eitt fh®ene 5,4,,f'rages bitten Mir 1600 strie esangvereins 5, abends 7‘/ä Uhr, irche. '• Trautmann. Tenor: Ren Herr Konzertmeister Hegar rr Otto Görlach. - • • J. S. Bach, sei Gott ■ • . A. Mendelssohn if. Tenor G. F. Händel ihenchor 1. M. 42 Psalms (1552), . . . G. Goltermann. . . G.TartinL für Chor . . » . J. G. Herzog. .... Brahms. ir Knabenei. im Erf Enchiridion. 1524 „ . Hugo Becker. “ . B. Schumann . . . Nicolai. . . . J.S.Bwb. a capella Melcb. Frank. ätze auf den EmporWen ;rt. Der Eingang am Turm arten versehene Mitelieder nur in Begleitung von er- n - Texte, ä 20 Pfg sind lokung der Ko’ten werden beten. ten Bieren bringe jetzt cmch klienöicr S«m°°k6 Md gerkauj und empiegn w Pfennig. üebmertiul« ™ ®*im f Röhrte, ßhandlung. 742 rKsr..s L s?-s Nr. 43 Zweites Blatt. 153. Jahrgang Freitag ‘40. jebrnar 1903 • tägkich Qufeei Sonntag». ton Siebener Anzeiger »erden im Wechlel mit bem belsilche» Landwirt >te Glebener Lamlllea- MÖttet viermal in der Woche deigelegt. ^Utononebrud u. Der» f g de, v r ü h l 'tchen nwerl^Buch- u.Eleia» ttackerei (Piellch Erden) lUbafnon. Lxpedltwi» und Druckerei: Ochalftrabe 7. fibtefle kür Depelchen, Anzeiger Sieber». KernlprechantchlußAr 51. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen veza flSpeei», monatlich 7b BI., oicrt* läbihdj Mk 2.20, durch vlbbole- u Hroetgfiellen mounthd) Go Bi-, durch bte'Uolt All 2.— v'enet» jäbrl auelcbl BeUellg, Annahme oon Anzeige» iü, bl« iüurtiiufninet die Donrntlagi 10 Uh«. Zeitenorei» lofal IXtrt» autipärtt ÄU Big tO, den pohl tt jllytm »eit D W111ko tue ,Ltadt und üüiib' und /tiend)ieluale (Juri Plato tüi den 91i>. seinen teil bane Beck 5>ie yeuLige Yummer umfaßt 12 Seiten. Zum FapKjuöilaum. (Zum 20. Februar.) Wie an einem deutschen Poeten, dem Nibelungendichter Wilhelm Jordan, hat sich an Papst Leo XIII. das Volks- roort recht bewährt, daß Totgesagte auf em langes Leben hoffen können. Wohl keine hervorragende Persönlichkeit auf dem Erdenrund ist so oft zu alarmierenden Meldungen in Anspruch genommen worden, wie das Oberhaupt der katholischen Zttrche. Nur einmal, als an dem Pabst eine in Anbetracht ferner hohen Jahre gefährliche Operation vorge- nommen werden mußte, schien die Katastrophe wirklich nahe. Mit einer bewundernswerten Elastizität überstand Leo XIII. die Krisis. Die Geschichte kennt nur sehr wenig Beispiele, daß em Mann von 93 Jahren in so hohem und mit vielfachen Anforderungen und Mühen verknüpften Amt zugleich mit der Rüstigkeit des Körpers eine Frische des Geistes bewahrt hat, die nicht nur an den Ereignissen Anteil nimmt, sondern in schöpferischer und leitender Weise sich betätigt. Leo XIII. übt fein hohes Amt tatsächlich aus; fein Dieben» einsluß hat sich im Vatikan auf die Tauer behaupten können. Deutschland und der Papst können miteinander zufrieden sein. Die Politik des Papstes ist oon friedlichen und versöhnlichen Bestrebungen erfüllt, die Wünsche unserer Regierung haben im Vatikan Beachtung und Entgegenkommen gefunden. Andererseits konnte Leo XIII. mit Genugtuung wahrnehmen, wie der katholischen Kirche in Deutschland mehr und mehr der Grund zu Beschwerden entzogen wurde, wie das Zentrum in eine parlamentarische Position gelangte, welche die kühnsten Erwartungen übertraf. Wie sehr hat Frankreich den Papst enttäuscht, während gerade Deutschland, von dem er beim Besteigen des Thrones vielleicht am wenigsten erhofft hat, am meisten den Wünschen Rechnung trug. Das jüngste, und wohl nicht das letzte Zugeständnis auf kirchenpolitischem Gebiet ist die vom Grafen Bülow versprochene Aufhebung des § 2 des Jesuitengesetzes, der Ausweisungsbefugnis. Uebrigens hat, wie man jetzt aus einer Erklärung der Braunschweigischen Regierung erfährt, der Bundesrat noch feine Stellung zu der Sache genommen. Der Reichskanzler muß aber der Mehrheitszustimmung sicher sein, sonst würde seine Ankündigung im Reichstag verklausulierter gewesen fein. Auf einen sehr herzlichen Ton gestimmt ist der Glüekivunsch, den die Regierung durch die „Nordd. Allgem. Zeitg." zum Jubiläum des Papstes entbietet. „Als schönstes Beiwort schniückt ihn die Bezeichnung des Friedensfürsten . . . Deutschland hat in Leo XIII. stets einen wohlwollenden Freund und einen aufrichtigen Bewunderer gefunden." Auch hierdurch kommt zum Ausdruck, daß die Beziehungen zur Kurie in Berlin als die besten betrachtet werden. Bekanntlich ist in dem Programm der Orientreise des Kronprinzen und des Prinzen Eitel Friedrich ein Besuch im Vatikan vorgesehen. Ein eigentümlicher Zufall fügt, daß am Vorabend des Papstjubiläums ein neuer Erfolg des Zentrums, diesmal in Bayern, zu verzeichnen ist, indem nun auch (vgl. unsere Parlamentsausgabe) nach dem Kultusminister der Ministerpräsident Graf Crailsheim augenscheinlich dem Sturmangriff des mit ihm unzufriedenen Zentrums hat weichen müssen. Acnezucla. Nachdem die diplomatischen Beziehungen zwischen der deutschen und der venezolanischen Regierung nunmehr wieder ausgenommen sind, wird, wie die „Nordd. Allg. Ztg." hört, der für Caraeas ernannte kaiserliche Gesandte Pell dram die Reise auf seinen neuen Posten in diesen Tagen antreten. Aus Maracaibo wird über London telegraphiert: Der Kommandeur des „Panther" soll gestern den Kommandanten des Forts San Carlo um die Ermächtigung gebeten haben, in den See Maracaibo zu dampfen. Es sei ihm erwidert worden, er müsse warten, bis das Gesuch an die Behörde in Caracas eingereicht und von dieser darüber entschieden fei. Die Behauptung amerikanischer Blätter, daß ein Vorgehen Deutschlands gegen Columbien und Brasilien nach Art der venezolanischen Aktion bevorstehe, ist, wie die „Post" meldet, völlig unbegründet, da gegen beide Staaten keine Beschwerden vorhanden sind, die zu besonderen Maßnahmen Anlaß geben könnten. Ein Telegramm des „New-Pork Herold" auS Port /f Spain besagt: Die englischen Marinebehörden erklärten, England sei entschloffen, die oon Castro durchgeführte Blokade nicht anzuerkennen. Seine Kriegsschiffe würden nicht zögern, im Falle von irgendwelchen Ein- mischungsversuchen gegenüber dem englischen Handel in Vene- juela, Feuer zu geben. Bis zur Ablösung durch das in Reparatur befindliche Kriegsschiff „Quiail" sei das englische Kriegsschiff „Rocket" verantwortlich für den Orinoco und das benachbatte Gebiet. Das englische Kriegsschiff „Pallas" führe die Aufsicht über die übrige Külte. Bowen wird wahrscheinlich nicht der Vertreter Venezuelas beim Haager Schiedsgericht fein, da die amerikanische Regierung wünscht, nicht weiter heroorzutreten- politische Tagesschau. Erhöhung der Biersteuer in Sicht. AuS Berlin, 19. Februar, wird uns geschrieben: Es ijl ein offenes Geheimnis, daß die Regierung sich mit neuen Steuerplänen trägt und es hierbei in erster Linie wieder auf Vier und Tabak abgesehen hat, weil deren Mehrbelastung Erträge verspricht, die, wie Staatssekretär Frhr. o. Thielmann sich einmal ausdrückte, „zu Buch schlagen". Wenn die Regierung von der Einbringung dieser Vorlagen bisher absah, so tat sie es, weil sie weiß, daß für Erhöhung der Tabak- und Biersteuer im gegenwärtigen Reichstag