Nr. 42 Zweites Blatt. 153. Jahrgang Donnerstag lv. Februar 1903 • rieftet täglich Quijei Sonniagt. Dem Gikhener Anzeiger werden tm Wechlkl mit dem Kesflschr» Landwirt d>e Girhkner Kamillen- dlütter viermal in bei Woche beigelegt. Rotationeörud u. 13er» lati bei Ä i ü h l 'icheu Univerl.-Biich- u.Slein» bruderei tPiellch (trbtn) Hebaftion, (trp<öuu>o und Druckerei: Ochntfteatze 7. Vdrrll, tüt Develcheni Anzeiger Stehen. ^rrniprrchonlilllilbAr 61. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger y Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen e*tefleprcl#i monalllch7b-tti^ oicrtcU Jäbihd) Ml. 2 20. durch vlbbolr- u. ^iveiglieilen moiiQllld) öo UL, durch dieUosl 'Ult L.— v'eriet» |äbtl ausichi vetleUg. Unnayme von änzeige» für öit iuyrenuininct bifl vormttiugs 10 Ubt- Zerlenprei» lokal IV UL, autipärte W Utg Ctianiree«lhd)i tüi den volii u. aQgern Teil U Wttlko. tüt .Lladi und L'anb* und , Wriidiiolual* (& u C 1 Pialo, füi den An» neiqenieil bunt eck Nie yeulige Dummer umfaßt 10 Seiten. Air Kommende Militärvorlage. Bon besonderer Seite wird uns geschrieben: Tie in der Dudgetkommission des Reichstages vorn preußischen Kriegsmini st er jüngst gemachten Andeu- tungen über die nächste Milltärvorlagc werden von einigen Blättern in dem Sinne ausgefaßt, als handle es sich bei der zu erwartenden Neuforderung im wesentlichen um eine Ergänzung des Quinquennatsgesetzes von 1899. Tas gilt besonders von der Bemerkung des Kriegsministers, für ie Infanterie würden die au den Bollregimentern noch fehlenden Bataillone nachgefordert werden. Man glaubt, daß hiermit die 7000 Mann gemeint seien, die der Reichstag am 16. MärH 1899 von der damaligen Militär- Vorlage abstrich, deren Nachfordcrung aber, und zwar innerhalb der Geltungsdauer des laufenden Quinauennats, er in einer Resolution der Regierung anheimstellte bei nachweislicher Unmöglichkeit, mit der bewilligten Präscnzzisfer die zweijährige Dienstzeit aufrechtzuerhalten. Das Quinquennat läuft am 31. März 1904 ab; die neue Militär- Vorlage ist für den nächsten Winter zu erwarten; die Unmöglichkeit, ohne die nicht bewilligten 7000 Mann es bei der zweijährigen Dienstzeit zu belassen, hat sich bisher nicht herausgeftellt, obwohl der preußische Kriegsminister und Reichskanzler Fürst Hohenlohe Bedenken in dieser Hinsicht äußerten. Ter bisherige Verzicht der Negierung auf die Nachforderung der 7Ö0u Mann könnte also immerhin verwundern. Doch es ist selbstverständlich, daß die Neu- forderung für die Infanterie sich nicht auf diese 7000 Mann beschränken wird. Das leuchtet ohne weiteres ein, wenn man berücksichtigt, daß die Präsenzstärke durch das Qucnquen- nalsgeseß von 1899 um rund 20 000 Mann erhöht ist; wenn man ferner die Tatsache sicy gegenwärtig hält, daß der Mannschaftsbestand der Armee in den zehn Jahren von 1892 bis 1902 um anttähernd 40 Prozent angewachsen ist; wenn man endlich die Heeresvermehrungen Frankreichs und Rußlands in Betracht zieht. Demgegenüber kann eine Neuforderung von 7000 Mann für die deutsche Infanterie nicht ins Gewicht fallen. Es bleibt darnach nur die Annahme übrig, daß die Regierung sie bisher nicht nach- gesordert hat, um den Militäretat wahrend des laufenden Quinquennats tunlichst zu entlasten und den Reichstag einer umfangreicheren Bewilligung bei der Erneuerung des Quinquennats geneigter zu machen. Die Entscheidung der Frage der zweijährigen Dienstzeit wird freilich nicht länger hinausgeschoben werden können. Der Reichstag wird bei der neuen Militärvorlage darauf dringen, daß die zweijährige Dienstzeit endgiltig gesetzlich festgelegt wird. Anhänger dieser Institution sind jetzt in überwiegender Mehrheit auch die Kon,ervativen; eine Rückkehr zu der dreijährigen Dienstzeit ivürde auch unleugbar besonders die Landwirtschaft treffen, weil die ständig steigende Aus- hebuiig der jungen Leute zum Militär im,Verein mit dreijähriger Dienstzeit den Mangel an Arbeitskräften auf dem Lande verscharren müßte. Es wäre ein taktischer Fehler, wenn die Regierung jetzt kurz vor den Wahlen die Militär- sorderungskarte ausdeaen würde. Nichts weniger als das beabsichtigte wohl auch der preußische Kriegsminister mit feinen Anoeutungen in der Dudgetkommission. Eine natürliche Schranke finden die komnienden Mititärforderutigen allerdings an der Finanzlage des Reiches. K>ahi-ßhaos. Man schreibt uns au» Berlin, 18. Febr.: Der ,^Vorwärts" wollte es heme gaiiz sicher wissen, baß em Wahlkartell der Parteien der ^otlmehrheit im Werke sei. Die ,/Jlorbb. Allgem. Ztg." dagegen, die durch ihre Beziehungen doch auch jicnntiu» oon fotzen Vorgängen haben tonnte, konstatiert soeben unter Anführung von Auslassungen koilservativer und Zentrums-O rgane wehmutsvoll, wieweit der Wunsch noch von der Erfüllung entfernt ist. Die bürgerlichen Parteien möchten ftch im Wahlkampf mit tunlichster Geschlossenheit gegen den gemeinsamen Feind, die S o z i a [ o e m o f r a 11e, wenden. So verhall es sich tatsächlich. Im Reichstag wird natürlich auch außerhalb des Sitzungssaales viel von den Wahleii gesprochen und den Chancen, die sich dieser und jener Kandidatur bieten. Aber oie Neigung, bindende Abmachungen, uni) zwar bereits für den ersten Wahlgang, einzugehen, ist äußerst gering. Ter Hauplwiberstano liegt beim Zentrum. Die „regierende Partei'" fühlt sich sv sicher ihres Besitzstandes, daß sie mit Wahlverpslichtungen nur den Gcgenkontrahenten zu dienen glaubt. e.her lassen die Konservativen unü die Reichsparteiler mit sich reden. Gin Zusammengehen der Nationalweralen mit der Rechten wird dadurch sehr erschwert, daß dw Konseevat ven^am „Duiid der Landwirte" so zah festhallen. In voller Selbständigkeit, doch in vollem Einvernehmen mit dem „Bund der Landwirte" werden die Konservativen bei den nächsten Wahlen oorg.b.n, so har vor karz.m erst das leitende lonser- varive Blatt, die „Kreuzz.g." geschrieben: Wie der „Bund" dies Einvernehmen aufsagt, das ist freilich eine andere Frage. Die Leitung desselben hat fach bisher noch stets von jeglicher Setitiinenralitär frei gez..gt, sie verfolgst nüchtern und praktisch die besonderen F..t.re,sen des Bundes, und es dürfte bei d-en Wahlen daraus h.nauekommen, daß, wer von den Konservat.vrn dem „Bund" nicht unbedingt Ordre pariert, in ihm den aller schneidigste.i Gegner erhält. -- Tas fthliliche Verlangen der Regierung ist auf ein Kartell der „O r d n u n g s p a r t e i e n" gegen die S ot a l d e m o kr a l i e gerichtet. T.e Regierung ipt aber erft \ i diesen Tagen höchst unmutige -,-ttpsiiu)cigen