Prinzessin Elisabeth f der von n MMMfflM MMMS MW der lid) _"_________*_____;___—_____ 'M: außer der verwitweten Herzogin Ataria Koburg-Gotha und der ehemaligen Herzogin von Hessen die Kronprinz von Rumänien ein. Heute srüh kamen Prinz und Prinzeß Heinrich von Preußen an, fuhren mit ihren Verwandten, Prinz und Prinzessin Friedrich Karl, die am Bahnhos waren, nach deren Palais und setzten dann später die Reise mit dem russischen Hofzuge ab Sachsenhausen fort. Prinz Heinrich sprach lange und lebhaft mit dem 1. Vorsteher des Haupt- bahnhofes. Er war erstaunt, zu hören, daß das russische Kaiserpaar nicht im Zuge sei, daß vielmehr die Kaiserin abgehalten wurde, nach Darmstadt zu kommen. Oberbürgermeister Mecum erhielt heute folgende Depesche: Der Bürgerschaft und der Vertretung der Stadt Gießen danke ich herzlich für die treue Teilnahme an meinem tiesschmerzlichen Verlust. Ernst Ludwig. Zum ehrenden Gedächtnis der verewigten Prinzessin Elisabeth, hielten wie wir bereits gestern drahtlich meldeten, tue Stadtverordneten Darmstadts am Donnerstag mittag eine besondere Sitzung ab. Der Saal war mit dem von Palmen und Trauerflor umgebenen Bildnis der teueren Toten geschmückt. Oberbürgermeister Morneweg hielt eine kurze, ergreifende Gedächtsnisrede, m der er hervorhob, wie furchtbar tragisch in den jüngsten Wochen das Schicksal über uns gespielt und den Freudentagen der Vermählungsfeier Tage tiefen Schmerzens folgen ließ. Die Schatten, welche die Erkrankung des Kaisers brachte, seien Gott sei Dank wieder entschwunden und man dürfe in Bezug auf den Kaiser mit froher Hoffnung in die Zukunft blicken. Um so tiefer und furchtbarer sei jetzt der zweite Schlag, der plötzliche Verlust des Lieblings unseres Großherzogs und des ganzen hessischen Volkes. Die Stadtverordneten seien zusammengekommen, um dem so schwer geprüften geliebten Landesherrn ihn herzlichstes Belleid auszusprechen. Zum ehrenden Andenken erheben sich sämtliche Anwesende von den Sitzen. Bürgermeisterei Romrod. S. K. H. der Großherzog lajsen fiir treue Teilnahme Einwohner Romrods an tießchmerzlichenr Verlust Herz- bmifen. (gez.) Kabinelsrat Romheld. Mainz, 19. Rov. In der gestrigen Sitzung Stadtverordneten gedachte Oberbürgermeister Dr. Gaßner des herben Verlllstes, den Se. Königl. Hoheit den Großherzog betroffen hat. „In Meinem furchtbaren Leid!* So die letzten Worte des Telegramms, in dem Großherzog Ernst Ludwig die Beileidsdepesche der Stadt anläßlich des Hinscheidens der Prinzessin Elisabeth erwiderte. Fürwahr, ein entsetzliches Geschick hat unseren Landesherrn betroffen! Ein frisches, blühendes Kind war es, das er vor wenigen Tagen mit^sich hinausgenommen, eine kurze Zeit noch mit seinen hohen Verwandten, mit denen ihn innige Bande verknüpfen, zuzubringen — und heute liegt der Liebling aus der Totenbahre l Das Kind, an dem des Vaters Herz mit allen Fasern hing, sein Trost, sein Einziges, sein Alles. Mitgefühl hat jeden erfaßt, als er vom plötzlichen Tode des Fürstenkindes vernahm, als er des verwaisten unglücklichen Vaters gedachte. Wie tief hat erst jene Nachricht das Hessenland ergriffen! Und gerade uns hier in Mainz, die wir so ost in den letzten Monaten die Freude hatten, unseren Großherzog zu sehen in seiner herzlichen Zuneigung, in feinem warmherzigen Interesse sür unsere Stadt, hat das herbe Schicksal, das jäh über ihn hereinbrach, bis ins Innerste erschüttert. Trost können wir nicht spenden, aber die Versicherung unserer innigsten und aufrichtigsten Teilnahme soll hinüberdringen in den Palast, wo der verlassene Vater nun des Sonnenscheins entbehren muß, der, von dem Töchterchen ausstrahlend, den verantwortungsvollen Lebensweg des Fürsten vergoldete. Erheben Sie sich, meine Herren, ich bitte, von Ihren Sitzen, zum Andenken an die hohe Verblichene und zum Zeichen unseres verehrungsvollen Mitgefühls für den Vater, Seine Königliche Hoheit unseren Großherzog !" Die Versammelten erhoben sich von ihren Plätzen. Worms, 19. Nov. Einen erhebenden Eindruck machte heute nachmittag zwischen 3 und 4 Uhr unsere aus Anlaß der Beisetzung der Prinzessin Elisabeth in die Zeichen tiefster Trauer gekleidete Stadt. Alle Ladenbesitzer waren der Anregung zur Schließung der Ladenfenster gefolgt. Eine Anzahl größerer Gesck)äste hatten die erleuchteten Bogenlampen mit Trauerflor umhüllt. Feierlicher Glockenklang erscholl von den Türmen und der Posaunenchor spielte vom Turm der Dreifaltigkelts- kirche herab einige Trauerchoräle. Frankfurt, 19. Nov. Prinzessin Beatrice von Koburg traf Mittwoch nachm. 4.45 Uhr mit dem verspäteten Holländer D-Zug ein. Abends 11.10 traf Auf das an Se. Kgl. Hoh. den Großherzog abgesandte Beileidstelegramm des Gießener Veteranenvereins erfolgte folgende Antwort: Se. Königl. Hoheit der Großherzog lassen den Veteranen Gießens für treue Teilnahme an tiesschmerzlichem Verluste herzlich danken. Kabinetsrat R ö m h e l d. gr. Romrod, 19. Nov. Auf das heute von den Einwohnern der Stadt Romrod an S. K. H. den Großherzog abgesandte Beileidstelegramm traf im Laufe des Nachmittags folgende Antwort ein: Darm st nbt, 19. Nov. 1903. Laternen brannten, und kam bald nach 4 Uhr beim Mausoleum auf der Rosenhöhe an. Dort hatten die Mitglieder des diplomatischen Corps, der Justiz- und der Finanzminister, die Generalität und die Vertreter der Stadt Ausstellung genommen, ebenso vier Kompagnien des Leibinsanterie-Regiments Nr. 115 mit Fahnen und der Regtmentsmusik, die beim Herannahen des Zuges einen Choral anstimmte. Bei der Beisetzung des Sarges im Mausoleum hielt Hofprediger Ehrhardt die