Erstes Blatt. Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen Ochalstraße 7. MdreNe tüt Depejchenr An-etger Gtetzem pmilptrd)an1d)lu6 6L Nr. 247 erfreut täglich aufcer Sonn lagL. Dem Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem kfesflfchen Landwirt die Gletzener Familien» blätter viermal tn der Woche betgeleQL tftotattonSbrud a. Verlag bet Brüh lfiche« Llnwerl^Bnch» u. Stein» btuderex (titetid) Erden) 153. Jahrgang Mittwoch 21.Oktober 1903 Gietzener Anzelger s General-Anzeiger v w den wvltL an* aügrrn, leti i V ©title für „Sladt und Uanb* und .Genchrsjaat*-. August Gütz, tüi den An» -eiaentetl: van« Beck. KeKannlmachung. Gr. Ministerium der Justiz hat als Tag, an welchem mit der Anlegung des Grundbuchs und Berggrundbuchs für die Gemarkung Beuern zu beginnen ist, den 20. Oktober 1903 bestimmt. Gießen, den 17. Oktober 1903. Großherzogliches Amtsgericht. Wiener. Meue Keschäjte aus der Kogetpelspektrvc? Wie in der Politik, so auch im Geschäft „kommt es immer anders!" Wir haben Jahre hindurch den „unausbleiblichen Konkurrenzkampf" mit Amerika in Eisen und Kohlen erwartet. Es war uns Sicherheit geworden, daß irgendwo uns Amerika bedrohen müßte, aber wir haben die Interessengegensätze nicvl da erwartet, wo sie nun einzutreten scheinen, im Petroleumhandel. Gerade dort nicht, wo tatsächlich für Europa eine unleugbar gute Aussicht besteht, mit Vorteil amerikanischer Ueberhebung und Profitgier entgegenzutreten. — Aus dem Welt-Petroleum-Schach- brett ereignet sich in den letzten Wochen Zug um Zug. Die jüngste Nachricht besagt, daß die Diskontogesellschaft, die vor kurzem die Aktien der Telega Oel Co. erworben hat, gegenwärtig auch mit den Petroleumgesellschaften Buschte- nari und mit dem rumänischen Petroleumkondukt in Unterhandlung zum Zwecke der Fusion der beiden letztgenannten Geselljcl-aiten stehe, uni ihnen alsdann durch Zuwendung der nöligen Kapitalien einen intensiven Betrieb zu sichern. Diese Unterhandlungen der Diskontogesellschaft sollen sich auch auf andere rumänische Petroleumgesellschafteu erstrecken. Zurückgegangen in der historischen Entwicklung dieser einleitenden Geschäfte war es etwa vor zehn Tagen, als bekannt wurde, daß die Deutsche Bank sich zur Aufkäuferin des ostreichischLN Petroleum-Ueberjchujses und als Kommissionär gegen Provision dem Kartell öslreichischer Petroleum-Raffineure erboten hat. 9toch weiter zurück hat die Deutsche Bank sich bekanntlich den entscheidenden Einfluß auf die Petroleumquellen Steaua Lüomana dadurch gesichert, daß sie ungefähr 50 Prozent der Aktien der Ge- fellschast übernommen hat, während gegenüber diesen Äe- strebungen die konkurrierende amerikanische Stan^.rd Oel Co. die Petrolea, das Organ der galizischen Erdölgesell- schajten bezw. deren freies Exportquantum ausgekaujt hat. sehen also derzeit im rumänischen Petroleumgefchäst das Auftreten der liierten Banken, wie Deutsche Bank, Diskontogesellschaft, Bleichröder und in Schlußfolgerung auf die Mitarbeit der Diskontogesellschaft wohl auch die Viothschildsche Teilnahme, — übergreifend auf das russische Petroleumgebiet. Da die Experten übereinstimmen, daß bei zweckmäßiger Jnangrifsnahme der rumänischen Petroleumfeloer dieselben durchaus nicht hinter der Ergiebigkeit der Petroleumfelder Rennfylvaniens beträchtlich zuructstehen müßten, war es in der Tat höchste Zeit, daß das gegenwärtig zur Verfügung stehende deutsche Kapital mit an einem vorteilhaften G-eichäftsgebiet interessiert, das nicht einmal 300 Kilometer von Deutjchlands Grenze entfernt ist — umsomehr, als die rücksiQ)tslofe, energische Durchführung der Niederzwingung der galizifchen Petroleumindufirie durch den Stanoard-Oel- trust beweift, welches Gefchästsinteresje diese Amerikaner, die Taufende von Eilen entfernt ihre Produktionsstätten haben, ani europäischen Petroleumhandel nehmen. Richt vertenneu wollen WM daß wir bezüglich des größeren Zugs, der sich, in der Teilnahme großer deutscher Batiken an der Erschließung eines gleichartigen mächtigen Industriegebiets offenbart, üi den letzten Jahren viel von den Amerikanern gelernt habem Früher, d. h. noch vor ganz kurzer Zeit, war das Befrreben der Banken teils im