Erstes Blatt. 153. Jahrgang Samstag 21. Fevruar 1903 Nr. 44 trldietiil täglich auBei Sonnlag». Dem «Siebener Anzeiger werden im Wechsel mit den. kesstscheo Landwitt die Llehener Lamilien- blätter viermal in der Woche beigdegL Rotauoiieörud u. Verlag de, Brüh l'schen Univ-rs.-Buch- u.Siem» biudeici (tfielld) tfcrben) Keöaflion, ttrt*ÖUUMl uu6 Drucke,en Echulftrabe 7. Kdielle tüx Develchenr Anzeiger Alchen. Kcrnlprrchanlckluß^r 51 sich vielleicht mehr verdient um die Landwirtschaft machen, wenn er den Landwirten raten wollte,sich in allen Zweigen ihres schwierigen Berufes auszubilden, ihre Scholle mit Verständnis und unter Anwendung der ihnen von Wissenschaft und Technik gebotenen Hilfsmittel zu bebauen und auf diese Weise durch Erzielung möglichst hoher Erträge der ausländischen Konkurrenz erfolgreich zu begegnen, als ihnen durch irrige Lehren die Kopfe zu verdrehen und sie gegen unsere leiienden Bankinstitute zu Hetzen und letztere, die ein gut Teil zu unserer Weltmachtstellung beigetragen haben, in den Augen des landwirtschaftlichen, in solchen Lingen also laienhaften Publikums zu diskreditieren. yolitildjr Lageslchau. Der Kaiser und Professor Telitzsch. Das von uns geji^ru bereu» un ra>ocuaute wiederge- gebcne Handschreiben, worin der Kaiser zu den Forschungen und Schlußfolgerungen des Professors Delitzsch Stellung nimmt, erregt noch größeres Aufsehen in der gesamten Öffentlichkeit, als die Bortrage über „Babel und Bibel". Im großen und ganzen mu ßman sagen, daß der Einigungs- punkie mehr als der trennenden Punkte sind. Es ist un- zweiselbast richtig, daß in der Versammlung, in der Pros. Delitzsch sprach, sich hüte, wenn auch gebildete Laien be- sanden — das Thema an sich könnte nur einen denkenden Menschen anziehen —, und daß mancher Zuhörer den stellen des Vortrags insbesondere, welche )iaj über das alte Testament als un Menschenwerk äußerten, stillenWidcr- speuch entgegensetzte. Aber wir möchten nicht der Annahme zuneigen, welche der Kaiser ausspricht, daß Delitzsch manchem seiner Hörer das Fundament des Glaubens erschüttert, wenn nicht entzogen habe. Denn eine auf so schwachem Fundament begründete religiöse Ueberz^ugung, die durch einen einzigen Vortrag, und sei es eines überragenden Geistesheroen, beirrt wurde, wäre nicht wert, ein Glaube zu heißen. Der echte Glaube ist fest und unerschütterlich, weit hinter chm liegen die überwundenen Zweifel, die aber gerade dazu beigetragen haben, dem Glauben die Festigkeit zu verleihen. Tief und richtig läßt Gutzkow feinen Uriel Äcosta sagen: „Nur aus Zweifeln kommt ein starker Glaube". Der Kaiser nähert sich dem Standpunkt Telitzsch s, indem er vom Alten Testament sagt, es verstehe sich für chn von selbst, daß es eine große Anzahl von Abschnitten enthalte, welche rein menschlich historischer Na.ur sind und nicht „Gottes geofsenbartes Wort". Den Atk der Gesetzgebung am Sinai z. B. faßt der Kaiser nur symbolisch auf, als „von Gott inspiriert". Durchlüft man mit voller Aufmerksamkeit das Handschreiben, das von einer großen Vertrautheit mit den Problemen der Religion und Dogmatik zeugt, so wird man einen absotuten Gegensatz des Herrschers zu dem Gelehrten darin wahrnehmen, daß Delitzsch die Gottheit Christi nicht anerfeimt, während der Kaiser mit begeisterten und gebaiiEendefen Worten seinen Glauben an den Messias bekundet. Hier scheiden sich unvereinbar die Wege. Poetisch ist die Auffassung, die der Kaiser über die Offenbarung Gottes in den Führern des Menschengeschlechts darlegt. Und ein Satz von Bedeutung ist der Schluß des Handschreibens: „Nie war Religion ein Ergebnis der Wissenschaft, sondern ein Ausfluß des Herzens und Seins des Menschen aus seinem Verkehr mit Gott." Der Kaiser — das ist das Wichtige und hauptsächliche — wünscht der wis,enschaftlichen For,chung keine Schwierigkeiten zu bereiten. Und insofern haben gewisse Hoffnungen Abtth.lung gefunden. Wie das „Berl. Tagebl." erfahrt, ist der Brief an Admiral Hollmann am letzten Sonntag Konz piert und in mehrstündiger Arbeit niebergefdjrieben worden. F ofeffor Auhlands ZSirlschaftsideale. Gelegentlich eines Vortragscyklus für praktische Landwirte, der auf