153 Jahrgang Erstes Matt. cmoefcmnnelt hatte, mit lebhaften Zurufen empfangen. Um tischen Parteitage. Die Vertreter der „Genossen", die ihn 12 Uhr 30 M.in. begab sich der Kaiser mit dem Kaiser bilden, lauschen mit Vorliebe einer Beredsamkeit, die bet M ' x. _ ' ___ re. xi •. _ 4 rlrr> (rt hlP! £* Frarrz> Josef zum Dejeuner bei der Erzherzogin Maria Josepha. WMische Wochenschau. Gießen, 21. Sept. 1903. Die Dresdener Debatten der „G e n o s s e n" in der die Post Mk.L—viertel- lährl. nusfd)L Bestellg. Annahme von Anzeigen |üi Die Tagesrmmmer bis vormtttagS 10 Uhr. Zeilen prriS. total 12 Pt» auSroärti 20 Pfg. PrraatwvrtNch fÜt den polst, and allgem, Teil; P. Wiitko: für .Stadt und tianb* unö ,(Sedd)t6|aale; August ©ö t}; für den Vln- -eigentestr pan« Beck. ganzen vorigen Woche waren unter allerhand Vorhängeschildern nichts Anderes als eine grundsätzliche Ausein- andersetzung zwischen Marxisten und Revisionisten. Der Erfolg, den der Führer der Partei zu Beginn des! Parteitages mit seiner Spekulation auf den Instinkt, der Massen erzielt hatte, ließ ihn mit neuer Wucht zu einem Schlag gegen die verhaßten Revisionisten ausholen. Unter dem ganzen Aufwand seines leidenschaftlichen Tempertv- mentes zog Bebel gegen die ihm unbegreiflichen Leute aus seiner Partei, die anderer Meinung sind als er, der sich, wie B o l l m ar sich ausdrückte, zum Cromwell der sozialdemokratischen Partei ausbild et, zu Felde, und die lärmenden Zwischenrufe uttb Kundgebungen der Versammlung bewiesen, daß er auch diesmal von der Gunst der Masse getragen wurde, oder richtiger, daß ihm auch diesmal eine urteilslose Schar lauschte. Sie merkt in ihrem Eifer, es Bebel in seinem Haß gegen alle revisionistischen Ideen gleichzutun, gar nicht, wie es inrmer nur Bebel ist, der aus seinen Reden spricht, der seine langjährigen Kämpfe für die Partei, seine Verdienste, seinen Aerger, seine Willensmeinung hervorkehrt und von Gegensätzen spricht, die er nicht länger ertragen kann, von einer reinlichen Scheidung, die er durchsetzen will. Und das alles vor einer Versammlung, der Frecheit und Gleichheit als erstes imb vornehmstes Prinzip gilt, vor Leuten, die ja in erster Linie nur durch die Hoffnung zusammengehalten werden, dermaleinst alle Unterschiede in Sracrt und Gesellschaft verwischen, alle Klassen und Stände, ihre Rechte und Pflichten, ihre ideellen und materiellen Güter, ihre indi- viduelle Veranlagung in die Form eines genossenschaft- Feuilleton. Jakob Grimm. Vor 40 Jahren, am 20. Sept. 1863, starb zu Berlin tm Alter von 78 Jahren Jakob Ludwig Grimm, der Erwecker des deutschen Volksmärchens und der Schöpfer dex germanischen Wissenschaft. Er verschied fünf Jahre nach seinem Bruder Wilhelm, mit dem er in unzertrennlicher Freundschaft gelebr hatte. Beide hatten sechs Jahre in chrer hessischen Heimat, in den Maingegenden bei Grafschaft Hanau, an den Märchen gesammelt und sie so ausgezeichnet, wie sie erzählt wurden, genau den Volkston wahrend. Scherer meint, daß von allen literarischen Produkten der deutschen Romantik nur den Grimm'schen Volksmärchen, der Schlegel'schen Shakespeareübersetzung und den Uhland- schen Gedichten ein Ewigkeitswert zukourme. Schöpfer der Germanistik umrde Jakob Grimm durch seine Grammatik, die in Wahrheit eine Geschichte der germanischen Sprachen war, und a-us der Ethymologie, die bis dahin ein will- kürliches Spiel war, eure Wissenschaft machte. Er konstatierte das Vorhandensein voü Lautgesetzen (Ablaut und Brechung bei den Konsonanten, Lautverschiebung bei den Konsonanten.) Er hatte ein ganz eigenes Ohr für die grammatische Bedeutung der Vokale, für den Vokaldreiklang a i u, der für chn die Reinheit und das Ideal, die Grundfarben darstellte. Er schuf die Ausdrücke „starke" und „schwache" Biegung; bisher hatte man die Verba rnit Vokalwechsel sür unregelmäßig angesehen, er nannte sie die „starken", da ihm der Vokalwechsel aus der Kraft und Stärke der Wurzel zu entspringen schien^ Er zerlegte die Sprache in ihre Elemente und fand ca. 750 Wurzeln, aus welchen sämtliche Worte abzuleiten seien. Durch seine Forschungen machte er aus der Ethymologie ein „Fernrohr durch die Riejenzeiträume der Urgeschichte". Die „Grammatik" Grimms entzückte seine Zeit gen offen, besonders enthusiHtisch sprach sich Jean Paul über den „MAur- matischen Riesen Goliaths aus. Ein gründ legendes Werk der Brüder Grimm war schließlich das deutsche Wörler- bucn, das zu Ende zu führen ihnen jedoch nicht vergönnt war. — Das äußere Leben der Brüder Grimm i]t nicht reich an Erlebnissen. Sie wurden zu Hanau geboren, waren Bibliothekare in C a s s e l und folgten einer Berufung Ter deutsche Kaiser hat sich, wie weiter gemeldet wird, in die inneren Staatsangelegenheiten der Verbündeten nicht eingemengt, wenn er auch die Vorkommnisse in der Vionarchie, namentlich die bedenklichen Ereignisse in Ungarn, mit außerordentlichem Interesse verfolge. Ter deutsche Kaiser sei überzeugt, daß eine Entwirrung der ungarischen Situation im Interesse Ungarns und der Monarchie über kurz oder lang herbeigeführt werden müsse, enthalte sich jedoch jedes Ratschlages. Der Armeebefehl habe auf den deutschen Kaiser, der gewohnt sei, mit seinem Militär offen zu sprechen, keinen besonderen Eindruck gemacht. Er sieht barm keine politische Spitze, am wenigsten gegen Ungarn. Mehrere Blätter betonen, daß bei dem'Erscheinen des Armeebefehls die Ankunft des deutschen Kaisers maßgebend war, und verübeln es, daß Kaiser Wilhelm in seinem Toaste eine Anspielung auf den Armeebefehl machte. „Pesti Hirlap" bemerkt hierzu, daß dadurch ein „Kaisertrust" zu stände gekommen sei. der Frauen zu akademischen, besonders ärztlichen Studien als notwendig bezeichnet. 1868 wurde zum ersten Male die Frage der Teilnahme der Frau an Verwaltung und Gesetzgebung öffentlich verhandelt. Eine letzte Frage, die der Frauenverein in den Kreis seiner Betrachtungen zog, ist die Stellung der Frau im Familienrecht. 