- I Ihre Vertäuung f iregiH, im Ui uti )Utr Bthlull * U»t« Dr. W. KNECHTS MMMM n ilM iilw'i frlMJX-lniiinillO UtimD «rtUttoL swtzc '">!« li(l„ Markus Baier, Sajsrrdtchte Mita ttl. nn. SdMdn magnum bonum M.S.- MMKimpwl*1* J, Weisel, ’ h.en * Pt»''"»'ptßr,.. '»sMnA eM ./«mW ,t" . .1 Wfe! Süßrahm Tafelbutter, - r stufte VFMWri«-An: iu bklligstcu Preisen enlpsiehil til «rl Eichmann, Nr. 15 •r|*rtnt täglich außer SonnlagL. Dem Gießener Anzeiger werben tm Wechsel mit dem Hessischen Landwirt btt Siebener Familien« tzläNer viermal In der Woche beigelegt. KotaNonSdruck u. Verlag der B r ä h l'schen Unwers.-Buch- ruSlein- bruderet (Pietsch Erben) -tebakNon, Expedilto» und Drucreret: Schulftratze 7. Ldreiie für Depeschenr «uzetger Gießen. ffernsprechanschluß Ar 51. Zweites Blatt Montag 19. Januar 1903 jdbrl ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeige« lüt die Tagesnumme< bis vormittag« 10 Uhr« Zeilenpreis: lokal 12Ps^ a«r8iudtl4 20 Psg. Verantwortlich: 153. Jahrgang veza gSpreist monatlich 7öP!., otertel* jährlich Alk. 2JO, durch Eie^enet Anzmer General-Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Meis Gießen MW ——— zetgenteil: Han« Beck. Z>ie heutige Dummer umfaßt 12 Seite«. Volilische Wochenschau. Tie vergangene Woche hat den meisten deutschen Parlamenten neues Leben gebracht. Eine arbeitsreiche Zeit steht ihnen bevor imb sämtlichen Parlamenten erscheint als die notwendigste Aufgabe die Herstellung des Gleichgewichts im Etat, die sehr schwierig ist, da die vorliegenden Rechnungsabschlüsse Defizits von nicht geringer Höhe aufweisen. So ist uns in Hessen doch der Trvst geblieben, daß die anderen Bundesstaaten und das Reich selbst in fast verzweifelten Lagen sich befinden. Für Preußen schloß das Jahr 1901 mit einem Fehlbetrag von 37i/, Mill. Mark ab, dessen Hauptursache in dem Rückgang der Eisenbahn-Einnahmen von 58 Millionen liegt; trotz des Rückgangs auch der Eisenbahn- ausgaben um 24 Millionen. Nüchtern, recht nüchtern ist die Thronrede ausgefallen, mit der Graf Bülow im Auftrage des Königs den preußischen Landtag zur letzten Session einberufen hat. Sie zeichnet sich aus durch einzelnes Aufzählen der zu erledigenden Ausgaben und kommt an keiner Stelle zu einer schwunghaften Sprache. Wahrscheinlich hat die unvermeidliche Aussicht, „den Staatskredit in beträchtlicher Höhe in Anspruch zu nehmen" den Flügelschlag erlahmen lassen. Allüberall dasselbe Bild; gähnende Leere im Staatssäckel bei bedeutender Erhöhung notwendiger Kulturaufgaben. Ter deutsche Kronprinz weilt in diesen Tagen als Last des „Freundes" seines Vaters, des Kaisers Nikolaus, in Petersburg. An zuvorkommender Liebenswürdigkeit läßt man es dort nicht fehlen, schon um England gegenüber zu zeigen, daß zwischen Rußland und Deutschland in der auswärtigen Politik vollstes Einvernehmen besteht. Und es ist Aussicht vorhanden, daß Vismarckische Zeiten wiederkehren, in denen diese beiden Reiche, die gleiche Interessen zu einander führen, in der auswärtigen Politik auch tatsächlich mit einander gehen. Zu keiner Zeit würde des deutschen Kronprinzen Reise nach Rußland als so bedeutungsvoll angesehen werden können, als im jetzigen Augenblick. Das dritte österreichische Armeekorvs, das die Kommandos von Steiermark, Kärnten, Krain und Istrien umsaßt, ist zur Mobilisierung vorbereitet. Diese Vorgänge scheinen die unmittelbare Folge des Besuchs des Grafen LamSdorss zu sein. Auffallend ist, daß gerade in dem Armeekorps der abgeschiedensten, der hohen Politik fern liegenden Alpentüler das Wort sich zähe festhält: Im Frühjahr werden wir nach dem Balkan spazieren. Und der „Tägl. Rundsch." schreibt man aus „wohlunterrichteten" Kreisen Oesterreichs: „Kommt es einmal zu einem Einmarsch östreichisch-ungarischer Truppen auf türkisches Gebiet, so haben Bosnien und Herzegowina aufgehört, „okkupierte" Länder unter der Suzeränetät des Sultans zu sein. Es brauchte eines Fingerzeiges gar nicht, um es jedem Kenner unserer Reichspolitit selbstverständlich scheinen zu lassen, daß die Einverleibung Bosniens und der Herzegowina die nächste Folge einer Umgestaltung auf der