'^befind, ‘flflfie 9. Dienstag 1V. MailSOS ISS Jahrgang Erstes Blatt. Giertet- weiter zu- der ganzen v- monail nächsten Jahren geschehen weroe, werde die ganze Ankunft abhängen, es frage sich, ob das gr"^ —-..... samrnenhalten werde, als eine freie Nr. 116 Erscheint täglich außer EonniagS. Dem Siebener Anzeiger werden tm Wechlei mit dem hessischen Landwirt die •ufccntr Kamillen- blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotanonebrud u. '8er- ’.aq der Brühl 'sehen Univers.-Bukh- u.bte«n- dructerei (Pieltch Erdens Redaktion. (fcrpeöinoe und Drnaerei: EchnlKrabe 7. Adresse füx Tepe,eben: Anzeiger «leben. KerniprechanichlubAr 51. jährlich Alk. 2.20; durch Adhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Bi.; durch diePostMk.L.—vienel- sährl. auslchi. Bestellg. Annahme von Anzeigen ür die Tagrtnummer .'IS vormUiag» 10 Uhr. , etlenprtti: lofdl 12'Ct« ttueivdrt» 20 Ptg. Beraalworttich 1£k den pullt. und augem. Teil: A. tButfo tür ,Stadt und Mantr und ,Senchtv,aal'.Auausl Götz, iür den rin- zeiaentetl: Pan« Beck. Khnmöerlaiu über die AollpoiitiL. Chamberlain hielt dieser Tage in Birmingham vor seinen Wählern die erste Rede seit seiner Ruckiehr aus Südafrika Er schilderte zuerst ziemlich ausführlich die Eindrücke, die er in Südafrika erhalten, und sagte öaiui, seine Ideen blieben docb immer noch bei den gtoyen Interessen des Reiches, die doch wichtiger seien, als die unbedeutenderen Streitfragen, um die man sich jetzt so ereifere, wie die Finanzfragen, die Schuloorlage und dre Temperenzreform. Tie imperialistische Politik sei eine Lebensfrage jür die Kolonien, sowohl als auch für das Mutterland. Don dieser Politik und von dem, was in den stählen bis zu 15 Mark Wertbetrag). Der Rückfall wird als gesetzlicher Strafschärfungsgrund besonders hervorgeheben; »er mehrfach Rückfällige soll regelmäßig mit Freiheits- träfe belegt werden. Als Ausnahme wird vom Gesetz die Aneignung gewisser Malderzcugnisse, ,Has Sammeln von Kräutern, Beeren und Pilzen in Waldungen", ausdrücklich bewilligt, selbslver- tändlich nicht in den Heegen; wir sind also vor dem ireußischen Pilz- und Beerenparagraph verschont geblieben, welcher in den neuen Landestellen unangenehm einpfunden wurde. Tie vorsätzliche Forstbeschädigung wird nach den nämlichen Grundsätzen bestraft, aber auch fahrlässige Beschädigung ist strafbar, sofern der Geschädigte Strajanrrag stellt. Auch hier bilden 15 Mark die Grenze gegenüber dem Strafgesetzbuch § 303. Ter letzte Abschnitt enthält Strafandrohungen in der Abstufung von 150 bis zu 30 Mark Maximum, Minimum stets 1 Mark, für polizeiliche Uebertretungen, Betreten der Schonungen, Rauchen im Wald, vorzeitige oder verspätete Holzabfuhr rc.; auch hier fakultativ Freiheitsstrafe, Die frühere Strafgewalt gegen die Holzhauermannschafl fomnit in Wegfall. Turch den dritten Gesetzentwurf, die Neugestaltung des Gerichtsverfahrens, kommt die Sache zum Abschluß. Von jeher hat man ein besonderes Verfahren für die Rügesachen gehandhabt, indem man periodische Zusammenfassung aller Feld- und Forslstrassachen, ferner ein abgekürztes und möglichst billiges und einfaches Verfahren als entsprechend ansah. Hierfür war die Erlassung eines Strafbefehls durchaus geeignet; und dies wurde in 1879 bei Einführung des Rerchsskrafprozeßrechts und ferner bei einer Umarbeitung des Rügeaerichtsverfahrens durch das hessische Gesetz vom 1. November 1890 beibebalten. Sofern der Beschuldigte sich bei dem Strafbefehl oerubigte, war damit die Sache erledigt, ohne daist er am Gericht zu erscheinen brauchte; wenn der Beschuldigte Einspruch brachte, so wurde das Verfahren grundsätzlich ohne Schöffen und in den Forstsachen unter Mitwirkung der Forslbehor.de in einer Hauptverhandlung erledigt, das Urteil unterstand einem Jnstanzenzug. Der neue Gesetzentwurf behält diese Grundprinzipien bei: daS Gerichtsverfahren soll einfach, kurz und billig sein und diesen Anforderungen wird der Entwurf gerecht. Die Abweichungen vom seitherigen Verfahren bestehen hauptsächlich darin, daß die forsllechntsche Behörde regelmäßig nicht mehr an der Hauptoerhandlung teilnimmt und daß für alle Beschuldigungen, die über den Rahmen der Uebertretung, — 150 Mk. Geld oder 6 Wochen Haft, hinausgehen, baS Schöffengericht in Funktion tritt. Die ausgesetzten Posten vorgenannter Art dagegen werden vom Amtsrichter allein abgeurteilt. Wenn also beispielsweise ein rückfälliger Forst- frevler oder em Hehler «bzuunellen ist, so geschieht dies durch das Schöffengericht; es besteht demnach ein dreifacher Instanzenweg, Berufung an daS Landgericht, Strafkammer, sodann Revision an das Oberlandesgericht. Die Sache verläuft so, daß die Anzeigen einer Periode (zufolge der neuen längeren Derjährungszeit können die Rügegerichtsperioden gleichfalls verlängert werden) für die Feld- cügesachen vom Amtsanwalt, für die Forstrüge vom Oberförster gesammelt und vorbereitet werden. Hierauf erhebt der Amtsanwalt (nicht mehr der Oberförster) am Amtsgericht die öffentliche Klage durch Antrag auf Erlaß des Strafbefehls. Bei Uebereinftimmung des Amtsgerichts wird der Strafbefehl in vereinfachter Form, durch den Gerichtsboten, zugestellt, sodaß der Beschuldigte sich dabei beruhigen oder Einspruch einlegen kann. Im letzteren Fall kommt die Sache zur Hauptoerhandlung vor dem Amtsrichter bezw. Schöffengericht, der Amtsanwalt vertritt die Anklage. Hierbei ist der Amtsanwalt verpflichtet, jedesmal auch den Schadenersatz für den Zivilinteressenten zu betreiben; falls das Gericht die erhobenen Ansprüche nicht billigt, wird der Schadenersatz aus dem Strafverfahren ausgeschieden und der Beschuldigte auf den Zivilrechtsweg verwiesen. Desgleichen kann sich derselbe als Nebenkläger am gerichtlichen Strafverfahren beteiligen. Tie Geldstrafen samt :toiien werden der Finanzbehördc überwiesen und von dieser beigetrieben. Tie Losten sind tunlichst billig gestellt, für den Strafbefehl kommen regelmäßig 20 Pfennig, für die Zustellung 15 Pfennig in Ansatz. Tie Neuerungen der drei Gesetzentwürfe sind nach dem Seitherigen einerseits praktisch und veranlaßt, andererseits nicht von durchgreifender Verschiedenheit der legislativen Gesichtspunkte; und es ist demnach zu erwarten, daß der regierungsseitige Gesetzentwurf unverändert die Billigung der gesetzgebenden Versammlungen, der zweiten und ersten Kammer, finden wird. UemerLungeu über neue hcsstsche Keseheutrvülfe. Zweiter Artikel. DaS neue fforvstrafrecht unb bal Gesetz über bat Gerichtsverfahren ia Feld- uno Forftsache« (Rügegericht). Von unserem juristischen Mitarbeiter. Gleichzeitig mit dem neuen Feldstrafgesetz soll ein neues Forslslrafgesetz erlassen werden; beide Gesetze sollen nach der Absicht der Regierung schon am 1. 