18/5 beschloß die Generalversamnilung einftimmig eine Petition an den Reichstag, „bei Abänderung der Zivilgesetzgebung die Rechte der Frauen, besonders auch im Ehe- und Vormundschaftsrecht zu berücksichtigen". Eine neue Beschäftigung für Frauen ist, wie aus London berichtet wird, das Modellieren kleiner Tierfiguren. Damen in den höchsten gesellschaftlichen Stellungen haben für verschiedene Porzellanfabriken Modelle angefertigt; in mehreren Läden Londons kann man Figuren sehen, die von der Prinzessin Waldemar von Dänemark und von der Kaiserin von Rußland modelliert worden sind. Mehrere Fabriken haben jetzt weibliche Modelleure angestellt, die große Gehälter beziehen. In England machen mehrere Frauen nicht nur Modelle für Por- zellansiguren, sondern auch die Figuren selbst, die sie an Detailgeschäfte Weiterverkäufen. So bot vor kurzem eine Dame in einem Porzellangeschäft ein paar hübsch entworfene kleine Tiger zum Verkauf an. Auch das Brennen und Glasieren und die endgiltige Fertigstellung zum Verkauf hatte sie in ihrem Hause besorgt. Zum Bemalen dieser Porzellanfiguren sind in den großen Fabriken häufig Frauen angestellt. Das Bemalen dieser Porzellanfiguren ist auch deshalb so schwierig, weil nur eine beschränkte Anzahl Farben, die zum Brennen nötig, hohe Temperatur verträgt. Deshalb müssen die Frauen, die sich damit beschäftigen, besonders lernen, wie mit einer beschränkten Anzahl Farben die besten Wirkungen erzielt werden. Modelliert wird in Wachs oder Ton. — Gerhart Hauptmann hat dem Deutschen Thea» ter in Berlin fein neuestes Werk „Rose Bernd", ein Schauspiel in 5 Akten, übergeben, das baldigst gespielt werden wird. „ . . , — Einer Nachricht aus München zufolge wird der „Simplizis j iui us" vom 1. Oktober ab in erweitertem Umfange erscheinen. Es wird ihm fortan eine „schwarz- weiße" Beilage politischen und sozialen Inhalts beigegeben werden, die möglichst aktuell sein soll. Montag AI. September 1303 BezugSpretSr monatlich 75^., viertel» jährlich Mt. 2,20; durch Avhole- u« Zweigstegen monatlich 6o Pi.; durch Tie Denkenden unter den „Genossen" haben das richtig erkannt und V o l l m a r, dem Bebel seit länger beim einem Jahrzehnt schon nicht mehr wohl will, nahm keinen Anstand, es in einer großangelegten Rede gegen Bebel offen auszu- sprechen. ,Lch, ich — immer nur i ch!" so kennzeichnete er das Auftreten des Parteiführers, und er verbaute dem letzteren auch sofort den Rückzug, indem er erklärte, daß Bebels leidenschaftliches Temperament, auf das dieser sich zu seiner Entschuldigung mit Vorliebe beruft, niemals ein Freibrief sein könne für all' und jede Tonart, die anzuschlagen beliebt werde. Welch ein Unterschied ist doch zwischen diesen beiden „Genossen". Vollmar, der Mann der vornehmen Denkungsart, der Vernunft und Logik über den blindwütigen Fanatismus stellt und den Gegner selbst dann achtet, wenn er von ihm auf dasj schmählichste angegriffen und verdächtigt wird, — Bebel, ein Spielball des zügellosesten Temperamentes, dem der Beifall der Masse höher steht als die Achtung seiner Gegner, ein Mann, der keine .Rücksichten kennte wenn es gill, den unbequemen Gegner unmöglich zu machen, und der zu Gerneiiiplätzen und Phrasen überall dort seine Zuflucht nimmt, wo es ihm darauf ankomnll, die urteilslose Menge für sich zu gewinnen. Dem Strome der Zeit stellt sich niemand (Ungestraft entgegen. Das ist's, was uns mit Ruhe über die leidenschaftlichen, der gesunden Verimnft sowie aller staatlichen und gesellschaftlichen Ordnung feindlichen Ausbrüche des sozialistischen Diktators hinwegsehen läßt. Auch in Frankreich macht zurzeit ein Sozialist viel von sich reden. Der Deputierte Jaurös teilte dieser Tage mit, daß die Regierung her Republik einen großen Kriegszug gegen M>,a r o k k o vorbereite, der auf nichts! mehr und nichts weniger als auj Annektion hinauslaufen soll. Tatsächlich hat sich der letzte französische Dü- nifterrat am Samstag mit der „Lage in Süboran" beschäftigt. Der englischje Konsul in Casablanca, Sir H. Maclean, der bisher dem Sultan von Marokko als Militär- Masse kitzelt und ihren Empfindungen zu schmeicheln weiß. Bebel selbst hat zwar erklärt, daß er dem Revisionismus! zu Leibe geht, weil er den unausgesetzten Kämpfen und! Reibereien innerhalb der Partei, die er hervorruft, ein Ende machen will, in Wirklichkeit aber ist es die Furcht, daß der Revisionismus immer weitere Kreise ziehen, immer mehr Anhänger gewinnen und ihn so über kurz oder lang von dem Parteithron, wie Vollmar sagte, herabstürzen könnte, die ihn zu seinen Keulenschlägen gegen alle, die nicht mit ihm einer Meinung sind., ausholen läßt. Bebel sieht, wie die Richtung, die einer allmählichen Wandlung der Sozialdemokratie zu einer Partei der praktischen gesetzgeberischen Arbeit die Wege ebnen will, mehr und mehr an Boden gewinnt. Er hat das am Schlüsse seiner großen Dresdener Aiillagerede gegen den Revisionismus offen ausgesprochen, indem er klagte, daß die versöhnlichere Richtung in der sozialdemokratischen Fraktion nach den letzten Wahlen eine besondere Stärkung erfahren habe, und deshalb ist er nun drauf und brau, den Parteitag gegen die Fraktion scharf zu machen, um seine dominierende Stellung in ihr nicht zu verlieren und in den Beschlüssen des Parteitages eine Waffe gegen alle revisionistischen Gelüste derselben in die Hand zu bekommeii. an die Universität Göttingen. 1837 erfolgte der Ver- fasfungsbruch durch den König Ernst August, und die beiden Grimm gehörten zu jenen „Gö ttin g er Sieb en", welche den Protest gegen diesen Berfassungs-bruch unterschrieben und diesen Schritt mit dem Verlust ihrer Stellen und Landesverweisung büßen mußten. Jakob Grimm gehörte damals nicht zu den Liberalen, deren Gleichförmigkeitssucht ihm widerstrebte; er hatte jenen Protest bloß aus moralischen Gründen unterzeichnet; erst im späteren Alter neigte er sich mehr und mehr demokratischen Tendenzen zu Er kehrte mit seinem Bruder nach Cassel zurück, wo er jedoch kein Amt erhielt; die deutschen Regierungen waren einig, keinen der Sieben mehr anzustellen. Erst im Jahre 1840 erhielten die Brüder eine Berufung nach Berlin, wo sie nun bis zu ihrem Tode verblieben. Der Allgemeine deutsche Fr au en verein wird vom 27. bis 30. September in Köln seine 22. Generalversammlung abhalten. Er ging hervor aus dem 1865 durch Luise Otto gegründeten Frauenbildungsverein. Für Oktober 1865 berief Luise Otto eine Frauenkonferenz nach Leipzig ein, das erste Mal in Deutschland, daß eine Frau eine öffentliche Versammlung leitete. Luise Otto schloß von Anfang an die Arbeiterinnen, von denen der Letteverein ausdrücklich absah, in erster Linie in die Wohlfahrtsbestrebungen ihres Vereins ein. Anderseits wurde auch die Erschließung der höheren Berufe schon als Ziel der Frauenbewegung ins Auge gefaßt. Die nächstliegende praktische Aufgabe war selbstverständlich eine Erweiterung der weiMchen Erwerbs tätigkell. Abschreiberinnen- bureaux, Jndusrriekurse, Arbeitsbazare, ^tellvermitt- lunaeu, Volksunterhaltungsabende für Frauen bilden das Programm der Vereinstätigkeit. Dem Hauptverein fiel neben der allgemeinen Propaganda die Aufgabe zu, einen Einfluß auf die gesetzlichen Beschränkungen der Frauen- arbeit und auf die FrauenbllDungsverhältnisse zu gewinnen So beschloß man schon auf der ersten Generalversammlung in Leipzig 1667, sich agf „dem Wege der Petition an Regierungen und Kommimalbehorden dahin zu verwenden, daß die vestehendeii Unterrichtsanstalten auch dem weiblichen Geschlecht zugänglich, auch solche für das weibliche Geschlecht besonders begründet werdeu" ^chou von der ersten Versammlung (1867) wurde die Zulassung Kaiser Wilhelm in Wien. Wien, 19. Sept Kaiser Wilhelm wohnte heute vormittag einer Treibjagd im Linzer Tiergarten in Gegenwart des Erzherzogs