Trauerliturgie und sprach dann in einer kurzen Gedächtnisrede den vom tiesslen Schmerz bewegten Eltern ergreifende und zugleich erhebende Worte des Trostes zu. Mit einem Choral der Musikkapelle endete die erhebende Trauerfeiec, welcher sämtliche Fürstlichkeiten stehend — der Großherzog neben der Großherzogin — beiwohnten. Der schwere Metallsarg war vom Parkeingang des Mausoleums an vom Großherzog, dem Großfürsten Sergius, Prinz Heinrich, Prinz Friedrich Karl von Hessen, Prinz Max von Baden, Oberhofmarschall v. Westerweller und Oberstallmeister Frhr. v. Riedesel unter Beihilfe einiger Garde-Unteroffiziere getragen worden. Als vom Sarg die Kränze und Palmen heruntergenommen und auf den mit einem mächtigen Kranz aus blauen Blumen geschmückten Rasen vor dem Mausoleum ausgebreitet wurden, stimmte die Knabenchorschule der Hofkirche den Choral „Christus, der ist mein Leben* an. Nach Schluß der Feier geleitete der Groß- herzog die Frau Großherzogin zu ihrem Wagen, in welchem sie mit ihrer Mutter und Schwester direkt zur Bahn fuhr; die Verabschiedung war herzlich. Später fand im Neuen Palais unter Beteiligung aller beim Begräbnis gewesenen Fürstlichkeiten Familientasel und im Alten Palais Marschall- tafel statt. Prinz Eitel-Friedrich reiste mit dem Schnellzug 6.4 Uhr abends, Prinz Max mit dem Zug 8.45 Uhr wieder ab. Die „Darmst. Ztg.* meldet: Von dem Kaiser von Rußland ist dem Staatsminister Dr. Rothe folgendes Telegramm zugegangen: Tief betrübt, daß die Krankheit der Kaiserin uns verhindert, nack) Darmstadt zu kommen, um dem Großherzog in seinem Kummer beizustehen, sind wir am Tage der Beisetzung der zu früh entschlafenen vielgeliebten Prinzessin Elisabeth von ganzem Herzen mit der Bevölkerung von Hessen und bitten Gott den Allmächtigen, uns allen seinen Trost zu gewähren. Nikolaus. Die Beisetzung. R. B. Darmstadt, 19. Nov. Es war ein Akt von tieferschütterndem Eindruck, mit dem sich die feierliche Beisetzung der verewigten Prinzessin Elisabeth vollzog. Die Straßen und der Platz vor dem Bahnhof waren wiederum so dicht nut Menschen besetzt, wie in den frohen Festestagen beim Empfang der hohen Gäste, der Main - Neckar - Bahnhos war vor dem Eingang zum Fürstenzimmer wieder piit Palmen, exotischen Topfgewächsen und Fahnendraperien geschmückt und auch vier Eskadrons der hiesigen beiden Dragoner-Regimenter mit Standarten und Rcgimentskapelle präsentierten wieder die Seitengewehre ■— aber doch, welch ein anderes Bild! Statt der freiidig ankommenden und harrenden Hochzeitsgäste heute nur ernste, schwarz gekleidete Gestalten, die goldbestickten Uniformen mit den Zeichen der Trauer versehen und auch die Fahnen nut schwarzem Flor umhüllt. Auf dem Bahnhos hörte man von der zahlreichen illiistren Versammlung kaum einen Laut; hier standen die zur Teilnahme an der Trauerseier herbei- geeiUen Vertreter befreundeter Monarchen, darunter die schlanke, kraftvolle Figur des Prinzen Eitel Friedrich als Vertreters des Kaisers, und des Prinzen Max als Vertreters des Großherzogs von Baden. Ferner sah man die Angehörigen des fürstlich Battenberg'schen Hauses und der Schön berg'schen Herrschaften, mehrere Standes- herren, den kommandierenden General von Linde- q u i st , die Divisions- und Regimentskommandeure, Oberhostnarschall v. W e st e r w e l l e r , Generaladjutant v. Wachter, Oberstallmeister Freiherr von R i e d e s e l, Staatsminister Dr. Rothe u. a. Unter lautloser Stille fuhr um 3 Uhr der Sonderzug ein und einige Minuten lang regte sich nichts. Dann betraten Prinzessin Ludwig v. Battenberg und Prinzessin Andreas, schwarz gekleidet, den Wagen des Großherzogs. Hier befand sich auch die frühere Großherzogin Viktoria Melitta, die den Zug in Sachsenhausen bestiegen hatte; im zweiten Abteil desselben Wagens stand der Sarg mit der verewigten Prinzessin. Zuerst entstieg der Großherzog dem Zug, dann die Großherzogin, vom Großherzog an der Hand geleitet. Aus dcniselben resp. dem Nebenwagen entstiegen noch Herzogin Vtarie und Herzog Karl Eduard von Koburg-Gotha, die Kronprinzessinvon Rumänien, Prinz und Prinzessin Friedrich Karl, Großfürst und Großfürstin Sergius, Prinz und Prinzessin Heinrich von Preußen u. a. Nach gegenseitiger stummer Begrüßung traten acht Garde-Unteroffiziere an den Wagen und hoben den Sarg aus dem geöffneten Fenster heraus. Als dieser durch den Fürstensalon zum Leichenwagen getragen wurde, wobei auch der Großherzog selber mit Hand anlegte, intonierte unter Salutieren der Truppen und der Ehrenposten der Garde-Unteroffiziere die Regimentskapelle einen Choral, und deutsche und russische Beamte trugen aus dem Zuge zahlreiche Palmen und Kränze herbei, von denen der aus weißem Metall gefertigte Sarg dicht bedeckt wurde. Der mit sechs Pferden bespannte Leichenwagen war ganz weiß drapiert und dicht mit weißen Chrysanthemen geschmückt; die Pferde trugen lange weiße Decken nut Silberstickerei. Unter dem Geläute der Kirchenglocken setzte sich der Trauerkondukt in Bewegung und zwar m der bereits mitgeteilten Zugordnung. Unmittelbar hinter dem Sarge schritten der tief bewegte Großherzog, links von ihm Prinz Heinrich, rechts Großfürst Sergius, dann Prinz Eitel-Friedrich, Prinz Max und die übrigen Fürstlichkeiten, sowie der Staatsminister und die Hofstaaten. In den Hofwagen folgten die frühere Großherzogin, und die Herzogin Marie, Prinzessin Heinrich, Großfürstin Sergius, Prinzessin Ludwig von Battenberg und die anderen leidtragenden Damen. Der Trauerzug bewegte sich unter stummer Be- grüßung der dicht gedrängten Menschenschaaren durch die schon gestern erwähnten Straßen, in denen die ‘s. Nr. 273 «r,chet»t täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesfifchen Landwirt die Gießener Kamillen, dlütter viermal in der Woche deigelegt. Rotationsdruck n. Verlag bei Brü h l'scheu Unwech-Buch- u.Siein- druckerri (Pietsch Erben) Redaktion. Expedition und Drucke rett Vchalstraße *L Adresse für Depeschent Anzeiger Gießen. Frrnlprechanlchluß sJlt. 5L Erstes Blatt. 