Balkaninsel sein wird. Und dann? Dann ist der Charakter Oesterreichs als eines westslawischen Reiches festgelegt." Wir können die kommenden Dinge, die sich in der Wetterecke oorzubereiten scheinen, ruhig abwarten, unsere Interessen sind nicht gefährdet. In Venezuela will es nicht vorwärts gehen. Tie Blockade ist in wirtschaftlicher Beziehung sehr spürbar, da Lurch sie die Lebensmittelversorgung erschwert und der Handel unterbunden wird. Die politische Verwirrung in der Republik selbst wird immer größer, die Revolution wird als nahe bevorstehend bezeichnet. Castro denke an feine Abdankung, zumal es ihm nicht zu glücken scheint, eine Zwangsanleihe von zwei Millionen Bolivares zustande zu bringen, die im wesentlichen von den inländischen Kaufleuten getragen werden soNte. Diese sind fast gänzlich verarmt. Die Regierung plant nun eine Hausfteucr gegen die Besitzer der Fremdenkolonie, wodurch die notwendige Summe aufgebracht werden könnte. Die (Einberufung des Haager Schiedsgerichts scheint entbehrlich zu werden, denn in diplomatischen Kreisen gewinnt die Ansicht immer mehr an Boden, daß die Regelung durch die von den beteiligten Mächten in Washington unter Leitung des amerikanischen Gesandten in Venezuela, Bowen, zusammen tret en de Konferenz zuwege gebracht werden könnte. Der baldige M- jchluß dieser Angelegenheit ist der Wunsch jeden Politikers. Komische Tagesschau. Tie Zigarrenindustrie und der neue Berliner Polizeipräsident. Die Herforder haben es sich nicht nehmen lassen, ihren scheidenden Landrat „wegzuessen". Mn Mittwoch fand in Gegenwart des Herrn v. Borrres ein Festmahl statt, bei dem in zahlreichen Reden die Verdienste des Scheidenden gefeiert wurden. Bemerkenswert erscheint eine Rede des Fabrikanten Schöning-Vlotho, der ungefähr folgendes aus- führte: Es bleibt Herrn v. B. unvergessen, in welch warmer Weise er im Jahre 1893 für die heimatliche Tabakindustrie eingetreten ist, als ihr die Gefahr drohte, durch die Tabak- fabrikatsteuer vernichtet zu werden. Die Zigarrenindustrie hat im Kreise Herford ihren konzentriertesten Sitz in ganz Deutschland, und man hätte deshalb an leitender Stelle in Berlin gerade aus Westfalen heraus gar zu gern eine Zustimmung zu dem Plan der Tabakfabrikatsteuer gehört! Aber obgleich dem Landwirt v. Borries durch die Ausdehnung der Industrie auf dem flachen Lande in Bezug aus die Arbeitskräfte zuweilen eine empfindliche Konkurrenz bezeichnet wurde, so zögerte doch der Land r a t v. Borries feinen Augenblick, in eurem ausführlichen Berichte die Unannehrnbarkeit des Fabriksteuershftems für die Zigarrenindustrie darzulegen, ganz unbekümmert darum, ob man in Berlin ferne Ausführung gern vernahm oder nicht. Für dieses entschiedene, mannhafte Eintreten weiß ihm die Tabakindustrie seines heimatlichen Kreises dauernden warmen Dank. Mehr als anderswo in Deutschland sind gerade bei uns Industrie und Landwirtschaft auf einander angewiesen; niemand, bay weiß ich, ist davon mehr durchdrungen als unser scheidender Herr Landrat." Herr v. Borries ging in seiner Dankrede auf diese Worte besonders ein: ^Ich, habe die berechtigten Interessen der Landwirtschaft vertreten, aber nur so lange sind die Interessen der Landwirtschaft berechtigt, als sie sich mit den Interessen der Industrie und mit den Interessen des allgemeinen Staatswohles vertragen und vereinbaren lassen. Ein schlagendes Beispiel dieser Gemeinsamkeit der Interessen von Landwirtschaft und Industrie ist der Kreis Herford. Ich bin überzeugt, daß, wenn die Industrie zu Falle kommt, auch die Landwirtschaft darntedevliegen muß. Darum bin ich 1893, so sehr man es mir an damals maßgebender Stelle verübelt hat, mit voller Ueberzeugung im Interesse unseres Kreises gegen die Tabakfabrikalsteuer eingetreten, die für unseren Kreis verderblich gewesen wäre." Chamberlai« hielt auf einem Bankett in Johannesburg eine Rede, in der er ausführte, es sei nötig- daß die Bewohner des Landes Rücksicht nähmen auf die Interessen der Mitbürger; ebenso Buren wie Engländer seien Bewohner des Landes wie der Städte, denn im Grunde seien diese Interessen