Veranlassung der Lanbwirtscyaftskammer in Posen stattsand, sprach Herr Professor Dr. Ruhland- Berlin, der bekannte, im agrarischen Fahrwasser schwimmende Nationalökonom, den unser Herr Reichs- und Land- tagsabg. Köhler gar so gern nach Hessen importieren möchte, über „bie drohende auswärtige landwirtschaftliche Konkurrenz und die Mittel und Wege, ihr zu begegnen." Der Redner erzählte nach dem ,^3erl. Tagebl.", dcrß er sich schon seit mehr als zwanzig Zähren mit dieser für die deutsche Landwirtschaft so wichtigen Frage beschäftige, und daß er Reisen nach den Bereinigten Staaten, Argentinien, Rußland und Indien unternommen hätte, um in diesen Ländern, den fürchterlichen Konkurrenten unserer deutschen Getreideproduktion, an Ort und Stelle die Verhältnisse zu ergründen, welche die Landwirte der genannten Länder in den Stand setzen, das von ihnen produzierte Getreide zu Preisen auf den Weltmarkt zu werfen, bereit Niveau weit unter ben ProbuktionsKosten der beutschen Lanbwirte liegt unb für letztere ben Ruin betreutet. Unb was fanb und hörte Professor Ruhland in jenen wetten Gebieten? Er fand weber ba noch dort, baß bie betreffenden Lanbwirte, fei es burch exorbitant nichtige Grund- unb Doben- preise, noch burch extrem b.llige Arbeitslöhne, noch infolge ber Jungfräulichkeit bes BodenS, von der in Europa soviel gefabelt würbe, ober burch märchenhaft große Erträge, bie du |i)i hier unbekannte günstige klimatische Verhältnisse hei^argerufen werben, im stände seien, so erblich billiger zu provuzieren, als ihre europäischen Berufsgenossen. Und Herr Professor Ruhland kam nun zu dem Schluß, daß diese Getreideproduzenten, denen bie niebrigen Weltmarktpreise noch Rechnung lassen, überhaupt nicht existieren. In bem weiteren Bestreben, jene in unsere wirtschaftlichen Verhältnisse auf bas tiefste eingreifeitbe Frage zu ergrünben, fanb ber genannte Nationalökonom, daß ber zeitweise unverhältnismäßige Tiefstand der Weltmarktpreise durch sporadisch uni) ziemlich plötzlich auf Europa hereinbrechende gewaltige Getreibcflittwillen hervorgerufen würde, die bald von -Daordamcrtta, bulo von Argentinien, bald von Indien kamen. Diese — wie bemerkt — nicht ständig, sondern sporadisch fließenden und nad) gewisser Zeit wieder versiegenden Flutwellen mußten durch ganz beiondere Erscheinungen — natürlich Erscheinungen wirtschaftlicher Art — hervorgerufen werden, und um diese zu erläutern, ging der Redner bis auf die vierziger Jahre zurück. In jener bewegten Zett, wp sich auf fast dem ganzen Kontinent revolutionäre Strömungen geltend machten, wurde den Kapitalisten, bas heißt den flüssiges Kapital bcsitzenben Klaffen, bange um bie Erhaltung ihrer Gelber. Sie fanbten dieselben nach England, wo ber Zinsfuß infolge bieses Golbstrorncs naturgemäß bis auf ein Minimum sank Da rieten bie englischen Fuianzinstittttc — benen an weiteren Gelbern nichts gelegen war — ben Golboffercnten, sie sollten doch ihre Kapitalien nach Amerika geben, ha fei ein großes Fell) für Kapital, ba sei ein zukunftsreiches, itoch unerschlossenes unb unermeßliches Gebiet, in bem man ungezählte Mengen Gelb für bie Pazifizierung anlegen kömtte gegen lohnendes Entgelt in Gestalt hoher Zinsen respektive Dividenden und Renten. Nun wurden in jenen Ländern mit Hilfe ber vielen Gelber — nicht vereinzelt unb nicht nach und nach, nein — gleilch so und so viele Eisenbahnftrecken in die Wildnisse, in die Prärien hineingebaut, nachdem sich die betreffenden Gesellschaften vorher das Land rechts und links der Bahntraeen hatten schenken ober für ein Bttligcs verkaufen lassen. Natürlich blieben bei so überhastet und künstlich und in /o großem Maßstabe und zahlreich hervorgerufenen Gründungen die Krisis und der Krach nicht aus. Alle die vielen großen Unternehmungen, sie gerieten ins Wanken, sie verfielen dem Bankerott, und bie Niesensummen, die man barin angelegt hatte, waren verloren. Dann aber — so erzählt Professor Ruhlanb — traten jene Gesellschaften, welche bie Eisenbahnlinien ins Lanb hineingebaut hatten, als Wohltäter auf und boten ben Tauseuben brachliegenben Arbeitskräften an, heraus aus ben Stabten auf ihre Ländereien zu kommen, bie sie