eine Me hrheit nicht zu haben ist. Sie erwartet eine „Besserung" vom neuen Reichstag, und wir sind in der Lage, mitzuteilen, daß das neugewählte Parlament voraussichtlich bald mit einer Biersteuer-Vorlage sich zu befassen haben wird. Die betreffende Andeutung ist uns nicht aus Regierungskreisen gegeben worden, sondern seitens einer hervorragenden Persönlichkeit aus dem Braugewerbe, die als unterrichtet gelten darf. Zwischen einigen Großbrauereien schweben bereits Verhandlungen, um durch Zusammenschluß gegen die Erhöhung öer Bier|leuer sich zu rüsten, also wohl Vereinbarungen 311 treffen, durch welche die zu erwartende Mehrbelastung 311m Teil auf die Verbraucher überfragen werden soll. Die Gefahr einer Erhöhung der Tabaksteuer ist danach gleichfalls nicht oon der Hand zu weifen, und die deutsche Tabak- und Zigarrenindustrie wirb rechtzeitig ihre Protestmaßnahmen zu treffen haben. Zum Fall Lohuiug veröffentlicht daS „Berl. Tagebl." eine neue, mehrere Spalten lange Zuschrift des Provinzialsteuerdirektors a. D. Löhning, die sich mit den parlamentarischen Verhandlungen über seinen Fall und den Darlegungen des Ministers des Innern beschäftigt. Die Zuschrift schließt: „Hätte ich Mich nicht wieder verheiratet, so wäre ich heute noch Provinzial steuerd irektor. Ruch allem und nach der ganzen Art, wie gegen mich in der ganzen Sache verhandelt und verfahren worben ist — und ich halte alle meine Anführungen in meinem Exposö bis ins einzelnste aufrecht — verbleibe ich dabei, daß für die Erzwingung meiner Pensionierung meine Verlobung das entscheidende Dloment gewesen, und daß die mir vorgeworfenen Aeußerungen zur Polenpolitik nur einen Druck auf meine Entschließung üben sollten. Was mich dazu bestimmt hat, meine Pensionierung zu beantragen, ist in meinem Expose ausgeführt. Der Minister sollte sich nicht darauf berufen, daß ich ja meine Pensionierung freiwillig beantragt habe, wo er mich zur Pensionierung gedrängt und moralisch gezwungen hat. ES wäre (bei der vom Minister gemachten Darstellung) Pflicht des Ministers gewesen, mir als unmittelbar ihm untergeordnetem Provinzialoerwaltungschef direkt und ohne Mittelperson klar zu sagen: „Ihre Verlobung, Ihre Verheiratung ist für mich ohne alle Bedeutung, aber ich habe von Ihrem Vertreter, dem Oberregierungsrat Gesch, erfahren, daß Sie die Auffaffung der Staatsregierung in der Polenpolitik nicht nur nicht teilen, sondern abfällig kritisieren. Tieserhalb und nur dieserhalb ersuche ich Sie, den Antrag auf Pensionierung zu stellen." Ich hätte dieses Ansinnen mit Entrüstung und mit der Bitte um Einleitung des Disziplinarverfahrens zurückgewiesen." Ter amerifanifdje Tabaktrust. Tie Amerikaner rasten nicht in ihren Bestrebungen, auf das europäische Geschäftsleben Einfluß zu gewinnen. Sie trachten vor allem darnach, bestimmte Handelszweige zu monopolisieren. Am rührigsten ist der amerikanische Tabaktrust. In Frankreich gelang es ihm bisher anscheinend nicht, Fuß zu fassen, obwohl die Leiter des Trusts hier „aufs Ganze gingen" und, einer unwidersprochen gebliebenen Meldung zufolge, der französischen Regierung das Tabakmonopol abpachten wollten, angeblich, um eine jährlich um 20 Millionen Dollars höhere Summe, als der Jahresertrag ausmacht, den die Regierung aus diesem Monopol zielst. Mehr Erfolg hatte der Trust in Englaiid. Dort glückte es ihm, eine rund 3000 Arbeiter beschäftigende Tabakfirma aufzulaufen — um 0 Millionen Dollars —, die wieder annahrend 7000 Kleinhändler zu Kunden hat. Tie niedrigen Verkaufspreise, die der Trust festsetzte, und die erheblichen Vergütungen, die er Agenten und Kleinhändlern auf seine Fabrikate gewährte, veranlaßten eine Anzahl englis cher Tabakfirmen, sich zu einem Gegentrust zu vereinigen, und den Konkurrenzkampf auszunehmen. Sie erreichten, daß der amerikanische Trust auf England als Absatzgebiet für seine Fabrikate verzichtet und letztere nur noch nach Amerika vertreibt. Auch in Deutschland ist der Trust bekanntlich bereits eingedrungen. Eine der größten Zigarettensabriken Dresdens ist von ihm im vorigen Jahre erworben und alsbald nach amerikanischem Muster umgestaltet worden. Die Herabsetzung dcr Verkaufspreise führte zu einem Zusammenschluß der anderen Dresdener Firmen der TabaLranche in der Art des englischen Gegentrusts. Der Wettbewerb zwischen beiden Gruppen ist in vollem Gange, was die Amerikaner aber nicht hindert, ein Eindringen in Berlin zu versuchen. Erst dieser Tage verlautete wieder, wie wir schon mitteilten, oon Bemühungen der Agenten des Trusts, eine große, zahl- reiche Stabifilia.en unterhaltende Tabak^rrna a..f>faufen. Tie Bemühungen sind indes glücklicherweise wenigstens vorläufig erfolglos geolieben. Für die deutsche Volkswirtschaft, insonderheit für die gesamte deutsche Tabak- und einschließlich unterer heimischen Zigarren-Jndustrie hätte die sorischr^itcnoe Amcrikan.sier^ng des G.s^ästslebens höchst bedenkliche Kon.equenzen, unb deshalb ist es sehr zu wünschen, daß die Agenten des Trust, wo immer es sei, nicht zum Ziel gelangen. Wie energisch würden wohl die Amerikaner zur Abweyr schreiten, wani deutsche GZcyäfts- leute sich anschictten, bestimmte Zweige des Hanocts in der Union zu monopolisieren! soeben läßt übrigens der Trust erklären, dag er nicht beabsichtige, in Deutschland Ladengeschäfte einzurichten. Tann ist die Abwehr der Truitbestrebungen also zunäcyft Sache der deutschen Tabak-Großhandler. Ter duycrrjche MLiuiftetWrchjrl. Der bischerige Kultusminister und jetzige Ministerpräsident, Minister des Aeußern und des königlichen Hauses Frhr. v. P 0 0 e w 11 s ist zurzeit cm politisch noch unbe,chrie- benes Blatt. Das Zentrum konimt ihm mit einigem Mißtrauen entgegen, während die Liberalen unter öer Wucht des Schlages, der sie getroffen, auch hin,tätlich der Person des neuen Ministerpräsidenten nur sieprisch in die Zutun ft schauen. In Zentrumskreisen erklärt man offen, linier keinen Umständen auf halbem Wege stehen bleiben und mit aller Energie die letzten Reste Oes Ministeriums ^railsheim foröcui zu wollen. Dieses Ziel dürste für das Zentrum um fio leichter zu erreichen sein, als jetzt schon ui htrttf.n, Welche dem Ministerium Erausheim nahe stehen, oas Gerücht g^yt, daß aua) Dr. v. Riedel und ^eht. von ö" e i 11 y | uj um ihre Entlassung eingekommen sind, '•auf alle Fälle steht Bah er» vor ] uj w c r en innerpoli- tischen Kämpfen, die ihren Höhepunkt erst beim Wieder- zusammentritt des ^anbiugcy, Weicher voraussichtlich am irf. September erfolgt, erreichen werden. Nach den letzten ileberraschungen tann es nicht Wunder nehmen, daß die Gerüchte, Prmzregent Luitpold wolle aus die Fort- juhrung der Regentschaft verzichten, immer''mchr Glauben findet, lieber die Gründe des Rücktritts des Mi- nisteriums Crailsheim sickern nur dürftige 2lachrichten in die Oefjentlichkeit. Sicher ist nur das eine, daß es in letzter Zeit zu Differenzen innerhalb des GesamtmiUisteriums ge- tommen war. Toch sollen uL):lben nicU einmal polcksicher 'Natur gewesen fein. Die liberale Presse Bayerits äußert sich über die Vorgänge sehr deprimiert