Montag 20. April 1903 153. Jahrgang Zweites Blatt. GietzeimAnzeiger General-Anzeiger 67 Amlz- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen 3 Nr. 91 • rltelet lägst- außct Eonniagt. Trrn Gießener Anzeiger werden im Mechtel mit dein hessische» Landwirt die Gießener Zamilte»- blätter viermal In der Woche beiqelegL Roiaiiontftrud u. "6erlag der Urüh l'ichen Umved.'tlud)- u.6iein» brudeiei Cüietfd)*iiben) •Ubaftion, (trpeOitUMl unb Druderei: Lchalftraße 7. Rldrelte füi Devetchent Aozelger ©irhru. FernIprechanledlußNr 5L 6eiB(|Hrri»i monatlich 7b viertel» täbilid) Lik. 2.90; durch dlddole- u. Zweigstellen monatlich to W-; durch die Lost Lik.L— oienel- jäbrL austchl. Bestellst. Annahme von Anzeige» üt die iaacnuininer ji» vormutag» 10 Uhr. Zeilenvret»: iokal I2Ll^ au.ivan« WJ tilg, verantwortlich *üt den polti mift allstem. Teil W Wtttko hlr ,<5tabt UNd Vantr und .Herrchfsaal* August ® dq, *üi den An» retaenteil Van« Bed. Z)le heutige Dummer umfaßt 10 Seite«. yfliaiuitniiidjung. ffa wird hierinit bekannt gemacht, daß m der Zeit vom 20. April bi» 15. Mat l. I». die Straße Gießen- Siüdgcn- Vrotzen-Bufeck gewalzt wird und daher für schweres Lastfuhrwerk nicht passierbar ist. Gießen, den 15. April 1UU3. Großherzogliches Kreisamt Gießen Dr. ®relbcrt Kcilliniliinachung. Infolge der vorübergehenden Behinderung des StandeS- beamlen Bücher von BerSrod und der Erledigung des AiiileS des seitherigen Stellvertreters Stroh daselbst wird für den SlandesanttSbezirk BerSrod dem Landtoirt Philipp Zimmer 1. von da die emstweilige Beurkundung des Per» sonenslandeS gemäß § 3 der Vorschrift deS Gesetzes übet die Beurkundung des Personenstandes pp. übertragen. Gießen, den 17. April 1003. Großh. Amtsgericht. yrltiuuilimidjiutß. Betr.: Abhaltung der Viehmärkte. Der Auftrieb von Vieh auf den Viehmarktplah beginnt von dem am 21. April L IS. ftatlsindenden Viehmärkte ab biS auf weiteres vormittags um 6 Uhr. Gie ßen, den 20. April 1903. Großherzogliaies Loiizeiamt Gießen. Hechler. Kclliiililtmlichung. Getr.: Die Besetzung einer Schugmanusstelle. Bei der unterzeichneten Behörde ist alsbald eine Schuh- mannSstelle nut entern AnfangSgehalt von 1320 SDit., steigend jährlich um 80 All. biS -um Höchstgehalt von 1800 All. zu besetzen. Geeignete Bewerber, die beim deutschen Reichsheer oder bei der Kaiserlich deutschen Alarme aktiv gedient haben und mährend ihrer aktiven Dienstzeit Unteroffizier gewesen sind, wollen sich unter Vorlage selbstgeschriebener Gesuche, denen die Allluärpapiere sowie Führungszeugnisse anzuschließen sind, biS spätestens Ende dieses AlonatS melden und sich oor- niltags -wischen 10 und 12 Uhr oorstellen. Gießen, den 20. April 1903. Grvtzyer-ogliä.es Pviizciamt Gießen. Hechler. Kculschcs £lrid). Berlin, 19. April. Das Kaifer paar besichtigte gestern bei dem Bildhauer Elfter ein Modell zum Denkmal Friedrichs des Großen für Rheinsberg. Später stattete ber iiQifcr dem Staatssekretär Frhrn. v. Richthofen einen Besuch ab und empsing alsdann im Scl-loß den russischen Maiincat.all-ee To.gorukt zur Entgegennahme von Albums nut Photographien über den Besuch in Reval. Ferner horte der Jlai|et die Dorträge dcS StaatssikretärS des Reul-SmariiieamteS unb des EhesS des Alarinelabinetts und empfing in Privataudienä den östreichifch-ungorischen Botschafter von Szögheny. — Der Kaiser hcu den Wunsch ausgesprochen, Professor Delitzsch möge auch fernen neuesten Vortrag im Druck ersä-emen lassen. In der Unterhaltung gab der Kaiser seiner Freude besonders darüber Ausdruck, daß die Erklärung der tfeilinfcbrificn und die Enthüllung ihres ganzen LharakterS so bedeutsame Fortschritte gemacht haben. — Die „Disch TageSztg." fd^reibt: Während man daran denkt, ben Reichstag spätestens am 30. April zu schließen, rechnet man damit, daß die Tagung deS prcuß. Landtags noch mindestettS eine Woche länger dauert, obtvvhl vorauSjiu-tlich eurige Vorlagen unter den Tisch fallen werden. — DaS Reia^gesundheitsamt hat gelegentlich einer gutad)llid)en Aeußerung an das Reichsamt des ynnern Die Schaffung eurer ReichSarzneitaxe vorgeschlagen. Der Mra-ükanzler hat tnefen Vvisästag den BandrSiegrrr- ungen mitgeterlt und bemerkt, daß er diese Anregung für beacheminvert halte. GS lömie nur enuü.iifd)t fein, wenn auf diesem Wege einheitliche und, so weit möglich, billige Arzneipreise eingeführt würden. DaS preußische Kultusministerium hat sich grundsätzlich mit dem Borsctstage einverstanden erklärt, unter der Voraussetzung, daß die wesentlichen Grundzüge der preußischen Taxe dabet zur Geltung gelangen. — Einem Londoner Telegramm zufolge, meldet die „Exchange Telegraph Company' aus Washington, bieame- riranische Regierung habe beschlossen, ein Geschwader zu den Manövern nach Kielzusenden. Diese Nachricht wird aus Rewyork bestätigt. Tas Marrne- aint erlitte, das europäische Geschwader werde mehrere Häsen Nordeuropas anlaufen uno zweifellos die Route so einridjlen, daß eS während der Hielcr Festlichkeiten dort sei. Heer und Flotte. Eine Extra-Ausgabe des „Al üi.ä.Wochenblattes" meldet: v. Bülow, Generalleutnant, beauftragt nut der Führung des 3. Armeekorps, ist zum komm. General dieses Armec- torps, v. Kleist, Generalleut., Inspektor der 1. Kavalle'ie- Fnspektion, zum ldommand^nr der 38. Division ernannt, Frhr. v. Langermann und Er len camp, Generalmajor und Komm. der 14. Kav.