Donnerdtag 19. März 1903 Zweites Blatt. Nr. 66 SB heutige Kummer umfaßt 10 Seiten. en, im gehoben nächst aus dein 19. Jahrhundert gewonnen hat. pdlftc sämtlicher Grunde, weil daü Handwerk gerade im auf dem Lande außerordentlich an Boden Dies bedeutet um so mehr, als über die Handwertsmeisler auf dem Lande ansässig Üöieilt tüt Deoeicheni Anzeiger Gieße». ^trniprrdMinldilntiWt 51 153. Jahrgang Zur Lage bc3 Handwerk«. Der Kieler Nationalükonom Professor Dr. Georg Slblex hat eine beachtenswerte Abhandlung „lieber die Epochen der deutschen Handwerkerpolitit* erscheinen lassen. Von besonderem Interesse ist dann der Abschnitt, der eine allgemeine Beurteilung der Lage des Handwerks enthält. Daß die moderne technisch-wirtschaftliche Entwickelung das Handwerk zurück- gedrängt und in seinem Beltande aufs schwerste geschädigt hat, erkennt Adler an. Aber deswegen spricht er doch nicht, wie daS häusig geschieht, dem Handwerk das Todesurteil. Zu- ist. Was aber das städtische Handwerk anbelangt, so erhält es sich nicht nur in weitem Umfange immer noch, sondern eS verhilft auch in jeder Mittelstadt Dutzenden, in jeder Großstadt Hunderten von Handwerkern bloß infolge ihrer Tüchtigkeit zu beträchtlichein Wohlstände. Tenn nicht das ganze städtische Handwerk ist erschüttert worden, sondern bloß eine Reihe von GewcrbSzweigen; andere Zweige haben nur einen Teil ihrer Produktivität eingebüßt, und wieder andere, wie Bäckerei, Fleischerei, Dachdeckerei, Sattler-, Schmiede- und Barbierhandwerk, sind noch keineswegs erheblich ms Gedränge getommen. Im Anschluß an die Kölner Generalversammlung i melden Llleslaiüage 44. Ein „kurzer Abriß der praktischen Geburtshilfe von Prof. Tr. K. Walther in Gießen erschien im Verlage von Elwin Staude in Berlin W. 3ö. Das 65 Seiten zählende Büchelchen in Duodezformat wird Aerzten, Hebammen und Wartefrauen gute Dienste leisten. In der Deutschen Verlags-Anstalt zu Stuttgart erschien soeben der bekannte Roman Samarow's „Tie Saxo- borussen" in neuer illustrierter Ausgabe, geh. 4.50 Mark. Es i)t ein flott geschrievener, durchweg srf.elnder Studentenroman. Ter prächtige Hiiitergrund der Heidelberger Universität verleiht dem Buche besonderen Reiz. _ Ter Musikdirektor und Professor an der Universität Heidelberg, 9)3011 rum, der Schöpfer des in Gießen wohl- bekannten .Weilmachlsmysleriums', ist zum Lcuer der E o b u r g i- jchen Hoikapelle und zuin Houheatcr.Kapellmemer auserjetjen. — Ter Sprachfockcher Tr. j. Andreas, früher Mehrer am Cucma- (ijchcn Seminar in Berlin, M zum a. o. farotehor iur Bersljch nach Göttingen beru'en worden. — Ter Gcrichlsaßesior und Dozent an der Berliner Iurniemalultat Tr. Ä. Wol'i in zum a. o. Professor für Dculjches Rechi an der Berliner Umueiiudi ernannt worden. — Geueunrai Proiessor Tr. Neuner von der Technischen Hochschule in T res den beging fein fünfzigjähriges Tolloriubiläum. — Ter Vo'vrrester Tr. theol. A. R a e g e l e ni nid Dozent für Togniaut m die thcologifche Fatulläi der Atünchener Universität aufgenommen worden. — Ler o. Pro- fefjor der onentaliia)en Sprachen an der Hoch schule in Rostock, Tr. F. Philippi, wird zum 1. April m den Ruhenand treten. — Der Proie»or der Slalurivlssenjchafien T u n S und der Prviehor Die Kaiserin Witwe von Rußland. Man schreibt uns ferner aus Berlin, 18. März: Don der Dauer des Aufenthaltes der russischen Kaiserin-Witwein Kopenhagen wird cs abhängen, ob sie dort mit Kaiser Wilhelm Lusammentrifft. Wenn sie ihren Aufenthalt nicht voreilig abbricht, wird diese Begegnung slattfinden. Da auch die Schwester der Zarin- Witwe, die Königin Alexandra von England, zur gleichen Zeit wie Kaiser Wilhelm in der Residenz am Sunde weilen wird, gewinnt die 'Möglichkeit einer Begegnung zwischen Kaiser Wilhelm und der Mutter Nikolaus II. an Wahrscheinlichkeit. Sie wäre ein historisch interessantes Ereignis; galt doch die Priiizessin Dagmar von Dänemark in ihrer Eigenschaft als Kaiserin von Rußland als Hauptträgerin der deutschfeindlichen Gesinnungen am Petersburger Hofe. Die Freundschaft zwischen ihcein Sahne und Kaiser Wilhelm scheint nicht ohne Eindruck auf sie geblieben zu sein. Die Petersburger Blätter meldeten, daß Kronprinz Wilhelm bei seinem diesjährigen ersten B.sitcb am Zaren- hpfe besonderer Aufmerksamkeiten seitens der Zarin-Witwe teilhaftig wurde. Vielleicht will Letztere durch eine Begegnung mit Kaiser Wilhelm in Kopenhagen Vergangenes vollends vergeben machen. rnicl. liebet den Bun» der Kaufleute äußert sich der Leiter einer allerersten Firma der Berliner Tabakbranche folgendermaßen: Die Idee, einen Bund der Kaufleute zu gründen, war höchst zeitgemäß. Zu lange schon hat sich der deutsche Kausmannsstand treten und knebeln lassen. Freilich ist Feuilleton. Eine Hebammenschule für Frauen gebildeter Stände will das Mannheimer Wöchnerinncnasyl ins Leben rufen. Zur