Eerale 'sSr ■KÄ ‘"trbe Ä^'ben. SZÄ ■Ä;ä ““fe- "®Ä"a ,ftcSitanmntlä. sts. -'M ÄS h Gesell, ^ ^nten Merung 7?^» ^rde gewesen, *Qn^u]arcn gemach Wre last alle vet- '^-EtatZ wird morgen 2m braunschweigischen Debatte der Antrag des gische Regierung möge mstruiren, daß er seine ssung der Jesuiten nen. les von gUeinmgen. leutigen silbernen hoch- n Sachsen-Meiningen, der Familie des Prinzen ) und zu weicher zahl- >, haben viele Hauser ag beglückwünschte Prinz en Herrschaften, woraus /, Uhr überbrachte Prinz r'iiches Biumen-Arrange- ler (Satte der Prinzessin Von 11 Uhr ab sanden zahlreiche Blumenspenden ourden. Ter Prinz und izlich-meiningischen Herr itäfte folgten heute nach- e nach der Billa de? im Schloß eine Theater« iter der Prinz und die >prinzen und der Erb- l den anwesenden Hürsr- n Gästen an der Jrsitasrl !lb dm & t »■ rf* »eiten dm.NW Programms sur $ Itepel «i, die Mn°h- ttifi bei der turkychen > Jber Worte Hflärtw Uf die Dauer auch slrm aaedesmacedonl irkischer NSs SS h m u Kei einem z-r Aa« sKe-tz- it b» r#‘c,6* ^>rAr „ AU»* ,d P'elS . Sclw|str' A„lCkereL 5 d-s »«"' ---- L'^tt» »« ein" -hmiguns 91 iter ®ent^ ®n ®«te «t»95Jl'90tunbe li-gb 91 r. 43 brftes Blatt. 153. Jahrgang Freitag 20. Februar 1903 • rKDetet täglich auuei Sonntag« t>em «Lietzener '21 ryeign werden tin Wechiel mit den. hessischen Landwirt die Siebener Zamilten- blätter viermal in der Woche beigelegt. Slotaiioiiflbrud u. Verlag de, v r ü d l'schen Univers.-Buch- u.Stein» 6tudeieH'Uietld)6tben) fteöafnon, ttfoeöition und Druderen Lchutstrabe 7. vd,esie tüi Deveicheni «nzetger «legen. gfrnlptrd)an1diln6'Jk 51 SietzenerAnzeiger rjr General-Anzeiger w Amts- und Anzetgeblatt für den Kreis Gießen yezagdpeetOi monatlich 7b Pirole net* inbrhd) 'ill 2.20, du«ch vlbbole- u. Hioeigftellen monatlich to PI.. durch die Post Mk 2.— viertel- lobrl auolcbl BelteUg. Annahme von Snzetgea iür die iageenuinniet dl« oormutagS 10 Ubt, ßeilenpui« total 121h, a«r»iväiia tv t'lg. Cecani weltlich: für den polu u allqeny xeil V W1111o »üt .Stadt und l'antr und tLerichtssaal' 6 u ct Plato, Iür den An- tetqenlfil t>an« Bed. Babel und Bibel. Ein Handschreiben Seiner Majestät Kaiser Wilhelms des Zweiten an das Vorstandsmitglied der Deutschen Orientgesellschaft, Admiral Hollmann.*) 15. Februar 1903. Mein lieber Hollmann! Mein Telegramm an Sie wird Ihnen die Zweifel behoben hoben, welche Sie bezüglich des Schlußpassus des Vortrages noch gehegt haben. Es ist vollkommen klar to.t den Zuhörern verstanden worden und mußte daher so bleiben, äd ist mir aber sehr lieb, daß durch Ihre Anfrage diese Materie des zweiten Vortrags nochmal angeschnitten ward, und ich ergreife gerne diese Gelegenheit, nach Durchlesen des Abzuges nochmals meine Stellung ganz klar zu präzisieren. Während einer Abendgesellschaft bei uns hatte Prozessor Delitzsch Gelegenheit, mit Ihrer Majestät der Kaiserin und General-Superintendent Tryander eingehend mehrere Stunden zu konferieren und zu debattieren, wobei ich mich zuhörend und passiv verhielt. Er verliest dabei leider den Standpunkt des strengen Historikers und Assnriologen und geriet in theologisch-religiöse Schlüsse und Hypothesen hinein, welche doch recht nebelhaft oder gewagt waren. Als er aber auf das neue Testament kam, wurde es bald llar, daß er bezüglich der Person unseres Heilandes so ganz abweichende Anschauungen entwickelte, daß ich ihm darin nicht nur nicht folgen konnte, sondern einen meinem Standpunkte diametral entgegengesetzten konstatieren mußte. Er erkennt die Gollhell Christi nicht an, und daher soll als Rückschluß auf das alte Testament dieses feine Offenbarung auf denselben als Messias enthalten. Hier hört der Assy- riologe und forschende Geschichtsschreiber auf und der Theologe mit allen seinen Licht- und Schattenseiten setzt ein. Aus diesem Gebiet kann ich nur dringend ihm raten, nur sehr vorsichtig Schritt vor Schritt zu gehen und jedenfalls seine Thesen nur in theologischen Schriften und im Kreise seiner Kollegen zu ventilieren, uns Laien aber, und vor allem die Orientgesellschaft, damit zu verschonen; vor deren Forum gehört das alles nicht. Wir graben aus und lesen, was wir finden, eqnb geben das heraus zum Wohl der Wissenschaft und Geschichte, aber nicht um Religions-Hypothesen eines unter vielen Gelehrten begründen oder verfechten zu helfen. Es ist eben bei Delitzsch, der Theologe mit dem Historiker auf und davon gegangen, und dient der Letztere nur noch als Folie für den Ersteren. Ich finde es schade, daß Delitzsch nicht bei seinem ursprünglichen Programm geblieben ist, welches er im vorigen Jahr entwickelte: Nämlich auf Grund der Funde unserer Gesellschaft nach wissenschaftlich erprobter Uebersetzung der Inschriften zu vergleichen, inwiefern dieselben eine Illustration zu der Chronik des Volkes Israel enthalten, d. h. Aufklärung über geschichtliche Ereignisse, Sitten und Gebräuche, Ueberlieferungen, Politik, Gesetzgebung usw. Mit anderen Worten, inwiefern die unleugbar mächtige und hochentwickelte babylonische Kultur in Wechselbeziehung zu den Israeliten stand, auf sie einwirken konnte, ja sogar ihnen einen Stempel aufdrücken mochte. Und dadurch eine gewisse Ehrenrettung — vom rein menschlichen Standpunkte aus — für die im allen Testament gewiß recht kraß, scheußlich und einseitig dargestellten Babylonier zu erwirken. Das war feine ursprüngliche Absicht — wie ich sie wenigstens ausfaßte — und ein sehr reichhaltiges und uns allen interessam.es Gebiet, dessen Durchforschung, Erhellung und Erklärung uns Laien im höchsten Maste interessieren muß und ihm zu höchstem Dank verpflichtet. Aber dabei mußte er nun auch bleiben. Er hat aber leider im Feuereifer das Ziel Über- schossen. Wie nicht anders zu erwarten, haben die Grabungen Mitteilungen zu tage gefördert, welche auch auf das religiöse Gebiet im alren Testament Beziehung haben. Das Faktum hätte er rubrizieren müssen und Coinzidenzen — wo solche vorkamen — hervorhcben und erläutern können, aber alle rein religiösen Schlüsse dem Zuhörer selbst zu ziehen überlassen müssen. So wäre seinem Vortrag Interesse und Wohlwollen des Laien-PubllkumS voll erhalten worden. Das hat er leider nicht getan. Er hat in sehr polemischer Weise sich an die Ofsenbarungsfrage herangemacht und dieselbe mehr oder minder verneint bczw auf historisch rein menschliche Dinge zurückführen zu können vermeint. Das war ein schwerer Fehler. Denn er tastete damit manchem seiner .Hörer an sein Innerstes und Heiligstes. Und ob bcrechttgt oder unberechtigt — das ist hier für den Augenblick ganz einerlei, da es sich nicht um eine pure wissenschaftliche Versammlung von Theologen, sondern um Laien aller Stände und Geschlechter handelte — hat er manchem Lieblingsvorstellungen