValM fast di-MH wähl-? ÄH dadurch mcht> mächtiger E Die LoMideW Dutzend ÄcmW bisher nicht M Miach^ 3111 Tausend ■ Zentrums uu» ungslos. 2ie> Summen m ■ ihres unbesch» allgemein bei Damm gegen. Aehnlich in ai bürg Zubeil st Berlin haben mehr erhalten bicjcn Siegen müssen, sie si sallen. Zwar mahlen nur m in den Slichn Aber eine A< wählen bereit wählen werde beblich geschwi freisinnigen G die Nation« Sitze hatten, t behaupten, in haben im erst an 65 Ztichwl trotz aller unl Stimmungsmac in Gießen und { hessischen Wahr hat der Bund Läutzter feiner - ist ihm im blieben. Ter Dr. Lertel, d sein Mandat Sozialisten Ti hat die Haupt Wissende kralle vorher begreif lidjcn schwiegen hat wählen batdi traten als Pc naturgemäß prunken könnl gemacht wert . Tie polit kerne wesentli Mehrheit be. Sozralbemokr phezeien jy„ ^itze im nci gebender Bet nicht mel gwren ankom uch anderes wird die Lo schmollende! die au ble die Reg« § Ko ?*, die ’S?:; ~.a V’^öri bei tei,'"1“ L‘f‘ *H ZK r* Ärorte > Hat, u„ dtd-tsive^ SoJIt bet^ifci Lr'k'd- tat ?“? Zur Reich5tag§wahl! Unter den obwaltenden Umständen faßte die Vertrauensmänner-Versammlung des Bundes der Landwirte heute mit Majorität den Beschluß, für die Wahl des Herrn Uommerzienrat heyligenstaebt einzutreten, und bittet ihre Mitglieder, in dem gleichen Sinne zu handeln. * ' 4956 Bund der ^andrvrrte. Der WahlKreis-Morsthende: Emmel. stützen zu wollen. Gießen, im Juni 1903. Auf Wunsch Arigmalskizzen und Kostenanschläge. *^£7 ausgeführt von dem 4965 irompetenorjrä i>es 13. Susttcii-Regimeilts, Mainz Anfang 8 Uhr. Eintritt 50 Pfg. Dekorationen Liebigstratze Liebigstratze Gießen Wohnungs-Einrichtungen. Zimmer mit garn. Frühstück von Mk. 2.25 an. 4440 Souueustraße 6. Telephon 235. Zozelsgaffe 9. 2492 Zu haben in allen Restaurationen und Cases. eingerichtet habe. 4892 3382 an. hält sich dem verehrl. Publikum von Gießen und Umgegend, insbesondere auch den Herren Geschäftsreisenden bestens em- Betten H. Möbel empfiehlt in frischester Füllung J. Weisel pfohlen. Vorzügliche mW. Kühe eröffnet habe. Durch entsprechende Ausbildung und praktische Erfahrungen glaube ich im Stande zu sein, allen an mich gestellten Anforderungen gerecht zu werden. Indem ich pünktlichste Bedienung und geschmackvolle Ausführung bei soliden Preisen zusichere, bitte ich mein Unternehmen durch Zuwendung geschätzter Aufträge gütigst unter- Flasche 30 Pfg. Feinstes Medizinal- und Tafclgetränk. Reiner Apfelsaft ohne Alkohol. Bestes Erfrischungs-Getränk der Neuzeit. Kergeüellt von der Kötner Manzanillo-Hef. 4875 Weine erster Firmen. schon von Mk. KR Ersatzteile, Nadel», Oelc re. **** Ltreichsertige Lelsarben — Futzbodcnlackfarbeu — in Losen und ausgewogen, Stauboerhütendes F-üßbodeuöl, Bohnerwachs, Linolcumwtchse, Parkctol, Stahlspäne, Pinsel, Carboliucum, wohlriechenden Lfeulack, Strohhutlacke in allen Farben, Broncen aller Art, Möbelpolitur -ML empfiehlt 3759 Äug. Noll, Nnjoylül la. Lagerbier aus der GambrinuS - Brauerei C. J. Melchior, Butzbach, la. deutsches Pilsener Bier aus der Hasbrauerei Eberhardt & Co., Erombach. Gras- Versteigerung. Donnerstag den 25. d. Mts., vormittags 8 Uhr anfangend, soll das Heugras von den dem Kllarienstift Lich zustehenden etwa 100 Morgen Wiesen in den Gemarkungen Lich, Nieder- u. Oberbessingen versteigert werden. Der Anfang ist hinter dem Kirchhof an der Straße nach Grünberg. Lich, den 15. Juni 1903. Winheim. 4908 Hochachtungsvoll Gustav Belitz Dekorations-Maser Steiuftraße 65. Carl Graf, Hietzen, “ÄM: 11 Erste u. glühte McchauUer.Lpezial-Nrparatllr.Werkftätle tu Oberhcssen. Versteigerung Dienstag, den 23. d. Mts nachm. 2 Uhr, versteigere ich Neustadt 55 dahier gegen Barzahlung : 2 gllterhallene Bettstellen mit Sprungfeder-Matratzen, 1 Kommode mit Glasaufsatz, 1 großen Spiegel, 6 Rohrstühle, Goelhe's, Schiller's, Lenau's, Lessing's uud Shakespeares Werke, 4 Bände Weltgeschichte, Brockhaus' Kon» versalions-Lexikon und andere Sachen. Die Versteigerung findet bestimmt statt. 4947 Born, Gerichtsvollz. 