3anuar 1904 in Kraft treten. Die allgemeinen Bemerkungen des vorigen Artikels beziehen sich auch auf das neue Forststrafrecht; auch hier ist eine erhebliche Reduktion im Umfang vorgesehen, die 90 Artikel des alten Gesetzes werden durch 42 neue Paragraphen ersetzt, indem insbesondere die umfangreichen detaillierten festen Strafandrohungen der Aufstellung eines Strafrahmens weichen. Das Forststrafrecht geht in analoger Weise, wie dies vom Felbstrasrecht dargeftellt wurde, vom Forstschutz aus, d. h. einem besonders befriedeten, außerhalb des gemeinen Straf- und Polizeirechts stehenden Rechtsschutz- Verhältnis der zur Holzgewinnung bestimmten Grundstücke; es erstreckt sich auch auf die Prioatwalbungen. Zufolge der außerordentlichen volkswirtschaftlichen Wichtigkeit des Forstivesens ift die Ausübung der staatlichen Forsthoheit zu einer wesentlichen Funktion der Staatsgewalt geworden. Man kann im allgemeinen den Entwurf des neuen Gesetzes dahin beurteilen, daß der Bereich des Forststraf- rechts erheblich beschränkt und daß das Strafensystem verschärft, der richterlichen Würdigung mehr Spielraum gewahrt und von der schablonenhaften Festlegung des früheren Gesetzes befreit wird. Nach dem Gesetz von 1837 tarn zunächst nur Geldstrafe in Betracht, erst bei Uneinbringlichkeit richtete sich die Strafgewalt gegen die Person, und dies galt ohne Slüdfidjt auf den Wertbetrag. So kam es, daß die Gerichte noch vor wenigen Bionaten Leute, welche mehrere Fuhren von im Walde lagernden, bereits uerfieigerten Bauholzstämmen entwendet haben, nur mit Geldstrafe belegen tonnten, und daß gewerbsmäßige Abnehmer gestohlenen Bau- und Werkholzes gleichfalls nur in Geldstrafe gekommen sind. Diese offensichtliche Unzulänglichkeit des alten Gesetzes wird dahin beseitigt, daß für Entwendungen wie Beschädigungen von über 15 Marl Wertbetrag das gemeine Strafrecht eintritt, also Gefängnis für den Dieb, Zuchthaus für den gewerbsmäßigen Hehler. Desgleichen kommen in Wegfall die seitherigen detaillierten Strassätze nach einem forst- technischen Tarif über Wert- unb Schadenberechnung, mit umständlichen Vervielfältigungen nach Volumen und Wert der entwendeten Holzpflanzen; seither war die Strafe vielfach unbillig, insofern einerseits nur auf Geldstrafe erkannt werden konnte, andererseits aber diese Geldstrafe oft eine ganz unproportionale Höhe, mehrere hundert Mark für ein geringes Objekt zufolge der Tarifbestimmungen und Schärfungen, erreichte. Die Motive äußern sich zutreffend dahin, daß das Forststrafgesetz von 1837 jetzt sich überlebt hat und einer Neugestaltung und Anpassung an die veränderten Grundsätze des Strafrechts und Prozeßrechts bedarf. Dabei hat das Ministerium mit guten Gründen sich dafür entschieden, daß das Feld- und Forststrafrecht in gesonderten Gesetzen behandelt unb daß auch das Verfahren durch ein Spezialgesetz geregelt wird, wahrend bie meisten andern Partitularrechte neuerer Zett dies alles zusammen fassen. .. Die Anordnung des Gesetzentwurfs ist die nämliche wie im Feldsirasgesetz; im allgemeinen Teil sind die Bestimmungen über die Strafwürdigkeit vom zwölften Jahre ab, die Haftung des Gewalthabers, Eltern unb Dienstherrschaft, die gesetzlich statuierte Bestrafung der Eltern für Frevel ihrer unter zwölf Jahre alten Linder, die Verwandlung uneinbringlicher Geldstrafen in Haft, den Abverdienst durch freiwillige Arbeitsleistung, bie Verjährung in sechs Monaten, (bie Strafverfolgung der Uebertretungen verjährt sonst bereits in drei Monaten), bie Verpflichtung zum Schadenersatz, bie Beteiligung mehrerer Mittäter, völlig übereinstinimend mit dem Feldstrafgesetz, unb es kann deshalb auf unser früheres Referat Bezug genommen werden. Ferner wirb das Recht des Foritschutzpersonals zur Pfändung, Beschlagnahme von Gegenständen, Fuhrwerk, Vieh usw. gesetzlich geregelt unb bie Einziehung von Werkzeugen, weiche zu Forstentwenbungen gebraucht wurden, angeordnet. , .. __. Ter zweite Abschnitt des Gesetzes enthalt bie etraf- beftimmungen, getrennt für Forstentwenbungen, tfor|t* bc djabigung, Weibefrevel und forsipolizeiliche Verfehlungen verschiedenen Inhalts. Tie Tatbesiäiide sind nahezu sämtlich als Uebertretungen formuliert, sodag bem Gericht bie Abstufung der Strafe nach dem Einzelfall, wahlweise Gew- strafe ober Haft, von 1 bis 150 "Mark, bezw. von einem Tag bis zu sechs Wochen, zusteht. Tie Entwendung wirb regdmäbig mit einer bem vierfachen Sßertbetrag entsprechenden Geldstrafe, Mindeslbetrag eine Mark, belegt, sofern nicht das Gericht bie Freiheitsstrafe für anaeseiflt hält. Die früheren festen Strafsatze bei er» ebroerenben Umständen sind durch die Aufstellung gesetzlicher Strafmiliberungs- unb Straferhöyungstati.msiande Während int Feldstrafrecht der Versuch nicht besonders behaiwelt wirb unb tm gemeinen Strafrecht bei Ueberiret» uugen grundsätzl.ch straflos bleibt, wird für das Fvrst- stiafrecht der Versuch unb bie Beihilfe als gleichwertig mit der vollendeten Straf Handlung unter Strafe gestellt; d^a-r.chen die Hehlerei und Begunpigung, gewerbsmaizche Hehlerei dagegen wird ausschließlich mit Gefängnis, dis sechs M."'.aten, bestraft (dies alles nur bet Forsldieb- GietzeimAnzeiger ** General-Anzeiger v Amlr- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Welt gegenüber, ober ob es in einzelne Teile verfallen werbe, separate Staaten, bie alle selbstsüchtig ihr eigenes Interesse verfolgten. Dann kam ber ttvlonialfclretär auf bie bebenklichen Ergebnisse ber letzten Ersatzwahlen jum Parlament zu sprechen, er meinte, ihm persönlich würbe es ganz angenehm sein, wenn er von den Lasten seines Amtes deftett werbe, aber er könne bann ber Zukunft nur unter ber ©ebingung mit Vertrauen entgegensehen, wenn er wisse, baß die Partei, die nach dieser ans Ruber komme, enbgiltig mit ber verderbnisbringenben Politik ber „Home Rule gebrochen habe, denn bie „Home-Rule"-Politik werde nichts anderes nach sich ziehen, als zunächst das Aus- brechen des Vereinigten Königreiches unb damit das Ende des ganzen Reiches. Die Sicherheit, daß die kommende Regierung „Home 'Diule" aufgeben werde, habe man aber vorläufig noch nicht. Solle denn die Einigkeit Englands und seiner Kolonien mit bem Ende bieses Krieges aufhören ? Gegenwärtig liege bie Sache doch so, daß, wenn das Reich in Gefahr fei, bie Kolonien mit Gew und Soldaten zur Hilft eilten, unb daß dies