Nr. 1Ö5 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem KeMchen Landwirt die Gießener Familien» blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brüh lachen Univers.-Buch- u. Stein- druckeret (Pietsch Erben) Schnlstraße 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gieße». Fernsprechanschluß Nr. 51. IW——— Zweites Blatt. 153. Jahrgang Freitag Ä l. August 1903 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger ® w Amis- nnd Anzeigeblati für den Kreis Gießen Bezugspreis» monatlich 7 b Pt., viertel' jährlich Mk. 2.20; durch Avhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Ps.; durch die Post Mk.2.— vrertel- jät)rL auLschl. Bellellg. Annahme von Anzeigen üi dle LageSnummer ji55 vormittags 10 Uhr. Zeilenpreis: lokal 12 Pf^ auswärts 20 Pfg. Vrraaswartltch tüt den polit and allgem. Xeil: V. Witiko; für „Stadt und ßanb* und .Gerichtösaal*: August Götz; für den Anzeigenteil: ^>an« Beck. Are Heutige Wummer umsaßt 8 Seilen. Volttische Tagesschau. Der Bund der Landwirte und die künftigen Handelsverträge. Die Deutsche Tageszeitung verwahrt sich gegen die Be- hauptung, daß der Bund der Landwirte und die Konser- oatioen jetzt schon chre Stellung zu den Handelsverträgen festgelegt haben. Eine allgemeine Erklärung, daß man un» bedingt gegen Handelsverträge stimmen werde, sei nirgends abgegeben worden und könne auch nirgends abgegeben werden. Auch der Deutschen Tageszeitung sei es nie eingefallen, derartiges zu behaupten. Das Blatt bemerkt dann weiter: Wir haben immer hervorgehoben, daß wir uns erst die neuen pandelsoerträge ansehen werden, ehe wir dazu Stelluua nehmen. In der Erörterung dieser Frage wird allerdings die Äeußerung eines antisemitischen Abgeordneten jetzt mehrfach hereingezogen, daß die Mehrzahl der Freikonservativen und auch der Nationalliberalen die Forderungen des Bundes der Landwirte unterschrieben hätten. Wir haben keinen Anlaß, auf diese Mitteilung näher einzugehen, da es ja genügend bekannt ist, daß die Freikonseroativen und Nationalliberalen in dieser Frage entgegenkommende Erklärungen abgegeben haben. Der Bund der Landwirte hat aber auch seinerzeit gar nicht die unbedingte Ablehnung der Handelsverträge gefordert, sondern nur verlangt, daß die Zustimmung von gewissen Vorbedingungen abhängig gemacht werde. Ob nun diese Vorbedingungen erfüllt werden, wird aber erst die Zukunft lehren. Handelsverträge mit den nordischen Staaten will der Handelsvertragsverein herbeisühren helfen. In der eben erschienenen August-Nummer seiner „Mitteilungen" ist zu lesen- Gelegentlich der Sammlung von Material für die Erneuerung der Handelsverträge sind uns aus Kreisen unserer Mitgliedschaft mehrfach Wlmsche und Anregungen für den Abschluß von Tarifverträgen nur Schweden-Norwegen und Dänemark ausgesprochen worden. Wenngleich ein Tarifvertrag mit keinem dieser Staaten zurzeit besteht, halten wir es doch für angezeigt, hierauf bezügliches Material zujammenzubringen, um den verbürrdeten Regierungen die Anregung zum Abschluß eines solchen nebst den dafür in Frage kommenden Wünschen und Vorschlägen des einheimischen Jn- teresseutenl reifes unterbreiten zu können. Wir bitten deshalb alle unsere Mitglieder, soweit sie am Export nach den in Frage stehenden Staaten beteiligt sind, uns davon in Kenntnis zu setzen, ob und welche Schwierigkeiten das Exportgeschäft dorth in hat, die aus dem Wege vertragsmäßiger Vereinbarungen sich heben ließen, und welche Wünsche und Vorschläge in dieser Hinsicht, sei es in Bezug auf die Höhe der dortigen Zollsätze oder auf allgemeine Verhältnisse der Zollverwaltung u. s. w., zu machen wären. Von der dortigen Besteuerung ausländischer Geschäftsreisender kann dabei abgesehen werden, da diese Frage bereits klarliegt. Die preußischen Proviuzialabgaben. Die Höhe der Provinzialabgaben der einzelnen Provinzen des preußischen Staates betrug im Jahre 1902 in Prozenten der direkten Staatssteuern: in Ostpreußen 20,95, Westpreußen 22,70, Brandenburg 10,30, Posen 18,57, Schlesien 13,53, Sachsen 9,50, Schleswig-Holstein 16, Westfalen 9,76, Hannover 12, Bezirk Kassel 6,21, Bezirk Wiesbaden 4,50, Rheinprooinz 10,50 Prozent. Hiervon entfallen aber in der Rheinprovinz 5,20 Prozent auf die Unterhaltung der sogen. Bezirksstraßen, die in anderen Provinzen von den Kreisen unterhalten werden. Zum Vergleich mit den anderen Provinzen kann in der Rheinprovinz also nur der> Satz von 5,30 Prozent herangezogen werden, sodaß die Rheinprovinz nächst dem Bezirksoerband Wiesbaden die geringsten Provinzialumlagen hat. Aus Stadl und Kand. Gießen, den 21. August 1903. **AchmRaMM-Lemll 1885 Gießen, den 20. August 1903. 6315 r ist, dass alle Fabrikanten heute dieses System nachzuahmen bestrebt sind. 4688 6301 Salat- und takt. Anfang punkt 9 Uhr. Der Borstand. . tokei, LMMe ii Iuv ■Qerbftfaat das Taufend von Ulk. 50 an. 6312 1,25 Mk. 1,25 Mk. Stückkoks . . Nutzkoks SLr. 1 Nutzkoks Str. 2 Ltück-Koks .............. Nutz-ÄoLs, ausschließlich trocken gelagert, in zwei Stückkoks . . . Nutzkoks Nr. 1 . Nutzkoks Str. 2 . 1,— AU. 1,15 „ 1,15 v Bci größerer Abnahme DtM Etäbten 1 ung eila Fördeuui ckufnierks worden die neug letzteren ßische Lr alte, mr slir (üruni Ter Lauei rchuowre Biegung toorjenen ■ -^folger' Bad-Nauheim, den 18. August 1903. Großh. Bürgermeisterei Bad-Nauheim. Dr. Kayser. verschiedenen Korngrößen iür Srubenheizung und für weile und enge O i ens ch ä ch le passend zerkleinerl: Größe 9ir. 1, eiwas größer als durchschnittliche Korngröße des Amhracit, g ang- bar ft e S o r r e ........ Größe 9h:. 2, kleiner als durchschnittliche ^torngröße des Anthracit...... Wagenladungen von mindesten» 36 Zentnern: nach Uebereinkunft. 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