rkaujerm stezereiwaren» ir eine hiesige, cjutf. CK öie ExpeölliB I '^November m ®ie»en K ^1S OeB & ö v>: 9 f ' * qßrcifcn* e , ... »]f t'oion* yj.oöet alinL “ r. V. WO «M i ,i ,N * „u 1(1 D ötuU- ■■„,3!*'; ?l-h Nr. LN7 Zweites BLatt 153. Jahrgang General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Z>ie heutige Mmmer umfaßt 12 Seiten. ins 'W Album schreiben: Wer eine Zeitlang Skandal erregt Glaube nicht, daß er die Welt bewegyd Freitag 18. Dezemder 1803 . verantwortlich für den aügemrtrLD Tsür V» Wtttlo; sü: den Anzeisrntetlr H. VeL . jji Rotationsdruck und Vertag der vrü hl lcbe» Unwersuarsdruckeret (Pletsth Erdens Gietzrn» Erschein, täglich mit Ausnahme deS SonntagS. Di „Siebener §amilienb!ätter" werden dem Anzeiger viermal roöd)eiulid) betgelegt. Der «ehessijche Landwirt" erscheint monatlich einmal. Der Finanzausschuß der zweiten KatrKner ist zurzeit eifrig mit der Vorberatung des neuens Staatshaushalts beschäftigt. Dieser ist, wie in parlamentarischen Kreisen allgemein anerkannt wird, so fkcr und ver- hältnismäßig übersichtlich geordnet und auch zugleich so sorgfältig und vorsichtig zusammengestellt, daß der Finanzausschuß leichtes Arbeiten hat trotz der bifSen umfangreichen Zahlen und Rubriken. Es sind denn auch wesentliche Dissense bisher nicht zu tage getreten. 13)er Ausschuß hofft, heute Freitag mit der Beratung des ersten (Ver- waltungs-) Teils fertig zu werden (die letzten Sitzungen haben gemeinschaftlich mit den Regierungsve'ttretern stattgefunden) und sich dann zu vertagen. Er will dann gleich zu Anfang des neuen Jahres mit der Beratung des'zweiten (Vermögens-) Teils beginnen, sodaß schon ettva Mitte Januar die Etatsberatungen im Plenum ihren 2&fang nehmen können. Hraf Hokulyowskl üver die politische .Lage. Im Ausschüsse der ungarischen Delegation für auswärtige Angelegenheiten gab der Minister deA Aeußern Gras Goluchowstt das übliche Expose über die auis>wärtige Lage. Er gedachte zunächst der Erneuerung,' des Dreibundes und führte aus: Durch diese Erneuerung wurden neuerdings die Verhältnisse konsolidiert, welche die Basis unserer Friedenspolitik bilden und seit bald einem Vierteljckhrhundert dem ganzen europäischen Kontinent eine Aera ruhlger und erfolgreicher Entwickelung gesichert haben. Dee Bürgschaften dafür, daß der Fortbestand des Dreibundes unsere politischen Interessen auch in der Zukunft vollvuf zu gewährleisten vermag, sind sehr reeller Natur uiO um so höher anzuschlagen, als sie bei einer gleichmäßigen Verteilung von Rechten und Pflichten allen Teilen Heben der Förderung des erhabenen Friedenswerkes eine hinreichende Bewegungsfreiheit einräumen, um ihnen brZ- nachdrücklichste Wahrnehmung und Vertretung ihrer speziUchen Interessen zu gestatten. Gegen die Richtigkeit dieser Mssassung dürfte heutzutage kaum mehr ein Widerspruchs erhoben werden, was die Genugtuung beweist, mit der 6io Kunde von der Fortdauer unserer 'Allianzverhältnisse „ ziemlich allgemein entgegengenommen wurde, ja das VerstänktUis, welches man dieser Tatsache selbst in jenen Kreisen eniHegenbrachte, die noch in der jüngsten Vergangenheit, werm auch vvrnehm- lich vom engeren Parteistanopunkte beatnflußt, unserer politischen Orientierung ganz entschiede abhold waren. Zwar fehlt es auch heute nicht an Wideitrachern; dieselben sind aber vereinzelt und rekrutieren sich hauptsächlich aus Leuten, die prinzipiell an allem Kritik, üben, oder Elementen, die vor keiner noch so albernen Erfindung zurückschrecken, um ihrer planmäßigen Miniercwbeit immer neue Nahrung zu verschaffen. Verdienen aber! solche Ausbrüche von Leidenschaft keine übermäßige Bechchtung, so ist es allerdings bedauerlich, daß diesen unverantwortlichen Widersachern innerhalb unseres eigenem Gebietes öfters gleich unverantwortliche Elemente von auswärts sozusagen in die Hände spielen, indem sie ihnen ein willkommenes und leicht verwendbares Material zu allerlei Hetzkampagnen bieten, und um so bedauerlicher ist diese Tatsache, wenn derartige Machenschaften aus einem Laznde stammen, mit dem wir, wie mit Italien, im engen FricHens- und Freundschaftsbunde stehen. Der Minister streifte die irredenWischen Manifestationen in Italien und ging dann zu der Behandlung der Balkanwirren über. Er betonte, daß, um den schwerfälligen Lwparat des europäischem Konzerts zu vermeiden, Rußland und Oesterreich sich von diesem das Mandat erwirkten, Ordnung auf dem Balkan §iu schaffen. Der Minister entrollte dann das be kann Le positive Reforrn- programm der Mächte und gedachte dabei der Tätigkeit der revolutionären Komitees, welche, „dank der geradezu nicht verstände, seine Politik dem Willen der Mächte anzu- passen, und nicht alles aufböte, um selbst den Verdacht einer strafwürdigen Komplizität an friedenstörenden