erreicht sei, wäre ein so ungeheurer Erfolg, baß kein Opfer, das ihm gebracht wuroe, als zu groß belrachtet werben könne. Weiter kam Mr. Chamberlain auf bie Zollschwierigkeiten zu sprechen, bie gegenwärtig zwischen Kanada unb dem Deutschen Reiche bestehen. Er sagte, wenn Ka- naba Großbritannien in zollpolitischer Hinsicht Vorteile ge- währt habe, so sei bas eine innere Angelegenheit bes Reiches, gewissermaßen Familiensache, bie bie Außenwelt nichts angehe. Das Deutsche Reich bestehe ja auch aus oerschiebenen einzelnen Staaten, von benen Mr. Chamberlain einige aufzählte, unb zu benen er u. a. auch Hannover (! Red.) rechnete. In England kümmere man sich absolut nicht darum, welche besonderen Verträge diese Staaten unter einander machten. Man verhandle nur mit dem Deutschen Reiche. Deutschland aber bleibe dabei, daß cs mit Kanada verhandeln wolle, als ob dieses ein besonderes Land für sich sei, und es weigere sich, das Dominium als einen iteil des britischen Reiches anzuerkennen. Es wolle ihm deshalb das Recht absprechen, mit dem Mutter- lcuide besondere Abmachungen zu treffen. Um Kanada LU bestrafen, habe man höhere Einfuhrzölle auf kanadische Guter gesetzt. Was man damit beabsichtige, sei ja klar. Die deutschen Zeitungen hätten auch ganz offen zugegeben, daß man die Absicht habe, die anberen Kolonien davor abzuschrecken, dem Mutterlande dieselben Vorteile zu geben. Es handle sich cuso nicht nur um eine Bestrafung Kanadas, sondern um eine Drohung an die Adresse Südafrikas, und Neuseelands. Diese ganze deutsche Politik gründe sich auf der Annahme, daß Großbritannien infolge seines fiskalischen Systems nicht in der Lage sei, seine Kolonien zu verteidigen, jo daß jede dersewen, wenn sie dem Mutterlande besondere Vorteile gewähre, dies aus eigene Rechnung und Gefahr tun müsse. Dadurch werde, sagte der Kolonialsekretär, feiner Ansicht nach England in eine sehr beschämende Stellung gebracht. ,^Zch liebe das absolut nicht!" meinte er, „denn ich weiß, was da nachkommen wird. Wie können wir unter solchen Umständen nachher wieder an die Kolonien herantreten und von ihnen verlangen, daß sie uns helfen sollen!" Dann ging Mr. Chamberlain auf das Freihandel- Prinzip im allgemeinen über. Er wies seine Zuhörer daraus hin, daß die Zeiten sich feit den Tagen Cobdens und Brights vollkomiiien geänberr hätten. Er könne nicht glauben, daß, wenn diese Männer heute noch lebten, sie einen Moment zögern würden, Vorzugsverträge mit den Kolonien abzuschließen. Man dürfe das Land nicht durch eine technische Definition des Freihandelsbegriffs binden, und sollte nicht zögern, von dem Prinzip ganz abw» gehen, wenn die Interessen der Kolonien sowohl wie die des Mutterlandes auf dem Spiele ständen. Kanadas Zollkrieg gegen Deutschland. Die „Nordd. 5111g. Ztg." veröffentlicht die Ausführungsbestimmungen oer kanadischen Regierung zur Tarifnovelle betreffend die Zuschlagszölle auf Waren deutscher Herkunft. Dieselben wurden in Form einer Instruktion an die Zollbehörden, und in Form eines Zirkulars für die fremden Exporteure erlassen. ^Jn dem Memorandum an die Zollbeamten heißt es: „Dem Zolltarif von 1897 sind folgende Zusatzbestimmungen hinzuzufügen: Der Gouverneur i,l ermächtigt, durch Verordnung zu bestimmen, daß ein Zoll von 7 Dollars pro Tonne auf aus Eisen und Stahl gefertigte Eisenbahnschienen und sonstiges Stabeisen für Eisenbahnen von dem Zeitpunkt ber Veröffentlichung in ber „(Sanaba Gazette" erhoben werde Tie Boden- und Jndustrieerzeugnisse des Landes, welches Waren kanadischer Herkunft bei Einfuhr ungünstiger behandelt als die Waren anderer Länder, können einem Zuschlag von Vs ber bestehenden Zollsätze unterworfen werden. Ter Zuschlagszoll soll vor dem 16. April 1903 für Kanada getaufte ^aren nicht treffen. Tie Periode der Zollfreiheit für Maschinen aller Art unb für Eisen unb Stahl, welches zum Lau unb zur Ausrüstung von Rübenzuckerfabriken befiimmt ist, soll bis zum 13. Juli 1904 ausgedehnt werben. Nicht in Kanada hcrgestellte Maschinen und Werkzeuge für Den ausschließlichen (Gebrauch in den Alluvialgolbminen sollen bis zum Juli 1904 zollfrei ein- geführt werden Dürfen. Ter Minister für Zölle bestimmte, daß bie Waren deutscher Herkunft in Kanada dem Zu- schlagszoll nach Maßgabe ber Bebingungen ber obigen Resolutionen unterworftn sind. In bem Zirkular für die fremden Exporteure heißt es: Tie Loben- unb Jndustrie- erjeujnifie irgend eines ftemben Lanbes, bas Waren ko- nabifajer Herkunft bei der Einfuhr weniger vorteilhaft dehanbett, als die anderer Länder, können einem Zu- ]d>i.ag zu den unter a des bestehenden Zotttarifes festgesetzten Zollsätzen unterworfen werben. Ter Zuschlag soll . -"rrnch. In tematik MZ MS "'Kureau ichmüiier tittfoa i>08. ftn9 von tu, Lestew dervelt. - A '. technische und rtzuugrarbriten sprachen). 12254 jWanlt toftenlo«. Mine Stern LWinle Jldampfer con be des $ nerre"' 1 -’nmit. üf unt- ftt- ! Linie in Antwerpen, ter im .MHauS jut me" in Gietzen, stein in LanOorf- nulVuuvlWttXjl'Ji >« Stridtn rickenvonStrünOi ich mich garnchMMltll! be ich fitH DorräHi Preist billigt tSi! stille Hopfner rnMtl-rch sich in jedem Falle auf ein Drittel der unter a festgesetzten Zollsätze belaufen. Der Zuschlag soll auch auf Artikel angewandt werden, deren Hauptwert lmehr als 50 Prozent des Gesamtwertes) in einem solchen Lande hervorgebracht wird, auch wenn der Artikel selbst durch Arbeit in anderen Ländern veredelt wird, ungeachtet der Bestimmungen des britischen Preferentialzolltarifs und der Ausführungsbestimmungen hierzu. Ter Zuschlagszoll soll die Waren, die vor dem 16. April. 