ve-agsprrl-r 3>u yeirttge Kummer umfaßt 10 Seiten ^>Ä < Kesellschaft für Hrd- und Aö'lkeiLunde Kießeu Gießen, 18. Jan. senheit. Tatsächlich sand ich aber l) etwa 300 Deutsche, welche deutsch Der deutsche Kronprinz auf Stofen* Petersburg, 19. Januar. Dem heutigen Feste der Wasserweihe vor dem Jordanportal des Winterpalcns Nr. 16 «rfftetnt tLgltch außer Sonntags. Dem Glehener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem ftesfischea Landwirt die Gietzener Familien- blättet otermal In der Woche bergelegt. -totaNonSdruck u. Verlag bei B r 2 h l'schen Unwerp-Buch- u. Stein- bruderti iPtelsch Erden) ^edatnon, Erpedmo» and Druckerei: Gchnl st ratze 7. vdrrss, tflt Depeschenr An-etger «letzen. AernlprrchansckiluhNr 51. M 801 . uhr von Venezuela in Hamburg einen Wert von 1851—1860: 5Vi, 1861—18,0: 10,20, 1871—1880: I81/3, 1881—1890: 90,80 und 1891—1900: 17,7a Millionen Mark; für 1899 wurden 9, für 1900: 15, für 1901: 7,8 Millionen Mark angegeben. Von Venezuela nach Hamburg ausgeführt wird vornehmlich Kaffee, Kakao, Häute; 1900 gingen von 175 000 Sack Kaffee, die der tzauptyafen La Guaira ausführte, allein 80000 Sack nach Deutschland, 1901 von 121000 Sack nur 37 000, dagegen 45 000 nach den Vereinigten Staaten. Man darf jedoch nicht vergessen, daß auch dahin vornehmlich deutsche Häuser den Export besorgen, sodaß nicht ohne weiteres ein Rückgang des deutschen Hanoels daraus ge- chlossen werden darf, sondern nur eine Veränderung in ter Richtung der Ausfuhr. Heb erbte» ging der Handel Venezuelas überhaupt wegen der Unsicherheit der Zustände und der mit 1898 eingetretenen Kaffeekcise zurück, der Wert des Gesamthandels von 130 Millionen Mark 1897 auf 95 Millionen 1898; heute mag er 80—00 Millionen betragen, wovon Deutschland wahrscheinlich etwa 25, den Vereinigten Staaten 20, England 15, Frankreich 10, Holland und Italien je 5 Millionen zugute kommen. Die Ausfuhr von Kaffee nach Hamburg sank 1901 auf 4 Millionen, während sie 1895 noch 17,66, 1900 noch 9,5 Millionen Mark betragen hatte, die von Kakao nauj Hamburg sckl 1901 aus 950UOO Mark gegen 2 Millionen im Jahre 1960. Weiter empfing Hamburg 1901 nur für l1,» Millionen Mark Lauts.., uk und Gummi gegen 2 ein Achtet im Jahre 1901, und enbuaj 1901 ,> taWwj Me feinst geräucherte Darmstädter Arief. R. B. D a r m st a d t, 19. Januar. ff a r n e b a I, ber att\äf)ilidc) um diese Zeit seine Zauberwirkung auf die Gemüter ausübt, hat mit dem gestrigen Tage auch bei uns seinen Einzug gehalten. Ge- ^-^<^§-?^^^etropole nicht mehr zu dem eigentlichen Hemfchaftsfch des lustigen Prinzen, so läßt sich unsere Be- votkerung doch gern von dem bunten Mummenschanz und dem Possenfpiel mit ergreifen, das Se. närrische Dtajcstät der bumorbeflrssenen Menge bereitet In Darmstadt hat o^r^/^val rn früheren Jahren mehr im ^Verborgenen geblüht, feit 1886 aber ist er auch mit reich maskierten Umzügen an die Oeffcntlichkeit getreten, und zwei getrennt marschierende Gesellschaften, die Narrhalla in Verbindung mit den bewährten Kräften der Turngenleinde, und die Karnevalgesellschaft, sorgen aufs Eifrigste dafür, daß alle Verehrer und Anhänger des lustigen ^reibens w, ihrem Rechte kommen. Den Reigen der Karnevalsfreuden eröffneten die beiden erstgenannten Vereine gestern mit einem kleinen, aber sehr flott arrangierten Fe st zu g, der, von Fanfarenbläsern im Heroldskostum er- öfsnet, 24 berittene Harlekins, die Prinzengarde, eine Abteilung Amazonen, Clown auf Eseln und reichgeschmückte Wagen austvies. .Vor dem Hause des langjährigen früheren Präsidenten der Narhalla, Herrn Max Anspach, der auch den er ft en Karnevalszug in Darmstadt ins Leben rief, wurde von dem Genamiteu auch die Parade über die Prmzengarde abgenommen. Zu der ersten Karnevatssitzung, die am Abcnb in dem überaus prächtig geschmückten Turnhaltensaal am Woogsplatz stattfand, hatten sich so viele Narren beiderlei Gc> schlechts eingestellt, daß der große Raum sich bei weitem 5 nt^u eug erwies. Tie Sitzung nahm, nachdem Punkt 7 Uhr 11 Min. das närrische Komitee hinter einem wahren Eldorado von dekorativen Kohllöp en und sonstigen schönen Erzeugnissen des Gemüsegartens Platz genommen, den üblichen humorgewürzten Verlauf. Urnarr Anspach begrüßtc all'e Untertanen des Prinzen Karneval mit einer höchst launigen Ansprache, der närrische Protokollführer Louis Geist verlas eine ebensolche Jahresübersicht, und dann ließ in bunter Abwechselung etwa Schock Narrenreduer Vorträge los, in denen nicht nur die beliebtesten lokalen Themata, sondern auch die Vorgänge im Reichstag und die sonstigen bekannten ober pikanten Ereignisse zur Zielscheibe üppig sprudelnder Betrachtungen dienen. Sehr angenehm wurden die Vorträge durch gediegene, meist humoristische Leistungen einer Anzahl Vorturner unterbrochen und erst nach säst fünfstündiger, angeftreijgter Arbeit schloß die erste offizielle Narrensitzung, der sich ein flottes, karnevalistisches Tan-- vergnügen anschloß. Der hiesige Richard-Waaner-Verein ist in Siefemi Winter mit großem und dankenswertem Eifer bemüht, dem mufiftiebenben Publikum eine Reihe auserlesener ^".l'lgenüsse Ul bereiten. So fand am heutigen Montag der fünfte Liederabend als Franz Schubert-Mv end statt, an welchem Herr Tr. Ludwig Wüllner aus Köln zum ersten Male hier Schuberts herrlichen Lieder-Cyklus >,W i n t e r r e i s e" zuin Vortrag brachte. Ter geschätzte : Künstler erfreute die überaus Zahlreiche Schar der Zuhörer im „Kaisersaal" nicht nur durch den löimberbaren Wohllaut । feines prächtig geschulten Organs, sondern auch durch die ■ 00rtreffliche Iirterprctation uni) die poesievolle Wiedergabe j dieser dürftigen Müller-Lieder. Tas Publikum war von j Einptz bestbrwästü fahrbare i Bandsäge mtt AM-Wt uub Mch-r MWW soivii länulichr HolzbealbntuugS- oraWen liefert tTl, Rud. Me, gjlaldjineniabnl, In der großen Aula der Universität sprach vor einigen Tagett Herr Professor Dr. Siewers über die Küste und die Häsen Venezuelas. Die Anzahl der Deutschen in Venezuela betrage, wie Herr Prof. Siewers aus- fiihrte, nicht, wie man irrtümlich oft annehme 5000, sondern mir etwa 1200, von beiten ein Teil in der deutschen Kolonie Tovar, eine starke Tagereise von Caracas entfernt, wohne. Die Kolonie Tovar wurde im Jahre 1839 auf Veranlassung der venezolanischen Regierung gegründet und zählte zunächst etwa 100 Einwohner. Anfangs gebtel) die Kolonie, d.urch Zuzug aus Baden und Hessen auf 400 Köpfe verstärkt, leidlich, geriet aber allmählich •n Abfall und Vergessenheit. Tatsächlich fand ich aber ttn Jahre 1892 dort noch etwa 300 Deutsche, welche deutsch reden, sich in ihrem Aeußeren und Wesen nach deutsch erhalten und zwar den alemannischen Dialekt bewahrt haben, 5 allein die Kolonie selbst und ihr Kirchhof sowie die Kaffee- pjlanzungen waren nicht gut erhalten und als Ganzes machte die Kolonie doch einen etwas degenerierten Eindruck. Diese Deutschen sind es also nicht, welche deU Namen des Teutschen Reiches in Venezuela zu einem geachteten und teilweise gefürchteten gemacht haben. Einfluß, An- lehen und Macht erwarben vielmehr zuerst die deutschen Kaufleute, welche seit der Vertreibung der Spanier im den zwanziger Jahren anfangs in geringer, dann in immer größerer^ Zahl ins Land einwanderten. Man kann ! 