o^ft^es hat der Verfügungsberechtigte die Wahl, ob er oie Untt.r,uchung bei der Besch anstelle des Eingangsamtes ober bei einer anderen zuständigen Beschaustelte im inneren vornehmen taffen will. DR der Festsetzung der als zollpflichtig zu behandelnden uje des ui...Zuchten Fleisch.s o.s i.u,richtenist nach f Igerid< n . .. • en zu ve^- für Fle ifch, bas t . . g t unb habet vernichtet worben i st, fommt Zoll nicht zur Erhebung. Tas Gleiche ailt für bie entnommenen Proben, fomeit sie für Zwecke ber Untersuchung verbraucht oder dadurch unbrauchbar geworben sinb. Inwieweit für Fleisch, das nicht für den menschlichen Genuß bestimmt ist oder bei der unschädlichen Bcseitiguna, die nicht zu einer Vernichtung der Ware führt, Zollerhebung eintritt, ist nach dem Vereinszollgesetz, dem Zolltarif und den dazu ergangenen Bestimmungen zu beurteilen, ebenso ob für die von der Einfuhr zurüctgewiesenen oder fteitvillig zurückgezogenen Waren einschließlich ber an bie Zollbehörde zurückgelangten Proben Zoll zu entrichten ist. Postsenbungen mitbeschaupflichtigemJn- halt sind von ber Postbehörde durch die Bezeichnung „Fleischbeschau" kenntlich zu machen unb einem Zolloder Steueramte zuzuführen, an bessert Spitze sich eine für die Untersuchung zusiändige Beschaustelle befindet. Im übrigen finden auf die Einfuhr von Fleisch die Bestimmungen des Vereinszollgesetzes und ber dazu erlassenen Ausführungsvorschriften Anwendung. PreutztjchcS rUbg.orLttctenhuuS» 24. Sitzung vom 18. Februar. Fortsetzung ber Beratung des Etats ber Handels- und Gewerbeverwaltung. — Abg. Funck (fr. Vp.) fragt den Minister, wie es mit der Reform des Börsen- g es e tzes stehe. Der Börseiiausschuß habe sich bekanntlich für eine solche Reform ausgesprochen. Tatsache sei, daß das bestehende Gesetz außerordentlich nachteilig gewirrt habe. 9Zötig sei auch eine Abänderung ber Stempelabgaben auf Böriengefchäfte. Relativ besonders hoch seien dieselben auch auf ausländische Emissionen. Nicht minder schwer sei der Börsenverkehr belastet durch die Hohe des Umsa^stem- pels. Es fei nicht zu bezweifeln, daß dieses ganze System der Börsengesetzgebung anfange, nahezu vernichtend zu werden für den kleinen Bankierstand. Redner geht nunmehr ein auf die Reden, die der Minister draußen im Lande gehalten habe. Es sei charakteristisch für die ganze Stellung zur Regierung, welche Zentrum und Konservative sich zusprächen, wenn von dieser Seite gestern ac jenen Reden des Ministers Kritik geübt worden sei. Er für seine Person könne nur wünschen, daß der Appell, welchen der Minister in Köln an Handel und Industrie gerichtet, sich mefyr am parlamentarischen Leben zu beteiligen, in weitesten Kreisen Beachtung finden möge. Die Börsenkreise hätten sich stets von jeder gehässigen Agitation fecngehal- ten und ihre Sache ausschließlich sachlich verfochten. Industrie und Handel würden übrigens weit besser in diesem Hause unb im Reichstage vertreten sein, wenn enblich seitens ber Regierung bem Verlangen nach gerechterer Einteilung ber Wahlkreise stattgegeben würde. Möge der Handelsminister daraus hinwtrten! (Beifall links.) — Minister Möller entgegnet, diese letztere Angelegenheit gehöre nicht zu feinem Ressort, ebenso sei die Revision des Börsengesetzes Sache ber Reichsgesetzgebung. Ter Entwurf zur Revision bes Börsengesetzes sei fertig, unb wenn es angängig gewesen wäre, benfefben im vorigen Herbst, als der Zolltarif gespielt, zur Ber- hanblung zu bringen, bann würde das gewiß erwünscht gewesen sein. Aber alle Sachverständigen seien darin einig gewesen, daß damals eine Erledigung eines solchen Gesetzes nicht möglich war und auch im gegenwärtigen Augenblick nicht. Er für seine Person halte eine Revision der Borsengeietzgeoung für durchaus notwendig, und jedenfalls läge es im reichsfiskalifchen Interesse, wenn erwogen würde, ob nicht die Stempelabgaben wieder her- abzu,Ltzen seien. Was den Befähigungsnachweis im Baugewerbe anlange, so seien die Antworten auf die erlaßene Umfrage jetzt sämtlich eingegangen. Demnächst werde im &iaatöminifterium entschieden werden, welche Stellung dasselbe im Bundesräte zu dieser Frage einnehmen werde. — Abg. Reichardt (nl.) wünscht möglichst baldige Abänderuiig des Börsengesetze» uno tadelt dann, daß einzelne Betriebe zur Hanoweikskammer unb zur Handelskamnier Beitrage zu zahlen hätten. — Ein Regierungskommissar erwioert, die Abgrenzung der Betriebe, ob sie zum Handwerk gehörten Oder Großbetriebe seien, sei i/dujig s-yr (cywicrig. Alle Beschwerden würden gründlich uno wo hi wollend geprüft. — Abg. Gamp lief.) vertritt eingehend bie Anftaft, oaß die soziinpolitische Gvsetzgebung der Industrie aUt-eroroeniliche Lasten ausge- büroet habe, und daß als Gegenleistung der nationalen Arbeit ein hoher Zvlisu.>ua ge.vayrt werden müsse. Redner tritt weiter für Ert-altung b-s Mittelstandes unu des Handwerks ein, das in großen Znxngen noa.) sehr lebensfähig fei, ohne mitielaitctiia#e Formen zu oebürfai. Zur Stärkung des Handwcrtrr,tanreö empschle sich die .schafiung einer Staatsoank, bie den q-andwerkerii billig Kredit gewähre. — Abg. Dr. Arendt (frk.) führt aus, daß das voi|k.nge]cb m einigen Neoenpunkten der Berbch,erung brdursi.g sei, erkennten au tu bie ug.atier an, uno sie forderten oen Mini,».er aus, dafür zu |orgen, bag möglichst bald Handeivdi.ruiage ao^esa-lofsen ivüruen, bie den oeut- jü,v« untere,seit wchllich enijp^chen. Seine Freunde und oie ganze ^veu,;c s.ien jetzt bie wärmsten Frcunoe von Han- beldveriiägcn ^t^rfeit links-, aber ntu/t solchen nach Caprivifchem Muster. Ktuisches llrid). Berlin, 18. Febr. Der Kaiser besuchte heute bett Reichskanzler^ und den . ng lisch en Bol ichafter und horte ipaitL im schloß die Vorträge des Kultusimniuers Dr. Siiidt und des Fma.iznimisters Frhrn. von Rheinbaben. — Zm C p e rnljau |C, besten Zuschauerrauin einporgehoben unb I Heer und Flotte. 