1903 von einer Firma oder Körperschaft oder einer Person in Kanada zwecks sofortigen Transports nach Kanada tatsächlich schon gekauft waren, nicht treffen. Waren, die aus dem angeführten Grunde Befreiung von dem Zuschlagszoll beanspruchen können, sollen vor dem L Juli 1903 eingeführt oder unter Zollverschluß entnommen und einklariert sein. Auch muß den Zollbeamten in den Einfuhrhäfen genügend glaubhaft gemacht werden, daß der Auftrag des kanadischen Importeurs zur Lieferung der Waren vom Exporteur vor dem 17. April 1903 in Empfang genommen und acceptiert war. Die Wirkung der Zuschlagsoerzollung ist die, daß zollpflichtige Waren deutscher Herkunft, sowie Waren, deren Hauptwert in Deutschland erzeugt ist, außer Ckneraltarif» Zoll noch einem Zuschlagszoll von einem Drittel des Generaltarif-Zolles unterliegen. Der Zuschlagszoll erstreckt sich auch aus Artikel, die in dem vereinigten Königreich oder in einem anderen britischen Lande yergestellt sind und deshalb an sich die Vorteile des Preserentialtarifs in Kanada genießen, in allen Fällen, wo der Hauptwert dieser Artikel deutscher Herkunft ist. Auf allen Fakturen von den zur Einfuhr nach Kanada unter dem Preserential- tarif in Kanada bestimmten Waren muß eine Zusatzbescheinigung ausgestellt und unterschrieben werden, ebenso auf allen Fakturen von anderen Waren, die aus britischen und aus allen andern Ländern nach Kanada ausgesührt werden. In der Zusatzbescheinigung muß bestätigt werden, daß der Hauptwert der eingesührten Waren nicht in Deutschland erzeugt wurde. Diese Ausführungsbestimmungen beweisen, daß Kanada Sie deutsche Einfuhr in schärfster Weise angreifen will. DaS Richtige wäre gewesen, daß dieselbe dtummer der „Nordd. Allg. Ztg." im unmittelbaren Anschluß die Vergeltungsmaßregeln Deutschlands veröffentlicht hätte. Schlag aus Schlag. Hosfentlich läßt diese Antwort nicht mehr aus sich warten, der bramabasiercnden Rede Chamberlains zum Trotz, der urplötzlich sich gemüßigt gesehen hat, Kanada beizuspringen, unter Aufstellung der gänzlich unhaltbaren Behauptung von der Störung des „Familienabtommens" Zwischen England und Kairada durch Deutschland. Für diese Entdeaung hat Chamberlain ungefähr fünf Jahre Zeit gebraucht, denn solange ist Kanaoa ohne Einspruch Englands von der deutschen Meistbegünstigung von Rechtswegen ausgeschlossen, nachdem es Englands Einfuhr günstiger behandelt hatte, als die deutsche Einfuhr. Politische Tagesschau. Der Kolouialrat. Am 18. Mai trat in Berlin der Kolonialrat zu seiner Frühjahrstagung unter dem Vorsitze des Kolonialdirektors Dr. Stübel zusammen. Der Vorsitzende gedachte der verstorbenen Mitglieder, Kommerzienrats Oechelhäuser und Geheimrats Sachse, und begrüßte die neuen Mitglieder, Exzellenz v. Pommer Esche, Landrat Wilkens und Mrjsions- direktor Buchner. Tie dem Kolonialrate vorgelegte lieber- fid)t über die Entwickelung der Schutzgebiete ergebe ein günstiges Bild. Was den Schutzgebieten fehle, sch eine Verkehrsverbesserulig, insbesondere der Bau von Eisenbahnen, wo glücklicherweise eine raschere Entwickelung einsetzte. Wünschenswert sei, daß der Kolonialrat zu einer ständigen Einrichtung auswachse. Vor Eintritt in die Tagesordnung wies Tr. Scharlach Preßangrisfe aus den Kolonialrat und die Landgesellschasten in Teutsch-Südwestafrika zurück. Adolph Wörmann schilderte die günstige Entwicklung Kameruns und Togos. Tie Ansicht des Redners, daß an der mangelhaften Entwicklung des Handels in Tuala die Zollsteigerung schuld sei, rief eine Darlegung der einschlägigen Verhältnisse durch den Vorsitzenden hervor. Tireitor Meyer-Telius trat Zeitungsangriffen gegen die Verwaltung von Samoa entgegen. I. K. Viktor wandte sich gegen die Veröffentlichung über die Tropenhygiene, wies auf die Bedeutung eines enthaltsamen Lebenswandels für Europäer in den Kolonien hin uns betonte die Notwendigkeit der Erstattung von Reisekosten für die Frauen der Kolonialbeamten, sowie der Hingabe von Mitteln für Wohnungen der Beamtensamilien. Ter Vorsitzende wies darauf hin, daß von der Verwaltung den geäußerten Wünschen Rechnung getragen werde. Direktor Herrnsheim verteidigte die Jaluitgesellschaft gegen Preßangrisfe. Beim Eintritt in die Beratung des Etats der Schutzgebiete gab der Vertreter des Reichsschatzamts einen Ueber- blick über die allgemeine Finanzlage. Bei dem Etat für Kamerun wurde die Beseitigung des Tauschhandels, die Wegcvcrbesserungen und die Frage der Handelsfreiheit im Niger-Benuegebict besprochen und ein Antrag Wörmann aus Ausbaggerrtiig der Kamerunbarre angenommen. Beim Etat für Togo wurde die Verbesserung der Stellung der nicht etatsmäßigen Beamten uni) oie Tätigleit der Polizei- und Schutz trupp e u o seziere und der Aerzte besprochen, ebenso die Küstenbahn zwischen Lome und Klein-Popo. Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg sprach dem KolonuU- direktor das Vertrauen der kolonialen Greife aus. In der Nachmlliagssitzung beriet der Kolonialrat den Etat von Südweslasrila. Auf eine Anregung des Geheimrats Simon erklärte der Vorsitzende, Tireltor Dr. Stübel, daß die Verhältnisse in Südwe stafrika für eine Besteuerung der Eingeborenen noch nicht reif leien. Ter Umsetzung der Besteuerung in Arbeitsleistung stehe die geringe Zahl und die geringe (Seßhaftigkeit der Bevölkerung entgegen. Tie neue Zolwerordnung (gegen die Geheimrat Simon einzelne Bedenken äußerte) bringe erhebliche Verbesserungen. Im Lause der Debatte erklärte das Mitglied Wörmann, er glaube, Zollerhöhungen schädigten den füdwestasrikanischen .vanbel nicht. Von ’ eiten der Rc- {sterung wurde die Zwangsimpfung des Rindviehs ent* chtedcn befürwortet, da jetzt der Mangel an Vererinarärzten 'escitigk fei. Direktor Stübel erklärte, die Regierung behalte die Verbesserung der Bahnprecke Swukopmund Liribi im Auge, dom sei die Ausgabe nicht dringend. Tie neue Otavi-Bahn werde dem Schutzgebiete neue Vorteile bringen. Tr. Scharlach teilte mir, die Stavi-Bayn folc llängstenS in 3i/s Jahren fertig sein. Auf eine Anfrage deS .-Herzogs Johann Albrecht von Mecklenburg teilte der Vorsitzende mit, daß Verhandlungen mu ber F.rma Wörmann-Hamburg wegen llebernahmc des AllolenvHtriebes in Swatopmund schweben. Seitens der Untere)jenten sei ein Widerspruch gegen diese praktisch erscheinende Losung bisher nicht eryoben Wurde nun bindung mit der wiederkommenden großen Kanalvorlage diese Verbesserung des Lahnwasserweges durchzusetzen umsomehr als damit einer Konzenttierung der Eisen-- und Stahlindustrie entgegengetreten und auf diesem Wege eine volkswirtschaftlich wichtige Dezentralisation erhalten würde. ™----- Profils für den Kanal und der Die Versammlung beschließt daraus, wie wir schon mitgeteilt haben, die Gründung eines Lahnkanaloereins, und saßt den Beschluß, den wir gestern an der Spitze des Artikels wicdergegeöen haben. «LaynLanalisation. (Originalbericht des „Gieß. Anz.") Schluß. Aliiil und jailö. Gießen, 19. Mai 1903. -o. Französische Rezitation. Am vergangenen Freitag hielt Lektor Goetschy die erste Rezitation ,eines halten wird, damit die schönen Thäler der Lahn nicht veröden. Mit der Verbilligung der Frachten sei es ein eigen Ding. Im preußischen Ministerium süßen zwei Schwestern, so führte der Redner au», die Eisenbahnverwaltung und die Wasserbauverwaltung, von denen die eine nicht wisse, was die andere tue. Ter Eisenbahnminister gehe mit dem Gedanken um, für Massentr ansporte Wagen mit größerer Tragfähigkeit einzuführen. Verwirkliche sich dieser Gedanke, so würde