MachM- schäften von sich ferne zu halten." Der Minister gedachte hierauf der jedem menschlichen Gefühle hohnsprechenden Tragödie im Belgradep Konak, die neben der ungewohnten Erregung der ganzen zivilisierten Welt einen Zustand zu schaffen drohte, der mannigfache, sehr ernste Gefahren für die friedliche Entwicklung der Dinge im nächsten Orient zur Folge haben konnte. „Oesterreich-Ungarn durfte als durch die Belgrader Geschehnisse nächst berührte Macht nicht zögern, der einstimmigen Berufung der zweiten nationalen Dynastie auf den Thron Serbiens seine Zustimmung zu erteilen, da das unglückliche Land nur hierdurch der ihm drohenden Anar- chie entzogen werden konnte und es schon in unserem! eigenen Interesse lag, dem neuerwählten Könige seine wahrhaft dornenvolle Aufgabe nicht zu erschweren; ihm liegt die Pflicht ob, das durch den fluchwürdigen Frevel nefgeschädigte Ansehen Serbiens zu beben und die durch heftige Stürme außer Rand und Band gekommenen innerpolitischen Verhältnisse in ruhigere Bahnen und zu einer normalen Entwickelung zurückzuleiten. ES. ist zu hoffen, daß König Peter im gesunden Teile des serbischen Volkes eine feste Stütze zur Vollbringung dieser regeneratorischen Arbeit finden wird." Graf Goluchowski gedachte dann der verschiedenen,Monarchenzusammenkünfte der letzten Zeit und, trat schließliche den mannigfachen Kritiken entgegen, die Oesterreichs Veto-Recht bei der Pap st Wahl anläßlich des Todes Leos XIII. gefunden hat. Der Minister betonte, daß sowohl- die Leugnung dieses Rechtes als die Auffassunb, daß seine Ausübung eine unbefugte Anmaßung oder eine unstatthafte Einmischung der weltlichen Macht in kirchliche Angelegenheiten bedeute, durchaus unrichtig ist. Wenn auch das Veto auf keinem bestimmten Gesetze beruht und von der Kirche niemals ausdrücklich anerkannt wurde, hat es sich doch im Laufe der Jahrhunderte zu einem Gewohnheits- rechte herausgebildet, es ist tatsächlich zu wiederholten Malen von Trägern der habsburgischen Krone pari paftu mit Frankreich und Spanien und von diesen beiden letzteren Staaten auch allein cmsgeübt worden. Der mit der Ex- klusion Metraute ist immer ein Kardinal, und von so hohen Kirchenfürsten kann doch nicht angenommen werden, daß sie sich zu einer unkanonischen Handlung hergeben würden; auch hat das heilige Kollegium als solches nie einen formellen Protest erhoben, und es ist auch nie vorgekommen^ daß eine angemeldete Ausschließung vom Konklave unberücksichtigt geblieben wäre. „Ganz entschieden muß die Behauptung zurückgewiesen werden, als ob Oesterreichs Ungarn bei Ausübung des Veto-RechtcS als Repräsentant einer politischen Konstellation auf getreten wäre. Eine Verhandlung oder selbst ein Gedankenaustausch über diesen Gegenstand hat niemals und mit niemand stattgefunden. Wir haben im vollen Genüsse unserer Initiative und Entschließungsfreiheit gehandelt, ohne daß eine Anregung dazu von irgend einer <^ite ausgegangen wäre." Aus bcm Darmstädter (Landes-Parlament. Tas alte Sprichwort, daß der Appetit mit dem Essen kommt, hat auch unsere zweite Kammer einmal wieder zur Wahrheit gemacht. Bis tief in den November hinein batte in den maßgebenden parlamentarischen Kreisen die Neigung bestanden, wenn möglich von einer Einberufung der zweiten Kammer vor Weihnachten überbaupt Abstand zu nehmen. Im Oktober und November arbeiteten bisweilen nur der Finanzausschuß, der Gesetzgebungsausschuß und der Sonderausschuß für die W ahlr e cht s vor l a g e mit etwas Energie; nur ganz sporadisch trat auch noch der eine oder andere Ausschuß in Funktion — sonst herrschte über allen Wipfeln Ruh'. Als dann aber die Kürnbacher Staatsvertragsangelegenheit allmählich weitere Kreise zog und die Regierung auf Erledigung dieser Sache und des'Vertrags mit der Norddeutschen Hagel-Versicherungs-Gesellschaft drängte, hieß es bescheiden, man werde nun doch wohl eine oder zwei Plenors'ü'mgen im Dezember abhckten mi s'en. Doch kaum war dem Ritter das Wort entfloh'n, da drängte die Menge sich nach! Es stellten sicb so viel spruchreife Gegenstände für die Tagesordnung ein und die nach so langer Trennung — seit dem 1. April! — schon fast einander fremd gewordenen Volksvertreter fanden wieder ein solches Wohlgefall'en in der parlamentarischen Arena sich zu messen, daß sie nicht weniger als sieben lange Sitzungen abhielten, bevor der Präsident mit wohlgemeintem Lächeln allen lieben Kollegen „ftöhliche Festtage" wünschen konnte. Es war eben wieder die Lust, zu reden, erwacht und hätte nicht der greise Senior Möllinger als Präsident des Finanzausschusses auf Schluß -gedrungen und verlangt, daß die nächsten Tage für die Vorberatung des neuen Haushaltsetats im Ausschuß voll reserviert bleiben müßten, wer weiß, ob die Herren gestern schon zu den heimischen