Mr. 168 Erscheint täglich außer Sonntags. 'Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Gießener Familien, blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brüh lösche« Untvers.-Buch- «.Stein- druckeret (Pietsch Erben) Redaktion, Expedition und Druckeret: Schulstratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gieße«. Fernsprechanschluß Nr. 51. Zweites Blatt. 158. Jahrgang Dienstag 21. IM 1903 GiehenerAnzeiger ° General-Aiyeiger 99 ** Amts- md Anzeigeblatt für den Ureis Gießen vezngspret-r monatlich 75 Pf^ viertel jährlich Mk. 2.20; durch Aohole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePostMk.2.—viertel- jährl. ausschl. Bestetlg. Annahme von Anzeigen ür dre TageSnummer bis vormittags 10 Uhr. Zeilenpreis: lokal 12 Pl, auswärts 20 Pfg. Beraatwortltch für den pollt und allgem. Teil: P. Wittko: für ,Stadt und fionb* und .GerichtSsaalE; August Götz; für den Anzeigenteil: HanS Beck. Die heutige Kummer umfaßt 8 Seite«. Gießen, den 18. Juli 1903. Betr.: Fortbildungskurse für Lehrer und Lehrerinnen. Die Großh. Kreis-Schulcommisfion Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Herr Geh. Hofrat Dr. E. von Sallwürk aus Karlsruhe wird auf Veranlassung des Darmstädter Lehrervererns vom 19.—22. und 26.-29. August L I. nachmittags von 4 i/z—6 Uhr Vorträge in Darmstadt halten. Nach Verftigung Großh. Ministeriums d. I., Abt. f. Sch.,' vom 8. L M., darf denjenigen Lehrern, welche daran teilnehmen wollen, an den betr. Nachmittagen Urlaub erteilt werden. I. B.: Dr. Wagner. Die Zeremonien bei der Wahl des Papstes. (Nachdruck verboten.) K. H. Rom, 20. Juli. Während die Trauerglocken hallen für einen der klügsten und achtenswertesten der Päpste, die in den letzten Jahrhunderten den Bischofsstuhl Petri einnahmen, bereitet mau eine weltgeschichtlich wie kulturgeschichtlich interessante Wahlhandlung vor, die Wahl des neuen Papstes, des papa, ponti- fex maximus, vicarius Dei oder Christi, wie seine kirchlichen Ehrentitel lauten. Woh lhat im Vergleich Ku früheren Jahrhunderten diese Wahl sich in ihrer weltgeschichtlichen Bedeutung ab geschwächt, weil heutzutage die zum größten Teile protestantischen germanischen Völker die führende Rolle aus dem Welttheater spielen, trotzdem aber hat bei der geistlichen Gewalt, welche das Oberhaupt der Kirche über die Gewissen der katholischen Deutschen ausübt, die Wahl des neuen Papstes sür den t'onsessionÄlen Frieden in Deutschland noch eine solche Bedeutung, daß sie uns zum mindesten so nahe berührt wie ein Thronwechsel iu einer der europäischen Großmächte. Es umspinnt den Wechsel in der Besetzung des päpstlichen Stuhles aber auch noch dwrum ein besonderes Geheimnis, weil hier nicht wie in den europäischen Monarchieeu ein nach seiner Eigenart und Gesinnung schon längst bekannter Nach- solger den Thron einnimmt, sondern ein unbekannter Greis mit ausgelebtem, selbständigem Charakter zum Leiter der katholischen Kirche ausersehen wird, der unbeeinflußt von der Pietät eines Erben gegen die Ratgeber seines Vorfahren, sofort mit eigenen Ratgebern leitend die Zügel der Regierung ergreift. Ms Joachim Pecci, als Papst Leo XIII. geheißen, starb, war es die erste Aufgabe des Kämmerers der römischen Kirche, des sogenannten Camerlengo, den Tod zu beurkunden und aus den Häupw des Kämmerers des verstorbenen Papstes die Siegel des Papstes sowie seinen Fischerring entgegenzunehmen, das ist der Bischofsring des Papstes, in dessen Siegelstein als Abzeichen des päpstlichen Primats der Fischzug Petri eingeschnitten ist. In feierlicher Sitzung übergiebt sie der Kämmerer dem Kardinals-Kollegium und zerbricht sie dann, um damit dps Ende der Regierung des Heimgegangenen zu dokumentieren. Die Regierung der Kirche bis zur Wahl eines neuen Papstes führt er nun selbst, (assistiert von einem Kardinalbischof, einem Kardincchpiester und einem Kardinätdiakon, welche täglich wechselnd die Regierungsgewalt mit dem Kardinalkämmerer teilen. Diese Tätigkeit beschränkt sich; übrigens auf die allernotwendigsten Regierungsakte. Die eigentliche Gewalt der Kirche ruht aber in dem Kollegium der Kardi- n ä l e, welche am dritten Tage nad) dem Tode des Papstes zusammentreten und chr Augenmerk darauf richten, den Wahlakt, das Konklave, vorzubereiten. Täglich finden Sitzungen des Kollegiums statt, bis am 11. Tage nach dem Tode des Papstes das Konklave zusammentritt. Ms dahin, so nimmt man an, werden die Dvauerfeierlichkeiten zu Ende fein mpld auch die auswärtigen Kardinale sich in Rom ein gefunden haben. 