damit wohl eine Verbilligung der Transporte für diese Güter zusammenhängen. Trotzdem müsse man ftch rühren, um die Wasserstraße auf der ^ahn geeignet zu machen für eine geordnete Schiffahrt. Aber gegen einen Zuschuß der Kreise, Gemeinden und Interessenten zu diesem Werke spricht sich der Redner ganz entschieden aus, indem er bemerkt, daß erstens das Land ifterzu nicht reich genug sei und zweitens ja die Abgabe von der zu erhoffenden Schiffahrt eine sJieni ab nat bei Kapilalanleihe in sich schließe. Verlange man aber 12 Millionen Zuschuß, dann socle man für die Benutzung der Wasserstraße nachl-er auch keine Abgaben verlangen, sondern dieselbe o;*ne Aogabe jur den Verkehr freigeben, wie den freien Rhein. Für den Staat muß bei Prüfung der Frage allein der eine GZichtspunit maßgebend fein: die Erhaltung deS Landes, die Dezentralisier - ung der Eisenindustrie, die Hebung der hoimischen Produktion. worden. Hofmann befürwortet die llebernahme des Land- ohne gleichzeitige Lahnkanalisation keine Moselkanalisatio«. ungs-Geschiists durch die Regierungn. Demgegenüber wurde Reben der Eisenverfrachtung,würde für den Lahnkanal die von feiten der Regierung nachgewiesen, daß von einem sehr entwickelte Hartsteinindustrie, die Cementwerke :c. längs Monopol der Firma Wörmann keine Rede sei, während der Lahn, eine reichliche Fracht auf dem Wasserweg rentabel die Regierung ein solches Privatgeschäft nicht übernehmen machen. Redner weift dies zahlenmäßig nach und bemerkt, könne. Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg regte die daß die Landwirtschaft an der ganzen Lahn nicht nur feine Entsendung des bergmännischen Sachverständigen Geh. Nachteile durch den geplanten Wasserweg nach dessen Aus- Dergrats Schweisser und eines Geologen an. Der Vor- führung haben, sondern eher das Gegenteil der Fall sein sitzende legte bar, daß seit Jahren bedeutende Mittel zur würde. Ties beweise auch der überaus sympathische Stand- Erforschung bergmännischer Fundstätten im Schutzgebiete vunkt, den die Vertreter des nassauischen Bauernvereins aufgewendet werden. Der Herzog von Mecklenburg regte dem Gedanken einer Kanalisation der Lahn gegenüber einferner die Einrichtung von Farmschulen und die Attachier- nehmen würden. — Dau rat Röder verweist auf mancherlei ung eines kolonialen Sachverständigen bei dem General- Le senken und Mängel, welche das vorliegende Projekt auf* konsulat in Kapstadt an. 9xi der Frage der Kosten für die weise. In der Hauptsache fei bic gewählte Große der Schutztruppe erklärte der Vorsitzende, eine Herabsetzung der Schiffe, welche den Kanal passieren sollen, bei den vielen Truppenzahl sei mit Rücksicht auf die wenig geklärten Ver- Windungen des Flusses und bei dem starken Gefälle des- hältnisse im Norden nicht empfehlenswert, doch werde eine selben gefährlich und unpraktisch, und dann seien die Verminderung angestrebt und die teilweise Umwandlung wirtschaftlichen Vorteile des Wasserweges gegenüber den einer Kompagnie in eine Eingeborenentruppe ins Auge Frachten auf der Eisenbahn nicht so erheblich als die Inter- gefaßt. essenten annähmen. Nach Ansicht des Redners sei eine ------ Kanalisation mit Fahrzeugen, wie sie das Conösche Pro- Vom franzöfischcu Kulturkampf. jeft vorsah, d. h. mit 200 Tonnen Tragfähigkeit, für die Heber Ruhestörungen vor der Kirche des Pariser Stadt- Verhältnisse der Lahn eher ausführbar und auch geteilt Belleville werden folgende Einzelheiten gemeldet: Etwa nügend. 150 mit Knütteln bewaffnete Mitglieder des zumeist aus Man könne erwarten, daß bei einem Kostenaufwand Fleischhauern des Bezirks La Billette bestehenden royalisti- von 33 bis 34 Millionen, den die Kanalisatton des Flusses scheu Komttees begaben sich nach der Kirche, um Kund- nach dem vorliegenden Projekt erfordern würde, die Jn- gebungen der Antiklerikalen und Sozialisten zurückzuweisen, tercjfenten i/3 der Kosten und zwar dann mindestens 11 Als bei Beginn der Predigt des früheren Jesuitenpaters Millionen aufzubringen haben, und es würde noch zu prüfen Oriol sich ein Sozialist erhob und an den Pater die Frage sein, ob für die Kreise und die Gemeinden es vorteilhaft richtete, wer ihn ermächtigt habe, zu predigen, stürzten >ein dürfte, diesen immerhin hohen Zuschuß zu leisten. Wenn die Fleischhauer auf die Gruppe von Klerikalen los. Diese man die Kanalisatton des Flusses für kleinere Schiffskörper versuchten zu flüchten, wurden aber von der Menge um- einrichte, könne man die vorhandenen Schleusen benutzen, ringt und Weiter geprügelt. Erst die Polizei, welche die Kosten seien dann ganz erheblich billiger. Heute noch in die Kirche eindrang, befreite sie. Tie Fleischhauer waren bestehe von Weilburg abwärts ein ganz lebhafter Schiffsinzwischen durch eine Seitentür geflüchtet. Während der verkehr mit kleinen Fahrzeugen, der, ttotzdem man Lahnganzen Zeit blieb Oriol ruhig auf der Kanzel. Vor der aufwärts leer fahre, doch recht lohnend fein müsse, und Kirche hatte sich inzwischen eine Dlenschenmenge ange* Wenn der Wasserweg nur verbessert werde, werde diese sammelt, welche die Kirche stürmen wollte. Ter Polizei Schiffahrt noch lohnender werden. gelang es mit Mühe, die Menge zurückzuweisen. — Ueber Reichstagsabgeordneter Tr. Dahlem - Limburg erklärt, Reichstagsabgeordneter Tr. D a h l e m - Limburg erklärt, Vorgänge in der Pariser Vorstadt Plaisance wird berichtet: daß der Regieruligsvertreter Baurat Röder zwar Bedenken Zahlreiche Nationalisten, unter der Führung des Gemeinde- geäußert habe, aber er wolle doch konstatieren, daß aus rats Merh, tiveier Deputierten unb Max Regis' hatten dessen Ausführungen eine prinzipielle Gegnerschaft gegen sich eingefunden, um die Predigt eines früheren Jesuiten* den vorgeschlagenen verbesserten Wasserweg nicht §<1 ent- Paters vor Unterbrechungen zu schüden. In der Straße nehmen sei. lieber die Schiffsgröße und die finanzielle fand zwischen 2000 Nationalisten und ihren Gegnern ein Seite der Frage werde man sich ja verständigen, wenn es Handgemenge statt. Zwei Antiklerikale wurden schwer erst zu einer gegenseitigen Aussprache bei den zu führenden verletzt. Auch der Polizeipräfekt Levine wurde Verhandlungen kommt. Tie Frage eines Zuschusses zu der bei der Absperrung der Sttaße durch einen Hieb über den Lahnkanalisation sei überhaupt nach Lage der Verhältnijse Kopf leicht verletzt. In Reims, Rouen und anderen nicht diskutabel. Es handelt sich doch bei der Lahn nicht Orten, in denen auf Veranlassung des Blattes „Action" um einen neuen Kanal, sondern um einen bestehenden, gegen die