Penaten zurückgekehrt wären. Den breitesten Raum in den Verhandlungen nahm der Staatsvertrag mit Kürnbach ein. Tas hätten sich die wackeren 914 hessischen Seelen dort nicht träumen lassen, daß sie aus ihrer weltverlassenen Einsamkeit, „ihrem „idyMschen Jnseldasein" so urplötzlich in den Mittelpunkt der hessischen Politik gerückt werden würden. Und in welcher rührenden Weise das geschah! Monate hindurch hatte sich der Ausschuß mit der mühevollen Materie her- umgeplagt und eine Anzahl Regierungsverbreter mit in Atem gehalten. Und als man dann endlich die Sache glücklich unter Dach und Fach glaubte, als der Ausschußberichterstatter Dr. Gutfleisch-Gießen ein staatsrechtliches Meisterstück darüber ausgearbeitet hatte, da ging der Kampf von neuem los. Fast zwei ganze Sitzungen mußten von der Kammer darauf verwendet werden und die ersten Regierungsvertreter, Staatsminister Dr. Rothe und Geh. Staatsrat Krug zu Nidda traten ins.Feuer, um den Ansturm der vertragsfeindlichen Minorität sieghaft zurückzuschlagen. Die Kürnbacher, die sich nach ihrem eigenen, fettgedruckten Eingeständnis bei ihrem alten Privileg der Steuerfteiheit als Hessen „ganz wohl" fiihl'ten und „fern der Heimat" die Wohltaten eines einheitlichen Vaterlandes „garnicht vermißten", erschienen mit einem Schlage im Glorienschein der warmherzigen Patrioten; die Ironie des Schicksals wollte es auch noch, daß gerade die Herren Ulrich und Bähr diese schöne Eigenschaft bei ihnen entdeckten. She hätten sogar die hessischen Fest- und Gedenktage ebenso gut gefeiert, wie die badischen! Daß bei Erwähnung des Wohlbehagens der Kürnbacher der Zwischenruf: „Auf unsere Kosten! Tas glauben wir!" fiel und bei der doppelten Feier der Festtage ein: „Tas möchten wir auch!", machte die ganze Sache nur noch drolliger. Aber ob auch weiterhin noch der zwischen Heppenheim und Kürnbach hin und her pendelnde Kaminfeger, oder die von Baden beaufsichtigte Faselhaltung, die Ueberflüssigkeit der Poli^eiverordnungen bezw. der Einführung eines gesetzlichen Grundbuches und viele sonstige Kürnbacher Curiosa ins Feld geführt wurden, — es half nichts, die Loslösung wurde beschlossen und man konnte vabei noch als biece de resistanee das ungewohnte Schauspiel erleben, daß Sozialdemokraten, Antisemiten pnd Bauernbündler sich zu gemeinsamer Opposition die Hände reichten. Unter den sonsttaen erledigten gesetzgeberischen gaben sind zunächst der Staatsvertrag über die Hagelversicherung, der trotz seiner praktisch weit über die Kürnbacher Sache hinausgehenden Wichtigkeit ohne jede Debatte erledigt wurde — die Opponenten dagegen sollen durch die plötzliche Beratung des Entwurfs überrascht und deshalb zu einem Eingreifen außer Stande gewesen sein! — und die Gewährleistung der Zinsen für die Schuldver- schreibunaen der L a n d e s h Y p o t h e k e n b a n k zu nennen; gegen -letztere wurden von verschiedenen Seiten nicht unberechtigte Klagen über die Konkurrenz mit den Sparkassen geführt. Tre Anträge auf Reform der Unfallverhütung bei Bauausführungen und auf Vertretung derArbeiterschaft im Großh. Ministerium tauben nach den Ausschußcmträgen ihre Erledigung. Zu dem interessantesten Beralungsgegenstand gestaltete sich neben der für Rheinhessen wichtigen Frage der R e b- lausbekämpfung und der Feuersicherheit und Besteuerung der Warenhäuser noch die sozialdemokra- ttsche Interpellation über die polizeilichen Maßnahmen aegen die aus gesperrten Maurer in Mainz. , Hier platzten die Geister außerordentlich scharf aufern- ander und die Debatte, die der neue, erst 27jährige Mamzer Sozialdemokrat Adelung mit Ruhe und Sachlichkeit em- geleitet hatte, wuchs erst zu einem sehr erregten Rede- tournier aus, als Herr Ulrich, der spät kam und von der ganzen vorherigen Debatte so gut wie nichts gehört batte eine Jeremiade über die „armen hungernden Maurer" in Mainz vom Stapel ließ. Er schilderte mit ben Farben eines Weretschagin und mit den Worten eines Gorki, Ibsen oder Hauptmann die traurige Lage der Maurer, die das kümmerlichste Dasein üon der Welt fuhr- Volitilche Tagesschau. Zur Frage der Todesstrafe äußert sich Professor Dr. Mittermaier-Gießen in der neuesten Nummer der „Deutschen Juristen-Ztg.". Auch er Bjurmt, wie wir es wiederholt an dieser Stelle taten, zu b^nt Schluß einer unbedingten Verwerfung der Dodessttafe auf Grund der gemachten Erfahrungen und allgemeinen Erwägungen, denen sowohl die Sühneidee als auch der Gedanke der Beseitigung dauernd gefährlicher Mörder nicht standhalten. In Bezug auf letzteren Gedankett macht Pros. Mittermaier folgendes geltend: Wer diesen Gedanken vertritt, der muß folgerichtig alle unheilbaren gefährlichen Irren, alle Sittlichke-its- Attentäter auch totschlagen. Wer will diese Unverbesserlichen sicher heraussinden? Tie