153. Jahrgang Freitag 20. November 1903 ______ _ Ä Bezngspretsr /"BMF Ed Ab © monalttch75Ps.,oiertel- XttfflgBÄr ▼ gW äWK M ▼ jährlich Mk. L.20, durch Eichener Anzeiger General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MWZ v jetgenletl: Hang Beck. W Die Nordanla ge, von der Dammstraße bis zum kaufmännischen Vereinshaus, wird wegen Vornahme von Frhrn. v. Örnpteda verfaßtes Sckiau-spiel zur Ausführung mif zusammen 3100 Mk. Durch das Ergebnis der dies- Kanalisationsarbeiten von heute an bis auf Weiteres für den ^en Kollekte ,ft das Ka^aluermög-n des Vereins um langten NaäMchten bestimmt stattfinden, falls die Besserung! 1902/03 (1. April 1902 bis Ende Marz 1903) ist unS form Befinden des Monarchen anlM. Bei der Festvorstellung eben zugegangen. Wir entnehmen rhm, daß un letzten Jahre im Hoftheater, der der Kaiser beiwohnen wird, soll ein von Verein drei Vermächtnisse ausbezahlt worden sind Lagen noch aus» . Wald michel dach, IS. Nov. Der Kaufmann Habich hatte eine Reise nach auswärts gemacht. Zur Heimreise wollte er den Schnellzug Karlsruhe ab 5 Uhr 46 Mm. abends benützen. Er verspätete den Schnellzug, woraus er in größter Erregung und mit Atemnot kämpsend in den Wartesaal Fuhrwerks- und Fahrradverkehr gesperrt. Gießen, den 20. November 1903. Großyerzoglichee. VvUzeiamt Gießen Hechler. -Aus dem Bureau des Stadttheaters. Morgen Samstag am Vorabend des Totensonntags und in Anbetracht der Trauerwoche (in Folge Hinscheidens der Prinzessin Elisabeth) hat die Direktion ein ernstes Stück, nämlich Friedr. Hebbels gewaltiges bürgerliches Trauerspiel Maria Magdalene, als 4. Volksvorstellung angesetzt. Es ist dies die letzte Aufführung des Werkes, das bekanntlich bei seiner ersten Aufführung einen durchschlagenden Erfolg errang. Der Sonntag bringt als 6. Sonntagsabonnementsoorstellung dem Charakter des Totensonntags entsprechend ebenfalls ein ernstes Stück Georg Engels ,U e b er den Wassern. Auch diese Vorstellung, die gleichfalls die letzte des Stücks bedeutet, bedeutete einen großen Erfolg unseres Ensembles. Dienstag, 24. Nov. tritt dann wieder die heitere Muse in । ihre Rechte, indem Laujs und Jakobys überaus heiterer Schwank i „Pension Schüller" nach mehrjähriger Pause wieder! zu Aufführung gelangt. Vorausgeht als lever de rideau ein harmloser Einakter ,F l i t t e r w o ch e n." Es ist dies die 6. Dienstagsabonnementsvorstellung. ** Der Bericht der Verwaltung des Hilss- vereins für die Geisteskranken in Hessen (Unterstützungskasse der hessischen LandeS-Jrrenanstalten und der psychiatrischen Klinik in Gießen) für daS Rechnungsjahr Deutsches Reich. Berlin, 19. 9lov. Die infolge der Erkrankung des Kaisers hinausgeschobene Rekrutenvereidigung des Gardekorps findet nunmehr morgen in Potsdam und übermorgen in Berlin statt. Der Kuiser wird persönlich nicht anwesend, sondern durch Generaloberst von Hahnke vertreten jein. — Ter Kaiser hörte heute die Vorträge des Kriegsministers, des Ehejs des Generalstabs und des Chefs der Unioerfität beurlaubt unb als Studierender der Päda- Pedinaunaen gibt den Vereinigten gogik bei der philosophftchen Fakultät immarrrkulrert wer- den. Den Abschluß des Studiums bildet eine Prüfung-' mit deren Bestehen der Lehrer die Befähigung zur Ertell- ung eines wissenschaftlich begründeten Unterrichts an Lehrerbildungsanstauen erlangt. Würde mit einer der- arngen wijsensa)aftlicheu Fortbildung eine materielle Besserstellung der Seminarlehrer Hand in Hand gehen, deren Tätigtett ja aufreibender ist als die des Schullehrers im eigentlichen Sinne, so Ware die Gewähr gegeben, daß die deutschen Lehrerbildungsanstalten ihre immer schwerer werdende Aufgabe in vollkommener Weise er- fütlen. Der Jugend gehört die Zukunft, die durch gründlich vorgebildete Lehrer in der Wissenschaft tüchtig gemacht wird. des Militärkabinetts. — In den evangelischen Kirchen wurde am gestrigen Bußtag auch noch speziell des Kais er s gedacht, indem Gottes Hilfe und Beistand für die völlige Wiedergenesung des Monarchen erfleht wurde. — Die Schisfsbautechnische Gese llschaft begann heute vormittag in der Aula der Technischen Hochschule zu Charlottenburg ihre fünfte Hauptversammlung. Ter Kaiser, welcher in den letzten Jahren regelmäßig als Gast auf der Hauptversammlung erschien, hatte sich entschuldigen lassen. Ten ersten Vortrag hielt Geh. Reg.