Franz Ferdinand bei und kehrte um 2 Uhr 45 Min. nach Men zurück. Er blieb bis 5 Uhr 45 Min in seinen Gemächern und fuhr hierauf in das Palais des Erzherzogs Eugen Um 7 Uhr kehrte der Kaiser in die Hofburg zurück. Er empfing abends den Minister Gras Goluchowski in besonderer Audienz. Abends 8 Uhr nahmen beide Kaiser an der Tafel beim deutschen Botschafter teil. Hierzu war Kaiser Wllhelm in der Uniform seines österreichisch-ungarischen Husarenregiments und Kaiser Franz Josef in der Uniform des preußischen Kaiser-Franz-Garve- Grenadierregiments erschienen. Nach Beendigung des Mahles — während dessen sich die beiden Kaiser angeregt unterhielten — produzierte sich Hoffchguspieler Korfs, der englische und ftanzösischie Lieder sang und als Dameiu- Imitator auftrat. Sodann trug das Koschatquintett vier Kärntner Lieder vor, welche den lebhaften Beifall des Kaisers fanden. Kaiser Wllhelm unterhielt sich mit Koschat über das deutsche Volkslied und bemerkte, daß mit Herz und Gemüt, Innigkeit und Harmonie noch immer die schönsten Wirkungen erzielt werden. Auch das Koschat- quartett habe seine großen Erfolge einfachen Liedern zuzuschreiben. Nach! Beendigung der musikalischen Aufführungen kehrte Kaiser Wllhelm gegen Mitternacht in die Hofburg zurück. Kaiser Franz Josef hatte sich selbst zu der Soiree in der deutschen Gesandtschaft angesagt. Er speiste bei dieser Gelegenhell zum ersten Male in der deutscher Botschaft, so wie er auch vor drei Wochen mll König Eduard zum ersten Male in der englischen Botschaft zu Gaste war. Ter Minister des Aeußern, Gras Goluchowsky, gab heute mittag ein Frühstück zu Ehren des Grafen Bülow, an dem der deutsche Boffchafter Graf Wedel und die Herren der deutschen Botschaft und das Gefolge des deutschen Kaisers tellnahmen. Reichskanzler Graf Bülow wurde heute vom Kaiser Franz Joses in längerer Audienz empfangen. Gras Bülow konferierte dann in längerer Audienz, mit dem Grasen Goluchowski. Gras Büllw hatte ferner eine längere Unterredung mit dem italienischen Botschafter Nigra. Tie Besprechiftigen zwischen den Grasen Goluchowski und Bülow g.alten, wie aus diplomallsch^n Kreisen verlautet, ausschließllll)! der Lage auf dem Balkan und ergaben die völlige Uebereinstllnmnng zwischen Deutschland, Oesterreich und Atußland. Der Türkei wird zur Untere drückung des Aufftandes in Macedonien vollständig freie Hand gelassen werden, die deutsche Regierung vertrete desn Standpunkt, daß die Türkei nur dann mit den bulgarischen Banden fertig werden könne, wenn ihr volle Aktivnsfterheit ein geräumt werde. Eine Inter verllion auf dem Balkan erscheine gegenwärtig ausgeschlossen. Nr. ÄÄ1 Erscheint tLgltch — außer Sonntags. W GietzenerAnzeiger w General-Anzeiger ei Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen FerniprechanschlußM.bl. Der deutsche Kaiser wohnte heute vormlltag dem Festaottesdienste in der protestantischen Kirche bei. In der Kirche war auch Reichskanzler Gras Bülow anwesend. Kaiser Wilhelm wurde beim Erscheinen von dem Kurator Reisch begrüßt. Er erwiderte auf dessen Begrüßung, er fei sehr prtrpiif die Kircbe besucklien M können. Nach dem GotteS-,------- - ~ ~ ..... Mrate'tmabi i>er Kaiser btim Verlassen der Kirche von lichen Gemernsanikertswes ens einpas,en M können ei^Ä ^ahEchen MrensäMNMMge, die sich vor der Kirchssl Tas ,,t das Charakteristische an diesem sozialdemokra- Mg. daß ich meine Stag 3 3« lig halte ich mich jeder Art, joroie 6947 leides1. pro. Quartal pW, je 621» • Adami. rl Seibel. Mfstrasse m-Halle' - A. L. ?smar. >ßen :rhn onatz to\tei Vx Un unb Land- die jreisimnge liner Heifdll smdel- 7025 ;tf. 19. en Beiblättern', samilienblatt : Lolkssrermd »oliMtMlin. iberalen »Berliner [q‘: Reichhaltig u. 18 Seiten großen i rove, flöte Dar- igängc besDnt' i Artikel au§ ou und Gallen- mb ba^ielerlei/ J xttä und Aamlk s gssmilM rannt ennerei; M I M m J 4--, 5.-; ässig. üketten. 2863 u Instrukteur »gedient hat, ist in Plymvuth eurgetroffen und soll im Laufe der nächsten sechs Wochen nach Marokko- zurück kehren. Er- äußerte, die fanatische Erregung, welche in Marokko gegen die Europäer herrsche, sei der Einwirkung der gebildeten Klassen unter den Mauren zuzuschreö- ben, welche befürchten, daß mit der wachsenden Anzahl der ins Land kommenden Europäer der Handel ihnen verloren gehen werde. Ob Europa sich diese Behandlung dauerrid gefallen lassen wird, ist jedenfalls nicht anzunehmen. Ein Vorgehen Frankreichs in diesem Sinne würde von den Määten nicht mißgünstig angesehen werden. Freilich hat Europa gerade jetzt kaum Zeitz sich mit den Kümpfen in Afrika sonderlich zu befassen, nachdem sich an der Türkei neuerdings die Lage auf das Bedenklichste zu gespitzt hat. Bulgarien will der Tragödie der Hinmordung der chrisllichen Bevölkerung in Macedouien nicht länger zusehen und verlangt kategorisch als Bedingung dafür, daß es noch länger das Schwert in der Scheide lasse, daß die Mächte den Grausamkeiten der türkischen Truppen Einhalt gebieten. Diese entsenden inzwischen an die Küsten der aufgewühlten Lande Schiffe auf Schiffe und 9tote auf 91ote mit Warnungen und Vorstellungen, grade an Bulgarien, um es vom Kriege zurückzu- halten. Die Situation ist äußerst gespannt, doch kann mau immer noch hoffen^ daß gemeinsame Schritte der Machte chre Wirkung nicht verfehlen werden. Die Mobilisierung neuer türkischer Armeekorps, von denen jüngst die Rede war, soll nicht erfolgt sein. Dagegen wird von türkischer Seite wieder einmal gemeldet, Boris S a r a f o w sei bei Monastir gefallen, sein Kopf sei von dem iljn tötenden Soldaten abgeschlagen und nach Monastir gebracht worden. Der betreffende Soldat erhielt vom Sultan mehrere Gnadenbeweise. Diese für die weitere Ge- .staltung der macedonischen Wirren außerordenllich wichtige Nachricht hat eine Bestätigung noch nicht gefunden. In Wien, wo Kaiser Wilhelm II. dieser Tage bei Kaiser Franz Josef zu Gaste wellt, soll man bei den beiderseitigen diplomatischen Besprechungen über die Lage auf dem Balkan auf das entschiedenste für vollständige Wahrung der Suzerenität des Sultans eingetreten sein. Ob die ösireichisch-ungarische Reichseinhell in diesen Unterredungen auch zur Sprache gebracht worden ist, läßt sich jawohl annehmen. Auch das neueste Arme em anife st des östreichischen Kaisers dürfte zu privaten Gesprächen viel Stoff geliefert haben. Diese überraschende Kundgebung, in der der greise östreichische Kaiser den Aerstückelungs- absichten der Äiagyaren gegenüber mit unverhüllter Deut- lichkell auf seine Rechte als oberster Kriegsherr pocht, die es ihm niemals gestatten werden, Bestrebungen zur Lockerung des einheitlichen ostreich-ungarischen Armeegefüges zu fördern, hat unter den ungarischen. Parteien gewirkt, wie der Dtttt in den Ameisenhaufen. Aber es wird bereits von oben her Oel auf die wilden Wogen gegossen. Das offiziöse „Ung. Wien. K'.