-Drigade mit Wahntehmuiig der Geschäfte des Inspekteurs der 1. Kavallerie-Insp^krioii ernannt worden. Ferner wurden zu GeneralleutnrS. befördert die Generalmajore v. Schwartzkoppe n, Kommandeur deS LadeUetilorps, v. Goßler, Cberquartier- meister, beauftragt mit der Wahrnehmung der Grschäfte deS Chefs des StabeS der 1. Aruree-Fnspekiion, v. Witt- (en, Inspekteur der L Fußarlillerie-Iiispeltion und b. Einem, (genannt v. Notharaler, Tirekror des allgem. Kriegsdepartements im Kriegsministerium. Frhr. v. Reib- nitz, ftommanbeur der 33. Znsanttrie-Brigaoe, wurde zum jtomnumbanten von Karlsruhe und von der Gr o eben, ALteilangschef im Großen Generalftabe, zum Kontmandeur Der 33. Infanteriebrigade ernannt Ausland. SvpeDHagen, 18. April. DaS dänische Krvn- prinzenpaar wird bei der Rückreise aus Frankreich auf Einladung Kaiser Wilhttms einige Tage in Berlin aushalten. Brüssel, 18. April. Tie Erbschaftde rKönigin wird wegen der intransigenten Haltung deS Ehepaars Lonyai nun bestimmt gerichtlich liquidiert Paris, 19. April. FaurvS kündigt zur TreyfuS- Affäre ganz kurz ein ihm von Fettet De Bourbonne verbürgtes neues Zeugnis über die Existenz des gefälschte n, vom deutschen Kaiser angcblid) annulierten Bordereaus an. ß-erlct behauptet, Oberst Stoffel, ein intimer Freund Des Fürsten Münster, habe ihm die Existenz Dieses Schriftstücks offenbart und die lleberfetzung der kaiserlichen Randbemerkung sistiert. Langer, 19. April. Ter Sohn des deutschen Bicekonsuls in Laroche (Mavokio-, Forde, wurde bei einem Aufenthalt in Klar-el-rdebir, wo er Verwandte besuchte, von einem streitsüchtigen Berber durch einen Schuß in die Brust lebensgesäy rlich verwundet Tanger, 19. Avril. Gemäß der an die Ausländer ergangenen Au fsorderung, Fez zu verlassen, verließen der Direktor der WofsVnfabrrs Oberst Ferrara, sowie ten Beamten und die spanischen Arbeiter der Fabrik Fez, um sich nach der Küste zu begaben. To die vom Sultan angeordnete Aiaßregel sich auf alle Europäer ausimhnislos erstrrckt, machte sie hier, wie in Lingrborenenkreisin, besonders in den iireijen der Europäer drn besten Eitwruck, weil während der Abwesenheit buö Sultans von Fez die Europäer schutzlos gegen einen immer möglichen Ausbruch des Fana.iomus fein würden. Eine Karawane, wrlche zwei sranzos.sche Reisende, ^nen Herrn und eine Dame aus der Strage nach Tetuon begleitete, wurde drei Stunden von Langer vollständig aus- geplündert Len Reifenden gelang es, gestern abenb unversehrt nach Langer zurückzukehren. Pretoria, 19. April, aal» \ruh.re Haus Krügers wurde in öffentlicher Auktion sür 4u0j Pfund Sterling versteigert Montreal, 19. April. Der Zuschlag szoll aus deutsche Waren wuroe am 17. April vorläufig in Kraft gesetzt Zwecks endgültiger G^nrhmigung wurde die <.ank- iiouierung seitens der gesetzgebenden Faktoren nachge,ucht Aus §tfliit unD Jaiii». Gießen, am 20. April 1903, ** Tagesordnung für die Sitzung der Stadt» verordnelen-Versa mmlung, Donnerstag, den 28. April 1903, nachmittags 3 */, Uhr. 1. Beratung deS Dor- anfchlags für 1903/04. 2. Prüfung der Rechnung der Stadt Gießen für 1901/02. 3. Baugestich der Studentenverbindung „Chattia" für den Wetzlarerweg. 4. Anlage einer Straße am rechten Wieseckufer zwischen Frankfurter- und Bahnhofstraße. 5. Vertilgung der Blutlaus; hier: Wahl der Kommission. 6. Gesuch deS Schauspielers Christian von Stahl um Aufnahme in den Hessischen Untertanenoerband. 7. DaS Troschkenfuhnvesen in der Stadt Gießen (Tarif zum Siechenhause). 8. Gesuch deS Heinrich Doermer zu Forstgarten um Erlaubnis zum WirtschaftSbetricb im Forstgarten. 9. Desgleichen des Gerhardt Hemftege von DmSburg im Haufe Lammftraße Nr. 29. 10. Desgleichen des Karl Vogt dahier im Haufe Asterweg 9ir. 12. 11. Desgleichen des Karl Peppler dahier im Haufe Grünbergerstraße Nr. 32. ** Personalien. S. K. H. der Gr-oßherzog haben verliehen: das Ldomturkceuz 1. Kiafse des Verdienstordens Philivps des Großmütigen dem Generalmajor z. D. von Vie bahn, seüher Kommandeur der 50. ^nfanterie-Bri- ^nüllrtJiL — Gießener Stadttheater. Am Sonntag glng die wegen ihrer reizvollen Aielodicn und ihres volkstümlichen Humors feit langer Zeit beliebte Zeller'sche Operette „Der Vogel- händlerE in Szene und hatte unter der Leitung deS Herrn Kapellmeisters Schatz einen vollen Erfolg. Die Herren Libreltisten schmökerten zweifellos in vergilbten Blättern der franzöfifchen Komödie und erhaschten ein Jdeechen ä la Scribe, das sie zum Operettentext sch'.ed;t und recht zurechtstutzten und das Zeller mit einer Fülle ansprechender Tonpartien umkleidete, von denen nicht wenige wahrhaft populär geworden sind. Herr Nolte gab die Titelrolle. Seine naturwüchsige Luftigkeit und fein hübscher Llederoortrag entbehrten nicht eines angenehmen LperettenfchliffS. Ter weiche und elegische Vortrag des LtedeS vom Ahnl, dieser Glanznummer deS Stückes, beivieS am vollkommen'ien feine gefang- liche Künstlerschaft. Couplets versteht Herr 91. zündend voc- zutragen. Frl. Bartl fang die Brieschristel und ihr konnte bei ihrer hübschen Erfcheinung, ihrem sehr korrekten, reinen und geschmackvollen Gesang und liebenswürdigen Spiel der Erfolg nicht fehlen. Gleich ihr allerliebstes Auftritlsliedchen trug sie mit frischer Natürlichkeit und anmutiger Munterkeit vor, und reichsten Beifall fand sie mit Recht ^nach dem koketten Walzerduett im zweiten Akte. Ihre Stimme ist von großer Ausdrucksfähigkeit, mehr zart als biegsam, von guter Schulung und wird von einer recht sympathischen dar- slelleiischen Gewandtheit und Sicherheit derartig unterstützt, daß sich ihre charmante schelmische Briefchristi bei den Sonn- tagsgäslen dauernd ein'd)me:chelte. 2lls Hurfürüm glänzte das stimmbegabte Fräulem Stöger. Sie bot ebenso kecke Repräsentation al» temperamentvolle Sangeskunit. Tor- slelleiijch wie gesanglich besitzt diese Tarne onenbar viel Herz, haste Unerschrockenheit. Ihr Organ klang gestern beim Parlando rigtren GesangSpartien immer durchdringend und wohl vollbesetzte Haus nahm die Oper, deren Libretto sich eng an daS Goethe'jche Trauia anschließt, m». großer Begeisterung auf und rief den greifen Komponisten wiederholt vor die Rampen. Auch Le. Kgl. H. der Großherzog spendete der Oper lebhaften Beifall und drückte dem Komponilten auch persönlich Dank und Anerkennung für das neue Werk auS. Wir kommen auf Inhalt und Darstellung desselben noch naher klingend. Sehr anzuerkennen war bei Herrn Bruck, daß er sich als Darsteller vor dem Cutriercn hütete. Sein Wald-, Wil^- und Wiesenmeister WepS war mit einem in der Art unaufdringlichen, wenn