72 sollen es sein, welche das Kardinalkollegium bilden nach der Zahl der Aellesten der Stämme Israels. 6 Kardinalbischöfe, 52 Kardinalpriester und 14 KmLinaldiakone, die aber selten vollzählig sind, da bei dem Greiseualter der meisten Kardinale eine Reihe von Vakanzen sich nicht vermeiden läßt. Mehr als die Hälfte der Kardinale sind Italiener, die anderen Nationen erscheinen recht spärlich vertreten. Um nun von dem Kardinalskollegium, als dem Wahlkörper, eine jede Beeinflussung während der Wahlberatung fernzuhallen, wird nach dem geltenden Recht ein besonderer Wahlraum, das Konklave, in einem der päpstlichen Paläste (in den letzten Jahrhunderten meist im Vatikan) her gerichtet. Die katholische Kirche hat sich ja das Rechst in Jahrhunderten erkämpft, jetzt ohne Einspruch der Mächte sich ihr Oberhaupt zu wählen, und will sich! dieses wahren — ein Recht, das ihr zuerst die karolingischen und sächsischen Kaiser und später noch die Könige der katholischen Nationen streitig machten. Inzwischen haben Zimmerleute mehr als 100 Fenster im Vatikan mit Brettern vernagelt und Maurer die Fugen mit Mörtel verstrichen. Innen aber sind aus langen Gallerten aus Brettern gezimmerte Zellen errichtet worden für die Karpinäle undühre Bedienung, denn die wahlberechtigten Träger des roten Hutes ziehen nicht allein in das Konklave, sondern mit ihnen noch die sogen. Konklavisten: 6 Ceremonienmeister nebst Diener, ein Sakristan nebst assistierendem Kleriker, ein Beichtvater aus dem Mönchsstande, ein Sekretär mit Gehilfen, zwei Aerzte, ein Apotheker mit Gehilfen, zwei Zimmerleute, zwei Maurer, zwei Barbiere mit Gehilfen, sowie 35 Aufwärter und die Diener der Kardinäle, von denen jeder der Kirchenfürsten zwei mit hineinnehmen kann. Alle diese sind sorgfältig aus- gewählte, zuverlässige Leute. Nach einem feierlichen Hochamt im St. Peters Dom, welches ein Prälat abhält, und in dem die Kardinäle ermahnt werden, ,per Kirche einen guten Oberhirten zu geben", ziehen Kardinäle und Konklavisten unter Vorantragung des päpstlichen Kreuzes, eines der Abzeichen der päpstlichen Macht, in p>as Konklave, ein halbes Grab ohne frische Luft, in enge Zellen von mönchischer Einfachheit, dazu angetan, eine baldige Einigung zu befördern. Die Zellen werden verlost und drei Kardinale erwählt, welche das Konklave sorgsam zu beobachten und die strenge Abgeschlossenheit von der Well genau zu überwachen haben. Sie kontrollieren genau die im Konklave Anwesenden, weisen die nicht Hineiugehörenden hinaus und dann wird die Klausur durch Zumauern der Türen geschlossen. Nur eine Tür bleibt, durch welche der Verkehr mit der Außenwelt vermittelt wird. Durch diese gelangen die Speisen zu dem Wahltollegium hinein und durch diese fertigt der Kämmerer der Kirche selbst die Gesandten der fremden Höfe ab, falls diese in dieser Zeit des Interregnums empfangen sein, wollen. Draußen aber wachen päpstliche Würdenträger imh päpstliches Militär, damit die mönchische Einsamkeit der Konklavebewohner nicht gestört werde. Hinein darf niemand mehr, hinaus nur derejnige, welcher schwer erkrankt ist und deshalb die Einpferchung verlassen muß. Nun werden in der Kapelle, welche in der Mitte .des Konklaves liegt und das eigentliche Wahllokal bildet, die Konstitutionen der Papstwahl verlesen; die Kardinäle beschwören sie und- auch die Konllavisten werden vereidigt. An' der Wahlhandlung muß jeder Kardinal bei Strafe der Exkommunttcttion teilneymen, selbst von den Kranken wird durch besondere Beauftragte die Stimmabgabe gefordert. Zweimal täglich findet Versammlung statt bis zur Erreichung eines sicheren Resultates. Wahlkapitulationen aufzustellen, ist streng verboten. Der Wahlmodus ist ver- schreden, er kann