Die heutige Kummer umfaßt 12 Seite«. Per Flmstur- in Serbien Joseph Kapdu's „Jahreszeiten". Mr werden um Veröffentlichung folgender Zuschrift land längst erwartete Einladung für Verhandlungen zur Revision des bestehenden Handelsvertrages mm- mehr in Bern eingetroffen. S i b y l l e n o r t, 18. Juni. In Anwesenheit des Königs von Sachsen, der Königin-Mtwe Karola, der Herzogin von Genua und der Prinzessin Mathilde von Sachsen fand im Sibyllenorter Parke bie feierliche Enthüllung dcS Gedenk- k r e u z e s statt, welches die Königin-Witwe für den K ö n i g Albert errichten ließ. Fürstbischof Kopp segnete daS Kreuz ein und hielt die Gedenkrede auf den König Albert. Karlsruhe, 18. Juni. Heute vormittag traf der bayerische Ministerpräsident Freiherr v. PodewilS in Baden-Baden ein und stieg, einer Einladung deS Gro^> Herzogs folgend, im Schlosse ab. Um 12i/2 Uhr wurde Frei- Herr v. PodewilS von der Großherzogin empfangen. Um 1 Uhr fand zu Ehren des Ministers eine größere Frühstückstafel statt, zu der Staatsminister Brauer mit Go mahlin und andere geladen waren. Nachmittags reiste von PodewilS nach Karlsruhe und nahm abends an einem Tiner bei dem Staatsminister Brauer teil. Deutsches Deich. Berlin, 18. Juni. Ter Kaiser toofrrtfe heute auf dem Schießplätze in Meppen umfangreichen Borführnnaen neuer Schiffsgeschütze mit Rohrrücklauf bei und begab sich von dort am Nachmittag zum Besuch der Aus stellung der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft in Hannover. Tort wurde er von dem Präsidenten und der Direktion derselben begrüßt. Anwesend waren ferner Minister v. Podbielski und die Spitzen der Behörden. Es fand eine Rundfahrt durch die weit ausgedehnte Ausstellung statt. Ter Kaiser besichtigte fodann bie Sonderaus- stellung ber hannoverschen Landwirtschaftskammer und be- tmcdete namentlich Interesse für das SpirituSglühlicht als Straßenbeleuchtung für kleinere Gemeinden und für Kasernen. Nach anderthalbstündigem Aufenthalt begab sich der Kaiser nach der Stadt zurück. Tem Präsidenten der Landwirtschaftskammer, Kammerherrn v. Rheden, und dem Landrat v. Göschen-Harburg wurde der Rote Adlerordeu 3. Klasse mit der Schleife verliehen. Außerdem fanden verschiedene andere Ordensauszeichnungen statt. — Tie Kaiserflottille ,Ho henzollern- Sleipner" und „Nymphe" trat heute mittag die Fahrt der Skupschtina und dem Senat angenommenen Verfassungsänderungen wurden dem König mitgeteilt und xxm demselben ..uchmigt. Die Regierung wird die neue Verfassung morgen in Kraft setzen. Der König wird nach seinem Eintreffen au| dieselbe den Eid leisten. Die tSlückwunschdc^esche deS KgiserS Franz Josef wurde von der Regierung und >er Bevölkerung ueubw begrübt Der König wird durch einen llkaS den Präsidenten, Vizepräsidenten und die MitKieder deS StaatS- cates ernennen. Diese werden ihre in der neuen Verfassung vorgesehene Amtstätigkeit solange verrichten, bis in ber orbentlichen Skupschtinatagung bie gemäß Gesetzartikel 141 vorzunehmenden Neuwahlen erfolgt sinb. Die bisherigen Staatsräte werben ihres Amtes enthoben. Das Amtsblatt veröffentlicht bie Annahme beS Pensionsgesuchs ocs Staatsratspräsidenten Generals Bvgicewitsch> ber gleichet tig auS ber Stellung als Senator schieb, sowie bes Gemeinderatsvorstanbes von Nische Theodor Mllanowitsch. — In der russischen Kirche in Genf sanb gestern vormittag feierlicher Gottesdienstes zu Ehren König PeterS statt. In Bel grab schwinbet baS Gefühl der Unsicher heil, bad sich unmittelbar nach ben Ereignissen vom 11. Juni bemerkbar machte, aber schon durch die Einmütigkeit ber Regierung unb Bolksvertrettmg bei ber üönigsivahl bebeutenb abgenommen hatte, merklich infolge der herzlichen Beglückwünschmig des Königs durch mehrere Staatsoberhäupter. Auch bie Bevölkerung menbet ben Vorgängen reges Interesse zu, ba Die Ansicht vorherrscht, baß bie gefahrvolle Krisis in einer 'Seife gelöst, welche tatsächlich zur Hoffnung berechtigte, Daß eine glückliche Zukunft für Serbien baburd) an- gebahnt ist. Völkische Tagesschau. Dou einet Erschütterung bet Stellung des Grafen Bülow und deS Staatssekretärs Grafen PosadowSky infolge deS Wahlergebnisses wird hier unb da gemunkelt. Der konservative .NeichSbotc' hatte zuerst dieser Vermutung speziell im Hinblick auf den Reichskanzler Ausdruck gegeben. Natürlich sind die Krisengerüchte durchaus gegenstandslos. Das Ergebnis der Reichstagswahlen haben wir gestern nachmittag durch Extrablatt in der Stadt bekannt gegeben. Heute liegen sämtliche 39 7 Wahlergebnisse vor. 184 Stichwahlen sind erforderlich. Gewählt sind 31 Konservative, 88 Zentrum, 14 Polen, 6 Reichspartei, 54 Sozialdemokraten, 4 Wilde, 6 Elsässer, 5 Nationalliberale, 1 Täne, 1 Resormparlei und 3 Bauernbund. An den Stichwahlen nehmen teil: 37 Konservative, 122 Sozialdemokraten, 24 freisinnige Boltspartei, 65 Na» tionalliberale, 11 freisinnige Bereinigung, 4 Elsässer, 8 Polen, 16 Reichspartei, 1 Bund der Landwirte, 5 Antisemiten, 35 Zentrum, 10 Wilde, 6 Bauernbund, 8 deutsche Bolkspartei,' 8 Welfen unb 8 Reformpartei. Tie im Königreich Sachsen abgegebenen sozial« demokratischen Stimmen haben um 151809 zu genommen. Tamit hat die sozialdemokratische Partei 140000 Stimmen mehr erhalten, als alle übrigen Parteien zusammen genommen. Ein vom russischen „Regierungsboten" veröffentlichtem Eommuniqus lautet: Eine Woche ist seit dem Tage der blutigen Umwälzung in Belgrad vergangen, von welcher die kaiserliche Regierung, weil Serbien ohne gesetzliche Ge malt war, in offizieller, allgemein Üblicher Form nicht in Kenntnis gesetzt werden konnte. Indem Rußland streng den Standpunkt der Nichteinmischung in bie inneren An gelegenheiten der Balkanstaaten einhält und es auch für unmöglich hält, mit den Leitern, die eigenmächtig die Ge- walt ergriffen haben, in irgend»velchen Verkehr zu treten, wartete es die Beendigung ber Wirren ab, um sein Ber halten zu den Ereignissen im Königreiche klar festzustellen In der außerordentlichen Sitzung vom 2. Juni ber Skupsch tma und des Senats wurde die gesetzliche Ordnung wie- derhergestellt, und Peter Karageorgiewttsch einstimmig zum König gewählt, ber das an ihn gerichtete Ersuchen der Volksvertreter aunahm und den serbischen Thron unter dem Namen Peter I. zu besteigen einwilligte. Sofort nach der Wahl wandte sich der Fürst telegraphisch an den Kaiser mit dem Gesuch um Anerkennung als Wnig, worauf die allerhöchste telegraphische Anuvori in bestätigendem Sinne erfolgte. Indem