Emifsionsgeschäst, teils an der Gründung einzelner größerer oder kleinerer Aktienunternehmungen, aoer sehr viel weniger im Kontokorrentaeschäft fia) die Möglichkeit äut Dividendenzahlung zu schatten.' Noch vor wenigen Jahren wäre nicht nur aus gefchastspolitischen Gründen, sondern auch aus kleinlichen geschäststechnischeu Gründen eine solche Liierung von drei der größten deutschen Bankfirmen undenkbar gewesen. Der Vorgang ist daher mit Genugtuung zu begrüßen. Es ist nicht die Stelle und nicht die Zeit, daraus hinzuweisen, daß es lange genug gedauert hat, bis eine auf der Gasse liegende Weisheit, der längst bekannte zu realisierende Nutzen an den zur Verfügung flehenden rumänischen Petroleumquellen fest ungefaßt wurde. — Teils war die Durchführung nicht möglich innerhalb der letzten Jahre, die das Interesse auf anderes lenken mußten, teils zeigt es sich wirtlich erst heute, daß die letzten Jahre insofern gut gewirkt haben, als es gelungen ist, die in Frage tomnienden europäischen Regierungsstellen mit dem Gedanken wenn auch nicht der ltnabhängigmachung vom amerikanischen Petroleummarkt zu erfüllen, so doch mit dem Gedanken vertraut zu machen, Europa vor der gänzlichen Vergewaltigung durcy Rockefelier und Genossen zu bewahren. .Nunmehr, da von den genannten Banken die Konsolidierung der rumanifchen Petroleuminteressen ausgenommen ist, tarni die bisher in den allermeisten Fällen als schädlich erkannte politische Lage Europas und die damit zufammenhängen- oen Grenz- und Zollfchwierigkeiten, die verschiedenen Re- gierungs gewalten^ die nicht von jedem dahergelaufenen Snob zu kaufen sind, die Amerikaner zum erfien Male in der Geschichte ihrer Trustindustrie lehren, daß sie auf Granit beißen, wenn sie auch bei uns v er fachen wollen, wie bisher durch die rucifichtsloseste Geschäftsarr berechtigie und näherstehenoe europaifche Interest en zu stören. Da wir bis jetzt noch selten Gelegenheit gehabt haben, die Amerikaner im allgemeinen auf absoluten geschäftlichen lln- geschicklichkeiten zu ertappen, so läßt sich annehmen, daß der Staridard Oeltrust die Vergeblichkeit und Schädlichkeit eines „Lötens wider den europäischen Stachel" erkennt und sich aus einer Vernünftigen Basis mit einem hoffentlich bald offiziell in LArtlichteit tretendenden Europäischen Petroleum-Schutz-Kartell verständigt. Aus Patriotismus allein, so lickst mau in „Grass Finanzchronit", der nod). dazu über Ltumänien zu uns kommt, werden natürlich die deutschen und östreichischen Banken die in Angriff genommenen Geschäfte auch nicht durchsichren, immerhin ist Abhängigkeit und Jnteressenahme der Banken am deutschen unb östreiMjchen -Konsumenten eine größere, wie jene der ameritänischen Petroleumproduzenten, sodaß also dasjenige, lvas der bisher zielbewußt „einnehmende" Standard Oeltrust bezweckt, eine Steigerung des Petroleumpreises bis ins Ungemejjene, für die Zukunft unterbunden ist. Kommen wir zum praktifchen gefuf-äfnichen Standpunkt, soweit er aus dieser neu ausiauchenden Geschäftssrage erfleht. — Die Inangriffnahme dieser rumänischen Petroleumquellen bedirigt neben der konunenden finanziellen einstigen Teilnahme des Publikums ein fortwährendes Wachhalten des Interesses der Regierungsjtellen, Eisenbahnvecwalt- ungen, Kommunen, der ösjentlichen Meinung überhaupt. Dabei kann es nicht fehlen, daß die hier in Frage kommenden Banken, Demfche Bant, Liskoniogejellschaft, noch mehr als bisher in den Vordergrund des öjsentlichen Interesses treten und die Kapitalifieutreise wohl nicht lange an st eh en werden , die entschieden günstigen Aussichten eines solchen großzügigen. Geschäfts zu eskomptieren zu versuchen. Wir können uns täusche^ aber wir sind nicht verpflichtet zu verschweigen, daß wir uns mehr als täuschen würden, wenn in den nächsten Zeiten die Aktien der Deutschen Bank und der DiskonwgejeUjchajt nicht höher stehen werden, als sie heute stehen. _____________ Kcm aüttjemttljche« Parteitage. IL Im weiteren Verlauf seiner Verhandlungen wählte der Parteitag der deutschen Resormpartei neben dem Chefredakteur Zimmermann - Dresden noch die Reichstags- abgg. Werner und Bruhn sowie die früheren Abgg. Götze und Bindewald-Berlin