9eute sagen, daß sie den Handel der Republik beherrschen rnib zwar in ganz hervorragendem Maße, sodaß sie in den nichtigsten Städten kommerziell völlig dominieren. So fand 11 18o4 sogar in der Maracaibo-Filiale des großen ameri- i .^?^chbn Hauses Boulten einen Deutschen als Chef. Die st LÄchtigkeit und Ehrlichkeit sowie das gesellschaftlich meist | tii-beifreie Benehmen dieser deutschen Kaufleute hat in erster ■ j vLnie den Grund zu ber jetzigen mächtigen Stellung ber Deutschen gelegt und zivar lange vor dem Jahre 1870. Zweites Blatt. 153. Jahrgang Dienstag 80. Jannari 903 ® icfiener Anzeiger M General-Anzeiger Amk- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen WW ur-i- ■— _____ ____ getgenteil: Han« Beck. Volitffche Tagesschau. Der Deutsche Landwirtschaftsrat über den Nutzen der Getreide- zolle für das Bauerntum. Ter Generalsekretär des „Deutschen Landwirtschasts- rates", Dr. Tode, hat unlängst in dem monatlichen Organ dieses Institutes einen Artikel über „Bodenbenutzung und Getreideproduktion der bäuerlichen Betriebe in Ostelbien Westelbien und Süddeutschland" veröffentlicht, dessen .Hauptzweck ist, nachzuweiscn, in wie hohem Maße auch der eigentliche Bauernstand als G e 1 r e i b e l i e f e r a n t in Betracht komme, und wie großes Interesse er demnach auch an den Getreidezöllen habe. Die vom 57andelsVertrags-, vereine hcrausgegevene „Deutsche Wirtschaftspolitik-' bemerkt in ihrer heutigen Nummer dazu: „Wenn man sich ganz auf den Standpunkt des Verfassers stellt, so kommt man gemeinsam mit ihm zu dem Resultat, daß im Turchschnitt der bäuerliche Betrieb — (je nachdem, ob man Getreideverkauf bis zu 2 ober nur bis &u 5 Hektar herunter annimmt) — nur 12,2 Doppelzentner bezw. 21,9 Doppelzentner Brotgetreide jährlich zu verlausen hat, demnach bei einem Getreidesoll von 5.50 Marl pro Doppelzentner einen Nutzen von 6/ oder beften- falls 12J Mk. im Jahre h^ben würde. Tas berechnet der Herr Verfasser selbst. Ec hütet sich aber wohlweislich, auch das letzte Exempcl, ivclches sich aus seinen Ziffern ergwbt, festzustellcn, daß nämlich jeber der 24 000 ostelbischen Großgrundbesitzer im Turchschnitt einenBrvt- getreideverkaus von 740 Doppelzentner und demnach einen Zollnutzen von 4070 Mk. im Jahre hat." Zum Karlsruher Duellprozeß schreibt die „Straßd. Post": Rechtsanwalt Tr. Popp aus Darmstadt, der in dem Prozeß als Sachverständiger vernommen wurde, machte eine ausfallende Enthüllung. Nachdem er eine geschichtliche Erläuterung der Tendenzen und Zwecke der studentischen Ehrengerichte gegeben hatte, erklärte er, daß die kaiserlichen Bemühungen um Einschränkung der Duelle vergeblich bleiben müßten, da die meisten Korps im Anschluß an bie Bonner Erklärungen des Kaisers au den ersten Chargierten ber Bonner Borussia das Bestreben verfolgten, die älteren Herren, bie an sich schon in Anschauung der gesetzlichen Bestimmungen sehr ängstlich seien und vorkom- mendenfalls zur Ruhe uno Besonnenheit mahnen könnten, möglichst aus den Ehrengerichten herauszudrängen, trotzdem es doch sehr begrüßenswert sein würde, wenn recht viel ältere Ehrenrichter vorhanden seien. Diese würden aber durch die gegenwärtigen Strafbestimmungen mehr und mehr abgeschreckt, und so habe man hier in Karlsruhe nur einen älteren Herren auftreiben können. Der Vorsitzende richtete bann kun ben Sachverständigen eine Reihe von Fragen, die daraus hinausliefen, ob bas Ehrengericht nicht in Rücksicht auf die große Jugend des erschossenen Reiß (er war bei seinem Tode 19 Jahre alt), in Rücksicht ferner auf feine völlige Ungeübtheit im Pistolenschießen, auj seine große Harmlosigkeit, die u. a. in dem festen Sa.)las vor dem Tuetttag zum Ausdruck gekommen sei, und schließlich in Rücksicht auf die eigentliche Ursache des Zusammenstoßes die Pflicht gehabt hätte, mehr als dies in darauf 37 769 66 295 Mk.), Wechselstempelsteuer 7 994 642 Mt. (— 498 378 wohncr und Passanten unserer Stadt mußte in letzter der enorine Staub angesehen werden, we der Straßen verursacht wurde. Da ein an Private Oktober 1901 Novenrber 3 901 Dezember 1901 Januar 1902 Februar 1902 März 1902 April 1902 Mai 1902 Juni 1902 Juli 1902 August 1902 September 1902 Oktober 1902 November 1902 Dezember 1902 Hs. Als ei Vorsichtigkeit erwachten die Bewohner und nahmen ihn auf seinem Rückzüge fest. Auf telefonischen Anruf in Gießen kam ein Gensdarm hierher, welcher den Dieb in das dortige Gc- Eisfest, verbunden mit Kunst-, Wett- und Jugendlaufen, geeiert werden, wofür kleine Erinnerungen und Ehrenzeichen an die Sieger bereitgestellt sein werden. Die hiesige Regimentskapelle wird von nachmittags 3—8 Uhr abends 'onzertieren und bei einbrechender Dunkelheit die Eisbahn bengalisch und elektrisch beleuchtet sowie ein Brillant-Feuerwerk abgebrannt werden. Um dem erfahrungsmäßigen allzu wohnte der deutsche Kronprinz bei, welcher mit dem Zaren, der Kaiserin, der Kaiserin-Mutter von den Prunkgemächern des Winterpalais aus der Feier zuschaute. Nach der Feier fand ein Galafrühstück bei dem Kaiserpaar statt. Hierauf überreichte der Kronprinz dem Zaren als Geschenk Kaiser Wilhelms im Beisein des deutschen Botschafters das Modell des neuesten Linienschiffs der deutschen Marine „Braunschweig". Der deutsche Marine- attachä Frhr. Schimmelmann erläuterte das Modell. Um 7 Uhr abends fand Familiendiner bei dem Kaiserpaare statt, darauf besuchte der Kronprinz die Oper im Nlarientheater und reiste dann um halb ein Uhr mit dem Thronfolger nach Nowgorod ab zur Besichtigung des Infanterieregiments „Wyborg", dessen Chef der deutsche Kaiser ist. Athen, 19. Januar. Der deutsche Kaiser ließ dem Könige den bevorstehenden Besuch des Kronprinzen in Athen ansagen. in. Lollar, 20. Jan. Gestern abend zwischen 12 um 1 Uhr wurde bei dem Bäckermeister E. Jughard hier eingebrochen. Der Dieb nahm seinen Weg durchs Ketler- Durch seine Un- 285 780 438 Mk. (+ 14 290 548 Mk.), Reichseisenbahnverwaltung 60 837 000 Mk. (4- 3 126 000 Mk.). Crefeld, 19. Jan. Wie bestimmt verlautet, erhält Düsseldorf ein Oberlandesgericht zur Entlastung des Kölner Oberlandesgerichts. Crefeld erhält ein Landgericht. Die Vorarbeiten hierzu seien bereits erledigt. Woche im Saale des Hotel „Einhorn" stattfindenden c... ------------ , großen Kanarien- und Vogel-Ausstellung sind fängms abführte. 