Kennzeichnung des Wesens und der Endziele dieser neuartigen Einrichtung sind die folgenden Sätze aus der Festtede trefflich geeignet, die der Direktor der Anstalt, Medizinalrat Tr. Mermann, bei der Eimvei^ ung gehalten hat: „. . . . Eine wettere Aufgabe hat sich die Anstatt gepellt: Sie will eine Hebammenschule jur Frauen gebildeter Stände mit absolvierter Awchterschul- bildung sck^assen. In beschränkter Zahl und in einem ganzjährigen Kurse sollen Frauen und Töchter aus gebil- deten Ständen zum lohnenden und ttinerlicy befriedigenden Berufe einer Geburtshelferin herangebildel werden, und diese werden in Süddeutschland, und namentlich in den rheinischen Städten, wo bisher vielfach der Gebrauch besteht, daß Aerzte ohne Hebammen Geburten in wohlhabenden Familien leiten, ein reiches Arbeitsfeld finden. Man spricht so viel vom Hineindrängen der Frauen in männliche Arbeitsgebiete, hier ist ein Arbeitsfeld, wo der 'Kann das Weib aus seiner ureigensten Berufssphäre verdrängt hat In dem Milieu einer gewöhn lick-en Hebammenschule tonnen die Tarnen aus vielerlei Gründen nicht herangebil- del werden, und dazu sind die Wöchnerinnenasyle berufen. Unsere ersten Prosts, oren der G.bunshilfe stellen die §vr- in der schärfsten Weise, auf und sie alle halten Möchnerinnenafyle für Die prad^unierten Jn,talten. xicje sv ausgebildeten Hebammen sollen nicht ein Jota mehr staatliche Berufsberechtigung haben, als die fetzigen Hcb- ammeu, sie werden aber vermöge rhrer allgemeinen -Vorbildung, vermöge ihrer Berufsbildung, die dreimal so lästge währt, wie' Die der j.tz.gen Hevammen und durch das mehr als 30 mal größere prakt^e Lehrmaterial, das ihnen hier im Gegensatz zu den anderen Lehranstalten Vorarbeiten für die deutsche Abteilung der Weltausstellung in GL Louis. Als erste Rate hierfür werden im Etat IVa Millionen Mark verlangt, gegen deren Bewilligung in der Budacikommission nur die Abgg. Dr. Müller-Fulda (Ztr) uno Liebe rm ann v. Sonnenberg (Antis.) stimmten. Bekanntlich sind nicht alle deutschen Interessenten geneigt, in St. Louis anSzustcllen; bestimmte Kreise namentlich der Industrie versprachen sich von der Beschickung dec Weltausstellung keinen Erfolg, jedenfalls keinen zu den bedeutenden Unkosten im Verhältnis stehenden. Zu den Interessenten, die von einer Beschickung der Ausstellung Abstand nehmen wollen, gehören auch die lettenden Kreise des deutschen Buchhandels. Abg Dr. Müller-Meiningen (frs. Vp.) wies auf die dem nwralischen Empfinden Hohn sprechenden amrr.konischen Urheberrechtsverhältnisse hin. Die deutschen Verleger mürben der literarischen Freiveuterei geradezu Vorsthuo leisten, wenn sie in St. Louis ausstellten. Auch Deutschlands Kunst und ANnstgewerbe seien ähnlichen Unzutcäglichkeiten in Amerika ausgesetzt. Tie Negierung möge einen Truck aus die Staatsmänner in Washington aussiben, damit di.se Zustande geändert würden. Staatssekretär Gras Posa- dowsky erkannte das moralisch Anfechtbare der amerikanischen Urh.berrechtsverhältnisst an und versprach, mit Der Washingtoner Regierung in Schriftwechsel zu treten, und wenn möglich, den Erlaß etties Spezialgesetzes für die Dauer der Ausstellung h.ebeizusührcn. £6 dieser Schritt von Erfolg sein wird, bleibt abzuwartcn. Begeisterung für die Beteiligung Deutschlands an der Weitaus,lellnng zeigt, sich heute bei keiner Partei des Reich->tagos, wenn auaj die geforderte Rate von 1H, Millionen Mart mit großer Mehrheit bewilligt wurde. Der vom Abg. Dr. Spahn (Ztr.) ausgesprochene Wunsch, der Reichszuschuß möge insgesamt Den Bettag von 2y> Millionen Mark — die Denkschrift spricht von 3 Millionen — nicht überschreiten, wird von allen Parteien geteilt. Ä? nl cff. w':;l W«J.— w al« v,22i6 o.Dl der Kaufmann so völlig von st inen Ge schäften in Anspruch genommen, daß er sich öffentlichen Angelegenheiten nicht widmen kann, llmsomchr hat er Veranlassung, einer Vereinigung, die seine Interesjen in der Ocstentlichkeit wahc- zunehmen eittschlos.cn ist, feine Sympathien znzuwenden. Mit Sympathien allein ist cd freilich auch in diesem Falle nicht getan; die praktische, vor allem die finanzielle Förderung muß hinznkommrn. Erne Konkurrenz d.