gleichbedeutend. Richtiges Verständnis und Einvernehmen zwischen Stadt und Land und zwischen Buren und Eirg- länirern seien wesentliche Bedingungen für die Zukunft Südafrikas. Seine Unterredungen mit den Buren- f ü h r e r n hätten ihm den günstigsten Eindruck gemacht. Er glaube, wenn die Buren sehen, daß die Engländer bereit seien, sie gerecht und großmütig zu behandeln, daß sie bereit seien, ihre Empfindun^n, selbst ihre Vorurteile zu achten, .man schließlich dahin kommen werde, den Argwohn unddie Erbitterung zu beseitigen, welche sie so lange von den Engländern trennten. Er hoffe, daß |ie die in ihnen waltenden männlichen Tugenden, ihre Kraft und Stärke der Nation verleihen werden, welche die Engländer mit ihrer Hilfe und ihrem guten Willen in Südafrika schaffen wollen. Auf den finanziellen Teil übergehend, führte Chamberlain aus, die Regierung habe die Msicht, dem Reichsparlament einen Gesetzentwurf über eine garantierte Anleihe von 33 Millionen Pfund Sterling zu unterbreiten, wofür die Hilfsquellen Transvaals und der Oranjekolonie als Unterpfand dienen sollen. Diese Anleihe solle unmittelbar nach Genehmigung durch das Parlament zur Emission gelangen. Der Erlös werde verwendet werden zur Rückzahlung der gegenwärtigen Schulden Transvaals, zur (Etro er bung der bestehenden Eisenbahnlinien und zum Bau neuer Linien in den beiden neuen Kolonien. Die Anfwen- düngen für öffentliche Mbeiten, für Aufteilung des Grund und Bodens in Transvaal und der Oranjekolonie würden unverzüglich in Angriff genommen werden. Tie notwendigen Kapitalien aur Erschließung des Landes während der ersten Jahre würden so bald als möglich nach der Emission der ersten Anleihe bereit gestellt werden. Eine andere Anleihe von 30 Millionen würde in Teilbeträgen von jährlich 10 Millionen Pfund Sterling untergebracht werden. Als Unterpfand für dieselbe würden die Hilfsquellen Trans« baute dienen. Nach einer Reutermeldung ist dort die öffentliche Med nung in hohem Grade dafür eingenommen, daß die Reichs- regierung die Kriegsentschädigungsanleihe von 30 Millionen Pfund Sterling zum Bau von Kriegsschiffen verwende. Ferner glaubt man hier, daß der Vorschlag, einen Teil der Kriegsentschädigungsanleihe von der Oranjekolonie tragen zu lassen, aufgegeben werden wird. Venezuela. Reuter meldet aus Caracas vom 18. d. M.: Sams- tag mittag versuchte das deutsche Kriegsschiff „Panther" den Eingang in den Hasen von Maracaibo zu erzwingen und eröffnete das Feuer auf das Fort San Carlos. Tas den Hasen beherrschende Fort erwiderte den Angriff. Nach emstündigem Kampfe zog sich „Panther" zurück. Ter Gouverneur des Forts erklärt, der Angriff sei plötzlich und ohne Veranlassung erfolgt. Schaden wurde nicht angerichtet. Es fand hier eine Volks- Demonstration gegen eine Wiederholung der Beschießung statt. — Ein Teil der italienischen Presse greift Deutsch- land wegen der Verstärkung des deutschen Geschwaders vor Venezuela auf das heftigste an und macht dem deutschen Kaiser den V o r w u r s, daß erdiefrredlicheLösung zu hintertreiben suche. — Just zur rechten Zeit kommt die folgende Meldung aus Caracas: Da Die italienische Firma Bo cc ar do sich weigerte, den chr auferlegten Betrag für die Zwangsanleihe zu bezahlen, erhöhte der Gouverneur von Caracas ihre Gewerbesteuer von 3000 auf IG 000 Bolivares. Do cc ar do sperrte deshalb unverzüglich seine Magazine. 250 Arbeiter sind infolgedessen beschäftigungslos. Fünf Bäcker sperrten infolge Mangels an Mehl ihre Bäckereien. Deutsches Reich. Berlin, 17. Jan. 2er Kaiser empfing gestern mittag im Schloß das Präsidium des Landtages in der gewohnten Weise und unterhielt sich mit den erschie- nenen Herren ganz kurze Zeit. Tie Politik wurde mit keinem Worte berührt. „Man sieht immer dieselben Ge- Konzert-Derem. Gießen, 19. Januar. Tas gestrige vierte Konzert des Konzertvereins, zu dem sich ein zahlreiches Publikum eingefunden hatte, brachte uns die Bekanntschaft der roeit berühmten und überall hoch geschätzten Sängerin Frau Lilli Lehmann, die auch in Gießen große Triumphe feierte und sich den Ruf einer Künstlerin allerersten Ranges aufs Neue — sie