Vertteter dieser Idee haben sich gewiß nicht die ganz unmöglichen praktischen und sittlichen Folgen derseDen klargemacht, wie Ferri ihnen mit Recht vor hält. Er führt dann aus: So bleibt als letzte schwierige Frage die nach dein Ersatz der Dodessttafe. Dies kann lange zeitige so gut wie lebenslange Änsperrung je nach den Individuen fein. Besondere Quälereien, leider noch vielfach befürwortet, sind zu verwerfen. Bei unseren Einrichtungen ist hier die Sicherung menschlich völlig genügend. Tie Unsicherheit gegenüber der Todesstrafe wird durch ungleich größere Vorteile der Einsperrung ausgewogen. Begeht ein solcher Gefangener einen neuen Mord, so besteht fteilich für ihn als Strafe nur der Verlust, der Begnadigungsmöglichkeit, was vollauf genügt. Schutz gegen solche Gefahren wird doch auch anderswie beschafft. Das beliebte Schlagwort größerer Gransamkett sollte ein ernsthafter Jurist nicht mehr verwenden: die Erkenntnisse der Psychologie, die Erfahrungen, der stete und stets noch energischer zu betreibende Fortschritt unseres Gefängnisw-efens haben es längst widerlegt; die Aussprüche der Gefangenen halten näherer Beobachtung kaum jemals stand. Sonach wird hoffentlicb die Mehrheit in einem neuen Strafgesetzbuch die Tooessttafe beseitigen. Hoffentlich finden diese Ausführungen an allen maßgebenden Stellen die wünschenswerte Beachtung. Ein Borsengerücht. Man schreibt uns aus Berlin, 17. Dezember: Auf dem Gebiete der politischen Kombinatione-l ist die Berliner Börse wenig glücklich. So erzählt man sich jetzt in Finanzkreisen, daß der Staatssettetär Graf Posa- dowsky deS politischen ,Metier3" müde sei und Verlangen trage nach der Stellung, die der jetzt verstorbene Herr v. Hansemann inne hatte, nämlich der eines Leiners der Diskont ogesellscha ft, der vor langen Jahren auch Herr v. Miquel angehörte. Die Kombinat tion ist durchaus unzutreffend. Daß der außer-- ten und mit Cichorienbrühe und trockenem Brot iff>c Dasein fristeten. Als ihm darauf von dem RegiernngÄoertteter sachlich und mitunter auch satirisch geanttoortat wurde, redete er sich wieder so in W.tt hinein, daß er VMN Präsidenten zweimal zur Ordnung gerufen werden Mußte. Viel Heiterkeit erregte es int ganzen Hauses als der Zenttumsabg. Dr. Schmitt aus Mainz, dem dieser Jammer denn doch „über die Hutschnur ging, ein kleines Genrebild von 6en „Maurern beim Frühstück" entwarf und wie auf einem Präsentierteller die vielen deliMrten Höschen uno Schweinsrippchen der Mainzer Maurer vorführte, so lebhaft und so appetitliche, daß einem ordeietlich das Wasser im Munde dabei zusammenlief. Herr Ul'rich,chen zweifellos die jüngsten Lorbeeren seines gleichhaarigen Busensreundes, des ergrauten „roten August" tzn Reicks tag, zu seiner neuen Heldentat angestachelt hattKi, zog sich auch noch andere Zurückweisungen durch den Zwisch-en- rus des Mg. v. Brentano zu: „Schauspielerei!" — Sollte der „edle Herr", wie ihn Ulrich daraus avc^trophierte, dabei wohl an Goethes Wort im Faust gedacht haben: „Welch Schauspiel! Aber ach! Ein Schauspiel Wir!?" Wir möchten dem hessischen Bebel füb feine jüngste Leistung in der Kammer lieber oas schöne Epigramm von ^r. v. Sallet sträflichen Toleranz der fürstlichen Regierung", die Gefahr eines Krieges herarrfzubeschwören. Die Pforte würde ihre eigene Existenz in Frage stellen, wollte sie die Forderungen der Mächte, die sie allein vor dem jähen Untergänge zu bewahren vermögen, nicht auftichtig und loyal berücksichtigen. „Möge man sich davon in den Kreisen der Pforte ernstlich RechenschcLft geben, ehe es zu spät wird, und bevor sich aus dem gegenwärtigen Chaos Zustände entwickeln, die dann jede Rettung unmöglich machen. Anderseits darf man sich in Sofia nicht der Erkenntnis verschließen, daß die Halttu^ der fürstlichen Regierung gegenüber der revolutionären Bewegung einer sehr genauen und ftrenge®: Ueberwachung unterzogen wird, und daß Bulgarien seinem Schicksal unbedingt überlassen werden würde, wenn es "deutlich bi. Ma- ^°^r,ueistcrs hat da. sich Eo der seither für lö nämlich vor ES sei boß erncs matten gut entwickelt, der Verbrauch ist außerordentlich qe- ivachscn; an Vidjt hat er gegen daö letzte Jahr um 60 Pcoz., ein Mißbrauch, Diploiiis Art solche Übertritte veranlassen und daß es daher bedenklich scheine, dazu Schwierigkeiten zu bereiten, Ec meinte, man könne einige mildernde Worte in den Beschluß einstigen, jon|t werde man möglicherweise die Dienstsreudigleit der Feuer- wehrmannschasl schmälern. Schließlich wurde ein Antrag Hau dach an>genommen, worin gesagt wird, daß nur derjenige ein Diplom bekommen könne, der 15 Jahre bei den hiesigen freiwilligen Feuerwehren aktiv gedient hat. Aus einen Hinweis der Polizeibehörde beschloß man, gegebenenfalls die früher bewilligten 26 Wochentage als