die kaiserliche Regierung Die Wahl bee- neuen Monarchen, des Nachkommen einer ruhmreichen Ty naftie, begrüßt unb dem Ober Haupte des Rußland g(au- vensverwandten serbischen Volkes vollen Erfolg zum guten Beginnen wünscht, kann sie doch nicht umhin, die Zuversicht auszusprechen, daß König Peter I. ^vermöge seiner Gerechtigkeit den festen Willen an den Tag legen wird, indem er allen voran Maßnahmen zur Untersuchung bei verabfcheuungswürdigen Uebeltat ergreift unb die treu* brüchigen Verbrecher, die mit ber Schmach bes Königs- mordes bebeckt siiid, strenger Strafe unterwirft. Natur sich kann nicht bie ganze serbische Armee für das bas öffentliche Gewissen empörende Verbrechen verantwortlich gemacht werben. Doch wäre es für bie innere Ruhe Serbiens gefährlich, bie von ben Militärs in gewaltsamer Weise bewerkstelligte Staatsumwälzung ohne die erforderliche Sühne zu lassen. Solche Unterlassung würde unvermeidlich in ungünstigem Sinne auf die Beziehungen aller Staaten zu Serbien eintoirten unb damit für Serbien ta der Morgenröte ber beginnenden Regierung Peters I. ernstliche Schwierigkeiten schäften. Tas glaubensverwandte Rußland sendet zu Gott Gebete um Ruhe für bie Seele des vor- Leitia umgekommenen Königs Alexander und ferner Go mahlin, indem es den Segen des Allerhöchsten auf die Regieruugsrnühen Peters I. zum Wohle unb Gedeihen des serbischen Volkes herabruft. .. c?r , Nach einer Pariser Meldung wird bie französische Neaierun g in Uebereinstimmung mit dem russischen Kabinett den Wünschen auf Bestrafung der serbischen Kömgs- mörber aus sprech en, ohne jedoch die Bestrafung als Beding- una für die Fortsetzung der beiberfeitigen Beziehungen zu machen. - Ter russische Gesandte Ezankow erschien bereits im Ministerium bes Aeußern m Belgrad, wo er mitteUtc, daß der Zar bie Wahl Peters I. anerkannt habe. Der König von Italien wird, wie aus Rom gemeldet wirb, einen Spezialgesandten nach ©enf fenben nut bem Auftrage, "Peter I. zur Thronbesteigung ferne Glück* wünsche zu überbringen. Die Abreise beS Königs ans Genf üt enbgiltig auf Montag abenb festgesetzt, bie An- hmft in Belgrad auf Mittwoch mittag. Die vorgestern von Lukas, Hanne unb ber Ehor ber Laiidleute: es ist durchaus ein ländlicher Schauplatz, von bem aus bas Wesen unb bas Treiben ber Menschen in ben Jahreszeiten betrachtet werben soll; eine orarya tische Beziehung verknüpft die rebenben Personen bis ai^ eine kleine LiebeSszene zwischen Lukas unb Hanne nicht. ' __ Alle begrüßen nun ben einziehenben Frühling: „Komm holder Lenz. . ist eines der anmutigsten und poetischsten Stücke aller Zeiten. Sehnen, Hoffen unb Zagen sinb bie wechselnben Empfindungen, welche bas Ganze belebt. Der naive Volkston quillt in voller Ursprünglichkeit. In ber nun folgenden Szene läßt Heybn ben hinter bem Pfluge flötend daherschreitenden Ackersmann das Andante aus seiner eigenen Sinfonie mit bem Paukenschlage flöten, übertragen aufs ganze Orchester. Nun bitten alle in ber mit einer Fuge enbigenben formenreichen Hymne: „Sei uns gnädig" um ben Segen bes Himmels. Der erbetene Regen fällt unb im Anblick ber grunenben Fluren erschallt ber Freubenchvr: „C wie lieblich ist der Anblick der Natur- mit Solistenensemble. Durch regere Fröhlichkeit, Orchestermalereien, bie von Fischen, Lämmern, Bienen unb Bügeln sprechen, führt ber Komponist zu dem feierlichen Dank- gebet, einer der bedeutendsten Kompositionen im Kirchen- stile: „Ewiger, gütiger, mächtiger Gott", reich gegliedert, und in ber Schlußfuge: „Ehre, Lob unb Preis sei Dir!'« zu ganz gewaltiger Steigerung geführt. Ein Sommer lag bient ber Schilberung des Sommers von der Morgendämmerung bis zur Abendglocke. Simon's Arie: „ber muntre Hirt" bringt die Hornklänge, bie bas auszutteibenbe Vieh zum Sammelplatz locken. Der Ehor: „Sie steigt herauf" malt in einem mächtigen Crescendo ben Sonnenaufgang. In Hannchens Arie meldet sich ber Bach, ber Insekten Geschwirr, es schlägt die Wachtel unb zirpt die Grille, es quakt der Frosch, alles hübsch unb ohne Aufbringlichkeit mit einander verwoben. Die Cavatine des Lukas: „Dem Truck erlieget bie Natur" malt bie er- brüdenbe Macht sengender Sommerhitze; ihr folgt erst die ebenberührte Arie Hannchens, ehe Simon das heran- nahende (Bernitter antünDigt, Lukas unb Hannchen bange bie Zeichen beobachten. Der gewaltige Gewitterchor, nur ton Kiel nach Hamburg zur Anbordnahme beS Kaisers für i>ic tzelgolanbfahrt an. — Wie man aus Kiel telegraphiert, werden auf Einladung beS SCaifeixi während ber diesjährigen Kieler Woche bie Großhetzöae von Hessen, Baben unb Mecklenburg auf ber Jacht ,Hohenzollern" Wohnung nehmen. — Reichskanzler Graf B ü l o w, der an einer Magenver- tvmmung leibet, befindet sich in Behandlung des Professor» RenverS. Die Erkrankung nimmt einen normalen Verlauf unb bietet Aussicht auf balbtge Wieberherstellung. — Ter BundeSrat erteilte in seiner heutigen Sitzung ben Auöschußantragen bettefjenb die Zuckersteuer-Aus- führungsbesttmmungen unb ben AuSfübmngSbestimmungpn zum Gesetz über bie Vergütung des KükaozollS bei bet Ausfuhr von Kakaowaren vom 22. Aprll 1892 feine Zustimmung. Tesgleichen stimmte bet Bundesrat bem Ausschuß^ berichte über bie Beschlüsse bes LandesauSschusseS xum Entwürfe eines Gesetzes für Elsaß-Lothringen betreffend die Errichtung und den Betrieb neuer Apotheken und dem Aus- schuhderichte betreffenl/ die. Beschlüsse des LandesauS- schusseS zu dem Entwurf eilte» Gesetzes wegen ber Feststellung pes 'Nachtrages zum LandeshaushaltSetat von Clsaß-Lothringen für das Reck)iiungSjahr 1903 zu. — Wie der Berner „Bund" erfahrt, ist die von Deutsch gebeten: Was an bet Musik eigentlich das Herrlichste rst? Ta«^Herrlichste unter dem vielen Herrlichen? Ihre wun- bertoc Tiefe? Das Elementare auszusptechen mit so un- itiittefbaren Lauten, wie es keine andere Sprache de,itzt, Illchtfitt^ denSch merz, nicht für die Luft? Reichtum an Schattierungen des EmppndungSausdrucks? ^bre unaebeurc suggestive .HYart, nmichenhattor als alle L Tausend und einc >Mcht? Ihre gl-tscherhm-- Reinheit im Wonnerausch, wenn sie uns die Seligkeiten aller Himmel zu kosten giebt?" „Das Herrlichste an der Muff! ist ihre Göttliche Wahryaftigkett. Sie ist die einzige Sprache, in der nicht gelogen und betrogen imtb. (Aus M. G. Conrads: Majestät.) . x Tiefe Worte stammen aus dem Munde Köirig Lud- wias II und der Kaiserin von Oesterreich und verdienen aerade einer Betrachtung über Haydns Jabresze.iten vor- ,u werden Ztvar möchte ich meinen, daß die Lugner kn d^r^Mnstk a>lch lngan, -s gibt olLer Meister war und ist I o s e s H a Y b n. Seine „Jah- -es-etten" geben aucT) hiervon lebendiges Zeugnis. 