ihnen zu günstigen Bebingungen zu eigen geben wollten. Unb jebesmal nach einer derartigen Krisis und einer Auswanderung der in den Städten brotlos gewordenen Massen auf das Land und Bebauung desselben in großem Stile ergoß sich — nach Professor Zttiylanbs Beobachtung — eine gewaltige Getreibeslutwelle über Europa unb warf bie Weltmarktpreise um ein gutes Stück zurück. Unb biesen jebesmal ungeheuren Schaden für bie europäischen Lanbwirte bebeutenben Vorgang verschuldeten — darin gipfelten bie Ruhlandschen Ausführungen — bas europäische Großkapital, bie großen Banken, bie Gründerbanken, wie sie Professor Ruhlanb unter namentlicher Anführung her Deutschen Bank unb ber Diskontogesellschaft bezeichnet. Tenn diese sind es, die hie großen, ihnen zur Verfügung stehenden Kapitalien ins Äuslanb werfen, sie den exotischen Landwirten zum Bau von Bahnen zur Verfügung stellen, ungeachtet der riesigen Verluste, die derartige Transaktionen schon für das europäische Kapital gebracht haben. Und somit liegt, wie sich Professor Ruhlanb ausbrückt, „der golbcne Schlüssel für bie aus.ändische Getteide- überschwemmung hier in Europa, bei uns." Wolle man eine Rab.kattur machen, so mufje man jenen großen Banken bie Gelber, die Depots entziehen, die Ruh- land auf ca. 4y2 Milliarden beziffert. „Eigene" Banken, dahin gehen Rußlands Vorschläge, sollte man gründen. Diese sollten allenthalben Filialen eröffnen, um bie Einzahlungen zu erleichtern; fast an jeher Stra^neckc sollte eine berartige Depotstelle fein, mit schöner Firma, schönen Geschäftstafeln, auf denen zu lesen wäre: „Hier werben Depots angenommen! Hier werben keine Divibenben, keine Tantiemen verteilt! Hier wirb nicht gestohlen!" (Der Dunb ber Lanbwirte hat, wie sich aus bem letzten Jahresbericht ergiebt, bieser Anregung schon Folge geleistet unb treibt setzt auch Bankiergeschäfte für seine Mitglieder.) Zn bieser Art unb Weise empfiehlt Professor Ruhlanb ben Landwirten Maßnahmen, um her ausländischen Konkurrenz zu begegnen. Unb braucht bann her Staat Gelb, will er eine Anleihe machen, so soll sich ber Staatssekretär respektive ber Finanzminister an bie in obiger Weise ge- grünbeten Banken wenben unb von biesen bie zur Bilanzierung bes Bubgets nötigen Millionen entnehmen. Kopsschüttcnlb muß jeher auch nur einigermaßen mit wirtschaftlichen Dingen Vertraute die Ruhlandschen Erörterungen und Ratschläge anhören. Er macht unseren leitenden Bankinstituten schwere Vorwürfe, baß sie Kapitalien ins Auslanb überführen unb in Unternehmungen hort investieren, während sie damit bc»ch gerade eine ihrer hauptsächlichsten Aufgaben erfüllen! Tenn jedermann weiß, daß auch Teutschland, bank seiner bebeutenben unb stets wachsen- ben Jnbustrie, bank seines blühenden Handels, glücklicyer- weisc zu denjenigen Staaten gehört, deren Volksoeimögen sich ständig vergrößert. Tas deutsche Reich — das scheint Herr Profeftor Ruhlanb in feinem Uebereijer nicht zu oerück- sichtigen — befriebigt seinen Kapitalbedarf sowieso im Zn- lande, aber baburaj werben bie verfügbaren Kapitalien nicht absorbiert, unb es harren trotzdem große Summen ihrer wirtschaftlichen Verwendung. Naturgemäß aber können diese Kapitalien unmöglick alle wieder im Znlande Ver- Wendung linden. Wo sollten alle die Unternehmungen hcr- lommen, die geschaffen werden müßten? Wenn durch die Lanken keine Ventile nach außen geöffnet werden, so würde das Angebot von Kapital im Inlaude so stark werden, daß ein starkes Sinken des Zinsfußes die unmittelbare Folge wäre, was einen großen Verlust für alle Kapital- besitzenden bedeuten würde. Aber nicht allein bas. Ein so starkes Angebot von Kapital unb als Folge davon ein extrem billiger Zinsfuß würde unsinnige Gründungen aller Art zeitigen unb große wirtschaftliche Krisen heraufbeschwören. Darum wird es alle Welt, trotz Professor Ruhlanb, als ein Glück betrachten, baß wir ein hochentwickeltes Bankwesen haben, welches ben ange- sammelten Kapitalien Abfluß nach außen verschafft. Taß hierbei auch hin unb wieher Unternehmungen ins Leben gerufen werben, bie nicht existenzfähig jinb unb unter Absorbierung ber in ihnen angelegten Kapitalien zu Grunbc gehen, ändert