oder gar Gebilde umge- stosten oder angerempelt, mit welchen diese Leute heilige und teure Begriffe verbinden, und ihnen unzweifelhaft das Fundament ihres Glaubens erschüttert, wenn nicht entzogen. Eine Tat, an die nur ein gewaltiges Genie sich heranwagen dürfte, zu der aber das bloße Studium der Assyriologie noch nicht berechtigt. Goethe behandelt diese Angelegenheit auch einmal, indem er ausdrücklich darauf aufmerksam macht, man müsse sich vorsehen, bei einem großen allgemeinen Publikum ainq. nur „Terminologiepagoden" entzwei zu machen. Es ist dem vortrefflichen Professor in seinem Eifer der Grundfatz etwas entgangen, daß es gar sehr wichtig ist, genau zu unterscheiden zwischen dem, was angemessen ist, dem Ort, Publikum re., und was nicht. Als Theologe von Fach kann er für seinen Kollegenkreis Thesen, Hypothesen und Theorien sowie Ucberzeu- *) Grenzboten I 1903. — Vgl. unser heutiges Parlamentsblatt. gungen aussprechen in Fachschriften, welche nicht angängig auszusprechen sein würden in einem populären Dorttag oder Buch. Ich möchte nun noch einmal auf meinen persönlichen Stundpunkt bezüglich der Offenbarungs-Lehre oder Anschauung rurückkommen, wie ich Ihnen, mein lieber Hvll- mann, und anderen Herren auch des öfteren schon auseinandergesetzt habe. Ji) unterscheide zwei verschiedene Arten der Offenbarung: eine fortlaufende, gewissermaßen historische, uno eine rein religiöse auf die spätere Erscheinung des Messias vorbereitende Offenbarung. Zur ersten ist zu sagen: Es ist für mich keinem, auch nicht dem leisesten Zweifel unterworfen, daß Gott sich immerdar in Seinem von Ihm geschaffenen Menschengeschlecht andauernd offenbart. Er hat dem Menschen „Seinen Odem eingeblasen", d. h. ein Stück von sich selbst, eine Seele gegeben. Mit Vaterliebe und Interesse verfolgt er die Entwicklung des Menschengeschlechts; um es weiter iu führen und zu fördern, „offenbart" er sich bald in diesem oder jenem großen Meisen, oder Priester ober König, sei es bei den Heiden, puben oder Christen. Ham- murabi war einer, Moses, Abraham, Homer, Karl der Große, Luther, Shakespeare, Goethe, Kant, Kaiser Wilhelm der Große. — Die hat Er ausgesucht und Seiner Gnade gewürdigt, für ihre Völker auf dem geistigen wie physischen Gebiet nach Seinem Willen Herrliches, Unvergängliches zu leisten. Wie oft hat mein Großvater dieses nicht ausdrücklich betont, er sei ein Instrument nur in des Herrn Hand. Tie Werke der großen Geister sind von Gott den Völkern geschenkt, damit sie an ihnen sich fortbilden, weiterfühlen können durch das Verworrene des noch Unerforschten hie- nieden. Gewiß hat Gott der Stellung und Kulturstufe der Völker entsprechend den verschiedenen sich verschieben „ge- offenbart", und tut das auch noch heute. Denn so wie wir am meisten durch die Größe und Gewalt der herrlichen Natur der Schöpfung überwältigt werden, wenn wir sie betrachten, und über die in ihr offenbarte Größe Gottes bei ihrer Betrachtung staunen, ebenso sicherlich können wir bei jedem wahrhaft Großen und Herrlichen, was ein Mensch ober ein Volk tut, bie Herrlichkeit ber Offenbarung Gottes barinnen mit Dank berounbetnb erkennen. Er wirkt unmittelbar auf und unter uns ein! Die zweite Art der Offenbarung, die mehr religiöse, ist bie, welche zur Erscheinung bes Herrn führt. Von Abraham an wird sie eingeleitet, langsam aber vorausschauend, all- weise und allwissend, denn bie Menschheit war sonst verloren. Unb nun beginnt ba§ staunenswerteste Wirken, Gottes Offenbarung. Der Stamm Abrahams und dos sich daraus entwickelnde Volk betrachten als Heiligstes mit eiserner Konsequenz den Glauben an einen Gott. Sie müssen ihn hegen und pflegen. — In der egyptischen Gefangenschaft zersplittert, werden die zerteilten Stücke von Moses zum zweiten Male zusammcngeschweißt, immer noch bestrebt, ihren „Monotheismus" festzuhalten. Es ist das direkte Eingreifen Gottes, das dieses Volk Wiedererstehen läßt. Und so geht es weiter durch die Jahrhunderte, bis der Messias, ber burch bie Propheten unb Psalmisten verkündet und angezeigt wird, endlich erscheint. Die größte Offenbarung Gottes in der Welt! Denn Er erschien im Sohne selbst; Christus ist Gott; Gott in menschlicher Gestalt. Er erlöste uns, Er feuert uns an, es lockt uns iljm zu folgen, wir ühlen sein Feuer in uns brennen, sein Mitleid uns stärken, eine Unzufriedenheit uns vernichten, aber auch seine Für- prache uns retten. Siegesgewiß, allein auf Sein Wort bauend, gehen wir durch Arbeit, Hohn, Jammer, Elend und Tod, denn wir haben in Ihm Gottes offenbartes Wort und er lügt niemals. Das ist meine Ansicht über diese Frage. Das Wort ist insbesondere für uns Evangelische Alles durch Luther geworden, und als guter Theologe mußte doch Delitzsch nicht vergessen, daß unser großer Luther uns singen uno glauben gelehrt: „Tas Wort sie sollen lassen stahn!" Es versteht sich für mich von selbst, daß das albe Testament eine große Anzahl von Abschnitten enthält, welche rein menschlich historischer Natur find und nicht „Gottes ge- offcnbartes Wort". Es sind rein historische Schilderungen von Vorgängen aller Art, welche sich in dem Leben oes Volkes Israel auf politischem, religiösem, sittlichem unb geistigem Gebiet bes Voltes vollziehen. Wie z. B. der Akt der Gesetzgebung am Sinai nur symbolisch als von Gott inspiriert angesehen werden kann, als Moses zu einer Auffrischung vielleicht altbekannter Gesetzesparag.aphen (möglicherweise dem Kodex HammurabiS entstammend) greifen mußte, um das in feiner Zusammensetzung lockere und wenig widerstandsfähige Gefüge seines Volkes zusammen- zusassen und zu binden. Hier kann der Historiker aus Sinn oder Wortlaut vielleicht einen Zusammenhang mit den Gesetzen Hornrnurabis, des Freundes Abrahams, konsttuieren, der logisch vielleicht richtig wäre; das würde aber niemals der Tatsache Einttag tun, daß Gott Moses dazu angeregt unb insofern sich bem Volke Israel geoffenbarr hat. — Daher ist es meine Auffassung, daß unser guter Professor hinfürber lieber bie Religion als solche bei feinen Vorträgen in unserer Gesellschaft anzusühren und zu behandeln oermeibet Dagegen was die Religion, Sitten rc. der Babylonier rc. in Beziehung zum alten Testament bringt, ruhig schildern möge. Für mich ergibt sich daraus die nacy- ftehende Schlußfolgerung: a) Ich glaube an Emen, Einigen Gott. b) Wir Menschen brauchen, um ihn zu lehren, eine Form, zumal für unsere Kinder. c) Diese Form ist bisyer das alte Testament in seiner jetzigen Überlieferung gewesen. Diese Form wird unter ber Forstung unb ben Inschriften unb Grabungen sich cn. schieden wesentlich ä..bem; bas schabtt nickfts, auch baß dadurch viel vom Nimbus des ans- -wählten Volks verloren geht, schabet nichts. Der Kern unb Inhalt bleibt immer