auch in der Lache allzu kalauerigen Humor audgeüaltet, den man sich am Sonntag Abend wohl gefallen läßt. Tie Herren Ganzen und Gehring leisteten unter dem lebhaften Gaudium der Zuhörerschaft in dem mitunter absonderlich matt, war dafür aber gerade bei fchwie-l Szene. Unsere Hofbühne ist die zweite (neben Frankfurt), tigeren GesangSpartien immer durchdringend und wohl- Die das Werk in Deutschland zur Aufführung bringt. DaS burlesken Prosesforenduett mehr als genug an Trastik. Herr Sommer, der Graf StanislauS, hat feine reife Stimme vollkommen in Der Gewalt, feine helle Tonbildung ist nicht ohne Tremolo. Schauspielerisch zeigte sich Herr S. gestern stark ermüdet. Nicht ohne Anerkennung soll ferner die Dar- slellung deS Dorfschulzen durch Herrrn Atei.ster bleiben, bei sich feine kleine dankbare Rolle ausgezrichnet zurechtgelegt halte. Auch Frau Schatz-Graf spielte und fang die Baronin zur Zufriedenheit. Tie 9)iusik weist ihr allerdings, namentlich im zweiten Akte, drastischeren Humor zu. Tie Ucbrigen reihten sich m angemessener Abstufung in öaS von dem Regisseur Herrn Bruck sehr wohlgefugte und wirkungsvolle Ensemble. Es war eine durchaus gefällige Vorführung, der man eine recht straffe, auf Leben und Bewegung auch un Chor achtsame Regie anmerfte. Nach dem schönen gestrigen Erfolge wird sich wohl die Tireklion veranlaßt sehen, den rigorosen Vermerk des Theaterzettels „einmalige Aufführung» zurückzuziehen. Eine Wiederholung des luftigen Llückes, das Dem Publikum so wohlgefiel, und der flotten TaisteUung, die so reichen Beifall fand, darf sich die Direktion schon verstatten. zurück. Aus den Briefen Bismarcks an feine Frau aus dem Kriege von 1870/71 fei noch erwähnt folgende Stelle aus einem Briefe vom O?e.h.mchtsheiiegaöe>ib: „Der Ruhm Der Führung Legt in dem bewunver.cswerren Heldenmut Der Truppe; nur e^was weniger davon, und keiner derFührer würde vor der Äriiit h.ut bestehn. Bei der Verzettelung der Armee von Tours b.s Lckle, uno der übereilten Verheißung, Dann schläfrigen K.^gfu^rung vor Pa^.s, existiert noch tem einzig.s Departement in Frankreich, in dem wir vollständig Herren wä.en, sodaß wir eine SLonttiburion beitreiben lonnten. Gott b.|sers, sein Arm ist nicht Fleisch" Am 21. Januar 1871 schreit L.s.narck: Mein Liebring, ich h^be Dir schrecklich lang; nicht beschrieben, verzeih, aber dieseLaif ergeb u r t war eine schwere , und Könige haben in solchen feiten ihre wunderlichen Gelüste, wie Frauen, bevor sie der Seit hergeben, was sie doch nicht b.halten können. Ich hatte als Accona-eur m.h-mals das dr.ngende Bedürfn.s, eine Bombe zu fein uno i/J platzen, daß der ganze Bau in Trümmer g.gangen toure. Nötige Geschäfte greifen mvb wenig an, ab.r Die unnötigen verbittern. Paris, 19. Aprü. Im heutigen Konzert deS Orchesters Eolonne, welches teilweise von dem Kom- yoniiten Grieg geleitet wurde, veranstalteten die Nationalisten R. R. Darmstadt, 19 April. In Gegenwatt Lr. Kgl. H. des Großherzogr imd der Fiau Prinze.sin Heinrich ging heute abend un Hosthcater D.e Erstauffuaruim von Goldmarks neuer Oper »Götz von Berlicbuiflcn* in eine lärmende Kundgebung gegen Grieg, weil derselbe im Jahre 1ö99 für DreyfuS emgetu .. war. Als Grieg aß Pod un betrat, züchten die IDlaiufcftanten, Darunter einige delaunlen NluiikkritUer, unö riefen: .Nieder mit Grieg 1 gäbe, baä Ritterkreuz L Klaffe mit der Krone desselben Ordens dem Major und Batarllonskommandeur C l ö ß n e r, seither im Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm (L Großh. Hess.) Nr. 116, und dem Major unb Bataillonskommandeur Walter, seither im 5. Großh. Infanterie-Regiment Nr. 168. — Am 18. Avril wurde Oberamtsrichter Geheimer Justizrat Karl Lange rmann in Gießen auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, mit Wirkung vom 4. Mai an in den Ruhestand versetzt. Ter Amtsrichter bei dem Amtsgericht Gießen, Amtsgerichtsrat Heinrich Gebhardt, wurde zum Oberamtsrichter, der Amtsrichter bei dem Amtsgericht) Beerfelden Theodor Dietz zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Gießen, beide mit Wirkung vom 4. Mai 1903, ernannt. — Ernannt wurde der Gerichtsvollzieher mildern Amtssitze in Hirschhorn Becker zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze in Zwingenberg und der Sanitatssergeant im Infanterie-Regiment 118 in Worms Boßler zum Ge- richtsvvllzieher mit dem Amtssitze in Hirschhorn. Der Verwalter am Gefängnis zu Darmstadt, Kreuter, wurde auf sein Nachsuchen in den Ruhestand versetzt. Der Vortragende Rat bei dem Ministerium de Finanzen, Abteilung für Steuerwesen, Geh. Oberfinanzrat Weigel, > unter Anerkennung seiner langjährigen, treu und er;, ^ch ge- leisteten Dienste auf fein Nach suchen mit Wttiuna vom 1. Mai L I. an in den Ruhestand versetzt und ihm aus diesem Anlaß das Komturkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. Der bisher als StationsVontrolleur im Rrichsdienste kommissarisch ver- wendete Oberzollinspektor und Rcgierungsassessor Tr. Hellwig in Harburg a. E. wurde zum ständigen Hilfsarbeiter bei der Abteilung für Steuerwescn des Ministeriums der Finanzen unter-Verleihung des Amtstitels „Oberfinanzassessor" ernannt. — Dem Hofgartengehilfen Schleck- m a n n wurde aus Anlaß seiner am 1. März d. I. zurück- aeleaten 25jährigen Dienstzeit^ der Hofgärtnerei Dessungen die Silberne Verdienstmedaille verliehen. )( Kaufmännischer Verein. Am Samstag abend fand im Vereinshause an der Nordanlage die Generalversammlung statt. Der Bericht über das beendete 30. Geschäftsjahr ergab eine überaus rege Tätigkeit des Vorstandes im Interesse der Gescljäftsführung. Der Verein bestand am Schlüsse des Vereinsjahres aus 6 Ehren-, 216 ordentlichen, 1 außerordentlichen uird 196 unterstützenden Mitgliedern, so daß die Gesamtzahl 399 ist. Von den 1265 Bänden der Vereinsbib.iothek wurden im abgelaufenen Jahre 1257 gegen 943 Bände im Vorjahre ausgeliehen. Die gemeinsam mit dem Ortsgewerbeverein im Winterhalbjahr veranstalteten