geschehen durch Akklamation, per com- promissnm, indem eine engere Zahl der Kardinäle durch die übrigen mit der Auswahl betraut wird, oder man wählt, wie es meist geschieht, durch Stimmzettel, welche die Kardinäle verschlossen und versiegelt mit erhobener Hand am Mare der Kapelle des Konklaves abgeben. Stimmt die Zahl der Zettel nicht, so werden diese verbrannt, fällt aber auf keinen der'in den Zetteln Genannten die erforderliche Zweidrittelmajorität, so wird diese durch eine eigenartige Wahlergänzungsmethode, den fogenannten accessus, zu erreichen gesucht. Alle Wähler haben dabei noch einmal ihre (Stimme abzugeben; diejenigen, welche an ihrer ersten Stimme festhalten, schreiben accedo nemini, die aber, welche einem andern unter den im ersten Wahlgange bezeichneten Kandidaten ihre Stimme geben wollen, schreiben dessen Namen auf ihren Stimmzettel. Diese Stimmen werden den früheren zugezählt. Einmal darf aber dieser accessus nur geschehen. Ist die Zweidrittelmajorität nicht erreicht, so verkündet der Rauch der verbrannten Zettel der Außenwelt das negative Resultat, und die Wahlhandlung beginnt von neuem. Sollte aber gerade genau eine Zweidrittelmajorität vorhanden sein, so wird in den Stimmzetteln nachgesehen, ob nicht der Gewählte das Verbotene getan und sich selbst gewählt hat. Tat er es, so ist auch in diesem Falle die Wahl ungiltig. Die Wahlhandlung wird so oft vorgenommen, bis ein Resultat erreicht ist, und die unangenehme Klausur hilft dazu, daß man sich einigt. Bei der Wahl Leos XIII. geschah dieses schon nach dreitägigem Wahlakt. Ist endlich die Wahl gelungen, — feit 1522 sind es pur Italiener und seit 1378 nur Mitglieder des Kardinal- kollegiums gewesen, welche man wählte — so wird der Erwählte beftagt, ob er die Wahl annehme. Nimmt er an, so gehen von diesem Augenblicke alle päpstlichen Nichte aus ihn über, wenn auch die Päpste ihre Regierung erft von dem Tage ihrer Krönung an datieren, wie auch der am 20. Februar 1878 gewählte Joachim Pecci die Dauer seiner Regierung erst vom 3. März ein, dem Tage seiner Krönung berechnete. Eine wirkliche Mchtannahme der Wahl ist, übrigens noch nie vorgevommen, wenn auch einzelne Päpste, wie Gregor I., Gregor IV. und Gregor VII., sich zunächst gesträubt haben sollen. Sobald der neue Pabst nach "der seit dem 11. Jahrhundert herrschenden Sitte^sich den Namen gegeben hat, welchen ervals Papst führen will,' geleitet man den Neugewählten nach feiner Zelle, bekleidet ihn mit den päpstlichen Gewändern und hängt ihm das päpstliche Pallium um, einen weißwollenen Fuller-Umhang, ' mit' sechs schwarzseidenen Kreuzen, welche die Schultern ringförmig'umgeben. Auf dem päpstlichen Tragsessel bringt man ihn unter dem Gesang des Te Deum zur Kapelle zurück, und dort empfängt er fettens der Kardinäle die erste adoratio, d. h. sie küssen chm Fuß und Hand, woraus sie zum Friedenskuß zugelassen werden. Unterdessen ist unter der rührigen Hand der Zimmerleute und Maurer des Konllaves die'Klausur gefallen^ und der erste Kardinaldiakon eill zur Peterskttche, nachdem er den Treueid geleistet, und verkündet von der Ä:an- Loggia der Kirche herab dem Volke von Rom: Annuncio vobis gaudium magnum, papam habemu^ Eminentissimum et Reverendissimum Dominum..... qui sibi imposuit nomen...... (Ich verkünde Euch große Freude, wir haben einen Papst, den allerherrlichsten und verehrungswürdigsten Herrn......, welcher sich hen Nanten . ........beigelegt hat.) Noch am Nachmittage des Tages der Wahl erfolgt dann in der Sixtinischen Kapelle und in der Peterskttche die nochmalige Verehrung des neuen Papstes durch die Kardinale. War der Gewählte Bischof, so hat er inzwischen auch den Segen, war er es Feuilleton. Die Raumverhältnisse der Theater. Irr dieser theaterstillen Zeit gibt der „Bert. B.