-B." meldet: „An maßgebendster Stelle beri'chrt es schmerzlich, daß ein Dell des Armeebefehls in der öffentlichen Meinung Ungarns solche Auslegung findet, die den Intentionen au allerhöchster Stelle nicht im Entferntesten entspricht. Der allerhöchste Kriegsherr beruhigte im Armeebefehl das Heer darüber, daß er eine Zerreißung im Sinne des Gejetzartikels 12 vom Jahre 1867 der gemeinsamen Armee nicht gestatte und ebensowohl im Interesse der Monarchie als auch der ^eigensten Lebens- interefsen Ungarns nicht gestatten werde. Dieser Armeebefehl, der nicht ein staatsrechtlicher Akt sei, präjudiziert jedoch nicht jenen im Interesse der Parllät wünschenswerten Abänderungen, welche die liberale Partei als notwendig erachtet, und welche der Ministerpräsident Graf Khuen-Hedervary in sein Programm ausgenommen hat. Die Äsung dieser Fragen bildet in maßgebenden Kreisen den Gegenstand von Erwgungen." — Das ungarische Abgeordnetenhaus wurde zum 24. September zu einer Sitzung einberufen. — Der ungarische Ministerpräsident Gras Khuen, der am Sonntag eine Audienz beim Kaiser Franz Josef .hatte, erklärt in einem Interview, daß sich die Situation durch den Armeebefehl absolut nicht geändert habe. Er versicherte, der Kaiser käme bestimmt wieder nach Budapest zurück. Die englischen Diplomaten grübeln darüber, wie der Rückwärtsbewegung der wirtschaftlichen Wellherrschaft Englands begegnet werden könnte. Chamberlain glaubt den Schlüssel gefunden zu haben — es ist der Schutzzoll. Aber seine Kollegen und das Land find anderer Meinung und somll mußte es zur Sprengung des Kabinetts kommen. Man erwartet nun, daß mindestens ein Jahr vergehen wird, ehe es zu Neuwahlen kommt. Die Stabilität der Regierung sei dadurch erhöht, daß Chamberlain beschlossen habe, ihr fteier Agent zu werden. Der „Expreß" teilt mit, daß Balfour jetzt nicht daran denke, das Parlament aufzulösen, doch sehe die Regierung den Neuwahlen mit ernster Besorgnis entgegen. Das Chamberlainsche Blatt meint, daß der Rücktritt Chamberlains, die Zollpolllik, dre Kriegsenthüllungen und das Unterrichtsgesetz sehr gegen die Llllssichten der Regierung sprächen. gefaßt habe, welche man nicht befolgen könne. Wenn Ihr die Resolution cnrnehmt, so sage ich Euch, der erste, der die Resolution mit Füßen tritt, ist Bebel. Warum also eine Resolution haben, mit der man doch nur das tut, was man so vielen anderen getan — eine Resolution, die man nicht halt. Warum uns die Tür verschließen, um dann durch ein Mauseloch hineinzukriechen? Wenn Ihr die Resolution annehmt, und darin z. B. alle Kolonialpolitik verdammt, so schlagt Ihr damll aller Geschichte Ins Gesicht, wie das Recht der höheren Kultur gegeirüber der niederen erwiesen hat. M o l k e n b u h r: Sachlich sttmme er mll Bebel überein, aber einige Bemerkungen, wie Bebels Aeußerung, daß man in der Partei Komödie spiett, haben mich berührt wie eine Ohrfeige; denn kurz vorher bei den Wahlen hat ein bürgerlicher Kmrdidat dasselbe gesagt und Bebel war damals wütend und sprach von frecher Beschimpfung. (Hört, hört!) Auch die Aeußeruna Bebels, daß wir nie so uneinig gewesen seien wie jetzt, ist falsch Ich erinnere an Dühring, und in Breslau beim Agrarprogramm war zur Abwechslung Bebel einmal der Revifionist. (Heiterkeit.) Was die Hofgängerei betrifft, so ist sie nichts neues. Der Parteitag nahm sodann den Antrag Bebel wie folgt a n: Ter Parteitag fordert, daß die Frattivn zwar ihren Anspruch geltend macht, die Stelle des ersten Vizepräsidenten und eines Schriftführers durch einen Kandidaten aus ihrer Mitte zu besetzen, daß sie aber ablehnt, jegliche Verpflichtungen zu übernehmen, die nicht durch die Reichsverfassung oder durch die Geschäftsordnung des Reichstages begründet sind. Der Parteitag verurteilt ferner aus das Entschiedenste die revisionistischen Bestrebungen, sowie jedes Bestreben, die vorhandenen und stets wachsenden Klassengegensätze zu vertuschen, um die Anlehnung an die bürgerlichen Parteien zu erleichtern Bernstein stimmte dagegen, ebenfo Elm, Hue, David. Die Zahlen sind: 288 für, 11 gegen dre Resolutton. Die Parteifunktionäre werden Wied er gewählt. Bei der Wahl der Vorsitzenden erhäll Mehring 3 Stimmen (Heller- keit.) Der n äch st e P ar t e i t a g ist in Bremen Es folgt die Erledigung eines Anttages, Heine zu tadeln, well er dieMarburger Genossen, die nicht für Gerlach stimmten, im „Vorwärts" verhöhnt habe. Dr. Michels-Marburg wird noch etwas heftig, worauf der Antrag zurückgezogen wird. Dresden, 20. Sept. Ter Parteitag wurde heute geschlossen Die Maifeier wird in der bisherigen Art beibehalten Die Aufstellung besoldeter Parteisekretäre in Rheinland wird ab- gelehnt, ebenso der Antrag, die Frage des Generalstreiks auf die Tagesordnung des rrüchsten Parteitages zu setzen. Singer betonte in seinem Schlußwort, die Masse der Partei stehe fest auf dem Boden des Klassen- kampses. Keer und Atotte. Berlin, 19. Sept. In den letzten Tagen sind mehrfach Nachttchten über große organisatorische Veränderungen der Marine verdrecket worden. Speziell war davon die Rede, daß eine neue Marine-Station Danzig geschaffen werden solle. Die ,Nat.-Ztg." kann versichern, daß diese Nachrichten jeder Grundlage entbehren. Wom sozialdemokratischen Farteitage in Dresden. VI Dresden, 19. Sept. In der heutigen Sitzung wurde die gesttige Debatte festgesetzt. Als erster Redner sprach Kants ky. Dieser beschuldigte die Revisionisten, daß sie eine Annäherung an die bürgerlichen Parteien anstreblen. Er wandte sich ins- befonbere gegen die Aeuß eräugen des badischen Lanotags- Abg. Kolb, es sei möglich, die soziale Frage aus friedlichem Wege zu lösen. Wenn das Proletariat die Macht habe, dann wurde es dieselbe nicht mit einer bürgerlichen Partei teilen, sondern für sich selbst in Anspruch nehmen. Nach ihm folgte Bernstein. Derselbe erklärte, wenn öie. bürgerlichen demokratischen Parteien sich mit den Sozialdemokraten einigen wollten, so liege es im Interesse des Proletariats und es wäre eine Pflichtvergessenheit, ein solches Bündnis abzulehnen. Er halte die Erledigung der sozialen Frage auf friedlichem Wege wohl für möglich. Ferner betonte er die Notwendigkeit, die Vizepräsidentenstelle im Reichstage zu verlangen. Durch die Besetzung dieses Postens würde der Partei kein Schaden zugefügt. Es fei im nächsten Reichstage noch mehr wie cm vorigen eine Ueberrumpelung zu befurchten. Die sozialdemokratische Partei müsse hierauf möglichst vorbereitet sein, mtb dafür mit aller Macht sorgen, den Posten zu erhalten. Die Sozialdemottatie habe chren großen Einfluß auf das Volk nur dadurch erlangt, daß sie sich von Stufe zu Stufe im Parlament mauserte und diese Mauserung habe nichts geschadet, sondern im Gegenteil genutzt, Redner wcurdte sich bann gegen die Resolution Bebel und gab den Rat, diese im Interesse der Einigkeit zurückzuziehen, da der Parteitag schon jetzt Beschlüsse Ans Stadt und Land. Gießen, 21. Sept. 1903. * * Personalien. Se. Kgl. Hoh. der Großherzog haben dem Pfarrverwalter Ernst Kehr zu Romrod, Dekanat Alsfeld, die evangelische Pfarrstelle daselbst übertragen. — Das Ehrenzeichen für Mitglieder fteiwilliger Feuerwehren wurde verliehen den Mckgliedern der freiwilligen Feuerwehr zu Wimpfen a. B.: Ludwig Kahn, Gottlieb Gieß, Friedr. Hennige und Jakob Heinrich Klenk. * * Das Großh. Regierungsblatt Nr. 48 enthält: 1. Verordnung, die Enteignung von Gelände für die Zwecke der Nebenbahn von Friedrichsdorf nach Fttedberg be- tteffend. Vom 12. September 1903. 