sieben Vorträge waren überaus gut besucht. Zu den Kosten der vom Verein seit zehn Jahren eingerichteten Fachschule leistete der Staat einen Zuschuß von 2060 Mark, die Stadt Gießen 800 Mark, die Spar- und Leihkasse 500 Mark, während an Schulgeld 3417 Mark vereinnahmt wurden. Für das Lehrlingsheim wurde dem Verein ferner von der Spar- und Leihkasse 300 Mar! überwiesen. Oberlehrer Knauß, welcher den Bericht über die Schule erstattete, konstatiert, daß die Schüler während des Tagesunterrichts geistig wesentlich frischer und aufmerksamer sich erwiesen, als dies in den Vorjahren, wo die Unterrichtszeit in die späten Abendstunden fiel, der Fall gewesen sei. Er bedauerte, daß es immer noch eine ganze Anzahl Chefs gebe, welche das häufige Fehlen der jungen Leute beim Unterricht, nicht zu verhindern uchten. Von den 126 Besuchern der Fachschule zu Beginn >erf eiben, hatten 9 Gymnasial-, 27 Recuschul- und 90 Volks- chulvorbildung. Der Unterricht wurde in fünf Klassen vorgenommen und in allen Fächern kaufmännischen Wissens erteilt. Auch das Lehrlingsheim, welches an fünf Abenden in der Woche geöffnet ist, erwies sich als eine segensreiche, viel benutzte Einrichtung, während über einen recht schwachen Besuch des Vereinshauses seitens der Mitglieder Klage geführt wird. Aus dem Voranschlag für 1903/04, der in Einnahme und Ausgabe mit ea. 7700 Mark ab schließt, ist hervorzuheben, daß darin vorgesehen ist, eine Schuldentilgung von 2000 Mark auf den seinerzeit erworbenen neben Dem Vereins!)ause gelegenen Bauplatz, dagegen mußte, um die Einnahmen und Ausgaben des Voranschlags gleich zu stellen, eine Kapitalemfnahme von 750 Mark in Einnahme gestellt werden. Die Vorstandswahl hatte das Ergebnis, daß wieder gewählt wurden: Emil Horst, 1. Vorsitzender; H. Eichenauer, 2. Vorsitzender; Otto Meyer, 1. Schriftführer; G. Korell (neugewähll), 2. Schriftführer; Georg Böhm, Rechner; Heppeler und Eims (neugewählt), Bibliothekare. Tie Schulkornrnission besteht wie seither aus den Herren Vaubel, Röhr uno Köfer. — In der Debatte über den erstatteten Rechenscl)aftsbericht wurde das Reservieren von Plätzen bei den Vorträgen gerügt. Man fand es zwar in der Ordnung, daß für die- Er soll um Entschuldigung bitten 1‘ Eine Anzahl Lärmmacher wurde aus dem Saale entfernt Der weitere Verlauf des Konzertes wurde nicht gestört. Grieg wurde nach jeder 9himmec mit enthusiastischem Beifall begrüßt. Athen, 19. April. Tie italienische archäologische Mission hat bei Heratieton auf der Jiisel Kreta einen herrlichen Palast aufgedeckt und verichiedeiie Gegenstände von hervorragendem Interesse gefunden. Tie Nachforsch, irngeii werden fortgesetzt Tu allein! Auf ewig bist Tu nur verloren, Denn nie kannst Du mein eigen sein. Tas Schickjal wollt, daß ich geboren Zum Unglück nur, zum Leid allem. Wie könnt ich je den Klang vergessen Ter Stimme Dein; sie ward mein Glück, Tu ahnst es nicht, kannst nicht ermessen. Wie es mich zieht zu Dir zurück. Nur einmal macht ich Dich umfassen. In heißer Lieb Dich nennen mein, Ich weiß, Tu würdest mich nicht Haffen, Mem ganzes Herz ist ja nur Tein! So lautet der Text eines in leidenschaftlich warmer Melodik gefetzten Liedes der Prinzessin Luise von Toskana, das soeben im Musikvcrlag von Hermann Seemann Nachfolger in Leipzig zum Preise von 9)lf. 1.20 erschienen ist Durch den gleichen Verlag wurde noch eine andere Komposition der fürstlichen Komponistin veröffentlicht, und zwar ein anmutiges, technisch effektvoll gesetztes .Capri- cietto" für Pianoforte (Preis Mk. 1.20). Musik ist die Sprache dcS Gefühls, und in Tönen hat denn auch Luise von Toskana hier einiges von ihrer eigenartigen Empfindungsweise in die Welt hinauStlmgen laffen, sodaß auch diejenigen, die kein spezielles Musiklnterestc besitzen, diese Werke als Spiegelungen einer seltsamen und ungewöhnlich veranlagten Frauenseele Interesse daran finden werden. fern gen Herren des Vorstandes, welche den Dienst haben, einige Plätze frei bleiben, daß man aber an ganzen Tischen in langer Reibe die Stühle umlege, soll für die Folge vermieden werden. Zur Auszahlung von durchreisenden unterstützungsbedürftigen Kaufleuten verfügt der Verein an Jahresbeiträgen über 560 Mark. Der Vorstand beantragte bei der Generalversammlung, diese wolle beschließen, die Großh. Bürgermeisterei zu bitten, zuzulassen, daß diese Unterstützungen durch den städtischen Arbeitsnachweis gegeben würden. Gegen diesen Antrag wurden aus Der Mitte der Versammlung Bedenken laut Der Vorstand wurde sodann beauftragt, sich vorerst bei größeren kaufmännischen Vereinen zu erkundigen, um zu erfahren, wie diese die Angelegenheit handhaben und welche Erfahrungen sie auf diesem Gebiete gesammelt, um dann zu versuchen, ohne Inanspruchnahme des Arbeitsnachwrises das Unterst ützungswesen zu organisieren. Ein weiterer Antrag des Vorstandes, 300 Mark zu bewilligen utr Annahme einer Hilfskraft, welche die Vorstandsmitglieder in den angeblich vielen Schreibereien usw. entlaste, rief eine lange und heftige Debatte hervor. Eine starke Minorität vertrat Den Standpunkt, daß, wenn man die Arbeiten planmäßig unter den Vorstandsmitgliedern verteile, keines derselben mit Arbeiten zu überlastet sein würde, und daß Sparsamkeit nötig sei, schon in Rücksicht darauf, daß der Voranschlag nur durch ein aufzunehmendes Darlehen die Ausgaben decke. Von der Gegenseite wurde darauf hm- gewiesen, daß dem aufzunehiiienden Darlehen von 750 Mark eine Schnldabtragung von 2000 Mark gegenüberstehe, mithin eine Vermögensvergrößerung von 125u Mark vorhanden sei, und der Antrag gestellt: Der Vorstand möge versuchen, durch eine geeignete Organisation die Arbeiten mehr als seither unter sich zu teilen, um damit den Einzelnen zu entlasten. Weiter aber solle der Vorstand ermächtigt sein, eventuell von Fall zu Fall sich einer geeigneten bezahlten Hilfskraft, bis zur Höhe von 300 Mart, zu bedienen. Dieser Kompromißantrag wurde mit einer Stimme Mehrheit