AuLnahmetl»ge für die Beschästigungszeit und den Ladenschluß der Geschäfte auf 24 zu beschränken, indessen einem Antrag deS Detoillistenverems stattzugeben, ivonach vor dem Weihnachtssest unverändert 14 Tage bewilligt werden, an denen die Geschäfte länger offen hallen dürfen. Im Falle der Ermäßigung der 26 Ausnahmetage aus 24 sollen statt 6 solcher Lage vor Ostern nur 5 und statt 4 nur 3 angenommen werden. Außerhalb der Tagesordnung wurde noch eine Aende- rung des Fluchtlinie nplanes der Wetzsteingasse nach vorgelegten Plänen genehmigt, worauf zum Schluß dec Sitzung oer Sladtv. Krumm daran erinnert, daß die Miß- stände bezahl. der Abwässer des Siechen Hauses unmöglich länger fortdauern könnten. Oberbgm. 3)1 ecu m versicherte, die Abstellung des Uebels sei bereits im Gange und es sei wohl schon zur Stunde mit den Arbeiten begonnen ivorden. Damit war die Tagesordnung der öffentlichen Sitzung e r sch öp ft. Gemeinderat tritt in den nächsten Tagen zu einer Sitzung zusammen, um darüber zu beraten, ob im kommenden' Jahre Gasbeleuchtung eingeführt werden soll. p. Borsdorf, 16. Dez. Bei dem gefährlichen Geschäft de« Holzfällens ereignete sich gestern in dem zwischen hier und Ulfa gelegenen Harbwalde leider wieder em Un- fall. Ter Holzhauer Töll von hier wiirde durch den Zweig eines umstürzenden Baiiknes getroffen und derart verletzt, daß er auf einem Wagen nach Hause befördert werden mußte. Die Verletzungen werden indessen nicht lebensgefährlich fein. _ Tie .Harb", ein fiskalischer Wald, wird an ihrem Nord- ende zum Teil üolliiänöig abgeholzt, da infolge eines Tausches mit Einwohnern von Ulfa hier Wiesen angelegt werden sollen, und namentlich sind es prächtige Eichen, die hier der Axt des Holzhauers weichen müssen. § Vom höheren Vogelsberge, 17. Dez. Eine schöne W e i h n a ch t L s re u d e wurde den Lehrern in besonders ungünflig gelegenen Orlen durch die Gewährung von Stellenzulagen bereitet, welche vom 1. April ds. Js. nachgezatilt werden. Tienstjahre getrieben furche ulO schule. Frankfurt, 17. Dez. Pfarrer EordeS von der hiesigen lutherischen Gemeinde, einer der beliebtesten Geistlichen unserer Stadt, wurde zum Pagor der JohanniSgemeinde in Hamburg gewählt. Keer unO Krone. — Leutnant Brise. Wie ein Berichterstatter der ,Franks. Zig." von zuverlässigster Seite erfahren haben will, soll die Begnadigung des Leutnants Bilse in Aussicht stehen. Bei der Begnadigung dürfte es sich nur um Um» Wandlung der Gefängnis,träfe in Festungshaft hifndeln. Kolonialpost. — DaS .Wolsf'iche Teigr.-Dur." erfährt: Bei einem Ende November erfolgten Ueberfalt der jo11fiation von Uhabls in Deuts ch-Sir dwe stasnka sind der Gefreite Otto und der Reiter Zauer gefallen. Oer UeöuKlimi. (Auonyuie Ausragcu bleibe« unberüitsichtigt.) „Galenus." Sie scheiiien in Ihrem ehrwürdigen Alter von 1700 und etlichen Jahren nicht nur die Poflichkeil ganz verlernt zu haben, sondern auch mindestens eurer Ihrer vier A\aii)malfäue scheint arg m Unoröimng getonunen zu sein, sodaß Ihnen bnngenb zu enipiehleii t|t, in Ermangelung des Gririlberger Ihren verehrten iteiclmam schleiliiigit der Analoniie zri überamworlen zürn elgerren Besten, bannt bie „&Qleni|ien" von heule wemgpens etwas von Ihnen profitieren. ____ Llcrnrijchre». * Köln a. Rh., i«. jüCQ. uq oem Raugierbahnhof Teutzcrteld würbe die Leiche eines unbclminteri Maiilies mit zerjchmetier.em Su)äoel uufgejunbeii. Es scheint Selbst m ord v-vrzuliegen. * Berlin, 17. Dez. Eine 17jährige Nichte des Ftnanzmin isters tz r h r n. v. R h e i n b a b e n versuchte gej.ern abend in der Dorotheen,tt'uße tüun Straßenbahnwagen in voller Fahrt za besteigen. Als sie b^recks aus dem ürck.b..t. stand, g r.el s.e in^ Wank.n und wäre abgesi^rzt, wenn uye nicht oer an, oct hut.eren Pmt.svrm besiiibliche englische Ingenieur William Davison aus New Ea,cke m Engxano hilfreich b e i g e s pr u n g e n wäre. Bei düser Betegenheit siel Davc|on selbst herunter und blieb mit gebrochenem Genick auf das Stcoßen- pflüster liegtn. In der Eharitä, wohin man ihn in einer Droschke brachte, verstarb er alsbald. Davison hinterläßt eine junge Frau und drei tleme Kinder. * Berlin, 17. Dez. G^oße Unterschlagungen soll ein Berliner Seidenstoff-Agent zum Nachteil mehrere fraiizöjischer und Schiveizer Firmen begangen hoben. Tie veruntreute Summe sott sich nach der Angabe eines Berichterstatters aus 100 GOü Mark belaufen. * Marienburg, 17. Dez. Eine anzügliche Inschrift befindet sich an einem der neuerwauten fünf Häuser unter den Hoyen Lauben, die am 6. Tezomber v. I. durch ein größeres Feuer eittgeäschert wuroen. Kaiser Wilhelm nimmt nicht nur an dem Ai. bau des an Denk- wücoigkeiten reichen Macieubur.