-Rat Professor Dr. Riedler über Dampfturbinen, der zweite Vortrag wurde von Regierungsbaumeister Zepke über das Telephon im Seeverkehr gehalten. — Ter „Reichsanz." veröffentlicht drei Bekanntmachf- ungen des Reichskanzlers vom 15. November betreffend die Beschäftigung der Arbeiterin ne n und jugendlichen Arbeiter in Ziegeleien, bete, den Betrieb von Getreidemühlen und betr. Einrichtung und Be-^ trieb gewerblicher Anlagen, in denen Thomass chlacke, gemahlen oder Thomasmehl gelagert wird. Essen, 19. %ot). Die Staatsanwaltschaft beschlagnahmte die Nummer der „N h e i n. W e st f. Z t g>", worin eine Aussprache M o m m sens über den deutschen Kaiser gegenüber einem Korrespondenten der Londoner „Truth" enthalten war, wegen Majestätsbeleid i gung. Hannover, 19. N^v. Ter Be.uch des Kaisers zu den bevorstehenden Jahrhunoertseiern der drei hiesigen Regimenter, die bwcu> tue Krankyeit des Monarcyen in Krage gestellt erschienen, wird nall> neueren hierher ge- noverschen Armee, bezw. der deutschenglischen Legion be- Mk gewachsen. Die Einnahmen haben 37 933 Mk. ^Äraun schweig, 19. Nov. Eine grofre sozialistisch« und di- Ausgaben 37675 ^k- b°twg°n. Das G°s°rnt°^. Versammlung nahm gestern einen Protest gegen das mögen des Vereins öeragt 72142 Mk. Es wurde m die hiesige Landtagswahlrecht an. Beratung über die Abänderung der Statuten eingetreten. — Alk heben wir hervor, daß für llfllttifdlf ÖLnnP^rrhfln I Änalanü die Folge nur alle fünf Jahre eine Generalversammlung ab- ymmiujr Vbuymmjau. gehalten werden soll; ferner soll das Institut für Helfer und Die hessischen Finanzen Paris, 19. Nov. Wie nunmehr feststeht, wird Frau Helferinnen zur Einführung gelangen. befinden sich so wird der „Köln. Ztg." geschrieben, seit übet ihren Gemahl aus seiner Nomreise nicht be- Großen-Lin den, 19. Nov. Ue bersallen wurden einigen Jahren, wie die der meisten deutschen Bundesstaaten, gleiten. N^rattina der Frage der Trennung von gestern abend bei Lützellinden die Konfirmanden aus Allen- in übler Lage; der starke Aderlaß durch bi e ^r jur u 9L, s)r ( % fint borf, als sie vom Religionsunterricht aus Grogen-Lmden hessische Eis e n b -h n g em ein s ch a s t berührt mtt ihren dessen Vertreter Prr ^ersugu g. mittcilt werden klärt, ,ba6 es für sie außer Zweifel stehe, daß em Verbrechen wachsenden oder sinkenden Ertragen glcrch empfindlich das ' üerl).jftete Anarchisten befchuld'lai ein eines fremden Menschen vorliege und alle entgegenstehenden hessisch« Budget., Die in letzter Zett als Ansh,l^.nittel drei ge lern verhütete Anarchisten vechMMgr, Phantasiegebilde seien." Von den beiden Damen zur Deckung entstaiidener Fehlbeträge angewandieil -^aß« weizcr Eidgenossen schasl gcpiant zu haben. hat die eine, welcher 14 Knochensplitter herausgenommen regeln, tote St eueier^o^ung iiitb n ter la (Jung 1 Sofia, 19. Äiov. Hier sand eme Gedächtnisfeier worden sind, eine lebenslängliche Verkümmerung ihres Körpers «SS «W. N beabsichtigt. Es soll ähnlich wie in Preuszen em gewisser Petersburg, 19 Nov. lleber das Be s in d e nider Dekan in Blaubeuren) statt. Nachdem Oberkonsistorlal- BruchteU der Eisenbahnertragnisse und der lieberschusse der Kai s err n liegt vom 19. ds. ein vom Leibchirurgen Hirsch I ’cäfibent D Buchner die eidliche Verpflichtung vorgenommen Landeslotterre nach und nach zu emem eisernen Bestände Dr. Beni unterzeichnetes Billletin vor, das lautet: 7^ versammelten sich die Lehrer und Mitglieder des Pre- TOneSntis«^“riSnß"Ä^^ranfSCS9an^ ®aifelin 2tIe£anbra Feodorowna schlief nachts mit Unter- ftg^seminars mit den Vertretern der obersten Kirchenbehörden, griffen^erden dürfem Aber auch mit^ einem folcksen Aus- brechnngen. Die Temperatur war morgens 37.2, Puls 72 ken Stadtpsarrern und zahlreichen auswärtigen Geistlichen, glerchssonds wird fortgesetzte Sparsamkeit noch und von guter Intensität. Ter Kr an k hei t s pr v z e ß im sowie mit Freunden der Anstalt im Festjaale des Prediger, lange das hessische Bud g e t beherrschen Ohre vermindert sich. seminars. Oberkonsistorialrat v. Flöring führte Dr. Wurster müssen. Winkt doch im Hintergründe ein neues hessi- _ Der Archftnandrid David !>es russischen Klosters mit einer Ansprache, der 1. Kor. 4, 20 zu Grunde lag, in sches Gem eind efteu er ge s e tz, dessen ^rchberatung Etschmiadsin ist von Anneniern e r mor d e t toorben. Die sein Amt ein. Dieser redete im Anschluß an 2. Kor. 3, 4—6 besonders den ländlichen Abgeordneten manche jdjtoere entiamen. In Transkaukasien soll sich, ein Re- über die Gedanken, mit denen er sein neues Amt antrete, Stunde bereiten wird. v olutions komite e gebildet haben, das 30 ru s sische woraus Professor Liz. Ege.r auf Grund von Röm. 12, 4—6 Die Lehrerbildner. Beamte im Kaukasus auf die Toten liste gesetzt l)aben spcofcffor Dr. Wurster im Namen der Seminargemeinschaft Ans Lehrerkreifen wird uns geschrieben: '““'-fterot)oH, 19. Nov. Der Wortlaut des zwischen'bem ro’flfommen Nach der m aaer @^^h^^t^ett^er^ebcnbcn Die Frage der Fortbildung der Volks schullehrerft^^^kretär Hay und dem Gesandten der Republik Pa- Feier versammelte sich eine größere Anzahl von Teilnehmern auf Universitäten bleibt auf der Tagesordnung. Das „ama Bunau-Varilla, vereinbarten Kaualvertrages -m „Hotel Trapp" zum gemeinsamen Mittagsmahl, bei dem Seminar-Abschlußzeugnis berechtigt znm einjährig-frei- „war noch nicht veröffentlicht, doch ist folgendes von Oberkonsistorialpräsident D. Buchner den Wünschen und Host- gen Mllitärdienst; die gleicye Berechtigung wird an höhern ^m Inhalte desselben bisher bekannt. Panama, tritt nungen Ausdruck gab, die die oberste Kirchenbehörde an den Schulen erworben, an denen akademisch gebildete MiYytei I a। wig> an die Vereinigten S ta aten al l e s ! Amtsantritt des neu ernannten Professors knüpfe, und Kirchenunterrichten, oder durch Bestehen von^^Pruftingen^vor be- Kanß gebiet überall in der Republik ab, das Meyer namens des Dekanats Friedberg Worte herzlicher sonderen Kommi-siionen, die ebenfalls <^s Akademikern ter Verbindung mit dem Bau, dem Be- $earüfeuna fpracb. Von einer Feier größeren Umfanges, so- zusammengesetzt sind. Es ch al,o zunächst Gebot der und der Unterhaltung des Kanals für 9 solennen Festmahl war mit Rücksicht auf die Logik, daß auch an den Seminaren akademirch gebildetes ünschens wert befunden werden kann. Der einem '^eunen^eumayi । ' Pädagogen ihres Amtes walten. Durch;chlaaend