berselbe, Gott unb Sein Wirken! Nie war Religion ein Ergebnis ber Wissenschost, fonbern ein Ausfluß bes Herzens unb Seins bes Menschen aus seinem Verkehr mit Gott. Mit herzlichstem Dank unb vielen Grüßen stets Ihr treuer Freunb gcz.: Wilhelm. P. S. Sie können von biefen Zeilen uen ausgiebigsten Gebrauch machen, wer will, kann sie lesen. e • • Es ist allbekannt, baß sich an ben Vvrttag, ben Professor Delitzsch über bie Resultate ber Ausgrabungen in Babylon unb Ninive unter dem Titel „Babel uno Bibel" im Januar vorigen Jahres in Berlin gc hall en hat, eine ziemlich llbhaftc wissenschaftliche Debatte knüpfte. Zahlreiche Broschüren sind im Laufe des letzten Jahres erschienen, die fast alle Stellung gegen die Delitzsch en Hypothesen nahmen. Ein weiterer Vortrag, ben Professor Delitzscy im Januar bieses Jahres unter bemfclbcn Titel gehalten hat, und der bie frühere Hypothese noch weiter ausbaute, hat wiederum zu lebhaften Debatten Anlcyß gegeben. Ter Vortrag gipfelte darin, daß der Hauptinhalt bur mosaischen Gesetzgebung auf dem Gesetzbuche des bebylonischen Königs Hamurabi beruhe. Es wurde seinerzeit gemeldet, Kaiser Wilh lm habe sich nach dem Vorttage l.bh^ft nut Pr7L 9" 711 Februar 1903 gj SE. WSW S. Ä5tetco o!0ttrsrlre 2Ö£oi>ad)tnngcii der Station (Nietzen. 3,8 4,1 3,9 daß auch unter der großen Mehrheit Unzufriedenheit über diese Dinge herrsche. Abg. v. Brentano polemisiert gegen Ulrich. Daß sich dieser sehr hoch einschätze, wisse er schon längst, aber daß er sich so hoch einschätze, daß er selbst mit dem Minister nicht tauschen wolle, habe er doch nicht geglaubt. (Heiterkeit.) Nach einigen Bemerkungen der 2lbgg- L- chlenger, Dr. Heidenreich und Hirschel wesst Abg. Ulrich die Behauptung zurück, daß er das Dort „rüpelhafter Standpunkt" gebraucht habe. Als sich der Redner dann in sehr gereiztem Tone persönlich gegen die Abgg. Iontz und v. Brentano wendet und eingehend die von ihm veranlaßte Spektakel szene im Reichstag bespricht, wird er vom Präsidenten erst zur Sache und bald daraus sehr energisch zur Ord- n uit g gerufen. Ter Redner wird aber immer gereizter und polemisiert weiter: Wie viel Einkommen haben denn gewisse Weinhändler, wie steht es denn mit dem Einkommen gewisser Rechtsanwälte, nun wollen wir einmal ansehen, wie viel denn die Bischöfe beziehen :e., bis wieder allgemeiner Lärm und die Glocke des Präsidenten ertönt, woraus sich der Redner in großer Erregung auf seinen Sessel zurück am 18.—19. , 18.—19. Februar 4- 5,9 C. „ - 6£* C. Gänse!« berpewrete, Trüffeln, Hammer, .'■»yonnais*», Rhein salm. Wildpret, prumpoddieg ahnl schervr verdeeheke S^Wicn d>e aber der eehwÄche *• flauen beTlant rvrt? S"t, wmi er nach Tisch regehnässic ntn fillfeche« .,«»**<**•* von l>T. W• Knecht Co. in Friwnkfnrc ru H. zu mcu n mm'. MAntiH iht nämlich ein ärztlich oncrK.ar.nter, ausgezr- chnrfer Sagen bilter von vorzü< liebem Geschmack, der die Verdauung in hohem Maasso fördert und erloiChte f. .Wollen Sie g«t verdauen — trinken Sie Santi« I“ Probeflasche Mk. i.—, "rosse Flasche Mk. 2,50. Uuoerull erhältl ch Vertreter: Ch. "Ludwig Thomas, Babnhofetr. 37. 525 1 Sonnenschein 1 Heller Hmunel 1 , o c E 760,8 4-5,6 i: 759,4 0,0 • 758,2 i —1,6 wirft. Abg. Gras Oriola (ntl.): Ich hätte mich nicht zum Worte gemeldet, nachdem aber der Abg. Ulrich hier so ge sprechen hat, fühle ich mich doch veranlaßt, auch meinerseits ein paar Worte zu sagen. ES wuiidert mich doch, daß Abg. Ulrich, der immer derjenige ist, welcher hier von Gleichberechtigung spricht, daß gerade der mit einer der artigen Herabsetzung von unserem Bauernstände gesprochen hat. Dagegen muß entschieden protestiert werdem Es entspricht doch am allerwenigsten dem Standpunkt eines Mannes, der immer für die minderbesitzenden Klassen einzutreten vorgiebt, daß der einen großen Teil derselben so herabsetzt und wegwerfend von einem „Bauernstano punkt" oder gar „rüpelhaften Baucrnstandpunkt" spricht. (Sehr wahr!) Herr Ulrich befindet sich heute in einer Si tuation, die ihm nicht recht angenehnr ist. (Heiterkeit. Cs ist ihm hcuie von den verschiedensten Setten des Hauses die entschiedenste Mißbilligung ausg.chrochen worden. Uno die Ursache seines Austritts ist doch das hohe Maß von Selbstschätzung, mit dem sich der S^rr bemißt. (Zustim mung.) Es gehört nicht in eine parlamentarische Verhandlung, wenn ein Abgeordneter hier die Privatstellung und die Vermögensverhältnisse einzelner Mitglieder kritisiert, und damit draußen in der Bevölkerung eine ungünstige Stimmung schaffen will. Abg. Ulrich hat auch behauptet, die Mehrheit des Reichstags habe ein Attentat aus den Reichstag und seine Geschäftsordnung ausgeübt, — das muß ich auf das allereniscknedenste bestreiten. Wenn die Reichstagsmehrheit sich bewogen fand, auf den Antrag Kardorff zu kommen und eine Aenderung der Geschäfts ordnung vorzunehmen, so waren einzig und allein die Freunde des Abg. Ulrich daran schuld und nicht zum Wenigsten auch dieser Herr selbst, der sich im Reichstag nur sehen läßt, wenn wir erstaunt darüber sein sollen, daß er sich in seinen Gefühlen nicht beherrsck-cn kann. (Ruf: Sehr gut!) Als ich den Abg. Ulrich im Reichstag so mit dem Arm in der Luft Herumfackeln sah, in einer Auf regung, die ich mir bei einem ^bgcordnecen kaum erklären konnte, da hatte ich nur ein Gefühl: Ich sagte, ich bin Hesse und Herr Ulrich auch! EstutmirinderSeeleweh, daß es gerade ein Hesse sein mußte, der sich in solcherWeise im deutschen Reicystagzeigt.' (Lebh. Zustimmung und Widerspruch.) Abg. Tr. David legt Verwahrung dagegen ein, daß Abg. Gras Oriola es so darstetle, als hätte Abg. Ulrich den hejsischen Bauernstand herabsetzen wollen. Als Redner dann unter dem Lärm des Hauses noch den Gang der betr. Reichs tags Verhandlung näher schildert, wird er vom Präsidenten zweimal dringend ersucht, zur Sache zu sprechen. Redner bricht darauf seine Rede ab. Abg. v. Brentano meint, es bestehe darüber gar kein Zweifel, daß sich Herr Ulrich heute hier wieder recht gründlich „verhauen" habe. Er habe dann eine große Kanonade begonnen, um seinen Rückzug zu decken, was ihm aber nicht gelungen sei. Es stehe fest, daß Herr Ulrich den ganzen Bauernstand abfällig beurteilt habe. Wenn man in seiner „Offenbacher Abendzeitung" lese, wie Herr Ulrich in seinen Reden in den Versammlungen die Minister und alle anderen ganz fürchterlich heruntergeputzt hat, und wenn man dann die Haltung sehe, die der Herr hier im Hause beobachte, wenn er sagt, 12000 Mark Gehalt ist gar nichts für einen Minister, dann wisse man wirklich nicht, was man davon denken solle. Er verfolge eben die Absicht, daß alle von ihm sagen sollen: Seyv Ihr, der Ulrich ist doch überall der rechte Mann. Tas ist der Mann des Volkes, der hat immer Recht! (Heiter