und feiert Crailsheim als den einzigen deutschen Staatsmann, der zu Ansang des 20. Jahrhunderts den Mut gefunden habe, dem „übermäßigen Ultramontanismus die Stirn zu bieten". Die bayerische Centrumspresse dagegen begrüßt den Wandel der Tinge mit Genugtuung, bemerkt aber Dabei, daß kein Grund oorliege, zu triumphieren. Auch fast jämttiche Berliner Blätter beschäftigen sich eingehend mit dem bayrischen Kabinettswechsel. Tie „B. N. Wadjr." bedauern auf das tiefste den Münchener Vorgang, da sehr wohl möglich fei, daß man den Regenten Der Besorgnis geneigt gemacht habe, es könne das Verhältnis des Volkes zur Krone von Neuem getrübt und damit eine Grundlage Der staatlichen OrDnung erschüttert werben. Tie „Tägl. Rundschau" glaubt, die Ursache zu dem Kabinettswechsel in der Müdigkeit und dem Ruhebedürfnis der leitenden Personen Bayerns, des Prinzregenten sowohl wie des Grafen Crailsheim suchen zu sollen. Das Zentrum frohlocke, aber die Staats-Autorität habe einen schweren Schlag erlitten. Dem System Crailsheim brauche man indessen keine Träne nachzuweinen. Die „Voss. Ztg." schildert eingehend die jetzige Machtstellung des Zentrums im deutschen Reiche. Triumph auf Triumph feiere die flerilale Partei. So wie in Preußen frohlocke das Zentrum auch in Bayern. Nun habe es seine Revanche für Würzburg. Schon seit längerer Zeit habe die ultramontane Partei in Herrn von Podewils den Lammenden Mann gesehen. Tr. Schädler könne sich rühmen, den Grasen Crailsheim zur Sttecke gebracht $u haben. Allenthalben Werde der bayrische Ministerwechjel die Augen des Volkes auf die außerordentliche Macht lenken, die das Zentrum gegenwärtig hat, wie im Reiche so auch in den größten Einzell floaten. Tas „Berl. Tagebl." schreibt: Ein ultramontanes partikularistisches Ministerium in München könne den Bestand des Reiches nicht erschüttern. Indessen müsse es jedermann einleuchten, daß der Gang der Reichs-Maschine durch solche Zwischenfälle nicht erleichtert wird. — Ter „Vorwärts" schreibt: Graf Crailsheim war fern Politiker oon eigener Art. Er fügte sich der Politik, die von ihm verlangt wurde, und kam so auf lange Jahre mit dem stets mächtiger werdenden Zentrum aus. Jetzt fällt er als spätes Opfer dem buraj das Kaiser-Telegramm von Swinemünde und seine Folge-Ereignisse entfachten Zentrumsgroll. Die „Germania" schweigt vorläufig. Tas Wiener „Vaterland" äußert seine hohe Befriedigung über den Sturz des Kabinetts Crailsheim, das sich infolge seiner unvorsichtigen Politik in seiner eigenen Schlinge gefangen habe. Sich auf die Zentrums-Majorität stützend und dennoch liberal weiter regieren wollen, eine solche Politik könne niemals von Dauer fein. Deutsches Deich. Berlin, 19. Zvbr. 2er Ka ., er sprach heute wieder beim Reichskanzler vor und empfing den früheren General-Intendanten Grasen Hochberg. — Ter Chef des Civilkabinetts 0. Lucanus ist von seiner Erkrankung jetzt soweit wieder hergesttllt, daß et heute zum ersten . ,ale einen Jmmediai^or^ag beim Kaiser halten Eonnte. — Nach einer Meldung aus Kiel erging auf Anregung des Kaisers die Bestimmung, Gedenktafeln an Bord fämt* sind rund und heute um Erhe- KunstvereinS ausgestellt, veranstalteten Wettbewerb warzik als erster hervor, wurde der Brunnen von birgt, wohnen kann. ** Aus dem Hauses statt. Für die Arbeiten und Lieferungen 13 600 Mk vorgesehen. ha. Grebenhain, 19. Febr. Gestern Theaterbureau. Dom 21. bis inkl. ist gegenwärtig im Saal des AuS dem vor zwei Jahren ging der Entwurf von Jos. Ko- Nach dem Modell dieses Künstlers der Firma Riedinger in Augsburg sicher Kriegsschiffe anzubringen, welche bei kriegerischen Aktionen Verluste erlitten haben. - Der preußische Hof regte hc'te für dre verstorbene Erzherzogin Elisabeth von Oesterreich bte Trauer bis einschließlich den 25 d. M. an. — Die „ Kreuzz tg." bestätigt, daß Dr. Kropatsch eck für den Reichstagswahlkreis Zauch-Belzig nicht wieder kandidieren wird. , . ... — Vom Bundesrat wurde die Zustimmung erteilt Sem Ausschußberichte über den Entwurf von Bestimmungen betreffend Beschäftigung jugendlicher Arbeiter in der Be- arkeitung und Verarbeitung von Faserstoffen, Tierhaaren, Abfällen oder Lumpen dienenden Fabriken und Werkstätten mit Motorbetrieb. — Daß ein Teil der Agrarier bet der Stichwahl in Schleswig sozialdemokratische Stimmzettel abgab, weist jetzt die „Kieler Ztg." an einer Reihe von Orten aus der Wahlstatistik nach. — Gegenüber dem Freisinn bettachten also manche Agrarier die Sozialdemokratie als das kleinere Uebel. — Der „Post" zufolge rst an hiesiger amtlicher Stelle von dem in Londoner Kolonialkreisen cirkuli er enden Gerücht, daß England seinen Teil an der Insel Neu- Guinea an Deutschland verkaufen wolle, nichts bekannt. _ e „ . Karlsruhe, 19. Febr. Prinz Karl, der Bruder des Großherzogs, nicht unbedenklich erkrankt. Dm DienStag wurden ärztliche Autoritäten aus Heidelberg und Freiburg zur Konsultation herbeigezogen, welche eine Leber- verhärtüng konstatierten. Die Kräfte des Patienten, der jefct im 71. Lebensjahre steht, nehmen in besorgniserregender Weise ab. Kolonialpost. -r- Der Gouverneur von Kamerun, v. Putt- kamer, wird nach dem „Hamb, Store.' binnen kurzem zurücktreten. An seine Stelle soll Oberst Pavel kommen. in Bronze gegoßen. Auf einem säulenartigen Aufbau, der mit Delphinköpfen, Anffangmuscheln, Putten und ornamen- alem Beiwerk etwas überreich geziett ist, erhebt sich die über einen Meter hohe Statuette des Herkules mit der Keule. Der ganze Aufbau ist feingegliedert und wird sich voraus- rchtlich in den räumlich ziemlich beschränkten Römerhof sehr gut einfügen, wenn man andernteils auch jene Monumental- wirkung vermißt, die für ein öffentliches Denkmal eine sehr notwendige Voraussetzung ist. Im gleichen Saal des Kunstvereins hat Kowarzik auch das Modell für ein Frau Rat-Denkmal ausgestellt. Die Bestrebungen, der „Frau Aja" in unserer Stadt ein Denkmal zu setzen, sind bekanntlich chon feit längerer Zeit eifrig gepflogen worden und haben gedeihliche Förderung gefunden. Das Modell zeigt auf sockel- mäßigem Aufbau die Gestalt der Frau Rat, auf einem Stuhle itzend. Auf ihren Schoß lehnt sich der zehnjährige Wolfgang; er lauscht ihren Unterweisungen. Die historische Kostümtreue ist bei beiden Gestalten gut gewahrt, selbst das kokette Puderzöpfchen im Nacken fehlt beim jungen Goethe nicht. Eine hübschgegliedette Säulenstellung giebt der Gruppe einen wirksamen Abschluß. — Dieser Tage hat sich Frl. Dr. med. Jrideriea Gfn. Geldern als Frauenärztin hier nieder- gelasien. Die Dame hat, als die deutschen Universitäten den Frauen noch verschloßen waren, in der Schweiz die Staatsprüfungen bestanden und promoviert. Später absotviette sie in Freiburg in Baden, um der gesetzlichen Vorschrift zu genügen, aufs neue sämtliche ärztliche Vor- und Fachprüfungen, worauf ihr die staatliche Approbation für das Gebiet de§ deutschen Reichs erteilt wurde. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In den Vorstand des Landes- komitees der hessischen Zentrumspartei gewählt wurden: Dr. Schmitt, v. Brentano, Molthan und Kommerzienrat Haffner. Die Stadtverordneten von Mainz bewilligten zur Erbauung einer Oberrealschule 592 000 Mk. weilte hier der Untersuchungsrichter, bungen wegen des Raubmordes, der seinerzeit zwischen hier und Ilbeshausen verübt wurde, anzustellen. Man sucht Heer und Flotte. Der neue Gouverneur von Mainz, Generalleutnant Friedrich Frhr. v. S chele, ist auS dem Kadetten- korpS hervorgegangen und 1865 als Leutnant in die Armee eingetreten. Von 1879 bis 1887 war er persönlicher Adjutant deS Prinzen Albrecht von Preußen, Regenten von Braunschweig. Er kommandiette 1890 das Rh. Manen-Regiment Nr. 7 in Saarbrücken, war 1891 bis 1892 als AbteilungSchef im KttegS- minifterium tätig und 1892 bis 1895 Gouverneur von Deutsch- Ostafrika. Dann wurde er A la suite der Armee angestellt und später zum Flügeladjutanten des Kaisers ernannt, befehligte dann seit 1. Juni 1896 drei Jahre lang die 2. Garde- Kavallerie-Brigade, war 1899 bis 1901 Inspekteur der 3. Kavallerie-Inspektion und trat am 18. Mai 1901 an die Spitze der 16. Division in Trier. Als Gouverneur von Deutsch-Ostafrika führte er 1893 zwei siegreiche Züge gegen den Sultan Meli am Kilimandscharo und 1894 gegen die Wahehe, wofür er den Orden Paar le merite erhielt. Pulvers vorliegen. — Frankfurt a. M., 18. Febr. Der von dem verstorbenen Herrn Manskopf gestiftete Brunnen ür den Römerhof 24. d. MtS. ist das Theater geschloßen. Die nächstfolgende Vorstellung findet erst wieder am Mittwoch, den 2 5. ds. Mts., statt. Wieseck, 20. Febr. Im „Garnbrinus" werden am Sonntag, den 22. Febr., abends 8 Uhr, Mitglieder des Gießener Stadttheaters ein einmaliges G a st - spiel veranstalten. Zur Aufführung kommen drei humoristische Einakter mit eingelegten Couplets. — Am Nachmittag (von 4 bis 6 Uhr) wird dasselbe Programm in Heuchelheim gespielt werden. s. EttinqS Hausen bei Grün berg, 20. Febr. Am 4. dS. Mts. feiert der Witt und Metzgermeister Johannes Albach I. mit seiner Gattin Anna Dorothea, geb. Schmidt, das seltene Fest der goldenen Hochzeit. Er steht im Alter von 81 Jahren, seine Frau ist 77 Jahre alt. Beide erfreuen ich noch der besten körperlichen und geistigen Fttsche und versehen ihre Haus- und Landwirtschaft selber. Das Ehepaar hatte zwei Kinder, die gestorben sind, und sechs Enkel. Albach war etwa 18 Jahre im Gemeinderat und längere Zeit OttsgettchtSmann. Die Gemeinde hat dem Jubelpaare eine besondere Ehrung in der Form eines Geschenkes zu- gedacht. m. Münzenberq, 19. Febr. In dem hiesigen Hofgut deS Grafen zu Solms-Laubach finden demnächst größere Umbauten des Oekonomiegebäudes, sowie des Verwalter- Vermischtes. * Trier, 19. Febr. In der zum Freitag einberufenen katholischen Volksversammlung wird eine Petition beraten zur Errichtung eines katholischen Lehrer-SeminarS in Trier. • Brunsbüttel, 19. Feb. Der englische Postdampfer Anglia wurde von dem dänischen Dampfer Olga in der Nordsee überrannt. Die Anglia ist gesunken, die Mannschaft wurde gerettet. • Freiburg, 18. Febr. Gestern nachmittag begab sich da? 6 jährige Töchterchen eines hiesigen Dahnbeamten zu Gespielinnen aus den unweit der elterlichen Wohnung gelegenen Spielplatz. Da das Kind sich abends nicht einstellte, wurde Nachfrage und Nachschau gehalten; erst heute früh gelang eS dem Vater, sein Kind etwa 50 Schritte links deS Einganges zwischen der Kirchhofmauer und den dott gepflanzten jungen Tannen als Leiche in entsetzlichem Zustande zu finden. Halb entkleidet, trägt da? Kind eine Schnittwunde an der linken Wange, einen tiefen Schnitt unter dem Kinn, die Gedärme sind herauSgequollen, die Genitalpottion ist ausgeschnitten, lieber der Leiche finden sich noch der Kamm und der Geißelstock (zum Tanzknopffchlagen) des armen Geschöpfes, sowie ein Stück einer italienischen Zeitung. Alder Tat verdächtig wurde ein schon mit Zuchthaus und Gefängnis, darunter wegen Sittlichkeitsverbrechen vorbestraftes Individuum Namens Heinrich Pfister von Ebnet festgenommen. • London, 19. Febr. Der englische Dampfer Kelvinside von Buenos AyreS nach Para bestimmt, fenterte in der Para- Mündung. Ter Kapitän und 8 Mann ertranken. • Spa, 19. Febr. Hier ist daS Gerücht verbreitet, die Prinzessin Luise von ToSkana werde für die nächste Zeit hier Aufenthalt nehmen. Durch einen Beauftragten sei eine große Villa für sie gemietet worden. • Eh arleroi, 19. Febr. Heute brach in einem Gast» hause in TraeegnieS eine Feuersbrunst auS, die so schnell um sich griff, daß die Wirttn mit ihren beiden Kindern sich nicht mehr zu retten vermochte. Die drei verkohlten Leichen wurden alsbald geborgen. Der Ehemann erlitt beim Empfange der NnglückSnachricht einen Schlaganfall. Man vermutet Brandstiftung. ' Resch itza, 19. Febr. Unbekannte Täter führten durch Dynamit-Patronen in dem Hause deS Oberstuhlri chterS Dellevause eine Explosion herbei, die großen Materialschaden anrichtete. Verletzt wurde niemand. • Gin Dorfbrand. Rach einer Petersburger 'Depesche Aus Stadt und Land. Gießen, 20. Februar 1903. ** Die Bestellung deS Denkmalrats. Mit Aller- höchster Ermächtigung Sr. Kgl. Hohett des Groß erzog? wurden gemäß Att. 32 deS Gesetze? vom 16. Juni 1902, den Denkmalschutz betreffend bestellt zum Vorsitzenden deS Denkmalrats Ministerialrat Freiherr v. Biegeleben; zu Mitgliedern des Denkmalrats auf sechs Jahre: Emil Friedrich Graf von Schlitz, genannt von Görtz, Adalbert Graf zu Erbach-Fürstenau, D Dr. Flöring, Oberkonsistorialrat unb Superintendent zu Darmstadt, Dr. Friedrich Schneider, Prälat, Geistlicher Rat und Domkapitular zu Mainz, Maximilian Freiherr - Hepl, Oberst N I* suite zu Darmstadt, Rudol Opfermn Architekt zu Mainz, Graf v. Ottola zu Büdesheim, Dr'. Schumacher, Professor, 1. Direktor de§ römisch- germanischen ZentralrnuseurnS zu Mainz, Dr. Velke, Professor^ städtischer Oberbibliothekar zu Mainz; — widerruflich bis. auf weiteres: Dr. Back, Direktor der Kunst- und histottschen Sammlungen des Landesmuseums zu Darmstadt, Dr. Konstantin Höhlbaum, ordentl. Profeßor in Gießen, Karl Hofmann, Geh Oberbaurat, ordentl. Profeßor zu Darmstadt, Ernst Neeb, Profeßor, Oberlehrer am Realgymnasium und der Oberrealschule zu Mainz, Fttedttch Pützer, ordentl. Profeßor zu Darmstadt, Dr. Bruno Sauer, ordentl. Professor zu Gießen, Dr. Gustav Freiherr Schenk zu Schweinsberg, Direktor des Großh. Haus- und Staatsarchivs, Wilhelm Soldan, Ministettalrat i. P. zu Darmstadt, Heinrich Walbe, ordentl. Profeßor der Baukunst an der Technischen Hochschule zu Darmstadt, Georg Wickop, ordentl. Profeßor zu Darmstadt. Die Bildung von Ausschüßen bleibt der noch zu erlaßenden Geschäftsordnung Vorbehalten. * * Bestätigt wurde am 17. Februar der von dem Fürsten zu Leiningen auf die evangelische Pfarrstelle zu Rothenberg, Dekanat Erbach, präsentierte Pfarrverwalter Robert Landmann daselbst für diese Stelle. * * Akademische Vorträge. Der Vottrag des Professors Dr. Albert kann besonderer Umstände halber erst zu Beginn des nächsten Semesters stattfinden. *♦ Hasso-Rhenanenfahne. Im Schaufenster der Firma Wilh. Reiber, Selterswea, ist seit gestern eine Fahne ausgestellt, die von den weiblichen Angehörigen der