ö Blindes der Kaufleute mit den bestehenden kaufmännischen Organisationen ist nicht zu befürchten, lucil letztere ja andere Ziele verfolgen. Der Bund der Slaufleutc hat eine Bedeutung, die weit über Die jetzigen Wahlen hinausgeht. DaS Programm ist allerbings noch etwas bunt gemischt. Aber Die Einzclsragen sollen ja zurückgedrängt unb nur bie großen, alle verbindenden Prinzip.en in den Vordergrund gestellt werden. In der Verbinoung der kleinen, mittleren uno großen Kausleutc is! keine Gefahr sur Den Bund zu erblicken; haben uns doch die Agrarier gelehrt, daß die oerjchieDcnariigen Interessen recht wohl zusammengeschweißt und so eine Phalanx von unividernchllck-er Wucht geschafjen werden kann. Tann ist auch ein Gegengewicht gegen die agrarische Uebermacht hergeftellt, das auf die Entschlüsse der Regierung feinen Einfluß ausüben muß. Tie Hoher» beroertung, die der Kaufniannsstand auf diese Weise erlangt, kommt dann auch in der Verfolgung Der Lpettal- inletejfen zur Geltung, wenn diese in dec Arbeit des Bundes zurückgcfteltt weroen. Daß Prinzipale und Angestellte in dem Bunde vereinigt sind, kann |euicn Ziisammenhatt auch nicht gefährden. ES giebt ja Falle, wo Prinzipale und Angestellte m ihren Interessen divergieren, aber diese Fälle treten zurück, wo so wichtige Prinzipien wie die ganze Stellung des Kaufmannsstandev in Frage kommen. Tas Programm des neuen Bundes kann im Laufe der Zeit noch einzelne Veränderungen erfahren, aber die Idee an sich ist gut unb lebensfähig; auch sind die an der Spitze stehenden "Männer gtcignei, sie durchzuführen. Fest auftreten und eiiergifaj agitieren muß er freilich; denn auch im öffentlichen Leben tommt der am weitesten, der am entschiedensten auftritt. l Derrn ö,0Ulöe* -W. Iwelcher die bL rtcr, titunbetflerfa.il ZUiiAtzii ÜDnl Qtjuöjt. [QJ25J sbibiger, diaoe- r/u$c unb öom 'W eoiinenfirafee 15, ^Unadhaiiglfles Laus. s,a., Volitische Tagesschau. Live Wahlgeschichte. Fürst zu Dohna-Schlobitten tritt im ReichS- kagswah kreise Köniasberg(Land) - Fischhausen als konservativer Kandidat auf. In den Mitteilungen eines Königsberger Blatte-, die von konservativer Seite stammen, heißt es: „Es ist angesichts der abermaligen Kandidatur Dohna recht interessant, sich mit der Vorgeschichte der vorjährigen Elbingcr Wahl zu beschäftigen. TreiStaatSdepcschen wurden damals versandt. Die eine an den Fürsten Dohna, die ihm auftrug, für den Wahlkreis Elbing^Marienburg ui kandidiere«, bie zweite an den Minister des Innern, Die diesem anbesahll den gesamten RegierungS- apparat zu gunsten des Schlobitters spielen zu lassen, und eine brüte, bie den K'ammerherrn von Oldenburg auf Ianuschau aufsorderte, seine Kandidatur zu Gunsten derjenigen des Fürsten »urückzuziehen. Ta ledoch Herr v. Oldenburg kurz vorher den Elbmger Konser- vattven und Dündlem versprochen hatte, ihnen unter allen Umständen treu zu bleiben, so lehnte er das Ansinnen ab und wurde infolgedessen in seiner Eigenschaft als Kammer- Herr nach Berlin berufen. Dort laS chm der Ober- tommerer Graf SolmS die bekannte Kabinettsordre gegen die ftunalrcbellen vor und versuchte wiederholt, chn im höheren Auftrage zum Rücktritt zu bewegen, da cs der dringende WunschSeiner Majestät sei, daß Fürst Dohna kandidiere und er als Kammcrherr nicht gut gegen den Hofjägermeister vom Dienst auf treten könne. Herr von Oldenburg konnte sich nicht entschließen, den Bund unb bie Elbingcr Konservativen im Sttch zu lassen, unb bat infolge- beffen um seinen Abschieb als Kaminerherr. Schließlich erklärte er jedoch, baß er, wenn Fürst Dohna im amtlichen Elbingcr Kreisblatt mit Namensunterschrift verkünden würde, daß er auf Befehl S. des Kaisers die ihm angetragene Kandidatur Elbing-Marienburg annchme, er — v. Oldenburg — seinerseits ebendort erklären würde, daß er auf Befehl S. M. des Kaisers zurücktrete. Der Kaiser war anfangs bereit, diesen Ausweg einzuschlagen. Der darüber entsetzte Reichskanzler Graf v. Bülow stellte jedoch an höchster Stelle auf das eindringlichste vor, daß diese neue Kanalrebellenaeschichte, nachdem die alte kaum erledigt fei, sehr viel böses Blut machen würde. Da zur selben Zett auch ein Brief, den Fürst Dohna an Herrn v. Oldenburg mit der Bitte richtete, zur Vermeidung einer Doppellandidatur zu feinen Gunsten zurückzutreten, höflich aber ablehnend erwidert wurde, so blieb sowohl den höfischen Interessenten wie dem .Herrn von Schlobttten nichts anderes übrig als diesmal auf feine Reichsdagskandidatur zu verzichten. Der Kaiser ließ sich in dieser Angelegenheit nicht mehr spreck>en, daS Abschiedsgesuch des Herrn von Oldenburg als Kammerherr wurde ainllich als nicht vorhanden angesehen, und das End vom Liede war, daß Herr v. Olden» Burg, wenn auch irrtümlicherweise, in den Reichstag einzog." Wir müssen dem anaesührten Blatt natürlich die Verantwortung für seine Mttteilung, die offenbar auf Herrn v. Oldenburg oder ihm nahestehende Streife zurückzuführen ist, überlassen. Die Wellav-stelluog iw Reichstag. Unser parlamentarischer Mttarbetter schreibt uitterm Ein reiches Karten- unb Bildermaterial lag heute im Reichstag zur Etnsichttiahme ausgebrettet. Es betraf die der systematischen Theologie Warbrop, beide an der Universität Edinburgh, haben auf Grund einer Protestbeweglmg unter Den Studenten ihren Abschied eiugereicht. Tie etubeiuen waren der Ansicht, daß die beiden Herren als 6raimnaioren nicht genügend moderne Ideen cniiDicfelien und verlangten deshalb andere Examinatoren. Tr. 2uns ist cm Herr von 82 Jahren und feit 1864 ui