2. Bekanntmachung, die Anlegung des Grundbuchs betreffend Vom 10. September 1903. * * Der neue Fahrplan der Eisenbahndirektion Frankfurt a. Nch gütig vom 1. Oktober ds. Js. ab, ist uns heute zugegangen. Darin sind folgende neue Bestimmungen für uns wesentlich: Die ab 1. Mai eingelegten Schnellzüge 101 und 104 Frankfurt—Marburg—(Halle) und zurück werden auch im Wücker beibehalten. Ebenso der ab 1. Mai täglich beförderte Personenzug 810, Marburg ab 858, Frankfurt an 1205. Der Personenzug 791a (Werktags) geht in Butzbach ab 610 und kommt in Gießen an 640. Der ab L Mai eingelegte Personenzug 647, Gießen ab 488, Betzdorf an 655 wird beibehalten. Auf der am 1. Oktober zur Eröffnung kommenden Strecke Laubach—Mücke werden in jeder Richtung vier Züge von der Strecke Hungen—Laubach durchgeführt. Der gemischte Zug 1033a, Londorf ab 650, Lollar an 730 (Werttags) erhäll in Lollar Anschluß an Personenzug 790 nad) Gießen und Frankfurt. — Der gemischte Zug 7543, Fttedberg ab 500, Gießen an 638 (Werktags) fällt aus; als Ersatz ist Personenzug 791a Butzbach—Gießen eingelegt. — Der Personenzug 531, Gießen ab 916, Fulda an 1147, ist auf 3 Minuten später verlegt und hat in Gießen Anschluß an den 4 Minuten spater als bisher eintreffenden D-Zug 74 von Hamburg erhalten. — Personenzug 514 verkehrt Gießen ab 832 (bisher 819), Gelnhausen an 1037 (bisher 1036) und erhält in Gießen Anschluß an den Schnellzug 123 von Koblenz. — Der gemischte Zug 1040 verkehtt Gießen ab 252 (bisher 240), Grünberg an 420 (bisher 416) und erhäll m Gießen Anschluß von den Zügen 634 von Köln, 626 von Fulda und in Lollar Anschluß vom Zrrge 796 von Fronhausen. ** Ei nenAufrufan dieakademischgebilde- ten Lehrer des deutschen Reiches versendet soeben der hessische Oberlehrerverein. Er lautet: Der unterzeichnete Verein hat vor zwei Jahren die Anregung zum Zusammenschluß aller deutschen Oberlehrer-Vereine zu einem deutschen Oberlebrer-Verbande und zur Gründung eines deutschen Oberleyrertages gegeben. — Eine vom sächsischen Gymnasiallehrerverein im Mai d. I. von Leipzig aus ergangene Umfrage hat gezeigt, daß die große Mehrheit der deutschen Oberlehrer-Vereine diesem Plane grundsätzlich zustimmt. Die deutschen Laubes-Vereine haben dabei gleichzeitig ihre Bereitwilligkeit ausgedrückt, Vertreter zu einer vorberatenden Versammlung zu entsenden, die bei Gelegenheit der in Halle a. S. vom 6. bis 10. Oktober tagenden „Versamm- Urng deutscher Philologen und Schulmänner" stattfinden sollte. Die preußischen Vereine konnten diese Bereitwilligkeit nicht aussprechen, da zunächst die Stellungnahme der am 4. Oktober in Hannover tagenden preuß. Delegierten- Konferenz abzuwarten war. Da die Mehrzahl der preußi- chen Vereine der Gründung eines deutschen Oberlehrer- Verbandes auf ihren letzten Jahresversammlungen zugestimmt hat, ist mit Bestimmtheit anzunehmen, daß autf) die Delegierten-Konferenz einen günstigen Beschluß fassen wird. Unter dieser Voraussetzung ist aber, nach persön- 1 icher Erkundigung an maßgebender Stelle, als ziemlich icher zu erwarten, daß die Delegiertenkonferenz Vertreter zu den Beratungen nach Halle schicken wird. Mit dieser Entsendung der Vertteter ist baim die Gewähr gegeben, daß auch die durchaus erforderliche Beteiligung der preußi- chen Vereine bei den ersten grundlegenden Beratungen nicht fehlt, und daß ein das ganze Reich umfassender Verband geschaffen werden karm. Daher geht an alle Landesund Provinzial-Vereine die Aufforderung,, zu der vorberatenden Versammlung, die in Halle, Dienstag, den 6. Oktober 1903, nachmittags 3y2 Uhr, stattfinden soll, ihre Vertteter zu entsenden, denen es obliegen wird, einleitende Beschlüsse zu fassen. Gleichzeitig richten wir an alle Kollegen im Reiche — mögen sie seither schon für die Verwirklichung des Gedankens durch Wort und Schrift eingetreten fein, mögen sie nur stillschweigend zugestimmt oder gar Bedenken und Zweifel gehegt haben — die Aufforderung, zahlreich zu erscheinen und schon bei der Gründung durch ihren Rat das Werk zu fördern. Möge eine große Schar arbeitsfreudiger Kollegen zu ernstem Tun in 5zalle sich einfinden — das Ziel ist dieser Arbeit würdig. Im Auftrag des hessischen Oberlehrer-Vereins: Professor Block, Oberlehrer auc Realgymnasium zu Gießen. Frankfurt a. M., 19. Septbr. An religiösem Wahnsinn leibet die junge Frau des Ausläufers Scherbel in der Bethmannstraße. Das unglückliche Weib sitzt den ganzen Tag in der Kirche und vernachlässigt ihren Hausstand vollständig. Vor einiger Zeck hatte die Frau die Gardinen in ihrem Zimmer in Brand gesetzt. Sie mußte jetzt, nachdem sie einige Wochen in der Irrenanstalt zugebracht hatte und auf den Wunsch ihres Mannes entlassen war, wieder in die Anstatt gebracht werden, da sich ihr Zustand verschlimmerte. Wiesbaden, 19. Sept. Die beiden Chouffeure des Herzogs Broglie aus Paris, die vor 14 Tagen den Tüncher Kern bei Biebttch mit dem Automobil totgefahren haben und die Frau eines Doktors in Biebrich schwer verletzten, werden von der Staatsanwaltschaft steckbrieflich verfolgt. Die beiden Franzosen sind längst über die Grenze. Keneral-Aersammtung Kesfischer Zimmermcister. (Originalbericht des „Gieß. Älnz.") I. Friedberg, 21. Sept. Die diesjährige General-Versammlung des Verbandes H e s s i s ch e r Zi mm er m e i st e r sand heute im Hotel „Drei Schwester" hier statt. £>err Philipp Wi11mann - Tarmstadt berichtete als Vorsitzender über die Tätigkeit des Verbandes und besprach die verschiedenen, vom Vorstände im Laufe des verflossenen Jahres an das Großh. Ministerium gerichteten Eingaben. Täese betreffen in der Hauptsache die möglichste Einschränkung des General-Unternehmertums und die Einführung der Nvrmalholzprofile. In ihrem Antwortschreiben hat die Großh. Regierung die weitgehendste Berücksichtigung der Wünsche des Verbandes zugesagt. Der Vorsitzende ersuchte die Mitglieder, solche Fälle, in welchen den Zusagen Großh. Ministeriums nicht entsprochen werde, dem Vorstande zur Kenntnis zu bringen, damll dieser beschwerdeführend vorstellig werden könne. Im to eiter en Verlaufe seines Referates besprach der Redner das Ergebnis der in Karlsruhe stattgehabten Brand probe, bei der sich die Holztreppen vorvvrzüglich bewährt hätten. Es stehe in sicherer