sackstich Ertrag gewährt den Vereinigten Staaten auch das vo 11e Erkrankung des Direktors D. Weiffenbach ^'se^ wiederhoU begründet erscheint diese Forderung aber auch und be;on- ränitätsrecbt über den Landstreisen m warmer Weise gedacht wurde, abgesehen worden, ders insofern, als der Lehrplan der Seminare umfassender 10 bis 12 englischen Meilen Breite zu bei- Darmstadt, 19. Nov. Der Betrag von 5000 Mark, ist. An den Lehrerbildungsanstallen unterrichten schon jetzt ^eQ weiten des Kanals. Forner erhalten die Ver- den der Kaiser von Rußland für wohltätige Zwecke in Akademiker; die Forderung ist also dahin zu präzisieren, Uniaten Staaten die Erlaubnis, die Linie an den End- Darmstadt gespendet hat, ist laut ,D. Z." dem Großh. daß dies allgemein und im ganzen Reiche geschehe, und patten mit Befestigungen zu versehen und p o l i - Staatsministerium zur Hälfte an hiesige wohltätige Vereine zwar auf dem durch eine Verordnung des Großh. Hess. - zu überwachen. Die Städte Panama uni) unb Anstalten, zur anderen Hälfte an die Großh. Bürger- Unterrichtsministeriums gekennzeichneten Wege. Danach behalten Selbstvermallung unter der Oberhohell der meisteret Darmstadt zur Verwendung für gedachte Zwecke überkann bekanntlich ieder Volks;cyullehrer, ;afem er eine gute fo lange, wie sie die Ordnung und Regelung > mnrhon Mote in der Seminar-Abgangs- und rn der eigentlichen Gejmidheitsverhällnisse zur Zuftiedenheit der Ver- wresen woroen. Lehrerprüfung erlangt hat, aus drei Jahre zum Bruche einiaten Staaten auftechterhalten. Die NichterMung dieser Darmstadt,19.Nov. ,Dte Gattm em« Vausve nia ^.hipronhpr hpr “ n beu Vereinigten Staaten das fttzers legte m vorletzter Nacht em abgebranntes Streichholz Recht, die genaue Erfüllung ihrer Wünsche durchzusetzen in die Lichtschale, welche auf dem Nachttisch stand. Neben und sogar Gewalt anzuwenden, nm sich Gehorsam zu derselben lagen einige Celluloid-Aus st eck kämm ch en. erzwingen. Panama erhält 10 Millionen Dollars. Der Unglücklicherweise ragte ein kleines Eckchen eines Kammes in Vertrag sieht ferner vor, daß der Kanal neutral und die Schale hinein und fing Feuer. Im Nu standen sämt- allen Völkern zu gleichen Bedingungen ge- Kämmchen im Brand und schlugen meterhohe Flammen, öffnet bleibt. . Der Hausherr versuchte mit den Händen dieselben auszu- — ^er „Newyork Herald ^Idet aus Bogota vom ^abei sprangen einige brennende Kämmchen infolge billige und Amerikas Einmischung in die Panamw-Ange- noch Bettdecken, Kopfkisien und Nachthemd. Nm. legenhät tadele, rief in der Bevölkerung Jubel und Geistesgegenwart und Kaltblütigkeit des betteffenden *e?can, verstärkte Kriegslust hervor. Es wurden Hoch- welcher erhebliche Brandwunden an Händen usw. rufe aufDeut sch land ausgebracht. (Hierzu bemerkt davontrug, wurde ein größeres Umsichgreifen des Feuers ver- Wolffs Bureau: Die in Bogota eingetroffene Kabelmeld- h^et. Man sieht hieraus, daß man vor der Feuergesährlich- ung über eine Parteinahme Deutschlands in dem Strell der Celluloidwaren nicht genug warnen kann. zwischen Kolumbien und Panama beruht selbstverständlich Darmstadt, 19. Nov. Wegen angeblicher gegen a_u? Erfindung.) Arbeiter m den Werkstätten der preußisch-hessischen Eisen- । . TTTTvt bahngemeinschast zu Darmstadt erfolgter Maßregelungen <^ub AMM UHU &UHU. hat der sozialdemokratische Landtagsabg. Cramer an die Gießen, den 20. November 1903. zweite Kammer eine Interpellation gerichtet- X s hl s.Ä LXUUtt Offenbach, 19. Nov. Ein hübsches Mißverstand. Adlkßblllh der Stflut UHU des JuClICS Giegell. nis soll in einem heMcheu Städtchen dieser Tage vorge- Wir bitten höflichst, die an die Einwohner Gießens ver- kommen sein. Ein Landmann aus der Umgegend kommt teilten Zettel für das Adreßbuch ausfüllen und für die Boten aufs Amt, um sich eine neue Jagdkarte ausstellen zu bereit legen "zu wollen. lassen. „Haben Sie auch Ihre alte mitgebracht?" wird er Brühlsche Universitäts-Druckerei. von dem Beamten gefragt. — „Noi, die haww' ich zu Hause gelasfe." — „Ja, die müßen Sie aber unbedingt mitbrmgen!" — Am andern Tage erschien der also Belehrte wieder, diesmal mit seiner ,Alten", seiner besieren Hälfte! — In tiefe Trauer wurde gestern die Familie emes in der Waldstraße wohnenden Metzgermeisters versetzt. Das kleine Töchterchen hatte beim Spiel eine Erbse verschluckt; diese geriet m die Luftröhre und veranlaßte einen Erstickungsanfall. Alle Anstrengungen, die eingedrungene Erbse zu beseitigen, blieben vergeblich, sodaß man sich entschloß, mit dem Mädchen ms Krankenhaus zu fahren; aber schon auf dem Wege dorthin war das arme Kind erstickt. Erbach-Hattenheim, 19. Nov. Bei der Lese, die hier dem Ende zugeht, hat es sich wieder einmal gezeigt, wie klug es war, die Weinberge gegen die Pilzschädlinge zu spritzen und zu schwefeln. Da, wo beides geschehen, kann man aus 2/8 Herbst rechnen, während in den nicht gespritzten Lagen der Ertrag sehr gering ist. Es wurden Most- ! gewichte bis 85° nach Oechsle erzielt, doch stehen die besseren . 