hat vor ungefähr zwanzig Jahren schon einmal hier gesungen — gesichert hat. Tas Organ der geschätzten Sängerin zeigt eine außerordentlich große Modulationsfähigkeit, die sie beim Vortrag ihrer Gesänge mit großem Geschick verwendet. In Höhe uub Tiefe gleich vollkommen ausgeglichen ist ihre herrliche Stimme für d ie Wiedergabe der verschied.narligsten Lieeer geeignet. Tas nnezza-voce war geradezu wundervoll, und neunen wir vor allen 2 in gen Schuberts „Tu bist die Ruh", in dem diese Verwendung der Stimme besonders vorteilhaft hervortrat. Tie beiden Uebergänge aus der Bruststimme in den mezza- roce-Ansatz an Schluß des genannten Liedes gelangen vor- Mglich und gaben den besten Beweis von ihrer großen K-ehlfertigkeit. Eine hier noch nicht gehörte Auffassung b rächte uns Frau Lilli Lehmann gestern in ihrem Vortrag l> es Crlkötligs; wir erinnern uns nicht, die Worte des Geistes-, fünften jemals in so zartem pianissimo gehört zu haben, 9'eben aber gerne zu, daß durch diese Vortragsweise die be- taeffenben Stellen einen schauerlicheren, Eindruck auf den Zfthörer machen und daß fie zu den Angstrufen des Knaben irjii) den beruhigenden Worten des Vaters in, stärkerem Gegensatz stehen, als wir dies bei anderen Künstlern em- psjanden? Anker dielen Gefänaen erfreute uns unser werter Gast noch mit Liedervorträgen von Bach: „Willst Tu Tein Herz mir schenken", Haydn: „Pastorelle", Beethoven: „Adelaide", Schumann: ,2er 9cußbaum" und „Waldesgespräch", und Grieg: „Im Kahne" und „Zickeltanz". Daß dce hohe künstlerische Vollendung,, welche die Vorträge der geschätzten Künstlerin stets auszeichnet, auch die letztgenannten Lieder zu ganz vorzüglichen 2ar6ietungen machte, wollen wir hier nur noch kurz erwähnen. Taß das Publikum die Vor-? träge des geschätzten Gastes voll zu würdigen wußte, bewies der außerordentlich lebhafte Applaus, der sich von Lied zu Lied steigerte, sodaß sich die geehrte Künstlerin am Schluß zu einer Zugabe, „Mutter an Der Wiege" von Löwe, verstand. Tie Klavierbegleitung zu den Gesängen halle Herr Uzielli aus Frankfurt übernommen und damit gezeigt, daß er sich in hohem Maße für dieses Fach eignet. Wir haben selten einen jo guten Begleiter von auswärts gehört, der ich der Auffassung seiner Sängerin so vollständig anzu-, chließen vermochte, wie es gestern der Fall war. Mit Solotücken von Scarlalli, Schumann, Brahms, Chopin und i'Albert führte sich Herr Uzielli als einen vorzüglichen Pianisten ein, der die zum Teil recht großen technischen Schwierigkeiten der von ihm gewählten Kompositionen mit Leichtigkeit überwand und sich auch in Bezug auf Auffassung ate gediegener Künstler zeigte. Auch seine Vorträge wurden durch lebhaften Beifall ausgezeichnet, ohne daß er sich indessen zu einer Zugabe bewegen ließ. Pr. Die Buren in der Kapkolonie im Kriege mit England von Kommandant A. de W e l, Adjutant H. v. D o u v n i f und G. C. duPleffis, mit Benutzung der Auszeichnungen von Haupt- kommandant ü a 18 g a n und anderen Konunandanien, sonne nach den amtlichen Berichten von General S m u t s. iUlit 4< !' S.idlM „ gtnh*" Influenza heM W* in btt SA und m te sM bie W * ickMch iiberschnÄ- i bestehende Neben'ck der Braunfels .reissparkasfe tt* )om 2v.d.M -b emru- nashausen, Osdorf, /Z Stocke Ivohnendm Ehe- ää** Lss i i*t 3 , o (T'ifrffl Die :-3s’- Ä-'SS S-T.SS Nunmehr bra 9E b«i=r "”6 d". ® ch°>" tib. 6m I", 5(6(18’ ,=rl=6‘e 'M,Wn te, »en““1’j. jen $* lltb£ä* »l'ft •** Un , »ei »erbt* :n,!i’ ben ,5#$^ s& Telephonischer Kursbericht« iniiikiurt m. 11., 19. Januar % Oberhessen 3 4% Oeaterr. Goidrente ‘,,54 Oeaterr. öiiberrente 4 fi ürkenlose 4°/q Unech. Monopo1 -Anl. I 4* ,% äussere Argentiner 87a% 3V,% ö% 3*/2% . 102.80 . 91.60 . 102.80 . 91.65 . 101.25 . 100.50 . 103.35 101.50 . 102.— . 103.50 . 50.50 . 31.40 . 30 50 . 131.40 45.