Nr. 168 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Gießener Kamilien» blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der BrühUlchen Lnive cs.-Buch- u. Stern- druckereLMeqch Erben) Kedaktton, Spedition und Druckerei: Gchrrlstraße 7. Adresse für Depeschenr Anzeiger Gießen. Kernsprechanschluß Nr. öl. Erstes Blatt. 153. Jahrgang Dienstag 21. Juli 1903 o XtefiK Ak xneflT Bezugspreis! JBÄmsHF ® monatnch75Pf., viertel« GietzenerAnzeiaer M »mraMnjeige • S=5g Amts- m» Anzeigeblatt für den Kreis Sieben MtzZ _______ _____________________________ U zeigenteil: Han- Beck. Papst Leo XHL f. Rom, 20. Snü, 4 Uhr 20 Min. nachmittags. Der Papst ist um 4 Uhr nachmittags ge- storven. Die Bronzetür des BatikauS ist geschlossen. Dieses Telegramm erhielten wir gestern abend kurz nach 7 Uhr und gaben es durch Extrablatt sofort bekannt. Eine Stunde später traf in unserem RedaktionSbureau folgende Drahtnachricht ein: Rom, 20. Juli. Dem Ab leb en d es Papstes ging ein mrzer Todeskampf voraus. Um 3 Uhr 40 Mm. kündigte Lappoui roeinenb den bevorstehenden Tod an. Großponitentiar Vannutelli kniete am Bett nieder und begann die Sterbegebete. Die Neffen des Papstes, Rompolla und die Würdenträger knieten ebenfalls nieder und weinten unaufhörlich. Der Papst war völlig bewußt- los, sein Gesicht äußerst bleich, die Atmungsbewegungen hatten au gehört. Der Papst starb ruhig. Um 4 Uhr 4 Min. verkündet Lappoui den eingetretenen Tod. Die Leiche bleibt auf dem Bette. Das Gesicht ist mit einem weißen Schleier bedeckt bis zur amt° lrchen Todesfeftstelluug durch den ltardinaltärnmerer. Gra Pecci, Lapponi, Eentra und zwei Nobelgarden halten die Toten- wacht. So ist denn daK Oberhaupt der römischen Kirche nach Mehr denn 14tägige:n Ringen dahingegangen in das geheimnisvolle Land, aus deß Bezirk kein Wanderer wiederkehrt. Die katholische Welt hat guten Grund, um diesen Papst zu trauern, denn man muß weit zurückgehen in der Geschichte, um aus dem Stuhle Petri einen Mann zu finden, der das Ansehen des Papsttums zu mehren verstand, wie Gioacchino Pecci aus Carpineto. Leo lenkte erst ein Jahrfünft die Geschicke der katholischen Kirche, als Ludwig Windhorst im preußischen Abgeordnetenhause unter fast allgemeiner Zustimmung aussxrechen durste, daß ,in keiner Periode der Weltgeschichte die moralische Autorität des heil. Stuhles größer war, als in der Gegenwart". In den 20 Jahren, die seitdem verflossen sind, hat Leo XIIL unablässig und unermüdlich daran gearbeitet, diese Autorität zu erhöhen, und er darf mit dem trostreichen Gedanken die Welt verlassen, das Amt, das ihm übertragen ward, da er fast schon die Jahre des Psalmisten erreicht hatte, treu und erfolgreich verwaltet zu haben. Die ganze Regierungszeit Leos XIII. war eine fortgesetzte Bestätigung der Idee, daß die Kirche ihre natürlichen Aufgaben erst dann werde erfüllen können, wenn ihr oberster Leiter nicht mehr mit weltlichen Sorgen belastet ist. Um das Lebenswerk Leos XIII. richtig zu beurteilen, muß man sich den Zustand vergegenwärtigen, in dem sein Vorgänger die Kirche bei seinem Tode zurückließ. Pius IX. hatte durch die Leidenschaftlichkeit seines Temperaments sich fast die ganze Welt entfremdet. Er stand am Abend seines Lebens vereinsamt da und fand auch bei den katholischen Regierungen keinen Rückhalt mehr. Auch sie sahen mit verschränkten Armen dem Sturz der weltlichen Herrschaft zu, und selbst in der Wiener Hofburg fand er schließlich für seine Beschwerden über die ^räuberischen Piemontesen" nur noch taube Ohren. So konnte sich Pius schließlich nicht mehr der Einsicht verschließen, daß er das Papsttum durch seine herausfordernde Politik in eine unhaltbare Lage gebracht habe, und in Mutlosigkeit äußerte er in Stunden der Selbsterkenntnis, eS sei Zeit, daß ein Anderer Petri Stuhl besteige. Die weiter und schärfer blickenden Männer der Kurie waren sich darüber klar, daß nur eine Abwendung von der bisher betriebenen Politik dem Papsttum ein Stück des Bodens wieder zurückerobern