an der Sache nichts. Tenn nicht nur bei ben überseeischen Unternehmungen passiert bics — wie Professor Ruhlanb anzunehmen sckieint —; bie Vorgänge gerade der letzten Jahre sollten Herrn Professor Ruhlanb bahin bekehrt haben, baß auch inlänbische Unternehmungen recht gut verkrachen können, unb baß auch biesen sehr oft ein Mangel an Solidität — wie sie für Unternehmungen jener Art durchaus nötig ist — anhaftet. Man braucht nur an bie Casseler Treber trocknun g zu benEen unb baran zu erinnern, daß bie Leipziger Bank nicht durch Gründung überfeeifdjer Unternehmungen, sondern einzig und allem durch die Casseler Trebertrocknung, also ein in ihrer Nahe domiziliert gewesenes Institut, zu Grunde gegangen ist, um zu beweisen, zu welchen trügerischen Schlüßen Professor Ruhlanb infolge seiner agrarischen Verblendung gelangt. Unb geradezu ist unerfindlich, weshalb Professor Ruhland glaubt, daß Bankinstttute, welche aus dem breiten Publikum oder sagen wir aus der Landwirtschaft heraus gegründet werden, ihre Sacke besser machen sollen als unjere jetzt bestehenden leitenden Banken. Weshalb sollten sie letztere an Geschicklichkeit in ber Verwaltung ber ihnen anvertrauten Gelber, an Ehrlichkeit unb Solidität übertreffen? Tie Preußische Hypothekenbank, bie Stettiner Dank, bie Pommernbank, bie sich übrigens auch an keiner einzigen überseeischen Unternehmung beteiligt haben, waren sozusagen agrarische Institute, machten ihre Geschäfte hauptsächlich mit ber Landwirtschaft, und in ihren Aufftchtsräten saßen zum Teil Agrarier vom reinsten Wasser; sie erfüllten also alle Bedingungen, bie Professor Ruhlanb für seine Jbealbanken wünscht, unb dennoch haben jie bie ihnen an- vertrauten Gelber, bas ihrer Aktionäre, durch Unsolibität unb Mißwirtschaft in unverantwortlicher Weise vergeubet. Uebrigens gehören bie 41/2 Milliarben Barbepots, bie nach Professor Ruhlanb jetzt in ber Hcmb unserer leitenben Bankinstttute finb, doch wohl nur zum geringen Teil Agrariern, wenigstens sollte man bies bei beren stänbigen Klagen über bie „lanbwirtschaftliche Notlage" annehmen. Zum größeren Teil sinb sie cnso im Besitz nicht agrarischer Kreise, unb biefe weroen sich wohl mit Rücksicht auf bie oben angeführten Vorkommnisse schwerlich entschließen, ihre Gelber den von Professor Ruhlanb ersehnten agrarischen Zukunftsbanken anzuvertrauen. Und selbst wenn dem nicht so wäre, selbst wenn bie 41/2 Milliarben, bie nach Professor Ruhlanb bie hauptsächlichste Schuld an her landwinichaftlichen Notlage tragen sollen, nicht mehr mitsprächen, — die Erschließung pazisi- zierungs fähiger Länder wird deshalb nicht aufhören; sie wird bann eben ohne Hilfe ber beutschen Finanz- inftitute geschehen. Tie ausländische Konkurrenz für bie deutschen Landwirte wird deshalb fortbestehen, hingegen wird Leuischlands Rolle in ben überseeischen Landern eine viel 1 .. :.re fein, unb unsere ganze Weltpolitik, bie 1 Liner großen Flotte, wäre verfehlt. <.cr cirom des Weltverkehrs kann auch durch Professor Ruhlands Rezept nicht gehemmt werden. Darum .jürbe er Oberst Pavel. Wie wir gestern be^.iS nuteten, steht ber Rücktritt bes Gouverneurs von Kamerun, v. Puttkamer, unb [eine Ersetzung burch Oberst Pavel, ben von seiner Stabsoffizrers- zeit in Gießen wohlbekannten verbienstvollen Kommandeur ber Schutztruppe bieser Kolonie, bevor. Herr v. Puttkamer hat allerdings selber bisher keine Andeutung gemacht, bie auf Amtsmübigkeit schließen ließ. Es ist indessen wohl möglich, daß Gesundheitsrücksichten — bas Klima Kameruns greift ben Körper bei mehrjährigem Aufenthalt an — bem Gouverneur bas Scheiben aus ber Kolonie geraten erscheinen lassen. Der Gvuverneurwechsel würbe bann zu einer für bie Entwicklung bes Schutzgebiets bebeutungsvollen Zeit erfolgen. Turch bie drei militärischen Expeditionen, bie im vorigen Jahre unter Führung von Offizieren ber Schutztruppe nach Norben hin, bis zum Tschabsee, unternommen wurden, ist die Erschließung bes Kameruner Hinlerlanbes mit Nachbruck eingeleitet worden. Einer ber Expebitionssührer war ber bamalige Oberstleutnant Pavei; seinem geschickten Vorgehen gelang bie Unterwerfung der unbotmäßigen Eingeborenenstämme unb