Kongregattonen gerichtete Versammlungen abge- der so wie er ist, dem Verkehr nicht dient und nicht dienen halten wurden, kam es zwischen Klerikalen und der Gegen* kann. Es handelt sich aber auch bei der ganzen Frage um Partei zu Zusammenstößen. ein eminent wichtiges sozialpolitisches Moment, nämlich. In Marseille verurteilte der Gerichtshof sechs Kapu- den Mittelstand zu heben und zu kräftigen und ihm die ziner wegen Vergehens gegen das Vereinsgesetz zu je Stellung wieder zu geben, die ihm zukomme, und da könne 25 Frs. Geldstrafe. Als die Mönche das Gerichtsgebäuoe es dem preußischen Staat auf 20 Millionen Mark nicht verließen, veranjtaltete die Volksmenge Kundgebungen und ankommen. Die Schiffahrt auf der Lahn sei gegenwärtig schrie: „Es leben die Kapuziner, es lebe die Freiheit!" bei günstigem Wasser stand höchstens auf einige kurze Einige Personen wurden wegen Aufreizung verhascet, jedoch Wochen des Jahres lohnend, werde aber später, wenn das bald wieder freigelassen. Hierauf begaben sich 2u0 bis 300 Projekt, welches man an strebe, verwirklicht sei, das ganze Personen in die Präfektur und legten dort eine an die Jahr lohnenden Verdienst bringen. Die Ausführungen des Regierung gerichtete Adresse nieder, in welcher gesagt wird, Baurats Röder seien derart, daß man bei einigermaßen die Katholiken seien entschlossen, sich bis zum äußersten gutem Willen auf beiden Seiten zu einer Verständigung ju verteidigen. gelangen werde. In Clermont-Ferrand fand eine antiklerikale Versamm- W. Limburg, 17. Mai. 1 ...... General-Direktor Kaiser verwes darauf, daß der Wegen des zu wählende Eisenverbrauch pro Kopf der Bevölkerung in Deutschland damit bedingten Schifssgröße solle man sich an die natur- von Jahr zu Jahr zugenommen hat und noch zunehmen wird Iid)en Verhältnisse der Lahn halten und es bei 400 Tonnen und zurzeit ca. 70 K'gr. beträgt. Es sei ja bekannt, daß es Tragfähigkeit belassen; damit sei die Rentabilität des Kanals die Hüttenwerke der Lahn gewesen seien, welche seinerzeit n^t in Frage gestellt. Es gelte hier an der Lahn eine den vorzüglichen Qualitäten des englischen Roheisens auf große nationale Tat und dafür zu sorgen, daß die Industrie dem heimischen Markt betresfes der Qualität erfolgreich uni) der Bergbau in Nassau die Äonturrenzmöglichkeit er* Konkurrenz gemacht haben. Die Behauptung, die Eisen- t'AUo” s;° *•— - 1— ausbeute in den Tälern längs der Lahn sei im Abnehmen, sei grundfalsch, ebenso sei es pure Erfindung, wenn behauptet würde, die guten Qualitäten Erz in Nassau seien bereits abgebaut. Der Redner verweist deshalb auf ein Gutachten des Berg- und Hüttenmännischen Vereins, welches dieser im Jahre IbSS erstattet hat, unb ferner auch auf ein neuerdings erstattetes Gutachten des Geheimrat Riemann- Wetzlar, eines Mannes, der bereits 40 Jahre Im Bezirk als Beamter wirkt und erklärt, die Förderung habe sich gehoben und vermehrt und werde auf Jahrhunderte hin andauern. In Clermont-Ferrand fand eine antiklerikale Versamm- Baurat Röder bemerkt, daß er die Frage wegen des lang statt, an der sich auch die Sozialisten beteiligten. Ein Zuschusses nur als seine persönliche Ansicht erwähnt habe, Mitglied der Liga der Menschenrechte hielt einen Vortrag, daß er aber nicht etwa beauftragt fei, wegen eines Beitrages Cs wurde bi.schlos;en, für die Auflösung des Konkordats mit den Interessenten zu verhandeln. zu wirken. In TroyeS nahm eine Versammlung eine Tages- Der Vertreter des Vereins für Fluß- unb Kanalschiff, orbnung an, worin die Regierung ersucht wirb, sämtliche ahrt Sekretär Go tzi-Berlin weist darauf hin, daß es religiösen Kongregattonen aufzulösen und die Güter der rüher im preußischen Staate Grundsatz war, Ausgaben sogenannten toten Hand zu beschlagnahmen, ferner die ür Wasserwege, auch wenn sie nur einem Teil des Staates Trennung von .Kirche und Staat zu vollziehen, sowie das zu gute kommen, aus allgemeinen Staatsmitteln zu schaffen. Falloux sche Gesetz abzuschaffen und dem Staate das Mo- In neuerer Zeit sei dies anders geworden; da frage man lwpol für den Schulunterricht zu sichern.— In Tours fand nach der Rentabilität und verlange Zuschüsse von den be- eine von 2000 Personen besuchte Versammlung stall, in teiligten Interessenten. Es sei taktisch falsch, von der Kancv- der beschlossen wurde, die Abschaffung der französischen Ge- lisation der Lahn zu sprechen, denn diese bestehe schon, uiid sandtschaft beim Vatikan sowie des Kultusetats zu ver- es empfehle sich für die Zukunft, nur davon zu reden, daß langen. eine Verbesserung des bestehenden Zustandes erwünscht oder verlangt wird. Man solle den Versuch machen, in Ver- Es seien, so führt Direktor Kaiser aus, an der Lahn 34 250 000 Tonnen Erze aufgeschlossen und 41000000 -tonnen Erz vorhanden, welche der Aufschließung harrten. Tie Ursache dieser Behauptung ist die früher oft ausgesprochene aber vollständig irrige Ansicht, daß die Etsenerz- iock)er der Lahn unter den Talsohlen in Kalk übergeben und iqre Bauwürdigkeit verlieren sollen. Geheimrat Rie- Q ”11 hat überzeugend nachgewiesen, wie unrichtig diese llnschauung ist. In der Lahnaegend werden jährlich min- Million Tonnen (riz produziert, von welchen allerdings auch ein Teil an der Lahn selbst wieder ver- Immerhin kann man aber pro Jahr auf Tonnen (Lz rechnen, welche für den Markt UtnbstÄI^.Q^tct ^rben müssen. Diese haben A k™! bcrrr Anette aus dem Mosel-Saargebiet, Hnrn Dusnahmetarif jetzt schon gewährt Wird, SeC TOn-Ui?Cn^fnm^ öu bestehen. Wurde nun AvieUauattsallon durchgeführt, ohne daß gleichzeitig der Wa^erweg der Lahn erschlossen wirb, so im ^ub^Scrb wegen der ungünstigen ^rächten der Zconkurrenz der Minette aus dem Saar- unb Mo felge bi« unterliegen und der Bergbau an der Lahn mürbe, werl unttünLnd, emgehen. Btt Parole muffe fein: Ntneeg ,f^420h,ii 9 na* feint iteilb-r'l01 Uns. Äute^ . 5-2 s SL'ps ad Cono'sLe £!! **« ""b «Ich gt, wÄtote* ™ «Sä S miibe'teni u jj6 noch zu prüfen "kn es vorteilhaft UB leisten. NSchissskörpn schleusen benutzen, 5 .Heute noch 5 lebhafter Schiffs, w&bem man Lahn. ® tein müsse, und werde, werde diese m- Limburg erklärt, der Mr ^denken Datieren, daß aus Gegnerschaft gegen rweg nicht zu em. ^nd die finanzielle ständigen, rocnn es n den zu führenden Zuschusses zu btt ge der ^rMniijc bei der Lahn nicht einen bestehenden, nt und nicht dienen r ganzen Frage um Moment, nämlich, fügen und ihm die omme, und da könne illionen Mark nicht ahn sei gegenwärtig s auf einige kurze icr später, wenn das klichl sei, das ganze ie Ausführungen des ji bei einigermaßen einer Verständigung e Frage wegen des erwähnt habe, egen eines Beitrages i luß- und Kanolschift' darauf hin, daß es )fatz war, Ausgaben iem Teil des Staates rtsmitteln zu schäften, orden; da frage man Zuschüsse von den besä,sch, von der Stana- tfeiere taunb d°»°n p icdm>b »M ctn>un|(f)t ota ich machen, m .roßen Kanalvorlage es durchzusetzen um- um der Eisen- und ^diesem Lege ewe "den Sfanal unt> ber an sich an dre natur *<*$•* MR echten f»* ® 4, äßen Jng und i die bem m# 9mlI größerer jung ü?iC man Trotzdem lCt zu da * S ein® ntet'S'Ä^ nGted® gClmä :rzu nlt$ .rbflne”1.