55 Konkurrenzsänger angemeldet, Es ist dies die höchste *’ Die 7. Februar ladungen an werden. ** Der Mk.), Spielkartenstempel 1 037 254 Mk. (4- Zahl von Kanarien, welche je in Gießen auf einer Ausstellung gegen einander in Wettbewerb standen. Es wird uns mitgeteilt, daß unter den ausgestellten Tieren solche von hochedler Abstammung sich befinden, welche auch ganz wundervoll im Gesang sich erweisen werden. Der bekannte Vogelhändler Möller-Aichersbuch wird nicht nur eine große Kollektion an Lieder pfeifenden Dompfaffen, bekanntlich eine Spezialität unserer heimischen Provinz, mit der Oberhessen sogar bedeutende Geschäfte nach Amerika macht, zur Ausstellung bringen, sondern auch Finken, Hänflinge, Zeisige u. a. deutsche Vögel, die sämtlich bereits an das Zimmer gewöhnt sind, zum Verkauf bringen. " ‘ hiesige Kriegerkameradschaft feiert am ihr sechsjähriges Stiftungsfest, zu dem Ein- die Spitzen aller hiesigen Behörden ergehen Mk.), Post- und Telegraphenverwaltung ___Verbrauch von elektrischem Strom aus dem städtischen Elektrizitätswerk seit dem Bestehen desselben wird durch nachstehende Zahlen, die den Geldwert der verbrauchten Energie darstellen, ausgcdrückt: ~ ’ Kraft Bahnverbrauch großen Andrange an der Kasse zu begegnen, werden Vor- hiesige Turnverein sein diesjähriges Winterfest. Der noch Verkaufsstellen für die Lösung der Eintrittskarten bei Herrn junge Verein gibt sich alle Mühe, um mit einem großartigen Ernst Balser, Mäusburg, und am Tage des Festes in der Programm dem Publikum einen angenehmen Abend zu 9T}nItPpftrnnp pinnp'icktet. Der Eintrittsvreis beträgt an bereiten. ...... infolge beS strengen Frostes ausgeschloffen war, auch auf irgend eine sonstige Weise Abhilfe nicht geschafft werden konnte, so hat sich die städtische Verwaltung auf die laut gewordenen Klagen hin entschlossen, von heute ab mit dem Reinigen der Straßen schon um 3 Uhr morgens beginnen zu lassen, sodaß gegen Beginn des Tages die Hauptverkehrsstraßen schon gereinigt und das Kehren sämtlicher Straßen bis mittags 12 Uhr beendigt sein wird. ** An den hiesigen beiden Paketpost sch altern er* geben sich, wie man uns immer und immer wieder klagt, Tag für Tag Mißstände daraus, daß nach einer alten, aber für das große Publikum wie für die Verwaltung gleich unerfreulichen Sitte die Geschäftsleute die abzusendenden Pakete erst in den letzten Dienststunden zur Post schicken. Mahnungen der Postbehörde sind bisher fast ganz erfolglos gewesen, sodaß die Paketannahmestellen bis in die Nachmittagsstunden hinein nur wenig in Anspruch genommen sind, wahrend des abends die Räume zur Bewältigung be£ Verkehrs kaum ausreichen. Statistische Er- Mittelungen haben ergeben, daß von sämtlichen an den verkehrsreichsten Tagen ausgelieferten Paketen nur etwa 9 Prozent bis 12 Uhr mittags aufgegeben iverden; in der Zeit von 12 Uhr mittags bis 6 Uhr abends gelangen dann weitere 27 Prozent zur Auflieferung. Ter Rest von nicht weniger als 64 Prozent aller auf gelieferten Pakete muß an den Schaltern von 6 Uhr abends an bewältigt werden, und auch dann drängt sich die Hauptmasse noch auf die letzte halbe Stunde zusammen. Es mag sein, daß das Verfahren, sämtliche Pakete erst dicht vor Toresschluß aufzugeben, für viele Geschäfte aus Gründen des Betriebes sehr praktisch ist, aber andererseits haben darunter die Ein- tieferer von Einzelpaketen zu leiden. Namentlich weiblichen Personen, Angehörigen der besseren Stände, Kindern usw. wird es bei dem in den letzten Albendstunden vor den b-eiben Paketannahmestellen herrschenden G.dränge erschwert, sich den Beamten bemerkbar zu machen ober zu ben Annahmetischen vorzubringen. Nach der „Ttsch. Verkehrsztg." hat die Behörde bei den meisten Berliner Postanstalten Vorkehrungen getroffen, um die Auflieferer von Einzelpaketen mit tunlichster Beschleunigung abzuser- tigen. Lei einer Anzahl von Postanstalten findet die Abfertigung der Einzelauflieferer an besonderen Schaltern oder an besonderen Wagen statt; an anderen Stellen wird die Annahme von Massenaufliefc- rungen in kurzen Zwischenräumen ober nach je einer bestimmten Anzahl von Paketen zum Zwecke der Einzelabfertigung unterbrochen. Bei einer Reihe von Postanstalten werden die Einzelauflieferer besonders berücksichtigt und mit Vorrang vor ben Massenauflieferern abgefertigt. In besonderen Fällen, namentlich Damen gegenüber, sollen diese Unterbeamten weitgehende Unterstützung gewähren, unter Umständen die Pakete selbst abnehmen und zu den Abnahme- stellen bringen. Außerdem sind bei einigen Aemtern an geeigneter Stelle des Sch alter vorraumes entsprechende Hinweistafeln angebracht. — Hoffentlich werden diese Anweisungen der Behörde nicht auf Berlin beschränkt bleiben. Wir Akten hier derartige Maßnahmen auch recht nötig. st. Klein-Linden, 18. Jan. Heute hielt der hiesige Kriegerverein seine Generalversammlung ab. Nach erschöpfter Tagesordnung gedachte Veteran St. des heutigen Gedenktages der Wiederaufrichtung des deutschen Reiches. Am 18. Januar 1871 war eö, als die deutschen Fürsten und Völker sich in Einigkeit zusammenschloffen und auf blutigem Schlachtfeld das Kaiserreich wieder herstellten. Die Ansprache schloß mit einem Hoch auf die Einigkeit der deutschen Stämme. i. Groß en-Bus eck, 19. Jan. Demnächst feiert der auszuüben, reduziert sich darauf, daß, einer schon längst beschlossenen Ordre zufolge im Frühjahr ein Uebungs^Ge- schwader auslausen wirb, um’ die Häsen in der Levante zu besuchen und die österreichiscbe Flagge zu hissen. Mit der macedo nischen Frage yat die Entfenbung vorläufig nichts zu tun. Ausland. London, 19. Jan. Infolge einer Erklärung in einem jüngst veröffentlichten Buche eines Burenkommandanten, daß die Buren während des Krieges durch Deutsch-Südwestafrika mit dem Beistände ober der Zustimmung der deutschen Beamten die Wer-, bin düng mit Europa aufrecht erhielten, hot nach einem Johannesburger Telegramm der deutsche Generale konsul in Kapstadt dem Lord Milner versichert, er sei zu der Erklärung ermächtigt, daß