seiner Stellung tätig. Tr. Wardrup ist feu 1892 Professor. — Ter Professor an der Universität Pavia, Boltini, einer der bedeutendsten (rhiriligen Italiens, »st in can Remo geworben. Er war 1837 zu Stradella geboren. — Ter 73]al)nge pemiouierte Profesf or der Wiener Handelsatademie, Gustav B u r ch ardt- B e l a v a r y, rvurde von Der elektrischen Siadtbahn überfahren unb blieb fotoil tot. Ein studentisches Kasino ohne Trinkzwang. Wie bei „Frkf. Ztg.' flciduicben wird, plant man in Jena die Errichtung eines sluDenlljchen Ltairnos, das das etlic Institut dieser Art sein wurde. Unter Den Proichoren sind befonders die Herren Rein, Uiwrr und Roseuiyal Förderer des Projetis, unter den Studenten Die Anhänger der «Freien Sludenlenfchasl' und die Plitgliedec der wificnschaiillchen tzereme. Tcr dculiche Perein für GasthauL- Reforrn, Weimar, fnueie den ersten torunblicm in Gestalt eines Geschenks von öuO Mk. und erklärte sich zu weiteren Leislunge'i bereit; m einer Studenten-Lierfammlunq, in der sein Beremsanwalt Tr. Bode iprach, ivurDe Das Profekt zum etücnmal ös^emlich er ön'eri. Plan beQbfuiiUflt, 3oOUu Mk. Gefcheicke zu sammeln und von Den Sludemen, Die Das Haimo benutzen wollen, einen geringen Seme'lerbeurag, Diclleidi: nur 1 'Mk. zu verlangen. Turch diese Gc>d,enle unD Benrage iviU man erreichen, da» der Trmkjwang un Harne ausgeichlonen ruirD und daß einzelne Räume: ealon, Lurnjaal, ibibiioibct rniD DergL zur freien Per'üguug geilellt werden können, io Dau m Diejen Räumen überhaupt nidjis verzehrt wird, -.'lud) wird man Die niduailohohfd)cn Getränke vor Den alkoholi- id)en begünstigen, die letzteren jedoch nicht ganz ausschließen. — Proiessor Tr. B o f j e l e r vom L l u t t g a r l e r Stalura- (ienfabmei »st uon der Kolonialabteilung des Ausivärkigen Amtes zum eniomologlsd)cn Ebe» Der neu zu errichtenden bwlogifch-Iand- ivirlschailtleuen Stauen ooii Amani im Usambaragebleie erwählt worden. zur Verfügung stehen wird, sich den Weg in Kreise öffnen. Die den jetzigen Hebammen ttotz ihres guten Strebens und bei dem besten Berufs- und Pflichteifer niemals zugängig werden; eine Konkurrenz roirü diesen nicht entsteh' “ Gegenteil, bet ganze Stand der Hebammen wird fluiji und auf ein höheres soziales Niveau gebracht werben. mvnailid) 76^1^ ptert* AeelÄ ▼ rw W < . lädll.ch Au «LV. dukch Gietzener AnjeigerW M General-Anzeiger v .?™ä. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MZZ auyei Bonmagt. Dem Girtzener Anzeiger »erben im Wechsel mit den. ksrsfifche» Cenöwlrt dir Gletzeaer Familien» dläiirr o.evmal in der Woche beigelegt. Blotanonflbrud e. Verlag bei v r ü h l'fchen an weel.-Buch» u.ßietn- druck, re, (Pieklch Erben) •UbafiiefL Eroebuio« und Druckerei! selbfltiiidigen Führung iLiishaltä eine erfahrene, allere paushälierm, i Mtwe oder ält. Frau- sofort gefuchl. Helm Bruuer st«., Dillendurg. sMi unser Älelier zur Än- g von ramrogarderobc hrmädchen gesucht. [2298 g. Äoutanu» Raüilg. I 3üng« braves Dienii- gef.M.ÄihichFli.23./. ne Person > und haushalt nanWub-s . 2® iranhurttrsttaslt Ichygeb Tieustmäbchc« sber rausmabchea , i2U6ü| üudwigür. ei, vl. JTpet 1. Äprll , Lehrmädchen Modewacenvaus.^ 2| Ein jüngere» Mabchco unde gefuaiL . Ltctustraielo,^. WZ des Vereins für Sozialpolitik von 1897 weist Adler auf Grund der Verhältnisse in Birmingham, im Staate Newyork und in Belgien darauf hin, daß auch in Ländern mit weit fortgeschrittener industrieller Entwickelung eine sehr große Zahl handwerksmäßiger Kleinbetriebe sich hallen kann. Mithin ist die Annahme gestattet, in aller absehbaren Zeit das Handwerk trotz der zu erwartenden Einbußen in großem Umfange bestehen bleiben zu sehen. Aus der ärmlichen Exiüenzweije vieler oder selbst der meisten Handwerksmeister schließt Adler, im Widerspruch zu Sombart, nicht auf die Exislenzunfähigkeit deS Handwerks. Denn die Mehrheit der Handwerker hat in der ganzen Wellgeschichte jederzeit ein ärmliches Dasein geführt; selbst in der gepriesenen Zeit des Mittelalters haben sehr viele Handwerksmeister gleichfalls nur von der Hand in den Mund gelebt und sich in demselben Maße wie heute nur durch Ausübung eines Nebenberufes halten können. Was den Handwerker des Mittelalters, in rein wirtschaftlicher Hinsicht, vor dem der Neuzeit auszeichnete, war die verhältnismäßige Sicherheit seiner Existenz, die Lebensfristung indcsien ist damals, betont Adler, genau so kärglich wie heute gewesen. Hält Adler in Uebereinstimmung mit den sachverständigsten Gelehrten die Fortexistenz der Handwerkerklasse für sicher, so trifft er mit guten Kennern der Handwerkerverhältnisse auch in der Ueberzeugung zusammen, daß der Niedergang deS Handwerks häusig durch eine mangelhafte technische AuS- und Vorbildung der Handwerker mit verschuldet ist. DaS neue Handweckergesetz vom 26. Juli 1897 ist erst seit zu kurzer Zeit in Kraft, als daß Adler heute etwas über seine Wirkung sagen möchte. Für das beste Mittel, den Handwerkerstand zu kräftigen, erklärt Adler die obligatorische Einführung der Alters- und Invalidenversicherung für die Handwerker, wobei das Reich einen Zuschuß von 15 bis 20 Millionen Mark zu leisten hätte. Preußisches Abgeordnetenhaus. 