Mitglieder der katholischen Verbindung Hasso-Rhenania aus Anlaß des 20 jährigen Stiftungsfestes gestiftet ist. Die Fahne ist in dem Atelier für Kunststickerei des Hoflieferanten Finger-Darmstadt hergestellt und zeigt in wohl- gelungener Arbeit und in harmonisch wirkenden Farben das Wappen der Verbindung, das hessische Wappen und das Gießener Stadtwappen. * * Ehejubiläum. Heute feiert der Postschaffner Heinrich Hoffmann und seine Ehefrau, geborene Weber, das Fest der silbernen Hochzeit. ** Zwei neue Pfarr w ohnhäuser beabsichtigt die evangelische Kirchengemeinde zu erbauen. Wie wir erfahren, soll das eine Haus in der Kirchstraße, das andere in der Liebigsttaße, neben der Villa Koch erbaut werden. Die Plane, nach denen gebaut werden würde, falls das Konsistorium die Genehmigung zu deren Ausführung erteilt, sind bereits fertiggestellt. Es ist der schon länger gehegte Wunsch der Gemeinde, jedem ihrer Seelsorger ein eigenes Heim zu verschaffen durchaus gerechtfertigt; es giebt Gründe genug, die dafür sprechen, daß ein Pfarrer nicht gut in einem Mietshause, welches noch andere Mieter den Versetzungsdekreten ist der Vermerk enthalten, daß für Wohnungen und Schulen Sorge getragen wurde. Den Versetzten ist eine Gehaltsaufbesserung von 10 Prozent bewilligt. Als Ersatz für die Versetzten kommen Beamte aus dem Osten. - Die Tochter eines hiesigen MrteS goß gestern Petroleum in? Feuer, die Flamme schlua em- >or und verbrannte die eine Seite de? Gesicht? und bte Haare des Mädchens vollständig. — Gestern legte eine Frau einen Kindersttohsack auf den Ofen, um denielven zu trocknen und entfernte sich: kaum war bte Frau weggegangen, als der Strohsack Feuer fing. Herbeieilende Einwohner konnten den Brand löschen. — Die Kriminal- lolizei verhaftete gestern nachmittag in einer hiesigen Herberge einen angeblichen Kaufmann, der dringend ver-^ züchtig ist, größere Diebstahle begangen zu haben. — Gestern nachmittag kurz nach 4 Uhr explodierte in der Nähe >es Pulverlaboratoriums hinter der Kaserne de? Infanterie-Regiments Nr. 87 ein P u l v e r f a ß. Durch den hervorgerufenen Luftdruck wurden die Fenster der Exerzierhalle gegenüber der Kaserne offengeschleudert; ebenso wurde in den auf der Eisgrube und dem Kästrich befindlichen Wohnungen eine Erschütterung wahrgenommen. Eine tarke Rauchwolke kennzeichnete längere Zeit den Ort der Explosion. Zu Schaden ist, wie jetzt bekannt, niemand dabei gekommen. Die Ursache der Explosion ist noch nicht ermittelt. Wahrscheinlich dürfte Selbstentzündung des den Mörder mrch immer in Amerika, von wo er an einen hiesigen Bekannten geschrieben haben soll. Darmstadt, 19. Febr. In der heutigen Stadtverordnetenversammlung ergriff vor Eintritt in die Tagesordnung der Oberbgm. Morneweg in persönlicher Angelegenheit das Wort. In der geheimen Sitzung der letzten Versammlung war das Verhältnis der Beigeordneten zum Oberbürgermeister und der häufige Wechsel der Beigeordneten fritifiert worden. Der Inhalt dieser Verhandlungen kam bald darauf durch einzelne Zeitungen an die Oefsentlichkeit. Oberbgm. Mvrneweg erklärt, daß diese Artikel, die nicht einmal der Wahrheit entsprechen, einen groben Vertrauensbruch bedeuten und daß sie nicht geeignet seien, das Ansehen Darmstadts nach außen hin zu fördern. Mehrere Stadtverordnete gaben darauf ihrer Enttüstung über die Indiskretion Ausdruck. Mainz, 19. Febr. (Mittelrheinischer Fabri- kanten-Verein.) In der Februarversammlung des Mittelrheinischen Fabrikanten-Vereins, mit welcher eine Versammlung bet Süddeutschen Gruppe des Vereins deutscher Eisen- und Stahlindustrieller verbunden war, wurde zunächst bekannt gegeben, daß in der nächsten am 12. März stattfindenden Versammlung der Reichskommissar für die Weltausstellung in St. Louis 1904 Geh. Oberregierungsrat Lewald einen Vortrag über die genannte Ausstellung halten wird. Außerdem wird nach dem „Rh. Eour." in dieser Versammlung Rechtsanwalt Dr. Fuld in Mainz die Novelle zum Kranken-Dersicherungsgesetz einer Besprechung unterziehen. Ferner steht auf der Tagesordnung bet Versammlung der Vortrag des Dr. Tille-Derlin über bte amerikanischen Riesentrusts. — In der Februar- Dersammlung hielt Dr. Liefmann-Gießen einen äußerst inhaltreichen Vortrag über „Schutzzoll unb Kartelle", dem sich ein von Dr. Stein-Frankfutt a. M. gehaltener Vortrag über das „Erbbaurecht unb seine praktische Anwendung" anschloß. Beide Vorttäge wurden von der Versammlung mit dem lebhaftesten Interesse entgegengenommen. () M a i n z, 19. Febr. Wie mitgeteilt wird, ist aus dem hiefigen wie auch aus dem Frankfurter Eisenbahndirektton svezirk eine größere Anzahl von Zugbegleitungsbeamten ab 1. April auf größere Stationen nach dem Osten, zunreist nacy Posen versetzt worden. In Ausland. London, 18. Febr. Während der jetzigen Parlament seffion wurden unter anderen Gesetzesvorlagen eine solche betreffend Abänderung gewiffer Armeeeinrichtungen eingebracht. Es soll beabsichtigt sein, die Leitung der Armee und Marine einer einzigen Persönlichkeit zu übertragen. Rom, 19. Febr. Nach vier Tagen beendete heute die Kammer die akademische Debatte über die Heeres- unb Marinekosten. Die Motion der Republikaner und Sozialisten, die eine Reduktion der Militärlasten forderte, wurde verworfen. Wien, 19. Febr. Bei Eröffnung der 7. Tagung des Landwirtschaftsrats hielt der Ackerbauminister Gio- vanelli eine Rede, in welcher er ausführte, die Regierung wolle die heimische Landwirtschaft schützen und entwickeln. Der Entwurf des neuen Zolltarifs weise die Elastizität und Anpassungsfähigkeit auf, die erforderlich sei, wenn es sich darum handele, auf der Grundlage einer billigen gegenseitigen Würdigung der vitalen Interessen die vertragsmäßigen Grundlagen zwischen der Monarchie und dem Auslände für die Weiterentwicklung des heimischen Volks, der Landwirffchaft insbesondere, her^ustellen. Wir wollen, fuhr der Minister fort, den wirtschaftlichen Krieg nicht; wir wollen uns nur mit aller Energie unserer Haut wehren, wenn man uns auf den Leib rückt. Aber nach wie vor wollen wir ein friedliches, einträchtiges Miteinanderwirtschaften mit unseren Nachbarn anstreben und aufrechterhalten. Wir wollen diese gerne und gut leben lassen, er» bitten das Gleiche aber auch für uns. Das soll unsere Devise sein. — Das Abgeordnetenhaus nahm nach Tanger Debatte in zweiter Lesung das Gesetz betreffend Erhöhung des Re- kruten-Kvnttngents an. — Sämtliche Signat ar möchte (also außer Deutschland, England, Frankreich unb Italiens stimmten dem Macedonien betteffenden Reform-Vorschlage Rußlands und Oesterreichs zu und stellten dessen Unterstützung in Konstantinopel in Aussicht. Sofia, 19. Febr. Der verhaftete Michailowsky erklärte gegenüber einem Journalisten, die macedonische Lawine könne weder durch die Diplomatte noch durch die Verhaftung der Führer aufgehalten werden. Rio de Janeiro, 19. Febr. Die Parlamentswahlen, welche gestern stattfanden, waren sehr erregt. Es kam verschiedentlich zu Zusammenstößen, wobei mehrere Personen getötet oder verwundet wurden. Es wird! druck gelangt, namentlich nicht ein D e p e s ch e n w e ch s e l Konverstou der 4 % Oesterreichifchev Reute. muniorr. 