® n der z schließe- .«i#! p * lleEM'-motMUi) S^.Shunii nial? ^20* i der tfP* glücklich entbunden. Ter Hochtourist^. können. Die Zentralgenossen Konsum- schaft der hessischen landwirtschaftlichen nun die Nachbarin mit dem zurückgelasscnen Schlüssel öffnete. IIIvm*/ uni | *”*y v M u - w, - • und Aufbewahrungsort eines Sparkassenbuches, das Jte heim- lich besaß, teilte sie ihm mit. Lchutzmarle. frisch zu haben bet Wegen Beschäftigung in mehreren Universitäts-Instituten halte 3772 Gießen, Bahnhofstraße 63. 1) Bestes Nährmittel für Kinder und Kranke] 2) Seltersweg. 1745 Telephon 367. Ws MHubk Mk Äiiiiwit. i Dekan Hainer-Hungen, _ . für die zahlreiche Beteiligung am w lag das Schnflwort Psl. 118 V. 17 zu Grunde, ©pater | fand noch im Freien eine gut besuchte Nachversammlung statt, bei welcher Ansprachen mit Gesängen abwechselten. Zuerst schilderte Pfarrer En gel-Obbornhosen die gegenwärtige Lage der Evangelischen in Italien, dann sprach Pfarrer £)eb» Münzenberg über die evangelische Bewegung in Oesterreich. ou[CRt gab Pfarrer Werner-Södel eine Schilderung der Drangsale, welche die Bewohner der Wetterau im 30 jährigen Versteigerung. Mittwoch Den 20. d. MtS., uachmittags von 2 llhr au, versteigere ich Neuenweg 28 l 10 Pfg. für 2 Teller kräftiger Suppe sind stets 1 H. r'. NaeNauer, Neuenweg 15. Tic Versteigerung bcrjmtcv ad. 1 auigeiütinen Sachen stude: bestimmt stau. Eießen, den 18. Mai 1903. 4074} Leisel, Gerichtsvollzieher. In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Hut- macherS C. L. Gail m Gießen habe ich das Verzeichnis der bei der Schlußverteilung zu berücksichtigenden nicht bevor- rechtigten Forderungen zur Einsicht der Beteiligten auf der Gerichtsschreiberei Großherzogl. Amtsgerichts Gießen nieder- gelegt. Diese Forderungen betragen Mk. 23 970.48, dagegen die zu verteilende Masie Mk.292.78, mithin werden die Gläubiger eine Dividende von 1% Prozent erhalten. [4075 Gießen, den 16. Mai 1903. Emil Fischbach, Konkursverwalter. Krieskaslen der Redaktion. (Anonyme Anfragen bleibeu unberückfichttgt.) G. Bei der vorigen Reichstagswahl am 16. Juni 1898 erhielt der Nalionalliberalc Tr. Frank 4026, Köbler-Langsdorf 4122 und der Sozialdemokrat Scheidemann 4391 Stimmen. Auch diesmal wären die Aussichten durchaus nicht so gering. Abonnent Molttestraße. Wenden Sie sich an die hiesige (im Löwen) 3 Ballen Tuch, 1 Ballen Waue, 20 Ttzv. Mützen, mehrere Ttzd. Hosenträger uuv einige Kcderboas; öans- und Küchengeräte aller Art. jem Äiistiltz Bet »ngSöBea empsiehlr Lclfarbcu.Bcrusteiulackfarbe» in allen Nuancen, rasch und hart trocknend, Leinöl und Lclsirniö zum Emölen, Ticcariv, Ter- pcuriuol, lleverzugslacke, Par, tettwachs, Ltahlfpäuc, Pinsel :c. billigst. 3502 Georg Wallenfels, Marktplatz 21. Telephon 46. Sprechstunde ab: Wochentags: 7,9 bis 12 und 2 bis 4 Uhr. Sonntags: 11 bis 2 Uhr. Poliklinik: 1 bis 2 Uhr wochemags. Schwalm, Mimst. vision eingelegt. * Siegen, 18. Mai. In der Nacht von SamStag zum Sonntag explodierte ein Hochofen der Siegener Hütte. Ein Mann wurde getötet, einer verletzt. • Aus Liebe zu ihrem Manne hat die 65 Jahre alte Schlossersfrau Auguste H. in Eharlo11en b u r g Selbstmord verübt. Frau H. lebte nut ihrem 20 Jahre jüngeren Mann in kinderloser, glücklicher Ehe. Nach und nach aber meinte sie, daß sie für ihn zu alt sei und ihm zur Last falle. Um ihm die Möglichkeit zu verschaffen, eine jüngere Frau zu nehmen, machte sie schon wiederholt eelb|t- mordversuche. Einmal wollte sie sich mit Kohlendunfi, ein - - f- . Tann versuchte sie, Verdingung. Die für die Herstellung erhöhter Bürgersteige in der Landgrafenstraße erforderliche Maurerarbeit soll Dienstag den 26. Mai d. I., vormittags 11% Uhr, öffentlich verdungen werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden auf unserem Amtszimmer zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum obengenannten Zeitpunkt an uns einzureichen. — Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, am 16. Mai 1903. Städtisches Tiefbauarnt. Braubach. 4034 Teil der 'Dibbel, sowie die Wandbekleidung imb Draperien sind beschädigt^ lieber die Ursache des Brandes berichtet der ,Lok.»Anz.", daß burd) die Stichflamme eines Ofenö des Wohnzimmers des Kronprinzen die Lohe, mit der die Zivischenräume der Wäiibe des ZiU'.nierS auSgcfüllt sind, Feuer gefangen hatte, welches innerhalb der Wände weiterschwelte und einen großen Qualm entwickelte. Nachdem die gefährdete Wand eingehauen war, gelang es bald, den Brand abudöfchen. An den Kaiser wurde Bericht erstattet. * Wilhelmsha ven, 18. Mat. Der Mörder deS Unteroffiziers Biederitzki, der Matrose Kohler, bat gegen >das auf Todesstrafe lautende Urteil deS Kriegsgerichts Ne- WschmdiMNg. Am 2. 3nut 1903, vormittags 10 Uhr, wird im dies- leitlaenGeschastszlmmer.Kmernel der Bedarf an Fleuch- und Wur': waren für die Garnison Giepen aus die Zeit vom 1. Juli bis 31. Dezember 1903 verdungen. Die Lieferungs - Bedingungen liegen im Geschäftszimmer aus; dieselben können auch gegen Za.)- hmg der Selbstkosten bezogen ^Schriftliche und versiegelte Angebote sind im Geschäftszimmer vor Beginn des Termins mir der Aufschrift: Angebot auj -Meinung doh Fleisch- und Wurstwaren versehen abzugeoen. 4UL,‘-’ Garnijou-^crwauuvg. lobungNkarten (Riesen - Auswahl), schneidige Muster, bekannt billig und sauber. Butfidmkem Nilsthkowski Neuenweg 12. 4076 Pilsner emaillierte imi) Lrstzejchiltt ino^idierte Äch- uni Srutgeschim Alumlnium-Aochgeschirre Spiritus-^ochapparate sowie emaillierte Haus- und Küchengeräte aller Art em- vnchlt zu billigen Preisen [5897 ti£. Wilh. Orbig. paus- u. Küchengeraiehanblung, 'Schulstraße 10. herein zur UMung eines Lnalbnues. Heneral-Aersanunlung Mittwoch den 20. Mai 1903, abends 8 Uhr, Restaurant Kaltwaster (Hessischer Hof). 