feit.) Abg. Ulrich verwahrt sich nochmals dagegen, daß er den hessischen Bauernstand herabgesetzt habe. Eine Ka nonade und einen Rückzug habe er nicht angestellt. Abg. Bähr erklärt, daß er den Ausführungen der Abgg. Graf Oriola und v. Brentano vollständig zustimme. Die Sozialdemokraten befanden sich heute wirklich in einer höchst mißlichen Lage. Redner bedauert noch, daß in der Dienstwohnungsfrage kein Antrag im Sinne Häusels gestellt sei. Die Debatte ist damit erledigt. Schluß der Sitzung gegen 2 Uhr. Nächste Sitzung: Frei- tag früh 9 Uhr. vorzunehmen. Abg. Noack (freis.) meint, die Antwort der Regierung sei eine Folge der früheren Haltung der Kammernuhrheit, die nicht an dem Besoldungsgesetz gerüttelt haben wollte. Er könne sehr wohl verstehen, wenn sich die Regierung jetzt nicht zu einer Aenderung im Sinne der Anfrage Häusel bereit erklären wolle. Abg. Sensfelder (Bauernbund) führt aus, durch die Ausführung der Vorschläge Häusels werde der Zuzug nach den Städten wieder ein größerer werden, weil dann die Beamten noch mehr vom Lande wegzukommen sich bestreben würden. Die Wohnungen würden oft auch zu groß angelegt, wodurch ihren Inhabern viele Kosten für die Ausstattung entständen. Man habe bei der Besoldungsordnung mehr von oben herab und nicht von unten herauf festgesetzt. Abg. Hirschel (Antisemit) grebt namens seiner Freunde die Erklärung ab, daß sie mit der Antwort der Regierung nicht zufrieden seien. In den großen Städten müßten die Beamten wirklich oft 30 bis 35 Prozent für Wohnungsmiete ausgeben, und da sei der jetzige Satz von 5 6is 10 Prozent Wohnungsentschädiaung vom Gehalt entschieden zu gering. Der Antragsteller verlange ja nicht, daß man den Beamten 5 Prozent der Baukosten als Miete anrechnen solle, aber eine ausgleichende Gerechtigkeit müsse herbeigeführt werden. Es dür,e nicht länger angehen, daß wir für diese Wohnungen so enorme Summen aus der Staatskasse zuschießen, in diesem Jahre z. B. 54000 Mk. Bevor keine Aenderung in dieser Hinsicht einträte, sei er dafür, daß in Zukunft keinerlei weitere Gelder für den Bau von Beamtenwohnungen bewilligt werden. Abg. Schill (natl.) giebt eine längere interessante Berechnung über die Dienstwohnungen der Beamten und die Wirkung des Vorschlages Häusel. Wenn ein Beamter mit 4000 Mk. Gehalt für eine herrliche Wohnung, deren ortsüblicher Mietspreis mindestens 600 Mk. betrügt, nach dem Besoldungsgesetz nur 300 Mk. zu zahlen habe, so sei das den Verhältnissen nicht entsprecheno. Rach dem vom Abg. Häusel gemachten .Vorschlag würde sich der Mietspreis für diese Wohnung um 20 Proz. ermäßigen, also auf 490 Mk., und er meine, daß diesen Preis ein höherer Beamter, z. B. ein Oberamtsrichter, gern zahlen könne. Man habe jüngst ein Beamtengebäude in Osthofen errichtet, das 80 000 Wik. koste; andere Leute meinen, man hätte an dem Dau 20000 Mark sparen können. Es sehe ja sehr schön aus, und werde das „Osthofener Schlößchen" genannt, aber es fei charakteristisch, daß ein großes Schulgebäude mit vier Sälen und vielen Zimmern auch nicht mehr gekostet habe. Das „Schlößchen" sei zudem im Innern sehr unpraktisch eingerichtet. Finanzminister Dr. Gnauth führt aus: Es liege in dem Gedanken des Abg. Häusel etwas Bestechendes, auch für ihn als Finanzminister. Er könne sich aber trotzdem nicht damit befreunden, und sei in feiner entgegengesetzten Auffassung noch durch die Ausführungen der Abgg. Hirsche! und Schill bestärkt worden. Es gebe zut.zeit im ganzen Lande 647 Dienstwohnungen, wovon mehr ais die Hälfte, nämlic 343, auf Wohnungen für Beamte mit weniger ais 2000 Mr Gehalt entfallen; auf Beamte mit über 2000 Mk. kämen nur 286 Wohnungen. Seit dem Inkrafttreten des Besoldungsgesetzes, dem 1. April 1897, hätten sich die Tienstwohnungen um 3—1 Prozent jährlich vermehrt, es bestanden damals 545 solcher Wohnungen. Das fei doch feine so starke Vermehrung, wie man vielfach annchme. Nach der Besoldungsordnung würden den kleinen Beamten 3—5 Prozent, den nur nfc^ch hervorheben, daß von den bisherigen Rednern die in der Antwort der Regierung für ihren ablehnenden Standpunkt angeführten Gründe nicht widerlegt worden eien. , , c Abg. Brauer führt aus: Wenn auch nach den Darlegungen des Finanzministers sich die Sache etwas anders darstelle, so werde er mit seinen Freunden doch für die Vorschläge Häusel eintreten. Wenn wir auch jetzt zunächst wirklich nur 4000 Mk. Mehreinnahme dadurch erzielen, und erst in 20 Jahren 90- bis 100 000 ML, fk> sollten wir doch diesen Weg beschreiten. Wir werden auch wohl nach 20 Jahren eine solche Mehreinnahme gut gebrauchen können! Iustizminister Dr. Dittmar legt dar, daß nach Art. 17 des Besoldungsgesetzes das Anrecht der Beamten auf eine Dienstwohnung geregelt sei. Daraus erwachse doch auch für die betreffenden Beamten eine gewisse Pflicht. Man könne doch nicht einfach kommen und sagen, wir bewilligen jetzt so lange keine Mittel mehr, bis nicht diese Frage anderweitig geregelt sei. Man müsse doch der Regierung vor allen Dingen Zeit lassen, sich mit der ganzen Frage noch einmal eingehend zu beschäftigen. Cs befänden sich unter den 154 Wohnungen für Justizbeamte etwa 50 Wohnungen für Gefangenenwärter, die doch nicht gut wo anders wohnen könnten. Daß jetzt nur eine kleine Zahl von Beamten eine Dienstwohnung habe, während die Mehrzahl diese Vergünstigung nicht besitze, sei ja richtig, aber wenn man hier wirklich eine „ausgleichende Gerechtigkeit" schaffen wolle, dann werde nichts weiter übrig bleiben, als den Beamten ohne Dienstwohnung ein gewisses Wohnungsgeld zu gewähren. Wenn Abg. Molthan meine, die Mehrzahl der Beamten würde sich freuen, wenn >ie Wohnungsenischädigungen erhöht würden, so könne er ich das nicht gut vorstellen. morden, und es liege deshalb kein Grund vor für die Ergreifung einer solch radikalen, seitens der Regierung ihren Beamten gegenüber keineswegs zu Rechtfertigenden Maßregel, wie die der angeregten Verschlechterung der Einrommensverhältnisse eint, großen Zahl von Beamten durch Erhöhung der betreffenden Wert- anschläge für Dienstwohnungen. Abg. Häusel (ntl.) legt als Fragesteller noch einmal die wesentlichsten Gründe dar, die ihn und seine Freunde zu der Anfrage veranlaßt haben. Sie wurde angeregt durch die Erkenntnis, daß der Aufwand für die Wohnungen der Beamten der von ihnen gezahlten Mietsentsck)ädiaung in keiner Weise entspricht. Nach den angestellten Berechnungen könnte bei einer gerechteren Feststellung der Wohnungsentschädigung im Etat ein Mehr von 90—100 000 Mk. erzielt werden, und es sei ein Gebot aus gleichend er Gerechtigkeit, nicht eine Anzahl Beamte vor den übrigen, die nicht in der glücklichen Lage seien, eine Dienstwohnung zu besitzen, vor der Mehrheit der übrigen Beamten zu