1799/1800 sind die Jahre schwerer Asbett für ben , An* scbon nahezu 70 Jahre alten Meister. Wer da? dem oollendeten Werke nach anzumerken l Und es fo ja es wird immer ,o bleiben: „Sol ba-, Le ßaben^ die Götter den Schweiß gcj-k-i" _««r die ^berKäcklichen bilden sich nach immer ein, dan Llllent Eüa nichts mit Arbeit, mit Energie unb tfteiB ,zu tun hätten und zu ihnen gehört denn doch bie große Mehrzahl ber sog. verkannten Genies. Gerade bie afler- ' grüßten Meister in Kunst unb Wissenschaft wissen davon zu sagen, wie nur rastlose Arbeit zu ben Höhen führt. Schon bei der Kompvsitton ber Schöpfung, bie für jene Zeit allerdings ein reformatorisches Werk, eine m ihrem Formenbau neue und selbständige Kunsterscheinung war, hat ber Komponist schwere Anstrengung gehabt unb nur widerwillig ließ er sich auf die neue Arbeit em: „er fei zu alt unb habe nicht mehr bie Kräfte, ein so großes Werk auszuführen", auch, besagte ihm ber Text in vielen Stellen wenig. Er gab auch später ber Schöpfung ben Vorzug' „Sn ber Schöpfung reden Engel und erzählen von Gott, aber in den Jahreszeiten spricht nur ber Lukas". Allein nicht HaydnS Werk trifft ber Lorwurf, wenn von einem Vorwurf überhaupt bie Rebe fein ternn, jonbern ben englischen Dichter bes Textes. In der ^,at aber ift man ungerecht, wenn man auch hier wieder falsch vergleicht. Es verdient doch keinen Tadel, daß an Stelle der in der „Schöpfung" behandelten mythischen Vorgänge und gewaltigen Naturereignisse hier in den Jahreszeiten vchil- berungen der Landschaft, bie täglichen Freuden unb Sorgen beä menschlichen Levens unb ^.reibens, treten. Natürlich durfte daher in dieser Komposition nicht ber große pathe- ftjchc Zug walten, der die „Schöpfung" durchweht, wenn auch einzelne Telle und der L>chluß des Ganzen dem wieder nahe kominen. Musikalische Genremalerei, Idyllen und derbe Volksszenen überwiegen: ,^n dieser Kleinkunst feiert Haydn, namentlich im „Herbst" Triumphe, durch Stücke, wie bie Jagd und bie Weinlese, ^ie sind mit ber Feinheit und Treue der niederländischen Maler aus- aeführt und bilden den frischesten Teil des Oratoriums." lH K-etzschmar. Frühling, Sommer, Herbst und Winter bilden die naruilirf)e Einteilung: in der Ouvertüre geht, Haydn vom Winter aus und schildert zum Schluß derselben, wie endlich seine Herrschaft nach langen sturmen aebrochen ist: „Aus langen fest au;; uigenben ^'llkorden rutschen flüchtige Sechzehntel wie der Schnee von den Tüchern." ')iun treten, mit kurzen .c...auvischcn ^lAester- ftguren begleitet, bie Personen des Oratoriums auf: simon. Nr. 141 Jwettes Blatt. z 153. Jahrgang Freitag 1». Juni 190» »rschetut tÄglt» Ä M 7bV1^viertel- nutzer Somnags. W ▼ L'ibdtcb Mk. 180; durch Dem Gießener Anzeiger k. ▲, ^^fck Abhole- u. Zweigstellen werden im Wechiel mil A Z ' iw*, <9 BB W JvK wv monaklich Ps.; durch t»»Inl6>iZAll Ar JITiXAIfl Ar wawst ■bXÄL. |V ilv IIvI 11 IVIMVV SÄ«« U General-Anzeig« " SS; St Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Giehen WM FernfprrchansLlnß Nr. 51_ v ________ Kürschners „Deutscher Reichstag" wird unmittelbar nach den Reichstagstoahlen, herausgegeben von Hermann Hillger, dem Nachfolger Josevh Kürschners, rum vierten Male erscheinen. Er enthält ore Bilder und Biographien sämtlicher Reichstagsabgeordneten und wird durch Ausnahme eines reichen statistischen und geschichtlichen Materials, sowie durch neue Tabellen bedeutend erweitert werden. Insbesondere wird auch das Format vergrößert und das Büchlein so handlicher gestaltet, doch "bleibt der billige Preis von 50 Pfg. bestehen. Ausland. Son don, 18. Jurn. Die Freunde Chamberlains sind der Ansicht, daß, nachdem die Regierung sich nicht mehr aus die Stellung einer sicb über die Opportunität von Schn^öllen informierenden Behörde beschränkt, sondern sich eine Hälfte des Zollvereins angeeignet hat, unmöglich länger am Ruder bleiben kann, ohne die Billigung oder Mißbilligung des Landes für den neuen Kurs einzuholen. Außerdem drohen der Regierung Gefahren aus der irischen Land-Bilr Budapest, 18. Juni. Die Bemühungen Tiszas, ein Kabinett zustande zu bringen, tvaren bis jetzt erfolglos. Selbst diejenigen Personen, auf welche Tisza am meisten gerechnet hatte, weigerten sich, in das Kabinett einzutreten. Die beiden Vizepräsidenten des Abgeordnetenhauses haben sich mit Apponyi solidarisch erklärt und ebenfalls ihre Demission eingereicht. Wre verlautet, dürfte, wenn es nicht gelingt, ein neues Kabinett zustande zu bringen, Szell wiederum mit der Neubrldung betraut werden. Petersburg, 18. Juni. Der Mann, welcher gestern nachmittag in der Hauptstraße ein Attentat auf den Herausgeber mehrerer antisemitischer Blätter Namens Kruschewan verübte unb ihm eine tiefe Stichwunde am Halse verbrachte, ist der frühere Student des Kiewer Polytechnikums Namens Pinkus Daschewski. Bei seinem Verhör erklärte er, daß er Kruschewan für den Urheber des Massakres in Kischinew halte und Rache nehmen wollte. Die Wunde Kruschewans ist nicht gefährlich. Der Raubmörder Detrois vor dem Schwurgericht. x Mainz, 18. Juni. Auch heute wieder ist, wie wir dem „M. Tgbl." entnehmen, der Andrang des Publikums außerordentlich. Ter gefesselt zur Anklagebank geführte Raubmörder scheint gerade so ruhig und kaltblütig zu sein, wie gestern. Kurz nachdem ihm die.Handschellen abgenommen sind, erscheinen Richter und Geschworene, worauf der Vorsitzende Herr Landgerichtsrat Nuß zunächst einen Brief des Angeklagten an seine Eltern verliest, der nach einigen Reimereien in schwulstigen, überschwänglichen Worten beklagt, daß der Name Tetrois geschändet sei durch die Mordtat, und in dem der Angeklagte Eltern und Geschwister bittet, für ihn zu beten: „Schrecklich, schrecklich und nochmals schrecklich ist diese schauervolle Tat, das Verbrechen vor Gott und Menschern Stets habt Ihr mich zum Guten ermahnt, aber ich folgte Euch nicht. Jetzt ist es zu spät, und bald wird der Tag der Sühne kommen. Ich will ruhig sein und büßen, dieses schreckliche Verbrechen. Tröstet Euch, liebe, teure Eltern, Tu mein lieber, guter Vater, hast mir mein Verbrechen verziehen, und Tu, liebe, gute Mutter, und Ihr meine Geschwister, wollt Ihr mir nicht verzeihen? Ich will mein ganzes Leben Buße tun, drum schreibt nur, daß Ihr mir verziehen habt Nochmals will ich