in den Parteivorstand, dessen Sitz vorläufig in Dresden verbleibt. Danach sprach der Abg. Redakteur Böckler - Berlm über die Mittelstandsfrage. Er empfahl eine Verknüpfung der Mittelst andsfrage mit der Oftmar len frage. Wesentlich sei es, daß die Handwerker von den neuerdings immer zahlreicher auftauchenden Plänen auf Bildung einer besonderen Mittelstandspartei Abstand nähmen und sich der anlisemitlichen Bewegung anschlössen. Von den schlesija),en Antifemiten lag zu diesem Thema folgender Antrag vor: „Der Parteitag wolle beschließen: Die verbündeten Regierungen durck unsere Volksvertreter aufzusordern, den Staats- und Reichsbeamten, sowie den Kommunal-Beamten die fernere Be- teiligung an Konsum vereinen, Warenhäusern und Produttiv-Genossenschaflen im Interesse des Anfehens des Beamtenstandes und einer wirksamen Abwehr der sozialdemokratischen Gefahr durch Einbringung eines be- fonderen Gesetzentwurfs gegen Gewährmig einer penjions- sahigen Teuerungszulage ab 1. Oktober Ibuö -allgemein zu verbieten. Zur Begründung dieses Antrages wurde ausgesührt, daß die Konsum- und Warenhausbewegung heule einen solchen llmsang angenommen habe, daß weite Kreise der g e w e r b t r e id e n d e n Bevölkerung in chrer Existenz bedroht wurden. Die Sozialdemokratie fördere diese Bewegung mit aller Macht, ein Beweis, welche Vorteile sie für die Verwirklichung ihres revolutionären Endziels davon erwartete. Geradezu demoralisier eud aus das staatstreue Empfinden der Gewerbetreibenden wirkt es aber, wenn sie sehen müßten, daß die Beamtenschaft fast vollzählig in eigenen Konsumvereinen und Warenhäusern gegen sie organisiert werde. Diese Kampfstellung zwischen Bürgertum und Beamtenschaft untergrabe d as Ansehen der letzteren und damit die Autorität des Staates, sie s chä d i g e aber auch die S t a a t s f i n a n- 5en, da das Einkommen vieler Steuerzahler zurückgehe und die Konsumvereine keinen Ersatz böten, weil sie in der Regel nur zur Gewerbesteuer veranlagt würden. Es wurde Moch unbillig fein, den Beamten die Teilnahme an Konsumvereinen zu verbieten, ohne sie dafür entsprechend zu entschadigeri. Nach einer sehr langen Debatte, in der u. a. auch die Vergebungen der Militärbehörden, das Versteigerungs- und das Ausoerkau,St0esen einer scharfen Kritik unterzogen wurden, überwies der Parteitag den schlesischen Antrag einer zehngliedrigen Kommission, welche das vorliegende Material sichten und einen brauchbaren Entwurf vorlegen soll. Zu dem folgenden Punkt der Tagesordnung: Handels i n j p e k t o r e n und Kausmannsger ichte stimmte der Parteitag folgendem Antrag Warthemann-Ber- lin zu: „Der Parteitag tritt für die Einrichtung selbständiger, kaufmännischer Schiedsgerichte im Anschluß an die Gewerbegerichte ein." Schließlich beschäftigte den Parteitag noch ein Antrag auf Gewährung von Staatsmitteln zu dem Zwecke, befähigten Volksschülern den Besuch höherer Lehranstalten zu ermöglichen und eine Reihe von Organisationsfragen. Damit erreichte die Tagung ihr Ende. Nolilische Tagesschau. Heber den Tabakbau und die Tabakerute im deutschen Zollgebiet enthält das neueste reichsstatistische Vlerteljahrshest die enbgiliigen Angaben für das Erntejahr 1902, denen wir beim Vergleich mit den Zahlen für die früheren Jahre folgendes entnehmen: Die Zahl der Tabakpflanzer war mü 117 922 kleiner als im Erntejahr 1901, m dem sie 120 490 betragen hatte, ebenso ist auch die Zahl — Vor einigen Tagen feierte ein Enkel von Werthersl Bedauern von der Äkationalgalerie scheiden sehen, und es Sophie Henriette Buff, der darf wohl der Hoffnung Ausdruck gegeben werden, daß jenes Gerücht entweder auf Erfindung beruht, oder daß die Absicht, Herrn v. Tschudi von der Leitung der Nationalgalerie zu entfernen — denn nur darauf käme jene Beförderung" hinaus —, nicht zur Ausführung kommt. Unter Tschudis Leitung hat die Nattonalgalerie in den letzten sieben Jahren ZeuiUeton. — Ueber die Enthüllung des Einheitsdenkmals zu Frankfurt a. 2JL ist noch folgendes zu berichten: Auf dem historisch gewordenen Paulsplatz in unmittelbarer Nähe des Römers wurde das Denkmal enthüllt, das die Stadt zur Erinnerung an die Vorkämpfer deutscher Einheit