3989 Tages-Ordnung: Jahresbericht. Neuwahl deS Vorstandes. ycrnürdjtfü. - Berlin, 18. Mai. In dem Personenzuge Berlin- Stralsund hat eine gutgekleidete, anschemeud aus Berliit ge- bürtigte 20sährige iungc Dame Selb stm ord verübt, indem sie sich zwischen den Stationen Britz und Ehorm in einem Abteil 3. Klasie mittels Revolvers erschoß. ♦ Potsdam, 18. Mai. In einem Zimmer des Südflügels des Neuen PalaiS brach heute vormittag beim Probeheizen eines Ofens Feuer auS, welches die PalaiS- iilu ui der Badewanne zu ertränken, einmal auch, sich zu erhängen. Jedesmal wurde sie von ihrem Manne überrascht und gerettet. Neuerdings gab sie bei einer Nachbarin ihren Korrioorschlüssel ab, »für den Fall, daß sie den anderen einmal vergäße". Abends kam em junger Mann, um em Bekanntmachung. In das Handelsregister wurde heute eingetragen die Firma .Jacob Heilbronner" zu Gießen; Inhaber Kaufmann Jacob Heilbronner daselbst. Bezüglich der Firma ,H. E. Jughardt" zu Gießen wurde vorgemerkt: Ge- schäft ist mit Firma ohne Aktiva und Passiva auf Kaufmann August Wallenfels da- hier Übergegangen. Prokura der Heinrich Emil Jughardt Ehefrau ist erloschen. Die Firma ist geändert in ,H. E. Jughardt, Inhaber August Wallenfels". Ter August Wallenfels Ehefrau Elisabethe geb. Vogt dahier ist Prokura erteilt. Bezüglich der Firma Siegel" zu Gießen wurde eingetragen: An Frau Elsbeth Siegel geb. Eicke dahier ist Prokura erteilt. [4070 Gießen, am 15. Mai 1903. Großherzogliches Amtsgericht. Wnf fran-äfitoen Vorträgen bestehenden CykluL. («ittel Rriege ju »dulden Hutten. Seiner Schilderung lagen un? mit feinem Geschmack auSaewählt und 27 Pfg. cm, welche für Judenburg-Zeltweg bestimmt wurden, aneinanderaereihl gaben dem Vortragenden roieberum reiche Verschönt wurde das Fest noch durch Gesänge des esang- ^"b^?,?Z,n?,IMifle8 Talent, fern wohllautendes Lr- Vereins und der Schüler der ersten hiesigen Schu klasie. D e Waaren feilgeboten. — In der Karlstraße erfolgte infolge unvorsichtigen Hantierens mit einer Benzmlötlampe eine ge- fährliche Benzinexplosion, wobei zwei Arbeiter furchtbar verbrannt wurden. tÄ Frankfurt, 18. Mai. Die Prinzessin Sibnlle von Hessen, Freifrau v. Vincke, wurde heute früh sechs Uhr in der Villa ihrer Mutter, der Üanbgräfm von Hessen, Prinzessin Anna von Preußen, von einem gesunden Knaben Tainötag den 30. Mai 1903, nachniinags 3 Uhr, läßt £>err Professor Dr. Albert Lucius in Tarmsiadl oersetzungshalber sein ihm gehönges An- wesen in der Gemarkung Giepen, Flur 27 184*7,00 = 452 qm Grabgarten am .steinen -ctemroeg links, „ Ä . Flur 27 184“ = 505 qm Hoi- raue daselbu (idenlifch mit Bergstraße 15), freiwillig öfientlich meistbietend versteigern. Gießen, den 18. Mai 1903. Großh. Lrtsgericht Gießen. Gros. 4063 Mittwoch den 20. Mai i. IS., nachmittags 2 llhr, werden un Bleker'schen Saale versteigert: 2 Garnituren, be° fieheiiS aus Sofas, Sesseln und Stühlen, 1 rolöraun unb 1 braune Leide, 1 runder Tisch von Ebenholz, 1 Spiegeljchrank, 1 amerck. ^tandilhr, 1 Trumeari mit Spiegel, Sofas,Kommoden,Kleiderschränke 1 Nähmaichme, 1 eleg. Bücherschrank, 1 rvireiischreibtisch, 7 gold. Herreii-Aledaillous, 2 Faß B>ciß- wein, 1 Parste Schuhwaren u. a.in. 4054] Gcißlcr, Eerichlsoottzleher. r (ein oieHeitiaeB Talent, sein wohllautendes Lr- Vereins und der Schuler der er,len hiesigen «kyu liOste. < aan9ben Reiz seiner Atuttersprache zur vollsten Geltung zu Ansprachen fanden, da sie m anschaulicher ^.niie hrinnm Eine weihevolle, lief ernste Stimmung weckte die gehalten wurden, aufmerksame unb dankbare Zuhörer. ernXbe^r^^uT auxav^t-pisteB, das bie alles versöhnende Bad Nauheim. Am 20. Mai nachmittags und m ^500*18(^^5 auf Jreunb und Feind vor abends auf der Terrafst Konzert der Kurkapelle. Abends dem be^aacrten^PanS schildert. Ebenso eindringlich wirkte Theatervorstellung: .Ter Lchlafwagen-KontroUeur". -1.2. ai. l’Evangile von Francois CoppLe. Das stille Lächeln, der iHimmelsahrtStag), nachmittags und abends aus ber Derflärfnbe Sonnenschein reinen Familienglücks erstrahlte auS Konzert ber Kurkapelle mit Einlagen bcß ^ppcIe^1 ’S: SÄ SXaro’llifbZbt maturoü^r^eU °(änN^cn und 2»!'und adcnds auf Set MonjcrtIund'die städl.fcheJduerwkhr alsbald lSjchl-n. «in ÄÄÄ ............... -.......... “ B-arände- -?ne- neuen, der naluealistifchen Schule gemachl I Reqls, Nr. 15 auS Darmstadt. Abends ,m Saal. Epmphan... Koben Ten Schluß bilbete le eure de Cucugnan, benHerrIKonzert der Kurkapelle. . . .. . Äaelfch, mst folchcr Vollendung uartrug, daß der li-d-nS. TL $ a t m |l übt 17. ®laL 8ur ben ™ ; würdige Humor A. Taubests zum ichönslen Ausdruck kam; genben ngelr,ch. soz>a le n K angreß >st als Vo inan alaubte -4euae zu fern ber Reise bes schlauen Pfäsilems sitzenbe deS FrauenkomsteeS Ihre Durchlaucht ©rann Er “ S ffi ta zur Hülle, ja Zeuge feines Ge. dach.Schönberg, geb. Prinzessin van Battenberg gewählt. vrLckeS mit st Peler dem glänzenben Engel unb bem ge. Als Rebnerm für spezielle ^rauenangelegenheilen ist °am Mmten SöaenMman - mit Spannung bürsen wir bem »ongrej-ausschuß Frl. llaura Herrmann Oberlehrecm nächsten ^Jreitag ben 29. Mai f.atlfmbenben RezitationS. in Berlin, benisen worben Aus dem mteimationalen Frauen, abenb entaeaeniehen Im Sinne und im Interesse eines kongreß m Berlin im Jahre 189« hat fte bas Thema, arösten Teils em» Zuhörerschaft aber glauben wir zu .Höhere Mäbchenschulen unb Eemmare für Lehrerinnen- er. sprechen wenn wir Herrn «oetfchy bitten, bic vorzutragenben folgreich behandelL — E,n ,ehr bekanntes ^.tuck aus bem Stücke möglichst frühzeitig und möglichst genau bezeichnen zu Häuferbilbe beS alten Darm stabt wirb d-m^chst wollen benn v^ausgehenbe Vorbereitung wirb bas Ver. verschwinben. Ter seit mehr als 100J°h°°n m Bes tz slönbnis und ben Benuß bei feinem Publikum noch oertiefen ber Familie Wiener sich besinbenbe ^armstabter Ho, I gegenüber dem Postgebäude in der Rheinstraße ist an cm Konsortium verkauft worden, welches einen vollständigen Umbau des alten HauseS, das trotz seines soliden Charakters modernen Ansprüchen nicht mehr genügt, vorzunehmen und vor allem das Hof- und Gartenterrain möglichst auszunutzen gedenkt. Wahrscheinlich werden auf den Platz, wo bisher ein HauS gestanden, vier Häuser zu stehen kommen. ES......... ist wirklich alles Mögliche bei diesem Kampfe um ben Soben, ant)crc5 Mal nut Leuchtgas vergiften, baß vorläufig Darmslabt im Unterschiebe zu ben Nachbar- xn ; I —- • -- - „-2L.---ebtC I Üund ältere Muster verkanfe weit nnter Preis. Sehr günstige Gelegenheit für tauur. - rr.t.imer, Hauswirte eit Ernst unentbehruch s»o^!ngr, Torten, Mehlspaitiii, “S6 Suppen und Saucen. ’WW Ä U" rsr I? Töt." A w Leicht vertael.oh u. nihrhift A B ■! 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