sagen, daß ich von Tir, mein Vater, nur Gutes gesehen und gehört habe und ich bedauere tief, Tir nichD gefolgt zu haben. Gottes Langmut war erschöpft und jetzt trifft mich die Strafe." — In gleich schwulstiger Weise war rin Brief ab gefaßt, den Tetrois im Jahre 1901 aus dem Gefängnis in Metz schrieb, wo er eine Strafe wegen Tiebstahls verbüßte. Auch hierin spricht er von der erschöpften Langmut Gottes und von verdienter Strafe. Er bespricht in überschwänglicher Weise, nie wieder etwas Böses zu tun, und stets ein braver Bursche zu werden. Auch hier gibt es Verse, mit denen der Brief schfteW: Schlecht ist's geschrieben, Gut ist's gemeint, Tie Hand hat gezittert, Tas Herz hat gemeint. Herr Oberstaatsanwalt Tr. Schmidt beantragt, bei der Beurteilung der Schuld eventl. statt auf Mord (§ 211) auf Verbrechen and §§ 211 und 214 zu erkennen, worin Zuchthausstrafe von 10 Jähren bis Lebensdauer dem Räuber angedroht wird, der den Menschen, die sich ihm bei Ausführung des Raubes entgegenstellen, tötet und dabet martert. Ter Gerichtshof zog sich nach Verlesung dieses Schreibens zurück, um die Schuldftagen zu formulieren, die nach ctiva halbstündiger Beratung wie folgt verkündet tour» ....... . EggL. -WB durch die wenigen Recitativtakte von der köstlichen, heimlichen, groß empfundenen Waldidylle Hannchens vorher getrennt, wird eingeleitet. Aller Laut erstirbt, die Streichinstrumente spielen Pizzicato und in stockenden Rythmen wie knisternd, eine unheimliche flatternde Flötenfigur und der Tanz der Elemente beginnt mit dem Krachen des vollen mit Posaunen ^gespickten Orchesters. ist das ae- waltigste Gelviltergenlälde, das vielleicht je geschaffen wurde, fassungslos stehen im ersten Teile die Menschen da, dann sammeln sie sich zu der wunderbar gewobenen Fuge: „Erschüttert wankt die Erde bis in des Meeres Grund" und endlich langsam uni) leicht verstummt die Klage, der sich unmittelbar das Terzett mit Chor anschließt: „Die düstern Wolken trennen sich". Die Abendgjocke tönt, der Anblick der Sternennacht erhebt die Stimmung und in freundlichen Bildern des Dvrflebens, in Tanzklängen und einem Nachtgescurg tönt alles friedvoll aus. Der „Herbst" beginnt mit einer von Solisten und Chor gemeinsam ausgeführten Apostrophe an den Fleiß, die Haupttugend der Ertltezcit: Haydn sagte davon selbst: ,^ch bin allezeit fleißig gewesen, aber es ist nrir niemals eingefallen, den Fleiß in Musik zu setzen". Der Fleißchor ist nicht auf der Höhe und wird deshalb meist fortgelassem Auch das Liebesduett zwischen Hannchen und Lukas ragt nicht über seine Zeit hervor. Daun folgen zwei Jagdszcnen: erst die Arie des Simon: „Run zeiget sich das entblößte Feld" und „Seht auf die breiten Wiesen hin" in der äußerst naturgetreu und aufregend bis zu den letzten Einzelnheiten der Eifer des ruhelos suchenden Hundes geschildert wird, bis er das Tier stellt und der Schuß gefallen ist. 9wch reicher und eine der tresflichsteu Stellen ist daun der große Jagdchor: „Hört das brüte Getön', worin alle so reich wechselnden Lagen und Empfindungen der Hirschjagd aus geprägt sind, geleitet von den durchgeführten Jägdmotiven der den Aus Atadt und Land. Gießen, 19. Juni 1903. * * Person alien. Durch Entschließung Großh. Ministeriums der Justiz vom 16. Ium d. I. wurde der Ge- cichtsaccessist August Serbert in Gießen zum Gerichtsassessor ernannt * * Eine neue Regiernngsvorla ge betrifft den Verkauf des Steuerkommissariatsgebäudes zu Friedbe rg und Errichtung eines Steue r ver w a ltu n g s- gebäudes daselbst. Mit Allerhöchster Ermächtigung S. K. H. des Großherzogs richtet das Finanzministerium an die Stände des Großherzogtums und zunächst an die zweite Kammer das Ansinnen: L den bereits abgeschlossenen Verkaufs- und Kaufverträgen die landständische Genehmigung zu erteilen; 2. sich im übrigen mit dem vorstehend dargelegten Vorgehen einverstanden zu erklären und zu genehmigen, daß die hierzu erforderlichen Beträge, soweit sie nicht aus dem Erlös der verkauften Steuerkommissariats- hofraite gedeckt werden können, durch Kapitalaufnahme nach Maßgabe der Bestimmungen des Finanzgesetzes für das Etatsjahr 1903/04 vom 28. März 1903 beschafft werden. * * Urlaubseinteilung. Bei den städtischen Beamten ist eine Anftage im Umlauf, wer von denselben Urlaub zu haben wünscht und auf wie länge Zeit. Bekanntlich ist für einen Urlaub bis zu 14 Tagen der Oberbürgermeister ohne Anhörung der Stadtverordnetenver- ammlung zuständig. Die Anordnung, die Beamten selbst zu fragen, wann und ob sie Ferien haben wollen, ist im Interesse des Dienstes zweifellos sehr zu billigen. * * Ein Eisenbahnbeamter überfahren. In )er vergangenen Nacht, gegen 11 Uhr, wollte der Zivil- upernumerar Andreas bei der Einfahrt des Coblenz- Nießener Güterzuges 6783 in den hiesigen Bahnhof auf den noch in Bewegung befindlichen Packwagen springen, um dort Anordnungen zu treffen. Durch eigene Unvor- ichtigkeit stieß er dabei an einen Lichtständer, wodurch er herab siel und unter die Räder des nächsten Wagens geriet Es wurde ihm dabei der linker'Oberarm über» den. Es werden drei Fragen gestellt: Ist der 2üiflefTaflte schuldig: 1) des Mordes, an seiner Tante, oder 2) bei der Beraubung seiner Tante, weil sie sich ihm entgegenstellte, oder um sich der Ergreifung zu entziehen, getötet zu haben und 3) ob er sie dabei gemartert hat und hierdurch ihren Tod herbeigefuhrt zu haben. Hieraus ergriff Herr Oberstaatsanwalt Tr. Schmidt das Wort zu der Anklagerede, in der er vorausschickte, daß bei den Geschworenen, die der Verhandlung mit größter Aufmerksamkeit gefolgt sind, wohl feint Zweifel darüber herrsche, welche Frage er stellen, welche Strafe er fordern werde. Vor Gott und vor den Menschen, vor dem Gesetze und meinem Gewissen kann ich es verantworten, fuhr der Oberstaatsanwalt fort, die Forderung der schwersten Strafe zu stellen. Und was für mich güt, gilt auch von.Ihnen, meine Herren Geschworenen. Für Mord kennt das Gesetz nur eine Strafe, die des Todes. Wohl mag es schwer fallen, den Menschen auf das Schaffot zu schicken, oer aus Eifersucht Blut vergoß. Wohl wird es schwer, das Weib dem Henker zuzuführen, das den ungetreuen Gatten tötete. Aber hier, wo es sich um einen grausamen und wollüstigen Burschen, den Typus eines Raubmörders, handelt, der mit roher, kaltblütiger Ueberleguna eine Mordtat beging an einem Weibe, dessen ganzes Leben nur der Wohltätigkeit, nur der Nächstenliebe geweiht war, hier, meine Herren Geschworenen, würde