9*/i Ül)r: Hocharm mir Verlesung des Fasten- hirienbriefes. Elstiiiinhii Zcilung Apotheke, Drogerie und Aimeralrvasjerhandlung. Kzn- und llii^ljolj-yrrlltigfrang (bei eher; 130 8U 365 920 111 192 68 26 1 31 . 25.70 . 92.85 . 99.90 . 98.— . 217.80 . 197.60 . 141.00 . 150.30 . 161.25 . 150.10 . 15.80 . 182.30 . 219.50 . 18620 . 175.75 . 102.90 . 92.95 . 102.95 . 93.00 . 101.30 . 100 00 . 103.30 101.30 . 102.30 . 103.90 . 51.50 . 82.45 . 80 30 . 132.40 Eichen-Abschnitte, bis zu 12 in lang und bis zu 41 Cai Durchm., 29 im, Fichten-ReiSsiangen. Glajerholz, , „ Eichenstämme = 62,26 Fm. (12—37 Em. stark), Wagnerholz, vor» 95 Pfg. bis Alk. 18.— p. Atel. — legte Neuheiten! — Franko u. schon verzollt ins Haus geliefert. Reiche Podolien. ’---- und 200 Häuser zerstört. 12 Personen kamen m den flammen Holzversteigerung in (tzräflicyer Oberjöcnerei ^auvoch: 3u/0 Mexikaner . . , 4*/i /u Cbineeen . . . Electric, bcl ackert . . Nordd. Lloyd . . • Kredituktien . . . DitiKonto-Kommandit. . Daruibtädu r Bank . . Dresdener Bauk . . . Ber iner Haodelegea. . OvBterr. titaatebalin . . Lombarden . . • . Uotiuarubahn . . . . Laura,lütte . . . . . Bochum ilarpener . . . . . Tendenz; feei. Hohvcrstcigerung Dienstag, den 24. d. M. von vorinitlagS 10 Uhr an kommen im SichertShäuser Iniercssentenwald zum ösfent- Uchen AuSgebol: Stadt. Schlachthaus. Freibank. umv 1468 tza,lta!Mjch ' U pkg. öO Jfj. der Philologie und Theologie W. Hägemann aus Hannover wegen neun voUendeten und zwei versuchter schwerer Einbruchs» diebstähle zu einem Jahre Gefängnis. H. halte eS Haupt- . sächlich auf die Kellenäume und die Bodenkammern der Dienst- Vormittags um 8 Uhr: Die zweite heil. Mas,e. Mädchen abgesehen. Seme Eltern unterstützen ,hn, das Verhältnis „ 9»/, Uhr: yochanu mu Verlesung des Fasten- ui ihnen war aber gelodert, da er Beziehnngen zu dem Dienst- Hirtenbriefes. . ... Mädchen derselben unterhielt. Zulegt bekam er nur 30 bis 40 Mk. Nachmittags um 2l/a Uhr: Ehrislenlehre, daraus Andacht für bte monatlich; er bemühte sich. Privatunterricht zu erteilen, doch hatte s Abgestorbenen. er damit wenig Glück. Er behauptet, das Rechtswidrige seiner Handlungsweise sei ihm nicht zum Bewußtsein gelommen, er leide an unausgesetztem Angstgefühl, das ihn aus der Wohnung aus die Straße, von dort wieder in die Wohnung, vor allem aber in die dunklen Keller treibe, wo er bas Angstgefühl endlich los werde. Der psychiatrische Sachverständige kam zu dem Gmachten, daß der Angeklagte die Lat nicht in einem völlig willensunfreien Zustande begangen habe, daß aber seine Widerstandskrajt herabgemindert sei. Das brachte H. beim auch mildernde Umstände ein. Paris, 19 Febr. In dem Prozeß E a 11 a u i - H um b er t beantragte der Staatsanwalt die Freisprechung sämtlicher Angetlagten, da fid) nach dem augenblicklichen Staiide der Beweis- ansnahme eine Verurteilung nicht rechtfertigen laste. Tie Urteils- Verkündigung wurde auf Sonnabend oormitiags angesetzt. Donnerstag, 26. und Freitag, 27. Februar werden in den Distrikten Buchwald, Siiterwald und Langscheid des Niederweiseler Gemeindeivaldes versteigert: . , , Eichenstämme = 116,10 Fm., (38-81 Em. stark) Schnittholz, Telephonischer Kursbericht» Jtruuklurt m. j>„ 20. Februar m3. äflnülirn-llndjridjtrn. Gestorben : Eduard Wilh. Rud. T'heil, KönigL Oberst a. D. 57 Jahre alt, in Merzig a. d. Saar. VcrsteigmnMzeige Montag, den 2j. Febr. 1903 nachmittags 3 Uhr werden aui dem Marktplätze zu Grünbeig zwangsweise gegen Barzahlung versteigert: 16 Lesen, 1 Häckselmaschine, 7 Pnmpenschwengel, 1 schrot- milhle, 1 MeiielgeiteU, 4 Was^cr- sch.ye, 12 Tachieniler, 4 (Privatschule mit Pensionat) in Marktbreit a/Dlam. DieReifezcugnissebcrcchtigcuzumeinjährig-freiwilligeuDienst. Aufnahme-Atter 10—16 Jahre. Proipette durch J. Danuu. Mellor. Reichsanleihe do. Konsuls . do . . Hessen vernichtete eine große ^uerSbrunst das in miigeteilt, daß alle hiesigen Banken beauftragt seien, die Ron-1 zwischeOn dem deutschen Botschafter und dem eng. Von deut Brande wurden 2a Gchosle rgriffen ^sion oorzunehmen und zwar spesenfrei. lischen Ministers deS Aeustern bei Anwesenheit deS ums Leben. zlniocrMs^ladir ichtc«. — Aus die durch die Ueberfiedelung des ProsestorS, derzeitigen Rektors, Tr. Otto Mayer, nach Leipzig, erledigte Professur des öffentlichen Rechts an der Straßburger Universität wurde der Erlanger Prosessor Tr. jur. Hermann Rehm berusen. Ter- selbe wird mit 1. Ottober d. Js. sein neues Lehramt überiiehmen. Er promoDicuc 1885 mit einer von der Münchener Falulia^ spater prci51*iromen Tisterlation: „Tie rechtliche Olatur des Llaals- dlenstes." Slachdem er sich 1889 in München habilitiert hatte, folgte er 1891 einer Berufung als Extraordinarius nach 'Dtarburg, ging am 1. April 1893 als Lrdmarius nach Gießen und am L Auguft desselben Jahres als Profestor des Staats-, Verwattungs- und Völkerrechts, der deutschen i,nd bayerischen Reichsgefchichte nach Erlangen.giad)fo(fler SaengerS zum ordentlichen Professors der Gebutshilfe unb Gynäkologie an der deutschen UuiDeriudt in Prag ernannte Tr. med. Cito v. Franqu 4, bisher Extraordinarius in Würzburg, promovierte 1891 mit einer Ti|>ertatlon .Beiträge zur Kenntnis der Muskelkiwjpen/' und wirkte zunächst als Assistent an der Wurzburger Frauenklinik. Auf Grund einer Schrui „Beiträge zur klinischen und anatomischen Kenntnis der Placenta- Erlranlung" habilitierte er sich 1894 m Würzburg als Privaidozent. Seit 1889 war er nut der Leitung des Laboratoriums der Würzburger Frauenklinik beiraut. 1901 erhielt er den Titel und Rang eines auBeroröeiulidjen Professors. „ Tas jeulitifche Museum in Cambridge. Am o. d. Ms. wurde an der yaDarö = Unioerfität das neue semitische Museum eröffnet, das m der Geschichte der silbischen Forschung um|omehr Epoche machen dürfte, als es bisher einzig in seiner Art ist. Tas Museum, das eine» Kostenaufwand von 100 000 Tollars Bauholz tc., Grienstämme — 7,30 Fm. (14—31 Cm. stark), Släpen und 1 Lmdenstamm — 1,05 Fm., Fichtenstämme — 9.10 Fm. (Bauholz), 16 Kiefernstämme = 4,34 ftbm. (16—24 Cm. stark), Eichen-Terbstangen — 5,30 Fm. (Wagnerholz), Fichten-Terbstaugen — 11,92 Fm. — Sparten u. s. w., Eschen-Terbslangen = 1,31 Fm. und 460 Eschen-Reis|tangen Rufänunenfunit jedesmal vormittags 10 Uhr aus der Streik ,'traüe BuUbach—L>och-Weisel bei der Einhäuier Akühle am Eingang in den Distrikt Buchwald. — Am 26. werden alle (tarieren Eichenstämme (ca 116 Fm.), joivie etwa 65 der scknvächeren Elchenllauune nut ca. 16 Fm. und sämtliche Riefern-, Erlen-, Aspe- und Linben- ftämme versteigert; am 27. Febr. die anderen schwächeren Eichen- stamme (ca 300 nut 46,26 Fm.), die Fichteliftamme und alle Derb- stangen und Reisslängen. — Vorherige Auskunft erteilt tforftroari Becker in Hausen bei Butzbachs Nieder-Wcifcl, den 16. tfebruar 1903. Großh. Bürgermeisterei Nreder-Wersel. KrauSgrill. 