— । Der Kaufmann und der Weife. Ein modernes Märchen. Was fang ich an, um mein Geschält zu heben? Die Sorge d'rum beraubt mich aller Ruh. Ach könntest du nicht einen Rat mir geben ? So rief ein Kaufmann einem Weisen zu. Der sprach: Mein Sohn, ein guter Rat ist teuer Und nützt oft herzlich wenig in der Tat, Doch billig und von Wert stets ungeheuer Ist jederzeit ein gutes Inserat. Ter Kaufmann that nach jenes Weisen Wort Und heut ist er — der reichste Mann im Ort! • Attentat auf einen Eisenbahnzug. Nach einer Meldung aus Salonicki schnitt eine Bande Missetäter Telegraphendrähte ab, lauerte einem gemischten Zug auf und schoß auf denselben aus vielen Gewehren. Der Lokomotivführer und Heizer legten sich auf den Bauch und steigerten die Geschwindigkeit des Zuges auf 80 Kilometer. Am Tender sind 12 Spuren von Gewehrschüssen. Der Gendarmerieinspektor ist zur Untersuchung abgesandt. Patrouillen bewachen die Bahn. * Italienische Heilkunde. „Jl Piccolo della Sera" meldet, daß in Coriano bei Bologna 14 Personen von einem tollenHundegebissen wurden. Der Kommunalrat des Ortes bewilligte daraufhin 1000 Lire, aber nicht etwa, damit sich die Verletzten in eine Heilanstalt begeben könnten, sondern zum Zwecke einer Wallfahrt, welche sie zur Kirche des San Dornenicio Cocullo in der Provinz Aquila unternehmen sollen, welcher Heilige der Patron der von tollen Hunden Gebissenen ist. Hoffentlich kostet solches Vertrauen nicht allen Vierzehn das Leben. Krieskasten der Redaktion. (Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.) P. Gr. Sie erhalten über den Viktoria-Melitta-Verein nähere Auskunft von Herrn Sekretär Scherff hier, über den hessischen Landwirtschaslsrat von dessen Präsidenten Geh. Regierungsrat H aaz in Darrnfladt. I. M. Die Kinder folgen in der Staatsangehörigkeit immer dem Pater, nicht der ilHutter. 3j/q Mexikaner . . 4Va /o Chinesen . . Electric. bcLuckeri . Nordd Lloyd . . Kreditaktien . . Diakonto-Kommandit. Darrnstädtvr Bank . Dresdener Bank . . Ber iner Handelages. Oeaterr. StaaUbahn , Lombarden ... Gottbar ibahn . . . Laura, ütte . . . , Bochum ..... Harpener .... Tendenz: fe i l«i3 . 25.— . 92.— . 76.75 . 95.50 . 219.20 . 194.30 . 136.70 . 148.60 . 160.— . 148.90 . 16.80 182.50 . 218.70 . 181.90 . 175.75 Reichsanleihe do. Konsola . do . . Hessen • Leipzig, 18. Jan. Die im Verlag von Schneider in Pößnek erschienene Sensationsbroschüre „Ehebruch und K ö n i g 8 t r o n", der Liebesroman der Kronprinzessin Luise von Sachsen, ist beschlagnahmt worden. • Paris, 18. Jan. Der „Gaulois" veröffentlicht einen Bries eines deutschen Genie-Offiziers an den General de France, worin er mitteilt, er sei durch einen Zufall Augenzeuge des Unfalles gewesen, der seinem Sohne, dem Leutnant de France, das Leben kostete. Bekannt- lich ist dieser Leutnant vor einiger Zeit abgestürzt. Der deutsche Offizier sagt weiter: Ich konnte, trotzdem ich Augen, zeuge war, Ihnen keine Mitteilung machen, ohne meine Per- sönlichkeit zu verraten. Ich war nämlich als Bauer ver- kleidet mit der Inspektion der französischen Verteidigungswerke in den Alpen beschäftigt. Da heute meine Mission beendigt ist, kann ich meinen Brief unterzeichnen. (Eine Bestätigung dieser Nachricht bleibt abzuwarten! Die Red.) * Paris, 17. Jan. Stach Meldungen aus Algier sind tn einigen Dörfern im Süden gestern Erdstöße wahrgenommen worden. "Gibraltar, 18. Jan. Der Dampfer des Nordd. Lloyd „Lahn", von Italien nach New-Pork unterwegs, ist heute früh bei Tanara, 10 Meilen östlich von Gibraltar, bei Nebel und Regen gestrandet. An Bord befinden sich 1500 Passagiere, darunter 300 erster Klasse, die übrigen sind Auswanderer. Der englische Marineschleppdampfer „Energstic" und der amerikanische Kreuzer,Hartford" versuchten bei Hochwasser mit Hilfe der Schleppdampfer „Newa" und „Herakles" erfolglos, den Lloyddampfer „Lahn" flott zu machen. Die „Lahn" bleibt fest auf der Sandbank und müssen voraussichtlich die Passagiere von Bord gehen und einen Teil der Ladung ausschiffen, ehe er wieder flott wird. Nach einer Lloydmeldung ist entschieden, daß die „Lahn" geleichtert werden muß. Es sind daher Leichter abgesandt. * 2)1 en tone, 18. Jan. Die Kronprinzessin von Sachsen und Giron fliegen im Hotel Anglais ab und ließen sich unrer dem Namen Herr und Frau Andrs Gerard eintragen. Sie lehnten es ab, irgendeinen Besuch ku empfangen. Ihr Aufenthalt in Mentone ist voraussichtlich auf eine Monat