in den Jahren der Vorbereitung 1815—1863 errichtet hat. Das Denkmal wurde von dem Bildhauer Hugo Kaufmann und dem Architekten Fritz Hefsemer ausgeführt. Es ist ein Obelisk, der sich auf einem dreiseitigen Unterbau erhebt und an dessen Seitenflächen Wappen und Embleme der Sänger-, Schützen- und Turnvereine angebracht sind. In praktischer Anordnung findet man die Wappen aller deutschen Bundesstaaten sowie die von Oesterreich. Auf dem Obelisk steht eine weibliche Figur, die einen Schild in ihrer Linken hält. Auf der nordöstlichen Sette unter dem Wappen Preußens sieht man einen Schmied mit den Gefichtszügen Bismarcks ein Schwert vollenden als Andeutung an die später zur Wahrheit gewordene Reichseinheit. Das Relief auf der der Paulskirche zugewandten Seite zeigt einen jungen Auswanderer, der seinem Vater die Rechte zum Abschied reicht. Es finden sich ferner noch Allegorien vor, die das freie Burgortmn und die deutschen Hochschulen darstellen. Die EnthiillimgZfeier war einfach irnd würdig. Es waren die Spitzen der sto«tlichen, stüdtischen utid Militärbehörden erschienen. Biel bemerkt wurde der alte Barde Wilhelm Jordan, das einzige anwesende Mitglied des alten Parlaments; er wurde im Rollstuhl gefahren. Lotte, der Charlotte Geheime Medizinalrat Dr. Hermann Kestner, in Mühlhausen t. E. seinen achtzigsten Geburtstag. Er wurde im Jahre 1823 zu Hannover als Sohn des Kammerrates Septimus Kestner geboren. Dieser war, wie der Vorname besagt, das siebente Kind Charlottens, der Tochter des Deutschordensamtmannes zu Wetzlar. Goethe lernte das vielbewemte Mädchen am 9. Juni 1772 auf einem ländlichen Balle zu Volpertshausen kennen. Sie war damals bereits Braut und heiratete am 14. April 1773 den Reichskammergerichtsjekretär Johann Christian Kestner, lebte in Hannover und starb am 16. Jan. 1828 als Mutter zahlreicher Kinder, was schon der Name Septimus andeutet. Em Enkel, Georg, stiftete das ,Kestner- Museum" in Hannover. Goethe ließ dem Vorbilde vieler schwärmerischer Mädchen am 26. Mai 1824 durch Eckermann Grüße entbieten: ,Wenn Sie in Hannover vielleicht meine alte Jugendfreundin Charlotte fteftner sehen, so sagen Sie ihr Gutes von mir". Der Enkel in Mülhausen ist als Arzt tätig, und es scheint etwas von dem jugendlichen Feuer und Schwung der Wertherzeit rmd -Literatur aus ihn übergegangen zu fein. Berlin, 20. Oft Wie gemeldet wird, soll die Verwaltung der N 8 t i o n a l g a l e r i e auf den Direktor des Kasseler Museums, Dc. Oskar Eis en mann, üdergehen u«d Herr o. Tschndi, der jetzige Direktor, Nachfolger des verstorbenen Gel)eirnrals Lippmann in der Leitung des Kupferstichkabinetts werden. Die Berliner Kunstfreunde, so schreibt die ^Nationalztg.", würden Herrn v. Tschudi mit lebhaftem nur gewonnen. Berlin, 20. Oft Wie die „Deutsche Literaturzeitung" von zuverlässiger Stelle erfährt, fand der Fall Schulte nunmehr ferne Erledigung derart, daß entsprechend den Anträgen des wissenschaftlichen Beirats und der Beschlüsse des Kuratoriums die Veröffentlichung des von Schutte gefundenen Ablaßakten -Materials in nächster Zeit erfolgt. Leipzig, 20. Oft. Das „Leipziger Tageblatt" erfährt, der Kaiser habe dem Dichter Rudolf v. Gottschall anläßlich seines 80. Geburtstages eine Unterstützung von jährlich 2000 Mark gewährt. Wien, 20. Ott. Max Halbe's neues Drama „Der Strom" hatte bei der Uraufführung im Burgtheater nach den ersten beiden Akten einen ungemein ft arten Erfolg. Zumal nach dem zweiten Aufzug wurde der Dichter ein halb Dutzend Mal heroorgejubelt. Der Schlußakt wirkte matter. — Adolf v. Sonnenthal hat jetzt für die Jnscemerung des Einakters „Der zündende Funke" un Schönbrunner Schloß-Tl)cater gelegentlich des Besuchs Kaiser Wilhelms den Roten Lldlerorden 3. Klasse erhallen, Dieses Packung« ist die einzige Quaker Oats Alles andere, somit auch ausgewogene Waare ist Nachahmung. Quaker Oats ist das feinste das es giebt,—sorgfältig hergestellt, — von delicatem Geschmack, —• sparsam im Gebrauch. Quaker Oats A- Uc ä QUAKER W OATS II Hervorragend b. bewährt bei Brechdurchfall, ^JDarmkatarrh, X Diarrhoe etc. < Die Kinder gedeihen vorzüglich dabei^ & leiden nichL-^® an & Verdauungs-Z Störung. P Wetter 