bevorzugen. Vielleicht empfehle es sich in Zukunft etwa in der Weise zu verfahren, daß man bei der Abschätzung der Dienstwohnungen Den ortsüblichen Mietspreis zu Grunde lege und davon 20 Prozent in Abzug bringe. Abg. Molthan (Zenlr.) erklärt, er und seine Freunde /eilten nicht nur die Anschauungen des Abg. Hansel, sondern jie würden auch die praktischen Konsequenzen aus denselben zu tragen bereit fein. Auch der Finanzausschuß habe sich in seiner Mehrheit zu Gunsten dieser Anschauung ausgesprochen und deshalb den Beschluß gefaßt, die Bewilligung von weiteren Neubauten für Beamtenwohnungeu auszufetzen. Die Regierung scheine anzunehmen, daß eine Aenderung der bestehenden Verhältnisse unter den Beamten große Unzufriedenheit erregen würde, aber die große Anzahl von Beamten, die nicht die Wohltat einer so billigen Dienstwohnung genössen, seien noch viel unzufriedener, weil sie nicht im glücklichen Besitz einer solchen wären. Da fei es nun ein Akt ausgleichender Gerechtigkeit, wenn im Sinne des Abg. Häufel eine billige Aenderung getroffen werde. Menn ein Oberförster, der eine Wohnung im Werte von 900—1000 Mk. bewohnt und dafür nur 300 Mk. Mietsent- schädigung zahlt, so fei das eine Bevorzugung vor den übrigen Beamten ohne Dienstwohnung, und er müsse bedauern, daß sich die Regierung trotz der von der überwiegenden Mehrheit des Hauses geteilten Ansicht des Abg. Häusel auf einen absolut ablehnenden Standpunkt stelle. Tas Haus werde sich dadurch in die Notwendigkeit versetzt sehen, entweder bie von der Regierung beantragten Neubauten von Beamtenwohnungeu well^yui abzulehiien oder an allen vor geschlagenen Neubauten erhebliche Abstriche Abg. Ulrich bemerkt, die eigentliche.Veranlassung zu ' der Anfrage liege an den Beamten selbst, die jetzt wieder eine Aenderung der Vesoldungsordnung begehrten, sie seien 1 es, die am meisten daran rüttelten. Wenn der Justiz- 1 minister sagte, man müsse den Ausgleich in der Richtung uchen, daß man ein allgemeines HZohuungsgeldzuschuß- ;esetz schaffen müsse, so würde man damit etwas herbei- ] führen, was durch das Besoldungsgesetz vermieden werden 1 ollte. Die einzige Möglichkeit wäre, bei neuen Beamten ' jedesmal eine Steigerung des Wohnungsgeldes eintreten zu lassen; das solle die Regierung im Auge behalten. Eine Aenderung des Besoldungsgesetzes herbeizuführen, müsse er ganz entschieden ablehnen. Er wolle nicht noch einmal den Sturm der Beamten erleben, wie bei der Beratung dieses Gesetzes. Da hätten ihn die Beamten bis zu den höchsten mit Gesuchen und Vorstellungen förmlich überlaufen. (!?) Den Vorwurf, es sei nur nach oben reguliert worden, müsse er entschieden zurück- weisen. Was er und seine Freunde in dieser Hinsicht getan, würden sie gern verantworten. (Zwischenrufe.) Auch den Vorwurf, daß er für die Erhöhung der Ministergehalle eingetreten sei, nehme er auf sich. Was hätten denn die hessischen Minister? Zwölftausend Märkelchen. (Große Heiterkeit und Ohoruse.) Was sollen sie denn damit an- angen? (Erneute Zwischenrufe.) Wie stehen dagegen unsere Bourgois und Großindustriellen? (Zurufe.) Ich möchte ür diesen Preis die Arbeit nicht übernehmen und Herr Molthan gewiß auch nicht. Auch der Abg. Köhler würde wohl mit dem Finanzminister nicht tauschen, wenn er sich einmal dazu verstehen würde, alte seine Einnahmen zu- sammenzustellen. Da würden die Herren wohl „Danke chön" sagen und lieber „Bauer" bleiben. Der kleine Neidhammelstandpunkt sei hier absolut nicht angebracht. Abg. Molthan wendet sich gegen den Vorredner, der sich den Anschein gab, als ob nur seine Partei für die Besserstellung der unteren Veamtenklassen eingetreten sei. Abg. Ulrich befinde sich heute auch im Widersprucy mit seiner Haltung im Finanzausschuß, wo er der einstimmig gefaßten Resolution auf Aussetzung der Genehmigung zu weiteren Neubauten bis zur generellen Regelung der Frage der Mietsentschädigung zugeftimmt habe. Reoner empfiehlt zum Schluß nochmals die Vorschläge Häusel. Es wird nunmehr eine kurze Pause gemacht und daraus die zum drillen Male auf die Tagesordnung gesetzte Wahl der beiden Sonderausschüsse vorgenommen. In den Ausschuß zur Berichterstattung über die Vorlage betr. die Land stände (Abänderung des Wahlrechts- wurden gewählt die Abgg. Reiichart, v. Brentano, Dr. Gulsleisch, Köhler, Weidner, Dr. David, Haas-Darmstadt, Dr. Heiden- reich und Schönberger. In den Sonderausschuß zur Berichterstattung über den Antrag der Abgg. Haas und 44 Genossen, betr. bie Revision der land ständisch en Ge- schäftsordnung wurden gewählt die Abgg. Dr. Schmitt, Reinhart, Schmalbach, Dr. Gutfletsch, Bähr, Schönberger, Haas-Darmstadt, Ulrich, Dr. David und Sa,langer. In der nun folgenden Debatte, über die Dienstwohnungen sprach zunächst Abg. Ioutz (fr. Vg.), der sich scharf gegen die Angriffe des Abg. Ulrich wanote. Es fei sehr unglücklich von diesem Herrn gewesen, daß er hier auf das Besoldungsgesetz zurüclkam. Dabei habe sich Ulrich königlicher als der König gezeigt. Man könnte gar feinen besseren Regierungsoertreter haben, als den Sozialdemokraten Ulrich. (Große Heiterkeit und „sehr richtig!") Der sei namenilich für die Gehaltsver- befferungen nach oben eingetreten, während Redner mit seinen Freunden vorzugsweise für eine Ausbesserung der unteren Beamleiigehäiter eüurat. Er müsse auch Protest einlegen gegen die Art und Weise, wie Herr Ulrich die Anschauungen der Parteien int Hause respektiert. Er habe von Dauernanschauungen, rüpelhaftem Standpunkt, Neid- hämmel 2C. gesprochen, das sei eine Art, wie sie der Herr ja im Reichstag beliebt, aber hier im Hause müssen wir dagegen Verwahrung einlegen. (Lebh. Zustimmung.) Auf Ulrichs Zwischenruf, daß er da§ nicht gesagt habe, bemerkt der Redner, es sei wohl möglich, daß Herr Ulrich gar nicht mehr wisse, was er gesagt habe; das habe er ja auch im Reichstag nachher nicht mehr gewußt (Großer Lärm bei den • Sozialdemokraten). Redner erklärt dann, daß er mit der ■ Haltung der Regierung in der Tienstwohnuiigssrage nicht einverstanden sei. Sie wirtschafte viel zu teuer. So habe sie eine Villa für 50000 Mk. von einem Verwandten von ihm gekauft und sie zur Dienstwohnung für einen Oberförster verwendet. Wenn man mit Unterhaltungskosten für ein solches Gebäude 6 Prozent nehme, so gebe das 3000 Mark. Und was zahle der Oberförster als WvhnungSent- schädigung? Nur 450 Mk. Einem Oberamtsrichter habe man eine Dienstwohnung von elf Zimmern gegeben. Was soll der bamit anfangen? Weshalb hat man die Wohnung nicht geteilt und bie eine Hälfte bem Amtsrichter gegeben? Da brauche man burchaus fein „Neidhammel" zu fein, aber man müsse doch Gerechtigkeit verlangen, und er könne deshalb nicht begreifen, daß die Regierung der Ansicht des Abg Häufel überhaupt entgegcntritt. Tatsache fei, daß für bie Beamten Wohnungen zu viel Geld audgegeben werbe und höheren Beamten 5—10 Prozent für bie Wohnung in Abzug gebracht. Er wisse nicht, weshalb das jetzt nicht richtig fein solle. Man bürfc bvch nicht als Kosten für die Dienstwohnungen alles das anrechnen, waS das ganze Gebäube koste, also auch die Bureau- und Diensträume. Jetzt betragen die Einnahmen an Enis!)