16. Div., willigt. Verwaltungen cm Böschungen der Straßen rc. Die Klcinkinderschule und die 3. Schulklasie mußten zeitweise geschloßen werden. ts. Grünberg, 18. Febr. Im benachbarten Ettingshausen ist man mit dem Bau einer Wasserleitung beschäftigt. Der Hauptrohrstrang ist fertiggestellt; zurzeit werden die Hausanschlüsse jedem Bürger kostenlos hergestellt. In einigen Wochen wird die Leitung bis auf das Reservoir fertig sein. Die Gesamtkosten sind auf 40 000 Mk. berechnet. Bei I genügendem Wasser wird auch die Nachbargemeinde M ü n st e r angeschlossen werden. t. Friedberg, 18. Febr. Gestern nachmittag 2V» Uhr wurde unser neuer Bürgermeister Stahl in Anwesenheit des Kreisrats und der Stadtverordneten vereidigt und in sein Amt eingeführt. — Im benachbarten Ockstadt wurde am Montag nachmittag der 23 Jahre alte Ewald meiner I Sandkaute, m der er zum erstenmale arbeitete, verschüttet wagen rc. .. , . ,v Dillenburg, 17. Febr. Große Entrüstung herrscht hier über die Exzesse, die hier wiederum in. letzrer Zeit stattgefunden haben. Die rohen Burschen, unter denen man Schüler des hiesigen Gymna,iums vermuten mußte, scheuten selbst vor D e n k m a l j ch ä n d u n g nicht zurück. So wurde vor etwa einem Monat der „Hirsch" des Jorstdenkmals, welches zur Erinnerung an die erfolgreiche Tätigkeit nanaui» scher Forstbeamten errtchtet ist, mit taum noch zu entfernender Mennige angestrichen. Die Nacht vom Samstag zum Sonntag zeitigte mehr als ein Dutzend der Heldentaten der jungen Bürschchen. An dem Btsmorck--Denkmal verübte man Ungehörigkeiten, zwei Lehrern wurden die Fenster resp. die Türe eingeworfen, das Schaufenster eines Ladens zertrümmert, Straßenlaternen eingeworfen, Wegweiser und 'Warnungstafeln für Radfahrer ausgerissen; ferner wurde ein gefüllter Blumentopf entwendet und durch das Fenster eines Schlafzimmers geworfen, in welchem nur nne durch ein Wunder ein Kind unverletzt blieb; Säume bog man quer über die Chaussee und baiid sie zusammen. Wie die „Ztg- f- d. Dilltal" meldet, ist als Täter vorerst ein Schüler des Gymnasiums geständig, doch dürfte er Helfershelfer haben, die man auch noch ermitteln wird. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Reichstagsabg. Frhr. v. Heyl zu Herrnsheim hat das ihm von der nationalliberalcn Ber- I lrauensmänner-Versammlung angebotene Reichstagsmandat für Worms noch nicht angenommen; er will „vor seiner Entscheidung nochmals Rücksprache in Worms nehmen". und sofort getötet. sü. Erbach, 18. Febr. Heute nachmittag fand tm| „Schützenhof" hier die diesjährige Hauptversammlung! des Tierschutz Vereins für das Grobherzogtum Hessen statt, an welcher Geh. Oberforstrat Se y d-Darmstadt, Kreisrat Schliephake-Erboch, Kreisschulinspektor Kleinschmidt, Oberlehrer i. P. Heußlein-Darmstadt, Archivrat Morne- weg-Erbach, Realschuldirektor Gerhard-Michelstadt, Oberpfarrer Marguth-Michelstadt und zirka 70 Herren, meist «Lehrer des Kreises, teilnahmen. Seyd begrüßte die Anwesenden. Der Voranschlag für das Jahr 1903 wird genehmigt, und c§ wird beschlossen, die Hauptversammlung in Zukunst statt im Februar im Mai abzuhalten. Mehrfach wurde dem Wunsche Ausdruck gegeben, daß die Kreisstraßen- Großmütigen. - Das Großh. Regierungsblatt Nr. 10, aus- gegeben am 17. Februar d. Js., enthält: Verordnung, die Ausführung des Gesetzes über das Verfahren in Forst- und Feldrügesachen in der Fassung der Bekanntmachung vom 13. Oktober 1890 betreffend. Vom 14. Februar 1903. *• Das Messer. Gestern abend gegen 10 Uhr kamen zwei Handwerksburschen in eine hiesige Wirtschaft um dort zu übernachten. Da beide angetrunken waren, auch kein Platz für sie vorhanden war, so wurden sie abgewiesen. Nunmehr wurden sie grob, und als der Wirt sie bis in den Hausflur ! begleitete, erhielt er von einem der Burschen einen Stich in die Schulter, sodaß er ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte. Der Tater ergriff die Flucht, und es gelang bis jetzt nicht, besten habhaft zu werden. Namen und Personalien wurden indessen festgestellt. •* Aus dem Turngau Hessen. Der Rechnungsabschluß für das Jahr 1902 stellt sich wie folgt: Die Einnahmen betrugen 1602.51 Mk., die Ausgaben 1595.14 Mk., sodaß ein Ueberschuß von 7.37 Mk. vorhanden ist; da- I zu kommt ein Barvermögen von 441.14 Mk., sodaß das ! Gesamtvermögen des Gaues 451.68 Mk. betragt. - 2)er| I Gau errang beim Feldbergturnen am 22. Juni 19021 13 Preise, wovon 5 nach Gießen und einer nach Wieseck kamen. Auf dem K r e i s t u r n f e st i n W o r m s (4.-6. August) erhielt der Gau 7 Preise im Einzelwetturnen, und ferner im Riegenturnen die Turnvereine Butzbach und Wetzlar, der erstere Kranz mit Schleife, letzterer Kranz ohne Schleife. ts. Leihgestern, 18. Febr. Der Landwirtschaftliche Kons um verein hat nunmehr eine Mitgliederzahl I von 83 erreicht; der Reservefonds ist auf 2 535.20 Mk. gestiegen, der Geschäftsgewinn beträgt 1139 Mk., die Aktiva 7 174 Mk. — Unter den Kindern herrschen die Masern. Aus Stadt uud Saud. Gießen, 19. Februar 1903. " Personalien. In den Ruhestand versetzt wurde am 13. Februar der evangel. Pfarrer Kirchenrat D. Friedrich Heß zu Crumstadt, Dekanat Eberstadt, auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. April l. Js., unter Anerkennung seiner! langjährigen treuen und ersprießlichen Dienste. — Ernannt wurde am 16. Februar der Oberfahnenschmied Konrad Stroh in Darmstadt zum Amtsgerichtsdiener bei dem Amtsgericht Michelstadt mit Wirkung vorn Tage seines Dienstantritts. »• Auszeichnung. Verliehen wurde am 28. Januar d. Js. dem praktischen Arzte Dr. Ludwig Bormuth in König das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des derer Graswuchs nicht zu erwarten ist, nicht allzu icharf m« den Böschungsrasierungen vorgehen. Auch der -ristkasten- fraoc wurde eingehende Beachtung geschenkt und besonders derjenige nach Berlep'schem System empfohlen, worauf bte sehr anregende Versammlung geschloffen wurde. Mainz, .18. Februar. Eine wirklich glanzvolle Saison ist es bis jetzt gewesen, auf die das Komitee des Ntainzer Karnevalvereins mit Stolz zurückblicken kann. Aber ebenso prachtvoll wie das bisher Gebotene verspricht auch der diesjährige Fastnachtmontagszug zu werden. Selbst die allergrößten und schwierigsten Arbeiten und Mühen finb nicht gescheut worden, denselben zu einem wahrhaft pompösen zu gestalten. Und so ist es denn auch gelungen, einen Montagszug zusaminenstellen zu können, welcher sich aus 1500 Personen, 500 Pferden, 40 Wagen und 10 Prunkwagen, insgesamt zirka 60 Gruppen, zusammensetzt und selbst die schönsten seiner Vorgänger in Schalten stellen wird. (Sergi, unsere 'Notiz in der Parlamentsansgabe.) Von den mierefrmtejien und humorvollsten Gruppen benennen wir die nachstehenden: Hebung des Fremdenverkehrs, Empfang der 63er in Frankfurt a. M., Narrenschiff, närrische Reichstagsgruppe, Ball in Krefeld, Sektsteuer, Moguntiawagen, Trakehner Schule, Generalstab der Pnnzengarde, Generalstab der Nobelgarde, goldene Karosse mit Kindern Sr. narr. Hoheit, Konntee- nit dem Bühnenraum zu einem Ganzen vereinigt war, war $eute abend der Subskriptionsball. Während m den Rängen Kopf an Kopf Zuschauer saßen, sammelten