-C." einen Ueber-> blick über die Raumverhältnisse der hervorragendsten Theater. Während im „eigentlichen Vaterland des Thea-- ters", im alten Hellas, der Zuschauerraum, das Theatron, für eine möglichst große Zahl von Besuchern berechnet war, legt im Gegensatz hierzu die moderrre Theaterbaukunst aus einen intimeren Charakter des Gebäudes im allgemeinen größeres Gewicht. Das int 4. Jahrhundert v. Chr. erbaute Theater zu Athen faßte eine Auschauermenge von annähernd 14 000 Köpfen, das um dieselbe Zett entstandene zu Megalopolis, einer Stadt von nur 60000 Einwohnern in Arkadien, sogar eine solche von rund 20000 Köpfen. Als das größte Theater im alten Rom gilt das Theater des.Marcellus, dessen cavea, Zuschauerraum) 22 000 Personen faßte. Hingegen gewährte das größte Theater der Jetztzeit, das Opernhaus in Chicago, nur 8000 Personen Raum, während das Theatto San Carbo zu Neapel und das Theatro della Scala zu Mattatrd eine Zuschauermenge von 7000 und 6000 Personen zu fassen vermögen. Hinter diesen drei modernen Riesentheateru stehen aber säntkliche anderen Theater der Welt bedeutend zurück. Ueber 3000 saßt nur noch die Große Oper zu Paris. An der Spitze der deutschen Theater steht hinsichtlich der Größe des Zuschairerrailmes das Zentralhallentheater in Hamburg, das annähernd 3000 Personen Raum gewährt, wahrend das Stadttheater daselbst nur 2000 Personen faßt. An der Spitze der Wiener Theater sieht in dieser Stattsttk das Hofoperntheater mit 2500 Sitzplätzen, während, Deutsches Polkstheater und Kaiserjubiläunwtheater je 1900 Personen, Hosburgrheater 1474 und das kleinste der neun größeren Wiener Theater, das Jantsch-Theater, 1000 Personen Raum gewähren. In Berlin faßt gegenwärtig das Metropol- Theater die größte Zuschauermenge, nämlich 2000 Personen. ©5 folgen das Neue königliche Operntheater (ftüher Kroll) mit 1760 Personen, Theater des Westens mit 1650 Personen, Berliner Theater mit 1600, königl. Opernhaus mit 1585, Schillertheater O. mit 1300, Schillertheater N. mit 1250, Karl Weiß- und Luisentheater mit je 1200, Lessing- thectter mit 1136, Thaliatheater mit 1100, königl. Sdjaw» spielhaus mit 1094, Deutsches Theater und Zentraltheater mtt je 1000, Neues Theater mit 820 und last not least das Residenztheater mtt 700 Personen. Von den übrigen drei preußischen Hoftheatern gewährerr das zu Hannover 1800 Personen, das zu Wiesbaden 1400 und das zu Kassel 1278 Personen Raum. An der Spitze der nichtpreußischen Theater steht das Hof- und Nationaltheater zu München, in dessen Räumen 2500 Personen Platz finden, während weiterhin die Zahl der zulässigen Zuschauermenge beträgt in Stuttgart und Karlsruhe je 1800, tu Braunschweig 1500, in Mannheim 1450 (der „Musensaal" im Rosengarten faßt 1800 Plätze, damit rangiert '.Naunheim also eigentlich an ftüherer Stelle), in Dresden 1400, in Darmstadt und Dessau je 1200, in Weimar und Gotha je 1100, in Schwerin 1050, in Coburg und Altenburg je 1000, in Detmold 800, in Meiningen 750 und in Sondershausen und Rudolstadt je 600 Personen. Bon größeren deutschen Stadttheatern seien schließlich noch erwähnt das Frankfurter Opertlhaus mit einem Zuschauerraum von 2000 Personen, das Bremer und Kölner Stadttheater, mit einem solchen von je 1800 und das Düsseldorfer Stadttheater mit einem solchen von 1700 Personen. Weisen. Karl Baedekers berühmtes Blich „Die Schweiz" er- schien soeben in 30. Auflage. Wiederum ist das Buch, das immer noch der beste Führer sür Schweiz-Reisende ist, mit größter Sorgfalt durchgearbeitet und znm Teil umgestaltet worden, so daß es im Vergleich mit der vorigen Auflage an Aktualität und Brauchbarkeit ganz erheblich gewonnen hat. Das Hauptereignis dieses Somnrers ist die Eröffnung der Albillabahn von Thusis nach Celerina-St. Moritz, die das Oberengadin dem Weltverkehr erschließt. Außer ihr studet der Leser u. a. die neue Simnlentalbahn, die schon int nächsten Jahr die großen Kurorte Interlaken und Montreux auf kürzesten: Wege verbinden wird; die neue Strecke der rhätifchen Bahn von Reichenau nach Jlanz im Bündner Oberland; die Straßenbahit von St. Gallen nach Trogeli, die einen bequemen neuen Zugang in das Appenzellerland bildet; die Jungfraubahn bis zur neuen Station Eigerwand usw. Eine besoitders eingehende Behandlung haben die zahlreichert neuen Höhenstationen, sowie die eigentlichen Hochgebirgstouren gefllnden. Tas im Verhältnis zunt Preise ungewöhnlich reiche kartographische Material wurde um vier mustergiltig