keinerlei Grund für solche Beschuldigungen vorliege, und baß das deutsche Protektorat während des Lianzcn Krieges absolute Neutralität bewahrte. Lord Milner erwiderte, er habe diese Versicherungen mit Befriedigung entgegengenommen und weroe sie der Regierung in Südafrika und der brittschen Regierung übermitteln. Brüssel, 19. Jan. Im heutigen Ministerrat wurde beschlossen, die Forderungen der Agrarier anzunehmcn, um die Vorteile des neuen Unfallgesetzes auch den landwirtschaftlichen Arbeitern zu gute kommen zu lassen. — Heute wurden in Gegenwart einer Gerichtsperson und eines lÄhnes des verstorbenen Mahmud Pascha, des Prinzen Lutfullah, die gerichtlichen Siegel an die Papiere und Tokumente des Verstorbenen angelegt. Zur Vollziehung der Zeremonie bei dem Begräbnis wurde ein türkischer Geis licher borufin. Ter Tag der Beisetzung ist noch nicht bekannt. Paris, 19. Jan. Kammer. Teschanel spricht sich für eine Politik des weisen Fortschrittes gcaen bte Revolution, für das Uebergewicht der Civilgewalt in religiösen Fragen, gegen jeden Gedanken der Reaktion und Einigung des Staates in Fragen des Glaubens aus. Hinsichtlich der auswärtigen Politik hebt Teschanel hervor, baß Frankreich keine iAusdehnung b c 5 Kolonialbesitzes wolle, sondern daß es eine Politik beS Friedens und der Würde wünsche, diebner spricht gegen eine inte'.uationale Politik. Er erhebt Einspruch gegen den französischen Chauvinismus. Wien, 19. Jan Tas heute hier uerbreUete Gerücht, daß unter dem Kommando des Äontre-Admirals Kneisler ein aus zivei Schlachtschiffen, zwei Kreuzern und neun Torpedobooten bestehendes Ge chwader ausaerüstet und nach der Levante abgesandt werden soll, um auf die P^rte wegen der Reformen in Macedonieu einen Druck Moltkestraße eingerichtet. Der Eintrittspreis beträgt an diesem Tage für Mitglieder 20 Pfg., Nichtmitglieder 40 Pfg. pro Person. Die Eisbahn bleibt am Freitag vormittag geschloffen. Schlittschuhläufer und -Läuferinnen werden auf- , gefordert, sich mit Lampions zu versehen, die auf der Eis- fenster über den Korridor m die Stube, bahn käuflich zu erhalten sein werden. ** Kanari en-Ausstellung. Zu der in dieser Deutsches Reich. Berlin, 20. Jan. Gestern abend fand bei dem Kaiserpaar Familientafel statt, an welcher Prinz und Prinzessin Heinrich, Prinz und Prinzessin Max von Baden, Prinz und Prinzessin Friedrich Karl von Hessen und die Prinzen Eitel Friedrich und Adalbert teilnahmen. Zur heutigen FrühstückS- tafel waren geladen Prinz und Prinzessin Heinrich, Prinz und Prinzeffin Max von Baden, Prinz Friedrich Karl von Hessen. — Der Kaiser hörte heute Vormittag im Kaiserlichen Schlosse den Vortrag des stellvettretenden Chefs des Zioil- kabinets. — Die „Nctt.-Ztg." erklärt es für sehr übereilt und überflüssig, an das Projekt der Mittcluieerreise des Kronprinzen und des Prinzen Eitel Friedrich politische Folgerungen und Erörterungen zu knüpfen. Die Reise werde durchaus keine politische Bedeutung haben, sie solle vielmehr lediglich den Abschluß der Bonner Stiidentenzeit des Kronprinzen darstellen. Die beiden Prinzen würden deshalb nicht, wie bei dem augenblicklichen Besuch des Kronprinzen in Petersburg mit einem großen diplomatischen und militärischen Gefolge reisen, sondern außer ihren gewohnten militärischen Begleitern nur von Prof. Clemen-Bonn begleitet fein, der den Kronprinzen schon bei früheren Reisen geführt hat. — Vom 1. April 1902 bis zum Schlüsse des Nooem- ocr 1902 sind folgende Einnahmen (einschließlich der gestundeten Beträge) an Zöllen und gemeinschaftlichen Verbrauchssteuern sowie andere Einnahmen des Deutschen Reiches zur Anschreibung gelangt: Zölle 357 760 945 Mk. (gegen das Vorjahr + 1 770 080 Mk.), Tabaksteuer 7 395 643 Mk. (— 292 586 Mk.), Zuckersteuer und Zuschlag 74 151 378 Mk. (-J- 2 175 571 Mk.), Salzsteuer 33 594 442 Mk. (-J- 909 839 Arc.), Maischbottichsteuer 759 522 Mk. (— 1045 015 Alk.), Verbrauchsabgabe von Branntwein und Zuschlag 93 717 578 Mk. (Z- 1 208 532 Mk.), Brennsteuer 4 205 414 Mk. (-s- 3 049 275 Mk.), Schaumwemsteuer 1 767 576 Mk. (Z- 1 767 576 Mk.), Schaumweinnachsteuer 2 254 580 Mk. (+ 2 254 580 Mk.), Brausteuer 20 175 404 Mk. (— 1 490 393 Mk.), Uebergangsabgabe von Bier 2 396 172 Mk. (— 110 286 Mk.), Summe 592 659 610 Mk. (4- 9 197 173 Mk.), Stempelsteuer für: a. Wettpapiere 15 277 272 Mk., (Z- 5 894 445 Mk.), b. Kauf- und sonstige Anschaffungsgeschäfte 8 320 326 Mk. (-}- 233 394 Mk.), c. Lose zu: Privatlotterien 3 892 413 All. (4- 12 088 Alk.), Staatslottetten 21 842 598 Mk. (-j- 280 476 Mk.) d. Schiffsfrachturkunden 553 447 Mk. (4- Aus Stadl und Saud. Gießen, 20. Januar 1903. ** Auszeichnung. Der preuß. Rote Adlerorden 3. Klaffe ist dem vortr. Rat im preufc. Eisenbahn-Minisle- rimu Mayer, Großh. Hess. Geheimen Oberbaurat, verliehen worden. ** Personalien. Die Stelle des zu Lich verstorbenen KreisstraßenmeisterS Braun wurde dem bereits mehrere Jahre im Dienste deS Kreises Gießen stehenden Bauaufseher-Aspiranten und Großh. Geometer 2. Klaffe H. Herrmann in Gießen übertragen. * • Personalien. Am 15. Januar d. I. wurde der Hülfsgerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Gernsheim, Daniel Jullm aun zum Gerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Als- eld mit Wirkung vom 17. Januar 1903 an ernannt. * ' Ihre silberne Hochzeit feiern am 21. d. Mts. die Postschaffner Zink Eheleute. Herr Zink feierte vor einiger Zeit auch sein 25jähriges Dienstjubiläum. ** Gemälde-Aus stellun g. Das Kolossal-Gemälde „1793" von H. Koberstein-Berlin ist morgen, Mittwoch, zum letztenmale ausgestellt. Auch können wir heute schon unsere Kunstfreunde darauf aufmerksam machen, daß an dessen Stelle wieder ein großes Gemälde, das „Reiterpottrait Sr. Maj. Kaiser Wilhelnis 11.", von Prof. Werner Schuch- Berlin, zur Ausstellung gelangt. ** Aus dem Theaterbureau. Herr Direktor Lindemann, bei uns bestens bekannt durch seine vorjährige Gast- pielreife mit dem „Ibsen-Theater", wird uns demnächst die Bekanntschaft des D'Annunzio'schen Drainas „Die tote Stadt" in der Darstellung durch eine auserlesene Schar erster Bühnenkünstler vermitteln. Dieses oollloinmendste Werk des bedeutendsten lebenden italienischen Dichters hat bei seinen bisherigen Aufführungen die größte Sensation erregt. Direktor Lindemann hat das ausschließliche Aufführungsrecht dieses Werkes für Deutschland erworben. * * Das 5. Abonnements -Konzert findet am nächsten Donnerstag in Steins Garten statt. Wir machen darauf hierdurch besonders aufmerksam. • * DasEislaufen auf derLahn ist, wie aus einer Bekanntmachung des Polizeiamtes in heutiger Nummer hervorgeht, streng verboten. • • Eisverein. Wie aus unserem Inseratenteil er- ichtlich ist, hat der Eisverein beschlossen, die Eisbahn nunmehr von vormittags 11 bis abends ^8 Uhr (mit Ausnahme an Konzetttagen) andauernd geöffnet zu lassen und ür die elektrische Beleuchtung keinen Zuschlag mehr zu erleben. Das zwanzigjährige Bestehen des Vereins soll bei ortdauerndem Froste kommenden Freitag durch ein großes Darmstadt, 19. Jan. Ueber kunstgewerbliche den''letzten Jahren "in Entwürfe wird der „Darmst, Ztg.