Aussicht, daß dieses Ergebnis der Brandprobe für die Zulassung der 5)olztteppen auch in Hessen von günstigem Einfluß sein werde. — Zimmermeister Mahr- Darmstadt berichtete über die Lage des Zimmer-Handwerks, worauf folgende Resolution angenommen wurde: „Die zahlreich in Friedberg versammelten Zimmermeister unseres Landes-Verbandes stehen auf dem Boden der Einführung des Befähigungsnachweises für das Bauhandwerk (Einführung obligatorischer Meisterprüfungen) und sprechen die Ditte an hohe Staatsregierung aus, daß den berechtigten Wünschen des Zimmermeister-Verbandes möglichst rasch Rechnung getragen werde." — Eine längere Aussprache entspann sich über die bei den Meister- und Gesellerchrüfungen gemachten Erfahrungen, und es wurden verschiedene Wünsche bezüglich der ferneren Art und Weise der Abhaltung dieser Prüfungen vorgebracht. Weiter beschloß die Versammlung, die am 24. und 25. Oktober in Hannover behufs Gründung eines Deutschen Zimmermeister-Bundes stattfindende „Allgemeine Deutsche Zimmermeister-Versammlung" durch drei Delegierte zu beschicken, und es wurden Herr W i 11 m an n- Darmstadt für oie Provinz Starkenburg, Werum - Budenheim für die Provinz Rheinhessen und Bücking-Alsfeld hierzu ernannt. Ferner wurde eine Eingabe an das Großh. Ministerium beschlossen, dahingehend, daß auch in der Provinz Oberhessen, wie dies bis jetzt schon in den Provinzen Starkenburg un d Rh euch essen der Fall ist, bei den staatlichen Submissionen die Treppen mit ch die Zimmerarbeiten eingeredütet werden und nicht in die Schrein erarbeiten, wie dies gegenwärtig vielfach üblich ist. An die sehr gilt besuchte General-Versammlung schloß sich ein gemeinschaftliches Diner an. Bei einem guten Tropfen Wein wurde die Stimmung immer animierter, und die rechte Sonntagslaune erreichte bald ihren Höhepuirkt, die sich noch bis zur Trennung lli vorgerückter Abendstunde erhielt. Die nächste Versammlung wird in Mainz ab gehalten. Uerunschles. * Dresden, 19. Sept. Wie die „Sächs. Arbtrzig." mitteilt, ist die vor einigen Tagen in Dresden verstorbene Gräfin Adele Oriola eine eifrige Sozialdemokratin gewesen. Seit einigen Jahren habe sie dem sozial- demottatischen Verein Dresden-^lltstadt angehori unb allen Vorgängen in demselben ein lebhaftes Interesse entgegengebracht, wenn sie auch nicht in der Oeffentlichkeit habe tätig fein können. Sie habe viele materielle Dpfer*für die Partei und für die Armen gebracht. Auf dem Münchener Parteitag im vorigen Jahre sei sie täglicher Gast gewesen. Damals habe sie sich in Bad Reichenhall zur Kur ausgehalten. Die Gräsin habe in den höchsten Gesellschaftskreisen und auch in der Hofgesellschaft verkehrt. Roose sich red nicht v dem P Newyo^ Woche dem 8 • yx •#%«» g.nu » Steift ®' Skis- "ur Ä-ß- < SÄ rÄ- »fiü%, m elterlich' t su,otu » Hir Mg Wj schien « (jiiebun ft» Heburi g1 Mttern Mrhältn angenom melniehr schwindel ledigen, übergebe: mehrmon gefunden Kinder A haben im welche ch' lötet un IchesLu aus dems * Zermatt, 20. Sept. DerLustschiffer Spelterini unternahm gestern nachmittag den Aufstieg für seine beabsichtigte Fahrt über die Alpen. Das Luftschiff nahm zuerst seine Richtung nordöstlich auf die Mischabelhörner und fuhr über den Saafsee hin fort; daraus wandte er sich nach Südosten. Er landete heute nach 20stündiger Fahrt glücklich in Bignasco im Kanton Tessin. Der Ballon wurde heute früh von Mailand in der Richtung nach Bergamo gesehen. • Seb st Mordversuch aus Lieb e zum Bräutigam. Am 26. Juni d. I. feuerte der Sattlergehilfe Karl Kreische gegen seine Braut, die Fleischselcherstochter Marie Kestler, zwei Revolverschüsse ab, brachte ihr aber glücklicherweise nur leichte Verletzungen bei. Dann richtete Kreische die Waffe gegen sich selbst und verletzte sich schwer, wurde aber wieder hergestellt. Kretsche verübte die Tat kurz bevor er sich wegen Diebstahls einer Uhr bei Gericht verantworten sollte. Am 9. Oktober soll sich nun Kretsche wegen des Attentats gegen feine Braut, sowie wegen Diebstahls verantworten, doch ist es fraglich, ob Marie Kestler als Zeugin erscheinen kann. Sie stürzte sich nämlich vor einigen Tagen aus dem Fenster der elterlichen Wohnung und zog sich schwere Verletzungen zu. Als Motiv des Selbstmordversuchs gab das Mädchen an, sie könne es nicht über da§ Herz bringen, gegen den Bräutigam auszusagen. * Ein entmenschtes Weib. Frau Wiese aus Hamburg sitzt wegen Verdachts des Kindesmordes, des versuchten Gattenmordes und der Kindesunterschiebung in Untersuchungshaft. Die Wiese hat in den Letzten Monaten vor ihrer Verhaftung Säuglinge unehelicher Geburt gegen Geldabsindung an sich gebracht, indem sie den Müttern die falsche Tatsache vorspiegelte, sie sei in guten Verhältniffen und wolle die Kinder adoptieren. Es wird aber angenommen, daß sie diese Absicht nicht hatte, daß es ihr vielmehr nur darauf ankam, die Absindungssumme zu erschwindeln und sich der Kinder selbst möglichst bald zu entledigen. Verschiedene Säuglinge sind den Müttern wieder übergeben worden. Drei Kinder konnten aber trotz eifriger mehrmonatlicher 9iachforschung der Polizei nicht wieder auf* gefunden werden. Die Wiefe hat über den Verbleib der Kinder Angaben gemacht, die sich -als unwahr herausgestellt haben und ist jetzt überführt, daß sie die drei.Kinder, welche ihr lästig wurden, vorsätzlich mit Morphium getötet und dann im Ofen verbrannt hat. Ein unehe- liches Kind ihrer eigenen Tochter hat die Wiese wahrscheinlich auf demselben Wege beseitigt. * Die neueste Heldentat der Miß Alice Roosevelt. Miß Alice Roosevelt macht andauernd von sich reden; die amerikanischen Blätter haben ftch mit ihr nicht viel weniger zu beschäftigen, wie mit ihrem Vater, dem Präsidenten. Ueber ihre neueste Heldentat wird aus Newyork berichtet: Miß Alice Roosevelt hat in der vorigen Woche in dem Unterseeboot „Mocassin" eine Fahrt auf dem Grunde der Narragansett-Bäi gemacht. Das Boot liegt in Newyork und hat eine Besatzung von sechs Mann, die unter dem Beseht des Leutnants Pinney steht. Das Boot wurde langsam Kum Untersinken gebracht, und nachdem eine Tiefe von 25 Fuß erreicht war, stieg es wieder auf. Dies wurde mehrmals wiederholt, und barm kreuzte das Unterseeboot eine kurze Strecke. Miß Roosevelt gesteht zwar, daß ihr nicht ganz geheuer zu Mute war; aber sie war sehr gefaßt und beobachtete ruhig das Arbeiten der Maschinerie, während das Boot im Wasser manövrierte. Dann wurden zwei Torpedobomben abgefeuert und alles so aus- geführt, wie beim regelmäßigen Dienst. Als das Boot wieder nach oben kam und ins Dock zuruckkehrte, war Alice Roosevelt sehr angeregt und bekundcche chr großes Vergnügen über die Fahrt. Sie ist die erste Amerikanerin, die eine Fahrt in einem Unterseeboote gemacht hat. Oerichtssaal. Düsseldorf, 19. Sept. Das Kriegsgericht verurteilte den Leutnant Poehn vom 57. Regiment in Wesel, der aus Versehen einen Unteroffizier