26.65 3% Mexikaner Ä Billig im Verbrauch. Bei einem Brande in Hattorf M e hr e r e Feuerwehrleute 372% 5% 3V,% 3% 37 2% 102.10 91.10 101.80 91.10 100.30 100.00 102.80 101.10 100.00 103.70 64.20 33.00 144*20 44.45 42.65 Reichsanleihe do. Konsole . do. . . Hessen Oberhessen erlitt. Göttingen, 19. Nov. derart schwerem Herzleiden, daß er unerträgliche Schmerzen und Leiden durchmachen mußte, und daß seine heftigen Er- | regungen mit Blutandrang nach dem Gehirn und die daraus entstandenen Gehirnkongestionen die unausbleiblichen Folgen dieses Leidens waren und den Tod herbeiführten. Schon im September erlitt der Verstorbene im Bahnhof zu Freiburg einen Schlaganfall infolge Atemnot. Der Verblichene lebte im besten Einvernehmen mit seiner Familie und in sehr guten, geordneten Verhältnissen; Verluste irgend welcher Art, am wenigsten infolge von Spekulationen, in die er sich nie einließ, sind vollkommen ausgeschlossen. Im Gegenteil, er machte im September d. Js. noch eine namhafte Donnerstag den 26. November, abends 8 Uhr, im oberen Konfirmandensaale, Kirchstraße 9: Bibelstunde. Ps. 90. Pfarrer D. Schloss e r. Sonntag den 29. November, als am 1. Advent, findet Leichte und heiliges Abendmahl für Matthäus- und Markusgemeinde gemeinsam un Hauptgotlesdienst statt. Weitere Abendmahlsfeiern werden gehalten: Am 2. Advent im Abendgottesdienst für die Markusgemeinde, am 3. Advent tm Abendaottesdienst für die Matthäusgemeinde. Zu beiden wird besonders die konfirmierte Jugerrd der Gemeinde eingeladeu. 476% Oesterr. Silberrente 4% Ungar. Goldrente . . 4°/o Italien. Rente , , . 4% % Portugieser? , . « 8°/c Portugiesen..... 1% C. Türken . . . < Türkenlose ...... 4% Grieoh. Monopol.-Anl. 41/,% äussere Argentiner Paris, 19. Nov. Der Groteskkomikerin Panuarette wurden von ihrem Kollegen M a x i l l y mit einem Dolchmesser aus Eifersucht beide Augen ausgestochen. • Zürich , 19. Nov. Aus allen Gegenden der Schweiz werden st a r k e S ch n e e f ä l l e und e r h e blich es Sinken der Temperatur gemeldet. St. Moritz verzeichnete 2 Grad unter Null und aus dem Pilatus betrug die Kälte 9 Grad. In Davos ist die Schneedecke schon so fest, daß in den nächsten Tagen die Sportschlittenbahnen eröffnet werden verordneten aufgestellt. Kleine Mitteilungen ans Hessen und den Nachbaastaaten. Gelegentlich eines Familienzwistes er-1 schlug m Gaßfelden die Frau des Mannes Michael^ Weiershäuser diesen mit einem Scheck Holz. Die Frau wurde1 verhaftet. — In der Rhön ist gestern starker Schneefall eingetreten; auch aus verschiedenen Teilen des Westerwaldes werden Schneefälle gemeldet. — In Homburg v. d. Höhe schenkte der Landrat Ebbinghaus zum Bau des Krankenhauses 50 000 Mk. — Der Dreschmaschinen-Besitzer Ester aus Lich erlitt in Laubach an seiner linken Hand eine schwere Verwundung. Eine eiserne Kette riß ihm einen Finger fast vollständig ab. — In Götzenhain ist ein Nestor unter den hesiischen Förstern, Reviersörster Jost, infolge eines Hirnschlages plötzlich verstorben. Der muntere alte Herr versah trotz seiner 81 Jahre noch bis zu seinem Todestage in voller Rüstigkeit seinen Dienst. — Eine Rarität, ein Anforderungszettel über 01 Pfennig „Nebenkosten" in der Zusammenlegungssache Aßlar-Klein-Alten st ädten, kam dem „Wetzl. Anz." zu Gesicht. Zweifellos übertreffen die mit der Zustellung und Bezahlung dieses „Neoenkosten- zettels" verbundenen „Extra-Nebenkosten" die Riesenjumme von 01 Pfg. um ein vielfaches. Matthäusgemeinde. Mittwoch den 25. November, vormittags 9% Uhr: Zur Ke ter des Geburtstags Sr. Kgl. Hoheit des Grotzherzogs Vereinigter Militär- und Ziottgottesdienft. Pfarrer Euler. Heppe gelegentlich einer Fastnachtsseier „ein Bündel Heu vor die Tür seines Amtszimmers" mtt dem Zusatz durch zwei Dienstleute hinlegen ließ, „das wäre Futter für die Heuochsen im Rathause". Er halte es für unvereinbar mit dem notwendigen Ansehen der Stadtverwaltung, einen Mann in dieselbe zu berufen, der in so beleidigender Weise seiner Ansicht über diese Verwaltung Ausdruck gegeben habe." Die Anhänger Heppe's haben diesen trotz der Erklärung des Oberbürgermeisters als Kandidaten für die Stadt- • Hannover, 19. Nov. Der Herrenreiter Leutnant von Schmidt-Pauli ist bei einem Jagdritte so unglücklich gestürzt, daß er einen Bruch des rechten Beines Vermietest EinLoreley-Denkmal! Durch die Zeitungen 4V2V0 Chinesen . Electric. Schuckert Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . Diskonto-Kommandii Darmstädter Bank Dresdener Bank . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn Lombarden . . Gotthardbahn . , Laurahütte . . . Bochum .... Harpener . . . Tendenz: Neueste Meldungen. Originaldrahtmeldungen des Gießener dlnzeigerH. -mm. Marburg, 20. Nov. (Eigener Drahtberlcht.) Bei der Lan d t ags stich w ahl wurde gewählt Landrat v. Regel ein mit 75 Stimmen. Prof. Lehmann erhielt 67 Stimmen. , . ~ , Berlin, 20. Nov. Ter Bundesrat hat dem Entwurf eines Gesehes aber die AbänderungdesBörsen- aesetzes seine Zustimmung erteilt. Loudon, 20. Nov. Das Fernb leib en d es Zaren von den Kopenhagener Jubiläums festen ist durch den Umstand zu erklären, daß in Dänemark bis in die Hofkreise hinein g roß e Entrüstun g üb er die Behandlung der Finnländer herrscht- Diese Entrüstung ist schon verschiedentlich zum Ausdruck gekommen, zumal auch> die Zarin-Mutter für das Schicksal der Finnländer Mitleid zeigt und wiederholt den Zaren gebeten haben soll, von der Entnationalisierung der Finnländer Abstand zu . . 92.50 . . 114.00 . . 105.25 . . 211.80 . . 197.70 . . 148.70 . . 160.50 . . 166.25 . . 143.20 . . 17.60 . . 190.00 . . 239.00 . . 189.50 . . 204.75 est. Kunst und Wissenschaft. Berlin, 19. Nov. Die Ankunft der deutschen Süd- polar-Expedition ist mn den 1. Dezember in Lrel ru erwarten. stürzte ein Schornstein ciru wurden tätlich verletzt. Hamburg, 19. Nov. Auf der Hamburg-Harburger Straßenbahn stießen im Nebel zwei Wagen zusammen. 