sich unten n den Logen die Damen und Herren der Diplomatie, des äldels und der Hofgesellschaft, während Minister, Generale, Beamte, städtischen Vertreter, Spitzen der Gelehrtenwelt, Künstlerschaft und Finanzwelt und Parlamentarier mit ihren Damen sich im Festraum drängten. Das Kaiserpaar erschien »m 9 Uhr, vom Opernchor mit Kueckens Festpolonaise be- irüfet Alsbald begann der große Rundgang. Das Kaiser- oaar nahm hierauf in der kleinen Log« Platz und der Ball begann. Für die Tanzenden war kaum Platz. Um 11 Uhr« lerließ das Kaiserpaar den Ball. — Dem Generalsekretär des Deutschen Hilfskomitees für Ostasien, Emil Selberg, ist aus dem Kabinet des Kaisers ein Schreiben zugegangen. Danach hat der Kaiser den eingereichten Generalbericht des Hilfskomitees entgegengenommen und aus demselben mit Befriedigung ersehen, daß es dem Hilfskomitee gelungen ist, fast 1 V* Million Mark zu Gunsten der China-Expedition aufzubringen und in zweckentsprechender Weise zu verwenden. Seine Majestät beglückwünscht das Komitee zu diesem Erfolge und läßt allen Be- eiligten für ihre Liebestätigkeit Dank aussprechen. Auch dem in Mannheim garnisonierenden 2. Basischen Grenadier-Regiment hat der Kaiser, der Chef des Regiments ist, 25 000 Mk. gestiftet. — Der Oberpräsident von Bitter hat die Führung! der Geschäfte bereits niedergelegt. Er hat am Samstag sein Entlassungsgesuch nach Berlin gesandt und die Genehmigung desselben war bereits am Montag abend tn seinen Händen. — Die Kommission zur Vorberatung des Phosphor- zündwaren-Gesetzes hielt heute die freie Besprechung mit den Sachverständigen aus der Zündwarenbranche ab. Es wurden allerhand Experimente angestellt, um die neue Zündmasse auf ihre Explosionsgefahr zu prüfen. Im allgemeinen scheint das Urteil der Sachverständigen für die neue Zündmasse nicht günstig zu lauten. Hamburg, 18. Febr. Die „Hamb. Nachr." veröffentlichen eine Liste, die die Geschäfte des Morgantrustes festlegt, und bemerken dazu: Aus der Liste geht das Bestreben hervor, die Identität der einzelnen Gesellschaften dem! Publikum gegenüber aufrechtzuerhalten, llllan macht damit! der Abneigung, welche besonders in den Vereinigten Staaten gegen die Trusts herrscht, eine Konzession. Es wäre jedenfalls auch ein Fehler gewesen, wenn man so alte^ hochangesehene Transportgesellschaften, wie die White-Ltar-Linie und die Red-Star-Linie es sind, der-Oeffentlichkeit gegenüber hätte verschwinden lasten. Jede einzelne der Gesellschaften, die dem ÜJiorgantruft beitraten, hat einen Kundenkreis. Diese Kundenkreise gehen bei der Verschmelzung in andere große Gemeinschaften auf, aber nicht mehr für sich allein, sondern die gesamten Einnahmen fließen in die Kassen des Trusts, welcher auch die gesamten Ausgaben beftreitet. fei dieser Deutsche verschwunden, ohne eine Spur zu Hintes Avlonialministerimn eingelaufenes Telegramm berichtet, daß Kapitän Fouque am 4. ein Gefecht mit den Tn areks bet Pois-Allali gehabt bat Die Kolonne, welche von Fouque befehligt wurde, wurde plötzlich von den eingeborenen angegriffen, außer dem Kapitän wurde noch ein Deutscher verwun bet Es gelang schließlich, die Angreifer in,die Flucht zu (ftouquo ist ein hervorragender Offizier, der augenblicklich mit einer Spezialmission in Südafrika betraut ist. Er batte seinerzeit den Obersten v. Marchand bei seiner Reise durch Afrika begleitet und hat auch an der China^xpedition teil-1 9en0S?en), 18. Febr. (Abgeordnetenhaus.) Das Haus setzte heute die Debatte über die Wehrvorlage fort Abg. Pastor erklärt, die Polen, welche ein starkes großes Oesterreich aus nationalen Gründen wünschen, stimmen für I die Vorlage im Interesse der Erhaltung der Großmachtstellung des Reiches. Sie würden zwar die Abrüstung sicherlich begrüßen, doch könne Oesterreich nicht damit vorangehen, weil es sich sonst auf Gnade oder Ungnade den starken Staaten ausliefern würde. Abg. Lueaer erklärt, daß die Christlichsozialen Mann für Mann für bte Vorlage stimmen würden. , ... ,, - Baden bei Wien, 18. Febr. An sämtliche Reserveoffiziere und Reservekadetten erging der geheime Befehl, sie möchten ihre Angelegenheiten ordnen und sich für eine eventuelle Einberufung im April bereithalten. , . ... F e z, 13. Febr. Die Kolonne des K r r e g s m i n i st e r s schlugdie Utab Jaafars und einen Teil der Hiainas. Viele wurden getötet oder verwundet Die Köpfe der Getöteten wurden hierher gesandt zugleich mit einer Anzahl Gefangener. Es handelt sich dabei aber nicht um Gefolgsleute des Prätendenten Allem Anschein nach, bemerkt das Reutersche Bureau, handelt es sich hier um einen angeblichen Kampf, der gestern als zwischen den Truppen beS Sultans und des Prätendenten stattgehabt, gemeldet wurde. - Aus Tanger wird gemeldet, daß dort 15000 Chas)epot-Gewehre mit Munition eingetroffen sind. Aus dem Militärwochenblatt: Baron von Colas, Gen. der Inf. und Gouverneur von Mainz, in Genehmigung seines Abschiedsgesuches mit der öesetzllchen Pension zur DisP. und gleichzeitig ä la sutte des Leib-Gren. Regts. König Friedrich Wilhelm ILL (1. Brandenburg.) Nr. 8 gestellt Frhr. v. Sch ele, Gen. Lt. und Kommandeur der 16. Div., zum Gouverneur von Mainz ernannt v. R a v e n, Major z. D. und Kommandeur des Landw. Bezirks 1 Darmstadt, der Charakter als Oberstlt. verliehen. Bron- fart v. Schellendorff, Major im Kriegsministerium, als aggregiert zum 1. Großh. Hess. Ins. (LeLgurde-) Regt. Nr. llo versetzt. Keim (Fritz), Lt. tnt. 1. Grotzh. §e|(. Ins. (Leibgarde.) Regt. Nr. 115, zum Oberlt beiordert Witte, dberlt im Ins. Regt. Gras Olchon (7- Eftpreug.) Nr. 44, in das 5. Grotzh. Hess. Ins. Regt. Nr. 1L8, Nau- mann, Oberlt, von der Unteroff. «schule in Ettlingen, rn das 4. Großch. Hess. Ins. Regt (Prinz Carl) Nr. 118, v. Kummer, Lt. im 5. Großh. He),. Ins. Regt Nr. 168, Aur Unteroff. Schule in Ettlingen, v. Platen,im Thurmg. Hus. Regt. Nr. 12, in das 2. Großh. Hess. Drag. Regt, (Leib-Trag. Regt. Nr. 24 versetzt Scholtz, Oberst und Chef des Generalstabes XVIII. Armeekorps, mit der Führung der 25. Feldart. Brig. (Großh. Hess.) beauftragt, v. Wer- d er Oberst und Kommandeur des 1. Großh. Heft. -trag. \ Regts. (Garde-Trag. Regts.) Nr. 23, unter Versetzung in den Generalstab der Armee zum Chef des Generalstaoes des XV111. Armeekorps ernannt, v. Bernuth, Major beim Stabe des Trag. Regts. König Friedrich III. (2. Schles.) Nr. 8, unter Versetzung zum 1. Großh. Hess. Trag. Regt. (Garde-Trag. Regt.) Nr. 23 mit der Führung dieses Regis, beauftragt Chiles de Beaulieu, Gen. Mazor und Äommanocur der 