könnte, das es durch den bisherigen Papst verloren hatte. Das Konklave trat nach Pius' Tod am 18. Februar 1878 in Rom zusammen. Schon bei der zweiten Abstimmung waren 28 Stimmen auf den Canrerlengo Gioacchino Pecci gefallen, dem sich am folgenden Tage die zur Papstwahl erforderliche Zweidrittelmehrheit zuwandte. Das Wahlergebnis setzte die Welt einigermaßen in Erstaunen. Wer wav der Kardinal Gioacchino Pecci? Wenige kannten ihn, denn in den fast 30 Jahren, die ihn Antonellis Eifersucht in Perugia festhielt, hatten ihn die Zeitgenossen aus den Augen verloren, und nur wenige erinnerten sich noch der diplomatischen Erfolge, die der nun mit Petri Schlüsselgewalt bekleidete Kirchenfürst als junger Nuntius am belgischen Hofe davongetragen hatte. Nur die Prälaten seiner Umgebung konnten Peccis Persönlichkeit nach Gebühr würdigen. Sie bewunderten seine Gelehrsamkeit und seinen staatsmännischen Geist und hatten manche Probe seines milden, versöhnlichen Sinnes erhalten. Ein Mann mit solchen Gaben, der gleichwohl nicht geneigt war, den verlorenen Rechten des Papsttums zu entsagen, schien ihnen der geeignete Mann für die Wiederherstellung der Macht und des Ansehens der Kirche zu sein, und einer aus dem Kreise der „Perugini", der spätere Kardinal Galimberti, nahm es auf sich, durch das Mittel der Presse die Aufmerksamkeit der Welt auf den früheren Erzbischof von Perugia zu lenken und zu seinen Gunsten Höfe und Staatskanzleien zu beeinflussen. Der neue Papst führte sich durch Maßnahmen ein, die besonders weite Kreise des italienischen Klerus mit Vertraueri erfüllten und auch außerhalb Italiens die Hoffnung erregten, daß eine Periode der Verständigung mit dem Vatikan gekommen sei. Denn noch ani Tage der Thronbesteigung sandte -er neue Papst an den deutschen Kaiser ein Schreiben, das dc» Wunsch nach Beilegung freS Kulturkampfes enthielt und baß Bedauern des Papstes ausdrückte, daß die Beziehungen nicht mehr vorhanden waren, rbie in früherer Zeit so glücklich zwischen dem h. Stuhl und Ew. Majestät bestanden". Auch die Entfernung SüneoniS aus dem Staats- sekcetariat schien eine Tat von glücklicher Vorbedeutung zu sein, und aus der ersten Enzyklika wollte man herauslesen, daß der Papst die Forderung auf Wiederherstellung der weltlichen Macht nur, um einer Form zu genügen, erhoben hatte. Auch daß er in seinen Protesten nicht mehr von spoliatio (Beraubung), sondern von occupatio (Besitzergreifung) sprach, nahm für Leo XIU. ein. Bald freilich zeigte sich, daß dieser ebenso wenig wie sein Vorgänger geneigt war, auf-ein vermeintliches Recht der Kirche zu verzichten. Die Proteste gegen den Verlust der weltlichen Macht nahmen zu und näherten sich gelegentlich in der Form den Kundgebungen Pius' IX. Vollends seit der Ernennung Ra mp ollas zum Staatssekretär war kein Zweifel mehr, daß der Papst eine Politik zu treiben gedachte, in der für einen modus vivendi mi: Italien kein Platz war. Seine Haltung gegen den Dreibund wurde immer ablehnender und als Ziel seiner Bestrebungen trat ein Abkommen mit Frankreich hervor, das der Vatikan un Innern durch die Aufforderung an die französischen Katholiken zur Unterordnung unter die republikanischen Gewalten unterstützte, und dem er in der auswärtigen Politik, wo nur angängig, seine moralische Unterstützung lieh. Der einzige Erfolg dieser franzosenfreundlichen Politik ist die Verschärfung des Gegensatzes zwischen der Kurie und Italien. Glücklicher ist der Papst in seinen Beziehungen zum Deutschen Reich gewesen. Der Reichskulturkampf ist längs beigelegt und katholisch ist bei uns bekanntlich Trumpf geworden. In ernsten Augenblicken unserer innerer Entwicklung hat eine große Partei im deutschen Reichstag ihre Direktiven aus Rom bekommen, der jetzige Kaiser hat den Papst dreimal mit Aufbietung ungewöhnlichen Pompes im Vatikan besucht, und auf der Brust des Kardinals Rampolla, der die Seele der gegen den Dreibund gerichteten und mit niedrigen Schmähungen arbeitenden Politik ist, strahlt der Stern des