47. Sitzung vom 18. März. Beim Titel „Zur Errichtung einer Technischen Hochschule in Breslau" erklärt ein Regierungs-Vertreter, es sei beabsichtigt, die Hochschule in Breslau zu einer alle technischen Fächer umfassenden Anstalt auszubauen. — Das Kapitel wird genehmigt. — Beim Kapitel „Medizinalwesen" fordert Abg. Rügenberg (Ztr.) bessere Ausbildung der Hebammen, die besonders zur Reinlichkeit erzogen werden müßten. Nötig sei die Schaffung einer Gebührenordnung, und für den Beruf der Krankenpfleger müsse der Befähigungsnachweis eingeführt und zur Ausbildung des Pflegepersonals eine Zentrab- krankenpslegerbildungSanstalt errichtet werden. — Abg. Dr. Langerhans (fr. Vp.) bespricht in abfälliger Weise die ärztlichen Ehrengerichte. — Minister Dr. S t u d t erkennt an, daß das Hebammenwesen reformbedürftig sei. Voraussichtlich würden dem Hause bald Vorschläge über bessere Vorbildung der Hebammen und eine Gebührenordnung für diese gemacht werden können. — Abg. Graf Douglas (sk.) fordert durchgreifende Maßnahmen zur Bekämpfung ansteckender Krankheiten unb des übermäßigen Alkohol- genu sses. — Minister Studt erwidert, von der Regierung sei alles geschehen, um den seinerzett vom Hause angenommenen Antrag Douglas durch administrative Matz- reaeln zur Durchführung zu bringen. Er hoffe, daß recht bald durch einen gesetzgeberischen Akt die edlen Absichten deS Grafen Douglas verwirklicht würden, denn gegen die Akoholpest müsse etwas geschehen.AL-g. Schu lz (fr. Vp.) erklärt, die Gastwirte müßten sich gegen die praktische Tendenz des Antrages Douglas, eine wirtschaftliche Verschiebung zu ihren Ungunsten herbeizuführen, lvehren. Gegen eine loyale Agttarion gegen den Alkohol hätten die Gastwirte sich nie gewendet. — Abg. Frhr. v. Zedlitz (ff.) verteidigt die Tendenz des Antrages Douglas, die nur auf Hebung der Gesundhett des deutschen Volkes gerichtet sei. — Dem Abg. Martens (nl.) erwidert ein Regier- ungsvertreter, über eine Reform der Medizinalkollegien seien bereits Verhandlungen eingelettet. Bedauerlich sei eS, daß Aerzte und Apotheker sich in den Dienst von Kurpfuschern gestellt hätten. — Tie Abgg. Schall (kons.) und Schmitz (Zrr.) treten für Bekamp,ung der Alkoholpest ein. — Ein Reglerungsvertreter erklärt, der Kultusminister verhandle mit dem Reichskanzler, um eine Ausdehnung des § 35 ber Gewerbeordnung, der die Ausübung eines Gewerbebetriebes wegen Unzuverlässiglett versage, aus die Kurpfuscher herbeizusühren. Tas werde hoffentlich bei ber nächsten Novelle zur Gewerbeordnung gelingen. — Abg. Schulz (fr. Vp.) stellt gegenüber dem Adg. Schall fest, daß auch die Bibel nicht auf dem Standpunkte der Abstinenzler stehe, wie z. B auS den Sprüchen SalomoniS hervor gehe. (Heiterkeit.) Deutsches Reich. Berlin, 18. Mttirz. Tas Kais er paar besichtigte Heute in ber Gießerei der königl. Museen in Eharlottenburg die Gipsabgüsse, welche für bie Havard-Universität bestimmt sind. Nach einem Besuch beim Reichskanzler empfing der Kaiser im Schloß den Oberhosmarschall Grafen Eulenburg und den stellvertretenden Cchef des Zivilkabinetts zum Vortrag. — Der Kronprinz verbrachte, wie man aus Kairo berichtet, eine gute Nacht unb war heute morgen völlig fieberfrei. Prinz Eitel Friedrich wird bereits morgen Kairo verlassen. — In Nr. 59 des Amtsblattes der bat)crischen Stadt Lauingen findet sich über die dortige Prcnzregenten- Feier folgender Bericht: „In herkömmlicher stiller SSeife wurde gestern in hiesiger Stadt das Geburtsseft unseres erhabenen Priirzregenten gefeiert. Vormittags FcstgotteS- dienst,dann Festsrühschoppen,wie üblich, in geirainicn Sagem — unb gleich den Vorjahren — Zuchtbullenver- ste igerung im Becher." Die Ausdauer, mit der man dem Prottktor der bayerischen Landwir.schäft alljährlich an f^nem Geburtstag durch eine Zuchtbulleuoersteigerung huldigt' verdient öffentliche Anerkennung in wetteren Lejer- fretfen, als sie das Sauinger Amtsblatt hat. — Dem preuß. Herreuhause ist ein Gesetzentwurf zu- gegangen, der die aus vorpreußischer Zeit stammenden bau- u n d f e u e r p o l i z e i l i ch e n h e s s e n - n a s s a u ischen Gesetze und Verordnungen außer Kraft setzt, welche den Don den Obcrprasidemen unb Hü gieiungS- Präsidenten erlassenen Txoliyiuerorbnungcn im W.ge stehen. Die zivilrechtticheu unb die das Feu. mersicherungKnusin berührenden Bestimmungen werden ln^b..rcy nicht b.rührt. — Die heutige Demonstratio n der Sozial, bemof raten auf dem Kirchhofe der M ä r g e f a l - le nen im Friedrichshain ist ruhig verlausen. Am