25. Feldart. Brig. (Großh. Hess^, — ui Genehmigung feines Abschiedsgesuches der Abschied be- Vermischtes. * Auasburg, 18. Febr. Als dieser Tage Bischof Dr. v. Lingg dem bischöflichen Palais zuschritt begleitete ihn wie öfters eine Anzahl Kinder. In dem Augenblicke, da er in das Palais eintreten wollte, faßte sich ein kleines Ntädchen ein Herz und sagte: „Hör' mal. Tu Bischof, derBischof Petrus (der Vorgänger Linggs) ist meiner Schwester noch eine Halbe Bier schuldig!" DerBischof, der noch selten so gelacht haben dürfte wie bei dieser Mahnung, löste, wie die „M. N. N." mitteilen, das wahrscheinlich bei einer ähnlichen Gelegenheit gegebene, dann aber wohl vergessene Versprechen seines verstorbenen Vorgängers ein und bezahlte die Halbe ^»Kopenhagen, 18. Febr. Der bedeutendste Schiffs- ireeber von Lelsingsors, Großhändler Hulthen, Direktor von acht Reedereien, ist nach Verübung hoher Unterschlagungen flüchtig geworden. * London, 18. Febr. Ein Telegramm aus Nord- Carolina berichtet, daß der Dam p f e r ,,£) l i ö e" während eines Sturmes gesunken ist. 18 Mann der Besatzung sind um gekommen. r * Antwerpen, 18. Febr. In Niel stur§te em un Bau begriffenes Haus ein, wobei acht Arbeiter verschüttet wurden. Man befürchtet, daß mehrere Tote unter den Trümmern liegen. * Ein Ehedrama. Nach einer Hamburger Depesche hat der Kaufmann Gustav H a g c 1 b e r g, der seit oem Tode seines kürzlich verstorbenen Vaters Ches der bedeutenden Allonaer gleichnamigen Weinfirma war, aus bisher unbekannter Ursache seine Frau durch einen Revolverschuß schwer verletzt und dann sich selbst getötet Handel und Verkehr. yüilibUiiitfdjtift. Ueb er das Eindringen des amerikanischen Tabaktrustes in Berlin brachte em Berliner Blatt eine Mitteilung, wonach der Trust mit einer l er größten deutschen Cigarreuhandlungen, die zu- gleich eine sehr große Eia ar r en f a br 11 unb ut Berlin sehr zahlreiche Berkaus-Hellen besttzi, wegen An- kauss des Geschäftes verhandele. Diese Mitteilung trifft, nach den dem „B. T." gemachten Angaben, soweit es sich um tonangebende Berliner Tabakfirmen handelt, nicht zu. serr Duke, der Leiter des Tabaktrustes, ebenso wie Herr Guitschow, der Direktor der in amerikanischem Besitz befindlichen Cigarettenfirma Georg A. Jarmatzi, haben zwar vor längerer Zett einmal versucht, mit den maßgebenden Berliner Firmen Füblung zu erhalten, sie wurden indes bisher überall mit ihren Monopotisierungs- plänen ab gewiesen. Stanoard Oil-Gesellschäft. Die Dividende beträgt für das Vierteljahr 20 Doll, pro Aktie. Hiernach berechnet wird eine Anzahlung von 20 Millionen Dollars erfolgen, von denen I. D. Rockfetter allein 8 Mitt. Doll. Ausland. London, 19. Febr. Dem Parlament ist eine Denkschrift zugegangen, welche die Korrespondenz mit der russischen Regierung enthält über die Auslegung der Meist-I begünstigungsklausel mi Zusammenhänge mit den Kompensationszöllen auf Prämienzucker. In I einem Memorandum vom 24. September 1902 erklärte der! damalige russische Geschäftsträaer Grävenitz, daß die rujsische Regierung an dem Standpunkt festhalte, daß die Kompensationszölle eine Verletzung der Handelsverträge feien. Rußland schlug eine schiedsrichterliche Regelung ober Appell an das Haager Schiedsgericht vor. Sorb | Lansdowne erwiderte am 20. November, daß die britische! Regierung weder die Anschauung Rußlands annehmen, noch der schiedsgerichtlichen Erledigung ^ustimmen könne. Zn einer Verbalnote vom 14. Januar 1903 erklärte Grävenitz, es schiene wenig Aussicht vorhanden zlu sein auf ein Kompromiß zwischen den auseinandergehenden Ansichten der beiden Regierungen. Die Frage müsse als offen angesehen werden, so lange eine Entscheidung der Kommission noch nicht vorliege, die gemäß der Bestimmungen der Zucker- konvention gebildet werden solle. Paris, 18. Febr. „Patrie" veröffentlicht folgende (höchst unwahrscheinlich klingende) Nack)richt: Dreysus lebte längere Zett in der Stadt Chatou, wo damals der Mtttelpunkt deS deutschen Spionagedienstes in Frankreich war. Jeden Abend soll Drenfus einewDeutschen, der mit dem Empfange seiner Trehsus') Korrespondenzen betraut war, besucht haben. SUS Dreyfus verhaftet wurde. erhält. Konversion der Oe st er r. 4 iZ prozentigen Reute n. Man schreibt unS: Laut Bekanntmachung des Finanzministers wird den Besitzern eine Umwandlung in lprozentige steuerfreie Kronen-Rente angeboten und zwar sind hierzu aufgerufen: Sämtliche Stücke mit Januar-Juli- Zinsen, sämtliche Stücke mit Mai-*)öovemoer-Zinsen. Ausgeschlossen sind also die Stücke mit Aprilekeober- und Fe- bruar-August-Zinsen. Die Konversion ist eine stillschweigende, eS haben sich nur solche Besitzer der Januar-Mai- Renten in der Zeit bis zum 27. Februar d. J. zu melden, .die mit der Umwandlung nicht einverstanden ,ind. An- wo ein bcson-1 Meldestelle ist u a. die Dank für Handel und ^nbuftrui ut E titiii ien verein Resolulion |ein Versuch, das jr au2gc!vrochen. Fraokst>^ wst, baLnb|ir(i heinrer uH| T-c.«„t er in M " Tauer 665 < beuild)’" " ,f ®e»*S sessor Tl. Ne>V tz! Wuilerhail« meister tmrg des slad Tolstoi i pondeiu der , baraul^auimer von Sachft schauuiigen slc zu (em, und । heflleu, daß - weise des Tolstoi von s 3d) will ube derer Sie mi: .Richte nicht, daß m allem, finden ist, die bekenne mich j unser Vergnüg zu opfern. Z" eingetreten. 2 ihres Galten allem auch da und jein ganze! leiden wird. . Hindernis mit Ter Bor ferenlen der,'JJ einer Einlril Vereins verwr Engels überiDlü hat setzt der Ä Lffeubach S chrisigieß rung, in der Handlungen von Doigdegt worben miirben: panbqii madjer unb öanb, ist zu berücksichtige schwächere tzehiljei ständige Anerbieie verwogen und d> Forderungen die daraus hewor, d Mindestlohii i stein Gehilfe gezr Tas heißt also Gehilsen nicht pt werden dürfen, j Holz in btt Jim Montag Hanf 2€Achten langen -- Ei Stellen Müllen, ‘ ßic£e ^u^ammer »er«” W1“1« c"J. Buchen: ] »8'M? ük27 Alm. (tÄS »e« k ™1« man m fett *n, bÄ*nb,s utbe. die fr,;* HZ 2? 