ausgeführte, diesmal der Ostschweiz ztlsallende Blätter in dem auch für Fußtourert vollkommen ausreichenden Dtaßstabe von 1:150 000, sowie um zwei hübsche Um= gebungskärtchen von Zürich unt) Bern vermehrt, so daß der Band nun die bisher von keinem Reisebuch erreichte Anzahl von 65 Karten, 14 Plänen und 11 Panoramen enthält. Trotz der Vermehrung von Text und Karten ist das Buch haitdlich geblieben. Es verdient ferner besonders hervorgchoben zu werden, daß Baedekers Handbuch immer noch das einzige ist, das nicht durch Jnseratenverkaus Gastwirte und andere von: Fremdenverkehr lebende Leute zur Tragtlttg der Kosteit herailzieht, daß seine Ein- pfehlmtgen sich also nicht einmal in der Form von Jnserateit erkaufen lassen. Ueber die Schlvierigkeiteii unb Klippen der Hotelbeurteilung finden sich int Vorwort einige bemerkenswerte Angaben. Was der Verzicht auf Inserate wirklich bedeutet, davon litacheii sich nut: wenige Leser einen Begriff. Wenn die ^Abschaffung der Gasthofssterlie von anderer Seite neuerdings als Fortschritt bezeichitet wird, so ist das lediglich ein verstecktes Eingeständnis mangelnder Keiilttrtis in diesen Dingen und der begreiflichen Scheu, überhaupt bestimmte abschätzende Urteile ailsznsprechen. Welche BedeiltiNig diese Sterne in Wirklichkeit haben, zeigen am besten die, wie mir persönlich atls meiner Tätigteil un Redaktionsbureau des Baedekerschen Reisebuches bekannt ist, täglich in großer Llnzahl zu- gehenden Briefe. —o. „Der Ort, wo Du stehst, tf. Nürnberg, 20. Juli. schritten seien. — (Unterhaus.) Ter Parlamentssekretär der Admi- ralität Arnold Forster erklärt, es sei noch ein Marrneattachv ernannt, sodaß auch in Rom und Petersburg besondere Attaches beglaubigt werden können. Die Vermehrung sei dadurch veranlaßt, daß infolge der raschen Entwicklung der fremden Flotten die den Attaches zugefallene Arbeit gewachsen sei. — Die englische Regierung hat, einer Meldung des gut unterrichteten „Morning-Post"-Korrespondenten in Washin-, ton zufolge, beim dortigen Auswärtigen Amt Souveräns! räts-Ansprüche auf die Inseln bei Borneo erhoben, die Amerika jüngst okkupiert hat. Die amerikanische Regierung jedoch steht, wie „Daily Mail" und „Morning Post" übereinstimmend melden, auf dem Standpunkt, daß die fraglichen Inseln den Vereinigten Staaten gehören, weil sie weiter als 3 englische Meilen von der Küste Bor- neoiP entfernt liegen, daher nach den ausdrücklichen Bestimmungen des deutsch-englisch-spanischen Abkommens vom Jahre 1885 Spanien zugewiesen wurden und aus dessen Vesch seither in amerikanisches Eigentum übergegangen | I^Betgrad, 20. Juli. „Narodin List" trat warm dafür ein, daß anläßlich des 40. Tages seit der Ermordung König Alexanders ein Seelenamt für ihn ab- gehalten werde. Sie sei schon nach der Ermordung für ein würdiges kirchliches Begräbnis emgctreten, das einem ge- leönten Haupte gebühre, Acan hörte damals nicht darauf. Tas oLati gtaubtaber, daß die Menfchenpslicht die erwähnte Feier fordere, damit Europa gezeigt werde, daß das zu schildern! . , Ä . ri d. Wieseck, 20. Juli. Beim Bezrrks-Krregerfest wurden Dank- und Begrüßungstelegramme an Se. Majestät den Kaiser und Se. Röntgt Hoheit den Großherzog gerichtet Hierauf ging von Sr. Königl. Hoheit folgende i Antw ort ein: . ~ „Gratuliere zum Stistungsfest und Fahnemubrlaum, orote -u der von Seiner Majestät dem Kaiser verliehenen Fahnen- schleife. Herzlichen Dank sür treue Wünsche. , Ernst Ludwig. Mit großem Jubel wurde die Antwort Sr. König!. I Hoheit von den versammelten Kriegervereinsmitgliedern entgegengenommen. — Noch wäre der Musikoorträge der sehr rührigen Kapelle und ebenso der Gesangsoorträge befreundeter Vereine zu gedenken. — Zu Ehren der im Jahre 1870/71 I gefallenen fünf Kameraden» fand am Montag, vormittags 110 Uhr, am Kriegerdenkmal auf dem Friedhof eine erhebende Feier statt, an welcher sich außer dem Kriegerverein viele s Einwohner des Dorfes betheiligten. Pfarrer Hellwig hiel 10. Deutsches Turnfest. in. Symphonie-Konzert der Kurkapelle. + Villingen, 20. Juli. Dieser Tage scheuten, als die Dampfwalze in unserem Orte die Straße