ßer Ordetisschstosses regen Anteil, sondern hat auch schon wieDeri/olt Interesse für die Entwickelung unseres Städtchens, insbesondere für die Erhaltung der hisborijchen Baulichkeiten bekundet. So gewährte der Kai,er u. a. den fünf durch die vorjährige Feuersb.unst ge.chädigten .S^au§oe[yern zi m Wiederaufbau eine Beihilfe von je 1000 Start’, wofür )te sich verpflichten mußten, den Giebel wieder in der mittelackerl-ichen Fv^.a herzurichten. Diese Beihilfe aus der Privatschatulle des Kaisers wurde jedoch nur an vier von den fünf Hausbesitzern gezahlt, weil einer von ihnen, Maurermeister Lubie, den Bau nicht in der von dem Kaiser genehmigten Form ausgeführt hatte. Ter so übergangene Bauunternehmer ließ nachträglich den Giebel wieder abbrechen, um an def,en Stelle Xü-oljnräunie herzurichten. Außerdem ließ er aber nuaj eine Inschrift anbnngen, die in großen Lettern ani oberen Teile des Hauses die ganze Front em- nunmt und tuie folgt lautet: „Baue nicht auf Her- re n g u n st, übe Deine eigne Kunst." * Wilhelmshaven, 1 <. Dez. Im Jadebusen kenterte em Fischerboot. Zwei Infamen ertranken. * Br a u n , ch w e i g, 1/. Dez. Aus dem Bahnhose Holzminden wurde heute morgen der Wagenmeisteo Botz durch einen Rangierzag über>ayoen und getötet. * Paris, 17. Dez. Die Polizei verhaftete einen Schwindler, der ;iai als früherer Offizier eines belgijchen Guiden-biegunents und als nunmehriger At- lachee des Sahara-Kaisers ausgab. Er hat sich verschiedene Betrügereien zu schulden tonunen tas,en. * M a r j e i 11 e, 17. Dez. Die Zahl der Op , er der gestrigen B r a n d k a t a st r o p h e i;r noch Nicht amtlich fejte ge|tetu, doch glaubt man, daß dies erbe lu betragt. An Bord des Tamplers „San Leonardo' befanben sich der napitän Bazano, zwei Offiziere und 8 wialrosen. Ter Aus Swtt unö Jaiiü. Gießen, den 18. Dezember 1903. ** Handwerkerrechnungen. Mit dem Schluffe d. I. sind für den Handwerker eine Reihe von Verpflichtungen fällig, zu denen er baren Geldes dringend bedarf. Die Tatsache, baß der Handwerker oft über feine Verhältnisse und ungewöhnlich lang Kredit gewahren muß, bedeutet für ihn eine schwere Schädigung. Im Interesse des Handwerterstandes fann deshalb nicht oft genug daraus hingewiejen werben, daß der Handwerker nur dann konkurrenzfähig und wirtschaftlich selbstüiibig bleiben fann, wenn er Löhne und Einkäufe pülikt- lich zu bezahlen irnflanbe ist; deshalb muß immer wieder daran erinnert warben: .Bezahlt den Handwerkern die fälligen Rechnungen". Es darf hierbei aber nicht verkannt werden, daß auch von den Handwerkern selbst auf pünktlicheren Eingang ihrer ^lujjenllänbe dadurch hingewirkt weiden fann, baß sie die Buchführung nicht als 9tebensache ansehen unb ihre Rechnungen nicht erst bann ausschreiben, wenn die Kasse leer ist oder nach so langer Zeit, baß bie Kunben die Lieferungen beinahe vergessen haben. Darum ergeht ebenso bring,enb baS Mahnwort: .Handwerker, seid nicht nachlässig im Ausstellen der Rechnungen!" •• Ein Unfall trug sich gestern hier in einem Fabrikbetriebe zu. Einem Arbeiter fiel ein glühendes Stück Metall auf einen Fuß unb verbrannte ihm nicht nur Schuh unb Strumpf, jonbetn fügte ihm auch eine erhebliche Brandwunde ju. Rur seiner außerordentlichen Geistesgegenwart, nut der er sich flugS von ber brennenden Masse zu befreien wußte, hatte er es zu öerbanfen, daß sein Unfall verhältnismäßig gelinde abging. -t. Schotten, 17. Dez. Kürzlich hielt hier Pfarrvikar Zinser von Joachims'tal im Erzgebirge einen Vortrag über bie .Los von Rom -Bewegung" lm Hotel „zur Traube". Es hatte sich nur eime sehr kleine Schar eingefunben, um die interessanten Mitteilungen des Vortragenben mit anzuhüren, der bereits über em Jahr mitten in der Bewegung steht. Eme TeUersarnrnlunA. veranstaltet zum Besten bc5 Baues eines Gotteshauses im Ioachimslal, wo der Gottesbienst bis Brand dauert fort. * Newhort, 17. Dez. Sämtliche größeren Neubauten wurden hier des Nachts durch elektrische Bogenlampen hell beleuchte: und jajiaq bewacht, ive.l an mehreren Nächren wreberljolt Dynamit-Anschläge verbucht tvvroen waren, welche an,ajeinend durch den Streit oer Unternehmer mit den Gewerlschasten verursacht wuroen. ivorden sei, abgeschafft werde. Es sei nämlich vor- gekommen, baß, um bie Eilangiing eines solchen Diploms zu ermöglichen, Uebeitrilte von ber freim. Gail'schen zur släbl. fieiw. Feuerwehr |‘tattgcfunben Höllen. Dec Antrag des Oberbgm. geht nun bahin," nür an Solche das Diplom zu üergeben, bie m einem ber beiben Korps 15 Jahre aktiv gebient hub'Ni. Dazu meinte Staoiv. Kirch, die Sache selbst jei nicht sehr wichtig, er denke aber, daß man bie Vottitzenben ber beiden Wehren hören müsse. Siabto. Schafqiaebt glaubt, es sei gleichgilttg, ob einer etwa nach 7 Jahren ^>on der einen Wehr zur andern übertrete; er diene in jedem Fall doch als Feuerwehrmann. Oberbgm. R! ecu um