5.Q;,- L 400 P-L° J* fln59!i«mt „’** ieintt t8L ««Ute Slot,, in “«Men Ü ''63fr 3ronf. Ww, mm m «"'*« Schch, 3 der Nabels '• M, Somit«, fenfter eines wrerst ein Schüler dürste er Helstrstein wird. Hessen und den Frhr. o. Heyl zu fationalliberalcn Verne Reichslagsmandat ; er will, „vor seiner Worws nehmen". ----jenö cjen, Wegweiser und lssen; seiner wurde d durch das Fenster chem nur wie durch ; Bäume bog man zusammen. Wie die Entrüstung herrscht -rum ui lehm Zeit J unter denen man E MWe, scheuten st zurück. So wurde des Forstdenkmals, Öligkeit nasjaui- " noch zu entsernen- vom Samstag zum n d der Heldentaten ncrrck-»Tenkmal öer- i wurden die Fenster dieser Tage Bischos ris zuschritt, begleitete In dem Augenblicke, töte, faßte sich ein • „Hör' mal, Tu r Vorgänger Linggsi ine Haide Vier ita.MÄfÄ, > wie die „M. JL Ju -er ähnlichen G^lcgen- oergessene Versprechen und bezahlte die halbe >r bedeutendste SchiV» Mer hulthen, Di- ich Verübung Hoyer L7«m E * Si-ss ÄZW daß mehrere L'L-tkr und dann I1* iS. ;net ^^-rnbastruß^ ÄS» tl , -Milde tc- ch°'^W TÄ ! ®>6' fr* »iSS-äl » - oaut r. umiranDrth zwar 3 S'fS'nfS iit $ ,([ eine 25 8Ö 93.20 101.50 . 102.95 . 98.10 . 102.85 . 93.05 . 101.25 . 100 20 . 103.40 101.30 . 102.25 . 103.90 . 51.70 . 32.75 134 00 45.75 3Vt% ■in/o 3‘/,% d°/o 3‘/g°/o 3'/q Mexikaner , . . 4*/e L Chineaen . . . Electric, öci ackert . , Nordd. Lloyd . . . Eredituktien . . . Lhskonto-Kommandit. . Darumtädb r Bank . . Dresdener Bank . . . Ber iner Haodelsges. Oesterr. ßtaatebahn . . Lombarden . • • . (Jotthar ibahn . . . . Laura>. ütte..... Bochum ...... Harpener..... Tendenz: still. . 218 70 198.30 . 142.60 . 150.50 . 16180 . 150.40 . 15.80 . 182.30 . 219.50 . 185.40 . 174.50 a% Oberhessen . . . X% Oesterr. Goldrente . 4*,,% Oesterr. bilberrente 4% Ungar. Uoldrente . 4U/ Italien Rente . . 4',% Portugiesen . . , °l Portug estn. . . . 1% C. Türken . . . lückenlose ..... 4% Uneoh. Monopol -Anl. 45,% äussere Argentiner Reiohsanleihe do. Konsole . do . . Hessen längere Zeit. Bern, 19. Febr. Prinzessin Luise besuchte am Dienstag ihren Bruder Leopold Wölfling in Montreux Am Bahnhofe wurde sie von ihm und Wilhelmine Adamovic begrüßt. Alle drei nahmen das Frühstück im Hotel Continental ein. Am Nachmittag kehrte die Prinzessin nach Nyon zurück. Petersburg, 19. Febr. Das amerikanische Geschwader. welches gegenwärtig im caraibischen Meere übt, hat Befehl erhalten, an die Lüste von Honduras abzuaehen. Konstantinopel, 19. Febr. Unter den hier lebenden Bulgaren macht sich eine äußerst starke Bewegung zur Rückwanderung nach ihrer Heimat bemerkbar, die von der Polizei beobachtet uno mit Vorbereü- iungen für im Frühjahr zu erwartende Auf stände in Bervindung gebracht wird. Tie Zahl jener Bulgaren, von oenen ein Teil nur einige Monate in Konstantinopel zubringt, schwankt zwischen 12 bis 15 000 Köpfen. Waihin gton, 18. Febr. Der amerikanische Geschäfts träger in Caracas teilt mit, daß das Dekret betreffend Erhöhung der Zölle vom Minister des Aeußern erlassen worden ist. Man ist erstaunt darüber, daß es nichi von Castro selbst erlassen \\L Bowen begab sich zu den Ber- tretern derjenigen Mächte, deren Ansprüche noch nicht geregelt sind. Er sandte ein Telegramm an den venezolanischen Minister des Aeußern mit der Bitte, die Protokolle zu unterzeichnen, sobald alles bereit sei. Krielkaütn der PedalUion. (Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.) „Eine Mufterleistuug von Arroganz und kindlicher Rachsucht". Ter Verfasser der unter vorstet,ender Spitzmarke ver- ösjemltchlen wahrhaften .Musterletslung rc." ist ofjenstchtlich von der fixen Idee defesjen, daß alles, was der .Gieß. Anz." im de- jonderen oder im allgemeinen schreibt oder denkt, nur ans seine werte Person sich beziehe. So war es ihm denn Vorbehalten,die überraschend scherzhafte Entdeckung zu machen, daß eine beiläufige Bemerkung in unserer letzten „Politischen Wochenschau" gegen ihn sturmlause. Er findet es „natürlich", sich in seinem ..Moniteur" mit den von uns gemeinten nörgelnben Bierbankpolttikern zu identifizieren, um seiner Gehässigkeit wieder einmal freien Lauf lassen zu können und für sich und seine Broschüre Reklame zu machen. Jude irae et lacrumae!“ Lcdcrbeize. Tie von Ihnen gewünschten Beizmittel sind in allen Drogerien zu haben, lieber die Anwendung derselben wird Zhnen alles Nähere gesagt roerben. JInii'lte WelomMiu Originaldrahtmeldungeu des Gießener Anzeigers. Berlin, 19. Febr. Wie verlautet, soll in Zentrumskreisen Geneigtheit bestehen, der Frage einerWehrsteuer näher zu treten. Man hält es nicht für unmöglich, daß der Abg. Müller-Fulda eine diesbezügliche Resolution im Reichstag einbringen werde. . Berlin, 19. Febr. Tas preußische Justizministe- rium ist der Frage der Bekämpfung des Kur- pfuscherweseus nähergetceten. Das Gesetz betreffend die Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs soll dabei häufiger und energischer als bisher zu Hilfe genommen werden. , „ ,r r Berlin, 19. Febr. In Bundesratskrnsen herrschst die Meinung vor, es werde eineKündigun g der laufenden Handelsverträge nicht eintreten. Tiefe lb en würden vielmehr fortlaufen bis zu dem Termin, der in den neu vereinbarten Handelsverträgen als der Beginn des Inkrafttretens der letzteren vorgesehen werde. — Nach dem „B. T." Huben dieser Tage die Verhandlungen über den neuen Handelsvertrag zwischen Rußland und Teutschland mit dem üblichen vorbereitenden Schriftwechsel begonnen. _ r London, 19. Febr. In hiesigen Kolonialkreisen geht das Gerücht von einem Verkauf Neu-Guineas au Deutschland, welches beabsichtigen soll, dieses Gebiet dem Wilhelmslande an z u s ch l i e ß e n. (??) London, 19. Febr. (Unterhaus.) Josef Wallon schildert das Zusammengehen Englands mitDeutsch- land in China als ein sehr unseliges. Er fordert die Regierung auf, Schrttte zu tun, Jiußlands Konkurrenz in Persien zu begegnen. Gibson Bowles fragt, was die Regierung gegenüber dem russisch-persischen Handelsvertrag getan, und welche Schritte unternommen worden sind, den brittsch-indischen Handel mit Persien zu sicheim. Cranborne ührt aus, die englische Politik in Persien sei unverändert, es liege kein Grund vor, weshalb die Interessen Englands und Rußlands in Zentralasien in Widerstreit geraten sollen. Das Feld sei weit, die Ziele, welche England und Rußland in verschiedener Weise im Auge Bütten, ausreichend, um alle ihre Kräfte zu beschäftigen. Der Inhalt der zwischen England und Rußland über Persien gewechselten Noten geht auf beiderseittge Anerkennung der Integrität Persiens. Soweit er wisse, versuchte Rußland niemals diese Auslegung anzusechten. England verfolge die Politik der Handclsent^ Wicklung in Persien. Er fürchte, der russisch-persische Handelsvertrag sei so abgefaßt, daß er ernstlich den britischen Handel mit Persien hemme. Rom, 19. Fcbr. In der Kammer kam eS zu ftür- mischen Szenen bei der Fortsetzung der Beratung über die von der äußersten Linken geforderte Einschränkung der Militär- und Marine -Ausgaben. Ter Marineminister verteidigte sehr temperamentvoll die Notwendigkeit einer starken