Eingänge des Friedhofs prüfte ein Polizewffizier die Kranzschleifen auf den Text der Inschriften unb ließ in ber üblichen Weise die Anstoß erregenden entfernen. Die Anarchisten hatten Kränze mit schwarzen Schleifen niedergelegt. Gotha, 18. März. Der Landtag beschloß, die Regierung zu ersuchen, im Bundesrat gegen die Aushebung des § 2 des Jesuitengesetzes zu stimmen. Wahl-Bewegung. Wie der „Frkf. Ztg." aus Neustadt a. d. Haardt gemeldet wird, hat der seitherige Reichstagsabg. des zweiten pfälzischen Wahlkreises Neustadt-Landau, Gutsbesitzer Otto Tein Hard, die chm von der nationalliberalen Parteileitung für den Wahlkreis wieder angetragene Kandidatur definitiv abgelehnt. Ob nun Tr. Bürklin, Professor Paasche ober Bassermann für Neu stabt fanbibieren werden, ist noch nicht entschieden. Kolonialpost. Berlin, 18. Ncärz. Wie bie „Nat.-Ztg." entgegen einer anberroeiten Meldung zuverlässig erfährt, enthalt bie Konvention über bie Eisenbahnlinie Konia — Eregli keine geheime Klausel, auch habe bie deutsche Bank-Gruppe eine Besiedelung Kleinasiens nicht geplant. Ausland. London, 18. März. Unterhaus. Bei der Beratung der auf 235 761 Mann veranschlagten Heeres- Präsenzstärke beantragt Vikar Giobs ikons.): Herabsetzung um 3000 Mann, um die Aufmerksamkeit auf die Beschaffenheit des Heeresersatzes zu lenken. Bezüglich der Rekruten führt Brodrick aus, daß das Militärmaß in den übrigen europäischen Ländern niedriger sei, als das in England vorgeschriebene. In Frankreich sei z. B. fein Mindestmaß festgesetzt. Ter Antrag Gcbbs wird abgelehnt. Die Präsenzstärke unb das Gehalt ber Offiziere und Mannschaften wird genehmigt. H aa g, 18. 9Närz. Der Bericht der zweiten Kammer, welcher sich mtt den Maßregeln zur Verhütung der Aus- stände beschäftigt, ist erschienen. Danach hat sich die Mehrheit mtt den zur Unterdrückung von Ausständen von der Regierung vorgesehenen Maßregeln einverstanden unb bereit erklärt, für bie Errichtung einer militärischen Eisenbahnbrigade zu stimmen unb bie staatliche Untersuchung zur Prüfung ber Beschwerden des Personals gutgeheißen. Den im Gesetzentwurf vorgcschlagenen Straf- beft immun gen für den Fall eines Ausstandes stimmte eine Anzahl Kommissionsmttglieder zu, ein Tett verhielt sich ablehnend. Durch eine kgl. Verordnung wird bestimmt, daß die Miliz der Jahresklasse 1902 auf unbegrenzte Zett bei ber Fahne behalten wird. Brüssel, 18. März. Kammer. Bei ber Beratung bes Budgets ber auswärtigen Angelegenheiten suchte der Minister des Auswärtigen unb Ministerpräsident de Smet be Naher bie Angriffe zu widerlegen, welche Vandervelbe gegen die asiatische unb bie afrikanische Kvlonialgesell- schäft sowie gegen bie geschäftlichen Unternehmungen des Königs gerichtet hatte. Als ber Minister-- präsibent bie letzte Rede Bändervelde's perfide nannte, kam es zu stürmischen Unterbrechungen. Paris, 18. Mcärz. In ber Kammer hat nach un- gemein heftiger Debatte, während der die Rechte schrie, tobte unb pfiff, die Regierung eine Mehrheit von 43 Stimmen für die Auf lös ung der Unterrichtsorden erlangt. Wien, 18. März. Abgeordnetenhaus. In der fortgesetzten ersten Lesung der Ausgleichsvorlage erklärt Ehiari, vor allem müsse mit Deutschland ein Handelsvertrag abgeschlossen werden. Ministerpräsibenit v. Körber erklärt, alle Ornaten, welche mtt Deutschland in engerer handelspolitischer Beziehung bleiben wollen, müßten in irgend einer Weise vom deutschen Zolltarif Notiz nehmen, vornehmlich wir, die wir den größten Verkehr mtt Deutschland haben. Wenn unsere Zolltarife beim Abschluß neuer HMidelsverträge unversehrt erhallen werden, habe die östreichische Industrie wahrlich nicht viel Grund zu Klagen; aber auch der Landwirtschaft, ber es zweifellos nicht gut geht, muß soviel als möglich geholfen werben, hier wie in Ungarn. Budapest, 16. März. Um sich dem hier weilenden Hose gegenüber aufmerksam zu erweisen, hat die Polizei angeblich im Auftrag des Ministerpräsidenten in einem hiesigen ungarischen Theater die zur Aufführung eines antiöstreichischen Stückes notwendigen Militäruni formen konfiszieren lassen, wogegen heute bie Kossuth- partei im Abgeordnetenhaus energischen Einspruch erhob. Es kam zu großen Skandal szenen, wobei der Ministerpräsident ^ell in der denkbar schärfsten Weise üngcgrificn wurde, da ein Abgeordneter der Kosiuthpartei bestätigte, baß ber Polizeichef sich ihm gegenüber bezüglich der Konfiskation auf ben Antrag des Ministerpräsidenten berufen habe. Die Kossuthpartei beschloß, Die rücksichtslose Fortsetzung ber Cbfrruftum gegen die Wehrvorlage. Tanger, 18. Mürz. Hier find anbauernd Gerüchte im Umlaus, der Sheriff von Wasian habe Mulay Mohammed, den Bruder des «ultans, in Wassan zum Sultan proklamiert unb bie Leute des Sheriffs plünderten mehrere Ansiedlungen im Bezirk Elghart. Bloemjontein, 17. Ltttrz. Unter den Offizieren