heraus kam, die Pferde des Bierfuhrmanns Weinel aus Hungen und rannten die abschüssige Straße hinunter. Der Wagen stieß gegen eine Hausecke, ein Vorderrad und sämtliche Bierflaschen gingen entzwei. Das eine Pferd verletzte sich an bc* Beinen. Mainz, 20. Juli. Gelegentlich der vom Süddeutschen Photographenverein, Sitz in München veranstalteten Internationalen Ausstellung für Photographie und Graphische Künste zu Mainz findet dortselbst in den Tagen vom 7. bis 10. September d. I. ein allgemeiner deutscher Photographen- und Graphikertag statt. Am 8. September, 11 Uhr früh wird die Ausstellung in Anwesenheit des Protektors, des Großherzogs Ernst Ludwig feierlich eröffnet. Am 9. September, morgens 9 Uhr, veranstaltet der Süddeutsche Photographenverein eine Festsitzung mit Vorträgen und Vorführungen in der Liedertafel. Mainz, 18. Juli. Der dem 6. Ulanenregt. in Hanau angehörige Ulan Jmmel von Wiesbaden, der vor einigen Wochen im nahen Gonsenheim von Soldaten seines eigenen Regiments durch Stiche und Hiebe furchtbar zugerichtet ivurde, ist heute Nacht in dem Lazarett an den erhaltenen Verletzungen gestorben. Trotz eingehender Untersuchung soll Zum heute begonnenen Sechskampf traten von 2200 Gemeldeten 1600 an. Der Besuch des Festplatzes ist riesig. Das turnerische Programm erlitt Nachlnittags durch Regen eine Störung. Unter den abendlichen turnerischen Galavor- Ausland. London, 20. Juli. Das Königspaar trat heute nachmittag die Reise nach Irland an, wo es sich etwa 10'Tage aufhatten wird. — Das Oberhaus berät den Regierungsvorschlag, 25000 So ldaten in Südafrika beizpibehalten. Dabei erklärt der Unterstaatssekretär des Kriegsamtes, 12 500 Mann davon würden zur Verfügung Indiens gehalten. Bei einem Kriegsausbruch sei die gegenwärtige Besatzung Indiens ungenügend. Die Regierung könne die Sendung von Verstärkungen aus Eng- tand nach Indien nicht gewährleisten. Die einzige ^Möglichkeit, wenn man die geforderte Stteitmacht in Südafrika nicht beibehatten wolle, wäre eine Vermehrung der ständiger Besatzung Indiens. Die Regierung sei berett, für die Ent-^ sendung von 12 500 Mann von Afrika nach Indien bei Feind- seligketien einzutreten. Der Herzog von Devonshire erklärt, England könne nicht die Tatsache ignorieren, daß dieGrenzen Rußlands und Afghanistans jetzt aufeinanderstoßen, noch die Tatsache, daß die Verbindungen zwischen Rußlands Grenzen und der militärischen Basis jetzt ferttg oder weit vorge- Jagdschloß Wolssgarten. "Das Berliner Tonkünstler-Orchester unter Franz von Blon wird, wie wir soeben bestimmt erfahren, am Samstag den 1. August hier noch einmal ein Konzert veranstalten. Es ist wirklich freudig zu begrüßen, daß das berühmte 55 Mann starke Orchester uns noch einmal Ge»! legenheit giebt, seine vortrefflichen Leistungen zu bewundern. !Wir sind überzeugt, daß dieser Samstag ein mustkaüsches Ereignis ersten Ranges bringen wird, da das Programm, das uns bereits vorliegt, auserwählte klassische Stücke aufweist. Richt weniger als viermal ist Richard Wagner vertreten ! Auch Beethoven, C. M. v. Weber, Rubinstein, werden wir zu hören bekommen. Das Konzent findet im Neuen Saalbau statt. . ** .Sängerkranz". Zu. unterer gestrigen Notiz bc- merken wir, daß die geplante Nachfeier nicht diesen Donnerstag, sondern Donnerstag über 8 Tagen, also verbrannt ist. _ ' d. Friedberg, 20. Juli. Anläßlich der Zusammen, kunst des 1. Hessischen Gardc-Jägcr-Bataillonsüber» reichte Jäger Zimmer-Darmstadt dem Vetcrancnvcrem Friedberg namens der Vereinigung ehemaliger hessischer Garde-Jäger zu Darmstadt eine Ehrentafel. Der Vorsitzende Dönges übernahm sie mit Worten des Dantes und brachte ein Hurrah auf die Jäger aus. Ermähnt sei noch der von 16 Damen in schmuckem Jägerkostüm aufgeführte Jäger- Reigen unter Leitung des Turnmarts Hain. Infolge des günstigen Wetters mar die Zahl der Festgäste so groß, daß die großen Wirtschaftshallen überfüllt mären und der Fest- platz ein großes Menschengemoge bildete. Die heutige N a d)» feier mar wiederum recht unterhaltend; an das Früh- fchoppenkonzert schloß sich nachmittags Volksfcier auf der Seemiese. Die Mitglieder