bamit bie Herstellung der Verbindung zwischen Dikoa, der Endstation ber Expedition bes Oberleutnants Dominik, unb (Storno. Hinsichtlich ber Folgen bieser Expeditionen, namentlich in Bezug auf bie Errichtung von Militärstationen, ber Ausdehnung her deutschen Verwaltung auf die erschlossenen Gebiete, sind nur spärliche und wenig Tatsächliches enthaltende Mitteilungen in bie Oefsentlichkeit gc- brungen. Richtig_ ist, baß die Nutzbarmachung des Gewonnenen zunächst Sache des Handels ist, umsomehr als es von entscheibender Bedeutung ist, den Niger-Benuc- Handcl, her sich bisher fast ausschließlich auf dem Wege durch englisches Gebiet abwickette, nach der deutschen Interessensphäre zu letten. Doch ohne ausreichende militärische Sicherung des Ke.merunerhinterlandes wird sich das chwer ermöglichen lassen. Man berücksichtige, daß es GleheimAnzeigeiM w General-Anzeiger ° ** ‘SST ▲V 1 * _ _ Kh Den pol'. ■. aUgent, Amts- und AnMgeblatt für den Kreis Gießen KWZZ ________________________________________ teinenieil pon« Beck. sich um etn Gebier handelt, das Teulschland an Ausdehnung nicht viel nachsteht. Bei dieser Sachlage sind zweckentsprechende Maßregeln von Seiten des Gouverneurs unerläßlich, und wenn Oberst Pavel in der Tat der kommende Mann für Kamerun ist, so würde der geeignetste Ersatz für Herrn v. Puttkamer gefunden sein. Aas Uupstjubiläum. Rom, 20. Febr. Heute begannen die Feierlichkeiten anläßlich des 25jährigen Pontifikats beS Papstes. Mittags begab sich der Papst bei bester Gesundheit, unter lebhaften Beifallsbezeugungen und Hochrufen in die sa'a regia und erteilte den dort Versammelten den Segen. In seiner Umgebung befanden sich die höchsten Würdenträger. Die Nobelgarben gaben bas Geleite. Von ber sala regia ging ber Papst in ben Saal ber Seligsprechung, wo sich 6000 Gelabcne, darunter eine kleine Schar belgischer Pilger, befand. Unter neuen Beifallskundgebungen bestieg der Papst den Thron, zur Rechten nahm die Familie Pecci Aufstellung, zur Linken die außerordentliche spanische Gesandtschaft. Außerdem wohnten der Feier sieben Kardinäle, mehrere Bischöfe und andere Geistliche bei. Kardinal Ferrare verlas namens der lombardischen Pilgerschaft eine Glückwunschadresse. Der Papst dankte und erteiltte den Segen. Darauf wurden dem Papste mehrere Geschenke, darunter eine Tiara, überreicht. Um 1 Uhr begab sich der Papst unter neuen enthusiastischen Kundgebungen in seine Gemächer zurück. Krozeß ßLner. Leipzig, 20. Febr. Zn der heutigen Verhandlung wird zunächst die Verlesung der zwischen Schmidt und Exner geführten Korrespondenz fortgesetzt. Exner schrieb 1891 an Schmidt, die „Franks. Ztg." habe recht, wenn sie tadele, daß Schmidt buchmäßige Gewinne anstatt dem Reservefonds gutzuschreiben, als Dividende verteilen wolle. (Einer bemerkt hierzu: Dieser Brief hatte den Erfolg, daß Schmidt dem- ßemäß handelte. Alsdann kommt zur Sprache, daß ein Trustkonsortium mit einem Kapital von fünf Mil- tionen Mark zwecks Uebernahme verschiedener Tochteraktien gegründet sei. Die Leipziger Bank habe aber schließlich allein die Tochterwerte gegen Zahlung von drei Millionen übernehmen müssen und zwar 97 Prozent die Leip- Nger Bank, ferner je 1 Prozent Exner, Sachsenrvder und Dodel. Die weiteren zwei Millionen seien in der Schwede geblieben. Sachverständiger Bankier Plaut-Cassel bezeichnet die Uebernahme dieser Tochterwerte al pari als umso leichtfertiger, als bereits im April 1897 die bosnische Tochter- unternehmung, die beste von allen, vor dem Konkurse stand. ES konnten schon damals die Arbeitslöhne in Bosnien nicht bezahlt werben, sodaß der bosnische Regierungskommissar an Schmidt schrieb: Ich mache den Schwindet nicht mehr mit. Wenn Sie nicht sofort eine Million herschicken, melde ich Konkurs an. Schmidt sandte darauf sofort eine Million Guldeir nach Bosnien, um den Konkurs abzuwenden. Das Geld Hatto er selbstverständlich von der Leidiger Bank. Im weiteren Verlaufe des Prozesses bemerkt Sachverständiger Kommerzienrat Süßkind auf Befragen des Staatsanwalts Kunz, er sei der Meinung, Jakob Landau habe eine Provision von 800 000 Mark gefordert, weil er das Geschäft nicht habe machen