Ordens vom Schwarzen Adler. Der Papst hatte freilich seine Hilfe in dem Kanrpf gegen den Umsturz angeboten, und einen so mächtigen Bundesgenossen mußte man bei guter Laune erhalten. Schon in der Enzyklika „Diuturnum illud“ vom 11. Juli 1881 hatte er den Fürsten ein Bündnis mit der Kirche als einzige Hilfe im Kampf gegen die Revolution angepriesen, und noch manche andere Kundgebung Leos XIII. war gegen Liberalismus und Sozialismus gerichtet. Sie werden, wie die ,Voss. Ztg." sagt, von der Nachwelt als Dokumente eines guten und ernsten Willens gewürdigt werden. Leo XHI hat auf dem Stuhle Petri die Jahre des Apostelfürsten erreicht; der alte Zuruf an den neugewählten Papst: „Non videbis annos Petri“ ist an dem Hagern und anscheinend so schwächlichen Greise zu Schanden geworden, der mit 68 Jahren zur Herrschaft der Kirche gelangte und mehr als ein Vierteljahrhundert den Fischerring trug. Nur ein Papst hat ihn an Lebensjahren, ein anderer an Regierungsdauer übertroffen: Gregor IX. erreichte ein Alter von 99 Jahren und Pius IX. trug über 31 Jahre die dreifache Krone. Von den 61 Kardinälen, die Pecci wählten, überlebt chn nur einer, der Kardinal Oreglia. Fast also hätte Leo XIII. den Scherz UrbanZ VIII. wiederholen können, der nach dem AuSsterben der Kardinale, die ihn erwählt hatten, eine Münze ur die neuen Kardinäle prägen ließ, welche die Unterschrift rüg: Non vos elegistis me, sed ego elegi vos. Ein glückliches und erfolgreiches Leben ist ihm beschieden gewesen, und wer immer aus dem kommenden Konklave als neuer Papst heroorgeht, wird Mühe haben, das Papsttum auf der Höhe zu halten, auf die es Leo gestellt hat. Jtn Laufe des heutigen Vormittags trafen folgende Nachrichten ein: Vor dem Tode. Rom, 20. Juli. Der Todeskampf des Papstes begann bald nacht 1 Uhr nachm. Der Großpönitenttar Vannutelli betrat das Zimmer des Papstes, um demselben die letzte Absolution zu erteilen. Im Vatikan herrscht große Ausregung. Auf dem Petersplatz ist der Wagenverkehr sehr lebhaft. Die in Rom residierenden Kardinäle wurden dringend in den Vatikan berufen. Sie trafen nach und nach ein. Gegen 2 Uhr nachmittags wurde Mazzorn dringend in den Vatikan berufen. Die Erteilung der letzten Abfolution an den Stapft, die der Großpönitenttar Kardinal Serafino Bannw- elli unter Beihilfe des Zeremoniars des päpstlichen Hof- taates vornahm, war von ergreifendem Eindruck. Die anwesenden Kardinäle, unter ihnen Oreglia, Rampolla, )ella Volpe, Vives, sowie die Neffen des Papstes hatten ich niedergekniet und suchten die Tränen zurückzuhalten, um den Papst, der bei ziemlich klarem Bewußtsein war, nicht zu erregen. Es wird berichtet, der Papst habe zu Oreglia einige Worte gesprochen und die Kirche seiner Sorge anvertraut. Monsignore Bisleti habe um den päpstlichen Segen gebeten für die Personen des Hofdienstes, die nebenan versammelt waren. Der Papst hcwe den Segen erteilt und gesagt, dies sei sein letztes Lebewohl. Dann habe der Papst nut großer Anstrengung den Kardinälen die Hand gereicht. Hierauf feien anregende Mittel angewendet worden, die den Papst ein wenig wieder belebt hatten. — Die im Vatikan weilenden Diplomaten erhielten ebenfalls Zutritt zu dem Zimmer des Papstes. Der Papst erteilte allen Anwesenden unter großer Anstrengung den Segen und reichte ihnen die Hand zum Kusse. Die Kardinale begaben sich, nachdem sie das Zimmer verlassen hatten, zur Bibliothek. Dre letzten Worte des Papstes waren, wie ver» lautet, an Msge. Angeli gerichtet, der ihm Mut zusprach; der Papst lispelte fast unhörbar: „Ich bin schon in den Händen Gottes!" Nach einer Pariser Depesche dagegen wurden die letzten vernehmlichen Worte des Papsteß mn halb 11 Uhr vernommen; sie lauteten: „Grüßt den guten Kaiser." Nach dem Tode. Rom, 20. Juli. Sobald der Tod eintrat, schloß Lapponi dem Papste die Augen und faltete die Hände über der Brust. Zehn Minuten, nachdem der Tod eingetreten, verließ Oreglra das Sterbezimmer. Schweizergarden erwiefen die ihm als Souverän zustehenden Ehren