1601 m RÄ ■ine 'Petition beraten 31t >hrer-SeminarS v» er enMe W*®* ip unfen, w zwei Sitzungen abgehallen werden. ä B Berlin, 20. Febr. Der Kaiser hat dem kleinen sechs- R| A||AArt xOlflD jährigen Spanier Peptto Arrtala tn Anerkennung seiner QIII|J11] n außergewöhnlichen musikalischen Leistungen eine goldene mit| VMWV ■■ w Donnerstag den 26. Februar d. I. 1) im Eichberg (bet Laubach): rm Buche: 310 Scijeiter, 76 Prügel, 36 Stocke, 250 Reiser; 6 Fichtenstämme — 1,71 cbm, 551 Fichten,langen von 7 bis 14 cm Tchm — 42,06 cbm; 2) aus AUegericht: 420 rm Buchen-Stamm- reiier (Schichten); 70 Fichtenstangen von 7—12 cm Tm. — 3,34 cbm; 3) aus Uorugraben: rm Buche: 17 Ltocke, 340 Stammreiser (Schichten), 50 Aslreiser; 4 rm Eichen-Prüget, 16 rm Ftchten-Latten- und -Bohnenstangen; 4) aus Glashau, Biberloh, Giehern, Lilbach re.: 53 rm Buchen-Stocke, 130 rm °Reijerprugel; 2 Fichten- ,lamme (Volpertskopi) — 0,90 cbm; 5) aus genannten Distrikten: Slohlreiscr und Lesholz Nächenweise. Das polz unter Rr. 2—5 kommt im Eichberg nach der Mittagspause beim Feuer zum Ausgebote. Zusammenkunft vormittags 10'/, Uhr auf der Laubach- Ruppertsburger Kreisslraße zwischen Eichberg und Lauterbachswäldchen. lö<7 Laubach 16. Februar 1903. Grästiche Lbcrsörsterei. ra9«Wt?' bag ! teil UW Ö8t«u aserne PL WMmtflTe Ess 'm Sao( de? ”ot. 8roei ^fjren nhbur von Jos. ft0, obe[I dieses Künstlers 'edmger in Anqsbnro ^artigen Aufbau, der utten unb ornamen- »i erhebt sich die über 'les mit der Keule, "d ivirb sich voraus- änkten Römerhof sehr ch jene Monumental« s Denkmal eine sehr hcn Saal deS Kunst- ll für ein Frau Übungen, der „Frau etzen, finb bekanntlich worben unb haben M zeigt auf sockest lat, auf einem Stuhle ?t zehnjährige Wolkigen. Tie historische it gewahrt, selbst baS beim jungen Goethe llung giebt ber Gruppe Tage hat sich Frl. Dr. auenärztin hier nieber« schen Universitäten ben r Schweiz die Staats» Später absolvierte sie chen Vorschrift zu ge- -- unb Fachprusungen, für das Gebiet be? ; Hessen unb ben itanb des Lande?, rumspartei gewählt >lthan und Kommerzien« nz bewilligten zur Er» Mk. riums des Innern ohne längere Debatte angenommen. I riirkenioee . . Um 1'/. Uhr wurde die Sitzung geschlossen. Stächsle Sitzung 4% unech. Monopo’ -Anl. 45.70 erst am Donnerstag; alsdann werden an beiden Tagen je ^l Per — ’,le‘ i ***** linL5 «- ®« 60 r ifn dort -u-r ""»»tzlichrm 3“‘ il >" 'ü"°2tt >>»t-r d-« <* KniW*«" M der Kamm Um- 5® "”b ®c< ebnet K* * AN- 0,1 „ erlid $,i £(t „(«!!• S°"i° W6ei, bic t Märkte. I deutschen Kaisers in Sandringham. Man will die Vor- 8 Butzb ach, 19. Febr. Ter heutige erste diesjährige össentlichung dieses Depescheuwechiels erzwingen und dabei Vieh- und Krämer markt war sehr vom Wetter be- gleichzeitig den Nachweis führen, daß Balsvur nut der m aünstiat und brachte lebhaften Verkehr. Der Schweine- seiner Liverpooler Rede ausgesprochenen Behauptung, Die markt war Hauptsächlich mit Ferkeln stark befahren und Anwesenheit Kaiser Wilhelms in Sandringham habe absolut nahm einen ungemein animierten Verlauf; das Paar schöne nichts mit der Venezuela-Frage zu tun gehabt, nicht korrekt Ferkel aalt ie nach Alter 30—50 Mark. Es blieben nur gewesen sei. wenige Scl)weine unverkauft. Auf dem Krammarkt war London, 20. Febr. Ten Blattern zufolge ist General nur eine geringe Anzahl Stände und mäßige Kauflust vor- Littleton zum Oberbefehlshaber der englischen yanden. Truppen in Südafrika ernannt worden. Sein Stand- — — quartier wird er in Pretoria nehmen. 1111 dlRom, 20. Febr. Ter Papst hat seiner Verstimmung JHlUJllUjr &IHUJIIUJUIU Frankreich neuerdings dadurch Ausdruck gegeben, Evangelische Gemeinde. Day er, trotzdem Frankreicb energisch für den Kardinal G 0 i l e^s d i e n si. Mathieu einirat, Den Kardinal Ferrata -um Präsi- Iu der Ltadtkirche. Identen Der Kvninnssion für Die Heiligsprechung oec Juug- Conntag, Eslomtht, den 22. Februar. srau von Orleans ernannte. Abends 7>/, Uhr: Geistliche Äkusikaufjüyrung des Kirchen- daß Der Geisteszustand der Piinzesfin Luise vollkom- gesangvereinS. men normal sei unb mit den jüngsten Handlungen Der Mittwoch den 25. Februar, abends 6 Uhr: 1. Passionsandachl. Prinzejsin in keinerlei Zusammenhang stehe. Tie kleine Ptarrer Sch lo sf er. GemutS-Tepression, an welcher die Prinz«.s,in leide, werde 371% lltutilr yieivuiujrn. |w Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. 13-/,% U. H. Darmstadt, 20.F-br D>° Zweite Kammer gX“ Oo^rente: erledigte heule in Fortsetzung der Etatsberatung das Kapitel K. Otnerr. Hiberrente „Direkte Steuern, Regalien und indirekte Aus- 4% Ungar, boldrente . lagen". Tie einzelnen Positionen wurden ohne befonöcri i°/ haben. Rente . . Debatten angenommen. Ebenso wurde die 7. Abteilung ' * des Staats Mini st eriu ms und Kap. 23 des Rliniste- l uraeo ! * In der JohauncsUrche. bald beseitigt sein. Sonntag, Eslo mi hi, den 22. Februar. Bukarest, 19. Febr. In der heutigen Sitzung der Dorniuiags 9'/2 Ui)t: Pfarrer Tr. 91 aumann. Abaeordnetenkarnmer erklärt Finanzmisier Costineseo, die Vormittags 11 Uhr: Kmdergottesdieuil für die Johannes- .u " gememöe. Ptarrer Tr. Raum-an. ruindnil^e 9tcflicrung l;abe mtt bem tiantenfqnöl at über bic Abends 6 Uhr: Pfarrer Euler. Konversion der ganzen Anleihe von 175 Rk 1U10 n en Montag den 23. Februar: Schatzscheinen verhandelt, das Syndikat habe jedoch nur 110 hu x.us j/iuieum, uu» cm». »W|.v.------------------------------ Abends 8 lU;r: Bibelslunde NN Konfirmandensaal der g^j^jonen Rente fest Übernommen, was ungefähr einem Betrage verursachte, ist eine Schenkung des Rewyorker Philanlropen Johanneskirche. 1. Johannesbrief, Kap. 5. des^Glaubens Kia t und Millionen Schatzscheinen entspreche. Trotz der er- ^infnh Srmfi der feit 10 Jahren dem teilenden Komuee der I Frucht. Pfarrer L>r. Jl a u m a n n. I UUI1 A •' Jm J . lenuiifdjen Abiellung dieser Universität angehört. Der Eröffnung . bitterten Campagne der gegen Rumänien feindlich gesinnten wohmen Vertreter aller größeren höheren Lehranstalten und lheolo- Katholische Gemeinde. Presse hatte die Slonversion einen glanzenden Erfolg. Statt gischen Sernmarien des Landes bei. I Samstag, den 21. Februar: I lu3 Millionen Schatzscheinen seien bereits 125 Millionen für ' ' - Nachmlltags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur Konversion präsentirt. Die Operation werde für den OfierirtltSlailL . o5Uc^uld)t O • c ■ Rest von SO Millionen noch vor dem 1. Juli beendet fein, lujimuu^ Sonntag, den 22. Februar. Qutnquagefima. 1^1* vu ' Leipzig 19. Febr. Tas Landgericht verurteilte den Student Vormittags von 61/. Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht, der Vb ilol ooie und Theologie W. Hägemann aus Hannovers , um 7 Uhr: Die erste heiL Meße, vor und in derselben Austeilung der Heu. Kom- Pcra, 19. Febr. Zwischen der türkischen Regierung und der Deutschen Bank wurde über den Weiterbau der a n a t o l i s ch e n Bahn gestern eine Einigung erzielt. Tie Ausbringung der Bau-1 auBergewoyniichen mu|uuu|ajui uuiyvii u.« Atusterauswähl umgehend ÄÄÄf.S: • : Skm-oun» V™; g't.a.'