wollen. Diese hohe Provisionsforderung hätte ober die Verwaltung der Leiv- ziger Dank stutzig machen müssen. Zum mindesten hätte sie die Trebergesellschäft nicht mehr moralisch unter stützen dürfen. Bankier Plaut-Cassel ist der Meinung, daß Jakob Landau die Emission ernsthaft hlibe übernehmen wollen. Andernfalls hätte er das Anerbieten ja bloß ablehnen dürfen. Verteidiger Rechtsanwalt Trucker bemerkt, Landau habe fug selbst um Uebernahme der Emission beworben. In einem Briefe mache Exner Schmidt Vorhaltungen darüber, daß er ohne Wissen der Verwaltung der Leipziger Bank eine Million Gulden an die bosnische Regierung gesandt habe. Tadurch habe das Vertrauen der Lank einen heftigen Stoß erlitten. Exner bemerkt, er fei berechtigt gewesen, vertrauliche Briefe, die zwischen ihm, dem verstorbenen Vorsitzenden des Aufsuhtsrats der Leipziger Bant, ^achsenröder uno Schmidt gewechselt wurden, in sein Direktionspult einzuschließen, Damit nicht jeder Lehrling davon Kenntnis nehmen könne. Ties sei keine Verheimlichung der Beiseiteschaffung gewesen, denn er schloß die Briese nicht in seiner Privatwohnung ein, sondern im Pult seines Direktionszimmers. Er habe die Briefe dem Konkursverwalter nicht ausliefern können, da er nach Ausbruch des Konkurses sofort verhaftet worden sei. Auf Befragen bemerkt Exner, zunächst sei er vom Aufsichtsrat der Trebergesellschaft als Milglieo desselben abgelehnt worden, später lehnte er die Wahl als Aufsichts- ralsmitglied der Treoergeserlfchaft auf ausdrücklichen Wunsch des Aussichlsrates der Leipziger Bank ab, da jein Aufsichtsrat von dieser Doppel^eckung eine Jnteressenkollision Defurajtetc. Die Verhandlung wird sodann auf Sams rag vertagt. Vermischtes. * Köln, 20. Febr. Die V o l t s s ch u l l e h r e r i n S i t t a r b, die mit einem am selben Schulsystem tätigen Lehrer ein Liebesverhältnis unterhielt, bas in ber letzten Zeit erkaltete, erschien vormittags um 11 Uhr vor ber Schulklasse bes Bräutigams und schoß sich nach kurzem Wortwechsel eine Kugel in den Kops. Die Lehrerin war ofort tot. Eine Kollegin ber Verstorbenen würbe beim Anblick der Leiche von einem Schlaganfall betroffen unb alsbald dem Hospital zugeführt. * Plauen (Vogtland) 20. Febr. Ziemlich heftige Erde- erschütterungen würben in ben letzten Tagen im oberen Vogtlanbe, so in Brambach, Untersachsenberg unb Graslitz wahrgenommen. * Paris, 20. Febr. Der Matm berichtet aus Genf, )atz ber dortige französische Finanzmann Perrit, verhaftet worden ist. Dem Verhafteten, welcher Dwector unb Verwalter verschiebener Finanz-Gesellschaften war, werden Veruntreuungen in Höhe von 900,000 Francs zur Last gelegt. Perrit wurde von seinem eigenen Sohne denunziert, welch letzterer damit bezweckte, seinen Vater von weiteren Geldgeschäften abzuhalten. — Die vom Kriegsminister nach Rouen entsandte Aerzte-Comission slelltc fest, daß die Typhus-Epideniie noch immer in der Zunahme begriffen ist. Bis jetzt wurden 54 Soldaten im Hospital untergebracht. Zwei Erkrankte sind gestern gestorben. Eine teilweise Verlegung der Garnison wurde beschloßen. 'Wien, 20. Febr. Der Gesandte tu D. Ritter v. Scherzer, bekannt als wissenschaftlicher Leiter der Novara- Expedition von 1857, ist heute in Görz gestorben. Von 1878 bis 1884 war Scherzer Generalkonsul in Leipzig. v Prag, 20 Febr. Böswillig verbreitete Gerüchte über die böhmische Sparkasse riefen heute einen Andrang zu ben Kassen dieser Sparkasse hervor. An diesen Gerüchten ist kein wahres Wort. Es fanden sich heute an ben Kaffen der böhmischen Sparkasse etwa 600 Einleger mit ihren Einlegebüchern ein, um ihre Guthaben zu erheben. Es wurde jeder Betrag a vista ohne Rücksicht auf die Höhe und ohne Kun° digung ausgezahlt. Bis zur Mittagsstunde waren etwa 400000 Kronen abgehoben. * New Port, 20. Febr. In bem Cliftonhotel zu Cedarrapids in Iowa ist Feuer ausgebrochen. Es sind angeblich 15 bis 20 Personen um gekommen, viele wurden verletzt. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. 07 Wetter 64 Februar 1903 3 'S i o - c c E 20. 20. 21. 2» 758,1 4-5,0 5,2 80 NWN 2 Bed. Himmel 9;5 762,2 4-1,6 5,0 96 8. 1 Heller Himmel 72j 756,9 4-2,8 5,1 91 8. 1 2 Bew. , höchste Temperatur am 19.