5702 Sonnenschein Hell. Himmel 9,30 C. 1,9'6. Höchste Temperatur Niedrigste „ Oktober 1903. am 19. bis , 19. , Kirche und Schule. Bretten, 20. Oft Heute fand hier die feierliche Einweihung des Melanchthonhauses statt, der als Vertreter des Kaisers der kommandierende General des 18. Armeekorps, General-Adjutant v. Lindequist, das großherzog- >liche und erbgroßherzogliche Paar von Baden, Erbprinzesjin Marie von Anhalt, Vertreter deutscher Universitäten, sowie eure direkte Enkelin Melanchthons, Frau Regierungsrat Peuker aus Colmar, beiwohnten. Die Festrede hielt Prof. Dr. Müller aus Berlin. Dre Vertreter der Universitäten überbrachten »ihre Glückwünsche. Seitens des preußischen Obeckonsistoriums wurde eine Spende von 1000 2)lf. übermittelt. der mit Tabak bepflanzten Grundstücke von 181 287 auf 177 603 zurückgegangen. Der Rückgang betrifft aber nur die kleineren Tabakbauer, die höchstens einen Ar mit Tabak bepflanzt hatten; ihre Zahl ist von 47 401 auf 43 375 gesunken und seit 1894, wo sie noch 75 552 betragen hatte, in stetem Abnehmen. Die Zahl der Tabakpflanzer mit über ein Ar Grundfläche steigt seit 1899 und hat im letzten Jahre um 1518 zugenommen Damit hat sich auch die gesamte mit Tabak bepflanzte Fläche vergrößert; sie betrug 17 341 Hektar gegen 16 963 i. I. 1901 und 14 751 i. I. 1900. Der Ertrag der Tabakernte zeigt gegenüber dem sehr günstigen Jahre 1901 einen Rückgang; er belief sich auf 376 386 Dz. gegen 400 127 i. I. 1901 und 347 091 t. I. 1900. Auf den Hektar kommt mithin ein Dnrchschnitts- ertrag von 21,7 Dz. gegen je 23,6 in den beiden Vorjahren. Der mittlere Preis des Tabaks ist auf 82,58 Mk. angegeben gegen 85,43 t. I. 1901, so daß der Gesamtwert der Tabakernte sich auf 31 132 266 Mk. beziffert und damit um mehr als 3 Millionen Mark hinter dem des Jahres 1901 (24 180 324 Mk.) zurückblieb. Die Opfer der Hochwasserkatastrophe und die Kriegervereiue. Unter den Unterstützungen, die den durch Hochwasser Geschädigten in den Provinzen Schlesien, Posen, Westpreußen und Brandenburg aus privaten Sammlungen zugeflossen sind, nehmen die Beträge, welche die deutschen Kriegeroereine ihren notleidenden Kameraden in den Überschwemmungsgebieten haben zuteil werden taffen, einen hervorragenden Platz ein. Nicht allein daß der Preußische Landeskriegerverband und der Deutsche Kriegerbund sofort nach Bekanntwerden der Ueber- schwemmungen in Schlesien dem dortigen Provinzial- Kviegerverbande telegraphisch 10 000 M. überwiesen haben, die als erste Spende sofort an die am schwersten heimgesuchten schlesischen Kameraden verteilt worden sind, sondern es sind aus den Kassen der Landeskriegervecbände und als freiwillige Sammlungen der Kriegervereine bis jetzt bereits 86 000 Dlk. den durch Überschwemmung geschädigten Mitgliedern überwiesen worden. Diese Summe erscheint um so bedeutender, wenn man, in Betracht zieht, daß die Mitglieder dec Kriegervereine zum allergrößten Telle zu der gering bemittelten Bevölkerung gehören. Der Kronprinz hat infolge dessen an den Vorstand des Preußischen Landeskriegerverbandes und Deutschen Kriegerbundes in Berlin, wie die ,Rordd. Allg. Ztg." berichtet, als Protektor des .Reichskomitees" folgendes Schreiben gerichtet: *Jn Meiner Eigenschaft als Protektor des Reichskomitees zugunsten der durch Hochwasser Geschädigten habe Ich mit besonderer Freude davon Kenntnis genommen, daß der Preußische Landes- kriegerverband und der Deutsche Kriegerbund sich neben den Sammlungen des Reichskommitees mit ganz erheblichen Summen an der Unterstützung der durch die Ueberschwemmungen schwer Heim- gesuchten beteiligt haben. Es gereicht Mir zur besonderen Genugtuung, dem dankend und anerkennend Ausdruck geben zu können, daß die Deutschen Kriegervereine sich auch aus diesem Gebiete der werktätigen Nächstenliebe in so hervorragender Weise beteiligt haben. — Pots- Lain, den 13. Oktober 1903. Wilhelm, Kronprinz." Vermißtes. * Berlin, 20. Okt. Der „Nationalztg." wird bestätigt, daß Prinz Prosper Arenberg am 13. Oktober auf Grund einer militärgerichtlichen Verfügung aus dem Straf- gefängms Tegel in die Abteilung für Nervenkrankheiten bei der Strafanstalt Moalnt übergeführt wurde. * Paris, 