und geleiteten ihn in feierlichem Zuge nad) den Gemächern. Rampolla stellte feine Tätigkeit als Staatssekretär ein, die M onsignore delle Chiesa, wie vor geschrieben, übernahm. Der ärztliche Totenschein, in dem die Todes* urfache angegeben, ist von Lapponi allein abgefaßt, wurde dem Bürgermeister Fürsten Colonna in einem Briefe mit- geteilt, den der Majordomus überbrachte. Als Todesursache bezeichnet Lapponi eine mit allgemeiner! Schwäche verbundene Lungenentzündung, zu der eine mit Bluterguß verbundene Brustfellentzündung trat Kardinalkämmerer Oreglia, der vom Vatikans scheu Palast Besitz ergriffen und die Leitung oer Gefchäfte während der Sedisvakanz übernommen hat, begab sich bald nach dem Tode, von Schweizergarden und Nobelgarden geleitet, mit dem Vizekammerer, dem geistlichen und dem apostolischen Kämmerer im veilchenblauen Trauerornat nach dem Sterbegemach zur Feststellung des Todes des Papstes. Der Kardinaftrat an die verschlossene Pforte des Sterbezimmers und rief unter tiefem Schweigen der Anwesenden dreimal laut den Namen des Papstes, öffnete sodann die Tür unö trat, vom ganzen Gefolge begleitet, an das Bett und klopfte mit einem silbernen Hämmerchen dreimal an die Stirn des Toten, indem er ihn laut beim Namen rief, während alle Anwesenden nieder knieten. Sodann verkündete der Kardinal den Versammelten, daß der Papst Leo XIIL gestorben sei, und verließ, von den Geistlichen begleitet, das Gemach. Als die Todesstunde des Papstes amtlich um 4 Uhr 4 Minuten bekanntgegeben wurde, und bald die Schließung der Bronzetür angeordnet worden war, verbreitete'sich die Nachricht von dem Tode durch die Stadt. Die^ Zeitungen ließen Exttablätter erscheinen. Kardinal Oreglia erließ für sämtliche Frentde den Befehl, den Vattkan zu verlassen. Mit chnen entfernten sich zugleich mehrere Kardinale, Diplomaten und andere Anwesende. Die große Menschenmenge, die sich inzwischen ansammelte, begann sich nach der Peterskirche zu zerstreuen. Der Telegraph wurde sehr in Anspruch genommen. Die Stadt ist völttg ruhig. Nach der amtlichen Feststellung des Todes wurde die Leiche in Gegenwayt des Vizekämmerers, eines Notars, des apostolischen Kämmerers, des päpstlichen Zeremonienmeisters und Lapponis wie herkömmlich mit der weißen Soutane, dem karmoisinroten Schultermüntelchen, der päpstlichen Sammetmütze und weißen Schuhen bekleidet und, ein Kruzifix in den auf der Brust gefalteten Händen, auf dem Bette niedergelegt und mit einer roten Damastdecke bcheckt. Sodann mürbe die Leiche in feierlichem Zuge mit dem Bett nach der Gobelinkammer gebracht und feierlich aufgebahrt. Das Zimmer ist ganz rot ansgeschlagen und wird von vier Wachskerzen an den vier Enden des Bettes erleuchtet. Zwei Nobelgarden, auf den Schwertknauf gestützt, halten >ie Tvtenwacht. Schweizergarden und die Palastwachen hatten den Eingang besetzd Blumenkränze sind durch dos Zeremoniell ausgeschlossen. Zur Besichttgung der Leiche werden nur Kardinäle, Mitglieder des diplomatischen Korps, des römischen Patriziats, sowie vom Kardinalkämmerer öe> onders ermächtigte Personen zugelassen. Die Wohnräume des Papstes wurden in Gegenwart des Vizekämmerers und eines Notars verschlossen und versiegelt. Der Verweser des heiligen Stuhls, Oreglia, nahm im Vatikan Wohnung. Die Kardinale Vannutelli, Dipietro, Macchi als Häupter der drei Kardinalsordnungen übernahmen die Leitung der geistlichen Angelegenhetten. Der Kardinalkämmerer teilte den Tod dem diplomatischen Korps und allen ^auswärttgen Kardinälen, Nuntien usw. mit. Oreglia empfing nacheinander die Kommandeure und Deputationen des Offizierkorps der päpstlichen Garden, darunter Camillo Pecci, dem er sein Beileid aussprach. Der Eintrttt in den Vattkan ist nur den znm Palast gehörigen Personen geftdttet Morgen abend werden Mazzoni und Lapponr mit Unterstützung von vier Aerzten des Vattkans die Einbalsamierung vornehmen. Oreglia teilte den Häuptern der drei Kardinalordnungen mit, daß er die Leitung der Geschäfte übernehme und