.m'L.m »qi«. »et Äetlmet «eq»ng».Ge!ellsch°q em m«»»»»'» gj f)Cr jtlllf Ulf --- haben Sie aber einen wird. Gleichzeitig wurde eine Uebereinkunu wegen der Konversion Schauspiel eines bisher unbelannien Amors nut guten Er- I ^ie denn nichts baaeaen ? — Was soll der fogenanmen Fijchereianleihe abgeschlossen. L»e Dierau, bezug- ^Ige zur Aufführung gebracht worden. „König Tod" ist £ ^üttitll)! man da tun - so was muß eben von selbst licheii Beschlüsse des Mmisterrates bedur.e.i noch der Genehmigung ^^k einer jungen Dame, der Tochter eines hiesigen J ^ber vergehen' -Sagen Sie das mch!^erfahrungsgemab des Sultans. bekannten Arztes, welches dramatische Begabung zeigL ent stehen gerade aus vernachlässigten Katarrhen bie meisten 'js i* r l i ii zO »xcur vie DuixviüDunuie '.yanUuöt der V chronischen und akuten Kraiikheiieii der AtmungsorganL. Arbciterbcwegnng. Frankfurt, 19. Febr. Die heutigen Verhandlungen zwischen Lari r e n z c 1 anlaplicv seines 3 old en en or t o' Fay'S achten Sodener Minerak-Pastilleu leicht beheben. Arbeitaebern und Arbeitnehmern zur Beilegung des S t r e i k es I u b i la U m s das ^.ipwm in ei)ienDDLier 4oci)e erneuert. (£uie gtz^^^oei Schachteln genügen, um selbst den hartnäckigstt» der Schristgießer haben zu keinem Resultat geführt. Die Posen, 20. Febr. Alle Slotter sind Dann einig, Daß d Katarrh völlig zu bejettigen. Erhältlich a 85 Pfg. in jeder Arbeiter bleiben im Ausstand. der Oberpräsidentenwechsel edie Verschär jung D Apotheke, Drogerie und Airneralwasferhandluilg. 324 — ----- ---- der anti-polnischen Strömung bedeutet. Die En--------------------------— ” TLilhi;nnrtrrlmft nennung des früheren Breslauer Regierungspräsidenten Salvatorbier. Tas weltberühmte Münchener Bier aus der y llllvl.I UliD llf l)lr< l Heyoebrand zum Rachsvlger v. Bttters gilt in Posen Großbrauerei zum Paulanerbrau kommt wie alljährlich auch Heuer Berlin, 19. Febr. In der heutigen Berwaltungsraths-Sitzung für wahrscheinlich. Auch La.iorat v. Stubenrauch in wieder Anfangs Alarz zum Versandt 1 der Berliner Handels-Gesellschaft setzte ber Senoal- Berlin soll groste Aussichten haben. . ■ bie mit Haut- tungsrath vorbehaltlich Geiiehmigung der Bilanz durch die General- H a m b u r g, 20. Febr. Im ^t-ulia-Theater fand gestern IIßS aPIHeil GilllCICrj leiben im Ge- Versammlung 7'/. pCt Tioidende für das Koitimandit-Kapilal I einem überaus zahlreichen Publikum, darultter Dreien fld)t yänben oder mit Frostballen behaftet sind, werden bei ber AerUn, 18. Febr. A>n ds. Mts. wuiden an de Voi e ^ten bie Erstausführung von Heyses „Mana ^Ue entsetzlich durch ihr Le.den gequält Möchten doch die Eltern K s x e u t f e n -ö a n r von Magd al a"(in Berlin verboten^ stattund hatte einen einen Versuch machen mH der für diese Leiden einzig dastehenden bem Sturs non 209.80 gel)anoct. 1Q02 {cf.fnat ber ftarfen (xrfoia Vom Meilen Akt an herrschte eine ge- Obermeyer's Herba-Sene, bie in kürzester Zeck Heilung bringt. Zu V»?= Än8" De? « war "W »n SemonfiL b« m °u°n Apache-- UN von 8 pEt. Ttvibende vor. lionslust eing^geben, sondern durch, das Drama bewirkt, biogenen, ^abr. ivwty, yanau. — Bei der Akticu-Gesellschast Hein, Lehmann u. Co. Die Darstellung war nicht zulänglich. i m feder bellebtaen Sdirlftart und Karte«. ist nach dem bisherigen Ergebnis der Bilanzarbeilen, selbst bei London, 20. Febr. Im Parlament steht ein na^ ft Kiff Aff Att ,orte. sowie mit Sfrkeln aller pudenttstde, geringen Abschreibungen, kaum auf eine Aunbenbe von 6 pLt. ju Skandal über Venezuela bevor. (£ine V tjlllUl Ivll Vereinigungen, liefert ju mäßigen prelle« äSSTtelwf* Sd)un««6e z LL Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 19. Februar 1903. 1599 in so reichem Maße zu Teil geworden sind, insbesondere dem Herrn Pfarrer Euler für die trostreiche Grabrede, den evangelischen Schwestern für die liebevolle Pflege während der Krankheit, sowie für die zahlreichen Blumenfpenden sagen innigsten Dank Fra« Dorothea Einhäuser geb. Todt Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, welche uns beim Begräb. niS unserer lieben, unvergeßlichen Gattin, Mutter, Großmutter und Schwiegermutter Konvertierung* der Oesterreichischen 4/ä°/oiyen Renten Laut Bekanntmachung des österreichischen Finanzministers vom 18. Februar dieses Jahres ist die Umwandlung der 4%7o Oesterr. Silberrente mit Jannar-Jnli-Zinsen 4/5 7« Oesterr. Papierrente mit Mai-November-Zinsen in eme 4% steuerfreie Penten-^nieiüe beschlossen worden. Diejenigen Inhaber von obengenannten Obligationen, welche nicht zu konvertieren beabsichtigen, sondern bare Rückzahlung wünschen, wollen ihre Stücke bis längstens 26. Februar d. J. bei mir anmelden. Giessen, den 20. Februar 1903. 1603 Jacob Grünewa’d Bankgeschäft. — Bahnhofstrasse 50. Bekanntmachung. In das Genossenschasts-Re- gister wurde heute bezüglich des landw. Konsum-AereinS Klein-Linden e. G. m. u. H. eingetragen: Weißbindermeister Jacob Fink und Wagnermeister Konrad Lotz, beide zu Klein- Linden, sind zu Vorstandsmitgliedern gewählt. 1592 Gießen, am 19. Febr. 1903. Hroßhcrzogllchcs Amtsgericht. Die Lieferung von 250 Ctr. Nußkohlen 1 und 5 Kublkmtr. Tannenscheitholz für die Provinzial-Siechenanstalt soll im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden. Angebote sind bis Dienstag, den 10. März l. Fs. vormittags 9 Uhr im Negierungsgebäude ZimmerNr.2O abzugeben, woselbst die Liese- rungs-Bedingungen eingesehen werden können. Gießen, den 17. Febr. 1903. Der Provinzial - Ausschuß der Provinz Oberhessen. Dr. Brei dert. 1602 Kn Zur 1684 fcäe ■Ä Fastnachtsbäckerei empfehlen; KäieiiisL blülniraelilÖ v. pta. 17 pfg. MW 5 Pfti. ä 16 pfg. r^j 10 Pfd. ä 15 Pfg. Gar. reines Sehweineselimalz IUM p. Pfd. 64 Pfg. ; Eä. 62 Pfg. isohlagenes äböi AD Ute Qualität antmehl MM .-Säckchen W . 4,25. tello“ M Btriln B str. 27. ienplatz 12.9^« Y •5*' Y.I W •Se •Se Gießen, den 19. Februar 1903. 0789 UM m Die glückliche Geburt eines kräftigen Junge« beehren sich unzuzeigen A. ZV Siegmund Jacob und Frau | Emilie» geb. Levi. ßilnr^chlklvkiki» für Glcheu u. zirng. Versammlung Sonntag den 22. Februar, nachm. 3 Uhr präciS bei Bauer. 1683 Tages-Ordnung ist durch die w23ieiie* bekannt. Wieseck, den 20. Februar 1903. Für den Vorstand: Döll. Woynungs-Wcchscl. Von heute ab wohne ich in dem von mir angekauften Hause Löbershos Nr. 8 worauf ich meine verehrte Kundschaft hiermtt höflichst aufmerksam mache. 1608 Emil Noll, _______Dachdecker meister._______ Grosser Maskenball Fastnachtsdienstag. Abends 7 Uhr im Caft Leib. Große 1606 Gruppenaussührungtn • Herrenkarten 60 Pfg. Damenkarten 40 Pfg. FecMverband Giessen-Labr. Cssitentia. sWohlthätigkeits-Verein). Sonntag den 22. ds. Ms. abends 71/, Uhr beginnend: Kappensitzung mit urffdelem Programm »uf dar Schönen Aussicht. 1 Wohnhaus mit Vor- u. Hintergarten, Grün- bcrgerftr. gelegen, zu verlausen. Oss, unt. Nr. 15^6 an die Exped. 0783] Viu Dett zu verkauien Neuen Baue 20. lölmnento^l, Sissenkohl, Spinat, Hnpflnlnt, Minka »!>!> gclifalit ÄS SK gen frtid) ein. 0786 3. Klingelhöfer, Wettergasse 5. Kartoffeln. Vr. Speisekartoffelu, magnum bonum, aelbe Rose, PaulS Juli, gelbe Mäuschen re. empfiehlt ~u,0ft J. Weisei, 1606 Telephon 235. Sonnenilratze 6. 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