berechnet. • Kronstadt, 18. Jan. Der Kandidat der Theologie Michael Badurescu wurde von der Tochter des Grundbesitzers Chabe, die von Badurescu verführt worden ist, auf offener Straße durch zwei Reooloerschüsse getötet. Sie wurde verhaftet. " New-Pork, 18. Jan. Das größte Geschütz der Welt wurde soeben bei Sandy Hook erprobt. Die Proben waren erfolgreich. — Sehr reiche Goldfunde wurden am Tananaflusse in Alaska gemacht. " New-Port, 18. Jan. Wie eine Depesche auS San Juan auf Portonco meldet, wurden auf dem amerikanischen Kriegsschiff „Massachusetts" durch eine im Turm stattgehabte Pulverexplosion fünf Mann getötet und vier verwundet. "Welche Bittgesuche an den Kaiser mitunter gesandt werden, erhellt unter anderem aus folgendem: Als der Monarch kürzlich zum Jagdbesuche in Springe weilte, wurde ihm ein Gesuch übergeben, das nichts weniger enthielt als die Bitte, der Kaiser möchte doch dem Reichstage einen Gesetzentwurf zugehen lassen, der die Einführung der , — freien Liebe fordert. Derartige Gesuche treffen im kaiserlichen Zioilkabinett in Menge ein und werden natürlich sofort ohne weiteres ad acta gelegt 45t> Ungar, uoldrente 4°/ Italien Rente . 4V,56 Portugiesen . 0/ Portugiesen. . . 1% C. Türken . . Zanöel unü Verkehr. Vulkä-mrtschast. Märkte. § Butzbach, 19. Jan. Mii dem am 19. März dahier statt- indenden Faselmarkte wird eine Verlosung von Rindvieh, Schweinen und landwirtschastlichen Geräten zc. verbunden. Ter Loseverlrieb ist im ganzen Großherzogtum gestattet. tc. Frankfurt a. M.. 19. Jan. (Telegr. Orig.-Bertcht des »Gieß. Anz."). Amtliche 9lotierungen der heutigen Viehmarkt- preise. Zum Verkauie standen: 439 Ochsen, 137 aus Oestreich, 37 Bullen, 0 aus Oestreich. 868 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 0 aus Oestreich, 272 Kälber, 252 Schase und Hämniel, 1326 Schweine. 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 0 Schaslämmer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht Ochsen 1.Qualität 68—70Ult, 2. Qual. 63—66 'Bit, 3. Qual. 58—60 All.; Bullen 1. QuaL 63 bis 65 9JIL, 2. Qual. 59—61 'Ult; Kühe 1. Qual. 61—62 Alk., 2. Qual. 56—57 Alk., 3. Qual. 45—47 Alk, 4. QuaL 40—42 Alt., 5. Qual. 00—00 Alk. Kälber: 1. Qualität78—80 Pfg.,Lebendgewicht 47—48 Pf., 2. Qual. 71—74 Pfg^ Lebendgewicht 42—44 Pfg., Schlachtgewicht 60—63 Pfg., Schafe: 1. Qual. Schlachtgewicht 64—66 Pfg., 2. QuaL 59—61 Pfg., 8. QuaL 00—00 Pfg.; Schweine 1. QuaL 64 Pfg., Lebendgewicht 51 Pfg., 2. QuaL 63-00 Pfg., Lebendgeivicht 50—00 Pfg., 8. Qual. 00-00 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. — Geschäft: bei Hornvieh mittel, bei Kleinvieh gut. io. Frankfurt a. M., 19. Jan. (Orig.-Tetear. des „Gießen. Anz.") Amtliche 9lotieiungen der heutigen Fruchtmarktpreije. Wetzen Alk. 15.75—00.00, Kurhessischer Alk. 15.75—00.00, La Plata Alk. 17.00—17.50, Kansas Alk. 17.00—17.50, Roggen (hiesiger) Alark 14.50—00.00, Gerste (Wetterauer) Alk. 15.50—16.00, Frankenfelder Alk. 00,00—00,00, Hafer Alk. 14.75—15.00, Mais Alk. 14.25—00.00, Weizenmehl 0 Alt. 25.50—26.00, 2. Qualität Alt. 23.50 bis Alt. 24.00, 3. Qualität Alt. 21.50—22.00, Roggenmehl 0 Alt. 23.00—28.75, 1. Qualität Alk. 21.75—22.25, Weizenkleie Alt 9.00 bis Alk. 0.00, Roggenkleie Alk. 9.50—10.00, Maisreiine Alk. 10.00 bis Alk. 10.25, Franken, Pfalzer, Ried Alk. 00.00-00.00. Alles per 100 Kg. ab hier. Gerichtssaal. u "d, Darmstadt, 18. Jan. Eine K t n d e S n n t e r s ch i e b u n g beschäftigte gestern die hiesige Strafkammer. Tie 24 Jahre alte dreimal wegen Diebstahl vorbestrafte Ehefrau des Dienstmanns M. hier ist seit August 1899 in kinderloser Ehe verheiratet weßhalb manchmal Zwistigkeiten unter den Ehegatten entstanden ' Ire faßte daher beimfid) den Entschluß dem abzuhelsen, erklärte im vorigen Winter ihrem geistig etwas zurückgebliebenen Alanne, daß sie „guter Hoffnung" sei, schaffte Kinderzeug rc. herbei und ihr Alann kaufte den Kinderwagen. Am 9. Oktober v. I. reifte sie unter dem Vorhaben, in die Entbindungsanstalt nach Gießen zu fahren, nach Frankfurt a. M., logierte sich daselbst in der Saalgasse 29 em und erließ im Generalanzeiger eine