8 Paffagiere wurden erheblich verletzt. Die Ursache ist Entgleisung in der Weiche. * London, 19. Nov. Nach einer Meldung der „Daily Mail" aus Philadelphia hat Dr. Neiden in einem dort.gen Privat-Hospital begonnen, dem früher erwähnten Millionär ein fremdes Ohr anzusetzen. Die Operation l sollte in Newyork ausgeführt werden, aber der Dchrikts- Attorney Jerome sagte Dr. Neiden, er vermeide Ungelegenheiten, wenn er die Operation auderswo ausführe. Der Verkäufer und der Käufer des Ohres liegen jetzt mit den Köpfen zusanunengebunden in entgegengesetzter Richtung ui einem Bett und sie müssen so zwölf Tage liegen bleiben. Erst die obere Halste des Ohres mit vier Zoll Haut dahmter ist übertragen worden. Tritt eine Mutzirkulation ein, so wird in zwölf Tagen auch die untere Hälfte abgeschnttten | und übertragen. Tritt keine Blutzirkulation ein, so wird 37-n 496 Oesterr. Goldrente znrückgmg, dort seinen Ueberzieher und sein Gepäck niederlegend. Hieraus ging er hinaus auf den Perron, um nach dem Fahrplan zu sehen Bei seiner Rückkehr in den Warte- geht die Kunde, daß ein Marmor-Denkinal der Loreley für saal fand er sein Gepäck nicht mehr vor, was seine Auf- den Gipfel de§ Loreleyfelsens vorbereitet werde, regung im höchsten Grade steigette. Seine in verzweifelter Aufregung und Kopflosigkeit gemachten Nachforschungen blieben ohne Erfolg. Kurz nach V*7 Uhr wurde er am Eingang des Schloßplatzes knieend und mit dem Taschentuch lose angebunden, doch noch lebend und nur betäubt beobachtet, worauf ihm sofortige Hilfe zuteil wurde. Aber die Folgen der seelischen und körperlichen hochgradigen Erregung blieben nicht aus und endigten in Anwesenheit des hilfeleistenden Arztes bald darauf in einem Gehirnschlag. Wie der Sektionsbericht hervorhebt, litt der Verstorbene an London, 20. Nov. Die Morgenblätter bringen Auszüge aus einer Rede der liberalen Führer Morley und Asquith. Morley stellte die Pläne Chumberloins als die letzten Anstrengungen eines Staatsmannes mn, dessen Ideen gescheitert seien. Die Liberalen wurden einen schweren Fehler begehen, falls sie den südafrikLNi.- schen Krieg in Vergessenheit geraten liegen. Asqurth er- malmte dre Liberalen, angesichts der kommenden Neuwahlen die notwendigen Vorkehrungen zu treffen. Paris, 20. Nov. General O'Evnnor wurde aufi der Straße von Hauptmann Müller angesallen und geschlagen. Der Hauptmann trat an den General mit den Worten heran: Sie haben lügenhafte Berrchjt^ über mich erstattet, meine Ehre verletzt und merne Karriere zerstört. Hierauf .versetzte er dem General einen Faustschlag ins Gesicht. Der General wollte sich wehren, beide packten sich, stolperten und wälzten sich dann auf dem Sttaßenpflaster. Der Geyeral erlitt erhebliche, Verletzungen und mußte in einer DrojchLe nach Hause gebracht werden. . Cherbourg, 20. Nov. Die Ueberwachung der Eisenbahn bei der morgigen Rückkehr des italienischen! Königspaare s wird durch Truppen ausgeführt, welche Fackeln tragen, ähnlich wie bei dem Besuch des Zaren. Der königliche Zug wird Tag und Nacht bewachs um jeder Eventualität vorzubeugen. ..... Wien, 20. 9iov. Die in Preußen ansässigen Geschwister des Grafen Pius Chamare brachten einen Protest? ein gegen die Giltigkeit der auf dem Sterbebett des Grafen geschlossenen Ehe mit der Sängerin Wanda Blau st ein sowie gegen des Testament, wonach' letztere Güter im Werte von 4 Millionen Kronen erbt Newyork, 20. Nov. Präsident Gil von San Do*, mingo bot den Vereinigten Staaten die Abtretung der Republik an unter dem Hinweis, daß die Insurgenten, falls sie siegreich wären, die Zahlung der gegenwärtigen Staatsschulden verweigern wollen. Die Bundesregierung mußte den Vorschlag ablehnen, zumal diL legitime Regierung der Insel nahezu gestürzt ist und nrcht die Macht besäße, das Gebiet zu übergeben. — Der schleunige, Abschluß des Kanalvertrages ist durch die drohende Auflösung der Republik Kolumbien veranlaßt worden. Telephonischer Kursberichte nnmeroungen zu vielen rrvenomaylen wettren vorher "bet tenf Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. In der Johanneskrrche. Vormittags 91, Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Johannes Gemeinde Pfarrer Dr. Naumann. 9 In der alten Friedhvsskapelle. Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Euler. nur«™ Ai.™ Sonntag abend 8 Uhr: Versammlung und Bibelbesprechung im Konfirmandensaale der Johanneskirche. Montag, den 23. November, abends 8 Uhr: dib e lstunde iln Konfirmandensaal der Johanneskirche. Galaterbrief Kap. 2, 1 10. Pfarrer Tr. Naumann. Nächsttolgenden Sonntag, den 1. Advent: Beichte und heiliges Abendmahl für die Lukas- und öie Johannesgemeinde im Vormittagsgottesdienst. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Katholische Gemeinde. Samstag, den 21. N 0 v e m b e r 1903. Nachlnittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenyett zur hl. Beichte. Sonntag, den 22. November. 25. und l etz t e r'S 0 n n t a g nach Pingst en. Vormittags von 6 7, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht. um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und m derselben Austeilung der hell. Kommunion. um 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. „ um 9 7, Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 5'/r Uhr: Christenlehre; darauf Andacht. Mittwoch den 2 5. November am Geburtstage Sr. Königl. Hoheit des Grotzherzogs vormittags um 9'/? Uhr: Mllitärgottesdienst. Erbschaft Blatt eine Erklärung, in der er sich zu seiner auch in btefer | SSel£as^fnerr, "S "9.