Kriegsflotte auch für Italien, das infolge übergroßer Spar^amleit von dritter aus fünfte Stelle zurückgegangen sei. Tie Aeußerung des Ministers, die italienische Flott erwarte die Gelegenheit, ihren Wert zu zeigen, rief auf der äußersten Linken einen Sturm hervor. Man schrie dem Minister zu: Sie arbeiten auf den Krieg zu. Sie wollendasLand i n s U n g l ü ck st ü r z e n. Auf der Rechten entgegnete man: Sie sind Vaterlandslose, Sie spekulieren auf Niederlagen. S chä m e n S i e s i ch. Der Lärm dauerte giepereien ber m:;m^umyCnrafl, gewiß keine übermäßig große Arbeit»- Acn. Verlangt wird von den Arbeitern der 8'/t Stundentag. — Im großen und ganzen läßt sich sagen, daß das Vorgehen der Offenbacher Arbeiter beim Publikum keine Sympane geiundcn hat. Bremen, 18. Febr. Bösmann's Bureau meldet: Eine Korn- rnifsion der V e r 1 a d u n g s a r b e i t e r in Bremerhaven, welche bente vormittag vor der Direktion des Norddeutschen Lloyd erschien, erbot sich, bafür einzutreten, daß die Arbeit sofort in vollem Umfange wieder ausgenommen werde, wenn der eutlassene Arbeiter Rrunmfieg bis zur gerichtlichen Entscheidung seiner Differenz mit dem Vormann Riesteter wieder in Dienst gestellt werde. Ta der Vorstand des Norddeutschen Lloyd diesen Wunsch als billig an- erkannte und die Wiederanstellung Krimmsieg's demgemäß anordnete, wurde seitens der Komnnssion dte sofortige Wiederaufnahme der Arbeit zugesichert und der Streik damit für beendet erhärt. Budapest, 18. Febr. Während zahlreiche Schuhmacherme i st e r heute Abend hier eine Versammlutig cchhielten, um sich in der Angelegenheit des drohenden Gehilfe «'Aus st andes über ein gemeinsames Vorgehen zu einigen, machten mehrere hundert Gehilfen den Versuch, das Versammlungslokal zu stürmen. Es kam zu emem Zusammenstoß mit der Polizei, wobei mehrere Verhaituugen oorgenommen wurden. In den umliegenden Straveu entstand eine Panik: die Geschäftsladen wurden geschlossen. Tie Straßen werden von Polizeipatrouillen durchzogen, um die Ordnung aufrectitzuerhalten. — Telephonischer Kursbericht« iraukiiirt m. 19. Februar m3 Darmstadt und in deren Auftrag ihre Depositenkasse in Gießen. Da der Kurs augenblicklich noch über 101 Pro^ notiert, so wird wohl niemand die bare Rückzahlung fordern, sondern, wenn er nicht konvertieren will, seine Papiere an der Börse verkaufen lassen. ____________________ Kunst und Wissenschaft. Frankfurt a. M., 19. Febr. Am 9. und 10. März hält bekanntlich die Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung der Gejchlechts- krankheiten hier ihren ersten Kongreß ab. Ter Einladung entnehmen wir, daß die Beratungen tm Saale der Frankfurter Loge (Eichers- Heimer Landstraße) stattfinden. Tie Verhandlungen sind öffentlich. Ter Zutritt und die Beteiligung an der Tiskuffwn ist jedermann gestattet. Am 8. -März ist Begrüßung im Saale der „Alemannia'', am Montagabend im Palasthotel „^ürsienhof das Festessen. Am 11. März vormittags sind verschiedene Besichttgungeti und nachmittags Ausflüge je nach Wahl zur Besichtigung der Idiotenanstalt in Idnein oder der Lungenheilanstalt m Naurod. Wahrend der Dauer des Kongresses wird eine Ausstellung der modernen beutschen und der historischen Litteratur über Prostitution, Geschlechtskrankheiten u. s. w. ftaltfmben. Dem hiesigen Organisations-Komitee gehören an: Tr. A. Bucheier, Pro- sesjor Tr. Flesch, Geheimer Medizinalrat Dr. Grandhomme, Cberarant Tr. Herxheimer, Tr. I. Kohn, Tr. L. Lagueur, Professor Tr Neißer, Geh. Sanitätsrat Tr. Spieß und ^rdulein 2,r. E. Wmterhalter. An der Spitze des Komitees sieht der Oberbürgermeister Ur njed. hon. C Adickes. Das Bureau steht unter der Leitung des Stadtrates Tr. Woell. _ , Tolstoi über Luise von Toscana. Ter Londoner Korrespondent der ,9leiut)oil World" hatte kürzlich den Grafen Tolstoi daraus auimerksaiii gemacht, daß die ehemalige Kronprinzesun von Sachsen und G i r o n erklärt hatten, in ihren Lebensan. schauuiigeii stark durch seine Werke beeiiiflußt worden zu fern, und daß manche schlecht unterrichteten Leute die 'Ansicht hegten, daß Tolstois Lehren gewiffertnaßen für die Handlungsweise des Paares verantwortlich seien. Tarauf hat jetzt, Grai Tolstoi von seinem Landsitz Iasnaja Poljana aus geantwortet: .Ich will über das Verhalten der unglücklichen Frau, hinsichtlich derer Sie mir schreiben, kein Urteil fällen. Es steht geschrieben: .Richte nicht, damit du nicht gerichtet wirst!" Ich behaupte jedoch, daß m allein, was ich geschrieben habe, nicht eine Zeile zu finden ist, die em s o 1 ch e s Verhalte» rechtfertigt. Ich bekenne mich zur chnstlichen Lehre, bereu erster Grundsatz der ist, unser Vergnügen und unser Gluck der Wohlfahrt unserer Nachbarn zu opfern. In dem vorliegenden Falle aber i|t ganz das Gegenteil eingetreten. Tiese Frau hat ben Frieden und das Glück nicht nur ihres Gatten und ihres Schwiegervaters geopfert, sondern vor allem auch das ihrer Kinder, deren ältestes furchtbar leiden muß und sein ganzes Leben lang um ber Schaube feiner Mutter willen leiben wird. Diese hat alles für das Vergnügen geopfert, ohne Hindernis mit dem charmanten Herrn Giron zusammen zu sein. Der Borstaud dcs Münchcuer Kuustbcreiuo hat dem Referenten der /Ulündiener Ztg ", Herrn Ed. Engels, die Ausstellung einer Eintrittskarte zit den Wochenausstellungen des Kunst- vereins verweigert, im Hinblick auf scharfe Kritiken, die Herr Engels über Allinchener Kunstausstellungen veröffentlicht hat. Darauf hat letzt der Atünchener I o u r n a l i st e n- und ch r i f t ft e ü er* verein gegen dieses Vorgehen Stellung genommen und in einer Resolution seine entschiedene M i B b i ll i g u n g über den Versuch, daS freie Urteil eines Referenten zu beeinflussen, ausgesprochen. __________ Ardeilerbcwkgimg. Offenbach, 18. Febr. Zum Ausstanb ber Offenbacher S chriftgreßer veröffentlichen vier Gießereien eine Er klä- rung, in ber sie u. a. barauf Hinweisen, daß nach vielen Ver- hanbliingen von ihnen ein Lohntarif aufgestellt und den Arbeitern oorqclcqi ivorden sei, nach dein sie durchschnittlich täglich verdienen würden': Handgießer 8,03 Mk., Komplettgießer 6,24 Alk., Ferttg- macher und Handhobler 8,47 Mk., Höhejraiser 8,52 Alk. „Dabei ist zu berücksichtigen, daß in diesem Durchschnitt auch jüngere und schwächere Gehilfen eingeschlossen sind". Dieses, doch gewiß anständige Anerbieten roiube von den Arbeitern ohne Beratung verworfen und der Ausstand proflamiert. Welche unglaublichen Forderungen die Arbeiter an die Fabrikleitungen stellen, geht z B. daraus