Annonce, nach welcher kinderlose Beamte ein Kind in Pflege nehmen möchten. Am 17. Oktober war das Dienstmädchen Lina B. mit ihrem unehelichen Knaben auS der Entbindungsanstalt Marburg entlaßen nach Frankfurt a. Al. gereift und las mit ihrer in der kleinen Gallnsgaffe daselbst wohnenden Freundin die frag- liche Annonce, welche ihnen gerade paßte. Beide begaben sich gegen Abend in die Saalaasse, wo die Beschuldigte erklärte, daß ihr 5 Fohre kinderloser Schwager, der Schweizerstraße 36 wohnende Gerichtsschreiber Weber, em Kind in Pflege nehmen wolle. Alan wurde handelseinig und am 18. Oktober erhielt die Al. das Kmd und zugleich für den ersten Monat 16 Alk. Pflegegeld, mit dem sic "ach Haufe reifte. Inzwischen hatte sie in der Aufregung ihrem Manne telegraphisch nutgeteilt, daß sie schon in Frankfurt a. Al. mit einem Mädchen niedergekommen sei. Hier angekommen erklärte sie ihrem Manne, daß es ihr eigenes Kind sei und daß nur bezüglich des Geschlechts ein Irrtum vorliege. Am 20. Oktober meldete dann der Ehemann den Knaben auf dem hiesigen Standesamt als fein eigenes Kmd an und unterschrieb auch das Protokoll. Inzwischen halle sich die eigene Muller des Kindes nach dem Ge- rlchtsschreiber Weber erkundigt, wobei sich der Schwindel bann bald herausstellte; auch die Angeklagte hörte davon und brachte das Kmd am 21. Oktober wieder nach Frankfurt a. Dl. und legte es in den Flur des Hauses kleine Gallusgasje 5 wieder, wo es alsbald gesunden und der Alulter wieder znaestellt wurde. Tie Angeklagte erklärt heute, daß sie nur ihrem Manne eine Freude und Spaß haben machen wollen, sie büßt aber diesen „Spaß" mit 4 Monaten Gefängnis, während ihr Ehemann wegen der vor dem Standesbeamten gemachten falschen Angaben mit drei Wochen Gefängnis davon kommt. Berlin, 19. Jan. Tie Nachricht, daß der Kaiser betf Grünewald als Vol'kspark erschließen wolle, hat eine englische EiscnbahnLaugcsctlschaft t dem Projellc einer Bahn veranlaßt, die den Gruncwall) leichter erreichbar machen fofL Tie Gesellschaft baut als Spezialität Ein^ schienenbahnen und hat bereits in mehreren Grafschaften Irlands derartige Bahnen ausgcführt. Vertreter der Qtot lellschast weilen gegenwärtig in Berlin, um das Projekt an Ort und Stelle anszuarbeiten und einen Kostenanschlag herzustellen. — Tie Leiche des erschossenen Rechts^ an walts T r. Aye wird nach Fieltsburg überführt werden. Oberleutnant v. Grawert wird nicht nach Afrika zurückkehren, sondern bis zur kriegsgerichtlichen .Verhand-j lung hier verweilen. Ueber die Ursache zu dem Tuell verlautet, daß dieselbe eine schwere Beleidigung bilde, bei welcher der Beleidiger sich in einem Zustande starker Erregung befand. Tr. Aye soll mit Rücksicht auf seine Familie zu den weitgehendsten Konzessionen bereit gewesen sein. E's wurde aber ein gütlicher Ausgleich für unmöglich erachtet. — Zu Ehren Maurice Maeterlincks sand eüj Bankett statt, dem über hundert Herren urrd Tarnen beiwohnten. Hermann Sudermann sprach herzliche Begrüßungsworte. Maeterlink dankte für die Begrüßung und schloß mit Tankesworten an alle, die ihm den Berliner Aufenthalt verschönt und dieses Fest bereitet hätten. Er endete mit einem Hoch auf das große, vornehme, tiefer ernste, mächtige Deutschland. Nord haus en, 19. Jan. Der Stadttheaterdirektor Ludw. Hoffmann hat sich aus Nahrungssorgen er« hängt. Neunkirchen, 19. Jan. Nach der „Saar- und Bliesztg." wurde der hiesige Stationsvorsteher Berg am Samstag nachmittag von einer Lokomotive erfaßt und so schwer verletzt, daß er in vergangener Nacht seinen Verletzungen erlegen ist. Stuttgart, 19. Jan. In einer gestern abgehaltenen Landes-Versammlung der deutschen Partei Württembergs, die von 700 Personen besucht war, wurde folgender Antrag angenommen: Ter Landes-Ausschuß wird beauftragt, die Frage des Anschlusses der württembergischen Staatsbahnen an die preußisch-h essischst Eisenbahngemeinschaft im Auge zu behalten und keine Gelegenheit zu versäumen, die Eisenbahnfrage in Fluß zu halten. Neustadt a. d. H., 18. Jan. Der heute hier tagende Parteitag der pfälzischen Nationalliberalen nahm einftimmig folgende Resolution