20. Okt. Ueber die Ermordung eines Haupt manes a. D. durch den Priester Lama lle wird gemeldet: Der Offizier begegnete dem Priester und fragte ihn, ob er der Priester Lamalle sei. Auf die Bejahung dieser Frage ohrfeigte ihn der Offizier, worauf der Priester einen Revolver zog und seinen Angreifer durch einen Schuß ins Herz tötete. Ins Seminar zurückgekehrt wurde Lamalle durch zwei Gendarmen verhaftet. Bukarest, 20. Okt. In die Filiale der rumänischen Nationalbank in Constanza ist em Einbruch verübt worden. Es wurden 25 000 Franks gestohlen. Einer der Diebe wurde an der ungarischen Grenze verhaftet, jedoch nur ein Betrag von 3000 Franks bei ihm vorgesunden. Gcrichtssaal. Odessa, 20. Okt. Das Bezirksgericht verurteilte nach achttägiger Verhandlung fünf Kleinbürger, welche gegen Bezahlung wehrpflichtigen Personen gewisse Krankheiten ein- geimpft oder Glied er-Verstümmelun gen zugefügt hatten, zu Gefängnisstrafen von 6 Monaten bis zu 2 V, Jahren Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Oioth’s gemahlene Kernseife mit Salmiak und Terpentin wegen ihrer guten Qualität billigstes Waschmittel. Preis pe, Packet 15 Psg. Fabrikant: I. Giolh, Hanau.___________________ MvriTltüts-Nachrichten. — Darm sladt, 20. Okt. An der Technischen Hochschule wurde heute das Rektorat durch den seitherigen Rektor Pros. Piarr an Pros. D ingeldey übergeben. Die Antrittsrede Prof. Tmgeldey's handelte von der Anwendung der Mathematik aus Astronomie, Physik und Technik. — Berlin, 20. Okt. Die preußische Generalsyno de Hai die Anträge aus Besetzung der theologischen Lehrstühle an den preußischen Universitäten mit positiven Theologen an eine Kommission von 21 Mitgliedern verwiesen, nachdem em Antrag aus motivierte Tagesordnung abgetehnt worden war. — Wrrkl. Geh. Rat Dr. v. Jagemann, der bisherige Ge> sandte Badens am Berliner Hof, welcher in den Lehrkörper der Universität Heidelb erg eingetreten ist, hat eine ordentliche Hi> norarprosessur in der Jurislensakultär erhalten; er gedenkt über ösfentliches und Strafrecht zu lesen. werden." Diese Resolutionen wurden einstimmig angenommen, der Antrag Jost dagegen abgelehnt. Nächster Gegenstand der Tagesordnung war ein Antrag der Abgg. Wahl-Langen und Genossen, die Selbstbe- wirts (Haftung der Weinberge durchden Geistlichen betreffend. Auch hier entspann sich eine lange Debatte, in der sich besonders die Herren Dekan Völsing- Gimbsheim, Jost-Bechtheim, Gr ä s-Monsheim, Freiherr Hehl zu Herrnsheim, Sack-Bosenheim, I audt-Planig und Weimann - Wöllstein beteiligten. Die Debatte schloß erst gegen 2 Uhr mittags. Die Abstimmung wird morgen vormittag nach dem Schlußwort des Antragstellers er- folgen. und kritisiert in ziemlich erregter Weise das Verhalten des Obcrkonsistoriums In dieser Sache. Präsident des Oberkonsistoriums Dr. Buchner protestiert dagegen, daß in dieser Weise gegen das Oberkonsistorium aufgetreten werde; dieses habe der evang. Kirchengemeinde Offenbach gegenüber stets die besten Absichten gehabt. Er habe auch nicht die Absicht, in dem Streit, der zwischen dem Oberkonsistorium und dem Vorredner besteht, hier näher einzugehen, es würde sonst auch zur Erörterung von Umständen kommen müssen, die Herrn Dekan Hager nicht erwünscht sein könnten. Das Oberkonsiftorium habe guten Grund gehabt, erst die Genehmigung der Landessynode zu dieser Neuerrichtung einer Psarr stelle einzuholen. Oberkonsistvrialrat Dr. Flöring weist die einzelnen Behauptungen Hagers über das Oberkonsistorium zurück, worauf Dekan Dr. Hager seine Erregung mit einigen Worten entschuldigt. In der Sache aber bleibe er bei seinen Behauptungen und er bitte, wenn der Oberkonsistorial- präsident glaube, etwas gegen ihn Vorbringen zu können, daß er dies hier in öffentlicher Sitzung tun möge. Oberkonsistorialrat Dr. Luchne r erwidert, er werde aus das letztere Verlangen des Vorredners nicht ein geh en und auch auf die neuen, von ihm vorgebrachten Dinge nichts erwidern. Synodale Prof. Dr. Diugeldein bedauert, daß man einen so verdienten Geistlichen, wie Dr, Hager, vom Oberkonsistorium in dieser Weise behandele. Die Synode genehmigt alsdann auch die fünfte Pfarrstelle in Offenbach Weiterer B