äbigungcn für Dienstwohnungen 109 000 Mk.; der Vorschlag Häufel bezwecke, bie e Einnahme um etwa 90000 Mk. zu erhöhen, aber bas erst nach vielen Jahren; jetzt würde der wirkliche Effekt nur etwa 4000 Mk. betragen. Er halte es für feine Pflicht, auch daran zu erinnern, bah bie Dienstgebäude doch in erster Linie im Interesse des Publikums errichtet würden. Staatsminister Rothe bemcitr, er wolle mich der ein- Coursbericht von Joseph Igprz, B mkqeschäst, Gießen, Neiirnlniueil 41._____________ (Sourie vom 2 i 1 Courfe vom 'S Course vom ’S Courjc vom 2| Lourjc uom ® 1 । (Lourse vom -n 19.2.1 12. .2 T 19. 2. 12. 2. 19. 2. | 12.'2. 19./2. 12.2 . 19. 2. 12. 2. 1 19. 2. 12./2. 3'A 3 3 >A 3 4 3/4 4 3M 4 3M 3 3A 3A 3A 41/« 5 4 4 3 3'/. 5 42 4 4 4 4 3M 4 4 4 Staatspapiere. Seuilaje. D. ReichS.-Änl do. . . Preuß. ConsolS do. ... Badische. . . do..... Bayer St.-Obl. do. . . . Hess. St.-Obl. . do. . . do..... Württemberg. . Bremen v. 1899 pambg. v. 1899 Ausländische. BoSmer . . . Gr»kch. E.B. von 1890 . . . Äruch. Monop. Italiener Rente do. ... . Oriier.Silberrte Lester. Goldrte. Pöring. Staat. do..... iHum. am. Rte. Rumätt. d.1890 Gotd-Üinssc» v. 1880 . do..... Russen v. 1902 Serben v. 1895 Spanier. . . 102.90 93.10 1U2.9U 93.- 105.7u 101.25 105.80 101.80 105.70 101.30 91.30 1U1.40 101.— 101.80 42.80 45.75 103.40 101*80 103.40 51.70 32.75 99.40 101.20 101*20 78.60 108.- 93.25 1U2.80 93.20 105.70 101 30 lu5.9u 101.90 luö 80 101.40 91.30 101 40 luO.uü 102.10 42.75 45 80 104.— 101.40 103.40 102.10 51.40 32.50 99.5'j 87.6u 101.10 101’- 2z 1 1 1 4 4 3X 5 VA 4 VA •) 5 VA 5 3 3A 3A 3 >3 2“ 3H 3A 3 A 4 3A 3«, 4 37, 4 Türken Lit. B. do. „ C. do. „ D. Ung. Goldrente do. Siaatörente deSgl. . . Slrgrnt. v. 1887 do. Gold u.1888 do. äuß. v. Io97 Chile Gold.Änl. Chinejen. . . do..... bv..... Mexikaner Serie 1—4 . Mexicaner v. 99 do..... Provinz- und Städte-Anleihe. Oberl.rssen . . Siartenourger. Rhcinprvvinz . do. ... . Gießener. . . co..... Frankfurter. . Darmstadter . 00..... Mainzer. . . Offenbacher. . Wormier . . do..... Heidelberger Mannheimer . Bao Rauheimer Lissaboner . . 62.- 33.10 30.65 102.25 10'35 93.75 83.:0 76.60 94.- 105.30 101.— 93.20 39.40 101.30 26.30 100.— 10ö'- 10u.60 103.70 100*30 102 — 99 75 100.10 99 JO 100.- 103.80 99.30 82.10 62.- 33.- 30.55 102.20 100.20 94.- 92.50 83.60 76.3' 92.r.U 105.- 101.— 92.90 39.40 101.40 26.2< 100.50 100.50 100.6O 103.70 100*20 102.20 9 .'.50 99.90 99.50 103.50 99 30 100.- 103.60 99.30 81.60 4 6 «*/, 4 3V, 3xit 6*/4 S'/, 7 4 11 8 s 5 8s,4 14 20 10 8 10 10 Wiener 1902 . BuenoS-ülreS . bo..... 5fanderhrl. Anl. Solms-Braunf. do..... Ufend.-Lirstein. Vank-Aktien. Relchsbank . . Berg.-'l'iärkische Bant . . . Berliner Bank. Berliner Htlsg. Darinnädier Bk. Leuikche Bk. . D>sconto>Ges. . dresdner Bk. . Nalivnal>Bk. . Schastqir. Bkv.. Oest. Urcb.-'Att. Industrie -Aktien Mainz.Braucrei Farbiv. Höchst. do. GrieSbenn EleltrA'ahineher , Schildert „ Siemens u. Halske Maschf.Grie^ner do. »leyer . Böckum Bcrgw. Concordia „ Eschweiler „ 102.50 41.60 80 JO 100.60 98.— 98.90 154.— 93.20 161.80 142.10 21 ».60 198.50 150.30 120.- 122 20 218.70 279.— 354.60 223.50 92.50 101.50 131.25 185.20 186.50 185.40 271.— 219.— 102.3' 42.- 80.20 100.50 98.— 98.80 154.20 93*50 16-,3u 141.3' 21».7O 19&.5O 150.- 120.90 122 30 219.50 279.- 3a4 - 221.50 91.50 103.50 135.25 177.30 180.- 185.70 270.- 218.— 4 37, 4 31/, 37, 4 4 4 37, 37» 4 37, 4 4 37, Gelsilktrch.Brgw Harpener „ H'l>kr>i»a „ Vaura „ Härder , Z Ise , Phönix „ Hoesth Stahl . SchatkcrGruben Magdeburger Bcrgwert . . Buderus. . . Pfandbriefe. Franlf.Hhpotbk. Seru 14 bo. Serie 15 Frlf.Hhp.-Cred.. Berein 1905. do. 19o6. do. tilgbare Frh Landivljch. Hamburger Hh- pothrkeli.Bant Ser. 141-250 do. unlunovar bis 1910 do. Serie 4v bis 190. do. Serie301 b.S 310. Meining. Ser. 8 do. abg. . Preuß. Boden» Creou . . . Rhein Hypoth.» Bant 1907er do. 174.50 174.50 172.20 21930 11 .60 188.90 137.- 158.75 366- 112.50 103.50 101.30 97.70 101.40 97.- 97.- 98.40 —•— 100.9U 103.- 97.30 97.40 100.20 97.7o 101.80 102.60 98.60 130.90 172.75 171.8 218.hU 115.50 lrt7.7.> 133.3' 1.6.25 3d2.1O 11L- 103.2' 101.30 97.4' 100.- 101.4' 97.— 97.- i 8.90 1ÜO.90 103.- 96.60 37.- 103.— 97.50 101.90 103.- 98.30 4 S /, 4 4 1 1 1 5 ä 1 3 3 1 2‘w 2*/u> 1 37, 4 4 4 1 Preuü Lemrat» 1 Boden . । L>cildeukjcht. . do..... Preuß. Hqpolh.» Ätl »ol. abg.. Lisend.-priorit. chux-Bodeubach von 1891 . . Üiiliib. ftcnerfr Fran^ Zoieoa ua>a>an.r.ocrvg festere "Jioio» neiiualn 11. . do. Sudbaiin tllouibj do. ... . do..... Raab-Ordenbg. Ub|. . . . Rudolibahn. . Fkal. staarl. gar. E. B. . . . Üivornefer . . Sard. See. stfr. gar. . . . Gouhardbahn . K-irslüteiv fifr. gar- - Rust Südost 97 stir .... Warschau Wien stfr.. . . co. XI. 1911er '03.20 lu2.7O 93.- 100- 101.- h 2.80 101 9 1 >1.10 106 30 9o.70 66.— 74.'.0 101J>0 7' '.50 72.10 102.50 101.75 101.40 101 40 103.10 102.6u 97.70 100 30 100.51- 102.30 0'1.30 IU-J.6U 111.40 lu5.9O 92.80 u5.7u 79.30 101.2. 70.50 <2.20 101*70 100.8O 101.4L 101.4' l 5 3 1 1 7 4 4 3 Wiaoikawt 95 ueuerir. .‘illtilviUT . . Sa.on.-2 .onast Lose in piozenlen Bad. Lau. lou Bauer. Lh.r.loO (lotuacc * rain.« *|0ur. 1. . . do. 11 . . Eom-l.indener -.ubiider . . ■±.fu.gr pram. lou .. . Lfilttr v 16'M D. 1854 L idenb. Lh.r.4 Lurt. 400 ijo.ül chc Ut »lUd U. '4IU chiv.Lulr.2o Finn.dr.Lhir. Io liiai.aii0.ovs.45 00 or» 10 Ocfterr. fl. 100 von 1864. . Pappenh. fl. 7 luciiiinger fl. 7 Ungar. Staats fl. 100 . . Beneuaner 2.30 LZ 1 1 1 tS SEliS üHo gl ä? 8’1*1 l’l II § I?Ö S:C to c'l 1 ? ' 100.80 163.70 62.50 150 20 lul — 139*40 02 10 133.60 W641O ßuü 133.60 37.— 88^80 19^50 427.- 3 ILO 348.86 | 31.60 KM- md lliibliolpllcr|lciänuii9| der Stadt Kießcn. Aus den Waldungen der Stadt Gießen, 3—5 Km. von der Bahnstation entfernt und an chauffierte Abfuhrwege angrenzend, sollen Donnerstag den 5. März, vormittags 10V2 beginnend, im Laalc des Lenz'scheu Felsentetters zu Gießen, in der Nähe des Bahnhofes, versteigert werden: 53 Eichen-Stämme, Schnittholz, mit 51,15 Fstm. 64 „ „ Bauholz, , 40,91 , 384 , „ Schwellenholz, „ 223,89 „ 524 „ „ Grubenholz, „ 174,52 „ 228 Fichten-Stämme „ 82,22 , 155 Kiefern-Stämme ,, 98,49 „ Gegen Bürgschaft wird Zahlungsftist bis 1. Oktober 1903 gewährt. Gedruckte Verzeichnisse über die Dimensionen der zur Versteigerung kommenden Hölzer sind von der unterzeichneten Stelle gegen Erstattung der Drucktasten erhältlich. Wegen vorheriger Besichtigung des Holzes wende man sich an die Forslwarte Geisel-Gießen, Arft-Hochwarte bei Gießen, E. Brück-Rödgen bei Gießen und Lotz-Wieseck. Gießen, den 18. Februar 1903. 