des Vcteranenvcreins führten einen Bajonettfechtertanz auf, wonach später ein Ringkampfreigen, ausgcführt vom 1. Stemm- und Ringklub unter Leitung des Fechtmeisters Noack, stattfand. Bad-Nauheim, 20. Juli. Folgende Unter- Haltungen finden in dieser Woche statt: Mittwoch, nachmittags und abends: Konzert der Kapelle des Infanterie- Regiments Kaiser Wilhelm Nr. 116 aus Gießen. Abends: „Die Dame von Maxim." Donnerstag, liachmittags und abends: Konzert der Kurkapclle. Bei gutem Wetter Lampionsbeleuchtung der Terrasse. Abends Tanz. Freitag, nach- mittags und abends: Konzett der Kurkapellc. Abends: .Der Zigcuncrbaron". Samstag, nachmittags und abends: Konzert der Kurkapelle. Nachmittags: „Hänsel und Gretel"; abends: „Das Opferlamm." Sonntag: Konzert der Kapelle des 1. Hann. Dragoner-Rcgts. Nr. 9 aus Metz. Abends: am 30. d. M. stattfinden soll. •• Das Schützenfest verlief auch gestern programmgemäß. Auf dem Fcstplatz wogte gestern abend wieder eine gewaltige Menschenmenge. Einmal schüttete sich em kleiner Regenguß über den Platz aus. Da flüchtete Alles entweder unter die Zelte oder auf das Karoussel, das unter der Last der darauf Sitzenden und Schaukelnden sich nicht mehr drehen wollte. Bald war es aber wieder flott gemacht und begann wieder seine stark in Anspruch genommene, überaus geschätzte Funktion. Der Regen hörte auch wieder auf und das Vergnügen, auch auf dem Tanzboden, nahm bis zu I später Stunde regen Fortgang. •• Keine Verhaftung. Zu der am Samstag gebrachten Notiz Über den Tod des Robert Leining wird uns mitgctcilt, daß eine Verhaftung des jungen Mannes nicht erfolgen sollte, da es sich nur um eine ganz geringfügige Entwendung handelte. Für die Buren sind weiter bei der Ortsgruppe desAlldeutschen Verbandes eingegangen und nach der Berliner Hauptleitung abgeschickt worden: 15 Mk. vom evang. Schwesternhaus, 2 Mk. von Ungenannt, zusammen 17 Mk. Hiermit wird die Sammlung, die einen Gesamtbetrag von 2820,50 Mk. erreicht hat, geschlossen. ? Wieseck, 21.Juli. Der vov50Jahren nach Amerika ausgewanderte Philipp Schäfer erfreut gegenwärtig mit seiner Frau seine 77jährige Schwester, die Ehefrau des gleichalterigen Werkführers Johannes Bierau durch einen Besuch. Wer vermag die Freude des von der Wucht der Jahre gebeugten zusammen über 300 Jahre zählenden Greisenpaares worden. ~ < k k New York, 20. Juli. Einem Telegramm aus Soledad zufolge beschossen venezolanische Krregs- schirse das von Aufständischen besetzte Regrerungsgebaude in Eiudad Bolivar. Es folgte ein allgemeiner Angriff. Die Regierungstruppen nahmen den Friedhof und die ^ttaßen am Regierungsgebäude und verloren dabei 100 Manu. Die Aufständischen haben etwa 200 SoU_____ — Deutsches Keich. Berlin, 20. Juli. Deü Kaiser trifft von der Rord- landfahrt in Bremerhaven am 7. August ein und unternimmt zusammen mit der Kaiserin eine eintägige S^^t in der Nordsee mit dem neuen Schnelldampfer des Norddeutschen Lloyd „Kaiser Wilhelm 11.". ... — Ein polnisches Sängerfest, an dem sämtliche polnischen Gesangvereine der Provinz Brandenburg teilnahmen, fand gestern tm sozialistischen Volkshause in Eharlotkenburg statt. Es wurden zum größten Teile nationale Lieder pol- nffcher Dichter und Kompomsnr zur Aufführung gebracht. Stuttgart, 20. Juli. Aus Anlaß des Zustandekommens der Steuerreform verlieh der König dem Finanzminister Zeyer das Großkreuz des Kronenordens. Dolttische Tagesschau. Unlauterer Wettbewerb. Man schreibt uns aus Berlin, 20. Juli: Von der Absicht einer durchgreifenden Erweiterung dev Gesetzes über den u n l a u t e re n W e 11 b e w erb, speziell gegen -Schwindelausverkäufe", hat cm Fachblatt Mitteilung gemacht. Wir erfahren hierzu das Folgende: AufMitztziauchc im Ausverkaufswesen ist die Regierung seit längerer Zett durch Eingaben sowohl von Privaten rote von verschiedenen gewerblichen Vereinigungen aufmerksam gemacht worden. Solche. Vorstellungen und Petitionen, mit der Aufmunterung, die .Klinke der Gesetzgebung" zu ergreifen, werden nicht immer mit der wünschenswerten Genauigkeit gearbeitet. Da^> Tatsachenmaterial ist mitunter recht lückenhaft und mehr von