und Mannschaften des Heeres in den neuen Kolonien herrscht große Unzufriedenheit, da die Mehrzahl noch immer in ben Zelten wohnen muß unb in einigen Fällen sogar bie Frauen der Offiziere dazu gezwungen sind. Bon ben antommenben Rctruten sind einige säst noch Knaben und unfähig, bie Anstrengungen in bem ungewohnten Klima zu ertragen. Aus HlM uni Luuö. Gießen, den 19. März 1903. * • Der WahlprufungsauS schuß hat, wie unS aus Darmstadt drahtlich gemeldet wird, heute oomiittag die Wahl der freisinnigen Slbgeorbnetcn Langenbach und Säug - Darmstadt einstimmig, also mit Einschluß der freisinnigen Stimmen, für ungiltig erklärt. (Bekanntlich errangen die Herren 2. und 2. s. Z. nur eine Mehrheit von zwei Stimmen.) • • S. K. H. der Großherzog haben geruht, dem Fräulein Anna Windecker hier in Anbetracht ihrer mehr als 4u jäl)r. hmgcbenden Tätigkeit als Vorstandsmitglied und Helferin des Frauenvcreins, jetzt Allgememcn Vereins für Annen- und Krankenpflege, die goldene Verdienstmedaille deS LudwigSordenS zu verleiben. Heute Vormittag wurde ihr diese Auszeichnung im ev. Schwesternhaus in Vertretung des Prooinzialdirettors Tr. Breidert von Reg.-Rat Tr. Wagner in Gegenwart des Vorstandes deS Allg. Vereins mit ehrenden Worten überreicht. Ter Vorsitzende des Vereins, Pfarrer Schlosser, schloß daran den Dank des Vereins für ihre so langjährige, treue und gesegnete Mitarbeit. Er wisse, daß sie habet nie an Anerkennung oder gar an eine Auszeichnung gedacht, sondern ihren Dienst an den Armen stets in großer Stille und Bescheidenheit getan habe. Aber: »Ehre dem Ehre gebühret*. So denken auch wir und freuen uns der so wohl verdienten Auszeichnung unserer Mitbürgerin. ” Diese nigen Besitzer von Fahrrädern. Automobilen, Luxuswagen, LuxuSreitpferden. Verkaufs- und Wagautomaten, automattschen Kraftmessern, öffentlich ausgestellten Klavieren oder sonstigen Musikwerken, welche die Abgabe für das Jahr 1903 noch nicht entrichtet haben, seien auch an dieser Stelle an die Entrichtung der Abgabe bis spätestens Ende Marz erinnert. Auch können bt3 zu diesem Termine Fahrräder unter Rücklieferung der Radfahrplatle und -Karte noch abgemeldet werden. Verspätungen verursachen leicht zu ersparende Kosten. — Besitzwechsel. Die Burk*sche Kun st mühle wurde für 200 000 Mk. an Kohlenhändler Klinke! verkauft. " Hessisch-Thür. Staatslotterie. Bei der heute fortgesetzten Ziehung der 6. Klaffe wurden folgende Gewinne gezogen: 20 000 Mk. auf Nr. 1955 (nach WormS), 10 000 Mk. auf Nr. 71411, 5000 Mk. auf Nr. 35924 71613, 3000 Mk. auf Nr. 17670 37164 41713 48673 65342 66688 91295 91648 97505, 2000 W. auf Nr. 1337 6138 10137 17868 20366 30285 34202 40117 48289 52424 54085 54872 64415 71345 80055. Ohne Gewähr. • * Vor der Äonfirmatiton! Nun ist der Tag nicht mehr fern, an welchem für unsere Heranwachsenden Kinder die feierliche Erneuerung und Bestätigung des TaufbundeS stattsinden soll, ein Festtag zugleich für die Gemeinde, die ihre herangereiften Glieder voll heiliger Freude begrüßt. Noch einmal wird es jetzt den Konsinnanden m den Vorbereitungsstunden eingeschärft, eine wie ernste Sache e§ um das christlich-evangelische Bekenntnis ist und nicht minder um das Konfirmationsgelübde. Dem Glauben gemäß zu wandeln und darin bis ans Ende zu verharren. Gottes Wort und Sakrament hochzuhalten und treulich zu benutzen — so ists die Pflicht eines jeden evangelischen Christen, dem die Konfirmation nicht bloß ein weihevoller Tag, sondern ein Sporn fürs ganze Leben ist! In jedem Hause, wo ein Konfirniand ist, sollte auch etwas von einer besonders herzlichen Vorfreude sein; es ist doch schon ein freudiges Gefühl, wenn Vater und Mutter schauen dürfen, wie sich der Junge oder das Töchterchen herausgemacht hat — wieviel Sorgen und Tränen waren da vielleicht in früheren Jahren gekommen! Es ist ja so natürlich, daß Eltern mtt allen Fasern an ihren Kindern hängen, daß sie am Bette des kranken Lieblings lange Nächte durchwachen und oft die schwersten Opfer für eine gute Erziehung bringen. Wie sollte ba ein Elternherz nicht von dem Konfirmationstage bewegt werden, der in das Leben deS KindeS einen so bedentsamen Markstein setzt! Ein rechtes Kind wiederum wird gerade zur KonfirmationSzeit oon herzlichem Danke gegen die erfüllt sein, die eS so treulich behütet, gehegt und gepflegt haben. DaS Erwachsensein mit und nach der Konfirmation soll nur das Kindische, nicht aber das Kindliche aufheben. Es ist auch nicht der geringste Grund zum Eingebildetsein vorhanden, denn erst jetzt beginnt ja die eigentliche Lernzeit, die Rüstung auf den praktischen Beruf. Wohl dem Kinde, daß auch nach der Konfinnation noch eine Weile im Vaterhause bleiben kann, und wo eS die Verhält- niffe anders gebieten, da soll doch der Elternsegen daS fort- ziehende Kind geleiten. Leider — und das gehört zu den dunkelsten