Ihr auf Todesurteil lautendes Verdikt mit Genugtuung begrüßt werden. Sorgen Sie deshalb dafür, daß die menschliche Gesellschaft von diesem Mordbuben befteit wird, daß unsere Leute auf dem Lande sich vor solch einem Scheusal nicht mehr zu fürchten brauchen. Man wird einwenden, daß der Angeklagte, hätte er seine Mordtat nur drei Wochen früher, da er damals noch nicht 18 Jahre alt war, verübt, dann wäre er vor dem Schaffot, ja sogar vor dem Zuchthaus bewahrt geblieben und nur eine zeitliche Gefängnisstrafe von 3—15 Jahren hätte seine Strafe sein können. Aber es handelt sich hier darum, ob der Angellagte die Einsicht für seine Strafbarkeit besessen hat. Gegenwärtig ist eine Bewegung im Gange, die die Altersgrenze von 12 auf 14 Jahre heraufsetzen will. Nie aber ist eine Stimme laut geworden, die auch die Altersgrenze von 18 Jahren herauf setzen wollte, denn die Statistiken zeigen, daß es gerade Angehörige des Alters von 17 bis 20 Jahren sind, die die meisten Diebe und Räuber stellen, bei denen die größte Genußsucht und Ausschweifung herrscht. Hierzu gehören die meisten, die aus Arbeitsscheu zu Erwerbslosem werden und von da rasch auf die Straße des Diebstahls und des Raubs gelangen. Deshalb hat das Gesetz die Altersgrenze auf 18 Jahre gesetzt, und eine Milde ist nicht am Platze bei einem Burschen von der Treulosigkeit, von der Gemeinheit, von Der Roheit des Angeklagten, der eine alte, angesehene, mildtätige Dame, die ihm und seinen Eltern nur Gutes getan hat, ermordete, ihr sauer gespartes Geld raubte, um es mit feilen Dirnen zu verprassen. Was ihm an Alter fehlte, das ersetzte er an Bosheit, Verschmitztheit, Verdorbenlosigkeit und Sittenlosigkeit. Müßiggang ist aller Laster Anfang, das ist die Devise im Leben des Angeklagten von jeher gewesen. Für feine Gewalttätigkeit spricht in grauenhafter Weise nicht nur der Spons- heimer Raubmord, sondern auch die Tatsache, daß Tetrois schon wenige Tage nach der ungesühnten Blutschuld bereits wieder einen Revolver, „einen Tröster", wie er ihn nannte, sich gekauft hatte, um eine Dime, die ihm nicht zu Willen war, samt ihrem Schatz zu ermorden, um zwei Leichen zu chaffen: das sind seine eigenen Worte! Die Briefe des Angeklagten, das sind die eines Heuchlers, wie sie stets in so schwulstiger Weise nur von den schwersten Verbrechern aus den Gefängnissen geschrieben werden. Er hat in diesen Schreiben aus Metz versprochen, nach Hause zurückzukehren, leißig zu arbeiten und seine Eltern zu unterstützen. Nichts von alledem geschah. Noch liederlicher, noch schlechter wurde ein Lebenswandel nach der Metzer Gefängnisstrafe. Und >on hier aus schrieb er feinen Eltern, er wolle seine Schuld ühnen und die reine Wahrheit sagen. Doch hat er gelogen in der Untersuchung und er hat gelogen in der ganzen gestrigen Verhandlung. Mit lebendigen Farben schildert dann Oberstaatsanwalt Dr. Schmidt die Einzelheiten der Mordtat, wie sie bereits aus den Berichten bekannt sind, und das ebenfalls durch die Zeugenaussagen bekannte aus- chweifende Treiben des Angellagten nach der Mordtat. der Hörner. Den Schluß des Herbstes bringt dann ein reges Winzerfest, ein Bauernbild ä la Ostade mit all der Dwlli gleit und Wüstheit solcher Gesellen. Das Orchester hat zürn zweiten Teil ^ine wilde lustige Tanzmusik bis zum Wirrwarr, und das ganze hörte sich leicht und lustig an, während es der schwierigste Teil der Aufführung ist. Die Bilder des Winters bringen Hannchens Klage über die lange Dauer der Nächte und Lukas Arie vom verirrten Wandrer. Dann folgt eine Spinnstubenszene mit zwei tändelnden Stückchen, die Hanne zum besten gibt: das musikalisch vollere: „Knurre, schnurrt und das lieber» spiel artige Lied vom gefoppten Barvnchen. Plötzlich be- [rnnt sich der Dichter darauf, daß der Muter ein Gleichnis des Todes ist: Die Arie, die nun Haydn über den Text: „Erblicke hier betörter Mensch" geschrieben hat, ist eines der tieffinnigsten Stücke unter seinen Gesangskompositionen, voll von Ergriffenheit im langsamen, von Leidenschaft bewegten TeÜ. Ter nun unmittelbar folgende Schlußchor steht auf der Höhe der in dieser Arie angeschlagenen ©ntpfinbiuig und bringt das ganze Werk zu einem religiösen Ausgang. In der Form ist er reich und frei mit geteilten Chören, die in Frage und Antwort sich ablösen und einer Schlußfuge. Die ersten Aufführungen der Jahreszeiten fanden statt im Schwarzenberg scheu Palais am 24., 27. April und L Mai 1801. Der Erfolg glich dem der Schöpfung: „Staunen und lauter Enthusiasmus wechselten bei den Zuhörern ab". So ist das Werk nun 'über 100 Jahre alt, aber es ist frisch geblieben, unsterblich, wie alle wahren Meisterwerke unb so möge niemand die gebotene Gelegenheit versäumen, es wieder einmal in so trefflicher Wiedergabe anHuhoren, wie wir sie seil langem von dem ausführenden Verein gewöhnt sind. famfeit die Kaltblütigkeit, die uns hier in Erstaunen setzt«. Denn er hatte sich in seiner Einbildung schon alle Schrecknisse der Mordtat ausgemalt, und so tarn ihm nichts mehr unerwartet. Nur die krasseste Genußsucht war die Triebfeder für sein Handeln, und da er stets arbeitsscheu und ausschweifend war und weil er von St. Johann mit dem Versprechen fortging, Geld, viel Geld mitzubringen, um bann fein ausschweifendes Leben weiter führen zu können, und weil er schließlich schon 24 Stunden vorher die Tat genau schilderte, darum ist er überwiesen, daß er mit kalter Ueberlegung die Tat vorbereitete unb dann ausführte, wie er es ja zuerst zugestanden hat. Er war auch bei der Tat nicht im geringsten aufgeregt, wie sein ganzes peinliches Vorgehen bei dem Suchen nach Geld gleich nach dem Mord, wie das Einnehmen des Mittagessens an der Tür, hinter der die Ermordete lag, beweisen. Er kam, das Werkzeug in der Tasche, zu seinem Opfer. Er trug den Selbstbinder, mit dem er die alte Frau erdrosseln wollte, in der Tasche und hatte deshalb den Rockkragen hochgeschlagen. Auch die Tücher, mit denen er feine Tante knebelte und chr den Mund verstopfte, trug er griffbereit ebenfalls in der Tasche. Und als während der Diaro tat jemand am Haus schellte, ging er hin, um zu sehen, wer es war, und kehrte dann 'ckuhig zu seinem Opfer zurück, dem er vollends den Garaus macht. Dann sucht er. Er findet zwei Schlüssel. Er sucht zu den Schlüsseln das Loch und findet einen Koffer, an dem er die sechs festgeknoteten Schleifen nicht etwa aufteißt oder zerschneidet, sondern mit aller Gemütsruhe, die Zigarette im Mund, löst, und