des gleichen Regiments erschossen Halle, zu sechs Wochen Festung. B e u t h e n, 19. Sept, Im Laurahütter Krawall- Prozeß wurde gegen einen Angeklagten auf 3 Jahre, gegen 9 auf 2 bis 2 7, Jahrd, gegen den Rest auf 9 Monate bis 2 Wochen Gefängnis erkannt. Außerdem wurden 16 Angeklagte zu Geldstrafen verurteilt, 6 würben freigesprochen. Korfanly sen. erhielt 1 Jahr Gefängnis, Korfanch jr. 9 Monate, der Redakteur Wank 2 Jahre. Selbst die älleren Angeklagten nahmen das Urtell schluchzend auf. Bayreuth, 19. Sept. Die G üt l ers eh e l e u t e Johann und Eva Linhardt von Breitenlesau bei Hollfeld, welche ihren geistesschwachen und kranken einzigen Sohn Johann in unglaublich roher Weise aus Habsucht verwahrlosten, sodaß er lebendig verfaulte und starb, wurden wegen fahrlässiger Tötung zu je vier Atonalen Gefängnis verurteilt. . — Die verbotenen R e k la m e - K a m e l e. Daß em Kamel nicht als Reklame durch die Straßen geführt werden dürfe, hat ein Essener Gericht entschieden. Eine Waschpulversirma ließ zu Zwecken der Reklame zwei Kamele durch einen Reger m Essen umherfuhren. Die Polizei verhinderte diese Reklame und sandte der Firma ein Strafmandat wegen groben Unfugs zu. Diese beantragte richterliche Entscheidung und machte vor Gericht geltend, daß es sich um eine durchaus erlaubte Reklame handele, tue m vielen großen Städten gemacht und nirgends beanstandet worden sei. Das Gericht stellte sich aber auf den Standpunkt der Polizei und verurteille die Firma zur Zahlung der von der Polizei festgesetzten Geldstrafe. Die Firma hat gegen das Urteil Berufung eingelegt. — Wegen Promenierens in der Badehose verurteilte das Schöffengericht in Arendsee den N a t u r m e n s ch e n Gustav Nagel zu IbOMt. Geldstrafe evtl. 30 Tagen Haft. Der Richter empfahl dem Verurteilten, zu den Hottentotten auszuwandern. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft Gewerkschaft Gießener Braunsteinb er g- werke vvrm. Fernie in Gießen. Ein der Verwaltung der Gießener Bergwerksigesellschast mit beschränkter Rastung in Bonn neuerdings aus Bankkreisen, gemachtes Gebot auf ihren restlichen Bestand von Fernie-Kuxen ist,. wie wir vernehüren, in der am 19. b M. im Viktoria-Hotel hier ftattgehabten Aufsichtsratssitzung der Gesellschaft in Rücksicht auf den andauernd guten Geschäftsgang der Werkschaft abgelehnt worden. Zur Lage des Geldmarktes. Wie neuerdings bestimmt versichert wird, ist die Reichsban? bestrebt, eine Zinsfußerhöhung so lange als nur möglich hinauszw- schieben, um dadurch auch auf den Anlagemarkt günstig einzuwirken. Zurindustriellen Lage. Der Verband deutscher Drahtstiftfabriken teilt mit, daß sich der Inlandsbedarf im Monat Juli verschlechterte. Wie sich das Geschäft im letzten Vierteljahr gestalten wird, darüber liegen noch keine ausschlaggebenden Anhaltspunkte vor. Das Exportgeschäft hat im August auch zu wünschen übrig gelassen. — Vom Eisenwerk Wülfel wird gemeldet, daß dasselbe zurzeit bei besseren Preisen vollauf beschäftigt ist. Die Arbeiterzahl hat gegen das Vorjahr im Lauft der letzten Monate erheblich vergrößert werden müssen. — Das Erträgnis der Bergbau- und Hüttenaktiengesellschaft Friedrichs Hütte ist bedeutend zurückgegangen, sodaß dieselbe nur 4, gegen vorjährige 10 Prozent verteilen kann. Die Aussichten für das lausende Geschäftsjahr sind noch recht unbestimmt. Konstantinopel, 20. Sept. Tie Einnahmen der türkischen T ab a kr e gie-G e s e l ls cha ft betrugen im Monat August 1903 20 6JO 000 Piaster gegen 20 100 000 im gleichen Monat des Vorjahrs. Kirchliche Nachrichten. Israelitische Religionsgemeirrde. Dienstag, den 22. und Mittwoch, den 23. September: Neujahrsfest. 1. Tag. Vorabend 6,15 Uhr. Morgens 7,30 Uhr. Predigt: 9 Uhr. Nachmittags: 4 Uhr. 2. Tag. Vorabend: 7,10 Uhr. Morgens: 7,30 Uhr. Predigt: 9 Uhr. Nachmittag: 4 Uhr. Festesausgang: 7,10 U h r. Zi«. Während der Predigt ist der Eintritt nicht gestattet. Hottrsdirnst ter israelitischen Deligionsgesellschast. Dienstag, den 22. undMittwoch, den 23.Sept. 1903. Nenjahrsfest. 1. Tag. Vorabend 6,16. Predigt. Morgens 6,00. Predigt. Nachmittags 4,00. 2. Tag. Vorabend 7,10. Morgens 6,00. Nachmittags 4,00. Festesausgang 7,10. -Seife, bestes Mittel gegen Hautausfchläge, Hant- Unreinigkeiten und Sommersprossen. Ver Stück 75 Pfg. uiu) 1.25 M. Z. h. r. all. Apoth^ Drog. u. Pars. 5956 Oö O sr e o eo «st . O L o » ■° «A 5 • >4 o CD Z. 'S -E g E VD Cl» K CQ 2 s s= CD £ gA K ‘Z *2 § ait sog? J-t 'SSL " Q i-t ■* »— O jQ O 2 -w « & g « >8* g ig 5 cd^ £ rtL Z g g t; 0 © iS r- o c <5 CQ L SS CD e SS CD SS Jo § CO s o o CD CS s SS 5 s ö Cc ort «st cn K SS «a -O s: tat ,5 SS Ct UD sQT*- Q, JÖ - S N SS <5 SS SS § g- Z । » «ft S-> «St CD - C CD Q >8* o L g <5 *-w CD , a> J-Z «St ZL Q Z «St *- s - zz -o & s_ -■5i CD CS cd N 5 JO 1 1 vO *2 .2i w IS) CD - CD >5* «ft _ » CD 5 S (£) O «> . ♦ io » Q « ss —» *•— CD j, O OD O § -b « s e cu 122 Z CO O O2 K 55 § "’S Z z «st CD § ■ § A S 05 CD CD 1-1 g ä $-> o o ° SS .S SS a L o L s CD 6^ O__ o ss S CO O -4-. sXO- CS yQ C «* ‘S K w 2 ss -ö) 5 O CD S =CJ <*= jr >o g 5-> —4 SD * «St ö % S5 IG «-eg 5-> CD-O «St 5- LSD. s Z ~ ö «st * KZ Lös eo «st 5 O CD SS CD C 71 - _o D «s< 5 CD «ex VD ____ — (2> * CD. O «St c -H «St CD ^7 _ ■ts o C . . CD CD »O s =c Z CD 2 ® S *5 e w r- » • «st CO -*-» (M E . ff 8 ® LZ yo . ÄL-i Etz hv 4. 2» 6< fn 5. H m m ar &itjj iM'.’l Kit Wl^HluS Soubi Staatssekre im Schatzm Arüsj daß der eigi licheri Feldzi viuz Sar Labo une em Riesenme um tzegeu b Emspch zu ?°ris, licheMam- über dem n Berges mit de Saint-C Mute hier d ^bomfc kfoiialii ^üniffle st E*iii Wen. $tt y, ?nt die £"P(rjeb c-°°M JW» Iin6 ff i .■ "■üuternati i^nen. $jr T?, d°6 üb ^ubai)Cp N: r ieG b“lli ^en 'jeil Qt: unb iuet Qu' u»b lind Id sA« »ui,'S« ünS SÄ, 0etr.: ® Dai «if ..ft rckffe« Men wad h« nagt» 9*^ 9 l i»nl müße oersr Schr im 3 unb werb seuch r. HL» Tiei dieE sind i itami tzch r.T« . Z» titct"? Mte, lv -i et die t Die Siefexittig und Anfuhr der für die Teilstrecke Schönbach— Aenncrod erforderlichen 720 Mtr. (Lement-Durchlaßrobre von 0,3 bis 0,6 m lichter Weite soll im Wege der öffentlichen Ausschrei' bimg vergeben werden. Bedingungen können auf der unterzeichneten Bail - Abteilung eingesehen, auch das Verdinghest gegen postfreie Einsendung von 50 Pfg. (nicht in Briefmarken) ebendaher bezogen werden. Eröffnung der Angebote am 7. Oktober 1903, vorm. HV? Uhr, bis zu welcher Zeit die mit ent* sprechender Aufschrift versehenen Angebote eingesandt sein müsien. Herborn (Aassau), 7095 den 18. September 1903. Königl.Eisenbahn-Bau.Abteilung. WWkigmliig in der Gemarkrrng Cberstadt. Nächsten Donnerstag den 24. September soll das Gemeindeobst und dasjenige des Fürstl. Pachtkonsortiums an Ort und Stelle öffentlich meist- bietend versteigert werden. Anfang um 10 Uhr vormittags auf der Dreispitze am Dorfgiller Weg. 7089 -____________Görlach. LdK-'Ltrßeigemg. Donnerstag den 24. September, von nachmittags 1 Uhr an, soll das Obst der Gemeinde Dors-Gill, bestehend in Zwet- scheu und Tafeläpseln, versteigert werden. 