3ilz-£imdta Nestes alkoholfreies Klfrischungs-Hetränk. Empfohlen von ersten Autoritäten Deutschlands. Keneral-Aertreter: Conrad Roth, Hießen, Einem hochgeehrten Publikum Gießens und Umgegend die ganz ergebene Mitteilung, daß ich am hiesigen Platze-ein Maler-, Anstreicher- nrt Weißbindergeschäft V Uebernahme kompletter Aunkelneues Hourenrad mit allem Zubehör von Alk. Q jC Reparatnreu, Ersatzteile. au. Ileue hocharmige Ilähmaschine zum Treten, mit allen Verbesserungen und Apparaten Ium neuen Saalöau Dienstag den 23. Juni: Konzert Durch meine theoretische und praktische Ausbildung bin ich in der Lage, den höchsten Ansprüchen gerecht zu werden. Für gute Paßform leiste ich volle Garantie. Ich empfehle mich den Damen bei Bedarf bestens und zeichne Hochachtungsvollst' Else Hinkel Kreuzplatz 6, I. Schülerin der Deutschen BckleidungSakadcmie M. G. Martens, Frankfurt am Main. NB. Lehrmädchen werden angenommen! Is.Wl-ll.HiillsbrMolile mit 35/40 pCt. Stücken Qualität Hagenbeck liefert zu Mk. 925 pro Tonne ab Zeche 4769 Ernst Klein, Cöln, Kohlen- u. Brikettgroßhandlg. Vertreter gesucht. -^WC- Verkaufsstelle auch bei L. Steinhäuser, Neuenbäue 17. Den. geehrten Damen Gießens teile ich hierdurch er- gebenst mit, daß ich hier ein Atelier für erstklassige Vmi-KMmbe $itrl-K*or«nt Buschmann 4958 4928 gegen. 4964 Wiesbaden, den 21. Juni 1903. Kirchgasse 36 6025. 5355. 5123. 105. 16. statt. Gießen, den 22. Juni 1903. Der Oberbürgermeister: Mecum. Bekanntmachung, die Reichstagswahl betreffend. Bei der am 16. laufenden Monats stattgefundenen Wahl in dem I. Wahlkreis des Großherzogtums Hessen haben von Alicc-Kochschule. Der zweite Kursus beginnt Montag den 29. Juni. Den Schülerinnen ist dabei die unentgeltliche Teilnahme am Einmachekursus gestattet, welcher mit Anfang Juli beginnt. Anmeldungen nimmt die Lehrerin Frl. Renner ent rj.G.HOVßEN SOHN CARL,AACHEN Prospekte yutis-Vertreter an Fast allen Plätzen Die Geburt eines Jungen zeigen an Emil Meyer und Frau Else geb. Friedberger, Soolbad und Luftkurort Bad Sal^aufen Hessen) Grotzh. Hess. Kurhaus Dependancen Herrliche, absolut ruhige und geschützte Lage inmitten der schönsten Parkanlagen und in unmittelbarer Nahe des Gradierhauses und der Quellen. Soolbäder im Hause. 4569 Anerkannt vorzügliche preiswerte Verpflegung. Pension M. 3.50. Prospekte und Auskunft durch den Inhaber F. Eunike. 16624 gültig abgegebenen Stimmen erhalten: 1. Stadtverordneter Eduard Krumm in Gießen: 2. Kommerzienrat Louis Hevligenstaedt in Gießen 3. Bürgermeister Philipp Kähler in Langsdorf: 4. Kaufmann Josef Molthan in Mainz: 5. Aus andere Personen Aachener W I Badeöfen W über 75,000 im Gebravch püsseldorf1902 -Qold.ttedftille^ v.silbeme StftfltSmedfiill© Da hiernach eine absolute Stimmenmehrheit auf keinen der Kandidaten gefallen ist, ist die Vornahme einer engeren Wahl zwischen den Höch st bestimmten Stadtverordneten Eduaro Krumm und Kommerzienrat Louis Heyligenstacdt in Gießen auf Donnerstag, den 25. Juni 1903 festgesetzt worden. Alle auf andere Kandidaten fallende Stimmen sind hierbei ungültig. Die Abstiminung beginnt um 1U Uhr vormittags und wird um 7 Uhr nachmittags geschlossen. Die Wahl findet auf denselben Grundlagen und nach denselben Vorschriften statt, wie die erste Wahl. Jnsbe»- sondere bleiben die Wahlbezirke, die Wahllokale und die Wahlvorsteher unverändert. Bei der engeren Wahl werden dieselben Wählerlisten angewendet wie bei der ersten Wahlhanolung. Eine wiederholte Auslegung und Berichttgung derselben findet nicht Ltiidtischer WohmMchlveis Gießen. Gartenstraße 2, Zimmer 9tr. 14. (Geschäftsstnnden von 8—1 und von 3—6 Uhr.) Es find zu vermieten: 27 Wohnungen von 2—7 Rimmern, 1 Wohnung mit Laden, 4 möblierte Zimmer. Zu Mteteu gesucht: 22 Wohnungen von 2—8 Zimmern. Die Vermieter haben eine Einschreibgebühr zu entrichten und zwar für eine Wohnung mit einem jährlichen Mietwert bis 300 Mk. einschließlich 0,20 Mk., von mehr als 300 Mk. bis 500 Mk. ein- schließlich 0,50 Mk., und von mehr als 500 Mk. 1,00 Mk.; außer dem ist für jede Wohnungsanmeldung 1,00 Mk. zu hinterlegen. Für die Wohnungssuchenden erfolgt die Vermittelung un- eMgeltlich. 4959 -i HOU BEN'S GASHEIZÖFEN