die er, nachdem er das Geld geraubt hat, wieder zuschnürt, während sich unter ihm sein armes Opfer in den letzten Zuckungen windet. Tie Tat ist mit einer Sicherheit, mit einer Ziel- bewußtigkeit ausgeführt, wie sie also nur nach vorheriger genauer Ueberlegung gewonnen werden. Bejahen Sie die Frage, daß der Angeklagte vorsätzlich getötet hat, daß er mit Ueberlegung getötet hat. Ob Dann die Todesstrafe an Dem Angellagten aus geführt wird, das ist nicht Ihre Sache, denn das Recht, Gnade walten zu lassen, steht nur dem Landesfürsten zu. Sie aber sollen Diener des Gesetzes sein. Der Angeklagte stiert bei der etwa zweistündigen Rede ohne eine Miene zu verziehen, stumpf vor sich hin. Der Verhandlung wohnen auch die Kellnerinnen Geibel und Meolo, die gestern Denwmmen worden sind, mit großen Rosenbouquets geschmückt, bei, obgleich sie heute bei der Verhandlung nichts mehr zu suchen haben. Als man dies bemerkt, müssen sie hinaus und die Rosenbüsche ablegen. Sie betragen sich recht ausfällig unb lachen vergnügt mit einander, während hinter den Schranken über den Buben, den sie mit ins Verderben stürzten, auf Tod unb Leben entschieden wird. Nach der „Frkf. Ztg." wurde, nachdem die Geschworenen die Schuldfrage aus vorsätzliche, mit Ueberlegung ausgeführte Tötung bejaht hatten, der Angeklagte wegen Mordes zum Tode verurteilt. fahren. Hätte er nicht noch die Kraft gefunden, sich etwas beiseite zu werfen, so wäre er wohl mit dem ganzen Körper überfahren worden. Der Verletzte wurde in die Klinik verbracht, wo er sich den Umständen nach wohl befindet. #* Eine Reihe geradezu haarsträubend blöd« sinniger Druckfehler ist infolge unaufmerksamer Korrektur in den letzten Nummern unseres Blattes enthalten. Tie drei größten Fehler wollen wir hier doch richtig stellen. Zunächst ist das endgiltige Schlußresultat der Wahl: Heyligcnstaedt 535«, Köhler 5122 (nicht 5022), Krumm 6034. Ferner haben 79,5% der Wahlberechtigten ihrer Wahlpflicht genügt. Endlich muß es in unserem Leitartikel in Nr. 139 heißen: Denn es war keineswegs rnrsere Absicht, uns gewaltige Kosten zu machen zu gunsten Anderer, Unehrlicher. Bensheim, 18. Juni Gestern sand hier der 1. Verbandstag des Verbandes der Bäckerinnungen für das Großherzogtum Hessen statt. Nach der um ualb 10 Uhr morgens stattgefundenen Gesamtvorstands- ttzung im Bahnhofshotel 6 eg oben sich um 12 Uhr die Ver- bandsmitglieder zum „Deutschen Haus". Ter Vorsitzende, ^brr Jean Jckstadt-Mainz begrüßte die zahlreichen Gäste und dankte für den herzlichen Empfang. Es folgten Begrüßungsansprachen der Herren Bürgermeister Tr. Fre- nay, Landtagsabg. Euler, ferner Obermeister Sattler-Wies- baben. Ter Vorsitzende erstattete sodann Bericht über den ■ötanb des Verbandes unb hob insbesondere die Gründe hervor, welche eine Trennung von dem Zweigverband Hessen Nassau forderten. Ter Verband zähle 308 Mitglieder. Xie Innungen des Kreises Gießen, Darmstadt, Offenbach, ^orms und Alzey mit zusammen 412 Mitgliedern gehören bem Verbände bis jetzt nicht an. Herr W. Start erstattete Lassebericht, lieber die obligatorische Einführung der ist mit aller Gewißheit erwiesen, wie auch gestern Sachverständige ausführte, daß Dettois a tont prix Tod seiner Tante gewollt hat und chn nicht nur in der Erregung herbeigefuhrt hat. Das ist ohne weiteres ür jeden denkenden Menschen llar. Denn er hat nacheinander kaltblütig bret Gewalttaten angewendet, die jede ür sich den Tod des Opfers zur J^lge hätten haben nüssen. Einen großen Raum in der SUiöagerebe bean- pruchten auch Die juristischen Belehrungen. Gerade die ange vorherige Ueberlegung verlieh dem Detrois die Grau- 9—13. Tendenz: ttill. Wegen vorgerückter Saison Wegen vorgerückter Saison laMSB $ A. Holterhofi Söhne, Giessen Seltersweg 20. Sdtersweg 20. . 101.40 . 103.25 . 50.70 . 82.00 . 34 30 . 134.00 . 45.40 •'/*•/0 8% 3' ,°/o 4°/. Italien. Rente . . 4*,,% Portugiesen . . . 8°/ Portugiesen. . . . 134 C. Türken . . . Tdrkenloee 4°/0 G riech. Monopol.-Anl. 4' ,34 äussere Argentiner . . 26.06 . . 92.8o . . 93.00 . . 100 75 . . 206.00 . . 18,480 . . 136.10 . . 146.90 . 153.10 . . 144.60 . . 19.00 190.56 . . 216.75 . . 173.50 . 179,50 Reichsanleihe do. Konsols . do . . Nordd. Lloyd . . Kreditaktien Diekonto-Kommandlt Darmstädter Bank Dresdener Bank . Berliner Handcisgee Oesterr. Staatebahn Lombarden . . Gottharabahn . . Lauranütte . . . Bochum .... Harpener . . Geschenke, welche sie als Königin erhalten hat, ihnen als Lrben auszufolgen. genommen. Frankfurt, 18. Juni. Nachbarstaaten. Arbeiter, die eine Schlafstelle teilten, darüber in Streit, daß einer den andern des Abends aussperrte. Der Ausgesperrte siieg auf einer Leiter durch das Fenster ein, „ Üanipc an und schlug mit dieser auf seinen im Bette liegenden Zimmerkollegen los. Letzterer erlitt dadurch so schwere Wunden am Kopf, daß er in das Krankenhaus nach Höchst gebracht werden mußte. Ter Täter wurde festgenommen. — In Michelbach hat ßch der Schäferknecht Heinrich Linker aus Breungeshain, Kr. Schotten, erhängt. Die Verzweiflung über sein Mißgeschick — der 73jährige Mann war schwerhörig und völlig erblindet — mag ihn in den Tod getrieben haben. . 101.90 | 8<*/ü Mexikaner . 91.55 ! 4«/iVo Chinesen . . 102.00 Electric, bchackert . 91.60 . 101.10 . 100.00 . 103.00 anmelden. . ..... , - . Ter FirmungSunlerricht wird erteilt für die auswärtige Firmlinge Sonntag, den 21. Ium, nachmittag» S Uhr; für bic in ließen wohnenden Firmlinge Mittwoch, den 24. und Tonncrtiag, den 25. Juni, und zwar für bic m5nn- lidien Firmlinge de- abend» um 8 Uhr, für die weiblichen otan- Imgc de» nachmittag» um 6 Ubr. Joraclnifchc Religiönrgemeindc. toottcobicuü in der Synagoge, Sndaulage. Samfctag, den 20. Juni 1903. Vorabend 7.45 Uhr. Morgen» 8.80 Uhr. Predigt. Nachmittags 4 Ubr. des Oberpräsidenten und des Regierungspräsidenten unserer Stadt einen Besuch machen, um eine Besichtigung unseres Domes vorzuneymen. Tie Herren treffen mit dem Zuge 6.50 Uhr hier ein und reisen bereits mit dem Zuge 8.11 Uhr wieder ab. (W. A.) Amöneburg, 18. Juni. Gestern abend gegen 11 Ubr ertönte der Feuerruf. Es brannte in einem Stall des Landwirts Ruhl. Das Feuer verbreitete sich so schnell, daß die Bewohner das Vieh nicht retten konnten, und so ist denn eine Kuh, ein Rind und ein fettes Schwein in den Flammen umgetommen. Der Feuerwehr gelang es, das schwn brennende Greibsche Wohnhaus zu retten. Morgens gegen 5 Uhr konnte die größte Gefahr für beseitigt gelten und die auswärtigen Spritzen abrücken. (H. L.) Kleine Mitteilungen aus Hessen und den 8‘ i% Hessen . . . R1/, 94 Oberhessen . . 