—20. Februar 4- 6,4° C. Niedrigste „ „ 19.—20. „ — 3,5" 0. Gegen Schnupfen ist ber Schnupfenäther „Forman" anzuwenden, ber ärztlicherseits mehrfach als „gerabejit ideales Schnupfenmittel" bezeichnet wird. Bei leichtem Schnupfen Forman- Watte (Dose 30 Pfg.), bei starkem Schnupfen Forman - Pastillen (50 Pfg.) zum In" ^alleren mittels Riechgläschens. Wirkung frappant: Bei beginnendem Schnupfen fast unfehlbar. In allen Apotheken. Man frage seinen Arzt. 1160 g er ar ey S' « S'E. 8 = e. » o 3 5 er 5. a ? Z» to =L 5 S- 9* » 'S <3- 5 5 3: SS - - e-tÄ s • » & 3 Co ZS LL S Z « er (5)2 »b 3 <£> 3 g 3 — -T 5 3 M er S 1 —• - C er 25 3 _ "%* c E'. W 5t>‘ 3 tO g « M o « s 3. 5.3 KD 3* => 2 — 6 O ar 3 Cb §•58? 5 ~S°3 1 3 Z ~ 'SA 2^0 O n • V ft » ro @3 ~ 5 □- @ - 2-CD . 3 £ er■ g' Jg K *| co" & 3 e s> _ « 3 3 'S" - ° — er 3 S. 3 2^-2 *** • Q ' * _ w ’M (7 3 ® Ü - -S. 3 |»§c3 sr~a § » ÖdS<" « 8^ 3 ° 3 — 3 © n cß er 2 » AssK 3 3^ Ö 2 3 <5. gf S 5® 3 CB 0.3 jTpt' L - o Z3 - ö 9 « ‘ CM = @ O 3 2.3 @ s ---- r;cr=3D2 =-C. 3 2- 3 0^2 5,3'3,'- O* er -• 2» 3 « 2 3 «ö* o 3 D O' 35 “ 3 72 37!0D ®'S'org’2§-S *1 O ** 3 3 X.-3 cd er -3* cm ? 3 öd 3 |-=s Z = « c* ar 2.-3* ' t S er S 5 3 «g tQ -S- 00 3 g, g 2 ö o er " « 3 „ -__2 S" 3 KD 3 bD 0:3? 3 3 3 ^3 _& CS O " " 2 ® » Sf- » S ” « — — - crCDo"^-3 Z 2 13- er 3 n •3 3: 5 S. 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Franz Klenker, Parfümerie u.Friseur, Selterswll.6 Buseck, X. 294. Gemarkung Wiefeck. Seiler, Louise, zu Wiefeck, 1. 379. Gießen, den 19. Februar 1903. Großherzvgllches Amtsgericht. Holzverkauf in dem von Heydwolff'schen Wald am Montag, den 23. d. Mts. Eichen: 95 fm (bis 14 m Länge und 34 cm Durchm.). Buchen: 16 fm (10 Stämme 40—56 cm Durchm.). Zusammenkunft 10 Uhr vormittags bei Gersnershaufen, Station Nicdcrwelmar. [1619 von Heydwolff'sche Forst- Verwaltung. Viktoria-Drogerie Adoli Bieler, SUcttitraBe». verfügt werden. Gemarkung Oppenrod. Heinrich und Frau, geb. Schäfer, zu Oppenrod, V1./139. Heinrich 1IL, II1/220, V. 334, V. 456, VI. 272. Gemarkung Grotzen-Bufeck. Heinrich 111. zu Oppenrod, XX. 130. Gemarkung Alten-Buseck. Heinrich 111. Ehefrau, Sophie geb. Wagenbach, in Alten-Buseck, 1. 403, 405, 462, 777, IV. 324, VI. 894, 395, Xlil. 114, XIV. 110, XVII. 283, XV11L 216, XX. 116, XX111. 383, 401, Vl. 394, 395, X. 51, 385, 434, 709, XL 45, XXL 27, V. 129, X. 253, VIII. 527. Versende 30 Lt. Weißwein z. Mk. 11,40 30 „ Rotwein „ „ 12,- gegen Ltachnahme; Faß leih» roetfe und franko zurück. [399 F. Brennfleck Weingut Schloß Küpperwolf, Edrshrim (Pfalz). Domino, Clown, Maskenauzüge und Perrucken billigst zu verleihen. 582 Sämtliche Karueval-Tlvtitel. Franz Klenker, Theater-Frijeur, Seltersweg 1A. Wilh. Kohlermann Neustadt 12 (Neubau) empfiehll in großer Auswahl WWütten (rund und oval) ^oijwören Hails- unö Äülheilznite Lejcn uni) LülMlunien Surbwnren liiruorlastn uuS MM. Reparaturen werden prompt besorgt. 552 Orangen dünnschalige, süsse ( Fracht, 1S081 per Dtzd. 45 Pfg. „ » 50 , _ „ 60 „ . , 80 . Gebr. Berdux 5-5 Babnbofstr. 27. Lindenplatz 12. Kaffee-Zusatz oder keinen? Kaffee ohne Zusatz schmeckt oft hart, säuerlich, regt leicht auf, sieht dünn aus. Kaffee mit geeignetem Zusatz — der beste ist der Anter- Cichorien von Dommerich & Co. — schmeckt weich, dabei kräftiger, ist bekömmlicher und zeigt eine titfbraane Farbe. Wirtschaftlich wird durch biefen Zusatz außerdem gespart. Tie praktischste Packung ist der Anker-Clchorieu m 10 Pf.- Kästchen mit 1 Tafel zu 50 Würfeln, denen 1 feine Ansichts- Postkarte be.liegt. Er ist fast überall zu kaufen. 1510 Verdingung. Zum IL März d. Js. sollen für die Provinzial- Giechenanstalt zu Gießen die Fletsch- und Wurslwaren, sowie die Vtctualten, Backwaren, Milch, Seife und Soda rc. für die Zeit vom 1. April 1903 bis 31. März 1904, Kartoffeln und Gemüse für die Zett vom 1. April bis 30. September 1903 vergeben werden. Die Bedingungen können im Regierungsgebäude, Zintmer Nr. 3, gegen eine Schreibgebühr von 1 Mark in Empfang genommen werden, woselbst Offerten nut der Aufschrift: „Lieferung an Fleisch- und Wurstwaren — oder Victualien, Kartoffeln und Gemüse dezw. Backwaren rc. — für die Provinztal-Siechenanstalt" versehen dis zum 6. März 1903 einzuretchen sind. Der Provinzial-Ausschutz der Provinz Oberhesseu. Alten-Buseck, 1. 