hervor, daß sie für Gehüfen, die Lehrlinge ausbilden, einen M i n d e ft lohn von 36 Aik. pro Woche verlangen. Weiterhin soll kein Gehilfe gelungen werden können, Lehrlinge anszubilden". Tas heißt also mit anderen Worten, daß, wenn es den Herren Gehilfen nicht paßt, Lehrlinge überhaupt nicht mehr eingestellt werden dürfen. Zur Zeit besteht bei den Offenbacher Schrift- Holz-Versteigerung in der Ilürstlichen Hversö fteni Am Montag dem 2. März, vormittags 91 /, Uhr, ht ben Distrikten Häuserbcrg, Echießackcr und Wcstphälisch-Eck: 3 Stück Fichten»Stammholz — 0,40 Fstm., 486 Fichten- Derdstangcn -- 12,67 Fstm., 2497 Fichten°Rcisstaugeu = 21,58 Fstm.; Eichen: 2,6 Rrn. Knüppel stitzt am Wehrholz), 320 Wellen (Schießacker): Nadelholz: 8,7 Rm. Knüppel, 520 Wellen. , Die Zusammenkunft ist tm Distrikt Häuserberg, dort wo der Vicinaliveg Lich-Nonnenroth den Langsdorfer Heuweg kreuzt. Tas Brennholz wird nicht vorgezetgi. Au demselben Tage, mittags 12 Uhr im Distritt Laugc- berg: Buchen: 16 Rrn. Knüppel, 4 Rm. Stöcke, 580 Wellen; Eichen: 8 Rm. Knüppel, 4 Rm. Stöcke, 280 Wellen; Nadelholz: 3 Rm. Knüppel, 24 Rm. Stöcke, 50 Wellen; 3370 Laub- holzwelleu aus erster Durchforstung; 6 Fichten-Derbstangen — 0,27 Fstm. Die Zusammenkunft ist im Zuge ber denmächstrgen Kreis- straße Nieber-Bessingen—Langsdorf, int Distrikt Langeberg, wo das von Mühlfachfen her chaussierte Wegstück aufhört (früherer Pflanzgarten). 1557 Htegierungsliezirk Wiesbaden. Nutzholz - Versteigerung. Abeljö'rsterei Höerscheld. Dienstag den 10. März, vormittags 10 Uhr, in Dillenburg (Deutz—Gnßener Bahn) bei Neuhofs aus dem ganzen Revier: Eicheu: 1078 Stück = 384 Fstm., 12 Stangen I., Efcheu: 1 St. — 0,48 Fstm., Aspcu: 4 St. — 3,91 Fstm., Fichtcu: 834 et. — 213 Fstm., 427 Stangen I., 755 IL, 2495 HL, 142 Rm. Nutzfchelt und Knüppel, Kiefern: 622 St. = 430^9 Fstin., zum -r.eil schönes Schneideholz, Lärchen: 55 St. — 15,79 Fstm. spezielle Angabe nach Schutzbezirken und Distrikten auf Verlangen gratis. Auszüge aus dem Versteigerungs-Protokoll gegen Entrichtung der feststehenden Schreibgebühren bei Forstsekretar Babler zu Dillenburg. Nähere Auskunft erteilt 1063 Der Forstmeister: Ulan. Bekanntmachung. Heinrich Pauli HI von Villingen iit als Stellvertreter des Standesbeamten von Villingen bestellt worden. 1556 Laubach, den 17. Febr. 1903. Großherzogliches Amtsgericht. Donnerstag, den 2. April 1903, nachmittags 2 Uhr, wird auf hiesigem Ortsgericht das vor dem Namen der Wilh. Fischer 111 Eheleute stehende Grundstück der Gemarkung Gießen l/101ö6-, loo — 205 qm Hosraite in der Zozelsgasje öffentlich meistbietend versteigert. Gießen, 18. Februar 1903. Großh. Ortsgericht Gießen. Gros. 1574 Holz-Versteigerung in den Kungener Hemeindiwaldungen. DieuStag den 24. Februar sollen in den Waldungen ber Stadt Hungen versteigert iverden: r „ 21 Eichen-Schnittholz-Siämme von 39—64 Ctm. Turchrneffer, 2—6 Attr. Länge — 15 Fstm., 39 Kiefern-Schnitcholz-Stämme von 31—37 Ctm. Durchmeffer, 5—11 Attr. Länge — 28 Fsttn., 166 Fichten-Bauholz-Stämme von 14—30 Ctm. Durchmesser, 10—20 Mtr. Länge — 51 Fstm., 1786 Fichten-Derb- und Reisslängen von 5—14 Ctm. Durchmesser, 5-18 Mtr. Länge — 99 Fstm. Zlisammenkunft vormittags 10 Uhr auf Nonnenröther Straße, am Waideingang. Huitgen, den 17. Februar 1903. Grobherzogliche Bürgermeisterei Hungen. Buttron. 1560 Erklärung. In Nr. 39 dieses Blattes vom 16. Februar a. c. kündigt Las« Ebel „Salvator-Anstich" an. Diese Ankündigung veranlaßt unS zu der öffentlichen Bekannt- gäbe, daß das „Salvatorbier", dessen Anstich in der fraglichen Annonce anqekündlqt wird, nicht aus unserer Brauerei stammt. Wir sehen uns zu dieser Erklärung umsomehr veranlaßt, als obige Anpreisung geeignet ist, das Publikum zu täuschen, indem es durch biejeibe in den Glauben versetzt werden muv, als handle es sich um ben Ausschank des unter dem Namen „Salvator" weltberühmten Spczialbieres der unterfertigten Brauerei. Diese Gefahr ist umso naheliegender, als bekanntlich der 9lame Salvator al§ Warenzeichen uns patentamttich geschützt ist. 1570 Dieser Sckiiitz hat zur Folge, daß ntemand unter dem Namen „Salvator" Bier m den Verkehr bringen darf, das nicht aus der Brauerei ber Unterfertigten stammt. Zuwiderhandlungen ziehen die zivil-- und strafrechtlichen Folgen des § 14 des Reichsgesetzes zum Schutze der Warenbezeichnungen nach sich. Wegen der durch fragliche Annonce geschehenen Verletzung unseres Zeichenrechtes an bem Worte „Salvator" behalten wir mis dte geeigneten Schritte vor. MiengelelMaft Aaulaneröräu (Zum Salvatorkeller) vorm. Gebt. Schmederer-Zacherlbräu, München. Obst- «.Gemüse-Konserven in besten Qualitäten zu billigsten Preisen enipfiehlt 1566 J. M. Schulhof. Mitte verkavgnt Sie Zkreististe. Telephon 119. Bekanntmachung In das Genosicnschafts-Re- gister wurde heute bezüglich der Spar- und Darlehnskasie Reiskirchen e. G. tru u. H. eingetragen: An Stelle des Johannes Peter V 11 und Jacob Becker 11 sind der Maurer Heinrich Döring und Landmitt Heinrich Nürnberger, beide zu Reiskirchen, als Vorstandsmitglieder gewählt. 1564 Gießen, am 14. Febr. 1903. Großherzogliches Amtsgericht. Bcrgcvung von Straßenbau-Arbeiten. Die zum Äteubau einer Kreisstraße von Gießen bis zur Landesgrenze gegen Krofdorf erforderlich werdenden Arbeiten und Lieferungen, und zwar: veranschlagt zu Mk. Erdarbeiten 4320,uu Brücken und Kanäle 587,00 Pflasterungen 112,50 Chaussierungen 14803,00 sollen im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden. Angebote sind bis zum 10. März l. FS. vormittags 10 Uhr im Amtszimmer des Unterzeichneten abzugeben, woselbst Voranschlag, Zeichnungen und Bedingungen zur Einsicht offen liegen. Gießen, den 16. Febr. 1903. Der Großh. Krelsbautnspeklor. Die hm. 1571 WUMteMell (einige hundert Wagen) abzugeben gegen billigen Fuhrlohn. s0775 A. Bfib.-amen. Stöbt. Schlachthaus. Freibank Heute uuö morgen: 1468 V^fkavkllltz o4 psg. -itMMSkilid M pfg. chemisch rein, empfiehll billigst ilcli- zucljer Fr. Leo Nachfl. V. Herber SellerSweg 5 8. s 1424 Medicinal-Cognac ärjtl.ch empfohlen, KranHenwefat in ganzen und halben Flaschen empfiehtt 1543 Viktoria-Drogerie Adolf Bieter. Marktstr. 5. Zum Küsten schön ist em zartes, reines Gesicht, mit rosigem jugendfrischen Aussehen, weißer, sammetweicher Haut ll blendend schönem Teint Alles dies erzeugt: Radebeuler Steckcllpfcrd-Lilituuulch-Seise o. Kttgwauv & (T|, jiabtbtnl-Pr Sd n. jUtia lchträchllbwa äf: Si,Linpfcld. • St. 50 Pig. bei P. I. MöbS, Ad. 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