1634 tiHi'UiA'iouij.i 'vierer Gießen. Mecum. Kchen-ZOWWlljlkMW IM sicher Lradtwald. Donnerstag, den 26. Februar, vormittags 10 Uhr beginnend, sollen im Lichcr Stadtwald, Vorder- und Hinterwald, versteigert werden: 140 Stück Eichen-Schnittstämme von 36—60 cm mittlerem Durchmesser, 100 iuj, 3 Buchen-Stämme mit 2 fm, 2 Ulmen» und 2 Elsbeerstämme von 23—31 cm Durchmesser, l'/3 ftu Inhalt, 750 Flchten-Derbstangen mit 35 fm. Die Flchten-Derbstangen kommen von 1 Uhr an zur Versteigerung. Zusammenkunft aus der KreiSftraße Lich— Hattenrod am Waldeingang. Lich, den 18. Februar 1903. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. _______________Heller.__1651 Hesctzltche Acsellenpnftung deS Bezirks Litt). Die diesjährige gesetzliche Gesellenprüfung des Bezirks Lich findet im Monat April d. I. statt. An derselben können alle jungen Handwerker aus den Orten Holzheun, Grüningen, Dorfgill, Steinbach, Albach, Hattenrod, Ettingshausen, Ober- Bessingen, Lich, Inheiden, Rieder-Bessingen, Nonneiiroth, Langsdorf, Hungen, Langd, Rabertshausen, Steinheim, Trais- Horloss, Utphe, Obbornhofen, Bellersheim, Bettenhausen, Birklar, Muschenheim, Eberftadt, Ober-Hörgern teilnehmen, deren Lehrzeit spätestens am Schluß der Prüfung beendet ist. Anmeldungen zur Prüfung sind unter Benutzung des oorgeschriebenen Formulars (bei dem Unterzeichneten erhältlich) bis zum 1. April d. I. an den unterzeichneten Ausschuß zu richten. Die Prüfungsgebühr beträgt 3 Mk. und ist mit der Anmeldung an den Unterzeichneten einzusenden. Wir machen insbesondere darauf aufmerksam, dag die Unterlassung der Gesellenprüfung für das spätere Handiverk ganz empfindliche Hlachteile hat. Lich, den 7. Februar 1903. Der Prüfungs-Ausschuß des LrtSgewerbevereins Lich. L. Scherff, Vorsitzender. 1244 M- unii Mrnmmrlt, Äuchiegelki Aug. Gabriel jr., (diesen. 676 Stofiea-gabrUation. BaHnauschlüsse. Werke: 2tbendperu. Gaskoks. In der Stadwerordneten-Versammlung vom 22. d. M. wurde beschlossen, die am 10. Aprü d. I. sestgesetzlen Preise bis ans ivet- leres beiznbehalten, mit der einzigen Änsnahme, daß der Preis für Slußkols, Größe Str. 2 um 6 Piennig für den Zentner herabgesetzt wird, sodaß die Außkoks Nr. 1 und 2 jegt gleichen Preis haben. Die Koköpreise stellen sich hiernach roie folgt: Für den Zennier ab Derkaussstelle: Stück-Koks .............. 14« '-»«• Nutz-Kots, ausschließlich trocken gelagert, in zwei verschiedeneil Ziomgrößen tüt Stubenheizung und für weite und enge Osenschächte passend zerkleinert: Große Nr. 1, etwas größer als durchschnittliche Honigröße des Amhracil, gang» barste Sorte.........1*25 Mk. Große Str. 2, kleiner als durchschnittliche Stomgröße des Anthracit......1,25 Mk. In Wagenladungen von nnndeslenL 36 Zentnern: Stückkoks.......1,05 Mt. Nußtoks Nr. 1.....1,20 , Nußkoks Nr. 2.....1,20 , Bei Entnahme von mindestens 200 Zentnern: Stückkoks.......1,— Mr. Nußkoks Nr. 1.....1,15 , Nußkoks Nr. 2.....1,15 „ Für Koksabnehnier, welche zwei und mehr DopPelwaggous beziehen, ermäßigt sich der Preis um weitere 5 Pfg. für den Zentner. Für Anfuhr au das Haus werden 5 Pfennig für den Zentner berechnet. M5. Sofern das Verbringen der .^oks — bis zu 6 Zentnern — auf die betr. Lagerplätze (Heller, Stall :c.) mit feinem außergewöhnlichen Zeitaufwand verbunden ist, geschieht dies ohne besondere Vergütung. Im Gaswerk findet nur ein Verfaul von über 5 Zentner Koks statt; dagegen ist bei folgenden hiesigen Finnen der gkimitaf der GasbKs von 1 bis 5 Zentner eingerichtet, nämlich bei den Herren: Bacheuheimer & (Zd)aumbctQcr, Marburgerstraße 22, Andreas Euter, Siemstraße 11, Joh. Fischer, Vlicesiraße 19, H. Hof, Bahnhofstraße 34, Gcbr. Kahl, ^anfiurterslraße 151, Ld. Klinket, Bahnhofstraße 10, Emil Loy, Kirchenplatz 9, Emil Pistor Nachfolger, Marktstraße 10, Georg Schäfer, lttcherslraße 2, August Struck, Bisrnarckslraße 6, Georg Unverzagt, Kaplansgasse 5. Diese Firmen berechnen obensleheiide Preise unserer GaskokS samt Anfuhr wie das Gaswerk und verabfolgen dieselben auch in Mengen unter 5 Zentnern. Tie Preise unserer Gasfoks für die Abnehmer außerhalb der Gemarkung Gießen ermäßigen sich um den Betrag bei Oktroirückvergutuug von 4 Pfg. >ur den Rentner. Gießen, den 31. Dezember 1902. 63 Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. ______Otto Bergen. Järemcholz-Acrsteigerung. Mittwoch, den 25. Februar, vormittags 10 Uhr beginnend, sollen im Lichcr Stadtwald in den Distrikten Platten- roalb und Rotherbusch versteigert werden: 40 rin Buchen- und Eichen-Schciter, 200 „ , , HO Eichen-Knüppel, 3000 Stück „ 3000 „ Wellen, 40 rm Buchen, 60 rm Eichen- und 130 rm Nadel-Stöcke. Zusammenkunft auf der Kreisstraße Lich—Hattenrod beim Pflanzgarten. Lich, den 18. Februar 1903. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. ______Heller.__________________1552 Sonntagsverem für Mädchen. Die Vereinigung der Mädchen findet statt an jedem Sonntag zwischen 2 und 7 Nhr nachmittags tm Saale der Kleinkinderschule; die Mädchen können zu jeder Zett kommen und gehen; von 4 Uhr bis 5 Uhr findet gemeinsame Unterhaltung statt mit Gesang, Ansprache, Vorträgen. Gute unterhaltende vückfer und Spiele find in großer Zabl vorhanden. Für den Vorstand: 39 Dr. .Xaainfttiü. Pfarrer. GebrüderBerdux Lindei.platz 12, Bahnhofstrasse 27. En gros-Preise ein. Verlangen Sie gefälligst unsere Preislisten, nur erstklassige Fabrikate. Auch in diesem Jahre bieten wir unserer Kundschaft grosse Vorteile und räumen bei Abnahme von 10 Dosen unsere 1595 E |Vi 152 Fstm. Nutzholz im Wiuneröder Walde, fertig ausgearbeitet, sollen auf dem Subrnissionswege vergeben werden, nämlich: Werk- und Schnittholz, Stämme und Stammabschnitte von 29—55 Elm. Durchm.: 4 Eichen — 5,46 Fstm., 3 Buchen —- 3,28 Fstm., 1 Kirschbaum — 0,41 Fstm., 7 Kiefern — 4,49 Fstm., 4 Lärchen = 4,82 Fstm.; Bauholz re. von 19—29 Ctm. Durchm.: 34 Eichen =& 8,53 Fstm., 109 Kiefern — 48,39 Fstm., 9 Lärchen — 4,68 Fstm., 5 Fichten — 2,58 Fstm., 2 Weymouthskiefern — 1,47 Fstm.; Wagner- und Grubenholz bis 18 Etm. Durchm.: 93 Eichen = 10,07 Fstm., 184 Kiefern = 31,01 Fstm., 66 Lärchen --- 12,03 Fstm., 88 Fichten — 14,64 Fstm Die Gebote sind nach Sortimenten und Holzarten ge* trennt schriftlich und verschlossen an den Unterzeichneten ein« zureichcn, der auch bereit ist, das Holz im Walde vorzuzeigen. Die Eröffnung der Gebote erfolgt in Gegenwart der erschienenen Bieter Samstag den 28. J binar, nachmittags 1 Ahr, im Gasthaus zum Hirsch in Reiskirchen. Innerhalb 8 Tagen erhalten die Submittenten Nachricht, ob der Zuschlag erteilt ist ober nicht. Winnerod, den 12. Februar 1903. 