^ 9 " ' " " ' ~ Zeitung schon mckgeteilten Stellungnahme zu einer event. Wahl des Spediteurs A. Heppe als Stadtverordneten äußett. Er erklärt offen, daß er bei einer Wahl Heppe's nicht im Amte bleiben könne und motiviert dies damit, daß “4 im s°. Mi6 bS-nb " d« V dies, rssa atuten ejn bi( äSh '•**>*?; ge ' ^sirwanben QU§ ijÄfe i -'N Berbrechk, i »nbin9b9^‘el,c* „ nbe|6en$ain,n ^““ägeiwminen et " B'ldflSch " in ih« • to die ft beä "«“• Siuritet (jeit, ® Lberbn|iitotia[. Mrgenommen fflitghebet des « udt; < - blÄ» t zu bei°'^jdchen » SS"* r »-Zrrch°'sür d-ÄatthäuSg-meind-. wohnte, bestreitet, daß eure andere als Ewell die Entbrndung ^ot’uuu 9 Pfarrer D. Schlosser, vornahm Der Ehemann der Vorzeugrn bekundet, Zeuge! Abends 5 Uhr: Liturgischer Gottesdienst. Czwell habe mehrmals vergeblich versucht, ui Warschau stchI Pfarrer Schwabe. ihm zu nähern. In letzter Zett habe Cwel auch mit Frau Montag den 23. Noven^ber, abends 8 Uhr, im Konftrmanden- Koczorowsll in Verbindung zu tteten versucht. Er glaube, saale: Versammlung der konfirmierten weiblichen Jugend der Czwel sei auf Geld ausgegangen. Die Verteidigung'^''"^""' bernerll, es liege nahe, in Czwels Ausjagen eine Rache für den mißglückten Erpressungsversuch zu sehen. Ter Staatsanwalt beanttagt dre Vorladung einer Reihe neuer Zeugen, namenttich Chwels und seiner Frau. Tie Verteidigung mernt, es ser kein Bedürfnis dazu, da mehr Licht als bisher in die Affäre nicht gebracht werden dürste. Dr. Rosinski erllärt aus Be- ftagen, die bei der Gräfin beschäftigte Hebamme nannte srch ihm gegenüber Czwel. Er bemerkte nichts von einer Krankheit an ihr. Der Gerichtshof beschließt sodann, dem Anträge des Staats anwalts zu entspre^en. Die Verhandlung wird aus Montag vertagt. sollen._____________ Handel und Verkehr. Uolksioittschast. Köln, 19. Nov. Die Vereinigung der Halbzeugver-- brauch er richtete im Hinblick auf die demnächst beginnendeVer- kaufstättgkeit für das erste Quartal 1904 eine neue Eingabe an den Halbzeugverband, in der angesichts der Lage des Walzeisenmarktes auf'das Dttngendste um Herabsetzung der Halbzeugprerse ersucht wir Nov. Die heutige Versammlung der Werk- befitzer der Zementindustrie, die über Bildung eines Trusts in der Zementindustrie beriet, nahm nach längerer Debatte eine Resolution an, die lautet: Die Versammlung bringt der Idee einer Trustbildung großes Interesse entgegen, glaubt aber einerseits, daß der gegenwärtige Zeitpunkt zur Durchführung des Projektes noch nicht genügend ausgereift erscheint, andererseits, da | feine Zett mehr verloren werden darf, um auf anderen, schon jetzt gegebenen Wegen eine Besserung der Verhältnisse unserer Zement-, industtte anzustreben. Sie steht dabei auf dem Standpunkte, das die jetzt in den einzelnen Gruppen auf einen verständigen Zusammenschluß der JntereffeMen abzielenden Arbeiten zu einem chleunigen Abschluß gebracht werden müssen. Es möge der Bildung von Trusts in kleinem, oder besser großem Rahmen näher getreten werden. Zur Weiterberatung dieser Motette wird eine I Kommission von neun Mitgliedern gewählt. aromatisch u. ausgiebig bei: Carl Schwaab, SelterSweg. 7994 Zwischen Schule und Kaus lauern auf die Kleinen tausend Gefahren. Die schlimmsten Gefahren aber bietet der Schulweg am frühen Morgen, weil die Kinder sich da am ehesten erkälten und Keime zu ernsten Krankheiten legen. Wollen Sie als kluge und vorsorgeiidv Mutter Ihre Riemen davor bewahren, dann geben Sie ihnen ein paar Sodener Mineralpastillcn von „Fay" mit aus den Weg. Die beugen Erkältungskrankheiten wirksam vor und leisten brillante Dienste, wenn Erkältungen bereits eingetreten sind. In allen Apotheken, Drogen- und AlmeralwaLer-Hand-i hingen zu 85 Pfg. per Schachtel zu haben. 6911 Warenhaus 1. Goldschmidt Schulstrasse 6. Giessen. Schulstrasse 8. v- Eröffnung “W der Spielwaren-Ausstellung Umtausch bereitwiliigst! Allerbifligste Preise! Riesen-Auswahl! Als Zugabe ein schön ausgestatteter Kalender bei Einkäufen von Mk. L— an. heute, Freitag abend. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Lich für daS Jahr 1904/05 liegt vom 23. November 1903 an acht Tage lang aus dem Bürgermeisterei-Bureau dahier zur Einsicht der Interessenten offen. Lich, den 19. November 1903. 8658 Äroßherzogliche Bürgermeisterei Lich. Heller. Bermittelungsstelle für den An- und Verkauf von Zuchtvieh im Anschluß an die Ge- schästsftelle des landw. Vereins für die Provinz Oberheffen zu Alsfeld Wir vermitteln den An- und Verkauf von Zuchttieren der uns angeschloffenen Zuchtvereine als: Simmenthaler Herdbuchtiere (71 Vereine), Vogelsberger Herdbuchtiere (22 Vereine), Vorkshire- bezw. deutsche Edelschweine (7 Vereine), Saaner Ziegen (8 Vereine). 8663 Listen über zum Verkauf gestellte Tiere werden auf Verlangen gratis zugesandt. — Z. Zt. überwiegt die Nachfrage von Käufern die Angebote. 8663 Ertrunken ist beinahe ein Schiffersmann, Doch hatte er große Stiefel an, Die gingen nicht unter und sanken [nicht, Denn KrebS-Fett machte sie (wasserdicht. 1358 Zum Totenfest empfehle in großer Auswahl Kränze usw. dL zu soliden Preisen. 8664 Friedrich Schulstraße 10. Licherstraße 1.3. ul ! Verkäuferinnen ! !zur Aushilfe gesucht. Warenhaus A. Goldschmidt Gießen, Schulstratze 6. 8660 || Zum Löven, Reiit«ei. Samstag den 21. 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November, abends pünktlich V,8 Uhr, im oberen Saale des Cafs Ebel statt. ____________«564 HSJ. X. Siinit., »>. a. ö ®tj. 5. ü. Hfl^lll»___________8650 Stadt-Theater Stehen. Direktion: Siemgoetter. Samstag, den 21. Nov. 1903; 4. Volksvorstellung. Maria Magdalene. Eilt bürgerliches Trauerspiel iu 3 Aufzügen von Friedrich Hebbelr Preise der Plätze: Loge 1 Mk., Saal 40 Psg^ Gallerte 20 Pfg. Sonntag den 22. Nov. 1903 (Totensonntag) 6. Sonntag - Abonn. - Vorstellung. Novität! Novität! lieber den Wasser«. Drama in 3 Aufz. v. Georg Engel.