- geschrieben: ’ vHessischen Kunstgewerbetreibenden ist die Möglichkeit gegeben, unter günstigen Bedingungen Entwürfe kunstgewerblicher Gegenstände zu erhalten, welche nach den Wünschen der Interessenten von Mitgliedern der hiesigen Künstler-Kolonie angefettigt werden. Hierbei handelt eS sich z.B. um Entwürfe für Tischler-, Schmiede-, Drechsler-, Leder-, Weberei-, Stickerei-, Töpferei-, Juwelier-, Elfenbein-, Vergolder-, Verglasungs-, Druckerei-, Buchbmder- und andere kunstgewerbliche Arbeiten. Die Koflen der Entwürfe können geeigneten Falles zum Teil aus Mitteln besttttten werden, welche von S.K.H. dem Großherzog hiergur zur Verfügung gestellt worden sind. Die wegeni Anfett,gung und Ueberlassung der erwähnten Enlwüffe mit Mitgliedern der Künstler-Kolonie einerseits und mit Kunstgewerbe^ treibenden andererseits zu führenden Verhandlungen sind von S. K. H. dem Großherzog dem unterzeichneten, hierfür gebildeten Ausschuß übertragen worden, ^en heffttchen Äunftgeroerbetreibcnben wird empfohlen, ihre etwaigen ..n- träae auf Lieferung von Entwürfen unter möglichst genauer Beschreibung des Gewünschten an Großherzogliche Kabinetts- Dirtttion hier zu ttchten, welche die einlaufenden Anträge dem Ausschuß übermitteln wird. Darmstadt, den 16. Januar 1903. ^rbr von Heyl, Oberst ä la euite. Markwort, Ingenieur. Dr. C. E. Merck. Pützer, Professor. Römheld, Geh. Kabinettsrat. Th. Stemmer." Die „Darmst. Ztg." bemerkt dazu: „Wir möchten nicht versäumen, den hessischen Kunstgewerbetteibenden die in der obigen Bekanntgabe beschriebene Einrichtung, welche von der Fürsorge Sr. K. H. deS Großherzogs für unser heimisches Kunstgewerbe aufS neue Zeugnis giebt, warm zu empfehlen. Wenn wir die Intention des Ausschreibens recht verftehen, so handelt e§ sich dabei in erster Linie um Förderung des Kunst Handwerks, und eS schemt das Verfahren m der Weise gedacht zu sein, daß der Ausschuß die von den Kunstgewerbetreibenden gewünschten Entwüffe durch UWC in icnu-L glicdcr der Künstler-Kolonie zu Lasten der von S. K. Hohen welcher beim Reinigen zur Verfügung gestellten Mittel lab, um si- Bescuchten der Straßen ohne Bindung an d.e entstandenen Kosten und m Satzung 2440 Mk. 290 Mk. 2760 Mk. 3020 270 3440 e 3240 370 w 3550 e 2310 330 N 3390 tt 1690 310 W 3000 n 1290 290 w 2780 w 970 310 n 3090 ■ 830 310 w 1920 ii 830 350 tt 1800 • 780 330 1480 e 800 430 w 1540 w 1570 500 w 2490 ■ 2520 550 w 3340 H 3680 760 w 3640 n 4220 790 w 4220 n n erheblicher Mißstand für die Be- * Zum P's erschosst NM und ein u.-erabeju gemein bekannt tv haus kommen, m peffönlichen M jovialer Mann, t schön mar, war er zahlreiche Liebesv, verheiratet war. , reichen, vom Sani sie immer wieder,! tigen und zu sesse Gatten zu ihren den Frauen gegen derben, zum Tue' (Vgl. unsere heut des erschossenen T nisonkirchhose in teiligung war seh kränze, unter ant korps vom Landü und der alten H Kern, Vorsi'lienden der Unteriud)ung vor halb 3 Ufyt fu. unb beh'en Wluüet Cnkl be5 (frfdfoffei m/Wrat tfern. Jr Mns nach Berlesun in den Trost und du Allmächtigen geialle rassen in der Blut s'ch unter seinen Wi sesluna, und nachdei oerllev die kleine i "Tiesächsift gemeldet wird, äch dahin, die geheimni' Girons werbe die I Hose m ungünstige ?brde die kroiycim lindes abwatten, j »ünlpftzh'pinnen im Hilfe, I wenn die rntunhabe. ff* 6J 000 ei,9( wS'Ä; ; Nr Rüben^o ?udl st«!?!,»-!.. | i. lU.). fitste I kett Vn>t „ di- -d,ug-b«'st 19. in ö,, Md l°M 9«* gnl vormw'9b y« bl Mona J jegltr J ;*«**,■ granff"11' Alk ,st n°ch »nebbetg m W selben ausgesetzt. Stöhn, hat dunkelbraunen ecq der Kommerz- unc jpielhauscs M mungen über bic zu ernchter Kleine Äl achbarslaaten >1lm'lamt 1 umi 8 pLl. (6 i. B.). Märkte. an die Verhältnisie dcS Bestellers zu günstigen Bedingungen abzugeben." Mainz, 19. Jan. Bei einem gestern vormittag in Mombach ausgebrochenen Brande ist ein zweijähriges ftinb n einem Zimmer erstickt, ein vierjähriger Junge konnte kaum gerettet werden. — Für das 117. Regiment hat die vormalige Inhaberin desselben, die geschiedene Großherzogin Viktoria Melita, l. ,9L A.^, eine Bowle gestiftet. Bei einer letzter Tage stattgehabten Ofstziersfestlichkeit des Regiments teilte der Oberst dies mit und brachte auf die Großherzogin ein Hoch aus. Worms, 19. Jan. Das KreiSamt WormS hat die Verkaufszeit in Zigarren- und Tabak-Geschäften an Sonntagen auf fünf Stunden, gegen seither acht Stunden, eingeschränkt. Es entspricht dies dem Wunsche einer großen Anzahl Verkäufer. Frankfurt, 19. Jan. Eine Belohnung von 300 Mark ist nach dem Polizeibericht für Ermittelung des Aufenthalts des vermißten Kaufmanns Max Strauß, geb. um 7. März 1854 zu Kraisdorf in Bayern, wohnhaft in Friedberg in Hessen, oder die Auffindung der Leiche desselben ausgesetzt. Strauß ist 1.60 Meter groß, von gesetzter Statur, hat melierte, kurzgcschnittcne Kopfhaare, starken dunkelbraunen Schnurrbart. — Mit dem Abbruch des von der Kommerz- und Diskontobank erworbenen alten Schau- spi et Hauses ist begonnen morden. Endgiltige Beslim- iiiungen über die künftige Bewertung des Platzes und des darauf zu errichtenden Gebäudes sind noch nicht getroffen. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Rachbarstaaten. Das Postamt 11 in Butzbach wird in ein Postamt t umgewandelt. (BmdjtslaaL Dresden, 19. Jan. Vor der VI. Strafkammer hatten sich glitte die Studenten der hiesigen Tierärztlichen Hochschule Ctico Friedrich Heinrich Steckhahn, Arnold Friedrich Schmitz, ßml i't Fritz Heinrich Jahn, Kurt Reichel, Johann Georg Gender iciö Albert Robert Bertram wegen Zweikampfes mit t ö t - hebne n Waffen zu verantworten. Tie Angeklagten gehören »isochiedenen studentischen Korporationen an Am 4. November v. W. sind zwischen ihnen in Räcknitz Mensuren mit scharfen CijMgern, jedoch mit den nötigen Vorsichtsmaßregeln, ausge- fidjbltu worden. Der Ge ichtshot erkannte für jeden der Ange- lbPirn aus die zulässig niedrigste Strafe von drei Monaten Mu n g. Kandel und Verkehr. Dolküwillschast. — Die nächste Ziehung der Oestcrreichischen 500 st.