spricht ^sich dahin aus, daß man ja bie Grunbe des Ucbeciritlö von Fall zu Fall prüfen unb sich danach enlscheiben könne. Beig. Georgi schließt sich dec Meinung des Sladtv. Schaffstaedl an unb hebt hervor, daß vielfach nur Gründe persönlicher Aihrinq der Stüdtvrrardnricn. Gießen, den 17. Dezember 1203. Anwesend: Oberbürgermeister Rtecum, bie Beigcorbneten Georgi unb Eurschmönn, unb bie Stabtverorbneten Euler, Faber, Haubach, Heichelheim, Helfrich, Huhn, Jann, Jugharbt, Keller, Kirch, Krumm, Leib, Lübec, LooS, Orbig, Pirr, Schaffstaebt, Schmack unb Wallenfels. Entschuldigt hatten sich die Stadtverordneten Dr. Gasfty, Dr. G-ckfleisch, Heyligenstaebt, Hamru, Schiele, Dr. Schäfer, Emmettus, Bruck unb Petri. Vor Eintritt m bie Tagesorbnung verlas Dberbürgerm. Ul ec um em Schreiben bes Bautechmters Alt vater, worin dieser für bie ihm geworbene Regulierung seiner Gehalts- oechällnisse seinen Dank auSjpcichl, unb ferner eine Ein - labung der Gießener freiiv. Feuer»vehr, bie am 19. bsS. Alts, in Lonys Bierkeller ihre bicsjährige Weihnachtsfeier abhält. Der 1. Punkt der Tagesordnung betraf die Rechnung über Einnahmen unb Ausgaben des Großh. 9keal- gymnasiums unb ber Realschule für 1902/03, worüber schon früher der Slablverordnetenverjammlung eme Ueberficht vorgelegen hat, unb bie nun formell genehmigt würbe. Der Anregung, die in der letzten Sitzung vorgebrachl worden war, um Beschaffung von Gummiräbern für die Räder des Leichenwagens, ist man nähergetreten. Ta aber diese Gummicaber 215 Alk. kosten würben, also so viel als ber Wagen selbst, nimmt man von ber Anschaffung Abstanb. Stabtv. Schmal! klagt bei dieser Gelegenheit darüber, oaß bie Kapelle bes neuen FriebHofes nicht heizbar sei, was schon häufig, ba der Weg biS borthm weit sei unb m ber Kapelle oft Zugluft herrsche, unangenehm empfunben worben sei. — Oberbgm. Wiecum erwioert, em Schornstein sei bort vorhanden, aber man habe bei der Anlage damals von der Einrichtung einer Gasheizung abgesehen, weil man warten wollte, bis sich ein BedüttniS herauspellte. — Stabiv. Löber schließt sich bin Ausführungen feines Kollegen Schmoll an unb verlangt auf bie eine ober bie cmbere Art Heizung m der Kapelle, worauf Oberbgm. Wie cum zu>ogt, boß bie Sache vor ben Ausschuß lammen uno bis baljm bu|üc ge|orgl werben solle, boß die Tüien dec Kapelle, um Zug zu vermeiden, sorgfältiger geschlossen blieben. Die hiesige Kullurmspeltton hat an die Bürgermeisterei cm Schreiben gerichtet, worin bie Errichtung eines Pegels an ber Lohn oberhalb des Obermühlwehrs gefordert wirb mit bem Zusatz, baß bie Kosten ber Beobachtung von ber KuliurinspekUon getragen würben. Es Han beit sich um einen Pegel von 200 Meter Lange, der 40—45 Wil. kosten würbe. Tie Slobiverordncter, genehmigen diese Anschaffung. Für bie Herstellung von H a u § o ns ch 1 ü ss e n beim Elektrizitätswerk wirb cm Rochtcogstccdit von 2500 Wik. genehmigt unb für bie Be,ch0s, :llig von Zählern em solcher von 1700 Wil. ^-ach bem Bericht des tcrie der Flnaii-wissenschaft und des prakt.schen Allianz- wesens wie kaum ein anderer beherisckjt, Hot er als StaolK fetretür des SckMßamles uuo bei den Beratungen über d. ö BoZeugesetz bewiesen. Alle aber, denen die Ehre der näheren BekonntsckMst mit dem StoiUssekietar zu teil wurde, wissen, daß seine Wieiiiuim weniger dem BankwIen als der Politik, unb hier tvieber den wirIchostächen uno sezialcn Fragen, gei-Ört. Gros PosadowsU) hat umsoweniger Veranlassung zar AnttSmüoigtert, als gerade seine Wtuaibcit üi der Regierung dem Grasen Biilow von ^krt ist, unb als sich ihm zur niaßgebendeii Betätigung seiner glun- zenben Fälligkeiten in einem Privatunternehnien sa-wer- Uch die glciaje Gelegenheit bieten dar Je wie an leckender Stelle im ReiclMnit des Innern. Vor dein Absastuß der parlamentacijüxn Kämp.e um die neuen Handclsv.r.iäge Ist jedenfalls an einen Rücktritt des Grasen Pufadoiis.y nickst zu denken. Wiit mehr Axihrscheinlichkest hätten Oie Börsianer kombiniert, wenn sie dem preußischen Haudels- mintstcr Moller ein geiv.f^cs Verlangen nach bem Wirkungskreis bis verstorbenen Herrn v. Hanjemaim nach" sagen würden. Es ist offenes Gehernii.s, daß sich Herr Möller in seiner Exzellenzwürde »ortvmnit ivie „bie Garbe des Maiskorns, die zu Lannen man getragen." Er ist zu seyr Geschästsmann, um in der amtlichen Atmosphäre sah brhag.iuj fulj.en za können. Es bedeutet ein gechiges Bav für ihn, wenn er mit den Ber- tretern von Haiwel und Industrie im Laude draußen Zwiesprache p,legen kann. Deshalb benutzt er gern jede Gelegenheit, dem Mini.terhotel den Rucken zu Lyren und Tteuste reisen anzutreten. Seine alten pAck.scheu Freunde finden auch, daß aus seinem parlauieutariichen Au,treten weniger dec preußisuje sjJii;iLiier, als der acken w^hio^kanute