angenommen. Damit war die Tagesordnung erschöpft. ** Der geschaftsführende Ausschuß für die Ausstellung des landwirtschaftlichen Provinzialvereins trat am 18. d. M. zu einer Beratung zusammen über die Ausstellungs- und Prämiierungs-Ordnung. Ein Entwurf lag vor. Der mit einer Anzahl Abänderungen genehmigt wurde. Die Prämien für die Vogelsberger Rinder suid endgiltig festgesetzt. Sie erreichte die Höhe von nahezu 6500 Mark in Geldprämien. An diesen Geldprämien sino auch , die benachbarten preußischen Kreise beteiligt, soweit sie Vogelsberger Rinder zur Ausstellung bringen und dem Verbände angehören. — Als Ausstell- ungöplatz wurde endgiltig der Trieb bestimmt. Der ungefähre Plan des J-esiplatzes wurde von Baurat Stahl uorgelegt. In den nässten Tagen wird derselbe bis ins Einzelne ausgearbellet und vervielfältigt werden. Dann kann die Tätigkeit der Kommissionen beginnen. ** Die Vorstände der drei Meisterprüf- ungskomMissionen aus Starkenburg, Rheinhessen n.nd Oberhessen tagten hier am vergangenen Samstag; auf besondere Einladung hatten sich dazu eingefunden: Beigeordneter Kommerzienrat Heyligenstaedt, sowie der Vorsipende Falk-Mainz und Sekretär Engelbach von der Handelskammer in Darmstadt. Nachdem der Vorsitzende der Prüsungskommisswn |ür Oberhe,sen Traber Die Sitzung eröffnet halle, sand ein lebhafter Austausch Der bei den vorjährigen Prüfungen gemachten Erfahrungen statt, und man bel/andelle eingehend die einzelnen Erscheinungen, um tunlichst die Durchführung der Prüfungen in allen drei Provinzen gleichmäßig zu gestalten, wenn schon die Verhältnisse osrmals Abweichungen nach der einen oder anderen Richtung bedingen. Die Vertteter der Handwerkskammer, Falk und Engilbach, erkannten in anerkennenden Worten die hauptsächlich ehrenamtlich behandelte Tätig- (eit der Kommission an und wünschten dabei, daß die Erkenntnis über den Wert der Prüfung von den beteiligten Handwerkskreisen recht bald im Sinne der Gewerbeordnung gefunden werden möchte. Insbesondere wurde daraufhin gewiesen, daß es angesllebt werden möchte, daß fettens der Ortsgewerbevereine — wie es bereits in Gießen geschehen sei — für die nächste Zukunft Vorbereitungskurse zur Prüfung eingeleitet und entsprechend durck)igeftchrt würden, hieraus blieben die Teilnehmer nc-cQ einige Stunden in fröhlicher Stimmung zusammen und dabei wurde noch manche Frage gestellt und behandelt, sodaß man auseinander ging mit der Ileberzeugung, um einen wesentlichen Schrttt der wichtigen Sache näher gekommen zu sein. (-) Kälte und Schnee. Die Temperatur sank in der Nacht vom Freitag aus Samstag auf 3 Grad Kälte und von Samstag auf Sonntag sogar auf 3h, Grad Kälte. Die Temperatur betrug gestern nur 3 Grad im Freien. Die letzten harten Nachtfröste haben die Blüten der Pflaumen-, Kirsch-, Pfirsicb- und Aprikosenbäume, sowie Der Stachel- und Johannisbeeren größtenteils vernichtet. Der Landwirt befürchtet auch daß der Klee und das Sommergetreide erheblich gelitten naben, da letzteres gerade im Ke.men begriffen und der Boden durch den Ragen und Schnee ziemlich naß ist. Die Vorhöhen des Vogelsbergs und Westenvalds sind mit Schnee bedeckt. Hinter Grünberg und Laubach liegt der Schnee stellenweise bis 5 und 10 Zentimeter hoch Dasselbe erfahren wir aus Dem ehemals hessischen Hinterland. — Aus dem Theaterbureau. Die für morgen Dienstag angesetzte Ausführung von „Fledermaus" wird sicher auf das Gießener Publikum die alte Anziehungskraft beweisen. Welche Popularität diese Operette genießt, beweist die Tatsache, daß das Berliner Opernhaus, da« die „Fledermaus" vor zwei Jahren in das Repertoir aufnahm, feit diesem Zeitpunkt 400 Aufführungen des Werkes m Szene gesetzt hat. Die Operette ist hier mit den ersten Kräften de- etzt. Die Rosalinde flngt Frll Stög er, den Elscnstem Herr '•Holte, das Stubenmädchen Adele Frl. Bartl und den Gesangsdirektor Frank Herr Bruck. Der Frosch ist in den Händen von Herrn Gangert. — HumoristischcVeranstaltung. HerrRamseyer, daS frühere Mitglied unseres Stadttheaters, hat dem Gießener Publikum noch einmal Gelegenheit gegeben, an feinen komischen Darbietungen sich zu unterhalten. Er rief, und alle, alle kamen. Seine Verehrer nämlich, Männer, Frauen und Kinder, sodaß alle Plätze im Textor'schen Saale gestern nachmittag besetzt waren. Herr Ramscyer ist nicht nur Komiker, sondern auch, neuerdings, ein konzessionierter, witziger Theaterunternehmer. Er begrüßte feine Gäste mit einer ungeheuren blechernen Geldbüchse, die er, „der Rot gehorchend, nicht dem eigenen Triebe", wie er bemerkte, von Tisch zu Tisch trug. In ziemlich rauchiger, aber von angenehmster Stimmung ge- jchwängetten Atmosphäre bestieg danach Herr Ramscyer da* Podium, wo feine Leistungen lebhafte HeiterkeitSauSbrüche hervorriefen. ES war teilweise eine derbe Kost, die er da dem Publikum vorletzte. Nach einigen KoupletS, die er vortrug, erschien auch feine Frl. Tochter, eine anmutige Erscheinung, von lautem Beifall begrüßt. Vater, Tochter und Söhnchen veranstalteten unter Klavierbegleitung Posten, KoupletS und GesangSvorträge; wir roarteten zwar das Ende nicht ab, denn der Veranstalter hatte mit bezeichnender Handbewegung gefügt, daß die Unterhaltung bis ins Unbestimmte Dauern sollte — aber fidel warS sicher bis zum Schluß. Ob wohl noch eine zweite Unterhaltung in Aussicht steht? ** Marine-Verein. In der Generalversammlung am SamStag stand unter anderem die Vorstandswahl auf der Tagesordnung. In den Vorstand wurden gewählt die Kameraden E. Koch als erster Vorsitzender, K. Ohr als zweiter Vorsitzender, R. Krauße als erster Schriftführer, K. Schwarz als zwetter Schriftführer, L. Henß als Kassierer. Beisitzer sind die Kameraden: Gg. Hebstreü und I. Heimbach. -i- Abendstern, 18. April. Unter dem Vorsitz seine- Vettrauensmanns, StationS-Astistenten Carl Peter, hielt der Deutsche Privat-Eifenbahn-Beamten-Vereln heute im großen Saale des Restaurant Abendstern feine zwecke Generalversammlung ab. An die offizielle Sitzung schloß sich ein geselliges Beisammensein mit Musik und Gesang. Rod heim v. d. H., 18. April. Unser neu angelegter Friedhof soll demnächst mit einer Mauer em- gefriedigt werden. Die Kosten hierzu sind mit 7200 Mk veranschlagt. Bad-Nauheim. In der Stadtverordnetenversammlung am Freitag waren sämtliche fünfzehn Stadtverordnete anwesend. Der Gehalt für den zukünftigen Bürgermeister soll betragen: Im 1. bi8 3. Jahre 5000 Mk., im 4. bis 6. Jahre 5400 Mk., im 6. dis 9. Jahre 5800 NU., im 9. bis 12. Jahre 6200 Mk. Außerdem erhält der Bürgermeister jährlich 1000 Mk. WohnungS- oergütung, welche nicht pensionsfähig sind. Die PensionS- oerhältniffe regeln sich nach der Städteordnung. 