ehrlicher Entrüstung, als von dem Bestreben nach sachlicher Darstellung beeinflußt. Aber auch eine präzise und leiben-1 schaftslose Eingabe uberhebt die Regierung nicht der Verpflichtung sorgfättigsler Nachprüfung: Daraus erklärt sich, daß die tm Prmztp anerkannte Reformbedürftigkeit des Gesetzes wider den unlauteren Wettbewerb nicht mit der Beschleunigung ;u gesetzgeberischen Schritten führen kann, wie dies den Petitionsverfassern als nächstes und dringlichstes Ziel erscheint. Ob bei der großen Fülle des in Betracht kommenden Stoffes tu naher Zeit nach dem Zusammentrttt des Reichstags eine Vorlage erfolgen kann, entzieht sich einstweilen sicherer Schätzung. Der Inhal: des Entwurfs steht also noch keineswegs fest, vielmehr haben die Interessenten noch Gelegenheit genug, chre Wünsche und Vorschläge zur Geltung zu bringen. noch Nicht, die Weihe durch den Man des Kardinal-Kol einem vom Papste selbst zu. bestimmenden ^age, jmtet in ber PeterSkirche die feierliche Krönung statt, bei der der Erwählte das Zeichen der päpstlichen Würd e, die papst- ttä>e Tiara, empfängt, chic aus Verbindung der BischofS- niune mit der Krone entstandene Hauptbedeckung, welche drei um die Bischofsmütze Herumlausende kronenahnttche goldene Reifen aufweist. Der Papst tragt diese ^ara be arotzen Festlichkeiten aus dem Wege von und zu der Kirche, den^i er seinen Regierungsantritt durch eine «üw bekannt gibt, als das Oberhaupt der Kirche^ Die Worte, mit denen ihm die Tiara überreicht wild, sind interessant genug, wiedergegeben ^u werden. zpetM: o^te fielen vier junge Burschen den Pferden m die Straße von Albanesen getötet, ^solgedeslen suw dre b versuchten, die Tiere in den Chausseegraben zu Gr°n.Lb-'oohnor s-»>LhLu Em welcher vom Wagen stieg, um den alte b°Mchtet ^rmonten^rsiche Burschen Emhalt zu tun, erhielt von einem derselben mehrere «SiSSS eN^Ln s Mefferst.che m Kopf und Hände. Em anderer welcher Bande bei Ruejn, 18 Kilometer südwestlich von Mstendtt, zu Hilfe eilte, erhielt ebenfalls einen leichten Stich. Die eine zweite 40 Mann starke Bande unter Dontscho bei. ~ « v — Q Dschuma und eine dritte von 50 Mann unter Führung eures Montenegriners bei Nevrekop die bulgarische Gvmze überschritten haben. Auch sollen die m a c e d o n i s ch e n K o - niitees neuerdings bei Küstendil Waffen und Mu- nition sammeln. Gegcnmaßregcln sind getrossen § Wetter c Höchste Temperatur am 19.—: Niedrigste „ , 19.— 20. Juli 20,9° C. 20. „ 13,1° C. gute Telephonischer Kursbericht. Jb'riinklart ». M., 21. Jul Oest. Kredit. mit Juli 1903. 746,8 748,3 749,6 17,6 15,2 13,4 11,7 11,9 10,7 78 92 94 beb. Himmel bew. Himmel beb. Himmel 2 2 1 20. 20. 21. 226 9“ 36 N. SW. SW. 37a% 3% 3V.o/o 3% Z-I 5# Z 102.60 91.00 102.20 91.05 101.20 100.75 103.00 101.15 101.80 103.25 49.60 31.00 34 20 130.60 44.20 31/2°/o Hessen . . . . 31/i% Oberhessen . . . 4% Oesterr. Goldrente . . 4xI6% Oesterr. Silberrente 4% Ungar. Goldrente . . 4°/o Italien. Rente . . . 4Va% Portugiesen . . . ft0/ > Portugiesen. . . . . 1% C. Türken . . . . Türkenlose...... 4% Griech. Monopol.-Anl. 41/.,% äussere Ar*jentiner Reichsanleihe do. Konsole . do. . . Goldpreise, etwa 32 zu 1. Die Mitglieder der amerikanischen Kam-- Mission entwickelten dabei bie Maßregeln, die zur Ausführung 3u/q Mexikaner . , 4,/2°/q Chinesen . . Electric. Schuckert . Nordd. Lloyd . , Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn . Lombarden ... Gotthardbahn . . . Laurahütte .... Bochum ..... Harpener .... Tendenz: fest Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. MatthLusgemeinde. Die neukonfirmierten Knaben werden eingeladen, sich nächsten ryrertag, den 24. Juli, nachmittags Utd. 36., nachmittags 2 Nhr, werden tm Bieker'scherr Saale Möbel aller Arten, 2 Faß Wein, 1 Partie Schuhwaren, II. i Nähmaschine, 1 Bügelofen, ^Nicmenscheibeu(neu) Die Versteigerung »ub. II findet bestimmt statt. Besichtigung jetzt schort gestattet. , 5665 vleitzler, Gerichtsvollztcher. ÄttSE** Der Stadt- und Landstuflage rtnserer heutigen Ausgabe liegt ein Prospekt von C. Bottand aus Weimar bei. 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