srderte sie auf, Vorkehrungen für das Konklave zu treffen. Ferner ersuchte Oreglia die in Rom anwesenden Kardinale zur erstcn Kon- grc gation zusammenzutreten, in der Mitteilung gemacht werden wird, ob der Verewigte Verfügungen hinsichtlich des Konklaves hinterließ, und Bestimmungen über das Konklave getroffen werden. Man glaubt, daß die Bestünm- ungen, die für das letzte Konklave getroffen waren, zur Annahme gelangen werden. Die Kirchen sind mit Gläubigen gefüllt. Während des ganzen Abends zogen große Menschenmassen nach dem Petersplatz. o Ranstadt, 19. Juli. Dem Einsender dieser Zeilen nae bestimmt, die eigentlichen Gerichtsferien. Die Bestimmung der Ferien ist nach den Motiven zum Gerichtsverfassungsgesetz zweifach. Sie sollen einmal die Beurlaubung der gerichtlichen Beamten erleichtern, dann aber sollen sie auch die Privatpersonen, welche als Handelsrichter, Zeugen oder Sachverständige zum Gerichtsdienst gezeigt worden, die jener auf seinen Gängen durch die Kornfelder gesunden hatte. Es befindet sich darunter ein Exemplar mit zehn, eines nut fünf, welches genau die Form einer Hand hat und eines mit drei Aehren. Der Mann lebt nun in der größten Hoffnung, daß das Glück in diesem Jahr bei ihm Einkehr halten würde. R. B. Darmstadt, 20. Juli. Den „ältesten Leuten", die vor 40 Jahren häufiger Gelegenheit hatten, das Darmstädter Hojtheater zu besuchen, wird der damalige vortrejf- liche Heldentenor Friedrich Künzel noch in lebhafter Erinnerung sein, dessen tragisches Schm-al — er erlitt plötzlich einen Schlaganfall und wurde dadurch so gelähmt, daß er seine glänzend begonnene Laufbahn völlig ausgeben mußte — damals allgemeines Aufsehen erregre. Gestern ist der so schwer Geprüfte midi einem sau 40jävr>aen Für den Internationalen Frauenkongreß, der 1904 in Berlin stattsindet, werden vom Bunde deutscher Frauenvereine bereits umfassende Vorbereitungen getroffen Eine Vorstandskonferenz, die Mitte August in Dresden stattsindet, und aus der die meisten Bundesvereine durch Delegierte vertreten sein werden, wird die Einzelheiten, soweit sie noch nicht sestgestellt sind, bestimmen. Zur Vorsitzenden des Berliner Lokalkomitees ist vom Bundesvorstände Frau Kommerzienrat Hedwig Hehl gewühlt worden. Ter Kongreß, dem eine Generalversammlung des I. C. W. (International Eouncil of Women) vorangeht, wird ein vollständiges anschauliches Bild der modernen Frauenbewegung, der Fortschritte der Frauenbildung und Frauenarbeit, sowie des modernen Frauenstrebens in allen Kulturländern bieten und erregt deshalb das lebhafteste Jn- i teresse der ganzen Frauenwelt des In- und Auslandes. Außer den dem Bunde angeschlossenen Frauenvereinen, werden der Vaterländische Frauenverein vom Roten Kreuz, • der Deutsch-Evangelische Frauenbund, sowie die gewerk- schastlichen Arbeiterinnen-Organisationen, die außerhalb des Bundes stehen, eingeladen. Die Bundeskommissionen für Arbeiterinnenschutz, Kinderschutz, Rechtsschutz, Hebung der Sittlichkeit und Bekämpfung des Alkoholismus haben bereits ihre Berichte vollendet. Ein deutscher Antrag zum Kongreß verlangt die Bildung einer Kommission für die rechtliche Stellung der Frau. A Aus Stadt und Land. Gießen, den 21. Juli 1903. ** Personalien. S. K. Hoheit der Großherzog haben dem Diener am Predigerseminar Johannes Ludwig Haber zu Friedberg das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. ** Ordens ve rleihung. Ministerialrat Ewald in Darmstadt wurde, laut „Reichsanzeiger", vom Kaiser der Kgl. preuß. Kronenorden 2. Klasse verliehen. ** Heilstättenverein für das Großherzogtum H e s s e n. Bon den zur Konkurrenz eingereichten sechs Entwürfen für den Bau der H eilst ä tt e bei Winterkasten erschien, wie uns aus Darmstadt berichtet wird, keiner als zur Ausführung geeignet, und es wurde daher beschlossen, mit einem der Bewerber, Bauunternehmer und Architekten Heinrich Müller in Darmstadt zwecks Ausarbeitung eines neuen Plans in Verbindung zu treten. Herr Müller hat sich verpflichtet, alsbald einen neuen