0 Friedberg, 19. April. Medizinalrat Tr. W e cke r« ling vermeachte dem Stadtkirchenbauverein ein Geschenk von 200 Mark. — In Dorheim wird mit Beginn Des neuen Schuljahrs eine wettere Schul stelle erriajtet, sodaß Dorheim eine dreiklaffige Schule erhält. — Der von Bad-Nauheim natt dem Forst Haus Winterstein am Johannisberg und Hof Hasselheck vorbeiführende Weg, der von Badegästen un. Touristen von jeher viel benutzt wurde, ist in den letzten Jahren größtenteils chauffiert worden. Auch in diesem Jahr soll wieder ein Stück hergestellt werden, wozu daS Material bereits ungefähren ist. — Nach Groß-Karben siedelte diese Tage ein Lehrer W. aus Dorpfelden a. d. Nidder über. Der besseren Besoldung wegen ist er aus dem preußischen in den hessischen Schuldienst übergetreten. (!) Ast he im, 19. April, lieber ein nachahmenswertes Vorgehen zur Besserung kleiner Wohnungsoerhält- nisse wird uns geschrieben: In unserem kleinen Orte lassen die Wohnungsverhältnisse manches zu wünschen übrig. Die vorhandenen Mietwohnungen für kleine Leute weisen mancherlei Mangel auf, außerdem herrscht Wohnungsmangel. Um hierin Besserung Herbeizuführen, finb eine Anzahl hiesiger Einwoyner zusammengetreien behufs Gründuiig einer gemeinnützigen Baugenossenschaft. Zu letzterem Zwecke fand gestern Hierselbst eine sehr zahlreich besuchte Veisammiung füllt, an welcher auch der Bürgermeister sowie saft sämtliche Gemeinderäte tellnohmen. Aus Darmstadt war der Landcswohnungs-Jnspektor erschienen, welcher in eingehendem Vor trage die hessische Woynungs- gesetzgebung unb das Wesen der Baugenossenschasten erläuterte. Er hob insbesondere hervor, dckß das Wohnungsfürsorgegesetz den Gemeinden Die Pflicht auferlege, bei Hebung der Wohnungsverhältuisse der minderbemittelten Klassen mitzuwirken und dies könne insbesondere auch dadurch geschehen, daß die Gemeinden gemäß der Absick^ des Gesetzes bei der Landeskredit lasse Darlehen zur Erbauung kleiner Wohnungen ausnehmen und sie an gemeinnützige Baugenossenschaften toeitergeben. Infolge der im Gesetze vorgesehenen gmistigen Verzinsungs- unb Tilgungs- Bedingungen und der zugelassenen bogen Beleihung sei es auch Dem kleinen Manne möglich gemacht, sich eine gute Wohnung ober ein eigenes Häusci-en zu erwerben, krine größere Anzahl der Anwesenden ertlarte sofort ihren Beitritt zur Genossenschaft; das Zustandekommen derselben ist infolgedesien gesichert. Zur Festsetzung der Statuten, sowie auch für die wettere Tätigtell Der Genossenschaft hat der hefsisck/e Zentralverein für Errichtung billiger Wohnungen in Darmstadt umfangreiches Material zur Ver- sügung gestellt. 1. Darmstadt, 19. April. Unter Leitung des Landes- turninspektorS E. Schmuck wurde hier vom 30. Marz bi3 18. April em DamenturnkurfuS zur Ausbildung von Turnlehrerinnen abgehalten. Gestern nachmittag fand in Anwesenheit der Vertreter der obersten Schulbehörde und einer Anzahl geladener Gäste daS Schlußturnen und Die Entlastung der Kursteilnehmerinnen in der Turnhalle, Soderstr. 30, statt. )( Darmstadt, 19. April. Prinz Heinrich von Preußen ist gestern abend 8,4 Uhr mtt dem fahrplanmäßigen D-Zug über Frankfurt a. M. nach Kiel zurüagereist. Seine hohe Gemahlin, welche noch einige Tage mit den jungen Prinzen hier verweilt, sowie Der Grogherzog begleiteten ihn zum Bahnhof. — Tie gestern zu besuch am hiesigen Hofe wellenden Erbprinz uno Prinzeß in zu Sachsen-Mc innigen, sowie die Landgräfin 9Rargarethe von Hes,cn sind naujinittagd 4,23 wieder abgereist. — In einem ^ause bet Karlstraße hier wurde gestern oormutag in Der Abortgrube Durch die Polizei ein oollstänbig ausgewachsenes rtind gehinoen. Wie hierbei festgestellt wurde, hatte die etwa 2d Jahre alle Dienftmagb M. Meyer aus Michelstadt, welche in Dem Hause bedienstet ist, am »wetten Feiertag geboren, und das Kind in die Grube geworfen, -sie befindet sich feit dem zweiten Cfiertag im eiabt. Krankenhaus. Tte dtachforschungen über ihre Krankheit ergaben dies Resultat. Die naajmittag$_ in Anwesenheit Der Gerichtsbehörden usw. stattgehabte öeltion läßt vermuten, baß bas Kind gelebt hat unb von der Mutter erst getötet wurde. — Zu der von unS schon am SamStag gemeldeten Verhaftung beS O be r po st a s s i sten t e n x. wird uns noch bend^et, das er feit Jahren ein unsolides Leden führte. Er war setther Beamter am Ausgabeschaller und hat fortgesetzt die den Behörden zu stundeiwen Pvrto- berräge in die KontodückZer und feinen Adsa>uß höher als tatsäa/iich der Betrag irtachte, eingesetzt. Dadurch ist cS ihm gelungen, die Unter schleife Längere Zett unentbeett orirusetzen. Diese reichen auf eine ganze Reche vo» ■ Üatd ^*'9' <$t. 1,1 b*^?96"1’ 1 '7 «®*S 5*« w Ci ’ie Ä«"* b,.' v* v*un« liÄ' Wf d'° äs 2 ~ Ls«"-» s ■•* « » 1 '"'d mit 7200 U Stadtverordneten. ’ ft-chch, ''h°u für ben 1 ,0 E. im 6, bis 9 «•800% Außerdem 000 Mk. WohnungL- ; sind. Die Pensums, teordnung. izinalvat Dr. Decker, rnbauöerein ein Ge. i i m toirb mit beginn - Schulstelle erriajtet, Nie erholt. - Ter "slhaus Winter, ssecheck vvrbeisühreiidr ’ten von feher viel be- Jahren größtenteilL Jahr soll wieder ein ; Material bereits an- >en siedelte diese Tage d. Nidder über. Ter us dem preußischen in den. ein nachahmenswertes iohnungsverhäll- unserem kleinen £ite manches zu wünschen ingen für Heine Keule erbem herrscht Äop- Herbeizusuhren, find immenfltiteien behusS Genossenschaft. lbst eine sehr zahimch lcher auch der Burger« ibetäle teünahmn. Nus as-Jnspeklor erschienen, die hessische Woynungs- Naugenossenschaslen er- er, tch das Loohnung^ ■ Pflicht auserleße, bei ' der minderbemitlelten le insbesondere auch baden gemäß bei W* SM-' L5-Z- SSn;. 