1354 Sa«e», Förster. Kunst-ÄUSStelllUlQ« uu Turmhaus am Brand itt mit Ausnahme Samstags täglich von 11 bis 1 Uhr, Mittwochs auch noch von 3 biS 5 Uhr geöffnet, an Sonn- und Feieriagen ununterbrochen von 11 dis 3 Uhr. Eintritt für Aichtnntglieöer an Werktagen 50 Pfg., an Sonn- und Feiertagen Jo Pfg. dir Mark Lmflenplatz 12. p Verlangen Sie ung- r.iert eine Proce. Barmt.ofstrasse per Pfund Sie davon, ne Gratis-P vorzüglichen Haushalt-Kaffees Konversion der 4$ proc. Oesterr. Silber- und Noten-Rente — Stücke mit Januar/Juli- und Mai/November-Zins — Unter Bezugnahme auf die vom hohen k. k. Finanz-Ministerium in Wien dd. 18. Februar d.J. erlassene Kundmachung erklären wir uns hierdurch in Gemässheit des u. A. unserer Bank erteilten Auftrages bereit, die Konversion bezw. die etwa verlangte Bar-Rückzahlung spesenfrei zu vermitteln und bitten wir die btücke direkt bei uns einzureichen. isoo Bank für Handel und Industrie Depositenkasse Giessen. Gissen, den 20 Februar 1903. I Chrislisn M Ä Obst- Fleisch 1580 Telephon 262„ Fisch-Conserven M am Kriegerdenkmal. Gegründet 1826. AMKMzilMeseWst 8ietzen. Zolsversteigerung der Gräfl. Oberförsterei Arnsburg. Mittwoch, den 25. Februar nach Zusammenkunft 10 Uhr vormittags am Steinbruch werden aus den Distr. Seewald, Hain, Roteerde (Bahn- aufhieb), Nußgarten, Wach- holderkopf, Colnhäuserkopf und Feuerstätt versteigert: Scheiter rm: 19 Buche, 2 Eiche, Prügel „ 2 „ 36 „ und Elzbeeren, 5 Nadel, Stöcke rm: 10 Buche, 14 Eiche und Elzbeeren, 12 Nadel, Stamm- und Astreiser rm: 123 Buche, 260 Eiche und Elzbeeren, 10 Esche, 140 Nadelreisstangen (zu Latten geeignet). Die zuerst ausgeschriebenen Buchenstämme werden nicht versteigert. Die Stadt Lich vertäust die auf dem Rathaus befindliche alte Uhr. Käufer wollen Preisangabe auf der Bürgermeisterei schriftlich abgeben. Lich, den 18. Febr. 1903. Großh. Bürgermeisterei Lich. Heller. 1553 Wir ersuchen unsere Mitglieder, die Bestellscheine bis zum 1. März ausgefüllt an den ersten Vorsitzenden, Herrn A. Dickore, Schanzenstraße 8, zurückzuqeben, andernfalls auf rechtzeitige Lieferung des bestellten Kohlenquantums nicht gerechnet werden kann. Mitglieder, welche Briketts (Grube Friedrich) wünschen, wollen diese ebenfalls bis zum obigen Termin bestellen, jedoch nicht unter 25 Gentner. 1499 Gießen, den 17. Februar 1903. Der Vorstand. Gebe* ääder Berdux Lindenplatz 12 Bahnhofstrasse 27 Hochfeinste Metzer MaraeMe Belange (E. Moitrier, Metz) 10 Pfd-Eimer 2.50 Mark 1596 ege W Ä Abschlag! Schlli!1bohllkn2-Pfd.-Dose32^ «rbfrn 2 „ , 45 „ AchvittspargelL , „ 110 u Mirabrllrn 2 „ „ 80 „ sowie lämtL andere Konserven mit rebiwiertem Preise bet 11581 L. Steinhäuser, Telephon 846. Neiienbäue 17. A f" bewährt sich nun- J tW*» mehr Harter** ■ | | Haarwasser (München) UV staatl. geprüft u. beflut- oebtet. $.h,um40 n. N. l,10bcil.H Fuhr.Stnntnflr 25. |672 Gebr. Berdnx Bahnhofstr. 27. Lindenplatz 12. Orangen dünnschalige, süsse Frucht, )51R per Dtzd. 45 Pfg. • „ 50 , „ n 60 , „ . SO , tEBS VHas Neben vorzüglichem Rüböl, Schweineschmalz und Margarine empfehle 1531 WM' Palmin als schmackhaftestes, ausgiebigstes und billigstes Kreppelfett. Robert Stuhl, Wenltedl 23. 1846 Anerkannt bester Bitterlikör! 24 Preis-Medaillen I zl *“Ä IXn^.erberg-Boeaetoa. HJJIlBIEjfflUJRECHT RofllefWSimerHtiiebif tn teiltrs und RSelp WlüulmII. am Whhauseln RH51S BERG am NMerrheiiL r Yirrnrry 11 nderhers U WoMMW ° ? Gemüse- u. Obst- Konserven in nur la Qualität Champignons, la Trüffeln Steinpilze, «wa Pfifferlinge Tomaten-Pnr6e empfiehlt 1218 Emil Fischbach. Muccarvni, itul. Btrnhuittcarm ßkrnnheln Vsndinckln la. llmmk. Mringe „ „ Ülpielipaltcn „ ton. Mmmen „ calif. Pslnnmen empfiehlt billigst 1148 Robert Stuhl Neustadt 23. feinste FIMiller. Preis pro Pfurrf 7« Pfg. Zu jedem Pfund Pa’mm erhält der Käufer ein Senen'ild. 76' SchepelersMee in jedem Haushalt. Dltitn aureb 6utt o. Frelswirdla- keil htroorriflesJ?:. QwilftiH- watitt tmctlrhli ai»#l#arnilfch Emil Fikchbnch /.i Frische^ Sirttitr Sliick 7 Pfg. empfiehlt 1425 Fr. Leo IVachfl. C. Herber Seltersweg 58. Vall-, §all)y- uni) KesellschOjihliht in weiß, Goldkäfer und Lack für Herreu und Damen in großer Auswahl zu den billigsten Preisen empfiehlt Franz Neumeier Lchuhlagcr 488 Sonnenstratze 20—22. Geistliche Musikaufführung des Evang. Kircbengesangvereins Sonntag den 22. Februar 1903, abends 7% Uhr, in der Stadtkirche. Mitwirkende: Dirigent: TTcrr Universitätamusikdirektor G. Trautmann. Tenor: Herr Karl Zetsche ans Frankfurt a. M. Cello: Herr Konzertmeister Hegar aus Frankfurt a. M. Orgel: Herr Otto Görlach. Programm: 1. Präludium für Orgel in C-moll......J. S. Bach. 2. Introitus zur Fastenzeit , Hochgelobet sei Gott in Ewigkeit“, für Chor a capdla.....A. Mendelssohn 3. „Tröstet, tröstet Zion“, Arie aus d Messias f. Tenor G. F. Händel 4. „Der am Kreuz ist meine Liebe“, f. Knabenchor a capella........ Melod. M. 42 Psalms (1552). 5. a. Andante in G-dur b. Adagio 6. Passionsgesang „Dunkel geworden“ für Chor a capella..............J. G. Herzog. 7. Choralvorspiele fttr Orgel: a. Schmücke dich, o liebe Seele \ «u. b. 0 Welt, ich muss dich lassen f.....ßranms. 8. „Wenn mich mein Sünden kränken“, für Knabenchor a capella.......Mel. im Erf Enchiridion. 1524 9- »• L?r°° »v>° antlco 1 f|ir Violoncell ' HaK° Becker- b. Abendlled f 10. a. „Vaterunser“ \ f T . . . b. „Vergiss mein nicht“ $ I,lr Ienor . . . 11. „Christus, unsere Gerechtigkeit“, Chor a capella Eintritt frei. Für die inaktiven Mitglieder sind Plätze auf den Emporbühnen und im vorderen Teil des Schiffes reserviert. Der Eingang am Turm ist nur für Mitwirkende und für mit Karten versehene Mitglieder geöffnet. — Kindern kann der Zutritt nur in Begleitung von erwachsenen Angehörigen gestattet werden. — Texte ä 20 Pfg sind an den Kirchtüren zu haben — Zur Deckung der Kosten werden freiwillige Gaben in die Büchsen erbeten. 1420 t ai. T7- ___. G. Goltermann | ftlr Violoncell G.Tartini. R. Schumann. Nicolai. J. 8. Bach. Melch. Frank. Außer den von mir seither geführten Bieren bringe jetzt auch Mainzer Aktienöier beliebt roegen seines reinen, milden Geschmackes und weil cs außerordentlich gut bekommt, zum Verkauf und empfehle dasselbe die Vi Flasche zu 88 Pfennig. Va m „ 0 „ Bier in Faß für Wirte und Wiederverkäuser in Gebinden von 20 Ltter an stets auf Lager. Gotthilf Röhrle, Biergrotzhandlung. Telephon 344. — Marburgerstraße 7. 742 Emser Pastillen mit Plombe, dargestellt aus den echten Salzen der König Wilhelms-Felsen- quellen, sind ein bewäbrtesMittel gegen Husten, Heiserkeit, Vor» schlein.ung, Magenschwäche and Verdauungsstörung. 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