7098 Zusammenkunft beim Ort an der Straße nach Garbenteich. Dorf-Gill, d. 20. Sept. 1903. Großh. Bürgermeisterei. ________Kuhl.________ Wegen 6953 Ausgabe meines KesPsts lasse ich TonuerStag den 24. September, nachmittags 1 Uhr, in meitiem Hause Neuenweg 18 uachverzeichnete, sehr gut erhaltene Schmiedewerkzeuge versteigern: 2 Blasbälge mit Feuerung, 1 Ambos, 2 Sperrhörner, eine Stauchmaschine, eine Bieg- mafchme, eine Bohrmaschine, 2 Winden, 10 Schneidkluppen und vieles andere Werkzeug sowie eine Partie brauchbares Eisen und 1 Stoßkarren. Heinrich Thomas. KujerMii Kulmbacher E^er. 5980 ,Vitello! hochfeine 7091 Delikateß-Sützrahmmargariue per Pfund 80 Pienllig. Gebr. Berdux Bahnhofstraße 27. Lindenplatz 12. Prima Kognak | Spezialmarte, garantiert, iranz. Verschnitt, ärztlich empfohlen, per Literflasche 2 Mt., ist der preiswerteste und beliebt wegen seines vorzüglichen Geschmackes. Ferner gelten meine französischen Kognaks unter Originalverschluß als die besten, welche der Markt bringt. E. Dort, Walltorstraße 45. Saiai- und Speise-Kartoffeln zum billigsten Tagespreis eiiipfiehtt 5685 I. Bankei, TOWsse li. la. weißleuchtende Gas-Glühstrümpfe (Äas-Lyreu u. Kronen * * « Äas-Lnsters u. 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Staatsprüfungen im Hochbau-, Ingenieurbau- und Maschinenbau-Fache (Gegenseitige Anerkennung der Vor- und ersten Hauptprüfung in Hessen und Preussen). Zulassung der Studierenden zu den Staatsprüfungen im Hochbau-, Ingenieurbau- und Maschinenbau-Fache in allen deutschen Bundesstaaten. Beginn des Studiums im Herbst oder zu Ostern. Aulnahmen vom IS. Oktober an. Beginn des Unterrichts 20. Oktober. Programme gegen Einsendung von 60 Pfg. [7092] Das Rektorat. Bekanntmachung. Die städtische Wage an der Frankfurterstraße, Ecke der Klinikstraße, ist von heute ab wieder in Betrieb gesetzt worden. Gießen, den 21. September 1903. 7108 Der Oberbürgermeister. Mecum. Koher Jeiertage halber bleiben unsere Geschäfts-Lokalitäten am kommenden AeiÄllg Öen 22. nnö Mtmch Öen 23. Zytmber geschlossen. Das Eintreffen Theater-Dekorationen langjähr Oesohulten Theater- -- Malern künstlerisch ausgefuhrt. Vollständige Bühnen-Einrichtungen sowohl für grosse Bühnen wie für kleinere Theater. ---- Kosten-Anschläge und Zeichnungen gratis. — Auf Wunsch persönliche fachmännische Besprechung. Bonner Fahnenfabrik in Bonn a. Rhein. Abteilung: Theater-Malerei und Bühnenbau. 7100 MsMMff )tr Einsahrt )ii 8Mtkk. Die Erneuerung der schadhaften Einfahrt zum Gaswerk wird voraussichtlich Anfangs nächster Woche vorgenommen werden. Da hierdurch eine Absperrung des Hoftores nötig wird und während einiger Tage daselbst kein Fuhrwerksverkehr stattsinden kann, so empfehlen wir denjenigen Abnehmern von Koks, welche demnächst solchen in Fuhren zu entnehmen beabsichtigen, erforderlichen Falles noch im Lause dieser Woche ihre Fuhrwerke zu schicken. Gießen, den 21. September 1903. 7105 Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. Otto Bergen. Haarausfall. Werter Herr Doktor! TeileAhnen Höst. mit, daß ich eine Fortsetzung Zhrer brieflichen Behandlung nicht mehr für nötig finde, da trotz der kurzen Zeit derselben mein Haarausfall schon ganz beseitigt ist. Gutach (Amt Wolfach, Baden), den 16. Aprll 1903. Ost. Werner, Postbote. Zur Beglaubigung der Unterschrift, das Bürgermeisteramt: I. Wöhrle. 6719 Adresse: O. Müü, prakt. Arzt, in Glarus (Schwerz) 75.______ BliMWiMll gÄuJi- tät und schönen Farben [o4547 Friedrich Roll, Schulstraße 10. lieber tocM trocknen die Fußbodeufarbeu von Adolf Bieler, Drogerie, Hl BH ra m beehrt sich ergebens! anzuzeigen Modell-Hüte Fa*a™ Knaben-Handurbeit. Mittwoch den 30. September d. I., nachmittags 3 Uhr, sollen in dem Schulhause am Asterwcg (Haudwerkerschule) zwei Unterrichtsturse für erziehliche Handarbeit mit je dreistündiger wöchentlicher Unterrichtszeit eingerichtet werden. In dem euren derselben iverden die Schüler mit Papparbeiten und in dem anderen mit Kerbjchnittarbesten beschäftigt. Zur Beteiligung an dem Unterricht können ältere Schüler der Volksschule sowohl als "auch Schüler der höheren Lehranstalten (letztere vom elften Jahre ab) zuaelafsen werden. Für Werkzeuge und Materialien, welche den Schülern während der Urrterrichtszeit gestellt werden, sind von jedem derselben 2 Mk. zu entrichten; die Schüler der höheren Lehranstalten haben außerdem noch ein Schulgeld von 4 Mk. zu bezahlen. Aumclduugcu zum Unterricht werden zur angegebenen Zeit in genanntem Schulhause cntgegeugeuommen. Gießen, den 19. September 1903. 7092 Mecum, Oberbürgermeister. Hahn, Rektor. Hohes11 Feäertage halber 7096 bleibt unser Geschäft Dienstag den 22. und Mittwoch den 23. September, sowie Donnerstag den 1. Oktober geschlossen. Bachenheimer & Schaumberger. <9 § uc s [IOOOJ 91 150001 97 936 32027 46 53 62 [1000 | [IOOOJ 460 544 600 724 69 909 16 83093 [400] 59 87 [2000] 90 91 215 35 341 [400] 44 56 488 58 579 601 96 [400] 914 [1000] 41229 332 505 9 20 45143 62 11000] 67 216 316 58 [400] 94 441 60 87 536 67 79 96 739 40 [30001 54 811 26 47 [400] 46075 97 [400] 112 [1000] 275 90 304 61 64 440 572 91 646 48 12000] 741 901 7 43 [400] 47059 74 80 144 53 88 247 84 318 508 89 [400! 97 600 37 756 80 91 918 48002 53 153 174 [400] 86 727 38 82 89 40017 42 69 80 916 59 103 45 97 43010 32 56 [20001 105 49 68 295 330 427 [1000] 581 [4001 663 765 810 --------------?9 8Q 702 827 929 49 80 84 42025 38 II. Kesslsch-Würingische Staatslotterie (Mitteldeutsche Staatslotterie) Ziehung VL Klaffe. (9. Tag) 19. September 1903. Alle Nummer», neben welchen nichts bemerkt ist, sind mit 200 Mark gezogen. (Ohne Gewähr.) 60 [400] 82 111 83 94 98 205 507 20 f400] 62 603 14 [400] 67 703 11 908 48 1009 35 50 198 290 427 500 [1000] 57 67 [400] 92 618 37 713 70 [1000] 880 2003 25 [1000] 290 [400] 323 35 [1000] 64 435 504 683 851 110001 62 919 3010 42 [400] 90 125 94 200 [20001 340 77 484 553 [10 001 68 [400[ 626 53 56 62 704 19 43 54 66 89 95 966 98 4057 59 69 153 330 77 412 31 34 69 [4001 71 [1000] 519 35 713 885 5024 62 120001 303 47 52 [400] 412 [1000] 49 55 510 38 [400] 52 673 730 6047 111 [3000] 12 [4001 71 75 355 75 [400] 429 [400] 507 19 26 35 39 86 642 89 [400] 714 35 62 74 813 974 7008 41 228 [4001 .63 . >6 28 [400] 39 93 443 71 743 [400] 71 84 863 919 33 8066 233 48 66 89 |400| 300 18 37 84 514 [3000] 35 697 771 873 928 60 94 9096 100 j 40 [4001 208 28 50 62 73 [400] 77 87 353 410 48 508 611 25 702 76 40011 85 222 71 72 302 18 27 35 [400] 61 [400] 70 [400] 455 536 41 72 681 761 65 804 9 951* 11061 131 [400] 271 [400] 313 [400] 91 400 7 501 81 667 82 782 807 1 2130 43 [1000] 372 422 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September 1903.