er atun gs ge g en stand ist der Antrag des Abg. Pfarrer I o st - Bechtheim und Gen.: „Die hohe Synode wolle das Großh. Oberkonsistorium veranlassen, die Psingst- kollekte mit ihrer bisherigen Bestimmung zu streichen und dafür zum Besten der Mission die lnsyerige Epiphaniaskollekte einzusetzen." — Der dritte Ausschuß, in deren Namen Abg. Kutsch schriftlichen Bericht erstattete, beantragt, den Antrag abzulchnen. Eine Minderheit des Ausschusses empfiehlt dagegen, weil sie es für angemessener erachtet, die an Pfingsten zu erhebende Kollekte dec Mission, insbesondere der inneren Mission zuzuwenden, die Annahme des Antrags. — Nachdem der Antragsteller seinen Antrag näher begründet* und Prälat Dr. Walz erklärt hat, daß das Oberlonsistorium nicht in der Lage sei, den Antrag zu unterstützen, entspann sich eine sehr ausgedehnte Diskussion. Die Majorität des Ausschusses verkannte, wie Berichterstatter Abg. Kuts ch-Groß-Gerau ausführt, keineswegs, daß die von vielen Geistlichen des Landes geteilten Bedenken, an einem der hohen christlichen Feste eine Kollekte für unbemittelte Theologiestudierende zu erheben, eine gewisse Bereckfligung in sich schließe, gibt aber der Erwägung anheim: 1) Daß es an sich nicht au- gezeigt erscheint, Beschlüsse, welche unter Mitwirkung sämtlicher gesetzgebender Faktoren zu stände gekommen sind, ohne dringende Notwendigkeit des öfteren abzuändern; 2) daß insbesondere im Augenblick keine Veranlassung vorliegen dürfte, von dem im Jahre des Lutherjubiläums zum immerwährenden Andenken an den Reformator mit Einstimmigkeit und Enthusiasmus gefaßten Beschlüsse, die Erträgnisse der Pfingstkollekte der Lutherstiftung zuzuweisen, abzugehen; 3) daß nach den Ausführungen des Großh. Oberkonsistoriums die Epiphaniaskollekte gegenwärtig sine der ertragsreichsten Kirchenkollekten ist, daß diese durch die vorgejchlagene Verlegung wohl nicht allzuviel gewinnen wird, und daß der beabsichtigte Zweck omtt wohl garnicht erreicht werden wird. Aus diesen Gründen beantragt die Ausschußmehrheit die Ablehnung des Antrags, während die Minorität es für angemessener erachtet, die an Pfingsten zu erhebende Kollekte der Mission, insbesondere der inneren Mission, zuzuwenden und deshalb die Annahme des Antrags wünscht. Sechste ordentliche evangelische ^andcssynode. R. B. Darmstadt, 20. Okt. Die sechste ordentliche evang. Landessynode des Groß- Herzogtums Hessen wurde heute unter sehr zahlreicher Beteiligung vom Vorsitzenden, Professor Dr. Stamm-Gießen eröffnet. Das Erösfnungsgebet sprach Pfarrer Mrckel- Gonierskirchen. Die Versammlung ehrt das Andenken der beiden verstorbenen Synodalmitglieder Exzellenz Hallwachs und Roth durch Erheben von den Sitzen. Es folgt die Verpflichtung der sechs neu eingetretenen Mitglieder. Prof. Dr. Stamm bemertt, daß die Einberufung der Landessynode schon für den Juli vorgesehen war, aber infolge der späteren Fertigstellung des Kirchenbuchs und anderer Umstände verschoben werden mußte. Der Schriftführer, Oberamtsrichter Mahl-Schlitz, gibt die Einläufe bekannt, 24 an der Zahl. Nach der Berichterstattung der Ausschüsse über dre Wahlprüfungen trat die Versammlung in dre Beratung der Vorlagen ein. Die Vorlage des Oberkonsistoriums, betr. die Teilung der ev angel. Kir che n g e m ein de Mainz in zwei selbständige Gemeiirden, wrrd von der Tagesordnung abgesetzt, da der gedruckte Bericht nicht, der Geschäftsordnung entsprechend, 24 Stunden vorher rm Besitz der Synodalmitglieder war. Die Vorlage des Großh. Oberkvnsistoriums, betreffend llenderungen in den Gemeindekirchenverhältnissen teilt mit, daß seit der letzten Tagung folgende Aendemngen in den Kirchengemeindeverhältnissen erfolgt und provisorisch ins Leben getreten sind: 1) Errichtung einer selbständigen Pfarrei in der evang. Gemettrde Undenheim, 2) Teilung der evang, Pfarrei Bessungen in zwei selbständige Gemeinden, 3) Bildung einer evang. Kirchengemeinde Nack. Ferner Errichtung einer zweiten evang. Pfarrstelle zu Bensheim und einer evang. Psarrstelle zu Heppenheim, sowie einer zweiten evang. Psarrstelle an der Martinsgerneinde zu Darmstadt und die Einpsarruug der Evangelischen zu Weiskirchen in die evang. Pfarrei