-Lose von 1860 sindel am 3. Februar statt. — Stoblvasier n. Co. Im Dezember 1902 betrug der Ge- jhciftsumjatz der Attiengesellschaft vorm. C. H. Stobwasier u. Eo. ca. 61 000 Mk. gegen ca. 28 000 Mk. in demselben Aionat des Vorjahres. Der Atehrumsatz betrug in den ersten 9 Atonalen des laufenden Geschästsjahres entsprechend derselben Zeit des Vor- di. f,'5 big,»,,, j* sind « zur Post ^lannah^ - last .^nig/K bis in ge. sreichen S • Äe. von fam^Äe Er. :rten den ir abends 72^ der ing. 2er dann gelieferten L? r"’' MS ■Ää: P btt heileren LÄ» ^ ,e8*cn Wendstunden " hmicheuden toring, 8« madjen W Ach der „J«i d» meisten Berlin „ 'm, um die Anfliesmr «roleunigung nbznser. u Poftmstalten sind-, Auflieferer an bejon- l'onberen Wagen ftafl W von Massenaufliest- 1 nach je einer 6c« M Zweck der Einzel- n Ahe von Poslanftallen vnder» berücksichtigt unl> sliesnem abgefertigt. In mn gegenüber fallen diese rschimz gemhren, unter MMbzndenWnahm- ) bei einigen Ämtern nn inrnmts eniMchnbe tzin« sfenÜich «diese Ln- if Berlin beschrank bleiben, ißnahmen auch recht notig Jun. heute hielt der hiesige ersammlung ab. Nach er« Meran St. üeS heutigen ng btS deutschen Reiches, f die deutschen Mrs'ten und schlossen und aus Mutigem er herstelllen. Die An- die Einigkeit der deutschen w DemM M bet e§ Winterfest. Ter noch um mit einem großartigen >n angenehmen Abend zu ftern abend zwischen U uni iier E Jughard hier e»>' innin&S . Stube. M I"1 ohner und nahmen lhn aus 5»-*; lieber reibenden i| . -dingungen * melden. Stofe«1’- JryhnW igs-, $*2 M® b« W1 S,i M-'" - beenden schneien, -en. hessrtch-' Ä «”ltI St!** 'j**tiS»’** «Gießen, 20. Jan. Marktbericht. Aus dem heutigen Wochenmarkt lcsüeteu: Butter pr.Pfd. 0,80—1,00 Atk., Hühnereier 1 St. 8—10 Pig., 2Clck. OO-rOO Pfg., GanseeierOO—00 Pfg., Enteneier 0—0Pfg., Käse or. Llck. 5—8 Pi., Käsematle 2 Stck. 5—6 Pfg., Erbsen pr. Liter 21 Pfg., iünfen pr. Liter 32 Pig., Tauben pr.Paar 0,70—1 ,OOAtk., Hühner pr. St. W—1,40 All., Hahnen pr. Stück 0,80—2,50 Mk., Enten pr. Stück 2,00—2,50 sDif-, Gänse pr. Pfd. 55—64 Pfg., Ochjenfleisch pr. Pfund 16—76 Pig., Kuh» und Rindfleisch pr. Pfund 60—64 Pfg., Schweine- gj fleisch pr. Pfund 70—80 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Psund - Ü fijsg., Kalbfleisch pr. Pfd. 68—72 Psg., Hammelfleisch pr. Pfund W—70 Pig., Kartoffeln pr. 100 Kgr. 6,00—0,00 All., Weißkraut per Llmck 00—00 Psg., Zwiebeln pr. Zentner 4,50—5,50 Alk., Milch per Site-.r 18 Psg. Aepfel per Pfd. 0—00 Pfg., in Körben 00—00 Psg. 2ra.uben 00—00 Pig. •*# "K SjA, *** V >it »er* t ’S«»“” WZ! Ucrmischles. * Zum PistoleNdNell i in Grünewald. Ter erschossene Rechtsanwalt Tr. Aye war ein gewiegter Jurist ob ein geradezu glänzender Redner und Verteidiger. Allgemein bekannt war der Vers: „Sollst Tu gar ins Zuchthaus kommen, Kann Dir nur noch Ave frommen." Im persönlichen Verkehr war Aye ein liebenswürdiger und jovialer Mann, voller Lebenslust. Ta er ausgesprochen schön war, war er auch ein Liebling der Frauen und hatte zahlreiche Liebesverhältnisse, trotzdem er in glücklicher Ehe verheiratet war. Aber es kam niemals mit feiner seyc reichen, vom Lande stammenden Gattin zum Bruch da er fue immer wieder durch seine Liebenswürdigkeit zu beschwich-, ti gen und zu fesseln wußte, wenn die delikaten Affären des E alten zu ihren Lhreu kamen. Die Schwäche Tr. Ayes den Frauen gegenüber hat aber schließlich zu seinem Verderben, zum Tuell im Grünewald und zum Tode geführt. (Vgl. unsere heuttge Parlamentsausgabe.) Tie Beisetzung d?s erschossenen Tr. Aye fand am 19. d. M. aus dem Gar- nüsoiikirchhose in der Hasenhaide zu Berlin statt. Tie Be- tkiligung lvar sehr schloach. Ten Sarg bedeckten zahlreiche Knänze, unter anderem diejenigen des Offizier- undSanitäts- ko-rpo vom Land Wehrbezirk Flensburg, des Korps Holsatia und der alten Herren des Korps, des Kriegsgerichtsrats Skrn, Vorsitzenden der Militärgerichtskommission, die mit be:r Untersuchung der Affäre betraut worden war. Kuih b®r halb 3 Uhr fuhr ein Wagen mit der Wittve Tr. Ayes und dessen Mutter vor. Außerdem waren anwesend ein ßmfel des Erschossenen, Offiziersdeputationen und Kriegs- aecichtsrat Kern. In der Kapelle sprach Militäroberpsarrer Voens nach Verlesung eines Psalmes ein kurzes Gebet, das in den Trost und die Mahnung ausklang: Ta es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, diesen Mann so jäh dahinzu- rossen in der Blüte feiner Jugend, so ermahne ich Euch, sich unter feinen Willen zu beugen. Tann erfolgte die Betsetzung, und nachdem der Gecstltche den Segen gesprochen, verließ die Heine Versammlung den Friedhof. * T i e f ä ch s i s ch e K r o n p r i n z e s s i n. Wie aus Bem gemeldet wird, äußert sich das dortige Blatt „Ter Bund" dahin, die geheimnisvolle Abreise der Kronprinzessin und Sstrons werde die Unterhandlungen mit dem Dresdener Hose in ungünstiger Weise beeinflussen. Wahrscheinlich werde die Kronprinzessin m Mentone die Geburt des Kindes abwarten, um welches sich noch ein erbitterter Kampf entfpinnen werde. In Voraussicht der seelischen und politischen Konflikte, die sich TjOiJ) entwickeln dürsten, fei es gut, roeniti idle Schweiz nichts mehr mit dieser Affäre frü tun habe. stjrh ces ca. 80 000 Mark. — Die nächste Ziehung der Finuläudischen 10-Taler- 2osse von 1868 findet am 2. Februar er. statt. Büdingen, 18. Jan. Wie der „Süb. Allg. Anz.^ erfährt, miib die Zuckerfabrik Stockheim für die abgelaufene Kampagne iroij der niedrigen Zuckerpreise im Durchschnut 80 Pfg. für den „Zentner Rüben bezahlen und außerdem noch eine 4 % ige Divi- beube auf das Aktienkapital ausschütten können. Die Bremer Zigarrensabrikeu schlagen für 1902 8 pCt. Aoidende vor (9 L V.), die Bremer Jutespinnerei und Weberei ^rirfhafien der Redakticm. («nonyme «ufragen bleiben unberücksichtigt.) Z. Z. Da wir neuerdings aus bestimmten Gründen uns entschlossen haben, keine Namen in den Strafkammer- berichten zu nennen, können wir Ihrem Wunsche nicht willfahren. Dagegen bestätigen wir Ihnen gern, daß der, in der angezogenen .vlraskammersitzung genannte Konrad K. nicht ein Konrad „Köhler^ ist und auch nicht zu Langsdorf, sondern zu Orleshausen wohnhaft ist. Ferner bestätigen wir Ihnen gern, daß die geschädigte Kasse nicht der seit Februar 1872 bestehende Vorschuß- und Kredltverein, sondern die im Jahre 1896 von dem Bürgermeister m Langsdorf gegründete Spar- und TarlehnS- lasse ist. L. H. Besten Dank; wie Sie sehen, haben wir den Attikel verwendet. Natürlich honorieren wir ihn. fiiimlirii iliirijriditrn. Gestorben: Frau Assessor Ataue Koch Wwe., geb. Waldeck, in Alöseld. Telephonischer Kursbericht» Krnuklurt ». J».. 