Entwurf in Vorlage zu bringen. Der "Bau soll möglichst beschleunigt werden, da beabsichtigt ist, die Heilstätte (für lungenkranke Frauen und Mädchen bestimmt) schon Ende des Jahres 1904 in Betrieb zu nehmen. Die Großh. Staatsregierung hat in dankenswerter Weise und in Anerkennung der gemeinnützigen Bestrebungen des Heilstättenvereins demselben 50000 Mark Staatszuschuß zu den Baukosten auszahlen lassen. T. L i ch, 20. Juli. Se. Kgl. Hoheit der Groß Herzog und Ihre Großh. Hoheit die Prinzessin Elisabeth verbrachten den Geburtstag Ihrer Durchlaucht der Fürstin im' Kreise der fürstlichen Familie. Lehrer Jäger wurde in Audienz empfangen. Um 5.20 Uhr verließen die allerhöchsten Herrschaften wieder das gastliche Schloß und Lich. () Obbornhofen, 17. Juli. Ein aus dem hiesigen Hofgute arbeitendes, aüs dem Kreise Biedenkopf, von sehr wohlhabender Familie, stammendes Mädchen, hat während der Nacht heimlich geboren und das Kind nach der Geburt erwürgt und im Strohsacr verborgen. Am folgenden Morgen stand sie aus und wollte ihren gewohnten Beschäftigungen nachgehen. Die Frau des Vorarbeiters merkte, daß etwas nicht in Ordnung war und steltte das Mädchen zur erfahren hat. r r, r Die zum Verbrauch im Deutschen Reick) verfügbare Menge Roggen betrug im Erntejahr 1901/02 nur 137,7 Kilogramm ^uf den Kops gegen 14/,6 im Jahre 1900/19011 und 148,6 im achtjährigen Durchschnitt von 1893/94 bis 1900/01. Weizen und Spelz sind zum Verbrauch ver- jügbar gewesen nur 85,0 Kgr. gegen 91,0 im voraus gegangenen Jahre und 88,2 im achtjährigen Durchschnitt. Auch der H a f e r v e r b r a u ch war geringer als im Jahre 1900/01 (112,8 gegen 121,1 Kilogr.), übertraf aber den acht- fährigeu Durchschnitt (110,4 Kgr.) um ein Geringes. Der meisten durch die Einrichtung der Gerichtsferien gefährdet werden, und — in den Kreisen der Juristen selbst. Es ist eine bekannte Tatsache, daß die Gerichtsserien sich in den Kreisen der Gerichtsbeamten nur einer geringen und gemischten Beliebtheit erfreuen. Dies sehr mit Recht. Durch die enge Begrenzung des Ferienraumes sollen die Landesjustizverwaltung nach den Motiven zum Ge- richtsversasiungsgesetz gehindert sein, Maßregeln zu tressen, die die Beurlaubung der richterlichen Beamten in einem längeren Zeitraum und wohl auch zu einer anderen Jahreszeit erleichtern, vorausgesetzt, daß hierbei der Betrieb der Rechtssachen gesichert bleibt. An letzterer Voraussetzung scheuert die Beurlaubung der Beamten außerhalb des Vcahmens der Gerichtsferien ui den meisten Fällen, Rede. Es gestand nun ihr Verbrechen, bot aber eine Summe Geldes an, wenn die Frau dazu schweige. Die Frau machte aber Anzeige, und das Mädchen wurde dem Amtsgericht Hungen überliefert. voraus gegangenen ' verbrauch schnitt (68,8). Ungewöhnlich groß • bt■ ®e”rS“J stehende Kartoffelmenge infolge der sehr g v Ernte mit 732,4 Kgr. auf den fi'oH 8C0^ 6M,6 tm J»hre 1900/01 und 590,5 im achtjährigen Durchschnitt. Trotz dieser großen Menge verfügbarer Kartoffeln ist der Brann weiuverbrauch gegenüber dem voraufgegangenen Ja)t tot? 6,3 auf 6,1 Lllä auf den Kopf ^ückgegangen wovon 4,3 (4,2) auf den Trinkbranntwein nur 1,9 (2,0) Liter au[Den zu gewerblichen re. Zwecken steuerftei gelassenen Branntwein entfallen. Auch der Bierverbrauchist im ^ahre 1901 gegenüber dem Jahre 1900 von 12a aus 124 Liter öuruck- gegangen, während sich der ^abakv er brauch auf derselben Höhe (1,6 Kgr.) gehalten hat. Der Salz- Derb rauch zu Speisezwecren betrug nur 7,6 Kgr. gegen 7 7 im Jahre 1900 und 7,9 im Jahre 1899, der zu anderen Zwecken 10,6 gegen 10,0 und 10,1. Eine starke Abnahme zeigt in den letzten beiden Jahr,en der in den früheren Jahren erheblich gestiegene Zuckerverbrauch; er betrug 1899/1900 13,7 Kg», auf den Kopf, 1900/01 12,3, 1901/02 nur 11,6. Der Kohlenverbrauch war im Jahre 1901 mit 2667 Kgr. nur unerheblich größer als im Zayre 1900 mit 2662 Kgr., während Die vorausgegangenen Jahre Steigerungen von 100 bis 200 Kgr. gebracht hatten. Stark zuruck- gegangen ist der R o h