54. Gemarkung Beuern. Heintges, Johannes zu Düffeldorf, V1U. 145, 146, 150, 215, 19, 20, 21, 22, 106, 112, 116, 119,5. Gemarkung Alten-Buseck. Fertige Särge iu Eiche und Tanne, sowte Metallsärge stets auf Lager. 1176 Karl Hahn, Schreinermeister, Löberstr. 17. Aufforderung. Ansprüche an die unten naher bezeichneten, den beibemerkten Besitzern in den Grundbüchern zugeschrtebenen Liegenschaften, die tellS veräußert, teüs überschcteben werden sollen, sind so gewiß binnen 4 Wochen vom Erscheinen in den Blättern gerechnet, dahter gehörig begründet vorzulegen, als sonst die vorliegenden Verträge bestätigt, die Beschränkungen gelöscht und die Einträge in das Mutationsverzetchnis Der Anfang ist an der Rabenauerstraße. Bemerkt wird, daß bei dem Eichen- und Nadel- Stammholz sich sehr schöne Schnlttstämme befinden, und das Eichen-Scheitholz sich zu Werkholz eignet. Gcoßen-Buseck, 20. Feb. 1903. Gr. Bürgermeisterei Gr.-Buseck. Schwalb. 1635 Der Direktor: Der Lagerhalter: Balser. Schmidt. 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Uhr, im Cafe Ebel (Zimmer Nr. 5) statt und werden die Mitglieder zur Teilnahme an derselben hierdurch eigebenft eingeladen. Tages-Ordnung: 1. Jahresbericht pro 1902. — 2. Vorstandswahl. Gießen, am 20. Februar 1903. 1633 Der Vorstand. Holzversteigerung. Fürst!. Solms. Obcrförstcrei Hohensolms Dienstag den 24. Februar 1903, nachm. 1 Uhr, im Lokale des Gastwirts L. Schlierbach zu Bieber. Distr. Helfholz: Nutzholz: 11 Eichen-Bauholzsiämme mit 3,89 im, 1 Kiefernstamm mit 0,85 fm. Brennholz: Buchen- 160 rm Scheit und Knüppel, 27 rm Slockholz, 8700 Wellen. Eichen: 44 rm Scheck und Knüppel, 10 rm Stockholz, 1900 Wellen., Nadelholz: 3 rm Knüppel, 80 Wellen. Distr. Eberstein: Buchen: 3 rm scheit und Knüppel, 80 Wellen. Kiefern: 4 rm Knüppel, 300 Wellen. 7 Ktesern- gibt wohl btllrgcre Reifen, aber auf der ganzen Welt keinen besseren Reifen als den Continental r N L u m a 6 tu für Fahrrad und Automobil. Erstklassig in Material, Ausführung und Konstruktion. keselleupriisullg M Bezirks Lollar. Die diesjährigen gesetzlichen Gesellenprüfungen finden im Monat April statt. Hierzu gehören die Orte Treis a. d. L., Mainzlar, Taubringen, Staufenberg, Ruttershausen und Lollar. An derselben können alle junge Handwerker tetlnehtnen, deren Lehrzeit spätestens am Schluffe der Prüfungen beendet ist. Anmeldungen hierzu sind unter Benutzung des vor- geschriebenen Formulars (bet uns erhältlich) bis zum 15. März an den Unterzeichneten zu rechten. Die Prürungs- gebühr beträgt 3 Mark und ist mit der Anmeldung cm- zuscnden. . Wir machen insbesondere darauf aupnerffam, daß die Ablegung der Gesellenprüfung u. a. als Vorbedingung für die Anleitung von Lehrlingen und die Führung des Meistertitels erforderlich ist, ihre Versäumnis daher später empfindliche Nachteile im Gefolge hat. Für den Prüfungsausschuß des Orksgewerbev. Lollar: Die schönsten, neuesten Kleiderstoffe Riesenauswahl Ausserordentlich preiswert Man verlange gratis und franko Muster M. Schneider Versand - Abteilung FRANKFURT A. M. ZeU 66-et Daher Stand der Mitglieder Ende 1902 . . 53 Oppenrod, den 18. Februar 1903. Landwirtschaftlicher Konsum-Hkerein. Eingetr. Genossensch. mit unbeschr. Haftpflicht. Hofirerstcigerung Donnerstag, den 26. Februar, vormittags von 9 Uhr an, kommt im Großen-Buseckcr Gemeindewald in den Distrikten Entenpfuhl und Kirschbaum nachoerzeichnctes Holz zur Ver- tetgerung: 53 Eichenstämmem.16,31 fm 176 Nadel „ , 78,76 11 Buchen „ , 1,40 83 Elchenderbstg. „ 1,62 208 Nadel v „ 10,91 1195 Nadelreisstg. 8,38 Wellen Buchen-Reiser, ii Eichen- „ „ Äiadel- „ rm Buchen, Eichen und Nadel Stock. Infolge sehr vorteiltaften Abschi .eses DF Cacao, garantiert rein per Piund von uk. 1.20 an bi» zu M. 3.— Im ganzen Pfand Mk. 1.15 — 2 Pfund ä Mk. 1.10. Garantiert reine Block-ChocoLde per Pfund 85 Plg., im ganzen Piund 80 I fg. Gebrüder Berdux, SÄ27, 1621 160 cm breite Beit-Katae, Satin Augusta prima Qualität. 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