20. Januar 18b8 378% Beicheanleihe . . 102.90 3«/, do. ... 91.90 3‘/,»/o Konsole .... 102.70 3% do.....91.85 3*/e% Hestien .... 101.80 % Oberhesspn . . . 100.50 4% Oestorr. Goldrente . . 103.20 4' ,56 Oeeterr. hilberrente 101.50 4% Ungar, uoldrento . . 102.05 40/ Italien. Rente , , . 103.40 4'/,-6 Portugiesen ... 51.— 0/ Portug eaen, .... 31.35 1% C. Türaen .... 3080 lilrkenloee .....131.60 4°/q Unech. Monopol -Anl. 45.10 4l,% äussere Argentiner —.— 8j/q Mexikaner . . . 24.80 4V9 Zu Chinesen . . . . 91.95 Electric. Bot ackert ... 77.50 Nordd Lloyd . . . . 94.20 Kreditaktien . ... 219.— Diskonto-Kommandit. . . 194.90 Darmstädter Bank . . . 138.60 Dresdener Bank .... 148.69 Ber iner Handelsges. . . 160.— Oesterr. btaatsbahn . . , 148.90 Lombarden ..... 16.60 Gottbarubahn .... 181.70 Laurahütte......218.60 Bochum . ...... 182.— llarpener......178.25 Tendenz: fe t. Ncuclle ^tUluuußni. Originaldraytmeldungeu des Gießener Anzeigers. Frankfurt a. M., 2ü. Jan. Zn der vergangenen Nacht stürzte der Restaurateur Franz Meiler von Neu- Isenburg auf ber Landstraße zivifchen hier und Neu- Isenburg so unglücklich von seinem Rabe, daß« er das Genick brach. Um 1 Uhr fand ein Förster die Leiche im Graben liegen. Berlin, 20. Januar. Die gestrige Reichstagsdebatte über das bekannte Telegramm des Kaisers an den Prinzregenten Luitpold wegen der Verweigerung der 100000 Mk. für Kunstzwecke seitens des Zentrums im bayerischen Adgevrdnetenhause wird nur von einigen Morgendlättern besprochen. Die „Germania" meint, Gras Bülow bade e, sich wiederum recht leicht gemacht. Er fei um den Kern der ganzen Aingelegenhett herumgegaugen, indem er diefelbe als eine rein persönliche der beiden Fürsten hinstellte. Mer dem erregten Tone des Grasen Bülorv habe man es angemerkt, wie unbehaglich ihm seine Aiusgade dem Mgeordneten Schädler gegenüber war. Nach der „Tä gl. Rund sch." erregte es im Hause große Aufmerksamkeit, daß der bayerische Gesandte Gras Lerchenseld ben Reichskanzler unmittelbar nach seiner Rede zu derselben beglücllvünfchte unb sich in ein längeres Gespräch mit ihm vertiefte. Das „Be rl. Ta gebt." sagt, die Rede fei nicht ungeschickt gewesen. Ueber ben springenden Punkt, der die Verössentltck)ung des Telegramms veranlaßt habe, sei Gras Bülow in eleganter Wendung hinweggeglitten. Die „Boss. Ztg." bezeichnet es als unbedingt notwendig, daß der Kaiser durch die Verantwortlichkeit seines Ministers gedeckt werde, der die Erwiderung aus den Ausdruck einer starken Persönlichkett auf sich sellrst ablenkt. Geschehe dies, so seien Reden, wie die Schädlers, unmöglich. Wer darum werde sich das Verhältnis des Zentrums zum Grasen Bülow sicherlich nicht ändern. Es werde nach wie vor Zenttum Trumpf sein unb bleiben müssen. Der „Vorwärts" bemerkt ironisch, Graf Bülow habe von neuem bewiesen, daß es keine Ansorbernng an ihn gebe, ibter er nicht gewachsen wäre. Gras Bülow sei wahrlich ein „starker Mann". Berlin, 20. Jan. Die Aufführung des Dramas „Maria von Magdala" von Heyse ist endgiltig verboten worden. Während der Bezirksausschuß das durch das Polizeipräsidium ergangene Verbot aufgehoben hatte, wies das Oberverwaltungsgericht die Klage des Dichters und des Theaterdirektors Neuman-Hofer als unbegründet ab, da das Stück einen Angriff auf das religiöse Gefühl darstelle, das die Polizei zu schützen habe. — Die Gattin Rudolf Virchows hat dem Märkischen Provinzialmuseum die große silberne Ehrenfäule zum Geschenk überwiesen, welche ihrem Gatten zum 70. Geburtstage von der freisinnigen Partei gewidmet wurde. Berlin, 20. Jan. Kapitänleutnant Reiche, der auf dem vor Anker liegenden Schulschiffe „Stein" plötzlich verstarb, hat durch Selbmord geendet. Tie Motive zur Tat find unbekannt. Hamburg, 20. Jan. Generalkonsul Speck von Sternburg, der stellvertretende Botschafter Deutschlands in Washington, schiffte sich heute an Bord der „Augusta Viktoria" nach Newyork ein. Vor seiner Abreise hatte er noch eine Unterredung im Auswärtigen Amte zu Berlin. Dresden, 20. Jan. Die fortschreitende Genesun g des Königs von Sachsen rückt die Verwirklichung des Planes eines Aufenthaltes an der Reviera immer näher. Es heißt, die Königin-Witwe Karola und die Prinzessin Mathilde werden den Patienten dahin begleiten. — Der Kronprinz ist von seinem Unfälle so wett wieder hergestellt, daß er mit Hilfe eines Stockes täglich größere Spaziergänge unternehmen kann und nur noch ganz wenig hinkt. Wien, 20. Jan. Ter ehemalige Oberleutnant Bartmann wurde wegen eines Trohbrieses an einen der höchsten militärischen Würdenträger sowie ^vegen Verdachts der Spionage verhaftet. Bartmann ist bereits im Jahre 1879 wegen Spionage zu 5 Jahren Kerker verurteilt worden. Wien, 20. Jan. Tie Zahl ber streikenden Schneider beträgt insgesamt Über 10000. Frauen und Kinder eingerechnet, werden 25 000 Menschen von dem ©treit betroffen. Tie Bewegung greift auch in der Provinz um sich. Petersburg, 20. Jan. Der deutsche Kaiser hat dem Generaladjutanten Fürsten Dolgoruki die Brillanten zum Großkreuz des Roten Wlerordens, dem Flügeladjutanten Grafen Schuwalow die Krone zum Roten Wlerorden 2. Kl. unb dem Leutnant Fürsten Kantaku- zenc den Roten Wlerorden 3. Kl. verliehen. Tanger, 19. Jan. (Reuter.) Tie Bedeutung des letzten Zusammenstoßes bei Fez wird übertrieben. Tatsache ist, daß die Köpfe von sechs getöteten Feinden im Triumph nach Fez gebracht, dort öffent* ich ausgestellt uno zwei an Pferde gebundene Gefangene durch die Straßen ae schleift wur^ den. Tie Truppen des Sultans plünderten und zerstörter^ am 15. Januar mehrere zu Westhiaina gehörige Dörfer, raubten eine Anzahl Rinder und machten eine Reihe Ge^ fangene, wahrscheinlich aus der Zahl der Nichtkämpser. Tas Heer des Sultans operiert gegen einen Dell von Sßteftn hiaina; es ist in das eigentliche Gebiet des Prätendenten noch nicht vorgedrungen und mit de.sen Truppen noch nicht zu- sammengestoßen. Tie Truppen des Sultans gehen nur sehr langsam vor und sind noch nicht 30 Meilen über Fe» hinausgekommen. — In ber Nacht zum 15. b. M. bewarf eine Anzahl übelberüchtigter Verfonen in Fez auf ber Straße den englischen Vizekonsul nut Steinen. Tie liebel" täter wurden sofort verhaftet unb bestraft. Ter Zwischen" fall ist bebeutungslos. Newyork, 20. Jan. Ter Staatssekretär hat ein Ultimatum nach Bogota gerichtet Columbien hat jedoch die Annahme der amerikairifchen Vorschläge Per* weigert. Damit dürste der Panama-Kanal endgültig gefallen fein. Caracas, 20. Jan. General Valuntini, den man von den Revolutionären gefangen glaubte, ist gestern in La Guayra ein getroffen, nachdem er die Küste in einem Boote umgesegelt hatte. — Ter englische Kreuzer „Tribuns ist im Hafen von La Guayra erschienen. — Tie letzten Nachrichten aus Maracaibo melden, daß zwischen dem „P a n t [) e r" und dem Fort San Carlo migefähr 20 Schüsse gewechselt wurden. Die Umwallung des Forts ist nicht unerheblich beschädigt. Unter den auf venezolanischer Seite Verwundeten befindet sich der Oberst Mutta-Romah. Der „Panther" ist von zwei Geschossen getroffen worden. In La Guayra und Caracas herrscht völlige Ruhe. Ein b. achtenswerter Fortschritt auf dem Gebiet der IJ kör-l>e*< iil.