an: Die heutige Versammlung beglückwünscht die Reichstagsfraktion zu ihrem zielbewußten Vorgehen bei der Beratung und Bescheidung der Zolltarifvorlage. Tie nationalliberalen Reichstaasabgeordneten baden hierbei in erfreulicher Einigkeit diejenige Linie eingehalten, auf welcher das Zustandekommen langfristiger, die Interessen der Landwirtschaft sowohl, wie deS Handels und der Industrie gleichmäßig währender Handelsverträge erreichbar erscheinen. Im vollen Bewußtsein ihrer hohen Verantwortung haben sie bei der Abwehr des auf die Vergewaltigung der Mehrheit des Reichstages gerichteten Ansturms entschlossen und kraftvoll mitgewirtt. In dankbarer Anerkennung dieses Verhaltens erklärt die heutige Versammlung^ daß die nationalliberale Reichstagsscaktion sich um das Vaterland verdient gemacht hat. Paris, 19. Jan. General b e France dementiert die Meldung des „Gaulois", wonach ein deutscher Offizier einen Brief an ihn geschrieben habe, worin er angiebt, datz er als Spion vermeidet bei dem Tode des Sohnes des Generals zugegen gewesen fei Prag, 19. Jan. Auf dem gestern hier abgehaltenen Parteitage der tschechischen Agrarier wurde die Erricht lung eines selbständigen tschechischen Staates als Hauptforderung aufgestellt und den Jungtschechen als Verräter ein Mißtrauensvotum ausgesprochen. Konstantinopel, 19. Jan. Eine furchtbare Ex-, ilosion erfolgte in der Wohnung eenes Kolonialwaren- Händlers, der in dem Verdacht stand, auf geheime Weise Pulver zu fabrizieren und Tynamit bei sich zu verbergen. Händler selbst wurde getötet, vier Angestellte sch^wer verwundet. Kunst und Wisscnschnjl. verliu, 18. Jan. Den Beschluß des Krönungs- und Ordensfestes machte ein T eatre par6 un Opernhause, wobei die heitere Oper _anno 175 7" von Bernhard Scholz, Text von Richard Scholz, zum ersten Male aufgesührt wurde. Das Stück behandelt die Austreibung der Reichsdeutschen und Franzosen aus Gotha durch Seydlitz un 7jährigen Kriege. Die leichte, gefällige Alusik und die glänzende Inszenierung fand den Beifall des Hauses. Ter Kaiser und die Kaiserin wohnten der Vorstellung in Gesellschaft des Prinzen und der Prinzessin Heinrich, des Prinzen und der Prinzessin Alax von Baden und des Prinzen Adalbert bei. Kirchliche Uachrichlen. Evangelische Gemeinde. Montag den 19. Januar. Abends 8 Uhr: Bibel stunde im Konfirmandensaale der Johannestirche.____________________ Pfarrer Euler. Neueste Ntelouugeu. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. Berlin, 19. Jan. Aus Manchester wird gemeldet: Ter Manchester Guardian berichtet aus Newyork: Staais- ekretär H a y habe Kolumbien ein nicht formelles Ultimatum wegen der Panama-Kanal-Frage gestellt. Hay rechnete jedoch zuversichtlich darauf, daß die Sache zu einem günstigen Ende kommen werde. Tas amerikanische Schatzamt lasse bereits im stillen die ausländischen Börsen ondieren, um darnach die Zahlung des Kaufpreises an die Zanama-Gesellschaft vorzuberetten. 3u bedeutend reduzierten Preise« verkaufe Wtl. 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Januar, nachmittags 2 Uhr vom Sterbehauss, Landgrafen- straße 6, aus statt. Todes-Anzeige. Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß eS Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unseren innigst geliebten, guten Vater, Schwieger- vater, Großvater, Urgroßvater, Bruder, Schwager und Onkel Kem Benno Wertheim sagen wir unseren tiefgefühlten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen £Iur auf diesem Wege. Danksagmrg. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme während der Krankheit und anläßlich deS Hinscheidens unseres geliebten 44] Beletage, besteh, aus sechs ►Ummern, Daoez., ger. Korridor und allem Zubehör, in meinem Neubau Bismarckstr. 38 zu verm. Näheres Löberstratze 10, I. 31] 5—6- Zimmerwohnung zu vermieten. Stephaustr. 11. Hcmi Oanlel We^rasm Werkmeister i. P. LPiie 5-ZimeMshHW mit all. Zubeh. per 1. April, auch früh, zu verm. >491] Schulstr. 10 2261 Eine schöne Wohnung von o Zimmern nebst Zubehör ist f>er 1. April zu vermieten im Neubau Seltersweg 68. 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