1 ^2"-"-^' Zur i^^ ^nopcn- «LAil!!gcr ISS'-5- i nach-n'"°° ' utxb einer "5 6ob«ilt.30, i»tt übem« ,» Kid i^ien W“ e Tage m“ b£.lclten« . ui »O; Li»«“ i® n nl-ptfie b°n -J.Lie der 19 3 KAxs LKO fl m r n e n) o 11 \ (’ 'rArüOt ö Tlüdt' M.a-'Ke Sag «t übel w - tfjjcp““ fe-y^ss '6s.*"5" MLZE &-M&S eine u n yrrmirdjlrs. Schneestürme giebt es Winter im Früh! ing. Märkte. sind In Telephonischer Kursbericht. trnnktari ». ’l., 20. April 3*/ie/o Reichsanleihe 81.60 erstörung der aftilien, wo schreck- (DrriditefniTl. Spielplan der vernuigteu Frankfurter ZtadUheater. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. SröiensiGSe 1C. O ffrnbach, 20. April. Hier wurde der Arbeite Will auS TraiS ocriyiftet, der in einer Reche hessischer One Der und 132.00 44.60 212,10 21130 141,10 189,60 186,00 102.50 103.60 4% Ungar. Goldrente . . 4°/. Italien. Rente . . . 41/, X Portugiesen . . . ieschäft: bet Hornvieh gut, bet Kleinvieh gut Markt: Kein ihren Fortgang; für den Anfang der Ausslcttungstage und grovc Ueberftcmb. Festlichkeiten in Mainz geplant, insbesondere soll die Ubhaltung Grünberg, 18. April. Fruchtmarkt (TurchschnittS- eineS Allgemeinen deiitschcii Photographen- und Graphiker-^ages preig pro 100 Kilo.) Weizen 15VO bis —.— Mk., Korn 14.34, bis burchae'üi'rt und mit ihm Klärung in emer Reihe hochwichtiger ^O.OO Alk., Gerste 14.16 bis 00.00 Hafer 13.92 bis 00.00 Alk., Benüs'ragen geschaffen werden. ....... x.,9i..anen.m» ,fr...............£* ;“ ---------------- auf den 8. September sciigesetzt worben. Berlin, 18. April. Intendant v. Hülsen hat einen neuen Organisati 0 nsplan für den gesamtenDerwaltungs- 13 r pe r der königlichen Theater in Berlm und^Wres- Berliucr Börse vom 18. April 1903. (Mugetetll von der Dank für »anbei und Industrie, Gießen.) Im Vordergrund des heilNgen Verkehrs standen unsere R e i ch s a n l e 1, b e n, welche in- folqe des enormen Zeichnungsersolaes der neuen Anleihe bei großen • ...... - egehrr waren. Aut ben übrigen Gebieten war ......Ardeilcrdcwegung. baden auSgearbeitet, der, nachdem er die Kaiferl. Genehmigimg er- Madrid, 19. Aprll. Ueber Cordova wurde der Kriegs- Halten hat, noch im Lailfe dieses Monats m Kratt treten wirb. er gestrige Sturm angerichtet hat, sind folgende Einzelheiten zu berichten: In der Belle-Alliance-strabc wurde eine Frau durch eine herabsallcnde Fensterscheibe derart verletzt, daß sie ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte. Auf dem Blücherplatz trieb der Sturm einen 70jährigen Mann so heftig gegen einen Laternenpfahl, daß er be- innungslos zusammenbrach. In der Lindenstraßc riß er die Holzverkleidung eines Pholographenlastens herunter. Die- elbe wurde unter eine spielende Kindersck)ur geschleudert, wodurch ein siebenjähriger Knabe eine bedeutende Verletzung erlitt. In der Invalidenstrasie wurde die Sck-oufcnster- cheibe eines Zegarrenlabens aus oem Rahmen geschleudert. In den Waldungen der Umgebung Berlins hauste baß Unwetter mit derselben Wirkung wie im Tiergarten und anderen Parks. Ter Windbruch ist allenthalben stark. In den Lauben-Lolonien hat der Sturm furcl>tbar gehaust. Einzelne Lauben wurden umgelegt, von anderen die Tücher ortgeführt. Einem Händler wurde auf freier Strecke der zweisitzige Wagen umgeworsen. Derselbe erlitt einen Schlusseibeinbruch Seine Frau kam mit Hautabschürfungen davon. Im Tegeler und Spandauer Forst und auch im Grünewald wurden viele hunderte kräftiger Bäume niedergelegt. Beim Amtsaericht in Charlottenburg wurde ein Neubau halb abgedeckt. Aus ben nördlichen Vororten 1 verben ähnliche Verwüstungen bekannt. Fast alle Fernzüge aus dem Osten tarnen mit mehr oder weniger großen Verspätungen an. Auch der regelmäßige Vorort-Baynver- kehr wurde dadurch beeinträchtigt. — In Friedenau mutzte das angesetzte Stundenrennen aufgegeben werden. — TaS Trabrennen in Werßeltsee fand trotz des Sturmes statt. Tie Pferde tonnten aber gegen ben Wind kaum anlaufen. Gs waren nur wenige Pferbe am Start erschienen. Auf dem Schöneberger Gebiet wurden zwei tote Störche gefunden; auiu zahlreiche Stare sind erfroren aufgefundcn worden. Kahla iThür.), 20. April. In der Nacht zum 18. dieses Alonats wurde der 27jähcige Maurer Martin auß stlein-Eutersbach ermordet und feine Leiche in die Saale geworfen. Der Leichnam wurde aufgefunben. Dem Loten war der Schädel zertrümmert und oer Hals durchschnitten. Rudolstadt, 20. April. In der Nähe von Stadt Ilm sind mächtige Salzlager entdeckt worden. Zur Ausbeutung derserben hat fiel) eine Gewerkschaft mit einem Kapital von einer Million Mark gegründet, welche dem, nächst mit dem Bau einer Saline beginnen will. Wien, 20. April. Der eisige orkanartige Sturm dauert fort Die dlachrichten aus der Provinz sowie aus Ungarn lauten trvstlos. Ueberall erlitten die Kulturen einen unberechenbaren Schaden durch den Frost. Die meisten Telegraphen- und Telephonverbmdungen sind gestört. Die Gisenbcchnzüge treffen mit großen Verspätungen ein. Zahlreiche Unglückssälle sind vorgekommen. An der steyrischen Grenze hat der Sturm den Bahnkörper weggerissen, sodaß die Züge aus Ungarn nur bis Czakaturnya oerkebren können New York, 19. 2ft>ril. Vom Ackerbaubepartement durchgeführte sechsmonatliche Versuche haben nach einer Washingtoner Meldung des „Newyork Herold" gezeigt, daß die bei Zubereitung der für den Export bestimmten amerikanischen Nahrungsmittel venvenbeten Kon- servierungsmittel nicht schädlich find. Zivölf Beamte des chemischen Bureaus hatten sich zu dem Versuch gemeldet und demgemäß sechs Monate hindurch nur Nähr- ungsmittel zu sich genommen, denen Bor- und Salicyl- säure als KonservieruiigsmrUel zugesetzt waren. Sie führten dies durch, ohne datz sich die yeringsten Rückwirkungen auf ihren Gesundheitszustand zeigten. fo. Frankfurt cu TL, 20. April. (Orig.