494 Oesterr. Goldrente . 4' ,94 Oesterr. Silberrente 100.60 494 Ungar. Goldrente Ar Grün in gen/ 18. Juni. Die Wahlbeteiligung war hier gering. Bon 171 Wählern kamen nur 99 iur Urne. Es sieht zu erwarten, daß die ,2 Zurückgebliebenen, die keine „Genossen" sind, bei der demnachstigen grosse Preisermässigung auf garnierte Kinder-Strohbüte eintreten. ^omriitoa» um 9 */. Ubr: Hochamt mit Predigt. 'Ioum 2,,x Ubr: Christenlehre darauf fakramentaMche ° BuLerfchafls. Andacht. Sonntag, den 28. Juni wird da» hell, vakrament de» Firmung qefpenbet werden. , ... - Tie Firmlinge müssen sich Sonntag, den 21. Juni, ponmöo^» oon 11—12 Uhr ober nachmittag» von 6—7 Uhr im Piarrhaute Katholische Gemeinde. Samstag, den 20. Juni 1903. Nachmittaas um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur HL Beichte. Sonntag, den 2L Juni. 8. Sonntag nach Pfingsten. DormittaaS von 6 7, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht. um 7 Uhr: Die erste hell. Messe, vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion. „ um 8 Uhr: Die zwecke Heck. Messe. Mckitärgottesdienst mit Predigt. Telephonischer Kursbericht. frnnkturi u. Jl., lg. Juni 1903. Udj, bie in Sayern Beheimatet .st, Weint ta bmWg I Kult! Handwerks komm er Papiere, als Lehrverträge, Gesellenbriefe I Stichwahl arögüchp alle ihre Stimmen auf den liberalen I usw. referierte Herr Abel-Main-. GZ wurde beschlossen, Kandidaten vereinigen, sodaß dieser hier mit einer starken von der weiteren Verwendung der seither benutzten „Ger-1 Majorität gewählt werden dürfte. mania"-Papiere abzusehen und diejenigen der Hessischen —AusdemWahlkreiseOsfcnbach-Dieburg, Handwerkskammer zur Einführung zu bringen. Laute 17. Juni. Daß U lrich, trotz seiner 14000 6t, 3un>dd?_- Llagen werden erhoben über die ungleiche Behandlung der seit 1898 3000, sich einer Stichwahl unterziehen muß, Brotlosen und Brotkontrollen, sowie über die polizeilichen I das ist das hocherftLullche Ergebnis der Wahl des 1b. Brotreoisionen. ES wurde beschlossen, die Handwerks-1 Zuni. Dr. Becker hat c5 auf 11800 St gebracht, also auf kämm er zu ersuchen, geeignete Schritte zu tun, daß bei I volle 6000 mehr als Schloß mach er und Hauck zusammen der in Aussicht genommenen Älbänderung des Polizeistraf- im Jahre 189b erzielt hatten, während der Zentrumsgesetzbuches der 8 186 ausgehoben und die §§ 73 und 74 kandidat Hebet trotz seiner rastlosen Tätigkeit, die derjenigen der Gewerbeordnung in gleicher Weise gehandhabt werden I Dr. Beckers nichts nach gab, der 6300 St. nur einen Zu- wie in Preußen und Baden. Tas Verbot, Backwaren in! wachs von 1000 St zu verzeichnen hat. Der Feldzug von offenen Fenstervorlagen auszulegen und daß solche seitens I Dr Becker war in erster Linie gegen die besonders in des kaufenden Publitums angefaßt werden, wurde als not- unserem Wahlkreise so zahlreiche Partei der W a h l - wendig erkannt Heftige Debatten rief der vom Vorsitzenden faulen gerichtet, und hierin hat er ungeahnte Erfolge verlesene Beschluß des Germania-Verbandes in Berlin I errungen. Während z B. in Badenhausen im Jahre 1898 hervor, welcher als Zentraloerband Nord-Teutschlmids den unter 501 Wahlberechtigten nur 251 zur Urne gingen, wo- neu gegründeten Verband Hessen als Zweigverband nicht von 35 für Schloßniachcr, üunmtenbcuer unter 53b anerkennen will, viellnehr eine Angliederung der hessischen I rechtigten 403 alz wovon 243 ftr Dr. Becker. Zn | ~Qbbatha'u»aana 9 40 Uhr. Innungen an den Zweigverband Hessen-Nassau (Sitz Kassel- hoscu ging 1898 kaum eLN Dritlel zurlUue, heuer mer a wünscht Die Versammlung beauftragte den Vorstand, dem Fünftel (81), wovon 69 sür deck«, in Grotz-Bieberau blieben llflirllc ItlüllHllllU'll Zentralverband zu übermitteln, daß der Bäcker verband für 1898 über drei Siertet der Wähler zu Hause, diesmal ei - Hessen einstimmig der Ansicht sei, daß ein Anschluß an den stimmten fast vier Fünftel ab, wovon weitaus die größte Crigiualbrohtmclbuitßcii bce ebener «nzetger». Milieloeurschen Verband nicht mehr möglich ist. Als Ort Zahl für Du Becker. Die Patine h^,aber Giuidernhanfen Berlin, 19. Juni. Zu lärmenden Straßen- des nächstjährigen Verbandstages wurde Älainz bestimmt errungen, wo unter 232 Wählern 231 abstimmten, roouoii|,cnen cs gestern abend in der Burgstragc Hier tagte und unu 4 Ubr die Verhandlungen geschlossen. Es folgte 196 für den Kandidaten der Ordnungsp^teien, wahrend Feenpalasl eine sozialistische Wähler-Ver- ein aemeinschaflliches Festmaht (T.Z) 1898 die Wahlbeteiligung unter anem Drittel geblieben sammlung, ui welcher der Äbg. Bebel sprach. Ter tc, Frankfurt a. 18. Juni. Wegen Sittlich- war. Fast genau so war es in Reinheim. Awch m den Saal war in kurzer Zeit bis auf den letzten Platz ge- keitsverbreckens wurde der Witt und Küster Heinrich großen FadriDorsern des leises Offenbach brachte Dr. ^llt, sodaß die Zugänge polizeilich gesperrt werden mußten. « Tu 1 • x 7? '*£. rTt - Setter eine ganze Armee von Wahftaulen aus die Beine, sammelte sich in der Burgstraße bald eine nach ,i?cnomr^? 2o erzielte er in Dietzenbach 199 St gegenüber 92 bürtzerl. lausenden zählende Menschenmenge, die stürmisch Lin- Verbrechen in der katholischen Kirche in Oberrad an einem I Stimmen im Jahre 1898, in Dreieichenhain 107 gegenüber I l^ll verlangte. Bei der Räumung der Straße durch bic 11jährigen Mädchen begangen. Kirchhof ist verheiratet und in Egelsbach 123 gegen 31, in Langen 347 gegenüber Polizei stürzten im Gedränge zwei Frauen, von denen die Vater von fünf Kindern. — Wegen desselben Verbrechens an 98, in Jfenbiwg 602 gegenüber 271, und eiwlich in Sprend-l in Schreikrämpfe verfiel, währeiid die andere eine einem sechsjährigen Mädchen wurde der 34 Jahre alte l lingen 559 gegenüber nur 60 i. I. 1898. Diesem gewaltigen I Verletzung an der rechten Schulter erlitt. Schreineraeselle Wassenbach, gebürtig aus Esten, hier fest» Fortschritte der büraerl. Prateien steht in diesen trten nur reitender Schutzmann, dessen Pferd ausgeglitten , r_... _ Ein gerl. Prateien steht in diesen Lrten nur I reitender Schutzniann, dessen Pferd ausgeglitten war, lein ganz geringer der Sozialdemokratie yir öeite, die m stürzte ab, blieb jedoch unverletzt 2u der von uns schon ge- Sprendlingen sogar 61 St v^oren hat. Ueb^ und Becker Berlin, 19. Juni. Wegen vorsätzlicher jertrüm- in der Ridd ast r a^ ß e er^ haben zusammen 1700 St mehr als Ulrich. Eine Reserve- merung einer Düste Kaiser WilhelmS I. wur- 1--— -m 16. Juw nicht abgestimmt hat, stebt zwei Arbeiter zu anderthalb Jahren Ge» ioäch, die'in Sayern bLhcimatet ist, scheint in dem Ms" rur Wahl, alle Ämm an Bord, verurteilt. eine Lweideutiae Rolle aespiell Lu haben. Sie halte ein die Siege^palme winkt! London, 19. Ium. Zu der Explosion im Ar. Berhallnis mn einein Garuicr, der ,päter eine Stelle als Bingen, 18. Ium. Die RelchStagSkan^daten senalvonWoolwich wird gemeldet: Von dein gaiizen - Vostiinterbeamter annahm dann aber, weil er ein reich- Schmidt und Tlaaß haben annähernd gleichviel (^bäudc blieben nur einige Eiscngitter stehen. Augenzeugen Ucheres Auskommen zur Gründung eines Haushalts zu Stimmen, sodaß erst die amtliche Zusammenstellung sahen die Körperteile der Getöteten mU den Trümmern finben hoffte, zur Gärtnerei wieder zurückkehrte. &u diesem labgewartet werden muß, um festzustellen, wer von beiden I durch bic Luft fliegen. Mehrere bei der Exploswn verletzte Zweck hatte er sich bei der Verwaltung des Palmengartens!mit Brentano in die Stichwahl kommt. IPersonen liegen im sterben. scheine Stelle beworben und sollte sich deshalb dort in! ■■ "^Ooudon, 19 Zum. Ter ftaife^prciS für diesen Tagen vor st allen. Die Dotterweich aber hatte hinter ULtMllÄllkö. Wettsingen der ^^utsch-amerikaiiischin Maniier- iFiroa miAtnnrta mnhnpnhPTi S^rlnbten auch Niti gesangvereine in Baltimore wird nack) einem Ncwyorker S^iArmo^eV baTÄ«6äto^ d^gcg ragen, «Hamburg 18. Jan'. Zwri Männer verübten einen der „Taily Mall" voraussichtlich dem Verem Km nfunh mid> ahe^s «rfehtt in dem Lensahner yotel hum ÄNtnen Husch «rion-Bro o k l y N oder dem Chor jungerMänner M ® Tft haft ^üÄtm^eich dem und erschossen den Besitzer. Äe Tater enttarnen. Ln Philadelphia »ugesprochen Werder,. h^^Snmd,te haft i6r eine - Eine Bersammlung der Suhrwerlsrntercssenten lehnte Paris, lil. Juni. Aus Bar-le-due wird berichtet, daß Ä ’™ ÄJS eS M Proklamation des Droschlen ktttscherstreiIs ab. General Brugdre das Lpser e.neä Automobil.Un. SeffiÄk aÄ 6* * Prini°Ism Luise von Toskana .st m SRonna (6üb. f Q ((te wurtL Sein Sagen kippte um, der General d^ß^s ^erhÄtnis mit ArNnicht ohne Folgen gebl^berl ftankreichs emgetrofsen und im Schloß der Baromn Lav.rt- wurde herausgeschleudert, wobei er einige Verletzungen sei. Zn einer dieser beiden Vermutungen dürfte wohl die I Viktor abgestiegen. Auf der Durchreise wurde sie m ^ponlcrhtt. , .. Tat Schusters ihren Grund haben. Sch. hat bei den reitenden von dem Attachs der österreichischen Botschaft be-1 P ari3,,19. 3^1■ ®1111 lagern in Straßburg gedient, sein Führungsattest ist das I grüßt. — Wie aus Salzburg berichtet wird, ist es dec nungslauf für den Grand prix ctjclifle ^n Paris roiebcrum befte Der Polizei!) er ich t schreibt, daß über den Verbleib Wunsch des Großh. toskanischen Paares, auch eine AuS - 9 e! chlagen, sodaß nunmehr der Hannoveraner endglltig L SchZer^bishA nichts h'at ^stellen laftem n gderPrinzessinnen Margareta' undHerniana mH tD Mu le um' am ÄnnKMmW S HL', ih--- Schwester Luise zustande zu bringen. Diese Aussöhnung SÄ I u m l^nes wnru^t^tMÄbri^Äst^henz In den st-ht tatsächlich in nächster Zett zu erwarten. In diesem den Grasen Lierstorps; zu Ehrenpräsidenten ernannt. ^t^rtuniei^beTmiweu^ - ein eiglutltcher Jchtraum Falle dürft« bte Prtnzestm Luise wieder m den Kreis ihrer Wien, l'J. Juni Der amtliche Beruht des General, t^^? niebt OOTbaiiten - sand am ^rm^ig^ mitten homtlie zurückkehren und dürfte vielleicht allzährlich ihre Gouverneurs von Monastir meldet dte grausame Er. rtMÄlitaWAl!» »ertreter fiinber in der Salzburg,schon Residenz sehem , mordung eines achtjährigen Knaben im Torsi be- staatlichen, städtischen und Militärischen Behörden, sowie • Pocken. In mehreren Ortschaften des Kreises Prüm lcolira durch ben Bulgaren ^sischko. Der Alrnder wurde tr .freunbeter wissenjchastlicher Institute beiwohnten. in der Eisel find die schwarzen Pocken ausgebrochen, erhaltet. ^^"^'?^^lorHümi^s^l^tber ,/:t- 1— —r-----1 • j,17 j,. 17i-Irlitam I Ereignissen IN L-aloniti mit drei Lehrern au» der >^tai)t ent* yirnjlmjE flohen sind. Durch die Grmittelung der Behörden wurde Evangelische Gemeinde. seftgestellt, daß.zwei dieser Lehrer mit etwa 10 Anhängern irl 2. Sonntag nachTrinitatis, den21. Juni. in einem etwa 2 Stunden von Ueskueb entfernten Dorfe Gottesdienst. verhaftet und dem Gericht Überwiesen worden sind. Sie I» der Ltadtkirche. waren mit Uniformen des revolutionären Komitees be* Vormittag» 8 Uhr: Pfarrer Sche unemann. ! kleidet und mit Manlicher und Gras-Gewehren bewaffnet. Zugleich Christenlehre für die Neukonsirmierten aus der ^^er wurde der schwer kompromittierte Direktor der bul- ”-'/.°Uhr: Professor I>. Stamm. sarisch-n »«b<6entoul<= »erhast°t. ajormittagä 11 Uhr: «mderkirche 'ür ^att^gemeinde.! ° -S-°dlg^ >nt.^^u In btt Die Vorbereitung zur Kinderkirche findet Samstag, den lgehoden und ihnen gestattet worden, sich fre: in der ^tadt 20. Juni, nachmittags 47, Uhr, im Konfirmandensaal statt. »zu bewegen. Sie haben der neuen Regierung die Bitte In der Iohauueskirche. I unterbreitet, das Vermögen der Königin Trage sowie die Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Euler - . Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der In Nied bei Frankfurt kamen zwei gukasgememde. Vormittags 91 /, Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Vormtttags 11 Uhr: Lindergottesdienst für die Johannes- Iaemeinde. Pfarrer Dr. Naumann. i, zündete die |» Sonntag Abends 8 Uhr: Versammlung und Bibelbeiprechung im Konfirmanden;aal der Johanneskirche. Bibelstelle: Matth. 9, in Abzug gebracht. 4882 OOGGOGGG»G«SOGGOGOO 4884 Kanzleibcrg 9. 4853 Südanlage 4, II. Gut gemachtes 4848 Bahnhofstr. 29. Nur 17500 Lose! 4219 Die und Bürk. 4879 zeigen ergebenst an 02914 Gießen, Ostanlage 38, den 18. Juni 1903. fe' Liebigftratze Oietze« Liebigftratze Geschäfts - Empfehlungen liefert billigst vrühl'schc Universitäts-Druckerei, Eichen. 3it v er Kn ulen i'rnnt'-Gel'ttche Bn vermieten SSIg-, ^MaxBbs^ ssenx Bahnhofetr. 29. 4887 Zur Selbstbereitung des gesündeste» Tafel- und Sinruache--Essig. Man verlange und nehme nur die seit 1876 beslbewährte ($16’5 Mg-Menj. LPiitt, zahmer Papagei mU Käfig sehr billig zu verkaufen M erhaltener 8asheri>, drei Kochflammen, Brat- und Backofen, für 26 Mark abzugeben Abbruch. 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