Abgeordnete Möller-Duisburg herausschaut. Ob das Ge- ruajt begründet ist, bag Exzellenz sjjti>.rer die Novelle zum Börsengejetz durch^reiseuder gewiiiischt und nur auf die Weisung des lelleirden Swatsmaruics hin bei der Beschränkung sich beschieden hat, sei dahiugeftellL Anhalts- puiiite für die Anna Huie, Herr Ziviler w..roe nicht uug.ru Herrn v. Miquels P.ade vn umgeLh.tcr Richtung w^lwecki und deii golbgestiuren Wiiuisiecfraa gegen den bürgerlichen Rock eines Direktors der LLSkontogefellschast tauschen, fehlen also am ^nbe nicht, wenn auuj Herrii ^löUtry zähe politische Natur den mancherlei „llnstimmigleitm" kaum so leickst erliegen dürste. jetzt noch in einem PHictshaussote unter sehr mißlichen Ver- hattnissen abgchalten wirb, trug 41 Mk. em. — Ter biefige I an Straft um 166 Pcoz. zugenommen. Zur Verbesserung ber Beleuchtung in der Turnhalle bes Reo lgqmno sin m S wirb genehmigt, baß lu Flammen bes Kronleuchters mit Auergllihlichl, wofür bic Kosten 36 Mark betragen, versehen werben unb daß, falls bieS als nicht ausreichend sich erweisen sollte, noch 4 Wonborme mu Glüh licht zum Preise von 20 Wiarf auS- gestattet werben sollen. Dotz eoange11sche und ko 1 h o 1 ische S chweslern- honS hoben um Ermäßigung des Preises für ihren W o s s e r v e r b r a u ch nachgesiicht. Tas eoongcl. Haus Hot einen Verbrauch von 17U, bos kolholische von 125 Kubik- meter. Der Wasserpreis wirb mit Genehmigung ber Siabto. auf 10 Pf'g. für ben Kubikmeter herabgesetzt. Für bos Panorama von El öS mann wird auf Empfehlung bes TireliocS bes GoSiveilS nut Hmstchi baiauf, oog bos Panorama einen nützlichen Zivcck für bie Jugenb erfüllt, eine Ermäßigung bes Gaspreis eö aiif 15 Pfg. für ben Kubikmeter bewilligt. Beim 8 Punkt dec Tagesordnung, die Auszeichnung von Whigliebern ber freiwilligen Feuerwehren beireffvnb, entsteht eine fleme Debatte. Oberbgm. Wlcenni hotte einen Vorfchag bes Bianbbirektors unb beS Aiis- jchilsses zur Verlesung gebrocht, ivorm gewünscht wirb, mit ber Verleihung Wir empfehlen: 9318 in grösstem Sortiment zu billigsten Preisen, In Buxkin und Kleiderstoffen werden Reste und zurückgesetzte Dessins unter Preis abgegeben. Kreuzplatz 15 (Gebr. Horn). Mausburg 1 Nürnberger totatai MLEVI SJeltersweg 35. Gegründet 1883. fabriH v’on Hegen- «ad Zennen-Zchimen 9190 Ohl. 9392 H. Zimmer, Kreuzplatz. M f.'- Läufer, Bettvorlagen, Chaiselongue- und Divandecken, Angora- und Ziegenfelle, Pultvorlagen etc. etc. etc. Ein heller Tischdecken Kufferdecken Bettuberdecken Bettvoilagen in großer Auswahl. [9126 C. Röhr & Co. Chaiselongue-Deeken, Belldeeken eie. nach Entwürfen von Professor Olbrich, Seltersweg 33 a. Man verlange Prosaekt- von H. Häberlein. 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III umfaßt die eine selbständige Gemarkung bildenden, bei Ober-NoSbach gelegenen Walddistrikte Mainzer Hecke", »Westerfeld'scher Wald" und rStelkrberg" mit einem Gesamtflächeninhalt von 156,61 ha. B. Fischereien: 1. Fischereibezirk Nr. 111 umfaßt die Fischerei in der Flachs- und Rosbach in der Gemarkung Ober- und Nteder- RoSbach. Personen, welche von den vorstehend verzeichneten Jagden anb Fischereien zu pachten beabsichtigen und deren Qualifikation hierzu nicht notorisch vorliegt, haben sich bei der unterfertigten Stelle binnen 14 Lagen genügend auszuweisen. Nackgebme werden nicht angenommen, sondern der Zuschlag sogleich erteilt, wenn der Abjchätzungspreis erreicht ist. Ober-Nosbach v. d. Höhe, den 16. Dezember 1903. Großh. Hess. Oberförsterei Ober-Nosbach. stets irisch geschossen, zu haben bei Fran Ebel, Nitteraasie 11. w. Extra-Anfertigung genau nach Wunsch ohne höhere Berechnung. Zlnvegrcnzl große Auswayt. 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Dezember 1903. 9398 Großherzogliche Bürgermeisterei Oppenrod. Bal s er. empfiehlt in altbekannter Güte Frirdr. Noll 9378 Verein Jngendfreund. Die Feier der 30jährigen Weihnachtsbescheruug findet am Sonntag den 20. d. Mts., abends 6 Uhr, m der Turnhalle der höheren Mädchenschule statt und laden wir hierzu unsere Mitglieder, Freunde und Gönner, sowie alle gütigen Spender von Geld, Etgarrenspitzen rc. freundlichst ein. Gaben werden noch dankbar angenommen von den Bor- icoctn: Bourgeois, Buchdlndermeister, Doering, örr, Schlassermeister, Friedrich, Monteur, Dr. Heuser, Linoleum abgepasst und Stückware. Bester und billigster Zimmerbelag. Nicht teuerer wie Oelfarbanstrich. Warm und schalldämpfend. Wollene Kolter Steppdecken Fenstennäntel. 8037 MS ürmdsmitaliedern: H ' Rendant, Dö.., .............. u .. Llistos, Hartmann, ^rcisamtsregillrator i. P., Jaslow»ri, I Wirt, F. H. Müller, Schremermei|ter, Mulch, Lehrer, Roth I Weinhändler, Schrübel, Ureisamtsdiener. 9389 verwendet Stets Dl“. 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