-iHon ist durch die Finna I>r. W. Knecht & Co. in fr ranuturt a. M. erreicht worden. Dieselbe bringt unter dem Namen Säntis e-nen aus den feinsten und edelsten Alpen- k ä'it-rn hergestellten Magenbitter auf den Markt, der die denkbar »lös-ten Vorzüge in eich vereinigt und deshalb berechtigte» Aut#« hen erregte. Säntis ist em aromatischer, sehr pikant sc um ■ k -oder Likör von ansnezeu hneter Wirkung auf die Verdauungs- organe und wurden bei Magenbeschwerden, Darmträgheit etc die besten Er olge von den Aerzten beobachtet, sodass dieses Produkt dem Publ kam empfohlen za werden verdient. Probefl Mk. 1.—, grosse Flgsche Mk 2.40 Ueberall erhältlich. Vertreter für Giessen: Uh. Ludwig Thomas, Bahnhofstr. 87.. 664 Verdingung. Tie Fuhrleistungen für da§ städtische Gas- unb Wasserwerk Gießen, wie insbesondere das Abfahren ber Kohlen (deren ^abres- rnenge ungefähr 100000 Etr. betragt) vom Bahnhof in das Gaswerk, einschließlich Einladen in die Wagen und Entleeren an Ort unb Stelle, soll für die Zeit vom 1. April 1903 bis L April 1906 vergeben werden. Angebotsvordrucke sind auf unserer Buchhalterei erhättlich, woselbst auch die verschlossenen Angebote bis zum 81. b. AUL, vormittags 11 Uhr, einzureichen sind. Gießen, den 19. Januar 1903. 686 Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. Otto Bergen. Holz-Versteigernng. Donnerstag den 29. unb Freitag de« 30. d. Mt»., jedesmal präzis 10 Uhr anfangenb, sollen in dem Gemeinbe- wald zu Obbornhofen, nachstehend verzeichnete Holzsottimente oersteigett werden: 1. Donnerstag den 29. d. M. kommen zur Versteigerung a) 134 Eichen-Slämme von 20—70 Ctm. Durchnu, 2 bis 12 Mir. Länge, 160 Fstm. haltend, b) 20 Eichen-Stämme von 15—29 Etm. Durchnu, 6 bis 12 Mtr. Länge, 3,26 Fstm. haltend, c) 16 Fichten-Stämme von 15—30 Etm. Durchm., 10 bis 16 Mtr. Länge, 6 Fstm. haltend, d) 29 Eichen-Derbstcmgen von 11—14 Etm. Durchm., 5 bis 10 Mtr. Länge, 2,42 Fstm. haltend, e) 39 Fichten-Derbstangen von 10—14 Etm. Durchm., 10 biß 14 Mtr. Länge, 3,21 Fstm. haltend. 2. Freitag den 30. d. Mts.: a) 274 Raummeter Eichen-Scheiter, hierunter bestnben sich 26 Raummeter 1. Klasse, b) 144 Raummeter Eichen-Knüppel, c) 202 „ Eichen-Reisig, d) 183 „ Eichen-Stöcke. 679 Zusammenkunft jedesmal am Vicinalweg vor dem Wald. Die größte Auswahl in eleganten Ball- u. GfflllsMs-Scliulieii für Damen und Kerren bietet das 673 Frankfurter Schuhlager N. Reiss » Mänsburg 12. Mäusbnrg 12. Di« Beerdigung findet Mittwoch den 3L Januar, nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehause, Ebelstraße 5, aus statt. Todes-Anzeige. Gestern mittag */»12 Uhr verschied mein« liebe Frau, unsere gute Mutter 0271 Zm Margarchi Aheier yach längerem Leiden. Um sttlleS Beileid bitten Karl Kllgei«r und Kinder. Gießen (Dammstraße 19), den 20. Januar 1908. Di« Beerdigung findet Mittwoch den 21. d. MtS^ vormittags 11 Uhr, von den Neuen Kliniken aus statt. Todes-Anzeige. Gestern nackt 11'/« Uhr entschlief sanft nach langem Leiden unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Schwester Km Dorothea Köhrre geb. KirgeleiS im 72. Lebensjahre. Um stille Teilnahme bittet Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Kühne. Gießen, Wolthausen, Schwarme. Pepow, Krefeld, Amerika, den 19. Januar 1902. 678 Versteigerung* wegen Aufgabe der Pachtung. Freitag den 6. und Samstag den 7. Februar 1903, jedesmal um 10 Uhr morgens beginnend, werden auf dem Hofgut zu Utphe im Auftrage der Firma 9L Jülberth & Sohn daselbst durch den Unterzeichneten an den Meistbietenden öffentlich gegen Barzahlung, bei größeren Gegenständen eventuell gegen Ziel, versteigert: DaS lebende Inventar, bestehend in: 15 Pferden, 4 Fohlen, sowie der Bestand an Schweinen, darunter 2 Eber, mehrere Zuchtschweine, Läufer und Ferkel; daran anschließend 'das komplette tote Inventar, beginnend mit der Feldbahnanlage, Wagen und Maschinen, endlich mit kleineren Geräten in Hof, HauS und Ställen, soweit solche abgegeben werden, endigend. Die Versteigerung findet bestimmt statt. Hungen, den 16. Januar 1908. 667 Kek Gerichtsvollzieher. Freitag, den 23. d. Mts. wird in dem hiesigen Gemeindewald folgendes Holz versteigert: 96 Nadelstämme von 14 bis 22 om Durchmesser und 8—20 m Länge, 8 Kiefernstämme von 27 bis 84 cm Durchmesser und 5—9 m Länge, 82 Fichten-Derbstangen — 8,36 fm, 814 rm Nadel-Knüppel (darunter find 30 rm 3 m lang), 8000 Nadel-Wellen, 66 rm Nadel-Stöcke. Die Zusammenkunft ist mittags 1 Uhr beim Lindenbaum am Ruhberg. Großen-Linden, am 16. Januar 1903. Großherzogl. Bürgermeisterei Großen-Linden. Leun. 628 Holzverfteigerung Donerstag, den 29. Januar sollen in den Zimmerischen Waldungen zu Winnerod Distr. Buchwald und Burgwald versteigert werden: Brennholz: Buchen Scheit 224 rm , Prügel 113 , Eichen t 10 , Nadel „ 55 , Buchen Stock 75 u Eichen „ 10 „ Nadel „ 10 , Buchen Reisig 578 „ Eichen „ 168 „ Nadel „ 66 „ Gemischtes Reisig 144 „ Nutzholz: 1 Kirschbaum, 30 Durchm., 5,8 in Länge, 0,41 Inhalt, Eichenstangen 19 Stück mit 0,89 Inhalt, Lärchenstangen 30 Stück mit 0,92 Inhalt, Fichtenstangen 766 Stück mit 5,95 Inhalt, Fichten-Bohnen- stangcn 4850 Stück. Zusammenkunft vormittags i/210 Uhr an der Ecke des Buchwald an der Straße Winnerod-Bersrod. Winnerod, d. 19. Jan. 1903. S a m e s. 654 Versteigerung. DouuerSlag, den 22. d. Mrs. nachmittags 2 Uhr versteigere ich Neuenweg 28 (im Löwen) 13 m Lammt, ea. 82 m blaues, grüne», rotes, weißes u. schwarzes Mützeu» tuch, sowie 80 m verschiedenes Mützeufutter zwangsweise gegen bar. Berstetgeruug bestimmt. Gießen, den 20. Januar 1908. 677 Seipel, Gerichtsvollzieher Stadt. Schlachthaus. 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