-Telegr. beS „Gießen Anz.") Arnlliche Notierungen der heutigen Fruchtmarklpreise Weizen Alk. 16.50—00.00, Kurhefsifcher WIL 16.50-00.00, La Plata All. 17.25—18.50, Kansas Wit. 00.00—00.00, Roggen (hiesiger) Wlark 14^5—14^0, Gerste (Welterauer) WIL 16.00—16.25, Franlen- fei der Wit. 00,00—00,00, Hafer WIL00.00—00.00, Mais Wlf. 14.30—14.50, Weizennrehl 0 Wik. 25^0—26.00, 2. Qualität WIL 23.50 xr- bis Wit. 24.25, 3. Qualität Wik. 21.50—22.00, Roagenrnehl 0 -In ML 21 dO—22.00, 1. Qualität Wik. 22.75—23.50, Weizenkleie WIL 9.00 biß WIL 9.25, Roggenkleie ML 9.75—10.00, Wlaisfeime Wik. 10.25 bis Wir. 10.50, Franken, Pfälzer, Rieb WIL 00.00—00.00. Alles per Tas (Lardidsyudikat bat die bisherigen Preise ab 2L April a. c. um 30—40 WIL pro 1000 ko. erniäßigL Tie laudwirlschaftliche Ärebübanl tu Frautfurt a. M. hat für 1902 einen B e r 1 u st von 22 574 ML zu verzeichnen. Tie gegen ben früheren, inzwischen verstorbenen Direktor erhobenen Regreßansprüche mußten wegen Wlangels an Mitteln im Nachlasse auf bem Bergleichswege erledigt werben. Tie Verwaltung schlägt vor, bas jetzige Äktientapital von 600 000 Wik. bis aus 800 000 Wik. zu erhöhen unb zwar berart, baß Vorzugsaktien ausgegeben werben. Tie Starnmaktionäre können gegen Einlleserung von 1200 WIL nominal, zu 60 p(St berechnet, unter Zuzahlung des Restes in Bar Vorzugsaktien erhalten; bie nicht umgeivanbeiten Aktien werben im Verhältnis von 5 zu 3 zusammengelegL Trockene Flechten. Herr Oberstabsarzt u. vrakt. Arzt F.N.M M. schreibt: .Ihre .Herba- oeife* hat in zwei Fällen von trockenem, abschistembem Ausschlag, beibesmal, an ben Beinen, aerabezu brillant gewirkt uub zwar tn bem ernen Falle nach bre.sähriger erfolgloser Anwe,rbung aller möglichen Salben.' Z. Y. p.^tck. 75 Pfg. u. WIL 115 l all.Apo- tbe/en u. Drogerien. tjQbr. I. Gioth, vanau. Best.. 90 /0 Leise. 30 0 Arnica, 2 ’ • Salbei, IchWasserbecherirt., 3ch^, HarnkrL Unsere Zcrfmit bemüht sich immer mehr mit Erfolg. Materialien, die' früher als nutzlos bei ocite geschafft würben, zu benutzen. Wie man es verstanden hak, aus dem Teer bie blenbenbsten Farben, die schönsten Qohlqeruche darzustellen, so hat man es ver- standen, aus dem rohen Woll'en bas „Lanolin" genannte Fett ju gewinnen, welches burch feine Analogie mit bem natürlichen Hautfett, wie kein anderes Fett zur Hautpflege und als Schönheitsmittel sich unentbehrlich gemacht hat. Tas ,,Lanolin" sindet sich m Form von „Lanolin-Toilette- Cream-Lanolin' m allen Apoiheken unb Trogei,Handlungen und mird auch zur Anwendung m der Rinberjrube auf bas angelegentlichste empfohlen. Beim Güllauf von Lauoliu-ToUettc-Lream-Lanolur tun Lanolin-Keile achte man auf die Marke „Pfeilriug". Lpekiilaiioii um Kleinigkeiten nachgebend, in bester Tendenz Aus dem Kaffamarkt zeigte sich ebenialls gute HaUung. Prwat-Tislonl 2‘/e Prozent. Anlanqs- u. Schlußkurfe. vvtnin soll bei der Staatswiwaltschaft lagen etwas schwächer hn Zusammenhang mit niedrigeren Kurs- trt OTnftiu. Stoingen für üali«ii|d)e eotalroerte. Sur aemild)(e »?«runnrr allein ca. *XXX) Wlarl ausma'lien, 11 arofn.fi*# 11 „ oirfe bie Nachricht fümulierenb, daß bie ofstzieUe (Einführung in gestanden und auch,-’-• • - • --------------- ~ ' Mittelungen ftnden statt. Verluste wird niemand erleiden, da L eigene» Hau» und Cermägen besitzL Seine Angehörigen, wie ferne betagten Litern werden sehr bebauerL Kleine Mitteilungen auß Hessen unb den Nachbarstaaten. In Grünberg beschäftigte sich am 18. bß. der etabtrat mH der Erbauung der Eisenbahn von Marburg durch den Ebßborser Grund und mit dem geplanten Anschluß der neuen Strecke an die Oberhessischen Bahnen. Man tritt hier für den Anschluß an bie Strecke Grünberg— Lollar bei Londorf ein. — Bei Wetterfeld brannten zwei Strohhaufen, bie nahe am Dorf saßen, nieder. Ntan ver- mutet, daß spielende Kinder baß Feuer verursachtem — Die ©emeinbe Michelbach baut eine Wasserleitung, an bie auch baß Lehrerhe.m bei Schotten angeschloffen werben soll. — $n Ober - Bessingen stürzte gelegentlich eineß Tanz- vergnügens em Bursche auß Hattenrod so unglücklich, baß er baß linke Bem brach unb sich eine Zersplitterung des Knöchels auiog. — Den Bau emer Wasserleitung mußte Ober- Bessingen nach bebeutenben Kosten aufgeben, da man nur wenig Wasser fand. — In Großen-Linben wurde dieser Tage der Grundstein zu dem Neubau einer Turnhalle ge- legt. — In Butzbach wurde baß Hotel .Hessischer Hof zum Preise von 165 000 Mk. an Herrn Saurwein auß Kassel, Inhaber beß dortigen tftäifer-(£af6ß*, verkauft. — Wegen des rn Offenbach zu erbauenden Gymnasiiimß wurde am Donnerstag eine Deputation, bestehend auß Oberbürger, meister Brink unb ben Stabtoerorbneten Feistmann unb Stabt- müller vom Staatßminister Rothe in Darmstadt empfangen. Todes-Anzeige. Gott dem Herrn hat es gefallen, unseren lieben Vater, Schwiegervater nnd Grossvater Gemeinde-Einnehmer Heinrich Langsdorf zu nach kurzem Leiden im 75. Lebensjahre ins bessere Jenseits abzurufen. 8203 Die trauernden Hinterbliebenen. Langsdorf, Watzenborn, den 19. April 1903. Die Beerdigung findet Dienstag den 21. d. Mts., nachmittags gegen 3 Uhr, in Langsdorf stitt I - Köhler n HauSverlattf. (im schönes, neues Eckhaus, worin ein Spezereigefchajt betrieben wird, krankheitshalber fo- ort preiswert zu verkaufen oder )er Laden mit schöner Wohnung olou zu vermieten. 21b6 In erfiagcn in der Exp. d. Bl. Blaue Dogge, flut gezogen, 2*/i Jahre alt, zu verkauien [01878 Slcphanstraße 39, pari. 01882] oa)oner, gr^ schwarzer jiinihlinh ichr wachsam, auf den yU|yuUUz 'JJtann dressiert, billig zu verlauten, wg. Unverzagt. 8296] Einige gebr. -Schulbücher für lKeai|d)ule und Eym- na|iuin fehr billig zu verkauien. H. 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