eise n v er b r a u ch mit 137,8 Kgr. neaen 162,5 und 154,5 in den beiden Vorjahren. Von den im Auslände erzeugten Waren hatten im Jahre 1902 einen Verbrauchsrückgang der Kaffee mit 2,95 gegen 3,04 Kgr. aus den Kopf, das Petroleum mit 16,87 gegen 16,89 ;und die Gewürze von 0,16 auf 0,15 Kgr. Gestiegen ist der Verbrauch der Rohbaumwolle von 5,73 auf 5,79 Kgr., gesalzener Heringe von 3,59 auf 4,06, Kakao von 0,30 auf 0,34, Reis von 2,13 auf 2,23 und Jute von 1,94 auf 2,31. Der Teeverbrauch ist von 3291 aus 3394 To., also um 3,1 v. H. gestiegen. Auf den Kopf der Bevölkerung entsallen wie im Jahre 1901 nur 0,96 Kgr. herangezogen werden können, in der Erntezeit, in verfahrens, auf die ^astveroen gegen welcher der Gerichtsdienst für einen wesentlichen Teil der I unteren ^Gerichte ist Entscheidung tt ft , Bevölkerung mit großen Nachtellen verbunden sein kann, mitten des Ge^chaftchahres tagen rege m ß g Sch ff vor diesen Nachtellen möglichst bewahren. Die Ferien sind gerichte und Strafkammern, ost.bi» ’ ™ nnh hn- deshalb in die Zeit von Mttte Juli bis Mitte September Zieht man die Summe aller d es , f 0prüftet gelegt. Im Entwurf des Gerichtsverfassungsgesetzes war denkt, daß dieselbe mit derHälsted es P lediglich eine Dauer vom 15. Juli bis 31. August vorgesehen, werden muß, so wird man verstehen, daß .Hiernach erledigt sich die Erörterung der alten Streitfrage, der Gerichtsferien gerade von der, ^urast!in ob die Gerichtsferien für die Gerichte oder für das gemischten Gefühlen angesehen wird und» d> ß . 6^ Publikum da sind, sie sind bestimmt, die Int eresse n der Gerichtsferien kerneswvgs glerchvE«wtend tst mit emem beider zu schützen. fast ausnahmslosen Stillstand der Justrz. ü. 1). I. und Nachlaßsachen ist besttmmt, daß dieselbe während der Gerichtsferien unterbleiben kann, soweit das Bedürfnis einer Beschleunigung nicht vorhanden ist. Aber auch die Sttafjustiz erleidet durch die Gerichtsferien keinerlei Störung. Im vorbereitenden Verfahren werden nach wie vor auch während der Gerichtsferien Angeschuldigte, Zeugen und Sachverständige vernommen, Beschlagnahmen und Durchsuchungen werden angeordnet, Haftbefehle erlassen und vollzogen. Auf die Anklageschriften der Staatsanwaltschaft ist behufs Eröffnung des Haupt- ! verfahrens, auf die Beschwerden gegen Beschlüsse der Seit längerer Zeit ist eine nicht zu unterschätzende Be- -—-== 11 ” ""----—— ' /vegung im Gang^ die bezweckt, die Gerichtsferien ganz politische Tagesschau. abzu)chaften oder doch den Kreis der Sachen, die als Ferien- J fachen anzuseheri sind, derartig zu erweitern, daß von den Bervrauchsoerecyuungen. Gerichtsferien im Grunde genommen nichts übrig bliebe Das „Statist. Jahrbuch für das Deutsche Reich" enthält .. ... - . _ . als der Name. Ihre Unterstützung findet diese Bewegung eine Reihe von Berhrguchsberechnungen, aus denen sich sind von einem hiesigen Dachdeckermeister innerhalb acht hauptsächlich in den Kreisen der Handelswelt, deren Jmter- eraiebt, daß im letzten zur Berechnung gezogenen Jahre Tage acht Stück mehrfacher Kornähren an einem Halm esse an rascher Abwicklung streitiger Rechtsverhältnisse am unter dem Druck, der auf Industrie uiid Handel lastete, und' meisten durch die Einrichtung der Gerichtsferien gefährdet den schwierigeren Erwerbsve rhältnissen ein " y,r‘ * großer Teil der wichtigeren Lebensbedürfnisse einen Rückgang des auf den Kopf entfallenden Verbrauchs zujammeun-eten. . . die Zeit seiner Beurlaubung eine Vertretung gestellt wird. Gute Depesche, nt der ZarnadeM ^em m Raccmngt d^e bie Genchtsserien abschaffen unb btc. weilenden König von Italien.dasbllsieben des Papft^ -.0 Bedürfnis und Neigung des einzeln«, timet- ■ nritteilte, wurde um 4.48 Uhr abgesan . der ball, des Geschüftsjal-res beurlauben, so würde dws eine Sobald der Tod des Papstes außerordentliche Belastung des Staatsbu b- MrnifterpräM-nt Z a na r d e 11 dergets int Gefolge haben und diese Berantwortnng auf sich Sicherung der moralrschen und matemell«! °n nehmen, zei gen die Landesjustizverwaltungen.kerne Lust, provisonschen Regrernng der Ibrrr^ Ed ^r ^nerpn wird baljer, falls nicht vollsten SEeit ber Beringen d^ Jürgen Kollcgrmne. 