Nachtseiten unseres Volkslebens! — kann nicht jedes Kind, daS jetzt konfirmiert werden soll, eines christlich- evangelischen Elternhauses sich freuen. Es gibt Häuser, wo Zank und Streck, Schimpf- und Fluch-Worte und noch Schlimmeres zum täglichen Erlebnisse deS KindeS gehört, und wo man die Konfirmation nur als den Zeitpunkt an« sieht, wo man einen lästigen Esser loS wird, der nun selbst sehen muß, wo er bleibt. An der Seele eines solchen KindeS zu arbeiten, ist schwer und oft sehr undankbar, aber auch hier kann mit einer höheren Hilfe der Segen der Konfirmation wirksam werden und schöne Fruchte bringen. DaS ists ja eben, was diesen Wochen vor der Konfirmation chre Freude und Hoffnung gibt: An GotteS Segen ist alles gelegen, und GotteS Liede hört nimmer auf! Lauterbach, 18. März. Am nächsten Sonntag konzertiert die Gießener Regimentsmusik unter Leitung des Musikdirektors Krauße im Saalbau zum Johannesberg. Es finden zwei Konzerte statt. et. Homberg a. d. Ohm. Am letzten Sonntag hielt im hiesigen GewerbeoercinKunstschloffer Sann auS WeckerS- hain einen recht intereffantcn Vortrag über die Düsseldorfer Älusslcllung. Der Redner, welcher von der Großh. Zentralstelle für die Gewerbe s. Z. nach Düsseldorf geschickt worden war, wußte das außerordentlich reichhaltige Material an der Hand eines großen Planes recht geschickt oorzutragen, babe» immer auf die interessantesten Abteilungen ausführlicher ein- gehend. Die schönen Ausführungen fanden die volle Anerkennung der Zuhörer. Seligenstadt, 18. März. In Froschhausen bemerkt» gestern der Totengräber Wilz, daß daS Grab der am 3. Fe bruar d. I. beigesetztcn ledigen Margarete Kiehl ausge« graben und dann wieder zugegraben worden war. Dö durch die hiesige Gerichtsbehörde emgdeitete Untersuchung ergab, daß der Sarg auf der einen Seite gewaltsam geöffnet war. Die Leiche selbst war aus ihrer ursprünglichen Lage gebracht und das Leichengewand je. beschädigt. Vom Täter fehlt jede Spur. Hau au, 18. März. Der wegen SittlichkeitSoergehen zu einem Jahr Gefängnis DcrunciUe Kaufmann Stabiler machte im hiesigen Gefängnis einen S e l b st m o r b v e rs u ch. Er mußte bem LanbeSkrankenhaus überwiesen werben. Cassel, 18. März. Der Unteroffizier Degen vom hiesigen 14. Husarenregt., ber bie Elise Homel aus Oberaula vom Ronbel harter in die Fulda herabgestürzt haben sollte, um sie zu töten, ist aus freien Fuß gefetzt und daS Verfahren gegen ihn eingestellt worden. Die Hamel hat ist. Anfangs- u. Schlußkurse. 218,00 217,70 Ter 462 641 Stande auf, der Telephonischer Kursberichte 217,40 141,80 10330 Oest. Kredit. . Deutsch« Bank Darmstädter Bank Bochumer Guß . Harpeirer Bergbau . 102.50 . 92.35 . 102.50 . 92.40 . 101.30 . 100.20 . 103.60 S'/u Mexikaner 4*/t / Chinesen . . ' Electric, sei nckert . Nordd Lloyd . . r.rcdiruktietj Disxonto-Kommandit. । Durmbtädt- r Bank 37t% 3% 3’ ,°'b 3°/o 3* 2% ruaJ ' Dresdener Bank . . . 102.30 ' Her in er Handeleges. . 103.50 Oesterr StaaUbahn . geworden. o — - — trüberen Jahren, und die Preise gingen in die Höhe. Ferkel loneien pro Paar 40—50 fDIL, fleinc Läufer 60—70 SIL, größere entsprechend mehr unD Lämmer durchichntttlich 50 SIL fürdjlirijt llndiriditrn. ^ottrsöirnft in der Synagoge, Sudaulage. Akraelilische Prliflinnearninnhe. Sam - toa , den 21. Tlärj 1'308. Vorabend 6.15 Uhr. Tlornend 9 Uhr. Havhtarah» Erklärung. Nachmittags 3.30 Uhr. Labdalhausgang 7L0 Uhr. Gottrsdtenff Irr israelitischen Prligionsgelrllschaft. Sobbaibseter am 21. März 1903. Freitagabend 6.10 Uhr. Samstag Vorrnttiaa 8L0 Uhr. Racknntttag-Z 3.30 Uhr. Sabbatbausgang 7349 Uhr. Wottiengaiic^dicnst: 7.G0 Uhr, abends H.OU Uhr. (ßcridiiehntl. Leipzig, 18. März. Tas Urteil im Pro zeß Exner har, da weder der Staatsanwalt, noch bie Verteidigung Revttwn etn- legten, heute Rechtskraft erlange. ycrmirdiics. • Berlin, 18. März. In der BetriebSwerkstätte der tReX)erlich diese Erzählung ist, so schlimm ist ihre Wirkung gewesen: das Haus des Kaufmanns R., dessen Kundscl-aft fast ausschließlich aus der Landbevölkerung besteht, wird nach der „Brest. Ztg." vollständig boykottiert; ihm totrb nichts übrig bleiben, als fortzuztehen. Und auch die Geschäfte der übrigen jüdischen Kaufleute, welche einen Teck ihrer Daren im Keller aufgespeichcrl haben, werden ängstlich gemieden. Mit den böswilligen Urhebern des Gerüchts, den Mitschülern des betreffenden Knaben, (ber in Wirklichkeit einen Tag die Schule geschwänzt hatte), wird sich wohl demnächst das Gericht zu befassen ht:beinabi M. 2.— mit ftuL 6rrtid>- deinen mit Pasta M. I.M. Vbdtl u Kopf * 0.50. 6dfe 0.25, Ad^ehstetn Ul. 2.50. Äonwl Rastraarailnr io feinem 4tnt®ita.-.| flalaleg mit ubn 3000 ftgtnRIibtn wir Mester. Schrerra. (senlen. Waftrn. Cebet-. <®olb- u. eilbet- traten, erhalt |tktt Ire». amfoill. BUtr tu vtrlnngen. 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