Dudenhofen. Aenderung in den Kirchenverhältnissen von Friedberg und Fauerbach,, Zuteilung des zur Pfarrei Frankisch-Crumbach aehörigen Teils von Bockenrod zur Pfarrei Reichelsheim, Lostrenn- ung des Filiale Zeilbach von dem Kirchspiel Ober-Ohmen und deren Zuteiürng zu der Pfarrei Ermenrod und Bildung einer evang. Kirchengemeinde Ober-Olm. Nachdem Synodale Kutsch-Groß-Gerau ein kurzes Referat darüber gegeben und namens des Ausschusses die Zustimmung beantragt hat, erfolgt diese einstimmig. Die letzte Aender- in den Kirchengemeindeverhältnissen betrifft die Errichtung einer fünften Psarrstelle an der unierten evang. Gemeinde Offenbach. Synodale Dekan Dr. Hager-Offenbach, bezeichnet die lange Verzögerung dieser Regelung als bedauerlich Nachdem Abg. I o st-Bechtheim seinen Antrag näher begründet, spricht sich Prälat Dr. Walz für den Antrag der Ausschußmehrheit aus. Abg. Pfarrer Schlosser-Gießen bemerkt, daß der Beschluß, die Pfingstkollekte abzuschaffen, auch eine Ab- chajfung der im Jahre 1883 begründeten Lutherstiftung bedeuten würde; er könne sich nicht entschließen, die Aufhebung der Pfingstkollekte zu befürworten. Daß die Epi- -hauiaskollekte durch eine Verlegung auf Pfingsten ge- chädigt werden würde, glaube er nicht. Dagegen würde er empfehlen, eine Aenderung der Stiftung herbeizuführen. Eine Stiftung mit dem Namen Luther sollte daraus begründet sein, daß Luther ein hervorragender Theologe war; man sollte deshalb die Stiftung dazu verwenden, bejondere Leistungen für tüchtige Theologen zu honorieren und diese o zu unterstützen. Es empseyle sich, jür hervorragende theologisch-wissenschaftliche Arbeiten Preise zu bestimmen. Abg. St amm-Stockstadt richtet an das Oberkonsistorium die Frage, ob die Studierenden der Theologie nur jo lange Zuwendungen aus der Lutherstistung erhielten, als sie in Gießen studierten, worauf Prälat Dr. Walz erwidert, es liege kein -Grund dafür vor, dem vorübergehend an einer anderen Universität Studierenden das Stipendium zu entziehen. Abg. Pfarrer Sch losser bemerkt, er glaube nicht, daß einem Studierenden das Stipendium entzogen wurde, wenn er eine zeitlang eine andere Universität besuchte. Nach einigen weiteren Bemerkungen der Abgg. Jaudt- Planig und Schlosser- Gießen trat eine kurze Panse ein. Alsdann stellte der Schriftführer, Abg. Wahl-Schlitz, an der Hand der näheren Bestimmungen die Grundsätze fest, nach denen die Stipendien der Lutherstistung vergeben würden. Auch er sei dafür, den zeitweilig auf anderen Universitäten Studierenden die Mittel zu belassen. Geh. Kirchenrat Dr. Katte n b us ch-Gi e ß e n weist auf die Tatsache hin, daß den Studierenden auch beim lieber- gang aus andeve Universitäten das Stipendium belassen wurde. Solche Stipendien durch Kirchenkollekten auszu- bringen, fei durchaus nichts ungewöhnliches; dasselbe geschehe auch in Preußen. Abg. Pfarrer Hildebrand- Echäell bemerkt il a., ihm scheine der Ausdruck „Psingstkollette" gar nicht mehr der richtige 3tamc zu fein, Abg. Pfarrer Schrimpf-Butzbach wünscht die Bestimmung, daß die Pfingstkollekte für Theologiestudierende ohne Unterschied erhoben werde. Nach kurzen wetteren Bemerkungen nimmt die Versammlung zunächst eine Resolution Stamm-Stockstadt an: „Die LandeSsynode spricht die Erwartung aus, daß olchen Studierenden, die ein Stipendium aus der Luther- tistung erhalten, dasselbe auch dann nicht entzogen werden oll ,wenn sie eine zeitlang eine andere als die Landes- nniversttät Gießen besuchen." Ferner noch eine Resolution Stamm-Stockftadt und Schloss er- Gießen: „Die Landesfynode erklärt für erwünscht, daß die Stipendien der hessischen Lutherstistung nur auf Grund : tüchtiger Leistungen, die unter Umständen durch besondere < wissenjchaftliche Arbeiten zu beweisen wären, verliehen 20. Ortober 20. 20. 2” 751,2 9,2 5,7 66 20. 9“ 750,0 1,4 4,7 93 2J 1^16 747,4 1^ 3,9 92 Carl Stückrath • Möbelfabrik Ederstrasse 8. Asterweg 47. Geschäfts-Gründung 1867. Elektrisch ÄECHT dlöSWALDT | ist doch der beste * Kaffee-Zusatz.^Ä 7907 7266 dahier. werden prompt und billig ausgeführt durch das 5856 § MZHM I Deutscher Xaljao Neuheit! Neuheit! 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