0 ) besondere Umstände dne außergewöhnUche ZarnatE wres, nne ta Ä“ für den Benrlanbnng rechtfertigen, gezwungen fern fetten telegraphisch, an, den ^eichenfeuruaileiien T I h n r u n a ^eitteb ens aerade in den heißesten verewigten Päpst'beiznw^ncn, wenn sie lwn den Kirchs h ^0 m fu°^cn Dieser Umstand allein schon behördeu eingeladen weiden. Ia^adellr oronete , Belieblliett der Gerichtsferien nicht gerade bei. bis auf weiteres die Theater geschlossen blerben un 6 ö Beurlaubung des richterlichen Beamten während Konzerte ans den ösienürchen Kosten für- den Staat nicht ver- Minrster des Aenßern teilte baS Jbleb«; DU urfacl)t. ES wird derartig eingerichtet, baß ieder Richter italienischen M.r>swnen im Au^ande mrt, dl t l sch I r,^ einen Monat Urlaub erhält und wahrend des an» Regierung aber wurde amtlich vom L«e nicht «i« Monats im Dienst zu bleiben und den beurlaubten nis gesetzt. Infolge der ^erto gewoffenen^Berelnbarungen ^ollegen^zn vertreten hat" Der Richter hat also während wird die Regierung für d - t1 ) qllersUrclie wäbrcnd I des Teiles der Gerichtsferien, in dem er sich tm Dienst aut dem P-tersplatze und « i^et bie Arbeit zweier Richter zu bew älP der Ausstellung der ^eiche und tigen. Dies ist selbstverständlich nur dann möglich, wenn sorgen. , ßuTviuben anläßlich des Iah- ein Teil des Betriebes währeiid dieser Zeit stillsteht. Sp’W&Äa 5 "SSÄ «.STÄB K S S » •“«Bas i famtaiaäiuna^ des Generalvikar^ betreffend den Tob des Wickelung er einen maßgebenden Einfluß hatte. Schwerer z^eKHL? sich in fteL ^ ■»-. <53 - O ~ TZ -<5 <5 _ «ft s i'|2 .S ° Ö §«ft^ *5 »-**7 03^7 TZ c_» — .c «ft TZ % O «O — tz H CO TL o = *: S-g tr — iS.® 2^ z S g* «ft <53-0 — TZ TZ <53 <5 — C53 ss pr «ft CD O o J5i ■^"Z .Z^C© "Z <5 .5 S «ft «ft . o § C? CD -C Q <8 03 «ft o TZ TZ £ ? «ft s8‘ Vtt: c c-. <3 -£> -O «ft — -o — b .03 S J5 "TZ jq A CQ o T> , , «ft 'S -/D o yg' GM ~ C3 O sc . <5 ^'Z S^z Mt C 5 'S § UD TZ <5 r«=> CD «ft , «ft — O O « rr Sb c O _*~ «ft" p *7 2^ -K • ~ o g G ss . S g 2 oq, Q •*- T4- Äf «21 «ft o : ’S «ft _C3 TZ TZ -9 «ft GS «ft c> JO © R VT. d. 5 eo :<3 *2 *** ^ »O' •** « — ö*? o «ft , sz . «A c-t CD -«ft'S' « TZ :Q O O CD „ _ . o 0 3» TZ « s -2 .TL CDjQ zz ■- X ^7?-5 -TZ^-TZ G) w-4 o taQ •*— p '<—* 23 (j /-* jO »O O * «-ZX f/) w Oft b-o.L v ®ft ■ H o a O - o C - 03-^ -^^03 5 o 'o -^5 d ä'o Lo jO C >-— 03 2 er? ? c* o UD C «ft ♦ O3."t5 ~ <53. £ -ä o CD «ft Je: O CD 3 -2 C 'S S aS *?' «o O vO r; <^03 ‘er o ;C5 >Ö „ <55 *ti .CD o .Si 00 o .21 .£» UÄ H TZ JQ S*.: S” Sich Für die Reise -,(590 heute morgen in ein besseres Jenseits abzurufen. MI Die Beerdigung findet Mttmoch den 22. Juli, nachmittags 2«/, Uhr, statt. Bester Heute abend 4910 Stammeffen. 5634 Schlenke. igea Äuigahe meines Labs 7. 5584 (5345) 2000 2000 6000 5000 2000 8000 20 200 1600 4. 5. Flasche Mk. 1.50 nur in der Adler-Drogerie, Seltersweg 39. eOS V Ä - S 4, Saure Nieren mit Kartoffeln. - h 'M c, *5 & tu 6. Soli f. Mezzosopran. . Aoh Gott vom Himmel sieh’ darein, Kantate f. 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Zur Deckung der Kosten werden freiwillige Gaben in die Büchsen erbeten. ^643 Otto Schaaf. Gietzen fabrih cbemirdter u. coemetircher Oraeparate Die trauernden Kinterölrevencn. Langsdorf, Eberstadt, Sich, Hangen, den 20. Juli 1903. Todes-Anzerge Verwandten, Freunden und Bekannten die sch.Wrzliche Mitteilung daß Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unsere mnigst geliebte Llutter, Schwiegermutter und Großmutter Johs. Köhler IV. Witwe Katharina, geb. Bindiug Todes-Anzerge Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitlcilunq, daß unser lieber Sohn, Bruder und Enkel Daniel Textor ta Alter oon 26 Jahren nach langen,, schwerem Leiden Montag nachmittag 3 Uhr fanft entschlafen ist. Die ticstraucrnden Hinterbliebenen. 5689 Wieseck, den 21. Juli 1903.